Die besten Begleitpflanzen für Tomaten: Ertragssteigerung und Schädlingsschutz

Mischkultur mit Tomaten: Clevere Partnerschaften im Gemüsebeet

Tomaten können von bestimmten Begleitpflanzen durchaus profitieren. Eine gut durchdachte Mischkultur fördert nicht nur das Wachstum, sondern steigert auch den Ertrag dieser beliebten Nachtschattengewächse.

Tomaten-Tipps für Hobbygärtner

  • Basilikum und Tagetes als ideale Nachbarn
  • Zwiebeln und Knoblauch halten Schädlinge fern
  • Mischkultur verbessert Bodenqualität
  • Richtige Abstände beachten

Vorteile der Mischkultur bei Tomaten

In meinen Jahren als Hobbygärtnerin habe ich festgestellt, dass Tomaten in Mischkultur besonders gut gedeihen. Die Kombination verschiedener Pflanzen im Beet bringt einige beachtliche Vorteile mit sich:

Zunächst einmal wird der vorhandene Platz optimal genutzt. Während die Tomaten in die Höhe streben, können niedrig wachsende Begleitpflanzen den Boden bedecken. Dies unterdrückt nicht nur Unkraut, sondern hält auch die Feuchtigkeit im Boden - ein nicht zu unterschätzender Faktor für gesunde Tomatenpflanzen.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist der natürliche Pflanzenschutz. Bestimmte Pflanzen wie Tagetes oder Knoblauch scheinen durch ihre ätherischen Öle Schädlinge von den Tomaten fernzuhalten. Andere locken Nützlinge an, die wiederum Schädlinge dezimieren. Es ist faszinierend zu beobachten, wie die Natur hier ein Gleichgewicht schafft.

Nicht zu vergessen ist die gegenseitige Nährstoffversorgung. Besonders Hülsenfrüchte wie Bohnen reichern den Boden mit Stickstoff an, wovon die Tomaten zu profitieren scheinen. Es ist, als würden die Pflanzen in einer Art Symbiose leben.

Grundprinzipien der Pflanzenkombination

Bei der Planung einer Mischkultur mit Tomaten sollten einige grundlegende Prinzipien berücksichtigt werden:

Wuchsform beachten: Hochwachsende Tomatenpflanzen vertragen sich erfahrungsgemäß gut mit niedrig bleibenden Begleitpflanzen wie Basilikum oder Tagetes.

Nährstoffbedarf abstimmen: Starke Zehrer wie Tomaten scheinen von der Nachbarschaft zu Schwachzehrern oder Gründüngungspflanzen zu profitieren.

Gegenseitiger Schutz: Manche Pflanzen schützen sich offenbar gegenseitig vor Krankheiten und Schädlingen. Ein klassisches Beispiel ist die Kombination von Tomaten und Tagetes.

Wurzeltiefe berücksichtigen: Flachwurzler und Tiefwurzler ergänzen sich in der Regel gut, da sie unterschiedliche Bodenschichten erschließen.

Beste Begleitpflanzen für Tomaten

Kräuter als Begleitpflanzen

Basilikum

Basilikum hat sich als bewährter Tomaten-Begleiter erwiesen. Die aromatischen Düfte des Basilikums scheinen viele Schädlinge fernzuhalten. Gleichzeitig lockt es Bestäuber an und könnte so die Befruchtung der Tomatenblüten verbessern. In meinem eigenen Garten pflanze ich gerne mehrere Basilikumpflanzen zwischen die Tomaten. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern schmeckt später auch wunderbar zusammen in der Küche.

Petersilie

Petersilie ist ebenfalls eine vielversprechende Begleitpflanze für Tomaten. Sie lockert mit ihren Pfahlwurzeln den Boden auf und holt vermutlich Nährstoffe aus tieferen Schichten nach oben. Zudem scheint Petersilie nützliche Insekten anzuziehen, die bei der Bestäubung helfen könnten. Ein weiterer Vorteil: Petersilie wächst das ganze Jahr über und kann so den Boden auch im Winter bedecken.

Thymian

Thymian ist nicht nur eine schmackhafte Küchenzutat, sondern könnte auch ein wertvoller Tomaten-Begleiter sein. Seine ätherischen Öle halten möglicherweise Schädlinge fern und fördern das Wachstum der Tomaten. Thymian ist zudem pflegeleicht und passt sich gut an verschiedene Standorte an.

Gemüse als Begleitpflanzen

Karotten

Karotten und Tomaten scheinen sich gut zu ergänzen. Die Möhren lockern mit ihren Pfahlwurzeln den Boden auf, während die Tomaten den Karotten etwas Schatten spenden. Dadurch wird der Boden möglicherweise vor Austrocknung geschützt. Interessanterweise habe ich beobachtet, dass Karotten in Kombination mit Tomaten besonders aromatisch schmecken.

Zwiebeln

Zwiebeln könnten in der Mischkultur durchaus nützlich sein. Ihr intensiver Geruch hält vermutlich viele Schädlinge fern, insbesondere die Tomatenmotte. Gleichzeitig fördern Zwiebeln möglicherweise das Wachstum der Tomaten durch die Abgabe bestimmter Stoffe über ihre Wurzeln. Ein Tipp aus meinem Garten: Rote Zwiebeln passen farblich besonders schön zu den Tomaten und setzen einen hübschen Akzent im Beet.

Salat

Salat eignet sich gut als Lückenfüller zwischen Tomatenpflanzen. Er wächst schnell, unterdrückt Unkraut und könnte den Boden feucht halten. Besonders Pflücksalate haben sich bewährt, da sie über einen längeren Zeitraum geerntet werden können. Ein zusätzlicher Vorteil: Der Salat ist meist schon erntereif, bevor die Tomaten richtig in die Höhe wachsen.

Mit diesen Kombinationen schaffen Sie wahrscheinlich gute Bedingungen für Ihre Tomaten. Ich möchte Sie ermutigen, verschiedene Varianten auszuprobieren - jeder Garten ist anders und manchmal überraschen uns die Pflanzen mit unerwarteten Partnerschaften. Viel Erfolg und Freude beim Gärtnern!

