Sonnenhut: Vielfalt für Ihren Garten entdecken

Sonnenhut: Ein Juwel für Ihren Garten

Sonnenhut ist eine robuste Staude, die Ihren Garten mit farbenfrohen Blüten bereichert. Ursprünglich aus Nordamerika stammend, hat sich diese vielseitige Pflanze auch bei uns einen festen Platz erobert.

Sonnenhut-Essentials für Hobbygärtner

  • Pflegeleicht und robust
  • Vielfältige Sorten für jeden Geschmack
  • Ideal für Anfänger und erfahrene Gärtner
  • Lockt Insekten an und fördert die Biodiversität
  • Vielseitig einsetzbar im Garten und als Schnittblume

Ursprung und Bedeutung des Sonnenhuts

Der Sonnenhut, botanisch als Echinacea bekannt, stammt ursprünglich aus den Prärien Nordamerikas. Dort wurde er von den indigenen Völkern seit Jahrhunderten als Heilpflanze geschätzt. Seine robuste Natur und die auffälligen Blüten machten ihn rasch zu einem beliebten Gartenbewohner in Europa.

In meinem eigenen Garten habe ich vor einigen Jahren eine kleine Ecke mit Sonnenhut bepflanzt. Es ist faszinierend zu beobachten, wie gut er sich ohne viel Zutun entwickelt. Die Pflanzen strahlen eine natürliche Schönheit aus, die mich jedes Jahr aufs Neue in ihren Bann zieht.

Vorteile des Sonnenhutanbaus für Anfänger

Für Gartenneulinge ist der Sonnenhut eine ausgezeichnete Wahl. Er verzeiht so manchen Anfängerfehler und belohnt selbst minimale Pflege mit üppiger Blütenpracht. Hier einige Gründe, warum Sie als Anfänger Sonnenhut in Ihrem Garten haben sollten:

  • Pflegeleicht: Sonnenhut kommt mit verschiedenen Bodenbedingungen zurecht
  • Trockenheitsresistent: Übersteht auch mal eine Gießpause
  • Langlebig: Als mehrjährige Staude bereitet er jahrelang Freude
  • Insektenfreundlich: Lockt Bienen, Schmetterlinge und andere Nützlinge an
  • Vielseitig: Eignet sich für Beete, Rabatten und sogar als Kübelpflanze

Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Versuche mit Sonnenhut. Obwohl ich damals noch nicht viel Erfahrung hatte, wuchsen die Pflanzen prächtig und ermutigten mich, mehr zu experimentieren.

Sonnenhut-Sorten und ihre Eigenschaften

Klassische purpurfarbene Sorten

Die purpurfarbenen Sorten des Sonnenhuts sind wohl die bekanntesten. Sie bestechen durch ihre intensiven Farbtöne von Rosa bis zu einem tiefen Purpurrot. Die Sorte 'Magnus' beispielsweise ist ein echter Klassiker mit großen, leuchtend purpurroten Blüten und einer robusten Natur.

In meinem Garten habe ich eine Ecke mit verschiedenen purpurfarbenen Sorten gestaltet. Die unterschiedlichen Farbnuancen ergeben ein harmonisches Bild, das Besucher regelmäßig in Erstaunen versetzt.

Weiße und pastellfarbene Varianten

Für Liebhaber zarterer Töne gibt es Sonnenhut-Sorten in Weiß und Pastellfarben. Die Sorte 'White Swan' besticht durch ihre reinweißen Blüten, die einen wunderbaren Kontrast zu den dunklen Blattfarben anderer Pflanzen bilden. Pastellfarbene Sorten wie 'Primadonna Deep Rose' bringen mit ihren zarten Rosatönen eine romantische Note in den Garten.

Besondere Züchtungen

In den letzten Jahren haben Züchter immer wieder mit neuen, außergewöhnlichen Sonnenhut-Varianten überrascht. Gefüllte Blüten, wie bei der Sorte 'Pink Double Delight', erinnern fast an Dahlien und sind ein echter Hingucker. Auch zweifarbige Sorten wie 'Green Envy' mit grünlich-weißen Blütenblättern und pinkem Zentrum sorgen für Abwechslung im Beet.

Letztes Jahr habe ich einige dieser Neuzüchtungen in meinen Garten integriert und bin begeistert von der zusätzlichen Dynamik, die sie ins Beet bringen. Besonders die gefüllten Sorten sind bei meinen Nachbarn der Renner und ein beliebtes Gesprächsthema beim Gartenzaun-Plausch.

Produktbild von Sperli Sonnenhut Denver Daisy mit goldgelben und schwarz-roten Blüten Nützlingsfreundlich Jun-Sep Schittblume beschriftung und Markenlogo
Zum Produkt
Produktbild von Sperli Roter Sonnenhut SPERLIs Clio mit Blüten, Hinweis auf mehrjährige Staude und Nutzlingsparadies sowie Markenlogo.
Zum Produkt
Zum Produkt

Standortanforderungen

Lichtverhältnisse

Sonnenhut liebt, wie der Name schon vermuten lässt, die Sonne. Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal für ein kräftiges Wachstum und eine reiche Blüte. Nach meiner Erfahrung bringen die Pflanzen an vollsonnigen Plätzen die meisten Blüten hervor. Im Halbschatten wachsen sie zwar auch gut, blühen aber etwas spärlicher.

Bodenbeschaffenheit

Was die Bodenbeschaffenheit angeht, ist Sonnenhut recht anpassungsfähig. Er gedeiht am besten in einem durchlässigen, humosen Boden. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da die Wurzeln sonst faulen können. Bei schweren Böden empfiehlt es sich, etwas Sand oder feinen Kies unterzumischen, um die Drainage zu verbessern.

In meinem Garten habe ich den Boden vor dem Pflanzen mit etwas Kompost angereichert. Das hat sich bewährt - die Pflanzen danken es mit kräftigem Wuchs und üppiger Blüte.

Platzwahl im Garten oder auf Balkon/Terrasse

Sonnenhut macht sich hervorragend in Staudenbeeten, wo er mit anderen Sommerblühern wie Phlox oder Storchschnabel kombiniert werden kann. Er eignet sich auch gut als Hintergrund für niedrigere Pflanzen oder als Mittelpunkt in einer Rabatte.

