Optimale Düngung für gesunde Snackpaprika

Nährstoffversorgung für Snackpaprika: Grundlage für erfolgreichen Anbau

Snackpaprika erfreuen sich zunehmender Beliebtheit - und das aus gutem Grund! Diese kleinen Vitaminbomben sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Für eine reiche Ernte ist die richtige Nährstoffversorgung entscheidend.

Wichtige Punkte für den Anbau von Snackpaprika

  • Ausgewogene Nährstoffversorgung ist der Schlüssel zum Erfolg
  • Standort und Bodenbeschaffenheit spielen eine große Rolle bei der Nährstoffaufnahme
  • Regelmäßige, aber maßvolle Düngung ist das A und O
  • Eine Bodenanalyse hilft, die Bedürfnisse der Pflanzen genau zu verstehen

Die Bedeutung der richtigen Nährstoffversorgung

Snackpaprika sind echte Feinschmecker, wenn es um ihre Ernährung geht. Sie brauchen eine ausgewogene Nährstoffversorgung, um optimal zu wachsen und reichlich Früchte zu tragen. Dabei kommt es nicht nur auf die Menge, sondern auch auf das richtige Verhältnis der Nährstoffe an.

Ich erinnere mich noch gut an meine Anfänge als Hobbygärtnerin. Einmal dachte ich, mehr sei besser, und düngte meine Paprika viel zu stark. Das Ergebnis? Riesige Pflanzen, die stolz in den Himmel ragten - aber kaum Früchte trugen. Seitdem achte ich penibel auf die richtige Dosierung.

Überblick über den Nährstoffbedarf

Snackpaprika haben einen mittleren bis hohen Nährstoffbedarf. Besonders wichtig sind:

  • Stickstoff für kräftiges Blattwachstum
  • Phosphor für die Wurzelbildung und Blütenentwicklung
  • Kalium für Fruchtansatz und Geschmack
  • Magnesium für die Blattgrünbildung
  • Calcium gegen Blütenendfäule

Interessanterweise variiert der Bedarf je nach Wachstumsphase. Zu Beginn sind die Pflanzen wahre Stickstoff-Liebhaber, später entwickeln sie einen Heißhunger auf Kalium für die Fruchtbildung.

Grundlagen der Nährstoffversorgung

Hauptnährstoffe: Stickstoff, Phosphor, Kalium

Diese drei Nährstoffe bilden das Fundament für gesundes Wachstum:

Stickstoff (N): Der Antreiber für üppiges Blatt- und Triebwachstum. Vorsicht ist jedoch geboten: Zu viel des Guten kann die Fruchtbildung bremsen.

Phosphor (P): Der Wurzelentwickler und Energielieferant. Er unterstützt die Blüten- und Fruchtbildung und sorgt für ein stabiles Fundament.

Kalium (K): Der Geschmacksverstärker und Schutzschild. Es stärkt die Widerstandskraft und sorgt für süße, aromatische Paprika.

Sekundäre Nährstoffe und Spurenelemente

Oft unterschätzt, aber mindestens genauso wichtig:

Magnesium (Mg): Der Fotosynthese-Experte. Ein Mangel zeigt sich durch auffällige Aufhellung zwischen den Blattadern - fast wie ein botanisches Kunstwerk.

Calcium (Ca): Der Retter in der Not bei drohender Blütenendfäule. Besonders wichtig, wenn die Wasserversorgung mal nicht ganz optimal ist.

Spurenelemente: Die heimlichen Helden des Pflanzenwachstums. Eisen, Mangan, Bor und Co. werden zwar nur in winzigen Mengen benötigt, sind aber unverzichtbar für verschiedene Stoffwechselprozesse.

Bedeutung des Boden-pH-Werts

Der pH-Wert des Bodens ist wie ein Dirigent, der bestimmt, welche Nährstoffe mitspielen dürfen. Snackpaprika mögen es am liebsten leicht sauer bis neutral, mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. In diesem Bereich können die Wurzeln die meisten Nährstoffe optimal aufnehmen.

Wird es zu sauer (unter 5,5), spielen manche Nährstoffe plötzlich Verstecken und stehen der Pflanze nicht mehr zur Verfügung. Ist es zu basisch (über 7,5), können Eisen und Mangan knapp werden - was zu unschönen Mangelerscheinungen führen kann.

Bodenanalyse und Vorbereitung

Durchführung einer Bodenanalyse

Eine Bodenanalyse ist wie ein Gesundheits-Check-up für Ihren Gartenboden. Sie können Bodenproben an spezialisierte Labore schicken oder selbst mit einem Bodentestkit experimentieren.

So geht's:

  • Sammeln Sie mehrere Proben aus verschiedenen Ecken des Beetes - wie eine kleine Schatzsuche
  • Mischen Sie diese zu einer Gesamtprobe
  • Entfernen Sie grobe Pflanzenreste und Steine - der Boden soll im Rampenlicht stehen
  • Lassen Sie die Probe analysieren oder testen Sie selbst

Interpretation der Ergebnisse

Die Analyse liefert Werte für die wichtigsten Nährstoffe und den pH-Wert. Vergleichen Sie diese mit den Optimalwerten für Snackpaprika:

  • pH: 6,0 - 7,0
  • Stickstoff (N): mittel bis hoch
  • Phosphor (P): mittel
  • Kalium (K): hoch
  • Magnesium (Mg): mittel
  • Calcium (Ca): mittel bis hoch

Weichen Ihre Werte stark ab? Keine Sorge, mit gezielten Düngemaßnahmen lässt sich das in den Griff bekommen.

Bodenverbesserung vor der Pflanzung

Basierend auf den Analyseergebnissen können Sie den Boden gezielt aufpeppen:

  • Zu saurer Boden: Etwas Kalk einarbeiten
  • Zu basischer Boden: Schwefel oder sauren Torf untermischen
  • Nährstoffmangel: Kompost oder spezielle Dünger einarbeiten
  • Schwere Böden: Sand und organisches Material zur Lockerung beimengen - wie eine Wellness-Kur für den Boden

Bearbeiten Sie den Boden gründlich und tief. Snackpaprika mögen einen lockeren, gut durchlüfteten Boden. Das fördert die Wurzelentwicklung und damit die Nährstoffaufnahme - sozusagen ein Rundum-Wohlfühlpaket für Ihre Pflanzen.

