Gurken

Die Gurke gehört zu den Kürbisgewächsen und ist nahe mit Kürbissen, Zucchini und Melonen verwandt. Die ursprüngliche Wildform - Cucumis sativus var. hardwickii - bildet eiförmige, sehr bittere Früchte mit etwa 6 cm Länge. Vor etwa 3500 Jahren wurde in Indien mit der Kultivierung dieser Wildgurke begonnen. Als Kulturpflanze wurde die Gurke schnell weiterverbreitet. Möglicherweise kannten sie bereits die alten Ägypter. Sicher ist, dass die Gurke schon 200 v. Chr. Im Mittelmeergebiet angebaut wurde. Sie soll das Lieblingsgemüse des römischen Kaisers Tiberius gewesen sein.
Heute gibt es mehr als 2000 verschiedene Gurkensorten weltweit. Die Früchte sind kugeligen, eiförmigen oder länglich und zwischen 4 und 50 cm lang. Ihre Schale ist hell- bis dunkelgrün, gelb, weiß, orange oder hellbraun, glatt, gerieft, bestachelt, mit Warzen versehen oder mit einer feinen Netzstruktur überzogen. Gurkensorten mit heller, dünner Schale sind leichter bekömmlich als Sorten mit dunkler, dicker Schale.

Gurken – Sortenauswahl, Aussaat, Pflanzung und Pflege

Gurken im Garten

Gurken benötigen einen warmen, humosen Boden mit einer guten Struktur und einem guten Wasserhaltevermögen. Der Standort muss warm, sonnig und windgeschützt sein.

Einlegegurken und Schälgurken werden direkt ins Beet gepflanzt und wachsen auf dem Boden entlang. Salatgurken können Sie im Beet oder in Kübeln kultivieren und an Schnüren, Zäunen oder Rankgittern nach oben wachsen lassen. Ihre Früchte entwickeln sich besser, wenn sie von der Pflanze herabhängen. Kleinfrüchtige Snackgurken eignen sich sogar für die Kultur in Ampeln. Sie können also auch im Balkongarten oder auf der Terrasse frische Gurken ernten.

Wichtig für alle Gurken ist eine gleichmäßige Bewässerung. Bei wechselndem Wasserangebot und Trockenheit werden Blüten und junge Früchte abgeworfen. Die Ernte fällt dann mager aus. Wassermangel kann außerdem zur Bildung von Bitterstoffen in den Früchten führen, wenn Sie keine genetisch bitterfreien Sorten anbauen. Dann ist ihre Ernte ungenießbar.

Gurkenvielfalt

Die verschiedenen Gurkensorten eignen sich unterschiedlich gut für die verschiedenen Zubereitungsarten.

  • Einlegegurken sind besonders klein und werden oft bereits als junge Früchte geerntet, bevor sie voll ausgewachsen sind und Kerne bilden. Landgurken haben eine feste Schale und eignen sich zum Schmoren, Füllen und Einlegen. Werden sie geschält, können sie auch für Rohkostsalate verwendet werden.
  • Schälgurken haben einen großen Durchmesser und besonders viel Fleisch unter einer dünnen Schale. Sie werden geerntet, wenn sie ausgewachsen sind. Dann sind ihre Kerne voll ausgebildet und die Schale färbt sich gelb. Sie werden zum Beispiel für die Zubereitung von Senfgurken verwendet.
  • Salatgurken werden meist frisch gegessen, können aber auch zum Kochen und Schmoren dienen. Sie haben eine festere Schale und lassen sich mehrere Tage lagern.
  • Schlanke, lange Gurken mit 30 bis 50 cm langen Früchten werden als Schlangengurken bezeichnet. Sorten mit einer Fruchtlänge von 20 bis 30 cm sind Midi-Gurken. Mini- oder Snack-Gurken haben nur etwa 10 bis 15 cm langen Früchten.
  • Apfelgurken und Zitronengurken sind kugelförmig und haben etwa 8 bis 10 cm Durchmesser. Abhängig von der Sorte ist ihre Schale grün, gelb oder weiß. Manche sind süß und fruchtig im Geschmack. Sie eignen sich für Rohkostsalate und als Snack.

