Ernte und Lagerung von Markerbsen: Maximale Qualität und Geschmack sichern

Markerbsen: Vom Garten auf den Teller

Markerbsen sind ein Genuss für Gaumen und Auge. Ihre süße Zartheit macht sie zum Liebling in der Küche. Doch wie erntet und lagert man sie richtig?

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ernten Sie Markerbsen, wenn die Schoten prall gefüllt, aber noch nicht hart sind
  • Pflücken Sie am besten morgens oder abends bei trockenem Wetter
  • Kühlen Sie die Erbsen nach der Ernte sofort, um Frische zu bewahren
  • Lagern Sie frische Markerbsen maximal 5 Tage im Kühlschrank

Markerbsen: Kleine Kugeln, großer Genuss

Markerbsen, auch als Palerbsen oder Gartenerbsen bekannt, sind in der Küche vielseitig einsetzbar. Ihr süßer Geschmack und die zarte Textur machen sie zu einem beliebten Gemüse für Salate, Suppen oder als Beilage. Die kleinen grünen Kugeln stecken voller Vitamine und Ballaststoffe – ein echtes Powerpaket aus dem Garten.

Von der Aussaat bis zur Ernte

Der Anbau von Markerbsen ist recht unkompliziert. Sie werden im Frühjahr direkt ins Freiland gesät und wachsen zügig heran. Je nach Sorte können Sie schon nach 60 bis 70 Tagen die ersten Schoten ernten. Die Haupterntezeit liegt meist zwischen Juni und August. Um über einen längeren Zeitraum ernten zu können, empfiehlt sich eine gestaffelte Aussaat alle zwei bis drei Wochen.

Qualität durch richtige Ernte und Lagerung

Der richtige Umgang mit Markerbsen nach der Ernte ist wichtig für ihre Qualität. Frisch gepflückte Erbsen schmecken am besten, da ihr Zuckergehalt nach der Ernte rasch in Stärke umgewandelt wird. Deshalb ist es ratsam, sie entweder schnell zu verarbeiten oder richtig zu lagern. Eine korrekte Lagerung erhält nicht nur den Geschmack, sondern auch die wertvollen Inhaltsstoffe.

Der perfekte Zeitpunkt für die Ernte

Woran erkennt man reife Markerbsen?

Es ist wichtig, den optimalen Erntezeitpunkt zu finden. Zu früh gepflückte Erbsen sind noch nicht voll entwickelt, zu spät geerntete werden mehlig und verlieren an Süße. Hier ein paar Tipps, woran Sie erkennen, dass Ihre Markerbsen erntereif sind:

Visuelle Merkmale der Schoten

Reife Schoten sind prall gefüllt und haben eine satte grüne Farbe. Die einzelnen Erbsen sollten sich deutlich abzeichnen, ohne dass die Schote aufgeplatzt ist. Wenn die Schoten beginnen, sich gelblich zu verfärben, ist es höchste Zeit für die Ernte.

Größe und Fülle der Erbsen

Öffnen Sie probeweise eine Schote. Die Erbsen sollten gut entwickelt, aber noch nicht zu groß sein. Ideale Markerbsen haben etwa die Größe eines kleinen Fingernagels und sind schön rund. Wenn sie sich leicht mit dem Fingernagel eindrücken lassen, sind sie perfekt.

Der Geschmackstest

Im Zweifel hilft nur probieren! Pflücken Sie eine Schote und kosten Sie eine rohe Erbse. Sie sollte süß und zart sein, ohne mehlig zu schmecken. Beißen Sie auf eine Erbse – wenn sie mit einem leichten 'Plopp' aufspringt, ist sie genau richtig.

Einfluss des Erntezeitpunkts auf Geschmack und Zartheit

Der Erntezeitpunkt beeinflusst die Qualität Ihrer Markerbsen. Zu früh geerntet, fehlt ihnen die Süße und sie können etwas bitter schmecken. Lässt man sie zu lange an der Pflanze, werden sie mehlig und verlieren ihr zartes Aroma. Der Zuckergehalt der Erbsen beginnt direkt nach der Ernte zu sinken, daher schmecken frisch gepflückte Markerbsen am besten.

Die beste Tageszeit und Wetterbedingungen für die Ernte

Für optimale Ergebnisse sollten Sie Ihre Markerbsen am frühen Morgen oder am späten Nachmittag ernten. Zu diesen Zeiten sind die Pflanzen prall mit Wasser gefüllt und die Erbsen besonders knackig. Vermeiden Sie die Ernte in der Mittagshitze oder bei Regen. Trockenes Wetter ist ideal, da nasse Schoten schneller verderben können.

So ernten Sie Markerbsen richtig

Manuelle Ernte: Schonend und effektiv

Die Handernte ist für Hobbygärtner die gängigste Methode. Sie ermöglicht es Ihnen, selektiv vorzugehen und nur die perfekt reifen Schoten zu pflücken.

Die richtige Technik zum Pflücken der Schoten

Fassen Sie die Schote vorsichtig am Stielansatz und drehen Sie sie leicht, während Sie sie von der Pflanze lösen. Vermeiden Sie es, stark zu ziehen, da dies die Pflanze beschädigen könnte. Mit etwas Übung entwickeln Sie ein Gefühl dafür, welche Schoten reif sind und sich leicht lösen lassen.

Nützliche Werkzeuge und Hilfsmittel

Für die Ernte benötigen Sie nicht viel: Ein Korb oder eine Schüssel zum Sammeln der Erbsen reicht meist aus. Gartenhandschuhe schützen Ihre Hände vor Kratzern durch die Ranken. Bei höher wachsenden Sorten kann eine kleine Gartenleiter hilfreich sein, um auch die oberen Schoten gut zu erreichen.

Mechanische Ernte für größere Flächen

In größeren Gärten oder im kommerziellen Anbau kommen oft Erntemaschinen zum Einsatz. Diese 'Erbsendrescher' pflücken und enthülsen die Erbsen in einem Arbeitsgang. Für den Hobbygärtner lohnt sich diese Methode in der Regel nicht, da sie weniger selektiv ist und mehr unreife oder überreife Erbsen mitgeerntet werden.

