Chinakohlsamen

Der Chinakohl (Brassica rapa subsp. pekinensis) ist eine Kulturform des Rübsens. Vermutlich ist er aus einer Kreuzung der Mairübe mit Pak Choi entstanden. Er entwickelte sich im 5. Jahrhundert in China in der Nähe von Peking und wird auch Pekingkohl genannt. Weniger gebräuchlich ist die Bezeichnung Selleriekohl. Die rundlichen, ovalen oder länglichen Köpfe wiegen zwischen 1 und 3 kg. Sie haben fein gekrauste hellgrüne oder rote Blätter mit weißen, breiten, flachen Rippen.

In Europa ist diese Kohlzüchtung erst seit dem 20. Jahrhundert bekannt und wird vor allem für asiatische Gerichte und Pfannengemüse verwendet. Chinakohl eignet sich für deftige Pfannengerichte und Gemüsebeilagen. In Kombination mit Feigen oder Orangen ergibt er aber auch eine süße Füllung für Wraps oder Pfannkuchen.

Chinakohl – Sorten, Aussaat und Ernte

Chinakohl-Sorten

Es gibt Chinakohle mit kurzen, stumpfen Köpfen und lange schlanke Sorten (Michihili-Typ). Es sind sowohl samenfeste als auch F1-Hybriden für den Anbau im Hausgarten verfügbar. Wichtig bei der Sortenwahl sind Toleranzen gegen Auflaufkrankheiten (Verticillium), Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae), Innenblattnekrose (Kalziummangel) und Blattfleckenkrankheiten (Alternaria). Tolerante und resistente Sorten bringen auch unter ungünstigen Bedingungen einen sicheren Ertrag.

Es werden nach ihrer Kulturdauer in 5 Reifegruppen unterschieden. Sehr frühe Sorten sind bereits 50 bis 60 Tage nach der Pflanzung erntereif, frühe nach 60 bis 65 Tagen, mittelfrühe nach 65 bis 70 Tagen, mittelspäte nach 70 bis 75 Tagen. Ein Chinakohl, der später als 75 Tage nach der Pflanzung geerntet werden kann, gilt als späte Sorte. Die Kulturdauer bestimmt darüber, ob eine Chinakohl-Sorte als Nachkultur von anderem Gemüse ausgepflanzt werden kann. Wird Chinakohl Mitte Juni ausgesät und dann Anfang Juli gepflanzt, kann er als Nachkultur von Buschbohnen, Erbsen, frühen Möhren, Kohlrabi und Blattsalaten auf die Beete.

Aussaat und Anzucht

Chinakohl wird ab Mitte Februar im Haus oder Gewächshaus vorgezogen. Dabei muss die Temperatur immer über 16 °C liegen, damit die Pflanzen später Köpfe bilden und nicht stattdessen in Blüte schießen. Temperaturen über 20 °C unterdrücken die Blütenbildung. Wenn Sie kein geheiztes Gewächshaus zur Verfügung haben, ist es sinnvoll schnell reifende, frühe Chinakohl-Sorten zu wählen und diese erst ab Mitte Mai auszusäen.

Die ideale Keimtemperatur liegt zwischen 20 und 25 °C. Nach dem Auflaufen werden die Sämlinge bei 20 bis 22 °C weiterkultiviert. Nachts darf die Temperatur auf 16 bis 18 °C absinken. Im Frühjahr sind die Jungpflanzen nach 3 bis 4 Wochen kräftig genug, um ins Beet gepflanzt zu werden. Spätere Sätze brauchen nur 14 Tage zum Heranwachsen.
Im Frühjahr sollten Sie die Jungpflanzen mit Folie und Vlies vor Kälte schützen. Ausgewachsene Pflanzen vertragen im Herbst vorrübergehende Fröste mit Temperaturen bis -5 °C. Gemüseschutznetze halten Blattläuse und Kohlfliegen fern.

