Umweltfreundliche Düngung von Geranien: Nachhaltige Methoden für gesunde Pflanzen

Geranien: Farbenfrohe Alleskönner für den umweltbewussten Garten

Geranien bereichern den Garten mit ihrer Vielfalt an Farben und Formen und schaffen eine sommerliche Atmosphäre.

Das Wichtigste auf einen Blick: Geranien nachhaltig pflegen

  • Nährstoffbedarf beachten: Stickstoff, Phosphor und Kalium sind entscheidend
  • Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne bevorzugen
  • pH-Wert im Auge behalten für optimale Nährstoffaufnahme
  • Mulchen zur natürlichen Nährstoffanreicherung nutzen

Geranien: Vielseitige Balkonpflanzen

Geranien sind vielseitige Blühpflanzen. Sie eignen sich als farbenfroher Hingucker auf dem Balkon, als üppige Bepflanzung für Beete oder als eleganter Blickfang in Kübeln. Ihre robuste Natur macht sie zu beliebten Pflanzen für Hobbygärtner, da sie auch mal den ein oder anderen Pflegefehler verzeihen.

Bedeutung umweltfreundlicher Düngung bei Geranien

Eine umweltfreundliche Düngung ist aus mehreren Gründen wichtig:

  • Schutz des Bodens: Chemische Dünger können langfristig das Bodenleben schädigen.
  • Gewässerschutz: Überschüssige Nährstoffe landen oft in Bächen und Flüssen.
  • Ressourcenschonung: Organische Dünger nutzen oft Abfallprodukte und schließen Kreisläufe.
  • Pflanzengesundheit: Natürlich gedüngte Pflanzen sind oft widerstandsfähiger gegen Krankheiten.

Durch umweltfreundliche Düngung unserer Geranien tun wir nicht nur den Pflanzen etwas Gutes, sondern leisten auch einen Beitrag zum Umweltschutz.

Nährstoffbedarf von Geranien: Grundlagen der Ernährung

Der Nährstoffbedarf von Geranien

Geranien benötigen eine ausgewogene Ernährung, um ihre volle Pracht zu entfalten. Wie bei Menschen gilt: Zu wenig ist nicht gut, zu viel aber auch nicht.

Hauptnährstoffe: Stickstoff, Phosphor und Kalium

Diese drei Nährstoffe sind besonders wichtig für Geranien:

  • Stickstoff: Fördert das Blattwachstum und sorgt für saftiges Grün.
  • Phosphor: Unterstützt die Wurzelbildung und Blütenentwicklung.
  • Kalium: Stärkt die Widerstandskraft und verbessert die Blütenfarbe.

In der Hauptwachstumsphase ist eine ausreichende Versorgung mit diesen Nährstoffen besonders wichtig.

Sekundäre Nährstoffe und Spurenelemente

Neben den Hauptnährstoffen sind auch andere Elemente wichtig:

  • Magnesium: Wichtig für die Blattgrünbildung
  • Eisen: Unverzichtbar für die Photosynthese
  • Calcium: Stärkt die Zellwände

Diese Nährstoffe werden in geringeren Mengen benötigt, sind aber trotzdem essenziell für gesunde Geranien.

Der pH-Wert: Wichtig für die Nährstoffaufnahme

Der pH-Wert des Bodens beeinflusst, wie gut die Geranien Nährstoffe aufnehmen können. Geranien bevorzugen einen leicht sauren bis neutralen Boden, idealerweise zwischen 5,5 und 7,0.

Falls Ihre Geranien trotz guter Düngung mickrig aussehen, könnte der pH-Wert die Ursache sein. Ein einfacher Test aus dem Gartencenter kann hier Klarheit schaffen.

Umweltfreundliche Düngemethoden für Geranien

Kompostierung: Nährstoffreiche Ressource

Kompost enthält viele Nährstoffe und verbessert die Bodenstruktur. Mischen Sie reifen Kompost unter die Erde vor dem Pflanzen oder geben Sie eine dünne Schicht als Mulch um die Pflanzen herum.

