Die besten mehligkochenden Kartoffelsorten für Ihren Hausgarten

Mehligkochende Kartoffeln: Ideal für Ihren Hausgarten

Mehligkochende Kartoffeln eignen sich besonders gut für Püree und köstliche Aufläufe. Erfahren Sie, warum diese Sorten in Ihrem Garten nicht fehlen sollten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Mehligkochende Kartoffeln haben einen hohen Stärkegehalt
  • Ideal für Püree, Knödel und Aufläufe
  • Agria, Adretta und Linda sind Top-Sorten für den Hausgarten
  • Einfacher Anbau und vielseitige Verwendung in der Küche

Was sind mehligkochende Kartoffeln?

Mehligkochende Kartoffeln sind Sorten, die sich beim Kochen leicht zersetzen und eine trockene, mehlige Konsistenz entwickeln. Der Grund dafür ist ihr hoher Stärkegehalt, der typischerweise bei über 15% liegt. Wenn Sie so eine Kartoffel aufschneiden, werden Sie feststellen, dass sie innen eher trocken und mehlig aussieht - daher auch der Name.

Warum sind sie in der Küche so beliebt?

In meiner langjährigen Erfahrung als Hobbyköchin habe ich festgestellt, dass mehligkochende Kartoffeln sehr vielseitig in der Küche sind. Sie eignen sich hervorragend für Kartoffelpüree, weil sie sich leicht zerdrücken lassen und eine cremige Konsistenz annehmen. Auch für Knödel und Aufläufe sind sie erste Wahl, da sie Flüssigkeiten gut aufnehmen und eine lockere Textur bilden.

Ein kleiner Tipp aus meiner Küche: Probieren Sie mal, mehligkochende Kartoffeln für Ihren nächsten Kartoffelauflauf zu verwenden. Sie werden überrascht sein, wie viel sämiger und geschmackvoller er wird!

Vorteile des Anbaus im Hausgarten

Als jemand, der seit Jahrzehnten einen Gemüsegarten pflegt, kann ich Ihnen versichern: Der Anbau von mehligkochenden Kartoffeln im eigenen Garten lohnt sich! Nicht nur, weil Sie so immer frische Kartoffeln zur Hand haben, sondern auch, weil Sie die volle Kontrolle über den Anbau haben. Kein Einsatz von Pestiziden, keine langen Transportwege - einfach vom Beet direkt in die Küche.

Zudem ist der Anbau relativ einfach. Kartoffeln sind nicht sehr anspruchsvoll und eignen sich auch für Anfänger. Ein weiterer Vorteil: Sie können auch weniger bekannte Sorten anbauen, die es im Supermarkt nicht gibt. So erweitern Sie Ihr kulinarisches Repertoire und überraschen Ihre Gäste mit besonderen Kartoffelgerichten.

Eigenschaften mehligkochender Kartoffeln

Stärkegehalt und dessen Bedeutung

Der hohe Stärkegehalt ist das Herzstück mehligkochender Kartoffeln. Er liegt typischerweise zwischen 15% und 18%. Diese Stärke sorgt dafür, dass die Kartoffeln beim Kochen aufplatzen und eine trockene, mehlige Textur entwickeln. Das mag auf den ersten Blick vielleicht nicht besonders appetitlich klingen, ist aber genau das, was wir für viele klassische Kartoffelgerichte brauchen.

In meinem Garten baue ich verschiedene Sorten an, und ich kann Ihnen sagen: Der Unterschied im Stärkegehalt ist deutlich spürbar. Wenn ich eine mehligkochende Sorte wie Agria koche, zerfällt sie fast von selbst - perfekt für ein fluffiges Püree!

Kocheigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten

Die Kocheigenschaften mehligkochender Kartoffeln machen sie zu echten Alleskönnern in der Küche. Sie nehmen beim Kochen viel Wasser auf und zerfallen leicht. Das klingt vielleicht nach einem Nachteil, ist aber genau das, was wir für viele Gerichte brauchen.

Hier ein paar meiner Lieblingsverwendungen:

  • Kartoffelpüree: Die mehlige Textur sorgt für ein cremiges, luftiges Püree.
  • Kartoffelknödel: Die Kartoffeln lassen sich leicht zu einem glatten Teig verarbeiten.
  • Aufläufe: Sie saugen Flüssigkeiten gut auf und geben dem Auflauf Struktur.
  • Pommes frites: Ja, auch dafür eignen sie sich! Sie werden innen schön fluffig.

Ein Tipp aus meiner Küche: Wenn Sie mehligkochende Kartoffeln für Salate verwenden möchten, kochen Sie sie am besten im Dampf. So behalten sie mehr Struktur.

Unterschiede zu festkochenden Sorten

Der Hauptunterschied zwischen mehlig- und festkochenden Kartoffeln liegt in ihrem Stärkegehalt. Festkochende Sorten haben weniger Stärke (etwa 8-12%) und mehr Zelluloseverbindungen. Das führt dazu, dass sie ihre Form beim Kochen behalten und eine festere Konsistenz haben.

Hier ein kleiner Vergleich aus meiner Erfahrung:

  • Mehligkochende Kartoffeln: Zerfallen leicht, ideal für Püree und Aufläufe
  • Festkochende Kartoffeln: Behalten ihre Form, perfekt für Salate und Bratkartoffeln

In meinem Garten baue ich beide Typen an, denn jeder hat seine Vorzüge. Für Kartoffelsalat greife ich zu den festkochenden, für mein beliebtes Kartoffelpüree aber immer zu den mehligen Sorten.

Top mehligkochende Kartoffelsorten für den Hausgarten

Agria

Eigenschaften und Vorteile

Die Agria ist eine meiner Lieblingssorten im Garten. Sie hat einen hohen Stärkegehalt und eine schöne gelbe Farbe. Was ich besonders an ihr schätze, ist ihre Vielseitigkeit. Sie eignet sich hervorragend für Püree, Aufläufe und sogar für Pommes frites.

