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Steinkraut richtig düngen: wann, womit und wie viel im Beet und Kasten

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Steinkraut nicht stark düngen, denn ein sehr nährstoffreicher Boden fördert Laub statt Blüten.
  • Im Beet entscheidet die Bodenuntersuchung, Kompost kommt im Spätwinter oder Frühjahr.
  • Im Kasten bestimmt die Vordüngung der Erde den Start und die Packung des Düngers die Menge.
  • Nach einer sommerlichen Hitzepause kann eine leichte Gabe mit Wässern und leichtem Rückschnitt die Erholung unterstützen.
  • Steinkraut ist nicht winterhart, eine Herbstdüngung entfällt.
Duft-Steinrich mit weißen Blütenpolstern zwischen Mittagsblumen auf einer Steilküste, dahinter Klippen und Meer
Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz · CC BY-SA 4.0 · Ausschnitt · Quelle ↗

Mein Steinkraut im Balkonkasten bekommt weniger Dünger als die Petunien daneben, und das mit Absicht. Ein sehr nährstoffreicher Boden fördert beim Steinkraut Laub statt Blüten. Wer es zu gut meint, sieht also viel Grün und wenig Blüte. Hier liest du, wann du düngst, womit und wie viel, getrennt nach Beet, Steingarten und Gefäß.

Gemeint ist das Duft-Steinrich mit dem botanischen Namen Lobularia maritima. Felsensteinkraut ist eine andere Pflanze, für sie gelten diese Düngeangaben nicht ohne Weiteres.

Was Steinkraut an Nährstoffen braucht

Steinkraut wünscht sich einen leichten, mäßig nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden in voller Sonne. Für die Düngung heißt die Grundregel deshalb: nicht stark düngen. Ein sehr nährstoffreicher Boden treibt das Laub an, und die Blüten bleiben zurück.

Dazu kommt die Lebensdauer. Steinkraut ist nicht winterhart und wird meist einjährig gezogen, weil es in mehrjähriger Kultur rasch seinen kompakten Wuchs verliert. Seine Blüte reicht von Juni bis Oktober. Für dich bedeutet das: Du planst die Versorgung für eine einzige Saison. Eine Vorratsdüngung für kommende Jahre brauchst du ebenso wenig wie eine Gabe, die die Pflanze auf den Winter vorbereitet.

Ob die Versorgung stimmt, zeigt die Pflanze selbst. Kräftig grüne Blätter und zügiges Wachstum sprechen bei Pflanzen in Kasten und Kübel für eine gute Nährstoffversorgung. Beim Steinkraut schaust du zusätzlich auf den Blütenansatz. Viel Laub bei wenigen Blüten kann darauf hindeuten, dass der Boden eher zu reich als zu arm ist.

Kurz zur Pflanze

Steinkraut ist eine einjährige oder kurzlebig mehrjährige Pflanze, die bis 20 cm hoch wird und duftet. In Intercropping-Versuchen, also im Mischanbau, wurden Schwebfliegen beobachtet, die am Steinkraut Nektar aufnahmen. Das vollständige Porträt mit Ausputzen, Rückschnitt und Vermehrung findest du im Ratgeber, wie du Steinkraut für eine lange Blüte pflegst.

Kurz zum Boden

Beim Boden ist Steinkraut wenig festgelegt. Es kommt mit sauren, neutralen und alkalischen Böden zurecht und wächst auf Kalk-, Ton-, Lehm- und Sandboden, solange er gut durchlässig ist. Wie du den Platz vorbereitest, liest du im Ratgeber, welchen Standort und Boden Steinkraut braucht.

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Bodenart

Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist leichter, mäßig nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden.

Anbauort

Je nach Sorte ist die Kultur im Hochbeet, im Topf oder im Kübel möglich.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Direkt am endgültigen Standort säen.

Pflege

Pflege

Bei mehrjähriger Kultur verliert die Pflanze rasch ihren kompakten Wuchs und wird deshalb meist einjährig gezogen. Am geeigneten Standort kann sie sich selbst aussäen.

Düngung

Nicht stark düngen: Sehr nährstoffreicher Boden fördert Laub statt Blüten. Nach sommerlicher Hitzepause kann eine leichte Düngung zusammen mit Wässern und leichtem Rückschnitt die Erholung bei kühlerem Wetter unterstützen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist einjährig oder kurzlebig mehrjährig.

Verwendung

Die angebotenen Sorten eignen sich für Beet und Balkon.

