Knollenfenchel: Vom Anbau zur perfekten Ernte

Knollenfenchel: Ein aromatisches Wunder im Garten

Knollenfenchel ist wirklich ein faszinierendes Gemüse, das Ihrem Garten eine ganz besondere Note verleiht. Mit seinem anisartigen Aroma und der knackigen Textur bereichert es nicht nur Ihre Küche, sondern macht sich auch im Gartenbeet prächtig.

Fenchelwissen kompakt

  • Botanischer Name: Foeniculum vulgare var. azoricum
  • Ideale Aussaatzeit: April bis Juli
  • Erntezeit: 10-12 Wochen nach Aussaat
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenansprüche: nährstoffreich, humos, feucht

Was ist Knollenfenchel?

Knollenfenchel, auch als Gemüsefenchel bekannt, gehört zur Familie der Doldenblütler. Im Gegensatz zum Gewürzfenchel bildet er eine verdickte, zwiebelähnliche Knolle über dem Boden. Diese Knolle, zusammen mit den zarten Blättern und Stängeln, macht ihn zu einem vielseitigen und beliebten Gemüse.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem Mittelmeerraum und wurde schon von den alten Römern geschätzt. Heute findet man sie in zahlreichen Küchen weltweit. Ich entdeckte Knollenfenchel vor einigen Jahren in meinem Garten und bin seitdem von seiner Vielseitigkeit begeistert.

Vorteile des Anbaus im eigenen Garten

Es gibt zahlreiche gute Gründe, Knollenfenchel im eigenen Garten anzubauen:

  • Frische garantiert: Sie können Ihren Fenchel genau dann ernten, wenn er perfekt reif ist.
  • Kosteneinsparung: Selbst angebauter Fenchel ist oftmals günstiger als gekaufter.
  • Biologischer Anbau: Sie haben die volle Kontrolle über den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden.
  • Ganzjährige Verfügbarkeit: Mit der richtigen Planung können Sie fast das ganze Jahr über frischen Fenchel ernten.
  • Gesundheitliche Vorteile: Fenchel ist reich an Vitamin C, Kalium und Ballaststoffen.

Zudem macht es einfach Freude, das Wachstum der Pflanzen zu beobachten und am Ende die Früchte der eigenen Arbeit zu genießen.

Standortwahl und Bodenvorbereitung

Ideale Standortbedingungen

Knollenfenchel gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Er mag es warm, verträgt aber keine pralle Mittagssonne. Ein geschützter Platz, der vor starken Winden geschützt ist, erweist sich als vorteilhaft. In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, Fenchel in der Nähe einer niedrigen Mauer zu pflanzen, die etwas Schutz bietet.

Bodenanforderungen

Der Boden sollte tiefgründig, nährstoffreich und humos sein. Fenchel bevorzugt es feucht, aber nicht zu nass. Ein lehmiger Sandboden oder sandiger Lehmboden mit guter Wasserspeicherkapazität ist ideal. Der pH-Wert sollte zwischen 6,0 und 7,0 liegen.

Vorbereitung des Beetes

Bevor Sie Ihren Fenchel pflanzen, ist eine gründliche Beetvorbereitung entscheidend:

  • Lockern Sie den Boden etwa 30 cm tief auf.
  • Entfernen Sie Steine und Wurzelreste.
  • Arbeiten Sie gut verrotteten Kompost oder reifen Stallmist ein.
  • Bei schweren Böden kann die Zugabe von Sand die Durchlässigkeit verbessern.
  • Geben Sie eine Handvoll Hornspäne pro Quadratmeter als langsam wirkenden Dünger hinzu.

Eine sorgfältige Bodenvorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg. Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Fenchelbeet, das ich nicht ausreichend vorbereitet hatte - die Ernte fiel entsprechend mager aus. Seitdem nehme ich mir immer die Zeit, den Boden optimal vorzubereiten.

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Aussaat und Pflanzung

Zeitpunkt der Aussaat

Die optimale Zeit für die Aussaat von Knollenfenchel erstreckt sich von April bis Juli. Für eine frühe Ernte können Sie ab Mitte April in Frühbeeten oder im Gewächshaus aussäen. Im Freiland empfiehlt es sich, zu warten, bis keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, in der Regel ab Mitte Mai.

Für eine Herbsternte säen Sie am besten Anfang Juli aus. So vermeiden Sie, dass der Fenchel bei sommerlicher Hitze und Trockenheit in Blüte geht (schießt), was die Knollenbildung beeinträchtigen würde.

Methoden: Direktsaat vs. Vorkultur

Es gibt zwei Möglichkeiten, Ihren Fenchel anzubauen:

  • Direktsaat: Säen Sie die Samen direkt an Ort und Stelle im Garten aus. Dies funktioniert gut, wenn der Boden bereits warm genug ist (mindestens 10°C).
  • Vorkultur: Ziehen Sie die Pflanzen in Töpfen oder Anzuchtschalen vor und pflanzen Sie sie später aus. Dies ist besonders für eine frühe Ernte oder in Regionen mit kurzer Vegetationsperiode empfehlenswert.

Ich persönlich bevorzuge eine Kombination aus beiden Methoden. Für die Frühkultur ziehe ich vor, für die Hauptkultur säe ich direkt.

Richtige Saattiefe und Abstände

Unabhängig davon, ob Sie direkt säen oder vorziehen, beachten Sie folgende Punkte:

  • Saattiefe: etwa 1-2 cm
  • Reihenabstand: 40-50 cm
  • Abstand in der Reihe: 20-30 cm

Bei der Direktsaat empfiehlt es sich, etwas dichter zu säen und später auf den endgültigen Abstand zu vereinzeln.

Auspflanzen von Jungpflanzen

Wenn Sie vorgezogene Pflanzen auspflanzen, wählen Sie am besten einen bewölkten Tag oder die Abendstunden. So vermeiden Sie, dass die Pflanzen durch direkte Sonneneinstrahlung Stress erleiden. Gießen Sie die Pflanzen vor dem Auspflanzen gut an und setzen Sie sie etwas tiefer als sie im Topf standen. Drücken Sie die Erde vorsichtig an und wässern Sie gründlich.