Resistenzen und Toleranzen

Gurken können von Pilzen und Viren befallen, die sie schwächen, ihren Ertrag und die Fruchtqualität verringern oder die Pflanzen sogar abtöten. Mit ererbten Resistenzen können sich die Pflanzen gegen die Angriffe wehren. Manchmal bewirken Resistenzgene, dass die Pflanzen von den Erregern nicht befallen werden können und keine Symptome zeigen. Dann sind sie hoch resistent (HR) gegen diesen Erreger. Wenn die Pflanzen befallen werden, aber die Ausbreitung der Krankheit in ihrem Gewebe verlangsamen oder stoppen können, dann sind sie tolerant oder intermediär resistent (IR).

Die Resistenz gegen eine Krankheit ist immer nur gegen bestimmte Rassen der Erreger wirksam. Ist eine Gurkensorte gegen viele Rassen eines Krankheitserregers resistent, ist ihre Widerstandskraft besonders hoch.

Moderne Gurkenzüchtungen können mehrere Resistenzen haben. Sie sind zum Beispiel widerstandsfähig gegen Blattpilze wie Echten Mehltau (Podosphaera xanthii), Falschen Mehltau (Pseudoperonospora cubensis), Blattbrand (Corynespora cassiicola) oder Gurkenkrätze (Cladosporium cucumerinum). Bei wiederholtem Anbau von Gurken auf derselben Fläche ist eine Resistenz gegen die Fusarium-Welke (Fusarium oxysporum f. sp. cucumerinum) besonders wichtig. Der Cucumber Mosaik-Virus (CMV) und der Papaya Ringspot Virus (PRV) gelangen durch Blattläuse auf die Pflanzen. Resistente Gurkensorten können nach der Infektion die Vermehrung und die Ausbreitung der Viren verhindern.

Mulchfolie macht vieles leichter

Im Gurkenanbau hat sich die Verwendung von schwarzer Mulchfolie bewährt. Das Gewebe fördert im Frühjahr die morgendliche Erwärmung des Bodens und hält abends die Wärme länger im Wurzelraum. Im Sommer hält die Folie die Feuchtigkeit im Boden. Gleichzeitig werden Beikräuter unterdrückt, so dass nicht zwischen den Pflanzen nicht gehackt werden muss. Das schont die empfindlichen Gurkenwurzeln. Darum bewirkt eine Mulchfolie eine frühere Ernte, mehr Ertrag und eine gleichbleibend gute Fruchtqualität. Bei Landgurken und Einlegegurken kommt als weiterer positiver Aspekt hinzu, dass die Früchte auf der Folie und nicht auf der Erde liegen – sie bleiben sauber.

Die Folie wird auf dem vorbereiteten Beet ausgebreitet. Im Pflanzabstand schneiden Sie dann die Folie kreuzweise ein und Pflanzen die Gurken mit Wurzelballen ein. Bei einer Direktsaat bringen sie 2-3 Samen pro Pflanzenstelle aus.

Gurken Veredeln

Sie können Gurken mit Hilfe von Veredelungssets selbst auf eine resistente Unterlagensorte veredeln. Oft wird der Feigenblattkürbis (Cucurbita ficifolia) als Unterlage verwendet. Er ist resistent gegen Fusarium und Stängelgrundfäule und hat eine gute Kältetoleranz. Es finden aber auch spezielle Sorten des Moschuskürbis (Cucurbita moschata) oder Kreuzungen aus Moschuskürbissen und Riesenkürbissen Verwendung. Das Wurzelsystem der Kürbisse ist kräftiger und weniger anfällig gegen Kälte als das von Gurken. Darum wachsen veredelte Gurken vor allem im Frühjahr kräftiger und schneller als unveredelte.

Für die Veredelung ist es wichtig, dass die Triebe von Unterlage und Gurke etwa gleich dick sind. Der Feigenblattkürbis hat einen seinen kräftigen Stängel und wird darum 3 bis 4 Tage später ausgesät als die Gurke. Andere Unterlagen brauchen länger zum Keimen und sind als Sämlinge schwachwüchsig. Sie müssen bis zu 3 Tage vor der Gurke ausgesät werden, damit sie zum Veredelungszeitpunkt die richtige Größe haben. Achten Sie darum auf die entsprechenden Hinweise in der Kulturanleitung der Unterlagensorte.

