Perfekte Bodenvorbereitung für mehligkochende Kartoffeln

Die Bodenvorbereitung für mehligkochende Kartoffeln

Mehligkochende Kartoffeln stellen besondere Ansprüche an den Boden. Eine gründliche Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg.

Wesentliche Aspekte für Ihren Kartoffelanbau

  • Lockerer, nährstoffreicher Boden
  • pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5
  • Gute Drainage zur Vermeidung von Staunässe
  • Fruchtfolge beachten
  • Rechtzeitige Bodenanalyse durchführen

Die Bedeutung der richtigen Bodenvorbereitung

Mehligkochende Kartoffeln reagieren empfindlich auf die Bodenbedingungen. Ein gut vorbereiteter Boden fördert nicht nur das Wachstum, sondern beeinflusst auch maßgeblich den Geschmack und die Textur der Knollen. Besonders wichtig sind dabei die Bodenstruktur, der pH-Wert und eine ausgewogene Nährstoffversorgung.

Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Versuch, Kartoffeln anzubauen. Damals dachte ich, es würde genügen, einfach ein paar Knollen in die Erde zu setzen. Das Ergebnis war, gelinde gesagt, ernüchternd: kleine, verkümmerte Kartoffeln mit farblosem Geschmack. Seitdem weiß ich: Die Bodenvorbereitung macht den entscheidenden Unterschied!

Besonderheiten mehligkochender Kartoffelsorten

Mehligkochende Kartoffeln zeichnen sich durch einen höheren Stärkegehalt als festkochende Sorten aus. Das macht sie zwar ideal für Kartoffelpüree oder Knödel, stellt aber auch höhere Ansprüche an den Boden:

  • Sie benötigen mehr Kalium für die Stärkeeinlagerung
  • Der Boden muss besonders locker sein, damit sich die Knollen gut ausbilden können
  • Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist wichtig, um Wachstumsrisse zu vermeiden

Die richtige Standortwahl für Ihre Kartoffeln

Bevor Sie mit der eigentlichen Bodenvorbereitung beginnen, sollten Sie sich Gedanken über den idealen Standort machen. Nicht jeder Bereich im Garten eignet sich gleichermaßen gut für den Anbau von mehligkochenden Kartoffeln.

Ideale Bodenbeschaffenheit

Kartoffeln gedeihen am besten in lockeren, tiefgründigen Böden. Schwere Lehmböden sind weniger geeignet, da sie zur Verdichtung neigen. Ist Ihr Boden zu schwer, können Sie ihn durch die Zugabe von Sand und organischem Material verbessern. Ein pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 scheint optimal für Kartoffeln zu sein.

Sonneneinstrahlung und Mikroklima

Wählen Sie für Ihre Kartoffeln einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Zu viel direkte Sonneneinstrahlung kann zu Verbrennungen an den Blättern führen, während zu wenig Licht das Wachstum hemmt. Beachten Sie auch das Mikroklima: Windgeschützte Lagen sind vorteilhaft, da sie die Verdunstung reduzieren und möglicherweise das Risiko von Krautfäule mindern.

Berücksichtigung der Fruchtfolge

Es ist ratsam, Kartoffeln nicht mehrere Jahre hintereinander am gleichen Standort anzubauen. Eine gute Fruchtfolge beugt Krankheiten vor und sorgt für eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Ideal erscheint ein Abstand von mindestens drei, besser vier Jahren zwischen zwei Kartoffelkulturen auf derselben Fläche.

Als gute Vorfrüchte für Kartoffeln gelten:

  • Gründüngungspflanzen wie Phacelia oder Senf
  • Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Bohnen
  • Getreide wie Roggen oder Hafer

Bodenanalyse: Grundlage für den Erfolg

Vor der Bodenbearbeitung empfiehlt sich eine gründliche Bodenanalyse. Sie liefert wichtige Informationen über den Zustand Ihres Bodens und hilft Ihnen, gezielte Verbesserungsmaßnahmen zu ergreifen.

Bestimmung des pH-Werts

Der pH-Wert beeinflusst die Verfügbarkeit von Nährstoffen im Boden. Für Kartoffeln wird ein leicht saurer pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 als optimal angesehen. Mit einem einfachen Bodentestset aus dem Gartenfachhandel können Sie den pH-Wert selbst bestimmen. Ist er zu hoch, können Sie ihn durch die Zugabe von Schwefel oder Torf senken. Bei zu niedrigen Werten hilft Kalk.

Nährstoffgehalt ermitteln

Eine professionelle Bodenanalyse gibt Aufschluss über den Gehalt an wichtigen Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Besonders wichtig für mehligkochende Kartoffeln scheint ein ausreichender Kaliumgehalt zu sein, da dieser die Stärkeeinlagerung fördert. Fehlen bestimmte Nährstoffe, können Sie diese gezielt durch organische oder mineralische Dünger ergänzen.

Bodenstruktur und -typ feststellen

Die Bodenstruktur spielt eine entscheidende Rolle für das Wachstum der Kartoffelknollen. Ein einfacher Spatentest kann Aufschluss über die Beschaffenheit Ihres Bodens geben. Stechen Sie dazu ein etwa 30 cm tiefes Loch und betrachten Sie das Bodenprofil. Ideal wäre eine krümelige Struktur mit vielen Hohlräumen. Ist der Boden zu verdichtet, hilft eine gründliche Lockerung und die Einarbeitung von organischem Material.

Mit diesen Grundlagen der Bodenvorbereitung sind Sie gut gerüstet, um Ihre mehligkochenden Kartoffeln erfolgreich anzubauen. Ein gut vorbereiteter Boden bildet die Basis für eine reiche Kartoffelernte. Viel Erfolg bei Ihrem Kartoffelanbau!

