Schnittlauch im Jahresverlauf: Pflegekalender für optimales Wachstum

Schnittlauch: Das grüne Gold im Garten

Schnittlauch ist ein unverzichtbares Kraut in der Küche und ein Schmuckstück im Garten. Seine vielseitige Verwendung macht ihn zu einem Liebling vieler Hobbygärtner.

Grüne Perlen: Was Sie über Schnittlauch wissen sollten

  • Mehrjährige Pflanze mit ganzjähriger Pflege
  • Ideal für Garten und Topfkultur
  • Regelmäßiger Rückschnitt fördert neues Wachstum
  • Pflegekalender hilft bei optimaler Entwicklung
  • Aussaat, Pflanzung und Ernte haben feste Zeitfenster

Schnittlauch: Mehr als nur Grünzeug

Schnittlauch, oder wie wir Botaniker sagen, Allium schoenoprasum, ist ein echtes Multitalent. In der Küche verleiht er Gerichten eine feine, zwiebelartige Note, ohne dabei aufdringlich zu sein. Aber mal ehrlich, wer denkt schon beim Schnippeln fürs Rührei an die vielen Vorzüge dieser Pflanze für den Garten?

Als Hobbygärtnerin habe ich festgestellt: Schnittlauch ist vielseitig einsetzbar. Er lockt Bienen an, vertreibt lästige Schädlinge und sieht dabei noch hübsch aus. In meinem Garten am Stadtrand von Freiburg habe ich mehrere Beete damit bepflanzt – und die violetten Blüten im Sommer sind wirklich sehenswert!

Die Bedeutung eines Pflegekalenders

Nun könnte man meinen, Schnittlauch sei pflegeleicht und brauche keine besondere Aufmerksamkeit. Weit gefehlt! Ein gut strukturierter Pflegekalender kann den Unterschied zwischen mickrigen Halmen und einer üppigen Ernte ausmachen.

In meinen 30 Jahren als Gärtnerin habe ich gelernt: Timing ist wichtig. Ein Pflegekalender hilft, den Überblick zu behalten – wann düngen, wann ernten, wann teilen? Mit der richtigen Pflege zur richtigen Zeit entwickelt sich der Schnittlauch gut und belohnt uns mit aromatischen Röhrchen von Frühling bis Herbst.

Der Jahreskreislauf des Schnittlauchs

Schnittlauch ist zwar mehrjährig, aber sein Wachstum und seine Bedürfnisse ändern sich im Laufe des Jahres. Betrachten wir einmal die verschiedenen Jahreszeiten:

Frühling: Erwachen aus dem Winterschlaf

Wenn die Tage länger werden und die ersten Sonnenstrahlen den Boden wärmen, beginnt für den Schnittlauch die spannendste Zeit des Jahres. Jetzt heißt es: Ärmel hochkrempeln und loslegen!

Bodenvorbereitung und Düngung

Zuerst lockern wir den Boden vorsichtig auf. Das mache ich immer mit meiner alten Handharke – ein Erbstück meiner Oma. Dabei entferne ich auch gleich abgestorbene Pflanzenteile. Dann kommt eine Schicht gut verrotteter Kompost drauf. Der Schnittlauch ist zwar kein Nimmersatt, aber ein bisschen Extrakraft schadet nie.

Aussaat im Freiland oder Vorkultur

Wer neuen Schnittlauch möchte, kann jetzt aussäen. Im Freiland klappt das prima, aber ich ziehe die Pflänzchen gerne in kleinen Töpfen vor. Das gibt ihnen einen Vorsprung und schützt vor gefräßigen Schnecken. Die Samen nur leicht mit Erde bedecken – Lichtkeimer mögen's hell!

Pflanzung vorgezogener Setzlinge

Mitte Mai, wenn keine Fröste mehr drohen, setze ich die vorgezogenen Pflänzchen ins Beet. Abstand nicht vergessen: 20 cm zwischen den Pflanzen, damit sie sich später nicht in die Quere kommen. Ein Tipp aus Erfahrung: Gießen nicht vergessen, besonders in den ersten Wochen!

Erste Ernte und Pflegemaßnahmen

Sobald die Halme etwa 15 cm hoch sind, kann man schon die ersten Male ernten. Ich schneide immer nur so viel, wie ich gerade brauche – frischer geht's nicht! Wichtig: Nicht zu tief schneiden, sonst schwächelt die Pflanze. Etwa 5 cm über dem Boden ist perfekt.

Sommer: Hauptsaison für Schnittlauchliebhaber

Im Sommer wächst der Schnittlauch besonders gut. Jetzt heißt es: Ernten, pflegen und genießen!

Regelmäßige Bewässerung

An heißen Tagen gieße ich morgens und abends. Der Schnittlauch mag's feucht, aber keine Staunässe. Mein selbstgebasteltes Tröpfchenbewässerungssystem aus alten PET-Flaschen leistet hier gute Dienste.

Düngung für kontinuierliches Wachstum

Alle vier Wochen gönne ich meinem Schnittlauch eine Extraportion Dünger. Am liebsten nehme ich dafür verdünnten Brennnesselsud – natürlich und kostenlos!

Haupterntezeit und Schnitttechniken

Jetzt kann man fast täglich ernten. Ich schneide die Halme büschelweise ab, immer von außen nach innen. So bleibt die Pflanze kompakt und treibt kräftig nach.

Blütenbildung und Umgang damit

Die Blüten sind zwar hübsch, aber sie kosten die Pflanze Kraft. Für eine reiche Blatternte schneide ich sie ab. Aber ein paar lasse ich stehen – die Bienen danken es mir mit fleißigem Gesumme im Garten.

Mit diesem Pflegekalender wird euer Schnittlauch sicher gut gedeihen. Und wer weiß, vielleicht entdeckt ihr ja auch diese besondere Verbindung zu der Pflanze, die ich über die Jahre entwickelt habe. Schnittlauch ist eben mehr als nur Würze – er ist ein treuer Begleiter durchs Gartenjahr!