Bei Gurken wird die Gegenzungenveredelung angewendet. Die Gurke und die Unterlage werden zunächst zusammen in einen Topf gepflanzt. Dann wird der Stängel der Unterlage schräg von oben nach unten bis zur Hälfte eingeschnitten. Den Stängel der Gurke schneiden Sie auf gleicher Höhe von unten nach oben ein. Dann werden die beiden Schnittflächen ineinandergeschoben und fixiert. Ein Stab als Stütze entlastet die Veredelungsstelle und verringert das Risiko, dass die Pflanzen abknicken.

Nach etwa 8 bis 10 Tagen sind die beiden Pflanzen zusammengewachsen. Nun wird unterhalb der Veredelungsstelle der Stängel der Gurke gekappt und oberhalb der Veredlungsstelle der Trieb der Unterlagensorte abgeschnitten. Nun wächst die Gurke auf den Wurzeln des Kürbis weiter. Achten Sie beim Auspflanzen darauf, dass die Veredelungsstelle über der Erde bleibt.

Gurken aus Samen ziehen

Beginnen Sie nicht zu früh mit der Aussaat. Die Pflanzen können erst ab Mitte Mai ins Freiland oder in ein ungeheiztes Kleingewächshaus. Bis dahin dürfen sie nicht zu groß werden, weil sie sonst das Umpflanzen weniger gut vertragen. Es reicht darum, wenn Sie Ende April oder Anfang Mai mit der Vorkultur von Gurken auf der Fensterbank anfangen.

Säen Sie die Samen ca. 2 bis 3 cm tief in Anzuchterde aus und halten Sie sie gut feucht. Gurken sind typische Warmhauspflanzen. Sie brauchen zum Keimen Temperaturen zwischen 20 und 26 °C. Nach etwa einer Woche sind die Sämlinge aufgelaufen. Nun brauchen sie einen möglichst hellen Platz und Temperaturen von 18 bis 22 °C um zu kompakten, kräftigen Jungpflanzen heranzuwachsen.

Ab Ende Mai nach den letzten Frösten können die Gurken ins Freie oder in ein ungeheiztes Gewächshaus. Die Temperaturen müssen sicher über 12 °C liegen. Kühlere Temperaturen können die Gurkenpflanzen nachhaltig schädigen. Achten Sie bei der Pflanzung auch darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen.

In einem geheizten Gewächshaus oder ab Ende Mai im Freiland können Gurken direkt ins Beet gesät werden. Voraussetzung ist, dass die Bodentemperatur dauerhaft mindestens 12 °C beträgt. Optimal für die Keimung und das Wachstum von Gurken ist eine Bodentemperatur von 20 °C. Je kühler es ist, desto länger dauert die Keimung.

Was bedeutet „bitterfrei“?

Die Wildformen von Gurken und Kürbissen enthalten giftige Bitterstoffe, durch die ihre Früchte und Blätter ungenießbar sind. Damit schützen sich die Pflanzen vor Fressfeinden. Durch sorgfältige Auslese wurden die essbaren Kulturgurken gezüchtet, die unter normalen Umständen keine Bitterstoffe in den Früchten einlagern. Die meisten Sorten verfügen aber noch über die Gene zur Bitterstoffbildung und können unter ungünstigen Bedingungen (Wassermangel, Hitze, Kälte) bittere Früchte tragen. Die genetisch bitterfreien Sorten haben die Fähigkeit zur Bitterstoffbildung dagegen nicht und sind darum auch unter ungünstigen Kulturbedingungen niemals ungenießbar.

Was heißt „rein weiblich“?

Von Natur aus bilden Gurken männliche und weibliche Früchte an einer Pflanze. Die ersten Blüten einer Pflanze sind meist männlich. Sie bilden nur Pollen und dienen nur zur Bestäubung. Die weiblichen Blüten sind an ihren langen Fruchtknoten zu erkennen, die bereits wie kleine Gurken aussehen. Nur aus ihnen werden Früchte. Rein weibliche Gurkensorten bilden keine männliche Blüten, benötigen aber auch keinen Pollen, weil sie ohne Bestäubung Früchte ansetzen. Das hat den Vorteil, dass die Pflanzen Energie sparen. Die Ernte setzt früher ein und der Ertrag ist höher. Außerdem eignen sich diese Sorten besonders gut für den Anbau im Gewächshaus, weil sie keine Bestäuber benötigen.