Mehrmalige Ernte für maximalen Ertrag

Markerbsen reifen nicht alle gleichzeitig. Um den Ertrag zu maximieren, ernten Sie alle 2-3 Tage. Pflücken Sie konsequent alle reifen Schoten ab – das regt die Pflanze an, neue Blüten und Schoten zu bilden. So können Sie über mehrere Wochen hinweg frische Erbsen genießen. Beobachten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, denn in der Haupterntezeit können die Schoten schnell überreif werden.

Mit diesen Tipps zur Ernte von Markerbsen haben Sie gute Voraussetzungen, um köstliche und zarte Erbsen zu genießen. Denken Sie daran: Frisch gepflückt schmecken sie am besten!

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Umgang mit frisch geernteten Markerbsen: Vom Feld auf den Teller

Nach der Ernte der Markerbsen beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Je schneller wir handeln, desto besser bewahren wir ihren köstlichen Geschmack und ihre knackige Textur. Hier ein paar Tipps aus meinem Garten:

Sofortige Kühlung: Der erste Schritt zur Frischeerhaltung

Nach der Ernte bringe ich die Erbsen in den Schatten und kühle sie. Oft lege ich sie in eine mit feuchtem Tuch ausgelegte Kühlbox. Das verhindert die Umwandlung des natürlichen Zuckergehalts in Stärke – so behalten die Erbsen ihren süßen Geschmack.

Reinigung und Sortierung: Qualität sichern

Zuhause sortiere ich die Erbsen. Dabei entferne ich:

  • Beschädigte oder verfärbte Schoten
  • Unreife oder überreife Exemplare
  • Fremde Pflanzenteile oder Insekten

Ein kurzes Bad in kaltem Wasser entfernt Staub und Schmutz. Danach trockne ich sie vorsichtig mit einem sauberen Küchentuch ab.

Erbsen palen: Von der Schote zum Kern

Jetzt kommt der gemütliche Teil: das Palen. Früher saß die ganze Familie dabei zusammen – heute mache ich es oft allein beim Fernsehen.

Manuelle Methoden: Traditionell und effektiv

Am liebsten öffne ich die Schoten mit dem Daumennagel und streife die Erbsen in eine Schüssel. Bei größeren Mengen klemme ich manchmal ein Ende der Schote zwischen Daumen und Zeigefinger und ziehe mit der anderen Hand am Stielansatz – die Erbsen fallen dann wie von selbst heraus.

Hilfsmittel zum Erbsen palen: Für die Großernte

Für richtig große Mengen gibt's tatsächlich spezielle Erbsenentferner. Die funktionieren ähnlich wie eine Reißverschluss – man zieht die Schote hindurch und die Erbsen fallen unten raus. Ehrlich gesagt, finde ich das Handpalen aber entspannender.

Frische Lagerung: So bleiben Markerbsen knackig

Optimale Lagerbedingungen im Kühlschrank

Im Kühlschrank halten sich Markerbsen am längsten frisch. Dabei gibt's ein paar Dinge zu beachten:

Temperatur und Luftfeuchtigkeit: Die richtige Balance

Ideal ist eine Temperatur von 0 bis 2°C bei hoher Luftfeuchtigkeit. In meinem Kühlschrank bewahre ich sie im Gemüsefach auf – das ist meist etwas feuchter als der Rest.

Verpackungsmethoden für maximale Frische

Ich wickle die Erbsen locker in ein feuchtes Küchentuch und lege sie dann in einen perforierten Plastikbeutel. So können sie atmen, trocknen aber nicht aus. Manchmal nutze ich auch spezielle Frischhalteboxen mit Belüftung.

Haltbarkeit frischer Markerbsen: Ein Wettlauf gegen die Zeit

Selbst unter optimalen Bedingungen sollten frische Markerbsen innerhalb von 3-5 Tagen verbraucht werden. Je länger sie liegen, desto mehr Zucker wandelt sich in Stärke um – und der typische süße Geschmack geht verloren.

Anzeichen von Qualitätsverlust: Wann es Zeit wird, sich zu beeilen

Achten Sie auf folgende Warnzeichen:

  • Die Erbsen werden weich oder schrumpelig
  • Es bilden sich dunkle Flecken
  • Die grüne Farbe verblasst
  • Ein muffiger Geruch entsteht

Sobald eines dieser Anzeichen auftritt, sollten die Erbsen schnell verarbeitet oder – im Zweifelsfall – entsorgt werden.

Konservierungsmethoden: Markerbsengenuss das ganze Jahr

Einfrieren von Markerbsen: Frische für später aufheben

Einfrieren ist meine bevorzugte Methode, um überschüssige Erbsen zu konservieren. So geht's:

Vorbereitung zum Einfrieren: Saubere Sache

Zuerst werden die Erbsen gewaschen und von Schoten befreit. Dann sortiere ich nochmal alle beschädigten oder verfärbten Exemplare aus.

Blanchieren: Prozess und Bedeutung

Blanchieren ist wichtig, um Farbe, Geschmack und Nährstoffe zu erhalten. Dafür:

  • Wasser zum Kochen bringen
  • Erbsen für 1-2 Minuten hineingeben
  • Sofort in Eiswasser abschrecken
  • Gut abtropfen lassen

Das stoppt Enzymaktivitäten, die sonst Farbe und Geschmack verändern würden.

Geeignete Gefrierbehälter und -beutel

Ich verwende meist Gefrierbeutel, aus denen ich vor dem Verschließen möglichst viel Luft herausdrücke. Für kleinere Portionen eignen sich auch Eiswürfelformen – praktisch zum Portionieren!

