Die richtige Pflege von Helmbohnen im Garten

Helmbohnen: Exotische Schönheit im Garten

Helmbohnen sind nicht nur dekorativ, sondern auch vielseitig nutzbar. Diese Kletterpflanzen bereichern jeden Garten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Helmbohnen sind attraktive Kletterpflanzen mit essbaren Hülsen
  • Sie benötigen warme Temperaturen, volle Sonne und nährstoffreichen Boden
  • Regelmäßige Bewässerung und Rankhilfen sind unerlässlich
  • Die Pflanzen können bis zu 3-4 Meter hoch werden
  • Helmbohnen sind relativ pflegeleicht und resistent gegen die meisten Schädlinge

Was sind Helmbohnen?

Helmbohnen, auch als Hyazinthbohnen bekannt, sind interessante Kletterpflanzen, die sowohl als Zierpflanze als auch als Nutzpflanze Verwendung finden. Mit ihren auffälligen Blüten in Violett- oder Weißtönen und den dekorativen Hülsen ziehen sie im Garten die Blicke auf sich.

Botanische Einordnung und Herkunft

Die Helmbohne (Lablab purpureus) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie stammt ursprünglich aus Afrika, hat sich aber mittlerweile in vielen tropischen und subtropischen Regionen verbreitet. In unseren Breiten wird sie hauptsächlich als einjährige Pflanze kultiviert.

Vorteile von Helmbohnen im Garten

Helmbohnen sind vielseitig im Garten einsetzbar. Sie eignen sich als attraktive Sichtschutzpflanze oder zur Begrünung von Pergolen und Zäunen und liefern essbare Hülsen und Samen. Zudem bereichern sie als Bienenweide den Garten und verbessern durch ihre Fähigkeit zur Stickstoffbindung den Boden.

Standortanforderungen

Für ein optimales Wachstum haben Helmbohnen spezifische Ansprüche an ihren Standort. Beachten Sie folgende Punkte:

Lichtverhältnisse

Helmbohnen benötigen viel Sonne. Sie gedeihen am besten an einem vollsonnigen Standort. Ein Platz mit mindestens 6-8 Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist ideal. In Halbschatten wachsen sie zwar auch, blühen aber weniger üppig und bilden weniger Hülsen aus.

Bodenqualität und pH-Wert

Der Boden sollte nährstoffreich, humos und gut durchlässig sein. Helmbohnen bevorzugen einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Schwere, verdichtete Böden sind ungeeignet, da sie zu Staunässe neigen, was die Wurzeln schädigen kann. Vor der Pflanzung empfiehlt es sich, den Boden mit reifem Kompost anzureichern.

Klimatische Bedingungen

Als tropische Pflanzen mögen Helmbohnen Wärme. Sie gedeihen am besten bei Temperaturen zwischen 18°C und 30°C. Frost vertragen sie nicht. In unseren Breiten sollte man mit der Aussaat oder Pflanzung warten, bis keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind - in der Regel ab Mitte Mai.

Aussaat und Pflanzung

Die richtige Aussaat und Pflanzung ist wichtig für gesunde und produktive Helmbohnen. Hier die wichtigsten Schritte:

Zeitpunkt der Aussaat

In unseren Breiten erfolgt die Aussaat im Freiland ab Mitte Mai, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind. Alternativ können Sie die Samen ab April in Töpfen vorziehen und die Jungpflanzen nach den Eisheiligen ins Freie setzen.

Vorbereitung des Bodens

Lockern Sie den Boden gründlich und entfernen Sie Unkraut. Mischen Sie großzügig reifen Kompost unter, um die Bodenstruktur und den Nährstoffgehalt zu verbessern. Helmbohnen reagieren empfindlich auf frischen Dünger, daher sollte dieser mindestens zwei Wochen vor der Aussaat eingearbeitet werden.

Aussaatmethoden

Sie haben zwei Möglichkeiten: Direktsaat ins Freiland oder Vorkultur in Töpfen. Bei der Direktsaat legen Sie die Samen etwa 2-3 cm tief in den Boden. Bei der Vorkultur verwenden Sie am besten Anzuchttöpfe mit einem Durchmesser von etwa 8-10 cm.

Abstände und Tiefe

Setzen Sie die Samen oder Jungpflanzen im Abstand von 30-40 cm. Bei Reihenpflanzung sollte der Abstand zwischen den Reihen etwa 60-80 cm betragen. Die Saattiefe beträgt 2-3 cm. Bedecken Sie die Samen leicht mit Erde und drücken Sie diese sanft an.

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Rankhilfen und Unterstützung

Helmbohnen sind kräftige Kletterer und benötigen eine stabile Unterstützung. Hier einige Tipps:

Bedeutung von Rankhilfen

Rankhilfen sind für Helmbohnen unerlässlich. Sie ermöglichen es den Pflanzen, ihre volle Höhe von bis zu 4 Metern zu erreichen und sorgen für eine gute Luftzirkulation, was Krankheiten vorbeugt. Zudem erleichtern sie die Ernte und machen die Pflanzen zu einem attraktiven Gestaltungselement im Garten.

Arten von Klettergerüsten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Rankhilfen:

  • Stangen oder Bambusstäbe: Klassisch und einfach zu installieren
  • Gitterspaliere: Bieten viel Kletterfläche und sind dekorativ
  • Schnüre oder Netze: Flexibel und leicht anzubringen
  • Natürliche Strukturen: Bäume oder robuste Sträucher können als Kletterhilfe dienen

Installation und Befestigung

Bringen Sie die Rankhilfen am besten schon vor oder direkt nach der Aussaat an, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Achten Sie auf eine stabile Verankerung im Boden, da die Pflanzen bei voller Belaubung recht schwer werden können. Bei Stangen oder Gittern sollten Sie diese mindestens 30-40 cm tief in den Boden einlassen. Schnüre oder Netze müssen oben und unten gut befestigt sein, um dem Gewicht der Pflanzen standzuhalten.

