Optimale Aussaatzeiten für Perserklee im Jahresverlauf

Perserklee: Ein vielseitiger Helfer für Garten und Landwirtschaft

Perserklee ist ein wahres Multitalent im Garten und auf dem Feld. Dieser einjährige Klee bietet zahlreiche Vorteile und Einsatzmöglichkeiten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Perserklee ist eine einjährige Kleeart mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten
  • Optimal für Gründüngung, Futterbau und als Bienenweide
  • Aussaatzeit variiert je nach Klimazone und Verwendungszweck
  • Bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Böden und sonnige bis halbschattige Standorte

Was ist Perserklee (Trifolium resupinatum)?

Perserklee, wissenschaftlich als Trifolium resupinatum bekannt, ist eine interessante einjährige Kleeart. Mit seiner Herkunft aus dem östlichen Mittelmeerraum und Vorderasien hat sich diese Pflanze als äußerst anpassungsfähig erwiesen. Sie zeichnet sich durch ihre charakteristischen, umgedrehten Blüten aus, die ihr auch den Namen "resupinatum" (lateinisch für "zurückgebogen") eingebracht haben.

Vorteile und Verwendungszwecke von Perserklee

Die Vielseitigkeit des Perserklees macht ihn zu einem wertvollen Helfer in der Landwirtschaft und im Gartenbau:

Gründüngung

Als Gründüngungspflanze ist Perserklee vorteilhaft für den Boden. Durch die Symbiose mit Knöllchenbakterien bindet er Luftstickstoff und reichert so den Boden auf natürliche Weise mit diesem wichtigen Nährstoff an. Nach dem Einarbeiten in den Boden verbessert er die Bodenstruktur und fördert das Bodenleben.

Futterpflanze

Landwirte nutzen Perserklee als hochwertige Futterpflanze. Sein hoher Eiweißgehalt und die gute Verdaulichkeit machen ihn zu einem wertvollen Bestandteil in der Tierfütterung, sei es als Grünfutter, Silage oder Heu.

Bienenweide

Mit seinen nektarreichen Blüten zieht Perserklee Bienen und andere bestäubende Insekten an. Er trägt so zur Förderung der Biodiversität bei und unterstützt die Imkerei.

Bedeutung der richtigen Aussaatzeit

Der Erfolg beim Anbau von Perserklee hängt stark vom richtigen Aussaatzeitpunkt ab. Je nach Klimazone und Verwendungszweck variiert die optimale Aussaatzeit:

  • Frühjahrsaussaat: Geeignet für eine schnelle Entwicklung und Nutzung als Sommerzwischenfrucht
  • Spätsommeraussaat: Ermöglicht eine Überwinterung und frühe Nutzung im folgenden Jahr
  • Herbstaussaat: In milden Regionen für eine Überwinterung und frühe Frühjahrsnutzung geeignet

Die richtige Wahl des Aussaatzeitpunkts beeinflusst das Wachstum und die Entwicklung der Pflanze sowie den Ertrag und die Qualität der Biomasse.

Allgemeine Anforderungen für die Aussaat von Perserklee

Klimatische Bedingungen

Perserklee zeigt sich anpassungsfähig, hat aber dennoch seine Vorlieben:

  • Temperatur: Optimal sind Temperaturen zwischen 15°C und 25°C
  • Frosttoleranz: Verträgt leichte Fröste bis -5°C, ist aber grundsätzlich frostempfindlich
  • Niederschlag: Bevorzugt feuchte Bedingungen, verträgt aber keine Staunässe

Bodenvoraussetzungen

Für ein optimales Wachstum benötigt Perserklee:

  • Bodenart: Gedeiht am besten auf mittelschweren bis schweren Böden
  • pH-Wert: Bevorzugt leicht saure bis neutrale Böden (pH 6,0-7,5)
  • Nährstoffe: Dank der Symbiose mit Knöllchenbakterien ist der Stickstoffbedarf gering, aber eine gute Grundversorgung mit Phosphor und Kalium ist wichtig

Standortansprüche

Perserklee gedeiht am besten unter folgenden Bedingungen:

  • Licht: Sonnige bis halbschattige Standorte
  • Wasserversorgung: Regelmäßige Feuchtigkeit, aber keine Staunässe
  • Windschutz: Geschützte Lagen fördern das Wachstum
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Frühjahrsaussaat

Optimaler Zeitraum für die Frühjahrsaussaat

Die Frühjahrsaussaat von Perserklee erfolgt idealerweise:

  • In wärmeren Regionen: Ab Mitte März bis Anfang April
  • In kühleren Gebieten: Von Mitte April bis Anfang Mai
  • Bodentemperatur: Mindestens 8°C für eine zügige Keimung

Vorteile der Frühjahrsaussaat

Eine Aussaat im Frühjahr bietet folgende Vorteile:

  • Schnelle Entwicklung bei steigenden Temperaturen
  • Nutzung als Sommerzwischenfrucht möglich
  • Gute Unkrautunterdrückung durch zügiges Wachstum
  • Möglichkeit zur Mehrfachnutzung (Schnitt, Beweidung) im selben Jahr

Risiken und Herausforderungen

Bei der Frühjahrsaussaat sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Spätfrostgefahr: Junge Pflanzen sind empfindlich
  • Trockenperioden: Ausreichende Wasserversorgung sicherstellen
  • Konkurrenz durch Unkräuter: Sauberes Saatbett wichtig

Bodenvorbereitung im Frühjahr

Für eine erfolgreiche Frühjahrsaussaat ist die richtige Bodenvorbereitung wichtig:

  • Bodenbearbeitung: Feinkrümeliges, abgesetztes Saatbett herstellen
  • Nährstoffversorgung: Bodenanalyse durchführen und ggf. Grunddüngung vornehmen
  • Bodenverdichtungen: Lockern, um Staunässe zu vermeiden

Saattechnik und Saatmenge für die Frühjahrsaussaat

Für gute Ergebnisse bei der Frühjahrsaussaat beachten Sie:

  • Saatmenge: 15-20 kg/ha bei Reinsaat, 8-12 kg/ha in Mischungen
  • Saattiefe: Flach säen, etwa 0,5-1 cm tief
  • Aussaatmethode: Drillsaat oder Breitsaat mit anschließendem Anwalzen
  • Reihenabstand: Bei Drillsaat 12-25 cm

Mit der richtigen Vorbereitung und Durchführung der Frühjahrsaussaat schaffen Sie gute Bedingungen für einen erfolgreichen Perserkleeanbau. Die Pflanze wird mit üppigem Wachstum und vielfältigem Nutzen reagieren.