Richtige Lagerung im Gefrierschrank

Die Erbsen kommen in den kältesten Teil des Gefrierschranks, idealerweise bei -18°C oder kälter. So halten sie sich problemlos 8-12 Monate. Tipp: Beschriften Sie die Beutel mit Datum – dann wissen Sie immer, welche zuerst verbraucht werden sollten.

Mit diesen Methoden können Sie den Geschmack des Sommers das ganze Jahr über genießen. Ob frisch aus dem Garten oder aufgetaut aus dem Gefrierschrank – Markerbsen sind einfach ein Genuss!

Trocknen von Markerbsen: Eine traditionelle Konservierungsmethode

Das Trocknen von Markerbsen ist eine bewährte Methode, um diese Hülsenfrüchte haltbar zu machen. Dabei gibt es verschiedene Ansätze, die wir uns genauer anschauen werden.

Traditionelle Sonnentrocknung

Die Sonnentrocknung ist eine der ältesten Arten, Markerbsen zu konservieren. Hierfür werden die reifen Erbsen aus den Schoten gelöst und auf einem sauberen Tuch oder Sieb ausgebreitet. Wichtig ist, dass die Erbsen einlagig liegen und regelmäßig gewendet werden. Je nach Wetterlage kann der Trocknungsprozess einige Tage dauern. Abends sollten die Erbsen ins Haus geholt werden, um Tau zu vermeiden.

Moderne Trocknungsmethoden

Heutzutage stehen uns auch technische Hilfsmittel zur Verfügung. Ein Dörrgerät ermöglicht eine kontrollierte Trocknung bei konstanter Temperatur. Alternativ kann man auch den Backofen bei niedriger Temperatur (etwa 50°C) nutzen. Die Ofentür sollte dabei einen Spalt offen bleiben, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Lagerung getrockneter Markerbsen

Richtig getrocknete Erbsen lassen sich in luftdichten Behältern oder Gläsern bis zu einem Jahr aufbewahren. Der Lagerort sollte kühl, trocken und dunkel sein. Vor dem Gebrauch werden die Erbsen eingeweicht und wie frische Erbsen zubereitet.

Einmachen und Konservieren: Markerbsen für die Vorratskammer

Eine weitere Möglichkeit, Markerbsen haltbar zu machen, ist das Einmachen. Diese Methode erhält den Geschmack und die Nährstoffe besonders gut.

Sterilisieren von Gläsern

Bevor es losgeht, müssen die Einmachgläser gründlich gereinigt und sterilisiert werden. Dafür kocht man sie etwa 10 Minuten in Wasser aus oder stellt sie für 15 Minuten bei 150°C in den Backofen.

Rezepte für eingelegte Markerbsen

Für eingelegte Markerbsen gibt es viele leckere Rezepte. Eine einfache Variante ist das Einlegen in Salzlake. Dafür werden die blanchierten Erbsen in die Gläser gefüllt und mit einer Mischung aus Wasser und Salz übergossen. Wer es würziger mag, kann der Lake noch Kräuter wie Dill oder Petersilie zufügen.

Haltbarkeit und Lagerung

Richtig eingelegte Markerbsen halten sich im Kühlschrank etwa 2-3 Wochen. Werden sie im Einkochtopf sterilisiert, sind sie sogar bis zu einem Jahr haltbar. Die Gläser sollten kühl und dunkel gelagert werden.

Qualitätserhaltung während der Lagerung: So bleiben Markerbsen lecker

Ob getrocknet, eingefroren oder eingelegt - die richtige Lagerung ist wichtig für den Erhalt von Geschmack und Nährstoffen.

Nährstofferhaltung bei verschiedenen Lagerungsmethoden

Je schneller die Erbsen nach der Ernte verarbeitet werden, desto mehr Nährstoffe bleiben erhalten. Tiefgekühlte Erbsen schneiden hier besonders gut ab, da sie meist innerhalb weniger Stunden nach der Ernte schockgefrostet werden. Getrocknete Erbsen verlieren zwar etwas Vitamin C, behalten aber den Großteil ihrer Nährstoffe.

Geschmacks- und Texturveränderungen

Bei der Lagerung können sich Geschmack und Textur der Markerbsen verändern. Gefrorene Erbsen werden beim Auftauen etwas weicher, behalten aber ihren süßlichen Geschmack. Getrocknete Erbsen werden beim Einweichen wieder prall, haben aber einen etwas intensiveren Geschmack als frische.

Vermeidung von Frostschäden bei gefrorenen Erbsen

Um Frostschäden zu vermeiden, sollten tiefgekühlte Markerbsen bei konstant -18°C gelagert werden. Temperaturschwankungen führen zur Bildung von Eiskristallen, die die Zellstruktur zerstören können. Einmal aufgetaute Erbsen sollten nicht wieder eingefroren werden.

Verwendung gelagerter Markerbsen: Tipps und Tricks

Je nach Lagerungsmethode müssen Markerbsen unterschiedlich zubereitet werden. Hier ein paar Tipps:

Auftauen gefrorener Erbsen

Tiefgekühlte Markerbsen müssen vor der Verwendung nicht aufgetaut werden. Man kann sie direkt in kochendes Wasser oder zur Suppe geben. Für Salate empfiehlt es sich, die Erbsen kurz in heißem Wasser zu blanchieren und dann abzuschrecken.

Rehydrieren getrockneter Erbsen

Getrocknete Markerbsen sollten vor dem Kochen eingeweicht werden. Dafür gibt man sie über Nacht in kaltes Wasser oder lässt sie 1-2 Stunden in heißem Wasser quellen. Anschließend werden sie wie frische Erbsen gekocht.

Kochzeiten und -methoden für verschiedene Lagerungsarten

Die Kochzeit variiert je nach Lagerungsart:

  • Frische Markerbsen: 5-10 Minuten
  • Tiefgekühlte Erbsen: 3-5 Minuten
  • Getrocknete Erbsen (eingeweicht): 20-30 Minuten
  • Eingelegte Erbsen: müssen nur erwärmt werden

 

Ob frisch oder gelagert - Markerbsen sind vielseitig einsetzbar und bereichern mit ihrem süßlichen Geschmack viele Gerichte. Mit den richtigen Lagerungs- und Zubereitungsmethoden können wir uns das ganze Jahr über an diesen leckeren Hülsenfrüchten erfreuen.