Mit diesen Grundlagen können Sie Ihre Helmbohnen erfolgreich anbauen. Diese interessanten Pflanzen werden Ihren Garten bereichern und Ihnen Freude bereiten.

Bewässerung: Optimale Wasserversorgung für Helmbohnen

Helmbohnen sind durstige Gesellen, die regelmäßige Wassergaben benötigen, um prächtig zu gedeihen. Als ich vor Jahren meine ersten Helmbohnen anbaute, unterschätzte ich ihren Wasserbedarf – ein Fehler, den ich nicht wiederholen möchte!

Wasserbedarf von Helmbohnen

Diese tropischen Schönheiten brauchen konstant feuchten Boden, besonders während der Blüte und Hülsenbildung. Ein ausgetrockneter Boden kann zu Blütenfall und verkümmerten Hülsen führen – das will niemand!

Bewässerungsmethoden

Am besten gießt man Helmbohnen bodennah. Tröpfchenbewässerung ist ideal, aber auch eine Gießkanne tut's. Vermeiden Sie Overhead-Bewässerung, da nasse Blätter Pilzkrankheiten begünstigen können.

Häufigkeit und Menge

In heißen Phasen sollten Sie täglich gießen, sonst reichen 2-3 Mal pro Woche. Pro Pflanze etwa 2-3 Liter Wasser. Mein Tipp: Stecken Sie den Finger in die Erde. Fühlt sie sich in 5 cm Tiefe trocken an? Dann ist es Zeit zum Gießen!

Vermeidung von Staunässe

So sehr Helmbohnen Wasser lieben, Staunässe mögen sie gar nicht. Sorgen Sie für gute Drainage. In meinem Garten habe ich den Boden mit Kompost verbessert und leicht angehügelt – seitdem gedeihen meine Helmbohnen prächtig!

Düngung: Nährstoffe für gesundes Wachstum

Helmbohnen sind keine Hungerkünstler, aber auch keine Nährstofffresser. Eine ausgewogene Düngung fördert gesunde, ertragreiche Pflanzen.

Nährstoffbedarf

Helmbohnen brauchen vor allem Phosphor und Kalium für Blüten- und Hülsenbildung. Stickstoff ist weniger wichtig, da sie diesen selbst aus der Luft fixieren können – clever, nicht wahr?

Organische vs. mineralische Dünger

Ich bevorzuge organische Dünger wie gut verrotteten Kompost oder Hornspäne. Sie geben Nährstoffe langsam ab und verbessern die Bodenstruktur. Mineralische Dünger wirken schneller, können aber bei Überdosierung die Pflanzen schädigen.

Düngeplan und -intervalle

Vor der Aussaat arbeite ich Kompost in den Boden ein. Während der Wachstumsphase dünge ich alle 4-6 Wochen mit einem organischen Flüssigdünger. Nach der Blüte reduziere ich die Düngung, um die Hülsenbildung zu fördern.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Düngung

Überdüngung kann zu üppigem Blattwachstum auf Kosten der Hülsenbildung führen. Also lieber etwas zurückhaltender düngen. Und nie auf trockenen Boden düngen – das kann die Wurzeln schädigen!

Pflegemaßnahmen während der Wachstumsphase

Helmbohnen sind relativ pflegeleicht, aber ein paar Handgriffe während der Saison sorgen für optimales Wachstum und reiche Ernte.

Unkrautbekämpfung

Regelmäßiges Jäten ist wichtig, besonders in der Anfangsphase. Ich nutze eine Hacke, um den Boden gleichzeitig zu lockern. Vorsicht bei den oberflächennahen Wurzeln!

Mulchen

Eine Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt hält den Boden feucht, unterdrückt Unkraut und fördert das Bodenleben. Ein echter Gewinn für jede Helmbohne!

Ausdünnen und Ausgeizen

Bei zu dichtem Stand können Sie schwache Pflanzen entfernen. Das Ausgeizen der Seitentriebe ist bei Helmbohnen in der Regel nicht nötig – sie wachsen von selbst schön in die Höhe.

Windschutz

Helmbohnen können bis zu 4 Meter hoch werden. An windigen Standorten ist ein stabiles Rankgerüst unerlässlich. Ich habe gute Erfahrungen mit einem Bambusgerüst gemacht – es hält Wind und Wetter stand und sieht noch dazu schick aus.

Mit diesen Pflegetipps werden Ihre Helmbohnen zu wahren Prachtexemplaren heranwachsen. Denken Sie daran: Jeder Garten ist anders, also beobachten Sie Ihre Pflanzen genau und passen Sie die Pflege bei Bedarf an. Viel Spaß und Erfolg mit Ihren Helmbohnen!

Schädlinge und Krankheiten bei Helmbohnen

Helmbohnen gelten als relativ robust, können aber von verschiedenen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Als Gärtner sollten wir diese Probleme frühzeitig erkennen und entsprechend handeln.

Häufige Schädlinge bei Helmbohnen

Zu den häufigsten Plagegeistern zählen:

  • Blattläuse: Diese kleinen Sauger können sich rasant vermehren und die Pflanzen schwächen.
  • Spinnmilben: Bei warmem, trockenem Wetter fühlen sie sich besonders wohl und verursachen charakteristische Saugschäden.
  • Bohnenkäfer: Ihre Larven fressen sich durch die Samen und hinterlassen Löcher.

Erkennung und Behandlung von Pflanzenkrankheiten

Helmbohnen können auch von Pilzkrankheiten befallen werden:

  • Echter Mehltau: Zeigt sich als weißer, mehliger Belag auf den Blättern.
  • Rost: Erkennbar an rostfarbenen Pusteln auf der Blattunterseite.
  • Grauschimmel: Tritt besonders bei feuchter Witterung auf und bildet einen grauen Flaum auf Blättern und Hülsen.

