Scheerkohl pflanzen: Optimale Standorte im Garten

Scheerkohl: Ein faszinierendes Frühlingsgemüse erlebt ein Comeback

Scheerkohl gewinnt in deutschen Gärten zunehmend an Popularität. Dieses robuste und vielseitige Blattgemüse überzeugt nicht nur durch seine einfache Kultivierung, sondern auch durch seinen unverwechselbaren nussigen Geschmack. Für Hobbygärtner stellt es eine interessante Alternative zu herkömmlichen Gemüsesorten dar.

Scheerkohl auf einen Blick: Wesentliche Merkmale

  • Pflegeleichte Pflanze mit kurzer Kulturzeit
  • Gedeiht in sonnigen bis halbschattigen Lagen
  • Bevorzugt durchlässige, nährstoffreiche Böden
  • Vielseitig einsetzbar: im Freiland, Kübel und Balkonkasten
  • Widerstandsfähig gegen Frost und Schnecken

Was macht Scheerkohl so besonders?

Scheerkohl, auch unter dem Namen Schnittkohl bekannt, gehört zur Familie der Kreuzblütler und zählt zu den traditionellen Gemüsesorten. Charakteristisch sind seine lockeren Blattrosetten mit fein gefiederten, hellgrünen Blättern. Geschmacklich erinnert er an eine interessante Mischung aus Rucola und Grünkohl - nussig mit einer leicht würzigen Note.

In meinem eigenen Garten kultiviere ich Scheerkohl seit geraumer Zeit und bin immer wieder beeindruckt von seiner Unkompliziertheit. Besonders schätze ich die Möglichkeit, die Blätter mehrmals zu ernten. Es ist faszinierend zu beobachten, wie die Pflanze nach jedem Schnitt wieder neu austreibt.

Ein Blick in die Vergangenheit

Die Geschichte des Scheerkohls reicht weit zurück in die europäische Gartenkultur. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, fand er bereits bei den alten Römern Verwendung in der Küche. Im Mittelalter war er in Klostergärten weit verbreitet und galt als wichtige Vitaminquelle während der kalten Jahreszeit.

In Deutschland geriet der Scheerkohl im Laufe des 20. Jahrhunderts nahezu in Vergessenheit, als moderne Gemüsesorten den Markt eroberten. Erfreulicherweise erlebt er in den letzten Jahren eine Renaissance, da sowohl Hobbygärtner als auch Köche alte Gemüsesorten wiederentdecken und zu schätzen wissen.

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Warum sich der Anbau von Scheerkohl lohnt

Scheerkohl bietet zahlreiche Vorteile für Gartenliebhaber:

  • Unkomplizierter Anbau: Die Pflanze zeigt sich robust und wächst selbst unter suboptimalen Bedingungen.
  • Schnelle Ernte: Bereits 6-8 Wochen nach der Aussaat können die ersten Blätter geerntet werden.
  • Mehrfachertrag: Die Blätter lassen sich mehrmals schneiden und treiben immer wieder nach.
  • Winterhart: Scheerkohl übersteht leichte Fröste problemlos und kann bis in den Winter hinein geerntet werden.
  • Kulinarische Vielfalt: Die Blätter eignen sich hervorragend für Salate, Smoothies, als Kochgemüse oder zur Zubereitung von Pesto.
  • Gesundheitliche Vorteile: Reich an Vitamin C, Eisen und Antioxidantien.

In meinem Garten hat sich Scheerkohl als äußerst vielseitig erwiesen. Besonders praktisch finde ich die Möglichkeit, ihn sowohl im Frühling als auch im Herbst anzubauen. So kann ich fast ganzjährig frisches Grün für meine Küche ernten - ein echter Luxus für jeden Hobbygärtner!

Die optimalen Bedingungen für Scheerkohl

Obwohl Scheerkohl als relativ anspruchslos gilt, gibt es durchaus Faktoren, die sein Wachstum und seine Qualität beeinflussen. Die richtigen Standortbedingungen sind entscheidend für eine erfolgreiche und ertragreiche Ernte.

Lichtbedarf

Sonnige Standorte

Scheerkohl gedeiht erfahrungsgemäß am besten an sonnigen Standorten. Reichlich Sonnenlicht fördert ein kompaktes Wachstum und intensiviert den Geschmack der Blätter. Interessanterweise habe ich beobachtet, dass Pflanzen an sonnigen Plätzen auch eine bessere Frosttoleranz entwickeln.

Halbschattige Bereiche

In Regionen mit besonders heißen Sommern kann Scheerkohl durchaus auch an halbschattigen Standorten kultiviert werden. Ein leichter Schatten in den Mittagsstunden schützt die Pflanzen vor übermäßigem Hitzestress und beugt der Entwicklung bitterer Blätter vor. In meinem eigenen Garten habe ich gute Erfahrungen mit einem Standort gemacht, der morgens und abends Sonne abbekommt, mittags jedoch leicht beschattet ist.

Bodenbeschaffenheit

Ideale Bodenstruktur

Scheerkohl bevorzugt einen lockeren, gut durchlässigen Boden. Eine sandige Lehmerde scheint ideal zu sein, da sie Nährstoffe gut speichert, aber überschüssiges Wasser ableitet. Bei schweren, verdichteten Böden empfiehlt es sich, diese vor der Aussaat mit Sand und Kompost zu verbessern. In meinem Garten arbeite ich jedes Jahr etwas reifen Kompost in die Beete ein, was dem Scheerkohl sichtlich guttut.

pH-Wert und Nährstoffbedarf

Der optimale pH-Wert für Scheerkohl liegt vermutlich zwischen 6,0 und 7,5. Er hat einen mittleren Nährstoffbedarf und reagiert offenbar besonders gut auf eine ausgewogene Versorgung mit Stickstoff. Eine Überdüngung sollte vermieden werden, da sie zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten des Geschmacks führen könnte. In meinem Garten verwende ich einen organischen Gemüsedünger, den ich vor der Aussaat leicht in den Boden einarbeite - eine Methode, die sich bisher bewährt hat.