Ernteplanung für kontinuierliche Versorgung

Wer das ganze Jahr über frische Markerbsen genießen möchte, sollte sich mit dem Staffelanbau vertraut machen. Diese Methode ermöglicht es, über einen längeren Zeitraum hinweg erntefrische Erbsen zu haben.

Staffelanbau für verlängerte Erntezeit

Beim Staffelanbau säen Sie alle zwei bis drei Wochen eine neue Reihe Markerbsen aus. Beginnen Sie im zeitigen Frühjahr, sobald der Boden bearbeitbar ist, und setzen Sie die Aussaat bis Mitte Juli fort. So haben Sie von Juni bis in den Herbst hinein immer frische Erbsen zur Hand.

Kombination verschiedener Markerbsensorten

Eine weitere Strategie ist der Anbau verschiedener Markerbsensorten mit unterschiedlichen Reifezeiten. Frühe Sorten wie 'Frühe Harzerin' können Sie mit mittelfrühen und späten Sorten wie 'Wunder von Kelvedon' kombinieren. Das verlängert die Erntezeit zusätzlich und bringt Abwechslung auf den Teller.

Planung der Ernte- und Lagerungskapazitäten

Bedenken Sie bei Ihrer Planung auch Ihre Ernte- und Lagerungsmöglichkeiten. Es nützt nichts, wenn Sie mehr ernten, als Sie verarbeiten oder lagern können. Planen Sie also realistisch und berücksichtigen Sie Ihre Kühlkapazitäten sowie die Zeit, die Sie zum Ernten und Verarbeiten aufwenden können.

Herausforderungen meistern

Auch bei sorgfältiger Planung können Probleme auftreten. Hier einige Tipps, wie Sie typische Herausforderungen bewältigen:

Umgang mit überreifen Erbsen

Manchmal wachsen die Erbsen schneller als erwartet. Überreife Erbsen sind zwar nicht mehr so zart, aber immer noch verwendbar. Sie eignen sich gut für Suppen oder können getrocknet und als Saatgut für die nächste Saison aufbewahrt werden.

Behandlung von Schädlingen und Krankheiten vor der Lagerung

Kontrollieren Sie Ihre Ernte sorgfältig auf Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten. Entfernen Sie befallene Hülsen sofort. Bei leichtem Befall können Sie die Erbsen waschen und schnell verarbeiten. Im Zweifelsfall ist es besser, befallene Pflanzenteile zu entsorgen, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Vermeidung von Schimmel und Fäulnis während der Lagerung

Feuchtigkeit ist problematisch bei der Lagerung. Trocknen Sie Ihre Erbsen gründlich ab, bevor Sie sie einlagern. Bei der Aufbewahrung im Kühlschrank verwenden Sie am besten luftdurchlässige Behälter oder Papiertüten. Kontrollieren Sie regelmäßig und entfernen Sie sofort Erbsen, die Anzeichen von Schimmel oder Fäulnis zeigen.

Von der Aussaat bis zur nächsten Ernte

Die erfolgreiche Ernte und Lagerung von Markerbsen erfordert Planung, Aufmerksamkeit und ein bisschen Fingerspitzengefühl. Der richtige Erntezeitpunkt beeinflusst Geschmack und Zartheit. Eine zügige Verarbeitung nach der Ernte und die richtige Lagerungsmethode - sei es Kühlen, Einfrieren oder Trocknen - sichern die Qualität über längere Zeit.

Jede Gartensaison bietet neue Erfahrungen. Probieren Sie verschiedene Sorten und Anbaumethoden aus. Notieren Sie Ihre Beobachtungen und passen Sie Ihre Strategie von Jahr zu Jahr an. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, wann der beste Moment zum Ernten gekommen ist und welche Lagerungsmethode für Sie am praktischsten ist.