Bei ersten Anzeichen sollten befallene Pflanzenteile entfernt und entsorgt werden. In hartnäckigen Fällen können biologische Pflanzenstärkungsmittel zum Einsatz kommen.

Präventive Maßnahmen

Vorbeugen ist oft wirksamer als heilen. Hier ein paar Tipps:

  • Achten Sie auf einen luftigen Standort und ausreichende Pflanzabstände.
  • Gießen Sie morgens, damit die Blätter über den Tag abtrocknen können.
  • Mulchen Sie den Boden, um Feuchtigkeit zu speichern und Pilzsporen fernzuhalten.
  • Setzen Sie auf Mischkultur, um natürliche Feinde der Schädlinge anzulocken.

Biologische und chemische Bekämpfungsmethoden

Im Hobbygartenbereich sollten wir zunächst auf biologische Methoden setzen:

  • Nützlinge wie Marienkäfer oder Florfliegen gegen Blattläuse einsetzen.
  • Neemöl oder Schmierseifenlösung gegen Spinnmilben und andere Sauger anwenden.
  • Knoblauch-Jauche als natürliches Fungizid nutzen.

Erst wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, können im äußersten Fall chemische Mittel in Betracht gezogen werden. Dabei ist es wichtig, die Anwendungshinweise genau zu befolgen und auf bienenfreundliche Präparate zu achten.

Ernte und Nachbehandlung der Helmbohnen

Erkennungsmerkmale der Reife

Die Ernte der Helmbohnen ist eine spannende Zeit im Garten. Aber woran erkennt man, dass die Bohnen reif sind? Hier ein paar Anhaltspunkte:

  • Die Hülsen sollten prall und fest sein, aber noch nicht aufgeplatzt.
  • Bei grünen Sorten färben sich die Hülsen dunkelgrün bis leicht bräunlich.
  • Violette Sorten bekommen einen leichten Lilastich.
  • Die Bohnen in den Hülsen sind gut ausgebildet, aber noch nicht hart.

Ein Tipp aus der Praxis: Lieber etwas zu früh als zu spät ernten. Überreife Bohnen werden schnell faserig und verlieren an Geschmack.

Erntetechniken

Bei der Ernte der Helmbohnen sollten wir behutsam vorgehen:

  • Verwenden Sie eine scharfe Gartenschere oder pflücken Sie die Hülsen vorsichtig ab.
  • Halten Sie die Pflanze mit einer Hand fest, um sie nicht zu beschädigen.
  • Ernten Sie regelmäßig, um die Pflanze zur weiteren Produktion anzuregen.

Ein praktischer Tipp: Die Ernte am Morgen, wenn die Pflanzen noch vom Tau feucht sind, erleichtert das Lösen der Hülsen.

Lagerung und Haltbarkeit

Frisch gepflückte Helmbohnen sind ein Genuss, aber was tun, wenn man mehr geerntet hat, als man direkt verbrauchen kann?

  • Im Kühlschrank halten sich die Bohnen etwa eine Woche.
  • Zum Einfrieren blanchieren Sie die Bohnen kurz und frieren sie portionsweise ein.
  • Trocknen ist eine weitere Möglichkeit zur Konservierung, besonders für reife Samen.

Eine beliebte Methode ist das Einlegen der Bohnen. Die säuerlich eingelegten Helmbohnen sind eine schmackhafte Beilage zu deftigen Gerichten.

Verwendung in der Küche

Helmbohnen bieten vielfältige Möglichkeiten in der Küche:

  • Junge, zarte Hülsen können roh in Salaten verwendet werden.
  • Gedämpft oder kurz angebraten sind sie eine leckere Gemüsebeilage.
  • Die reifen Samen eignen sich hervorragend für Eintöpfe und Suppen.
  • Gekeimte Helmbohnensamen peppen Sandwiches und Wraps auf.

Ein beliebtes Rezept ist ein Helmbohnen-Curry mit Kokosmilch und frischem Koriander - ein Gericht mit exotischem Flair.

Überwinterung von Helmbohnen

Helmbohnen als einjährige Pflanze

In unseren Breiten werden Helmbohnen meist als einjährige Pflanzen kultiviert. Das bedeutet, sie vollenden ihren Lebenszyklus innerhalb einer Vegetationsperiode. Trotzdem gibt es ein paar Möglichkeiten, wie wir die Pflanzen oder zumindest ihr Erbgut über den Winter bringen können.

Möglichkeiten der Überwinterung in milden Klimazonen

In Regionen mit milden Wintern können wir die Überwinterung versuchen:

  • Schneiden Sie die Pflanzen nach der Ernte bodennah zurück.
  • Häufeln Sie Erde oder Mulch um den Wurzelstock.
  • Decken Sie die Pflanze mit Vlies oder Reisig ab.
  • An geschützten Standorten, z.B. an einer Hauswand, steigen die Überlebenschancen.

Die Überwinterung im Freiland gelingt meist nur in besonders milden Jahren. Es bleibt spannend zu beobachten, ob die Pflanzen im Frühjahr wieder austreiben.

Vorbereitung auf die nächste Saison

Auch wenn die Überwinterung nicht klappt, können wir uns auf die nächste Saison vorbereiten:

  • Sammeln und trocknen Sie reife Samen für die Aussaat im Folgejahr.
  • Lagern Sie die Samen trocken und kühl in beschrifteten Papiertüten.
  • Notieren Sie sich Erfahrungen und Beobachtungen für die nächste Anbauperiode.

Ein Gartenbuch, in dem jährlich festgehalten wird, welche Sorten besonders gut oder schlecht gelaufen sind, hilft bei der kontinuierlichen Verbesserung der Anbauplanung.

Mit diesen Informationen zur Schädlingsbekämpfung, Ernte und Überwinterung können Sie Ihre Helmbohnen erfolgreich durch die Saison bringen. Beobachten Sie Ihren Garten aufmerksam und Sie werden schnell zum erfahrenen Helmbohnen-Gärtner!

