Tomaten

Die Tomate stammt ursprünglich aus der Andenregion Perus. Azteken und Inkas kultivierten die ersten Selektionen aus Wildtomaten im Gebiet des heutigen Mexikos. Etwa 500 Jahre später - zu Beginn des 16. Jahrhunderts - brachten die spanischen Eroberer Kulturformen der Tomate nach Europa. Die Spanier nutzten die Früchte sofort als Gemüse. Im übrigen Europa wurde die Tomate zunächst nur als Zierpflanze kultiviert. Sie galt als giftig und als Aphrodisiakum, das die Sinne verwirrt. In Österreich, Ungarn und Frankreich haben sich darum die Bezeichnung "Paradeiser", "Paradiescom" und "pomme d´amour" für die Tomate eingebürgert. Nach Deutschland kam die Tomate erst um 1900. Weltweit gibt es heute schätzungsweise fast 10.000 Tomatensorten.

Tomaten – Sortenauswahl, Aussaat, Pflanzung und Pflege

Überblick über die Sortenvielfalt

Die Sorten werden nach Größe und Gewicht in verschiedene Gruppen eingeteilt. Typische Salattomaten sind 65 bis 100 g schwer. In ihren 2 bis 3 Fruchtkammern sind die Kerne in eine wässrige Gallerte eingebettet. Tomatensorten mit kleineren Früchten werden als Cherry- oder Kirschtomaten (ca. 10 bis 25 g) oder als Cocktailtomaten (ca. 25 bis 65 g) bezeichnet. Sind die Früchte nicht rund, sondern länglich, dann werden sie auch Datteltomaten oder Pflaumentomaten genannt. Andere Cherrytomaten sind birnenförmig, herzförmig oder erinnern in ihrer Form an Erdbeeren. Bei den kleinfrüchtigen Tomaten ist der Zuckergehalt höher als bei den großen Sorten. Darum schmecken sie oft süß und fruchtig. Größere Tomaten mit mehr als 5 Fruchtkammern haben weniger von der wässrigen Gallerte und dafür mehr Fruchtfleisch. Sie werden als Fleischtomaten bezeichnet. Große Fleischtomaten können 500 Gramm oder mehr wiegen.

Zusätzlich gibt es viele Sonderformen. San-Marzano-Tomaten oder Flaschentomaten sind länglich mit abgesetztem Hals. Diese Sorten haben einen geringen Wassergehalt. Dadurch sind sie beim Frischverzehr etwas trocken und schmecken mehlig. Sie bleiben aber beim Kochen fest, eignen sich zur Herstellung von Tomatenmark, zum Grillen und Überbacken. Roma-Tomaten sind eiförmig und saftiger als San-Marzano-Tomaten. Sie können zum Kochen und auch frisch verwendet werden.

Bei den meisten Tomatensorten reifen die Früchte an einem Fruchtstand nacheinander von oben nach unten. Sie müssen als Einzelfrüchte geerntet werden, wenn sie ihre volle Reife erreicht haben. Sonst fallen die Tomaten überreif von der Pflanze. Bei Rispentomaten oder Trosstomaten reifen die Früchte gleichmäßiger und sie halten sich lange an der Pflanze, ohne ihre Qualität zu verlieren. Dadurch können die Fruchtstände im Ganzen geerntet werden.

Wenn Sie ihre Tomaten als Schutz vor Schaderregern im Gartenboden veredeln wollen, dann müssen Sie außer der gewünschten Edelsorte auch die Unterlagensorte aussäen. Es gibt für Tomaten Veredelungssets mit geeigneten Unterlagensaatgut und allem notwendigem Material.

Resistenzen und Toleranzen der Tomate

Bei den modernen Spitzenzüchtungen wurden in den vergangenen 20 Jahren Wildtomaten eingekreuzt, die Resistenz-Gene gegen verschiedene Krankheiten und Schädlinge in die Zuchtlinien gebracht haben.