Feuchtigkeit und Drainage

Scheerkohl benötigt eine gleichmäßige Bodenfeuchte, verträgt aber keine Staunässe. Der Boden sollte feucht, aber nicht nass sein. Eine gute Drainage ist wichtig, um Wurzelfäule zu vermeiden. In trockenen Perioden ist eine regelmäßige Bewässerung ratsam, besonders wenn die Pflanzen noch jung sind.

Um die Feuchtigkeit im Boden zu halten, hat sich in meinem Garten eine leichte Mulchschicht aus Grasschnitt als nützlich erwiesen. Dies reduziert nicht nur die Verdunstung, sondern unterdrückt auch das Unkraut - ein doppelter Vorteil für den Hobbygärtner.

Mit diesen Standortbedingungen schaffen Sie gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Scheerkohl-Anbau. Die Pflanze wird es Ihnen mit gesundem Wachstum und einer reichen Ernte an schmackhaften Blättern danken. Experimentieren Sie ruhig ein wenig mit verschiedenen Standorten in Ihrem Garten - oft ergeben sich dabei überraschende Erkenntnisse!

Vielfältige Anbaumöglichkeiten für Scheerkohl

Scheerkohl ist wirklich ein Allrounder unter den Gemüsesorten. Ob im Freiland, in Kübeln oder als Teil einer Mischkultur - dieses anpassungsfähige Gewächs findet überall seinen Platz. Lassen Sie uns einen Blick auf die verschiedenen Methoden werfen, wie Sie Scheerkohl in Ihrem Garten integrieren können.

Scheerkohl im Freiland: Der Klassiker

Der Freilandanbau ist sozusagen die Königsdisziplin für Scheerkohl. Hier ein paar Tipps, wie Sie dabei am besten vorgehen:

Das Beet richtig vorbereiten

Eine gute Vorbereitung ist der halbe Erfolg. So machen Sie Ihr Beet fit für den Scheerkohl:

  • Lockern Sie den Boden gründlich auf - etwa 20-30 cm tief sollte es schon sein.
  • Befreien Sie die Fläche von Steinen und alten Wurzeln.
  • Gönnen Sie dem Boden eine Portion gut verrotteten Kompost oder reifen Stallmist.
  • Zum Schluss alles schön glatt harken.

Glauben Sie mir, ein gut vorbereitetes Beet macht den Unterschied. Ihre Pflanzen werden es Ihnen mit kräftigem Wuchs und einer reichen Ernte danken.

Platz ist in der kleinsten Hütte

Damit sich Ihr Scheerkohl optimal entfalten kann, sollten Sie diese Abstände im Hinterkopf behalten:

  • Zwischen den Reihen: 25-30 cm
  • In der Reihe: 15-20 cm

Sie können die Samen dünn in Reihen säen und später ausdünnen. Oder Sie setzen gleich 2-3 Samen im endgültigen Abstand und entfernen später die schwächeren Pflänzchen. Beide Methoden funktionieren prima - probieren Sie aus, was Ihnen besser liegt.

Kübel und Blumenkästen: Scheerkohl für kleine Räume

Wenig Platz oder nur einen Balkon? Kein Problem! Scheerkohl fühlt sich auch in Gefäßen puddelwohl.

Die richtige Größe macht's

Scheerkohl ist nicht allzu anspruchsvoll, was den Platz angeht. Diese Gefäßgrößen haben sich bewährt:

  • Kübel: mindestens 20 cm Durchmesser und 25 cm Tiefe
  • Blumenkästen: mindestens 40 cm lang, 20 cm breit und 20 cm tief

Achten Sie auf ausreichend Abzugslöcher - Scheerkohl mag zwar Feuchtigkeit, aber keine nassen Füße.

Besondere Pflege für Topfpflanzen

Bei der Kultur in Gefäßen gibt es ein paar Dinge zu beachten:

  • Verwenden Sie nährstoffreiche, aber lockere Pflanzerde.
  • Gießen Sie regelmäßig - in Gefäßen trocknet die Erde schneller aus als im Freiland.
  • Alle 2-3 Wochen eine kleine Portion organischen Flüssigdünger spendieren.
  • Suchen Sie ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen für Ihre Gefäße.

Interessanterweise habe ich die Erfahrung gemacht, dass Scheerkohl in Kübeln manchmal sogar besser gedeiht als im Freiland - vorausgesetzt, man kümmert sich regelmäßig darum.

Mischkultur: Scheerkohl in guter Gesellschaft

Scheerkohl ist ein echter Teamplayer und eignet sich hervorragend für Mischkulturen. Hier nutzen wir die positiven Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Pflanzenarten.

Wer passt zu wem?

Folgende Pflanzen harmonieren besonders gut mit Scheerkohl:

  • Salate: Lockern den Boden auf und spenden etwas Schatten
  • Radieschen: Nutzen clever den Platz zwischen den Scheerkohl-Reihen
  • Tomaten: Profitieren vom Bodendecker-Effekt des Scheerkohls
  • Kräuter wie Dill oder Koriander: Locken nützliche Insekten an

Warum Mischkultur sich lohnt

Die Integration in Mischkulturen bringt einige Vorteile mit sich:

  • Sie nutzen den Platz in Ihrem Garten effizienter
  • Die Pflanzen schützen sich gegenseitig vor Schädlingen und Krankheiten
  • Das Mikroklima verbessert sich
  • Die Pflanzen fördern gegenseitig ihr Wachstum

In meinem Garten habe ich beobachtet, dass Scheerkohl in Mischkultur oft kräftiger und gesünder wächst als in Monokultur. Zudem macht es einfach Spaß, mit verschiedenen Kombinationen zu experimentieren und die Wechselwirkungen zu beobachten.

Egal, für welche Methode Sie sich entscheiden - mit der richtigen Pflege wird Ihr Scheerkohl gedeihen und Sie mit einer reichen Ernte belohnen. Experimentieren Sie ruhig ein bisschen herum, um herauszufinden, was in Ihrem Garten am besten funktioniert. Jeder Garten ist schließlich einzigartig!

Saisonale Aspekte des Standorts für Scheerkohl

Scheerkohl ist wirklich ein Alleskönner unter den Gemüsesorten. Man kann ihn sowohl im Frühjahr als auch im Herbst anbauen, was ihn zu einem echten Ganzjahresgemüse macht. Dabei spielen die jahreszeitlichen Besonderheiten eine wichtige Rolle für einen erfolgreichen Anbau.