Denken Sie daran, dass Fenchel eine lange Pfahlwurzel bildet. Pflanzen Sie ihn daher behutsam um und achten Sie darauf, die Wurzel nicht zu beschädigen.

Mit diesen Grundlagen sind Sie bestens gerüstet, um Ihren eigenen Knollenfenchel anzubauen. Freuen Sie sich auf knackige Knollen und aromatische Blätter, die Ihre Küche bereichern werden. Viel Erfolg und Freude beim Gärtnern!

Pflege während der Wachstumsphase: So versorgen Sie Ihren Knollenfenchel optimal

Bewässerung: Die richtige Technik macht's

Knollenfenchel ist ein Wasserliebhaber und braucht eine gleichmäßige Versorgung für pralle, saftige Knollen. Lassen Sie den Boden nicht austrocknen, denn das könnte dazu führen, dass Ihre Pflanzen vorzeitig in die Blüte gehen - und dann war's das mit der Knollenbildung. Am besten gießen Sie morgens oder abends direkt an der Pflanzenbasis. So bleiben die Blätter trocken, was Pilzkrankheiten vorbeugt. Bei Hitze ist tägliches Wässern angesagt, ansonsten reicht es meist alle zwei bis drei Tage.

Düngung: Nährstoffe für kräftige Knollen

Was den Nährstoffbedarf angeht, ist Knollenfenchel kein übermäßiger Vielfraß. Trotzdem freut er sich über eine gute Grundversorgung vor der Pflanzung - reifer Kompost oder organischer Volldünger sind hier ideal. Während der Hauptwachstumsphase können Sie alle 2-3 Wochen mit einer Flüssigdüngung nachhelfen. Ich schwöre ja auf selbst angesetzte Brennnesseljauche oder verdünnten Beinwellsud. Eine ordentliche Portion Kalium fördert übrigens die Knollenbildung besonders gut.

Unkrautbekämpfung: Konkurrenz unerwünscht

Knollenfenchel mag es nicht, wenn sich andere Pflanzen an seinen Nährstoffen bedienen. Regelmäßiges Jäten ist also Pflicht. Seien Sie dabei vorsichtig mit der Hacke, denn die Wurzeln sind recht empfindlich. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Stroh kann Unkraut in Schach halten und hält gleichzeitig die Feuchtigkeit im Boden. Hartnäckige Gesellen wie Quecke oder Disteln sollten Sie allerdings mit der Wurzel entfernen.

Aufhäufeln: Für knackige, weiße Knollen

Das Aufhäufeln ist ein kleiner Trick, der Wunder wirkt. Es fördert nicht nur die Knollenbildung, sondern schützt auch vor Austrocknung und verhindert, dass die Knollen grün werden. Fangen Sie damit an, wenn die Pflanzen etwa 20 cm hoch sind, und wiederholen Sie es alle 2-3 Wochen. Achten Sie darauf, dass kein Erdreich ins Herz der Pflanze gelangt - das mögen sie gar nicht.

Schädlinge und Krankheiten: Die üblichen Verdächtigen

Schädlinge: Kleine Plagegeister mit großer Wirkung

Der Hauptbösewicht unter den Schädlingen ist die Fenchelfliege. Ihre Larven bohren sich in die Knolle und hinterlassen unappetitliche braune Fraßgänge. Ein engmaschiges Insektenschutznetz kann hier vorbeugend Wunder wirken. Auch Möhrenfliegen und Blattläuse können Ihrem Fenchel das Leben schwer machen. Bei starkem Blattlausbefall hat sich bei mir eine Spritzung mit Schmierseifenlösung bewährt.

Krankheiten: Wenn der Fenchel kränkelt

Glücklicherweise ist Knollenfenchel recht robust. Trotzdem kann er manchmal von Pilzkrankheiten wie Mehltau oder Rost heimgesucht werden. In besonders feuchten Jahren taucht gelegentlich Grauschimmel auf. Gute Durchlüftung der Pflanzen und die Vermeidung von Staunässe sind hier der beste Schutz. Sollten Sie dennoch erste Anzeichen entdecken, entfernen Sie befallene Pflanzenteile großzügig.

Vorbeugen ist besser als heilen

Ein gesunder Standort mit lockerem, gut durchlässigem Boden und genügend Platz zwischen den Pflanzen ist die halbe Miete. Wechseln Sie den Standort alle 3-4 Jahre, das beugt bodenbürtigen Krankheiten vor. In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen mit Mischkultur gemacht - Tagetes oder Ringelblumen halten so manchen Schädling fern. Und vergessen Sie nicht, Ihren Fenchel regelmäßig mit Brennnesseljauche zu verwöhnen - das stärkt seine Abwehrkräfte enorm.

Biologische Schädlingsbekämpfung: Natur gegen Natur

Wenn's mal Probleme gibt, setze ich gerne auf biologische Methoden: • Marienkäfer und ihre Larven sind wahre Blattlaus-Vertilger • Florfliegen oder Schlupfwespen helfen ebenfalls bei der Schädlingsbekämpfung • Neemöl ist ein natürliches Mittel gegen saugende Insekten - es hemmt deren Fraß und Entwicklung

Mit der richtigen Pflege und ein bisschen Vorsorge lässt sich Knollenfenchel wunderbar im Garten kultivieren. Und glauben Sie mir, die Mühe lohnt sich: Die knackigen Knollen mit ihrem feinen, anisartigen Aroma sind einfach köstlich - ob roh im Salat oder sanft gedünstet als Gemüsebeilage. Guten Appetit!

Ernte und Lagerung von Knollenfenchel

Der optimale Erntezeitpunkt

Es ist eine Freude zu sehen, wie der Knollenfenchel gedeiht! Nach etwa 12 bis 14 Wochen - abhängig von Sorte und Anbaubedingungen - sollten die Knollen ungefähr faustgroß sein. Das ist der ideale Zeitpunkt für die Ernte. Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Wenn die Knollen an der Oberfläche leicht aufplatzen, ist das ein gutes Zeichen für die Erntereife. Seien Sie besonders wachsam, wenn sich Blütenstände bilden. In diesem Fall heißt es: schnell ernten! Sonst werden die Knollen holzig, und das wäre wirklich schade.

