Umweltfreundliche Düngung von Geranien: Nachhaltige Methoden für gesunde Pflanzen

Geranien: Farbenfrohe Alleskönner für den umweltbewussten Garten

Geranien bereichern den Garten mit ihrer Vielfalt an Farben und Formen und schaffen eine sommerliche Atmosphäre.

Das Wichtigste auf einen Blick: Geranien nachhaltig pflegen

  • Nährstoffbedarf beachten: Stickstoff, Phosphor und Kalium sind entscheidend
  • Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne bevorzugen
  • pH-Wert im Auge behalten für optimale Nährstoffaufnahme
  • Mulchen zur natürlichen Nährstoffanreicherung nutzen

Geranien: Vielseitige Balkonpflanzen

Geranien sind vielseitige Blühpflanzen. Sie eignen sich als farbenfroher Hingucker auf dem Balkon, als üppige Bepflanzung für Beete oder als eleganter Blickfang in Kübeln. Ihre robuste Natur macht sie zu beliebten Pflanzen für Hobbygärtner, da sie auch mal den ein oder anderen Pflegefehler verzeihen.

Bedeutung umweltfreundlicher Düngung bei Geranien

Eine umweltfreundliche Düngung ist aus mehreren Gründen wichtig:

  • Schutz des Bodens: Chemische Dünger können langfristig das Bodenleben schädigen.
  • Gewässerschutz: Überschüssige Nährstoffe landen oft in Bächen und Flüssen.
  • Ressourcenschonung: Organische Dünger nutzen oft Abfallprodukte und schließen Kreisläufe.
  • Pflanzengesundheit: Natürlich gedüngte Pflanzen sind oft widerstandsfähiger gegen Krankheiten.

Durch umweltfreundliche Düngung unserer Geranien tun wir nicht nur den Pflanzen etwas Gutes, sondern leisten auch einen Beitrag zum Umweltschutz.

Nährstoffbedarf von Geranien: Grundlagen der Ernährung

Der Nährstoffbedarf von Geranien

Geranien benötigen eine ausgewogene Ernährung, um ihre volle Pracht zu entfalten. Wie bei Menschen gilt: Zu wenig ist nicht gut, zu viel aber auch nicht.

Hauptnährstoffe: Stickstoff, Phosphor und Kalium

Diese drei Nährstoffe sind besonders wichtig für Geranien:

  • Stickstoff: Fördert das Blattwachstum und sorgt für saftiges Grün.
  • Phosphor: Unterstützt die Wurzelbildung und Blütenentwicklung.
  • Kalium: Stärkt die Widerstandskraft und verbessert die Blütenfarbe.

In der Hauptwachstumsphase ist eine ausreichende Versorgung mit diesen Nährstoffen besonders wichtig.

Sekundäre Nährstoffe und Spurenelemente

Neben den Hauptnährstoffen sind auch andere Elemente wichtig:

  • Magnesium: Wichtig für die Blattgrünbildung
  • Eisen: Unverzichtbar für die Photosynthese
  • Calcium: Stärkt die Zellwände

Diese Nährstoffe werden in geringeren Mengen benötigt, sind aber trotzdem essenziell für gesunde Geranien.

Der pH-Wert: Wichtig für die Nährstoffaufnahme

Der pH-Wert des Bodens beeinflusst, wie gut die Geranien Nährstoffe aufnehmen können. Geranien bevorzugen einen leicht sauren bis neutralen Boden, idealerweise zwischen 5,5 und 7,0.

Falls Ihre Geranien trotz guter Düngung mickrig aussehen, könnte der pH-Wert die Ursache sein. Ein einfacher Test aus dem Gartencenter kann hier Klarheit schaffen.

Produktbild von Sperli Geranie Madeira rot mit leuchtend roten Blüten und Pflegehinweisen auf einem Stecketikett vor terrakottafarbenem Hintergrund.
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Umweltfreundliche Düngemethoden für Geranien

Kompostierung: Nährstoffreiche Ressource

Kompost enthält viele Nährstoffe und verbessert die Bodenstruktur. Mischen Sie reifen Kompost unter die Erde vor dem Pflanzen oder geben Sie eine dünne Schicht als Mulch um die Pflanzen herum.

Organische Handelsdünger: Natürlich und effektiv

Organische Handelsdünger sind eine gute Option. Hornspäne liefern langsam und gleichmäßig Stickstoff, während Guano reich an Phosphor ist. Beachten Sie die Dosierungsempfehlungen – auch bei organischen Düngern gilt: Weniger ist oft mehr!

Gründüngung: Natürliche Nährstoffanreicherung

Für Geranien im Gartenbeet eignet sich Gründüngung. Pflanzen wie Klee oder Lupinen reichern den Boden mit Stickstoff an. Im Herbst gesät, können sie im Frühjahr untergegraben werden, bevor die Geranien gepflanzt werden.

Mulchen: Nährstoffe und Feuchtigkeitsregulierung

Mulchen bietet mehrere Vorteile für Geranien. Eine Schicht aus organischem Material wie Grasschnitt oder Rindenmulch hält Feuchtigkeit im Boden und gibt langsam Nährstoffe ab. Zusätzlich verbessert es das Erscheinungsbild des Beetes.

Mit diesen umweltfreundlichen Methoden versorgen Sie Ihre Geranien optimal, ohne der Umwelt zu schaden. Nach jahrelanger Gärtnerei-Erfahrung kann ich bestätigen: Geranien belohnen diese Pflege mit einer beeindruckenden Blütenpracht.

Selbstherstellung von umweltfreundlichen Düngern für Geranien

Wer seinen grünen Daumen ausleben und gleichzeitig die Umwelt schonen möchte, kann auf selbstgemachte Dünger setzen. Diese sind nicht nur kostengünstig, sondern auch besonders nährstoffreich und schonend für Boden und Pflanze.

Brennnesseljauche: Ein Kraftpaket aus der Natur

Brennnesseln sind wahre Nährstoffbomben und eignen sich hervorragend zur Herstellung eines flüssigen Düngers. Für die Zubereitung werden frische Brennnesseln in einem Eimer mit Wasser übergossen und etwa zwei Wochen lang stehen gelassen. Während dieser Zeit entsteht durch Gärung eine nährstoffreiche Flüssigkeit. Der intensive Geruch ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber ein Zeichen für die hohe Nährstoffkonzentration. Vor der Anwendung sollte die Jauche im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt werden.

