Insektenfreundliche Blumensamen: Ihr Garten als blühendes Paradies

Insektenfreundliche Blumensamen: Ein Paradies für summende Gäste

Entdecken Sie, wie Sie Ihren Garten in eine Oase für Insekten verwandeln können.

Blühende Vielfalt: Schlüssel zum insektenfreundlichen Garten

  • Insektenfreundliche Gärten sind lebenswichtig für die Biodiversität
  • Einheimische Pflanzen bieten optimale Nahrungsquellen
  • Vielfältige Blütezeiten sichern ganzjährige Versorgung
  • Richtige Pflanzenwahl lockt verschiedene Insektenarten an

Die Bedeutung insektenfreundlicher Gärten

Insektenfreundliche Gärten sind mehr als nur ein Trend – sie sind eine Notwendigkeit. In Zeiten des Insektensterbens spielen unsere Gärten eine entscheidende Rolle als Rückzugsorte und Nahrungsquellen für die kleinen Krabbler und Flieger.

Aktuelle Insektensituation: Ein Weckruf

Die Lage ist ernst: Studien zeigen einen alarmierenden Rückgang der Insektenpopulationen. In manchen Regionen Deutschlands ist die Biomasse fliegender Insekten um bis zu 75% zurückgegangen. Hauptgründe sind der Verlust von Lebensräumen, der Einsatz von Pestiziden und die Klimaveränderung.

Vorteile eines insektenfreundlichen Gartens

Ein insektenfreundlicher Garten bietet zahlreiche Vorteile:

  • Förderung der Biodiversität: Mehr Insekten ziehen auch andere Tiere an
  • Natürliche Schädlingsbekämpfung: Nützlinge halten Schädlinge in Schach
  • Bessere Bestäubung: Höhere Erträge bei Obst und Gemüse
  • Ästhetischer Genuss: Bunte Blütenvielfalt und lebendiges Gartenleben

Grundlagen insektenfreundlicher Blumensamen

Was macht eine Pflanze insektenfreundlich?

Insektenfreundliche Pflanzen zeichnen sich durch bestimmte Merkmale aus:

  • Offene Blüten: Leichter Zugang zu Nektar und Pollen
  • Nektarreichtum: Hoher Zuckergehalt als Energiequelle
  • Pollenproduktion: Wichtige Proteinquelle für viele Insekten
  • Duft: Lockt Insekten über weite Entfernungen an
  • Blütezeit: Lange oder gestaffelte Blütezeiten sind vorteilhaft

Einheimische vs. exotische Arten

Einheimische Pflanzen sind oft die bessere Wahl für einen insektenfreundlichen Garten. Sie haben sich über Jahrtausende gemeinsam mit unseren heimischen Insekten entwickelt und bieten ihnen optimal angepasste Nahrung und Lebensräume. Exotische Arten können zwar schön aussehen, sind aber für unsere Insekten oft weniger wertvoll.

Beispiele für einheimische Arten sind Kornblume, Wiesen-Margerite und Wilde Möhre. Sie bieten nicht nur Nahrung für erwachsene Insekten, sondern dienen oft auch als Futterpflanzen für Raupen.

Einjährige, zweijährige und mehrjährige Pflanzen

Für einen ganzjährig attraktiven Insektengarten ist eine Mischung verschiedener Lebenszyklen ideal:

  • Einjährige Pflanzen: Schnelle Blüher wie Ringelblumen oder Kornblumen. Sie keimen, blühen und bilden Samen innerhalb einer Saison.
  • Zweijährige Pflanzen: Im ersten Jahr bilden sie Blätter, im zweiten blühen sie. Beispiele sind Königskerzen oder Nachtkerzen.
  • Mehrjährige Pflanzen (Stauden): Kommen jedes Jahr wieder, z.B. Fetthenne oder Storchschnabel. Sie bieten Stabilität im Garten.

Eine Kombination dieser Pflanzentypen sorgt für eine langanhaltende Blütenpracht und ein vielfältiges Nahrungsangebot für Insekten über die gesamte Saison.