Frühjahrsaussaat

Die Frühjahrsaussaat ermöglicht es uns, schon früh im Jahr frisches Grün zu ernten - ein wahrer Genuss nach den langen Wintermonaten.

Zeitpunkt und Besonderheiten

Für die Frühjahrsaussaat eignet sich der Zeitraum zwischen März und April besonders gut. In dieser Zeit beginnen sich die Böden langsam zu erwärmen. Interessanterweise keimt Scheerkohl bereits bei Temperaturen um 5°C, was ihn zu einem der ersten Gemüsesorten im Garten macht.

Bei der Frühjahrssaat ist eine gründliche Bodenvorbereitung der Schlüssel zum Erfolg. Lockern Sie die Erde gut auf und entfernen Sie altes Unkraut. Eine Handvoll reifer Kompost kann Wunder bewirken und gibt dem Scheerkohl einen optimalen Start.

Schutz vor Spätfrösten

Obwohl Scheerkohl ziemlich robust ist, können Spätfröste den jungen Pflanzen zusetzen. Um die Keimlinge zu schützen, hat sich in meinem Garten der Einsatz von Vlies oder Folientunneln bewährt. Diese können bei Frostgefahr schnell über die Pflanzen gelegt werden.

Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Eine dünne Schicht Mulch um die Pflanzen herum hilft nicht nur, die Bodentemperatur zu regulieren, sondern schützt auch vor leichten Frösten. Zudem hält es den Boden schön feucht.

Herbstaussaat

Die Herbstaussaat von Scheerkohl ist ein wahrer Segen für alle, die auch in der kühleren Jahreszeit frisches Gemüse ernten möchten. Mit etwas Glück und den richtigen Maßnahmen kann man sogar auf eine Überwinterung im Freiland hoffen.

Vorbereitung auf den Winter

Für die Herbstaussaat eignet sich der Zeitraum von August bis September. So haben die Pflanzen genügend Zeit, sich vor dem Winter zu etablieren. Wichtig ist auch hier eine gute Standortvorbereitung. Entfernen Sie abgestorbene Pflanzenreste vom Sommer und lockern Sie den Boden gründlich auf.

Um die Pflanzen fit für den Winter zu machen, ist eine ausgewogene Düngung entscheidend. Verzichten Sie dabei auf stickstoffreiche Dünger, die eher weiches Gewebe fördern. Stattdessen hat sich in meinem Garten eine Gabe von kaliumreichem Dünger bewährt, der die Frosthärte der Pflanzen erhöht.

Überwinterung im Freiland

Scheerkohl ist erstaunlich winterhart und kann bei milden Wintern problemlos im Freiland überwintern. Um die Pflanzen zusätzlich zu schützen, können Sie sie mit einer Schicht Laub oder Stroh abdecken. Dies schützt nicht nur vor Frost, sondern auch vor austrocknenden Winterwinden.

In Regionen mit strengen Wintern oder bei besonders kalten Wetterlagen kann es sinnvoll sein, die Pflanzen zusätzlich mit einem Vlies oder einer Folie abzudecken. Denken Sie aber daran, diese Abdeckung an milden Tagen zu lüften, um Staunässe und Pilzbefall vorzubeugen.

Pflege des Standorts für optimales Scheerkohl-Wachstum

Die richtige Pflege des Standorts ist der Schlüssel zu gesundem Wachstum und einer reichen Ernte von Scheerkohl. Zwei Aspekte sind dabei besonders wichtig: die Bewässerung und die Düngung.

Bewässerung

Scheerkohl mag es gerne gleichmäßig feucht, ist aber zum Glück kein Sensibelchen und kommt auch mit kurzen Trockenperioden zurecht.

Wasserbedarf in verschiedenen Wachstumsphasen

In der Keimphase und kurz nach dem Aufgehen der Saat ist regelmäßige, aber vorsichtige Bewässerung das A und O. Der Boden sollte feucht, aber nicht nass sein. Zu viel des Guten kann in dieser Phase zu Fäulnis führen - das habe ich leider schon am eigenen Leib erfahren müssen.

Während des Hauptwachstums wird der Durst des Scheerkohls größer. Gießen Sie am besten morgens oder abends, um Verdunstungsverluste zu minimieren. Ein kleiner Tipp aus meinem Garten: Das Mulchen des Bodens mit Grasschnitt oder Stroh hält die Feuchtigkeit im Boden und hält gleichzeitig lästiges Unkraut in Schach.

Vermeidung von Staunässe

Obwohl Scheerkohl Feuchtigkeit mag, ist Staunässe sein größter Feind. Um dies zu vermeiden, ist eine gute Drainage unerlässlich. Bei schweren Böden kann die Beimischung von Sand oder feinem Kies wahre Wunder bewirken.

Achten Sie beim Gießen darauf, dass das Wasser nicht auf den Blättern stehen bleibt. Dies könnte zu Pilzerkrankungen führen - und die sind wirklich kein Spaß. Am besten gießen Sie direkt an der Basis der Pflanze oder verwenden ein Tröpfchenbewässerungssystem.

Düngung

Eine ausgewogene Düngung ist der Schlüssel zu gesundem und ertragreichen Scheerkohl. Dabei gilt es, die richtige Balance zwischen organischen und mineralischen Düngern zu finden.

Organische vs. mineralische Dünger

Organische Dünger wie Kompost oder gut verrotteter Mist sind in meinen Augen Gold wert für Scheerkohl. Sie verbessern nicht nur die Bodenstruktur, sondern geben auch langsam und gleichmäßig Nährstoffe ab. Ein selbst angesetzter Komposttee hat sich in meinem Garten als hervorragender Flüssigdünger bewährt.

Mineralische Dünger können ergänzend eingesetzt werden, um spezifische Nährstoffmängel auszugleichen. Ein ausgewogener NPK-Dünger mit einem leichten Übergewicht an Stickstoff tut dem Scheerkohl in der Regel gut.

Zeitpunkt und Menge der Düngergaben

Die Grunddüngung erfolgt vor der Aussaat oder beim Pflanzen. Arbeiten Sie dabei organischen Dünger oder reifen Kompost in die obere Bodenschicht ein.

