Krankheiten und Schädlinge bei Erdbeerpflanzen erkennen und bekämpfen

Erdbeeren: Süße Früchte, knifflige Herausforderungen

Erdbeeren sind nicht nur lecker, sondern auch anspruchsvoll in der Pflege.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Erdbeeren sind wirtschaftlich bedeutsam und bei Hobbygärtnern beliebt
  • Häufige Probleme: Pilzkrankheiten und Schädlinge
  • Früherkennung und richtige Behandlung sind entscheidend

Erdbeeren: Vom Feld bis zum Gartenbeet

Erdbeeren gehören zu den beliebtesten Früchten überhaupt. Ob in der Landwirtschaft oder im heimischen Garten - die roten Leckerbissen haben einen festen Platz erobert. In Deutschland werden jährlich rund 150.000 Tonnen Erdbeeren geerntet, ein beachtlicher Teil davon stammt aus Hobbygärten.

Der Anbau von Erdbeeren ist jedoch nicht immer einfach. Verschiedene Krankheiten und Schädlinge können den Pflanzen zusetzen und die Ernte gefährden. Deshalb ist es ratsam, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und angemessen zu behandeln.

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Pilzige Plagegeister: Häufige Krankheiten bei Erdbeeren

Grauschimmel: Der heimtückische Fruchtverderber

Der Grauschimmel, wissenschaftlich als Botrytis cinerea bekannt, ist ein gefürchteter Feind im Erdbeeranbau. Er befällt nicht nur die Früchte, sondern auch Blüten und Blätter.

Symptome und Erkennungsmerkmale

Typisch für den Grauschimmel sind bräunliche Flecken auf den Früchten, die sich rasch ausbreiten und mit einem grauweißen Pilzgeflecht überziehen. Befallene Früchte werden matschig und ungenießbar. Auch an Blüten und Blättern können sich braune Stellen bilden.

Präventionsmaßnahmen

  • Pflanzen Sie Ihre Erdbeeren luftig und mit ausreichend Abstand
  • Mulchen Sie den Boden, um Spritzwasser zu vermeiden
  • Entfernen Sie regelmäßig welke Blätter und überreife Früchte
  • Wässern Sie morgens, damit die Pflanzen über Tag abtrocknen können

Behandlungsmöglichkeiten

Ist der Grauschimmel erst einmal da, hilft nur konsequentes Entfernen befallener Pflanzenteile. In besonders schweren Fällen können biologische Fungizide zum Einsatz kommen, aber Vorsicht: Die Wartezeit bis zur Ernte muss eingehalten werden.

Verticillium-Welke: Der heimliche Killer

Die Verticillium-Welke ist eine tückische Krankheit, die oft erst spät erkannt wird. Der Bodenpilz dringt über die Wurzeln in die Pflanze ein und verstopft die Leitungsbahnen.

Symptome und Erkennungsmerkmale

Erste Anzeichen sind oft welke äußere Blätter, während die jungen Blätter noch frisch aussehen. Die Blattränder verfärben sich braun, und die Pflanze bleibt im Wuchs zurück. Bei starkem Befall kann die ganze Pflanze absterben.

Präventionsmaßnahmen

  • Wählen Sie resistente Sorten
  • Achten Sie auf eine gute Fruchtfolge
  • Vermeiden Sie Staunässe im Boden
  • Entfernen Sie befallene Pflanzen sofort mitsamt Wurzeln

Behandlungsmöglichkeiten

Leider gibt es keine direkte Behandlung gegen die Verticillium-Welke. Befallene Pflanzen müssen entfernt werden. Eine Bodensanierung durch Gründüngung oder den Anbau von Tagetes kann helfen, den Pilz im Boden zu reduzieren.

Rhizomfäule: Der Wurzelzerstörer

Die Rhizomfäule, verursacht durch Phytophthora fragariae, ist eine gefürchtete Krankheit im Erdbeeranbau. Sie befällt das Wurzelsystem und kann ganze Bestände vernichten.

Symptome und Erkennungsmerkmale

Typisch sind Wachstumsstörungen und welke Pflanzen, besonders bei feuchter Witterung. Die Wurzeln verfärben sich rot-braun und verfaulen von der Spitze her. Im Längsschnitt zeigt sich eine charakteristische rötliche Verfärbung des Wurzelmarks.

Präventionsmaßnahmen

  • Verwenden Sie nur gesundes Pflanzgut
  • Sorgen Sie für gute Drainage im Boden
  • Vermeiden Sie Staunässe und Bodenverdichtungen
  • Halten Sie eine mehrjährige Anbaupause ein

Behandlungsmöglichkeiten

Eine direkte Bekämpfung ist schwierig. Befallene Pflanzen müssen entfernt und vernichtet werden. In schweren Fällen kann eine chemische Bodenentseuchung nötig sein, was aber nur von Fachleuten durchgeführt werden sollte.

Der Kampf gegen Krankheiten und Schädlinge bei Erdbeeren erfordert Aufmerksamkeit und schnelles Handeln. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie jedoch Ihre Erdbeerkultur gesund erhalten und sich auf eine reiche Ernte freuen. Beachten Sie: Vorsorge ist oft wirksamer als nachträgliche Behandlungen.

Wichtige Schädlinge bei Erdbeerpflanzen: Kleine Plagegeister mit großer Wirkung

Wer Erdbeeren anbaut, kennt das Problem: Kaum hat man sich auf die süßen Früchte gefreut, schon machen sich allerlei ungebetene Gäste über die Pflanzen her. Doch keine Sorge, mit dem richtigen Wissen können wir diesen kleinen Plagegeistern den Garaus machen. Schauen wir uns die häufigsten Übeltäter mal genauer an.