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Blumen und andere Pflanzen als Begleiter für Tomaten

Es ist faszinierend zu sehen, wie Blumen und andere Pflanzen die perfekten Begleiter für Tomaten sein können. Sie verschönern nicht nur das Beet, sondern können auch die Gesundheit und das Wachstum unserer Lieblingstomatenpflanzen unterstützen.

Tagetes: Natürlicher Schutzschild gegen Schädlinge

Tagetes, die wir oft als Studentenblume kennen, hat sich in meinem Garten als wahrer Allrounder erwiesen. Diese farbenfrohen Blüten scheinen regelrecht als Bodyguards für Tomaten zu fungieren. Ihre Wurzeln geben offenbar Substanzen ab, die Fadenwürmer im Boden in Schach halten - diese winzigen Plagegeister können sonst die Tomatenwurzeln befallen und das Wachstum beeinträchtigen.

Der Duft der Tagetes lockt zudem nützliche Insekten an, die gerne Blattläuse und Co. verspeisen. Für die besten Ergebnisse habe ich die Erfahrung gemacht, dass man Tagetes großzügig zwischen den Tomaten verteilen sollte.

Kapuzinerkresse: Schön und nützlich zugleich

Die Kapuzinerkresse ist in meinem Garten nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein echter Helfer für die Tomaten. Ihre üppigen, runden Blätter wirken wie eine natürliche Mulchschicht, die die Bodenfeuchtigkeit bewahrt. Interessanterweise scheint die Kapuzinerkresse auch viele Schädlinge abzuschrecken, besonders Weiße Fliegen und Blattläuse machen einen großen Bogen um sie.

Ein zusätzlicher Bonus: Die Blüten und Blätter der Kapuzinerkresse sind essbar und verleihen Salaten eine würzige Note. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe - Pflanzenschutz und Ernteerweiterung in einem!

Ringelblumen für vitale Tomaten

Ringelblumen, oder Calendula, wie sie botanisch heißen, sind wahre Multitalente im Garten. Als Tomaten-Begleiter bringen sie einige positive Eigenschaften mit:

  • Sie lockern den Boden mit ihren Wurzeln auf
  • Ihre Wurzelausscheidungen scheinen nützliche Bodenbakterien zu fördern
  • Sie ziehen bestäubende Insekten magisch an
  • Ihr Duft hält anscheinend einige Schädlinge fern

Ein kleiner Tipp aus meiner Gartenpraxis: Die Blütenblätter der Ringelblumen geben Salaten nicht nur eine hübsche Farbe, sondern auch einen leicht würzigen Geschmack. So wird das Tomatenbeet zum essbaren Blumenmeer!

Pflanzen, die Tomaten lieber aus dem Weg gehen sollten

So vorteilhaft manche Pflanzen als Tomaten-Begleiter sind, gibt es leider auch einige, die man besser nicht in der Nähe von Tomaten ansiedeln sollte. Diese Pflanzen können das Wachstum der Tomaten beeinträchtigen oder sogar Krankheiten begünstigen.

Kartoffeln: Verwandt, aber keine guten Nachbarn

Obwohl Tomaten und Kartoffeln zur gleichen Pflanzenfamilie gehören, vertragen sie sich im Beet nicht besonders gut. Beide sind anfällig für ähnliche Krankheiten, besonders für die gefürchtete Kraut- und Knollenfäule. Stehen sie zu dicht beieinander, kann sich diese Krankheit wie ein Lauffeuer ausbreiten.

Zudem scheinen Tomaten und Kartoffeln um die gleichen Nährstoffe im Boden zu konkurrieren, was zu einem verminderten Wachstum beider Pflanzen führen kann. In meinem Garten halte ich daher immer einen respektvollen Abstand zwischen diesen beiden Nachtschattengewächsen.

Fenchel: Ein unverträglicher Gartennachbar

Fenchel ist in meiner Erfahrung ein echter Einzelgänger im Garten. Er gibt offenbar Stoffe ab, die das Wachstum vieler anderer Pflanzen, einschließlich Tomaten, hemmen können. Dieses Phänomen wird als Allelopathie bezeichnet. Fenchel kann nicht nur das Wachstum der Tomaten beeinträchtigen, sondern möglicherweise sogar deren Geschmack negativ beeinflussen.

Erbsen und Bohnen: Nährstoffkonkurrenz im Beet

Erbsen und Bohnen gehören zu den Hülsenfrüchten und können Stickstoff im Boden binden. Das klingt zunächst positiv, kann aber für Tomaten problematisch sein. Tomaten brauchen zwar Stickstoff, aber zu viel davon kann zu übermäßigem Blattwachstum führen - auf Kosten der Fruchtbildung.

Zudem scheinen Erbsen und Bohnen mit Tomaten um andere wichtige Nährstoffe und Wasser zu konkurrieren. In meinem Garten halte ich diese Pflanzen daher lieber getrennt, um allen optimale Wachstumsbedingungen zu bieten.

Praktische Umsetzung der Mischkultur

Die Planung und Umsetzung einer erfolgreichen Mischkultur mit Tomaten erfordert etwas Überlegung und Vorbereitung. Mit den richtigen Strategien können Sie jedoch die Vorteile dieser Anbaumethode gut nutzen.

Planung des Gemüsebeets

Bei der Planung Ihres Gemüsebeets mit Tomaten in Mischkultur sollten Sie folgende Punkte im Hinterkopf behalten:

  • Beachten Sie die Wuchshöhe der verschiedenen Pflanzen. Höher wachsende Pflanzen sollten so platziert werden, dass sie kleineren Pflanzen nicht das Licht stehlen.
  • Berücksichtigen Sie die Nährstoffbedürfnisse der einzelnen Pflanzen. Kombinieren Sie Starkzehrer wie Tomaten am besten mit Schwachzehrern wie Salat oder Kräutern.
  • Planen Sie ausreichend Platz für Wege ein, um alle Pflanzen gut erreichen zu können.
  • Denken Sie an die Fruchtfolge. Es ist ratsam, jedes Jahr die Position der Tomatenpflanzen zu wechseln, um Krankheiten vorzubeugen.