Zum Beispiel gibt es Tomaten, die nicht von Fusarium-Welke, Verticillium-Welke oder Nematoden befallen werden. Pilze und Älchen kommen von Natur aus im Gartenboden vor. Werden wiederholt Tomaten an derselben Stelle angebaut, können sie sich so stark vermehren, dass sie die Tomatenpflanzen im Wuchs und Ertrag hemmen. Die resistenten Tomatensorten werden nicht befallen oder wachsen trotz des Befalls kräftig weiter. Durch eine Veredelung auf eine resistente Unterlage oder den Anbau in Gefäßen können anfällige Tomatensorten vor solchen bodenbürtigen Schaderregern geschützt werden.

Gegen Blattkrankheiten wie Mehltau oder Viren helfen Veredelungen oder Standortwechsel aber nicht. Die Pilze werden als Sporen über die Luft verbreitet oder Viren werden von saugenden Insekten (Blattläusen und Weißer Fliege) übertragen. Durch die Schädigung der Blätter werden die Pflanzen meistens nur geschwächt und bringen weniger Ertrag. Anders ist das bei der Kraut- und Braunfäule an Tomaten (Phytophthora infestans). Sie tötet befallenen Pflanzen innerhalb weniger Wochen. Anfällige Sorten sterben teilweise bereits im Juli ab und tragen deshalb kaum Früchte. Tomatensorten mit einer Kraut- und Braunfäule-Toleranz wachsen dagegen trotz Befall weiter und tragen bis in den Herbst hinein immer wieder neue Früchte.

Je mehr Resistenzen eine Tomatensorte hat desto weniger Schutzmaßnahmen sind notwendig, um viele leckere Tomaten zu ernten.

Tomaten im Hausgarten anbauen

Tomaten mögen es warm. Sie brauchen einen sonnigen Platz auf einem warmen Boden. In kühleren Regionen ist der Anbau in einem Anlehngewächshaus oder Tomatengewächshaus sinnvoll. Es gibt bei Tomaten zwei verschiedene Wuchstypen, die sich für verschiedene Anbausysteme eignen.

Bei den meisten Sorten wächst der kräftige Haupttrieb immer weiter in die Länge. Sein Wuchs ist nicht begrenzt (indeterminiert) bis es im Herbst zu kalt für die Pflanzen wird. Solche Tomaten müssen an einer Schnur oder einem Stab nach oben geleitet werden und werden darum Stabtomaten genannt. Weil der Hauptstamm besonders dick ist, werden die Stammfrüchte besser mit Wasser und Nährstoffen versorgt als die Früchte an Seitentrieben. Um ihre Entwicklung und Reife zu fördern und die Pflanzen zum Schutz vor Blattkrankheiten auszulichten, werden bei Stabtomaten alle Seitentriebe regelmäßig entfernt. Das Entfernen dieser störenden Geiztriebe wird als „ausgeizen“ bezeichnet. Bei besonders kräftigen Stabtomaten-Sorten können an den Jungpflanzen neben dem Haupttrieb ein oder zwei Seitentriebe belassen werden. Bei dieser zwei- bzw. dreitriebigen Kultur werden die Nebenäste, dann genauso gepflegt wie der Haupttrieb.

Buschtomaten haben ein anderes Wuchsverhalten. Bei ihnen ist der Wuchs jedes einzelnen Triebes begrenzt (determiniert). Es bilden sich immer nur 4 bis 6 Blattknoten und dann stoppt das Wachstum. Neue Blüten und Blätter bilden sich dann an immer weiteren Seitentrieben. Darum dürfen Buschtomaten auf keinen Fall ausgegeizt werden. Sie würden nicht weiterwachsen. Buschtomaten werden nicht so hoch wie Stabtomaten. Sie eignen sich darum besonders gut für die Kultur in Gefäßen auf Balkon und Terrasse. Es gibt einige kleinwüchsige Balkontomaten, die nur 40 bis 60 cm hoch werden und in Balkonkästen oder Töpfen ab 14 cm Durchmesser kultiviert werden können. Andere Sorten bilden lange überhängende Triebe und eignen sich darum besonders gut als Ampeltomaten.