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Produktbild von Kiepenkerl Blumenmischung mit der Bezeichnung Schnittblumen-Mischung einer Vielfalt an bunten Sommerblumen und Informationen über die Eigenschaften sowie der Artikelnummer 3356 in deutscher Sprache.
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Herbstliche Pflege für üppigen Schnittlauch

Letzte Ernte vor dem Winter

Im Herbst können Sie noch ein letztes Mal kräftig Schnittlauch ernten. Schneiden Sie die Halme etwa 5 cm über dem Boden ab. Diese letzte Ernte regt die Pflanze an, nochmal Reserven für den Winter zu bilden. Lassen Sie aber genügend grüne Halme stehen, damit die Pflanze nicht geschwächt in die kalte Jahreszeit geht.

Vorbereitung auf die Winterruhe

Nach der letzten Ernte ist es Zeit, den Schnittlauch winterfest zu machen. Entfernen Sie welke oder verfärbte Halme und altes Laub. Dies beugt Pilzerkrankungen vor und sorgt für bessere Luftzirkulation. In milderen Regionen können Sie eine dünne Schicht Mulch um die Pflanzen verteilen. Dies schützt die Wurzeln vor Frost und liefert gleichzeitig wertvolle Nährstoffe.

Teilung und Umpflanzung etablierter Horste

Der Herbst ist günstig, um große Schnittlauchhorste zu teilen. Graben Sie dazu die gesamte Pflanze aus und teilen Sie sie mit einem scharfen Spaten in mehrere Stücke. Jedes Teilstück sollte mindestens 5-6 gesunde Triebe haben. Pflanzen Sie die Teilstücke sofort wieder ein und wässern Sie sie gut. So haben die Wurzeln Zeit, sich vor dem Frost zu etablieren.

Herbstdüngung für starke Pflanzen

Eine letzte Düngung im Herbst stärkt den Schnittlauch für den Winter. Verwenden Sie dafür einen kaliumbetonten Dünger, der die Frosthärte erhöht. Kompost oder gut verrotteter Mist sind ebenfalls gut geeignet. Arbeiten Sie den Dünger vorsichtig in die obere Bodenschicht ein, ohne die Wurzeln zu beschädigen.

Winterschutz und Pflege in der kalten Jahreszeit

Winterschutz für Freilandpflanzen

Obwohl Schnittlauch winterhart ist, profitiert er von etwas Schutz. In Regionen mit strengem Frost decken Sie die Pflanzen mit einer lockeren Schicht aus Laub oder Stroh ab. Achten Sie darauf, dass die Abdeckung nicht zu dicht ist, um Fäulnis zu vermeiden. In Topfkulturen können Sie die Gefäße mit Jutesäcken oder Luftpolsterfolie umwickeln, um die Wurzeln vor Frost zu schützen.

Pflege von Topfpflanzen im Innenbereich

Wenn Sie Schnittlauch in Töpfen kultivieren, können Sie diese im Winter an einen geschützten Ort bringen. Ein kühler, aber frostfreier Raum wie eine Garage oder ein unbeheiztes Gewächshaus ist gut geeignet. Gießen Sie nur sparsam, um Staunässe zu vermeiden. Achten Sie aber darauf, dass der Ballen nicht völlig austrocknet. Ein gelegentliches Besprühen der Blätter mit Wasser verhindert das Austrocknen.

Planung für das kommende Gartenjahr

Die Wintermonate eignen sich, um das nächste Gartenjahr zu planen. Überlegen Sie, wo Sie neuen Schnittlauch anpflanzen möchten und welche Sorten Sie ausprobieren wollen. Vielleicht möchten Sie auch eine Kräuterspirale anlegen, in der Schnittlauch einen Platz findet? Notieren Sie sich Ihre Ideen und erstellen Sie einen Pflanzplan für das Frühjahr.

Vorbereitung der Aussaat für das Frühjahr

Wenn Sie Schnittlauch aus Samen ziehen möchten, können Sie schon im Winter mit den Vorbereitungen beginnen. Bestellen Sie Saatgut und besorgen Sie Aussaatschalen und Anzuchterde. Ab Februar können Sie dann mit der Vorkultur im Haus beginnen. So haben Sie einen Vorsprung, wenn die Gartensaison startet.

Spezielle Pflegetipps für optimales Wachstum

Unterschiede zwischen Garten- und Topfkultur

Schnittlauch gedeiht sowohl im Garten als auch im Topf, aber die Pflege unterscheidet sich leicht. Im Garten wurzelt Schnittlauch tiefer und braucht weniger Aufmerksamkeit beim Gießen. In Töpfen muss häufiger gegossen und gedüngt werden. Topfkulturen benötigen zudem alle 2-3 Jahre frische Erde oder müssen umgetopft werden. Im Garten reicht oft eine jährliche Kompostgabe.

Nährstoffbedarf und optimale Düngemethoden

Schnittlauch ist kein Starkzehrer, braucht aber regelmäßige Nährstoffzufuhr für üppiges Wachstum. Im Frühjahr empfiehlt sich eine Startdüngung mit Kompost oder organischem Dünger. Während der Wachstumsphase können Sie alle 4-6 Wochen mit einem verdünnten Kräuterdünger nachdüngen. Vermeiden Sie stickstoffreiche Dünger, da diese zwar das Wachstum fördern, aber den Geschmack mindern können.

Wassermanagement und Vermeidung von Staunässe

Schnittlauch mag es feucht, verträgt aber keine Staunässe. Gießen Sie regelmäßig, lassen Sie den Boden zwischen den Wassergaben aber leicht abtrocknen. In Töpfen ist eine gute Drainage wichtig. Mischen Sie dem Substrat etwas Sand oder Kies bei, um die Wasserdurchlässigkeit zu verbessern. Bei Freilandpflanzen lockern Sie schwere Böden mit Sand auf.