Ein weiterer Vorteil: Die Agria ist recht ertragreich und relativ resistent gegen Krankheiten. In meinem Garten hat sie sich als zuverlässige Sorte bewährt, die auch mit wechselhaftem Wetter gut zurechtkommt.

Anbautipps

Aus meiner Erfahrung gedeiht die Agria am besten in lockeren, nährstoffreichen Böden. Ich pflanze sie Mitte April bis Anfang Mai, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Ein Tipp: Häufeln Sie die Pflanzen regelmäßig an, das fördert die Knollenbildung.

Die Agria braucht viel Platz - ich pflanze sie mit etwa 70 cm Abstand zwischen den Reihen. Achten Sie auf eine gleichmäßige Bewässerung, besonders während der Knollenbildung. Die Ernte erfolgt in der Regel ab August bis in den September hinein.

Adretta

Eigenschaften und Vorteile

Die Adretta ist eine echte traditionelle Sorte, die ich in meinem Garten sehr schätze. Sie hat eine ovale Form und eine hellgelbe Schale. Ihr Fleisch ist hellgelb und wird beim Kochen schön mehlig.

Was ich an der Adretta besonders mag, ist ihr nussiger Geschmack. Sie eignet sich hervorragend für Kartoffelpüree und Knödel. Ein weiterer Vorteil: Sie ist recht widerstandsfähig gegen Krankheiten, was den Anbau im Hausgarten erleichtert.

Anbautipps

Die Adretta bevorzugt mittelschwere bis leichte Böden. In meinem Garten pflanze ich sie Mitte April. Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Vorkeimendes Saatgut kann den Ertrag deutlich steigern.

Ich pflanze die Adretta mit etwa 30-35 cm Abstand in der Reihe und 70 cm zwischen den Reihen. Sie braucht eine gleichmäßige Wasserversorgung, reagiert aber empfindlich auf Staunässe. Die Ernte beginnt in der Regel ab Mitte August.

Linda

Eigenschaften und Vorteile

Die Linda ist eine Kartoffelsorte, die ich in meinem Garten besonders schätze. Sie hat eine längliche Form und eine glatte, gelbe Schale. Ihr Fleisch ist hellgelb und hat einen angenehm milden Geschmack.

Obwohl die Linda oft als vorwiegend festkochend eingestuft wird, neigt sie in meiner Erfahrung eher zum Mehligen. Das macht sie zu einer vielseitigen Sorte, die sich sowohl für Salate als auch für Püree eignet. Ein großer Vorteil der Linda ist ihre gute Lagerfähigkeit - ich kann sie oft bis ins Frühjahr hinein aufbewahren.

Anbautipps

Die Linda gedeiht am besten in lockeren, humusreichen Böden. Ich pflanze sie in meinem Garten Mitte April bis Anfang Mai. Ein Tipp aus meiner Praxis: Die Linda reagiert gut auf organische Düngung, zum Beispiel mit gut verrottetem Kompost.

Ich pflanze die Linda mit etwa 30-35 cm Abstand in der Reihe und 70 cm zwischen den Reihen. Sie braucht eine gleichmäßige Wasserversorgung, verträgt aber kurze Trockenperioden recht gut. Die Ernte beginnt in der Regel ab Ende August bis in den September hinein.

Ein letzter Rat aus meinem Garten: Achten Sie bei der Linda besonders auf eine gute Fruchtfolge. Sie ist etwas anfälliger für Kartoffelkrankheiten, daher sollten Sie sie nicht zu oft am gleichen Standort anbauen.

Weitere empfehlenswerte mehligkochende Kartoffelsorten

Neben den bekannten Sorten Agria, Adretta und Linda gibt es noch einige andere mehligkochende Kartoffelsorten, die sich hervorragend für den Anbau im Hausgarten eignen. Betrachten wir drei weitere vielversprechende Varianten.

Sorte Afra: Die Vielseitige

Besonderheiten

Die Afra ist eine relativ neue Sorte, die sich durch ihre Vielseitigkeit auszeichnet. Sie hat einen hohen Stärkegehalt, was sie ideal für Kartoffelpüree und Knödel macht. Trotzdem behält sie beim Kochen eine angenehme Struktur, sodass sie sich auch gut für Kartoffelsalate eignet.

Anbauempfehlungen

Afra gedeiht besonders gut in lehmigen Böden und ist recht widerstandsfähig gegen Krautfäule. Sie benötigt regelmäßige Bewässerung, besonders während der Knollenbildung. Eine Pflanzung Ende April bis Anfang Mai hat sich bewährt, wobei ein Abstand von etwa 30 cm zwischen den Pflanzen eingehalten werden sollte.

Sorte Bellinda: Die Ertragreiche

Besonderheiten

Bellinda zeichnet sich durch ihren hohen Ertrag und ihre großen, ovalen Knollen aus. Sie hat einen angenehm nussigen Geschmack und eignet sich besonders gut für Ofenkartoffeln und Kartoffelgratin. Ihre Schale ist relativ fest, was sie zu einer guten Lagerkartoffel macht.

Anbauempfehlungen

Diese Sorte bevorzugt sonnige Standorte und nährstoffreiche Böden. Sie ist anfällig für Kartoffelkäfer, weshalb regelmäßige Kontrollen und gegebenenfalls der Einsatz von Nützlingen wie Marienkäfern empfohlen wird. Bellinda sollte nicht zu dicht gepflanzt werden, um die Bildung großer Knollen zu fördern. Ein Reihenabstand von 75 cm hat sich bewährt.

Sorte Concordia: Die Robuste

Besonderheiten

Concordia zeichnet sich durch ihre Robustheit und gute Lagerfähigkeit aus. Sie hat einen hohen Stärkegehalt und eignet sich hervorragend für Kartoffelpuffer und Kroketten. Ihre gelbe Fleischfarbe und der milde Geschmack machen sie zu einer beliebten Allroundkartoffel.