Richtige Abstände und Anordnung

Die richtige Anordnung und Abstandshaltung ist entscheidend für eine erfolgreiche Mischkultur mit Tomaten:

  • Tomaten gedeihen am besten, wenn sie etwa 50-60 cm voneinander entfernt stehen.
  • Zwischen den Tomatenreihen finden niedrig wachsende Begleitpflanzen wie Basilikum oder Tagetes ein gemütliches Plätzchen.
  • Achten Sie darauf, Rankhilfen für Tomaten so zu platzieren, dass sie andere Pflanzen nicht in den Schatten stellen.
  • Am Rand des Beets können Zwiebeln oder Knoblauch als natürliche Barriere gegen Schädlinge fungieren.

Mit einer durchdachten Planung und Anordnung lässt sich ein harmonisches und produktives Gemüsebeet schaffen, in dem Tomaten und ihre Begleitpflanzen prächtig gedeihen. Experimentieren Sie ruhig mit verschiedenen Kombinationen und beobachten Sie, welche in Ihrem Garten am besten funktionieren. So entwickeln Sie mit der Zeit Ihr ganz persönliches, gut abgestimmtes Mischkultursystem. Viel Spaß und Erfolg beim Gärtnern!

Pflege der Tomaten in Mischkultur

Eine erfolgreiche Tomatenernte in der Mischkultur hängt maßgeblich von der richtigen Pflege ab. Aus meiner langjährigen Erfahrung möchte ich Ihnen einige wichtige Aspekte näherbringen:

Bewässerung

Tomaten sind regelrechte Wasserschlucker, besonders wenn sie Früchte ansetzen. In der Mischkultur gilt es, die Bedürfnisse aller Pflanzen im Blick zu behalten. Ich habe festgestellt, dass sich eine Tröpfchenbewässerung hervorragend bewährt. Sie versorgt die Pflanzen gleichmäßig und beugt Staunässe vor.

Ein kleiner Tipp aus meinem Garten: Gießen Sie am besten morgens. So haben die Blätter genug Zeit zum Abtrocknen, was Pilzerkrankungen einen Riegel vorschiebt.

Düngung

In der Mischkultur profitieren Tomaten oft von ihren Nachbarn, aber ein kleiner Extrakick schadet nicht. Ich schwöre auf organischen Volldünger alle zwei Wochen. Vorsicht ist allerdings bei stickstoffbetonten Düngern geboten - zu viel des Guten und Sie haben einen Blätterwald statt leckerer Tomaten.

Krankheits- und Schädlingsbekämpfung

Die Mischkultur ist zwar ein natürlicher Schutzschild, trotzdem lohnt sich ein wachsames Auge. Beim ersten Anzeichen von Krautfäule heißt es: Befallene Blätter müssen runter!

Gegen Blattläuse habe ich eine Geheimwaffe: Eine selbstgemachte Brennnesselbrühe. Die ist nicht nur effektiv, sondern schont auch unsere nützlichen Gartenhelfer.

Erntesteigerung durch Mischkultur

Die Mischkultur ist nicht nur hübsch anzusehen, sie kann auch zu einer wahren Tomatenflut führen:

Bessere Bodenqualität

Die Vielfalt im Beet tut dem Boden gut. Manche Pflanzen lockern mit ihren Wurzeln den Boden auf, andere sind wahre Nährstofflieferanten. Das kommt unseren Tomaten zugute.

Ein Beispiel aus meinem Garten: Ich pflanze gerne Tagetes zwischen die Tomaten. Sie lockern nicht nur den Boden auf, sondern halten auch lästige Nematoden fern.

Natürliche Schädlingsabwehr

Die bunte Mischung im Beet schafft ein natürliches Gleichgewicht. Viele Begleitpflanzen locken nützliche Insekten an, die Schädlinge in Schach halten. Basilikum zum Beispiel zieht Schwebfliegen magisch an, deren Larven sich gerne über Blattläuse hermachen.

Zudem scheinen die verschiedenen Düfte und Farben viele Schädlinge zu verwirren - ganz nach dem Motto: Zu viele Köche verderben den Brei.

Optimale Platzausnutzung

In der Mischkultur wird jeder Zentimeter genutzt. Während die Tomaten in die Höhe streben, können sich Salate am Boden ausbreiten. Das erhöht nicht nur die Gesamternte, sondern schafft auch ein gemütliches Mikroklima für unsere Tomaten.

Eine Kombination, die sich in meinem Garten bewährt hat: Buschbohnen zwischen den Tomaten. Die Bohnen sind wahre Stickstofflieferanten, und ihr üppiges Blattwerk hält den Boden schön feucht und kühl. So haben alle etwas davon!

Spezielle Mischkultur-Techniken für Tomaten

Im Laufe meiner Gartenpraxis habe ich einige interessante Techniken für die Mischkultur von Tomaten entdeckt. Zwei davon haben sich als besonders effektiv erwiesen und ich möchte sie gerne mit Ihnen teilen.

Drei-Schwestern-Methode mit Tomaten-Twist

Die traditionelle Drei-Schwestern-Methode der indigenen Völker Nordamerikas lässt sich wunderbar für Tomaten adaptieren:

  • Statt Mais verwenden wir hohe Stangenbohnen als natürliche Rankhilfe
  • Unsere Tomaten schlängeln sich an den Bohnen empor
  • Basilikum oder Oregano bilden eine duftende Bodendecke

Diese Kombination nutzt den Platz optimal und schafft ein Mikroklima, in dem alle Pflanzen zu gedeihen scheinen.

Vertikales Gärtnern mit Tomaten

Eine weitere spannende Technik ist die vertikale Mischkultur. Hier geht's in die Höhe:

  • Tomaten klettern an hohen Stäben oder Gittern empor
  • Dazwischen ranken sich Gurken oder Zucchini
  • Am Boden wachsen Salate oder Radieschen

Diese Methode ist nicht nur platzsparend, sondern schafft auch ein interessantes Zusammenspiel: Die Tomaten spenden Schatten für hitzeempfindliche Salate, während die Bodendecker die Feuchtigkeit im Boden halten. Perfekt für kleine Gärten oder Balkone!