Beinwell-Dünger: Die nährstoffreiche Alternative

Beinwell ist eine weitere Pflanze, die sich hervorragend zur Herstellung eines natürlichen Düngers eignet. Die Blätter enthalten besonders viel Kalium, was für die Blütenbildung der Geranien wichtig ist. Die Zubereitung erfolgt ähnlich wie bei der Brennnesseljauche. Frische Beinwellblätter werden zerkleinert, mit Wasser übergossen und etwa zwei Wochen lang fermentiert. Auch hier ist eine Verdünnung vor der Anwendung ratsam.

Bokashi: Fermentierte organische Abfälle als Dünger

Bokashi ist eine japanische Methode zur Fermentation organischer Abfälle. Dabei werden Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste mit speziellen Mikroorganismen versetzt und luftdicht verschlossen. Nach etwa zwei Wochen entsteht ein nährstoffreicher Dünger, der den Boden belebt und die Pflanzen stärkt. Für Geranien eignet sich Bokashi besonders gut, da es langsam Nährstoffe freisetzt und den Boden nicht übersäuert.

Tee-Dünger aus Kräutern und Pflanzenresten

Auch aus verschiedenen Kräutern und Pflanzenresten lässt sich ein wirksamer Dünger herstellen. Besonders geeignet sind nährstoffreiche Pflanzen wie Schafgarbe, Löwenzahn oder Kamillenblüten. Die getrockneten Pflanzenteile werden wie bei der Teezubereitung mit heißem Wasser übergossen und einige Stunden ziehen gelassen. Der abgekühlte Sud kann dann verdünnt als Flüssigdünger verwendet werden.

Nachhaltige Düngungstechniken für prächtige Geranien

Neben der Verwendung selbst hergestellter Dünger gibt es weitere nachhaltige Techniken, um Geranien optimal mit Nährstoffen zu versorgen.

Tropfbewässerung mit Nährstofflösung

Eine effiziente Methode ist die Tropfbewässerung, bei der Wasser und Nährstoffe direkt an die Wurzeln der Pflanzen geleitet werden. Dies spart nicht nur Wasser, sondern ermöglicht auch eine gezielte Nährstoffversorgung. Für Geranien in Balkonkästen oder Kübeln lässt sich ein einfaches System aus Schläuchen und Tropfern selbst basteln.

Blattdüngung: Vor- und Nachteile

Bei der Blattdüngung werden die Nährstoffe direkt über die Blätter aufgenommen. Dies kann bei Nährstoffmangel schnell Abhilfe schaffen. Allerdings sollte man vorsichtig sein, da zu hohe Konzentrationen die Blätter verbrennen können. Am besten eignet sich die Blattdüngung als Ergänzung zur Wurzeldüngung, besonders in Stresssituationen für die Pflanze.

Langsam freisetzende organische Dünger

Organische Dünger wie Hornspäne oder Kompost setzen ihre Nährstoffe langsam frei. Dies entspricht dem natürlichen Bedarf der Geranien und verhindert eine Überdüngung. Zudem verbessern sie langfristig die Bodenstruktur. Ein Nachteil ist, dass die Wirkung nicht sofort sichtbar wird – Geduld ist hier gefragt.

Mykorrhiza und deren Rolle bei der Nährstoffaufnahme

Mykorrhiza-Pilze leben in Symbiose mit Pflanzenwurzeln und unterstützen diese bei der Nährstoff- und Wasseraufnahme. Durch die Zugabe von Mykorrhiza-Präparaten zum Substrat kann man diesen natürlichen Prozess fördern. Die Pilze helfen den Geranien, Nährstoffe besser zu erschließen und erhöhen ihre Widerstandsfähigkeit gegen Stress.

Zeitpunkt und Häufigkeit der Düngung

Der richtige Zeitpunkt und die angemessene Häufigkeit der Düngung sind wichtig für gesunde und blühfreudige Geranien.

Saisonale Düngungsplanung für Geranien

Geranien haben je nach Jahreszeit unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse. Im Frühjahr, wenn das Wachstum beginnt, benötigen sie eine stickstoffbetonte Düngung. Während der Hauptblütezeit im Sommer ist eine ausgewogene Versorgung mit allen Hauptnährstoffen wichtig. Im Spätsommer sollte die Düngung reduziert werden, um die Pflanzen auf den Winter vorzubereiten.

Anpassung der Düngung an Wachstumsphasen

Junge Geranien benötigen mehr Stickstoff für ein kräftiges Wachstum, während blühende Pflanzen von einer erhöhten Kalium-Gabe profitieren. Bei der Verwendung selbst hergestellter Dünger kann man die Zusammensetzung entsprechend anpassen, indem man beispielsweise im Frühjahr mehr Brennnesseljauche und zur Blütezeit mehr Beinwell-Dünger verwendet.

Überwinterung und reduzierte Düngung

Während der Überwinterung stellen Geranien ihr Wachstum weitgehend ein. In dieser Zeit benötigen sie kaum Nährstoffe. Eine Düngung sollte in den Wintermonaten ganz unterbleiben, da sie sonst zu schwachem, anfälligem Wachstum führen kann. Erst wenn im Frühjahr neue Triebe erscheinen, kann mit einer vorsichtigen Düngung begonnen werden.

Anzeichen von Nährstoffmangel erkennen

Trotz sorgfältiger Pflege können Geranien Mangelerscheinungen zeigen. Typische Anzeichen sind Verfärbungen der Blätter, vermindertes Wachstum oder reduzierte Blütenbildung. Gelbliche Blätter deuten oft auf Stickstoffmangel hin, während violette Verfärbungen auf einen Phosphormangel hinweisen können. Bei Kaliummangel werden die Blattränder oft braun. In solchen Fällen kann eine gezielte Düngung mit dem fehlenden Nährstoff Abhilfe schaffen.