Aussaat und Vorkultur

Tomaten benötigen in allen Entwicklungsphasen viel Licht. Wenn Sie bei der Anzucht auf die Wärme und das Licht der Frühlingssonne angewiesen sind, sollten Sie mit der Aussaat nicht vor Mitte März beginnen. Stehen die Sämlinge zu dunkel, schießen sie mit dünnen, hinfälligen Trieben in die Höhe und entwickeln sich nicht zu kräftigen Jungpflanzen.

Die Aussaat von Tomaten ist einfach. Legen Sie die Samen einzeln in kleine Anzuchttöpfe oder streuen Sie sie in Reihen auf feuchte Aussaaterde in einer Anzuchtschale. Decken Sie die Saat mit 1 cm Erde ab, drücken Sie das Substrat etwas fest und feuchten Sie es mit einer Sprühflasche gut an. Ist das Substrat zu locker oder zu trocken, können die Sämlinge die harte Samenhülle von den Keimblättern nicht abstreifen. Diese bleibt dann auf den Spitzen der Sämlinge sitzen und behindert ihre weitere Entwicklung.

Tomaten benötigen eine Keimtemperatur von 23 bis 26 °C. Es dauert etwa 7 Tage, bis alle Sämlinge gekeimt sind. Stellen Sie die kleinen Pflanzen für die Weiterkultur an einen möglichst hellen Platz und lassen Sie die Pflänzchen bei 18 bis 20 °C weiterwachsen.

Tomaten pflanzen und pflegen

Tomaten sind ursprünglich subtropische Pflanzen. Sie vertragen keine Temperaturen unter 15 °C und auch keinen kühlen Wind. Sie sollten darum die Jungpflanzen nicht zu früh ins Freie stellen. Warten Sie in kühlen Regionen bis Ende Mai oder Anfang Juni, bevor sie die Tomaten ins Freiland pflanzen. Wenn Sie die Pflanzen in Kübeln kultivieren, können sie diese an warmen Tagen auch vorher schon ins Freie stellen. Bedecken Sie die Tomatenjungpflanzen in den ersten Tagen mit Vlies, damit sie sich an die Sonne gewöhnen können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Nasse Blätter können leichter von Pilzen infiziert werden. Darum ist es für die Pflanzengesundheit wichtig, dass die Blätter möglichst nicht nass werden bzw. immer schnell trocknen. Im Freiland hat es sich bewährt die Tomaten mit einem Regendach zu schützen. Gewächshäuser müssen gelüftet werden, damit die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch wird und Tau und Schwitzwasser von den Blättern verdunsten können.

Wasser ist für die Pflanze notwendig, um Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen und in die Früchte zu transportieren. Die Nährstoffe sind für die Bildung von gesunden, schmackhaften Tomaten unverzichtbar. Bei Kaliummangel werden zum Beispiel keine Früchte angesetzt und Kalziummangel verursacht Blütenendfäule. Achten Sie darum auf eine gleichmäßige Wasserversorgung und eine ausgewogene Düngung.

Pikieren und Veredeln

Sobald die Tomatensämlinge das erste Laubblattpaar zeigen, ist es Zeit zum Vereinzeln. Stellen Sie sich als erstes mit Substrat gefüllte Töpfe mit einem Durchmesser von etwa 7 bis 9 cm für die Pflanzung bereit. Lockern Sie dann die Erde um und unter den Sämlingen in der Anzuchtschale mit den Fingern oder einem Pikierstab. Lösen Sie vorsichtig eine einzelne Pflanze heraus. Nun bohren sie ein Loch in die Erde im Anzuchttopf und setzen die kleine Tomate so tief ein, dass die Keimblätter fast das Substrat berühren. Dieses tiefe Einsetzen fördert die Bildung von Wurzeln und verbessert die Nährstoffversorgung. Drücken Sie das Substrat um den Sämling etwas fest. Zum Schluss gießen Sie die Jungpflanze an. Achten Sie auf eine gleichmäßige Wasserversorgung. Wenn Sie ungedüngte Erde verwenden, sollten Sie die Jungpflanzen alle 14 Tage mit etwas Flüssigdünger versorgen.

