Markerbsen auf dem Balkon: Erfolgreicher Anbau in Töpfen und Kübeln

Markerbsen auf dem Balkon: Ein kleines Gemüseparadies

Markerbsen auf dem Balkon anzubauen, ist eine tolle Möglichkeit, frisches Gemüse zu ernten, ohne einen großen Garten zu benötigen.

Das Wichtigste auf einen Blick: Markerbsen für Balkonien

  • Markerbsen eignen sich hervorragend für den Balkonanbau
  • Sie benötigen ausreichend Licht und Windschutz
  • Tiefe Töpfe und nährstoffreiche Erde sind entscheidend
  • Direktsaat ab April möglich

Warum Markerbsen auf dem Balkon anbauen?

Der Anbau von Markerbsen auf dem Balkon bietet viele Vorteile. Zum einen können Sie so auch auf kleinstem Raum frisches, selbst angebautes Gemüse genießen. Zum anderen wachsen Markerbsen relativ schnell und liefern oft schon nach wenigen Wochen eine reiche Ernte.

Ein weiterer Pluspunkt: Markerbsen sind recht pflegeleicht und eignen sich daher auch für Anfänger im Balkongärtnern. Sie benötigen zwar regelmäßige Bewässerung, sind aber ansonsten recht genügsam.

Markerbsen vs. andere Erbsensorten

Markerbsen unterscheiden sich von anderen Erbsensorten hauptsächlich durch ihre Verwendung. Während Zuckererbsen beispielsweise mit der ganzen Schote gegessen werden, werden bei Markerbsen nur die Samen verwendet. Die Schoten von Markerbsen sind fester und faseriger.

Für den Balkonanbau eignen sich Markerbsen besonders gut, da es auch kompakte Sorten gibt, die nicht allzu hoch wachsen. Trotzdem sollten Sie eine Rankhilfe einplanen.

Den richtigen Standort auf dem Balkon finden

Für ein erfolgreiches Wachstum Ihrer Markerbsen ist die Wahl des richtigen Standorts auf dem Balkon wichtig.

Lichtbedarf

Markerbsen lieben die Sonne. Wählen Sie daher einen möglichst hellen Standort auf Ihrem Balkon aus. Idealerweise sollten die Pflanzen mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag erhalten. Ein Südbalkon wäre optimal, aber auch Ost- oder Westbalkone können geeignet sein.

Windschutz

Obwohl Markerbsen recht robust sind, sollten Sie sie vor starkem Wind schützen. Starke Windböen können die Pflanzen beschädigen oder sogar umknicken. Ein windgeschützter Bereich auf Ihrem Balkon ist daher ideal. Sollte Ihr Balkon sehr exponiert sein, können Sie auch einen Windschutz aus Plexiglas oder Stoff anbringen.

Die richtige Auswahl von Töpfen und Kübeln

Die Wahl des richtigen Pflanzgefäßes ist für den Erfolg Ihres Markerbsenanbaus auf dem Balkon wichtig.

Größe und Tiefe

Markerbsen haben ein relativ tiefes Wurzelsystem. Wählen Sie daher Töpfe oder Kübel, die mindestens 30 cm tief sind. Die Breite sollte mindestens 20 cm betragen. Je größer das Gefäß, desto mehr Pflanzen können Sie darin anbauen. Pro Pflanze sollten Sie etwa 10 cm Platz einrechnen.

Materialien

Für den Balkonanbau eignen sich verschiedene Materialien. Tontöpfe sind atmungsaktiv und sorgen für ein gutes Bodenklima, können aber austrocknen. Kunststofftöpfe sind leichter und halten die Feuchtigkeit besser. Holzkübel sehen natürlich aus, sollten aber innen mit Folie ausgekleidet werden, um Fäulnis zu vermeiden.

Vorbereitung des Pflanzgefäßes

Bevor Sie Ihre Markerbsen aussäen, müssen Sie das Pflanzgefäß richtig vorbereiten.

Drainage

Eine gute Drainage ist unerlässlich, um Staunässe zu vermeiden. Bohren Sie Löcher in den Boden des Gefäßes, falls noch keine vorhanden sind. Legen Sie eine Schicht Kiesel oder Tonscherben auf den Boden, bevor Sie die Erde einfüllen. Dies gewährleistet einen guten Wasserabfluss.

Substrat und Nährstoffe

Verwenden Sie eine hochwertige, nährstoffreiche Pflanzerde für Gemüse. Mischen Sie diese mit etwas Kompost, um die Nährstoffversorgung zu verbessern. Markerbsen benötigen zwar nicht übermäßig viele Nährstoffe, profitieren aber von einer guten Grundversorgung.

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Aussaat und Pflanzung

Nun geht es ans Eingemachte: Die Aussaat Ihrer Markerbsen.

Optimaler Zeitpunkt für die Aussaat

Die beste Zeit für die Aussaat von Markerbsen auf dem Balkon ist von April bis Juni. Sie können auch schon früher beginnen, wenn Sie die Möglichkeit haben, die Pflanzen bei Frost zu schützen. Eine gestaffelte Aussaat alle zwei bis drei Wochen sorgt für eine kontinuierliche Ernte.

Direktsaat vs. Vorkultur

Markerbsen werden in der Regel direkt ausgesät. Eine Vorkultur ist nicht nötig und kann sogar kontraproduktiv sein, da die Pflanzen empfindliche Wurzeln haben und das Umsetzen nicht gut vertragen. Säen Sie die Samen direkt in Ihre vorbereiteten Töpfe oder Kübel.

Saatabstand und -tiefe

Legen Sie die Samen etwa 2-3 cm tief in die Erde. Der Abstand zwischen den einzelnen Samen sollte etwa 5-10 cm betragen. In einem größeren Kübel können Sie auch mehrere Reihen anlegen, wobei der Reihenabstand etwa 20 cm betragen sollte.

Keimungsbedingungen

Markerbsen keimen bei Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad Celsius. Halten Sie die Erde nach der Aussaat gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Die Keimung erfolgt in der Regel nach 7-14 Tagen. Sobald die Pflänzchen etwa 10 cm hoch sind, können Sie eine Rankhilfe anbringen.