Sommeraussaat von Perserklee: Chancen und Herausforderungen

Die Sommeraussaat von Perserklee bietet interessante Möglichkeiten, stellt Gärtner und Landwirte aber auch vor besondere Herausforderungen. Eine Aussaat im Sommer ist möglich, jedoch sollten einige wichtige Aspekte beachtet werden.

Möglichkeiten der Sommeraussaat

Eine Sommeraussaat kann sinnvoll sein für eine schnelle Bodenbedeckung oder Gründüngung nach der Ernte einer Frühkultur. Perserklee wächst bei warmen Temperaturen zügig und bildet in kurzer Zeit eine üppige Biomasse. Dies ist vorteilhaft für den Bodenschutz und die Nährstoffbindung.

Grenzen der Sommeraussaat

Die größte Herausforderung bei der Sommeraussaat ist die Wasserversorgung. Perserklee benötigt für die Keimung und das Jugendwachstum ausreichend Feuchtigkeit. In trockenen Sommern kann dies problematisch sein. Bei zu später Aussaat besteht die Gefahr, dass die Pflanzen nicht genügend Zeit haben, sich vor dem Winter zu etablieren.

Besondere Pflegemaßnahmen bei Sommeraussaat

Bei einer Sommeraussaat von Perserklee sind einige spezielle Pflegemaßnahmen zu beachten:

  • Saatbettbereitung: Der Boden sollte feinkrümelig und gut abgesetzt sein, um den Wasseraufstieg zu fördern.
  • Saattiefe: Eine etwas tiefere Ablage (etwa 1-2 cm) kann vorteilhaft sein, um die Samen in feuchtere Bodenschichten zu bringen.
  • Anwalzen: Nach der Saat empfiehlt sich ein leichtes Anwalzen, um den Bodenschluss zu verbessern.
  • Unkrautkontrolle: In der Anfangsphase ist eine gute Unkrautkontrolle wichtig, da der Perserklee langsamer wächst als im Frühjahr.

Bewässerung und Bodenfeuchtigkeit

Die Bewässerung spielt bei der Sommeraussaat eine wichtige Rolle. Hier einige Tipps:

  • Regelmäßige, aber nicht zu häufige Bewässerung, um die Wurzelentwicklung zu fördern
  • Morgens oder abends gießen, um Verdunstungsverluste zu minimieren
  • Mulchen kann helfen, die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten
  • Bei anhaltender Trockenheit eventuell eine Tröpfchenbewässerung in Erwägung ziehen

Trotz dieser Herausforderungen kann eine Sommeraussaat von Perserklee bei guter Planung und Pflege erfolgreich sein und als Gründünger oder Zwischenfrucht dienen.

Herbstaussaat: Der ideale Zeitpunkt für Perserklee

Die Herbstaussaat ist für Perserklee oft die bevorzugte Wahl vieler Gärtner und Landwirte. Sie bietet einige Vorteile, birgt aber auch gewisse Risiken, die es zu beachten gilt.

Optimaler Zeitraum für die Herbstaussaat

Der beste Zeitpunkt für die Herbstaussaat von Perserklee liegt zwischen Mitte August und Anfang September. In wärmeren Regionen kann man auch noch bis Mitte September säen. Wichtig ist, dass die Pflanzen vor dem ersten Frost noch etwa 6-8 Wochen Zeit zum Wachsen haben.

Vorteile der Herbstaussaat

  • Bessere Wasserversorgung: Im Herbst ist die natürliche Bodenfeuchte oft höher, was die Keimung und das Jugendwachstum begünstigt.
  • Geringerer Unkrautdruck: Viele Unkräuter keimen im Herbst nicht mehr, wodurch der Perserklee weniger Konkurrenz hat.
  • Frühe Entwicklung im Frühjahr: Die Pflanzen sind bereits etabliert und können im Frühjahr schnell weiterwachsen.
  • Erosionsschutz: Der Perserklee bedeckt den Boden über Winter und schützt ihn vor Erosion.

Risiken und Herausforderungen

Bei der Herbstaussaat gibt es auch einige Herausforderungen zu meistern:

  • Frostgefahr: Bei zu später Aussaat oder frühem Wintereinbruch können die Jungpflanzen erfrieren.
  • Wildverbiss: Über Winter können die Pflanzen von Wildtieren gefressen werden.
  • Auswinterung: Bei starken Temperaturwechseln besteht die Gefahr, dass die Pflanzen aus dem Boden gehoben werden.

Bodenvorbereitung im Herbst

Eine gute Bodenvorbereitung ist für den Erfolg der Herbstaussaat wichtig:

  • Den Boden nur flach bearbeiten, um die Bodenstruktur zu schonen
  • Ein feinkrümeliges Saatbett herstellen
  • Auf eine gute Rückverfestigung achten, um den Wasseraufstieg zu fördern
  • Bei Bedarf organischen Dünger einarbeiten, aber Vorsicht vor Überdüngung

Saattechnik und Saatmenge für die Herbstaussaat

Bei der Herbstaussaat von Perserklee empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

  • Saatmenge: Etwa 15-20 kg/ha bei Reinsaat, bei Mischungen entsprechend weniger
  • Saattiefe: 1-2 cm, nicht zu tief, da Perserklee ein Lichtkeimer ist
  • Aussaatmethode: Breitsaat oder Drillsaat möglich, anschließend anwalzen
  • Mischungen: Perserklee lässt sich gut mit anderen Kleearten oder Gräsern kombinieren

Mit der richtigen Vorbereitung und Pflege kann die Herbstaussaat von Perserklee erfolgreich sein und eine gute Grundlage für das kommende Frühjahr legen.

Überwinterung von Perserklee: Frostschutz und Vorteile

Die Überwinterung von Perserklee ist ein wichtiger Aspekt, der über den Erfolg der Kultur im Folgejahr entscheiden kann. Obwohl Perserklee als einjährige Pflanze gilt, kann er unter günstigen Bedingungen durchaus überwintern.