Anbauempfehlungen

Diese Sorte ist relativ anspruchslos und gedeiht auch in leicht sandigen Böden. Sie zeigt eine gute Resistenz gegen Kartoffelnematoden und Schorf. Eine mäßige Stickstoffdüngung fördert die Knollenbildung. Die Ernte sollte erst nach vollständigem Absterben des Krauts erfolgen, um die Lagerfähigkeit zu optimieren.

Anbau mehligkochender Kartoffeln im Hausgarten

Der erfolgreiche Anbau mehligkochender Kartoffeln im eigenen Garten erfordert einige grundlegende Kenntnisse und Vorbereitungen. Hier sind die wichtigsten Aspekte, die Sie beachten sollten:

Standortwahl und Bodenvorbereitung

Kartoffeln bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit lockerem, nährstoffreichem Boden. Ideal ist ein pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5. Vor der Pflanzung sollten Sie den Boden gründlich lockern und mit gut verrottetem Kompost anreichern. Vermeiden Sie frischen Mist, da dieser zu verstärktem Krautwachstum führen kann.

Eine Gründüngung im Vorjahr, etwa mit Phacelia oder Senf, kann die Bodenstruktur verbessern und Nährstoffe für die Kartoffeln bereitstellen. Achten Sie auf eine gute Drainage, da Staunässe zu Fäulnis führen kann.

Pflanzzeit und -methode

Die beste Zeit zum Pflanzen von Kartoffeln ist von Mitte April bis Anfang Mai, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind. Legen Sie die Kartoffeln in etwa 10 cm tiefe Furchen, mit der Keimseite nach oben. Der Abstand zwischen den Knollen sollte etwa 30-40 cm betragen, der Reihenabstand 60-70 cm.

Eine bewährte Methode ist das Vorkeimen der Saatkartoffeln. Legen Sie sie dazu etwa 4 Wochen vor der Pflanzung an einen hellen, kühlen Ort. Die entstehenden kurzen, kräftigen Keime sorgen für einen Wachstumsvorsprung.

Pflege während der Wachstumsphase

Bewässerung

Kartoffeln benötigen eine gleichmäßige Feuchtigkeit, besonders während der Knollenbildung. Gießen Sie regelmäßig, aber vermeiden Sie Staunässe. In trockenen Perioden kann eine wöchentliche Wassergabe von etwa 20-30 Litern pro Quadratmeter notwendig sein. Mulchen Sie den Boden zwischen den Pflanzen, um die Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken.

Düngung

Mehligkochende Kartoffeln haben einen hohen Nährstoffbedarf. Eine Grunddüngung mit Kompost vor der Pflanzung ist oft ausreichend. Bei nährstoffarmen Böden kann eine zusätzliche Düngung mit einem kaliumbetonten organischen Dünger etwa 6 Wochen nach dem Auflaufen sinnvoll sein. Übermäßige Stickstoffdüngung fördert das Krautwachstum auf Kosten der Knollenbildung.

Unkrautbekämpfung

Regelmäßiges Hacken und Anhäufeln der Kartoffeln dient nicht nur der Unkrautbekämpfung, sondern fördert auch die Knollenbildung und schützt vor Ergrünen. Häufeln Sie die Pflanzen etwa alle 2-3 Wochen an, bis die Dämme eine Höhe von ca. 20 cm erreicht haben. Dies sollte bis zur Blüte der Kartoffeln fortgesetzt werden.

Mit diesen Tipps und der Wahl der richtigen Sorte können Sie mehligkochende Kartoffeln erfolgreich im eigenen Garten anbauen. Bedenken Sie, dass jeder Garten seine Eigenheiten hat – etwas Experimentierfreude und Geduld führen oft zu den besten Ergebnissen.

Ernte und Lagerung mehligkochender Kartoffeln

Der optimale Erntezeitpunkt

Für mehligkochende Kartoffeln ist der richtige Erntezeitpunkt entscheidend. In der Regel sind sie etwa 90 bis 120 Tage nach dem Pflanzen reif. Ein sicheres Zeichen ist das Absterben des Krauts. Warten Sie, bis es vollständig vergilbt und abgestorben ist. Das Kraut können Sie dann abschneiden und die Knollen noch etwa zwei Wochen im Boden nachreifen lassen. So erhöht sich der Stärkegehalt und die Schale wird fester.

Erntetechniken für beste Qualität

Beim Ernten ist Vorsicht geboten. Graben Sie die Kartoffeln vorsichtig mit einer Grabegabel aus. Stechen Sie nicht zu tief, um die Knollen nicht zu verletzen. Beschädigte Kartoffeln halten sich nicht lange und können faulen. Sammeln Sie die Kartoffeln in Körbe oder Kisten und lassen Sie sie an einem schattigen, luftigen Ort kurz abtrocknen.

Richtige Lagerung für lange Haltbarkeit

Für eine lange Haltbarkeit brauchen mehligkochende Kartoffeln die richtigen Lagerbedingungen. Am besten lagern Sie sie dunkel, kühl (etwa 4-8°C) und luftig. Ein kühler Keller oder eine Erdmiete eignen sich hervorragend. Vermeiden Sie Plastiktüten, da sich darin Feuchtigkeit sammelt. Besser sind Holzkisten oder Papiertüten. Kontrollieren Sie die Kartoffeln regelmäßig und entfernen Sie faule Exemplare sofort.

