Der optimale Düngezeitpunkt für Stauden und Bodendecker

Staudengärten zum Blühen bringen: Der richtige Zeitpunkt für die Düngung

Stauden und Bodendecker sind das Herzstück eines prächtigen Gartens. Für ihre volle Schönheit brauchen sie allerdings die richtige Pflege - besonders wichtig ist dabei die passende Düngung zum richtigen Zeitpunkt.

Wichtige Aspekte der Düngung für üppige Blütenpracht

  • Frühjahrsdüngung regt kräftiges Wachstum an
  • Bodenanalyse gibt Aufschluss über den spezifischen Nährstoffbedarf
  • Organische Dünger unterstützen nachhaltig die Bodengesundheit
  • Düngezeitpunkt sollte an Wachstumsphasen und Klima angepasst werden

Die Bedeutung der richtigen Düngung für Stauden und Bodendecker

Stauden und Bodendecker bereichern unsere Gärten Jahr für Jahr mit Farbe und Struktur, ohne dass wir sie jedes Frühjahr neu pflanzen müssen. Trotzdem brauchen diese Dauerblüher unsere Unterstützung, um ihre volle Pracht zu entfalten.

Eine ausgewogene Düngung fördert vitale, kräftige Pflanzen mit üppiger Blütenfülle. Dabei kommt es nicht nur auf die Nährstoffzufuhr an sich an, sondern auch auf die richtige Zusammensetzung und den optimalen Zeitpunkt.

Vielfalt im Staudenbeet: Ein Überblick über beliebte Arten

Die bunte Palette der Stauden und Bodendecker umfasst unter anderem:

  • Sonnenhut (Echinacea) mit seinen leuchtenden Blüten
  • Pfingstrosen (Paeonia) als Klassiker mit opulenten Blüten
  • Storchschnabel (Geranium) als robuster Bodendecker
  • Fetthenne (Sedum) für trockene, sonnenverwöhnte Plätze
  • Funkien (Hosta) für schattige Ecken

Jede dieser Pflanzen stellt ihre eigenen Ansprüche an Boden und Nährstoffe, weshalb eine individuelle Düngung so wichtig ist.

Grundlagen der Düngung: Was Stauden zum Wachsen brauchen

Pflanzen benötigen, ähnlich wie wir Menschen, eine ausgewogene Ernährung für ein gesundes Wachstum. Für Stauden und Bodendecker sind drei Hauptnährstoffe besonders wichtig:

Die wichtigsten Nährstoffe: Stickstoff, Phosphor und Kalium

  • Stickstoff (N): Sorgt für saftiges Grün und kräftiges Wachstum.
  • Phosphor (P): Fördert die Blütenbildung und stärkt die Wurzeln.
  • Kalium (K): Steigert die Widerstandskraft gegen Krankheiten und Frost.

Diese Nährstoffe bilden das Fundament jeder guten Düngung. Es gibt jedoch noch weitere wichtige Elemente.

Weitere wichtige Nährstoffe: Sekundäre Nährstoffe und Spurenelemente

Neben den Hauptnährstoffen sind weitere Elemente für gesunde Stauden unerlässlich:

  • Magnesium für die Bildung von Blattgrün
  • Calcium für stabile Zellwände
  • Eisen für die Chlorophyllbildung
  • Bor für die Entwicklung der Blüten

Diese Nährstoffe werden zwar in geringeren Mengen benötigt, sind aber genauso wichtig für die Gesundheit der Pflanzen.

Organisch vs. anorganisch: Vor- und Nachteile

Bei der Wahl des Düngers stehen wir Gärtner oft vor der Entscheidung zwischen organisch und anorganisch. Beide haben ihre Stärken und Schwächen:

Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne:

  • Wirken langsam und nachhaltig
  • Verbessern die Bodenstruktur
  • Fördern das Bodenleben

Anorganische Dünger (Mineraldünger):

  • Wirken schnell und gezielt
  • Lassen sich präzise dosieren
  • Können bei Überdosierung die Pflanzen schädigen

In meinem eigenen Garten habe ich gute Erfahrungen mit einer Kombination aus beidem gemacht. Im Frühjahr verwende ich einen organischen Langzeitdünger und ergänze bei Bedarf im Sommer mit einem schnell wirkenden Mineraldünger. So erhalten meine Stauden genug Kraft für üppiges Wachstum und prächtige Blüten.

Faktoren, die den Düngezeitpunkt beeinflussen

Der richtige Zeitpunkt für die Düngung ist mindestens genauso wichtig wie die richtige Zusammensetzung. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:

Wachstumsphasen von Stauden und Bodendeckern

Stauden und Bodendecker haben im Laufe des Jahres unterschiedliche Bedürfnisse:

  • Frühjahr: Hoher Nährstoffbedarf für den Austrieb
  • Sommer: Mittlerer Bedarf für Blütenbildung und Wachstum
  • Herbst: Geringer Bedarf, Vorbereitung auf den Winter

Die Hauptdüngung erfolgt daher im Frühjahr, wenn die Pflanzen aus der Winterruhe erwachen und viel Energie für neues Wachstum benötigen.

Bodentyp und pH-Wert

Nicht jeder Boden ist gleich. Sandige Böden halten Nährstoffe schlechter als lehmige Böden. Auch der pH-Wert spielt eine wichtige Rolle:

  • Saure Böden (pH < 6,5): Nährstoffe werden schlechter aufgenommen
  • Neutrale Böden (pH 6,5-7,5): Ideale Nährstoffverfügbarkeit
  • Alkalische Böden (pH > 7,5): Manche Nährstoffe werden blockiert

Eine Bodenanalyse kann helfen, den optimalen Düngezeitpunkt und die richtige Düngermenge zu bestimmen. In meinem Garten führe ich alle paar Jahre eine solche Analyse durch - das erleichtert die Planung ungemein und sorgt für optimale Wachstumsbedingungen.