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Die Tomate stammt ursprünglich aus der Andenregion Perus. Azteken und Inkas kultivierten die ersten Selektionen aus Wildtomaten im Gebiet des heutigen Mexikos. Etwa 500 Jahre später - zu Beginn... mehr erfahren »
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Tomaten

Die Tomate stammt ursprünglich aus der Andenregion Perus. Azteken und Inkas kultivierten die ersten Selektionen aus Wildtomaten im Gebiet des heutigen Mexikos. Etwa 500 Jahre später - zu Beginn des 16. Jahrhunderts - brachten die spanischen Eroberer Kulturformen der Tomate nach Europa. Die Spanier nutzten die Früchte sofort als Gemüse. Im übrigen Europa wurde die Tomate zunächst nur als Zierpflanze kultiviert. Sie galt als giftig und als Aphrodisiakum, das die Sinne verwirrt. In Österreich, Ungarn und Frankreich haben sich darum die Bezeichnung "Paradeiser", "Paradiescom" und "pomme d´amour" für die Tomate eingebürgert. Nach Deutschland kam die Tomate erst um 1900. Weltweit gibt es heute schätzungsweise fast 10.000 Tomatensorten.

Tomaten – Sortenauswahl, Aussaat, Pflanzung und Pflege

Überblick über die Sortenvielfalt

Die Sorten werden nach Größe und Gewicht in verschiedene Gruppen eingeteilt. Typische Salattomaten sind 65 bis 100 g schwer. In ihren 2 bis 3 Fruchtkammern sind die Kerne in eine wässrige Gallerte eingebettet. Tomatensorten mit kleineren Früchten werden als Cherry- oder Kirschtomaten (ca. 10 bis 25 g) oder als Cocktailtomaten (ca. 25 bis 65 g) bezeichnet. Sind die Früchte nicht rund, sondern länglich, dann werden sie auch Datteltomaten oder Pflaumentomaten genannt. Andere Cherrytomaten sind birnenförmig, herzförmig oder erinnern in ihrer Form an Erdbeeren. Bei den kleinfrüchtigen Tomaten ist der Zuckergehalt höher als bei den großen Sorten. Darum schmecken sie oft süß und fruchtig. Größere Tomaten mit mehr als 5 Fruchtkammern haben weniger von der wässrigen Gallerte und dafür mehr Fruchtfleisch. Sie werden als Fleischtomaten bezeichnet. Große Fleischtomaten können 500 Gramm oder mehr wiegen.

Zusätzlich gibt es viele Sonderformen. San-Marzano-Tomaten oder Flaschentomaten sind länglich mit abgesetztem Hals. Diese Sorten haben einen geringen Wassergehalt. Dadurch sind sie beim Frischverzehr etwas trocken und schmecken mehlig. Sie bleiben aber beim Kochen fest, eignen sich zur Herstellung von Tomatenmark, zum Grillen und Überbacken. Roma-Tomaten sind eiförmig und saftiger als San-Marzano-Tomaten. Sie können zum Kochen und auch frisch verwendet werden.

Bei den meisten Tomatensorten reifen die Früchte an einem Fruchtstand nacheinander von oben nach unten. Sie müssen als Einzelfrüchte geerntet werden, wenn sie ihre volle Reife erreicht haben. Sonst fallen die Tomaten überreif von der Pflanze. Bei Rispentomaten oder Trosstomaten reifen die Früchte gleichmäßiger und sie halten sich lange an der Pflanze, ohne ihre Qualität zu verlieren. Dadurch können die Fruchtstände im Ganzen geerntet werden.

Wenn Sie ihre Tomaten als Schutz vor Schaderregern im Gartenboden veredeln wollen, dann müssen Sie außer der gewünschten Edelsorte auch die Unterlagensorte aussäen. Es gibt für Tomaten Veredelungssets mit geeigneten Unterlagensaatgut und allem notwendigem Material.

Resistenzen und Toleranzen der Tomate

Bei den modernen Spitzenzüchtungen wurden in den vergangenen 20 Jahren Wildtomaten eingekreuzt, die Resistenz-Gene gegen verschiedene Krankheiten und Schädlinge in die Zuchtlinien gebracht haben.

