Gurken anbauen: Leckeres Sommergemüse selber ernten

Gurkenparadies im eigenen Garten: Von der Aussaat bis zur Ernte

Gurken sind vielseitige Gemüse in der Küche und im Garten. Ob knackig im Salat oder eingelegt als Snack – sie bereichern unseren Speiseplan auf vielfältige Weise.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Gurken lieben Wärme und Feuchtigkeit
  • Schlangengurken klettern, Einlegegurken bleiben kompakt
  • Lockerer, nährstoffreicher Boden ist entscheidend
  • Direktsaat ab Mitte Mai oder Vorkultur ab März

Gurken: Knackige Vielfalt für Garten und Gaumen

Die erfrischenden grünen Stängel bereichern unsere Sommergerichte. Gurken sind nicht nur in der Küche beliebt, sondern auch bei Hobbygärtnern gefragt. Sie sind relativ pflegeleicht und belohnen uns mit einer reichen Ernte.

Schlangengurken vs. Einlegegurken: Zwei Typen, ein Ziel

Obwohl beide zur gleichen Pflanzenfamilie gehören, unterscheiden sich Schlangen- und Einlegegurken deutlich. Schlangengurken sind die langen, meist gewächshausgezogenen Exemplare aus dem Supermarkt. Sie wachsen kletternd und können beachtliche Längen erreichen. Einlegegurken hingegen bleiben kompakt und eignen sich hervorragend zum Einmachen. Sie wachsen buschig und brauchen weniger Platz.

Der Gurkenanbau: Ein Überblick

Gurken zu ziehen erfordert einige Grundregeln. Sie mögen's warm und feucht, brauchen einen sonnigen Standort und einen lockeren, nährstoffreichen Boden. Die Aussaat erfolgt ab Mitte Mai direkt ins Freiland oder als Vorkultur ab März im Haus. Mit der richtigen Pflege erntet man von Juli bis September leckere Früchte.

Der perfekte Standort: Wo Gurken sich wohlfühlen

Bodenbeschaffenheit: Das Fundament für üppiges Wachstum

Gurken sind anspruchsvoll, was den Boden angeht. Sie bevorzugen eine lockere, humose Erde, die Nährstoffe und Feuchtigkeit gut speichern kann. Schwere, lehmige Böden sind eher ungeeignet. Vor der Pflanzung sollte man den Boden gründlich lockern und mit reifem Kompost anreichern. Ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 ist ideal.

Sonneneinstrahlung: Licht und Wärme für pralle Früchte

Gurken sind echte Sonnenanbeter. Sie brauchen mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung täglich. Ein Platz an der Südseite des Gartens ist perfekt. Aber Vorsicht: Zu viel pralle Mittagssonne kann die Blätter verbrennen. Ein leichter Schatten in den heißesten Stunden schadet nicht.

Windschutz: Ruhige Brise statt steifer Brise

Obwohl Gurken Wärme lieben, mögen sie keinen starken Wind. Er trocknet die Pflanzen aus und kann die zarten Blätter beschädigen. Ein Windschutz aus Hecken, Zäunen oder sogar hohen Nachbarpflanzen wie Mais kann helfen. Manche Gärtner bevorzugen selbstgebaute Windschutzwände aus Schilfmatten.

Freiland vs. Gewächshaus: Jeder Standort hat seine Vorteile

Im Freiland gedeihen Gurken prächtig, wenn das Wetter mitspielt. Sie schmecken oft aromatischer als ihre Gewächshaus-Kollegen. Allerdings sind sie auch den Launen der Natur ausgesetzt. Im Gewächshaus haben wir mehr Kontrolle über Temperatur und Feuchtigkeit. Hier können wir früher aussäen und länger ernten. Besonders Schlangengurken fühlen sich im Gewächshaus sehr wohl.

Den Boden vorbereiten: Das Bett für die grünen Lieblinge

Bodenlockerung: Luftige Erde für starke Wurzeln

Bevor die ersten Gurken in die Erde kommen, heißt es: Ran an die Grabgabel! Der Boden sollte mindestens spatentief gelockert werden. Das sorgt für gute Durchlüftung und erleichtert den Wurzeln das Wachstum. Bei schweren Böden kann man Sand oder feinen Kies untermischen, um die Struktur zu verbessern.

Nährstoffanreicherung: Kraftfutter für üppiges Wachstum

Gurken sind echte Nährstoff-Fresser. Eine großzügige Portion gut verrotteter Kompost oder alter Mist sorgt für einen guten Start. Pro Quadratmeter kann man etwa zwei bis drei Liter einarbeiten. Wer's genau wissen will, lässt eine Bodenprobe analysieren. So vermeidet man Über- oder Unterdüngung.

pH-Wert optimieren: Die richtige Balance finden

Gurken mögen's leicht sauer bis neutral. Ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 ist optimal. Mit einem einfachen Test-Set aus dem Gartencenter lässt sich der Wert leicht bestimmen. Ist der Boden zu sauer, hilft Kalk. Bei zu alkalischen Böden kann man Torf oder Schwefel einarbeiten. Aber Vorsicht: Nur in kleinen Schritten vorgehen!

Einsatz von Mulchfolie: Wärme speichern und Unkraut vermeiden

Eine Mulchfolie kann sehr nützlich sein. Sie hält den Boden feucht, unterdrückt Unkraut und speichert Wärme. Besonders schwarze Folie heizt den Boden auf – ideal für wärmeliebende Gurken. Vor dem Auslegen der Folie den Boden gründlich wässern. Dann Pflanzlöcher ausschneiden und los geht's!

Aussaat und Vorkultur: Der Start ins Gurkenleben

Zeitpunkt der Aussaat: Timing ist wichtig

Für die Direktsaat ins Freiland sollten wir bis Mitte Mai warten. Dann sind die Nächte warm genug und Spätfröste unwahrscheinlich. Wer früher ernten möchte, kann ab März im Haus vorziehen. Die Jungpflanzen kommen dann Anfang bis Mitte Mai nach draußen. Aber Achtung: Gurken sind frostempfindlich!