Companion Planting: Günstige Nachbarpflanzen

Schnittlauch ist ein guter Begleiter für viele Gemüse- und Kräuterarten. Er vertreibt durch seinen intensiven Geruch Schädlinge und fördert das Wachstum seiner Nachbarn. Gut harmoniert er mit Möhren, Tomaten und Erdbeeren. Auch neben Rosen gepflanzt, hält Schnittlauch Blattläuse fern. Vermeiden Sie die Nachbarschaft zu Hülsenfrüchten wie Bohnen oder Erbsen, da hier eine gegenseitige Wachstumshemmung auftreten kann.

Ernte und Verwendung: So holen Sie das Beste aus Ihrem Schnittlauch

Richtige Erntetechniken für maximalen Ertrag

Bei der Ernte von Schnittlauch gilt: Je öfter Sie schneiden, desto mehr wächst nach. Schneiden Sie die Halme etwa 2 cm über dem Boden ab, am besten mit einer scharfen Schere. Vermeiden Sie es, zu viele Halme auf einmal zu ernten, damit die Pflanze sich erholen kann. Ein guter Richtwert ist, nie mehr als ein Drittel der Pflanze zu ernten.

Aufbewahrung und Konservierung

Frischer Schnittlauch hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche. Wickeln Sie ihn dafür in ein feuchtes Tuch und legen Sie ihn in eine Plastiktüte. Für eine längere Haltbarkeit können Sie Schnittlauch auch einfrieren. Hacken Sie ihn dafür klein und füllen Sie ihn in Eiswürfelbehälter mit etwas Wasser. So haben Sie immer frischen Schnittlauch zur Hand.

Kulinarische Verwendungsmöglichkeiten

Schnittlauch ist ein vielseitiges Küchenkraut. Er passt hervorragend zu:

  • Quark und Frischkäse
  • Eierspeisen
  • Salaten
  • Suppen und Saucen
  • Kartoffelgerichten

Fügen Sie Schnittlauch erst kurz vor dem Servieren hinzu, um sein volles Aroma zu erhalten.

Gesundheitliche Vorteile von Schnittlauch

Schnittlauch ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Er enthält viel Vitamin C, Kalium und Eisen. Zudem wirkt er leicht antibakteriell und kann die Verdauung fördern. In der Volksmedizin wird Schnittlauch auch zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt.

Vermehrung: So vergrößern Sie Ihren Schnittlauchbestand

Aussaat: Zeitpunkt und Methoden

Die Aussaat von Schnittlauch erfolgt am besten im Frühjahr oder Spätsommer. Säen Sie die Samen etwa 1 cm tief in lockere, humusreiche Erde. Bei einer Temperatur von 15-20°C keimen die Samen nach 1-2 Wochen. Für eine bessere Keimrate können Sie die Samen vorher 24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen.

Vegetative Vermehrung durch Teilung

Eine einfache und schnelle Methode zur Vermehrung ist die Teilung. Teilen Sie dafür alle 3-4 Jahre im Frühjahr oder Herbst größere Horste mit einem scharfen Spaten. Pflanzen Sie die Teilstücke sofort wieder ein und wässern Sie sie gut.

Stecklinge und deren Pflege

Auch wenn es nicht die gängigste Methode ist, lässt sich Schnittlauch durch Stecklinge vermehren. Schneiden Sie dafür 10-15 cm lange Triebe ab, entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie sie in feuchte Erde. Halten Sie die Erde konstant feucht, bis sich Wurzeln gebildet haben.

Vor- und Nachteile verschiedener Vermehrungsmethoden

Die Aussaat ist kostengünstig, braucht aber am längsten. Die Teilung ist schnell und einfach, kann aber bei zu häufiger Durchführung die Pflanze schwächen. Stecklinge sind eine gute Option, wenn Sie nur wenige neue Pflanzen benötigen. Wählen Sie die Methode, die am besten zu Ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten passt.

Krankheiten und Schädlinge: So bleibt Ihr Schnittlauch gesund

Häufige Krankheiten bei Schnittlauch

Schnittlauch ist relativ robust, kann aber von einigen Krankheiten befallen werden:

  • Rostpilze: Zeigen sich als orangefarbene Flecken auf den Blättern
  • Grauschimmel: Tritt bei zu hoher Feuchtigkeit auf
  • Wurzelfäule: Entsteht oft durch Staunässe

 

Typische Schädlinge und deren Bekämpfung

Zu den häufigsten Schädlingen gehören:

  • Zwiebelfliegen: Ihre Larven fressen an den Wurzeln
  • Thripse: Saugen an den Blättern und hinterlassen silbrige Flecken
  • Schnecken: Fressen junge Triebe

Bekämpfen Sie diese Schädlinge am besten mit natürlichen Methoden wie Nützlingen oder Pflanzenjauchen.

Präventive Maßnahmen zur Gesunderhaltung

Vorbeugen ist besser als heilen. Achten Sie auf:

  • Ausreichenden Pflanzenabstand für gute Luftzirkulation
  • Regelmäßige, aber nicht übermäßige Bewässerung
  • Ausgewogene Düngung
  • Entfernen von kranken Pflanzenteilen

 

Biologische und chemische Pflanzenschutzmittel

Im Bioanbau setzen Gärtner auf natürliche Mittel wie Neemöl oder Schmierseifenlösungen. Chemische Mittel sollten nur im äußersten Notfall und mit Bedacht eingesetzt werden, da sie auch nützliche Insekten schädigen können. Beachten Sie immer die gesetzlichen Vorschriften und Wartezeiten vor der Ernte.

Schnittlauchsorten und ihre Besonderheiten

Schnittlauch ist vielfältig! Es gibt zahlreiche Sorten, die sich in Geschmack, Aussehen und Wuchsform unterscheiden. Betrachten wir einige gängige und exotische Varianten.