Top 10 insektenfreundliche Blumensorten

1. Kornblume (Centaurea cyanus)

Die Kornblume ist ein wahrer Insektenmagnet. Ihre leuchtend blauen Blüten sind nicht nur ein Hingucker, sondern auch eine hervorragende Nektarquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Als einjährige Pflanze sät sie sich oft selbst aus und sorgt so für dauerhafte Freude im Garten.

2. Ringelblume (Calendula officinalis)

Mit ihren sonnigen Blüten in Gelb- und Orangetönen lockt die Ringelblume vor allem Schwebfliegen und kleine Wildbienen an. Sie blüht von Juni bis in den Herbst hinein und ist zudem pflegeleicht. Ein echter Gewinn für jeden insektenfreundlichen Garten!

3. Sonnenblume (Helianthus annuus)

Die Sonnenblume ist nicht nur ein Blickfang, sondern auch ein Paradies für Insekten. Ihre großen Blütenköpfe bieten reichlich Nektar und Pollen. Besonders beliebt sind sie bei Hummeln und Wildbienen. Nach der Blüte freuen sich Vögel über die nahrhaften Samen.

4. Cosmea (Cosmos bipinnatus)

Die zarten Blüten der Cosmea sind ein Fest für Schmetterlinge und Schwebfliegen. Diese einjährige Pflanze blüht unermüdlich von Juli bis zum ersten Frost und passt perfekt in naturnahe Gärten. Ihre filigranen Blätter verleihen dem Garten zusätzlich eine luftige Struktur.

5. Mohn (Papaver rhoeas)

Der leuchtend rote Klatschmohn ist nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch bei Insekten sehr beliebt. Seine offenen Blüten bieten leichten Zugang zu Pollen, was besonders Wildbienen und Schwebfliegen anlockt. Als typische Ackerblume fügt er sich wunderbar in naturnahe Gartenkonzepte ein.

Diese Top 5 der insektenfreundlichen Blumensorten bilden eine hervorragende Grundlage für Ihren summenden Garten. Kombinieren Sie sie mit anderen heimischen Arten und schaffen Sie so ein blühendes Paradies für Mensch und Insekt!

Lavendel: Ein Paradies für Bienen und Schmetterlinge

Lavendel (Lavandula angustifolia) ist nicht nur für seinen betörenden Duft bekannt, sondern auch ein wahrer Magnet für Insekten. Mit seinen lilafarbenen Blüten lockt er besonders Bienen und Schmetterlinge an. Lavendel gedeiht am besten an sonnigen, trockenen Standorten und ist pflegeleicht. Ein regelmäßiger Rückschnitt im Frühjahr fördert einen buschigen Wuchs und reiche Blüte.

Fetthenne: Robuster Spätblüher für Insekten

Die Fetthenne (Sedum) ist eine wahre Bereicherung für jeden insektenfreundlichen Garten. Ihre sternförmigen Blüten erscheinen oft erst im Spätsommer und Herbst, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Besonders beliebt bei Bienen und Schmetterlingen ist die Sorte 'Herbstsfreude'. Fetthennen sind äußerst trockenheitsverträglich und eignen sich hervorragend für sonnige Standorte.

Natternkopf: Blauer Blickfang mit hohem Nektargehalt

Der Natternkopf (Echium vulgare) ist eine einheimische Wildpflanze, die mit ihren blauen Blütenständen nicht nur optisch beeindruckt, sondern auch einen hohen Nektar- und Pollengehalt bietet. Besonders Wildbienen und Hummeln fliegen auf diese Pflanze. Der Natternkopf bevorzugt sonnige, trockene Standorte und ist zweijährig. Er sät sich oft von selbst aus und sorgt so für eine dauerhafte Präsenz im Garten.

Kugeldistel: Imposante Staude für Insekten

Die Kugeldistel (Echinops ritro) ist mit ihren kugelförmigen, stahlblauen Blütenständen ein echter Hingucker im Garten. Sie wird von einer Vielzahl von Insekten besucht, darunter Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Die robusten Pflanzen werden bis zu 1,5 Meter hoch und eignen sich hervorragend als Hintergrund in Staudenbeeten. Sie bevorzugen sonnige Standorte und kommen gut mit Trockenheit zurecht.