Ob Sie nun Ihre Erbsen frisch aus dem Garten naschen, sie für den Winter einfrieren oder als getrocknete Erbsen das ganze Jahr über genießen - mit den richtigen Techniken haben Sie immer eine leckere Ernte zur Hand. Also, ran an die Erbsen und guten Appetit!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Woran erkennt man, dass Markerbsen erntereif sind?
    Reife Markerbsen erkennen Sie an mehreren deutlichen Merkmalen: Die Schoten sind prall gefüllt und zeigen eine satte grüne Farbe, wobei sich die einzelnen Erbsen deutlich abzeichnen. Die Schoten sollten noch nicht aufgeplatzt oder gelblich verfärbt sein. Bei der Größenkontrolle öffnen Sie probeweise eine Schote - ideale Markerbsen haben etwa die Größe eines kleinen Fingernagels und sind schön rund. Ein einfacher Test: Lassen sich die Erbsen leicht mit dem Fingernagel eindrücken, sind sie perfekt. Der Geschmackstest ist ebenfalls hilfreich - rohe, reife Erbsen schmecken süß und zart, nicht mehlig. Beim Beißen sollten sie mit einem leichten 'Plopp' aufspringen. Beginnen die Schoten sich gelblich zu verfärben, ist es höchste Zeit für die Ernte, da die Erbsen sonst mehlig werden und ihre Süße verlieren.
  2. Welche Tageszeit eignet sich am besten für die Markerbsen-Ernte?
    Die optimale Erntezeit für Markerbsen liegt am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Zu diesen Tageszeiten sind die Pflanzen prall mit Wasser gefüllt, wodurch die Erbsen besonders knackig und frisch sind. Vermeiden Sie unbedingt die Ernte während der Mittagshitze, da die Pflanzen dann gestresst sind und die Erbsen weniger Feuchtigkeit enthalten. Auch bei Regen sollten Sie nicht ernten, da nasse Schoten schneller verderben können und sich Schimmel bilden kann. Ideale Bedingungen herrschen bei trockenem Wetter mit moderaten Temperaturen. Die Morgenstunden haben zusätzlich den Vorteil, dass der Tau bereits verdunstet ist, die Temperaturen aber noch nicht zu hoch sind. Diese schonenden Erntebedingungen wirken sich positiv auf die Haltbarkeit und den Geschmack der Markerbsen aus, da sie weniger Stress ausgesetzt sind.
  3. Wie funktioniert das Erbsen palen und welche Techniken gibt es?
    Das Erbsen palen - das Herauslösen der Erbsen aus den Schoten - gelingt mit verschiedenen bewährten Techniken. Die traditionelle Handmethode ist am weitesten verbreitet: Öffnen Sie die Schote vorsichtig mit dem Daumennagel am Rand und streichen Sie die Erbsen mit dem Finger in eine Schüssel. Alternativ können Sie ein Ende der Schote zwischen Daumen und Zeigefinger klemmen und mit der anderen Hand am Stielansatz ziehen - die Erbsen fallen dann wie von selbst heraus. Bei größeren Mengen gibt es spezielle Erbsenentferner, die wie ein Reißverschluss funktionieren: Die Schote wird durchgezogen und die Erbsen fallen unten heraus. Diese mechanischen Hilfsmittel beschleunigen den Prozess erheblich. Wichtig ist, die Schoten nicht zu fest zu drücken, um die zarten Erbsen nicht zu beschädigen. Das Palen ist oft ein geselliger Vorgang - früher saß die ganze Familie dabei zusammen.
  4. Warum sollten Markerbsen sofort nach der Ernte gekühlt werden?
    Die sofortige Kühlung von Markerbsen nach der Ernte ist entscheidend für den Erhalt ihrer Qualität und ihres süßen Geschmacks. Nach der Ernte beginnt unmittelbar die Umwandlung des natürlichen Zuckergehalts in Stärke - ein Prozess, der durch Wärme stark beschleunigt wird. Ohne schnelle Kühlung verlieren die Erbsen innerhalb weniger Stunden ihre charakteristische Süße und werden mehlig. Die Kühlung verlangsamt diesen enzymatischen Prozess erheblich und bewahrt die knackige Textur. Zusätzlich verhindert die niedrige Temperatur das Wachstum von Bakterien und Pilzen, die zu vorzeitigem Verderb führen können. Ideal ist es, die Erbsen in den Schatten zu bringen und sie in einer feuchten, kühlen Umgebung zu lagern - beispielsweise in einer mit feuchtem Tuch ausgelegten Kühlbox. Diese Sofortmaßnahme ist der erste wichtige Schritt für eine erfolgreiche Lagerung und den Erhalt der Nährstoffe.
  5. Welche speziellen Werkzeuge benötigt man für die Markerbsen-Ernte?
    Für die Markerbsen-Ernte benötigen Sie nur wenige, aber nützliche Werkzeuge. Grundausstattung ist ein Korb oder eine Schüssel zum Sammeln der Erbsen. Gartenhandschuhe schützen Ihre Hände vor Kratzern durch die Ranken und ermöglichen ein komfortables Arbeiten über längere Zeit. Bei höher wachsenden Markerbsen-Sorten ist eine kleine Gartenleiter hilfreich, um auch die oberen Schoten gut erreichen zu können. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten spezielle Erntekörbe mit praktischen Griffen an, die das Pflücken erleichtern. Für das anschließende Palen kann ein Erbsenentferner bei größeren Mengen den Arbeitsaufwand deutlich reduzieren. Eine Kühlbox oder isolierte Tasche ist sinnvoll, um die Erbsen direkt nach der Ernte kühl zu halten. Optional können Sie auch eine Gartenschere verwenden, wenn sich einzelne Schoten schwer lösen lassen. Die meisten Werkzeuge haben Sie vermutlich bereits im Haushalt - eine Investition in Qualitäts-Gartenhandschuhe lohnt sich aber langfristig.
  6. Worin unterscheiden sich Markerbsen von anderen Erbsensorten wie Zuckererbsen?