Methoden der Vorkultur: Anzucht mit Bedacht

Zur Vorkultur eignen sich Anzuchttöpfe oder -platten mit nährstoffarmer Aussaaterde. Die Samen etwa 1-2 cm tief stecken und feucht halten. Bei 20-25°C keimen sie innerhalb einer Woche. Ein heller, aber nicht zu sonniger Platz ist ideal. Regelmäßiges Umtopfen in größere Gefäße fördert kräftiges Wachstum.

Direktsaat im Freiland: Natur pur

Wer direkt ins Beet sät, sollte Saatrillen von etwa 2 cm Tiefe ziehen. Pro Stelle 2-3 Samen legen und leicht mit Erde bedecken. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte später 40-50 cm betragen. Nach dem Aufgehen die schwächsten Pflänzchen entfernen. Bei kühlem Wetter können Vlies oder Folientunnel die Keimung beschleunigen.

Auspflanzen vorgezogener Setzlinge: Behutsamer Umzug

Vorgezogene Gurken sind empfindlich. An warmen, bedeckten Tagen pflanzen und vorher abhärten. Die Setzlinge vorsichtig aus den Töpfen lösen und bis zum ersten Blattpaar in die Erde setzen. Gut angießen und in den ersten Tagen vor praller Sonne schützen. Ein Gießrand um jede Pflanze erleichtert das Wässern.

Mit diesen Grundlagen sind wir gut vorbereitet, um unsere eigenen knackigen Gurken zu ziehen. Ob Schlangen- oder Einlegegurke – mit der richtigen Pflege werden wir bald eine reiche Ernte einfahren. Vielleicht entdecken wir dabei sogar unseren grünen Daumen!

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Pflege während der Wachstumsphase: So gedeihen Ihre Gurken prächtig

Gurken brauchen während ihres Wachstums besondere Aufmerksamkeit. Hier sind einige bewährte Tipps für die Pflege.

Bewässerung: Wichtig für den Erfolg

Gurken bestehen zu über 90% aus Wasser und benötigen etwa 2-3 Liter Wasser pro Woche und Pflanze. Bei Hitze oder in Töpfen kann der Bedarf steigen.

Gießen Sie vorzugsweise morgens oder abends. Tröpfchenbewässerung versorgt die Wurzeln gleichmäßig, ohne die Blätter zu benetzen, was Pilzkrankheiten vorbeugt.

Düngung: Nährstoffe für gesunde Gurken

Gurken benötigen viele Nährstoffe, besonders Stickstoff, Phosphor und Kalium. Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne geben Nährstoffe langsam ab und verbessern die Bodenstruktur. Alle 2-3 Wochen eine Handvoll Kompost um die Pflanze einarbeiten fördert das Wachstum.

Mineralische Dünger wirken schneller, aber Vorsicht vor Überdüngung, die zu Verbrennungen führen kann.

Unkrautbekämpfung: Freier Raum für Gurken

Regelmäßiges Jäten verhindert, dass Unkraut den Gurken Wasser und Nährstoffe entzieht. Mulchen Sie den Boden um die Gurken mit Stroh oder Rasenschnitt, um Unkraut fernzuhalten, Feuchtigkeit zu speichern und den Boden kühl zu halten.

Aufbinden und Leiten: Unterstützung geben, Platz sparen

Je nach Gurkenart ist die Vorgehensweise unterschiedlich:

Rankhilfen für Schlangengurken

Schlangengurken benötigen Rankhilfen wie Spaliere oder Tomatenhauben. Binden Sie die Haupttriebe locker mit Juteschnur an und leiten Sie sie nach oben. Dies hält die Früchte sauber und gerade.

Bodenwachstum bei Einlegegurken

Einlegegurken wachsen am besten am Boden. Streuen Sie Stroh unter, damit die Früchte nicht direkt auf der Erde liegen. So bleiben sie sauber und faulen weniger leicht.

Spezielle Pflegetipps für Schlangengurken

Ausgeizen: Reduzieren für besseres Wachstum

Bei Schlangengurken sollten Sie regelmäßig ausgeizen - die Seitentriebe in den Blattachseln entfernen. Belassen Sie nur den Haupttrieb und einige kräftige Seitentriebe. Dies konzentriert die Kraft der Pflanze auf wenige, dafür prächtige Gurken.

Vertikale Kultivierung: In die Höhe wachsen

Schlangengurken an Rankhilfen zu ziehen spart Platz und fördert die Durchlüftung. Dies beugt Krankheiten vor und erleichtert die Ernte. Alte Leitern oder selbstgebaute Holzgerüste eignen sich gut als Rankhilfen.

Optimale Fruchtentwicklung

Für gerade, gleichmäßig geformte Gurken sollten Sie die Früchte regelmäßig drehen. Drehen Sie die Gurken alle paar Tage vorsichtig um 90 Grad für ein gleichmäßiges Wachstum.

Spezielle Pflegetipps für Einlegegurken

Bodenabdeckung: Sauber und feucht

Einlegegurken bevorzugen bodennahe, aber nicht zu feuchte Bedingungen. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt hält die Früchte sauber und den Boden feucht. Schwarze Mulchfolie wärmt den Boden zusätzlich.

Regelmäßige Ernte für kontinuierlichen Ertrag

Bei Einlegegurken fördert häufiges Ernten die Bildung neuer Früchte. Pflücken Sie die Gurken, sobald sie die gewünschte Größe erreicht haben. Eine Ernte alle zwei Tage ist empfehlenswert.

Größenmanagement: Klein und schmackhaft

Einlegegurken schmecken am besten, wenn sie noch klein sind. Ernten Sie sie, bevor sie länger als 10 cm werden. Größere Exemplare können bitter und holzig werden. Entfernen Sie auch übergroße Gurken, um die Bildung neuer Früchte zu fördern.

Mit diesen Tipps werden Ihre Gurken - ob Schlangen- oder Einlegegurken - gut gedeihen. Genießen Sie Ihre selbstgezogenen, frischen Gurken aus dem eigenen Garten!

Krankheiten und Schädlinge bei Gurken: So schützen Sie Ihre Ernte

Gurken sind zwar robust, aber leider nicht immun gegen Krankheiten und Schädlinge. Hier erfahren Sie, wie Sie die häufigsten Probleme erkennen und bekämpfen können.