Klimatische Bedingungen

Auch das Wetter beeinflusst die Düngung:

  • Warmes, feuchtes Wetter begünstigt die Nährstoffaufnahme
  • Trockene Perioden erfordern vorsichtige Düngung
  • Nach starkem Regen kann eine Nachdüngung sinnvoll sein

Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau. Wenn die Blätter hell werden oder das Wachstum ins Stocken gerät, könnte eine zusätzliche Düngergabe hilfreich sein - vorausgesetzt, es liegt nicht an anderen Faktoren wie Krankheiten oder Schädlingen.

Mit diesem Grundwissen sind Sie gut gerüstet, um Ihren Stauden und Bodendeckern die optimale Pflege zukommen zu lassen. Denken Sie daran: Jeder Garten ist einzigartig. Experimentieren Sie ruhig mit verschiedenen Methoden und finden Sie heraus, was für Ihre Pflanzen am besten funktioniert. Mit der richtigen Düngung zur richtigen Zeit werden Sie sich bald an einem Meer aus Blüten und sattem Grün erfreuen können.

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Den richtigen Zeitpunkt zum Düngen erwischen

Für gesunde und blühfreudige Stauden und Bodendecker ist der richtige Zeitpunkt der Düngung entscheidend. Im Laufe des Jahres gibt es drei Hauptphasen, in denen eine gezielte Nährstoffgabe besonders sinnvoll erscheint.

Frühjahrsdüngung (März-April)

Die Frühjahrsdüngung bereitet unsere grünen Schätze auf die Wachstumsphase vor. Sobald der Boden frostfrei und nicht mehr zu nass ist, können wir loslegen. Für Frühjahrsblüher wie Primeln oder Lungenkraut empfiehlt sich eine frühe Düngung bereits Ende Februar oder Anfang März. Diese Frühaufsteher haben einen erhöhten Nährstoffbedarf zu Beginn ihrer Blütezeit. Ein stickstoffbetonter Dünger unterstützt das Blattwachstum und die Blütenbildung.

Bei den meisten anderen Stauden und Bodendeckern ist eine Düngung im April günstig. Zu diesem Zeitpunkt beginnt das aktive Wachstum und die Pflanzen können die Nährstoffe gut aufnehmen und verwerten.

Sommerdüngung (Juni-Juli)

Eine zweite Düngegabe im Sommer ist besonders für Dauerblüher und Spätblüher wichtig. Diese Pflanzen haben einen erhöhten Nährstoffbedarf während ihrer Hauptblütezeit. Stauden wie Rittersporn, Phlox oder Sonnenhut profitieren von einer Nachdüngung im Juni oder Juli. Diese Düngung unterstützt die Blütenbildung und sorgt für kräftige, gesunde Pflanzen.

Bei der Sommerdüngung sollten wir die Witterungsbedingungen im Auge behalten. In Trockenperioden ist es ratsam, die Düngung zu verschieben oder die Pflanzen vor der Düngergabe gründlich zu wässern. So können die Nährstoffe besser aufgenommen werden und es besteht keine Gefahr von Wurzelschäden durch zu hohe Salzkonzentrationen im trockenen Boden.

Herbstdüngung (September-Oktober)

Eine letzte Düngegabe im Herbst dient der Vorbereitung auf den Winter. Diese sollte spätestens bis Mitte Oktober erfolgen, damit die Pflanzen die Nährstoffe noch vor dem ersten Frost aufnehmen können. Im Herbst ist eine kaliumreiche Düngung besonders wichtig. Kalium stärkt die Zellwände der Pflanzen und erhöht so ihre Frostresistenz. Außerdem unterstützt es die Einlagerung von Reservestoffen in den Wurzeln, was den Pflanzen beim Austrieb im nächsten Frühjahr zugutekommt.

Es empfiehlt sich, im Herbst auf stickstoffbetonte Dünger zu verzichten, da diese das Wachstum anregen würden. Zu dieser Jahreszeit sollen die Pflanzen jedoch in die Ruhephase übergehen.

Maßgeschneiderte Düngeempfehlungen für verschiedene Staudenarten

Jede Staudenart hat ihre eigenen Nährstoffbedürfnisse. Eine angepasste Düngung trägt wesentlich zum Erfolg im Staudenbeet bei.

Blühstauden

Blühstauden wie Rittersporn, Phlox oder Sonnenhut sind regelrechte Nährstoff-Gourmets. Sie profitieren von einer Dreifachdüngung im Jahr:

  • Frühjahrsdüngung mit einem ausgewogenen Volldünger
  • Sommerdüngung mit einem blütenfördernden Dünger (höherer Kalium- und Phosphoranteil)
  • Herbstdüngung mit einem kaliumbetonten Dünger für die Winterhärte

Bei der Düngung von Blühstauden sollten wir darauf achten, nicht zu viel Stickstoff zu geben. Zu viel des Guten fördert zwar das Blattwachstum, kann aber auf Kosten der Blütenbildung gehen.

Gräser und Farne

Ziergräser und Farne sind in der Regel genügsamer als Blühstauden. Eine einmalige Düngung im Frühjahr reicht oft aus. Ein schwach dosierter Volldünger oder gut verrotteter Kompost tut hier gute Dienste.

Bei Gräsern ist besondere Vorsicht mit stickstoffhaltigen Düngern geboten. Zu viel Stickstoff kann zu einem übermäßigen Wachstum führen, wodurch die Gräser ihre typische Struktur verlieren und umfallen können.

Polsterstauden und niedrige Bodendecker

Polsterstauden wie Blaukissen oder Steinbrech und niedrige Bodendecker wie Walderdbeere oder Immergrün sind wahre Minimalisten in Sachen Düngung. Eine leichte Gabe im Frühjahr mit einem langsam wirkenden organischen Dünger oder gut verrottetem Kompost ist meist ausreichend.