Mit diesen Grundlagen sind Sie bestens gerüstet, um Ihre eigenen Markerbsen auf dem Balkon anzubauen. Bald schon können Sie sich an den ersten zarten, süßen Erbsen erfreuen - direkt vom Balkon auf den Teller!

Pflege während des Wachstums: Grundlagen für erfolgreichen Anbau

Die richtige Pflege ist wesentlich für einen erfolgreichen Anbau von Markerbsen auf dem Balkon. Betrachten wir die wichtigsten Aspekte genauer.

Bewässerung: Lebensgrundlage der Markerbsen

Markerbsen haben einen hohen Wasserbedarf, besonders während der Blüte und Hülsenbildung. Eine gleichmäßige Feuchtigkeit ist wichtig, aber Staunässe sollte vermieden werden.

Häufigkeit der Bewässerung

In der Regel benötigen Markerbsen auf dem Balkon alle 2-3 Tage Wasser. An heißen Sommertagen kann tägliches Gießen nötig sein. Der Boden sollte feucht, aber nicht nass sein.

Bewässerungsmethoden

Für Balkonpflanzen eignen sich verschiedene Methoden:

  • Untersetzer: Praktisch, aber Vorsicht vor Staunässe
  • Tropfbewässerung: Gut für gleichmäßige Feuchtigkeit
  • Gießkanne: Bewährt und effektiv, wenn regelmäßig angewendet

Düngung: Nährstoffe für gesundes Wachstum

Markerbsen sind Schwachzehrer, benötigen aber dennoch eine ausgewogene Ernährung.

Nährstoffbedarf von Markerbsen

Markerbsen brauchen vor allem Phosphor und Kalium für Blüten- und Hülsenbildung. Stickstoff wird durch Knöllchenbakterien an den Wurzeln fixiert.

Organische vs. mineralische Dünger

Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne sind vorteilhaft für Markerbsen. Sie geben Nährstoffe langsam ab und verbessern die Bodenstruktur. Mineralische Dünger wirken schneller, müssen aber vorsichtig dosiert werden.

Rankgerüste und Stützen: Unterstützung für die Kletterpflanzen

Markerbsen brauchen Unterstützung beim Wachstum. Die richtige Rankhilfe fördert gesunde Pflanzen und erleichtert die Ernte.

Verschiedene Arten von Rankhilfen

  • Rankgitter aus Holz oder Metall
  • Bambusstäbe in Tippi-Form
  • Spanndrähte oder -schnüre

Selbstgemachte vs. gekaufte Lösungen

Selbstgemachte Rankhilfen aus Ästen oder Schnüren sind kostengünstig und individuell anpassbar. Gekaufte Lösungen sind oft stabiler und langlebiger. Die Wahl hängt von Ihren Vorlieben und dem verfügbaren Platz ab.

Regelmäßige Kontrolle und Pflege

Aufmerksame Beobachtung hilft, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Entfernen von Unkraut

Regelmäßiges, vorsichtiges Jäten verhindert Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser. Besonders wichtig in den ersten Wochen nach der Aussaat.

Lockern der Bodenoberfläche

Gelegentliches oberflächliches Auflockern der Erde verbessert die Durchlüftung und Wasseraufnahme. Vorsicht: Nicht zu tief arbeiten, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.

Schädlinge und Krankheiten: Vorbeugen und Bekämpfen

Auch auf dem Balkon können Markerbsen von Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Hier die häufigsten Probleme und Lösungsansätze:

Häufige Schädlinge bei Balkon-Markerbsen

Blattläuse

Diese kleinen Sauger können sich schnell vermehren. Sie schwächen die Pflanze und übertragen Viren. Bekämpfung durch Abspritzen mit Wasser oder Einsatz von Nützlingen wie Marienkäfern.

Thripse

Winzige Insekten, die silbrige Flecken auf Blättern verursachen. Regelmäßiges Besprühen mit Wasser kann helfen, bei starkem Befall sind spezielle Pflanzenschutzmittel nötig.

Spinnmilben

Bei trockenem, warmem Wetter vermehren sie sich schnell. Erkennbar an feinen Gespinsten und gelblichen Blättern. Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und Neem-Öl können Abhilfe schaffen.

Typische Krankheiten

Echter Mehltau

Weißer, mehliger Belag auf Blättern und Stängeln. Tritt oft bei wechselhaftem Wetter auf. Vorbeugend hilft luftige Pflanzung, bei Befall kann Backpulver-Wasser-Gemisch sprühen.

Grauschimmel

Grauer, pelziger Belag auf Pflanzenteilen, besonders bei feuchter Witterung. Befallene Teile entfernen und Luftzirkulation verbessern.

Vorbeugende Maßnahmen

  • Gesunde, kräftige Pflanzen durch optimale Pflege
  • Ausreichender Pflanzabstand für gute Luftzirkulation
  • Regelmäßige Kontrolle auf erste Anzeichen von Problemen
  • Mischkultur mit Kräutern wie Basilikum oder Thymian

Biologische und chemische Bekämpfungsmethoden

Im Hobbygarten sollten zunächst immer biologische Methoden zum Einsatz kommen:

  • Nützlinge wie Marienkäfer oder Florfliegen fördern
  • Pflanzenjauchen aus Brennnesseln oder Knoblauch herstellen und anwenden
  • Bei hartnäckigem Befall auf biologische Pflanzenschutzmittel zurückgreifen

Chemische Mittel sollten nur als letzte Option und mit Bedacht eingesetzt werden, besonders auf dem Balkon, wo Nützlinge und andere Pflanzen leicht in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Mit der richtigen Pflege und aufmerksamer Beobachtung können Sie auf Ihrem Balkon eine reiche Ernte an leckeren Markerbsen einfahren. Genießen Sie den Prozess vom Säen bis zur Ernte und freuen Sie sich auf selbstgezogenes, frisches Gemüse direkt vor Ihrer Tür!