Mit diesen Grundlagen sind Sie bestens gerüstet, um Ihre Snackpaprika optimal mit Nährstoffen zu versorgen. Denken Sie immer daran: Eine gute Vorbereitung ist der halbe Weg zum Erfolg! In meinem nächsten Beitrag werde ich Ihnen zeigen, wie Sie diese Erkenntnisse in der Praxis umsetzen können. Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Freude beim Gärtnern!

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Düngungsstrategien für Snackpaprika: Vom Anbau bis zur Ernte

Eine ausgewogene Nährstoffversorgung ist der Schlüssel zum Erfolg beim Anbau von Snackpaprika. Über die Jahre habe ich gelernt, dass eine durchdachte Düngungsstrategie den entscheidenden Unterschied zwischen einer durchschnittlichen und einer herausragenden Ernte ausmachen kann.

Grunddüngung vor der Pflanzung

Die Vorbereitung des Bodens ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen Kultur. Eine gute Grunddüngung schafft optimale Startbedingungen für die Jungpflanzen:

  • Kompost: 3-5 Liter pro Quadratmeter einarbeiten
  • Hornspäne: 80-100 g pro Quadratmeter
  • Bei saurem Boden (pH unter 6): etwa 100 g Kalk pro Quadratmeter

Der Kompost verbessert nicht nur die Bodenstruktur, sondern liefert auch langsam Nährstoffe. Die Hornspäne dienen als langfristiger Stickstofflieferant - eine Kombination, die sich in meinem Garten bewährt hat.

Regelmäßige Düngung während der Wachstumsphase

Snackpaprika sind keine bescheidenen Pflanzen, wenn es um ihren Nährstoffbedarf geht. Während der Hauptwachstumsphase empfiehlt sich eine regelmäßige Nachdüngung:

  • Alle 2-3 Wochen mit einem organischen Flüssigdünger gießen
  • Alternativ: Alle 4 Wochen 20-30 g Hornmehl pro Quadratmeter streuen

Vorsicht ist jedoch geboten: Zu viel des Guten kann kontraproduktiv sein. Ein Überangebot an Stickstoff führt zu üppigem Blattwachstum auf Kosten der Fruchtbildung. Meine Erfahrung zeigt: Lieber etwas zurückhaltender, dafür aber öfter düngen.

Spezielle Düngung zur Blüte- und Fruchtbildungszeit

Mit dem Einsetzen der Blüte ändern sich die Bedürfnisse der Paprikapflanzen. Jetzt brauchen sie verstärkt Kalium und Phosphor:

  • Umstellung auf einen kaliumbetonten Dünger
  • Gabe von 50-100 g Gesteinsmehl pro Quadratmeter
  • Bei Bedarf: Blattdüngung mit Kalium für besseren Fruchtansatz

Eine ausreichende Kaliumversorgung fördert nicht nur die Fruchtbildung, sondern verbessert auch den Geschmack der Snackpaprika. Das Gesteinsmehl liefert zusätzlich wichtige Spurenelemente - ein kleiner Trick, der sich im Geschmack deutlich bemerkbar macht.

Organische Düngemittel für Snackpaprika

In meinem Garten setze ich vorwiegend auf organische Düngemittel. Sie nähren nicht nur die Pflanzen, sondern fördern auch das Bodenleben und die langfristige Bodenfruchtbarkeit - ein Aspekt, der meiner Meinung nach oft unterschätzt wird.

Kompost und Humus

Kompost ist für mich der Alleskönner unter den organischen Düngern. Er versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen, verbessert die Bodenstruktur und fördert das Bodenleben. Für Snackpaprika empfehle ich:

  • Reifer Gartenkompost: 3-5 Liter pro Quadratmeter vor der Pflanzung
  • Wurmhumus: Als Beimischung zur Pflanzerde oder als Mulchschicht

Ein wichtiger Hinweis aus eigener Erfahrung: Achten Sie darauf, dass der Kompost gut abgelagert ist. Frischer Kompost kann die Wurzeln schädigen und das Pflanzenwachstum hemmen - ein Fehler, den ich in meinen Anfangsjahren selbst gemacht habe.

Hornspäne und andere organische Dünger

Neben Kompost gibt es weitere wertvolle organische Düngemittel für Snackpaprika:

  • Hornspäne: Langsam wirkender Stickstoffdünger, ideal zur Grunddüngung
  • Hornmehl: Schneller verfügbarer Stickstoff, gut zur Nachdüngung
  • Knochenmehl: Liefert Phosphor und Kalzium, fördert die Wurzelbildung
  • Algenkalk: Reich an Spurenelementen, verbessert den pH-Wert

Diese Dünger lassen sich je nach Bedarf gut kombinieren. Beachten Sie aber, dass organische Dünger langsamer wirken als mineralische. Planen Sie also etwas Vorlaufzeit ein - Geduld zahlt sich hier definitiv aus.

Gründüngung und Mulchen

Gründüngung und Mulchen sind weitere Methoden, um den Boden zu verbessern und die Nährstoffversorgung zu optimieren:

  • Gründüngung: Vor dem Anbau von Snackpaprika z.B. Phacelia oder Senf anbauen
  • Mulchen: Rasenschnitt, Stroh oder Blätter zwischen den Pflanzen ausbringen

Gründüngung lockert den Boden und bringt organisches Material ein. Mulchen unterdrückt Unkraut, hält den Boden feucht und liefert beim Verrotten zusätzliche Nährstoffe. Eine Win-Win-Situation für Boden und Pflanzen!

Mineralische Düngemittel für Snackpaprika

Obwohl ich persönlich organische Dünger bevorzuge, haben auch mineralische Dünger ihre Daseinsberechtigung. Sie wirken schneller und ermöglichen eine gezieltere Nährstoffversorgung - manchmal genau das, was in bestimmten Situationen gebraucht wird.

