Natürliche Vermehrung von Klatschmohn: So gelingt die Selbstaussaat

Klatschmohn: Naturschönheit mit Selbstaussaat-Talent

Der Klatschmohn verzaubert mit seinen leuchtend roten Blüten Gärten und Landschaften.

Wissenswertes zum Klatschmohn auf einen Blick

  • Einjährige Wildblume mit starker Selbstaussaat
  • Wichtige Nahrungsquelle für Insekten
  • Bevorzugt sonnige Standorte mit durchlässigem Boden
  • Blüht von Mai bis Juli
  • Samenkapseln eignen sich zur kontrollierten Aussaat

Die Bedeutung des Klatschmohns in Natur und Garten

Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist mehr als nur ein hübscher Farbtupfer. In der Natur spielt er eine wichtige ökologische Rolle. Seine nektarreichen Blüten locken zahlreiche Insekten an, besonders Bienen und Hummeln. Im Garten sorgt er für natürliche Vielfalt und einen Hauch Wildnis.

Früher war der Klatschmohn auf Getreidefeldern weit verbreitet. Durch intensive Landwirtschaft ist er dort seltener geworden. Umso wichtiger ist es, ihm in unseren Gärten Raum zu geben. Hier kann er nicht nur seine Schönheit entfalten, sondern auch einen Beitrag zum Artenschutz leisten.

Botanische Besonderheiten des Klatschmohns

Der Klatschmohn gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Seine zarten, vier bis acht Zentimeter großen Blüten bestehen aus vier leuchtend roten Kronblättern. Charakteristisch sind die dunklen Flecken am Blütengrund. Die graugrünen, gefiederten Blätter sind behaart und sitzen wechselständig am Stängel.

Eine Besonderheit des Klatschmohns ist sein Milchsaft. Anders als beim Schlafmohn enthält er keine Opiate. Die Pflanze wird 30 bis 60 Zentimeter hoch und bildet eine Pfahlwurzel aus.

Vorteile der natürlichen Vermehrung

Die Selbstaussaat des Klatschmohns bringt viele Vorteile mit sich:

  • Kostengünstig: Einmal etabliert, sorgt er selbst für Nachwuchs
  • Natürlich: Die Pflanzen wachsen dort, wo die Bedingungen optimal sind
  • Robust: Selbst ausgesäte Pflanzen sind oft widerstandsfähiger
  • Überraschend: Jedes Jahr ergeben sich neue, spannende Blühbilder
  • Pflegeleicht: Kein jährliches Aussäen nötig

Der Lebenszyklus des Klatschmohns

Als einjährige Pflanze durchläuft der Klatschmohn seinen gesamten Lebenszyklus innerhalb eines Jahres. Im Herbst oder zeitigen Frühjahr keimen die Samen. Die jungen Pflanzen bilden zunächst eine Blattrosette. Mit steigenden Temperaturen beginnt das Längenwachstum.

Von Mai bis Juli ist Blütezeit. Jede Blüte öffnet sich nur für wenige Tage. Nach der Bestäubung entwickeln sich die charakteristischen Samenkapseln. Sobald diese reif sind, vertrocknet die Pflanze. Die Samen bleiben im Boden und keimen im nächsten Jahr.

Blütezeit und Samenbildung

Die Blütezeit des Klatschmohns erstreckt sich über mehrere Wochen. An sonnigen Tagen öffnen sich die Knospen am frühen Morgen. Die zarten Blütenblätter entfalten sich und zeigen ihre volle Pracht. Bienen und andere Insekten sorgen für die Bestäubung.

Nach der Befruchtung fallen die Blütenblätter ab. Zurück bleibt der Fruchtknoten, der sich zur Samenkapsel entwickelt. In jeder Kapsel reifen hunderte winziger Samen heran. Ein einziger Klatschmohn kann so bis zu 50.000 Samen produzieren!