Ernte und Verwertung: Der Lohn der Mühe

Erkennungsmerkmale für erntereife Markerbsen

Wie erkennt man, ob Markerbsen reif sind? Mit ein paar Tricks finden Sie den perfekten Erntezeitpunkt. Achten Sie auf prall gefüllte Hülsen, die sich noch zart anfühlen. Die Erbsen sollten gut entwickelt, aber nicht zu groß sein. Ein Tipp: Öffnen Sie probeweise eine Hülse. Sind die Erbsen süß und saftig, aber noch nicht mehlig? Dann ist es Zeit für die Ernte!

Richtige Erntetechnik

Bei der Ernte ist Vorsicht geboten. Greifen Sie die Hülse behutsam und drehen Sie sie leicht, um sie von der Pflanze zu lösen. Vermeiden Sie starkes Reißen, das die Pflanze beschädigen könnte. Ein scharfes Messer kann bei hartnäckigen Stängeln helfen. Bedenken Sie: Häufiges Ernten fördert die Bildung neuer Hülsen.

Erntezeitpunkt und -häufigkeit

Markerbsen entwickeln sich schnell. Etwa 60 bis 70 Tage nach der Aussaat beginnt die erste Ernte. Danach empfiehlt es sich, alle zwei bis drei Tage zu kontrollieren und zu ernten. So bleiben die Erbsen zart und Sie verpassen nicht den optimalen Zeitpunkt. Oft kann man mehrere Wochen lang von denselben Pflanzen ernten.

Lagerung und Haltbarkeit

Frisch geerntete Markerbsen schmecken am besten, aber was tun bei Überproduktion? Im Kühlschrank halten sich die Hülsen etwa eine Woche. Wickeln Sie sie in ein feuchtes Tuch und lagern Sie sie im Gemüsefach. Für längere Aufbewahrung eignet sich das Einfrieren. Blanchieren Sie die Erbsen kurz, schrecken Sie sie ab und frieren Sie sie portionsweise ein.

Kulinarische Verwendungsmöglichkeiten

Frischverzehr

Frisch geerntete Markerbsen sind ein Genuss! Knabbern Sie sie direkt vom Strauch oder mischen Sie sie roh in Salate. Eine Empfehlung: Probieren Sie gedünstete Markerbsen mit etwas Butter und frischer Minze.

Kochen und Rezeptideen

Markerbsen sind vielseitig einsetzbar. Sie passen als Beilage, in Eintöpfe oder Aufläufe. Ein Vorschlag: Markerbsen-Risotto mit frischem Parmesan. Oder wie wäre es mit einer cremigen Markerbsen-Suppe an kühlen Tagen?

Einfrieren und Konservieren

Zur Konservierung der Ernte gibt es mehrere Möglichkeiten. Einfrieren ist unkompliziert. Alternativ können Sie die Erbsen einwecken oder zu Püree verarbeiten und einfrieren. So genießen Sie auch im Winter frische Markerbsen.

Saisonale Aspekte und Nachkultur

Mehrmaliger Anbau pro Saison

Markerbsen eignen sich gut für mehrere Aussaaten pro Jahr. Beginnen Sie im frühen Frühjahr, sobald der Boden bearbeitbar ist. Dann können Sie alle 2-3 Wochen neu aussäen. So ernten Sie von Mai bis in den Herbst frische Erbsen. Die letzte Aussaat sollte spätestens Mitte Juli erfolgen, damit die Pflanzen vor dem ersten Frost noch Erträge bringen.

Überwinterung von Markerbsen auf dem Balkon

Obwohl Markerbsen als frostempfindlich gelten, kann man sie mit einigen Vorkehrungen überwintern. Wählen Sie robuste Sorten und schützen Sie die Pflanzen mit Vlies oder einer Minigewächshaus-Konstruktion. In milden Wintern kann das gelingen. Allerdings ist eine Neuaussaat im Frühjahr oft ertragreicher.

Fruchtfolge und geeignete Nachkulturen

Nach der Ernte Ihrer Markerbsen ist der Boden nährstoffreich. Durch die Knöllchenbakterien an den Wurzeln haben die Erbsen den Boden mit Stickstoff angereichert. Nutzen Sie dies für Starkzehrer wie Kohl, Tomaten oder Zucchini. Auch Salate oder Spinat gedeihen gut nach Erbsen. Vermeiden Sie jedoch, direkt wieder Hülsenfrüchte anzubauen - diese benötigen eine Pause von 3-4 Jahren.

Sortenvielfalt für den Balkonanbau

Niedrig wachsende Sorten

Für den Balkon eignen sich besonders niedrig wachsende Markerbsen-Sorten. Diese 'Zwergerbsen' erreichen Höhen von 30-60 cm. Sie benötigen weniger Platz und kommen oft ohne oder mit minimaler Rankhilfe aus. Ideal für kleine Balkone oder Terrassen!

Kompakte Buschtypen

Buschförmig wachsende Markerbsen sind platzsparend. Sie wachsen kompakt und brauchen keine Rankhilfe. Gut geeignet für Töpfe oder Balkonkästen! Diese Sorten reifen oft früh und liefern trotz ihrer geringen Größe gute Erträge.

Besonders ertragreiche Sorten

Wer viel ernten möchte, sollte nach Sorten suchen, die als besonders ertragreich gelten. Einige moderne Züchtungen bringen bis zu 30% mehr Ertrag als herkömmliche Sorten. Achten Sie bei der Auswahl auf Begriffe wie 'ertragreich' oder 'Massenträger' in der Sortenbeschreibung.

Alte und neue Züchtungen im Vergleich

Alte und neue Züchtungen haben jeweils ihre Vorteile. Alte Sorten überzeugen oft durch intensiven Geschmack und Robustheit. Neue Züchtungen punkten mit Krankheitsresistenzen und höheren Erträgen. Eine Mischung aus beiden kann sich lohnen.

Unabhängig von der Sortenwahl bringen Markerbsen auf dem Balkon ein Stück Natur und frischen Genuss direkt vor die Haustür. Viel Spaß beim Anbau!