Die richtige Erntetechnik

Bei der Ernte ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt. Ich empfehle, die Knollen mit einem scharfen Messer knapp über dem Boden abzuschneiden. Falls Sie eine Nachkultur planen, achten Sie darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen. Die Blätter schneide ich etwa handbreit über der Knolle ab - sie sind ein herrliches Würzkraut und es wäre zu schade, sie wegzuwerfen.

Nacherntebehandlung

Nach der Ernte befreie ich die Knollen vorsichtig von Erde. Sollten Sie beschädigte oder angefaulte Stellen entdecken, entfernen Sie diese großzügig. Wenn Sie die Knollen nicht sofort verarbeiten möchten, wickeln Sie sie am besten in feuchtes Zeitungspapier ein. So bleiben sie schön frisch.

Knollenfenchel richtig lagern und konservieren

Kurzfristige Lagerung im Kühlschrank

Frisch geernteter Knollenfenchel hält sich im Gemüsefach des Kühlschranks etwa eine Woche. Ein kleiner Trick: Wickeln Sie die Knollen in ein feuchtes Tuch oder legen Sie sie in eine Plastiktüte mit Löchern. So bleibt die Feuchtigkeit erhalten, ohne dass sich Schimmel bildet.

Langfristige Lagerung

Für eine längerfristige Aufbewahrung hat sich bei mir das Einfrieren bewährt. Ich schneide die Knollen in Streifen oder Würfel und blanchiere sie kurz in kochendem Wasser. Nach dem Abschrecken in Eiswasser friere ich die Fenchelstücke portionsweise ein. So halten sie sich bis zu 8 Monate und ich kann auch im Winter den Geschmack des Sommers genießen.

Tipps zur Haltbarmachung

Eine spannende Alternative zum Einfrieren ist das Einlegen in Essig. Probieren Sie das mal aus! Schneiden Sie den Fenchel in dünne Scheiben und geben Sie ihn mit Gewürzen wie Pfefferkörnern und Lorbeerblättern in Gläser. Dann übergießen Sie alles mit einem Sud aus Weißweinessig, Wasser, Salz und Zucker. Nach etwa zwei Wochen im Kühlschrank ist der eingelegte Fenchel verzehrfertig und hält sich mehrere Monate. Ein echter Genuss!

Vielseitige Verwendung in der Küche

Kulinarische Verwendungsmöglichkeiten

Die Vielseitigkeit von Knollenfenchel in der Küche begeistert mich immer wieder. Roh geraspelt verleiht er Salaten ein wunderbar anisartiges Aroma. Gedünstet oder gegrillt entfaltet er ein mild-süßliches Aroma und passt hervorragend zu Fisch oder Fleisch. In Suppen und Eintöpfen macht sich Fenchel ebenfalls prächtig. Und vergessen Sie die Blätter nicht - sie lassen sich ähnlich wie Dill zum Würzen verwenden.

Nährwerte und gesundheitliche Aspekte

Knollenfenchel ist nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern auch ein echtes Kraftpaket an Nährstoffen. Er ist kalorienarm und enthält viele Ballaststoffe, die unserer Verdauung auf die Sprünge helfen. Zudem steckt er voller Vitamin C, Kalium und Folsäure. Apropos Gesundheit: Die ätherischen Öle im Fenchel können bei Blähungen und Magenbeschwerden wahre Wunder wirken.

Einfache Rezeptideen

Lassen Sie mich Ihnen ein paar meiner Lieblingsrezepte verraten. Ein schnelles und leckeres Gericht ist gebratener Fenchel: Schneiden Sie die Knolle in Scheiben, braten Sie diese in Olivenöl an und würzen Sie mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft. Köstlich! Als Vorspeise empfehle ich ein Carpaccio aus hauchdünn geschnittenem rohen Fenchel, beträufelt mit Olivenöl und garniert mit Parmesanspänen. Und für eine erfrischende Suppe pürieren Sie einfach gedünsteten Fenchel mit Kartoffeln und verfeinern das Ganze mit etwas Sahne. Experimentieren Sie ruhig - Fenchel verzeiht viel und überrascht immer wieder mit neuen Geschmacksnuancen!

Sortenwahl für Knollenfenchel: Ein Streifzug durch die Vielfalt

Die Wahl der richtigen Knollenfenchelsorte kann manchmal eine knifflige Angelegenheit sein. Jede Sorte hat ihre Eigenheiten, die je nach Gartenbedingungen und persönlichen Vorlieben mehr oder weniger ins Gewicht fallen. In meinen Jahren als Gärtnerin habe ich so einige Sorten ausprobiert und möchte meine Erfahrungen mit Ihnen teilen.

Beliebte Knollenfenchelsorten im Überblick

Lassen Sie uns einen Blick auf einige Sorten werfen, die sich in meinem Garten bewährt haben:

  • Zefa Fino: Diese frühe Sorte bringt flachrunde Knollen mit einem feinen Aroma hervor. Perfekt für ungeduldige Gärtner wie mich!
  • Rondo: Ein echter Kraftprotz mit großen, runden Knollen. Was mich besonders freut: Er neigt kaum zum Schossen.
  • Preludio F1: Diese Sorte hat mich im letzten Hitzesommer positiv überrascht. Sie hielt der Wärme stand und schoss nur langsam.
  • Orion: Mein Geheimtipp für alle, die gerne auf Vorrat ernten. Diese robuste Sorte lässt sich prima lagern.

Vor- und Nachteile: Was Sie beachten sollten

Frühe Sorten wie 'Zefa Fino' belohnen uns zwar mit einer schnellen Ernte, neigen aber eher dazu, in die Blüte zu schießen. Späte Sorten wie 'Orion' brauchen zwar mehr Geduld, halten sich dafür aber länger im Lager. Hybride wie 'Preludio F1' versprechen oft üppige Ernten und bessere Widerstandsfähigkeit, schlagen aber auch im Geldbeutel zu Buche.