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Die Gurke gehört zu den Kürbisgewächsen und ist nahe mit Kürbissen, Zucchini und Melonen verwandt. Die ursprüngliche Wildform - Cucumis sativus var. hardwickii - bildet eiförmige, sehr bittere... mehr erfahren »
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Gurken

Die Gurke gehört zu den Kürbisgewächsen und ist nahe mit Kürbissen, Zucchini und Melonen verwandt. Die ursprüngliche Wildform - Cucumis sativus var. hardwickii - bildet eiförmige, sehr bittere Früchte mit etwa 6 cm Länge. Vor etwa 3500 Jahren wurde in Indien mit der Kultivierung dieser Wildgurke begonnen. Als Kulturpflanze wurde die Gurke schnell weiterverbreitet. Möglicherweise kannten sie bereits die alten Ägypter. Sicher ist, dass die Gurke schon 200 v. Chr. Im Mittelmeergebiet angebaut wurde. Sie soll das Lieblingsgemüse des römischen Kaisers Tiberius gewesen sein.
Heute gibt es mehr als 2000 verschiedene Gurkensorten weltweit. Die Früchte sind kugeligen, eiförmigen oder länglich und zwischen 4 und 50 cm lang. Ihre Schale ist hell- bis dunkelgrün, gelb, weiß, orange oder hellbraun, glatt, gerieft, bestachelt, mit Warzen versehen oder mit einer feinen Netzstruktur überzogen. Gurkensorten mit heller, dünner Schale sind leichter bekömmlich als Sorten mit dunkler, dicker Schale.

Gurken – Sortenauswahl, Aussaat, Pflanzung und Pflege

Gurken im Garten

Gurken benötigen einen warmen, humosen Boden mit einer guten Struktur und einem guten Wasserhaltevermögen. Der Standort muss warm, sonnig und windgeschützt sein.

Einlegegurken und Schälgurken werden direkt ins Beet gepflanzt und wachsen auf dem Boden entlang. Salatgurken können Sie im Beet oder in Kübeln kultivieren und an Schnüren, Zäunen oder Rankgittern nach oben wachsen lassen. Ihre Früchte entwickeln sich besser, wenn sie von der Pflanze herabhängen. Kleinfrüchtige Snackgurken eignen sich sogar für die Kultur in Ampeln. Sie können also auch im Balkongarten oder auf der Terrasse frische Gurken ernten.

Wichtig für alle Gurken ist eine gleichmäßige Bewässerung. Bei wechselndem Wasserangebot und Trockenheit werden Blüten und junge Früchte abgeworfen. Die Ernte fällt dann mager aus. Wassermangel kann außerdem zur Bildung von Bitterstoffen in den Früchten führen, wenn Sie keine genetisch bitterfreien Sorten anbauen. Dann ist ihre Ernte ungenießbar.

Gurkenvielfalt

Die verschiedenen Gurkensorten eignen sich unterschiedlich gut für die verschiedenen Zubereitungsarten.

  • Einlegegurken sind besonders klein und werden oft bereits als junge Früchte geerntet, bevor sie voll ausgewachsen sind und Kerne bilden. Landgurken haben eine feste Schale und eignen sich zum Schmoren, Füllen und Einlegen. Werden sie geschält, können sie auch für Rohkostsalate verwendet werden.
  • Schälgurken haben einen großen Durchmesser und besonders viel Fleisch unter einer dünnen Schale. Sie werden geerntet, wenn sie ausgewachsen sind. Dann sind ihre Kerne voll ausgebildet und die Schale färbt sich gelb. Sie werden zum Beispiel für die Zubereitung von Senfgurken verwendet.
  • Salatgurken werden meist frisch gegessen, können aber auch zum Kochen und Schmoren dienen. Sie haben eine festere Schale und lassen sich mehrere Tage lagern.
  • Schlanke, lange Gurken mit 30 bis 50 cm langen Früchten werden als Schlangengurken bezeichnet. Sorten mit einer Fruchtlänge von 20 bis 30 cm sind Midi-Gurken. Mini- oder Snack-Gurken haben nur etwa 10 bis 15 cm langen Früchten.
  • Apfelgurken und Zitronengurken sind kugelförmig und haben etwa 8 bis 10 cm Durchmesser. Abhängig von der Sorte ist ihre Schale grün, gelb oder weiß. Manche sind süß und fruchtig im Geschmack. Sie eignen sich für Rohkostsalate und als Snack.