    Markerbsen unterscheiden sich grundlegend von anderen Erbsensorten in ihrer Verwendung und Beschaffenheit. Bei Markerbsen, auch Palerbsen oder Gartenerbsen genannt, werden ausschließlich die reifen Samen aus den Schoten gelöst und verzehrt - die Schoten selbst sind nicht essbar und werden entsorgt. Zuckererbsen hingegen werden mitsamt der zarten, süßen Schote gegessen, da diese keine harte, faserige Innenhaut entwickelt. Markerbsen haben einen intensiven, süßen Geschmack und eine mehlige Textur, wenn sie voll ausgereift sind. Ihre Schoten werden dick und ledrig. Zuckererbsen bleiben flach und zart, werden aber geerntet, bevor die Samen voll entwickelt sind. Kefen oder Kaiserschoten sind eine weitere Variante, bei der sowohl Schote als auch junge Erbsen essbar sind. Markerbsen sind protein- und stärkereicher als Zuckererbsen und eignen sich hervorragend für herzhafte Gerichte, während Zuckererbsen oft roh in Salaten oder kurz angebraten verzehrt werden.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Palerbsen und Schalerbsen?
    Palerbsen und Schalerbsen sind tatsächlich nur unterschiedliche Bezeichnungen für dieselbe Erbsenart - die Markerbsen. Der Begriff 'Palerbsen' leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort 'palen' ab, was 'schälen' oder 'herauslösen' bedeutet. 'Schalerbsen' bezieht sich ebenfalls auf das Schälen der Erbsen aus ihren Schoten. Beide Begriffe beschreiben also den Vorgang des Entfernens der Schoten, um an die essbaren Samen zu gelangen. Regional werden verschiedene Bezeichnungen verwendet: Im Süddeutschen spricht man eher von Schalerbsen, während im Norden Palerbsen gebräuchlicher ist. Auch die Begriffe Gartenerbsen oder einfach Markerbsen bezeichnen dieselbe Sorte. Im Gegensatz dazu stehen die bereits erwähnten Zuckererbsen oder Kefen, bei denen die Schoten mitgegessen werden. Die verschiedenen Namen entstanden durch regionale Traditionen und Dialekte, bezeichnen aber alle dieselben grünen, runden Erbsen, die aus ledrigen Schoten gelöst werden müssen.
  8. Wie lange halten sich frische Markerbsen im Kühlschrank?
    Frische Markerbsen halten sich im Kühlschrank maximal 3-5 Tage, wobei die Qualität bereits ab dem zweiten Tag merklich nachlässt. Die optimalen Lagerbedingungen sind Temperaturen von 0-2°C bei hoher Luftfeuchtigkeit im Gemüsefach. Für die bestmögliche Frischeerhaltung wickeln Sie die Erbsen locker in ein feuchtes Küchentuch und legen sie in einen perforierten Plastikbeutel oder eine spezielle Frischhalteboxen mit Belüftung. So können sie atmen, ohne auszutrocknen. Der Geschmack verändert sich während der Lagerung merklich: Der natürliche Zucker wandelt sich kontinuierlich in Stärke um, wodurch die charakteristische Süße verloren geht und die Erbsen mehlig werden. Erste Anzeichen für Qualitätsverlust sind weiche oder schrumpelige Erbsen, dunkle Flecken, verblassende grüne Farbe oder ein muffiger Geruch. Sobald eines dieser Anzeichen auftritt, sollten die Erbsen schnell verarbeitet oder im Zweifelsfall entsorgt werden. Am besten schmecken Markerbsen deshalb direkt nach der Ernte.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertiges Markerbsen-Saatgut kaufen?
    Qualitativ hochwertiges Markerbsen-Saatgut erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die sich auf Saatgut spezialisiert haben. Samen.de, ein bekannter Spezialist für Qualitätssaatgut, bietet eine breite Auswahl verschiedener Markerbsen-Sorten mit unterschiedlichen Reifezeiten und Eigenschaften. Achten Sie beim Kauf auf Zertifizierungen, die Keimfähigkeit und die Sortenreinheit garantieren. Seriöse Anbieter geben immer das Erntejahr, die Keimrate und eine detaillierte Sortenbeschreibung an. Bio-zertifiziertes Saatgut ist besonders empfehlenswert, da es ohne chemische Behandlung produziert wurde. Auch örtliche Gartencenter und Raiffeisen-Märkte führen meist eine gute Auswahl. Online-Shops haben den Vorteil eines größeren Sortiments und detaillierter Produktbeschreibungen. Wichtig ist, dass das Saatgut kühl und trocken gelagert wurde. Kaufen Sie möglichst frisches Saatgut und lagern Sie es bis zur Aussaat an einem kühlen, trockenen Ort. Bewährte Sorten wie 'Wunder von Kelvedon' oder 'Frühe Harzerin' sind für Einsteiger besonders geeignet.
  10. Welches Gartenzubehör ist beim Anbau von Markerbsen besonders hilfreich?
    Beim Anbau von Markerbsen erweist sich spezifisches Gartenzubehör als sehr hilfreich für optimale Ergebnisse. Rankhilfen sind essentiell, da Markerbsen Kletterpflanzen sind - bewährt haben sich Rankgitter, Reisigbündel oder gespannte Drähte zwischen Holzpfählen. Die Gartenexperten von samen.de raten zu stabilen, mindestens 1,5 Meter hohen Konstruktionen für höher wachsende Sorten. Ein Pflanzholz oder Dibbler erleichtert das Setzen der Samen in die richtige Tiefe. Für die Aussaat sind Markierungsschnüre nützlich, um gerade Reihen zu ziehen. Gießkannen mit feiner Brause schonen die jungen Keimlinge. Ein Thermometer hilft bei der Bestimmung der optimalen Bodentemperatur für die Aussaat. Für den Pflanzenschutz sind Kulturschutznetze sinnvoll, die vor Vogelfraß schützen. Gartenhandschuhe und eine kleine Harke für die Bodenpflege gehören zur Grundausstattung. Bei der Ernte erleichtern Erntekörbe und eventuell eine Gartenleiter die Arbeit. Qualitätswerkzeuge sind eine lohnende Investition für mehrjährigen, erfolgreichen Markerbsen-Anbau.
  11. Welche biochemischen Prozesse finden in Markerbsen nach der Ernte statt?