Volldünger für Snackpaprika

Volldünger enthalten alle Hauptnährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis:

  • NPK-Verhältnis von etwa 12-8-16 oder ähnlich
  • Anwendung: Etwa 50-80 g pro Quadratmeter, verteilt auf mehrere Gaben

Ein Tipp aus der Praxis: Achten Sie darauf, dass der Dünger magnesiumhaltig ist. Magnesium ist wichtig für die Blattgrünbildung und damit für die Photosynthese - ein oft übersehener, aber wichtiger Aspekt.

Einzelnährstoffdünger und ihre Anwendung

Mit Einzelnährstoffdüngern können Sie gezielt auf spezifische Bedürfnisse der Snackpaprika reagieren:

  • Stickstoff: Fördert das Blattwachstum, wichtig in der Anfangsphase
  • Phosphor: Unterstützt die Wurzelbildung und Blütenentwicklung
  • Kalium: Verbessert Fruchtansatz und -qualität

Mein Rat: Verwenden Sie Einzelnährstoffdünger nur, wenn ein spezifischer Mangel festgestellt wurde. Eine Bodenanalyse kann hier sehr aufschlussreich sein.

Vor- und Nachteile mineralischer Dünger

Mineralische Dünger haben ihre Stärken und Schwächen:

Vorteile:

  • Schnelle Wirkung
  • Genaue Dosierbarkeit
  • Gezielte Behebung von Mangelerscheinungen

Nachteile:

  • Können bei Überdosierung Pflanzen schädigen
  • Beeinflussen das Bodenleben weniger positiv
  • Höhere Gefahr der Auswaschung

Wenn Sie sich für mineralische Dünger entscheiden, rate ich zu einer maßvollen und bedarfsgerechten Anwendung. Mein persönlicher Ansatz ist eine Kombination mit organischen Düngern - so profitieren Sie von den Vorteilen beider Welten und verbessern langfristig die Bodenstruktur.

Letztendlich ist die richtige Düngung eine Kunst, die Erfahrung und Fingerspitzengefühl erfordert. Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau, experimentieren Sie vorsichtig und Sie werden bald Ihre eigene, perfekte Strategie für prachtvolle Snackpaprika finden!

Flüssigdüngung und Blattdüngung: Der Turbo für Ihre Snackpaprika

Flüssigdünger sind ein wahrer Segen für Snackpaprika während ihrer Wachstumsphase. Sie lassen sich kinderleicht dosieren und mit dem Gießwasser ausbringen - praktischer geht's kaum! Hier ein paar Tricks aus meinem Gärtnerschatz:

  • Befolgen Sie die Verdünnungsempfehlungen des Herstellers - mehr ist hier nicht unbedingt besser
  • Gießen Sie zuerst mit klarem Wasser, dann erst mit der Düngerlösung - so verteilt sich alles schön gleichmäßig
  • Lieber häufiger und schwächer düngen - das mögen die Pflanzen besonders
  • Achten Sie darauf, dass der Dünger gleichmäßig im Wurzelbereich landet - kein Gießkannenballet nötig!

Die Blattdüngung ist wie eine Expresslieferung direkt ins Blattwerk. Besonders nützlich, wenn Ihre Paprika mal akut Nährstoffe brauchen. Einfach eine verdünnte Nährlösung auf die Blätter sprühen, fertig! Mein Tipp: Machen Sie das abends oder an bewölkten Tagen. So trocknet die Lösung nicht zu schnell ein und die Pflanzen können in Ruhe schlemmen.

Pflanzenjauchen: Naturdünger aus der Hexenküche

Für alle Naturfreunde unter uns: Pflanzenjauchen sind der Renner! Brennnesseljauche zum Beispiel ist ein wahres Stickstoff-Kraftpaket. Einfach frische Brennnesseln mit Wasser übergießen, zwei Wochen stehen lassen und fertig ist der Zaubertrank. Verdünnt und als Gießwasser verwendet, bringt das richtig Schwung in Ihre Paprikapflanzen. Beinwell oder Schachtelhalm eignen sich übrigens auch prima für solche Jauchen. Ein bisschen riecht's zwar, aber hey - für knackige Paprika nehmen wir das doch gerne in Kauf, oder?

Dem Nährstoffmangel auf der Spur: SOS für Ihre Snackpaprika

Manchmal zeigen unsere grünen Freunde trotz bester Pflege Anzeichen von Nährstoffmangel. Hier ein kleiner Detektiv-Leitfaden:

  • Gelbliche Blätter? Könnte Stickstoffmangel sein
  • Violette Verfärbungen? Vielleicht fehlt's an Phosphor
  • Braune Blattränder? Ein Fall für mehr Kalium
  • Hellgrüne Blattadern bei dunklem Blatt? Magnesium könnte knapp sein

Bevor Sie wild drauflos düngen, empfehle ich eine Bodenanalyse. So finden Sie genau heraus, was fehlt. Danach können Sie gezielt nachlegen. Bei akutem Mangel hilft oft eine schnelle Blattdüngung - sozusagen erste Hilfe für Ihre Paprika.

Überdüngung: Wenn gut gemeint nach hinten losgeht

So wichtig die richtige Düngung ist - zu viel des Guten kann echt nach hinten losgehen. Eine Überdüngung kann die Wurzeln regelrecht verbrennen. Die armen Pflanzen sehen dann aus, als hätten sie tagelang in der Wüste gestanden: welke Blätter, schlaffe Triebe, echt traurig. Im schlimmsten Fall verabschieden sie sich ganz. Also lieber vorsichtig rangehen und die Pflanzen gut im Auge behalten.

Snackpaprika im Topf: Kleiner Raum, große Herausforderung

Snackpaprika machen sich auch prima in Töpfen oder Kübeln auf Balkon und Terrasse. Allerdings sind sie dort echte Diven, was die Nährstoffversorgung angeht. Der begrenzte Wurzelraum und die häufigere Bewässerung sorgen dafür, dass Nährstoffe schneller ausgewaschen werden als im Freiland.