Der Erdbeerblütenstecher: Ein Käfer mit Appetit

Erscheinungsbild und Schadmuster

Der Erdbeerblütenstecher ist ein kleiner, aber äußerst lästiger Rüsselkäfer. Mit seinen gerade mal 2-3 mm Länge ist er leicht zu übersehen, aber seine Arbeit ist unübersehbar. Die erwachsenen Käfer bohren Löcher in die Blütenknospen und legen dort ihre Eier ab. Die geschlüpften Larven fressen dann die Blüten von innen auf. Das Ergebnis? Abgestorbene Blüten, die wie vertrocknet aussehen und abfallen.

Präventive Maßnahmen

Um dem Erdbeerblütenstecher vorzubeugen, gibt's ein paar Tricks:

  • Fruchtfolge einhalten: Wechseln Sie den Standort Ihrer Erdbeeren jährlich.
  • Hygiene im Beet: Entfernen Sie altes Laub und Pflanzenreste gründlich.
  • Frühzeitige Pflanzung: Je früher die Pflanzen blühen, desto weniger attraktiv sind sie für den Käfer.

Bekämpfungsstrategien

Wenn der Käfer schon da ist, heißt es handeln:

  • Absammeln: Klingt mühsam, ist aber effektiv. Morgens sind die Käfer noch träge und lassen sich leichter erwischen.
  • Nützlinge fördern: Vögel und Laufkäfer sind natürliche Feinde des Blütenstechers.
  • Klebefallen: Diese können helfen, die Population zu reduzieren.

Die Erdbeermilbe: Winzig, aber wirkungsvoll

Erscheinungsbild und Schadmuster

Die Erdbeermilbe ist mit bloßem Auge kaum zu erkennen, aber ihre Auswirkungen sind deutlich sichtbar. Befallene Pflanzen zeigen verkrüppelte Blätter und Blüten. Die Früchte bleiben klein und verformen sich. Bei starkem Befall können ganze Pflanzen absterben.

Präventive Maßnahmen

Vorbeugen ist auch hier die beste Medizin:

  • Gesundes Pflanzgut: Verwenden Sie nur milbenfreie Jungpflanzen.
  • Luftige Pflanzung: Sorgen Sie für genügend Abstand zwischen den Pflanzen.
  • Regelmäßige Kontrolle: Überprüfen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen eines Befalls.

Bekämpfungsstrategien

Wenn die Milben schon da sind, können Sie Folgendes tun:

  • Raubmilben einsetzen: Diese natürlichen Feinde fressen die Erdbeermilben.
  • Befallene Pflanzen entfernen: Bei starkem Befall hilft oft nur noch die Entsorgung.
  • Neem-Öl: Ein natürliches Mittel, das die Entwicklung der Milben stört.

Schnecken: Die schleimige Plage

Arten und Schadbilder

Ob Nacktschnecken oder Gehäuseschnecken - sie alle lieben saftige Erdbeerblätter und -früchte. Die Schäden sind unverkennbar: angefressene oder ganz verschwundene Blätter und Löcher in den Früchten. Besonders ärgerlich: Oft sieht man nur noch die Schleimspuren der nächtlichen Fressorgien.

Präventive Maßnahmen

Um Schnecken fernzuhalten, können Sie einiges tun:

  • Mulchen mit Materialien, die Schnecken nicht mögen, wie Kiefernnadeln oder Kaffeesatz.
  • Hochbeete anlegen: Schnecken überwinden ungern raue, trockene Oberflächen.
  • Natürliche Barrieren: Kupferbänder oder Schneckenzäune können helfen.

Bekämpfungsstrategien

Wenn die Schnecken schon da sind:

  • Bierfallen aufstellen: Schnecken lieben Bier, ertrinken aber darin.
  • Nematoden einsetzen: Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer parasitieren Schnecken.
  • Absammeln: Mühsam, aber effektiv. Am besten abends oder früh morgens.

Blattläuse: Kleine Sauger, große Wirkung

Erscheinungsbild und Schadmuster

Blattläuse sind kleine, grüne oder schwarze Insekten, die in Kolonien auftreten. Sie saugen an Blättern und Trieben und hinterlassen klebrigen Honigtau. Befallene Pflanzen zeigen gekräuselte Blätter, Wuchsdeformationen und können bei starkem Befall sogar absterben.

Präventive Maßnahmen

Um Blattläusen vorzubeugen:

  • Mischkultur: Pflanzen Sie stark duftende Kräuter wie Lavendel oder Thymian zwischen die Erdbeeren.
  • Nützlinge fördern: Schaffen Sie Lebensraum für Marienkäfer, Florfliegen und Co.
  • Gesunde Pflanzen: Gut versorgte Pflanzen sind widerstandsfähiger gegen Blattläuse.

Bekämpfungsstrategien

Bei einem Befall können Sie so vorgehen:

  • Abspritzen: Ein kräftiger Wasserstrahl entfernt viele Läuse.
  • Nützlinge einsetzen: Marienkäferlarven oder Schlupfwespen fressen Blattläuse.
  • Hausmittel: Brennnesseljauche oder eine Schmierseifenlösung können helfen.

Jeder Garten ist ein kleines Ökosystem. Mit etwas Geduld und den richtigen Maßnahmen finden Sie sicher ein Gleichgewicht zwischen Ihren Erdbeerpflanzen und den kleinen Besuchern. Es kann sogar interessant sein zu beobachten, was alles in unserem Garten lebt. Also, packen wir's an - Ihre Erdbeeren werden es Ihnen danken!

Integrierter Pflanzenschutz: Gesunde Erdbeeren durch ganzheitliche Methoden

Bei der Pflege von Erdbeerpflanzen ist der integrierte Pflanzenschutz von großer Bedeutung. Dieser Ansatz kombiniert verschiedene Methoden, um Krankheiten und Schädlinge zu kontrollieren, ohne primär auf chemische Mittel zurückzugreifen.

Kulturmaßnahmen: Vorsorge als Basis

Die Grundlage bildet die richtige Standortwahl und Bodenvorbereitung. Erdbeeren bevorzugen sonnige, luftige Standorte und gut durchlässige Böden mit hohem Humusanteil. Staunässe sollte vermieden werden.