Besonderheiten der Helmbohnenpflege

Symbiose mit Knöllchenbakterien

Helmbohnen haben eine bemerkenswerte Eigenschaft: Sie gehen eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein. Diese winzigen Helfer siedeln sich an den Wurzeln der Pflanze an und fixieren Stickstoff aus der Luft. Dies wirkt wie ein natürlicher Dünger direkt an der Wurzel! Dadurch können Helmbohnen auch in nährstoffärmeren Böden gut gedeihen. Es ist erstaunlich, wie solch kleine Lebewesen einen so großen Einfluss haben können.

Companion Planting - günstige Nachbarpflanzen

Beim Anbau von Helmbohnen ist es sinnvoll, über gute Nachbarschaften nachzudenken. Mais ist ein hervorragender Partner, da er den Bohnen als natürliche Rankhilfe dient. Gurken profitieren von der Stickstoffanreicherung im Boden. Vorsicht ist dagegen bei Zwiebeln und Knoblauch geboten - die vertragen sich nicht gut mit Helmbohnen. Es ähnelt einer Wohngemeinschaft: Manche harmonieren gut, andere gehen sich lieber aus dem Weg.

Verwendung als Gründünger

Helmbohnen sind nicht nur attraktiv und schmackhaft. Sie eignen sich auch als Gründünger. Nach der Ernte werden die Pflanzenreste einfach untergehackt. Der gebundene Stickstoff kommt so dem Boden und den nachfolgenden Kulturen zugute. Dies fördert die Nachhaltigkeit im Garten.

Häufige Fehler bei der Pflege von Helmbohnen

Überblick über typische Pflegefehler

Auch erfahrene Gärtner machen gelegentlich Fehler. Hier einige häufige Beispiele:

  • Zu frühe Aussaat: Helmbohnen sind wärmeliebend. Eine zu frühe Aussaat kann zu Frostschäden führen.
  • Mangelnde Rankhilfe: Ohne Unterstützung wachsen die Pflanzen ungeordnet.
  • Übermäßiges Gießen: Staunässe vertragen Helmbohnen nicht gut. Dies kann Wurzelfäule verursachen.
  • Zu späte Ernte: Überreife Hülsen werden hart und faserig.

Lösungsansätze und Vermeidungsstrategien

Für jeden Fehler gibt es eine Lösung:

  • Aussaat erst ab Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind.
  • Stabile Rankhilfen frühzeitig aufstellen. Bambusstangen oder ein Drahtgeflecht sind geeignet.
  • Seltener, aber gründlich gießen. Der Boden sollte zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen.
  • Regelmäßig ernten, solange die Hülsen noch jung und zart sind.

Mit diesen Hinweisen gelingt auch Anfängern die Helmbohnenzucht!

Ein grünes Finale: Helmbohnen als Bereicherung für jeden Garten

Helmbohnen sind vielseitige Pflanzen im Garten. Sie beeindrucken mit farbenfrohen Blüten, liefern schmackhafte Hülsenfrüchte und verbessern nebenbei den Boden. Bei richtiger Pflege gedeihen sie gut und belohnen mit einer ergiebigen Ernte.

Besonders wichtig sind ein sonniger Standort und eine stabile Rankhilfe. Regelmäßiges, aber maßvolles Gießen und Aufmerksamkeit für mögliche Schädlinge vervollständigen die Pflege. Wer die typischen Fehler vermeidet, wird rasch zum Helmbohnen-Experten.