Clever düngen: Strategien für Topfpflanzen

Für Ihre Topf-Paprika empfehle ich: Regelmäßig, aber sanft düngen. Ein spezieller Tomatendünger ist hier goldrichtig - der passt auch perfekt für Paprika. Er enthält alles, was Ihre Pflänzchen brauchen, im richtigen Mix. Alle zwei Wochen eine verdünnte Lösung, und Ihre Paprika tanzen vor Freude. Oder greifen Sie zu Langzeitdünger - der mischt sich unters Substrat und gibt über Monate hinweg langsam Nährstoffe ab. Praktisch, oder?

Gießen mit Köpfchen: Kampf der Nährstoffauswaschung

Bei Topfkulturen ist cleveres Gießen das A und O. Zu viel Wasser schwemmt nicht nur die Nährstoffe weg, sondern sorgt auch für Staunässe - und das mögen unsere Paprika gar nicht. Mein Tipp: Lieber öfter kleine Schlucke als selten große Mengen. Ein Wasserspeicher im Topfboden kann wahre Wunder wirken. Und vergessen Sie die Drainage nicht - überschüssiges Wasser muss abfließen können, sonst gibt's nasse Füße.

Mit der richtigen Portion Liebe, Aufmerksamkeit und cleverer Düngung werden Ihre Snackpaprika - egal ob im Beet oder im Topf - prächtig gedeihen. Beobachten Sie Ihre grünen Schützlinge regelmäßig und passen Sie die Versorgung an, wenn nötig. So steht einer Paprika-Ernte der Extraklasse nichts mehr im Weg! Und glauben Sie mir, es gibt kaum etwas Befriedigenderes, als die ersten selbstgezogenen Snackpaprika zu ernten. Na dann, ab in den Garten mit Ihnen!

Nachhaltige Düngungspraktiken für Snackpaprika

Nachhaltigkeit im Garten ist mehr als nur ein Schlagwort - es ist eine Notwendigkeit für die Zukunft unserer Gärten. Bei Snackpaprika können wir mit ein paar cleveren Methoden den Nährstoffkreislauf optimieren und dabei die Umwelt schonen. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, wie wir das anstellen können.

Fruchtwechsel und Mischkultur

Ein gut durchdachter Fruchtwechsel ist das A und O für gesunde Snackpaprika. Versuchen Sie, die Pflanzen nicht jedes Jahr an derselben Stelle anzubauen. So beugen Sie nicht nur einer einseitigen Nährstoffausnutzung vor, sondern reduzieren auch den Schädlingsdruck. Hülsenfrüchte oder Gründüngungspflanzen sind hervorragende Vorfrüchte für Paprika.

Die Mischkultur bietet weitere spannende Möglichkeiten: Probieren Sie doch mal, Ihre Snackpaprika zusammen mit Basilikum oder Tagetes anzubauen. Diese Kräuter sind nicht nur natürliche Bodyguards gegen Schädlinge, sondern fördern auch das Wachstum. Ich habe damit unglaublich gute Erfahrungen gemacht - meine Paprika waren noch nie so vital und ertragreich wie in Gesellschaft dieser Kräuter.

Kompostierung und Wiederverwertung von Pflanzenresten

Kompost ist das Gold des Gärtners. Sammeln Sie Pflanzenreste, Rasenschnitt und Küchenabfälle für einen nährstoffreichen Kompost. Dieser natürliche Superdünger versorgt Ihre Snackpaprika nicht nur mit allen wichtigen Nährstoffen, sondern verbessert gleichzeitig die Bodenstruktur. Eine echte Win-Win-Situation!

Tipp: Zerkleinern Sie die Pflanzenreste vor dem Kompostieren. Das beschleunigt den Prozess und sorgt für eine bessere Durchmischung. Ihr Kompost wird es Ihnen danken!

Reduzierung von Düngemittelverlusten

Um Nährstoffverluste zu minimieren, sollten wir ein paar Dinge beachten:

  • Mulchen Sie den Boden um die Paprikapflanzen. Das reduziert nicht nur die Verdunstung, sondern auch die Auswaschung von Nährstoffen.
  • Düngen Sie maßvoll und bedarfsgerecht. Überschüssiger Dünger wird ausgewaschen und belastet das Grundwasser - das will niemand.
  • Setzen Sie auf organische Dünger. Diese setzen Nährstoffe langsam frei und verhindern eine Überdüngung.

Saisonale Düngung im Jahresverlauf

Die Nährstoffversorgung von Snackpaprika sollte sich am natürlichen Wachstumszyklus orientieren. Hier ein kleiner Fahrplan durch das Gartenjahr:

Frühjahrsvorbereitungen

Bevor die Pflanzsaison losgeht, bereiten Sie das Beet gründlich vor. Arbeiten Sie reifen Kompost oder gut verrotteten Mist in den Boden ein. Das versorgt die jungen Pflanzen mit Nährstoffen und verbessert die Bodenstruktur. Sozusagen ein Rundum-Sorglos-Paket für Ihre Paprika!

Achtung: Frischer Mist kann die Wurzeln regelrecht verbrennen. Verwenden Sie nur gut abgelagerten Dünger, sonst gibt's lange Gesichter bei Ihren Pflanzen.

Sommerliche Pflege und Düngung

In der Hauptwachstumszeit sind Snackpaprika echte Nährstoff-Gourmets. Eine regelmäßige, aber maßvolle Düngung ist jetzt das Gebot der Stunde. Ich persönlich schwöre ja auf selbst angesetzte Brennnesseljauche als natürlichen Flüssigdünger. Sie versorgt die Pflanzen nicht nur mit Stickstoff, sondern macht sie auch fit gegen Krankheiten. Ein echtes Wundermittel aus der Natur!

Achten Sie besonders zur Blüte- und Fruchtbildungszeit auf eine ausreichende Kaliumversorgung. Das fördert nicht nur die Fruchtbildung, sondern zaubert auch einen himmlischen Geschmack in Ihre Paprika.