Während der Wachstumsphase kann alle 4-6 Wochen eine leichte Nachdüngung erfolgen. Vorsicht ist jedoch geboten: Zu viel des Guten kann zu übermäßigem Blattwachstum führen, was auf Kosten der Geschmacksintensität geht.

Kurz vor der Ernte sollten Sie die Düngung einstellen, um den vollen Geschmack des Scheerkohls zu erhalten. Ein kleiner Trick aus meiner Erfahrung: Eine leichte Salzgabe etwa zwei Wochen vor der Ernte kann den würzigen Geschmack des Scheerkohls noch verstärken - probieren Sie es aus!

Herausforderungen beim Anbau von Scheerkohl

Schädlinge und Krankheiten

Scheerkohl ist zwar recht robust, aber leider nicht immun gegen Schädlinge und Krankheiten. In meinem Garten hatte ich es schon mit einigen ungebetenen Gästen zu tun. Besonders lästig können Erdflöhe sein, die kleine Löcher in die Blätter fressen und vor allem junge Pflanzen in Mitleidenschaft ziehen. Und dann wären da noch die Schnecken – die finden die zarten Blätter anscheinend genauso lecker wie wir und können eine Jungpflanze über Nacht komplett vernichten.

Was Krankheiten angeht, sind Pilze wie Mehltau oder Kohlhernie die üblichen Verdächtigen. Diese treten vor allem bei geschwächten Pflanzen oder ungünstiger Witterung auf. Um dem vorzubeugen, ist gute Bodenhygiene das A und O. Eine angemessene Fruchtfolge sollte man auch nicht unterschätzen – Scheerkohl sollte nicht öfter als alle drei bis vier Jahre am gleichen Standort angebaut werden.

Vorbeugen ist bekanntlich besser als heilen. Ein gesunder, lockerer Boden und genügend Platz zwischen den Pflanzen für Luftzirkulation bilden die Basis für gesunde Pflanzen. Bei starkem Erdflohbefall haben sich in meinem Garten feinmaschige Kulturschutznetze bewährt. Gegen Schnecken helfen Barrieren wie Schneckenkragen oder -zäune. Und wer Igel oder Laufkäfer im Garten hat, kann sich glücklich schätzen – sie sind wahre Helden in der biologischen Schädlingsbekämpfung.

Witterungseinflüsse

Obwohl Scheerkohl als winterhart gilt, können extreme Wetterbedingungen ihm durchaus zusetzen. Spätfröste im Frühjahr sind besonders tückisch für junge Triebe. Bei Frostgefahr rate ich zu einer Abdeckung mit Vlies oder Reisig – das hat meine Pflanzen schon oft gerettet. Längere Trockenperioden im Sommer können ebenfalls problematisch sein. Für optimales Wachstum und zarte Blätter braucht Scheerkohl regelmäßige Wassergaben.

Starkregen ist ein weiteres Wetterphänomen, das uns Gärtnern Kopfzerbrechen bereiten kann. Er verdichtet den Boden und kann zu Staunässe führen, was wiederum die Wurzeln schädigt. Hier hilft regelmäßiges Auflockern des Bodens und eine gute Drainage. Bei längerer Nässe hat sich in meinem Garten eine Mulchschicht bewährt, um die Bodenstruktur zu schützen.

Die Pflege sollte sich der Wetterlage anpassen. In Trockenperioden ist zusätzliches Gießen angesagt, wobei die Blätter möglichst trocken bleiben sollten, um Pilzbefall vorzubeugen. Bei nasskaltem Wetter hingegen ist sparsames Gießen und gute Durchlüftung das Gebot der Stunde.

Ernte und Nachkultur

Der große Moment ist gekommen: Scheerkohl ist erntebereit, wenn die Blätter etwa 15-20 cm lang sind, was in der Regel 6-8 Wochen nach der Aussaat der Fall ist. Geerntet wird, indem man die äußeren Blätter etwa 5 cm über dem Boden abschneidet. Dabei sollte man behutsam vorgehen und das Herz der Pflanze schonen, damit sie weiterwächst.

Ein echter Pluspunkt des Scheerkohls ist die Möglichkeit zur mehrfachen Ernte. Nach dem ersten Schnitt treibt die Pflanze neu aus und kann nach 3-4 Wochen wieder geerntet werden. Bei guter Pflege lässt sich dieser Vorgang mehrmals wiederholen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man die Pflanze nicht überfordern sollte – mehr als 3-4 Ernten pro Saison sind nicht ratsam.

Nach der letzten Herbsternte bereite ich den Standort für die nächste Saison vor. Alle Pflanzenreste werden entfernt, um Krankheiten vorzubeugen. Der Boden wird mit Kompost oder gut verrottetem Mist angereichert. Eine Gründüngung über den Winter hat sich in meinem Garten bewährt – sie verbessert den Boden zusätzlich und schützt vor Auswaschung.

Scheerkohl: Ein unterschätzter Gartenschatz

Der richtige Standort ist für den Anbauerfolg von Scheerkohl wirklich entscheidend. Ein sonniger bis halbschattiger Platz mit lockerem, nährstoffreichem Boden bietet die besten Voraussetzungen. Gute Drainage beugt Staunässe vor, während regelmäßige, maßvolle Bewässerung optimales Wachstum fördert.

Meiner Meinung nach lohnt sich Scheerkohl in jedem Garten. Er ist erfreulich pflegeleicht, ertragreich und noch dazu nährstoffreich. Seine zarten, leicht nussigen Blätter bereichern Salate und bringen eine willkommene Abwechslung auf den Teller. Ob im Freiland, im Kübel oder auf dem Balkon – Scheerkohl passt überall und belohnt mit mehreren Ernten pro Saison.