Erfolgsrezept für Tomaten in Mischkultur

Kernpunkte

Aus meiner Erfahrung sind folgende Aspekte entscheidend:

  • Wählen Sie Pflanzenpartner, die sich gegenseitig unterstützen
  • Achten Sie auf ausgewogene Nährstoffversorgung
  • Nutzen Sie verschiedene Wuchsformen clever aus
  • Beobachten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig
  • Passen Sie Ihre Methoden an die Bedürfnisse der Pflanzen an

Werden Sie zum Garten-Experimentator

Die Mischkultur mit Tomaten bietet unendlich viele Möglichkeiten zum Ausprobieren. Was in meinem Garten funktioniert, muss nicht unbedingt in Ihrem klappen. Probieren Sie verschiedene Kombinationen aus und führen Sie ein Gartentagebuch. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, welche Pflanzen in Ihrem Garten harmonieren.

Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal Tomaten mit Ringelblumen kombiniert und war begeistert vom Ergebnis. Die Ringelblumen sahen nicht nur wunderschön aus, sie lockten auch Nützlinge an und hielten Schädlinge fern. Eine echte Win-win-Situation!

Tomaten in Mischkultur: Ein Fest der Vielfalt

Mit den richtigen Partnern und etwas Experimentierfreude wird Ihr Tomatenbeet nicht nur produktiver, sondern auch zu einem echten Hingucker. Die bunte Mischung schafft ein lebendiges Mini-Ökosystem, das Ihnen eine reiche Ernte beschert und die Freude am Gärtnern steigert. Also, greifen Sie zur Schaufel und lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf – Ihre Tomaten werden es Ihnen mit einer Fülle köstlicher Früchte danken!