Eine kluge Fruchtfolge ist ebenfalls wichtig. Erdbeeren sollten nicht mehrere Jahre hintereinander an derselben Stelle wachsen. Eine Pause von 3-4 Jahren, in der beispielsweise Kohlgewächse oder Zwiebelgemüse angebaut werden, ist ratsam. Mischkultur, etwa mit Knoblauch zwischen den Erdbeeren, kann zusätzlich Schädlinge fernhalten.

Bei der Bewässerung hat sich Tröpfchenbewässerung bewährt, da hierbei die Blätter trocken bleiben, was Pilzbefall vorbeugt. Bei der Düngung gilt Zurückhaltung, da zu viel Stickstoff die Pflanzen anfälliger für Krankheiten macht.

Biologische Bekämpfungsmethoden: Natürliche Verbündete

Nützlinge spielen eine wichtige Rolle. Marienkäfer und ihre Larven bekämpfen Blattläuse, Raubmilben gehen gegen Spinnmilben vor. Sogar Igel können als natürliche Schneckenbekämpfer fungieren.

Mikrobiologische Präparate wie Bacillus thuringiensis gegen Raupen oder Trichoderma-Pilze gegen Bodenpilze sind umweltfreundliche Alternativen. Pflanzenstärkungsmittel wie Schachtelhalmbrühe, Komposttee oder Brennnesseljauche können die Widerstandsfähigkeit der Erdbeeren erhöhen.

Chemischer Pflanzenschutz: Die letzte Option

Chemische Mittel sollten nur als letzter Ausweg eingesetzt werden, wenn andere Methoden versagen und ein erheblicher Ernteausfall droht. Bei der Auswahl sind umweltschonende, zielgerichtete Präparate zu bevorzugen.

Bei der Anwendung ist strikte Einhaltung der Anweisungen und Schutzmaßnahmen unerlässlich. Schutzkleidung, Berücksichtigung von Wind und Wetter sowie Spritzen in den Abendstunden zum Schutz von Bienen sind wichtige Aspekte.

Der integrierte Pflanzenschutz erfordert zwar einiges an Wissen und Aufwand, führt aber zu gesunden Pflanzen und schmackhaften Früchten bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt.

Spezielle Herausforderungen und Lösungen im Erdbeeranbau

Krankheiten und Schädlinge im Gewächshausanbau

Der Anbau von Erdbeeren im Gewächshaus bringt eigene Herausforderungen mit sich. Die konstant höhere Luftfeuchtigkeit und Temperatur begünstigen die Entwicklung von Pilzkrankheiten wie Grauschimmel. Um dem entgegenzuwirken, ist eine gute Belüftung unerlässlich. Regelmäßiges Lüften und der Einsatz von Ventilatoren können helfen, die Luftzirkulation zu verbessern. Auch der Einsatz von Tröpfchenbewässerung statt Überkopfbewässerung kann das Risiko von Pilzinfektionen verringern.

Im Gewächshaus können sich Schädlinge wie Spinnmilben und Weiße Fliegen rasant vermehren. Hier empfiehlt sich der präventive Einsatz von Nützlingen wie Raubmilben oder Schlupfwespen. Diese natürlichen Feinde können eine Massenvermehrung der Schädlinge oft schon im Keim ersticken.

Einfluss von Wetterbedingungen auf Krankheiten und Schädlinge

Draußen im Freiland sind Erdbeerpflanzen den Launen des Wetters ausgesetzt. Lange Feuchteperioden begünstigen Pilzerkrankungen wie die Graufäule. In trockenen, heißen Sommern hingegen haben Spinnmilben leichtes Spiel. Um auf diese wechselnden Bedingungen reagieren zu können, ist eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen unerlässlich.

Bei anhaltender Trockenheit kann eine Tröpfchenbewässerung Abhilfe schaffen. Sie versorgt die Pflanzen gezielt mit Wasser, ohne die Blätter zu benetzen. In regenreichen Perioden kann eine Folienabdeckung zwischen den Reihen helfen, das Spritzen von Erde an die Früchte zu verhindern und so das Fäulnisrisiko zu senken.

Resistente Erdbeersorten als Lösung?

Die Züchtung resistenter Erdbeersorten ist ein vielversprechender Ansatz, um den Pflanzenschutz nachhaltiger zu gestalten. Einige neuere Sorten zeigen bereits verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen häufige Krankheiten wie Verticillium-Welke oder Mehltau. Allerdings gibt es bislang keine Sorte, die gegen alle Krankheiten und Schädlinge resistent ist.

Bei der Sortenwahl sollten Hobbygärtner nicht nur auf Resistenzen achten, sondern auch auf die Anpassung an lokale Klimabedingungen. Eine robuste Sorte, die mit dem Mikroklima des eigenen Gartens zurechtkommt, ist oft die beste Wahl für einen erfolgreichen und pflegeleichten Anbau.

Diagnose und Monitoring: Wichtige Aspekte für einen gesunden Erdbeerbestand

Regelmäßige Pflanzenkontrolle

Ein wachsames Auge ist die beste Vorbeugung gegen Krankheiten und Schädlingsbefall. Mindestens einmal pro Woche sollten Sie Ihre Erdbeerpflanzen gründlich unter die Lupe nehmen. Achten Sie dabei besonders auf:

  • Verfärbungen oder Flecken auf Blättern und Früchten
  • Welke oder verdrehte Blätter
  • Fraßspuren an Blättern oder Früchten
  • Ungewöhnliche Wuchsformen oder Verkümmerungen
  • Kleine Insekten oder deren Eier auf der Blattunterseite

Je früher Sie Probleme erkennen, desto einfacher ist es, sie in den Griff zu bekommen. Notieren Sie Ihre Beobachtungen in einem Gartentagebuch – so behalten Sie den Überblick über die Entwicklung Ihrer Pflanzen.