Organische Handelsdünger: Natürlich und effektiv

Organische Handelsdünger sind eine gute Option. Hornspäne liefern langsam und gleichmäßig Stickstoff, während Guano reich an Phosphor ist. Beachten Sie die Dosierungsempfehlungen – auch bei organischen Düngern gilt: Weniger ist oft mehr!

Gründüngung: Natürliche Nährstoffanreicherung

Für Geranien im Gartenbeet eignet sich Gründüngung. Pflanzen wie Klee oder Lupinen reichern den Boden mit Stickstoff an. Im Herbst gesät, können sie im Frühjahr untergegraben werden, bevor die Geranien gepflanzt werden.

Mulchen: Nährstoffe und Feuchtigkeitsregulierung

Mulchen bietet mehrere Vorteile für Geranien. Eine Schicht aus organischem Material wie Grasschnitt oder Rindenmulch hält Feuchtigkeit im Boden und gibt langsam Nährstoffe ab. Zusätzlich verbessert es das Erscheinungsbild des Beetes.

Mit diesen umweltfreundlichen Methoden versorgen Sie Ihre Geranien optimal, ohne der Umwelt zu schaden. Nach jahrelanger Gärtnerei-Erfahrung kann ich bestätigen: Geranien belohnen diese Pflege mit einer beeindruckenden Blütenpracht.

Selbstherstellung von umweltfreundlichen Düngern für Geranien

Wer seinen grünen Daumen ausleben und gleichzeitig die Umwelt schonen möchte, kann auf selbstgemachte Dünger setzen. Diese sind nicht nur kostengünstig, sondern auch besonders nährstoffreich und schonend für Boden und Pflanze.

Brennnesseljauche: Ein Kraftpaket aus der Natur

Brennnesseln sind wahre Nährstoffbomben und eignen sich hervorragend zur Herstellung eines flüssigen Düngers. Für die Zubereitung werden frische Brennnesseln in einem Eimer mit Wasser übergossen und etwa zwei Wochen lang stehen gelassen. Während dieser Zeit entsteht durch Gärung eine nährstoffreiche Flüssigkeit. Der intensive Geruch ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber ein Zeichen für die hohe Nährstoffkonzentration. Vor der Anwendung sollte die Jauche im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt werden.

Beinwell-Dünger: Die nährstoffreiche Alternative

Beinwell ist eine weitere Pflanze, die sich hervorragend zur Herstellung eines natürlichen Düngers eignet. Die Blätter enthalten besonders viel Kalium, was für die Blütenbildung der Geranien wichtig ist. Die Zubereitung erfolgt ähnlich wie bei der Brennnesseljauche. Frische Beinwellblätter werden zerkleinert, mit Wasser übergossen und etwa zwei Wochen lang fermentiert. Auch hier ist eine Verdünnung vor der Anwendung ratsam.

Bokashi: Fermentierte organische Abfälle als Dünger

Bokashi ist eine japanische Methode zur Fermentation organischer Abfälle. Dabei werden Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste mit speziellen Mikroorganismen versetzt und luftdicht verschlossen. Nach etwa zwei Wochen entsteht ein nährstoffreicher Dünger, der den Boden belebt und die Pflanzen stärkt. Für Geranien eignet sich Bokashi besonders gut, da es langsam Nährstoffe freisetzt und den Boden nicht übersäuert.

Tee-Dünger aus Kräutern und Pflanzenresten

Auch aus verschiedenen Kräutern und Pflanzenresten lässt sich ein wirksamer Dünger herstellen. Besonders geeignet sind nährstoffreiche Pflanzen wie Schafgarbe, Löwenzahn oder Kamillenblüten. Die getrockneten Pflanzenteile werden wie bei der Teezubereitung mit heißem Wasser übergossen und einige Stunden ziehen gelassen. Der abgekühlte Sud kann dann verdünnt als Flüssigdünger verwendet werden.