Tags: Tomaten
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Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Pflanzen eignen sich am besten als Begleitpflanzen für Tomaten in der Mischkultur?
    Als bewährte Begleitpflanzen für Tomaten haben sich verschiedene Kräuter und Gemüse etabliert. Basilikum gilt als klassischer Tomaten-Partner, da seine ätherischen Öle Schädlinge fernhalten und gleichzeitig Bestäuber anlocken. Tagetes (Studentenblumen) sind ebenfalls ideale Begleiter - ihre Wurzelausscheidungen bekämpfen Nematoden im Boden und ihr Duft verwirrt viele Schädlinge. Zwiebeln und Knoblauch fungieren als natürliche Barriere gegen die gefürchtete Tomatenmotte. Petersilie lockert mit ihren Pfahlwurzeln den Boden auf und holt Nährstoffe aus tieferen Schichten nach oben. Karotten ergänzen Tomaten perfekt, da sie unterschiedliche Bodenschichten erschließen. Salate wie Pflücksalat nutzen den Raum zwischen den Tomatenpflanzen optimal und unterdrücken gleichzeitig Unkraut. Kapuzinerkresse und Ringelblumen verschönern das Beet und bieten zusätzlichen Schutz vor Schädlingen durch ihre intensiven Düfte.
  2. Wie verbessert Mischkultur mit Tomaten die Bodenqualität im Gemüsebeet?
    Mischkultur wirkt sich vielschichtig positiv auf die Bodenqualität aus. Die Vielfalt unterschiedlicher Wurzelsysteme lockert den Boden in verschiedenen Tiefen auf - während Tomaten ihre Wurzeln relativ oberflächennah ausbreiten, durchdringen Pfahlwurzler wie Petersilie und Karotten tiefere Bodenschichten. Diese mechanische Auflockerung verbessert die Durchlüftung und Wasserspeicherfähigkeit erheblich. Verschiedene Pflanzen geben unterschiedliche Wurzelausscheidungen ab, die das Bodenleben fördern und nützliche Mikroorganismen unterstützen. Hülsenfrüchte in der Nähe von Tomaten reichern den Boden mit Stickstoff an, während andere Begleitpflanzen organische Substanz liefern. Die permanente Bodenbedeckung durch niedrig wachsende Partner verhindert Erosion und Austrocknung. Tagetes beispielsweise verbessern nicht nur die Bodenstruktur, sondern fördern auch die Aktivität nützlicher Bodenbakterien, was zu einer nachhaltigen Humusbildung beiträgt.
  3. Warum schützen Tagetes und Basilikum Tomatenpflanzen vor Schädlingen?
    Tagetes und Basilikum entwickeln hocheffektive Schutzmechanismen durch ihre biochemischen Eigenschaften. Tagetes produzieren spezielle Wurzelausscheidungen, die schädliche Nematoden (Fadenwürmer) im Boden abtöten oder vertreiben - diese winzigen Parasiten können sonst erhebliche Schäden an Tomatenwurzeln verursachen. Der intensive Duft der Tagetes verwirrt zudem fliegende Schädlinge wie Weiße Fliegen und Blattläuse, die ihre Wirtspflanzen nicht mehr zuverlässig lokalisieren können. Basilikum setzt ätherische Öle frei, die besonders gegen die Tomatenmotte wirksam sind. Diese Verbindungen werden sowohl über die Blätter als auch über die Wurzeln abgegeben und schaffen eine natürliche Schutzzone um die Tomatenpflanzen. Gleichzeitig locken beide Pflanzen nützliche Insekten an - Schwebfliegen, Marienkäfer und Schlupfwespen, deren Larven sich von Schädlingen ernähren. Diese doppelte Schutzwirkung aus direkter Abschreckung und Förderung natürlicher Feinde macht sie zu unverzichtbaren Partnern in der Tomaten-Mischkultur.
  4. Welche besonderen Techniken wie die Drei-Schwestern-Methode lassen sich mit Tomaten anwenden?
    Die traditionelle Drei-Schwestern-Methode der indigenen Völker Nordamerikas lässt sich kreativ für Tomaten adaptieren. Anstelle von Mais fungieren hohe Stangenbohnen als natürliche Rankhilfe, an denen sich Tomatenpflanzen emporschlängeln können. Als dritte Schwester bilden aromatische Bodendecker wie Basilikum oder Oregano eine duftende Schutzschicht am Boden. Diese Kombination schafft ein optimales Mikroklima: Die Bohnen liefern Stickstoff für die starkzehrenden Tomaten, die Tomaten nutzen die Bohnen als Kletterhilfe, und die Kräuter am Boden halten Feuchtigkeit im Boden und wehren Schädlinge ab. Eine weitere bewährte Technik ist die Gildenbepflanzung, bei der Tomaten das Zentrum bilden und von verschiedenen Partnerpflanzen in konzentrischen Kreisen umgeben werden - innen Basilikum für direkten Schutz, außen Tagetes als Barriere gegen Bodenschädlinge. Diese Methoden maximieren nicht nur den Ertrag, sondern schaffen auch ein stabiles, selbstregulierendes Mini-Ökosystem.
  5. Wie funktioniert vertikales Gärtnern bei der Tomaten-Mischkultur?
    Vertikales Gärtnern mit Tomaten nutzt den dreidimensionalen Raum optimal und schafft verschiedene Vegetationsebenen. Tomaten klettern an hohen Stäben, Gittern oder Spalieren in die Höhe und bilden das Grundgerüst der vertikalen Struktur. In der mittleren Ebene können sich rankende Gemüsesorten wie Gurken oder kompakte Zucchini zwischen den Tomatentrieben schlängeln, ohne ihnen das Licht zu stehlen. Am Boden gedeihen schattentolerante Kulturen wie Salate, Radieschen oder Spinat, die von dem natürlichen Schutz der höheren Pflanzen profitieren. Diese Methode schafft automatisch verschiedene Mikroklimata: Die oberen Bereiche sind sonniger und wärmer, während am Boden ein kühleres, feuchteres Klima herrscht. Besonders effektiv ist die Kombination mit hängenden Pflanzgefäßen, in denen Kräuter wie Thymian oder kleine Tagetes-Sorten kultiviert werden können. So entsteht auf minimaler Grundfläche ein produktives, mehrschichtiges Anbausystem, das besonders für kleine Gärten oder Balkone geeignet ist.
  6. Worin unterscheiden sich Starkzehrer wie Tomaten von Schwachzehrern in der Mischkultur?