Anfängerfreundliche Sorten

Wenn Sie neu im Fenchelanbau sind, greifen Sie am besten zu robusten Sorten wie 'Rondo' oder 'Orion'. Die verzeihen auch mal den einen oder anderen Pflegefehler. Wer es eilig hat, könnte mit 'Zefa Fino' glücklich werden - hier winkt schon nach etwa 80 Tagen die erste Ernte.

Praktische Tipps für einen erfolgreichen Anbau

Der Erfolg beim Knollenfenchelanbau hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier ein paar Tipps, die sich bei mir bewährt haben:

Fruchtfolge: Ein Muss für gesunde Pflanzen

Knollenfenchel verträgt sich nicht gut mit sich selbst oder seinen Verwandten. Pflanzen Sie ihn nicht direkt nach Möhren oder Sellerie an. Eine Anbaupause von mindestens drei Jahren beugt Krankheiten vor und sorgt für eine optimale Nährstoffversorgung. In meinem Garten hat sich ein Vier-Jahres-Rhythmus bewährt.

Mischkultur: Gute Nachbarschaft im Beet

Einige Pflanzen harmonieren besonders gut mit Knollenfenchel:

  • Salate: Sie nutzen den Platz zwischen den Fenchelreihen optimal aus und beschatten den Boden.
  • Buschbohnen: Ein wahrer Segen für den Boden, da sie Stickstoff anreichern.
  • Kapuzinerkresse: Ein echtes Multitalent - sie sieht nicht nur hübsch aus, sondern hält durch ihren Geruch auch noch Schädlinge fern.

Vorsicht ist dagegen bei Kohlgewächsen und Tomaten geboten. Diese buhlen zu stark um die Nährstoffe im Boden.

Dem Schossen einen Riegel vorschieben

Nichts ist ärgerlicher als Fenchel, der vorzeitig in die Blüte schießt. Um das zu verhindern, habe ich folgende Strategien entwickelt:

  • Ich setze auf schossfeste Sorten wie 'Rondo'.
  • Mit der Aussaat warte ich geduldig, bis der Boden sich wirklich erwärmt hat.
  • Regelmäßiges Gießen steht bei mir ganz oben auf der Pflege-Liste.
  • Ich ernte lieber etwas früher, bevor die Knollen zu groß werden und in die Blüte übergehen.

Knollenfenchel: Ein Gemüse mit vielen Talenten

Knollenfenchel ist ein faszinierendes Gemüse, das bei guter Pflege reichlich Ertrag liefert. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Wählen Sie eine Sorte, die zu Ihren Bedürfnissen und Ihrem Garten passt.
  • Beachten Sie die Fruchtfolge und suchen Sie geeignete Mischkulturpartner aus.
  • Achten Sie auf gleichmäßige Bewässerung und ausreichend Nährstoffe.
  • Ernten Sie rechtzeitig, um dem Schossen zuvorzukommen.