Zum Beispiel gibt es Tomaten, die nicht von Fusarium-Welke, Verticillium-Welke oder Nematoden befallen werden. Pilze und Älchen kommen von Natur aus im Gartenboden vor. Werden wiederholt Tomaten an derselben Stelle angebaut, können sie sich so stark vermehren, dass sie die Tomatenpflanzen im Wuchs und Ertrag hemmen. Die resistenten Tomatensorten werden nicht befallen oder wachsen trotz des Befalls kräftig weiter. Durch eine Veredelung auf eine resistente Unterlage oder den Anbau in Gefäßen können anfällige Tomatensorten vor solchen bodenbürtigen Schaderregern geschützt werden.

Gegen Blattkrankheiten wie Mehltau oder Viren helfen Veredelungen oder Standortwechsel aber nicht. Die Pilze werden als Sporen über die Luft verbreitet oder Viren werden von saugenden Insekten (Blattläusen und Weißer Fliege) übertragen. Durch die Schädigung der Blätter werden die Pflanzen meistens nur geschwächt und bringen weniger Ertrag. Anders ist das bei der Kraut- und Braunfäule an Tomaten (Phytophthora infestans). Sie tötet befallenen Pflanzen innerhalb weniger Wochen. Anfällige Sorten sterben teilweise bereits im Juli ab und tragen deshalb kaum Früchte. Tomatensorten mit einer Kraut- und Braunfäule-Toleranz wachsen dagegen trotz Befall weiter und tragen bis in den Herbst hinein immer wieder neue Früchte.

Je mehr Resistenzen eine Tomatensorte hat desto weniger Schutzmaßnahmen sind notwendig, um viele leckere Tomaten zu ernten.

Tomaten im Hausgarten anbauen

Tomaten mögen es warm. Sie brauchen einen sonnigen Platz auf einem warmen Boden. In kühleren Regionen ist der Anbau in einem Anlehngewächshaus oder Tomatengewächshaus sinnvoll. Es gibt bei Tomaten zwei verschiedene Wuchstypen, die sich für verschiedene Anbausysteme eignen.

Bei den meisten Sorten wächst der kräftige Haupttrieb immer weiter in die Länge. Sein Wuchs ist nicht begrenzt (indeterminiert) bis es im Herbst zu kalt für die Pflanzen wird. Solche Tomaten müssen an einer Schnur oder einem Stab nach oben geleitet werden und werden darum Stabtomaten genannt. Weil der Hauptstamm besonders dick ist, werden die Stammfrüchte besser mit Wasser und Nährstoffen versorgt als die Früchte an Seitentrieben. Um ihre Entwicklung und Reife zu fördern und die Pflanzen zum Schutz vor Blattkrankheiten auszulichten, werden bei Stabtomaten alle Seitentriebe regelmäßig entfernt. Das Entfernen dieser störenden Geiztriebe wird als „ausgeizen“ bezeichnet. Bei besonders kräftigen Stabtomaten-Sorten können an den Jungpflanzen neben dem Haupttrieb ein oder zwei Seitentriebe belassen werden. Bei dieser zwei- bzw. dreitriebigen Kultur werden die Nebenäste, dann genauso gepflegt wie der Haupttrieb.

Buschtomaten haben ein anderes Wuchsverhalten. Bei ihnen ist der Wuchs jedes einzelnen Triebes begrenzt (determiniert). Es bilden sich immer nur 4 bis 6 Blattknoten und dann stoppt das Wachstum. Neue Blüten und Blätter bilden sich dann an immer weiteren Seitentrieben. Darum dürfen Buschtomaten auf keinen Fall ausgegeizt werden. Sie würden nicht weiterwachsen. Buschtomaten werden nicht so hoch wie Stabtomaten. Sie eignen sich darum besonders gut für die Kultur in Gefäßen auf Balkon und Terrasse. Es gibt einige kleinwüchsige Balkontomaten, die nur 40 bis 60 cm hoch werden und in Balkonkästen oder Töpfen ab 14 cm Durchmesser kultiviert werden können. Andere Sorten bilden lange überhängende Triebe und eignen sich darum besonders gut als Ampeltomaten.