Gängige Sorten und ihre Eigenschaften

Der 'Gewöhnliche Schnittlauch' (Allium schoenoprasum) ist ein Klassiker in vielen Gärten. Er bildet dichte Horste mit feinen, röhrenförmigen Blättern und schmeckt mild-zwiebelartig. Die Sorte 'Staro' zeigt sich besonders robust und winterhart, während 'Grofina' durch besonders dicke Halme auffällt.

'Forescate' beeindruckt mit rötlichen Blüten und einem leicht nussigen Geschmack. Für Topfkultur eignet sich die kompakt wachsende Sorte 'Nelly' hervorragend.

Exotische Varianten für Experimentierfreudige

Für Abwechslung sorgt der 'Chinesische Schnittlauch' (Allium tuberosum) mit flachen Blättern und knoblauchartigem Geschmack. Der 'Sibirische Schnittlauch' (Allium nutans) bildet breitere Blätter und rosa Blüten.

Eine Besonderheit ist der 'Schwarze Schnittlauch' (Allium schoenoprasum var. alpinum). Seine dunklen, fast schwarzen Blüten setzen Akzente im Kräuterbeet.

Die richtige Sorte für Ihre Bedingungen

Bei der Auswahl sollten Sie Ihre Anbaubedingungen berücksichtigen. Für sonnige Standorte eignen sich robuste Sorten wie 'Staro' oder 'Grofina'. In Halbschatten gedeiht der 'Chinesische Schnittlauch' gut. Für Balkonkästen sind kompakte Sorten wie 'Nelly' praktisch.

Bedenken Sie auch den Verwendungszweck: Möchten Sie den Schnittlauch hauptsächlich als Küchenkraut nutzen oder soll er auch als Zierpflanze dienen? Für Letzteres sind Sorten mit auffälligen Blüten wie 'Forescate' oder der 'Schwarze Schnittlauch' interessant.

Nachhaltige Anbaumethoden für Schnittlauch

Ökologischer Anbau von Schnittlauch

Schnittlauch gedeiht gut im ökologischen Anbau. Nutzen Sie Kompost oder gut verrotteten Mist zur Bodenverbesserung statt chemischer Dünger. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Stroh hält den Boden feucht und unterdrückt Unkraut.

Integrierter Pflanzenschutz

Schnittlauch ist recht robust, kann aber von Läusen oder Thripsen befallen werden. Fördern Sie natürliche Feinde wie Marienkäfer oder Florfliegen. Ein bewährter Tipp: Eine Jauche aus Brennnesseln vertreibt viele Schädlinge und düngt gleichzeitig.

Ressourcenschonende Bewässerungstechniken

Nutzen Sie Regenwasser zum Gießen und bewässern Sie morgens oder abends, um Verdunstung zu minimieren. Eine Tröpfchenbewässerung ist besonders effizient. Im Topf hilft eine Tonscherbe über dem Abzugsloch, Staunässe zu vermeiden.

Kompostierung und natürliche Düngung

Schnittlauch bevorzugt nährstoffreichen Boden, aber keine Überdüngung. Ein selbst angesetzter Komposttee liefert alle nötigen Nährstoffe. Abgeschnittene Blüten und welke Blätter wandern auf den Kompost - so schließt sich der Kreislauf.

Ein Blick zurück und nach vorn

Schnittlauch ist ein dankbares Küchenkraut, das bei richtiger Pflege jahrelang gedeiht. Die wichtigsten Punkte im Jahresverlauf sind:

  • Frühling: Aussaat oder Teilung bestehender Horste, erste Düngung
  • Sommer: Regelmäßige Ernte, ausreichend gießen
  • Herbst: Letzte Ernte, Vorbereitung auf den Winter
  • Winter: Winterschutz für Freilandpflanzen, Pflege von Topfpflanzen

Für langfristigen Erfolg beim Schnittlauchanbau ist es wichtig, auf die Bedürfnisse der Pflanze zu achten. Beobachten Sie Ihren Schnittlauch genau und passen Sie Ihre Pflege entsprechend an. Jeder Garten ist einzigartig, und was bei anderen funktioniert, muss bei Ihnen nicht unbedingt klappen.

Probieren Sie verschiedene Sorten und Anbaumethoden aus. Möglicherweise entdecken Sie Ihre persönliche Lieblingssorte oder entwickeln eine Vorliebe für eine exotische Variante. Der Schnittlauchanbau bietet viele Möglichkeiten, kreativ zu werden und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun.