Chinakohl pflanzen

Besonders gut wächst Chinakohl auf sandigen Lehmböden. Bodenverdichtungen und Staunässe vertragen die Pflanzen nicht. Eine gleichmäßige Wasserversorgung verhindert, dass die inneren Blätter im Kopf braun werden (Innenbrand). Sorgen Sie darum in trockenen Sommern für eine ausreichende Bewässerung.

Chinakohl schließt seine Köpfe früher, wenn er dichter gepflanzt wird. Dadurch bleiben die Köpfe etwas kleiner. Ein weiter Pflanzabstand lässt die Köpfe größer und schwerer werden. Ein Reihenabstand von 40 bis 60 cm und ein Pflanzabstand von 30 bis 35 cm ist für die meisten Sorten geeignet. Achten Sie aber auf die Angaben auf der Portionspackung. Bei der Pflanzung werden die Jungpflanzen bis zu den Keimblättern in den Boden gesetzt.

Chinakohl ist sehr anfällig für den Befall mit Kohlhernie. Diese Nachbaukrankheit kann den Kohlbestände vollständig abtöten. Die Wahl toleranten Sorten erleichtert den Anbau auf betroffenen Flächen. Es ist wichtig Anbaupausen von 3 bis 4 Jahren zwischen zwei Kohlkulturen auf einem Beet einzuhalten. Das verhindert, dass sich Krankheitserreger zu stark vermehren und den Anbau von Kohl im Garten unmöglich machen.

Ernte und Lagerung von Chinakohl

Zur Ernte werden die äußeren, lockeren Blätter auseinander gedrückt und der feste Kopf im inneren herausgeschnitten. Eingeschlagen in ein feuchtes Tuch hält der Kopf in einem kühlen Raum drei Wochen.
Wenn Sie den Kohl länger lagern möchten, dann sollten Sie die Köpfe bei der Ernte mit 2 bis 3 Umblättern schneiden. Die äußeren Blätter schützen die Köpfe und verhindern, dass sie zu viel Feuchtigkeit verlieren. Wenn Sie die Köpfe aus der Herbsternte in Zeitungspapier einwickeln, können Sie sie in Sand einschlagen und bis zum Frühjahr lagern.

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Chinakohlsamen

Der Chinakohl (Brassica rapa subsp. pekinensis) ist eine Kulturform des Rübsens. Vermutlich ist er aus einer Kreuzung der Mairübe mit Pak Choi entstanden. Er entwickelte sich im 5. Jahrhundert in China in der Nähe von Peking und wird auch Pekingkohl genannt. Weniger gebräuchlich ist die Bezeichnung Selleriekohl. Die rundlichen, ovalen oder länglichen Köpfe wiegen zwischen 1 und 3 kg. Sie haben fein gekrauste hellgrüne oder rote Blätter mit weißen, breiten, flachen Rippen.

In Europa ist diese Kohlzüchtung erst seit dem 20. Jahrhundert bekannt und wird vor allem für asiatische Gerichte und Pfannengemüse verwendet. Chinakohl eignet sich für deftige Pfannengerichte und Gemüsebeilagen. In Kombination mit Feigen oder Orangen ergibt er aber auch eine süße Füllung für Wraps oder Pfannkuchen.

Chinakohl – Sorten, Aussaat und Ernte

Chinakohl-Sorten

Es gibt Chinakohle mit kurzen, stumpfen Köpfen und lange schlanke Sorten (Michihili-Typ). Es sind sowohl samenfeste als auch F1-Hybriden für den Anbau im Hausgarten verfügbar. Wichtig bei der Sortenwahl sind Toleranzen gegen Auflaufkrankheiten (Verticillium), Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae), Innenblattnekrose (Kalziummangel) und Blattfleckenkrankheiten (Alternaria). Tolerante und resistente Sorten bringen auch unter ungünstigen Bedingungen einen sicheren Ertrag.