Nachhaltige Düngungstechniken für prächtige Geranien

Neben der Verwendung selbst hergestellter Dünger gibt es weitere nachhaltige Techniken, um Geranien optimal mit Nährstoffen zu versorgen.

Tropfbewässerung mit Nährstofflösung

Eine effiziente Methode ist die Tropfbewässerung, bei der Wasser und Nährstoffe direkt an die Wurzeln der Pflanzen geleitet werden. Dies spart nicht nur Wasser, sondern ermöglicht auch eine gezielte Nährstoffversorgung. Für Geranien in Balkonkästen oder Kübeln lässt sich ein einfaches System aus Schläuchen und Tropfern selbst basteln.

Blattdüngung: Vor- und Nachteile

Bei der Blattdüngung werden die Nährstoffe direkt über die Blätter aufgenommen. Dies kann bei Nährstoffmangel schnell Abhilfe schaffen. Allerdings sollte man vorsichtig sein, da zu hohe Konzentrationen die Blätter verbrennen können. Am besten eignet sich die Blattdüngung als Ergänzung zur Wurzeldüngung, besonders in Stresssituationen für die Pflanze.

Langsam freisetzende organische Dünger

Organische Dünger wie Hornspäne oder Kompost setzen ihre Nährstoffe langsam frei. Dies entspricht dem natürlichen Bedarf der Geranien und verhindert eine Überdüngung. Zudem verbessern sie langfristig die Bodenstruktur. Ein Nachteil ist, dass die Wirkung nicht sofort sichtbar wird – Geduld ist hier gefragt.

Mykorrhiza und deren Rolle bei der Nährstoffaufnahme

Mykorrhiza-Pilze leben in Symbiose mit Pflanzenwurzeln und unterstützen diese bei der Nährstoff- und Wasseraufnahme. Durch die Zugabe von Mykorrhiza-Präparaten zum Substrat kann man diesen natürlichen Prozess fördern. Die Pilze helfen den Geranien, Nährstoffe besser zu erschließen und erhöhen ihre Widerstandsfähigkeit gegen Stress.

Zeitpunkt und Häufigkeit der Düngung

Der richtige Zeitpunkt und die angemessene Häufigkeit der Düngung sind wichtig für gesunde und blühfreudige Geranien.

Saisonale Düngungsplanung für Geranien

Geranien haben je nach Jahreszeit unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse. Im Frühjahr, wenn das Wachstum beginnt, benötigen sie eine stickstoffbetonte Düngung. Während der Hauptblütezeit im Sommer ist eine ausgewogene Versorgung mit allen Hauptnährstoffen wichtig. Im Spätsommer sollte die Düngung reduziert werden, um die Pflanzen auf den Winter vorzubereiten.

Anpassung der Düngung an Wachstumsphasen

Junge Geranien benötigen mehr Stickstoff für ein kräftiges Wachstum, während blühende Pflanzen von einer erhöhten Kalium-Gabe profitieren. Bei der Verwendung selbst hergestellter Dünger kann man die Zusammensetzung entsprechend anpassen, indem man beispielsweise im Frühjahr mehr Brennnesseljauche und zur Blütezeit mehr Beinwell-Dünger verwendet.

Überwinterung und reduzierte Düngung

Während der Überwinterung stellen Geranien ihr Wachstum weitgehend ein. In dieser Zeit benötigen sie kaum Nährstoffe. Eine Düngung sollte in den Wintermonaten ganz unterbleiben, da sie sonst zu schwachem, anfälligem Wachstum führen kann. Erst wenn im Frühjahr neue Triebe erscheinen, kann mit einer vorsichtigen Düngung begonnen werden.

Anzeichen von Nährstoffmangel erkennen

Trotz sorgfältiger Pflege können Geranien Mangelerscheinungen zeigen. Typische Anzeichen sind Verfärbungen der Blätter, vermindertes Wachstum oder reduzierte Blütenbildung. Gelbliche Blätter deuten oft auf Stickstoffmangel hin, während violette Verfärbungen auf einen Phosphormangel hinweisen können. Bei Kaliummangel werden die Blattränder oft braun. In solchen Fällen kann eine gezielte Düngung mit dem fehlenden Nährstoff Abhilfe schaffen.