Schnittlauch: Ein Allrounder für Ihren Garten

Ob als würzige Zutat in der Küche, als attraktiver Blickfang im Kräuterbeet oder als nützlicher Helfer zur Schädlingsabwehr - Schnittlauch ist vielseitig einsetzbar. Mit dem richtigen Pflegekalender und etwas Experimentierfreude werden Sie viel Freude an diesem robusten Kräutlein haben. Also, beginnen Sie mit der Gartenarbeit und lassen Sie Ihren Schnittlauch gedeihen!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wie funktioniert ein Pflegekalender für Schnittlauch durch das ganze Jahr?
    Ein Pflegekalender für Schnittlauch orientiert sich an den jahreszeitlichen Bedürfnissen der Pflanze. Im Frühling steht die Bodenvorbereitung, Düngung mit Kompost und gegebenenfalls die Aussaat oder Teilung bestehender Horste an. Der Sommer ist geprägt von regelmäßiger Bewässerung, monatlicher Düngung und kontinuierlicher Ernte. Im Herbst erfolgt die letzte intensive Ernte, die Teilung großer Horste und eine abschließende kaliumbetontes Düngung für die Winterhärte. Der Winter bringt Ruhephasen mit sich, in denen Winterschutz für Freilandpflanzen und reduzierte Pflege für Topfkulturen wichtig sind. Ein strukturierter Pflegekalender hilft dabei, den optimalen Zeitpunkt für jede Maßnahme nicht zu verpassen und sorgt für gesunde, ertragreiche Schnittlauchpflanzen das ganze Jahr über.
  2. Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat und Pflanzung von Schnittlauch?
    Der beste Zeitpunkt für die Schnittlauch-Aussaat liegt im Frühling zwischen März und Mai, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind. Alternativ ist auch eine Herbstaussaat im August bis September möglich. Für die Freiland-Direktsaat sollten die Bodentemperaturen konstant über 10°C liegen. Eine Vorkultur im Haus kann bereits ab Februar beginnen, wodurch die Jungpflanzen Mitte Mai ins Freie gesetzt werden können. Die Pflanzung vorgezogener Setzlinge erfolgt idealerweise nach den Eisheiligen Mitte Mai. Bei der Aussaat werden die Samen nur leicht mit Erde bedeckt, da Schnittlauch ein Lichtkeimer ist. Die Keimung erfolgt bei 15-20°C nach 1-2 Wochen. Ein Einweichen der Samen für 24 Stunden in lauwarmem Wasser kann die Keimrate verbessern.
  3. Wie oft und richtig sollte man Schnittlauch ernten?
    Schnittlauch sollte regelmäßig geerntet werden, da häufiges Schneiden das Wachstum anregt. Die erste Ernte ist möglich, wenn die Halme etwa 15 cm hoch sind. Grundsätzlich gilt: Je öfter geschnitten wird, desto mehr wächst nach. Ernten Sie etwa 2-5 cm über dem Boden mit einer scharfen Schere, um die Pflanze nicht zu beschädigen. Wichtig ist, niemals mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal zu ernten, damit sie sich erholen kann. Schneiden Sie büschelweise von außen nach innen, so bleibt die Pflanze kompakt. Im Sommer kann fast täglich geerntet werden, während im Winter die Ernte reduziert oder eingestellt wird. Für optimales Aroma sollten Sie morgens ernten, wenn der Tau abgetrocknet ist. Vermeiden Sie die Ernte bei Regen oder direkter Mittagssonne.
  4. Was sind die Unterschiede zwischen verschiedenen Schnittlauch-Sorten?
    Schnittlauch-Sorten unterscheiden sich in Wuchsform, Geschmack und Blütenfarbe. Der gewöhnliche Schnittlauch (Allium schoenoprasum) bildet feine, röhrenförmige Blätter mit mild-zwiebelartigem Geschmack. 'Staro' zeichnet sich durch besondere Robustheit und Winterhärte aus, während 'Grofina' durch dickere Halme besticht. 'Forescate' beeindruckt mit rötlichen Blüten und leicht nussigem Geschmack. Für Topfkultur eignet sich die kompakte Sorte 'Nelly' hervorragend. Chinesischer Schnittlauch (Allium tuberosum) hat flache Blätter und einen knoblauchartigen Geschmack. Sibirischer Schnittlauch (Allium nutans) bildet breitere Blätter und rosa Blüten. Der Schwarze Schnittlauch (Allium schoenoprasum var. alpinum) fällt durch seine fast schwarzen Blüten auf. Die Wahl der Sorte richtet sich nach Standort, Verwendungszweck und persönlichen Vorlieben.
  5. Welche besonderen Pflegemaßnahmen braucht Schnittlauch im Winter?
    Obwohl Schnittlauch winterhart ist, benötigt er im Winter besondere Pflege. Freilandpflanzen profitieren von einer lockeren Abdeckung mit Laub oder Stroh zum Schutz vor strengem Frost. Die Abdeckung darf nicht zu dicht sein, um Fäulnis zu vermeiden. Topfpflanzen können in frostfreie, kühle Räume wie Garagen oder unbeheizte Gewächshäuser gebracht werden. Die Bewässerung wird stark reduziert - nur so viel gießen, dass der Wurzelballen nicht völlig austrocknet. Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Ein gelegentliches Besprühen der Blätter verhindert das Austrocknen. Welke oder verfärbte Halme sollten entfernt werden, um Pilzerkrankungen vorzubeugen. In milderen Regionen kann eine dünne Mulchschicht um die Pflanzen die Wurzeln schützen und gleichzeitig Nährstoffe liefern. Die Düngung wird im Winter vollständig eingestellt.
  6. Worin unterscheiden sich Topfkultur und Freilandanbau bei Schnittlauch?