Mit diesen nachhaltigen Düngungsmethoden und einem guten Gespür für die Bedürfnisse der Pflanzen können Geranien umweltfreundlich zu prächtiger Blüte gebracht werden. Die Kombination verschiedener Techniken ermöglicht eine optimale Versorgung und fördert gleichzeitig die Bodengesundheit – ein Gewinn für Gärtner und Natur.

Bodenverbesserung für nachhaltige Nährstoffversorgung bei Geranien

Geranien sind zwar recht anspruchslos, aber für ein üppiges Blütenmeer brauchen sie einen guten Boden. Hier einige Möglichkeiten, wie wir den Boden verbessern können, damit unsere Geranien optimal wachsen.

Die Bedeutung der Bodenstruktur für Geranien

Geranien bevorzugen lockeren Boden. Ein luftiger Boden lässt die Wurzeln atmen und verhindert Staunässe. Ist der Boden zu schwer, können wir ihn mit Sand oder feinem Kies auflockern. Allerdings sollte er auch nicht zu sandig sein, um ein schnelles Austrocknen zu vermeiden.

Humusaufbau durch organische Substanzen

Humus speichert Wasser und Nährstoffe und macht den Boden krümelig. Wir können ihn selbst herstellen:

  • Kompost unterarbeiten
  • Mulchen mit Rasenschnitt oder Laub
  • Gründüngung im Herbst aussäen

Mit der Zeit verbessert sich der Boden - zum Vorteil unserer Geranien.

Einsatz von Effektiven Mikroorganismen (EM)

EM können die Bodenstruktur verbessern und Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar machen. Sie sind als Flüssigkeit oder Pulver erhältlich und lassen sich einfach in die Erde einarbeiten. Die Wirksamkeit wird unterschiedlich bewertet, ein Versuch kann sich lohnen.

Terra Preta: Antike Methode für moderne Gärten

Terra Preta ist eine Technik aus dem Amazonasgebiet. Dabei wird Holzkohle mit organischem Material und Mikroorganismen gemischt. Das Ergebnis ist ein fruchtbarer Boden, der Nährstoffe und Wasser gut speichert. Für Geranien können wir eine kleinere Version herstellen:

  • Holzkohle (nicht die vom Grill!) zerkleinern
  • Mit Kompost und etwas Erde mischen
  • Effektive Mikroorganismen dazugeben
  • Alles gut vermengen und in die obere Bodenschicht einarbeiten

Nach einiger Zeit entsteht ein nährstoffreicher Boden für unsere Geranien.

Vermeidung von Überdüngung und Umweltbelastung

Übermäßige Düngung kann Geranien schaden und die Umwelt belasten. Hier einige Tipps zur richtigen Vorgehensweise:

Risiken der Überdüngung für Pflanze und Umwelt

Zu viel Dünger kann Geranien schädigen. Die Blätter können braun werden, die Blüten verkümmern. Überschüssiger Dünger kann ins Grundwasser und in Gewässer gelangen, was zu Algenwachstum und Fischsterben führen kann. Vorsicht ist geboten.

Richtige Dosierung organischer Dünger

Bei organischen Düngern ist eine Überdüngung zwar seltener, aber möglich. Es empfiehlt sich, öfter kleine Mengen statt einmal viel zu düngen. Selbst gemachte Jauchen sollten stark verdünnt werden. Kompost sollte nicht dicker als 2 cm aufgetragen werden. Im Zweifelsfall die Packungsanweisung beachten oder fachkundigen Rat einholen.

Nährstoffauswaschung minimieren

Um Nährstoffe bei den Geranien zu halten, können wir folgende Methoden anwenden:

  • Mulchen zur Bodenbedeckung
  • Maßvolles Gießen
  • Verwendung langsam wirkender organischer Dünger
  • Einsatz von Tröpfchenbewässerung

Alternativen zu synthetischen Düngern

Statt synthetischer Dünger gibt es umweltfreundliche Alternativen:

  • Kompost: Reich an Nährstoffen
  • Hornspäne: Langsam wirkend, stickstoffreich
  • Knochenmehl: Liefert Phosphor für Wurzelwachstum
  • Algenkalk: Reich an Spurenelementen
  • Brennnesseljauche: Selbst herstellbar und nährstoffreich

Diese natürlichen Dünger fördern das Wachstum der Geranien und schonen die Umwelt.

Praktische Tipps für die umweltfreundliche Geranien-Düngung

Hier einige konkrete Anwendungen für eine optimale und umweltfreundliche Versorgung unserer Geranien.

Durchführung einer Bodenanalyse

Eine Bodenanalyse gibt Aufschluss über fehlende Nährstoffe und den pH-Wert. So geht's:

  • Bodenprobe an verschiedenen Stellen entnehmen
  • In einem Bodenlabor untersuchen lassen
  • Ergebnisse auswerten und Düngung anpassen

Diese Vorgehensweise kann langfristig Zeit, Geld und Aufwand sparen.

Erstellen eines Düngeplans

Ein Düngeplan hilft bei der Übersicht. Ein Beispiel:

  • Frühjahr: Kompost unterarbeiten
  • Mai: Erste Gabe Hornspäne
  • Juni-August: Alle 2 Wochen mit verdünnter Brennnesseljauche gießen
  • September: Letzte Düngung mit Algenkalk

Der Plan sollte an die spezifischen Bedürfnisse der Geranien und den Standort angepasst werden.

Kombinieren verschiedener organischer Düngemethoden

Eine Kombination verschiedener Düngemethoden versorgt Geranien umfassend. Beispiel:

  • Grundversorgung mit Kompost
  • Gelegentliche Flüssigdüngung mit Brennnesseljauche
  • Mulchen mit Grasschnitt
  • Gelegentliche Zugabe von Hornspänen

So erhalten die Pflanzen eine ausgewogene Nährstoffversorgung.

Dokumentation und Beobachtung der Pflanzentwicklung

Genaue Beobachtung hilft, die Bedürfnisse der Geranien besser zu verstehen. Ein Garten-Tagebuch kann nützlich sein:

  • Düngezeitpunkte notieren
  • Pflanzenentwicklung dokumentieren
  • Probleme (Verfärbungen, Schädlinge) festhalten
  • Blütezeiten vermerken

Mit der Zeit entwickeln wir ein gutes Gespür für unsere Geranien und können ihre Pflege optimal an ihre Bedürfnisse anpassen. Gleichzeitig tragen wir zum Umweltschutz bei. Mit dieser Herangehensweise werden unsere Geranien mit üppiger Blütenpracht belohnen.