Tipps für optimalen Ertrag bei Markerbsen auf dem Balkon

Mischkultur und geeignete Partnerpflanzen

Markerbsen gedeihen gut in Gesellschaft. Eine geschickte Mischkultur kann den Ertrag verbessern und Schädlinge abwehren. Radieschen oder Salat als Unterpflanzung nutzen den Platz optimal und profitieren vom Stickstoff der Erbsen. Ringelblumen oder Kapuzinerkresse locken bestäubende Insekten an und verschönern den Balkon.

Optimierung der Wachstumsbedingungen

Markerbsen bevorzugen sonnige Standorte, aber nicht zu viel Hitze. Ein Platz mit Morgensonne und etwas Schatten am Nachmittag eignet sich gut. Gute Luftzirkulation beugt Pilzkrankheiten vor. Ein praktischer Tipp: Töpfe auf kleine Füße oder umgedrehte Unterteller stellen verbessert die Drainage und fördert gesunde Wurzeln.

Vermeidung häufiger Fehler

Ein häufiger Fehler ist übermäßige Pflege. Zu viel Gießen und Düngen kann schaden. Erbsen sind genügsam und binden selbst Stickstoff. Überschüssiger Stickstoff führt zu üppigem Blattwerk, aber weniger Ertrag. Gießen Sie lieber seltener, dafür gründlich. Beachten Sie: Auch auf dem Balkon benötigen Erbsen eine Rankhilfe - selbst niedrige Sorten.

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung beim Balkonanbau

Wassersparende Anbaumethoden

Wasser ist wertvoll, besonders in der Stadt. Mulchen Sie mit Stroh oder Grasschnitt, um Feuchtigkeit zu bewahren. Eine selbstgemachte Tropfbewässerung aus einer alten PET-Flasche kann effektiv sein. Bohren Sie kleine Löcher in den Deckel, stecken Sie die Flasche kopfüber in die Erde und füllen Sie sie mit Wasser - fertig ist die einfache Bewässerungsanlage.

Wiederverwendung von Materialien

Seien Sie erfinderisch! Alte Eimer, ausgediente Regentonnen oder sogar ein alter Grillrost können als Rankhilfe dienen. Pappröhren von Toilettenpapier eignen sich gut für die Aussaat. Füllen Sie sie mit Erde, säen Sie die Samen und pflanzen Sie sie später komplett ein - die Pappe zersetzt sich im Boden.

Kompostierung und Kreislaufwirtschaft im Kleinen

Selbst auf kleinen Balkonen ist Platz für einen Mini-Komposter. Kaffeesatz, Eierschalen und Gemüseabfälle werden zu wertvollem Dünger für Ihre Erbsen. Ein Wurmkomposter braucht noch weniger Platz und produziert hochwertigen Wurmhumus. Der Kreislauf schließt sich, wenn Sie im Herbst die abgeernteten Erbsenpflanzen wieder kompostieren.

Markerbsen auf dem Balkon vs. im Garten: Ein Vergleich

Vor- und Nachteile

Der Balkonanbau bietet einige Vorteile: Die Pflanzen sind immer im Blick und Sie können schnell reagieren. Schädlinge haben es schwerer, Ihre Ernte zu erreichen. Allerdings müssen Sie häufiger gießen und haben weniger Platz für Rankhilfen. Im Garten können die Wurzeln tiefer wachsen, was die Pflanzen robuster macht. Dort ist jedoch die Konkurrenz durch Unkraut größer.

Ertragsunterschiede

Interessanterweise kann der Ertrag auf dem Balkon durchaus mit dem im Garten mithalten - bei optimalen Bedingungen. Pro Quadratmeter sind ähnliche Erntemengen möglich. Entscheidend sind intensive Pflege und die Wahl kompakter, ertragreicher Sorten. In meinem Balkonkasten erntete ich letztes Jahr fast genauso viele Erbsen wie meine Nachbarin im Garten - bei weniger Aufwand.

Anpassung der Anbaumethoden

Auf dem Balkon ist Kreativität gefragt: Vertikales Gärtnern nutzt den begrenzten Raum optimal. Spezielle Balkonrankgitter oder selbstgebaute Gestelle aus Bambusstäben können sehr effektiv sein. Im Garten haben Sie mehr Möglichkeiten für traditionelle Reihenpflanzungen oder sogar ein Erbsenhaus für Kinder.