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Herbstliche Bodenvorbereitung für mehligkochende Kartoffeln

Die Vorbereitung des Bodens für mehligkochende Kartoffeln beginnt im besten Fall schon im Herbst. Eine gründliche Herbstbearbeitung legt den Grundstein für eine erfolgreiche Kartoffelernte im Folgejahr.

Tiefes Umgraben oder Pflügen

Der erste wichtige Schritt ist das tiefe Umgraben oder Pflügen. Dabei wird der Boden bis zu einer Tiefe von 25-30 cm gelockert, was mehrere Vorteile mit sich bringt:

  • Die Bodenstruktur verbessert sich, was die Wurzelentwicklung der Kartoffeln fördert.
  • Schädlinge und deren Larven gelangen an die Oberfläche und fallen oft Fressfeinden zum Opfer oder erfrieren im Winter.
  • Unkrautsamen werden tief vergraben und haben es im Frühjahr schwerer zu keimen.

Ein gut gelockerter Boden trocknet im Frühjahr schneller ab und lässt sich leichter bearbeiten, was eine frühere Pflanzung der Kartoffeln ermöglicht.

Einarbeiten von organischem Material

Nach dem Umgraben oder Pflügen folgt das Einarbeiten von organischem Material. Dafür eignen sich:

  • Reifer Kompost
  • Abgeerntete Pflanzenreste
  • Laub
  • Stroh

Das organische Material verbessert die Bodenstruktur und liefert wichtige Nährstoffe für die Kartoffeln. Mehligkochende Sorten profitieren besonders von einem hohen Humusgehalt im Boden, der Wasser und Nährstoffe speichert und für ein ausgeglichenes Bodenleben sorgt.

Gründüngung als Zwischenfrucht

Eine effektive Methode der Bodenverbesserung ist die Aussaat einer Gründüngung. Hierfür bieten sich beispielsweise an:

  • Phacelia
  • Senf
  • Ölrettich
  • Lupinen

Diese Pflanzen wachsen schnell und bilden eine dichte Pflanzendecke. Sie schützen den Boden vor Erosion und Auswaschung von Nährstoffen. Im Frühjahr werden sie dann untergepflügt und dienen als natürlicher Dünger für die Kartoffeln.

Die Gründüngung unterdrückt zudem das Wachstum von Unkräutern und lockert mit ihren Wurzeln den Boden zusätzlich auf. Das kommt den Kartoffeln im nächsten Jahr zugute.

Bodenverbesserung für optimales Kartoffelwachstum

Nach der grundlegenden Herbstbearbeitung geht es im Frühjahr an die gezielte Verbesserung des Bodens für die Bedürfnisse mehligkochender Kartoffeln.

Anpassung des pH-Werts

Mehligkochende Kartoffeln bevorzugen einen leicht sauren Boden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5. Um den optimalen pH-Wert zu erreichen, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Bei zu niedrigem pH-Wert: Kalk ausbringen
  • Bei zu hohem pH-Wert: Schwefel oder sauren Torf einarbeiten

Eine Bodenanalyse im Frühjahr gibt Aufschluss über den aktuellen pH-Wert und hilft bei der richtigen Dosierung der Zuschlagstoffe.

Zugabe von Kompost und organischen Düngern

Für eine gute Ernte benötigen mehligkochende Kartoffeln ausreichend Nährstoffe. Besonders wichtig sind Kalium und Phosphor. Diese können durch folgende organische Dünger zugeführt werden:

  • Gut verrotteter Stallmist
  • Hornspäne
  • Knochenmehl
  • Kompost

Bei stickstoffhaltigen Düngern ist allerdings Vorsicht geboten. Zu viel Stickstoff fördert zwar das Blattwachstum, kann aber die Qualität der Knollen beeinträchtigen.

Verbesserung der Bodenstruktur durch Zuschlagstoffe

Je nach Bodenart können verschiedene Zuschlagstoffe die Struktur verbessern:

  • Bei schweren, lehmigen Böden: Sand oder Gesteinsmehl einarbeiten
  • Bei sandigen Böden: Tonmineralien oder Bentonit zur Verbesserung der Wasserspeicherfähigkeit

Diese Maßnahmen sorgen für eine optimale Bodenstruktur, in der die Kartoffelknollen gut wachsen können.

Frühjahrsbearbeitung für die Kartoffelpflanzung

Kurz vor der Pflanzung der Kartoffeln steht die finale Bodenbearbeitung an. Diese bereitet das Beet optimal für die Aufnahme der Kartoffeln vor.

Feinverteilung des Bodens

Mit einer Harke oder einem Kultivator wird der Boden fein verteilt. Dabei werden letzte Klumpen zerkleinert und größere Steine entfernt. Ein feinkrümeliger Boden erleichtert das spätere Anhäufeln und sorgt für eine gleichmäßige Entwicklung der Kartoffelknollen.

Bildung von Dämmen oder Hügeln

Mehligkochende Kartoffeln entwickeln sich besonders gut in Dämmen oder Hügeln. Diese bieten mehrere Vorteile:

  • Bessere Durchlüftung des Bodens
  • Schnelleres Erwärmen im Frühjahr
  • Erleichtertes Wachstum der Knollen
  • Verhinderung von Staunässe

Die Dämme sollten etwa 20-25 cm hoch sein und einen Abstand von 70-75 cm haben. Bei der Anlage der Dämme lohnt es sich, die Hauptwindrichtung zu berücksichtigen. Dämme, die quer zur Windrichtung verlaufen, bieten den jungen Kartoffelpflanzen Schutz vor kalten Frühjahrswinden.

Vorbereitung der Pflanzreihen

In die vorbereiteten Dämme werden nun die Pflanzreihen gezogen. Der optimale Abstand zwischen den Kartoffeln in der Reihe beträgt etwa 30-35 cm. Bei der Vorbereitung der Pflanzreihen kann gleich eine Startdüngung mit eingearbeitet werden. Hierfür eignet sich besonders gut Kompost oder ein organischer Kartoffeldünger.