Auf Balkon oder Terrasse fühlt sich Sonnenhut in größeren Kübeln oder Pflanzgefäßen wohl. Hier ist besonders auf gute Drainage zu achten. Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Mischen Sie dem Pflanzsubstrat etwas Blähton unter, das verbessert den Wasserabzug und speichert gleichzeitig Feuchtigkeit.

Ob im Garten oder auf dem Balkon - Sonnenhut ist ein echter Blickfang und eine Bereicherung für jeden Standort. Mit seiner Robustheit und Blühfreude wird er schnell zu einem Liebling, den Sie nicht mehr missen möchten.

Aussaat und Anzucht von Sonnenhut: Der Weg zur prächtigen Blüte

Wer seinen Garten mit der farbenfrohen Pracht des Sonnenhuts schmücken möchte, sollte einige wichtige Punkte bei der Aussaat und Anzucht beachten. In meinen Jahren als Hobbygärtnerin habe ich so manches gelernt, was ich gerne mit Ihnen teile.

Der optimale Aussaatzeitpunkt

Für eine erfolgreiche Sonnenhut-Kultur ist der richtige Zeitpunkt der Aussaat entscheidend. Üblicherweise empfiehlt es sich, die Samen von März bis April auszusäen. So haben die Pflanzen genügend Zeit, sich zu entwickeln, bevor sie im Sommer ihre volle Blütenpracht entfalten. Wer es nicht erwarten kann, darf auch schon ab Februar in Anzuchtgefäßen vorziehen – ich persönlich genieße es, wenn die ersten grünen Spitzen durch die Erde brechen, während draußen noch Winterstimmung herrscht.

Direktsaat im Freiland

Die Direktsaat im Freiland ist eine unkomplizierte Methode. Warten Sie, bis die Frostgefahr gebannt ist, in der Regel ab Mitte Mai. Lockern Sie den Boden gründlich auf und entfernen Sie Unkraut. Säen Sie die Samen dünn in Reihen mit einem Abstand von etwa 30 cm. Bedecken Sie sie leicht mit Erde und drücken Sie diese vorsichtig an. Ich habe festgestellt, dass eine dünne Schicht Mulch die Feuchtigkeit gut hält und das Keimen erleichtert.

Vorkultur in Anzuchtgefäßen

Für einen Vorsprung in der Saison eignet sich die Vorkultur in Anzuchtgefäßen hervorragend. Verwenden Sie hierfür nährstoffarme Anzuchterde und füllen Sie diese in kleine Töpfe oder Saatschalen. Drücken Sie die Samen leicht in die Erde und bedecken Sie sie nur hauchdünn. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Eine Plastikfolie über den Töpfen schafft ein ideales Mikroklima für die Keimung.

Keimungsdauer und -bedingungen

Die Keimung des Sonnenhuts kann je nach Bedingungen zwischen 10 und 21 Tagen dauern. Optimale Keimtemperaturen liegen zwischen 18 und 22 °C. Achten Sie darauf, dass die Aussaat nicht austrocknet, aber auch nicht zu nass wird. Ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung fördert eine gleichmäßige Keimung. In meinem Gartenzimmer habe ich ein altes Regal zum Keimregal umfunktioniert – perfekt für die Anzucht!

Pflanzung und Pflege: So gedeiht Ihr Sonnenhut prächtig

Nach der erfolgreichen Aussaat und Keimung geht es an die Pflanzung und Pflege. Hier einige bewährte Tipps, die Ihnen dabei helfen, gesunde und blühfreudige Sonnenhut-Pflanzen heranzuziehen.

Vorbereitung des Pflanzbeetes

Bevor Sie Ihre Sonnenhut-Setzlinge oder direkt gesäten Pflanzen in ihr endgültiges Beet umsetzen, ist eine gründliche Vorbereitung des Bodens wichtig. Lockern Sie den Boden tiefgründig auf und entfernen Sie Steine sowie Wurzelunkräuter. Sonnenhut bevorzugt einen durchlässigen, nährstoffreichen Boden. Arbeiten Sie daher etwas reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist ein, um die Bodenstruktur zu verbessern und eine gute Nährstoffversorgung sicherzustellen. In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, dem Boden etwas Sand beizumischen – das verbessert die Drainage erheblich.

Richtige Pflanztechnik

Beim Pflanzen des Sonnenhuts ist auf den richtigen Abstand zu achten. Je nach Sorte sollten Sie zwischen den einzelnen Pflanzen 30 bis 50 cm Platz lassen. Graben Sie ein Pflanzloch, das etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen ist. Setzen Sie die Pflanze so tief ein, wie sie zuvor im Topf stand. Drücken Sie die Erde vorsichtig an und gießen Sie gründlich an. Ein Mulch aus Rindenschnitzeln oder Stroh hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkraut zu unterdrücken. Ich schwöre auf eine Handvoll Hornspäne im Pflanzloch – das gibt den jungen Pflanzen einen guten Start.

Bewässerung

Obwohl Sonnenhut als trockenheitsverträglich gilt, benötigt er besonders in der Anwachsphase und während der Blütezeit regelmäßige Wassergaben. Gießen Sie lieber seltener, dafür aber durchdringend. Dies fördert ein tiefes Wurzelwachstum und macht die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Trockenperioden. Vermeiden Sie Staunässe, da dies zu Wurzelfäule führen kann. Gießen Sie morgens oder am frühen Abend, so verdunstet weniger Wasser und die Pflanzen können es optimal aufnehmen. Ein Trick, den ich gerne anwende: Ich grabe leere Flaschen kopfüber neben die Pflanzen ein – so kommt das Wasser direkt an die Wurzeln.

Düngung und Nährstoffbedarf

Sonnenhut hat einen mittleren Nährstoffbedarf. Eine Grunddüngung bei der Pflanzung reicht oft für die erste Saison aus. In den Folgejahren empfiehlt es sich, im Frühjahr eine Handvoll Kompost oder organischen Langzeitdünger pro Pflanze auszubringen. Übermäßige Stickstoffgaben sollten vermieden werden, da sie zwar das Blattwachstum fördern, aber auf Kosten der Blütenbildung gehen können. Ein ausgewogener organischer Dünger oder gut verrotteter Kompost sind ideal, um den Sonnenhut mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen. In meinem Garten habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine Mulchschicht aus Grasschnitt nicht nur Nährstoffe liefert, sondern auch Regenwürmer anzieht, die den Boden auf natürliche Weise lockern.