Markerbsen auf dem Balkon: Ein Genuss für alle Sinne

Der Anbau von Markerbsen auf dem Balkon ist eine bereichernde Erfahrung. Von der ersten zarten Ranke bis zur Ernte der prallen Schoten erleben Sie den Naturkreislauf hautnah. Eine frisch gepflückte Erbse vom Balkon ist ein besonderer Genuss. Greifen Sie zur Samentüte, beginnen Sie mit dem Anbau und verwandeln Sie Ihren Balkon in eine grüne Oase. Knackig-süße Erbsen als Belohnung warten schon auf Sie!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wie eignen sich Markerbsen für den Anbau auf dem Balkon?
    Markerbsen eignen sich hervorragend für den Balkonanbau und sind eine ideale Einstiegspflanze für angehende Balkongärtner. Sie sind pflegeleicht, wachsen relativ schnell und liefern bereits nach wenigen Wochen eine reiche Ernte. Besonders vorteilhaft ist ihr geringer Platzbedarf bei gleichzeitig hohem Ertrag. Markerbsen benötigen ausreichend Licht und Windschutz, sind aber ansonsten genügsam. Für Balkone gibt es spezielle niedrigwachsende Sorten, die nur 30-60 cm hoch werden und somit perfekt in Töpfe passen. Die Pflanzen sind robust und vertragen auch weniger optimale Bedingungen. Ein weiterer Vorteil: Als Hülsenfrüchte verbessern sie sogar den Boden durch Stickstoffbindung über ihre Knöllchenbakterien. Damit sind sie sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Balkongärtner eine ausgezeichnete Wahl, um frisches Gemüse auf kleinstem Raum zu kultivieren.
  2. Welche Töpfe und Kübel sind für Markerbsen am besten geeignet?
    Für Markerbsen benötigen Sie Töpfe oder Kübel mit mindestens 30 cm Tiefe und 20 cm Breite, da die Pflanzen ein tiefes Wurzelsystem entwickeln. Pro Pflanze sollten Sie etwa 10 cm Platz einrechnen. Verschiedene Materialien sind geeignet: Tontöpfe sind atmungsaktiv und schaffen ein gutes Bodenklima, können aber schneller austrocknen. Kunststofftöpfe sind leichter und speichern Feuchtigkeit besser. Holzkübel wirken natürlich, sollten aber innen mit Folie ausgekleidet werden. Entscheidend sind ausreichende Drainagelöcher im Boden, um Staunässe zu vermeiden. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine große Auswahl an geeigneten Pflanzgefäßen und beraten gerne zur optimalen Größe. Je größer das Gefäß, desto mehr Pflanzen können Sie anbauen und desto stabiler ist das Mikroklima für Ihre Markerbsen. Achten Sie auf stabile Konstruktion, da die Pflanzen mit Rankhilfe windanfällig werden können.
  3. Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Markerbsen auf dem Balkon?
    Der optimale Zeitpunkt für die Aussaat von Markerbsen auf dem Balkon liegt zwischen April und Juni. Sie können auch früher beginnen, wenn Sie die Möglichkeit haben, die Pflanzen bei Frost zu schützen. Markerbsen keimen bei Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad Celsius optimal. Eine gestaffelte Aussaat alle zwei bis drei Wochen ermöglicht eine kontinuierliche Ernte über mehrere Monate. Die erste Aussaat kann bereits Anfang April erfolgen, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Für eine verlängerte Erntezeit säen Sie bis Mitte Juli nach - die letzte Aussaat sollte spätestens dann erfolgen, damit die Pflanzen vor dem ersten Frost noch Erträge bringen. Bei einer Aussaat im April können Sie bereits ab Juni mit der ersten Ernte rechnen. Die flexible Aussaatzeit macht Markerbsen zu einer idealen Kultur für den kontinuierlichen Balkonanbau von Frühjahr bis Herbst.
  4. Wie funktioniert die Direktsaat bei Markerbsen im Balkonanbau?
    Die Direktsaat ist bei Markerbsen die bevorzugte Methode, da die Pflanzen empfindliche Wurzeln haben und das Umsetzen schlecht vertragen. Säen Sie die Samen direkt in die vorbereiteten Töpfe oder Kübel, etwa 2-3 cm tief in die Erde. Der Abstand zwischen den Samen sollte 5-10 cm betragen. Bei größeren Kübeln können Sie mehrere Reihen mit 20 cm Reihenabstand anlegen. Nach der Aussaat halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Die Keimung erfolgt normalerweise nach 7-14 Tagen bei Temperaturen zwischen 10-20°C. Sobald die Pflänzchen etwa 10 cm hoch sind, können Sie eine Rankhilfe anbringen. Eine Vorkultur ist nicht notwendig und sogar kontraproduktiv. Die Direktsaat spart Zeit und Aufwand, während die Pflanzen von Beginn an optimale Wurzelbedingungen in ihrem endgültigen Standort entwickeln können. Dies führt zu kräftigeren, ertragreicheren Pflanzen.
  5. Welche Drainage benötigen Markerbsen in Töpfen?
    Eine effektive Drainage ist entscheidend für gesunde Markerbsen im Topf, da Staunässe die häufigste Ursache für Pflanzenschäden ist. Bohren Sie ausreichend große Abflusslöcher in den Topfboden, falls noch keine vorhanden sind. Legen Sie eine 3-5 cm dicke Drainageschicht aus Kieselsteinen, Tonscherben oder Blähton auf den Topfboden, bevor Sie die Erde einfüllen. Diese Schicht gewährleistet optimalen Wasserabfluss und verhindert, dass sich Wasser im Topf staut. Verwenden Sie durchlässige, strukturstabile Erde, die Wasser gut ableitet aber trotzdem Feuchtigkeit speichert. Ein Untersetzer kann praktisch sein, sollte aber regelmäßig geleert werden, damit kein stehendes Wasser entsteht. Stellen Sie Töpfe idealerweise auf kleine Füße oder umgedrehte Unterteller - dies verbessert die Luftzirkulation unter dem Topf und fördert gesunde Wurzelentwicklung. Eine gute Drainage ist besonders wichtig, da Balkonpflanzen häufiger gegossen werden müssen als Gartenpflanzen.
  6. Wie unterscheiden sich Markerbsen von Zuckererbsen beim Anbau?