Mit diesen Tipps im Gepäck steht Ihrem Erfolg im Knollenfenchelanbau nichts mehr im Wege. Probieren Sie es aus – ich bin mir sicher, Sie werden das feine Aroma und die knackige Textur genauso schätzen lernen wie ich. Viel Freude beim Gärtnern!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Knollenfenchel und wie unterscheidet er sich vom Gewürzfenchel?
    Knollenfenchel (Foeniculum vulgare var. azoricum), auch als Gemüsefenchel bekannt, gehört zur Familie der Doldenblütler und unterscheidet sich grundlegend vom Gewürzfenchel durch seine charakteristische Knollenbildung. Während Gewürzfenchel hauptsächlich für seine Samen angebaut wird, bildet Knollenfenchel eine verdickte, zwiebelähnliche Knolle über dem Boden aus. Diese fleischige Knolle entsteht durch die Verdickung der Blattscheiden und ist der essbare Hauptteil der Pflanze. Der Knollenfenchel stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde bereits von den alten Römern geschätzt. Im Gegensatz zum Gewürzfenchel, der vorwiegend als Würzpflanze dient, wird Knollenfenchel als vollwertiges Gemüse verwendet. Die Knolle zusammen mit den zarten Blättern und Stängeln macht ihn zu einem vielseitigen Küchenkraut mit anisartigem Aroma und knackiger Textur.
  2. Wann ist die optimale Zeit für die Aussaat von Knollenfenchel?
    Die optimale Aussaatzeit für Knollenfenchel erstreckt sich von April bis Juli, wobei der Zeitpunkt entscheidend für den Anbauerfolg ist. Für eine frühe Ernte können Sie bereits ab Mitte April in Frühbeeten oder im Gewächshaus aussäen. Im Freiland sollten Sie jedoch bis Mitte Mai warten, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Der Boden muss mindestens 10°C warm sein, damit die Samen optimal keimen können. Besonders empfehlenswert ist die Aussaat von Mai bis Anfang Juli, da in diesem Zeitraum die Gefahr des vorzeitigen Schossens geringer ist. Für eine Herbsternte säen Sie idealerweise Anfang Juli aus - so vermeiden Sie, dass der Fenchel bei sommerlicher Hitze und Trockenheit vorzeitig in Blüte geht, was die Knollenbildung stark beeinträchtigen würde. Die Erntezeit liegt etwa 10-12 Wochen nach der Aussaat, je nach Sorte und Witterungsbedingungen.
  3. Welche Standortbedingungen benötigt Knollenfenchel für optimales Wachstum?
    Knollenfenchel gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit warmen Bedingungen, verträgt jedoch keine pralle Mittagssonne. Ein geschützter Platz, der vor starken Winden geschützt ist, erweist sich als optimal für die Entwicklung der charakteristischen Knollen. Der Boden sollte tiefgründig, nährstoffreich und humos sein, wobei eine gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe entscheidend ist. Ein lehmiger Sandboden oder sandiger Lehmboden mit guter Wasserspeicherkapität bietet ideale Voraussetzungen. Der pH-Wert sollte zwischen 6,0 und 7,0 liegen, um eine optimale Nährstoffaufnahme zu gewährleisten. Wichtig ist auch eine gute Durchlässigkeit des Bodens, da sich bei zu viel Nässe schnell Wurzelfäule entwickeln kann. Ein windgeschützter Standort in der Nähe einer Mauer oder Hecke kann das Wachstum fördern und vor extremen Wetterbedingungen schützen, die zum vorzeitigen Schossen führen könnten.
  4. Welche besonderen Pflegemaßnahmen sind beim Aufhäufeln von Knollenfenchel zu beachten?
    Das Aufhäufeln ist eine entscheidende Pflegemaßnahme beim Knollenfenchel-Anbau, die mehrere wichtige Funktionen erfüllt. Beginnen Sie mit dem Aufhäufeln, wenn die Pflanzen etwa 20 cm hoch sind, und wiederholen Sie den Vorgang alle 2-3 Wochen. Häufeln Sie die Erde vorsichtig um die Knollenansätze an, aber achten Sie unbedingt darauf, dass kein Erdreich ins Herz der Pflanze gelangt - dies könnte zu Fäulnis führen. Das Aufhäufeln fördert nicht nur die Knollenbildung, sondern schützt auch vor Austrocknung und verhindert, dass die Knollen durch Lichteinwirkung grün werden und bitter schmecken. Verwenden Sie lockere, feine Erde für das Aufhäufeln und drücken Sie diese nur leicht an. Die aufgehäufelte Erde sollte die sichtbaren Teile der sich bildenden Knolle bedecken, während die grünen Blätter frei bleiben. Diese Maßnahme trägt wesentlich zur Entwicklung zarter, weißer und schmackhafter Knollen bei.
  5. Wie kann man das vorzeitige Schossen von Knollenfenchel verhindern?
    Das vorzeitige Schossen (Blütenbildung) ist eines der häufigsten Probleme beim Knollenfenchel-Anbau und kann durch verschiedene Maßnahmen effektiv verhindert werden. Wählen Sie zunächst schossfeste Sorten wie 'Rondo', die genetisch weniger anfällig für frühzeitige Blütenbildung sind. Der Aussaatzeitpunkt ist entscheidend: Warten Sie mit der Aussaat, bis der Boden sich wirklich erwärmt hat (mindestens 10°C), da Kälteschock ein häufiger Auslöser für das Schossen ist. Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist essentiell - Trockenstress führt fast unweigerlich zum Schossen. Gießen Sie regelmäßig und mulchen Sie den Boden, um die Feuchtigkeit zu halten. Vermeiden Sie extreme Temperaturschwankungen und sorgen Sie für einen windgeschützten Standort. Bei ersten Anzeichen von Blütentrieben entfernen Sie diese sofort. Eine ausgewogene Düngung ohne Stickstoffüberschuss und die rechtzeitige Ernte, bevor die Knollen übergroß werden, sind weitere wichtige Präventionsmaßnahmen gegen das unerwünschte Schossen.
  6. Worin unterscheiden sich Direktsaat und Vorkultur beim Knollenfenchel-Anbau?