Mit diesen Hinweisen zur Aussaat, Pflanzung und Pflege legen Sie den Grundstein für prächtig gedeihende Sonnenhut-Pflanzen in Ihrem Garten. Beobachten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig und passen Sie die Pflege bei Bedarf an. So werden Sie schon bald mit einer Fülle farbenfroher Blüten belohnt, die nicht nur Ihr Auge erfreuen, sondern auch zahlreiche Insekten in Ihren Garten locken. Und glauben Sie mir, es gibt kaum etwas Schöneres, als an einem Sommerabend zwischen summenden Bienen und flatternden Schmetterlingen zu sitzen, umgeben von der strahlenden Pracht des Sonnenhuts.

Wachstum und Entwicklung des Sonnenhuts: Eine Reise durch die Jahreszeiten

Von zarten Anfängen zu beeindruckender Pracht

Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich der Sonnenhut im Laufe der Zeit entwickelt. Im ersten Jahr scheint er fast schüchtern, konzentriert sich hauptsächlich darauf, unter der Erde ein kräftiges Wurzelsystem aufzubauen. Doch ab dem zweiten Standjahr zeigt er, was wirklich in ihm steckt. Plötzlich sprießen kräftige, aufrechte Stängel empor, die je nach Sorte beeindruckende Höhen von 60 bis 150 cm erreichen können. Die lanzettlichen Blätter, die zunächst als bescheidene Rosette am Boden erscheinen, wachsen dann mutig am Stängel hinauf, als wollten sie der Sonne entgegen.

Ein Feuerwerk der Blüten

Die Hauptblütezeit des Sonnenhuts ist ein wahres Spektakel, das sich von Juli bis September erstreckt. Manche Sorten sind regelrechte Frühstarter und beginnen schon Ende Juni ihre Blütenpracht zu entfalten, während andere bis in den Oktober hinein durchhalten - echte Spätblüher sozusagen. Was mich immer wieder erstaunt, ist die Ausdauer der einzelnen Blüten. Sie halten sich etwa 3-4 Wochen und sorgen durch ihr gestaffeltes Aufblühen für eine Gesamtblütezeit von bis zu 3 Monaten. Ein wahres Fest für Augen und Insekten!

Der Weg zur Blütenfülle

Um eine üppige Blütenpracht zu erzielen, braucht es natürlich die richtigen Bedingungen. Der Sonnenhut liebt es sonnig bis halbschattig und bevorzugt einen nährstoffreichen, durchlässigen Boden. Eine Frühjahrsdüngung mit Kompost oder organischem Dünger unterstützt die Blütenbildung enorm. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass regelmäßiges Entfernen verblühter Blütenstände die Pflanze regelrecht dazu animiert, neue Blüten zu bilden - als würde sie sagen: "Schau, ich kann noch mehr!" In Trockenperioden sollte man besonders während der Knospenentwicklung auf ausreichende Bewässerung achten. Schließlich braucht jede Schönheit ihre Pflege, nicht wahr?

Saisonale Pflege: Den Sonnenhut durch das Jahr begleiten

Wachsame Augen für gesunde Pflanzen

Regelmäßige Kontrollen sind der Schlüssel zu gesunden Sonnenhut-Pflanzen. Ich mache es mir zur Gewohnheit, bei meinen Gartenrundgängen immer ein Auge auf mögliche Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingsbefall zu werfen. Besonders Blattläuse haben es auf die saftigen Knospen und jungen Triebe abgesehen. Bei starkem Befall greife ich gerne zu sanften Methoden wie einem kräftigen Wasserstrahl oder sammle die kleinen Plagegeister von Hand ab. Ein Tipp aus meinem Garten: Marienkäfer als natürliche Helfer anzusiedeln, hat sich bei mir als wahre Wunderwaffe erwiesen.

Blütenpflege für anhaltende Schönheit

Das regelmäßige "Ausputzen", also das Entfernen verblühter Blütenköpfe, ist nicht nur Pflege, sondern fast schon eine meditative Beschäftigung. Es fördert nicht nur die Bildung neuer Blüten, sondern hält die Pflanze auch ordentlich und attraktiv. Ich schneide dazu den Blütenstiel bis zum nächsten Blattansatz zurück. Für Hobbygärtner, die gerne experimentieren: Lassen Sie einige Blütenstände zur Samenreife an der Pflanze. So können Sie Ihre eigenen Sonnenhut-Babies für die nächste Saison gewinnen!

Stütze für die Hochwachsenden

Besonders die hochwachsenden Sonnenhut-Sorten können bei Wind und Wetter schon mal ins Wanken geraten. Um zu verhindern, dass diese Schönheiten umknicken, ist es ratsam, sie rechtzeitig zu stützen. Pflanzstäbe oder spezielle Staudenhalter leisten hier gute Dienste. Wichtig ist, die Stängel locker anzubinden, damit sie sich noch natürlich im Wind wiegen können. In meinem Garten hat sich eine etwas unkonventionelle Methode bewährt: Ich umgebe die Pflanzen mit einem dezenten Staudengitter. Es bietet Halt, ohne die natürliche Schönheit zu beeinträchtigen.

Den Winter überstehen: Schutz und Rückschnitt des Sonnenhuts

Winterharte Schönheiten

Der Sonnenhut zeigt sich in Sachen Winterhärte von seiner robusten Seite und trotzt Temperaturen bis -20°C. In Regionen mit besonders strengen Wintern kann eine schützende Mulchschicht aus Laub oder Reisig nicht schaden. Diese Schicht ist nicht nur ein Schutz vor Frost, sondern auch vor Staunässe - dem eigentlichen Feind des Sonnenhuts im Winter.

Besondere Fürsorge für die Jungpflanzen

Junge Sonnenhut-Pflanzen, besonders die Herbst-Neuzugänge, sind noch etwas empfindlicher. Für sie empfiehlt es sich, im Spätherbst eine kleine Erdhügelchen anzuhäufeln und sie zusätzlich mit einer dicken Laubschicht einzupacken. In rauen Lagen kann auch ein Vlies als Frostschutz dienen - wie eine warme Winterjacke für die Pflanze. Sobald im Frühjahr keine starken Fröste mehr zu erwarten sind, entferne ich diese Schutzmaßnahmen vorsichtig, um die Pflanzen sanft in die neue Saison zu begleiten.