    Nach der Ernte laufen in Markerbsen verschiedene biochemische Prozesse ab, die ihre Qualität und ihren Geschmack beeinflussen. Der wichtigste Prozess ist die Umwandlung von Zucker in Stärke durch das Enzym Amylase. Diese Reaktion beginnt unmittelbar nach der Trennung von der Pflanze und führt zum Verlust der charakteristischen Süße. Gleichzeitig wird die Zellatmung fortgesetzt, wobei Sauerstoff verbraucht und Kohlendioxid produziert wird. Dieser Prozess baut weitere Zucker ab und reduziert den Nährstoffgehalt. Enzyme wie Peroxidase und Catalase bleiben aktiv und können zu Geschmacks- und Farbveränderungen führen. Der Wassergehalt der Erbsen sinkt durch Verdunstung, was zu einer weicheren Textur führt. Proteine können durch Proteasen abgebaut werden, was die Nährwerte beeinflusst. Bei höheren Temperaturen beschleunigen sich alle diese Prozesse erheblich. Deshalb ist die sofortige Kühlung so wichtig - sie verlangsamt die enzymatischen Reaktionen und erhält die ursprünglichen Eigenschaften der Markerbsen länger.
  12. Wie beeinflusst der Blanchiervorgang die Nährstoffe in Markerbsen?
    Der Blanchiervorgang beeinflusst die Nährstoffe in Markerbsen sowohl positiv als auch negativ. Positiv wirkt sich aus, dass das kurze Erhitzen in kochendem Wasser die Enzyme deaktiviert, die sonst Vitamine und andere Nährstoffe abbauen würden. Besonders wichtig ist die Inaktivierung der Peroxidase, die Vitamin C zerstören kann. Das anschließende Abschrecken in Eiswasser stoppt den Kochprozess sofort und bewahrt die grüne Farbe sowie die Textur. Allerdings gehen beim Blanchieren wasserlösliche Vitamine teilweise verloren, insbesondere Vitamin C und B-Vitamine, die ins Kochwasser übergehen. Der Verlust hält sich jedoch in Grenzen, wenn die Blanchierzeit kurz gehalten wird - für Markerbsen reichen 1-2 Minuten völlig aus. Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium bleiben weitgehend erhalten. Protein und Ballaststoffe werden durch das Blanchieren nicht beeinträchtigt. Insgesamt überwiegen die Vorteile: Blanchierte und tiefgekühlte Erbsen behalten ihre Nährstoffe besser als unbehandelt gelagerte frische Erbsen, die ihre Vitamine kontinuierlich verlieren.
  13. Warum wandelt sich Zucker in Markerbsen nach der Ernte in Stärke um?
    Die Umwandlung von Zucker in Stärke nach der Ernte ist ein natürlicher Stoffwechselprozess, der in den Markerbsen abläuft. Während des Wachstums an der Pflanze werden kontinuierlich Zucker aus der Photosynthese transportiert und in den Samen eingelagert. Nach der Ernte stoppt dieser Zuckernachschub, aber die Erbsen 'leben' noch weiter und führen ihren Stoffwechsel fort. Das Enzym Stärke-Synthase wandelt nun den vorhandenen Zucker in Stärke um - eine Speicherform, die energetisch stabiler ist. Dieser Prozess dient eigentlich der Vorbereitung auf die Keimung: Die Stärke würde später wieder in Zucker umgewandelt, um dem keimenden Samen Energie zu liefern. Da wir die Erbsen aber verzehren wollen, ist dieser Vorgang unerwünscht. Die Umwandlung verläuft bei warmen Temperaturen sehr schnell - bereits nach wenigen Stunden bei Zimmertemperatur ist ein deutlicher Süße-Verlust messbar. Kühlung verlangsamt die Enzymaktivität erheblich, weshalb frisch geerntete Markerbsen sofort gekühlt werden sollten.
  14. Welche Rolle spielen Enzyme bei der Qualitätsveränderung gelagerter Markerbsen?
    Enzyme spielen eine zentrale Rolle bei der Qualitätsveränderung gelagerter Markerbsen und sind hauptsächlich für den Verfall verantwortlich. Die wichtigsten Enzyme sind Amylasen, die Zucker in Stärke umwandeln und damit den süßen Geschmack reduzieren. Pektinasen bauen die Zellwände ab, was zu einer weicheren, matschigen Textur führt. Chlorophyllasen sind für den Verlust der grünen Farbe verantwortlich - sie bauen das Chlorophyll ab, wodurch die Erbsen gelblich werden. Lipasen können Fette spalten und zu ranzigen Geschmacksnoten führen. Proteasen bauen Eiweiße ab, was den Nährwert mindert. Die Aktivität aller Enzyme ist stark temperaturabhängig: Bei 0°C sind sie nahezu inaktiv, bei 20°C arbeiten sie optimal. Deshalb ist Kühlung so wichtig für die Qualitätserhaltung. Das Blanchieren vor dem Einfrieren inaktiviert die meisten Enzyme durch Hitzeeinwirkung, weshalb blanchierte Tiefkühl-Erbsen ihre Qualität monatelang behalten. Ohne Enzymkontrolle würden Markerbsen innerhalb weniger Tage ihre charakteristischen Eigenschaften verlieren.
  15. Wie lassen sich Markerbsen optimal in kleine Portionen einfrieren?
    Für das optimale Einfrieren von Markerbsen in kleine Portionen empfiehlt sich eine systematische Vorgehensweise. Zunächst die Erbsen waschen, palen und 1-2 Minuten blanchieren, dann sofort in Eiswasser abschrecken und gründlich abtropfen lassen. Für die Portionierung haben sich Eiswürfelformen bewährt: Füllen Sie die blanchierten Erbsen in die Förmchen - so entstehen praktische, portionsgerechte Blöcke. Nach dem Durchfrieren können die Erbsen-Würfel in Gefrierbeutel umgefüllt werden. Alternativ verwenden Sie kleine Gefrierbeutel oder -dosen und portionieren nach Ihrem Bedarf - etwa 100-150g pro Portion für eine Beilage. Wichtig ist, möglichst viel Luft aus den Verpackungen zu entfernen, um Gefrierbrand zu vermeiden. Beschriften Sie alle Behälter mit Inhalt und Datum. Bei -18°C oder kälter halten sich die Portionen 8-12 Monate. Zum Verwenden die Erbsen nicht auftauen, sondern direkt gefroren in kochendes Wasser geben - das erhält Textur und Nährstoffe optimal.
  16. Welche Methode eignet sich am besten zum Trocknen von Markerbsen zu Hause?