Mit diesen nachhaltigen Düngungsmethoden und einem guten Gespür für die Bedürfnisse der Pflanzen können Geranien umweltfreundlich zu prächtiger Blüte gebracht werden. Die Kombination verschiedener Techniken ermöglicht eine optimale Versorgung und fördert gleichzeitig die Bodengesundheit – ein Gewinn für Gärtner und Natur.

Bodenverbesserung für nachhaltige Nährstoffversorgung bei Geranien

Geranien sind zwar recht anspruchslos, aber für ein üppiges Blütenmeer brauchen sie einen guten Boden. Hier einige Möglichkeiten, wie wir den Boden verbessern können, damit unsere Geranien optimal wachsen.

Die Bedeutung der Bodenstruktur für Geranien

Geranien bevorzugen lockeren Boden. Ein luftiger Boden lässt die Wurzeln atmen und verhindert Staunässe. Ist der Boden zu schwer, können wir ihn mit Sand oder feinem Kies auflockern. Allerdings sollte er auch nicht zu sandig sein, um ein schnelles Austrocknen zu vermeiden.

Humusaufbau durch organische Substanzen

Humus speichert Wasser und Nährstoffe und macht den Boden krümelig. Wir können ihn selbst herstellen:

  • Kompost unterarbeiten
  • Mulchen mit Rasenschnitt oder Laub
  • Gründüngung im Herbst aussäen

Mit der Zeit verbessert sich der Boden - zum Vorteil unserer Geranien.

Einsatz von Effektiven Mikroorganismen (EM)

EM können die Bodenstruktur verbessern und Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar machen. Sie sind als Flüssigkeit oder Pulver erhältlich und lassen sich einfach in die Erde einarbeiten. Die Wirksamkeit wird unterschiedlich bewertet, ein Versuch kann sich lohnen.

Terra Preta: Antike Methode für moderne Gärten

Terra Preta ist eine Technik aus dem Amazonasgebiet. Dabei wird Holzkohle mit organischem Material und Mikroorganismen gemischt. Das Ergebnis ist ein fruchtbarer Boden, der Nährstoffe und Wasser gut speichert. Für Geranien können wir eine kleinere Version herstellen:

  • Holzkohle (nicht die vom Grill!) zerkleinern
  • Mit Kompost und etwas Erde mischen
  • Effektive Mikroorganismen dazugeben
  • Alles gut vermengen und in die obere Bodenschicht einarbeiten

Nach einiger Zeit entsteht ein nährstoffreicher Boden für unsere Geranien.

Vermeidung von Überdüngung und Umweltbelastung

Übermäßige Düngung kann Geranien schaden und die Umwelt belasten. Hier einige Tipps zur richtigen Vorgehensweise:

Risiken der Überdüngung für Pflanze und Umwelt

Zu viel Dünger kann Geranien schädigen. Die Blätter können braun werden, die Blüten verkümmern. Überschüssiger Dünger kann ins Grundwasser und in Gewässer gelangen, was zu Algenwachstum und Fischsterben führen kann. Vorsicht ist geboten.

Richtige Dosierung organischer Dünger

Bei organischen Düngern ist eine Überdüngung zwar seltener, aber möglich. Es empfiehlt sich, öfter kleine Mengen statt einmal viel zu düngen. Selbst gemachte Jauchen sollten stark verdünnt werden. Kompost sollte nicht dicker als 2 cm aufgetragen werden. Im Zweifelsfall die Packungsanweisung beachten oder fachkundigen Rat einholen.