Krankheiten und Schädlinge bei mehligkochenden Kartoffeln

Häufige Probleme

Mehligkochende Kartoffeln sind anfällig für verschiedene Krankheiten und Schädlinge. Zu den häufigsten Problemen gehören:

  • Kraut- und Knollenfäule
  • Kartoffelkäfer
  • Drahtwürmer
  • Rhizoctonia-Fäule

Präventionsmaßnahmen

Um Krankheiten und Schädlinge zu vermeiden, sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen treffen:

  • Verwenden Sie zertifiziertes, gesundes Pflanzgut
  • Praktizieren Sie eine weite Fruchtfolge (mindestens 4 Jahre)
  • Wählen Sie resistente Sorten
  • Achten Sie auf gute Bodenbelüftung und Drainage
  • Entfernen Sie kranke Pflanzen sofort

Biologische Bekämpfungsmethoden

Für den biologischen Anbau gibt es verschiedene Möglichkeiten, Schädlinge und Krankheiten zu bekämpfen:

  • Nützlinge fördern (z.B. Marienkäfer gegen Blattläuse)
  • Kartoffelkäfer per Hand absammeln
  • Pflanzenstärkungsmittel wie Schachtelhalmbrühe oder Brennnesseljauche einsetzen
  • Bei starkem Befall mit Kraut- und Knollenfäule: Kupferpräparate (in Maßen) verwenden

Kulinarische Verwendung mehligkochender Kartoffeln

Klassische Rezepte

Mehligkochende Kartoffeln sind vielseitig einsetzbar. Besonders gut eignen sie sich für:

  • Kartoffelpüree: cremig und luftig
  • Kartoffelklöße: locker und geschmackvoll
  • Kartoffelsuppe: sämig und herzhaft
  • Ofenkartoffeln: knusprig außen, fluffig innen
  • Kartoffelauflauf: saftig und aromatisch

Innovative Gerichte

Auch für kreative Rezepte sind mehligkochende Kartoffeln bestens geeignet:

  • Kartoffel-Gnocchi mit Salbeibutter
  • Kartoffel-Waffeln mit Lachs und Crème fraîche
  • Kartoffel-Rösti-Pizza mit Gemüse und Käse
  • Kartoffel-Tortilla mit Paprika und Zwiebeln

Zubereitungstipps für optimale Ergebnisse

Um das Beste aus Ihren mehligkochenden Kartoffeln herauszuholen, beachten Sie folgende Tipps:

  • Kochen Sie die Kartoffeln mit Schale, um Nährstoffe zu erhalten
  • Für Püree: Kartoffeln heiß stampfen und warme Milch zugeben
  • Für knusprige Ofenkartoffeln: vorher kurz abkochen
  • Beim Backen im Ofen: mit Öl bestreichen für eine knusprige Kruste
  • Für Klöße: Kartoffeln am Vortag kochen und über Nacht abkühlen lassen

Mit diesen Tipps werden Ihre mehligkochenden Kartoffeln zum Highlight jeder Mahlzeit. Ob klassisch oder kreativ - die vielseitigen Knollen bieten zahlreiche Möglichkeiten in der Küche. Probieren Sie verschiedene Rezepte aus und finden Sie Ihre Favoriten!

Mehligkochende vs. festkochende Kartoffeln: Ein Vergleich für Hobbygärtner

Anbauunterschiede: Was Sie wissen sollten

Beim Anbau von mehligkochenden und festkochenden Kartoffeln gibt's ein paar Unterschiede zu beachten. Mehlige Sorten brauchen meist etwas mehr Platz und Nährstoffe. Sie wachsen oft üppiger und bilden größere Knollen. Festkochende dagegen sind genügsamer und kommen mit weniger Dünger aus.

Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Mehlige Sorten reagieren empfindlicher auf Staunässe. Achten Sie also besonders auf gute Drainage. Bei festkochenden Sorten können Sie da etwas entspannter sein.

Ertragsvergleich: Quantität vs. Qualität

Wenn's um den Ertrag geht, haben mehligkochende Sorten oft die Nase vorn. Sie bilden in der Regel größere Knollen und liefern mehr Gewicht pro Pflanze. Allerdings ist das nicht alles, was zählt.

Festkochende Sorten punkten oft mit gleichmäßigeren Knollen und weniger Ausschuss. Das heißt, Sie ernten vielleicht etwas weniger, aber dafür mehr verwertbare Kartoffeln. In meinem Garten habe ich festgestellt, dass sich das am Ende oft ausgleicht.

Vielseitigkeit in der Küche: Jeder Typ hat seine Stärken

In der Küche zeigen sich die größten Unterschiede. Mehligkochende Kartoffeln eignen sich gut für Püree, Knödel und Aufläufe. Sie zerfallen beim Kochen leichter und saugen Soßen gut auf. Gut geeignet für Eintöpfe!

Festkochende bleiben dagegen schön in Form. Gut für Salate, Bratkartoffeln oder als Beilage. Sie werden nicht matschig und behalten ihre Struktur. Mein persönlicher Favorit für Grillabende!

Das Fazit: Welche Kartoffel für Ihren Garten?

Die Top-Sorten im Überblick

Nach all den Jahren im Garten und in der Küche würde ich sagen: Bei den mehligkochenden Sorten sind 'Agria', 'Adretta' und 'Linda' beliebte Optionen. Robust im Anbau und vielseitig verwendbar. Für festkochende Kartoffeln empfehle ich 'Annabelle', 'Sieglinde' oder 'Nicola'. Die machen sowohl im Beet als auch auf dem Teller eine gute Figur.

Entscheidungshilfe für Hobbygärtner

Überlegen Sie, was Sie mit Ihren Kartoffeln vorhaben. Mögen Sie Kartoffelpüree und Aufläufe? Dann greifen Sie zu mehligkochenden Sorten. Stehen eher Salate und Beilagen auf dem Speiseplan? Dann sind festkochende die bessere Wahl.

Bedenken Sie auch Ihren Garten: Haben Sie schweren Boden oder wenig Platz? Dann könnten festkochende Sorten einfacher zu handhaben sein. Bei sandigem Boden und viel Raum können Sie ruhig zu mehligen Sorten greifen.

Blick in die Zukunft: Was uns bei Kartoffeln erwartet

Die Kartoffelzüchtung entwickelt sich stetig weiter. Neue Sorten versprechen bessere Resistenzen gegen Krankheiten und Schädlinge. Das macht den Anbau für uns Hobbygärtner einfacher. Interessant finde ich auch die Entwicklung von Sorten, die sowohl mehlig als auch festkochend sind – sozusagen Allrounder für die Küche.