Bei zu starker Düngung besteht die Gefahr, dass diese Pflanzen zu üppig wachsen und ihre kompakte Form verlieren. Außerdem können sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge werden.

Ich habe in meinem Garten die Erfahrung gemacht, dass gerade bei Polsterstauden weniger oft mehr ist. Ein zu üppiges Wachstum kann die charakteristische, dichte Polsterform zerstören. Einmal musste ich ein überdüngtes Blaukissen komplett zurückschneiden, damit es seine ursprüngliche Form wiedererlangen konnte. Seitdem bin ich mit der Düngung bei diesen Pflanzen sehr zurückhaltend.

Grundsätzlich gilt bei der Düngung von Stauden und Bodendeckern: Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau und passen Sie die Düngung an ihre individuellen Bedürfnisse an. Ein gesunder, lebendiger Boden ist die beste Grundlage für vitale Pflanzen. Regelmäßiges Mulchen mit organischem Material wie Laub oder Grasschnitt kann die Bodenstruktur verbessern und die Nährstoffversorgung unterstützen. So schaffen wir die besten Voraussetzungen für ein blühendes Paradies im eigenen Garten.

Bodendecker optimal düngen

Bodendecker sind zwar pflegeleichte Pflanzen, aber sie verdienen trotzdem besondere Aufmerksamkeit bei der Düngung. Bei flächigen Pflanzungen ist es wichtig, den Nährstoffbedarf gleichmäßig zu decken. Eine Methode, die sich in meinem Garten bewährt hat, ist die Verwendung von Langzeitdüngern. Sie geben über mehrere Monate hinweg kontinuierlich Nährstoffe ab und ersparen uns so einiges an Arbeit.

Nährstoffkonkurrenz beachten

Ein Aspekt, den man leicht übersieht, ist die Nährstoffkonkurrenz mit benachbarten Pflanzen. Bodendecker, die neben Bäumen oder Sträuchern wachsen, müssen sich die verfügbaren Nährstoffe teilen. In solchen Fällen kann eine zusätzliche Düngergabe sinnvoll sein, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Ich habe das bei meinen Bodendeckern unter einer alten Eiche beobachtet - sie brauchten einfach etwas mehr Zuwendung.

Unterschiede bei Wachstumsgeschwindigkeit

Es ist faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich der Nährstoffbedarf verschiedener Bodendecker sein kann. Langsam wachsende Arten wie Waldsteinie benötigen weniger Nährstoffe als schnell wachsende wie Ysander. Um Über- oder Unterdüngung zu vermeiden, sollten wir die Düngermenge entsprechend anpassen. Das erfordert ein bisschen Fingerspitzengefühl und Beobachtungsgabe.

Düngemethoden für üppiges Wachstum

Die richtige Düngetechnik kann entscheidend für das Gedeihen von Bodendeckern sein. Hier sind ein paar Methoden, die sich in der Praxis bewährt haben.

Oberflächendüngung leicht gemacht

Bei der Oberflächendüngung wird der Dünger gleichmäßig zwischen den Pflanzen verteilt. Diese Methode eignet sich besonders gut für etablierte Bodendecker-Flächen. Ein wichtiger Tipp aus eigener Erfahrung: Achten Sie darauf, dass der Dünger nicht auf den Blättern liegen bleibt. Das kann zu unschönen Verbrennungen führen.

Flüssigdüngung für schnelle Wirkung

Wenn Bodendecker schnell Nährstoffe benötigen, können Flüssigdünger und Blattdüngung wahre Wunder bewirken. Diese Methode ist besonders effektiv bei Eisenmangel, der sich durch Chlorose (Gelbfärbung der Blätter) zeigt. Ein selbst angesetzter Brennnesselsud kann hier sehr wirksam sein - und ist zudem eine kostengünstige Alternative zu gekauften Produkten.

Langzeitdünger - die praktische Lösung

Für uns vielbeschäftigte Gärtner sind Langzeitdünger oft die beste Wahl. Sie geben über Monate hinweg kontinuierlich Nährstoffe ab. Besonders organische Langzeitdünger fördern zusätzlich das Bodenleben. Das kommt nicht nur unseren Bodendeckern zugute, sondern dem gesamten Garten-Ökosystem.

Natürliche Düngealternativen für Bodendecker

Wer auf chemische Dünger verzichten möchte, findet in der Natur zahlreiche Alternativen. Hier sind einige Möglichkeiten, die ich selbst gerne nutze:

Kompost und Mulch - Nährstoffe und Bodenverbesserung

Kompost ist ein wahres Wundermittel im Garten. Er liefert nicht nur Nährstoffe, sondern verbessert auch die Bodenstruktur. Eine dünne Schicht Kompost, im Frühjahr aufgebracht, versorgt Bodendecker das ganze Jahr über. Mulchen mit Rasenschnitt oder Laub schützt zusätzlich vor Austrocknung und spart Gießwasser - ein echter Gewinn für Pflanze und Gärtner.

Gründüngung für Lücken

In lückigen Bodendecker-Beständen kann Gründüngung sehr effektiv sein. Schnellwachsende Pflanzen wie Phacelia oder Senf werden zwischen die Bodendecker gesät. Nach einigen Wochen werden sie abgemäht und verbleiben als natürlicher Dünger auf der Fläche. Das sieht nicht nur schön aus, sondern nützt auch den Bodenlebewesen.

Pflanzenjauchen und Kräutersude

Selbst angesetzte Jauchen aus Brennnesseln oder Beinwell sind wahre Nährstoffbomben für Bodendecker. Sie enthalten viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Ein Wort der Vorsicht aus eigener Erfahrung: Die Jauche sollte immer verdünnt werden, um Verbrennungen zu vermeiden. Der Geruch ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber die Pflanzen danken es mit kräftigem Wuchs.