Frosttoleranz und Kälteschutz

Perserklee ist nicht besonders frosthart, kann aber leichte Fröste bis etwa -5°C überstehen. Bei tieferen Temperaturen oder längeren Frostperioden besteht die Gefahr von Auswinterungsschäden. Folgende Faktoren beeinflussen die Frosttoleranz:

  • Entwicklungsstadium: Gut entwickelte Pflanzen mit 4-6 Blättern sind frosthärter
  • Schneeschutz: Eine Schneedecke kann isolierend wirken und die Pflanzen schützen
  • Standort: Windgeschützte Lagen bieten besseren Frostschutz
  • Bodenverhältnisse: Gut drainierte Böden verringern das Risiko von Frostschäden

Maßnahmen zur Förderung der Überwinterung

Um die Chancen für eine erfolgreiche Überwinterung zu erhöhen, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Rechtzeitige Aussaat: Damit die Pflanzen vor dem Winter genügend Zeit zur Entwicklung haben
  • Mulchen: Eine dünne Mulchschicht kann den Boden und die Pflanzen schützen
  • Mischkulturen: Robustere Begleitpflanzen können Schutz bieten
  • Kalkung: Ein ausgewogener pH-Wert verbessert die Winterhärte
  • Verzicht auf späte Düngung: Um ein zu üppiges Wachstum vor dem Winter zu vermeiden

Vor- und Nachteile der Überwinterung

Die Überwinterung von Perserklee bringt sowohl Vorteile als auch potenzielle Nachteile mit sich:

Vorteile:

  • Früher Wachstumsbeginn im Frühjahr
  • Höhere Biomasse-Produktion
  • Längere Blütezeit für Bienen und andere Insekten
  • Besserer Erosionsschutz über Winter

Nachteile:

  • Risiko von Auswinterungsschäden
  • Mögliche Verunkrautung bei lückigem Bestand
  • Eventuell notwendige Nachsaat im Frühjahr
  • Potenziell höherer Pflegeaufwand

Trotz der Herausforderungen kann die Überwinterung von Perserklee, besonders in milderen Regionen, eine lohnende Option sein. Sie ermöglicht eine frühe Bodenbedeckung im Frühjahr und kann so zu einer verbesserten Bodenfruchtbarkeit beitragen. Allerdings sollte man flexibel bleiben und bei Bedarf im Frühjahr nachsäen oder umbrechen.

Regionale Unterschiede bei der Perserklee-Aussaat

Die optimale Aussaatzeit für Perserklee variiert je nach Region in Deutschland. Klimatische Bedingungen und lokale Gegebenheiten beeinflussen den Erfolg der Kultur maßgeblich.

Norddeutschland

In den nördlichen Bundesländern empfiehlt sich die Aussaat von Perserklee oft etwas später im Frühjahr, da hier die Böden tendenziell länger kalt und feucht bleiben. Eine Aussaat ab Mitte April bis Anfang Mai hat sich bewährt. Im Herbst sollte man nicht zu spät säen, idealerweise bis Mitte September, um den Pflanzen genügend Zeit zur Entwicklung vor dem Winter zu geben.

Süddeutschland

Im Süden Deutschlands können Landwirte und Gärtner den Perserklee oft schon früher im Jahr aussäen. Hier bietet sich häufig schon ab Ende März oder Anfang April eine gute Gelegenheit. Die Herbstaussaat kann bis in den frühen Oktober hinein erfolgen, da die Vegetationsperiode im Süden meist etwas länger andauert.

Mittelgebirgsregionen

In den Mittelgebirgslagen sollte man bei der Frühjahrsaussaat vorsichtig sein und Spätfröste im Blick behalten. Eine Aussaat ab Mitte April bis Anfang Mai ist hier oft sinnvoll. Im Herbst empfiehlt sich eine frühe Aussaat, idealerweise bis Anfang September, um den Pflanzen genug Zeit zur Etablierung vor dem Winter zu geben.

Alpines Klima

In alpinen Regionen ist die Vegetationsperiode deutlich kürzer. Hier sollte man die Frühjahrsaussaat erst vornehmen, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind, oft erst ab Mai. Eine Herbstaussaat ist in diesen Lagen riskant und sollte nur in geschützten Bereichen in Erwägung gezogen werden.

Perserklee in verschiedenen Anbausystemen

Perserklee ist eine vielseitige Pflanze, die in unterschiedlichen Anbausystemen zum Einsatz kommen kann. Je nach Zielsetzung und betrieblichen Gegebenheiten bieten sich verschiedene Möglichkeiten an.

Als Hauptfrucht

Wird Perserklee als Hauptfrucht angebaut, erfolgt die Aussaat im Frühjahr. Die Pflanze hat dann die gesamte Vegetationsperiode zur Verfügung, um sich zu entwickeln. Dies eignet sich besonders, wenn eine hohe Biomasse-Produktion oder Saatgutgewinnung angestrebt wird. Die Aussaatstärke liegt hier bei etwa 15-20 kg/ha.

Als Zwischenfrucht

Häufig wird Perserklee als Zwischenfrucht eingesetzt. Nach der Ernte der Hauptkultur, beispielsweise Getreide, kann Perserklee noch bis in den Spätsommer hinein gesät werden. Er sorgt dann für eine Bodenbedeckung über den Winter, bindet Stickstoff und verbessert die Bodenstruktur. Die Aussaatstärke beträgt hier etwa 20-25 kg/ha.

In Mischkulturen

Perserklee lässt sich gut in Mischungen mit anderen Zwischenfrüchten oder Gründüngungspflanzen kombinieren. Beliebte Partner sind beispielsweise Phacelia, Ölrettich oder verschiedene Gräser. In Mischungen wird die Aussaatstärke entsprechend reduziert, oft auf 5-10 kg/ha Perserklee.

Untersaat in Getreide

Eine interessante Option ist die Untersaat von Perserklee in Getreide. Hierbei wird der Klee im Frühjahr in den bereits etablierten Getreidebestand eingesät. Nach der Getreideernte entwickelt sich der Perserklee dann weiter und kann als Gründüngung oder Futterpflanze genutzt werden. Die Aussaatstärke liegt bei dieser Methode bei etwa 10-15 kg/ha.

Wie die Aussaatzeit die Entwicklung beeinflusst

Der Zeitpunkt der Aussaat hat einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung und den Ertrag des Perserklees. Verschiedene Aspekte der Pflanzenentwicklung werden davon beeinflusst.