Mit diesen sorgfältigen Vorbereitungsmaßnahmen schaffen Sie gute Voraussetzungen für eine reiche Ernte mehligkochender Kartoffeln. Die Mühe, die Sie in die Bodenvorbereitung stecken, wird sich in Form von gesunden Pflanzen und schmackhaften Knollen auszahlen.

Drainage und Bewässerung für optimales Kartoffelwachstum

Eine gute Drainage und Bewässerung sind für den erfolgreichen Anbau mehligkochender Kartoffeln unerlässlich. Kartoffeln mögen es zwar feucht, aber Staunässe kann schnell zu Fäulnis und Krankheiten führen. Hier ein paar Tipps, wie Sie den Boden optimal vorbereiten können.

Staunässe vermeiden

Lockern Sie den Boden vor der Pflanzung gründlich. Ein sandiger Lehmboden eignet sich besonders gut für Kartoffeln. Ist Ihr Boden zu schwer, können Sie ihn mit Sand oder Kompost verbessern. Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Schichten Sie die Kartoffeldämme etwas höher auf. So fließt überschüssiges Wasser besser ab.

Entwässerungsgräben anlegen

Bei sehr tonigen oder lehmigen Böden können flache Entwässerungsgräben zwischen den Kartoffelreihen Wunder wirken. Diese sollten etwa 20-30 cm tief und 15-20 cm breit sein. So wird überschüssiges Wasser schnell abgeleitet und Ihre Kartoffeln bleiben im trockenen.

Bewässerung planen

Kartoffeln brauchen regelmäßige Bewässerung, besonders während der Knollenbildung. Eine Tröpfchenbewässerung hat sich in meinem Garten bewährt, da sie das Laub trocken hält und Krankheiten vorbeugt. Gießen Sie am besten morgens oder abends, um Verdunstung zu minimieren. In der Regel reichen etwa 25-30 mm Wasser pro Woche aus.

Nährstoffversorgung für mehligkochende Kartoffeln

Die richtige Nährstoffversorgung ist der Schlüssel zu einem guten Ertrag und der typisch mehligen Konsistenz, die wir alle so lieben.

Grunddüngung vor der Pflanzung

Vor der Pflanzung empfiehlt sich eine Bodenanalyse. Kartoffeln bevorzugen einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5. Ist der Boden zu sauer, können Sie ihn mit Kalk aufwerten. Eine Grunddüngung mit gut verrottetem Kompost oder einem speziellen Kartoffeldünger sorgt für eine gute Basis.

Spezielle Anforderungen mehligkochender Kartoffeln

Interessanterweise benötigen mehligkochende Kartoffeln mehr Kalium als festkochende Sorten. Kalium fördert die Stärkeeinlagerung und damit die mehlige Konsistenz. Ein ausgewogenes NPK-Verhältnis von etwa 1:1:2 hat sich bewährt. Vorsicht ist bei Stickstoff geboten: Zu viel davon führt zu üppigem Blattwachstum, aber weniger Knollen.

Zeitplan für Nachdüngung

Eine Nachdüngung ist etwa 4-6 Wochen nach der Pflanzung sinnvoll, wenn die Pflanzen etwa 15-20 cm hoch sind. Verwenden Sie dafür einen kaliumbetonten Dünger. Eine zweite Gabe kann kurz vor der Blüte erfolgen. Beenden Sie die Düngung spätestens 4 Wochen vor der Ernte, um eine gute Schalenfestigkeit zu gewährleisten.

Bodenpflege während der Wachstumsphase

Die richtige Bodenpflege während des Wachstums ist entscheidend für gesunde Pflanzen und einen guten Ertrag. Hier sind einige bewährte Methoden:

Regelmäßiges Anhäufeln

Das Anhäufeln ist eine wichtige Pflegemaßnahme im Kartoffelanbau. Dabei wird Erde an die Pflanzen geschaufelt, sodass sich kleine Dämme bilden. Dies fördert die Knollenbildung, schützt vor Frost und verhindert das Ergrünen der Knollen. Beginnen Sie mit dem Anhäufeln, wenn die Pflanzen etwa 10-15 cm hoch sind und wiederholen Sie den Vorgang alle 2-3 Wochen, bis die Pflanzen etwa 30-40 cm hoch sind.

Unkrautbekämpfung

Unkraut konkurriert mit den Kartoffeln um Nährstoffe und Wasser. Eine regelmäßige, aber schonende Unkrautbekämpfung ist daher wichtig. Hacken Sie vorsichtig zwischen den Reihen und entfernen Sie Unkraut von Hand in der Nähe der Pflanzen. Ein Tipp aus meinem Garten: Eine Mulchschicht aus Stroh oder Gras kann das Unkrautwachstum zusätzlich unterdrücken.

Bodenlockerung zwischen den Reihen

Eine gelegentliche Bodenlockerung zwischen den Reihen verbessert die Durchlüftung und fördert das Wurzelwachstum. Seien Sie dabei vorsichtig, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Eine flache Bearbeitung mit einer Hacke oder einem Grubber ist ausreichend. Diese Maßnahme hilft auch, eine Verkrustung der Bodenoberfläche zu verhindern, was besonders nach starkem Regen wichtig ist.

Ernte und Bodennachbereitung

Schonende Erntemethoden

Die Ernte mehligkochender Kartoffeln erfordert besondere Sorgfalt. Ihre empfindliche Schale macht sie anfällig für Verletzungen, die später zu Problemen führen können. Ein trockener Tag mit leicht feuchtem Boden bietet ideale Bedingungen. Mit einer Grabegabel lockern Sie vorsichtig die Erde um die Pflanzen und heben die Knollen behutsam an. Dabei gilt: Lieber etwas langsamer vorgehen als die Kartoffeln zu beschädigen.