Mit diesen Methoden sorgen wir für eine optimale Nährstoffversorgung unserer Bodendecker. Es lohnt sich, verschiedene Ansätze auszuprobieren - jeder Garten ist einzigartig und manchmal braucht es etwas Experimentierfreude, bis man die passende Düngestrategie gefunden hat. Aber genau das macht doch den Reiz des Gärtnerns aus, nicht wahr?

Häufige Fehler bei der Düngung von Stauden und Bodendeckern

Bei der Düngung unserer grünen Freunde können wir leicht in einige Fallen tappen. Hier sind ein paar Stolpersteine, die ich in meinen Gartenjahren kennengelernt habe:

Wenn's zu viel des Guten wird

Manchmal neigen wir dazu, unseren Pflanzen etwas zu viel Liebe in Form von Dünger zu geben. Das Ergebnis? Üppiges Blattwerk, aber wenig Blüten. Die Pflanzen werden regelrecht verwöhnt und anfälliger für Krankheiten. Im schlimmsten Fall verbrennen sogar die Wurzeln. Mein Tipp: Lieber öfter kleine Portionen als einmal zu viel. So bleiben unsere Stauden und Bodendecker gesund und munter.

Timing ist alles

Ein klassischer Fehltritt ist das Düngen zur falschen Zeit. Gerade im Spätsommer sollten wir vorsichtig sein - zu viel Stickstoff macht die Pflanzen weich und anfällig für den Winter. Auch bei der Düngerwahl können wir daneben greifen. Für unsere Dauerblüher eignen sich oft organische Langzeitdünger besser als die schnell wirkenden Mineraldünger. Sie versorgen die Pflanzen langsam und stetig - ganz so, wie die Natur es vorgesehen hat.

Den Boden verstehen

Viele von uns - mich eingeschlossen - haben schon nach Gefühl gedüngt, ohne wirklich zu wissen, was der Boden braucht. Eine Bodenanalyse alle paar Jahre kann wahre Wunder bewirken. Sie zeigt uns, was unsere Pflanzen wirklich benötigen. So vermeiden wir, dass einige Nährstoffe im Überfluss vorhanden sind, während andere fehlen.

Nach der Düngung ist vor der Düngung

Die Arbeit hört nicht auf, sobald wir den Dünger ausgebracht haben. Ein paar Dinge sollten wir im Auge behalten:

Wasser marsch!

Wasser ist der Schlüssel, um die Nährstoffe zu den Wurzeln zu bringen. Nach der Düngung sollten wir gründlich gießen - aber nicht übertreiben. Zu viel des Guten und die Nährstoffe verschwinden in tiefere Bodenschichten. Ein gleichmäßig feuchter Boden ist das Ziel.

Eine Decke für den Boden

Eine Mulchschicht wirkt wahre Wunder. Sie hält die Feuchtigkeit im Boden und gibt langsam zusätzliche Nährstoffe ab. Außerdem hält sie lästiges Unkraut in Schach. Ich schwöre auf eine Mischung aus Rindenmulch und Laub - das sieht nicht nur gut aus, sondern tut unseren Pflanzen richtig gut.

Mit offenen Augen durch den Garten

Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau. Werden die Blätter gelb? Vielleicht fehlt Stickstoff. Sind sie dunkelgrün, aber klein? Das könnte auf Phosphormangel hindeuten. Passen Sie die Düngung entsprechend an. Manchmal ist weniger mehr - vertrauen Sie Ihrem Gefühl und Ihrer Erfahrung.

Den grünen Daumen entwickeln

Die richtige Düngung ist keine Hexerei, aber sie erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte:

  • Jede Pflanze ist anders - behandeln Sie sie individuell
  • Weniger ist oft mehr - übertreiben Sie es nicht mit dem Düngen
  • Organische Dünger sind oft die bessere Wahl
  • Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau
  • Vergessen Sie Wasser und Mulch nicht - sie sind genauso wichtig wie der Dünger selbst