    Direktsaat und Vorkultur bieten beim Knollenfenchel-Anbau verschiedene Vor- und Nachteile, je nach Anbausituation und gewünschtem Erntezeitpunkt. Bei der Direktsaat werden die Samen direkt an ihrem endgültigen Standort im Garten ausgesät, was gut funktioniert, wenn der Boden bereits ausreichend warm ist (mindestens 10°C). Diese Methode ist weniger arbeitsaufwändig und die Pflanzen müssen nicht umgepflanzt werden, wodurch Wurzelschäden vermieden werden. Die Vorkultur hingegen ermöglicht eine frühere Ernte und bessere Kontrolle der Keimbedingungen. Dabei werden die Samen in Töpfen oder Anzuchtschalen vorgezogen und später ausgepflanzt. Dies ist besonders vorteilhaft in Regionen mit kurzer Vegetationsperiode oder für eine sehr frühe Ernte. Bei der Vorkultur ist jedoch Vorsicht beim Umpflanzen geboten, da Knollenfenchel eine lange Pfahlwurzel entwickelt und empfindlich auf Wurzelverletzungen reagiert. Die Kombination beider Methoden - Vorkultur für die Frühkultur und Direktsaat für die Hauptkultur - hat sich in der Praxis bewährt.
  7. Welche Vor- und Nachteile haben verschiedene Knollenfenchel-Sorten wie Zefa Fino und Rondo?
    Die Sortenwahl beim Knollenfenchel beeinflusst maßgeblich den Anbauerfolg. 'Zefa Fino' ist eine frühe Sorte, die flachrunde Knollen mit feinem Aroma produziert und bereits nach etwa 80 Tagen erntereif ist - ideal für ungeduldige Gärtner. Allerdings neigt sie stärker zum vorzeitigen Schossen und eignet sich weniger für den Anbau bei warmen Temperaturen. 'Rondo' hingegen überzeugt durch seine Robustheit und Schossfestigkeit. Diese Sorte bildet große, runde Knollen aus und eignet sich hervorragend für Anfänger, da sie Pflegefehler verzeiht. Der Nachteil ist die längere Kulturdauer bis zur Ernte. Weitere empfehlenswerte Sorten sind 'Preludio F1', eine hitzetolerante Hybridsorte, die auch bei warmen Temperaturen nur langsam schosst, und 'Orion', die sich durch besonders gute Lagerfähigkeit auszeichnet. Hybridsorte wie 'Preludio F1' bieten oft bessere Widerstandsfähigkeit und gleichmäßigere Erträge, sind jedoch kostspieliger im Saatguterwerb. Für Anfänger werden robuste Sorten wie 'Rondo' oder 'Orion' empfohlen.
  8. Welche Nährstoffversorgung und Düngung benötigt Knollenfenchel während der Wachstumsphase?
    Knollenfenchel hat moderate Nährstoffansprüche und profitiert von einer ausgewogenen Grundversorgung vor der Pflanzung. Arbeiten Sie gut verrotteten Kompost oder reifen Stallmist in den Boden ein und ergänzen Sie diesen mit einer Handvoll Hornspäne pro Quadratmeter als langsam wirkenden Stickstofflieferanten. Während der Hauptwachstumsphase können Sie alle 2-3 Wochen mit einer verdünnten Flüssigdüngung nachdüngen. Besonders bewährt haben sich natürliche Dünger wie Brennnesseljauche oder Beinwellsud, die reich an wichtigen Nährstoffen sind. Eine ausreichende Kaliumversorgung ist essentiell für die Knollenbildung, während Stickstoffüberschuss vermieden werden sollte, da dieser das Schossen fördern kann. Etablierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten spezielle organische Gemüsedünger, die optimal auf die Bedürfnisse von Knollenfenchel abgestimmt sind. Achten Sie auf eine gleichmäßige Nährstoffversorgung ohne extreme Schwankungen, um gesunde Knollenentwicklung zu fördern und Stress zu vermeiden, der zum vorzeitigen Schossen führen könnte.
  9. Wo kann man hochwertiges Knollenfenchel-Saatgut kaufen und worauf sollte man achten?
    Hochwertiges Knollenfenchel-Saatgut erhalten Sie in spezialisierten Gartenfachgeschäften, Gartenzentren oder bei etablierten Online-Händlern. Samen.de, ein erfahrener Spezialist für Saatgut, bietet eine breite Auswahl verschiedener Knollenfenchel-Sorten mit detaillierten Anbauanleitungen und Qualitätsgarantie. Beim Saatgutkauf sollten Sie auf mehrere Qualitätskriterien achten: Das Aussaatdatum sollte aktuell sein, da die Keimfähigkeit mit der Zeit abnimmt. Bevorzugen Sie Saatgut von renommierten Züchtern mit Keimfähigkeitsgarantie. Wichtig ist auch die Sortenauswahl - schossfeste Sorten wie 'Rondo' eignen sich besonders für Anfänger, während frühe Sorten wie 'Zefa Fino' für zeitige Ernten geeignet sind. Achten Sie auf biologisch erzeugtes Saatgut, wenn Sie Wert auf naturnahen Anbau legen. Die Verpackung sollte das Aussaatdatum, Keimfähigkeitsdauer und detaillierte Anbauhinweise enthalten. Professionelle Saatgut-Händler bieten zusätzlich Beratung zur optimalen Sortenwahl für Ihren Standort und Ihre Anbauziele.
  10. Welche Gartenwerkzeuge und Hilfsmittel sind für den erfolgreichen Knollenfenchel-Anbau empfehlenswert?
    Für den erfolgreichen Knollenfenchel-Anbau benötigen Sie spezielle Werkzeuge und Hilfsmittel. Grundausstattung bilden eine Grabegabel zum lockeren Aufarbeiten des Bodens, ein scharfes Gartenmesser für die präzise Ernte und eine Gießkanne mit feiner Brause für schonende Bewässerung. Eine Unkrauthacke ist essentiell, da sie vorsichtige Bodenbearbeitung ohne Wurzelverletzungen ermöglicht. Für das wichtige Aufhäufeln benötigen Sie eine kleine Harke oder einen Kultivator. Ein engmaschiges Insektenschutznetz schützt vor der gefürchteten Fenchelfliege und anderen Schädlingen. Zur Aussaat empfehlen sich Saatschalen oder Anzuchttöpfe für die Vorkultur. Etablierte Gartenfachhändler wie samen.de führen speziell für den Gemüseanbau entwickelte Werkzeuge, die langlebig und funktional sind. Mulchmaterial wie Stroh oder Grasschnitt unterstützt die Feuchtigkeitsspeicherung. Ein Thermometer zur Bodentemperaturmessung hilft bei der optimalen Aussaatplanung. Für die Bewässerung eignet sich ein Perlschlauch oder Tropfschlauch besonders gut, da er gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Blattnässe gewährleistet.
  11. Welche biochemischen Prozesse führen zur charakteristischen Knollenbildung beim Gemüsefenchel?