Fortgeschrittene Techniken für umweltfreundliche Geranien-Düngung

Hydroponik mit organischen Nährlösungen

Hydroponik ermöglicht die Kultivierung von Geranien ohne Erde. Die Wurzeln werden direkt in einer Nährlösung gehalten. Für eine umweltfreundliche Variante eignen sich organische Nährlösungen wie selbst angesetzter Komposttee oder verdünnte Brennnesseljauche. Die Pflanzen nehmen die Nährstoffe direkt auf, was das Wachstum fördert. Bei der Dosierung ist Vorsicht geboten, da zu viel die Wurzeln schädigen kann.

Aquaponik: Fischzucht und Pflanzendüngung im Doppelpack

Aquaponik verbindet Fischzucht mit Pflanzenkultivierung - ein Mini-Ökosystem für den Garten. Die Ausscheidungen der Fische düngen die Geranien, während die Pflanzen das Wasser für die Fische reinigen. Für Geranien eignet sich ein System mit Goldfischen oder Kois. Die Wasserwerte müssen stimmen, da zu viel Ammoniak den Pflanzen schaden kann.

Vermikompostierung für nährstoffreichen Wurmhumus

Bei der Vermikompostierung verwandeln Kompostwürmer Küchenabfälle in hochwertigen Wurmhumus. Dieser enthält Nährstoffe und nützliche Mikroorganismen für die Geranien. Ein Esslöffel Wurmhumus monatlich um die Pflanze gestreut, reicht meist aus. Zu viel kann die Geranien jedoch "verbrennen" - also sparsam verwenden.

Biokohle als Bodenverbesserer und CO2-Speicher

Biokohle, hergestellt durch Verkohlung von Pflanzenresten, verbessert die Geranienerde. Ihre poröse Struktur speichert Wasser und Nährstoffe und gibt sie langsam ab. Zudem bindet sie CO2 im Boden. Ein Schuss Biokohle unter die Topferde gemischt, fördert kräftiges Wachstum. Biokohle allein reicht jedoch nicht als Dünger.

Ökologische Vorteile der umweltfreundlichen Düngung

Mehr Leben im Garten: Förderung der Biodiversität

Umweltfreundliche Düngung schafft ein kleines Paradies für Krabbeltiere und Mikroorganismen. Organische Dünger locken Regenwürmer an, die den Boden durchlüften. Nützliche Bakterien und Pilze bilden ein unterirdisches Netzwerk. Bienen und Schmetterlinge profitieren indirekt durch mehr Blüten. Diese positiven Effekte lassen sich vom Balkon oder Garten aus beobachten.

Kleiner ökologischer Fußabdruck, große Wirkung

Umweltfreundliche Düngung bei Geranien reduziert den Einsatz künstlicher Dünger, deren Herstellung energieintensiv ist. Stattdessen werden vorhandene Ressourcen wie Küchenabfälle und Pflanzenreste genutzt. Dies spart Geld und schont Ressourcen - ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung.

Saubere Gewässer dank überlegter Düngung

Überdüngung belastet Seen und Flüsse durch Algenwachstum und Sauerstoffmangel. Umweltfreundliche Düngung bei Geranien trägt zur Lösung bei. Organische Dünger werden langsamer freigesetzt und besser im Boden gebunden, wodurch weniger Nährstoffe ins Grundwasser gelangen. Dies schützt unsere Gewässer, beginnend auf dem eigenen Balkon.

Klimaschutz im Kleinen: Nachhaltige Praktiken im Garten

Jede Pflanze bindet CO2. Nachhaltige Pflege verstärkt diesen Effekt. Kompostierung und Biokohle binden zusätzlich Kohlenstoff im Boden. Energie für die Produktion künstlicher Dünger wird eingespart. Gesunde, kräftige Pflanzen binden mehr CO2 als kränkelnde. So trägt jede gepflegte Geranie zum Klimaschutz bei.

Ein grüner Daumen für eine grünere Zukunft

Umweltfreundliche Düngung von Geranien ist mehr als Pflanzenpflege - es ist eine Einstellung. Die Möglichkeiten reichen von Hydroponik über Wurmkompost bis zu Biokohle. Jede Methode trägt zum Umweltschutz bei, sei es Biodiversität, Gewässerschutz oder Klimaschutz.

Diese Art der Pflanzenpflege erfordert Aufmerksamkeit und Geduld, belohnt aber mit gesunden, blühenden Geranien und gutem Gewissen. Es ist beeindruckend, wie viel Einfluss einfache Mittel haben können.