Schafgarbe: Vielseitige Wildstaude für Insekten

Die Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine heimische Wildstaude, die in keinem insektenfreundlichen Garten fehlen sollte. Ihre flachen Blütendolden bieten Insekten eine ideale Landebahn und sind reich an Nektar und Pollen. Es gibt verschiedene Sorten in Weiß, Rosa und Rot. Die Schafgarbe ist anspruchslos und gedeiht in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Sie verträgt Trockenheit gut und breitet sich durch Ausläufer aus.

Saatgutmischungen für Insekten: Vielfalt auf kleinstem Raum

Vorteile von Blumenmischungen

Saatgutmischungen für Insekten bieten zahlreiche Vorteile:

  • Große Artenvielfalt auf kleiner Fläche
  • Lange Blütezeit von Frühjahr bis Herbst
  • Attraktiv für verschiedene Insektenarten
  • Einfache Aussaat und Pflege
  • Kostengünstige Lösung für große Flächen

Beliebte Mischungen im Überblick

Es gibt verschiedene Saatgutmischungen für unterschiedliche Standorte und Zwecke:

  • Bienenweide: Enthält nektarreiche Blumen wie Phacelia, Kornblume und Ringelblume
  • Schmetterlingswiese: Mit Arten wie Malve, Dill und Fenchel
  • Wildblumenwiese: Heimische Arten wie Margerite, Wiesensalbei und Klatschmohn
  • Trockenrasenmischung: Für magere, sonnige Standorte mit Arten wie Thymian und Hornklee

Die richtige Mischung auswählen

Bei der Auswahl der passenden Saatgutmischung sollten Sie Folgendes beachten:

  • Standortbedingungen (Boden, Licht, Feuchtigkeit)
  • Gewünschte Blütezeit und -dauer
  • Zielsetzung (z.B. Bienenweide, Schmetterlingsmagnet)
  • Pflegeaufwand und verfügbare Zeit
  • Größe der zu bepflanzenden Fläche

Achten Sie auf hochwertige Mischungen von seriösen Anbietern, die auf einheimische Arten setzen und keine invasiven Neophyten enthalten.

Standortgerechte Auswahl: Die richtige Pflanze am richtigen Ort

Sonnige Standorte: Paradies für Insekten

Sonnige Bereiche im Garten eignen sich hervorragend für eine Vielzahl insektenfreundlicher Pflanzen:

  • Lavendel (Lavandula angustifolia)
  • Sonnenhut (Echinacea purpurea)
  • Oregano (Origanum vulgare)
  • Fetthenne (Sedum)
  • Königskerze (Verbascum)

Diese Pflanzen sind nicht nur bei Insekten beliebt, sondern auch trockenheitsverträglich und pflegeleicht.

Halbschattige Bereiche: Vielfalt im Zwielicht

Auch im Halbschatten lassen sich insektenfreundliche Gärten gestalten:

  • Akelei (Aquilegia)
  • Fingerhut (Digitalis)
  • Waldgeißbart (Aruncus dioicus)
  • Storchschnabel (Geranium)
  • Glockenblume (Campanula)

Diese Pflanzen bieten Nektar und Pollen für Insekten und gedeihen gut an Standorten mit weniger direktem Sonnenlicht.

Feuchte Standorte: Oasen für spezielle Insekten

Feuchte Bereiche im Garten können mit folgenden Pflanzen insektenfreundlich gestaltet werden:

  • Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Sumpf-Storchschnabel (Geranium palustre)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris)
  • Bachminze (Mentha aquatica)

Diese Pflanzen ziehen besonders Libellen und andere wasserliebende Insekten an.

Trockene und magere Böden: Spezialisten gefragt

Für trockene, nährstoffarme Standorte eignen sich folgende insektenfreundliche Pflanzen:

  • Thymian (Thymus)
  • Mauerpfeffer (Sedum acre)
  • Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum)
  • Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Natternkopf (Echium vulgare)

Diese robusten Pflanzen bieten Insekten auch unter schwierigen Bedingungen Nahrung und Lebensraum.

Bei der Gestaltung eines insektenfreundlichen Gartens ist es wichtig, die Standortbedingungen zu berücksichtigen und die Pflanzen entsprechend auszuwählen. So schaffen Sie optimale Bedingungen für eine vielfältige Insektenwelt und einen blühenden, lebendigen Garten.