Vegetative Entwicklung

Bei einer frühen Aussaat im Frühjahr hat der Perserklee mehr Zeit für die vegetative Entwicklung. Die Pflanzen bilden in der Regel mehr Blattmasse und ein stärkeres Wurzelsystem aus. Bei einer späten Aussaat im Sommer oder Herbst bleibt die vegetative Phase kürzer, was zu kompakteren Pflanzen führt.

Blütenbildung und Bestäubung

Der Zeitpunkt der Blüte hängt stark vom Aussaatzeitpunkt ab. Bei Frühjahrsaussaat blüht der Perserklee oft schon ab Juni, während bei Spätsommeraussaat die Blüte erst im folgenden Frühjahr einsetzt. Die Blütezeit ist entscheidend für die Nutzung als Bienenweide. Eine gestaffelte Aussaat kann die Blütezeit verlängern und so den Wert für Bestäuber erhöhen.

Biomasseproduktion

Die Biomasseproduktion ist bei früher Aussaat im Frühjahr am höchsten. Die Pflanzen haben mehr Zeit zum Wachstum und können die lange Tageslichtdauer im Sommer optimal nutzen. Bei später Aussaat fällt die Biomasse geringer aus, was aber für manche Zwecke, wie etwa als Winterbegrünung, durchaus erwünscht sein kann.

Samenbildung und -reife

Für die Saatgutproduktion ist der Aussaatzeitpunkt besonders wichtig. Eine frühe Frühjahrsaussaat ermöglicht es den Pflanzen, noch im selben Jahr Samen zu bilden. Bei später Aussaat reift das Saatgut oft nicht mehr vollständig aus. In diesem Fall überwintern die Pflanzen und bilden im Folgejahr Samen.

Die Wahl des richtigen Aussaatzeitpunkts hängt von den spezifischen Zielen des Anbaus ab. Ob Biomasseproduktion, Gründüngung, Bienenweide oder Saatgutgewinnung - jeder Zweck erfordert eine sorgfältige Planung der Aussaat. Dabei müssen regionale Klimabedingungen, das gewählte Anbausystem und die gewünschte Entwicklung der Pflanzen berücksichtigt werden. Mit dem richtigen Timing kann Perserklee sein volles Potenzial entfalten und einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Landwirtschaft leisten.

Praktische Tipps für eine erfolgreiche Perserklee-Aussaat

Bodenanalyse und -vorbereitung

Eine gründliche Bodenanalyse ist vor der Aussaat wichtig. Perserklee wächst am besten in lehmigen bis sandigen Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Bei zu saurem Boden hilft Kalkung. Lockern Sie den Boden 15-20 cm tief auf und entfernen Sie Unkraut und Steine. Eine feine, krümelige Struktur fördert die Keimung.

Saatgutqualität und -behandlung

Nutzen Sie hochwertiges, zertifiziertes Saatgut für gute Ergebnisse. Die Samen können vor der Aussaat etwa 12 Stunden in lauwarmem Wasser quellen. Dies unterstützt eine schnellere und gleichmäßigere Keimung. Achten Sie darauf, die Samen nach dem Quellen feucht zu halten.

Aussaattechnik und -tiefe

Säen Sie den Perserklee in Reihen mit 20-30 cm Abstand oder breitwürfig aus. Die ideale Saattiefe beträgt 1-2 cm. Bei Breitsaat arbeiten Sie die Samen leicht mit einem Rechen ein. Die Saatmenge liegt bei etwa 15-20 g/m² bei Reinsaat. Drücken Sie den Boden nach der Aussaat leicht an für guten Bodenkontakt.

Nachsaaten und Bestandespflege

Beobachten Sie den Bestand in den ersten Wochen genau. Bei lückenhaftem Aufgang können Sie nachsäen. Halten Sie den Boden feucht, bis die Pflanzen etabliert sind. Eine leichte Düngung mit Phosphor und Kalium kann das Wachstum unterstützen, vermeiden Sie jedoch übermäßigen Stickstoff, da der Klee selbst Stickstoff bindet.

Monitoring und Anpassung der Aussaatzeiten

Beobachtung der Witterungsbedingungen

Die Witterung beeinflusst den Erfolg der Perserklee-Aussaat maßgeblich. Achten Sie auf die lokalen Wetterbedingungen. Eine Bodentemperatur von mindestens 10°C ist optimal. Nutzen Sie Wettervorhersagen und Bodenmessungen für den besten Zeitpunkt. Erfahrungsgemäß begünstigt eine Woche mit stabilen Temperaturen und leichtem Regen die Keimung.

Anpassung an den Klimawandel

Klimaveränderungen beeinflussen die Gartensaison. Frühere Frühjahre und längere Herbste verschieben die üblichen Aussaatzeiten. Probieren Sie frühere Aussaaten im Frühjahr oder spätere im Herbst aus. Beachten Sie mögliche Spätfröste im Frühjahr oder frühe Fröste im Herbst, die junge Pflanzen gefährden können. Ein Vlies kann in solchen Fällen schützen.

Dokumentation und Erfahrungsaustausch

Ein Gartentagebuch mit Aussaatdaten, Wetterbedingungen und Ergebnissen hilft bei künftigen Planungen. Der Austausch mit anderen Gärtnern in Ihrer Region, sei es im Kleingartenverein oder in Online-Foren, kann wertvolle Erkenntnisse liefern. Lokale Erfahrungen sind oft aussagekräftiger als allgemeine Empfehlungen.

Perserklee: Ein vielseitiger Helfer im Garten

Die besten Aussaatzeiten für Perserklee variieren je nach Region und Verwendungszweck. Im Frühjahr eignet sich der Zeitraum von Mitte März bis Ende April, im Spätsommer/Frühherbst von Mitte August bis Anfang September. Berücksichtigen Sie stets die örtlichen Gegebenheiten und passen Sie Ihre Vorgehensweise entsprechend an.

Eine standortangepasste Aussaat ist für einen gesunden, ertragreichen Perserkleebestand entscheidend. Durch sorgfältige Planung und Beobachtung können Sie die Vorteile dieser wertvollen Pflanze optimal nutzen – sei es als Gründüngung, Bienenweide oder Futterpflanze.