Nährstoffauswaschung minimieren

Um Nährstoffe bei den Geranien zu halten, können wir folgende Methoden anwenden:

  • Mulchen zur Bodenbedeckung
  • Maßvolles Gießen
  • Verwendung langsam wirkender organischer Dünger
  • Einsatz von Tröpfchenbewässerung

Alternativen zu synthetischen Düngern

Statt synthetischer Dünger gibt es umweltfreundliche Alternativen:

  • Kompost: Reich an Nährstoffen
  • Hornspäne: Langsam wirkend, stickstoffreich
  • Knochenmehl: Liefert Phosphor für Wurzelwachstum
  • Algenkalk: Reich an Spurenelementen
  • Brennnesseljauche: Selbst herstellbar und nährstoffreich

Diese natürlichen Dünger fördern das Wachstum der Geranien und schonen die Umwelt.

Praktische Tipps für die umweltfreundliche Geranien-Düngung

Hier einige konkrete Anwendungen für eine optimale und umweltfreundliche Versorgung unserer Geranien.

Durchführung einer Bodenanalyse

Eine Bodenanalyse gibt Aufschluss über fehlende Nährstoffe und den pH-Wert. So geht's:

  • Bodenprobe an verschiedenen Stellen entnehmen
  • In einem Bodenlabor untersuchen lassen
  • Ergebnisse auswerten und Düngung anpassen

Diese Vorgehensweise kann langfristig Zeit, Geld und Aufwand sparen.

Erstellen eines Düngeplans

Ein Düngeplan hilft bei der Übersicht. Ein Beispiel:

  • Frühjahr: Kompost unterarbeiten
  • Mai: Erste Gabe Hornspäne
  • Juni-August: Alle 2 Wochen mit verdünnter Brennnesseljauche gießen
  • September: Letzte Düngung mit Algenkalk

Der Plan sollte an die spezifischen Bedürfnisse der Geranien und den Standort angepasst werden.

Kombinieren verschiedener organischer Düngemethoden

Eine Kombination verschiedener Düngemethoden versorgt Geranien umfassend. Beispiel:

  • Grundversorgung mit Kompost
  • Gelegentliche Flüssigdüngung mit Brennnesseljauche
  • Mulchen mit Grasschnitt
  • Gelegentliche Zugabe von Hornspänen

So erhalten die Pflanzen eine ausgewogene Nährstoffversorgung.

Dokumentation und Beobachtung der Pflanzentwicklung

Genaue Beobachtung hilft, die Bedürfnisse der Geranien besser zu verstehen. Ein Garten-Tagebuch kann nützlich sein:

  • Düngezeitpunkte notieren
  • Pflanzenentwicklung dokumentieren
  • Probleme (Verfärbungen, Schädlinge) festhalten
  • Blütezeiten vermerken

Mit der Zeit entwickeln wir ein gutes Gespür für unsere Geranien und können ihre Pflege optimal an ihre Bedürfnisse anpassen. Gleichzeitig tragen wir zum Umweltschutz bei. Mit dieser Herangehensweise werden unsere Geranien mit üppiger Blütenpracht belohnen.

Fortgeschrittene Techniken für umweltfreundliche Geranien-Düngung

Hydroponik mit organischen Nährlösungen

Hydroponik ermöglicht die Kultivierung von Geranien ohne Erde. Die Wurzeln werden direkt in einer Nährlösung gehalten. Für eine umweltfreundliche Variante eignen sich organische Nährlösungen wie selbst angesetzter Komposttee oder verdünnte Brennnesseljauche. Die Pflanzen nehmen die Nährstoffe direkt auf, was das Wachstum fördert. Bei der Dosierung ist Vorsicht geboten, da zu viel die Wurzeln schädigen kann.

Aquaponik: Fischzucht und Pflanzendüngung im Doppelpack

Aquaponik verbindet Fischzucht mit Pflanzenkultivierung - ein Mini-Ökosystem für den Garten. Die Ausscheidungen der Fische düngen die Geranien, während die Pflanzen das Wasser für die Fische reinigen. Für Geranien eignet sich ein System mit Goldfischen oder Kois. Die Wasserwerte müssen stimmen, da zu viel Ammoniak den Pflanzen schaden kann.