Bodenregeneration nach der Ernte

Nach der Ernte ist vor der nächsten Saison - und hier kommt die Bodenregeneration ins Spiel. Eine Gründüngung mit Phacelia oder Senf hat sich bewährt. Diese Pflanzen lockern nicht nur den Boden auf, sondern unterdrücken auch Unkraut und reichern ihn mit wertvoller organischer Substanz an. Im Frühjahr wird die Gründüngung dann untergepflügt, was dem Boden einen zusätzlichen Nährstoffschub gibt.

Vorbereitung für die nächste Saison

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt für eine Bodenanalyse. Sie liefert wichtige Informationen über eventuelle Nährstoffmängel, die Sie gezielt ausgleichen können. Eine Herbstkalkung könnte notwendig sein, um den pH-Wert für die kommende Kartoffelsaison optimal einzustellen. Denken Sie daran: Ein gut vorbereiteter Boden ist der halbe Weg zu einer erfolgreichen Ernte.

Häufige Fehler und Problemlösungen

Umgang mit verdichteten Böden

Verdichtete Böden sind ein häufiges Ärgernis beim Kartoffelanbau. Sie führen zu Staunässe und behindern das Wurzelwachstum. Eine Tiefenlockerung mit einem Grubber kann hier Wunder wirken. Langfristig empfiehlt sich der Anbau von tiefwurzelnden Pflanzen wie Luzerne in der Fruchtfolge. Sie durchdringen den Boden und schaffen natürliche Kanäle für Wasser und Wurzeln.

Korrektur von Nährstoffmangel oder -überschuss

Nährstoffprobleme zeigen sich oft durch Verfärbungen der Blätter. Gelbliche Blätter deuten meist auf Stickstoffmangel hin, während violette Verfärbungen oft ein Zeichen für Phosphormangel sind. Eine Blattdüngung kann hier schnell Abhilfe schaffen. Vorsicht ist bei Überdüngung geboten, besonders mit Stickstoff. Sie macht die Pflanzen anfälliger für Krankheiten. In solchen Fällen empfiehlt es sich, in der nächsten Saison die Düngung zu reduzieren und eventuell Nährstoffe durch den Anbau von Starkzehrern zu entziehen.

Bekämpfung von Bodenschädlingen

Drahtwürmer und Engerlinge können erheblichen Schaden an den Knollen anrichten. Eine gute Vorbeugung ist der Anbau von Tagetes oder Ringelblumen als Vorfrucht. Diese Pflanzen schrecken viele Bodenschädlinge ab und sehen noch dazu hübsch aus. Bei starkem Befall hat sich der Einsatz von Nematoden als biologisches Bekämpfungsmittel bewährt. Sie sind eine natürliche und umweltfreundliche Alternative zu chemischen Mitteln.

Nachhaltiger Kartoffelanbau: Ein Blick in die Zukunft

Die richtige Bodenvorbereitung für mehligkochende Kartoffeln ist der Schlüssel zu einem nachhaltigen und ertragreichen Anbau. Durch sorgfältige Bodenbearbeitung, ausgewogene Nährstoffversorgung und den gezielten Umgang mit möglichen Problemen schaffen wir die Grundlage für gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte.

Dabei sollten wir den Boden als lebendiges Ökosystem betrachten. Die Förderung des Bodenlebens durch Kompost und Gründüngung zahlt sich aus. Ein gesunder Boden ist weniger anfällig für Verdichtung, speichert Wasser besser und bietet den Kartoffeln optimale Wachstumsbedingungen.