Aussaat und Pflege: Der Schlüssel zum Erfolg

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat

Für einen insektenfreundlichen Garten ist die Wahl des richtigen Aussaatzeitpunkts entscheidend. Die meisten Wildblumen und insektenfreundlichen Pflanzen können ab April bis in den Frühsommer hinein ausgesät werden. Manche Arten, wie Kornblumen oder Klatschmohn, vertragen sogar eine Herbstaussaat und blühen dann im folgenden Jahr besonders früh. Beachten Sie aber, dass einige Samen eine Kälteperiode benötigen, um zu keimen. Diese sollten Sie im Herbst oder zeitigen Frühjahr aussäen.

Vorbereitung des Bodens

Ein gut vorbereiteter Boden ist das A und O für eine erfolgreiche Aussaat. Lockern Sie den Boden gründlich auf und entfernen Sie Unkraut sowie Wurzelreste. Bei schweren Böden kann die Beimischung von Sand die Drainage verbessern. Für die meisten Wildblumen ist ein nährstoffarmer Boden ideal - verzichten Sie daher auf zusätzliche Düngung. Ein magerer Boden fördert die Blütenbildung und verhindert, dass einzelne Arten zu dominant werden.

Aussaattechniken

Es gibt verschiedene Methoden, insektenfreundliche Blumen auszusäen:

  • Breitsaat: Verteilen Sie die Samen gleichmäßig auf der vorbereiteten Fläche. Diese Methode eignet sich besonders für größere Areale.
  • Reihensaat: Säen Sie die Samen in vorbereitete Rillen. Dies erleichtert die spätere Pflege und das Jäten.
  • Einzelaussaat: Für größere Samen oder wenn Sie eine bestimmte Anordnung wünschen.

Nach der Aussaat drücken Sie die Samen leicht an, damit sie guten Bodenkontakt haben. Bei Feinsämereien ist oft keine Erdabdeckung nötig, da sie Lichtkeimer sind.

Pflege nach der Keimung

In den ersten Wochen nach der Keimung ist regelmäßiges Gießen wichtig, besonders bei Trockenheit. Achten Sie darauf, den Boden feucht, aber nicht nass zu halten. Sobald die Pflanzen etabliert sind, können Sie die Bewässerung reduzieren. Jäten Sie vorsichtig zwischen den Sämlingen, um unerwünschte Konkurrenz zu entfernen. Bei dicht gesäten Flächen kann ein vorsichtiges Ausdünnen nötig sein, um den Pflanzen genug Raum zum Wachsen zu geben.

Langfristige Pflege und Erhaltung

Ein insektenfreundlicher Garten braucht weniger Pflege als ein konventioneller Ziergarten. Lassen Sie verblühte Pflanzen stehen, da sie Insekten Nahrung und Unterschlupf bieten. Mähen Sie Wildblumenwiesen erst im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr, um Insekten Winterquartiere zu ermöglichen. Verzichten Sie auf chemische Pflanzenschutzmittel und Dünger, da diese das empfindliche Ökosystem stören können. Stattdessen können Sie im Frühjahr eine dünne Schicht Kompost auftragen, um den Boden schonend mit Nährstoffen zu versorgen.

Gestaltungsideen für einen summenden Garten

Wildblumenwiese anlegen

Eine Wildblumenwiese ist ein Paradies für Insekten und ein Blickfang im Garten. Wählen Sie eine sonnige Fläche und bereiten Sie den Boden gründlich vor. Entfernen Sie die Grasnarbe und magern Sie den Boden gegebenenfalls mit Sand ab. Säen Sie eine Wildblumenmischung aus, die auf Ihren Standort abgestimmt ist. In den ersten Jahren kann es nötig sein, dominante Gräser zurückzudrängen, um die Blumenvielfalt zu erhalten. Eine Wildblumenwiese muss nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden, was den Pflegeaufwand deutlich reduziert.