Herbstliche Maßnahmen und Wintervorbereitung

Nach der Ernte ist vor der Ernte. Bereiten Sie den Boden auf die nächste Saison vor:

  • Entfernen Sie alle Pflanzenreste und kompostieren Sie gesundes Material. Kranke Pflanzen haben auf dem Kompost nichts verloren!
  • Säen Sie eine Gründüngung aus. Phacelia oder Winterroggen sind echte Bodyguards für Ihren Boden - sie schützen vor Auswaschung und Erosion.
  • Lassen Sie den Boden rau liegen. Der Frost wird ihn auf natürliche Weise auflockern - ganz ohne Ihr Zutun!

Nährstoffversorgung für erfolgreichen Anbau

Eine durchdachte Nährstoffversorgung ist der Schlüssel zu gesunden und ertragreichen Snackpaprika. Mit nachhaltigen Praktiken tun Sie nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern ernten auch schmackhaftere Früchte. Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau und reagieren Sie flexibel auf ihre Bedürfnisse. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, was Ihre Paprika brauchen - versprochen!

Denken Sie immer daran: Gärtnern ist ein ständiger Lernprozess. Experimentieren Sie mit verschiedenen Methoden und finden Sie heraus, was in Ihrem Garten am besten funktioniert. Mit der richtigen Pflege werden Ihre Snackpaprika zu wahren Vitaminbomben - gesund für Sie und die Umwelt. Also, ran an die Gartenarbeit und viel Spaß beim Paprika-Abenteuer!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Hauptnährstoffe benötigen Snackpaprika für optimales Wachstum?
    Snackpaprika benötigen für optimales Wachstum drei Hauptnährstoffe in ausgewogenem Verhältnis: Stickstoff (N) als Antreiber für üppiges Blatt- und Triebwachstum, Phosphor (P) für die Wurzelentwicklung und Blütenbildung sowie Kalium (K) für Fruchtansatz und Geschmacksentwicklung. Darüber hinaus sind sekundäre Nährstoffe unverzichtbar: Magnesium unterstützt die Photosynthese, während Calcium vor Blütenendfäule schützt. Spurenelemente wie Eisen, Mangan und Bor komplettieren das Nährstoffspektrum. Das optimale NPK-Verhältnis liegt bei etwa 12-8-16, wobei der Bedarf je nach Wachstumsphase variiert. Zu Beginn benötigen die Pflanzen mehr Stickstoff für das Blattwachstum, später steigt der Kaliumbedarf für die Fruchtbildung deutlich an.
  2. Wie führt man eine Bodenanalyse für Snackpaprika richtig durch?
    Eine professionelle Bodenanalyse beginnt mit der systematischen Probenentnahme aus verschiedenen Bereichen des geplanten Anbaugebiets. Sammeln Sie 8-10 Bodenproben aus 15-20 cm Tiefe und mischen diese zu einer Gesamtprobe. Entfernen Sie dabei grobe Pflanzenreste und Steine. Die Probe sollte etwa 500 Gramm umfassen und luftgetrocknet werden. Alternativ zu Laboranalysen können Sie mit Bodentestkits selbst pH-Wert und Hauptnährstoffe bestimmen. Optimale Werte für Snackpaprika: pH 6,0-7,0, mittlerer bis hoher Stickstoffgehalt, mittlerer Phosphorgehalt und hoher Kaliumgehalt. Die Analyse sollte idealer weise im Herbst vor der Pflanzung durchgeführt werden, damit noch Zeit für eventuelle Bodenverbesserungsmaßnahmen bleibt.
  3. Wann und wie sollte man Snackpaprika düngen?
    Die Düngung erfolgt in drei Phasen: Grunddüngung vor der Pflanzung mit 3-5 Litern Kompost und 80-100 Gramm Hornspänen pro Quadratmeter. Während der Wachstumsphase alle 2-3 Wochen mit organischem Flüssigdünger oder alle 4 Wochen mit 20-30 Gramm Hornmehl pro Quadratmeter nachdüngen. Zur Blüte- und Fruchtbildungszeit auf kaliumbetonten Dünger umstellen und 50-100 Gramm Gesteinsmehl ergänzen. Wichtig: Lieber häufiger und schwächer düngen als selten und stark. Flüssigdünger verdünnt anwenden und erst nach dem Gießen mit klarem Wasser ausbringen. Bei Blattdüngung abends oder bei bewölktem Wetter sprühen, damit die Lösung nicht zu schnell eintrocknet. Überdüngung mit Stickstoff vermeiden, da dies zu üppigem Blattwachstum auf Kosten der Fruchtbildung führt.
  4. Warum ist die Blattdüngung bei Snackpaprika besonders wirkungsvoll?
    Blattdüngung wirkt bei Snackpaprika wie eine Expresslieferung direkt ins Blattwerk, da die Nährstoffe sofort über die Blattoberfläche aufgenommen werden können. Dies ist besonders vorteilhaft bei akutem Nährstoffmangel oder wenn die Wurzelaufnahme durch ungünstige Bodenbedingungen eingeschränkt ist. Die Methode umgeht Probleme wie Nährstoffblockierung durch falschen pH-Wert oder Staunässe im Wurzelbereich. Snackpaprika reagieren besonders gut auf Blattdüngung mit Kalium während der Fruchtbildung und auf Magnesium bei Chlorose-Erscheinungen. Die Anwendung sollte in den Abendstunden oder bei bewölktem Wetter erfolgen, damit die Nährlösung nicht zu schnell eintrocknet. Wichtig ist die richtige Verdünnung - meist 0,1-0,2% der Standardkonzentration - um Blattverbrennungen zu vermeiden.
  5. Welche Rolle spielen Pflanzenjauchen bei der Nährstoffversorgung von Snackpaprika?