    Topfkultur und Freilandanbau von Schnittlauch unterscheiden sich in mehreren Aspekten. Im Freiland wurzelt Schnittlauch tiefer und benötigt weniger Aufmerksamkeit beim Gießen, da er Feuchtigkeit aus tieferen Bodenschichten ziehen kann. Topfpflanzen müssen häufiger gegossen und gedüngt werden, da der begrenzte Wurzelraum schneller austrocknet und Nährstoffe ausgewaschen werden. Die Drainage ist bei Töpfen besonders wichtig - eine Schicht Kies oder Sand am Topfboden verhindert Staunässe. Topfkulturen benötigen alle 2-3 Jahre frische Erde oder müssen umgetopft werden, während im Garten eine jährliche Kompostgabe meist ausreicht. Dafür bieten Töpfe Flexibilität: Sie können bei extremer Witterung geschützt werden und ermöglichen ganzjährige Ernte durch Überwinterung im Haus. Die Pflanzengröße bleibt in Töpfen begrenzter, was für kleine Haushalte vorteilhaft sein kann.
  7. Wie unterscheidet sich Schnittlauch vom Chinesischen Schnittlauch?
    Schnittlauch und Chinesischer Schnittlauch gehören zwar beide zur Gattung Allium, unterscheiden sich aber deutlich. Gewöhnlicher Schnittlauch (Allium schoenoprasum) hat röhrenförmige, hohle Blätter und einen mild-zwiebelartigen Geschmack. Seine Blüten sind violett-rosa und erscheinen im Frühjahr bis Sommer. Chinesischer Schnittlauch (Allium tuberosum) besitzt flache, bandförmige Blätter und einen intensiv knoblauchartigen Geschmack. Seine weißen, sternförmigen Blüten erscheinen später im Jahr, oft erst im Spätsommer. Während gewöhnlicher Schnittlauch kühle Temperaturen bevorzugt, ist Chinesischer Schnittlauch wärmeliebender. In der Küche wird Chinesischer Schnittlauch oft für asiatische Gerichte verwendet, da sein Knoblauchgeschmack charakteristisch ist. Beide Arten sind mehrjährig, aber Chinesischer Schnittlauch wächst meist höher und bildet breitere Horste. Die Erntezeit ist ähnlich, jedoch ist Chinesischer Schnittlauch oft weniger winterhart.
  8. Welche gesundheitlichen Vorteile hat Schnittlauch und welche Nährstoffe enthält er?
    Schnittlauch ist nicht nur würzig, sondern auch sehr gesund. Er enthält reichlich Vitamin C, das das Immunsystem stärkt - bereits 100g decken etwa 60% des Tagesbedarfs. Der hohe Kaliumgehalt unterstützt Herzfunktion und Blutdruckregulation, während Eisen für die Blutbildung wichtig ist. Schnittlauch liefert außerdem Vitamin A für die Augengesundheit und Folsäure für die Zellteilung. Die enthaltenen Schwefelverbindungen wirken leicht antibakteriell und können die Verdauung fördern. Flavonoide und andere Antioxidantien schützen die Zellen vor freien Radikalen. In der Volksmedizin wird Schnittlauch traditionell zur Stärkung des Immunsystems und zur Entschlackung eingesetzt. Der niedrige Kaloriengehalt macht ihn zu einem idealen Gewürz für kalorienbewusste Ernährung. Die ätherischen Öle können zudem leicht harntreibend wirken und die Nierentätigkeit unterstützen. Regelmäßiger Verzehr kann zur allgemeinen Gesundheit beitragen.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertigen Schnittlauch-Samen kaufen?
    Qualitativ hochwertigen Schnittlauch-Samen erhalten Sie bei verschiedenen Anbietern. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten oft eine große Auswahl verschiedener Sorten mit detaillierten Anbauhinweisen. Achten Sie auf Saatgut mit hoher Keimfähigkeit und aktuelles Erntejahr - diese Informationen sollten auf der Verpackung stehen. Bio-zertifiziertes Saatgut garantiert pestizidfreie Produktion. Lokale Gartencenter haben oft bewährte Standardsorten vorrätig und können regional angepasste Empfehlungen geben. Online-Shops ermöglichen den Vergleich verschiedener Sorten und Anbieter. Wichtige Qualitätsmerkmale sind: Keimfähigkeitsangabe über 75%, korrekte botanische Bezeichnung, Angaben zu Sorte und Herkunft. Vermeiden Sie sehr günstiges Saatgut unbekannter Herkunft, da hier oft die Keimrate enttäuscht. Samen von renommierten Züchtern kosten etwas mehr, bieten aber meist bessere Ergebnisse. Tauschen Sie auch Samen mit anderen Gärtnern - oft eine kostengünstige Alternative mit bewährten Lokalsorten.
  10. Welche Gartenwerkzeuge sind für den professionellen Schnittlauch-Anbau empfehlenswert?
    Für den professionellen Schnittlauch-Anbau sind spezielle Werkzeuge hilfreich. Eine scharfe Kräuterschere ist unverzichtbar für die regelmäßige Ernte - sie schneidet sauber und schädigt die Pflanze nicht. Eine kleine Handharke lockert den Boden zwischen den Pflanzen und entfernt Unkraut schonend. Für die Aussaat eignet sich ein Saatstreuer oder eine Saatschablone für gleichmäßige Verteilung. Ein scharfer Spaten ist nötig für die Teilung größerer Horste. Gartenfachhändler wie samen.de führen oft professionelle Werkzeuge mit ergonomischen Griffen, die auch bei längerem Arbeiten komfortabel sind. Für die Bewässerung empfiehlt sich eine Gießkanne mit feiner Brause oder ein Tropfschlauch-System. Ein kleiner Kultivator hilft bei der Bodenlockerung ohne Wurzelschäden. Für große Anbauflächen ist eine Gartenhacke praktisch. Achten Sie auf rostfreie Materialien und gute Verarbeitung - qualitative Werkzeuge halten länger und arbeiten präziser. Eine Kiste oder ein Korb erleichtert die Ernte und den Transport der geschnittenen Halme.
  11. Welche biochemischen Prozesse laufen bei der Überwinterung von Schnittlauch ab?
    Bei der Überwinterung durchläuft Schnittlauch komplexe biochemische Anpassungen. Die Pflanze reduziert ihren Stoffwechsel drastisch und lagert Kohlenhydrate als Stärke in Wurzeln und Zwiebelbasis ein. Diese dienen als Energiereserve für das Frühjahr. Der Wassergehalt in den Zellen wird reduziert, während gleichzeitig Zucker und andere Kryoprotektoren (Frostschutzsubstanzen) angereichert werden. Diese senken den Gefrierpunkt des Zellsaftes und verhindern schädliche Eiskristallbildung. Die Photosynthese wird nahezu eingestellt, da die oberirdischen Teile absterben. Enzyme werden deaktiviert und Proteine in stabilere Formen umgewandelt. Die Atmung wird auf ein Minimum reduziert. Hormonelle Veränderungen steuern diese Prozesse - Abscisinsäure fördert die Winterruhe, während Gibberelline unterdrückt werden. In den Wurzeln bleiben Meristeme (Wachstumszonen) aktiv, aber in stark reduziertem Tempo. Diese biochemischen Anpassungen ermöglichen es der Pflanze, Temperaturen bis -20°C zu überstehen.