Die Zukunft des Perserkleeanbaus verspricht interessante Entwicklungen. Züchter arbeiten an Sorten mit verbesserter Trockenheitstoleranz und Frosthärte. In der Landwirtschaft gewinnt der Perserklee als nachhaltige Option an Bedeutung. Für Hobbygärtner bleibt er ein wertvoller Helfer zur Bodenverbesserung und Förderung der Biodiversität. Mit den richtigen Techniken und etwas Erfahrung werden Sie den Anbau dieser vielseitigen Pflanze bald beherrschen.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wann ist die beste Zeit für die Perserklee Aussaat?
    Die optimale Aussaatzeit für Perserklee variiert je nach Region und Verwendungszweck. Im Frühjahr eignet sich der Zeitraum von Mitte März bis Ende April, wobei in wärmeren Regionen bereits ab Mitte März gesät werden kann, in kühleren Gebieten erst ab Mitte April. Die Herbstaussaat erfolgt idealerweise zwischen Mitte August und Anfang September. Die Bodentemperatur sollte mindestens 8-10°C betragen für eine zügige Keimung. Bei der Frühjahrsaussaat haben die Pflanzen mehr Zeit für die vegetative Entwicklung und können noch im selben Jahr genutzt werden. Die Herbstaussaat ermöglicht eine Überwinterung mit früher Entwicklung im Folgejahr, ist jedoch mit höheren Risiken verbunden. In Norddeutschland sollte etwas später gesät werden, während in Süddeutschland frühere Termine möglich sind. Der Aussaatzeitpunkt beeinflusst maßgeblich die Entwicklung, Biomasseproduktion und Nutzungsmöglichkeiten des Perserklees.
  2. Was ist Perserklee und welche botanischen Merkmale hat Trifolium resupinatum?
    Perserklee (Trifolium resupinatum) ist eine einjährige Kleeart aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Leguminosen). Ursprünglich stammt er aus dem östlichen Mittelmeerraum und Vorderasien, hat sich aber als äußerst anpassungsfähige Kulturpflanze etabliert. Das charakteristischste Merkmal sind die umgedrehten Blüten, die der Pflanze ihren wissenschaftlichen Namen "resupinatum" (lateinisch für "zurückgebogen") eingebracht haben. Die Blüten stehen kopfüber mit der Fahne nach unten und den Flügeln nach oben. Perserklee bildet typische dreifingrige Kleeblätter aus und entwickelt ein verzweigtes Wurzelsystem mit Knöllchen, in denen stickstoffbindende Bakterien leben. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 30-60 cm und zeigt rosa bis purpurrote Blüten. Als Leguminose kann sie durch die Symbiose mit Rhizobium-Bakterien atmosphärischen Stickstoff fixieren und trägt so zur natürlichen Bodenverbesserung bei.
  3. Wie funktioniert Perserklee als Gründüngung und Bodenverbesserung?
    Perserklee ist ein hervorragender Gründünger, der den Boden auf mehrfache Weise verbessert. Durch die Symbiose mit Knöllchenbakterien (Rhizobium) an den Wurzeln bindet er atmosphärischen Stickstoff und reichert den Boden natürlich mit diesem wichtigen Nährstoff an. Nach dem Einarbeiten in den Boden wird der gebundene Stickstoff für Nachfolgekulturen verfügbar. Die Wurzelaktivität lockert den Boden und verbessert die Bodenstruktur, wodurch die Wasserdurchlässigkeit und Belüftung gefördert wird. Die oberirdische Biomasse dient als organische Substanz, die das Bodenleben aktiviert und die Humusbildung unterstützt. Perserklee unterdrückt zudem Unkraut durch schnelles Wachstum und dichte Bodenbedeckung. Als Zwischenfrucht verhindert er Nährstoffauswaschung und schützt vor Erosion. Die tiefen Wurzeln können Nährstoffe aus unteren Bodenschichten mobilisieren und für nachfolgende Kulturen verfügbar machen.
  4. Welche Besonderheit haben die umgedrehten Blüten des Perserklees?
    Die umgedrehten Blüten sind das charakteristischste Erkennungsmerkmal des Perserklees und unterscheiden ihn deutlich von anderen Kleearten. Bei normalen Schmetterlingsblüten steht die große Fahne nach oben und die beiden Flügel seitlich daneben. Beim Perserklee ist diese Anordnung umgedreht: Die Fahne zeigt nach unten, während die Flügel nach oben gerichtet sind. Diese ungewöhnliche Blütenstellung wird als "resupiniert" bezeichnet und gab der Pflanze ihren wissenschaftlichen Namen Trifolium resupinatum. Diese Besonderheit entsteht durch eine Drehung des Blütenstiels um 180 Grad während der Entwicklung. Die umgekehrte Anordnung hat vermutlich evolutionäre Vorteile bei der Bestäubung durch bestimmte Insektenarten. Für Bestäuber wie Bienen und Hummeln bleibt die Blüte trotz der umgedrehten Struktur gut zugänglich. Diese einzigartige Blütenmorphologie macht Perserklee zu einer botanischen Besonderheit und erleichtert die Unterscheidung von anderen Kleearten im Garten erheblich.
  5. Warum stammt Perserklee aus dem östlichen Mittelmeerraum und wie beeinflusst das den Anbau?
    Perserklee stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum und Vorderasien, wo er an warme, trockene Sommer und milde, feuchte Winter angepasst ist. Diese Herkunft prägt seine Anbaueigenschaften erheblich. Die Pflanze bevorzugt warme Keimtemperaturen von 15-25°C und zeigt eine begrenzte Frosttoleranz von nur -5°C. In Deutschland bedeutet dies, dass Perserklee als einjährige Kultur behandelt wird, auch wenn er in milderen Regionen überwintern kann. Seine mediterrane Herkunft erklärt die Vorliebe für sonnige bis halbschattige Standorte und die Anpassung an feuchte Frühjahrs- und Herbstperioden. Die ursprüngliche Verbreitung in Gebieten mit alkalischen Böden zeigt sich in der Bevorzugung von pH-Werten zwischen 6,0-7,5. Für den Anbau in Deutschland ergibt sich daraus die Notwendigkeit einer geschützten Überwinterung oder der Behandlung als Sommerzwischenfrucht. Die klimatischen Ansprüche machen eine sorgfältige Standortwahl und Aussaatplanung erforderlich.