    Markerbsen und Zuckererbsen unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Verwendung und den daraus resultierenden Anbauanforderungen. Bei Markerbsen werden nur die Samen verwendet, da ihre Schoten fest und faserig sind. Zuckererbsen hingegen werden mit der ganzen zarten Schote verzehrt. Beim Balkonanbau haben beide ähnliche Standortansprüche: sonniger Platz, nährstoffreiche Erde und ausreichend Wasser. Markerbsen benötigen jedoch etwas tiefere Töpfe und mehr Raum für die Samenentwicklung. Der Erntezeitpunkt ist unterschiedlich: Zuckererbsen werden jung und zart geerntet, wenn die Samen noch klein sind, während Markerbsen bis zur vollen Samenreife wachsen. Beide benötigen Rankhilfen, wobei Markerbsen oft etwas höher wachsen. Die Anbaudauer ist bei Markerbsen länger, da sie mehr Zeit für die Samenausbildung brauchen. Für Anfänger sind beide gleichermaßen geeignet, Markerbsen bieten jedoch den Vorteil der besseren Lagerfähigkeit der Ernte.
  7. Welche Vorteile bieten Hülsenfrüchte wie Markerbsen für Balkonkästen?
    Hülsenfrüchte wie Markerbsen bringen mehrere einzigartige Vorteile für Balkonkästen mit sich. Der wichtigste Vorteil ist ihre Fähigkeit zur Stickstoffbindung über Knöllchenbakterien an den Wurzeln. Diese reichern den Boden mit natürlichem Stickstoff an, was nachfolgenden Pflanzen zugutekommt. Markerbsen sind Schwachzehrer und benötigen daher weniger Düngung als andere Gemüsepflanzen, was Kosten spart und die Pflege vereinfacht. Sie wachsen schnell und liefern bereits 60-70 Tage nach der Aussaat erste Erträge. Als platzsparende Vertikalkulturen nutzen sie die Höhe optimal aus. Ihre Blüten sind attraktiv und locken bestäubende Insekten auf den Balkon. Nach der Ernte verbessern die stickstoffreichen Pflanzenreste den Boden als natürlicher Dünger. Die robuste Natur der Hülsenfrüchte macht sie ideal für wechselnde Balkanbedingungen. Zudem sind sie eine hervorragende Mischkultur-Partner für andere Balkonpflanzen, da sie den Boden aufwerten statt auszulaugen.
  8. Wie oft können Markerbsen auf dem Balkon pro Jahr angebaut werden?
    Markerbsen können auf dem Balkon mehrmals pro Saison angebaut werden, da sie eine relativ kurze Kulturzeit von etwa 60-70 Tagen haben. Eine gestaffelte Aussaat alle 2-3 Wochen von April bis Mitte Juli ermöglicht eine kontinuierliche Ernte von Juni bis in den Herbst. Theoretisch sind 3-4 Durchgänge pro Jahr möglich. Die erste Aussaat erfolgt ab April, die zweite im Mai/Juni und die letzte spätestens Mitte Juli. Zwischen den Kulturen können Sie schnellwachsende Zwischenkulturen wie Radieschen oder Salat anbauen. Wichtig ist eine Anbaupause für Hülsenfrüchte von mindestens 3-4 Jahren im selben Substrat, um Bodenmüdigkeit zu vermeiden. Nach jeder Ernte sollten Sie das Substrat mit Kompost auffrischen. Der mehrmalige Anbau pro Saison maximiert Ihren Ertrag auf begrenztem Balkonraum und sorgt für frische Erbsen über Monate. Planen Sie die Aussaattermine so, dass Sie kontinuierlich ernten können, ohne Überschüsse zu haben.
  9. Wo kann man hochwertiges Markerbsen-Saatgut für den Balkonanbau erwerben?
    Hochwertiges Markerbsen-Saatgut für den Balkonanbau erhalten Sie in verschiedenen Bezugsquellen. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten eine breite Auswahl an Markerbsen-Sorten, die speziell für den Balkonanbau geeignet sind, einschließlich kompakter und niedrigwachsender Sorten. Online-Gartenshops punkten mit detaillierten Sortenbeschreibungen und Anbauanleitungen. Gartencenter vor Ort ermöglichen persönliche Beratung und oft auch die Begutachtung der Samenqualität. Bio-Saatgut ist besonders empfehlenswert, da es meist resistenter und geschmacksintensiver ist. Achten Sie auf Qualitätsmerkmale wie Keimfähigkeit, Sortenreinheit und aktuelle Produktionsdaten. Etablierte Züchter und Saatgutproduzenten garantieren meist höhere Keimraten und sortentypische Eigenschaften. Tauschbörsen und Saatgut-Initiativen bieten oft seltene Sorten. Wichtig ist, dass das Saatgut für Ihre klimatischen Bedingungen geeignet ist und von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt.
  10. Was sollte beim Erwerb von Töpfen für Erbsenanbau beachtet werden?
    Beim Kauf von Töpfen für Erbsenanbau sind mehrere Faktoren entscheidend. Die Mindesttiefe sollte 30 cm betragen, da Erbsen Tiefwurzler sind. Die Breite sollte mindestens 20 cm messen, idealerweise mehr für mehrere Pflanzen. Drainage-Löcher sind unverzichtbar - mindestens ein großes Loch oder mehrere kleinere. Das Material beeinflusst die Pflege: Ton ist atmungsaktiv aber schwerer, Kunststoff ist leicht aber weniger atmungsaktiv. Die Stabilität ist wichtig, da Erbsen mit Rankhilfe windanfällig werden. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen spezielle Gemüsetöpfe in verschiedenen Größen und Materialien. UV-Beständigkeit ist bei Balkontöpfen wichtig, damit sie nicht brüchig werden. Die Farbwahl beeinflusst die Bodentemperatur - helle Töpfe bleiben kühler. Untersetzer sind praktisch, aber achten Sie auf angemessene Größe. Modulare Systeme ermöglichen flexible Gestaltung. Der Preis sollte zur geplanten Nutzungsdauer passen. Frostbeständigkeit ist wichtig, falls die Töpfe ganzjährig draußen bleiben.
  11. Welche Rolle spielen Knöllchenbakterien beim Anbau von Markerbsen?