Echter Mehltau: Der weiße Belag auf den Blättern

Echter Mehltau ist eine Pilzerkrankung, die sich durch einen weißen, mehlartigen Belag auf den Blättern zeigt. Die Blätter können sich verfärben und absterben.

Vorbeugung:

  • Wählen Sie resistente Sorten
  • Sorgen Sie für gute Luftzirkulation
  • Vermeiden Sie Überkopfbewässerung

Bekämpfung:

  • Entfernen Sie befallene Pflanzenteile
  • Spritzen Sie mit einer Lösung aus Backpulver und Wasser
  • In hartnäckigen Fällen: Verwenden Sie zugelassene Fungizide

Falscher Mehltau: Gefährlich, aber behandelbar

Falscher Mehltau äußert sich durch gelbliche Flecken auf der Blattoberseite und einen grau-violetten Pilzrasen auf der Unterseite.

Präventive Maßnahmen:

  • Pflanzen Sie Gurken an luftigen Standorten
  • Gießen Sie morgens, damit die Blätter über Tag abtrocknen
  • Entfernen Sie Unkraut, das als Wirtspflanze dienen kann

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Schneiden Sie befallene Pflanzenteile großzügig weg
  • Spritzen Sie mit einer Molke-Lösung (1:10 mit Wasser verdünnt)
  • Bei starkem Befall: Greifen Sie auf biologische Fungizide zurück

Die Gurkenfliege: Ein lästiger, aber beherrschbarer Schädling

Die Larven der Gurkenfliege fressen an den Wurzeln und Stängeln junger Pflanzen. Befallene Pflanzen welken und sterben ab.

Identifikation:

  • Kleine, gelbliche Maden im Wurzelbereich
  • Plötzliches Welken junger Pflanzen
  • Fraßgänge im unteren Stängelbereich

Schutzmaßnahmen:

  • Verwenden Sie Kulturschutznetze
  • Pflanzen Sie Gurken erst ab Mitte Mai aus
  • Mulchen Sie den Boden, um die Eiablage zu erschweren

Natürliche Feinde:

  • Fördern Sie Laufkäfer und Kurzflügelkäfer im Garten
  • Setzen Sie Nematoden ein, die die Larven parasitieren

Weitere Plagegeister im Gurkenbeet

Spinnmilben: Winzig, aber gefräßig

Diese kleinen Spinnentiere saugen an den Blättern und hinterlassen feine Gespinste. Bei starkem Befall werden die Blätter gelb und fallen ab.

Tipp: Spritzen Sie die Blattunterseiten regelmäßig mit Wasser ab. Bei starkem Befall hilft eine Behandlung mit Neem-Öl.

Blattläuse: Die grünen Sauger

Blattläuse vermehren sich rasant und schwächen die Pflanzen durch Saugen an jungen Trieben.

Tipp: Fördern Sie Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen. Ein starker Wasserstrahl kann die Läuse abspülen.

Grauschimmel: Feuchtigkeit ist sein bester Freund

Grauschimmel tritt besonders bei feuchter Witterung auf und befällt Blätter, Stängel und Früchte.

Tipp: Sorgen Sie für gute Belüftung und entfernen Sie befallene Pflanzenteile sofort. Mulchen Sie den Boden, um Spritzwasser zu verhindern.

Ernte: Der Lohn der Mühe

Nach all der Pflege und dem Kampf gegen Schädlinge kommt endlich der schönste Teil: die Ernte!

Der perfekte Zeitpunkt für die Gurkenernte

Ernten Sie Ihre Gurken, wenn sie die sortentypische Größe erreicht haben. Bei Einlegegurken ist das oft schon bei 5-10 cm der Fall, Schlangengurken können bis zu 30 cm lang werden.

Tipp: Ernten Sie lieber zu früh als zu spät. Überreife Gurken schmecken bitter und hemmen die weitere Fruchtbildung.

So ernten Sie richtig

  • Verwenden Sie ein scharfes Messer oder eine Schere
  • Schneiden Sie die Gurke mit einem kurzen Stielstück ab
  • Vermeiden Sie Verletzungen an der Pflanze
  • Ernten Sie am besten morgens, wenn die Pflanzen prall gefüllt sind

Frisch geerntete Gurken richtig lagern

Gurken mögen es kühl, aber nicht zu kalt. Die optimale Lagertemperatur liegt bei 10-12°C.

  • Wickeln Sie die Gurken in ein feuchtes Tuch
  • Lagern Sie sie im Gemüsefach des Kühlschranks
  • Verbrauchen Sie sie innerhalb von 1-2 Wochen

Kontinuierliche Ernte für maximalen Ertrag

Regelmäßiges Ernten regt die Pflanze zur Bildung neuer Früchte an. Ernten Sie daher alle 2-3 Tage.

Tipp: Entfernen Sie auch krumme oder zu klein gebliebene Früchte. Sie kosten die Pflanze nur unnötig Kraft.

Mit diesen Tipps zu Schädlingsbekämpfung und Ernte steht einer reichen Gurkenernte nichts mehr im Wege. Viel Spaß beim Gärtnern und guten Appetit!

Mischkultur und Fruchtfolge beim Gurkenanbau

Gurken gedeihen besonders gut in einer durchdachten Mischkultur. Sie vertragen sich hervorragend mit Dill, der nicht nur als Würzkraut dient, sondern auch Nützlinge anlockt. Auch Basilikum, Kapuzinerkresse und Ringelblumen sind willkommene Nachbarn. Diese Kräuter und Blumen halten Schädlinge fern und locken bestäubende Insekten an.

Günstige Nachbarn für Gurken

  • Salat: Nutzt den Boden optimal aus und schützt vor Verdunstung
  • Zwiebeln und Knoblauch: Halten mit ihren ätherischen Ölen Schädlinge fern
  • Mais: Bietet Windschutz und Schatten

Ungünstige Kombinationen

Vorsicht ist geboten bei der Nachbarschaft zu anderen Kürbisgewächsen wie Zucchini oder Kürbis. Sie konkurrieren um Nährstoffe und können sich gegenseitig mit Mehltau anstecken. Auch Tomaten und Kartoffeln sollten nicht direkt neben Gurken wachsen.