  12. Wie wirkt sich die Nährstoffverteilung im Boden auf das Schnittlauch-Wachstum aus?
    Die Nährstoffverteilung im Boden beeinflusst Schnittlauch-Wachstum erheblich. Stickstoff ist für das Blattwachstum entscheidend - er fördert die Bildung grüner, saftiger Halme. Ein Mangel führt zu gelben, schwachen Trieben. Phosphor unterstützt Wurzelentwicklung und Energietransport, besonders wichtig bei Jungpflanzen. Kalium stärkt die Zellwände, verbessert Frostresistenz und Aromabildung. Ein ausgewogenes N-P-K-Verhältnis von etwa 3:1:2 ist optimal. Magnesium ist als Zentralatom des Chlorophylls für die Photosynthese unverzichtbar. Schwefel beeinflusst die Bildung der charakteristischen schwefelhaltigen Aromastoffe. Spurenelemente wie Eisen fördern die Chlorophyllbildung. Eine ungleichmäßige Verteilung führt zu fleckigem Wachstum. Überdüngung mit Stickstoff macht Pflanzen anfällig für Krankheiten und reduziert das Aroma. Eine gleichmäßige Durchmischung des Bodens mit organischem Dünger sorgt für kontinuierliche, langsamere Nährstofffreisetzung. Bodenanalysen helfen, Nährstoffmängel oder -überschüsse zu erkennen.
  13. Welche Rolle spielt die Photosynthese-Rate bei der Aromabildung von Schnittlauch?
    Die Photosynthese-Rate ist direkt mit der Aromabildung von Schnittlauch verknüpft. Während der Photosynthese werden Kohlenhydrate produziert, die als Grundbausteine für sekundäre Pflanzenstoffe dienen - darunter die schwefelhaltigen Verbindungen, die das typische Schnittlaucharoma ausmachen. Bei optimaler Lichtintensität und Temperatur läuft die Photosynthese effizient ab und stellt ausreichend Energie für die Bildung von Alliin und anderen Aromastoffen bereit. Zu schwaches Licht reduziert die Photosyntheseleistung und führt zu fade schmeckenden Halmen. Andererseits kann Lichtmangel die Bildung von Schwefelverbindungen fördern - ein Schutzmechanismus der Pflanze. Die höchste Aromakonzentration erreicht Schnittlauch meist bei mittlerer bis hoher Lichtintensität. Stress durch Trockenheit oder Nährstoffmangel kann die Photosynthese hemmen, führt aber oft zu intensiverem Aroma, da die Pflanze Abwehrstoffe bildet. Morgens nach der Taubildung ist die Aromakonzentration meist am höchsten, da über Nacht Aromastoffe angereichert wurden.
  14. Wie beeinflusst die Bodentemperatur die Wurzelentwicklung von Allium schoenoprasum?
    Die Bodentemperatur ist ein entscheidender Faktor für die Wurzelentwicklung von Schnittlauch (Allium schoenoprasum). Optimales Wurzelwachstum findet bei Bodentemperaturen zwischen 10-18°C statt. Unterhalb von 5°C stagniert das Wurzelwachstum nahezu vollständig, während Temperaturen über 25°C zu Hitzestress führen und die Wurzeln schädigen können. Bei idealen Temperaturen entwickeln sich feine Saugwurzeln intensiv, die für die Nährstoff- und Wasseraufnahme essentiell sind. Niedrige Temperaturen verlangsamen enzymatische Prozesse in den Wurzeln, was die Nährstoffaufnahme reduziert. Zu warme Böden fördern zwar anfangs das Wachstum, führen aber zu oberflächlichen Wurzelsystemen mit geringerer Tiefe. Die Wurzelhaare, die die Oberfläche für Nährstoffaufnahme vergrößern, bilden sich bei moderaten Temperaturen optimal aus. Temperaturschwankungen belasten das Wurzelsystem und können zu Wachstumsstörungen führen. Ein ausgeglichenes Bodenklima durch Mulchen stabilisiert die Temperaturen und fördert gesunde Wurzelentwicklung. Frühe Erwärmung im Frühling aktiviert das Wurzelwachstum und ermöglicht schnellen Austrieb.
  15. Wie stellt man eine natürliche Brennnesseljauche für die Schnittlauch-Düngung her?
    Brennnesseljauche ist ein ausgezeichneter organischer Dünger für Schnittlauch. Für die Herstellung sammeln Sie etwa 1 kg frische Brennnesseln (vor der Blüte) und geben sie in einen 10-Liter-Eimer mit Regenwasser. Verwenden Sie keinen Metallbehälter, da dieser korrodiert. Die Brennnesseln sollten komplett mit Wasser bedeckt sein. Decken Sie den Behälter mit einem Tuch ab - nicht luftdicht, damit Gärungsgase entweichen können. Stellen Sie ihn an einen warmen, halbschattigen Ort. Die Jauche ist nach 10-14 Tagen fertig, wenn sie dunkel ist und nicht mehr schäumt. Sie riecht dann unangenehm - das ist normal. Für die Düngung verdünnen Sie die Jauche 1:10 mit Wasser. Gießen Sie nur auf den Boden, nicht auf die Blätter. Die Jauche wirkt als Stickstoffdünger und stärkt die Pflanzen. Verwenden Sie sie alle 2-3 Wochen während der Wachstumsperiode. Unverbrauchte Jauche hält sich kühl gelagert mehrere Monate. Ein Schuss Gesteinsmehl reduziert den Geruch beim Ansetzen.
  16. Welche Methoden eignen sich für die Konservierung und Haltbarmachung von Schnittlauch?