Aufbau der Samenkapseln

Die Samenkapseln des Klatschmohns sind faszinierende Gebilde der Natur. Sie haben eine eiförmige Gestalt und werden etwa einen Zentimeter groß. Unter der Kapsel sitzt eine Art Deckel mit kleinen Löchern. Diese spielen bei der Samenverbreitung eine entscheidende Rolle.

Im Inneren der Kapsel befinden sich zahlreiche Kammern. Jede enthält viele winzige, nierenförmige Samen. Diese sind so leicht, dass sie vom Wind leicht fortgetragen werden können.

Der Mechanismus der Samenverbreitung

Die Natur hat für den Klatschmohn einen raffinierten Verbreitungsmechanismus entwickelt. Wenn die Samen reif sind, trocknet die Kapsel aus. Bei trockenem, windigem Wetter öffnen sich die Löcher unter dem 'Deckel'.

Nun kommt der Wind ins Spiel: Er schüttelt die Pflanze, und die Samen fallen wie aus einem Salzstreuer heraus. Durch ihre geringe Größe können sie vom Wind weit getragen werden. So erobert der Klatschmohn neue Standorte.

Der natürliche Aussaatzyklus

Die Samenreife des Klatschmohns fällt in den Hochsommer. Ab Juli verfärben sich die Kapseln von grün zu braun. Das ist das Signal: Die Samen sind bereit für ihre Reise.

In der Natur fallen die meisten Samen in der Nähe der Mutterpflanze zu Boden. Dort warten sie auf günstige Keimbedingungen. Einige Samen keimen noch im Herbst, die meisten aber erst im folgenden Frühjahr.

Die Rolle des Windes

Der Wind ist der wichtigste Helfer bei der Verbreitung des Klatschmohns. Er sorgt dafür, dass die Samen nicht nur in unmittelbarer Nähe der Mutterpflanze landen. An windigen Tagen können die leichten Samen mehrere Meter weit fliegen.

Besonders effektiv ist die Verbreitung auf offenen Flächen. Hier kann der Wind ungehindert wehen und die Samen weit tragen. Das erklärt, warum Klatschmohn oft an Wegrändern oder auf Brachflächen auftaucht.

Keimverhalten in der Natur

Klatschmohnsamen sind Lichtkeimer. Das bedeutet, sie brauchen Licht, um zu keimen. In der Natur keimen sie am besten, wenn sie nur leicht mit Erde bedeckt sind oder sogar offen liegen.

Die Samen können jahrelang im Boden überdauern. Wird der Boden umgegraben, gelangen sie an die Oberfläche und keimen. Das erklärt, warum Klatschmohn oft plötzlich auf frisch bearbeiteten Flächen erscheint.

Die Keimung erfolgt bei Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad Celsius. Im Frühjahr, wenn der Boden sich erwärmt, beginnen die Samen zu sprießen. Innerhalb weniger Wochen entwickeln sich die charakteristischen gefiederten Blätter.

Optimale Bedingungen für eine erfolgreiche Selbstaussaat des Klatschmohns

Der Klatschmohn ist bekannt für seine Fähigkeit zur Selbstaussaat, aber damit diese auch wirklich klappt, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Betrachten wir, was der Klatschmohn benötigt, um sich von selbst zu vermehren.

Standortanforderungen des Klatschmohns

Klatschmohn ist nicht sehr anspruchsvoll, aber einige Aspekte sollten Sie beachten:

Lichtverhältnisse

Sonnig soll's sein! Klatschmohn gedeiht am besten bei voller Sonne. Im Schatten wächst er zwar auch, blüht aber weniger üppig.

Bodenbeschaffenheit

Der Boden sollte locker und durchlässig sein. Schwerer Lehmboden eignet sich weniger. Am besten wächst er in sandigem bis lehmigem Boden, der nicht zu nährstoffreich ist. Zu viele Nährstoffe fördern üppiges Wachstum, aber weniger Blüten.

Feuchtigkeit

Klatschmohn bevorzugt eher trockene Bedingungen. Zu viel Nässe verträgt er schlecht. Ein wenig Feuchtigkeit braucht er natürlich, aber Staunässe sollte vermieden werden.