Clever geplante Fruchtfolge

Um Nährstoffmangel und Krankheiten vorzubeugen, sollten Gurken nicht jedes Jahr am selben Platz angebaut werden. Eine vierjährige Anbaupause ist ideal. Gute Vorfrüchte sind Kohlarten oder Hülsenfrüchte, die den Boden mit Stickstoff anreichern.

Gurken in Töpfen und auf dem Balkon

Auch wer keinen Garten hat, kann frische Gurken anbauen. Viele Sorten eignen sich hervorragend für den Anbau in Töpfen oder Kübeln auf Balkon und Terrasse.

Kompakte Sorten für begrenzte Räume

Für den Topfanbau eignen sich besonders gut kompakte Buschgurken oder kleinwüchsige Schlangengurken. Mini-Snackgurken sind ebenfalls eine gute Wahl, da sie weniger Platz benötigen und kontinuierlich kleine Früchte produzieren.

Die richtige Topfgröße und das passende Substrat

Gurken brauchen viel Platz für ihre Wurzeln. Ein Topf sollte mindestens 10 Liter Volumen haben, besser sind 20 Liter oder mehr. Als Substrat eignet sich nährstoffreiche Pflanzerde, gemischt mit Kompost. Eine Drainage-Schicht aus Blähton am Topfboden verhindert Staunässe.

Spezielle Pflegetipps für Topfkulturen

Topfgurken benötigen mehr Aufmerksamkeit als ihre Artgenossen im Beet. Regelmäßiges Gießen ist ein Muss, da die Erde in Gefäßen schneller austrocknet. An heißen Tagen kann zweimal tägliches Wässern nötig sein. Auch die Düngung sollte häufiger erfolgen, etwa alle zwei Wochen mit einem organischen Flüssigdünger.

Bio-Anbau von Gurken: Natürlich und nachhaltig

Beim biologischen Gurkenanbau steht die Förderung eines gesunden Bodenlebens im Vordergrund. Dies schafft die Basis für kräftige, widerstandsfähige Pflanzen.

Natürliche Düngemethoden

Im Bio-Anbau kommen organische Alternativen zum Einsatz. Bewährt haben sich:

  • Kompost: Verbessert die Bodenstruktur und liefert Nährstoffe
  • Hornspäne: Geben langsam Stickstoff ab
  • Brennnesseljauche: Reich an Stickstoff und Mineralstoffen

Biologischer Pflanzenschutz

Bio-Gärtner setzen auf natürliche Methoden zur Schädlingsbekämpfung. Bewährte Maßnahmen sind:

  • Nützlingsförderung durch Blühstreifen
  • Einsatz von Neem-Öl gegen Blattläuse
  • Aufstellen von Gelbtafeln zur Schädlingsüberwachung

Saatgutauswahl im Bio-Anbau

Im ökologischen Landbau wird auf samenfestes Saatgut gesetzt. Diese Sorten können selbst vermehrt werden und passen sich über Generationen an lokale Bedingungen an. Hybride sind zwar oft ertragreicher, aber für eine nachhaltige Gartenkultur weniger geeignet.

Von der Ernte bis auf den Teller

Ernteertrag: Was können wir erwarten?

Der Ertrag von Gurkenpflanzen kann stark variieren. Im Durchschnitt liefert eine gesunde Freilandpflanze etwa 5-7 kg Gurken. Bei optimalen Bedingungen im Gewächshaus können es sogar bis zu 15 kg pro Pflanze sein. Einlegegurken bringen es auf 30-50 Früchte pro Pflanze.

Vielseitige Verwendung in der Küche

Frische Gurken sind wahre Allrounder in der Küche. Roh sind sie erfrischend in Salaten oder als knackiger Snack. Auch gekocht oder gedünstet machen sie eine gute Figur, etwa in Suppen oder als Gemüsebeilage. Einlegegurken eignen sich hervorragend zum Einmachen und verlängern so den Gurkengenuss bis in den Winter.

Konservieren für den Wintervorrat

Einlegen: Der Klassiker

Das Einlegen in Essig-Salz-Lake ist die bekannteste Methode, um Gurken haltbar zu machen. Gewürze wie Dill, Pfeffer und Senfkörner verleihen den Gurken ihr typisches Aroma. Nach etwa 6 Wochen Reifezeit sind die Gewürzgurken verzehrfertig und halten sich kühl gelagert bis zu einem Jahr.

Einfrieren: Schnell und praktisch

Überraschend gut lassen sich Gurken auch einfrieren. In Scheiben geschnitten und portionsweise verpackt, eignen sie sich hervorragend für Smoothies oder zum schnellen Auftauen für Salate. Allerdings verlieren sie dabei ihre knackige Konsistenz und eignen sich nach dem Auftauen nicht mehr als Rohkost.