Mit diesen Tipps werden Ihre Stauden und Bodendecker prächtig gedeihen. Denken Sie daran: Jeder Garten ist ein Unikat, und manchmal müssen wir etwas experimentieren, um die perfekte Düngestrategie zu finden. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, was Ihre grünen Schützlinge brauchen. Wer weiß - vielleicht entdecken Sie dabei sogar eine neue Leidenschaft für die faszinierende Welt der Pflanzenernährung!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wann ist der beste Zeitpunkt, um Stauden zu düngen?
    Der beste Zeitpunkt für die Staudendüngung variiert je nach Jahreszeit und Pflanzentyp. Die Hauptdüngung erfolgt im Frühjahr (März-April), wenn die Pflanzen aus der Winterruhe erwachen und viel Energie für neues Wachstum benötigen. Eine zweite Düngergabe im Sommer (Juni-Juli) unterstützt Dauerblüher und Spätblüher während ihrer Hauptblütezeit. Die Herbstdüngung (September-Oktober) dient der Wintervorbereitung und sollte kaliumreich sein, um die Frostresistenz zu erhöhen. Frühjahrsblüher wie Primeln oder Lungenkraut benötigen bereits Ende Februar eine frühe Düngung. Wichtig ist, dass der Boden frostfrei und nicht zu nass ist. Bei der Herbstdüngung sollten stickstoffbetonte Dünger vermieden werden, da diese das Wachstum anregen würden, während die Pflanzen in die Ruhephase übergehen sollen.
  2. Welche Nährstoffe benötigen Bodendecker für optimales Wachstum?
    Bodendecker benötigen eine ausgewogene Kombination aus Hauptnährstoffen und Spurenelementen. Die drei wichtigsten Makronährstoffe sind Stickstoff (N) für saftiges Grün und kräftiges Wachstum, Phosphor (P) für die Blütenbildung und Wurzelstärkung sowie Kalium (K) für die Widerstandskraft gegen Krankheiten und Frost. Zusätzlich sind sekundäre Nährstoffe wie Magnesium für die Blattgrünbildung, Calcium für stabile Zellwände sowie Spurenelemente wie Eisen für die Chlorophyllbildung und Bor für die Blütenentwicklung wichtig. Bodendecker sind jedoch meist genügsamer als Blühstauden und benötigen moderate Nährstoffmengen. Eine Überdüngung, besonders mit Stickstoff, kann zu übermäßigem Wachstum führen und die charakteristische kompakte Form zerstören. Organische Langzeitdünger sind oft die beste Wahl, da sie kontinuierlich und schonend Nährstoffe abgeben.
  3. Wie unterscheidet sich die Düngung von Blühstauden im Vergleich zu anderen Stauden?
    Blühstauden haben einen deutlich höheren Nährstoffbedarf als andere Staudenarten und profitieren von einer intensiveren Düngung. Sie benötigen eine Dreifachdüngung im Jahr: Frühjahrsdüngung mit ausgewogenem Volldünger, Sommerdüngung mit blütenförderndem Dünger (höherer Kalium- und Phosphoranteil) und Herbstdüngung mit kaliumbetontem Dünger. Im Gegensatz dazu reicht bei Ziergräsern und Farnen meist eine einmalige Frühjahrsidüngung aus, während Polsterstauden und niedrige Bodendecker mit einer leichten Kompostgabe zufrieden sind. Bei Blühstauden muss auf das richtige Stickstoff-Phosphor-Verhältnis geachtet werden - zu viel Stickstoff fördert zwar das Blattwachstum, kann aber auf Kosten der Blütenbildung gehen. Andere Stauden wie Gräser reagieren empfindlich auf zu viel Stickstoff und können umfallen. Die Düngermenge muss also stets an die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Staudenart angepasst werden.
  4. Welche Rolle spielt die Bodenanalyse bei der Staudendüngung?
    Eine Bodenanalyse ist das Fundament erfolgreicher Staudendüngung und sollte alle paar Jahre durchgeführt werden. Sie zeigt den aktuellen Nährstoffgehalt, den pH-Wert und die Bodenstruktur auf, wodurch Über- oder Unterdüngung vermieden werden kann. Der pH-Wert ist besonders wichtig: Bei sauren Böden (pH < 6,5) werden Nährstoffe schlechter aufgenommen, während bei alkalischen Böden (pH > 7,5) manche Nährstoffe blockiert werden. Neutrale Böden (pH 6,5-7,5) bieten ideale Nährstoffverfügbarkeit. Die Analyse deckt auch einseitige Nährstoffversorgung auf - manchmal sind bestimmte Nährstoffe im Überfluss vorhanden, während andere fehlen. Sandige Böden halten Nährstoffe schlechter als lehmige Böden, was die Düngerstrategie beeinflusst. Basierend auf den Ergebnissen kann der optimale Düngezeitpunkt, die richtige Düngermenge und die passende Düngerzusammensetzung bestimmt werden, was zu gesünderen Pflanzen und besserer Blütenpracht führt.
  5. Warum sind organische Dünger für Stauden besonders vorteilhaft?
    Organische Dünger bieten mehrere entscheidende Vorteile für Stauden. Sie wirken langsam und nachhaltig, wodurch eine gleichmäßige Nährstoffversorgung über längere Zeit gewährleistet wird. Dabei verbessern sie die Bodenstruktur und fördern das wichtige Bodenleben, was dem gesamten Garten-Ökosystem zugutekommt. Im Gegensatz zu Mineraldüngern besteht bei organischen Düngern ein geringeres Risiko der Überdüngung und Wurzelverbrennung. Sie enthalten neben den Hauptnährstoffen auch wertvolle Spurenelemente und Mikroorganismen. Kompost, Hornspäne oder andere organische Materialien geben ihre Nährstoffe kontinuierlich ab, entsprechend dem natürlichen Bedarf der Pflanzen. Dies führt zu gleichmäßigerem Wachstum ohne die Wachstumsschübe, die bei Mineraldüngern auftreten können. Organische Langzeitdünger sind besonders praktisch für vielbeschäftigte Gärtner, da sie über Monate hinweg wirken und weniger häufige Düngergaben erfordern.
  6. Worin unterscheiden sich Pfingstrosen in ihrem Nährstoffbedarf von Storchschnabel?