Gönnen Sie Ihrem Garten diese vielseitige Pflanze. Helmbohnen sind nicht nur ein Genuss für Gaumen und Auge, sondern auch eine Freude für Hobbygärtner. Probieren Sie es aus und entdecken Sie die interessante Welt der Helmbohnen!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was sind Helmbohnen und wie unterscheiden sie sich von anderen Bohnensorten?
    Helmbohnen (Lablab purpureus), auch als Hyazinthbohnen bekannt, sind exotische Kletterpflanzen aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie stammen ursprünglich aus Afrika und werden in unseren Breiten hauptsächlich als einjährige Pflanzen kultiviert. Das Besondere an Helmbohnen ist ihre Doppelnutzung: Sie dienen sowohl als attraktive Zierpflanze mit auffälligen violetten oder weißen Blüten als auch als Nutzpflanze mit essbaren Hülsen und Samen. Im Gegensatz zu klassischen Gartenbohnen können Helmbohnen bis zu 4 Meter hoch werden und benötigen stabile Rankhilfen. Sie unterscheiden sich durch ihre tropische Herkunft, die ihnen eine besondere Wärmeliebigkeit verleiht. Ein weiterer Unterschied liegt in ihrer Fähigkeit zur Symbiose mit Knöllchenbakterien, wodurch sie Stickstoff aus der Luft binden und den Boden verbessern können. Diese Eigenschaften machen Helmbohnen zu einer besonderen Alternative zu herkömmlichen Bohnensorten.
  2. Welche Standortanforderungen haben Helmbohnen für optimales Wachstum?
    Helmbohnen haben als tropische Pflanzen spezifische Standortanforderungen für optimales Wachstum. Sie benötigen einen vollsonnigen Standort mit mindestens 6-8 Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich. Der Boden sollte nährstoffreich, humos und gut durchlässig sein, mit einem leicht sauren bis neutralen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Schwere, verdichtete Böden sind ungeeignet, da sie zu Staunässe neigen und die Wurzeln schädigen können. Die Bodenstruktur lässt sich durch die Einarbeitung von reifem Kompost vor der Pflanzung verbessern. Klimatisch bevorzugen Helmbohnen Wärme und gedeihen am besten bei Temperaturen zwischen 18°C und 30°C. Frost vertragen sie nicht, weshalb in Deutschland erst ab Mitte Mai nach den Eisheiligen gepflanzt werden sollte. Ein luftiger Standort ist wichtig, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. An windexponierten Stellen sollten stabile Rankhilfen installiert werden, da die Pflanzen bis zu 4 Meter hoch werden können.
  3. Wie erfolgt die richtige Aussaat und Pflanzung von Helmbohnen?
    Die richtige Aussaat von Helmbohnen erfolgt in Deutschland ab Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Alternativ kann ab April eine Vorkultur in Töpfen mit 8-10 cm Durchmesser erfolgen, wobei die Jungpflanzen nach den Eisheiligen ins Freie gesetzt werden. Der Boden sollte vorab gründlich gelockert und von Unkraut befreit werden. Reifer Kompost wird großzügig eingearbeitet, wobei frischer Dünger mindestens zwei Wochen vor der Aussaat eingearbeitet werden muss. Bei der Direktsaat werden die Samen 2-3 cm tief in die Erde gelegt, bei Vorkultur in entsprechende Anzuchttöpfe. Der Pflanzabstand beträgt 30-40 cm zwischen den einzelnen Pflanzen, bei Reihenpflanzung 60-80 cm zwischen den Reihen. Die Samen werden leicht mit Erde bedeckt und sanft angedrückt. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten hochwertiges Saatgut und entsprechende Anzuchttöpfe für eine erfolgreiche Aussaat.
  4. Warum gehen Helmbohnen eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein?
    Helmbohnen gehen eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein, um Stickstoff aus der Luft zu fixieren - eine bemerkenswerte biologische Eigenschaft. Diese winzigen Bakterien siedeln sich in speziellen Knöllchen an den Wurzeln an und wandeln atmosphärischen Stickstoff in pflanzenverfügbare Form um. Für die Pflanze ist dies wie ein natürlicher Dünger direkt an der Wurzel, der kontinuierlich Nährstoffe liefert. Die Bakterien erhalten im Gegenzug Kohlenhydrate und andere Nährstoffe von der Pflanze - eine Win-Win-Situation. Diese Symbiose ermöglicht es Helmbohnen, auch in nährstoffärmeren Böden gut zu gedeihen und macht sie weniger abhängig von Stickstoffdüngung. Nach dem Absterben der Pflanze bleibt der fixierte Stickstoff im Boden zurück und kommt nachfolgenden Kulturen zugute. Diese natürliche Stickstoffanreicherung macht Helmbohnen zu wertvollen Pflanzen für die Bodenfruchtbarkeit und erklärt ihre Verwendung als Gründünger in nachhaltigen Anbausystemen.
  5. Können Helmbohnen gleichzeitig als Zier- und Nutzpflanze verwendet werden?
    Ja, Helmbohnen sind perfekte Doppelnutzer, die gleichzeitig als attraktive Zier- und praktische Nutzpflanze fungieren. Als Zierpflanze beeindrucken sie mit ihren auffälligen Blüten in Violett- oder Weißtönen, die einen schönen Kontrast zu den herzförmigen Blättern bilden. Die dekorativen Hülsen setzen zusätzliche farbliche Akzente im Garten. Aufgrund ihrer Klettereigenschaften eignen sie sich hervorragend als lebender Sichtschutz oder zur Begrünung von Pergolen, Zäunen und anderen Gartenstrukturen. Gleichzeitig bieten sie praktischen Nutzen: Die jungen, zarten Hülsen sind essbar und schmecken roh in Salaten oder gedämpft als Gemüsebeilage. Die reifen Samen eignen sich für Eintöpfe und Suppen. Als Bienenweide unterstützen sie zudem die Bestäuberinsekten im Garten. Diese Vielseitigkeit macht Helmbohnen besonders wertvoll für kleinere Gärten, wo jede Pflanze mehrere Funktionen erfüllen sollte. Sie vereinen Ästhetik, Nutzen und Ökologie in einer einzigen Pflanze.
  6. Wie unterscheiden sich Helmbohnen von Stangenbohnen und Buschbohnen?