    Die charakteristische Knollenbildung beim Gemüsefenchel (Foeniculum vulgare var. azoricum) basiert auf komplexen biochemischen Prozessen der Speicherorganbildung. Die "Knolle" entsteht durch die Verdickung der fleischigen Blattscheiden am Sprossgrund, die als Speichergewebe für Kohlenhydrate, insbesondere Saccharose und Fructane, dienen. Diese Verdickung wird durch die Akkumulation von Reservestoffen ausgelöst, wobei Photosynthese-Produkte aus den Blättern in die Basis transportiert und dort eingelagert werden. Hormonelle Regulierung spielt eine entscheidende Rolle: Auxine und Cytokinine steuern das Zellwachstum und die Zellteilung in den Blattscheiden. Die Bildung ätherischer Öle, hauptsächlich trans-Anethol, erfolgt in speziellen Ölkänälen und verleiht dem Fenchel sein charakteristisches anisartiges Aroma. Umweltfaktoren wie Tageslänge und Temperatur beeinflussen die Genexpression für Enzyme der Kohlenhydratsynthese und -speicherung. Bei ungünstigen Bedingungen wird stattdessen die Blütenbildung aktiviert, was die Knollenentwicklung stoppt.
  12. Wie beeinflusst die Tageslänge die Entwicklung von Foeniculum vulgare var. azoricum?
    Die Tageslänge (Photoperiode) spielt eine entscheidende Rolle in der Entwicklung von Foeniculum vulgare var. azoricum und beeinflusst maßgeblich das Verhältnis zwischen vegetativem Wachstum und generativer Entwicklung. Knollenfenchel reagiert als Langtagspflanze sensibel auf zunehmende Tageslänge, wobei kritische Photoperioden von etwa 12-14 Stunden die Blühinduktion auslösen können. In den kürzeren Tagen des Frühjahrs und Herbstes konzentriert sich die Pflanze auf die vegetative Entwicklung und Knollenbildung. Die Photoperioden-Wahrnehmung erfolgt über Photorezeptoren (Phytochrome und Cryptochrome), die Lichtsignale in biochemische Signale umwandeln. Diese aktivieren Blühgene wie FLOWERING LOCUS T (FT), welche die Umstellung von vegetativem zu generativem Wachstum steuern. Moderne Züchtung hat zu photoperiode-neutraleren Sorten geführt, die weniger stark auf Tageslängenschwankungen reagieren. Die Wechselwirkung zwischen Tageslänge und Temperatur ist komplex - lange, heiße Tage fördern besonders stark das vorzeitige Schossen, weshalb Sommerkulturen häufig problematisch sind.
  13. Welche Rolle spielen ätherische Öle bei der Schädlingsabwehr von Doldenblütlern?
    Ätherische Öle spielen eine zentrale Rolle in der natürlichen Schädlingsabwehr von Doldenblütlern (Apiaceae) und fungieren als biochemische Verteidigungsmechanismen. Bei Knollenfenchel sind hauptsächlich trans-Anethol, Fenchon und Estragol für die Schutzwirkung verantwortlich. Diese Verbindungen wirken als natürliche Pestizide durch verschiedene Mechanismen: Sie stören das Nervensystem von Insekten, beeinträchtigen deren Atmung und können die Fortpflanzung hemmen. Die Öle werden in speziellen schizogenen Ölkänälen produziert und bei Verletzung der Pflanze freigesetzt. Viele Schädlinge meiden den intensiven Geruch, was eine präventive Schutzwirkung entfaltet. Gleichzeitig können diese Öle aber auch nützliche Insekten anziehen, wodurch ein komplexes ökologisches Gleichgewicht entsteht. Die Konzentration der ätherischen Öle variiert je nach Pflanzenalter, Standortbedingungen und Stress-Faktoren. Interessant ist, dass Pflanzen unter leichtem Stress oft höhere Ölkonzentrationen entwickeln, was ihre Widerstandsfähigkeit steigert. Diese natürlichen Abwehrmechanismen machen Doldenblütler zu wertvollen Komponenten in der biologischen Schädlingsbekämpfung.
  14. Wie wirken sich verschiedene Bewässerungssysteme auf die Knollenqualität aus?
    Verschiedene Bewässerungssysteme beeinflussen die Knollenqualität von Fenchel erheblich durch ihre unterschiedliche Art der Wasserverteilung und -dosierung. Tropfbewässerung erweist sich als optimal, da sie gleichmäßige, kontrollierte Wasserzufuhr direkt an die Wurzelzone liefert und Blattnässe vermeidet, was Pilzkrankheiten vorbeugt. Die gleichmäßige Feuchtigkeit fördert kontinuierliches Wachstum und verhindert das stressbedingte Schossen. Sprinklerbewässerung kann zu ungleichmäßiger Wasserverteilung führen und begünstigt durch Blattnässe Krankheiten wie Mehltau. Überkopf-Bewässerung sollte daher morgens erfolgen, damit die Blätter schnell abtrocknen können. Flächenbewässerung durch Überflutung kann zu Sauerstoffmangel an den Wurzeln führen und die Knollenqualität beeinträchtigen. Perlschläuche bieten eine gute Alternative zur Tropfbewässerung und gewährleisten ebenfalls bodennnahe Wasserabgabe. Die Wassermenge sollte dem Entwicklungsstadium angepasst sein - junge Pflanzen benötigen weniger, während der Knollenbildung ist der Wasserbedarf am höchsten. Moderne Bewässerungstechnik mit Timer-Steuerung ermöglicht optimale Wasserversorgung ohne Über- oder Unterbewässerung.
  15. Wie führt man eine korrekte Beetvorbereitung für Knollenfenchel durch?
    Eine sorgfältige Beetvorbereitung ist fundamental für den erfolgreichen Knollenfenchel-Anbau. Beginnen Sie etwa 4-6 Wochen vor der geplanten Aussaat mit der Bodenbearbeitung. Lockern Sie den Boden zunächst etwa 30 cm tief auf und entfernen Sie dabei gründlich alle Steine, Wurzelreste und Unkräuter. Der Boden sollte eine krümelige Struktur aufweisen - bei schweren Lehmböden verbessert die Einarbeitung von grobem Sand oder Perlite die Drainage. Arbeiten Sie pro Quadratmeter 3-5 Liter gut verrotteten Kompost oder reifen Stallmist ein, um die Humusversorgung sicherzustellen. Ergänzen Sie dies mit einer Handvoll Hornspänen als langsam wirkenden organischen Dünger. Der pH-Wert sollte zwischen 6,0 und 7,0 liegen - falls nötig, kalken Sie den Boden entsprechend auf. Erstellen Sie ein feinkrümeliges Saatbeet durch oberflächliches Harken. Wässern Sie das vorbereitete Beet gründlich und lassen Sie es einige Tage setzen, bevor Sie aussäen. Diese Vorbereitung gewährleistet optimale Wachstumsbedingungen und minimiert spätere Pflegeprobleme.
  16. Welche Schritte sind bei der Ernte und Nachbehandlung von Knollenfenchel zu beachten?