Beim Anbau mehligkochender Kartoffeln geht es darum, im Einklang mit der Natur zu arbeiten. Indem wir die natürlichen Prozesse im Boden unterstützen und verstehen, können wir nicht nur in dieser, sondern auch in den kommenden Saisons gute Kartoffeln ernten. So wird der Kartoffelanbau zu einer lohnenden und nachhaltigen Praxis, die uns mit schmackhaften Knollen belohnt.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Bodenart eignet sich am besten für mehligkochende Kartoffeln?
    Für mehligkochende Kartoffeln eignet sich am besten ein lockerer, sandiger Lehmboden mit guter Drainage. Ideal ist ein tiefgründiger Boden mit krümeliger Struktur und vielen Hohlräumen, der eine optimale Durchlüftung gewährleistet. Schwere Lehmböden sind weniger geeignet, da sie zur Verdichtung neigen und das Wachstum der Knollen behindern. Der Boden sollte humusreich sein und eine gute Wasserspeicherfähigkeit besitzen, ohne dass Staunässe entsteht. Bei zu schwerem Boden kann durch Zugabe von Sand, Kompost oder organischem Material die Struktur verbessert werden. Ein pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 ist optimal. Die Bodentemperatur sollte mindestens 8-10°C betragen, damit die Kartoffeln gut keimen können.
  2. Wie bereitet man den Boden für den Kartoffelanbau vor?
    Die Bodenvorbereitung für Kartoffeln beginnt idealerweise im Herbst mit tiefem Umgraben oder Pflügen bis 25-30 cm Tiefe. Dabei werden organische Materialien wie Kompost, abgeerntete Pflanzenreste oder Laub eingearbeitet. Eine Gründüngung mit Phacelia oder Senf schützt den Boden über Winter und dient als natürlicher Dünger. Im Frühjahr erfolgt eine Bodenanalyse zur pH-Wert-Bestimmung und Nährstoffgehalt-Ermittlung. Der Boden wird fein verteilt und Klumpen zerkleinert. Anschließend werden 20-25 cm hohe Dämme im Abstand von 70-75 cm angelegt. Die Pflanzreihen werden mit 30-35 cm Abstand zwischen den Kartoffeln vorbereitet. Eine Startdüngung mit Kompost oder organischem Kartoffeldünger kann gleich mit eingearbeitet werden, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen.
  3. Warum ist der pH-Wert für mehligkochende Kartoffeln so wichtig?
    Der pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 ist für mehligkochende Kartoffeln entscheidend, da er die Nährstoffverfügbarkeit im Boden maßgeblich beeinflusst. In diesem leicht sauren Bereich können die Pflanzen wichtige Nährstoffe wie Kalium, Phosphor und Spurenelemente optimal aufnehmen. Kalium ist besonders wichtig für die Stärkeeinlagerung, die mehligkochenden Kartoffeln ihre charakteristische Konsistenz verleiht. Bei zu hohem pH-Wert werden bestimmte Nährstoffe gebunden und stehen den Pflanzen nicht zur Verfügung. Ein zu niedriger pH-Wert kann toxische Konzentrationen von Aluminium und Mangan freisetzen. Der optimale pH-Bereich fördert außerdem die Aktivität der Bodenorganismen, die für die Humusbildung und Nährstoffumsetzung wichtig sind. Mit einfachen Bodentestsets lässt sich der pH-Wert bestimmen und bei Bedarf durch Kalk oder Schwefel korrigieren.
  4. Was macht mehligkochende Kartoffelsorten so besonders in ihren Bodenansprüchen?
    Mehligkochende Kartoffelsorten haben aufgrund ihres höheren Stärkegehalts spezielle Bodenanforderungen. Sie benötigen mehr Kalium als festkochende Sorten, da dieses Mineral die Stärkeeinlagerung in den Knollen fördert. Der Boden muss besonders locker und krümelig sein, damit sich die größeren Knollen gut entwickeln können. Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist wichtiger als bei anderen Sorten, um Wachstumsrisse zu vermeiden, die durch schwankende Feuchtigkeit entstehen. Mehligkochende Kartoffeln reagieren empfindlicher auf Verdichtungen und Staunässe. Sie profitieren besonders von einem hohen Humusgehalt, der Wasser und Nährstoffe speichert. Die Bodenstruktur beeinflusst nicht nur das Wachstum, sondern auch maßgeblich den Geschmack und die typisch mehlige Textur. Ein gut durchlüfteter Boden mit stabilen Krümeln ist daher essentiell für die Qualitätsentwicklung dieser Kartoffelsorten.
  5. Wie unterscheidet sich die Nährstoffversorgung zwischen mehligen und festkochenden Kartoffeln?
    Mehligkochende Kartoffeln benötigen deutlich mehr Kalium als festkochende Sorten - etwa im NPK-Verhältnis von 1:1:2 statt 1:1:1,5. Kalium ist essentiell für die Stärkeeinlagerung, die mehligkochenden Kartoffeln ihre charakteristische Textur verleiht. Der Phosphorbedarf ist ebenfalls leicht erhöht, da größere Knollen gebildet werden. Bei Stickstoff ist jedoch Zurückhaltung geboten: Zu viel Stickstoff führt zu üppigem Blattwachstum auf Kosten der Knollenentwicklung und kann die Schalenfestigkeit beeinträchtigen. Mehligkochende Sorten profitieren besonders von organischen Düngern wie Kompost oder Hornspänen, die Nährstoffe langsam freisetzen. Die Nachdüngung erfolgt kalium-betont etwa 4-6 Wochen nach der Pflanzung. Eine zweite Gabe kann vor der Blüte erfolgen, aber spätestens 4 Wochen vor der Ernte sollte die Düngung beendet werden, um optimale Lagerfähigkeit zu gewährleisten.
  6. Worin unterscheidet sich die Bodenvorbereitung für Kartoffeln von anderen Wurzelgemüsen?