Klimatische Bedingungen

Klatschmohn ist recht widerstandsfähig gegenüber klimatischen Bedingungen. Er verträgt Hitze gut und übersteht auch leichten Frost. Die Aussaat sollte jedoch erst erfolgen, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind.

Konkurrenz durch andere Pflanzen

Hier zeigt der Klatschmohn seine empfindliche Seite. Er mag keine starke Konkurrenz. In dichten Rasen oder zwischen wuchernden Stauden hat er kaum eine Chance. Geben Sie ihm Raum zur Ausbreitung, ohne von anderen Pflanzen überwuchert zu werden.

Förderung der natürlichen Vermehrung im Garten

Mit dem Wissen um die Bedürfnisse des Klatschmohns können wir seine Selbstaussaat unterstützen.

Vorbereitung des Bodens

Lockern Sie den Boden im Frühjahr oder Herbst gut auf. Etwas Kompost kann hilfreich sein, aber übermäßiges Düngen ist nicht nötig.

Aussaatzeitpunkt und -methoden

Säen Sie den Klatschmohn im Spätherbst oder frühen Frühjahr aus. Streuen Sie die Samen einfach oberflächlich auf den Boden und drücken Sie sie leicht an. Für eine natürliche Aussaat lassen Sie die Samenkapseln stehen und überlassen die Verteilung dem Wind.

Pflege während der Wachstumsphase

Klatschmohn benötigt wenig Pflege. Entfernen Sie gelegentlich Unkraut und gießen Sie bei extremer Trockenheit. Zu viel Aufmerksamkeit ist eher kontraproduktiv.

Verzicht auf Mulch an Selbstaussaat-Stellen

Mulchen behindert die Selbstaussaat des Klatschmohns. Die kleinen Samen brauchen Licht zum Keimen und können unter einer Mulchschicht nicht gedeihen. Verzichten Sie daher auf Mulch, wenn Sie die Selbstaussaat fördern möchten.

Kontrolle und Lenkung der Selbstaussaat

Um eine übermäßige Ausbreitung zu verhindern, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

Sammeln und gezielte Aussaat von Samen

Für eine kontrollierte Ausbreitung können Sie die Samenkapseln vor dem Aufplatzen abschneiden und die Samen gezielt aussäen. So behalten Sie die Kontrolle über die Verteilung im Garten.

Entfernen unerwünschter Sämlinge

Klatschmohn-Sämlinge sind leicht zu erkennen und zu entfernen. Ziehen Sie unerwünschte Sämlinge vorsichtig heraus, am besten solange sie noch klein sind.

Schaffung von Selbstaussaat-Zonen im Garten

Reservieren Sie bestimmte Bereiche im Garten für die Selbstaussaat. Dort kann sich der Klatschmohn frei ausbreiten. Dies schafft nicht nur ein natürliches Erscheinungsbild, sondern bietet auch Lebensraum für Insekten.

Mit diesen Tipps wird Ihr Garten bald von leuchtend roten Klatschmohnblüten geschmückt sein, ohne dass Sie viel dafür tun müssen. Ein erfreulicher Anblick für jeden Gartenliebhaber!

Herausforderungen bei der natürlichen Vermehrung von Klatschmohn

Die Selbstaussaat des Klatschmohns ist zwar praktisch, bringt aber auch einige Herausforderungen mit sich. Betrachten wir die wichtigsten:

Übermäßige Ausbreitung verhindern

Klatschmohn kann sich schnell ausbreiten. Um zu verhindern, dass er den Garten übernimmt, sollten Sie regelmäßig junge Pflänzchen ausreißen. Besonders in Beeten, wo Sie andere Pflanzen kultivieren möchten. Eine bewährte Methode ist das gezielte Abschneiden der Samenkapseln, bevor sie aufplatzen. So behalten Sie die Kontrolle über die Ausbreitung.