Gurkenglück: Ein Gemüse mit Zukunft

Ob knackig frisch aus dem Garten oder eingelegt als Wintervorrat – Gurken sind ein vielseitiges Gemüse, das in keinem Garten fehlen sollte. Mit den richtigen Anbaumethoden, von der Mischkultur bis zum biologischen Pflanzenschutz, gelingt die Ernte auch Anfängern. Selbst auf dem Balkon lassen sich mit den richtigen Sorten und etwas Pflege beachtliche Erträge erzielen. Gurken bieten vielfältige Möglichkeiten für Gärtner und Genießer gleichermaßen.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Unterschiede bestehen zwischen Schlangengurken und Einlegegurken beim Anbau?
    Schlangengurken und Einlegegurken unterscheiden sich grundlegend in ihrer Wuchsform und Anbauweise. Schlangengurken wachsen kletternd und benötigen zwingend Rankhilfen wie Spaliere oder Gitter, da sie beachtliche Längen erreichen können. Sie werden vertikal kultiviert und regelmäßig ausgegeizt, wobei nur der Haupttrieb und wenige kräftige Seitentriebe belassen werden. Einlegegurken hingegen wachsen buschig und kompakt am Boden. Sie benötigen deutlich weniger Platz und keine aufwendigen Kletterhilfen. Stattdessen wird der Boden um die Pflanzen mit Stroh gemulcht, damit die Früchte nicht direkt auf der Erde liegen und sauber bleiben. Während Schlangengurken kontinuierlich nach oben geleitet werden müssen, entwickeln sich Einlegegurken eigenständig in die Breite. Auch bei der Ernte gibt es Unterschiede: Einlegegurken werden häufiger und bei kleinerer Größe geerntet, um die Bildung neuer Früchte zu fördern.
  2. Welche Bodenbeschaffenheit benötigen Gurken für optimales Wachstum?
    Gurken stellen hohe Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit und benötigen eine lockere, humose Erde mit guter Wasser- und Nährstoffspeicherung. Der Boden sollte mindestens spatentief gelockert werden, um eine optimale Durchlüftung zu gewährleisten. Schwere, lehmige Böden sind ungeeignet und müssen mit Sand oder feinem Kies aufgebessert werden. Eine großzügige Kompostgabe von 2-3 Litern pro Quadratmeter sorgt für die nötige Nährstoffversorgung. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,0 - leicht sauer bis neutral. Bei zu saurem Boden hilft Kalk, bei zu alkalischen Bedingungen kann Torf oder Schwefel eingearbeitet werden. Die Erde muss feucht, aber nicht staunass sein. Eine gute Drainage ist daher wichtig. Mulchfolie kann zusätzlich helfen, die Bodenwärme zu speichern und Unkraut zu unterdrücken, was besonders bei wärmeliebenden Gurken von Vorteil ist.
  3. Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Gurken im Freiland?
    Die Direktsaat von Gurken im Freiland sollte erst ab Mitte Mai erfolgen, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind. Gurken sind extrem frostempfindlich und benötigen konstant warme Temperaturen. Die Bodentemperatur sollte mindestens 12-15°C betragen, optimal sind 18-20°C. Wer früher ernten möchte, kann bereits ab März mit der Vorkultur im Haus beginnen. Die vorgezogenen Jungpflanzen werden dann Anfang bis Mitte Mai ins Freiland ausgepflanzt, nachdem sie zuvor abgehärtet wurden. Bei der Direktsaat werden 2-3 Samen pro Stelle etwa 1-2 cm tief in die Erde gelegt. Der Abstand zwischen den späteren Pflanzen sollte 40-50 cm betragen. Bei kühlem Wetter können Vlies oder kleine Folientunnel die Keimung beschleunigen und die jungen Pflanzen vor Kälteeinbrüchen schützen. Regional kann der optimale Zeitpunkt je nach Klimazone um wenige Wochen variieren.
  4. Wie werden Rankhilfen bei Schlangengurken richtig eingesetzt?
    Schlangengurken benötigen von Anfang an stabile Rankhilfen, da sie natürlicherweise kletternd wachsen. Spaliere aus Holz oder Metall, Tomatenhauben oder selbstgebaute Konstruktionen aus Holzlatten eignen sich hervorragend. Die Rankhilfe sollte mindestens 1,80 m hoch sein und fest im Boden verankert werden. Die Haupttriebe werden locker mit Juteschnur oder weichen Bändern an die Rankhilfe gebunden - niemals fest schnüren, da dies das Wachstum behindert. Spezialisierte Gartenfachhändler bieten verschiedene Ranksysteme an, die optimal auf Schlangengurken abgestimmt sind. Die Pflanzen werden spiralförmig um die Rankhilfe geleitet und regelmäßig neu angebunden. Seitentriebe in den unteren 60 cm sollten komplett entfernt werden (Ausgeizen). Weiter oben können kräftige Seitentriebe belassen werden, sollten aber nach dem ersten Fruchtansatz gestutzt werden. Eine vertikale Kultivierung spart Platz, verbessert die Belüftung und erleichtert die Ernte erheblich.
  5. Welche speziellen Pflegemaßnahmen benötigen Einlegegurken während der Wachstumsphase?
    Einlegegurken benötigen eine bodennah orientierte Pflege, da sie buschig wachsen. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist das Mulchen mit Stroh oder Grasschnitt, um die Früchte sauber zu halten und Fäulnis zu verhindern. Schwarze Mulchfolie kann zusätzlich den Boden erwärmen. Die Bewässerung muss gleichmäßig erfolgen - etwa 2-3 Liter pro Woche und Pflanze. Dabei sollte morgens oder abends gegossen werden, um Pilzkrankheiten zu vermeiden. Eine regelmäßige Ernte alle 2-3 Tage fördert die Bildung neuer Früchte. Einlegegurken schmecken am besten, wenn sie bei 5-10 cm Länge geerntet werden. Größere Exemplare werden bitter und holzig. Im Gegensatz zu Schlangengurken wird bei Einlegegurken nicht ausgegeizt - sie dürfen sich natürlich entwickeln. Die Düngung erfolgt alle 2-3 Wochen mit Kompost oder organischem Flüssigdünger. Regelmäßige Unkrautentfernung ist wichtig, damit die Gurken nicht um Nährstoffe und Wasser konkurrieren müssen.