Vermikompostierung für nährstoffreichen Wurmhumus

Bei der Vermikompostierung verwandeln Kompostwürmer Küchenabfälle in hochwertigen Wurmhumus. Dieser enthält Nährstoffe und nützliche Mikroorganismen für die Geranien. Ein Esslöffel Wurmhumus monatlich um die Pflanze gestreut, reicht meist aus. Zu viel kann die Geranien jedoch "verbrennen" - also sparsam verwenden.

Biokohle als Bodenverbesserer und CO2-Speicher

Biokohle, hergestellt durch Verkohlung von Pflanzenresten, verbessert die Geranienerde. Ihre poröse Struktur speichert Wasser und Nährstoffe und gibt sie langsam ab. Zudem bindet sie CO2 im Boden. Ein Schuss Biokohle unter die Topferde gemischt, fördert kräftiges Wachstum. Biokohle allein reicht jedoch nicht als Dünger.

Ökologische Vorteile der umweltfreundlichen Düngung

Mehr Leben im Garten: Förderung der Biodiversität

Umweltfreundliche Düngung schafft ein kleines Paradies für Krabbeltiere und Mikroorganismen. Organische Dünger locken Regenwürmer an, die den Boden durchlüften. Nützliche Bakterien und Pilze bilden ein unterirdisches Netzwerk. Bienen und Schmetterlinge profitieren indirekt durch mehr Blüten. Diese positiven Effekte lassen sich vom Balkon oder Garten aus beobachten.

Kleiner ökologischer Fußabdruck, große Wirkung

Umweltfreundliche Düngung bei Geranien reduziert den Einsatz künstlicher Dünger, deren Herstellung energieintensiv ist. Stattdessen werden vorhandene Ressourcen wie Küchenabfälle und Pflanzenreste genutzt. Dies spart Geld und schont Ressourcen - ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung.

Saubere Gewässer dank überlegter Düngung

Überdüngung belastet Seen und Flüsse durch Algenwachstum und Sauerstoffmangel. Umweltfreundliche Düngung bei Geranien trägt zur Lösung bei. Organische Dünger werden langsamer freigesetzt und besser im Boden gebunden, wodurch weniger Nährstoffe ins Grundwasser gelangen. Dies schützt unsere Gewässer, beginnend auf dem eigenen Balkon.

Klimaschutz im Kleinen: Nachhaltige Praktiken im Garten

Jede Pflanze bindet CO2. Nachhaltige Pflege verstärkt diesen Effekt. Kompostierung und Biokohle binden zusätzlich Kohlenstoff im Boden. Energie für die Produktion künstlicher Dünger wird eingespart. Gesunde, kräftige Pflanzen binden mehr CO2 als kränkelnde. So trägt jede gepflegte Geranie zum Klimaschutz bei.

Ein grüner Daumen für eine grünere Zukunft

Umweltfreundliche Düngung von Geranien ist mehr als Pflanzenpflege - es ist eine Einstellung. Die Möglichkeiten reichen von Hydroponik über Wurmkompost bis zu Biokohle. Jede Methode trägt zum Umweltschutz bei, sei es Biodiversität, Gewässerschutz oder Klimaschutz.

Diese Art der Pflanzenpflege erfordert Aufmerksamkeit und Geduld, belohnt aber mit gesunden, blühenden Geranien und gutem Gewissen. Es ist beeindruckend, wie viel Einfluss einfache Mittel haben können.

Experimentieren Sie mit den verschiedenen Methoden und beobachten Sie die Veränderungen. Jeder Geranientopf kann ein kleines Ökosystem sein, das zur großen Veränderung beiträgt. Vielleicht inspirieren Sie damit auch Ihre Nachbarn zu einem umweltfreundlicheren Garten. Denn positive Veränderungen beginnen oft im Kleinen - oder in diesem Fall, im Blumentopf.

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