Insektenfreundliche Staudenbeete

Staudenbeete bieten Insekten über viele Jahre hinweg Nahrung und Lebensraum. Kombinieren Sie verschiedene Blühzeitpunkte, um von Frühjahr bis Herbst ein Nektarangebot zu haben. Bewährte insektenfreundliche Stauden sind:

  • Katzenminze (Nepeta)
  • Sonnenhut (Echinacea)
  • Fetthenne (Sedum)
  • Astern
  • Salbei (Salvia)

Gruppieren Sie die Pflanzen in größeren Tuffs, um Insekten die Orientierung zu erleichtern. Lassen Sie auch Platz für einjährige Wildblumen, die Lücken füllen können.

Blühende Kräuterspiralen

Eine Kräuterspirale ist nicht nur nützlich für die Küche, sondern auch ein Magnet für Insekten. Die verschiedenen Mikroklimate einer Spirale ermöglichen den Anbau unterschiedlicher Kräuter auf engem Raum. Integrieren Sie blühende Kräuter wie Thymian, Oregano, Lavendel und Salbei. Diese locken besonders viele Bienen und Schmetterlinge an. Die Spiralform bietet zudem Nischen für Wildbienen und andere nützliche Insekten.

Insektenhotels integrieren

Insektenhotels sind eine wunderbare Ergänzung zu Ihrem insektenfreundlichen Garten. Sie bieten Nistmöglichkeiten für Wildbienen, Hummeln und andere nützliche Insekten. Platzieren Sie das Hotel an einem sonnigen, windgeschützten Ort, idealerweise in der Nähe Ihrer Blütenstauden oder Wildblumenwiese. Verwenden Sie verschiedene Materialien wie Holzblöcke mit Bohrlöchern, Bambusröhrchen und Stroh, um unterschiedlichen Arten ein Zuhause zu bieten. Achten Sie darauf, dass die Nisthilfen trocken bleiben, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Ganzjährige Blütenfolge: Ein Festmahl für Insekten

Frühjahrsblüher

Der Start in die Gartensaison ist für Insekten besonders wichtig, da viele Arten nach der Winterruhe dringend Nahrung benötigen. Integrieren Sie früh blühende Zwiebelblumen wie Krokusse, Schneeglöckchen und Traubenhyazinthen in Ihren Garten. Auch Weidenkätzchen und Kornelkirschen sind wichtige Nahrungsquellen im zeitigen Frühjahr. Vergessen Sie nicht die oft unterschätzten "Unkräuter" wie Löwenzahn und Gänseblümchen - sie sind wahre Insektenmagneten!

Sommerblumen

Der Sommer ist die Hauptsaison für Insekten. Sorgen Sie für ein reichhaltiges Angebot an Nektar- und Pollenpflanzen. Einjährige Sommerblumen wie Ringelblumen, Kornblumen und Sonnenblumen sind nicht nur farbenfroh, sondern auch bei Insekten beliebt. Ergänzen Sie diese mit Stauden wie Sonnenhut, Schafgarbe und Flockenblume. Auch Kräuter wie Borretsch und Dill sind wahre Insektenmagneten. Lassen Sie einen Teil Ihres Rasens länger wachsen - Wiesenklee und Margeriten werden sich ansiedeln und Insekten anlocken.

Herbstblüher

Im Herbst wird das Nahrungsangebot für Insekten knapper. Umso wichtiger sind spät blühende Pflanzen. Astern, Herbstanemonen und Fetthenne (Sedum) blühen bis in den Oktober hinein und sind wichtige Nektarquellen. Auch der Efeu, der oft als lästiges Unkraut betrachtet wird, ist eine wertvolle Nahrungsquelle für viele Insektenarten im Spätherbst. Vergessen Sie nicht die Herbstkrokusse, die noch einmal Farbe in den Garten bringen und gleichzeitig Nahrung für Insekten bieten.

Winteraspekte für Insekten

Auch wenn im Winter kaum etwas blüht, können Sie Ihren Garten insektenfreundlich gestalten. Lassen Sie verblühte Stauden und Gräser stehen - sie bieten Insekten Überwinterungsmöglichkeiten und Samen als Nahrung für Vögel. Christrosen und Winterjasmin können an milden Wintertagen blühen und sind eine willkommene Nahrungsquelle für die wenigen aktiven Insekten. Belassen Sie auch Laub- und Reisighaufen im Garten, sie dienen vielen Insekten als Winterquartier. Mit der richtigen Planung können Sie einen Garten schaffen, der das ganze Jahr über ein Paradies für Insekten ist und gleichzeitig Ihnen Freude bereitet.