Es werden nach ihrer Kulturdauer in 5 Reifegruppen unterschieden. Sehr frühe Sorten sind bereits 50 bis 60 Tage nach der Pflanzung erntereif, frühe nach 60 bis 65 Tagen, mittelfrühe nach 65 bis 70 Tagen, mittelspäte nach 70 bis 75 Tagen. Ein Chinakohl, der später als 75 Tage nach der Pflanzung geerntet werden kann, gilt als späte Sorte. Die Kulturdauer bestimmt darüber, ob eine Chinakohl-Sorte als Nachkultur von anderem Gemüse ausgepflanzt werden kann. Wird Chinakohl Mitte Juni ausgesät und dann Anfang Juli gepflanzt, kann er als Nachkultur von Buschbohnen, Erbsen, frühen Möhren, Kohlrabi und Blattsalaten auf die Beete.

Aussaat und Anzucht

Chinakohl wird ab Mitte Februar im Haus oder Gewächshaus vorgezogen. Dabei muss die Temperatur immer über 16 °C liegen, damit die Pflanzen später Köpfe bilden und nicht stattdessen in Blüte schießen. Temperaturen über 20 °C unterdrücken die Blütenbildung. Wenn Sie kein geheiztes Gewächshaus zur Verfügung haben, ist es sinnvoll schnell reifende, frühe Chinakohl-Sorten zu wählen und diese erst ab Mitte Mai auszusäen.

Die ideale Keimtemperatur liegt zwischen 20 und 25 °C. Nach dem Auflaufen werden die Sämlinge bei 20 bis 22 °C weiterkultiviert. Nachts darf die Temperatur auf 16 bis 18 °C absinken. Im Frühjahr sind die Jungpflanzen nach 3 bis 4 Wochen kräftig genug, um ins Beet gepflanzt zu werden. Spätere Sätze brauchen nur 14 Tage zum Heranwachsen.
Im Frühjahr sollten Sie die Jungpflanzen mit Folie und Vlies vor Kälte schützen. Ausgewachsene Pflanzen vertragen im Herbst vorrübergehende Fröste mit Temperaturen bis -5 °C. Gemüseschutznetze halten Blattläuse und Kohlfliegen fern.

Chinakohl pflanzen

Besonders gut wächst Chinakohl auf sandigen Lehmböden. Bodenverdichtungen und Staunässe vertragen die Pflanzen nicht. Eine gleichmäßige Wasserversorgung verhindert, dass die inneren Blätter im Kopf braun werden (Innenbrand). Sorgen Sie darum in trockenen Sommern für eine ausreichende Bewässerung.

Chinakohl schließt seine Köpfe früher, wenn er dichter gepflanzt wird. Dadurch bleiben die Köpfe etwas kleiner. Ein weiter Pflanzabstand lässt die Köpfe größer und schwerer werden. Ein Reihenabstand von 40 bis 60 cm und ein Pflanzabstand von 30 bis 35 cm ist für die meisten Sorten geeignet. Achten Sie aber auf die Angaben auf der Portionspackung. Bei der Pflanzung werden die Jungpflanzen bis zu den Keimblättern in den Boden gesetzt.

Chinakohl ist sehr anfällig für den Befall mit Kohlhernie. Diese Nachbaukrankheit kann den Kohlbestände vollständig abtöten. Die Wahl toleranten Sorten erleichtert den Anbau auf betroffenen Flächen. Es ist wichtig Anbaupausen von 3 bis 4 Jahren zwischen zwei Kohlkulturen auf einem Beet einzuhalten. Das verhindert, dass sich Krankheitserreger zu stark vermehren und den Anbau von Kohl im Garten unmöglich machen.

Ernte und Lagerung von Chinakohl

Zur Ernte werden die äußeren, lockeren Blätter auseinander gedrückt und der feste Kopf im inneren herausgeschnitten. Eingeschlagen in ein feuchtes Tuch hält der Kopf in einem kühlen Raum drei Wochen.
Wenn Sie den Kohl länger lagern möchten, dann sollten Sie die Köpfe bei der Ernte mit 2 bis 3 Umblättern schneiden. Die äußeren Blätter schützen die Köpfe und verhindern, dass sie zu viel Feuchtigkeit verlieren. Wenn Sie die Köpfe aus der Herbsternte in Zeitungspapier einwickeln, können Sie sie in Sand einschlagen und bis zum Frühjahr lagern.

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