Mein Rat: Seien Sie offen für neue Sorten. Jeder Garten ist anders, und vielleicht entdecken Sie ja Ihre ganz persönliche Lieblingskartoffel. Das Schöne am Gärtnern ist, dass man immer wieder Neues lernen kann. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Kartoffelanbau und guten Appetit!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was sind mehligkochende Kartoffeln und wodurch unterscheiden sie sich von anderen Sorten?
    Mehligkochende Kartoffeln sind Sorten mit einem hohen Stärkegehalt von über 15%, die sich beim Kochen leicht zersetzen und eine trockene, mehlige Konsistenz entwickeln. Beim Aufschneiden einer rohen mehligkochenden Kartoffel ist das Innere bereits trocken und mehlig. Im Gegensatz zu festkochenden Kartoffeln, die nur 8-12% Stärke enthalten und ihre Form beim Kochen behalten, platzen mehligkochende Sorten beim Garen auf und zerfallen. Diese Eigenschaft macht sie ideal für Kartoffelpüree, Knödel, Aufläufe und Suppen, da sie Flüssigkeiten gut aufnehmen und eine cremige Textur bilden. Festkochende Kartoffeln hingegen eignen sich besser für Salate und Bratkartoffeln, da sie strukturstabil bleiben.
  2. Welche Kartoffelsorten eignen sich besonders gut für den Anbau im Hausgarten?
    Für den Hausgarten eignen sich besonders die bewährten mehligkochenden Sorten Agria, Adretta und Linda. Agria zeichnet sich durch hohe Erträge und Krankheitsresistenz aus, während Adretta mit ihrem nussigen Geschmack und ihrer Widerstandsfähigkeit überzeugt. Linda ist vielseitig einsetzbar und sehr lagerfähig. Weitere empfehlenswerte Sorten sind Afra für ihre Vielseitigkeit, Bellinda für hohe Erträge und Concordia für ihre Robustheit. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten ein breites Sortiment an Saatkartoffeln verschiedener mehligkochender Sorten und können bei der Auswahl der passenden Varietät für die jeweiligen Gartenbedingungen beraten. Die Sortenvielfalt ermöglicht es Hobbygärtnern, verschiedene Geschmacksrichtungen und Verwendungszwecke abzudecken.
  3. Warum haben mehligkochende Kartoffeln einen so hohen Stärkegehalt?
    Der hohe Stärkegehalt mehligkochender Kartoffeln ist genetisch bedingt und resultiert aus ihrer Zuchtgeschichte. Diese Sorten wurden speziell darauf selektiert, große Mengen an Stärke in ihren Knollen zu speichern. Während der Vegetationsperiode wandeln die Pflanzen Zucker aus der Photosynthese in Stärke um und lagern diese als Energiereserve in den Knollen ein. Mehligkochende Sorten haben eine besonders effiziente Stärkesynthese und können bis zu 18% Stärke anreichern. Diese hohe Konzentration an Stärkekörnern führt dazu, dass die Zellwände beim Kochen aufbrechen und die typische mehlige Textur entsteht. Die Stärke quillt beim Erhitzen auf, bindet Feuchtigkeit und sorgt für die charakteristische krümelige Konsistenz, die diese Kartoffeln für Püree und Knödel so wertvoll macht.
  4. Welche besonderen Anbautipps gibt es für Sorten wie Agria und Adretta?
    Agria gedeiht am besten in lockeren, nährstoffreichen Böden und sollte ab Mitte April gepflanzt werden. Ein Reihenabstand von 70 cm ist optimal, da sie viel Platz benötigt. Regelmäßiges Anhäufeln fördert die Knollenbildung. Adretta bevorzugt mittelschwere bis leichte Böden und profitiert stark vom Vorkeimen der Saatkartoffeln. Ein Pflanzabstand von 30-35 cm in der Reihe hat sich bewährt. Beide Sorten benötigen gleichmäßige Bewässerung, reagieren aber empfindlich auf Staunässe. Eine organische Grunddüngung mit Kompost vor der Pflanzung ist meist ausreichend. Übermäßige Stickstoffdüngung sollte vermieden werden, da sie das Krautwachstum auf Kosten der Knollenentwicklung fördert. Die Ernte erfolgt bei beiden Sorten ab August, wenn das Kraut vollständig abgestorben ist.
  5. Wie unterscheidet sich der Anbau von Linda-Kartoffeln von anderen mehligkochenden Sorten?
    Linda-Kartoffeln haben besondere Ansprüche, die sich vom Anbau anderer mehligkochender Sorten unterscheiden. Sie benötigen besonders lockere, humusreiche Böden und reagieren sehr positiv auf organische Düngung mit gut verrottetem Kompost. Linda ist etwas anfälliger für Kartoffelkrankheiten, weshalb eine konsequente Fruchtfolge von mindestens vier Jahren eingehalten werden sollte. Der Anbau am gleichen Standort sollte vermieden werden. Linda verträgt kurze Trockenperioden besser als andere mehligkochende Sorten, benötigt aber dennoch gleichmäßige Wasserversorgung. Die Ernte erfolgt später als bei Agria oder Adretta, meist erst Ende August bis September. Dafür ist Linda deutlich lagerfähiger und kann oft bis ins Frühjahr hinein aufbewahrt werden, ohne an Qualität zu verlieren.
  6. Worin unterscheiden sich mehligkochende und festkochende Kartoffeln beim Anbau?