    Die Bodenvorbereitung für Kartoffeln erfordert eine tiefere Bearbeitung als bei den meisten anderen Wurzelgemüsen - mindestens 25-30 cm statt der üblichen 15-20 cm. Das charakteristische Dammanbausystem ist einzigartig: Kartoffeln werden in erhöhten Reihen kultiviert, während andere Wurzelgemüse meist in ebenen Beeten wachsen. Der pH-Wert ist spezifischer - Kartoffeln bevorzugen 5,5-6,5, während Karotten oder Radieschen auch neutralere Böden vertragen. Das regelmäßige Anhäufeln während der Wachstumsphase ist kartoffelspezifisch und bei anderen Wurzelgemüsen nicht notwendig. Die Fruchtfolge ist strenger: Kartoffeln sollten nur alle 3-4 Jahre am gleichen Standort stehen, während andere Wurzelgemüse oft nach 2 Jahren wieder angebaut werden können. Auch die Kalium-betonte Düngung unterscheidet sich von der meist stickstoff-betonteren Versorgung anderer Wurzelgemüse.
  7. Welche Unterschiede gibt es zwischen Herbst- und Frühjahrsbearbeitung beim Kartoffelanbau?
    Die Herbstbearbeitung konzentriert sich auf die Grundlockerung und Bodenverbesserung: Tiefes Umgraben bis 30 cm, Einarbeitung organischer Materialien und Aussaat von Gründüngung. Frost und Witterung über Winter zerkleinern Erdschollen natürlich und fördern die Krümelstruktur. Schädlinge werden durch Kälte reduziert. Die Frühjahrsbearbeitung ist feiner und direkter pflanzungsbezogen: Feinverteilung des Bodens, Anlage der Kartoffeldämme und Vorbereitung der Pflanzreihen. Eventuelle pH-Korrekturen und Startdüngung erfolgen im Frühjahr kurz vor der Pflanzung. Während die Herbstarbeit gründlicher und tiefgreifender ist, zielt die Frühjahrsbearbeitung auf optimale Bedingungen zum Pflanztermin ab. Die Gründüngung wird im Frühjahr untergepflügt. Ein gut im Herbst vorbereiteter Boden trocknet im Frühjahr schneller ab und ermöglicht eine frühere Bestellung. Beide Bearbeitungsphasen ergänzen sich für optimale Bodenbedingungen.
  8. Stimmt es, dass Kartoffeln unbedingt Dämme brauchen oder geht es auch ohne?
    Kartoffeldämme sind nicht zwingend erforderlich, aber sehr empfehlenswert für mehligkochende Sorten. Dämme bieten entscheidende Vorteile: bessere Bodenerwärmung im Frühjahr, verbesserte Drainage und Verhinderung von Staunässe, erleichterte Knollenentwicklung in lockerem Erdreich und Schutz vor Ergrünen der Knollen durch Lichteinfall. Ohne Dämme ist der Anbau in ebenen Beeten möglich, erfordert aber häufigeres Anhäufeln während der Wachstumsperiode. Bei schweren Böden sind Dämme praktisch unverzichtbar, da sie Verdichtung verhindern und die Bodenstruktur verbessern. In sandigen, gut drainierten Böden kann auf Dämme verzichtet werden, wenn ausreichend angehäufelt wird. Die Ernte wird ohne Dämme allerdings schwieriger, da die Knollen tiefer im Boden sitzen. Für optimale Erträge und Qualität mehligkochender Kartoffeln sind 20-25 cm hohe Dämme im 70-75 cm Abstand die beste Lösung.
  9. Wo kann man hochwertiges Saatgut für mehligkochende Kartoffelsorten kaufen?
    Hochwertiges Saatgut für mehligkochende Kartoffelsorten erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die zertifizierte Pflanzkartoffeln führen. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine breite Auswahl bewährter mehligkochender Sorten wie 'Mehta', 'Adretta' oder 'Granola' in Bioqualität. Achten Sie auf das Pflanzgut-Zertifikat, das Virusfreiheit und Sortenechtheit garantiert. Lokale Gartencenter und Landwirtschaftsgenossenschaften sind weitere gute Anlaufstellen, besonders für regionale Sorten. Online-Shops spezialisierter Saatgutanbieter ermöglichen oft eine größere Sortenauswahl mit detaillierter Beratung zu Anbaueignung und Eigenschaften. Wichtig ist, dass das Saatgut kühl und trocken gelagert wurde und keine Beschädigungen aufweist. Kaufen Sie nur so viel, wie Sie tatsächlich benötigen, da Pflanzkartoffeln nicht lange gelagert werden können. Regional angepasste Sorten vom örtlichen Züchter sind oft besonders robust und ertragreich.
  10. Welche Gartengeräte benötigt man für die professionelle Kartoffel-Bodenvorbereitung?
    Für die professionelle Kartoffel-Bodenvorbereitung sind spezielle Gartengeräte unerlässlich. Grundausstattung bilden Spaten oder Grabegabel für die tiefe Bodenlockerung, Harke für die Feinverteilung und Hacke für die Unkrautbekämpfung. Ein Kultivator erleichtert das Zerkleinern von Erdklumpen erheblich. Für das charakteristische Anhäufeln ist eine Dammformer-Hacke oder ein spezieller Häufelpflug ideal. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen robuste Gartengeräte, die den Anforderungen des Kartoffelanbaus gerecht werden. Eine Grabegabel mit vier stabilen Zinken ist für die schonende Ernte unverzichtbar. Ein Grubber hilft bei der Tiefenlockerung verdichteter Böden. Für größere Flächen lohnt sich eine Motorhacke oder Gartenfräse. Zusätzlich benötigen Sie einen pH-Wert-Tester für die Bodenanalyse, Maßband für korrekte Pflanzabstände und eventuell eine Schubkarre für den Komposttransport. Gute Werkzeuge sind eine Investition, die sich über Jahre auszahlt.
  11. Wie wirkt sich die Bodenstruktur auf die Knollenbildung mehligkochender Kartoffeln aus?