  6. Worin unterscheidet sich der Gurkenanbau von anderen Kürbisgewächsen?
    Gurken unterscheiden sich von anderen Kürbisgewächsen in mehreren wesentlichen Punkten. Sie sind deutlich wärmebedürftiger und frostempfindlicher als Zucchini oder Kürbis. Während Kürbisse und Zucchini oft schon bei 8-10°C keimen, benötigen Gurken mindestens 12-15°C Bodentemperatur. Gurken haben einen höheren Wasserbedarf und reagieren empfindlicher auf Trockenheit. Ihre Früchte werden unreif geerntet, während Kürbisse vollreif geerntet werden. Bei der Kultivierung zeigen sich ebenfalls Unterschiede: Schlangengurken werden vertikal an Rankhilfen gezogen, während die meisten anderen Kürbisgewächse am Boden wachsen. Gurken sind anfälliger für Mehltau und benötigen eine bessere Luftzirkulation. Die Fruchtfolge ist wichtig - Gurken sollten nicht nach anderen Kürbisgewächsen angebaut werden, da sie ähnliche Nährstoffe verbrauchen und Krankheiten übertragen können. Auch der Platzbedarf variiert: Während Kürbisse viel Fläche benötigen, können Gurken durch vertikalen Anbau platzsparender kultiviert werden.
  7. Wie unterscheidet sich die Pflege von Salatgurken im Vergleich zu anderen Gemüsearten?
    Salatgurken benötigen eine intensivere Pflege als die meisten anderen Gemüsearten. Ihr hoher Wasserbedarf von 2-3 Litern pro Woche übertrifft den von Tomaten oder Paprika deutlich. Anders als bei Wurzelgemüse muss die Bewässerung konstant erfolgen, da Schwankungen zu bitteren oder unförmigen Früchten führen. Die Nährstoffversorgung ist anspruchsvoller - Gurken sind Starkzehrer und benötigen alle 2-3 Wochen Dünger, während Schwachzehrer wie Salat nur wenig Dünger brauchen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gemüsearten erfordern Schlangengurken das regelmäßige Ausgeizen und eine vertikale Kultur. Die Krankheitsanfälligkeit ist höher als bei robusten Gemüsesorten wie Kohl oder Zwiebeln. Gurken reagieren empfindlicher auf Temperaturschwankungen und benötigen einen windgeschützten Standort. Auch die Erntefrequenz ist intensiver - während Kohl oder Möhren einmalig geerntet werden, müssen Gurken alle 2-3 Tage gepflückt werden, um die weitere Fruchtbildung anzuregen.
  8. Wie hoch ist der durchschnittliche Ernteertrag bei Gurkenpflanzen pro Saison?
    Der Ernteertrag von Gurkenpflanzen variiert stark je nach Anbauform und Sorte. Eine gesunde Freilandpflanze liefert im Durchschnitt 5-7 kg Gurken pro Saison. Bei optimalen Bedingungen im Gewächshaus kann der Ertrag sogar auf bis zu 15 kg pro Pflanze steigen, da hier Temperatur und Feuchtigkeit besser kontrolliert werden können. Einlegegurken bringen es auf etwa 30-50 einzelne Früchte pro Pflanze, was einem Gewicht von 3-5 kg entspricht. Schlangengurken produzieren weniger Früchte, diese sind aber deutlich größer und schwerer. Der Ertrag hängt maßgeblich von der Pflege ab: regelmäßiges Gießen, ausreichende Düngung und konsequente Ernte fördern die Produktivität. Auch die Sorte spielt eine wichtige Rolle - moderne Hybride sind oft ertragreicher als alte Sorten. Die Erntezeit erstreckt sich von Juli bis September, bei Gewächshauskulturen sogar von Juni bis Oktober. Eine kontinuierliche Ernte alle 2-3 Tage ist entscheidend für maximale Erträge.
  9. Welche hochwertigen Gurkensamen eignen sich am besten für Hobbygärtner?
    Für Hobbygärtner eignen sich besonders resistente und pflegeleichte Gurkensorten, die auch unter weniger optimalen Bedingungen gute Erträge liefern. Bewährte Schlangengurken-Sorten sind 'Marketmore' und 'Chinese Snake', die robust gegen Krankheiten sind. Bei Einlegegurken haben sich 'Vorgebirgstraube' und 'Delikatess' bewährt. Samen.de, ein etablierter Spezialist für Qualitätssaatgut, bietet eine breite Auswahl mehltauresistenter Sorten, die sich ideal für den Hausgarten eignen. Für Anfänger sind F1-Hybride empfehlenswert, da sie einheitlicher wachsen und höhere Erträge bringen. Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, kann auf samenfeste Sorten zurückgreifen, die sich selbst vermehren lassen. Kompakte Sorten wie 'Bush Champion' eignen sich hervorragend für kleine Gärten oder den Balkonanbau. Bei der Auswahl sollte auf Resistenzen gegen Echten und Falschen Mehltau geachtet werden. Die Gartenexperten empfehlen, verschiedene Sorten auszuprobieren, um die für den eigenen Standort optimale Variante zu finden.
  10. Wo kann man qualitätsgeprüfte Gurken-Setzlinge für den Balkonanbau erhalten?
    Qualitätsgeprüfte Gurken-Setzlinge für den Balkonanbau erhält man am besten bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die über entsprechende Expertise verfügen. Samen.de gehört zu den etablierten Anbietern, die sich auf hochwertiges Pflanzenmaterial spezialisiert haben und kompetente Beratung für den Balkonanbau bieten. Auch örtliche Gärtnereien und Gartencenter führen in der Regel ab April/Mai vorgezogene Gurkensetzlinge. Wichtig ist, auf kräftige, dunkelgrüne Pflanzen ohne gelbe Blätter zu achten. Die Setzlinge sollten bereits 3-4 echte Blätter haben und einen kompakten Wuchs zeigen. Für den Balkon eignen sich besonders kompakte Sorten und Mini-Gurken, die weniger Platz benötigen. Viele Anbieter kennzeichnen ihre Pflanzen entsprechend als 'balkongeeignet' oder 'für Topfkultur'. Der beste Kaufzeitpunkt ist ab Mitte Mai, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Online-Gartenshops bieten oft eine größere Sortenauswahl, während lokale Händler den Vorteil der persönlichen Beratung haben.
  11. Welche physiologischen Prozesse laufen bei der Fruchtentwicklung von Gurken ab?