Umgang mit Wetterextremen

Klatschmohn ist zwar robust, aber extreme Wetterbedingungen können ihm zusetzen. Bei anhaltender Trockenheit keimen die Samen schlechter. Starkregen kann wiederum die zarten Keimlinge wegspülen. Ein praktischer Tipp: Mulchen Sie leicht um die Pflanzen herum. Das hält die Feuchtigkeit und schützt vor Erosion.

Schutz vor Fressfeinden

Schnecken und Vögel können eine Bedrohung für junge Klatschmohnpflanzen sein. Schneckenkragen oder feinmaschige Netze in der Anfangsphase können helfen. Aber Vorsicht: Entfernen Sie die Schutzvorrichtungen rechtzeitig, damit die Pflanzen sich natürlich entwickeln können.

Klatschmohn in Kombination mit anderen Pflanzen

Klatschmohn lässt sich wunderbar mit anderen Pflanzen kombinieren:

Geeignete Begleitpflanzen für Klatschmohn

Kornblumen, Margeriten und Kamille sind klassische Partner für Klatschmohn. Sie blühen zur gleichen Zeit und ergeben ein wunderschönes Bild. Auch Ringelblumen und Mädchenauge harmonieren gut mit Klatschmohn.

Schaffung von naturnahen Blumenwiesen

Klatschmohn ist ein wichtiger Bestandteil in naturnahen Blumenwiesen. Mischen Sie die Samen mit anderen Wildblumen und säen Sie sie großflächig aus. So entsteht im Laufe der Zeit eine bunte, insektenfreundliche Wiese. Ein nützlicher Tipp: Mähen Sie erst, wenn die meisten Blumen verblüht sind, um die Selbstaussaat zu fördern.

Integration in Staudenbeete

Auch in Staudenbeeten macht Klatschmohn eine gute Figur. Er füllt Lücken zwischen höheren Stauden und sorgt für leuchtende Farbtupfer. Kombinieren Sie ihn zum Beispiel mit Katzenminze, Frauenmantel oder Storchschnabel. Bedenken Sie aber, dass der Klatschmohn sich auch hier selbst aussäen wird.

Die ökologische Bedeutung der Selbstaussaat

Die natürliche Vermehrung des Klatschmohns hat eine große ökologische Bedeutung:

Förderung der Biodiversität

Durch die Selbstaussaat entstehen immer neue Generationen von Klatschmohn. Diese genetische Vielfalt macht die Population widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge. Zudem bietet der Klatschmohn Lebensraum für viele Kleinlebewesen.

Bedeutung für Insekten, besonders Bienen

Klatschmohn ist eine beliebte Nahrungsquelle für Bienen. Die leuchtend roten Blüten locken nicht nur Honigbienen an, sondern auch viele Wildbienenarten. Hummeln und Schwebfliegen sind ebenfalls häufige Gäste. Auch Schmetterlinge besuchen gerne die Blüten.

Natürliche Bodenverbesserung

Wenn Klatschmohnpflanzen absterben, verrotten sie und tragen so zur Humusbildung bei. Die Wurzeln lockern den Boden auf und verbessern seine Struktur. Das kommt allen Pflanzen in der Umgebung zugute.

Ernte und Verwendung des Klatschmohns

Klatschmohn ist nicht nur schön anzusehen, er lässt sich auch vielseitig nutzen:

Samenernte für die nächste Saison

Um Samen für die nächste Aussaat zu gewinnen, lassen Sie einige Samenkapseln an der Pflanze ausreifen. Wenn sie braun werden und sich oben öffnen, können Sie sie abschneiden und in einer Papiertüte trocknen lassen. Ein nützlicher Tipp: Schütteln Sie die Tüte regelmäßig, damit sich die Samen lösen.

Verwendung in der Küche und als Dekoration

Die Blütenblätter des Klatschmohns sind essbar und eignen sich wunderbar zur Dekoration von Salaten oder Desserts. Sie haben einen leicht nussigen Geschmack. Die Samen können als Backzutat verwendet werden, ähnlich wie Mohnsamem. Vorsicht: Verwechseln Sie sie nicht mit den Samen des Schlafmohns!