    Die Bodenstruktur hat entscheidenden Einfluss auf die Knollenbildung mehligkochender Kartoffeln. Eine krümelige, lockere Struktur mit vielen Hohlräumen ermöglicht den Knollen ungehinderte Ausdehnung und führt zu gleichmäßig geformten, größeren Kartoffeln. Verdichtete Böden hingegen behindern das Knollenwachstum und führen zu verformten, kleineren Kartoffeln mit schlechter Qualität. Die optimale Struktur speichert ausreichend Wasser, ohne Staunässe zu bilden, was wichtig für die gleichmäßige Stärkeeinlagerung ist. Gut strukturierte Böden erwärmen sich schneller im Frühjahr und fördern die frühe Knollenentwicklung. Schlechte Bodenstruktur kann zu Wachstumsrissen führen, wenn schwankende Feuchtigkeit die Knollen zum ungleichmäßigen Wachstum zwingt. Eine stabile Krümelstruktur erleichtert auch die Ernte erheblich und reduziert Beschädigungen. Durch regelmäßige Kompostgaben und Vermeidung von Befahrung bei feuchten Bedingungen lässt sich die Bodenstruktur nachhaltig verbessern.
  12. Warum ist Kalium für mehligkochende Kartoffeln wichtiger als für andere Sorten?
    Kalium spielt eine Schlüsselrolle bei der Stärkeeinlagerung in Kartoffelknollen. Mehligkochende Sorten haben einen deutlich höheren Stärkegehalt als festkochende Kartoffeln - oft 16-22% gegenüber 12-16%. Dieser höhere Stärkegehalt verleiht ihnen die charakteristisch mehlige Konsistenz, erfordert aber entsprechend mehr Kalium für die Synthese und Einlagerung. Kalium aktiviert wichtige Enzyme im Stärkestoffwechsel und verbessert den Transport von Zuckern zu den Knollen. Ein Kaliummangel führt bei mehligkochenden Sorten zu deutlich reduzierten Erträgen und schlechterer Qualität. Zusätzlich stärkt Kalium die Zellwände und verbessert die Lagerfähigkeit der Knollen. Der Kalium-Bedarf mehligkochender Kartoffeln liegt etwa 30-40% höher als bei festkochenden Sorten. Organische Kaliumquellen wie Kompost oder Holzasche werden besonders gut verwertet. Die Kaliumversorgung sollte gleichmäßig über die Vegetationsperiode erfolgen, um optimale Stärkeeinlagerung zu gewährleisten.
  13. Welche Rolle spielen Mikroorganismen im Boden für die Kartoffelentwicklung?
    Mikroorganismen sind essentiell für gesunde Kartoffelentwicklung und fungieren als natürliche Bodenverbesserer. Bakterien und Pilze bauen organisches Material ab und setzen Nährstoffe für die Kartoffeln frei. Mykorrhiza-Pilze gehen Symbiosen mit Kartoffelwurzeln ein und verbessern die Nährstoff- und Wasseraufnahme erheblich - besonders wichtig für Phosphor. Nützliche Bakterien wie Rhizobien können Stickstoff aus der Luft binden und verfügbar machen. Das Bodenleben produziert Wachstumshormone und Vitamine, die das Pflanzenwachstum fördern. Mikroorganismen verbessern die Bodenstruktur durch Schleimproduktion, die Bodenpartikel zu stabilen Krümeln verbindet. Sie schützen auch vor Krankheitserregern durch Konkurrenz um Nährstoffe und Raum. Kompostgaben und organische Düngung fördern die mikrobielle Aktivität. Chemische Bodenentseuchung schädigt hingegen das wichtige Bodenleben. Ein aktives Bodenleben ist Grundlage für natürliche Bodenfruchtbarkeit und reduziert den Bedarf an Kunstdüngern.
  14. Wie beeinflusst das Mikroklima die Bodenvorbereitung für Kartoffeln?
    Das Mikroklima beeinflusst erheblich die Strategie der Kartoffel-Bodenvorbereitung. In windgeschützten Lagen bleibt der Boden länger feucht, was angepasste Drainage-Maßnahmen erfordert. Sonnige Südlagen erwärmen sich schneller, ermöglichen frühere Pflanzung, benötigen aber bessere Wasserspeicherfähigkeit des Bodens. Schattige Bereiche erfordern lockeren Boden für bessere Erwärmung und eventuell erhöhte Dämme. Frostlagen machen eine tiefere Bodenvorbereitung notwendig und spätere Pflanztermine. Bereiche mit Morgentau oder häufiger Luftfeuchtigkeit benötigen verbesserte Belüftung durch Dammbau. Windexponierte Lagen erfordern Windschutzpflanzungen und angepasste Dammrichtung - parallel zur Hauptwindrichtung reduziert Erosion. In regenreichen Gebieten ist optimale Drainage entscheidender als in trockenen Regionen. Das Mikroklima beeinflusst auch die Fruchtfolge-Planung: Krankheitsanfällige Standorte brauchen längere Anbaupausen. Lokale Besonderheiten wie Kaltluftsenken oder Wärmestau erfordern individuelle Anpassungen der Bodenvorbereitung für optimalen Kartoffelanbau.
  15. Welche praktischen Schritte sind beim Anhäufeln von Kartoffeln zu beachten?
    Das Anhäufeln erfolgt in mehreren Schritten und beginnt, wenn die Kartoffelpflanzen 10-15 cm hoch sind. Verwenden Sie eine Hacke oder einen Dammformer, um lockere Erde vorsichtig an die Pflanzenbasis zu ziehen. Der erste Anhäufelvorgang sollte etwa 5-8 cm hoch sein und die unteren Blätter zur Hälfte bedecken. Wiederholen Sie den Vorgang alle 2-3 Wochen, bis die Dämme 20-25 cm hoch sind und die Pflanzen etwa 30-40 cm erreicht haben. Arbeiten Sie nur bei trockenem Wetter und trockener Bodenoberfläche, um Verschmutzung und Krankheitsübertragung zu vermeiden. Hacken Sie gleichzeitig Unkraut weg und lockern Sie die Oberfläche. Ziehen Sie die Erde immer von beiden Seiten zur Pflanze hin, nicht nur von einer Seite. Vermeiden Sie zu starkes Anhäufeln auf einmal, da dies die Pflanzen stressen kann. Das Anhäufeln schützt vor Frost, verhindert Ergrünen der Knollen und fördert die Bildung neuer Knollen im aufgehäufelten Bereich.
  16. Wie führt man eine Bodenanalyse für Kartoffeln richtig durch?