Der herbstliche Haarschnitt

Beim Thema Rückschnitt im Herbst scheiden sich oft die Geister der Gärtner. Manche bevorzugen einen radikalen Schnitt bis zum Boden, andere lassen die Stängel als Winterschutz und Insektenhotel stehen. Ich persönlich habe mich für einen Mittelweg entschieden: Ich kürze die Stängel auf etwa 20 cm ein. So bieten sie noch Schutz für die Pflanze und Unterschlupf für Insekten, erleichtern aber gleichzeitig die Neuaustriebe im Frühjahr. Den finalen Rückschnitt verschiebe ich dann auf das zeitige Frühjahr, kurz bevor die neuen Triebe erscheinen. Es ist jedes Mal wieder spannend zu sehen, wie sich die Pflanzen aus diesem Winterschlaf erheben und zu neuem Leben erwachen.

Vermehrung von Sonnenhut: Ein Kinderspiel für Naturfreunde

Sonnenhut vermehrt sich auf verschiedene Arten, was ihn zu einem dankbaren Begleiter im Garten macht. Besonders spannend finde ich die Aussaat gesammelter Samen und die Teilung etablierter Pflanzen - zwei Methoden, die ich Ihnen gerne näherbringen möchte.

Samenernte: Ein Abenteuer für Groß und Klein

Im Herbst, wenn die Blütenköpfe des Sonnenhuts vertrocknet sind, beginnt die spannende Zeit der Samenernte. Es ist faszinierend zu sehen, wie aus den prächtigen Blüten nun Samenstände werden. Lassen Sie diese gut trocknen und reiben Sie dann vorsichtig die Samen heraus - eine Aufgabe, bei der Kinder gerne mithelfen! Im Frühjahr können Sie die Samen direkt ins Freiland oder in Anzuchttöpfe säen. Bedecken Sie sie nur hauchzart mit Erde, denn Licht hilft ihnen beim Keimen. Bei etwa 20°C dauert es meist 10-14 Tage, bis die ersten zarten Pflänzchen erscheinen - ein wahres Wunder der Natur!

Teilung: Aus eins mach zwei (oder mehr)

Eine weitere Möglichkeit zur Vermehrung, die ich besonders schätze, ist die Teilung. Dafür eignen sich Pflanzen, die schon 3-4 Jahre alt sind. Im Frühjahr oder Herbst graben Sie die gesamte Pflanze vorsichtig aus und teilen den Wurzelstock mit einem scharfen Spaten. Jedes Teilstück sollte mehrere kräftige Triebe und gesunde Wurzeln haben. Pflanzen Sie die 'Ableger' sofort wieder ein und gießen Sie sie gut an. Es ist erstaunlich zu sehen, wie schnell sich die geteilten Pflanzen erholen und weiterwachsen!

Krankheiten und Schädlinge: Keine Panik, aber wachsam bleiben

Obwohl Sonnenhut generell robust ist, kann er manchmal von Problemen heimgesucht werden. Hier ein paar Tipps aus meiner Erfahrung:

Typische Herausforderungen und wie man sie erkennt

Mehltau und Blattfleckenkrankheiten sind die häufigsten Plagegeister. Mehltau zeigt sich als weißer, mehliger Belag auf den Blättern - fast wie Puderzucker. Blattflecken äußern sich durch braune oder schwarze Flecken, die an herbstliche Blätter erinnern. Bei Schädlingen sind vor allem Blattläuse und Schnecken zu nennen. Blattläuse hinterlassen klebrige Spuren, während Schnecken deutliche Fraßspuren an Blättern und Blüten hinterlassen.

Vorbeugen ist besser als heilen

Um Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen, ist es wichtig, den Sonnenhut optimal zu pflegen. Hier meine Tipps:

  • Geben Sie den Pflanzen genug Platz zum Atmen - gute Luftzirkulation ist Gold wert
  • Entfernen Sie regelmäßig welke Blätter und Blüten - das hält die Pflanze gesund und sieht auch besser aus
  • Vermeiden Sie Staunässe - Sonnenhut mag es lieber trocken als zu nass
  • Düngen Sie ausgewogen - zu viel des Guten kann auch schaden

Natürliche Bekämpfungsmethoden

Sollte es doch mal zu einem Befall kommen, greifen Sie am besten zu sanften Methoden:

  • Gegen Mehltau hilft oft schon eine Spritzung mit einer Lösung aus Backpulver und Wasser - ein alter Gärtnertrick!
  • Bei Blattläusen setze ich gerne auf die Hilfe von Marienkäfern oder eine Spritzung mit Schmierseifenlösung
  • Schnecken halte ich mit Schneckenzäunen fern oder nutze Schneckenkorn auf Basis von Eisen-III-Phosphat - umweltfreundlich und effektiv

Vielseitige Verwendung: Sonnenhut als Allrounder im Garten

Sonnenhut ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch ein wahrer Tausendsassa im Garten. Lassen Sie mich Ihnen ein paar Ideen vorstellen:

Der Star im Rampenlicht: Als Solitärpflanze

Mit seiner imposanten Höhe und den auffälligen Blüten macht der Sonnenhut als Einzelgänger eine tolle Figur. Platzieren Sie ihn an einer exponierten Stelle im Garten, wo er alle Blicke auf sich ziehen kann - ein echter Hingucker!

In guter Gesellschaft: Staudenbeete und Rabatten

Kombiniert mit anderen Stauden wie Phlox, Astern oder Gräsern bringt Sonnenhut Leben ins Beet. Ich liebe es, wie er besonders in naturnahen oder prärieartigen Pflanzungen seine ganze Pracht entfaltet. Die Farbkombinationen sind einfach traumhaft!

Balkonschönheit: Als Kübelpflanze

Auch auf Balkon oder Terrasse macht Sonnenhut eine gute Figur. Wählen Sie einen großzügigen Kübel mit mindestens 30 cm Durchmesser und sorgen Sie für gute Drainage. Denken Sie daran, Kübelpflanzen brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit beim Gießen und Düngen - aber die Mühe lohnt sich!