Resistenzen und Toleranzen

Gurken können von Pilzen und Viren befallen, die sie schwächen, ihren Ertrag und die Fruchtqualität verringern oder die Pflanzen sogar abtöten. Mit ererbten Resistenzen können sich die Pflanzen gegen die Angriffe wehren. Manchmal bewirken Resistenzgene, dass die Pflanzen von den Erregern nicht befallen werden können und keine Symptome zeigen. Dann sind sie hoch resistent (HR) gegen diesen Erreger. Wenn die Pflanzen befallen werden, aber die Ausbreitung der Krankheit in ihrem Gewebe verlangsamen oder stoppen können, dann sind sie tolerant oder intermediär resistent (IR).

Die Resistenz gegen eine Krankheit ist immer nur gegen bestimmte Rassen der Erreger wirksam. Ist eine Gurkensorte gegen viele Rassen eines Krankheitserregers resistent, ist ihre Widerstandskraft besonders hoch.

Moderne Gurkenzüchtungen können mehrere Resistenzen haben. Sie sind zum Beispiel widerstandsfähig gegen Blattpilze wie Echten Mehltau (Podosphaera xanthii), Falschen Mehltau (Pseudoperonospora cubensis), Blattbrand (Corynespora cassiicola) oder Gurkenkrätze (Cladosporium cucumerinum). Bei wiederholtem Anbau von Gurken auf derselben Fläche ist eine Resistenz gegen die Fusarium-Welke (Fusarium oxysporum f. sp. cucumerinum) besonders wichtig. Der Cucumber Mosaik-Virus (CMV) und der Papaya Ringspot Virus (PRV) gelangen durch Blattläuse auf die Pflanzen. Resistente Gurkensorten können nach der Infektion die Vermehrung und die Ausbreitung der Viren verhindern.

Mulchfolie macht vieles leichter

Im Gurkenanbau hat sich die Verwendung von schwarzer Mulchfolie bewährt. Das Gewebe fördert im Frühjahr die morgendliche Erwärmung des Bodens und hält abends die Wärme länger im Wurzelraum. Im Sommer hält die Folie die Feuchtigkeit im Boden. Gleichzeitig werden Beikräuter unterdrückt, so dass nicht zwischen den Pflanzen nicht gehackt werden muss. Das schont die empfindlichen Gurkenwurzeln. Darum bewirkt eine Mulchfolie eine frühere Ernte, mehr Ertrag und eine gleichbleibend gute Fruchtqualität. Bei Landgurken und Einlegegurken kommt als weiterer positiver Aspekt hinzu, dass die Früchte auf der Folie und nicht auf der Erde liegen – sie bleiben sauber.

Die Folie wird auf dem vorbereiteten Beet ausgebreitet. Im Pflanzabstand schneiden Sie dann die Folie kreuzweise ein und Pflanzen die Gurken mit Wurzelballen ein. Bei einer Direktsaat bringen sie 2-3 Samen pro Pflanzenstelle aus.

Gurken Veredeln

Sie können Gurken mit Hilfe von Veredelungssets selbst auf eine resistente Unterlagensorte veredeln. Oft wird der Feigenblattkürbis (Cucurbita ficifolia) als Unterlage verwendet. Er ist resistent gegen Fusarium und Stängelgrundfäule und hat eine gute Kältetoleranz. Es finden aber auch spezielle Sorten des Moschuskürbis (Cucurbita moschata) oder Kreuzungen aus Moschuskürbissen und Riesenkürbissen Verwendung. Das Wurzelsystem der Kürbisse ist kräftiger und weniger anfällig gegen Kälte als das von Gurken. Darum wachsen veredelte Gurken vor allem im Frühjahr kräftiger und schneller als unveredelte.

Für die Veredelung ist es wichtig, dass die Triebe von Unterlage und Gurke etwa gleich dick sind. Der Feigenblattkürbis hat einen seinen kräftigen Stängel und wird darum 3 bis 4 Tage später ausgesät als die Gurke. Andere Unterlagen brauchen länger zum Keimen und sind als Sämlinge schwachwüchsig. Sie müssen bis zu 3 Tage vor der Gurke ausgesät werden, damit sie zum Veredelungszeitpunkt die richtige Größe haben. Achten Sie darum auf die entsprechenden Hinweise in der Kulturanleitung der Unterlagensorte.