Einsatz von Fallen und anderen Überwachungsmethoden

Verschiedene Hilfsmittel können das Monitoring erleichtern. Gelbtafeln oder -leimfallen helfen, fliegende Schädlinge wie Thripse oder Weiße Fliegen frühzeitig zu erkennen. Pheromonfallen können männliche Erdbeerblütenstecher anlocken und so einen Befall anzeigen, bevor er sichtbare Schäden verursacht.

Eine interessante Methode ist auch die Verwendung von Indikatorpflanzen. Einige Pflanzenarten reagieren besonders empfindlich auf bestimmte Schädlinge oder Krankheiten und können so als Frühwarnsystem dienen. Beispielsweise reagieren Tagetes sehr empfindlich auf Spinnmilben und können einen Befall anzeigen, bevor er an den Erdbeeren sichtbar wird.

Richtige Probennahme für Laboruntersuchungen

Manchmal reicht der Blick des Hobbygärtners nicht aus, um ein Problem eindeutig zu identifizieren. In solchen Fällen kann eine Laboruntersuchung Klarheit bringen. Für eine aussagekräftige Analyse ist die richtige Probennahme entscheidend:

  • Wählen Sie Pflanzenteile, die typische Symptome zeigen, aber noch nicht völlig abgestorben sind.
  • Entnehmen Sie möglichst mehrere Proben, um einen Vergleich zu ermöglichen.
  • Verpacken Sie die Proben luftdicht in Plastiktüten, um ein Austrocknen zu verhindern.
  • Beschriften Sie die Proben mit Datum und Standort.
  • Versenden Sie die Proben möglichst schnell und kühlen Sie sie bis zum Versand.

Viele Landwirtschaftskammern und Pflanzenschutzdienste bieten solche Untersuchungen an. Die Kosten dafür sind oft überschaubar und können sich durch gezieltere Pflanzenschutzmaßnahmen schnell amortisieren.

Ein Blick in die Zukunft des Erdbeeranbaus

Die Herausforderungen im Erdbeeranbau sind vielfältig, aber ebenso die Lösungsansätze. Von resistenten Sorten über biologische Schädlingsbekämpfung bis hin zu präzisen Diagnosemethoden – die Möglichkeiten für einen nachhaltigen und ertragreichen Anbau wachsen stetig. Erfolg basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz, der Prävention, regelmäßige Kontrolle und gezielte Maßnahmen kombiniert.