  6. Worin unterscheiden sich Perserklee und Rotklee im Anbau?
    Perserklee und Rotklee unterscheiden sich erheblich in ihren Anbaueigenschaften. Rotklee (Trifolium pratense) ist mehrjährig und deutlich frosthärter, während Perserklee einjährig und frostempfindlich ist. Rotklee übersteht problemlos deutsche Winter und kann 2-3 Jahre genutzt werden, Perserklee verträgt nur leichte Fröste bis -5°C. Bei der Aussaatzeit ist Rotklee flexibler und kann von Frühjahr bis Spätsommer gesät werden, Perserklee benötigt spezifische Aussaatfenster im Frühjahr oder Herbst. Die Bodentemperatur für die Keimung ist bei Rotklee niedriger (6-8°C) als bei Perserklee (8-10°C). Rotklee entwickelt tiefere Pfahlwurzeln und ist trockenheitstoleranter, während Perserklee feuchte Bedingungen bevorzugt. In der Nutzung bietet Rotklee höhere und stabilere Erträge über mehrere Jahre, Perserklee punktet mit schneller Jugendentwicklung und hohem Eiweißgehalt. Beide sind wertvolle Gründünger, aber Rotklee eignet sich besser für länger geplante Fruchtfolgen.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Perserklee und Weißklee bei der Aussaat?
    Bei der Aussaat unterscheiden sich Perserklee und Weißklee in mehreren wichtigen Aspekten. Weißklee (Trifolium repens) ist mehrjährig und deutlich kleinsamiger, wodurch sich die Saatmenge erheblich unterscheidet: Perserklee wird mit 15-20 kg/ha gesät, Weißklee nur mit 8-12 kg/ha. Die Saattiefe variiert ebenfalls - Perserklee wird 1-2 cm tief gelegt, Weißklee als Lichtkeimer nur 0,5-1 cm. Weißklee ist frosthärter und kann früher im Jahr gesät werden, bereits ab März auch bei niedrigeren Bodentemperaturen. Perserklee benötigt mindestens 8-10°C Bodentemperatur. Die Keimung erfolgt bei Weißklee langsamer aber gleichmäßiger, Perserklee keimt bei optimalen Bedingungen schneller. Weißklee bildet Ausläufer und wächst niedrig kriechend, während Perserklee aufrecht wächst und keine Ausläufer bildet. In Mischungen ergänzen sie sich gut: Weißklee für dauerhafte Bodenbedeckung, Perserklee für schnelle Biomasse- und Eiweißproduktion.
  8. Welche Frosttoleranz hat Perserklee und wie übersteht er Winter?
    Perserklee hat eine begrenzte Frosttoleranz und verträgt nur leichte Fröste bis etwa -5°C. Bei tieferen Temperaturen oder längeren Frostperioden besteht die Gefahr von Auswinterungsschäden. Die Überwinterungsfähigkeit hängt stark von verschiedenen Faktoren ab: Gut entwickelte Pflanzen mit 4-6 Blättern zeigen höhere Frostresistenz als Jungpflanzen. Eine schützende Schneedecke wirkt isolierend und kann die Pflanzen vor stärkeren Frösten bewahren. Windgeschützte Lagen und gut drainierte Böden verringern das Risiko von Frostschäden. Zur Förderung der Überwinterung sollte rechtzeitig im August/September gesät werden, damit sich die Pflanzen ausreichend entwickeln können. Eine dünne Mulchschicht kann zusätzlichen Schutz bieten. Wichtig ist auch der Verzicht auf späte Stickstoffdüngung, um übermäßiges Wachstum vor dem Winter zu vermeiden. Trotz dieser Maßnahmen ist die Überwinterung nicht garantiert, weshalb oft eine Nachsaat im Frühjahr erforderlich wird.
  9. Wo kann man hochwertiges Perserklee Saatgut kaufen?
    Hochwertiges Perserklee Saatgut erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern und etablierten Saatgut-Anbietern. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten zertifiziertes Saatgut mit garantierter Keimfähigkeit und Sortenreinheit. Wichtige Bezugsquellen sind Gartencenter, Landhandel, spezialisierte Online-Shops und landwirtschaftliche Genossenschaften. Achten Sie beim Kauf auf zertifizierte Qualität mit Angaben zur Keimfähigkeit (mindestens 80%), Reinheit und Herkunft. Bio-zertifiziertes Saatgut ist für den ökologischen Anbau besonders geeignet. Professionelle Anbieter stellen detaillierte Produktinformationen zu Sortenmerkmalen, Aussaatempfehlungen und Anbaueigenschaften zur Verfügung. Vermeiden Sie Saatgut unbekannter Herkunft oder ohne Qualitätsangaben. Regionale Händler können zusätzlich wertvolle Beratung zu lokalen Anbaubedingungen liefern. Bei größeren Mengen für landwirtschaftliche Zwecke empfiehlt sich der Direktbezug von Saatgut-Zuchtbetrieben oder der Landhandel mit entsprechenden Mengenrabatten und fachlicher Beratung.
  10. Was sollte man beim Kauf von Bio Perserklee Samen beachten?
    Beim Kauf von Bio Perserklee Samen sind mehrere Qualitätskriterien entscheidend. Achten Sie auf eine gültige Bio-Zertifizierung nach EU-Öko-Verordnung, erkennbar an entsprechenden Siegeln und Kontrollnummern. Samen.de gehört zu den Fachgeschäften, die ausschließlich zertifizierte Bio-Qualität anbieten. Prüfen Sie die Keimfähigkeit - hochwertige Bio-Samen sollten mindestens 80-85% erreichen. Das Erntejahr sollte aktuell sein, da ältere Samen schlechtere Keimraten zeigen. Wichtig ist auch die Angabe zur Sortenreinheit und der Herkunft des Saatguts. Bio-Samen dürfen nicht chemisch behandelt oder gebeizt sein. Achten Sie auf die richtige Lagerung beim Händler - Samen sollten kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Die Verpackung sollte luftdicht und mit allen erforderlichen Informationen wie Aussaatmenge, Saattiefe und Anbauhinweisen versehen sein. Seriöse Bio-Anbieter stellen Analysezertifikate und detaillierte Anbauanleitungen zur Verfügung. Bei größeren Mengen lohnt sich oft der Direktbezug von Bio-Saatgut-Züchtern.
  11. Wie beeinflusst die Symbiose mit Knöllchenbakterien das Wachstum von Perserklee?