Medizinische und traditionelle Verwendungen

In der Volksmedizin wird Klatschmohntee bei leichten Schlafstörungen eingesetzt. Wichtig zu wissen: Klatschmohn enthält keine narkotischen Substanzen wie der Schlafmohn. Trotzdem sollten Sie vor einer medizinischen Anwendung immer einen Arzt konsultieren. In der Blumenbinderei sind getrocknete Mohnkapseln beliebte Gestaltungselemente für natürliche Arrangements.

Die Selbstaussaat des Klatschmohns bereichert Ihren Garten jedes Jahr aufs Neue mit leuchtenden Farben. Mit etwas Aufmerksamkeit und den richtigen Techniken können Sie diese natürliche Vermehrung lenken und gleichzeitig von den vielen positiven Aspekten dieser wunderbaren Pflanze profitieren.

Häufige Fragen und Herausforderungen beim Klatschmohn

Was tun, wenn der Klatschmohn nicht aufgeht?

Manchmal kann es vorkommen, dass der Klatschmohn nicht wie erwartet keimt. Das kann verschiedene Gründe haben. Oft liegt es an zu feuchtem Boden oder zu tiefer Aussaat. Klatschmohnsamen sind Lichtkeimer und sollten nur leicht mit Erde bedeckt werden. Ist der Boden zu nass, können die Samen faulen. Bei Trockenheit hingegen keimen sie möglicherweise gar nicht erst. Ein weiterer Grund könnte sein, dass Vögel oder andere Tiere die Samen gefressen haben. In solchen Fällen lohnt es sich, die Aussaat zu wiederholen und dabei auf die richtige Bodenfeuchtigkeit zu achten.

Kann man Klatschmohn auch in Töpfen selbst aussäen lassen?

Ja, das ist durchaus möglich! Klatschmohn lässt sich auch in Töpfen oder Balkonkästen kultivieren. Wichtig ist, dass die Gefäße tief genug sind, da Klatschmohn eine Pfahlwurzel bildet. Ein Topf sollte mindestens 20 cm tief sein. Verwenden Sie durchlässige, nährstoffarme Erde und achten Sie auf gute Drainage. Die Samen einfach auf die Erde streuen und leicht andrücken. Gießen Sie vorsichtig, damit die Samen nicht weggeschwemmt werden. In Töpfen ist es besonders wichtig, die Erde nicht austrocknen zu lassen, da sie schneller austrocknet als im Gartenboden.

Wie verhindert man das Überhandnehmen?

Klatschmohn kann sich durch Selbstaussaat stark vermehren. Um ein Überhandnehmen zu verhindern, gibt es ein paar Möglichkeiten:

  • Entfernen Sie verblühte Blütenköpfe, bevor sich Samen bilden können.
  • Lassen Sie nur einige wenige Samenkapseln pro Pflanze stehen.
  • Jäten Sie überzählige Sämlinge im Frühjahr.
  • Schaffen Sie klare Grenzen, indem Sie den Klatschmohn von gemulchten oder dicht bepflanzten Bereichen umgeben.

Bedenken Sie aber, dass gerade die Fähigkeit zur Selbstaussaat den besonderen Charme des Klatschmohns ausmacht. Ein gewisses Maß an 'Wildheit' gehört zu seinem natürlichen Erscheinungsbild.

 

Rechtliche Aspekte beim Anbau von Klatschmohn

Unterscheidung von anderen Mohnarten

Es ist wichtig zu wissen, dass Klatschmohn (Papaver rhoeas) sich deutlich von anderen Mohnarten unterscheidet, insbesondere vom Schlafmohn (Papaver somniferum). Während Schlafmohn aufgrund seines Gehalts an Opiaten strengen Anbauregeln unterliegt, ist der Klatschmohn völlig unbedenklich und legal. Er enthält keine berauschenden Substanzen. Erkennungsmerkmale des Klatschmohns sind die leuchtend roten Blüten mit schwarzem Zentrum und die behaarten Stängel und Blätter. Die Samenkapseln sind kleiner und rundlicher als die des Schlafmohns.