Als Hobbygärtner können wir von diesen Entwicklungen profitieren. Indem wir unsere Pflanzen aufmerksam beobachten, auf natürliche Gleichgewichte setzen und neue Erkenntnisse in unsere Gartenpflege einbeziehen, können wir nicht nur leckere Erdbeeren ernten, sondern auch einen Beitrag zu einem nachhaltigen Obstanbau leisten. So bleibt der Erdbeeranbau auch in Zukunft eine interessante und lohnende Herausforderung für Gartenfreunde.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche sind die häufigsten Krankheiten bei Erdbeerpflanzen?
    Die häufigsten Krankheiten bei Erdbeerpflanzen sind Pilzkrankheiten. An erster Stelle steht der Grauschimmel (Botrytis cinerea), der Früchte, Blüten und Blätter befällt und durch bräunliche Flecken mit grauweißem Pilzgeflecht erkennbar ist. Die Verticillium-Welke ist eine tückische Bodenpilzkrankheit, die über die Wurzeln eindringt und die Leitungsbahnen verstopft. Die Rhizomfäule, verursacht durch Phytophthora fragariae, befällt das Wurzelsystem und zeigt sich durch rot-braune Verfärbungen der Wurzeln. Weitere häufige Probleme sind Mehltau und verschiedene Blattfleckenkrankheiten. Diese Pilzkrankheiten werden besonders durch feuchte Witterungsbedingungen begünstigt und können bei unbehandeltem Befall zu erheblichen Ernteverlusten führen. Eine frühzeitige Erkennung und entsprechende Gegenmaßnahmen sind daher entscheidend für den Erhalt gesunder Erdbeerpflanzen.
  2. Wie erkenne ich Schädlinge an meinen Erdbeerpflanzen?
    Schädlinge an Erdbeerpflanzen lassen sich durch verschiedene Symptome erkennen. Der Erdbeerblütenstecher, ein kleiner Rüsselkäfer, hinterlässt charakteristische Bohrlöcher in Blütenknospen und verursacht das Absterben von Blüten. Erdbeermilben führen zu verkrüppelten Blättern und deformierten, kleinen Früchten. Spinnmilben verursachen gelbliche Sprenkel auf den Blättern und feine Gespinste auf der Blattunterseite. Blattläuse sitzen in Kolonien an Blättern und Trieben, hinterlassen klebrigen Honigtau und verursachen gekräuselte Blätter. Schnecken hinterlassen typische Fraßspuren an Blättern und Früchten sowie Schleimspuren. Thripse verursachen silbrige Flecken auf den Blättern. Bei der wöchentlichen Kontrolle sollten Sie besonders die Blattunterseiten, Blütenknospen und junge Triebe untersuchen. Gelbtafeln können dabei helfen, fliegende Schädlinge frühzeitig zu entdecken, bevor größere Schäden entstehen.
  3. Was sind die wichtigsten Präventionsmaßnahmen gegen Erdbeerkrankheiten?
    Die wichtigsten Präventionsmaßnahmen beginnen mit der richtigen Standortwahl: Erdbeeren benötigen sonnige, luftige Standorte mit gut durchlässigen Böden. Eine angemessene Pflanzabstände sorgen für gute Luftzirkulation. Die Fruchtfolge ist entscheidend - Erdbeeren sollten nicht mehrere Jahre am selben Standort wachsen, eine 3-4-jährige Anbaupause ist ideal. Beim Gießen sollte Tröpfchenbewässerung bevorzugt werden, damit die Blätter trocken bleiben. Mulchen verhindert Spritzwasser und reduziert Pilzinfektionen. Regelmäßiges Entfernen von welken Blättern und überreifen Früchten ist wichtig für die Hygiene. Eine ausgewogene Düngung ohne Stickstoffüberschuss stärkt die Pflanzen. Die Verwendung resistenter Sorten kann das Krankheitsrisiko erheblich reduzieren. Mischkultur mit aromatischen Kräutern wie Knoblauch kann zusätzlich Schädlinge fernhalten. Diese vorbeugenden Maßnahmen sind meist effektiver als nachträgliche Behandlungen.
  4. Wie unterscheidet sich die Rhizomfäule von anderen Pilzkrankheiten bei Erdbeeren?
    Die Rhizomfäule unterscheidet sich wesentlich von anderen Pilzkrankheiten durch ihren spezifischen Befallsort und ihre Symptome. Während Grauschimmel oberirdische Pflanzenteile wie Früchte, Blüten und Blätter befällt, greift die Rhizomfäule gezielt das unterirdische Wurzelsystem an. Der Erreger Phytophthora fragariae verursacht eine charakteristische rot-braune Verfärbung der Wurzeln, die von der Spitze her verfaulen. Im Längsschnitt zeigt sich eine typische rötliche Verfärbung des Wurzelmarks. Anders als bei der Verticillium-Welke, die die Leitungsbahnen verstopft, zerstört die Rhizomfäule direkt das Wurzelgewebe. Die Symptome zeigen sich oberirdisch durch Wachstumsstörungen und welke Pflanzen, besonders bei feuchter Witterung. Ein wesentlicher Unterschied liegt auch in der Bekämpfung: Während andere Pilzkrankheiten teilweise behandelbar sind, erfordert die Rhizomfäule meist die komplette Entfernung befallener Pflanzen und längere Anbaupausen.
  5. Welche besonderen Symptome zeigt die Verticillium-Welke an Erdbeerpflanzen?
    Die Verticillium-Welke zeigt sehr charakteristische Symptome, die sie von anderen Krankheiten unterscheiden. Typischerweise beginnt die Erkrankung mit welken äußeren Blättern, während die jungen, inneren Blätter zunächst noch frisch und gesund aussehen. Dies ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Die Blattränder verfärben sich braun, oft in einem typischen Muster von außen nach innen. Befallene Pflanzen bleiben deutlich im Wuchs zurück und wirken gestaucht. Bei starkem Befall kann die gesamte Pflanze absterben. Ein besonderes Merkmal der Verticillium-Welke ist, dass sie oft einseitig beginnt - einzelne Pflanzenteile welken, während andere noch gesund erscheinen. Der Bodenpilz dringt über die Wurzeln ein und verstopft die Leitungsbahnen der Pflanze, wodurch der Wassertransport gestört wird. Anders als bei Trockenstress hilft zusätzliches Gießen nicht, da das Problem in den blockierten Leitungsbahnen liegt. Die Symptome entwickeln sich meist schleichend über mehrere Wochen.
  6. Worin unterscheiden sich biologische und chemische Bekämpfungsmethoden bei Erdbeerschädlingen?