    Starkzehrer und Schwachzehrer unterscheiden sich fundamental in ihrem Nährstoffbedarf und ihrer Rolle im Gartensystem. Tomaten als typische Starkzehrer benötigen große Mengen an Stickstoff, Phosphor und Kalium für ihr kräftiges Wachstum und die Ausbildung zahlreicher Früchte. Sie entziehen dem Boden intensiv Nährstoffe und benötigen regelmäßige Düngung für optimale Erträge. Schwachzehrer wie Salate, Kresse oder Radieschen kommen hingegen mit deutlich weniger Nährstoffen aus und können sogar in nährstoffarmen Böden gedeihen. In der Mischkultur ergänzen sich beide Gruppen perfekt: Schwachzehrer können die Nährstoffreste der Starkzehrer verwerten, ohne mit ihnen zu konkurrieren. Mittelzehrer wie Karotten oder Zwiebeln bilden eine Brücke zwischen beiden Gruppen. Diese unterschiedlichen Ansprüche ermöglichen eine optimale Bodennutzung - während die Tomaten die Hauptnährstoffe verbrauchen, nutzen die Begleitpflanzen andere Bodenschichten und Nährstoffreserven. So entsteht ein ausgewogenes System ohne Verschwendung oder Überversorgung.
  7. Was unterscheidet Flachwurzler von Tiefwurzlern bei der Tomaten-Begleitung?
    Flachwurzler und Tiefwurzler unterscheiden sich in ihrer Wurzelarchitektur und erschließen dadurch verschiedene Bodenzonen. Tomaten selbst sind überwiegend Flachwurzler mit einem weit verzweigten Wurzelsystem in den oberen 30-40 cm des Bodens. Andere Flachwurzler wie Salate oder Zwiebeln können daher in direkter Nachbarschaft zu Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser führen, wenn die Abstände zu gering gewählt werden. Tiefwurzler wie Karotten, Petersilie oder Pastinaken durchdringen mit ihren Pfahlwurzeln tiefere Bodenschichten bis zu einem Meter Tiefe. Sie holen Nährstoffe und Wasser aus Bereichen, die für Tomaten unzugänglich sind, und lockern gleichzeitig den Untergrund auf. Diese mechanische Bodenbearbeitung verbessert die Drainage und Durchlüftung auch für die Tomatenwurzeln. Besonders vorteilhaft ist, dass Tiefwurzler beim Verrotten ihrer Wurzeln Nährstoffe aus der Tiefe in die oberen Bodenschichten transportieren, wovon die Tomaten in den Folgejahren profitieren. Die optimale Mischkultur kombiniert daher beide Wurzeltypen strategisch.
  8. Welche konkreten Abstände sollten zwischen Tomatenpflanzen und ihren Begleitpflanzen eingehalten werden?
    Die optimale Abstandsgestaltung in der Tomaten-Mischkultur berücksichtigt die unterschiedlichen Platzansprüche aller beteiligten Pflanzen. Tomatenpflanzen selbst sollten 50-60 cm voneinander entfernt stehen, um ausreichend Luftzirkulation und Lichteinfall zu gewährleisten. Zwischen den Tomatenreihen bietet sich ein Abstand von 80-100 cm an, der Platz für Begleitpflanzen schafft. Basilikum kann direkt zwischen die Tomatenpflanzen gesetzt werden - etwa 20-30 cm entfernt, da es kompakt wächst und von der Nähe zu den Tomaten profitiert. Tagetes benötigen etwas mehr Raum und sollten 30-40 cm Abstand zu den Tomaten halten. Zwiebeln können dichter gepflanzt werden - bereits 15-20 cm Abstand reicht aus. Salate finden zwischen den Reihen bei 25-30 cm Abstand ihren Platz. Karotten können mit 20-25 cm Abstand zu den Tomaten kultiviert werden, da ihre Pfahlwurzeln in die Tiefe wachsen. Bei kletternden Begleitpflanzen wie Kapuzinerkresse sollten mindestens 40 cm Abstand eingehalten werden, um Konkurrenz um Rankhilfen zu vermeiden.
  9. Wo kann man hochwertiges Saatgut für Tomaten-Mischkultur kaufen?
    Für erfolgreiche Tomaten-Mischkultur ist qualitatives Saatgut entscheidend. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten eine breite Auswahl an Tomatensorten und passenden Begleitpflanzen-Samen. Dort finden Sie sowohl klassische Sorten als auch widerstandsfähige Züchtungen, die sich besonders gut für Mischkultur eignen. Wichtige Qualitätskriterien sind die Keimfähigkeit, Sortenreinheit und Krankheitsresistenz. Achten Sie auf Anbieter, die detaillierte Sortenbeschreibungen und Anbauhinweise liefern. Bio-zertifiziertes Saatgut ist besonders empfehlenswert, da es oft robuster und an natürliche Anbaumethoden angepasst ist. Lokale Gartencenter können regional angepasste Sorten anbieten, während Online-Händler meist die größere Sortenvielfalt vorhalten. Bei der Bestellplanung sollten Sie ein komplettes Mischkultur-Set berücksichtigen: Tomatensamen verschiedener Reifezeiten, Basilikum, Tagetes, Petersilie und andere Begleitpflanzen. Bewährte Anbieter stellen oft fertige Mischkultur-Pakete zusammen, die aufeinander abgestimmte Sorten enthalten und Ihnen die Planung erleichtern.
  10. Welche Gartenwerkzeuge und Rankhilfen eignen sich am besten für Tomaten-Mischkultur?
    Für eine erfolgreiche Tomaten-Mischkultur sind spezielle Werkzeuge und Rankhilfen unerlässlich. Stabile Tomatenstäbe aus Holz oder Metall sollten mindestens 1,50-2 Meter hoch sein, um auch hochwachsende Sorten zu stützen. Spiralstäbe haben sich besonders bewährt, da sie den Pflanzen optimalen Halt geben. Für größere Bestände eignen sich Tomatengitter oder Spaliere aus verzinktem Draht. Ein hochwertiges Bindmaterial wie Kokosfaser-Schnüre ist pflanzenschonender als Draht. Etablierte Gartenhändler wie samen.de führen speziell entwickelte Rankhilfen-Systeme für Mischkultur. Für die Bodenbearbeitung benötigen Sie eine schmale Hacke, um zwischen den eng stehenden Pflanzen arbeiten zu können. Eine Gießkanne mit feiner Brause verhindert Erdspritzer auf die Blätter. Kleine Handsäge oder Gartenschere für den Rückschnitt sind ebenfalls wichtig. Für die Aussaat der Begleitpflanzen haben sich Markierungsstäbe bewährt, um Reihen und Abstände einzuhalten. Ein Gartentagebuch hilft bei der Planung und Dokumentation der verschiedenen Pflanztermine in der Mischkultur.
  11. Wie wirken Wurzelausscheidungen verschiedener Pflanzen auf das Tomaten-Wachstum?
    Wurzelausscheidungen spielen eine entscheidende, oft unterschätzte Rolle in der Mischkultur. Pflanzen geben über ihre Wurzeln verschiedene biochemische Substanzen ab, die das Wachstum benachbarter Pflanzen beeinflussen können. Tagetes produzieren beispielsweise Thiophene, die nematodenschädigend wirken und so indirekt die Tomatengesundheit fördern. Zwiebeln und Knoblauch scheiden schwefelhaltige Verbindungen aus, die pilzhemmende Eigenschaften besitzen und Tomaten vor Wurzelfäulnis schützen können. Basilikum setzt ätherische Öle über die Wurzeln frei, die das Bodenleben aktivieren und die Nährstoffaufnahme der Tomaten verbessern. Ringelblumen produzieren Calendsäure, die antimikrobiell wirkt und pathogene Bodenorganismen unterdrückt. Gleichzeitig können manche Wurzelausscheidungen wachstumshemmend wirken - Fenchel gibt beispielsweise Cumarine ab, die andere Pflanzen in der Entwicklung beeinträchtigen. Diese komplexen biochemischen Wechselwirkungen, als Allelopathie bezeichnet, machen die richtige Partnerwahl so wichtig und erklären, warum manche Pflanzenkombinationen besonders erfolgreich sind.