Zusätzliche Maßnahmen zur Insektenförderung

Neben der Aussaat insektenfreundlicher Blumen gibt es weitere Möglichkeiten, unseren summenden Freunden unter die Flügel zu greifen. Hier ein paar Ideen, die Ihren Garten in ein wahres Insektenparadies verwandeln:

Wasserstellen einrichten

Insekten brauchen nicht nur Nektar, sondern auch Wasser. Eine flache Schale mit Steinen, auf denen die Tierchen landen können, ist schnell eingerichtet. Achten Sie darauf, das Wasser regelmäßig zu wechseln, um Mückenbrutplätze zu vermeiden.

Totholz und Steinhaufen anlegen

Was für uns unordentlich aussieht, ist für Insekten oft ein Fünf-Sterne-Hotel. Alte Äste, Baumstämme oder aufgeschichtete Steine bieten Unterschlupf und Nistmöglichkeiten. Platzieren Sie diese Strukturen an ruhigen Stellen im Garten.

Auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten

Chemiekeulen sind der Todesstoß für jedes Insektenleben. Greifen Sie stattdessen auf biologische Alternativen zurück. Oft reicht schon ein kräftiger Wasserstrahl, um Blattläuse zu vertreiben. Und wer weiß – vielleicht locken Sie mit ein paar Blattläusen sogar nützliche Marienkäfer an!

Nisthilfen für Wildbienen

Wildbienen sind wahre Bestäubungskünstler. Mit einem selbstgebauten Insektenhotel aus Holz und Schilfrohr können Sie ihnen ein Zuhause bieten. Achten Sie darauf, die Löcher sauber zu bohren und splitterfrei zu halten.

Rechtliche Aspekte und Förderung

Bevor Sie Ihren Garten in eine summende Oase verwandeln, sollten Sie ein paar rechtliche Aspekte beachten:

Kommunale Vorschriften beachten

Manche Gemeinden haben spezielle Regelungen für die Gestaltung von Vorgärten oder die Höhe von Pflanzen. Ein kurzer Anruf bei der Stadtverwaltung kann Ärger ersparen. In den meisten Fällen werden insektenfreundliche Gärten aber mit offenen Armen begrüßt.

Förderprogramme für insektenfreundliche Gärten

Immer mehr Städte und Gemeinden unterstützen Bürger bei der Anlage naturnaher Gärten. Von kostenlosen Samenmischungen bis hin zu finanziellen Zuschüssen ist vieles möglich. Erkundigen Sie sich bei Ihrer lokalen Umweltbehörde nach entsprechenden Programmen.

Ein Garten voller Leben – Ihr Beitrag zur Artenvielfalt

Wir haben jetzt eine Menge über insektenfreundliche Gärten gelernt. Aber was bedeutet das alles im Großen und Ganzen?

Jeder Quadratmeter zählt! Selbst ein kleiner Balkon kann mit den richtigen Pflanzen zu einem Miniatur-Naturschutzgebiet werden. Denken Sie daran: Ein insektenfreundlicher Garten ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch eine Freude fürs Auge. Das Summen der Bienen, das Flattern der Schmetterlinge – es gibt kaum etwas Schöneres.

Und wer weiß? Vielleicht stecken Sie mit Ihrem Engagement sogar Ihre Nachbarn an. Stellen Sie sich vor, wie aus einzelnen Inselenoasen ein ganzes Netzwerk entstehen könnte. Das wäre doch was!

Also, worauf warten Sie noch? Greifen Sie zur Schaufel, säen Sie die ersten Samen und beobachten Sie, wie Ihr Garten zum Leben erwacht. Die Insekten werden es Ihnen danken – und Sie werden staunen, wie viel Freude so ein lebendiger Garten bereiten kann.

Denken Sie daran: Jede Blüte zählt, jeder Wassertropfen macht einen Unterschied. Mit ein bisschen Geduld und Liebe zur Natur können Sie Ihren eigenen kleinen Beitrag zur Erhaltung unserer Artenvielfalt leisten. Und das Beste daran? Es macht einfach Spaß!

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