Ich kann nur empfehlen, Scheerkohl im eigenen Garten auszuprobieren. Mit etwas Aufmerksamkeit und den richtigen Bedingungen werden Sie bald Ihre eigene, frische Ernte genießen. Wer weiß – vielleicht wird Scheerkohl ja auch zu Ihrem neuen Lieblingsgemüse!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Scheerkohl und welche besonderen Eigenschaften hat er?
    Scheerkohl, auch als Schnittkohl bekannt, gehört zur Familie der Kreuzblütler und zählt zu den traditionellen Gemüsesorten. Er zeichnet sich durch seine lockeren Blattrosetten mit fein gefiederten, hellgrünen Blättern aus. Geschmacklich erinnert er an eine interessante Mischung aus Rucola und Grünkohl - nussig mit einer leicht würzigen Note. Besonders bemerkenswert sind seine robusten Eigenschaften: Scheerkohl ist pflegeleicht, gedeiht in sonnigen bis halbschattigen Lagen und bevorzugt durchlässige, nährstoffreiche Böden. Er ist widerstandsfähig gegen Frost und Schnecken und kann vielseitig eingesetzt werden - sowohl im Freiland als auch in Kübeln und Balkonkästen. Die kurze Kulturzeit und die Möglichkeit der mehrfachen Ernte machen ihn zu einem wertvollen Gewächs für jeden Garten. Reich an Vitamin C, Eisen und Antioxidantien bietet Scheerkohl sowohl kulinarische als auch gesundheitliche Vorteile.
  2. Wie erfolgt der Anbau von Scheerkohl im Garten?
    Der Anbau von Scheerkohl ist erfreulich unkompliziert und beginnt mit einer gründlichen Bodenvorbereitung. Lockern Sie den Boden etwa 20-30 cm tief auf, entfernen Sie Steine und alte Wurzeln und arbeiten Sie gut verrotteten Kompost oder reifen Stallmist ein. Die Aussaat erfolgt mit Abständen von 25-30 cm zwischen den Reihen und 15-20 cm in der Reihe. Sie können die Samen dünn in Reihen säen und später ausdünnen oder gleich 2-3 Samen im endgültigen Abstand setzen. Scheerkohl kann sowohl im Frühjahr (März-April) als auch im Herbst (August-September) angebaut werden. Die Pflanze keimt bereits bei 5°C und ist damit einer der ersten Gemüsesorten im Jahr. Nach der Aussaat benötigt Scheerkohl gleichmäßige Feuchtigkeit, verträgt aber keine Staunässe. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt hält die Feuchtigkeit und unterdrückt Unkraut.
  3. Welchen Standort benötigt Scheerkohl für optimales Wachstum?
    Scheerkohl gedeiht am besten an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Reichlich Sonnenlicht fördert kompaktes Wachstum und intensiviert den Geschmack der Blätter. In Regionen mit besonders heißen Sommern kann auch ein halbschattiger Standort mit Morgensonne und leichtem Mittagsschatten optimal sein. Der Boden sollte locker, gut durchlässig und nährstoffreich sein - eine sandige Lehmerde ist ideal. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,5. Wichtig ist eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden, da diese zu Wurzelfäule führen kann. Gleichzeitig benötigt Scheerkohl gleichmäßige Bodenfeuchte für optimales Wachstum. Eine windgeschützte Lage ist vorteilhaft, aber nicht zwingend erforderlich. Durch die Flexibilität bei den Standortansprüchen lässt sich Scheerkohl sowohl im Freiland als auch in Kübeln und auf dem Balkon erfolgreich kultivieren, was ihn zu einer idealen Pflanze für verschiedenste Gartensituationen macht.
  4. Warum kann Scheerkohl mehrfach geerntet werden?
    Scheerkohl gehört zu den Schnitt-und-komm-wieder-Pflanzen, die nach jeder Ernte neu austreiben. Diese besondere Eigenschaft liegt in seiner Wachstumsweise begründet: Die Pflanze bildet eine Rosette aus Blättern, wobei das Wachstumszentrum (Herz) in der Mitte unversehrt bleibt. Bei der Ernte werden die äußeren Blätter etwa 5 cm über dem Boden abgeschnitten, während das Herz der Pflanze geschont wird. Aus diesem zentralen Punkt treiben nach 3-4 Wochen neue Blätter nach. Dieser Vorgang kann bei guter Pflege 3-4 Mal pro Saison wiederholt werden. Die mehrfache Ernte funktioniert am besten, wenn die Pflanze nicht überfordert wird und ausreichend Nährstoffe sowie Wasser zur Verfügung hat. Nach jedem Schnitt sollte eine leichte Nachdüngung erfolgen, um das Nachwachstum zu fördern. Diese Eigenschaft macht Scheerkohl besonders wirtschaftlich und ertragreich für den Hausgarten.
  5. Welche Winterhärte zeigt Scheerkohl und wie überwintert er?
    Scheerkohl ist erstaunlich winterhart und übersteht leichte bis mittlere Fröste problemlos. Die Pflanze kann Temperaturen bis etwa -10°C tolerieren, wodurch sie sich für die Überwinterung im Freiland eignet. Für die erfolgreiche Überwinterung sollte die Herbstaussaat zwischen August und September erfolgen, damit sich die Pflanzen vor dem Winter gut etablieren können. Eine wichtige Vorbereitungsmaßnahme ist die richtige Düngung: Verzichten Sie auf stickstoffreiche Dünger und verwenden Sie stattdessen kaliumreiche Präparate, die die Frosthärte erhöhen. Zum Schutz vor extremen Temperaturen kann eine Abdeckung mit Laub, Stroh oder Vlies hilfreich sein. Diese schützt nicht nur vor Frost, sondern auch vor austrocknenden Winterwinden. In Regionen mit strengen Wintern sollten zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Bei milden Wintern kann Scheerkohl sogar kontinuierlich geerntet werden, was ihn zu einem wertvollen Wintergemüse macht.
  6. Worin unterscheiden sich Scheerkohl und Grünkohl geschmacklich?