    Knöllchenbakterien (Rhizobien) spielen eine fundamentale Rolle beim Anbau von Markerbsen und anderen Hülsenfrüchten. Diese symbiotischen Bakterien bilden an den Wurzeln charakteristische Knötchen und fixieren atmosphärischen Stickstoff, den sie in pflanzenverfügbare Form umwandeln. Dadurch sind Markerbsen weitgehend selbstversorgend bezüglich Stickstoff und benötigen deutlich weniger Düngung. Die Bakterien erhalten im Gegenzug Kohlenhydrate von der Pflanze. Diese natürliche Stickstoffbindung macht Markerbsen zu wertvollen Bodenverbesserern - nach der Ernte verbleiben stickstoffreiche Wurzelreste im Substrat, die Folgekulturen zugutekommen. Im Balkonanbau ist dies besonders vorteilhaft, da das begrenzte Substrat-Volumen optimal genutzt wird. Frische, unbelastete Erde enthält meist bereits ausreichend Knöllchenbakterien. Bei sterilisierten Substraten kann eine Impfung mit Rhizobien-Präparaten sinnvoll sein. Die Knöllchenbildung ist ein Zeichen für gesunde Pflanzen und funktionierenden Stickstoff-Kreislauf.
  12. Wie wirkt sich die Stickstoffbindung von Erbsen auf andere Balkonpflanzen aus?
    Die Stickstoffbindung von Erbsen wirkt sich äußerst positiv auf andere Balkonpflanzen aus und macht sie zu idealen Partnern in der Mischkultur. Über ihre Knöllchenbakterien reichern Erbsen das Substrat mit natürlichem Stickstoff an, der langsam und gleichmäßig an benachbarte Pflanzen abgegeben wird. Starkzehrer wie Tomaten, Kohl oder Salat profitieren erheblich von dieser natürlichen Düngung. Nach der Erbsenernte verbleiben stickstoffreiche Wurzelreste im Boden, die sich zersetzen und den Nährstoffgehalt dauerhaft verbessern. Dies macht Nachkulturen besonders ertragreich. In Balkonkästen können Sie gezielt Kombinationen planen: Erbsen als Grundkultur, gefolgt von stickstoffliebenden Herbstkulturen. Die Stickstoffanreicherung reduziert den Düngebedarf anderer Pflanzen erheblich, was bei begrenztem Substrat-Volumen auf dem Balkon besonders wertvoll ist. Auch Begleitpflanzen wie Radieschen oder Spinat, die zwischen den Erbsen wachsen, zeigen verbesserte Entwicklung durch die natürliche Stickstoffversorgung.
  13. Warum entwickeln Markerbsen manchmal mehlige statt süße Körner?
    Mehlige statt süße Markerbsen entstehen durch mehrere Faktoren, die hauptsächlich mit dem Erntezeitpunkt und den Wachstumsbedingungen zusammenhängen. Der häufigste Grund ist zu späte Ernte: Überreife Erbsen wandeln ihre Zucker in Stärke um, was die mehlige Konsistenz verursacht. Optimaler Erntezeitpunkt ist, wenn die Hülsen prall gefüllt, aber noch zart sind. Wassermangel während der Hülsenentwicklung kann ebenfalls zu mehligen Körnern führen, da die Pflanzen den Zuckergehalt reduzieren. Extreme Hitze beschleunigt die Stärke-Einlagerung und sollte durch Schattierung gemindert werden. Auch Nährstoffmangel, besonders Kalium-Mangel, kann die Zuckerbildung beeinträchtigen. Manche Sorten neigen genetisch eher zu mehliger Konsistenz - achten Sie auf Sortenbeschreibungen mit Begriffen wie 'süß' oder 'zart'. Regelmäßige Ernte alle 2-3 Tage verhindert Überreife. Probieren Sie eine Erbse: Ist sie süß und knackig, ist der richtige Zeitpunkt erreicht. Morgendliche Ernte bringt oft süßere Erbsen als abendliche.
  14. Welche biochemischen Prozesse laufen während der Keimung von Markerbsen ab?
    Die Keimung von Markerbsen ist ein komplexer biochemischer Prozess, der durch Wasseraufnahme (Imbibition) initiiert wird. Zunächst quillt der Samen auf 150-200% seines ursprünglichen Gewichts an. Enzyme werden aktiviert, die gespeicherte Stärke in Zucker umwandeln, der als Energiequelle für das Wachstum dient. Proteine werden zu Aminosäuren abgebaut und für den Aufbau neuer Pflanzenstrukturen verwendet. Die Atmung wird aktiviert, wodurch gespeicherte Fette in Energie umgewandelt werden. Wachstumshormone wie Gibberelline stimulieren die Zellstreckung und -teilung. Die Keimwurzel (Radicula) bricht zuerst durch die Samenschale, gefolgt vom Keimspross (Plumula). Chlorophyll wird gebildet, sobald das Licht erreicht wird, und die Photosynthese beginnt. Der gesamte Prozess benötigt optimale Temperaturen (10-20°C), ausreichend Feuchtigkeit und Sauerstoff. Diese Vorgänge dauern bei Markerbsen etwa 7-14 Tage und sind entscheidend für eine erfolgreiche Etablierung der Jungpflanze.
  15. Wie können Markerbsen effektiv bei begrenztem Balkonplatz angebaut werden?
    Bei begrenztem Balkonplatz lassen sich Markerbsen durch clevere Anbaumethoden effektiv kultivieren. Vertikales Gärtnern ist der Schlüssel: Nutzen Sie hohe, schmale Töpfe und lassen Sie die Erbsen an Rankgittern oder Schnüren nach oben wachsen. Hängeampeln ermöglichen den Anbau auf verschiedenen Ebenen. Kompakte Sorten wie Zwergsorten sind ideal für kleine Räume und erreichen nur 30-60 cm Höhe. Balkonkästen können mehrfach genutzt werden: Nach der Erbsenernte folgen schnellwachsende Kulturen. Mischkultur optimiert den Platzbedarf - Radieschen oder Salat als Unterpflanzung nutzen den Raum zwischen den Erbsen. Mobile Pflanzgefäße auf Rollen ermöglichen flexible Standortwahl je nach Sonnenverlauf. Wandregale schaffen zusätzliche Anbauflächen. Stapelbare Pflanzsysteme maximieren den Ertrag pro Quadratmeter. Gestaffelte Aussaat in verschiedenen Gefäßen sorgt für kontinuierliche Ernte ohne Platzverschwendung. Selbstgebaute Ranktürme aus Bambus oder Draht sind platzsparend und effektiv.
  16. Welche praktischen Methoden gibt es für die Bewässerung von Balkon-Markerbsen?