    Pflanzenjauchen sind natürliche Kraftpakete für Snackpaprika und spielen eine wichtige Rolle in der organischen Nährstoffversorgung. Brennnesseljauche liefert schnell verfügbaren Stickstoff und stärkt gleichzeitig die Pflanzenresistenz gegen Krankheiten. Beinwelljauche ist reich an Kalium und unterstützt die Fruchtbildung, während Schachtelhalmjauche Kieselsäure beisteuert und die Zellwände festigt. Die Herstellung ist einfach: Frische Pflanzenteile mit Wasser übergießen und 10-14 Tage fermentieren lassen. Verdünnt im Verhältnis 1:10 bis 1:20 anwenden. Pflanzenjauchen verbessern nicht nur die Nährstoffversorgung, sondern fördern auch das Bodenleben und die Humusbildung. Sie sind eine kostengünstige und nachhaltige Alternative zu mineralischen Düngern, die besonders in der biologischen Gärtnerei geschätzt werden.
  6. Worin unterscheiden sich organische und mineralische Dünger für Snackpaprika?
    Organische Dünger wie Kompost, Hornspäne oder Mist setzen Nährstoffe langsam und kontinuierlich frei, da sie erst durch Mikroorganismen zersetzt werden müssen. Sie verbessern zusätzlich die Bodenstruktur und fördern das Bodenleben. Die Nährstofffreisetzung ist witterungsabhängig und schwer kalkulierbar, dafür besteht kaum Überdüngungsgefahr. Mineralische Dünger wirken schnell und präzise, da die Nährstoffe sofort verfügbar sind. Sie ermöglichen eine exakte Dosierung und gezielte Behebung von Mangelerscheinungen. Jedoch können sie bei Überdosierung Wurzelschäden verursachen und werden leichter ausgewaschen. Mineralische Dünger beeinflussen das Bodenleben weniger positiv als organische. In der Praxis bewährt sich oft eine Kombination beider Systeme: Organische Grunddüngung für langfristige Bodengesundheit und mineralische Ergänzung bei Bedarf.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Grunddüngung und laufender Düngung bei Snackpaprika?
    Die Grunddüngung erfolgt vor der Pflanzung und schafft optimale Startbedingungen für die Jungpflanzen. Sie besteht aus langsam wirkenden organischen Materialien wie Kompost (3-5 L/m²), Hornspänen (80-100 g/m²) und bei Bedarf Kalk zur pH-Regulierung. Diese Nährstoffe stehen der Pflanze über die gesamte Saison zur Verfügung. Die laufende Düngung beginnt 3-4 Wochen nach der Pflanzung und passt sich dem aktuellen Bedarf der Pflanzen an. Sie erfolgt mit schneller verfügbaren Düngern wie Flüssigdünger alle 2-3 Wochen oder Hornmehl alle 4 Wochen. Während der Blüte- und Fruchtphase wird auf kaliumbetonten Dünger umgestellt. Die laufende Düngung ermöglicht eine flexible Anpassung an Wachstumsphasen und Mangelerscheinungen, während die Grunddüngung das stabile Nährstoff-Fundament bildet.
  8. Wie erkennt man Nährstoffmangel bei Snackpaprika an den Blättern?
    Nährstoffmangel bei Snackpaprika zeigt charakteristische Symptome an den Blättern. Stickstoffmangel führt zu gleichmäßiger Gelbfärbung der älteren Blätter, beginnend von unten nach oben. Phosphormangel verursacht violette bis rötliche Verfärbungen, besonders an Blattstielen und -unterseiten. Kaliummangel zeigt sich durch braune, verbrannte Blattränder und bronze-gelbe Verfärbungen. Magnesiummangel verursacht die typische Chlorose - Aufhellung zwischen den Blattadern bei grün bleibenden Adern, meist an älteren Blättern. Eisenmangel führt zu ähnlichen Symptomen, aber an jungen Trieben. Calciummangel ist weniger an den Blättern, sondern an schwarzbraunen Flecken an der Fruchtspitze (Blütenendfäule) erkennbar. Bei ersten Anzeichen sollte eine gezielte Düngung erfolgen, bei akuten Fällen hilft Blattdüngung als Soforthilfe.
  9. Welchen Snackpaprika-Dünger sollte man für Topfkulturen kaufen?
    Für Snackpaprika in Töpfen eignen sich spezielle Tomaten- und Gemüsedünger optimal, da sie ein ausgewogenes NPK-Verhältnis und wichtige Spurenelemente enthalten. Bewährt haben sich flüssige Bio-Gemüsedünger für die regelmäßige Gabe alle 2 Wochen oder Langzeitdünger, die über mehrere Monate kontinuierlich Nährstoffe abgeben. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine breite Auswahl an geeigneten Düngern für Topfkulturen. Wichtig ist ein kaliumbetonter Dünger mit reduziertem Stickstoffanteil, um Fruchtbildung zu fördern. Zusätzlich sollten Sie auf eine gute Drainage achten und bei häufigem Gießen die Auswaschung der Nährstoffe berücksichtigen. Organische Alternativen sind Hornspäne gemischt mit Kompost oder selbst angesetzte Pflanzenjauchen, verdünnt als Gießwasser verwendet.
  10. Wo kann man hochwertigen Kompost und Hornspäne für Snackpaprika bestellen?
    Hochwertigen Kompost und Hornspäne für Snackpaprika erhalten Sie bei etablierten Gartenfachgeschäften wie samen.de, die eine breite Auswahl an organischen Düngern und Bodenhilfsstoffen führen. Alternativ bieten örtliche Kompostwerke und Gärtnereien oft frischen, gut abgelagerten Kompost in verschiedenen Qualitätsstufen an. Hornspäne sind in verschiedenen Körnungsgraden verfügbar - feine für schnellere Wirkung, grobe für Langzeitwirkung. Beim Kauf sollten Sie auf Qualitätszertifikate achten und nach der Herkunft fragen. Guter Kompost riecht erdig und krümelt schön, während Hornspäne frei von Zusatzstoffen sein sollten. Viele Gartencenter bieten auch komfortable Lieferservices für größere Mengen. Online-Gartenshops haben oft detaillierte Produktbeschreibungen und Anwendungshinweise, die bei der Auswahl des passenden Produkts helfen.