    Biologische und chemische Bekämpfungsmethoden unterscheiden sich grundlegend in ihrer Wirkungsweise und Umweltverträglichkeit. Biologische Methoden nutzen natürliche Prozesse: Nützlinge wie Marienkäfer bekämpfen Blattläuse, Raubmilben gehen gegen Spinnmilben vor, und Nematoden parasitieren Schnecken. Diese Methoden wirken selektiv, schonen andere Organismen und bauen natürliche Gleichgewichte auf. Allerdings ist die Wirkung meist langsamer und wetterabhängig. Chemische Mittel wirken schnell und direkt tödlich auf Schädlinge, sind aber oft weniger selektiv und können auch Nützlinge schädigen. Sie hinterlassen Rückstände und können zu Resistenzen führen. Biologische Präparate wie Bacillus thuringiensis oder Neemöl stellen eine Zwischenlösung dar. Im integrierten Pflanzenschutz werden beide Ansätze kombiniert: biologische Methoden als Grundlage, chemische nur bei starkem Befall als letzte Option. Die Wahl der Methode hängt von Befallsstärke, Jahreszeit und Umweltaspekten ab.
  7. Wie unterscheidet sich der Gewächshausanbau vom Freilandanbau beim Erdbeerpflanzenschutz?
    Der Gewächshausanbau unterscheidet sich erheblich vom Freilandanbau bei Pflanzenschutzmaßnahmen. Im Gewächshaus herrschen konstant höhere Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, was Pilzkrankheiten wie Grauschimmel stark begünstigt. Daher ist eine intensive Belüftung mit Ventilatoren und regelmäßiges Lüften unerlässlich. Tröpfchenbewässerung ist im Gewächshaus noch wichtiger als im Freiland, um die Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren. Schädlinge wie Spinnmilben und Weiße Fliege können sich unter Glas explosionsartig vermehren, weshalb der präventive Einsatz von Nützlingen wie Raubmilben oder Schlupfwespen besonders wichtig ist. Im Freiland sind die Pflanzen natürlichen Witterungseinflüssen ausgesetzt - Regen begünstigt Pilzkrankheiten, aber Wind und schwankende Temperaturen hemmen auch Schädlingsvermehrung. Freilandpflanzen profitieren von natürlichen Nützlingen wie Vögeln und Laufkäfern. Die Behandlungsintervalle sind im Gewächshaus oft enger getaktet, während im Freiland saisonale Schwankungen berücksichtigt werden müssen.
  8. Warum wird eine wöchentliche Pflanzenkontrolle bei Erdbeeren empfohlen?
    Eine wöchentliche Pflanzenkontrolle ist bei Erdbeeren essentiell, da sich Krankheiten und Schädlinge sehr schnell entwickeln können. Pilzkrankheiten wie Grauschimmel können sich binnen weniger Tage explosionsartig ausbreiten, besonders bei feuchter Witterung. Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben vermehren sich bei günstigen Bedingungen exponentiell - aus wenigen Individuen können innerhalb einer Woche große Populationen entstehen. Früherkennung ist der Schlüssel für erfolgreiche Behandlung: Je früher Probleme entdeckt werden, desto einfacher und umweltschonender lassen sie sich bekämpfen. Bei der wöchentlichen Kontrolle sollten Verfärbungen, Welkeerscheinungen, Fraßspuren und kleine Insekten auf Blattunterseiten beachtet werden. Erdbeeren haben eine relativ kurze Vegetationsperiode und Erntezeit - Schäden können daher schnell zu Totalverlusten führen. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen auch das rechtzeitige Entfernen welker Blätter und überreifer Früchte, was präventiv gegen Krankheiten wirkt. Ein Gartentagebuch hilft dabei, Entwicklungen zu dokumentieren.
  9. Welche Pflanzenschutzmittel eignen sich am besten für den Einsatz bei Erdbeerpflanzen?
    Für Erdbeerpflanzen eignen sich am besten biologische und umweltschonende Pflanzenschutzmittel. Gegen Pilzkrankheiten haben sich Trichoderma-Präparate bewährt, die als antagonistische Pilze gegen Krankheitserreger wirken. Kupferbasierte Mittel können bei starkem Pilzbefall eingesetzt werden. Biologische Insektizide wie Bacillus thuringiensis wirken gegen Raupen, während Neemöl gegen verschiedene Schädlinge hilft. Pflanzenstärkungsmittel wie Schachtelhalmbrühe, Brennnesseljauche oder Komposttee erhöhen die natürliche Widerstandsfähigkeit. Etablierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten speziell für den Beerenanbau geeignete, rückstandsarme Präparate an. Wichtig ist die Einhaltung von Wartezeiten vor der Ernte - bei Erdbeeren oft nur wenige Tage bis zwei Wochen. Chemische Mittel sollten nur als letzter Ausweg verwendet werden, wenn biologische Methoden versagen. Systemische Mittel sind oft problematisch, da sie in die Früchte gelangen können. Die Auswahl sollte immer nach Zulassung für Erdbeeren und unter Berücksichtigung der aktuellen Erntesituation erfolgen.
  10. Wo kann man professionelle Nützlinge gegen Erdbeerschädlinge erwerben?
    Professionelle Nützlinge gegen Erdbeerschädlinge sind heute bei verschiedenen Anbietern erhältlich. Spezialisierte Nützlings-Zuchtbetriebe liefern lebende Organismen wie Raubmilben gegen Spinnmilben, Schlupfwespen gegen Blattläuse oder Nematoden gegen Schnecken. Diese sind oft online bestellbar und werden in speziellen Klimabeuteln versendet. Gartenfachhändler wie samen.de haben ebenfalls entsprechende Nützlinge im Sortiment oder können diese bestellen. Landwirtschaftliche Genossenschaften und Beratungsstellen vermitteln oft Kontakte zu regionalen Anbietern. Wichtig ist die richtige Timing: Nützlinge sollten bei ersten Schädlingsanzeichen, nicht erst bei Massenbefall eingesetzt werden. Die Lagerung und Ausbringung muss schnell nach Erhalt erfolgen, da es sich um lebende Organismen handelt. Viele Anbieter bieten auch Beratung zur optimalen Ausbringung. Die Kosten sind anfangs höher als bei chemischen Mitteln, aber der langfristige Nutzen durch aufgebaute natürliche Gleichgewichte ist erheblich. Regional verfügbare Anbieter sind oft vorzuziehen wegen kürzerer Transportwege.
  11. Wie funktioniert die biologische Schädlingsbekämpfung mit Raubmilben bei Erdbeeren?