    Schnittlauch lässt sich auf verschiedene Weise konservieren. Das Einfrieren ist die einfachste Methode: Waschen und klein schneiden, dann in Eiswürfelbehälter mit etwas Wasser füllen oder portionsweise in Gefrierbeuteln einfrieren. Gefrorener Schnittlauch hält 6-8 Monate und behält Geschmack und Farbe gut. Trocknen funktioniert an der Luft oder im Backofen bei 40°C - der Geschmack wird jedoch deutlich schwächer. In Salz einlegen konserviert ebenfalls gut: Schichtweise mit grobem Salz in Gläser füllen. Das entstandene Kräutersalz ist vielseitig verwendbar. Schnittlauch-Butter oder -Öl sind weitere Optionen für längere Haltbarkeit. In Essig eingelegt ergibt einen würzigen Kräuteressig. Fermentation zu Schnittlauch-Kimchi ist eine traditionelle asiatische Methode. Frischer Schnittlauch im Kühlschrank hält etwa eine Woche, wenn er in feuchtes Küchenpapier gewickelt wird. Die meisten Methoden verändern die Textur, der Geschmack bleibt aber weitgehend erhalten.
  17. Stimmt es, dass Schnittlauch nur im Sommer geerntet werden kann?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Schnittlauch kann deutlich länger geerntet werden als nur im Sommer. Die Haupterntezeit erstreckt sich von April bis Oktober, also vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. In milden Wintern oder bei Topfkultur im Haus ist sogar eine ganzjährige Ernte möglich. Der Schnittlauch treibt bereits im zeitigen Frühjahr aus, sobald die Temperaturen über 5°C steigen. Im Sommer wächst er besonders schnell und kann fast täglich geerntet werden. Auch im Herbst liefert er noch frische Halme, bis die ersten stärkeren Fröste einsetzen. In Gewächshäusern oder auf der Fensterbank kultiviert, wächst Schnittlauch auch im Winter weiter, wenn auch langsamer. Bei Freilandkulturen ist die Ernte wetterabhängig - nach milden Wintertagen können durchaus frische Triebe geschnitten werden. Die beste Qualität und höchste Aromakonzentration hat Schnittlauch allerdings in den kühleren Monaten Frühjahr und Herbst. Eine kontinuierliche Ernte fördert sogar das Wachstum und hält die Pflanzen vital.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es beim Schnittlauch-Anbau in Deutschland?
    Der Schnittlauch-Anbau in Deutschland weist tatsächlich regionale Unterschiede auf. In Norddeutschland mit seinem maritimen Klima wächst Schnittlauch besonders gut, da er kühle, feuchte Bedingungen bevorzugt. Die langen, hellen Sommertage fördern das Wachstum. In Süddeutschland, besonders in Bayern und Baden-Württemberg, müssen Gärtner mehr auf ausreichende Bewässerung achten, da die Sommer trockener sind. Dafür ist dort eine längere Erntesaison bis in den November möglich. In Höhenlagen der Mittelgebirge und Alpen ist Schnittlauch besonders aromatisch, da er von den kühleren Temperaturen profitiert. Allerdings verkürzt sich die Wachstumsperiode. Ostdeutschland mit seinen kontinentalen Klimabedingungen erfordert besseren Winterschutz, belohnt aber mit intensivem Wachstum im Frühjahr. Weinbauregionen am Rhein bieten ideale Bedingungen mit milden Wintern und ausreichend Feuchtigkeit. Küstenregionen profitieren von ausgeglichenen Temperaturen, müssen aber starke Winde berücksichtigen. Lokale Sorten haben sich an die jeweiligen Bedingungen angepasst.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Schnittlauch und anderen Zwiebelgewächsen?
    Schnittlauch unterscheidet sich deutlich von anderen Zwiebelgewächsen in der Familie Alliaceae. Im Gegensatz zu Zwiebeln, Knoblauch oder Porree bildet Schnittlauch keine verdickten Speicherorgane (Zwiebeln), sondern kleine, längliche Pseudozwiebeln. Seine Blätter sind hohl und röhrenförmig, während Knoblauch flache Blätter und Porree breite, gefaltete Blätter hat. Geschmacklich ist Schnittlauch milder als Zwiebeln oder Knoblauch - er bietet eine zarte, zwiebelartige Note ohne die Schärfe. Die Blüten sind violett-rosa und kugelig, während Knoblauch weiße bis rosa Blütenstände und Zwiebeln kugelige weiße Blüten bilden. Schnittlauch ist mehrjährig und winterhart, im Gegensatz zu vielen Küchenzwiebeln, die einjährig kultiviert werden. Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Teilung, nicht durch Samen wie bei Zwiebeln. Bärlauch, ebenfalls ein Zwiebelgewächs, hat flache, breit-lanzettliche Blätter und riecht intensiv nach Knoblauch. Winterzwiebeln bilden längliche Zwiebeln aus, Schnittlauch hingegen kleine, dichte Horste mit vielen dünnen Trieben.
  20. Wie unterscheidet sich Schnittlauch von anderen Küchenkräutern in der Anwendung?
    Schnittlauch hat eine besondere Stellung unter den Küchenkräutern. Im Gegensatz zu mediterranen Kräutern wie Rosmarin, Thymian oder Oregano verträgt er kein langes Mitkochen - er verliert dabei Aroma und Farbe. Während Petersilie ähnlich verwendet wird, ist Schnittlauch milder und zwiebelartiger im Geschmack. Basilikum wird meist zu warmen Gerichten gegeben, Schnittlauch hingegen überwiegend roh oder erst kurz vor dem Servieren. Seine röhrenförmigen Halme lassen sich anders schneiden als flache Blätter von Petersilie oder Basilikum - sie werden meist in Röllchen geschnitten. Dill ähnelt optisch, schmeckt aber völlig anders. Schnittlauch harmoniert besonders gut mit Milchprodukten, Eiern und Kartoffeln - eine Nische, die andere Kräuter weniger bedienen. Seine Verwendung ist wetterbedingt saisonaler als bei getrockneten Kräutern. Während viele Küchenkräuter aus dem Mittelmeerraum kommen, ist Schnittlauch ein typisch nordeuropäisches Gewürz. Seine zarte Textur macht ihn ideal für Garnierungen und Dips, wo robuste Kräuter zu dominant wären.
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