    Die Symbiose mit Knöllchenbakterien (Rhizobium) ist fundamental für das erfolgreiche Wachstum von Perserklee. Diese speziellen Bakterien leben in Wurzelknöllchen und wandeln atmosphärischen Stickstoff in für die Pflanze verwertbare Form um. Dadurch wird Perserklee unabhängig von der Stickstoffversorgung im Boden und kann auch auf nährstoffarmen Standorten gedeihen. Die Bakterien erhalten im Gegenzug Kohlenhydrate von der Pflanze - eine klassische Win-Win-Situation. Diese Stickstoff-Fixierung ermöglicht es dem Perserklee, proteinreiche Biomasse zu bilden, was ihn als Futterpflanze besonders wertvoll macht. Die Symbiose entwickelt sich etwa 3-4 Wochen nach der Keimung und ist an den charakteristischen rosa bis roten Knöllchen an den Wurzeln erkennbar. Für eine erfolgreiche Etablierung der Symbiose sind neutrale pH-Werte (6,0-7,5), ausreichende Bodenfeuchtigkeit und moderate Temperaturen wichtig. Bei erstmaligem Anbau auf einem Standort kann eine Impfung mit spezifischen Rhizobium-Stämmen die Knöllchenbildung fördern.
  12. Welche Rolle spielt der pH-Wert des Bodens für die Perserklee Keimung?
    Der pH-Wert des Bodens spielt eine entscheidende Rolle für die erfolgreiche Keimung und Entwicklung von Perserklee. Optimal sind leicht saure bis neutrale Böden mit pH-Werten zwischen 6,0 und 7,5. In diesem Bereich können die Samen am besten keimen und die Jungpflanzen sich optimal entwickeln. Bei zu niedrigen pH-Werten unter 5,5 wird die Keimung gehemmt und die Nährstoffaufnahme gestört. Besonders kritisch ist dies für die Entwicklung der wichtigen Symbiose mit Knöllchenbakterien, die bei sauren Bedingungen stark beeinträchtigt wird. Zu alkalische Böden über pH 8,0 können ebenfalls problematisch sein und zu Nährstoffmangel, besonders bei Spurenelementen, führen. Eine Bodenanalyse vor der Aussaat ist daher empfehlenswert. Bei zu saurem Boden hilft eine Kalkung einige Wochen vor der Aussaat. Die Kalkgabe verbessert nicht nur den pH-Wert, sondern fördert auch die Bodenstruktur und die Aktivität der Knöllchenbakterien. Gut eingestellte pH-Werte tragen erheblich zur Keimrate und zum gesunden Wachstum bei.
  13. Wie funktioniert die Nährstoffbindung bei Leguminosen wie Perserklee?
    Die Nährstoffbindung bei Perserklee basiert auf der faszinierenden Symbiose mit Knöllchenbakterien der Gattung Rhizobium. Diese Bakterien dringen in die Wurzelhaare ein und bilden charakteristische Knöllchen an den Wurzeln. In diesen Knöllchen wandeln sie mit Hilfe des Enzyms Nitrogenase atmosphärischen Stickstoff (N₂) in Ammonium (NH₄⁺) um, das die Pflanze für den Proteinaufbau nutzen kann. Dieser Prozess benötigt viel Energie, die die Bakterien in Form von Kohlenhydraten von der Pflanze erhalten. Pro Hektar können so 150-300 kg Stickstoff pro Jahr gebunden werden. Die Knöllchen sind bei aktiver Stickstoff-Fixierung rosa bis rot gefärbt - ein Zeichen für das sauerstoffbindende Protein Leghämoglobin. Nach dem Absterben der Pflanze oder beim Einarbeiten in den Boden wird der gebundene Stickstoff mineralisiert und steht nachfolgenden Kulturen zur Verfügung. Diese natürliche Düngerwirkung macht Perserklee zu einem wertvollen Gründünger und reduziert den Bedarf an synthetischen Stickstoffdüngern erheblich.
  14. Warum ist die richtige Bodentemperatur für die Perserklee Aussaat wichtig?
    Die Bodentemperatur ist ein kritischer Faktor für die erfolgreiche Perserklee-Keimung, da sie direkte Auswirkungen auf Keimgeschwindigkeit und Keimerfolg hat. Perserklee benötigt mindestens 8-10°C Bodentemperatur, optimal sind 15-20°C. Bei niedrigeren Temperaturen verzögert sich die Keimung erheblich oder bleibt ganz aus, was das Risiko für Pilzkrankheiten und Ausfälle erhöht. Zu kalte Böden führen zu ungleichmäßiger Keimung und schwächlichen Jungpflanzen, die anfälliger für Stressfaktoren sind. Die Bodentemperatur beeinflusst auch die wichtige Symbiose mit Knöllchenbakterien - diese entwickelt sich erst ab etwa 15°C optimal. Bei zu warmen Temperaturen über 25°C kann die Keimung zwar schnell erfolgen, aber die Keimlinge sind stressanfälliger und benötigen mehr Wasser. Messen Sie die Bodentemperatur in 5-10 cm Tiefe am Morgen. Eine konstante Temperatur über mehrere Tage ist wichtiger als vereinzelte Spitzenwerte. Die richtige Bodentemperatur sorgt für gleichmäßige, zügige Keimung und kräftige Jungpflanzen, die sich erfolgreich etablieren können.
  15. Wie bereite ich das Saatbett für Perserklee richtig vor?
    Die richtige Saatbettbereitung ist entscheidend für den Erfolg der Perserklee-Aussaat. Beginnen Sie mit einer gründlichen Bodenlockerung 15-20 cm tief, um Verdichtungen zu beseitigen und die Durchwurzelung zu fördern. Entfernen Sie Unkraut, Steine und Ernterückstände sorgfältig. Der Boden sollte feinkrümelig und gut abgesetzt sein - arbeiten Sie nicht bei zu feuchten Bedingungen, um Verdichtungen zu vermeiden. Hochwertige Bodenwerkzeuge, wie sie etablierte Gartenfachhändler anbieten, erleichtern diese Arbeit erheblich. Eine Bodenanalyse gibt Aufschluss über pH-Wert und Nährstoffversorgung. Bei Bedarf kälken Sie einige Wochen vor der Aussaat. Das fertige Saatbett sollte eine feine, krümelige Oberfläche haben, aber nicht zu pulvrig sein. Walzen oder leichtes Andrücken sorgt für guten Bodenkontakt. Vermeiden Sie zu tiefe Bearbeitung direkt vor der Saat, da dies zu Verschlämmung führen kann. Ein optimal vorbereitetes Saatbett fördert gleichmäßige Keimung, guten Feldaufgang und kräftige Jungpflanzenentwicklung.
  16. Welche Saattiefe und Saatmenge sind bei Perserklee optimal?