    Raubmilben sind hocheffektive Gegenspieler von Schädlingsmilben an Erdbeerpflanzen. Die etwa 0,5mm großen Nützlinge ernähren sich von Spinnmilben, Thripslarven und anderen kleinen Schädlingen. Eine Raubmilbe kann täglich 5-20 Spinnmilben oder deren Eier fressen. Sie werden meist in Streumaterial geliefert und gleichmäßig auf die Pflanzen ausgebracht. Optimale Bedingungen sind Temperaturen zwischen 15-25°C und eine Luftfeuchtigkeit über 60%. Die Raubmilben etablieren sich auf den Pflanzen und vermehren sich bei ausreichendem Nahrungsangebot selbständig. Der Vorteil liegt in der gezielten, selektiven Wirkung - sie schädigen weder die Erdbeerpflanzen noch andere Nützlinge. Die Bekämpfung ist nachhaltig, da sich ein natürliches Gleichgewicht einstellt. Wichtig ist der rechtzeitige Einsatz bei ersten Schädlingsanzeichen, nicht erst bei Massenbefall. Chemische Spritzungen müssen eingestellt werden, da diese auch die Nützlinge töten würden. Die Wirkung zeigt sich meist nach 1-2 Wochen und hält bei guten Bedingungen die ganze Saison an.
  12. Welche Rolle spielen Nematoden im integrierten Pflanzenschutz bei Erdbeeren?
    Nematoden spielen eine wichtige Rolle als biologische Schädlingsbekämpfer im integrierten Erdbeerpflanzenschutz. Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer sind hochspezialisierte Parasiten verschiedener Schädlinge. Gegen Schnecken werden Phasmarhabditis hermaphrodita eingesetzt, die in die Schnecken eindringen und diese von innen abtöten. Steinernema-Arten bekämpfen Bodenschädlinge wie Dickmaulrüssler-Larven und andere Käferlarven. Heterorhabditis-Nematoden wirken gegen Engerlinge und andere Bodenschädlinge. Die Anwendung erfolgt durch Gießen oder Sprühen einer Nematoden-Suspension auf den Boden. Für optimale Wirkung ist Bodenfeuchtigkeit wichtig, da Nematoden auf Feuchtigkeit angewiesen sind. Die Temperatur sollte zwischen 12-20°C liegen. Der große Vorteil liegt in der gezielten Wirkung ohne Umweltbelastung. Nematoden sind für Menschen, Haustiere und Pflanzen völlig ungefährlich. Sie etablieren sich teilweise dauerhaft im Boden und bieten langfristigen Schutz. Die Kombination verschiedener Nematoden-Arten kann mehrere Schädlinge gleichzeitig bekämpfen.
  13. Wie wirken sich verschiedene Bewässerungsmethoden auf Erdbeerkrankheiten aus?
    Die Bewässerungsmethode hat entscheidenden Einfluss auf Erdbeerkrankheiten. Überkopfberegnung begünstigt stark Pilzkrankheiten, da nasse Blätter optimale Bedingungen für Sporenkeimung schaffen. Besonders Grauschimmel und andere Pilze profitieren von der hohen Blattfeuchtigkeit. Sprühbewässerung hat ähnliche Nachteile, da auch hier die Pflanzen komplett benetzt werden. Tröpfchenbewässerung ist die beste Methode für Erdbeeren: Das Wasser gelangt direkt zu den Wurzeln, während Blätter und Früchte trocken bleiben. Dies reduziert Pilzkrankheiten erheblich. Auch Schädlinge wie Schnecken, die Feuchtigkeit lieben, werden weniger angelockt. Bodenbewässerung durch Schläuche zwischen den Reihen ist ebenfalls vorteilhaft. Der Bewässerungszeitpunkt ist wichtig: Morgens gegossen, können die Pflanzen über Tag abtrocknen. Abends gegossen, bleiben sie nachts feucht, was Pilzbefall begünstigt. Mulchen kombiniert mit Tröpfchenbewässerung ist optimal: Es verhindert Spritzwasser vom Boden und hält die Bodenfeuchtigkeit konstant. Die Wassermenge sollte bedarfsgerecht sein - Staunässe fördert Wurzelkrankheiten.
  14. Warum sind resistente Erdbeersorten wichtig für die Krankheitsprävention?
    Resistente Erdbeersorten sind ein Grundpfeiler der nachhaltigen Krankheitsprävention, da sie die natürliche Abwehr gegen spezifische Krankheitserreger verstärken. Moderne Züchtungen bieten bereits verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen häufige Probleme wie Verticillium-Welke, Mehltau oder Grauschimmel. Diese genetische Resistenz reduziert den Behandlungsbedarf erheblich und macht den Anbau umweltfreundlicher. Der Vorteil liegt in der dauerhaften Wirkung - einmal gepflanzt, bieten resistente Sorten kontinuierlichen Schutz ohne zusätzliche Maßnahmen. Sie sind besonders wertvoll im biologischen Anbau, wo chemische Behandlungen begrenzt sind. Allerdings gibt es keine universell resistente Sorte gegen alle Krankheiten, daher bleibt eine durchdachte Sortenwahl wichtig. Regionale Anpassung spielt eine entscheidende Rolle - Sorten sollten für das lokale Klima und die typischen Krankheitsprobleme der Region geeignet sein. Resistente Sorten ermöglichen auch unerfahrenen Gärtnern erfolgreicheren Anbau. Die Kombination aus Resistenz und anderen Präventionsmaßnahmen wie richtiger Standortwahl und Pflege bildet die beste Grundlage für gesunde Erdbeerpflanzen.
  15. Wie wird eine ordnungsgemäße Tröpfchenbewässerung bei Erdbeeren installiert?
    Eine ordnungsgemäße Tröpfchenbewässerung beginnt mit der Planung des Systems. Zunächst wird ein Wasseranschluss mit Druckregler (1-2 bar) und Filter installiert, um Verstopfungen zu vermeiden. Das Hauptrohr wird entlang der Erdbeerreihen verlegt, von dem aus perforierte Tropfschläuche oder Einzeltropfer abzweigen. Fachgeschäfte wie samen.de bieten komplette Tröpfchenbewässerungs-Sets mit allem notwendigen Zubehör. Die Tropfer sollten alle 20-30cm positioniert werden, je nach Pflanzabstand. Wichtig ist die richtige Verlegung: Die Schläuche müssen gleichmäßig und ohne Knicke liegen. Ein Zeitschaltuhr-System ermöglicht automatisches Bewässern in den frühen Morgenstunden. Die Wassermenge wird über die Tropfgeschwindigkeit und Bewässerungsdauer reguliert - meist 1-2 Liter pro Pflanze täglich, je nach Witterung und Entwicklungsstadium. Mulchfolien oder organisches Mulchmaterial können über die Tropfschläuche gelegt werden. Regelmäßige Kontrolle auf Verstopfungen und gleichmäßige Wasserverteilung ist wichtig. Im Winter müssen die Leitungen entleert werden, um Frostschäden zu vermeiden.
  16. Welche praktischen Schritte sind bei der Anwendung von Gelbtafeln zu beachten?