  12. Welche Rolle spielt die Stickstoffbindung bei Hülsenfrüchten in der Tomaten-Mischkultur?
    Hülsenfrüchte besitzen die einzigartige Fähigkeit, atmosphärischen Stickstoff durch Symbiose mit Rhizobium-Bakterien in ihren Wurzelknöllchen zu binden und in pflanzenverfügbare Form umzuwandeln. Diese biologische Stickstoffbindung kann prinzipiell Tomaten zugutekommen, birgt jedoch auch Risiken in der direkten Nachbarschaft. Frisch fixierter Stickstoff wird zunächst hauptsächlich von der Hülsenfrucht selbst genutzt. Erst beim Abbau der Pflanzenreste oder über Wurzelausscheidungen wird er für Nachbarpflanzen verfügbar. Bei Tomaten kann ein Stickstoffüberschuss jedoch problematisch werden - die Pflanzen entwickeln dann übermäßig viel Blattmasse auf Kosten der Fruchtbildung. Daher empfiehlt sich eine zeitlich versetzte Kultur: Buschbohnen können als Vorkultur vor den Tomaten oder in größerem Abstand angebaut werden. Nach der Ernte der Hülsenfrüchte werden die Wurzeln im Boden belassen, wo sie langsam verrotten und kontinuierlich Stickstoff freisetzen. So profitieren die Tomaten von der natürlichen Düngung, ohne unter akutem Stickstoffüberschuss zu leiden.
  13. Wie beeinflusst das Mikroklima in der Mischkultur das Wachstum von Nachtschattengewächsen?
    Das Mikroklima in der Mischkultur schafft differenzierte Wachstumsbedingungen, die Nachtschattengewächse wie Tomaten in ihrer Entwicklung maßgeblich beeinflussen. Die verschiedenen Pflanzenhöhen und Blattstrukturen erzeugen unterschiedliche Zonen: Hochwachsende Tomaten bilden ein schützendes Dach, das die Verdunstung am Boden reduziert und für gleichmäßigere Bodenfeuchtigkeit sorgt. Niedrige Begleitpflanzen wie Basilikum oder Salat fungieren als lebende Mulchschicht, die den Boden kühl hält und Temperaturschwankungen abpuffert. Dies ist besonders vorteilhaft, da Tomaten empfindlich auf Trockenstress reagieren. Die erhöhte Luftfeuchtigkeit in der Mischkultur kann jedoch auch Pilzkrankheiten begünstigen - eine gute Luftzirkulation durch angemessene Abstände ist daher essential. Blühende Begleitpflanzen wie Tagetes schaffen zusätzlich Windschutz und reduzieren Temperaturschwankungen. Das entstehende Mikroklima ist stabiler und ausgeglichener als in Monokulturen, wodurch Stressfaktoren für die Tomaten minimiert werden. Diese klimatischen Puffer tragen zu gesünderem Wachstum und stabileren Erträgen bei.
  14. Welche biochemischen Prozesse stehen hinter der natürlichen Schädlingsabwehr in der Mischkultur?
    Die natürliche Schädlingsabwehr in der Mischkultur basiert auf komplexen biochemischen Mechanismen. Pflanzen produzieren sekundäre Metabolite - chemische Verbindungen, die nicht direkt für das Wachstum benötigt werden, aber Schutzfunktionen erfüllen. Basilikum synthetisiert beispielsweise Linalool und Eugenol, ätherische Öle mit insektenabschreckenden Eigenschaften. Tagetes produzieren Pyrethrine und Thiophene, die als natürliche Insektizide wirken. Diese Substanzen werden sowohl über die Blätter als auch über die Wurzeln abgegeben und schaffen eine chemische Schutzbarriere. Zusätzlich funktioniert das Push-Pull-Prinzip: Abstoßende Pflanzen (Push) vertreiben Schädlinge, während attraktive Pflanzen (Pull) sie weglocken oder Nützlinge anziehen. Zwiebeln setzen Allicin frei, das antimikrobiell wirkt und pathogene Pilze hemmt. Gleichzeitig aktivieren diese Biochemikalien das Immunsystem der Tomaten und erhöhen deren Resistenz gegen Krankheitserreger. Die Vielfalt der chemischen Signale verwirrt außerdem spezialisierte Schädlinge, die ihre Wirtspflanzen nicht mehr eindeutig identifizieren können - ein natürlicher Tarneffekt.
  15. Wie plant man die optimale Fruchtfolge für Tomaten in mehrjähriger Mischkultur?
    Eine durchdachte mehrjährige Fruchtfolge ist entscheidend für nachhaltige Tomaten-Mischkultur. Tomaten sollten nicht Jahr für Jahr am gleichen Standort stehen, da dies Bodenmüdigkeit und Krankheitsakkumulation fördert. Ein bewährter 4-Jahres-Zyklus beginnt im ersten Jahr mit Tomaten und stickstoffbindenden Begleitpflanzen wie Bohnen. Im zweiten Jahr folgen Kohlgewächse mit tiefwurzelnden Begleitern wie Karotten, die den Boden aufschließen. Das dritte Jahr ist Zwiebeln und anderen Liliengewächsen vorbehalten, begleitet von regenerierenden Gründüngungspflanzen. Im vierten Jahr können Hülsenfrüchte den Boden mit Stickstoff anreichern, bevor der Zyklus wieder beginnt. Wichtig ist dabei, verschiedene Pflanzenfamilien zu rotieren: Nachtschattengewächse (Tomaten) → Kreuzblüter (Kohl) → Liliengewächse (Zwiebeln) → Hülsenfrüchte (Bohnen). Die Begleitpflanzen sollten ebenfalls gewechselt werden, um einseitige Bodenauslaugung zu vermeiden. Gründüngung mit Phacelia oder Senf in Anbaupausen regeneriert den Boden zusätzlich. Diese systematische Rotation erhält die Bodenfruchtbarkeit langfristig und bricht Schädlings- und Krankheitszyklen effektiv.
  16. Welche Bewässerungssysteme funktionieren am besten bei Tomaten-Mischkultur?