    Beim Anbau zeigen mehligkochende und festkochende Kartoffeln deutliche Unterschiede. Mehligkochende Sorten benötigen mehr Platz und Nährstoffe, da sie oft üppiger wachsen und größere Knollen bilden. Sie reagieren empfindlicher auf Staunässe und benötigen bessere Drainage. Festkochende Sorten sind genügsamer, kommen mit weniger Dünger aus und tolerieren schwierigere Bodenverhältnisse besser. Mehligkochende Kartoffeln haben meist längere Vegetationsperioden und werden später geerntet. Sie sind oft anfälliger für bestimmte Krankheiten wie Kraut- und Knollenfäule. Festkochende Sorten bilden gleichmäßigere, kleinere Knollen und haben weniger Ausschuss. Bei der Düngung benötigen mehligkochende Sorten mehr Kalium für die Stärkeeinlagerung, während festkochende Sorten mit moderater Nährstoffversorgung auskommen. Die Lagerung mehligkochender Sorten erfordert kühlere Temperaturen und bessere Belüftung.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Speisekartoffeln und Saatkartoffeln?
    Speise- und Saatkartoffeln unterscheiden sich grundlegend in ihrer Verwendung und Qualität. Saatkartoffeln sind speziell für die Vermehrung produzierte, zertifizierte Knollen mit garantierter Sortenreinheit und Gesundheit. Sie stammen aus kontrolliertem Anbau und werden regelmäßig auf Viren und Krankheiten getestet. Speisekartoffeln hingegen sind für den direkten Verzehr bestimmt und oft mit Keimhemmungsmitteln behandelt. Saatkartoffeln haben eine bessere Keimfähigkeit und bringen gesündere, ertragreichere Pflanzen hervor. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen ausschließlich zertifizierte Saatkartoffeln verschiedener Sorten. Der Preis für Saatkartoffeln ist höher als für Speisekartoffeln, aber die Investition lohnt sich durch bessere Erträge und gesündere Pflanzen. Für den erfolgreichen Kartoffelanbau im Hausgarten sollten unbedingt Saatkartoffeln verwendet werden, nicht die günstigeren Speisekartoffeln aus dem Supermarkt.
  8. Welche Krankheiten und Schädlinge können mehligkochende Kartoffeln befallen?
    Mehligkochende Kartoffeln sind besonders anfällig für verschiedene Krankheiten und Schädlinge. Die Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans) ist eine der gefährlichsten Pilzkrankheiten, die vor allem bei feuchtem Wetter auftritt. Rhizoctonia-Fäule verursacht dunkle Flecken auf den Knollen. Der Kartoffelkäfer und seine Larven fressen die Blätter und können ganze Bestände vernichten. Drahtwürmer bohren sich in die Knollen und machen sie ungenießbar. Blattläuse übertragen Viruskrankheiten. Schorf führt zu rauen Stellen auf der Schale. Zur Vorbeugung sollten zertifizierte, gesunde Saatkartoffeln verwendet und eine weite Fruchtfolge von mindestens vier Jahren eingehalten werden. Resistente Sorten wählen und auf gute Bodenbelüftung achten. Bei biologischem Anbau helfen Nützlinge, Pflanzenstärkungsmittel und das Absammeln von Schädlingen. Kranke Pflanzen sollten sofort entfernt werden.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertige Saatkartoffeln für mehligkochende Sorten kaufen?
    Qualitativ hochwertige Saatkartoffeln für mehligkochende Sorten erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die zertifizierte Pflanzkartoffeln führen. Samen.de als etablierter Spezialist für Saatgut und Gartenbedarf bietet ein breites Sortiment an Saatkartoffeln verschiedener mehligkochender Sorten wie Agria, Adretta und Linda. Wichtig ist, dass die Kartoffeln virusfrei und sortenecht sind - erkennbar am Zertifikat. Lokale Gartencenter führen oft regional bewährte Sorten. Kartoffelzüchter und landwirtschaftliche Genossenschaften sind weitere Quellen für Qualitätssaatgut. Online-Shops haben den Vorteil größerer Sortenvielfalt und liefern zur optimalen Pflanzzeit. Achten Sie auf Frische der Ware - die Knollen sollten fest sein und keine Faulstellen haben. Vorgekeimte Saatkartoffeln können den Wachstumsvorsprung erhöhen. Kaufen Sie rechtzeitig vor der Pflanzsaison, da beliebte Sorten schnell ausverkauft sind.
  10. Welche Ausrüstung benötigt man für den erfolgreichen Kartoffelanbau im Hausgarten?
    Für den erfolgreichen Kartoffelanbau benötigen Sie grundlegende Gartengeräte: Eine Grabegabel zum schonenden Ernten, einen Spaten für die Bodenvorbereitung und eine Hacke zum Unkrautjäten und Anhäufeln. Ein Rechen hilft beim Glätten der Beete. Für die Bewässerung sind Gießkanne oder Gartenschlauch nötig. Körbe oder Kisten dienen der Ernte und Lagerung. Ein Maßband erleichtert die richtige Pflanzabstände. Optional sind eine Motorhacke für größere Flächen und ein pH-Messgerät für die Bodenanalyse sinnvoll. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de führen alle notwendigen Werkzeuge und Geräte für den Kartoffelanbau. Mulchmaterial wie Stroh oder Rindenmulch schützt vor Unkraut und Austrocknung. Pflanzerde und organischer Dünger verbessern den Boden. Ein Thermometer hilft bei der Bestimmung des optimalen Pflanzzeitpunkts. Schädlingsschutznetze können vor Kartoffelkäfern schützen.
  11. Wie beeinflusst der Stärkegehalt die Verwendungsmöglichkeiten von Kartoffeln in der Küche?