    Bei der Anwendung von Gelbtafeln sind mehrere praktische Schritte zu beachten. Die Positionierung ist entscheidend: Gelbtafeln sollten in 10-20cm Höhe über den Pflanzen angebracht werden, da viele Schädlinge in dieser Zone fliegen. Pro 10m² Anbaufläche ist eine Tafel ausreichend. Qualitätsgartenbetriebe wie samen.de bieten witterungsbeständige Gelbtafeln mit hoher Klebekraft an. Die Tafeln müssen regelmäßig alle 2-3 Wochen ausgetauscht werden, da verklebte Oberflächen ihre Wirkung verlieren. Bei starker Sonneneinstrahlung können sie früher ausbleichen. Die gelbe Farbe sollte intensiv sein - blasse Tafeln locken weniger Schädlinge an. Installation erfolgt mit Stäben oder Befestigung an Rankgittern. Wichtig ist die Schutzfolie erst kurz vor Gebrauch zu entfernen. Bei Wind sollten die Tafeln stabil fixiert werden. Die gefangenen Insekten geben Aufschluss über Art und Befallsstärke der Schädlinge. Gelbtafeln sind kein Bekämpfungsmittel, sondern dienen primär dem Monitoring. Bei Nützlingseinsatz sollte der Abstand zu deren Ausbringungsorten beachtet werden.
  17. Stimmt es, dass chemische Pflanzenschutzmittel bei Erdbeeren grundsätzlich schädlich sind?
    Die Aussage, chemische Pflanzenschutzmittel seien bei Erdbeeren grundsätzlich schädlich, ist zu pauschal. Richtig ist, dass sie kritisch und zurückhaltend eingesetzt werden sollten. Moderne, zugelassene Präparate für Erdbeeren durchlaufen strenge Prüfungen und sind bei sachgerechter Anwendung nicht grundsätzlich schädlich. Problematisch wird es bei unsachgemäßer Anwendung: falsche Dosierung, nicht eingehaltene Wartezeiten oder Einsatz nicht zugelassener Mittel. Erdbeeren haben oft kurze Wartezeiten zwischen Behandlung und Ernte, was Rückstände minimiert. Systemische Mittel sind kritischer zu betrachten als Kontaktmittel. Der Hauptkritikpunkt liegt in der Umweltbelastung und möglichen Schädigung von Nützlingen. Chemische Mittel sollten nur als letzte Option eingesetzt werden, wenn biologische Methoden versagen und ein erheblicher Ernteausfall droht. Im integrierten Pflanzenschutz haben sie ihren Platz als Notfallmaßnahme. Wichtig ist die Beachtung der Zulassung, Anwendungshinweise und der Schutz von Anwendern. Biologische Alternativen sind grundsätzlich zu bevorzugen, aber manchmal nicht ausreichend wirksam.
  18. Welche klimatischen Bedingungen fördern Erdbeerkrankheiten in Deutschland?
    Verschiedene klimatische Bedingungen begünstigen spezifische Erdbeerkrankheiten in Deutschland. Lange Perioden mit hoher Luftfeuchtigkeit (über 80%) und Temperaturen zwischen 15-25°C schaffen optimale Bedingungen für Pilzkrankheiten wie Grauschimmel. Besonders kritisch sind warme, feuchte Frühjahrs- und Frühsommernächte. Häufiger Tau und morgendliche Nässe fördern die Sporenkeimung. Regnerische Perioden während der Blüte und Fruchtreife begünstigen massiv Pilzinfektionen. Staunässe nach starken Regenfällen fördert Wurzelkrankheiten wie die Rhizomfäule. Wechselhafte Witterung mit Temperaturstress schwächt die Pflanzen und macht sie anfälliger. Heiße, trockene Perioden begünstigen dagegen Schädlinge wie Spinnmilben. Milde Winter ohne ausreichende Kältephasen können zu vermehrtem Krankheitsdruck führen, da Erreger besser überwintern. Wind kann sowohl positiv (Abtrocknung) als auch negativ (Sporenverbreitung) wirken. Späte Nachtfröste während der Blüte schädigen die Pflanzen und machen sie anfälliger für sekundäre Infektionen. Der Klimawandel verstärkt diese Probleme durch häufigere Wetterextreme und veränderte Niederschlagsmuster.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Erdbeermilben und Spinnmilben?
    Erdbeermilben und Spinnmilben unterscheiden sich erheblich in Größe, Schadbild und Bekämpfung. Erdbeermilben sind mit bloßem Auge praktisch unsichtbar (0,2mm) und verursachen charakteristische Verkrüppelungen der Blätter und Blüten. Befallene Pflanzen zeigen bronzefarbene, gekräuselte Blätter und verformte, kleine Früchte. Sie überwintern in den Herzblättern und vermehren sich bereits bei niedrigen Temperaturen. Spinnmilben sind etwas größer (0,5-0,8mm) und bei starkem Befall mit der Lupe erkennbar. Sie verursachen zunächst gelbliche Sprenkel auf der Blattoberseite und feine Gespinste auf der Blattunterseite. Bei Massenbefall können Blätter völlig gelblich-bronze verfärbt sein. Spinnmilben bevorzugen warme, trockene Bedingungen und treten verstärkt in heißen Sommern auf. Die Bekämpfung unterscheidet sich: Gegen Erdbeermilben helfen Raubmilben oder Neempräparate, gegen Spinnmilben sind andere Raubmilben-Arten und regelmäßiges Abspritzen mit Wasser effektiv. Eine genaue Diagnose ist wichtig für die richtige Behandlungsstrategie.
  20. Wie unterscheiden sich Symptome von Pilzbefall und Schädlingsbefall bei Erdbeeren?
    Die Symptome von Pilz- und Schädlingsbefall unterscheiden sich charakteristisch. Pilzbefall zeigt typischerweise Flecken, Verfärbungen und Fäulnis. Grauschimmel verursacht bräunliche Flecken mit grauem Pilzgeflecht, während Mehltau weiße, pudrige Beläge bildet. Pilzkrankheiten entwickeln sich meist bei feuchter Witterung und betreffen oft größere Pflanzenareale gleichmäßig. Die Ausbreitung erfolgt über Sporen und ist meist progressiv. Schädlingsbefall hingegen zeigt sich durch Fraßschäden, Einstichstellen oder Verformungen. Blattläuse verursachen gekräuselte Blätter und klebrigen Honigtau, Spinnmilben hinterlassen gelbliche Sprenkel und Gespinste. Schnecken erzeugen charakteristische Löcher und Schleimspuren. Schädlingsschäden sind oft punktuell und zeigen typische Verhaltensmuster der Verursacher. Erdbeermilben führen zu bizarren Verkrüppelungen, während der Erdbeerblütenstecher präzise Bohrlöcher in Blütenknospen macht. Ein wichtiger Unterschied: Pilzbefall breitet sich meist flächig aus, während Schädlingsbefall oft nesterweise oder in Linien auftritt. Die Diagnose ist entscheidend für die richtige Behandlungsstrategie.
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