    Die Fruchtentwicklung bei Gurken erfolgt durch komplexe physiologische Prozesse. Nach der Bestäubung beginnt die Fruchtanlage durch hormonelle Signale, hauptsächlich durch Auxine und Gibberelline. Diese Pflanzenhormone steuern das Zellwachstum und die Zellteilung im Fruchtgewebe. Gurken können sowohl durch Bestäubung als auch parthenokarpatisch (ohne Befruchtung) Früchte entwickeln, was besonders bei Gewächshaus-Schlangengurken der Fall ist. Während der Entwicklung findet ein intensiver Stofftransport von den Blättern zu den Früchten statt. Photosynthese-Produkte werden als Saccharose über das Phloem transportiert und in der Frucht in Stärke umgewandelt. Das schnelle Wachstum erfordert eine kontinuierliche Wasseraufnahme - Gurkenfrüchte bestehen zu über 95% aus Wasser. Die Fruchtform wird durch genetische Faktoren und Wachstumsregulatoren bestimmt. Bei Stress oder ungleichmäßiger Wasserversorgung können Wachstumsstörungen auftreten, die zu gekrümmten oder bitteren Früchten führen.
  12. Wie beeinflusst die Bodentemperatur die Keimung von Cucumber-Samen?
    Die Bodentemperatur ist der entscheidende Faktor für die erfolgreiche Keimung von Cucumber-Samen. Bei Temperaturen unter 12°C findet praktisch keine Keimung statt, während die optimale Keimtemperatur bei 20-25°C liegt. Bei diesen idealen Bedingungen keimen Gurkensamen innerhalb von 5-8 Tagen. Niedrigere Temperaturen zwischen 15-18°C verlängern die Keimdauer auf 10-14 Tage und erhöhen das Risiko von Fäulnis. Die Temperatur beeinflusst direkt die Enzymaktivität im Samen - erst ab einer bestimmten Mindesttemperatur werden die für die Keimung notwendigen biochemischen Prozesse aktiviert. Bei zu kalten Böden können die Samen sogar absterben oder von Pilzen befallen werden. Konstante Temperaturen sind wichtiger als hohe Spitzenwerte. Temperaturschwankungen können die Keimung hemmen oder zu ungleichmäßigem Aufgang führen. Schwarze Mulchfolie oder Gewächshäuser helfen dabei, die Bodentemperatur zu erhöhen und zu stabilisieren. Profis messen die Bodentemperatur in 5 cm Tiefe, da dort die Samen liegen.
  13. Welche biochemischen Veränderungen treten bei der Reifung von Gurken auf?
    Bei der Reifung von Gurken laufen verschiedene biochemische Prozesse ab, die Geschmack, Textur und Nährstoffgehalt beeinflussen. In der Jugendphase enthalten Gurkenfrüchte viele Pektine, die für die feste Struktur sorgen. Mit zunehmender Reife werden diese durch Pektinasen abgebaut, wodurch die Frucht weicher wird. Der Chlorophyllgehalt nimmt ab, was zu einer Aufhellung der grünen Farbe führt. Gleichzeitig steigt der Gehalt an ätherischen Ölen und Bitterstoffen, besonders in der Schale. Diese Cucurbitacine können bei überreifen oder gestressten Früchten zu deutlicher Bitterkeit führen. Der Zuckergehalt verändert sich ebenfalls - während junge Gurken hauptsächlich Stärke enthalten, bilden sich bei der Reifung vermehrt lösliche Zucker. Der pH-Wert sinkt leicht durch die Bildung organischer Säuren. Enzyme wie Peroxidasen und Phenoloxidasen werden aktiver, was zu Bräunungsreaktionen führen kann. Bei kommerziellen Gurken wird die Ernte vor der vollständigen physiologischen Reife durchgeführt, um die gewünschte Textur und den milden Geschmack zu erhalten.
  14. Wie wirkt sich die Nährstoffaufnahme auf die Qualität der Gurkenernte aus?
    Die Nährstoffaufnahme hat direkten Einfluss auf Qualität, Geschmack und Ertrag der Gurkenernte. Stickstoff fördert das Blattwachstum und die Chlorophyllbildung, ein Überschuss führt jedoch zu schwachem Gewebe und erhöhter Krankheitsanfälligkeit. Phosphor ist essentiell für die Blüten- und Fruchtbildung - Mangel führt zu schlechtem Fruchtansatz. Kalium steuert den Wasserhaushalt und die Fruchtqualität: Bei Kaliummangel werden die Gurken weich und schlecht haltbar. Magnesium ist für die Photosynthese wichtig, Mangel zeigt sich durch gelbliche Blätter zwischen den Adern. Calcium beugt der Blütenendfäule vor und sorgt für feste Zellwände. Eine gleichmäßige Nährstoffversorgung ist wichtiger als hohe Konzentrationen. Überdüngung, besonders mit Stickstoff, kann zu nitratreichen Früchten führen und den Geschmack beeinträchtigen. Organische Dünger geben Nährstoffe langsamer ab und verbessern zusätzlich die Bodenstruktur. Eine ausgewogene NPK-Versorgung im Verhältnis 3:1:4 hat sich als optimal erwiesen. Regelmäßige Bodenanalysen helfen dabei, die Düngung bedarfsgerecht anzupassen.
  15. Wie wird eine erfolgreiche Anzucht von Gurken im Gewächshaus durchgeführt?
    Die erfolgreiche Gewächshausanzucht von Gurken beginnt mit der Vorbereitung der optimalen Bedingungen. Die ideale Temperatur liegt bei 22-26°C tagsüber und 18-20°C nachts. Die Luftfeuchtigkeit sollte 60-70% betragen, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Eine gute Belüftung ist essentiell - bei Temperaturen über 28°C müssen die Lüftungsfenster geöffnet werden. Der Boden wird mit hochwertigem Substrat oder gut verrottetem Kompost vorbereitet. Die Aussaat erfolgt direkt in Töpfe oder Aussaatschalen bei 20-24°C. Nach der Keimung werden die stärksten Pflänzchen ausgewählt und in größere Töpfe pikiert. Bei 3-4 echten Blättern erfolgt die Auspflanzung ins Gewächshausbeet. Der Pflanzabstand beträgt 40-50 cm. Rankhilfen werden sofort installiert und die Pflanzen regelmäßig angebunden. Die Bewässerung erfolgt gleichmäßig, wobei das Besprühen der Blätter vermieden wird. Regelmäßiges Ausgeizen und eine wöchentliche Düngung fördern gesundes Wachstum. Die Ernte kann bereits nach 8-10 Wochen beginnen.
  16. Welche praktischen Schritte sind bei der Beetvorbereitung für Gurkenpflanzen nötig?