    Geschmacklich zeigen Scheerkohl und Grünkohl deutliche Unterschiede, obwohl beide zur Familie der Kreuzblütler gehören. Scheerkohl besitzt einen milderen, nussigen Geschmack mit einer leicht würzigen Note, der an eine Kreuzung zwischen Rucola und Grünkohl erinnert. Die Blätter sind zarter und weniger bitter als die des Grünkohls. Grünkohl hingegen hat einen intensiveren, kräftigeren Geschmack mit einer charakteristischen herben Note, die besonders nach dem ersten Frost süßlicher wird. Die Blätter des Grünkohls sind derber und fester in der Struktur. Während Grünkohl traditionell gekocht oder gedünstet wird, eignet sich Scheerkohl auch hervorragend für den rohen Verzehr in Salaten oder Smoothies. Beide Gemüsesorten profitieren von kälteren Temperaturen, wobei Grünkohl den typischen süßlichen Geschmack erst nach Frost entwickelt. Scheerkohl behält seinen milden, nussigen Charakter das ganze Jahr über bei und ist daher vielseitiger in der Küche einsetzbar.
  7. Wie unterscheidet sich der Anbau von Scheerkohl im Vergleich zu Rucola?
    Der Anbau von Scheerkohl und Rucola weist sowohl Gemeinsamkeiten als auch deutliche Unterschiede auf. Beide gehören zu den schnellwüchsigen Blattgemüsen, unterscheiden sich jedoch in wichtigen Punkten. Scheerkohl ist deutlich winterhärter und kann problemlos im Herbst für die Überwinterung angebaut werden, während Rucola frostempfindlich ist. Die Kulturzeit ist bei beiden ähnlich: 6-8 Wochen bis zur ersten Ernte. Ein wesentlicher Vorteil des Scheerkohls liegt in der mehrfachen Ernte - er treibt nach dem Schnitt zuverlässig wieder aus, während Rucola oft nach der Ernte schnell in Blüte geht. Scheerkohl bevorzugt etwas nährstoffreichere Böden und verträgt auch halbschattige Standorte besser. Rucola hingegen neigt in der warmen Jahreszeit zum Schossen und wird bei Hitze bitter. Scheerkohl bleibt länger zart und behält seinen milden Geschmack. Beide lassen sich gut in Mischkultur anbauen, wobei Scheerkohl robuster gegen Schädlinge ist.
  8. Welche Kulturzeit hat Scheerkohl von der Aussaat bis zur ersten Ernte?
    Die Kulturzeit von Scheerkohl beträgt von der Aussaat bis zur ersten Ernte etwa 6-8 Wochen. Diese relativ kurze Entwicklungszeit macht ihn zu einem der schnelleren Gemüse im Garten. Die Keimung erfolgt bereits bei niedrigen Temperaturen um 5°C, was frühe Aussaaten ermöglicht. Nach der Keimung, die je nach Temperatur 5-10 Tage dauert, entwickeln sich zunächst die Keimblätter, gefolgt von den ersten echten Blättern. Die Erntereife ist erreicht, wenn die Blätter etwa 15-20 cm lang sind und eine schöne hellgrüne Farbe haben. Bei optimalen Bedingungen - ausreichend Feuchtigkeit, nährstoffreicher Boden und passende Temperaturen - kann diese Zeit sogar etwas verkürzt werden. Nach der ersten Ernte folgen weitere Ernten im Abstand von 3-4 Wochen, wobei das Nachwachstum meist etwas schneller erfolgt als die erste Entwicklung. Diese schnelle Kulturzeit ermöglicht mehrere Anbauphasen pro Jahr und macht Scheerkohl zu einem sehr produktiven Gemüse für den Hausgarten.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertigen Scheerkohl-Samen kaufen?
    Qualitativ hochwertigen Scheerkohl-Samen erhalten Sie sowohl im Fachhandel als auch online. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten eine große Auswahl an bewährten Sorten und beraten kompetent bei der Auswahl. Dabei sollten Sie auf einige Qualitätskriterien achten: Die Keimfähigkeit sollte mindestens 80% betragen, das Saatgut sollte sortenrein und frei von Krankheiten sein. Achten Sie auf das Erntejahr - frisches Saatgut keimt zuverlässiger. Bio-zertifizierte Samen garantieren den Verzicht auf chemische Behandlungen. Etablierte Saatgutfirmen bieten meist detaillierte Anbauanleitungen mit. Bei Online-Käufen sollten Sie auf seriöse Anbieter mit guten Bewertungen setzen. Lokale Gartencenter haben den Vorteil der persönlichen Beratung, während Online-Shops oft eine größere Sortenvielfalt anbieten. Tauschen Sie sich auch mit anderen Gärtnern aus - oft können erfahrene Hobbygärtner wertvolle Empfehlungen für bewährte Bezugsquellen geben. Der Kauf bei spezialisierten Anbietern lohnt sich meist durch bessere Qualität und fachkundige Beratung.
  10. Welche Vorteile bietet der Kauf von Bio-Scheerkohl-Samen?
    Der Kauf von Bio-Scheerkohl-Samen bringt mehrere wichtige Vorteile mit sich. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de führen zertifiziertes Bio-Saatgut, das ohne chemische Beizen oder Behandlungen auskommt. Dies ist besonders wichtig, da die zarten Blätter oft roh verzehrt werden. Bio-Samen stammen aus kontrolliert biologischem Anbau, wodurch keine Pestizidrückstände auf das Saatgut gelangen. Die Pflanzen entwickeln sich oft robuster und widerstandsfähiger, da sie nicht durch chemische Behandlungen geschwächt wurden. Bio-Saatgut trägt zur Erhaltung der Sortenvielfalt bei, da oft samenfeste Sorten verwendet werden, von denen eigenes Saatgut gewonnen werden kann. Zudem unterstützen Sie mit dem Kauf umweltschonende Anbaumethoden. Die Qualität ist meist höher, da Bio-Betriebe besonderen Wert auf Saatgutqualität legen. Für den biologischen Gemüsegarten ist Bio-Saatgut die logische Konsequenz eines ganzheitlich ökologischen Anbaus. Die etwas höheren Kosten amortisieren sich durch die bessere Qualität und die Möglichkeit der Saatgutgewinnung.
  11. Welche Bodenbeschaffenheit fördert das Wachstum von Scheerkohl?