Experimentieren Sie mit den verschiedenen Methoden und beobachten Sie die Veränderungen. Jeder Geranientopf kann ein kleines Ökosystem sein, das zur großen Veränderung beiträgt. Vielleicht inspirieren Sie damit auch Ihre Nachbarn zu einem umweltfreundlicheren Garten. Denn positive Veränderungen beginnen oft im Kleinen - oder in diesem Fall, im Blumentopf.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wie oft sollten Geranien gedüngt werden?
    Geranien sollten während der Hauptwachstumsphase von Mai bis September alle 2-3 Wochen gedüngt werden. Im Frühjahr, wenn das Wachstum beginnt, ist eine erste Düngung mit stickstoffbetontem organischem Dünger empfehlenswert. Während der Blütezeit im Sommer benötigen sie eine ausgewogene Versorgung mit allen Hauptnährstoffen. Bei Verwendung von Flüssigdünger wie verdünnter Brennnesseljauche kann alle 2 Wochen gedüngt werden. Langzeitdünger wie Kompost oder Hornspäne wirken über mehrere Monate und müssen seltener angewendet werden. Im Spätsommer sollte die Düngung reduziert werden, um die Pflanzen auf den Winter vorzubereiten. Während der Überwinterung stellen Geranien ihr Wachstum ein und benötigen keine Nährstoffe. Eine Düngung in den Wintermonaten sollte ganz unterbleiben, da sie zu schwachem, anfälligem Wachstum führen kann.
  2. Welche organischen Dünger eignen sich am besten für Geranien?
    Für Geranien eignen sich verschiedene organische Dünger hervorragend. Kompost ist eine nährstoffreiche Grundlage, die die Bodenstruktur verbessert und langsam Nährstoffe abgibt. Hornspäne liefern gleichmäßig Stickstoff über mehrere Monate und sind besonders für die Wachstumsphase geeignet. Brennnesseljauche ist ein selbst herstellbarer Kraftdünger, der reich an Stickstoff ist und verdünnt angewendet wird. Guano bietet viel Phosphor für die Blütenbildung, während Algenkalk wertvolle Spurenelemente beisteuert. Wurmhumus aus der Vermikompostierung enthält sowohl Nährstoffe als auch nützliche Mikroorganismen. Knochenmehl fördert das Wurzelwachstum durch seinen Phosphorgehalt. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine große Auswahl hochwertiger organischer Dünger und können bei der optimalen Produktwahl für verschiedene Geranien-Standorte beraten.
  3. Warum ist der pH-Wert bei der Geranien-Düngung wichtig?
    Der pH-Wert des Bodens beeinflusst entscheidend, wie gut Geranien Nährstoffe aufnehmen können. Geranien bevorzugen einen leicht sauren bis neutralen Boden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0. In diesem optimalen Bereich sind die meisten Nährstoffe für die Pflanzenwurzeln verfügbar. Bei zu saurem Boden (pH unter 5,5) können bestimmte Nährstoffe wie Phosphor und Kalium schlecht aufgenommen werden, während andere wie Eisen und Mangan in toxischen Mengen verfügbar sein können. Bei zu alkalischem Boden (pH über 7,0) werden Spurenelemente wie Eisen, Mangan und Zink schlecht verfügbar, was zu Mangelerscheinungen führt. Falls Geranien trotz guter Düngung schwach aussehen, könnte ein ungünstiger pH-Wert die Ursache sein. Ein einfacher pH-Test aus dem Gartencenter bringt Klarheit und ermöglicht gezielte Bodenverbesserungsmaßnahmen für optimale Nährstoffverfügbarkeit.
  4. Wie stellt man Brennnesseljauche als Dünger für Geranien her?
    Brennnesseljauche ist ein kraftvoller, selbstgemachter Dünger für Geranien. Für die Herstellung werden etwa 1 kg frische Brennnesseln (ohne Samen) in 10 Liter Wasser eingeweicht. Verwenden Sie einen Eimer aus Kunststoff oder Email, da Metall korrodieren kann. Die zerkleinerten Brennnesseln werden mit Wasser bedeckt und an einem sonnigen Platz etwa 2 Wochen lang stehen gelassen. Täglich umrühren beschleunigt die Gärung. Die Jauche ist fertig, wenn sie dunkel wird und nicht mehr schäumt. Der intensive Geruch ist normal und zeigt die hohe Nährstoffkonzentration an. Vor der Anwendung muss die Jauche im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt werden. Für Geranien reicht eine Anwendung alle 2 Wochen während der Wachstumszeit. Die nährstoffreiche Brennnesseljauche liefert hauptsächlich Stickstoff und fördert das Blattwachstum sowie die allgemeine Vitalität der Geranien.
  5. Was ist Bokashi und wie wird es bei Geranien angewendet?
    Bokashi ist eine japanische Fermentationsmethode zur Herstellung hochwertigen organischen Düngers aus Küchenabfällen. Dabei werden Obst- und Gemüsereste mit speziellen Effektiven Mikroorganismen (EM) versetzt und in einem luftdicht verschlossenen Behälter fermentiert. Nach etwa 2 Wochen entsteht ein nährstoffreicher, leicht säuerlicher Dünger, der das Bodenleben aktiviert und die Pflanzen stärkt. Für Geranien ist Bokashi besonders wertvoll, da es langsam Nährstoffe freisetzt und den Boden nicht übersäuert. Die Anwendung erfolgt durch Einarbeiten kleiner Mengen in die Topferde oder als Mulchschicht um die Pflanzen. Bokashi verbessert die Bodenstruktur, fördert nützliche Mikroorganismen und macht die Geranien widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Im Gegensatz zu herkömmlicher Kompostierung findet bei Bokashi keine Verrottung, sondern eine Fermentation statt, wodurch mehr Nährstoffe erhalten bleiben und unangenehme Gerüche vermieden werden.
  6. Worin unterscheiden sich Pelargonien und andere Balkonblumen in der Düngung?