    Helmbohnen unterscheiden sich in mehreren wichtigen Aspekten von Stangen- und Buschbohnen. Während Buschbohnen niedrigwüchsig bleiben und keine Rankhilfe benötigen, sind Helmbohnen wie Stangenbohnen kletternde Pflanzen, werden aber mit bis zu 4 Metern deutlich höher. Botanisch gehören Stangen- und Buschbohnen zur Art Phaseolus vulgaris, Helmbohnen hingegen zu Lablab purpureus - eine komplett andere Gattung. Optisch unterscheiden sich Helmbohnen durch ihre auffälligen violetten oder weißen Blüten, während Stangen- und Buschbohnen meist unscheinbarere weiße oder rosa Blüten haben. Die Hülsen von Helmbohnen sind oft violett gefärbt und haben eine andere Form. Geschmacklich bieten Helmbohnen ein exotischeres Aroma. Ein wichtiger Unterschied liegt auch im Anbau: Helmbohnen sind wärmeliebender und werden erst ab Mitte Mai gepflanzt, während Stangenbohnen bereits früher ins Freiland können. Helmbohnen haben zusätzlich einen höheren Zierwert und werden oft als Doppelnutzer für Dekoration und Ernte verwendet.
  7. Worin liegt der Unterschied zwischen Helmbohnen und Feuerbohnen?
    Helmbohnen und Feuerbohnen werden oft verwechselt, sind aber botanisch unterschiedliche Arten mit verschiedenen Eigenschaften. Helmbohnen (Lablab purpureus) stammen aus Afrika und haben charakteristische violette oder weiße Blüten sowie oft violett gefärbte Hülsen. Feuerbohnen (Phaseolus coccineus) stammen aus Mittelamerika und zeichnen sich durch leuchtend rote Blüten aus, die ihnen auch den Namen geben. Beide sind Kletterpflanzen, aber Helmbohnen können mit bis zu 4 Metern höher werden als Feuerbohnen. Klimatisch sind Helmbohnen wärmeliebender und weniger frostresistent. Feuerbohnen vertragen kühlere Temperaturen besser und können in Deutschland oft mehrjährig kultiviert werden, während Helmbohnen meist einjährig angebaut werden. Die Hülsen unterscheiden sich in Form und Farbe: Helmbohnen haben oft flachere, violett getönte Hülsen, Feuerbohnen längere, grüne Hülsen mit oft gefleckten Samen. Geschmacklich bieten beide essbare Hülsen und Samen, aber mit unterschiedlichen Aromen. Beide eignen sich als Zier- und Nutzpflanzen.
  8. Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Ernte von Helmbohnen?
    Der richtige Erntezeitpunkt für Helmbohnen hängt vom gewünschten Verwendungszweck ab. Für den Verzehr der zarten Hülsen sollte die Ernte erfolgen, wenn sie prall und fest sind, aber noch nicht aufgeplatzt. Bei grünen Sorten färben sie sich dunkelgrün bis leicht bräunlich, violette Sorten bekommen einen intensiveren Lilastich. Die Bohnen in den Hülsen sollten gut ausgebildet, aber noch nicht hart sein. Ein wichtiger Grundsatz: Lieber etwas zu früh als zu spät ernten, da überreife Bohnen schnell faserig werden und an Geschmack verlieren. Für die Samenernte lässt man die Hülsen länger an der Pflanze, bis sie beginnen zu trocknen. Die beste Erntezeit ist morgens, wenn die Pflanzen noch vom Tau feucht sind - das erleichtert das Lösen der Hülsen. Regelmäßiges Ernten alle 2-3 Tage regt die Pflanze zur weiteren Produktion an. Verwenden Sie eine scharfe Gartenschere oder pflücken Sie vorsichtig ab, um die Pflanze nicht zu beschädigen.
  9. Wo kann man qualitatives Helmbohnen-Saatgut kaufen?
    Qualitatives Helmbohnen-Saatgut erhalten Sie bei verschiedenen Anbietern, wobei spezialisierte Gartenfachhändler die beste Beratung und höchste Qualität bieten. Samen.de gehört zu den etablierten Online-Gartenshops, die ein breites Sortiment an Helmbohnen-Saatgut führen und durch fundiertes Fachwissen überzeugen. Beim Kauf sollten Sie auf mehrere Qualitätskriterien achten: Das Saatgut sollte aus kontrolliertem Anbau stammen, eine hohe Keimfähigkeit aufweisen und sortenrein sein. Achten Sie auf das Erntejahr - frisches Saatgut keimt besser. Seriöse Anbieter geben Informationen zu Keimrate, Sortenmerkmalen und Anbauhinweisen an. Bio-Saatgut ist besonders empfehlenswert, da es frei von Pestizid-Rückständen ist. Vermeiden Sie Saatgut unbekannter Herkunft oder extrem günstige Angebote, da hier oft die Qualität leidet. Lokale Gartencenter können ebenfalls gute Quellen sein, bieten aber meist eine begrenztere Sortenauswahl. Erfahrene Gärtner tauschen auch untereinander Saatgut aus - eine nachhaltige und kostengünstige Alternative.
  10. Welches Gartenzubehör benötigt man für den erfolgreichen Helmbohnen-Anbau?
    Für den erfolgreichen Helmbohnen-Anbau benötigen Sie spezifisches Gartenzubehör, das den besonderen Anforderungen dieser Kletterpflanzen gerecht wird. Rankhilfen sind unverzichtbar: Bambusstangen, Metallgitter oder Schnüre müssen bis zu 4 Meter hoch und stabil verankert sein. Zur Bodenbearbeitung eignen sich ein Spaten zum Lockern und eine Hacke für die Unkrautbekämpfung. Anzuchttöpfe mit 8-10 cm Durchmesser sind bei Vorkultur nötig. Für die Pflege benötigen Sie eine scharfe Gartenschere für die Ernte und eventuelle Schnittmaßnahmen. Ein Bewässerungssystem wie Tröpfchenbewässerung oder zumindest eine Gießkanne mit langem Ausguss erleichtert die bodennahe Wasserversorgung. Mulchmaterial wie Stroh oder Grasschnitt hält den Boden feucht und unterdrückt Unkraut. Kompost oder organischer Dünger verbessert die Bodenqualität. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten komplette Starter-Sets und können bei der Auswahl des richtigen Zubehörs beraten, um von Anfang an optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen.
  11. Welche Rolle spielen Helmbohnen in der Mischkultur und beim Companion Planting?