Naturfreund: Förderung der Biodiversität

Sonnenhut ist ein wahrer Insektenmagnet und trägt so zur Förderung der Biodiversität bei. Ich lasse gerne einige Samenstände über den Winter stehen - sie sind nicht nur Nahrungsquelle für Vögel, sondern sehen im Raureif auch zauberhaft aus. Ein echter Winterschmuck!

Fazit: Sonnenhut - Eine Bereicherung für jeden Garten

Sonnenhut ist für mich eine der dankbarsten und vielseitigsten Pflanzen im Garten. Mit der richtigen Pflege und am passenden Standort belohnt er uns Gartenfreunde mit einer langen Blütezeit und lockt zahlreiche Insekten an. Ob als Solitär, im Beet oder im Kübel - Sonnenhut bringt Farbe und Leben in jeden Garten. Ich kann nur jedem empfehlen, es mit dieser wunderbaren Pflanze zu versuchen. Sie werden überrascht sein, wie viel Freude und Schönheit der Sonnenhut in Ihren Garten bringt!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Sonnenhut und welche besonderen Eigenschaften hat diese Pflanze?
    Sonnenhut (botanisch Echinacea) ist eine robuste Staude aus Nordamerika, die sich durch ihre außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit und farbenfrohe Blütenpracht auszeichnet. Die Pflanze bildet charakteristische Blüten mit einem markanten, kegelförmigen Zentrum und abstehenden Blütenblättern. Als mehrjährige Staude erreicht Sonnenhut je nach Sorte Höhen von 60 bis 150 cm und blüht von Juli bis September. Besonders bemerkenswert ist seine Trockenheitsresistenz und die Fähigkeit, auch bei minimaler Pflege zu gedeihen. Die Pflanze war bereits bei nordamerikanischen Ureinwohnern als Heilpflanze geschätzt und entwickelt über die Jahre ein tiefreichendes Wurzelsystem, das sie extrem robust macht. Sonnenhut ist zudem ein wichtiger Insektenmagnet und trägt maßgeblich zur Biodiversität im Garten bei.
  2. Wie pflegeleicht ist Sonnenhut wirklich und warum eignet er sich für Anfänger?
    Sonnenhut gilt zu Recht als eine der pflegeleichtesten Gartenstauden und ist ideal für Anfänger geeignet. Die Pflanze verzeiht Gießfehler, kommt mit verschiedenen Bodenbedingungen zurecht und ist außergewöhnlich trockenheitstolerant. Als mehrjährige Staude etabliert sich Sonnenhut schnell und wird Jahr für Jahr kräftiger. Er benötigt keine spezielle Düngung, übersteht Temperaturen bis -20°C problemlos und ist weitgehend resistent gegen Schädlinge. Selbst bei vernachlässigter Pflege blüht er zuverlässig und lange. Der einzige regelmäßige Pflegeaufwand besteht im gelegentlichen Entfernen verblühter Blütenstände, was die Nachblüte fördert. Diese Robustheit macht Sonnenhut zur perfekten Wahl für alle, die schöne Blütenpracht ohne intensive Gartenpflege wünschen.
  3. Welche Standortanforderungen hat Sonnenhut bezüglich Licht und Boden?
    Sonnenhut bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte, wobei vollsonnige Plätze die üppigste Blüte hervorbringen. An halbschattigen Standorten wächst die Pflanze ebenfalls gut, blüht jedoch etwas spärlicher. Bezüglich der Bodenbeschaffenheit zeigt sich Sonnenhut sehr anpassungsfähig: Er gedeiht am besten in durchlässigen, humosen Böden, toleriert aber auch lehmige oder sandige Substrate. Wichtig ist eine gute Drainage, da Staunässe zu Wurzelfäule führen kann. Der pH-Wert sollte neutral bis leicht alkalisch sein. Bei schweren Böden empfiehlt sich die Beimischung von Sand oder Kies zur Verbesserung der Wasserdurchlässigkeit. Eine Anreicherung mit Kompost oder gut verrottetem Mist vor der Pflanzung fördert das Wachstum, ist aber nicht zwingend erforderlich.
  4. Welche besonderen Sonnenhut-Sorten wie Magnus und White Swan gibt es?
    Die Sonnenhut-Sortenwelt bietet eine beeindruckende Vielfalt für jeden Geschmack. 'Magnus' ist ein bewährter Klassiker mit großen, leuchtend purpurroten Blüten und robuster Natur, der als einer der zuverlässigsten Purpur-Sonnenhüte gilt. 'White Swan' besticht durch reinweiße Blüten, die wunderbare Kontraste im Beet schaffen. Moderne Züchtungen erweitern das Spektrum erheblich: 'Primadonna Deep Rose' überzeugt mit zarten Rosatönen, während gefüllte Sorten wie 'Pink Double Delight' an Dahlien erinnern. Besonders außergewöhnlich ist 'Green Envy' mit grünlich-weißen Blütenblättern und pinkem Zentrum. Weitere beliebte Sorten sind 'Alba' (weiß), 'Ruby Star' (karminrot) und 'Sunset' (orangerot). Jede Sorte hat ihre spezifischen Eigenschaften bezüglich Höhe, Blütezeit und Farbintensität, wodurch sich vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten ergeben.
  5. Wie funktioniert die Vermehrung durch Samenernte und Teilung beim Sonnenhut?
    Die Samenernte erfolgt im Herbst, wenn die Blütenstände vollständig ausgetrocknet sind. Die Samen werden vorsichtig aus den Blütenköpfen herausgerieben und trocken gelagert. Die Aussaat kann im Frühjahr ab März direkt ins Freiland oder in Anzuchtgefäße erfolgen. Die Samen werden nur hauchzart mit Erde bedeckt, da sie Licht zum Keimen benötigen. Bei 18-22°C keimen sie nach 10-21 Tagen. Die Teilung ist bei 3-4 Jahre alten Pflanzen möglich und erfolgt im Frühjahr oder Herbst. Dazu wird die gesamte Pflanze ausgegraben und der Wurzelstock mit einem scharfen Spaten geteilt. Jedes Teilstück sollte mehrere kräftige Triebe und gesunde Wurzeln aufweisen. Die Teilstücke werden sofort wieder eingepflanzt und gut angegossen. Beide Methoden sind erfolgreich und ermöglichen die kostengünstige Vermehrung des Bestands.