    Pelargonien (umgangssprachlich Geranien) haben im Vergleich zu anderen Balkonblumen spezielle Düngeansprüche. Sie sind relativ anspruchslos, benötigen aber eine ausgewogene Nährstoffversorgung für ihre lange Blühzeit von Mai bis Oktober. Im Gegensatz zu Petunien, die sehr nährstoffhungrig sind, kommen Pelargonien mit moderater Düngung aus. Während Begonien eher wenig Dünger vertragen, profitieren Pelargonien von regelmäßigen, aber nicht übermäßigen Nährstoffgaben. Besonders wichtig ist bei Pelargonien der Kaliumanteil für die Blütenbildung und Widerstandsfähigkeit. Fuchsien bevorzugen eher stickstoffbetonte Düngung für ihr Blattwachstum, während Pelargonien eine ausgewogene NPK-Versorgung benötigen. Der pH-Wert ist bei Pelargonien weniger kritisch als bei azaleenähnlichen Balkonblumen. Auch vertragen Pelargonien organische Dünger sehr gut und reagieren positiv auf selbstgemachte Brennnesseljauche, während andere Balkonblumen empfindlicher auf solche Hausmittel reagieren können.
  7. Wie unterscheidet sich die Düngung von Geranien in Kübeln und im Beet?
    Die Düngung von Geranien unterscheidet sich je nach Standort erheblich. Kübelpflanzen haben einen begrenzten Wurzelraum und sind daher auf regelmäßige Nährstoffzufuhr angewiesen. Sie benötigen alle 2-3 Wochen eine Düngergabe, da Nährstoffe durch häufiges Gießen schneller ausgewaschen werden. Flüssigdünger oder gut lösliche organische Dünger sind hier ideal. Im Beet hingegen haben Geranien Zugang zu einem größeren Bodenvolumen mit natürlichen Nährstoffreserven. Hier reicht oft eine Grunddüngung mit Kompost im Frühjahr plus 1-2 Nachdüngungen während der Saison. Beetgeranien können von Mulchen mit Grasschnitt oder Laub profitieren, was bei Kübelpflanzen unpraktisch ist. Die Wasserspeicherung ist im Beet besser, daher weniger Nährstoffverlust durch Auswaschung. Kübelpflanzen benötigen gezielteren Dünger mit schneller Verfügbarkeit, während Beetpflanzen auch langsam wirkende organische Dünger wie Hornspäne gut verwerten können. Die Bodenanalyse ist im Beet sinnvoller als bei Kübelpflanzen mit Fertigsubstrat.
  8. Welche Anzeichen deuten auf Nährstoffmangel bei Geranien hin?
    Nährstoffmangel bei Geranien zeigt sich durch verschiedene charakteristische Symptome. Stickstoffmangel äußert sich durch gelbliche Verfärbungen der älteren Blätter, beginnend von unten, sowie schwaches Wachstum und reduzierte Blütenbildung. Phosphormangel zeigt sich durch violette oder rötliche Verfärbungen der Blätter, besonders der Blattunterseiten, und verzögerte Blütenentwicklung. Bei Kaliummangel werden die Blattränder braun und vertrocknet, die Pflanzen sind anfälliger für Krankheiten und die Blütenfarben sind schwächer. Eisenmangel verursacht Gelbfärbung zwischen den Blattadern (Chlorose), während die Adern selbst grün bleiben. Magnesiummangel führt zu gelblichen Flecken auf älteren Blättern. Calciummangel zeigt sich durch nekrotische Blattspitzen. Allgemeine Mangelerscheinungen sind verkümmertes Wachstum, weniger und kleinere Blüten, erhöhte Krankheitsanfälligkeit und vorzeitiger Blattfall. Bei mehreren Symptomen gleichzeitig liegt oft ein allgemeiner Nährstoffmangel vor, der durch ausgewogene organische Düngung behoben werden kann.
  9. Wo kann man hochwertigen organischen Dünger für Geranien kaufen?
    Hochwertigen organischen Dünger für Geranien gibt es in verschiedenen Bezugsquellen. Gartenfachgeschäfte bieten die beste Beratung und führen meist eine große Auswahl an Spezialdüngern für Balkonpflanzen. Baumärkte haben oft günstigere Preise, aber weniger Fachwissen. Online-Shops ermöglichen bequemes Bestellen mit detaillierten Produktbeschreibungen. Samen.de, ein etablierter Spezialist für Gartenbedarf, führt eine umfangreiche Auswahl hochwertiger organischer Dünger und bietet fachkundige Beratung für die optimale Geranien-Düngung. Reformhäuser und Bioläden führen oft kleinere Mengen organischer Dünger. Landwirtschaftliche Genossenschaften verkaufen größere Gebinde für Gärtner mit vielen Pflanzen. Beim Online-Kauf sollten Kundenbewertungen und Produktzusammensetzung beachtet werden. Wichtig ist, auf Qualitätszertifikate wie das Bio-Siegel zu achten. Regionale Anbieter von Kompost und Pferdemist bieten oft günstige, naturbelassene Alternativen. Der beste Bezugsort hängt von der gewünschten Menge, dem Budget und der benötigten Beratung ab.
  10. Welche Kriterien sind beim Kauf von Biodünger für Balkonpflanzen wichtig?
    Beim Kauf von Biodünger für Balkonpflanzen sollten mehrere Qualitätskriterien beachtet werden. Die Nährstoffzusammensetzung muss auf Balkonpflanzen abgestimmt sein - ideal ist ein ausgewogenes NPK-Verhältnis mit zusätzlichen Spurenelementen. Bio-Zertifizierungen wie das EU-Bio-Siegel oder Demeter garantieren die Herkunft aus ökologischem Anbau. Die Freisetzungsgeschwindigkeit ist wichtig: Für Kübelpflanzen eignen sich sowohl schnell als auch langsam wirkende Dünger. Pelletierte oder granulierte Formen sind bei Balkonkästen praktischer als Pulver. Der pH-Wert des Düngers sollte die Bodenreaktion nicht negativ beeinflussen. Geruch spielt auf dem Balkon eine Rolle - stark riechende Dünger können störend sein. Die Ergiebigkeit bestimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen geprüfte Biodünger mit detaillierten Anwendungshinweisen. Zusätzliche Inhaltsstoffe wie Mykorrhiza oder Mikroorganismen können den Düngerwert erhöhen. Verpackungsgröße sollte dem tatsächlichen Bedarf entsprechen, da organische Dünger begrenzt haltbar sind.
  11. Wie funktioniert die Symbiose zwischen Mykorrhiza-Pilzen und Geranien-Wurzeln?