Bei Gurken wird die Gegenzungenveredelung angewendet. Die Gurke und die Unterlage werden zunächst zusammen in einen Topf gepflanzt. Dann wird der Stängel der Unterlage schräg von oben nach unten bis zur Hälfte eingeschnitten. Den Stängel der Gurke schneiden Sie auf gleicher Höhe von unten nach oben ein. Dann werden die beiden Schnittflächen ineinandergeschoben und fixiert. Ein Stab als Stütze entlastet die Veredelungsstelle und verringert das Risiko, dass die Pflanzen abknicken.

Nach etwa 8 bis 10 Tagen sind die beiden Pflanzen zusammengewachsen. Nun wird unterhalb der Veredelungsstelle der Stängel der Gurke gekappt und oberhalb der Veredlungsstelle der Trieb der Unterlagensorte abgeschnitten. Nun wächst die Gurke auf den Wurzeln des Kürbis weiter. Achten Sie beim Auspflanzen darauf, dass die Veredelungsstelle über der Erde bleibt.

Gurken aus Samen ziehen

Beginnen Sie nicht zu früh mit der Aussaat. Die Pflanzen können erst ab Mitte Mai ins Freiland oder in ein ungeheiztes Kleingewächshaus. Bis dahin dürfen sie nicht zu groß werden, weil sie sonst das Umpflanzen weniger gut vertragen. Es reicht darum, wenn Sie Ende April oder Anfang Mai mit der Vorkultur von Gurken auf der Fensterbank anfangen.

Säen Sie die Samen ca. 2 bis 3 cm tief in Anzuchterde aus und halten Sie sie gut feucht. Gurken sind typische Warmhauspflanzen. Sie brauchen zum Keimen Temperaturen zwischen 20 und 26 °C. Nach etwa einer Woche sind die Sämlinge aufgelaufen. Nun brauchen sie einen möglichst hellen Platz und Temperaturen von 18 bis 22 °C um zu kompakten, kräftigen Jungpflanzen heranzuwachsen.

Ab Ende Mai nach den letzten Frösten können die Gurken ins Freie oder in ein ungeheiztes Gewächshaus. Die Temperaturen müssen sicher über 12 °C liegen. Kühlere Temperaturen können die Gurkenpflanzen nachhaltig schädigen. Achten Sie bei der Pflanzung auch darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen.

In einem geheizten Gewächshaus oder ab Ende Mai im Freiland können Gurken direkt ins Beet gesät werden. Voraussetzung ist, dass die Bodentemperatur dauerhaft mindestens 12 °C beträgt. Optimal für die Keimung und das Wachstum von Gurken ist eine Bodentemperatur von 20 °C. Je kühler es ist, desto länger dauert die Keimung.

Was bedeutet „bitterfrei“?

Die Wildformen von Gurken und Kürbissen enthalten giftige Bitterstoffe, durch die ihre Früchte und Blätter ungenießbar sind. Damit schützen sich die Pflanzen vor Fressfeinden. Durch sorgfältige Auslese wurden die essbaren Kulturgurken gezüchtet, die unter normalen Umständen keine Bitterstoffe in den Früchten einlagern. Die meisten Sorten verfügen aber noch über die Gene zur Bitterstoffbildung und können unter ungünstigen Bedingungen (Wassermangel, Hitze, Kälte) bittere Früchte tragen. Die genetisch bitterfreien Sorten haben die Fähigkeit zur Bitterstoffbildung dagegen nicht und sind darum auch unter ungünstigen Kulturbedingungen niemals ungenießbar.

Was heißt „rein weiblich“?

Von Natur aus bilden Gurken männliche und weibliche Früchte an einer Pflanze. Die ersten Blüten einer Pflanze sind meist männlich. Sie bilden nur Pollen und dienen nur zur Bestäubung. Die weiblichen Blüten sind an ihren langen Fruchtknoten zu erkennen, die bereits wie kleine Gurken aussehen. Nur aus ihnen werden Früchte. Rein weibliche Gurkensorten bilden keine männliche Blüten, benötigen aber auch keinen Pollen, weil sie ohne Bestäubung Früchte ansetzen. Das hat den Vorteil, dass die Pflanzen Energie sparen. Die Ernte setzt früher ein und der Ertrag ist höher. Außerdem eignen sich diese Sorten besonders gut für den Anbau im Gewächshaus, weil sie keine Bestäuber benötigen.

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