Anbaubestimmungen in Deutschland

In Deutschland gibt es keine speziellen Bestimmungen oder Einschränkungen für den Anbau von Klatschmohn. Er kann frei in Gärten, auf Balkonen oder in der freien Natur angebaut werden. Allerdings sollte man beim Aussäen in der freien Natur beachten, dass das Ausbringen von nicht-heimischen Pflanzenarten in der freien Landschaft in manchen Regionen genehmigungspflichtig sein kann. Da Klatschmohn jedoch in Deutschland heimisch ist, trifft dies hier in der Regel nicht zu. In Naturschutzgebieten gelten besondere Regeln, dort sollte generell nichts ausgesät werden.

Kulturelle Bedeutung des Klatschmohns

Symbolik und Geschichte

Der Klatschmohn hat eine reiche kulturelle Geschichte. In vielen Kulturen gilt er als Symbol für Schlaf, Tod und Wiedergeburt. Besonders bekannt wurde er als Symbol für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, inspiriert durch das Gedicht "In Flanders Fields" von John McCrae. Die roten Blüten erinnerten an das vergossene Blut auf den Schlachtfeldern. In Deutschland steht der Klatschmohn oft für die Schönheit der Natur und die Vergänglichkeit des Lebens. In der Volksmedizin wurde er früher als mildes Schlafmittel für Kinder verwendet, was aber heute nicht mehr empfohlen wird.

Verwendung in Kunst und Literatur

Klatschmohn hat Künstler und Schriftsteller seit Jahrhunderten inspiriert. In der Malerei taucht er häufig in Landschaftsbildern auf, besonders beeindruckend in Vincent van Goghs "Mohnfeld". In der Literatur symbolisiert er oft Träume, Vergänglichkeit oder die Wildheit der Natur. Der deutsche Dichter Theodor Storm erwähnt den Klatschmohn in seinem Gedicht "Die Nachtigall", wo er als Teil einer idyllischen Sommerszene erscheint. Auch in modernen Gartenbüchern und Naturführern wird der Klatschmohn oft als Beispiel für die Schönheit wildwachsender Blumen hervorgehoben.

Natürliche Vielfalt: Ein Plädoyer für den Klatschmohn

Die Selbstaussaat des Klatschmohns bietet viele Vorteile. Sie ermöglicht eine natürliche, sich selbst erhaltende Bepflanzung, die jedes Jahr aufs Neue überrascht. Der Klatschmohn lockt Insekten an und trägt zur Biodiversität bei. Seine Anpassungsfähigkeit macht ihn zu einem robusten Gartenbewohner, der wenig Pflege benötigt.

Für alle Gartenfreunde ist der Klatschmohn eine Einladung, der Natur etwas mehr Raum zu geben. Lassen Sie in einer Ecke Ihres Gartens den Klatschmohn wachsen, wie er will. Sie werden überrascht sein, wie viel Leben und Farbe er mit sich bringt. In Zeiten, in denen viele Gärten zu sterilen Grünflächen verkommen, setzt der Klatschmohn ein Zeichen für natürliche Schönheit und Artenvielfalt.

Die Zukunft unserer Gärten liegt in der Verbindung von Gestaltung und Wildwuchs. Der Klatschmohn zeigt uns, dass auch 'Unkraut' seinen Platz haben darf und wie bereichernd es sein kann, der Natur ihren Lauf zu lassen. Vielleicht inspiriert Sie der Anblick eines wogenden Klatschmohnfeldes dazu, Ihrem Garten ein Stück Wildnis zu gönnen. Denn in der Vielfalt und Unberechenbarkeit der Natur liegt eine Schönheit, die kein noch so perfekt geplanter Garten erreichen kann.

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