  6. Worin unterscheidet sich Sonnenhut von anderen Staudenbeet-Pflanzen wie Phlox?
    Sonnenhut unterscheidet sich von anderen Staudenbegleitern wie Phlox in mehreren wesentlichen Aspekten. Während Phlox eher feuchte Böden bevorzugt, ist Sonnenhut ausgesprochen trockenheitstolerant und kommt auch bei längeren Trockenphasen ohne Bewässerung aus. Die Blütezeit von Sonnenhut erstreckt sich von Juli bis September und ist damit länger als die vieler anderer Stauden. Strukturell bildet Sonnenhut markante Einzelblüten mit dem charakteristischen kegelförmigen Zentrum, während Phlox dichte Blütendolden entwickelt. Sonnenhut ist außerdem deutlich pflegeleichter und weniger anfällig für Mehltau als beispielsweise Phlox. Die Samen von Sonnenhut sind zudem wertvolle Winternahrung für Vögel, weshalb die Samenstände oft stehen bleiben können. Diese Eigenschaften machen Sonnenhut zu einem idealen Begleiter für naturnahe Gärten und extensive Pflanzungen.
  7. Was unterscheidet Sonnenhut als Bienenweide von anderen Insektenmagneten?
    Sonnenhut zeichnet sich als Bienenweide durch seine außergewöhnlich lange Blütezeit von Juli bis September aus, die kontinuierlich Nektar und Pollen liefert. Die charakteristische Blütenform mit dem prominenten, kegelförmigen Zentrum bietet Bienen und anderen Insekten eine ideale Landeplattform und leicht zugängliche Nahrungsquelle. Im Gegensatz zu vielen anderen Bienennahrpflanzen produziert Sonnenhut auch hochwertige, proteinreiche Pollen. Besonders wertvoll ist seine Funktion als Spättrachtpflanze, die noch im Spätsommer und frühen Herbst Nahrung bietet, wenn viele andere Blüten bereits verblüht sind. Die robusten Blütenstände trotzen Witterungseinflüssen besser als zartere Blüten und bleiben lange attraktiv für Insekten. Zusätzlich lockt Sonnenhut nicht nur Honigbienen an, sondern auch Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge, wodurch er zur Förderung der gesamten Insektenvielfalt beiträgt.
  8. Welche Krankheiten wie Mehltau können beim Sonnenhut auftreten?
    Obwohl Sonnenhut grundsätzlich robust ist, können verschiedene Krankheiten auftreten. Mehltau zeigt sich als weißer, mehliger Belag auf den Blättern und tritt besonders bei feuchter Witterung und mangelnder Luftzirkulation auf. Blattfleckenkrankheiten äußern sich durch braune oder schwarze Flecken und entstehen oft durch zu hohe Feuchtigkeit. Wurzelfäule kann bei Staunässe auftreten und zeigt sich durch welkende Blätter trotz feuchten Bodens. Präventionsmaßnahmen sind entscheidend: ausreichende Pflanzabstände für gute Luftzirkulation, Vermeidung von Staunässe und regelmäßiges Entfernen welker Pflanzenteile. Bei Mehltau hilft eine Spritzung mit Backpulver-Wasser-Lösung (1 TL auf 1 Liter). Auch Schachtelhalmextrakt wirkt vorbeugend. Schwer befallene Pflanzenteile sollten entfernt und über den Hausmüll entsorgt werden. Eine ausgewogene Düngung stärkt die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertiges Sonnenhut-Saatgut und Pflanzen erwerben?
    Qualitativ hochwertiges Sonnenhut-Saatgut und Pflanzen erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachgeschäften, die sich auf Stauden und Saatgut konzentrieren. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine breite Auswahl verschiedener Sonnenhut-Sorten und gewährleisten durch ihre Expertise hohe Qualitätsstandards bei Saatgut und Jungpflanzen. Etablierte Staudengärtnereien sind ebenfalls eine ausgezeichnete Quelle, da sie oft seltene Sorten führen und fachmännische Beratung bieten. Online-Anbieter ermöglichen den Vergleich verschiedener Sorten und bieten oft detaillierte Sortenbeschreibungen. Wichtig ist, auf Keimfähigkeitsangaben bei Saatgut und gesunde, gut bewurzelte Pflanzen zu achten. Regionale Gartenbaumärkte führen meist die gängigsten Sorten, während Spezialgärtnereien auch außergewöhnliche Züchtungen anbieten. Ein Qualitätsmerkmal ist die Angabe der botanischen Namen und detaillierte Kulturhinweise.
  10. Worauf sollte man beim Kauf von Sonnenhut-Pflanzen und Gartenzubehör achten?
    Bei der Auswahl von Sonnenhut-Pflanzen sollten Sie auf kräftige, gesunde Exemplare mit mehreren Trieben und gut entwickeltem Wurzelsystem achten. Die Blätter sollten frisch und ohne Krankheitszeichen sein. Bewährte Anbieter wie samen.de stellen sicher, dass Pflanzen sortentreu und frei von Schädlingen sind. Beim Saatgut ist die Angabe der Keimfähigkeit und des Erntejahres wichtig - frisches Saatgut keimt zuverlässiger. Für die Pflanzung benötigen Sie durchlässige Pflanzerde, bei schweren Böden zusätzlich Sand oder Kies. Staudenhalter oder Pflanzstäbe sind bei hochwachsenden Sorten sinnvoll. Eine Handvoll Hornspäne oder organischer Langzeitdünger unterstützt das Anwachsen. Für Kübelpflanzung sind Gefäße mit mindestens 30 cm Durchmesser und Drainagelöcher erforderlich. Mulchmaterial wie Rindenschnitzel hält die Feuchtigkeit und unterdrückt Unkraut.
  11. Wie beeinflusst die botanische Klassifikation als Echinacea die Pflanzeneigenschaften?