    Scheerkohl bevorzugt einen lockeren, gut durchlässigen Boden mit guter Nährstoffversorgung. Ideal ist eine sandige Lehmerde, die Nährstoffe gut speichert, aber überschüssiges Wasser ableitet. Der Boden sollte humusreich sein - eine jährliche Kompostgabe verbessert die Struktur nachhaltig. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,5, also im neutralen bis leicht alkalischen Bereich. Bei schweren, verdichteten Böden empfiehlt sich die Verbesserung mit Sand und Kompost vor der Aussaat. Eine gute Krümelstruktur fördert die Durchwurzelung und erleichtert den jungen Pflanzen das Wachstum. Staunässe muss unbedingt vermieden werden, da sie zu Wurzelfäule führt. Gleichzeitig sollte der Boden Feuchtigkeit gut halten können. Eine Mulchschicht aus organischem Material verbessert die Bodenstruktur langfristig und hält die Feuchtigkeit. Regelmäßiges Auflockern ohne Verdichtung unterstützt das Wurzelwachstum. Ein lebendiger Boden mit aktiver Mikroorganismen-Tätigkeit fördert die Nährstoffaufnahme und das gesunde Wachstum des Scheerkohls.
  12. Welche Nährstoffe sind in Scheerkohl enthalten?
    Scheerkohl ist reich an wertvollen Nährstoffen und gilt als besonders gesundes Blattgemüse. Er enthält hohe Mengen an Vitamin C, das wichtig für das Immunsystem ist und als Antioxidans wirkt. Der Eisengehalt ist bemerkenswert hoch, was Scheerkohl zu einer wertvollen Eisenquelle macht, besonders für Vegetarier und Veganer. Antioxidantien wie Carotinoide schützen die Zellen vor freien Radikalen und wirken entzündungshemmend. Folsäure unterstützt die Zellteilung und ist besonders wichtig während der Schwangerschaft. Kalium reguliert den Wasserhaushalt und unterstützt die Herzfunktion. Calcium stärkt Knochen und Zähne, während Magnesium für die Muskelfunktion wichtig ist. Die enthaltenen B-Vitamine unterstützen den Stoffwechsel und das Nervensystem. Ballaststoffe fördern die Verdauung und sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Sekundäre Pflanzenstoffe wie Glucosinolate, die für den leicht würzigen Geschmack verantwortlich sind, haben zusätzlich gesundheitsfördernde Eigenschaften. Diese Nährstoffdichte macht Scheerkohl zu einem wertvollen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.
  13. Welche Düngung eignet sich am besten für Scheerkohl?
    Scheerkohl hat einen mittleren Nährstoffbedarf und reagiert besonders gut auf eine ausgewogene Düngung. Organische Dünger wie reifer Kompost oder gut verrotteter Mist sind ideal, da sie nicht nur Nährstoffe liefern, sondern auch die Bodenstruktur verbessern. Eine Grunddüngung vor der Aussaat mit 2-3 Litern Kompost pro Quadratmeter hat sich bewährt. Während der Wachstumsphase kann alle 4-6 Wochen eine leichte Nachdüngung erfolgen. Ein organischer Flüssigdünger oder selbst angesetzter Komposttee eignet sich hierfür hervorragend. Mineralische Ergänzung kann durch einen ausgewogenen NPK-Dünger mit leichtem Stickstoff-Übergewicht erfolgen. Wichtig ist, eine Überdüngung zu vermeiden, da sie zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten des Geschmacks führt. Vor der Herbstaussaat sollten kaliumreiche Dünger verwendet werden, um die Frosthärte zu erhöhen. Kurz vor der Ernte sollte die Düngung eingestellt werden. Eine Mulchschicht aus organischem Material wirkt als Langzeitdünger und verbessert kontinuierlich die Bodenqualität.
  14. Wie wirkt sich die Mischkultur auf das Wachstum von Scheerkohl aus?
    Mischkultur wirkt sich sehr positiv auf das Wachstum von Scheerkohl aus und nutzt die vorteilhaften Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Pflanzen. Scheerkohl harmoniert besonders gut mit Salaten, die den Boden auflockern und etwas Schatten spenden, was in heißen Sommern vorteilhaft ist. Radieschen zwischen den Scheerkohl-Reihen nutzen den Platz effizient und lockern durch ihre Pfahlwurzel den Boden für nachfolgende Pflanzen auf. Die Kombination mit Tomaten bringt beiden Partnern Vorteile: Scheerkohl fungiert als lebende Mulchschicht und hält die Bodenfeuchtigkeit, während Tomaten Struktur bieten. Kräuter wie Dill oder Koriander locken nützliche Insekten an, die Schädlinge fernhalten. In Mischkulturen wächst Scheerkohl oft kräftiger und gesünder als in Monokultur, da sich die Pflanzen gegenseitig vor Krankheiten und Schädlingen schützen. Das verbesserte Mikroklima und die effizientere Nährstoffnutzung fördern die Entwicklung. Zudem wird der verfügbare Platz optimal genutzt, was die Gesamterträge steigert.
  15. Wie lässt sich Scheerkohl erfolgreich im Kübel anbauen?
    Der Kübel-Anbau von Scheerkohl ist sehr erfolgreich möglich und eignet sich hervorragend für Balkon und Terrasse. Wählen Sie Gefäße mit mindestens 20 cm Durchmesser und 25 cm Tiefe, um ausreichend Wurzelraum zu gewährleisten. Wichtig sind Abzugslöcher, um Staunässe zu vermeiden. Verwenden Sie hochwertige Pflanzerde, die nährstoffreich aber gut durchlässig ist. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen sowohl geeignetes Saatgut als auch passende Erden für den Topfanbau. Die Aussaat erfolgt wie im Freiland, jedoch sollten die Abstände etwas geringer gewählt werden. Gießen Sie regelmäßig, da Kübelpflanzen schneller austrocknen als Freilandpflanzen. Alle 2-3 Wochen ist eine Düngergabe mit organischem Flüssigdünger empfehlenswert. Platzieren Sie die Kübel an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Im Winter können die Gefäße mit Vlies oder Noppenfolie ummantelt werden, um die Wurzeln vor Frost zu schützen. Der Vorteil des Kübel-Anbaus liegt in der Mobilität und der besseren Kontrolle über Boden und Wasserzufuhr.
  16. Welche Pflegemaßnahmen sind für Scheerkohl auf dem Balkon notwendig?