  11. Welche biochemischen Prozesse laufen bei der Nährstoffaufnahme von Snackpaprika ab?
    Die Nährstoffaufnahme bei Snackpaprika erfolgt über komplexe biochemische Transportmechanismen. Stickstoff wird hauptsächlich als Nitrat (NO3-) oder Ammonium (NH4+) über aktiven Transport durch spezielle Carrier-Proteine in den Wurzelzellen aufgenommen. Phosphor gelangt als Phosphat-Ion über Symporter-Systeme in die Wurzel, wobei der Energieverbrauch besonders hoch ist. Kalium wird durch Kanal-Proteine und ATPasen transportiert, seine Aufnahme ist eng mit dem Wassertransport gekoppelt. Die Nährstoffverteilung in der Pflanze erfolgt über das Xylem (aufwärts) und Phloem (bidirektional). Spurenelemente wie Eisen benötigen spezielle Chelatbildner für die Mobilisierung im Boden. Der pH-Wert beeinflusst die Ionenverfügbarkeit stark - bei ungünstigen Werten können Nährstoffe im Boden festgelegt werden und bleiben der Pflanze unzugänglich.
  12. Wie beeinflusst der Nährstoffkreislauf die Bodenfruchtbarkeit bei Snackpaprika?
    Der Nährstoffkreislauf ist essentiell für nachhaltige Bodenfruchtbarkeit beim Snackpaprika-Anbau. Organisches Material wie Kompost, Mulch und Pflanzenreste wird durch Bodenorganismen zersetzt und kontinuierlich mineralisiert. Dieser Prozess setzt nicht nur Nährstoffe frei, sondern bildet auch Humus, der die Wasserspeicherfähigkeit und Bodenstruktur verbessert. Mykorrhiza-Pilze gehen Symbiosen mit den Paprikawurzeln ein und verbessern die Nährstoff- und Wasseraufnahme erheblich. Leguminosen als Vor- oder Zwischenfrucht fixieren Luftstickstoff und reichern den Boden an. Ein funktionierender Kreislauf reduziert die Notwendigkeit externer Düngergaben und erhöht die Pufferkapazität des Bodens. Störungen durch Überdüngung oder Pestizideinsatz können das Gleichgewicht empfindlich beeinträchtigen. Fruchtwechsel und Gründüngung unterstützen den natürlichen Kreislauf und erhalten die Bodenfruchtbarkeit langfristig.
  13. Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen verschiedenen Nährstoffen bei Snackpaprika?
    Nährstoffwechselwirkungen bei Snackpaprika sind komplex und beeinflussen die Aufnahme erheblich. Stickstoff und Kalium stehen in direkter Konkurrenz - überschüssiger Stickstoff hemmt die Kaliumaufnahme und führt zu weichem Gewebe. Phosphor kann die Aufnahme von Zink und Eisen blockieren, besonders bei alkalischen Böden. Kalium und Magnesium konkurrieren um die gleichen Aufnahmestellen, weshalb bei starker Kaliumdüngung oft Magnesiummangel auftritt. Calcium verbessert die Phosphorverfügbarkeit, während es gleichzeitig Bor und Mangan weniger verfügbar macht. Eisen und Mangan behindern sich gegenseitig, hohe Eisengaben können Manganmangel auslösen. Positive Synergien bestehen zwischen Stickstoff und Schwefel sowie zwischen Kalium und Bor. Diese Wechselwirkungen erklären, warum ausgewogene Volldünger oft besser wirken als einseitige Nährstoffgaben. Eine Bodenanalyse hilft, Ungleichgewichte zu erkennen und gezielt zu korrigieren.
  14. Wie wirken sich Spurenelemente auf die Fruchtqualität von Snackpaprika aus?
    Spurenelemente haben trotz ihrer geringen benötigten Mengen enormen Einfluss auf die Fruchtqualität von Snackpaprika. Bor ist entscheidend für Zellwandstabilität und Fruchtfestigkeit - Mangel führt zu rissigen, verformten Früchten. Eisen aktiviert Enzyme der Chlorophyllsynthese und beeinflusst die intensive Rotfärbung reifer Paprika. Zink fördert die Vitamin-C-Synthese und verbessert den Nährstoffgehalt der Früchte erheblich. Mangan unterstützt die Photosynthese und Zuckerbildung, was den Geschmack intensiviert. Molybdän ist für die Stickstoffverwertung wichtig und beeinflusst indirekt Proteingehalt und Aminosäurezusammensetzung. Kupfer stabilisiert die Zellwände und verlängert die Haltbarkeit der geernteten Früchte. Bei Spurenelementmangel werden die Früchte oft kleiner, weniger aromatisch und schlechter lagerfähig. Eine ausgewogene Spurenelementversorgung durch Gesteinsmehl oder spezielle Mikronährstoffdünger kann die Fruchtqualität signifikant steigern.
  15. Welche praktischen Schritte sind bei der Bodenvorbereitung für Snackpaprika zu beachten?
    Die Bodenvorbereitung für Snackpaprika beginnt idealerweise im Herbst mit einer gründlichen Bodenlockerung 25-30 cm tief. Entfernen Sie Unkraut, Steine und alte Pflanzenreste vollständig. Arbeiten Sie 3-5 Liter reifen Kompost pro Quadratmeter oberflächlich ein - frischer Mist ist ungeeignet und kann Wurzelschäden verursachen. Bei schwerem Lehmboden Sand oder Perlite zur Drainage beimischen, bei sandigem Boden Kompost für bessere Wasserspeicherung. Den pH-Wert durch Bodenanalyse prüfen und bei Bedarf mit Kalk (saure Böden) oder Schwefel (alkalische Böden) korrigieren. Hornspäne (80-100 g/m²) als Langzeit-Stickstoffquelle einarbeiten. Im Frühjahr das Beet oberflächlich lockern und 2-3 Wochen vor der Pflanzung mit Vlies oder Folie erwärmen. Eine Woche vor der Pflanzung letzte Bodenbearbeitung mit feinem Rechen für ein gleichmäßiges Saatbett.
  16. Wie erstellt man einen Düngungsplan für Snackpaprika über die gesamte Saison?