    Für das Trocknen von Markerbsen zu Hause eignet sich am besten eine Kombination aus traditionellen und modernen Methoden. Die klassische Sonnentrocknung funktioniert bei warmen, trockenen Wetterbedingungen optimal: Breiten Sie die gepalten Erbsen einlagig auf einem sauberen Tuch oder Sieb aus und wenden Sie sie regelmäßig. Abends sollten sie ins Haus geholt werden, um Tau zu vermeiden. Der Trocknungsprozess dauert je nach Wetter 3-7 Tage. Zuverlässiger ist ein Dörrgerät bei kontrollierten 50-60°C - hier dauert der Vorgang etwa 8-12 Stunden. Als Alternative können Sie den Backofen bei niedrigster Temperatur (etwa 50°C) nutzen, wobei die Ofentür einen Spalt offen bleiben sollte. Die Erbsen sind fertig getrocknet, wenn sie hart sind und beim Schütteln klappern. Richtig getrocknete Markerbsen lassen sich in luftdichten Gläsern oder Behältern bis zu einem Jahr lagern. Vor der Verwendung werden sie über Nacht in Wasser eingeweicht und dann wie frische Erbsen gekocht.
  17. Stimmt es, dass getrocknete Markerbsen weniger Nährstoffe haben als frische?
    Getrocknete Markerbsen haben tatsächlich einen etwas veränderten Nährstoffgehalt im Vergleich zu frischen, aber die Unterschiede sind geringer als oft angenommen. Der deutlichste Verlust betrifft hitzeempfindliche Vitamine, insbesondere Vitamin C, das beim Trocknungsprozess größtenteils abgebaut wird. Auch einige B-Vitamine können reduziert werden. Allerdings bleiben die wichtigsten Nährstoffe weitgehend erhalten: Protein, Ballaststoffe, Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen sowie die meisten B-Vitamine sind nur minimal betroffen. Tatsächlich konzentrieren sich durch den Wasserentzug viele Nährstoffe sogar: 100g getrocknete Erbsen enthalten mehr Protein und Mineralstoffe als 100g frische. Der Kaloriengehalt steigt entsprechend an. Interessant ist, dass getrocknete Erbsen oft nährstoffreicher sind als wochenlang gelagerte 'frische' Erbsen, die kontinuierlich Vitamine verlieren. Zudem entwickeln getrocknete Erbsen durch den Konzentrationsprozess einen intensiveren Geschmack und sind praktisch unbegrenzt haltbar - ein großer Vorteil für die Vorratshaltung.
  18. In welchen Monaten ist die Markerbsen-Saison in Deutschland?
    Die Markerbsen-Saison in Deutschland erstreckt sich hauptsächlich von Juni bis August, kann aber je nach Aussaattermin und Sorte variieren. Frühe Sorten, die bereits im März gesät wurden, können schon ab Ende Mai/Anfang Juni geerntet werden. Die Haupterntezeit liegt zwischen Juni und Juli, wenn die meisten Hobbygärtner ihre Markerbsen pflücken. Bei gestaffelter Aussaat alle 2-3 Wochen kann die Erntezeit bis in den September hinein verlängert werden. Späte Sorten und Herbstaussaaten ermöglichen sogar eine zweite Erntewelle im September/Oktober. Regional gibt es Unterschiede: In südlichen, wärmeren Gebieten beginnt die Saison früher, in kälteren Regionen später. Die deutsche Freiland-Saison ist relativ kurz, da Markerbsen kühle Temperaturen bevorzugen und bei Sommerhitze schlecht wachsen. Importware aus anderen europäischen Ländern erweitert die Verfügbarkeit. Wer kontinuierlich eigene Markerbsen ernten möchte, sollte verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Reifezeiten anbauen und mehrere Aussaattermine planen. Tiefgefrorene Markerbsen sind ganzjährig verfügbar und oft direkt nach der Ernte schockgefrostet.
  19. Was unterscheidet Markerbsen von anderen Hülsenfrüchten bei der Lagerung?
    Markerbsen unterscheiden sich in ihren Lagerungsanforderungen deutlich von anderen Hülsenfrüchten. Der größte Unterschied besteht in ihrer extremen Empfindlichkeit: Während Bohnen oder Linsen relativ stabil sind, verlieren Markerbsen bereits innerhalb weniger Stunden bei Zimmertemperatur ihre Qualität durch Zucker-Stärke-Umwandlung. Sie benötigen sofortige Kühlung, was bei getrockneten Hülsenfrüchten unnötig ist. Frische Markerbsen halten nur 3-5 Tage im Kühlschrank, während andere frische Hülsenfrüchte oft länger haltbar sind. Ihr hoher Wassergehalt macht sie anfälliger für Schimmel und bakteriellen Verderb. Bei der Trocknung verhalten sie sich ähnlich wie andere Hülsenfrüchte, benötigen aber mehr Sorgfalt beim Trocknungsprozess. Eingefroren halten sich Markerbsen nach dem Blanchieren sehr gut, während viele andere Hülsenfrüchte roh eingefroren werden können. Die Lagertemperatur ist kritischer - bereits wenige Grad Unterschied beeinflussen die Haltbarkeit erheblich. Diese Besonderheiten machen Markerbsen zu einem der anspruchsvollsten Gemüse bei der Lagerung, weshalb sie oft direkt verarbeitet oder konserviert werden.
  20. Wie unterscheidet sich frisches Gemüse wie Markerbsen vom Tiefkühlgemüse?
    Der Unterschied zwischen frischen und tiefgekühlten Markerbsen ist oft geringer als vermutet und hängt stark vom Alter der 'frischen' Ware ab. Tiefkühlerbsen werden meist innerhalb weniger Stunden nach der Ernte blanchiert und schockgefrostet, wodurch sie ihre Nährstoffe optimal behalten. Frische Markerbsen aus dem eigenen Garten, die sofort verarbeitet werden, haben den höchsten Nährstoffgehalt und die beste Textur. Handelsübliche 'frische' Erbsen haben jedoch oft bereits Tage der Lagerung und des Transports hinter sich, wodurch sie Vitamine und Süße verloren haben. In diesem Fall können Tiefkühlerbsen sogar nährstoffreicher sein. Geschmacklich sind ganz frische Erbsen unschlagbar süß und knackig. Tiefkühlware ist nach dem Auftauen etwas weicher, aber immer noch gut. Der Vorteil von Tiefkühlerbsen liegt in ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gleichbleibenden Qualität und der zeitsparenden Zubereitung. Sie müssen nicht geputzt werden und sind vorblanchiert. Qualitativ hochwertige Erfahrene Gartenfachhändler weisen darauf hin, dass beide Varianten ihre Berechtigung haben - frisch für den sofortigen Genuss, tiefgekühlt für die praktische Vorratshaltung.
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