    Eine professionelle Bodenanalyse beginnt mit der korrekten Probenahme: Nehmen Sie an 8-10 verschiedenen Stellen der geplanten Kartoffelfläche Erdproben aus 20-25 cm Tiefe. Mischen Sie diese zu einer Sammelprobe und entfernen Sie Wurzeln, Steine und organische Reste. Die Probe sollte etwa 500g betragen und luftgetrocknet werden. Senden Sie sie an ein anerkanntes Bodenlabor oder nutzen Sie einen hochwertigen Schnelltest für pH-Wert und Grundnährstoffe. Die Analyse sollte pH-Wert, Humusgehalt, Phosphor, Kalium, Magnesium und Spurenelemente umfassen. Nehmen Sie Proben immer zur gleichen Jahreszeit (idealerweise Herbst oder zeitiges Frühjahr) für vergleichbare Ergebnisse. Dokumentieren Sie Standort, Vorfrucht und bisherige Düngung. Die Ergebnisse zeigen Nährstoffmängel auf und geben Düngeempfehlungen. Wiederholen Sie die Analyse alle 3-4 Jahre oder bei Problemen. Eine gründliche Bodenanalyse ist die Grundlage für erfolgreichen, nachhaltigen Kartoffelanbau.
  17. Ist es ein Mythos, dass Kartoffeln immer gedüngt werden müssen?
    Es ist tatsächlich ein weit verbreiteter Mythos, dass Kartoffeln zwingend gedüngt werden müssen. In nährstoffreichen Böden mit gutem Humusgehalt können Kartoffeln durchaus ohne zusätzliche Düngung erfolgreich angebaut werden. Entscheidend ist der Ausgangszustand des Bodens: Wurde über Jahre Kompost eingearbeitet und eine gute Fruchtfolge praktiziert, reichen die natürlichen Nährstoffreserven oft aus. Besonders nach Leguminosen oder Gründüngung ist der Boden häufig ausreichend mit Stickstoff versorgt. Mehligkochende Kartoffeln reagieren sogar empfindlich auf Überdüngung, besonders mit Stickstoff - dies führt zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Knollenbildung. Eine Bodenanalyse gibt Klarheit über den tatsächlichen Nährstoffbedarf. In humusarmen oder ausgelaugten Böden ist allerdings gezielte Düngung notwendig. Organische Dünger wie Kompost verbessern langfristig die Bodenfruchtbarkeit und machen künftige Düngergaben oft überflüssig. Nachhaltiger Kartoffelanbau setzt auf Bodengesundheit statt Düngergaben.
  18. Gibt es regionale Unterschiede bei der Bodenvorbereitung für Kartoffeln in Deutschland?
    Ja, es gibt deutliche regionale Unterschiede bei der Kartoffel-Bodenvorbereitung in Deutschland. In Norddeutschland mit seinen sandigen Böden steht die Verbesserung der Wasserspeicherfähigkeit durch Humusanreicherung im Vordergrund. Süddeutsche Lehmböden erfordern hingegen verstärkte Lockerung und Drainagemaßnahmen. Höhenlagen wie im Alpenvorland haben kürzere Vegetationszeiten und benötigen frühere Bodenerwärmung durch höhere Dämme. Küstenregionen müssen salzhaltige Böden berücksichtigen und eventuell Entsalzungsmaßnahmen ergreifen. Weinanbaugebiete haben oft kalkreichere Böden, die pH-Senkung erfordern. Regenreiche Gebiete wie das Allgäu brauchen bessere Drainage, während trockenere Regionen Brandenburgs auf Wasserspeicherung setzen. Regional unterschiedliche Schädlinge und Krankheiten beeinflussen die Fruchtfolge-Gestaltung. Lokale Bodenverhältnisse, Klimabedingungen und traditionelle Anbauweisen führen zu bewährten regionalen Praktiken. Die Beratung durch örtliche Landwirtschaftskammern oder erfahrene Gärtner der Region ist daher besonders wertvoll für optimale Bodenvorbereitung.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Erdbearbeitung und Bodenpflege bei Kartoffeln?
    Erdbearbeitung und Bodenpflege sind zwei unterschiedliche Konzepte im Kartoffelanbau. Erdbearbeitung umfasst alle mechanischen Eingriffe: Pflügen, Grubben, Fräsen, Eggen und die Herstellung des Saatbetts. Sie verändert aktiv die Bodenstruktur und dient der kurzfristigen Vorbereitung der Pflanzfläche. Bodenpflege dagegen ist ein langfristiger, ganzheitlicher Ansatz zur Bodengesundheit: Humusaufbau durch Kompost, Förderung des Bodenlebens, Fruchtfolge-Optimierung und Erosionsschutz. Erdbearbeitung erfolgt zeitlich begrenzt vor und während der Anbauperiode, Bodenpflege ist ein kontinuierlicher Prozess über Jahre. Während Erdbearbeitung oft den Boden kurzfristig belastet (Verdichtung durch Maschinen, Störung des Bodenlebens), verbessert Bodenpflege nachhaltig die Bodenfruchtbarkeit. Idealer Kartoffelanbau kombiniert beide: Schonende Erdbearbeitung bei optimalen Bedingungen und kontinuierliche Bodenpflege für langfristige Ertragsfähigkeit. Moderne Ansätze setzen zunehmend auf reduzierte Erdbearbeitung und verstärkte biologische Bodenpflege.
  20. Wie grenzen sich Speisekartoffeln von anderen Knollenarten in der Bodenvorbereitung ab?
    Speisekartoffeln haben spezifische Anforderungen, die sie von anderen Knollenarten unterscheiden. Im Gegensatz zu Topinambur benötigen sie tiefere Bodenbearbeitung (25-30 cm) und das charakteristische Dammanbausystem. Süßkartoffeln bevorzugen wärmere, sandige Böden mit höherem pH-Wert (6,0-7,0), während Speisekartoffeln sauerere Bedingungen (5,5-6,5) brauchen. Knollensellerie wächst in ebenen Beeten ohne Anhäufeln, Kartoffeln erfordern regelmäßige Dammpflege. Bei der Düngung unterscheiden sich die Ansprüche erheblich: Kartoffeln benötigen mehr Kalium, Sellerie mehr Stickstoff. Die Fruchtfolge ist bei Kartoffeln strenger - 3-4 Jahre Pause sind nötig, während andere Knollen oft nach 2 Jahren wieder kultiviert werden können. Speisekartoffeln sind empfindlicher gegen Staunässe als robuste Topinambur-Knollen. Auch die Pflanztiefe variiert: Kartoffeln 8-10 cm, Süßkartoffeln nur 5 cm, Knollensellerie wird oberflächlich gepflanzt. Diese spezifischen Anforderungen machen individuelle Bodenvorbereitung für jede Knollenart erforderlich.
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