    Pfingstrosen und Storchschnabel haben unterschiedliche Nährstoffansprüche aufgrund ihrer verschiedenen Wuchsformen und Blühgewohnheiten. Pfingstrosen als opulente Blühstauden haben einen höheren Nährstoffbedarf und profitieren von regelmäßiger Düngung mit ausgewogenem Volldünger im Frühjahr und einer phosphor-betonten Nachdüngung zur Blütezeit. Sie benötigen zusätzlich eine gute Kaliumversorgung für ihre großen, schweren Blüten und die Winterhärte. Storchschnabel hingegen ist als robuster Bodendecker deutlich genügsamer und kann mit einer einmaligen Frühjahrsidüngung oder einer Kompostgabe auskommen. Er reagiert empfindlich auf Überdüngung, die zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Blüten führen kann. Während Pfingstrosen tiefwurzeln und Nährstoffe aus größeren Bodentiefen erschließen können, breitet sich Storchschnabel flach aus und ist auf die oberen Bodenschichten angewiesen. Beide profitieren von organischen Düngern, aber in unterschiedlichen Mengen entsprechend ihrer natürlichen Bedürfnisse.
  7. Wie unterscheidet sich die Pflege von Polsterstauden im Vergleich zu Ziergräsern?
    Polsterstauden und Ziergräser haben grundlegend verschiedene Pflegeansprüche. Polsterstauden wie Blaukissen oder Steinbrech sind wahre Minimalisten und benötigen nur eine leichte Düngergabe im Frühjahr mit langsam wirkendem organischem Dünger oder gut verrottetem Kompost. Bei zu starker Düngung verlieren sie ihre charakteristische kompakte Polsterform und werden anfälliger für Krankheiten. Ziergräser sind ebenfalls genügsam, aber strukturell anders - sie benötigen eine vorsichtige Stickstoffgabe, da zu viel davon zu übermäßigem Wachstum und Umfallen führen kann. Während Polsterstauden ihre Form durch zurückhaltende Düngung bewahren, brauchen Gräser ausgewogene Nährstoffe für ihre typische Wuchsform. Beide Pflanzengruppen profitieren von Mulch und organischen Materialien. Der Rückschnitt unterscheidet sich ebenfalls: Polsterstauden werden nach der Blüte leicht gestutzt, während Ziergräser meist erst im Spätwinter zurückgeschnitten werden. Wassergaben sollten bei beiden moderat erfolgen.
  8. Welche Auswirkungen hat der pH-Wert des Bodens auf die Nährstoffaufnahme von Stauden?
    Der pH-Wert hat entscheidenden Einfluss auf die Nährstoffverfügbarkeit für Stauden. In sauren Böden (pH < 6,5) werden wichtige Nährstoffe wie Phosphor, Kalium und Magnesium schlechter aufgenommen, während Aluminium und Mangan in toxischen Mengen verfügbar werden können. Dies führt zu Mangelerscheinungen trotz ausreichender Düngung. Alkalische Böden (pH > 7,5) blockieren die Aufnahme von Eisen, Mangan, Zink und anderen Spurenelementen, was zu Chlorose (Gelbfärbung der Blätter) und anderen Mangelerscheinungen führt. Der optimale pH-Bereich für die meisten Stauden liegt zwischen 6,5 und 7,5, wo die Nährstoffverfügbarkeit ideal ist. Stark alkalische oder saure Böden können durch Kalkung oder Schwefelzugabe korrigiert werden. Eine regelmäßige pH-Messung hilft dabei, den Boden im optimalen Bereich zu halten. Rhododendren und andere Moorbeetpflanzen sind Ausnahmen und bevorzugen saure Verhältnisse. Die Anpassung des pH-Werts ist oft wichtiger als die reine Düngermenge.
  9. Wo kann man hochwertigen Langzeitdünger für Stauden kaufen?
    Hochwertigen Langzeitdünger für Stauden erhalten Sie in verschiedenen Bezugsquellen. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine große Auswahl an speziellen Staudendüngern und können kompetent beraten, welcher Dünger für Ihre spezifischen Bedürfnisse am besten geeignet ist. Gartencenter vor Ort haben oft ein gutes Sortiment und ermöglichen es, Produkte direkt zu begutachten. Baumärkte führen meist gängige Marken, haben aber oft weniger spezialisierte Beratung. Online-Shops bieten den Vorteil großer Auswahl und detaillierter Produktbeschreibungen sowie Kundenbewertungen. Spezialisierte Gartenfachhändler punkten mit Expertenwissen und können auch seltene oder besonders hochwertige Produkte beschaffen. Bei der Auswahl sollten Sie auf organische Langzeitdünger achten, die über mehrere Monate kontinuierlich Nährstoffe abgeben. Wichtige Qualitätsmerkmale sind ausgewogene NPK-Verhältnisse, Zusatz von Spurenelementen und umweltschonende Herstellung. Lesen Sie Produktbeschreibungen genau und wählen Sie Dünger entsprechend Ihren Staudenarten.
  10. Welche Eigenschaften sollte ein guter Staudendünger haben?
    Ein guter Staudendünger sollte mehrere wichtige Eigenschaften kombinieren. Zunächst ist eine ausgewogene NPK-Zusammensetzung entscheidend - für die meisten Stauden eignet sich ein Verhältnis von etwa 10-5-10 oder ähnlich, wobei Stickstoff und Kalium leicht erhöht sind. Langzeitwirkung ist besonders vorteilhaft, da sie eine kontinuierliche Nährstoffversorgung über mehrere Monate gewährleistet und Arbeit spart. Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Bor und Zink sollten enthalten sein, da sie für gesundes Wachstum unerlässlich sind. Etablierte Gartenfachhändler wie samen.de führen Qualitätsdünger, die diese Kriterien erfüllen und können bei der Auswahl beraten. Der Dünger sollte organischen Ursprungs sein oder organische Anteile enthalten, um das Bodenleben zu fördern. Eine gute Körnung ermöglicht gleichmäßige Verteilung und Aufnahme. pH-neutrale Formulierung verhindert ungewünschte Bodenveränderungen. Umweltverträglichkeit und nachhaltige Herstellung sind weitere wichtige Qualitätsmerkmale für verantwortungsvolle Gärtner.
  11. Wie beeinflusst die Bodenstruktur die Wirksamkeit der Düngung?