    Scheerkohl auf dem Balkon benötigt spezielle Aufmerksamkeit, da die Bedingungen anders sind als im Freiland. Die wichtigste Maßnahme ist die regelmäßige Bewässerung, da Kübelpflanzen schneller austrocknen. Prüfen Sie täglich die Bodenfeuchtigkeit - der Boden sollte feucht, aber nicht nass sein. Eine Drainage-Schicht aus Blähton im Topfboden verhindert Staunässe. Alle 2-3 Wochen sollte eine Düngung mit organischem Flüssigdünger erfolgen, da Nährstoffe im Topf schneller ausgewaschen werden. Ein windgeschützter Standort ist vorteilhaft, da starke Winde die Pflanzen austrocknen. Bei großer Hitze kann temporärer Schatten nötig werden. Kontrollieren Sie regelmäßig auf Schädlinge wie Blattläuse, die auf dem Balkon häufiger auftreten. Eine gute Luftzirkulation beugt Pilzkrankheiten vor. Im Winter brauchen die Kübel Frostschutz durch Umhüllung oder einen geschützten Standort. Entfernen Sie regelmäßig welke Blätter und halten Sie die Pflanze sauber. Mit diesen Pflegemaßnahmen gedeiht Scheerkohl auch auf kleinstem Raum prächtig.
  17. Stimmt es, dass Scheerkohl schwer zu kultivieren ist?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Scheerkohl gilt sogar als besonders pflegeleicht und unkompliziert im Anbau. Diese falsche Annahme entsteht möglicherweise durch Verwechslung mit anderen Kohlarten oder mangelndes Wissen über seine Anbauweise. Tatsächlich zeigt sich Scheerkohl sehr robust und wächst selbst unter suboptimalen Bedingungen. Er keimt bereits bei 5°C und ist damit einer der ersten Gemüsesorten im Jahr. Die Kulturzeit ist mit 6-8 Wochen erfreulich kurz, und die Pflanze ist widerstandsfähig gegen Frost und viele Schädlinge. Scheerkohl verzeiht Pflegefehler besser als viele andere Gemüsesorten und gedeiht sowohl im Freiland als auch in Kübeln problemlos. Die mehrfache Ernte macht ihn besonders ertragreich. Einzige Voraussetzungen sind ein durchlässiger Boden und regelmäßige, aber nicht übermäßige Bewässerung. Selbst Garten-Anfänger erzielen mit Scheerkohl schnell Erfolge. Diese Robustheit macht ihn zu einer idealen Einsteigerplanze für den Gemüsegarten und widerlegt eindeutig die Behauptung seiner schwierigen Kultivierung.
  18. Seit wann wird Scheerkohl in Europa angebaut?
    Der Anbau von Scheerkohl in Europa hat eine sehr lange Tradition, die bis in die Antike zurückreicht. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, fand Scheerkohl bereits bei den alten Römern Verwendung in der Küche und galt als geschätztes Gemüse. Im Mittelalter war er in europäischen Klostergärtern weit verbreitet und wurde von den Mönchen als wichtige Vitaminquelle während der kalten Jahreszeit kultiviert. Diese frühe Verbreitung in Klöstern trug wesentlich zur Etablierung in ganz Europa bei. In Deutschland und anderen mitteleuropäischen Ländern war Scheerkohl über Jahrhunderte ein fester Bestandteil der Gemüsegärten. Im Laufe des 20. Jahrhunderts geriet er jedoch nahezu in Vergessenheit, als moderne Gemüsesorten den Markt eroberten und die traditionellen Sorten verdrängt wurden. Erst in den letzten Jahren erlebt Scheerkohl eine bemerkenswerte Renaissance, da sowohl Hobbygärtner als auch Köche alte Gemüsesorten wiederentdecken und deren besondere Qualitäten schätzen lernen. Diese Wiederentdeckung alter Sorten ist Teil einer größeren Bewegung zur Bewahrung der Sortenvielfalt.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Scheerkohl und Schnittkohl?
    Zwischen Scheerkohl und Schnittkohl gibt es keinen Unterschied - es handelt sich um verschiedene Bezeichnungen für dieselbe Pflanze. Beide Namen beschreiben das charakteristische Merkmal dieser Kohlart: die Möglichkeit, die Blätter zu schneiden (scheren) und mehrfach zu ernten. Regional werden unterschiedliche Bezeichnungen bevorzugt. Während in einigen Gebieten der Name "Scheerkohl" üblicher ist, wird in anderen Regionen eher "Schnittkohl" verwendet. Beide Namen beziehen sich auf die spezielle Erntemethode, bei der die äußeren Blätter etwa 5 cm über dem Boden abgeschnitten werden, während das Herz der Pflanze verschont bleibt. Dadurch kann die Pflanze wieder austreiben und mehrfach beerntet werden. Diese Eigenschaft unterscheidet ihn von anderen Kohlarten, die meist nur einmal geerntet werden können. Die verschiedenen Namen können manchmal zu Verwirrung führen, besonders beim Samenkauf. Achten Sie daher auf den botanischen Namen oder informieren Sie sich beim Händler, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Pflanze erhalten. Die Verwendung beider Bezeichnungen ist korrekt und weit verbreitet.
  20. Wie unterscheidet sich Scheerkohl von anderen Kreuzblütlern?
    Scheerkohl unterscheidet sich in mehreren wichtigen Punkten von anderen Kreuzblütlern. Das charakteristischste Merkmal ist die Möglichkeit der mehrfachen Ernte durch das "Cut-and-come-again"-Prinzip, während die meisten anderen Kohlarten nur einmal geerntet werden können. Geschmacklich ist Scheerkohl milder und nussiger als beispielsweise Grünkohl oder Rosenkohl, mit einer dezenten würzigen Note. Die Blätter sind zarter und feiner strukturiert als die der meisten Kohlverwandten. Während viele Kreuzblütler erst nach Frost ihren optimalen Geschmack entwickeln, behält Scheerkohl seine milden Eigenschaften ganzjährig bei. Seine außergewöhnliche Winterhärte übertrifft die meister anderen Blattgemüse der Familie. Die kurze Kulturzeit von nur 6-8 Wochen macht ihn schneller als die meisten Kohlarten. Scheerkohl eignet sich hervorragend für den rohen Verzehr, während andere Kreuzblütler oft gekocht werden müssen. Seine lockeren Blattrosetten unterscheiden sich optisch deutlich von den festen Köpfen des Weißkohls oder den kompakten Röschen des Rosenkohls. Diese Eigenschaften machen Scheerkohl zu einem einzigartigen Vertreter seiner Pflanzenfamilie.
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