    Für die Bewässerung von Balkon-Markerbsen gibt es verschiedene praktische Methoden, die sich je nach Verfügbarkeit und Aufwand unterscheiden. Die klassische Gießkanne bleibt bewährt und effektiv - gießen Sie alle 2-3 Tage durchdringend, bei Hitze täglich. Untersetzer sind praktisch, müssen aber regelmäßig geleert werden, um Staunässe zu vermeiden. Tropfbewässerungssysteme gewährleisten gleichmäßige Feuchtigkeit und sparen Zeit - einfache Systeme mit Flaschen oder professionelle Micro-Drip-Anlagen sind verfügbar. Selbstbewässerungstöpfe mit Wasserreservoir sind ideal für Berufstätige oder Urlaubszeiten. Mulchen mit Stroh oder Grasschnitt reduziert die Verdunstung und verlängert die Gießintervalle. Feuchtigkeitsmesser helfen bei der Bedarfsermittlung. Wasserspeichergranulat im Substrat erhöht die Wasserhaltekraft. Bei größeren Balkonanlagen kann eine automatische Bewässerungsanlage mit Zeitsteuerung sinnvoll sein. Morgendliches Gießen ist meist effektiver als abendliches, da weniger Verdunstung auftritt.
  17. Stimmt es, dass Erbsen im Topf weniger ertragreich sind als im Garten?
    Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube - bei optimalen Bedingungen können Erbsen im Topf durchaus mit dem Gartenanbau mithalten. Entscheidend sind ausreichend große Gefäße (mindestens 30 cm tief), nährstoffreiche Erde und intensive Pflege. Pro Quadratmeter sind ähnliche Erntemengen möglich wie im Freiland. Der begrenzte Wurzelraum kann durch hochwertige Substrate und regelmäßige Düngung kompensiert werden. Vorteile des Topfanbaus sind kontrolliertere Bedingungen, weniger Schädlingsbefall und keine Unkrautkonkurrenz. Kompakte, speziell für Container gezüchtete Sorten können sogar ertragreicher sein als herkömmliche Gartensorten. Wichtig ist die Wahl geeigneter Sorten - niedrigwachsende 'Massenträger'-Sorten sind optimal. Bei zu kleinen Töpfen oder ungeeigneter Sorte kann der Ertrag allerdings tatsächlich geringer ausfallen. Die intensive Pflege, die auf dem Balkon möglich ist - regelmäßiges Gießen, optimale Düngung, Schutz vor Extremwetter - kann sogar zu höheren Erträgen führen als im vernachlässigten Garten.
  18. Eignen sich Markerbsen für den ganzjährigen Balkonanbau in Deutschland?
    Markerbsen sind aufgrund ihrer Frostempfindlichkeit nicht für den klassischen ganzjährigen Balkonanbau in Deutschland geeignet. Die Hauptanbauzeit erstreckt sich von April bis Oktober. Jedoch gibt es Möglichkeiten zur Saisonverlängerung: Mit Schutzmaßnahmen wie Vlies, Mini-Gewächshäusern oder beheizten Wintergärten kann die Saison verlängert werden. Frühe Aussaaten ab März sind mit Frostschutz möglich. In milden Wintern können robuste Sorten überwinter werden, wobei dies eher experimentell ist. Eine praktikablere Alternative ist der Anbau von Microgreens - junge Erbsentriebe, die ganzjährig auf der Fensterbank gezogen werden können. Diese sind bereits nach 1-2 Wochen erntereif und hochvitaminreich. Für kontinuierliche Frischversorgung empfiehlt sich gestaffelte Aussaat von April bis Juli, wodurch Sie bis in den Herbst ernten können. In unbeheizten Gewächshäusern oder Wintergärten ist längerer Anbau möglich. Der klassische Balkonanbau konzentriert sich daher auf die warme Jahreszeit mit maximaler Ausnutzung dieser Zeit durch mehrmalige Kulturen.
  19. Was unterscheidet Speiseerbsen von Gartenerbsen beim Balkonanbau?
    Die Begriffe Speiseerbsen und Gartenerbsen werden oft synonym verwendet, da beide essbare Erbsen für den Hausgebrauch bezeichnen. Im Handel gibt es jedoch feine Unterscheidungen: Speiseerbsen sind meist spezielle Sorten, die für optimalen Geschmack und Zartheit gezüchtet wurden, während Gartenerbsen den traditionellen Anbau im Hausgarten repräsentieren. Beim Balkonanbau sind beide gleichermaßen geeignet, jedoch sollten Sie auf kompakte, niedrigwachsende Sorten achten. Speiseerbsen-Sorten sind oft geschmacklich optimiert und haben dünnere Schalen, während traditionelle Gartenerbsen-Sorten manchmal robuster aber grobkörniger sind. Moderne Züchtungen vereinen meist beide Vorteile. Erfahrene Gartenfachhändler wie die von samen.de können bei der Sortenauswahl beraten und empfehlen spezielle Balkontypen. Wichtiger als die Bezeichnung sind die Sorteneigenschaften: Wuchshöhe, Reifezeit, Geschmack und Krankheitsresistenz. Beide Typen haben identische Anbauansprüche bezüglich Standort, Pflege und Ernte. Die Wahl sollte primär nach Ihren Geschmackspräferenzen und Platzverhältnissen erfolgen.
  20. Wie lassen sich Schalerbsen von anderen Erbsentypen bei der Anzucht unterscheiden?
    Schalerbsen (Markerbsen) lassen sich schon bei der Anzucht von anderen Erbsentypen unterscheiden, obwohl die Unterschiede erst später deutlich werden. Bereits die Samen zeigen Unterschiede: Schalerbsen-Samen sind meist runder und glatter als die oft runzeligen Samen von Zuckererbsen. Die Keimblätter (Cotyledonen) entwickeln sich ähnlich, aber Schalerbsen-Keimlinge sind oft kräftiger und haben dickere Stängel. Die ersten echten Blätter sind bei Schalerbsen meist fester und ledrigerer. Der deutlichste Unterschied zeigt sich bei der Hülsenentwicklung: Schalerbsen entwickeln feste, faserige Hülsen mit pergamentartiger Innenschicht, die nicht mitgegessen werden können. Zuckererbsen haben zarte, fleischige Hülsen ohne Pergamentschicht. Palerbsen (Knackerbsen) haben ebenfalls essbare Hülsen, aber dickere Schoten als Zuckererbsen. Bei der Sortenwahl achten Sie auf genaue Bezeichnungen: 'Schalerbsen', 'Markerbsen' oder 'Speiseerbsen' für die klassischen Arten, 'Zuckererbsen', 'Kaiserschoten' oder 'Sugar Snaps' für essbare Hülsen. Die Saatgutverpackung gibt meist klare Auskunft über den Typ.
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