    Der Stärkegehalt bestimmt maßgeblich die Kocheigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten von Kartoffeln. Mehligkochende Kartoffeln mit hohem Stärkegehalt (15-18%) zerfallen beim Kochen leicht und eignen sich perfekt für Püree, Knödel, Aufläufe und Suppen. Die Stärke quillt auf, bindet Flüssigkeiten und sorgt für cremige, sämige Konsistenz. Sie nehmen Geschmack gut auf und werden innen fluffig, außen knusprig - ideal für Ofenkartoffeln und Pommes. Festkochende Kartoffeln mit niedrigerem Stärkegehalt (8-12%) behalten ihre Form und eignen sich für Salate, Bratkartoffeln und als Beilage. Vorwiegend festkochende Sorten (12-15%) sind Allrounder für verschiedene Zubereitungsarten. Für Gnocchi und Kartoffelteig sind mehligkochende Sorten unerlässlich, da sie sich gut verarbeiten lassen. Der Stärkegehalt beeinflusst auch die Kalorienanzahl - mehligkochende Kartoffeln haben mehr Kalorien, aber auch mehr sättigende Wirkung.
  12. Welchen Einfluss hat die Bodenbeschaffenheit auf die Qualität mehligkochender Kartoffeln?
    Die Bodenbeschaffenheit hat enormen Einfluss auf Qualität und Ertrag mehligkochender Kartoffeln. Lockere, gut durchlässige Böden fördern die Knollenentwicklung und verhindern Fäulnis. Schwere, verdichtete Böden führen zu missgebildeten, kleinen Knollen. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen - zu alkalische Böden fördern Schorf, zu saure hemmen die Nährstoffaufnahme. Humusreiche Böden speichern Feuchtigkeit und Nährstoffe optimal. Sandige Böden erwärmen sich schnell, können aber zu trocken werden. Lehmböden halten Nährstoffe gut, neigen aber zu Staunässe. Eine gute Drainage ist essentiell, da mehligkochende Sorten empfindlich auf Staunässe reagieren. Organische Düngung mit Kompost verbessert Bodenstruktur und Nährstoffversorgung. Die Bodentiefe sollte mindestens 30 cm betragen für optimale Knollenentwicklung. Regelmäßige Bodenanalysen helfen bei der bedarfsgerechten Düngung und pH-Korrektur.
  13. Warum sind mehligkochende Kartoffeln anfälliger für bestimmte Krankheiten als festkochende?
    Mehligkochende Kartoffeln sind aufgrund ihrer physiologischen Eigenschaften anfälliger für bestimmte Krankheiten. Ihr hoher Stärkegehalt und die lockere Zellstruktur bieten Pilzen und Bakterien bessere Angriffsflächen. Die dünneren Zellwände können leichter durchdrungen werden. Mehligkochende Sorten haben oft längere Vegetationsperioden, was die Infektionszeit verlängert. Sie bilden größere Knollen mit mehr Wundflächen beim Ernten. Die höhere Feuchtigkeit in den stärkereichen Knollen begünstigt Fäulnisbakterien. Viele mehligkochende Sorten haben genetisch bedingt weniger Resistenzgene gegen Krankheitserreger. Ihre empfindlichere Schalenstruktur macht sie anfälliger für mechanische Verletzungen, die Eintrittspforten für Erreger darstellen. Besonders Kraut- und Knollenfäule, Rhizoctonia und verschiedene Lagerkrankheiten treten häufiger auf. Daher ist bei mehligkochenden Sorten besondere Sorgfalt bei Anbau, Ernte und Lagerung erforderlich.
  14. Wie wirkt sich die Fruchtfolge auf den Anbau von Kartoffelknollen aus?
    Die Fruchtfolge ist entscheidend für gesunden Kartoffelanbau. Kartoffeln sollten nur alle 4-5 Jahre auf derselben Fläche angebaut werden, da sich sonst bodenbürtige Krankheitserreger und Schädlinge ansammeln. Nematoden, Rhizoctonia-Pilze und andere Kartoffelparasiten überdauern im Boden und befallen neue Pflanzen. Eine weite Fruchtfolge bricht diese Zyklen auf. Ideale Vorfrüchte sind Leguminosen wie Bohnen oder Erbsen, die Stickstoff im Boden anreichern. Getreide lockert den Boden und reduziert Krankheitsdruck. Gründüngungspflanzen wie Senf oder Phacelia verbessern die Bodenstruktur. Nach Kartoffeln eignen sich Kohlgewächse oder Salate als Nachfrüchte. Andere Nachtschattengewächse wie Tomaten oder Paprika sollten nicht in die Fruchtfolge, da sie ähnliche Krankheiten übertragen können. Eine durchdachte Fruchtfolge erhöht Erträge, verbessert Bodengesundheit und reduziert den Pflanzenschutzmittelbedarf erheblich.
  15. Wie pflegt man Kartoffelpflanzen während der Wachstumsphase richtig?
    Die richtige Pflege beginnt mit regelmäßiger Bewässerung - Kartoffeln benötigen gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe. In trockenen Perioden wöchentlich 20-30 Liter pro Quadratmeter gießen. Das Anhäufeln ist zentral: alle 2-3 Wochen Erde an die Pflanzen heranziehen bis zur Blüte. Dies fördert Knollenbildung, unterdrückt Unkraut und verhindert Ergrünen der Knollen. Regelmäßiges Hacken lockert den Boden und bekämpft Unkraut. Mulchen zwischen den Reihen hält Feuchtigkeit und unterdrückt Unkraut. Bei der Düngung ist Vorsicht geboten - übermäßiger Stickstoff fördert Blattwachstum auf Kosten der Knollen. Eine kaliumreiche Düngung etwa 6 Wochen nach dem Auflaufen kann sinnvoll sein. Kontrollieren Sie regelmäßig auf Schädlinge wie Kartoffelkäfer und sammeln Sie diese ab. Bei Anzeichen von Krankheiten betroffene Pflanzen sofort entfernen. Das Kraut nicht beschädigen, da dies Eintrittspforten für Krankheiten schafft.
  16. Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Ernte und Lagerung von mehligkochenden Kartoffeln?