    Die botanische Zuordnung zur Gattung Echinacea innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae) bestimmt wesentliche Pflanzeneigenschaften des Sonnenhuts. Als Korbblütler besitzt er den charakteristischen Blütenaufbau mit Randblüten (Zungenblüten) und Scheibenblüten, wobei letztere den markanten Kegel bilden. Die Gattung Echinacea umfasst etwa neun Arten, die sich durch besondere Robustheit und Trockenheitsresistenz auszeichnen. Diese evolutionäre Anpassung an die nordamerikanischen Präriebedingungen macht sie zu extrem widerstandsfähigen Gartenpflanzen. Die botanische Verwandtschaft erklärt auch die heilkundlichen Eigenschaften, die alle Echinacea-Arten teilen. Innerhalb der Gattung unterscheiden sich die Arten in Wuchshöhe, Blütenfarbe und spezifischen Standortanforderungen, teilen aber grundlegende Eigenschaften wie die Mehrjährigkeit, die Kältehärte bis -20°C und die Attraktivität für Insekten.
  12. Welche Rolle spielt Sonnenhut in der natürlichen Prärie-Ökologie?
    In den nordamerikanischen Prärien übernimmt Sonnenhut wichtige ökologische Funktionen als Schlüsselart. Als tiefwurzelnde Staude stabilisiert er den Boden und trägt zur Prävention von Erosion bei. Die langen Pfahlwurzeln erschließen tiefere Bodenschichten und machen Nährstoffe für oberflächlich wurzelnde Pflanzen verfügbar. Während der Blütezeit ist Sonnenhut eine wichtige Nektar- und Pollenquelle für über 40 Insektenarten, darunter spezialisierte Wildbienen und Schmetterlinge. Die Samen dienen als Nahrung für Finken, Stieglitze und andere körnerfressende Vögel. In der Prärie-Sukzession etabliert sich Sonnenhut als Pionierpflanze und schafft Lebensraum für nachfolgende Arten. Die Pflanze zeigt außerdem allelopathische Eigenschaften - sie produziert Substanzen, die das Wachstum konkurrierender Pflanzen hemmen und so ihre Position im Ökosystem sichern. Diese natürlichen Funktionen machen ihn auch im Garten zu einem wertvollen Biodiversitätsförderer.
  13. Wie entwickelt sich das Wurzelsystem von Sonnenhut über mehrere Jahre?
    Das Wurzelsystem von Sonnenhut durchläuft eine beeindruckende Entwicklung über mehrere Jahre. Im ersten Jahr konzentriert sich die Pflanze hauptsächlich auf die Ausbildung einer kräftigen Pfahlwurzel, die bis zu 1,5 Meter tief reichen kann. Diese Hauptwurzel entwickelt zunächst wenige, aber stabile Seitenwurzeln. Ab dem zweiten Jahr bildet sich ein komplexeres Wurzelsystem mit zahlreichen Seitenwurzeln und feinen Faserwurzeln aus, das horizontal bis zu 60 cm und vertikal bis zu 2 Meter erreichen kann. Diese tiefreichende Bewurzelung erklärt die außergewöhnliche Trockenheitsresistenz der Pflanze. Nach dem dritten Jahr ist das Wurzelsystem so etabliert, dass die Pflanze auch extreme Witterungsbedingungen übersteht. Die Pfahlwurzel speichert Reservestoffe und ermöglicht das Überdauern ungünstiger Perioden. Dieses robuste Wurzelsystem macht auch die Teilung älterer Pflanzen möglich und erklärt die zunehmende Blühfreudigkeit mit den Jahren.
  14. Welchen Einfluss haben verschiedene Düngungsarten auf die Blütenbildung?
    Die Art der Düngung beeinflusst die Blütenbildung von Sonnenhut erheblich. Übermäßige Stickstoffgaben fördern zwar das Blattwachstum, reduzieren aber die Blühfreudigkeit und machen die Pflanzen anfälliger für Krankheiten. Ausgewogene organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne unterstützen eine gleichmäßige Nährstoffversorgung und fördern sowohl gesundes Wachstum als auch reiche Blüte. Phosphorreiche Düngung, etwa durch Knochenmehl oder Thomasmehl, stimuliert besonders die Blüten- und Wurzelbildung. Kalium stärkt die Widerstandsfähigkeit und verbessert die Blütenqualität und -haltbarkeit. Eine Frühjahrsgabe mit organischem Langzeitdünger hat sich bewährt, da die Nährstoffe kontinuierlich freigesetzt werden. Magnesium in Form von Bittersalz kann bei Mangelsymptomen (gelbe Blätter) die Chlorophyllbildung und damit die Photosynthese verbessern. Eine Herbstdüngung sollte phosphor- und kalibetont sein, um die Winterhärte zu fördern.
  15. Wie gestaltet man die optimale Bewässerung in verschiedenen Wachstumsphasen?
    Die Bewässerung von Sonnenhut muss an die jeweilige Wachstumsphase angepasst werden. In der Anwachsphase nach der Pflanzung ist regelmäßiges, tiefes Gießen wichtig, um das Wurzelsystem zu etablieren. Dabei sollte der Boden gleichmäßig feucht, aber nicht nass gehalten werden. Während der Hauptwachstumszeit im Frühjahr benötigen die Pflanzen mehr Wasser, besonders wenn neue Triebe gebildet werden. In der Blütezeit von Juli bis September ist eine ausgewogene Wasserversorgung entscheidend - zu wenig Wasser führt zu kleineren Blüten und kürzerer Blütezeit. Dabei gilt: lieber seltener, dafür durchdringend gießen, um tiefes Wurzelwachstum zu fördern. Im Herbst sollte die Bewässerung reduziert werden, um die Pflanzen auf den Winter vorzubereiten. Grundsätzlich ist morgendliches Gießen ideal, da die Pflanzen das Wasser optimal aufnehmen können und die Blätter bis zum Abend abtrocknen.
  16. Welche Werkzeuge und Hilfsmittel erleichtern die Sonnenhut-Pflege erheblich?