    Für Tomaten-Mischkultur haben sich Tropfbewässerungssysteme als optimal erwiesen, da sie den unterschiedlichen Wasserbedarf verschiedener Pflanzen berücksichtigen können. Tropfschläuche oder Einzeltropfer ermöglichen eine gezielte, sparsame Wasserversorgung direkt an der Wurzel, wodurch die Blätter trocken bleiben und Pilzkrankheiten vorgebeugt wird. Durch verstellbare Tropfer lassen sich unterschiedliche Wassermengen für Starkzehrer wie Tomaten und Schwachzehrer wie Salate einstellen. Mulchschläuche mit integrierten Tropfstellen sind besonders praktisch, da sie sich gut zwischen den verschiedenen Kulturen verlegen lassen. Zeitschaltuhren automatisieren die Bewässerung und sorgen für gleichmäßige Versorgung auch bei Abwesenheit. Wichtig ist die Bewässerung am frühen Morgen, damit überschüssige Feuchtigkeit tagsüber verdunsten kann. Sprühsysteme sind weniger geeignet, da sie das Blattwerk benetzen und Krankheiten fördern können. Eine Kombination aus Tropfbewässerung und wasserretentierenden Mulchschichten aus organischem Material optimiert die Wassernutzung zusätzlich. So entsteht ein effizientes System, das alle Mischkultur-Partner optimal versorgt.
  17. Stimmt es, dass alle Pflanzen derselben Familie automatisch gute Partner sind?
    Diese weit verbreitete Annahme ist ein gefährlicher Mythos in der Gartenpraxis. Pflanzen derselben Familie sind keinesfalls automatisch gute Partner - oft ist sogar das Gegenteil der Fall. Tomaten und Kartoffeln gehören beide zu den Nachtschattengewächsen, vertragen sich aber als Nachbarn überhaupt nicht. Beide sind anfällig für identische Krankheiten wie die Kraut- und Knollenfäule, die sich bei engem Stand rasend schnell ausbreitet. Zudem konkurrieren sie um dieselben Nährstoffe und können sich gegenseitig im Wachstum hemmen. Ähnliches gilt für verschiedene Kohlarten, die trotz Familienverwandtschaft oft schlecht miteinander harmonieren und ähnliche Schädlinge anziehen. Erfolgreiche Mischkultur basiert vielmehr auf Komplementarität: Unterschiedliche Familien ergänzen sich durch verschiedene Nährstoffbedürfnisse, Wurzelstrukturen und Abwehrmechanismen. Die optimale Strategie kombiniert Pflanzen verschiedener Familien mit unterschiedlichen ökologischen Nischen. So profitieren beispielsweise Nachtschattengewächse wie Tomaten von Doldenblütlern wie Karotten oder Korbblütlern wie Tagetes. Die Regel lautet: Vielfalt statt Verwandtschaft schafft stabile, produktive Pflanzgemeinschaften.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es bei der Tomaten-Mischkultur in verschiedenen Klimazonen?
    Regionale Klimaunterschiede erfordern angepasste Mischkultur-Strategien für optimale Tomaten-Erträge. In mediterranen Gebieten mit heißen, trockenen Sommern profitieren Tomaten von schattenspendenden Begleitpflanzen wie hochwachsendem Basilikum oder Kapuzinerkresse, die zusätzlich die Bodenverdunstung reduzieren. Hier bewähren sich auch Sukkulenten wie Portulak als Bodendecker. In kontinentalen Klimazonen mit stärkeren Temperaturschwankungen schaffen dichte Begleitpflanzungen mit Tagetes und Ringelblumen ausgleichende Mikroklimata. Diese Regionen profitieren von wärmespeichernden Bodendeckern und windschützenden Arrangements. In atlantischen Klimazonen mit hoher Luftfeuchtigkeit ist besonders auf gute Belüftung zu achten - lockere Pflanzungen mit abstandschaffenden Begleitern wie Zwiebeln reduzieren Pilzrisiken. Nordische Regionen benötigen wärmefördernde Kombinationen: Dunkellaubige Partner wie rotes Basilikum absorbieren Sonnenwärme und schaffen günstige Bedingungen. Die Auswahl der Begleitpflanzen sollte auch lokale Schädlingstypen berücksichtigen - in manchen Regionen sind andere Insektenabwehr-Strategien erforderlich als anderswo.
  19. Was unterscheidet Polykultur von traditioneller Mischkultur bei Tomaten?
    Polykultur und traditionelle Mischkultur unterscheiden sich fundamental in Komplexität und Herangehensweise. Traditionelle Mischkultur kombiniert meist 2-4 Pflanzenarten nach bewährten Regeln: Tomaten mit Basilikum und Tagetes beispielsweise. Diese Systeme sind überschaubar, planbar und für Hobbygärtner leicht umsetzbar. Die Wechselwirkungen zwischen den wenigen Partnern sind gut erforscht und vorhersagbar. Polykultur hingegen ahmt natürliche Ökosysteme nach und integriert 10-20 oder mehr verschiedene Arten in einem komplexen Netzwerk. Hier wachsen neben Tomaten gleichzeitig Kräuter, Blumen, Sträucher und sogar kleine Bäume, die verschiedene Vegetationsschichten bilden. Polykultur-Systeme sind selbstregulierend und benötigen weniger Eingriffe, erfordern aber extensive Kenntnisse über Pflanzeninteraktionen und jahre-lange Entwicklungszeit. Sie bieten maximale Biodiversität und Stabilität, sind aber schwerer kontrollierbar. Für Tomaten bedeutet Polykultur eine Integration in mehrjährige Systeme mit ausdauernden Partnerpflanzen, während traditionelle Mischkultur meist einjährige, geplante Kombinationen im Gemüsebeet darstellt. Die Wahl hängt von Erfahrung, Zeitaufwand und Gartenzielen ab.
  20. Worin liegt der Unterschied zwischen Companion Planting und deutscher Mischkultur?
    Companion Planting und deutsche Mischkultur unterscheiden sich in philosophischem Ansatz und praktischer Umsetzung erheblich. Companion Planting, ursprünglich aus der angloamerikanischen Gartentradition stammend, konzentriert sich primär auf direkte Nutzen-Beziehungen zwischen zwei Pflanzenpartnern. Tomaten werden beispielsweise mit Basilikum kombiniert, weil Basilikum Schädlinge abwehrt und den Geschmack verbessert. Der Fokus liegt auf messbaren, praktischen Vorteilen wie Schädlingsschutz oder Ertragsverbesserung. Deutsche Mischkultur hingegen basiert auf einem ganzheitlicheren Verständnis von Pflanzengemeinschaften und Bodenökologie. Sie berücksichtigt systematisch Nährstoffkreisläufe, Wurzelkonkurrenz, Fruchtfolge und langfristige Bodengesundheit. Rudolf Steiners Erkenntnisse und die Arbeiten von Gertrud Franck prägten diesen Ansatz maßgeblich. Deutsche Mischkultur denkt in Systemen und mehrjährigen Zyklen, während Companion Planting oft einzelne Partnerschaften optimiert. In der Praxis kombiniert die deutsche Methode Stark-, Mittel- und Schwachzehrer systematisch und integriert Gründüngung konsequent. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung und lassen sich durchaus kombinieren - die deutsche Variante bietet jedoch eine strukturiertere, wissenschaftlichere Herangehensweise.
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