    Helmbohnen spielen eine wichtige Rolle in der Mischkultur und beim Companion Planting durch ihre besonderen Eigenschaften. Als Stickstoff-fixierende Pflanzen bereichern sie den Boden mit diesem wichtigen Nährstoff und kommen nachfolgenden oder benachbarten Kulturen zugute. Mais ist der ideale Partner für Helmbohnen - er dient als natürliche Rankhilfe, während die Bohnen den Boden mit Stickstoff versorgen. Diese klassische Kombination stammt aus traditionellen Anbausystemen. Gurken profitieren von der Stickstoffanreicherung und können am Fuß der Bohnenranken kultiviert werden. Kräuter wie Bohnenkraut können Schädlinge abwehren und das Aroma der Bohnen verbessern. Zu vermeiden sind hingegen Zwiebeln und Knoblauch, da diese das Wachstum der Helmbohnen hemmen können. Die hohen Rankpflanzen bieten auch kleinen, schattenliebenden Kulturen wie Salat oder Radieschen Schutz vor intensiver Mittagssonne. Durch ihre lange Vegetationsperiode und die Fähigkeit zur Bodenverbesserung sind Helmbohnen wertvolle Partner in nachhaltigen Gartensystemen.
  12. Wie kann man Helmbohnen als Gründünger einsetzen?
    Helmbohnen eignen sich hervorragend als Gründünger aufgrund ihrer Fähigkeit zur Stickstoffbindung und Bodenverbesserung. Als Leguminosen gehen sie eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein und fixieren Luftstickstoff, der im Boden gespeichert wird. Nach der Ernte werden die oberirdischen Pflanzenteile abgeschnitten und untergegraben oder kompostiert. Die Wurzeln mit den stickstoffreichen Knöllchen bleiben im Boden und zersetzen sich dort. Alternativ können die ganzen Pflanzen nach der Haupternte untergepflügt werden. Der Zeitpunkt ist wichtig: Vor der Samenbildung ist der Stickstoffgehalt am höchsten. Die organische Masse verbessert die Bodenstruktur, erhöht die Wasserspeicherkapazität und fördert das Bodenleben. Besonders auf ausgelaugten oder sandigen Böden zeigen Helmbohnen als Gründünger große Wirkung. In Fruchtfolgen können sie zwischen Starkzehrern wie Kohl oder Tomaten eingesetzt werden. Der eingearbeitete Stickstoff steht den nachfolgenden Kulturen zur Verfügung und reduziert den Bedarf an mineralischen Düngern erheblich.
  13. Welche Bedeutung hat die Stickstoffbindung bei Helmbohnen für den Gartenboden?
    Die Stickstoffbindung bei Helmbohnen hat eine fundamentale Bedeutung für die Bodenfruchtbarkeit und nachhaltige Gartenpraxis. Durch die Symbiose mit Knöllchenbakterien können Helmbohnen bis zu 200-300 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr aus der Atmosphäre fixieren - das entspricht einer erheblichen Düngermenge. Dieser biologisch fixierte Stickstoff wird langsam und kontinuierlich freigesetzt, was eine gleichmäßige Nährstoffversorgung gewährleistet und Auswaschungsverluste minimiert. Für den Gartenboden bedeutet dies eine nachhaltige Anreicherung mit dem wichtigsten Pflanzennährstoff. Nach dem Absterben der Pflanzen bleibt der Stickstoff im Humus gebunden und steht nachfolgenden Kulturen zur Verfügung. Dies reduziert den Bedarf an mineralischen Stickstoffdüngern erheblich und schont sowohl Umwelt als auch Geldbeutel. Die biologische Stickstoffbindung fördert zudem das Bodenleben und verbessert die gesamte Bodenstruktur. In Fruchtfolgen können stickstoffhungrige Kulturen wie Kohl oder Blattgemüse direkt nach Helmbohnen angebaut werden und profitieren von der natürlichen Bodendüngung.
  14. Wie wirken sich die tropischen Eigenschaften von Helmbohnen auf den Anbau in gemäßigten Klimazonen aus?
    Die tropischen Eigenschaften von Helmbohnen beeinflussen den Anbau in gemäßigten Klimazonen erheblich und erfordern angepasste Kultivierungsstrategien. Als wärmeliebende Pflanzen benötigen sie konstant hohe Temperaturen zwischen 18°C und 30°C und reagieren extrem empfindlich auf Frost. In Deutschland bedeutet dies eine verkürzte Anbauperiode von Mai bis Oktober, wobei die Aussaat erst nach den Eisheiligen erfolgen kann. Die Vegetationszeit ist dadurch begrenzt, was sich auf Ertrag und Samenreife auswirken kann. Kühle Nächte unter 15°C können das Wachstum stark verlangsamen oder sogar zum Stillstand bringen. Für optimale Ergebnisse sollten geschützte, warme Standorte wie Südseiten von Gebäuden oder Gewächshäuser gewählt werden. Die Vorkultur in Töpfen ermöglicht einen früheren Start und verlängert die Anbauzeit. In ungünstigen Jahren kann die Samenreife ausbleiben, weshalb der Kauf von professionellem Saatgut notwendig wird. Trotz dieser Herausforderungen lohnt sich der Anbau durch die besonderen Eigenschaften als Zier- und Nutzpflanze.
  15. Wie baut man ein stabiles Rankgerüst für Helmbohnen auf?
    Ein stabiles Rankgerüst für Helmbohnen ist essentiell, da die Pflanzen bis zu 4 Meter hoch werden und bei voller Belaubung erhebliches Gewicht entwickeln. Die Installation sollte bereits vor oder direkt nach der Aussaat erfolgen, um Wurzelschäden zu vermeiden. Bambusstangen oder Metallpfosten müssen mindestens 30-40 cm tief in den Boden eingelassen werden. Bei der klassischen Stangenmethode werden 3-4 Stangen pyramidenförmig zusammengebunden. Gitterspaliere bieten mehr Kletterfläche und besseren Halt - sie sollten zwischen stabilen Pfosten gespannt werden. Schnüre oder Netze sind flexibel und kostengünstig, müssen aber oben und unten fest verankert sein. Die Materialwahl ist wichtig: Bambus ist natürlich und preiswert, Metall langlebiger. Bei windexponierten Standorten sind zusätzliche Verstrebungen nötig. Das Gerüst sollte bereits zu Saisonbeginn die volle Höhe haben, da nachträgliche Erhöhungen die Pflanzen stören. Professionelle Rankgitter und Zubehör für stabile Konstruktionen finden Sie bei spezialisierten Gartenhändlern, die auch bei der Planung beraten können.
  16. Welche Bewässerungstechniken eignen sich am besten für Helmbohnen?