Aussaat und Vorkultur

Tomaten benötigen in allen Entwicklungsphasen viel Licht. Wenn Sie bei der Anzucht auf die Wärme und das Licht der Frühlingssonne angewiesen sind, sollten Sie mit der Aussaat nicht vor Mitte März beginnen. Stehen die Sämlinge zu dunkel, schießen sie mit dünnen, hinfälligen Trieben in die Höhe und entwickeln sich nicht zu kräftigen Jungpflanzen.

Die Aussaat von Tomaten ist einfach. Legen Sie die Samen einzeln in kleine Anzuchttöpfe oder streuen Sie sie in Reihen auf feuchte Aussaaterde in einer Anzuchtschale. Decken Sie die Saat mit 1 cm Erde ab, drücken Sie das Substrat etwas fest und feuchten Sie es mit einer Sprühflasche gut an. Ist das Substrat zu locker oder zu trocken, können die Sämlinge die harte Samenhülle von den Keimblättern nicht abstreifen. Diese bleibt dann auf den Spitzen der Sämlinge sitzen und behindert ihre weitere Entwicklung.

Tomaten benötigen eine Keimtemperatur von 23 bis 26 °C. Es dauert etwa 7 Tage, bis alle Sämlinge gekeimt sind. Stellen Sie die kleinen Pflanzen für die Weiterkultur an einen möglichst hellen Platz und lassen Sie die Pflänzchen bei 18 bis 20 °C weiterwachsen.

Tomaten pflanzen und pflegen

Tomaten sind ursprünglich subtropische Pflanzen. Sie vertragen keine Temperaturen unter 15 °C und auch keinen kühlen Wind. Sie sollten darum die Jungpflanzen nicht zu früh ins Freie stellen. Warten Sie in kühlen Regionen bis Ende Mai oder Anfang Juni, bevor sie die Tomaten ins Freiland pflanzen. Wenn Sie die Pflanzen in Kübeln kultivieren, können sie diese an warmen Tagen auch vorher schon ins Freie stellen. Bedecken Sie die Tomatenjungpflanzen in den ersten Tagen mit Vlies, damit sie sich an die Sonne gewöhnen können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Nasse Blätter können leichter von Pilzen infiziert werden. Darum ist es für die Pflanzengesundheit wichtig, dass die Blätter möglichst nicht nass werden bzw. immer schnell trocknen. Im Freiland hat es sich bewährt die Tomaten mit einem Regendach zu schützen. Gewächshäuser müssen gelüftet werden, damit die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch wird und Tau und Schwitzwasser von den Blättern verdunsten können.

Wasser ist für die Pflanze notwendig, um Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen und in die Früchte zu transportieren. Die Nährstoffe sind für die Bildung von gesunden, schmackhaften Tomaten unverzichtbar. Bei Kaliummangel werden zum Beispiel keine Früchte angesetzt und Kalziummangel verursacht Blütenendfäule. Achten Sie darum auf eine gleichmäßige Wasserversorgung und eine ausgewogene Düngung.

Pikieren und Veredeln

Sobald die Tomatensämlinge das erste Laubblattpaar zeigen, ist es Zeit zum Vereinzeln. Stellen Sie sich als erstes mit Substrat gefüllte Töpfe mit einem Durchmesser von etwa 7 bis 9 cm für die Pflanzung bereit. Lockern Sie dann die Erde um und unter den Sämlingen in der Anzuchtschale mit den Fingern oder einem Pikierstab. Lösen Sie vorsichtig eine einzelne Pflanze heraus. Nun bohren sie ein Loch in die Erde im Anzuchttopf und setzen die kleine Tomate so tief ein, dass die Keimblätter fast das Substrat berühren. Dieses tiefe Einsetzen fördert die Bildung von Wurzeln und verbessert die Nährstoffversorgung. Drücken Sie das Substrat um den Sämling etwas fest. Zum Schluss gießen Sie die Jungpflanze an. Achten Sie auf eine gleichmäßige Wasserversorgung. Wenn Sie ungedüngte Erde verwenden, sollten Sie die Jungpflanzen alle 14 Tage mit etwas Flüssigdünger versorgen.

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