    Für optimale Ergebnisse sollte Perserklee in einer Tiefe von 1-2 cm gesät werden. Als Lichtkeimer benötigt er nicht zu viel Erdbedeckung, aber ausreichend Bodenkontakt für die Wasseraufnahme. Bei zu flacher Saat (unter 0,5 cm) besteht Austrocknungsgefahr, bei zu tiefer Saat (über 3 cm) kann die Keimung ausbleiben. Die optimale Saatmenge beträgt bei Reinsaat 15-20 kg/ha oder 15-20 g/m². In Mischungen mit anderen Zwischenfrüchten reduziert sich die Menge auf 8-12 kg/ha. Bei Untersaaten in Getreide reichen 10-15 kg/ha. Die Saatmenge kann je nach Bodenverhältnissen und Aussaatbedingungen angepasst werden - auf schweren Böden oder bei ungünstigen Bedingungen eher höher, auf optimalen Standorten kann sie reduziert werden. Bei Drillsaat sind Reihenabstände von 12-25 cm ideal. Nach der Aussaat sollte der Boden leicht angewalzt werden, um den Bodenschluss zu verbessern und eine gleichmäßige Keimung zu fördern.
  17. Stimmt es, dass Perserklee nur einjährig ist und nicht überwintern kann?
    Perserklee ist grundsätzlich eine einjährige Pflanze, kann aber unter günstigen Bedingungen durchaus überwintern und als winterannuelle Kultur genutzt werden. Seine Überwinterungsfähigkeit hängt stark von klimatischen Bedingungen und Standortfaktoren ab. In milderen Regionen Deutschlands, besonders in Weinbaugebieten und geschützten Lagen, können gut entwickelte Pflanzen Winter mit Temperaturen bis -5°C überstehen. Entscheidend ist der Entwicklungsstand vor dem Winter - Pflanzen mit 4-6 Blättern zeigen höhere Frostresistenz. Eine schützende Schneedecke wirkt isolierend und erhöht die Überlebenschancen erheblich. Windgeschützte Standorte und gut drainierte Böden reduzieren Frostschäden. Bei erfolgreicher Überwinterung starten die Pflanzen früh ins Wachstum und können bereits im April/Mai genutzt werden. Allerdings ist die Überwinterung nicht garantiert - bei strengen Wintern oder längeren Frostperioden gehen die Bestände meist verloren. Daher wird Perserklee oft als Sicherheit zweijährig geplant, mit Nachsaat-Option im Frühjahr.
  18. Gibt es regionale Unterschiede bei der Perserklee Aussaat in Deutschland?
    Ja, es gibt deutliche regionale Unterschiede bei der Perserklee-Aussaat in Deutschland, die sich aus den unterschiedlichen klimatischen Bedingungen ergeben. In Norddeutschland empfiehlt sich aufgrund der längeren kalten Perioden eine spätere Frühjahrsaussaat ab Mitte April bis Anfang Mai. Die Herbstaussaat sollte bis spätestens Mitte September erfolgen. In Süddeutschland können bereits ab Ende März günstige Aussaatbedingungen herrschen, die Herbstaussaat ist oft bis Anfang Oktober möglich. Die Mittelgebirgsregionen erfordern besondere Vorsicht bei Spätfrösten - hier ist eine Aussaat ab Mitte April bis Anfang Mai sinnvoll, im Herbst sollte früh bis Anfang September gesät werden. In alpinen Lagen verkürzt sich die Vegetationsperiode deutlich, weshalb eine Herbstaussaat oft riskant ist. Küstenregionen profitieren vom maritimen Klima mit milderen Temperaturen, während kontinental geprägte Gebiete stärkere Temperaturschwankungen aufweisen. Diese regionalen Unterschiede sollten bei der Aussaatplanung unbedingt berücksichtigt werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
  19. Was unterscheidet Perserklee von Alexandriner Klee in der Anwendung?
    Perserklee und Alexandriner Klee werden oft synonym verwendet, da es sich botanisch um dieselbe Art (Trifolium resupinatum) handelt. Der Name "Alexandriner Klee" bezieht sich auf die historische Herkunft aus der Region um Alexandria in Ägypten. In der praktischen Anwendung gibt es jedoch Sortenunterschiede: Alexandriner Klee-Sorten sind oft etwas wärmeliebender und frühreifer, während moderne Perserklee-Züchtungen für mitteleuropäische Bedingungen optimiert wurden. Die Verwendungszwecke sind identisch - beide eignen sich als Gründüngung, Futterpflanze und Bienenweide. Alexandriner Klee wird traditionell eher in der Landwirtschaft als Futterpflanze genutzt, während Perserklee auch im Gartenbau als Gründünger geschätzt wird. Die Aussaattechnik und Anbauerfordernisse sind gleich: beide benötigen warme Keimtemperaturen, ähnliche Saattiefen und -mengen. In der Saatgutvermarktung werden oft regionale Bezeichnungen verwendet - wichtig ist die botanische Bezeichnung Trifolium resupinatum und die spezifischen Sorteneigenschaften für die jeweilige Verwendung.
  20. Wie kann man Perserklee von anderen Kleearten im Garten unterscheiden?
    Perserklee lässt sich durch mehrere charakteristische Merkmale von anderen Kleearten unterscheiden. Das wichtigste Erkennungszeichen sind die umgedrehten Blüten (resupiniert): Die große Fahne zeigt nach unten, während die Flügel nach oben gerichtet sind - bei anderen Kleearten ist dies umgekehrt. Die Blüten sind rosa bis purpurrot und stehen in länglichen, zylindrischen Köpfchen. Die Blätter sind typisch dreifingrig wie bei anderen Kleearten, aber oft etwas größer und weicher als bei Rot- oder Weißklee. Im Unterschied zu Weißklee bildet Perserklee keine kriechenden Ausläufer und wächst aufrecht bis 30-60 cm hoch. Rotklee hat rundlichere Blütenköpfe und aufrechte Blüten. Die Wuchsform ist einjährig und buschiger als bei den mehrjährigen Arten. Die Wurzeln bilden deutliche rosa-rote Knöllchen aus. Beim Zerreiben der Blätter entsteht ein charakteristischer, etwas süßlicher Duft. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September, je nach Aussaatzeitpunkt. Diese Merkmale ermöglichen eine sichere Bestimmung im Garten.
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