    Für Helmbohnen eignen sich verschiedene Bewässerungstechniken, wobei bodennahe Methoden am effektivsten sind. Tröpfchenbewässerung ist ideal, da sie das Wasser direkt an die Wurzeln bringt und Blätter trocken hält, was Pilzkrankheiten vorbeugt. Diese Systeme sind wassersparend und ermöglichen eine gleichmäßige Feuchtigkeit. Alternativ funktioniert das Gießen mit einer Gießkanne mit langem Ausguss gut - dabei sollte bodennah und langsam gegossen werden, damit das Wasser gut eindringt. Überkopf-Bewässerung ist zu vermeiden, da nasse Blätter Krankheiten fördern können. Der Wasserbedarf ist hoch: In heißen Phasen täglich 2-3 Liter pro Pflanze, sonst 2-3 Mal wöchentlich. Der Boden sollte konstant feucht, aber nicht nass sein. Ein einfacher Test: Finger 5 cm tief in die Erde stecken - fühlt sie sich trocken an, ist Bewässerung nötig. Mulchen hilft, die Feuchtigkeit zu halten und Verdunstung zu reduzieren. Morgens zu gießen ist optimal, da die Pflanzen dann den ganzen Tag über Wasser verfügen.
  17. Stimmt es, dass Helmbohnen keine Düngung benötigen?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Obwohl Helmbohnen durch die Symbiose mit Knöllchenbakterien ihren Stickstoffbedarf teilweise selbst decken können, benötigen sie durchaus Düngung für optimales Wachstum. Besonders Phosphor und Kalium sind wichtig für Blüten- und Hülsenbildung und müssen von außen zugeführt werden. Vor der Aussaat sollte der Boden mit gut verrottetem Kompost angereichert werden, um die Grundversorgung sicherzustellen. Während der Wachstumsphase ist alle 4-6 Wochen eine Düngung mit organischem Flüssigdünger empfehlenswert. Allerdings sollte die Stickstoffdüngung zurückhaltend erfolgen, da Überdüngung zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Hülsenbildung führen kann. Hornspäne oder anderer organischer Langzeitdünger sind ideal, da sie Nährstoffe langsam freisetzen. Auf sandigen oder ausgelaugten Böden ist eine Düngung besonders wichtig. Die Stickstoffbindung setzt erst nach einigen Wochen ein, wenn sich die Bakterien-Symbiose etabliert hat. Eine ausgewogene Ernährung fördert gesunde, ertragreiche Pflanzen und sollte nicht vernachlässigt werden.
  18. In welchen Regionen Deutschlands gedeihen Helmbohnen am besten?
    Helmbohnen gedeihen in Deutschland am besten in warmen, geschützten Regionen mit mildem Klima und langen Vegetationsperioden. Besonders günstig sind die Weinbaugebiete wie das Rheintal, die Pfalz, Baden-Württemberg und das Rheinland, da hier die Temperaturen konstant höher sind und früher ansteigende Frühjahrstemperaturen eine längere Anbauzeit ermöglichen. Auch küstennahe Gebiete mit ausgeglichenem Seeklima können geeignet sein, sofern ausreichend Wärmesummen erreicht werden. Ungünstig sind höhere Lagen ab 500 Meter, da dort die Temperaturen zu niedrig und die frostfreie Zeit zu kurz ist. In kälteren Regionen wie Bayern, Ostdeutschland oder Gebirgslagen ist der Anbau zwar möglich, aber schwieriger und ertragsärmer. Hier sollten besonders geschützte Mikroklimate wie Südseiten von Gebäuden, Gewächshäuser oder warme Innenhöfe gewählt werden. Generell lässt sich sagen: Je wärmer und sonniger die Region, desto besser gedeihen Helmbohnen. Die Vorkultur in Töpfen kann in allen Regionen die Anbauzeit verlängern und die Erfolgschancen erhöhen.
  19. Wie lassen sich Hyazinthbohnen von anderen Hülsenfrüchtlern unterscheiden?
    Hyazinthbohnen (ein anderer Name für Helmbohnen) lassen sich durch mehrere charakteristische Merkmale von anderen Hülsenfrüchtlern unterscheiden. Das auffälligste Erkennungsmerkmal sind die großen, duftenden Blüten in intensiven Violett- oder Weißtönen, die in dichten Trauben an langen Stielen stehen - deutlich attraktiver als die meist unscheinbaren Blüten anderer Bohnenarten. Die Blätter sind herzförmig bis dreilappig und haben eine typische dunkelgrüne Färbung mit markanter Aderung. Die Hülsen sind oft violett oder purpurn gefärbt, platt und haben eine charakteristische gebogene Form. Sie werden deutlich größer als normale Gartenbohnen-Hülsen. Die Samen sind groß, oft gefleckt oder marmoriert und haben eine typische nierenförmige Gestalt. Als Kletterpflanzen erreichen Hyazinthbohnen mit bis zu 4 Metern extreme Wuchshöhen. Botanisch gehören sie zu Lablab purpureus und nicht zu Phaseolus wie die meisten anderen Gartenbohnen. Die tropische Herkunft zeigt sich in der ausgesprochenen Wärmeliebigkeit und Frostempfindlichkeit. Diese Kombination macht sie unverwechselbar.
  20. Was unterscheidet Lablab purpureus von anderen Rankpflanzen im Gemüsegarten?
    Lablab purpureus (Helmbohne) unterscheidet sich in mehreren wichtigen Aspekten von anderen Rankpflanzen im Gemüsegarten. Einzigartig ist die Kombination aus hohem Zierwert und praktischem Nutzen - während die meisten Gemüse-Rankpflanzen primär auf Ertrag gezüchtet sind, bietet Lablab purpureus spektakuläre violette oder weiße Blütenstände, die jeden Garten verschönern. Die extreme Wuchshöhe von bis zu 4 Metern übertrifft die meisten anderen Gemüse-Kletterpflanzen deutlich. Botanisch gehört sie zu den wenigen einjährigen tropischen Leguminosen im deutschen Gemüsegarten. Die Fähigkeit zur Stickstoffbindung durch Knöllchenbakterien teilt sie zwar mit anderen Hülsenfrüchtlern, aber die Kombination mit der hohen Biomasseproduktion macht sie zu einem besonders wertvollen Gründünger. Geschmacklich bieten die Hülsen ein exotisches, leicht süßliches Aroma, das sich von heimischen Bohnen unterscheidet. Die ausgeprägte Wärmeliebigkeit und späte Pflanzzeit ab Mai grenzt sie von kälteresistenten Rankern wie Erbsen ab. Diese Eigenschaften machen Lablab purpureus zu einer besonderen Bereicherung für experimentierfreudige Gemüsegärtner.
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