    Die Symbiose zwischen Mykorrhiza-Pilzen und Geranien-Wurzeln ist eine faszinierende Partnerschaft, von der beide Seiten profitieren. Die Pilzfäden (Hyphen) umhüllen und durchdringen die Geranienwurzeln und bilden ein weit verzweigtes Netzwerk im Boden. Dieses Netzwerk vergrößert die effektive Wurzeloberfläche um das 10-1000fache und ermöglicht den Geranien den Zugang zu Nährstoffen und Wasser in größerer Entfernung. Die Pilze sind besonders effektiv bei der Aufnahme von Phosphor, Stickstoff und Spurenelementen, die sie an die Pflanze weiterleiten. Im Gegenzug erhalten die Pilze von den Geranien Zucker und andere Kohlenhydrate, die durch die Photosynthese entstehen. Diese Symbiose stärkt die Widerstandsfähigkeit der Geranien gegen Trockenheit, Krankheiten und Schädlinge. Mykorrhiza-Pilze verbessern auch die Bodenstruktur durch ihre klebrigen Ausscheidungen, die Bodenpartikel zusammenhalten. Für Geranien bedeutet diese Partnerschaft besseres Wachstum, intensivere Blütenfarben und erhöhte Stresstoleranz bei reduzierten Düngergaben.
  12. Welche Rolle spielen Mikroorganismen bei der organischen Düngung von Geranien?
    Mikroorganismen spielen eine zentrale Rolle bei der organischen Düngung von Geranien. Bakterien, Pilze und andere Kleinstlebewesen zersetzen organische Dünger wie Kompost, Hornspäne oder Brennnesseljauche und wandeln sie in pflanzenverfügbare Nährstoffe um. Dieser biologische Abbauprozess erfolgt schrittweise und stellt Nährstoffe bedarfsgerecht zur Verfügung, was Überdüngung verhindert. Stickstofffixierende Bakterien können aus der Luft Stickstoff gewinnen und für Pflanzen verfügbar machen. Phosphat-mobilisierende Bakterien lösen gebundene Phosphorverbindungen im Boden und machen sie für Geranien zugänglich. Mikroorganismen produzieren auch Wachstumsregulatoren, Vitamine und Antibiotika, die das Pflanzenwachstum fördern und Krankheiten vorbeugen. Sie verbessern die Bodenstruktur durch ihre Schleimausscheidungen, die Bodenpartikel zu Krümeln verbinden. Ein aktives Bodenleben erhöht die Wasserspeicherfähigkeit und Durchlüftung. Effektive Mikroorganismen (EM) können gezielt zugegeben werden, um diese Prozesse zu verstärken und die Gesamtgesundheit der Geranien zu fördern.
  13. Wie beeinflusst der Humusaufbau die Nährstoffversorgung von Geranien?
    Humusaufbau ist fundamental für die optimale Nährstoffversorgung von Geranien. Humus fungiert als natürlicher Nährstoffspeicher, der organische und mineralische Nährstoffe bindet und sie langsam an die Pflanzenwurzeln abgibt. Diese Pufferfunktion verhindert Nährstoffverluste durch Auswaschung und stellt eine gleichmäßige Versorgung sicher. Humus verbessert die Kationenaustauschkapazität des Bodens, wodurch wichtige Nährstoffe wie Kalium, Calcium und Magnesium besser gespeichert werden können. Die schwammartige Struktur des Humus erhöht die Wasserspeicherfähigkeit erheblich, was besonders für Kübel-Geranien vorteilhaft ist. Humus fördert das Bodenleben durch Nahrung für Mikroorganismen, die wiederum Nährstoffe für Pflanzen verfügbar machen. Der pH-Wert wird durch Humus gepuffert und in einem für Geranien günstigen Bereich stabilisiert. Langfristig verbessert Humus die Bodenstruktur, wodurch Wurzeln leichter wachsen und Nährstoffe aufnehmen können. Durch regelmäßige Kompostgaben und Mulchen kann der Humusgehalt kontinuierlich aufgebaut werden, was die Düngungsintervalle verlängert.
  14. Was passiert bei der Vermikompostierung und wie profitieren Geranien davon?
    Vermikompostierung ist ein biologischer Prozess, bei dem Kompostwürmer (meist Eisenia fetida) organische Abfälle in hochwertigen Wurmhumus umwandeln. Die Würmer fressen Küchenabfälle, Gartenreste und Papier und scheiden nährstoffreichen Wurmkot aus. Dabei durchlaufen die organischen Materialien den Verdauungstrakt der Würmer, wo sie mit Verdauungsenzymen und nützlichen Mikroorganismen angereichert werden. Der entstehende Wurmhumus enthält deutlich mehr verfügbare Nährstoffe als herkömmlicher Kompost und hat eine krümelige, wasserspeichernde Struktur. Geranien profitieren von Wurmhumus durch die langsame, gleichmäßige Nährstofffreisetzung, die Überdüngung verhindert. Die enthaltenen Wachstumshormone und Enzyme fördern die Wurzelbildung und Blütenentwicklung. Wurmhumus verbessert die Bodenbiologie durch Millionen nützlicher Mikroorganismen, die Krankheiten unterdrücken und die Nährstoffverfügbarkeit erhöhen. Ein Esslöffel Wurmhumus monatlich um die Geranien gestreut reicht oft aus. Die Anwendung ist geruchlos und eignet sich daher besonders für Balkonpflanzen.
  15. Wie erstellt man einen saisonalen Düngeplan für Geranien?
    Ein saisonaler Düngeplan für Geranien orientiert sich am natürlichen Wachstumszyklus und den wechselnden Nährstoffbedürfnissen. Im Frühjahr (März-April) beginnt die Saison mit Kompost oder gut verrottetem Mist als Grunddüngung beim Einpflanzen. Ab Mai erfolgt die erste Gabe mit stickstoffbetontem organischem Dünger wie Hornspänen für das Anwachsen. Während der Hauptwachstumszeit (Juni-August) ist alle 2-3 Wochen eine ausgewogene Düngung nötig - alternierend zwischen Flüssigdünger (verdünnte Brennnesseljauche) und Granulat. In der Hochblütephase sollte kaliumreicher Dünger bevorzugt werden. September markiert die letzte Düngung mit kaliumbetontem Dünger zur Wintervorbereitung. Von Oktober bis Februar ist Düngepause. Der Plan sollte an Standort (Kübel braucht häufigere Düngung als Beet), Witterung (bei Regen weniger düngen) und Pflanzenreaktion angepasst werden. Ein Garten-Tagebuch hilft, Düngetermine und Pflanzenwachstum zu dokumentieren. Bei Mangelerscheinungen kann gezielt nachgedüngt werden. Wichtig ist, nie bei trockener Erde zu düngen.
  16. Wie führt man eine Bodenanalyse für Geranien durch?