    Die korrekte Ernte und Nachbehandlung von Knollenfenchel entscheidet über Qualität und Haltbarkeit der Knollen. Ernten Sie etwa 12-14 Wochen nach der Aussaat, wenn die Knollen faustgroß sind und noch fest und weiß erscheinen. Der optimale Zeitpunkt ist morgens bei kühlen Temperaturen, da die Knollen dann den höchsten Wassergehalt haben. Schneiden Sie mit einem scharfen Messer knapp über dem Boden ab und kürzen Sie die Blätter auf etwa 2-3 cm über der Knolle. Seien Sie bei aufplatzenden Knollen besonders schnell, da diese überreif sind. Nach der Ernte entfernen Sie vorsichtig anhaftende Erde, ohne die Knollen zu waschen, da Feuchtigkeit die Haltbarkeit reduziert. Beschädigte oder verfärbte Stellen schneiden Sie großzügig weg. Für die Lagerung wickeln Sie die Knollen in feuchte Tücher oder legen sie in gelöcherte Plastikbeutel. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie sich etwa eine Woche frisch. Die abgeschnittenen Blätter können als Würzkraut verwendet werden und sollten zeitnah verarbeitet werden.
  17. Stimmt es, dass Knollenfenchel nur in mediterranem Klima gut wächst?
    Dies ist ein weit verbreiteter Irrtum - Knollenfenchel kann durchaus auch in mitteleuropäischen Klimazonen erfolgreich angebaut werden. Obwohl die Pflanze ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, haben moderne Züchtungen zu Sorten geführt, die auch kühlere Temperaturen und weniger intensive Sonneneinstrahlung tolerieren. Wichtig ist die Anpassung der Anbaumethoden an die örtlichen Bedingungen. In Deutschland und anderen mitteleuropäischen Ländern hat sich der Knollenfenchel-Anbau etabliert, sowohl im Erwerbsanbau als auch in Hausgärten. Der Schlüssel liegt in der richtigen Sortenwahl - robuste, schossfeste Sorten wie 'Rondo' sind besonders klimatolerante als mediterrane Originaltypen. Auch der Anbauzeitpunkt muss angepasst werden: Frühe Aussaaten unter Schutz und Spätsommerkulturen für die Herbsternte funktionieren besser als Hochsommeranbau. Ein geschützter, warmer Standort und gleichmäßige Wasserversorgung kompensieren die klimatischen Unterschiede. Mit den richtigen Sorten und Techniken lässt sich Knollenfenchel problemlos bis in kühlere Regionen kultivieren.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es beim Knollenfenchel-Anbau in Deutschland?
    Der Knollenfenchel-Anbau in Deutschland zeigt deutliche regionale Unterschiede aufgrund klimatischer Bedingungen und Bodenverhältnisse. In Süddeutschland, besonders in Baden-Württemberg und Bayern, herrschen günstigere Bedingungen mit milderen Temperaturen und länger anhaltender Wärme. Hier ist sowohl Frühjahrs- als auch Sommeranbau möglich. Die Rheinebene mit ihren fruchtbaren Böden und dem milden Klima gilt als ideales Anbaugebiet. In Norddeutschland erfordert der Anbau mehr Aufmerksamkeit - hier eignet sich besonders die Herbstkultur von Juli bis September, da die kühleren Temperaturen das Schossen verhindern. Küstenregionen profitieren vom ausgeglichenen Seeklima, haben jedoch oft mit starken Winden zu kämpfen. In Ostdeutschland mit seinem kontinentaleren Klima sind Frühjahrs- und Herbstanbau unter Schutz empfehlenswert. Höhenlagen ab 500 Meter sind für den Fenchelanbau weniger geeignet aufgrund kürzerer Vegetationsperioden. Regionale Gartenbauvereine und Beratungsstellen geben spezifische Empfehlungen für optimale Anbautermine und Sortenwahl je nach örtlichen Gegebenheiten.
  19. Worin unterscheidet sich Knollenfenchel von anderen Wurzelgemüsen wie Sellerie oder Kohlrabi?
    Knollenfenchel unterscheidet sich grundlegend von anderen Wurzel- und Sprossgemüsen in seiner botanischen Struktur und seinen Eigenschaften. Anders als echte Wurzelgemüse wie Möhren oder Radieschen bildet Knollenfenchel keine verdickte Wurzel, sondern eine oberirdische Scheinnolle aus verdickten Blattscheiden. Sellerie (Apium graveolens) entwickelt eine echte Wurzelknolle unterirdisch, während Kohlrabi (Brassica oleracea) eine verdickte Sprossachse über dem Boden ausbildet. Das charakteristische anisartige Aroma des Knollenfenchels stammt von ätherischen Ölen, hauptsächlich Anethol, was ihn geschmacklich deutlich von den eher erdigen Aromen des Selleries oder dem kohlartigen Geschmack des Kohlrabi abhebt. Die Textur ist bei Knollenfenchel zarter und saftiger, während Kohlrabi oft fester und Sellerie manchmal faseriger ist. Botanisch gehört Knollenfenchel zu den Doldenblütlern (Apiaceae), Sellerie ebenfalls, während Kohlrabi ein Kreuzblütler (Brassicaceae) ist. In der Küche kann Knollenfenchel sowohl roh als auch gekocht verwendet werden und behält sein charakteristisches Aroma, was ihn vielseitiger als viele andere Wurzelgemüse macht.
  20. Was unterscheidet biologischen Knollenfenchel-Anbau vom konventionellen Gemüsebau?
    Der biologische Knollenfenchel-Anbau unterscheidet sich fundamental vom konventionellen Gemüsebau in seinen Methoden und Grundsätzen. Im Bioanbau sind synthetische Pestizide und Mineraldünger strikt verboten - stattdessen wird auf organische Düngung mit Kompost, Mist und natürlichen Präparaten gesetzt. Die Schädlings- und Krankheitsbekämpfung erfolgt biologisch durch Nützlingsförderung, Mischkultur, Fruchtfolge und natürliche Präparate wie Neemöl oder Schmierseifenlösungen. Biologisches Saatgut muss aus kontrolliert biologischer Vermehrung stammen und darf nicht chemisch gebeizt sein. Die Bodenfruchtbarkeit wird langfristig durch Humusaufbau, Gründüngung und schonende Bearbeitung gefördert. Strenge Kontrollen durch Zertifizierungsstellen gewährleisten die Einhaltung der Bio-Richtlinien. Der Aufwand ist oft höher, da mehr Handarbeit erforderlich ist und präventive Maßnahmen eine größere Rolle spielen. Dafür entstehen Produkte ohne Rückstände synthetischer Chemikalien, mit oft intensiverem Geschmack und höheren Gehalten an sekundären Pflanzenstoffen. Die Umweltbelastung ist deutlich geringer, was Biodiversität und Bodenleben fördert.
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