    Für die erfolgreiche Sonnenhut-Pflege haben sich verschiedene Werkzeuge als besonders nützlich erwiesen. Eine scharfe Gartenschere ist unverzichtbar zum Entfernen verblühter Blütenstände und für den Rückschnitt. Staudenhalter oder Pflanzstäbe stabilisieren hochwachsende Sorten bei Wind und Wetter. Spezialisierte Gartenshops wie samen.de führen verschiedene Stützringe und Gitter, die dezent Halt geben. Ein Spaten erleichtert die Teilung älterer Pflanzen erheblich. Für die Bodenbearbeitung sind Grabegabel und Harke hilfreich. Eine Gießkanne mit Brausaufsatz ermöglicht schonendes Wässern. Handschuhe schützen bei der Pflege vor den rauen Blättern. Mulchmaterial wie Rindenschnitzel reduziert den Pflegeaufwand erheblich. Ein kleiner Eimer zum Sammeln von Schnittgut und eine Kniematte für komfortables Arbeiten am Beet runden die Grundausstattung ab. Diese Hilfsmittel machen die Sonnenhut-Pflege effizienter und angenehmer.
  17. Stimmt es, dass Sonnenhut ohne jegliche Pflege überlebt und blüht?
    Sonnenhut ist zwar außergewöhnlich robust und überlebenskräftig, aber die Behauptung völliger Pflegelosigkeit ist übertrieben. Einmal etabliert, übersteht er tatsächlich Trockenperioden, Frost bis -20°C und verschiedene Bodenbedingungen ohne Intervention. In naturnahen Gärten kann er jahrelang ohne direkte Pflege gedeihen und sich sogar selbst aussäen. Allerdings führt minimale Pflege zu deutlich besseren Ergebnissen: Das Entfernen verblühter Blütenstände verlängert die Blütezeit, gelegentliches Gießen bei extremer Trockenheit verbessert die Blütengröße, und eine jährliche Kompostgabe fördert die Blühfreudigkeit. Ohne jede Pflege können die Pflanzen mit der Zeit verkahlen, anfälliger für Krankheiten werden oder von Unkraut überwachsen werden. Die Wahrheit liegt dazwischen: Sonnenhut verzeiht Vernachlässigung wie kaum eine andere Staude, belohnt aber minimale Aufmerksamkeit mit außergewöhnlicher Schönheit und Vitalität.
  18. In welchen Regionen Deutschlands gedeiht Sonnenhut besonders gut?
    Sonnenhut gedeiht grundsätzlich in allen Regionen Deutschlands, zeigt aber regionale Präferenzen. Besonders gut entwickelt er sich in kontinental geprägten Gebieten Ost- und Mitteldeutschlands, wo warme Sommer und kalte Winter seinem natürlichen Lebensrhythmus entsprechen. Die Rheinebene, das Thüringer Becken und Brandenburg bieten ideale Bedingungen mit ausreichend Sonne und nicht zu feuchten Sommern. In Weinbauregionen wie dem Rheingau, der Pfalz oder Baden gedeiht er prächtig, da diese Gebiete sonnige, durchlässige Böden aufweisen. Auch in Höhenlagen bis etwa 800 Meter, wie im Voralpenland oder den Mittelgebirgen, wächst er zuverlässig. In regenreichen Regionen Nordwestdeutschlands kann er bei schweren Böden Probleme mit Staunässe bekommen, weshalb dort eine Bodenverbesserung ratsam ist. Küstenregionen sind durch salzhaltige Winde etwas ungünstiger, aber mit Windschutz durchaus geeignet. Die Winterhärte bis -20°C macht ihn deutschlandweit kultivierbar.
  19. Was unterscheidet Purpur-Sonnenhut von Scheinsonnenhut in der Gartenverwendung?
    Purpur-Sonnenhut (Echinacea) und Scheinsonnenhut (Rudbeckia) unterscheiden sich erheblich in Gartenverwendung und Eigenschaften, obwohl beide zur Familie der Korbblütler gehören. Purpur-Sonnenhut blüht vorwiegend in Rosa-, Purpur- und Weißtönen mit nach unten geneigten Blütenblättern, während Scheinsonnenhut meist gelbe, aufrecht stehende Blütenblätter zeigt. Echinacea ist langlebiger und entwickelt über Jahre ein starkes Wurzelsystem, Rudbeckia ist oft kurzlebiger und muss häufiger nachgepflanzt werden. In der Pflege ist Echinacea anspruchsloser und trockenheitsresistenter, Rudbeckia bevorzugt etwas feuchtere Standorte. Blütezeitlich ergänzen sie sich gut: Rudbeckia blüht meist früher und länger bis in den Herbst, Echinacea hauptsächlich im Hochsommer. Für naturnahe Gärten und als Bienenweide ist Echinacea wertvoller, während Rudbeckia mehr Farbe und längere Blütezeit bietet. Beide lassen sich hervorragend kombinieren.
  20. Wie unterscheidet sich Echinacea von Rudbeckia bei Standortansprüchen?
    Die Standortansprüche von Echinacea und Rudbeckia zeigen charakteristische Unterschiede, die bei der Gartenplanung berücksichtigt werden sollten. Echinacea bevorzugt vollsonnige Standorte und kommt auch mit Halbschatten zurecht, entwickelt aber in der Sonne die besten Blüten. Rudbeckia toleriert mehr Schatten und gedeiht auch an absonnigen Plätzen noch gut. Bezüglich der Bodenfeuchtigkeit ist Echinacea deutlich trockenheitstoleranter und bevorzugt durchlässige, auch magere Böden. Staunässe verträgt sie gar nicht. Rudbeckia hingegen liebt feuchtere, nährstoffreichere Böden und kommt auch mit zeitweiliger Nässe zurecht. Der pH-Wert sollte für Echinacea neutral bis leicht alkalisch sein, während Rudbeckia auch saure Böden toleriert. Echinacea ist windresistenter und eignet sich besser für exponierte Lagen, Rudbeckia bevorzugt geschütztere Standorte. Diese Unterschiede machen sie zu idealen Partnern für verschiedene Gartenbereiche mit unterschiedlichen Bedingungen.
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
Kiepenkerl Sonnenhut Roter Leuchtstern Kiepenkerl Sonnenhut Roter Leuchtstern
Inhalt 1 Portion
2,39 € *
Kiepenkerl Sonnenhut Paradiso Mischung Kiepenkerl Sonnenhut Paradiso Mischung
Inhalt 1 Portion
3,89 € *
Produktbild von Sperli Sonnenhut Denver Daisy mit goldgelben und schwarz-roten Blüten Nützlingsfreundlich Jun-Sep Schittblume beschriftung und Markenlogo Sperli Sonnenhut Denver Daisy
Inhalt 1 Stück
3,39 € *
Produktbild von Sperli Roter Sonnenhut SPERLIs Clio mit Blüten, Hinweis auf mehrjährige Staude und Nutzlingsparadies sowie Markenlogo. Sperli Roter Sonnenhut SPERLI's Clio
Inhalt 1 Portion
2,49 € *