    Ein durchdachter Düngungsplan beginnt im März mit der Grunddüngung: Kompost (3-5 L/m²) und Hornspäne (80-100 g/m²) einarbeiten. Nach der Pflanzung im Mai 3-4 Wochen Wachstumsruhe einhalten. Ab Juni alle 2-3 Wochen mit stickstoffbetontem Flüssigdünger gießen (NPK 12-6-8). Mit Blütenbeginn im Juli auf kaliumreichen Dünger umstellen (NPK 8-8-14) und 50-100 g Gesteinsmehl pro m² streuen. August bis September wöchentliche Flüssigdüngung mit erhöhtem Kaliumanteil für optimale Fruchtqualität. Bei ersten Mangelerscheinungen sofort Blattdüngung anwenden. Ab Oktober Düngung reduzieren und nur bei Bedarf schwach dosieren. Wichtig: Regelmäßige Bodenfeuchtigkeitsprüfung, da trockener Boden die Nährstoffaufnahme blockiert. Notizen über Pflanzenzustand und Düngergaben führen für Optimierung im Folgejahr. Bei Topfkulturen alle 10-14 Tage düngen wegen höherer Auswaschung.
  17. Stimmt es, dass mehr Dünger automatisch zu größeren Snackpaprika führt?
    Nein, diese Annahme ist ein weit verbreiteter Irrtum. Mehr Dünger führt keineswegs automatisch zu größeren oder besseren Snackpaprika - im Gegenteil kann Überdüngung kontraproduktiv sein. Übermäßiger Stickstoff fördert zwar üppiges Blattwachstum, hemmt aber die Blüten- und Fruchtbildung erheblich. Die Pflanzen investieren ihre Energie in Blatt- statt in Fruchtmasse. Zu hohe Salzkonzentrationen durch Überdüngung können Wurzelschäden verursachen und die Wasseraufnahme behindern. Optimal ist eine bedarfsgerechte, ausgewogene Nährstoffversorgung entsprechend der Wachstumsphase. Die Fruchtgröße wird primär durch Sorte, Wasser- und Lichtversorgung bestimmt, nicht durch Düngermenge. Eine gleichmäßige, moderate Düngung mit NPK-Verhältnis von etwa 1:0,7:1,3 während der Fruchtphase bringt bessere Ergebnisse als punktuelle Überdüngung. Qualität vor Quantität - ausgewogen ernährte Snackpaprika schmecken intensiver und sind gesünder.
  18. Unterscheiden sich die Düngebedürfnisse von Snackpaprika je nach Anbauregion?
    Ja, regionale Unterschiede beeinflussen die Düngebedürfnisse von Snackpaprika erheblich. In niederschlagsreichen Regionen werden Nährstoffe schneller ausgewaschen, was häufigere aber schwächere Düngergaben erfordert. Trockene Regionen benötigen weniger häufige, aber konzentriertere Düngung, da weniger Auswaschung stattfindet. Der Boden-pH variiert regional stark - kalkhaltige Böden in südlichen Regionen können Eisen und Mangan festlegen, während saure Nordböden Phosphor blockieren können. Sandböden in Küstengebieten benötigen häufigere Nachdüngung und mehr organisches Material. Schwere Lehmböden im Binnenland speichern Nährstoffe länger, neigen aber zu Staunässe. Höhenlagen haben kürzere Vegetationsperioden, wodurch schnell verfügbare Dünger wichtiger werden. Regionale Bodenanalysen und Erfahrungswerte örtlicher Gärtner sind daher unverzichtbar für optimale Düngungsstrategien. Klimawandel verstärkt diese regionalen Unterschiede zusätzlich.
  19. Was unterscheidet Miniaturpaprika von anderen Gemüsepaprika hinsichtlich der Düngung?
    Miniaturpaprika, auch Snackpaprika genannt, haben aufgrund ihrer kompakten Wuchsform und intensiven Fruchtbildung spezielle Düngebedürfnisse. Sie benötigen verhältnismäßig mehr Kalium als große Gemüsepaprika, da sie kontinuierlich kleine Früchte bilden statt weniger großer. Das optimale NPK-Verhältnis liegt bei 1:0,5:1,5 gegenüber 1:0,7:1,2 bei Standardpaprika. Der Nährstoffumsatz ist bei Snackpaprika höher, weshalb sie häufigere aber schwächere Düngergaben bevorzugen - alle 10-14 Tage statt alle 3 Wochen. Magnesium und Bor sind besonders wichtig für die Fruchtqualität der kleinen Paprika. Bei Topfkultur ist der Unterschied noch deutlicher: Snackpaprika brauchen nährstoffreichere Substrate und intensivere Flüssigdüngung. Spurenelemente wie Zink und Mangan beeinflussen Geschmack und Vitamin-C-Gehalt stärker als bei großen Sorten. Die Blattdüngung ist bei Miniaturpaprika besonders effektiv, da das Verhältnis Blattfläche zu Fruchtmasse günstiger ist.
  20. Worin liegt der Unterschied zwischen Süßpaprika-Düngung und spezieller Snackpaprika-Versorgung?
    Der Hauptunterschied liegt im Nährstoffverhältnis und der Düngungshäufigkeit. Snackpaprika haben durch ihre kontinuierliche Fruchtbildung einen höheren Kaliumbedarf als einmal tragende Süßpaprika-Sorten. Während Süßpaprika mit NPK 12-8-12 gut versorgt sind, bevorzugen Snackpaprika kaliumbetontes 10-6-16. Die Düngungsintervalle sind bei Snackpaprika kürzer - alle 10-14 Tage gegenüber alle 3 Wochen bei Süßpaprika. Spurenelemente wie Bor und Zink sind bei Snackpaprika wichtiger, da sie Fruchtqualität und Geschmacksintensität stärker beeinflussen. Snackpaprika reagieren empfindlicher auf Überdüngung mit Stickstoff, da dies die kleinen Früchte weich und weniger aromatisch macht. Bei der Grunddüngung können beide Paprikatypen gleich behandelt werden, aber ab der Fruchtbildung brauchen Snackpaprika eine gezieltere, kaliumreichere Versorgung. Die Blattdüngung ist bei Snackpaprika effektiver und wird häufiger eingesetzt als bei großfruchtigen Süßpaprika.
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