    Die Bodenstruktur hat enormen Einfluss auf die Düngerwirksamkeit. Sandige Böden haben große Poren und lassen Wasser und Nährstoffe schnell versickern, wodurch häufigere, aber kleinere Düngergaben nötig werden. Lehmboden hingegen hält Nährstoffe gut, kann aber bei Verdichtung die Wurzelentwicklung behindern und zu Staunässe führen. Tonböden speichern Nährstoffe sehr gut, geben sie aber langsam frei, was die Düngeraufnahme verzögert. Die Humusversorgung ist entscheidend - humusreiche Böden haben eine bessere Pufferkapazität und können mehr Nährstoffe speichern und gleichmäßig abgeben. Die Bodenstruktur beeinflusst auch die Sauerstoffversorgung der Wurzeln, die für die Nährstoffaufnahme wichtig ist. Verdichtete Böden sollten durch Kompost, Sand oder andere organische Materialien verbessert werden. Mulchen hilft bei allen Bodentypen, die Struktur zu stabilisieren und die Wasserspeicherung zu verbessern. Eine lockere, krümelige Struktur ist ideal für optimale Düngerwirkung und gesundes Wurzelwachstum.
  12. Welche Rolle spielen Spurenelemente in der Pflanzenernährung?
    Spurenelemente sind trotz ihrer geringen benötigten Mengen essentiell für die Pflanzengesundheit. Eisen ist unverzichtbar für die Chlorophyllbildung - Eisenmangel zeigt sich durch Chlorose mit gelben Blättern und grünen Blattadern. Mangan unterstützt die Photosynthese und Enzymfunktionen, während Zink für das Zellwachstum und die Hormonproduktion wichtig ist. Bor fördert die Blüten- und Fruchtentwicklung sowie die Zellwandstabilität. Kupfer ist für verschiedene Stoffwechselprozesse erforderlich, und Molybdän spielt eine Rolle bei der Stickstoffaufnahme. Spurenelemente wirken oft als Katalysatoren in wichtigen Stoffwechselprozessen. Mangelerscheinungen treten meist erst bei starkem Fehlen auf, können aber erhebliche Wachstumsstörungen verursachen. Die Verfügbarkeit von Spurenelementen hängt stark vom pH-Wert ab - in alkalischen Böden werden sie oft blockiert. Qualitäts-Vollnährstoffdünger enthalten meist alle wichtigen Spurenelemente. Bei anhaltenden Mangelerscheinungen kann eine gezielte Blattdüngung mit Spurenelementen schnell Abhilfe schaffen.
  13. Wie erkennt man Chlorose und andere Nährstoffmangelerscheinungen?
    Chlorose ist eine der häufigsten Mangelerscheinungen und zeigt sich durch Gelbfärbung der Blätter bei grün bleibenden Blattadern - ein typisches Zeichen für Eisenmangel. Stickstoffmangel äußert sich durch gleichmäßige Gelbfärbung älterer Blätter, die von unten nach oben fortschreitet. Bei Phosphormangel werden Blätter dunkelgrün bis bläulich und bleiben klein, die Blütenbildung ist reduziert. Kaliummangel zeigt sich durch braune Blattränder und welke Erscheinung trotz ausreichender Bewässerung. Magnesiummangel verursacht gelbe Flecken zwischen den Blattadern, beginnend bei älteren Blättern. Calciummangel führt zu braunen Blattspitzen und deformierten jungen Trieben. Bormangel zeigt sich durch verkümmerte Triebspitzen und hohle Stängel. Zinkmangel führt zu kleinen, gestauchten Blättern mit hellen Flecken. Bei Manganmangel entstehen gelbe bis braune Flecken zwischen den Adern. Eine korrekte Diagnose ist wichtig, da ähnliche Symptome verschiedene Ursachen haben können - von Schädlingen über Krankheiten bis zu falschen Standortbedingungen.
  14. Welche Bedeutung hat die Frostresistenz bei der Herbstdüngung?
    Die Frostresistenz spielt bei der Herbstdüngung eine zentrale Rolle für das Überleben der Stauden im Winter. Eine kaliumreiche Herbstdüngung ist besonders wichtig, da Kalium die Zellwände stärkt und die Konzentration der Zellflüssigkeit erhöht, wodurch der Gefrierpunkt gesenkt wird. Dies macht die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Frostschäden. Gleichzeitig fördert Kalium die Einlagerung von Reservestoffen in Wurzeln und Rhizomen, die beim Austrieb im nächsten Frühjahr wichtig sind. Stickstoffbetonte Düngung sollte im Herbst vermieden werden, da sie weiches, frostanfälliges Gewebe fördert und die Pflanzen am Eintreten in die Winterruhe hindert. Die Herbstdüngung sollte spätestens bis Mitte Oktober erfolgen, damit die Nährstoffe noch vor dem ersten Frost aufgenommen werden können. Zusätzlich unterstützt eine angemessene Herbstdüngung die Regeneration nach dem Winter und führt zu kräftigerem Austrieb im Frühjahr. Die richtige Timing und Zusammensetzung der Herbstdüngung entscheidet über die erfolgreiche Überwinterung.
  15. Wie stellt man selbst Pflanzenjauche aus Brennnesseln her?
    Brennnesseljauche ist ein hervorragender, kostenloser Naturdünger, der reich an Stickstoff und anderen wertvollen Nährstoffen ist. Für die Herstellung sammeln Sie etwa 1 kg frische Brennnesseln (vor der Blüte) und übergießen sie mit 10 Litern Regenwasser in einem großen, nicht-metallischen Gefäß. Die Mischung wird an einem warmen, halbschattigen Platz aufgestellt und täglich umgerührt. Nach 1-2 Wochen ist die Jauche fertig - erkennbar am Ende der Schaumbildung und der dunkelbraunen Farbe. Der Geruch ist intensiv, aber normal. Die fertige Jauche wird 1:10 mit Wasser verdünnt als Flüssigdünger verwendet. Unverdünnt kann sie als Kompostbeschleuniger eingesetzt werden. Brennnesseljauche enthält viel Stickstoff, Kalium, Eisen und andere Spurenelemente. Sie wirkt wachstumsfördernd und kann bei Eisenmangel helfen. Die Anwendung erfolgt am besten abends oder bei bedecktem Himmel, um Blattverbrennungen zu vermeiden. Die Jauche sollte nicht auf trockene Erde gegossen werden.
  16. Welche Mulchmaterialien eignen sich am besten für Staudenbeete?