    Eine Bodenanalyse für Geranien gibt wichtige Informationen über Nährstoffgehalt und pH-Wert. Für eine aussagekräftige Probe werden an verschiedenen Stellen des Beetes etwa 15 cm tiefe Bodenproben entnommen und vermischt. Bei Kübelpflanzen reicht eine Probe aus der Topfmitte. Die Proben sollten bei trockenem Wetter genommen werden, nicht direkt nach der Düngung. Einfache pH-Test-Sets aus dem Gartencenter geben erste Anhaltspunkte. Für genauere Ergebnisse eignen sich Bodenlabore, die Nährstoffgehalte (NPK), Spurenelemente, Humusgehalt und pH-Wert bestimmen. Online-Anbieter versenden Testkits mit vorfrankierten Rücksendetaschen. Die Analyse kostet etwa 20-40 Euro und dauert 1-2 Wochen. Alternative sind digitale pH-Messgeräte für etwa 15-30 Euro. Schnelltests für Heimgärtner messen die wichtigsten Parameter in wenigen Minuten. Die Ergebnisse zeigen, welche Nährstoffe fehlen und ob der pH-Wert angepasst werden muss. Basierend auf den Werten kann die Düngung gezielt optimiert werden. Eine Wiederholung alle 2-3 Jahre ist sinnvoll.
  17. Stimmt es, dass chemische Dünger immer besser wirken als organische?
    Nein, chemische Dünger wirken nicht immer besser als organische, sie wirken nur anders. Chemische Dünger zeigen schnellere, sichtbare Effekte, da ihre Nährstoffe sofort verfügbar sind. Dies kann bei akutem Nährstoffmangel hilfreich sein. Organische Dünger wirken langsamer, aber nachhaltiger und umfassender. Sie verbessern langfristig die Bodenstruktur, fördern das Bodenleben und reduzieren das Risiko von Überdüngung und Nährstoffauswaschung. Bei Geranien zeigen Studien, dass organisch gedüngte Pflanzen oft widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Stress sind. Die Blütenqualität ist häufig intensiver und länger anhaltend. Organische Dünger enthalten zusätzlich Spurenelemente und organische Verbindungen, die chemische Dünger meist nicht bieten. Chemische Dünger können bei unsachgemäßer Anwendung Wurzeln verbrennen und Mikroorganismen im Boden schädigen. Für Geranien ist eine Kombination oft optimal: organische Grundversorgung mit gelegentlicher mineralischer Ergänzung bei Bedarf. Die Wahl hängt von Zielen, Umweltbewusstsein und Anwendungssituation ab. Langfristig ist organische Düngung nachhaltiger und bodenschonender.
  18. Gibt es regionale Unterschiede bei der Geranien-Düngung in Deutschland?
    Ja, es gibt durchaus regionale Unterschiede bei der Geranien-Düngung in Deutschland, die hauptsächlich auf Klima, Bodenbeschaffenheit und örtliche Gegebenheiten zurückzuführen sind. In Norddeutschland mit häufigeren Niederschlägen werden Nährstoffe schneller ausgewaschen, weshalb häufigere, aber schwächere Düngungen empfehlenswert sind. Süddeutschland mit oft kalkreicheren Böden kann höhere pH-Werte aufweisen, die die Eisenaufnahme beeinträchtigen können. Küstenregionen haben salzhaltige Luft, die zusätzlichen Stress bedeutet und angepasste Düngung erfordert. Gebirgsregionen mit kürzeren Vegetationsperioden benötigen intensivere Frühjahrs- und reduzierte Herbstdüngung. Sandböden in Brandenburg erfordern häufigere Düngung und Mulchen, während Lehm- und Tonböden in anderen Regionen Nährstoffe besser speichern. Industriegebiete mit höherer Luftverschmutzung können erhöhten Stress für Geranien bedeuten. Regionale Kompostqualität variiert je nach verfügbaren organischen Materialien. Weinbaugebiete haben oft bereits optimierte Böden für Pflanzen. Diese Unterschiede sollten bei der Düngeplanung berücksichtigt werden.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Naturdünger und Biodünger?
    Naturdünger und Biodünger werden oft synonym verwendet, haben aber feine Unterschiede in Definition und Herkunft. Naturdünger sind alle Düngemittel natürlichen Ursprungs wie Mist, Kompost, Hornspäne, Knochenmehl oder Guano. Sie können sowohl aus konventioneller als auch biologischer Herstellung stammen. Biodünger hingegen sind spezifisch nach biologischen/ökologischen Richtlinien hergestellt und zertifiziert. Sie müssen strenge Auflagen erfüllen: keine chemisch-synthetischen Zusätze, kontrollierte Herkunft der Rohstoffe und umweltschonende Produktionsverfahren. Biodünger tragen meist Bio-Siegel oder entsprechende Zertifikate. Ein Hornspäne-Dünger kann natürlich sein, aber nur als Biodünger gelten, wenn die Rinder aus Bio-Haltung stammen und die Verarbeitung ökologischen Standards entspricht. Für Geranien sind beide Varianten geeignet, wobei Biodünger zusätzliche Qualitäts- und Umweltstandards garantieren. Der Preis von Biodünger ist meist höher aufgrund der aufwendigeren Kontrollen und Zertifizierungen. In der Wirkung unterscheiden sie sich bei gleicher Zusammensetzung nicht wesentlich, Biodünger bietet aber mehr Sicherheit bezüglich Schadstofffreiheit.
  20. Wie unterscheidet sich die Nährstoffversorgung von Pflanzennahrung und organischem Pflanzendünger?
    Pflanzennahrung und organischer Pflanzendünger unterscheiden sich grundlegend in ihrer Zusammensetzung und Wirkungsweise. Herkömmliche Pflanzennahrung besteht meist aus wasserlöslichen, mineralischen Salzen, die sofort von den Geranienwurzeln aufgenommen werden können. Sie wirkt schnell, muss aber häufiger angewendet werden und kann bei Überdosierung Wurzeln schädigen. Die Nährstoffe sind in exakt definierter Konzentration verfügbar, können aber leicht ausgewaschen werden. Organischer Pflanzendünger hingegen enthält Nährstoffe in organisch gebundener Form, die erst durch Mikroorganismen zersetzt und für Pflanzen verfügbar gemacht werden müssen. Diese Freisetzung erfolgt langsam und bedarfsgerecht entsprechend der Bodentemperatur und Feuchtigkeit. Zusätzlich zu den Hauptnährstoffen enthalten organische Dünger Spurenelemente, organische Säuren und Wachstumsstoffe. Sie fördern das Bodenleben, verbessern die Bodenstruktur und haben eine Langzeitwirkung. Für Geranien bedeutet dies: Mineralische Pflanzennahrung bei akutem Nährstoffmangel, organischer Dünger für nachhaltige Grundversorgung. Eine Kombination beider Ansätze ist oft optimal.
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