    Der optimale Erntezeitpunkt für mehligkochende Kartoffeln ist 90-120 Tage nach der Pflanzung, wenn das Kraut vollständig abgestorben ist. Warten Sie nach dem Krautabsterben noch 2-3 Wochen - so reifen die Knollen nach, der Stärkegehalt steigt und die Schale wird fester. Ernten Sie nur bei trockenem Wetter und lassen Sie die Kartoffeln nach dem Ausgraben einige Stunden abtrocknen. Für die Lagerung sind mehligkochende Sorten besonders anspruchsvoll: Sie benötigen dunkle, kühle Räume mit 4-8°C und guter Luftzirkulation. Hohe Luftfeuchtigkeit (85-90%) verhindert das Schrumpfen. Lagern Sie sie in luftdurchlässigen Holzkisten oder Netzsäcken, niemals in Plastik. Kontrollieren Sie regelmäßig und entfernen Sie faule Knollen sofort. Bei optimalen Bedingungen halten sich mehligkochende Kartoffeln 6-8 Monate. Erste Qualitätsverluste zeigen sich durch Keimung oder Schrumpfung.
  17. Stimmt es, dass mehligkochende Kartoffeln weniger gesund sind als festkochende?
    Nein, mehligkochende Kartoffeln sind nicht weniger gesund als festkochende Sorten. Der Hauptunterschied liegt im Stärkegehalt, nicht im Nährstoffgehalt. Mehligkochende Kartoffeln haben sogar leichte Vorteile: Ihr höherer Stärkegehalt macht sie sättigender und kann den Blutzuckerspiegel stabiler halten. Sie enthalten dieselben wertvollen Nährstoffe wie Vitamin C, Kalium, Magnesium und B-Vitamine. Die enthaltene resistente Stärke wirkt präbiotisch und fördert die Darmgesundheit. Beim Abnehmen können mehligkochende Kartoffeln durch ihre höhere Sättigung sogar vorteilhafter sein, obwohl sie etwas mehr Kalorien haben. Der gesundheitliche Wert hängt mehr von der Zubereitung ab: Gekochte oder gedämpfte Kartoffeln sind gesünder als frittierte. Beide Kartoffeltypen sind wichtige Grundnahrungsmittel mit hoher Nährstoffdichte. Die Wahl sollte nach persönlichen Vorlieben und Verwendungszweck erfolgen, nicht nach vermeintlichen Gesundheitsaspekten. Abwechslung in der Sortenauswahl ist optimal.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es beim Kartoffelanbau in Deutschland?
    Der Kartoffelanbau in Deutschland zeigt deutliche regionale Unterschiede. Norddeutschland mit seinen sandigen Böden und mildem Klima ist traditionell das Hauptanbaugebiet. Niedersachsen führt mit der größten Anbaufläche, gefolgt von Bayern und Nordrhein-Westfalen. Die sandigen Böden der Lüneburger Heide eignen sich besonders für mehligkochende Sorten. Süddeutschland mit schwereren Böden bevorzugt oft festkochende Sorten. Das Rheinland profitiert vom milden Klima für frühe Sorten. Ostdeutschland hat nach der Wende moderne Anbaumethoden entwickelt. Regional unterscheiden sich auch die bevorzugten Sorten: Linda ist in Bayern sehr beliebt, während im Norden Agria dominiert. Höhenlagen wie der Schwarzwald oder die Alpen haben kürzere Vegetationsperioden und bauen daher frühere Sorten an. Küstenregionen profitieren vom ausgeglichenen Seeklima. Die regionalen Vermarktungsstrukturen fördern oft lokale Traditionssorten. Klimawandel verschiebt zunehmend Anbaugrenzen nach Norden und in höhere Lagen.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Erdäpfeln und Grundbirnen als Bezeichnungen für Kartoffeln?
    Erdäpfel und Grundbirnen sind regionale Bezeichnungen für Kartoffeln, die deren Geschichte und kulturelle Bedeutung widerspiegeln. "Erdäpfel" ist vorwiegend in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz gebräuchlich und bezieht sich auf die "Äpfel der Erde" - eine Übersetzung des französischen "pomme de terre". Diese Bezeichnung entstand, als Kartoffeln im 18. Jahrhundert populär wurden. "Grundbirnen" ist eine ältere, heute seltener verwendete Bezeichnung aus dem norddeutschen Raum, die sich auf die birnenähnliche Form mancher Kartoffelsorten bezieht. Weitere regionale Namen sind "Grumbeeren" (Hessen), "Potacken" (Schlesien) oder "Tüften" (Niedersachsen). Die verschiedenen Namen spiegeln die unterschiedlichen Wege wider, wie die Kartoffel in die Regionen kam und sich dort etablierte. Botanisch korrekt heißt die Kartoffel Solanum tuberosum. Heute wird meist der Begriff "Kartoffeln" verwendet, während die regionalen Bezeichnungen kulturelle Identität bewahren.
  20. Wie unterscheidet sich Solanum tuberosum von anderen Nachtschattengewächsen?
    Solanum tuberosum, die Kartoffel, unterscheidet sich von anderen Nachtschattengewächsen durch ihre unterirdische Knollenbildung. Während Verwandte wie Tomaten, Paprika oder Auberginen oberirdische Früchte bilden, speichert die Kartoffel Stärke in verdickten Sprossachsen unter der Erde. Diese Knollen sind botanisch keine Wurzeln, sondern Sprosse mit "Augen" (Knospen). Im Gegensatz zu giftigen Vertretern wie dem Schwarzen Nachtschatten sind Kartoffelknollen essbar, während grüne Pflanzenteile das giftige Alkaloid Solanin enthalten. Kartoffeln haben charakteristische weiße bis violette Blüten und bilden kleine grüne Beeren, die jedoch nicht verzehrt werden sollten. Die Pflanze ist einjährig im Anbau, obwohl sie mehrjährig wachsen könnte. Typisch für Nachtschattengewächse sind die fünfzähligen Blüten und die Kapselfrüchte. Kartoffeln sind frostempfindlich und benötigen warme Temperaturen. Ihre Knollen unterscheiden sie klar von anderen Familienmitgliedern wie Tabak oder Petunien.
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