    Für Staudenbeete eignen sich verschiedene Mulchmaterialien, je nach Standort und Pflanzenart. Rindenmulch ist langlebig und optisch ansprechend, kann aber den Boden versauern und sollte bei kalkliebenden Stauden mit Vorsicht verwendet werden. Grasschnitt ist nährstoffreich und zersetzt sich schnell, muss aber dünn aufgetragen werden, um Fäulnis zu vermeiden. Laub ist ideal für naturnahe Pflanzungen und imitiert die natürlichen Bedingungen im Wald - es zersetzt sich langsam und verbessert die Bodenstruktur. Kompost wirkt gleichzeitig als Mulch und Dünger und ist besonders für nährstoffbedürftige Stauden geeignet. Hackschnitzel sind langlebig und strukturstabil, für empfindliche Stauden aber manchmal zu grob. Stroh eignet sich gut für Gemüsegärten, ist aber in Staudenbeeten optisch weniger ansprechend. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten verschiedene Mulchmaterialien und können bei der Auswahl beraten. Die Mulchschicht sollte 3-5 cm dick sein und nicht direkt an die Stängel reichen, um Fäulnis zu vermeiden.
  17. Stimmt es, dass mehr Dünger automatisch zu mehr Blüten führt?
    Nein, mehr Dünger führt nicht automatisch zu mehr Blüten - oft ist sogar das Gegenteil der Fall. Überdüngung, besonders mit stickstoffreichen Düngern, fördert vor allem das Blattwachstum auf Kosten der Blütenbildung. Die Pflanzen werden 'verwöhnt' und investieren ihre Energie in üppiges Grün statt in Blüten. Zusätzlich werden überdüngte Pflanzen anfälliger für Krankheiten und Schädlinge, da das weiche, wasserreiche Gewebe leichter angegriffen wird. Die richtige Balance der Nährstoffe ist entscheidend: Phosphor und Kalium fördern die Blütenbildung, während zu viel Stickstoff sie hemmt. Mäßiger 'Stress' durch zurückhaltende Düngung kann sogar die Blühwilligkeit steigern - viele Wildstauden blühen am reichsten an kargen Standorten. Die Devise 'weniger ist mehr' gilt besonders bei genügsamen Arten wie Polsterstauden. Eine angepasste, moderate Düngung entsprechend den natürlichen Bedürfnissen der jeweiligen Staudenart führt zu gesunden, blühfreudigen Pflanzen. Regelmäßige Beobachtung der Pflanzen hilft dabei, die optimale Düngermenge zu finden.
  18. Wie variiert der Düngungsrhythmus je nach Klimaregion?
    Der Düngungsrhythmus muss an die lokalen klimatischen Bedingungen angepasst werden. In milden Klimaregionen mit langen Vegetationsperioden kann früher im Jahr mit der Düngung begonnen und später im Herbst noch nachgedüngt werden. Die Wachstumszeit ist länger, daher ist oft eine zusätzliche Sommerdüngung sinnvoll. In rauen Berglagen oder nordischen Gebieten ist die Vegetationszeit kürzer - hier erfolgt die Düngung später im Frühjahr und früher im Herbst muss gestoppt werden, damit die Pflanzen rechtzeitig in die Winterruhe gehen. Regenreiche Gebiete erfordern möglicherweise häufigere Düngergaben, da Nährstoffe schneller ausgewaschen werden. In trockenen Regionen kann eine Düngung ohne ausreichende Bewässerung zu Wurzelschäden führen. Mediterrane Klimazonen mit heißen, trockenen Sommern erfordern angepasste Düngungszeiten im Frühjahr und Herbst, während im Sommer pausiert wird. Auch die Düngerart sollte angepasst werden - in regenreichen Gebieten sind langsam wirkende organische Dünger vorteilhaft, da sie weniger ausgewaschen werden.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Nährstoffversorgung und Pflanzenernährung?
    Nährstoffversorgung und Pflanzenernährung sind verwandte, aber nicht identische Begriffe. Die Nährstoffversorgung bezeichnet die Bereitstellung von Nährstoffen im Boden oder Substrat - sie beschreibt das Angebot an verfügbaren Elementen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Sie kann durch Düngung, Kompostgaben oder natürliche Bodenfruchtbarkeit erfolgen. Die Pflanzenernährung hingegen ist der komplexe biologische Prozess, bei dem Pflanzen diese verfügbaren Nährstoffe tatsächlich aufnehmen, transportieren und für Stoffwechselprozesse verwenden. Eine gute Nährstoffversorgung garantiert noch keine optimale Pflanzenernährung - Faktoren wie pH-Wert, Bodenfeuchtigkeit, Temperatur, Wurzelgesundheit und Bodenstruktur beeinflussen, ob und wie gut die Nährstoffe aufgenommen werden können. So kann trotz ausreichender Nährstoffversorgung eine mangelnde Pflanzenernährung auftreten, wenn beispielsweise der pH-Wert die Nährstoffverfügbarkeit blockiert oder Wurzelschäden die Aufnahme behindern. Erfolgreiche Staudenpflege berücksichtigt beide Aspekte und schafft optimale Bedingungen für die gesamte Ernährungskette.
  20. Wie unterscheiden sich Düngergabe und Nährstoffzufuhr in der Praxis?
    Düngergabe und Nährstoffzufuhr unterscheiden sich in der praktischen Herangehensweise. Die Düngergabe ist die konkrete Handlung - das Ausbringen von Düngemitteln zu bestimmten Zeitpunkten in definierten Mengen. Sie umfasst die Auswahl des Düngers, die Dosierung, den Zeitpunkt und die Anwendungstechnik. Die Nährstoffzufuhr ist ein umfassenderes Konzept, das alle Wege beschreibt, über die Pflanzen Nährstoffe erhalten - nicht nur durch Dünger, sondern auch durch Kompost, Mulch, natürliche Bodenverbesserung, Gründüngung oder sogar durch die Zersetzung organischer Materie im Boden. Eine Düngergabe ist eine gezielte, meist kurzfristige Maßnahme, während Nährstoffzufuhr einen langfristigen, ganzheitlichen Ansatz darstellt. In der Praxis kann die Nährstoffzufuhr auch ohne klassische Düngergabe erfolgen - etwa durch Mulchen mit nährstoffreichem Material oder durch Kompostierung direkt im Beet. Die effektivste Staudenpflege kombiniert beide Ansätze: gezielte Düngergaben bei Bedarf ergänzt durch kontinuierliche, natürliche Nährstoffzufuhr über organische Materialien.
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