    Die Beetvorbereitung für Gurken erfordert mehrere aufeinander abgestimmte Schritte. Zunächst wird der Boden spatentief gelockert, idealerweise mit einer hochwertigen Grabgabel, die eine schonende Bodenbearbeitung ermöglicht. Schwere, lehmige Böden werden mit Sand oder Kies verbessert, um die Drainage zu fördern. Eine großzügige Kompostgabe von 3-5 Litern pro Quadratmeter wird eingearbeitet, um den nährstoffhungrigen Gurken ausreichend Nahrung zu bieten. Spezialisierte Gartenfachhändler führen hochwertigen Kompost und bodenverbessernde Zusätze für optimale Ergebnisse. Der pH-Wert sollte zwischen 6,0-7,0 liegen und kann mit einem Test-Kit überprüft werden. Bei Bedarf wird gekalkt oder mit Schwefel korrigiert. Das Beet wird anschließend geharkt und von Steinen und Unkraut befreit. Schwarze Mulchfolie kann vor der Pflanzung ausgelegt werden, um den Boden zu erwärmen. Pflanzlöcher werden im Abstand von 40-50 cm vorgestochen. Eine gründliche Bewässerung vor der Pflanzung sorgt für optimale Startbedingungen.
  17. Stimmt es, dass Gurken bei kühlen Temperaturen besser wachsen?
    Nein, das Gegenteil ist der Fall - Gurken sind ausgesprochene Wärmeliebhaber und wachsen bei kühlen Temperaturen schlecht oder gar nicht. Die optimale Wachstumstemperatur liegt bei 20-26°C. Bereits bei Temperaturen unter 15°C stellen Gurken ihr Wachstum nahezu ein. Bei anhaltend kühlen Bedingungen zwischen 10-15°C werden die Pflanzen gestresst, das Laub färbt sich gelb und die Fruchtbildung stoppt. Temperaturen unter 8°C können bereits zu irreversiblen Schäden führen. Diese Kältempfindlichkeit erklärt, warum Gurken erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freiland gepflanzt werden sollten. Im Gewächshaus oder unter Folientunneln gedeihen sie deutlich besser, da hier konstant warme Bedingungen herrschen. Auch die Bodentemperatur ist entscheidend - sie sollte mindestens 12-15°C betragen. Kühle Nächte unter 12°C können bereits das Wachstum hemmen und zu verkrüppelten Früchten führen. Windschutz ist daher wichtig, da Wind zusätzlich abkühlt und die gefühlte Temperatur senkt.
  18. Welche regionalen Besonderheiten sind beim Gurkenanbau in Deutschland zu beachten?
    Der Gurkenanbau in Deutschland muss an die regionalen Klimaunterschiede angepasst werden. In Norddeutschland mit seinem maritimen Klima ist die Vegetationsperiode kürzer und kühler. Hier empfehlen sich frühreife Sorten und der Anbau unter Schutz. Gewächshäuser oder Folientunnel verlängern die Anbauzeit erheblich. In Süddeutschland erlauben die wärmeren Temperaturen einen erfolgreichen Freilandanbau bereits ab Ende April. Die kontinentaleren Gebiete in Ostdeutschland haben stärkere Temperaturschwankungen, was robuste, widerstandsfähige Sorten erfordert. Höhenlagen über 400 m sind für den Freilandanbau kritisch - hier ist Gewächshauskultur meist unerlässlich. Weinanbaugebiete wie die Pfalz oder Baden bieten ideale Bedingungen für Gurken. In regenreichen Regionen ist eine gute Drainage wichtiger als in trockenen Gebieten. Auch die Sonnenscheindauer variiert regional - in sonnenarmen Gebieten sollten besonders sonnige Standorte gewählt werden. Die lokalen Frostdaten bestimmen den optimalen Auspflanztermin, der regional um 2-3 Wochen schwanken kann.
  19. Wodurch unterscheiden sich erfrischende Gurken von anderen grünen Stängeln im Garten?
    Gurken unterscheiden sich von anderen grünen Gewächsen im Garten durch mehrere charakteristische Merkmale. Ihre großen, herzförmigen Blätter sind unverwechselbar und deutlich größer als die meisten anderen Gemüsepflanzen. Die rauen, behaarten Stängel mit ihren ausgeprägten Ranken sind ein weiteres Erkennungsmerkmal. Anders als bei Bohnen oder Erbsen sind Gurkenranken spiralförmig gedreht und sehr kräftig. Die gelben, trichterförmigen Blüten sind wesentlich größer als bei den meisten anderen Nutzpflanzen und erscheinen einzeln oder in kleinen Gruppen. Männliche und weibliche Blüten sind deutlich unterscheidbar - weibliche haben bereits kleine Fruchtansätze hinter der Blüte. Der Wuchs ist bei Schlangengurken kletternd, bei Einlegegurken kriechend, was sie von aufrecht wachsenden Stängeln unterscheidet. Die Früchte selbst sind unverwechselbar: länglich, grün und mit charakteristischer Oberflächenstruktur. Der hohe Wassergehalt macht sie deutlich saftiger als andere grüne Gemüse, und ihr erfrischender Geschmack ist einzigartig mild und kühlend.
  20. Wie lassen sich knackige Gurken von anderen Kürbisgewächsen im Nutzgarten abgrenzen?
    Gurken lassen sich von anderen Kürbisgewächsen durch verschiedene Merkmale eindeutig unterscheiden. Die Blattform ist charakteristisch herzförmig bis handförmig gelappt, aber weniger stark gelappt als bei Kürbissen oder Melonen. Zucchini haben ähnliche, aber meist größere und rundlichere Blätter. Die Stängel von Gurken sind deutlich schlanker und weniger verholzt als bei Kürbissen. Gurkenranken sind feiner und spiralförmiger als die kräftigen, weniger gedrehten Ranken von Kürbissen. Die Blüten sind zwar bei allen Kürbisgewächsen gelb und trichterförmig, aber Gurkenblüten sind kleiner und zierlicher. Besonders charakteristisch ist das Wuchsverhalten: Während Kürbisse und Zucchini eher buschig oder kriechend wachsen, klettern Schlangengurken aktiv nach oben. Die Früchte sind das sicherste Unterscheidungsmerkmal - Gurken sind länglich, meist gerade und haben eine glatte bis leicht genoppte Oberfläche. Im Gegensatz zu Zucchini werden sie unreif geerntet und haben eine dünnere, essbare Schale. Der Geschmack ist deutlich milder und wässriger als bei anderen Kürbisgewächsen.
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