Aussaatkalender Duft-Steinrich
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: April, Mai, Juni; Blüte: Juni, Juli, August, September, OktoberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberBlüte: OktoberVorkulturAussaatBlüte

Wann du Steinkraut düngst

Einen festen Düngetermin hat Steinkraut nicht. Den Takt gibt die Kulturphase vor, und in jeder Phase trägt etwas anderes die Versorgung. Die Tabelle zeigt dir den Überblick, die Abschnitte darunter die Handgriffe.

Phase Im Beet Im Kasten und Topf
Spätwinter und Frühjahr Bodenuntersuchung, Kompost als Grunddüngung Vorkultur von März bis Mai ohne eigenen Dünger
Säen und Pflanzen Direktsaat von April bis Juni Pflanzung in vorgedüngte Erde, Laufzeit auf der Verpackung prüfen
Blüte von Juni bis Oktober auf Blätter und Blütenansatz achten nachdüngen nach Packungsangabe, nur auf feuchte Erde
Große Hitze Flüssigdünger nur niedrig konzentriert auf angefeuchteten Boden, nicht über das Laub Flüssigdünger nur niedrig konzentriert auf angefeuchtete Erde, nicht über das Laub
Nach der Hitzepause leichte Düngung mit Wässern und leichtem Rückschnitt leichte Düngung mit Wässern und leichtem Rückschnitt
Herbst und Winter keine Düngung keine Düngung

In der Anzucht düngt die Erde mit

Steinkraut ‘Schneeteppich’ kannst du von März bis Mai vorziehen. Ich gebe in dieser Zeit keinen eigenen Dünger, weil die Erde die Versorgung stufenweise übernimmt. Aussaaterde ist nährstoffarm und salzarm. Die Pikiererde enthält etwas Dünger, und die spätere Topferde ist stärker vorgedüngt.

Zahl im Blick

Als allgemeine Orientierung gelten für den Salzgehalt von Substraten unter 0,5 g/l bei Aussaaterde, bis 1,5 g/l beim Pikieren und 2,5 bis 3 g/l bei Kübel- und Balkonkastenerde. Die Erde wird also von Stufe zu Stufe salzreicher.

Bei der Mischung ‘Aphrodite’ ziehst du die Sämlinge nach dem Verpflanzen kühler und hell weiter. Ihre vorgezogenen Tuffs kommen nicht vor Mitte Mai ins Freiland. Wann welche Sommerblume gesät wird, siehst du im Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken.

Beim Säen und Pflanzen ins Beet

Im Beet säst du Steinkraut direkt an seinen endgültigen Platz, die Aussaat läuft von April bis Juni. Vorher klärt eine Bodenuntersuchung, ob und womit du grunddüngst. Sie ist vor einer Neuanlage vorgesehen und danach alle 3 bis 5 Jahre. Vor der Probenahme düngst du nicht.

Kompost bringst du im Spätwinter oder Frühjahr aus, nicht als Gabe im Herbst. So wird weniger Nitrat ausgewaschen. Ich streue ihn vor der Aussaat und arbeite ihn leicht ein. Die Stickstoffnachlieferung aus dem Humus rechnest du mit, sodass die Düngung je nach Nachlieferung kleiner ausfällt oder ganz entfällt.

Im Kasten und Topf: erst die Vordüngung aufbrauchen

Im Gefäß bestimmt die vorgedüngte Erde den Start. Auf ihrer Verpackung prüfst du, wie lange die enthaltene Versorgung reicht. Bei Kübelpflanzen genügt die Grunddüngung üblicher Pflanzerde im Regelfall für etwa 4 bis 6 Wochen. Erst danach beginnst du mit dem Nachdüngen.

Kurz erklärt

Vorgedüngte Blumenerde enthält ab Werk eine Grunddüngung. Wie lange diese Versorgung reicht, steht auf der Verpackung der Erde.

Bei torffreier Erde schaust du genauer hin. Auch vorgedüngt kann dort durch die Torfersatzstoffe zu wenig Stickstoff verfügbar sein. Helles Laub und stockendes Wachstum können ein Hinweis darauf sein.

Während der Blüte und in der Sommerhitze

Die Blüte reicht von Juni bis Oktober. Im Gefäß düngst du in dieser Zeit nach Packungsangabe nach, sobald die Vordüngung erschöpft ist. Im Beet richtest du dich nach Bodenuntersuchung und Pflanze. Kränkelt eine Pflanze im Kasten, setzt du den Dünger aus, bis sie sich erholt hat.

Bei großer Hitze und Trockenheit gibst du Flüssigdünger nur niedrig konzentriert. Er kommt auf vorher angefeuchteten Boden und nicht über das Laub. Macht das Steinkraut in der Sommerhitze eine Pause, kann eine leichte Düngung die Erholung unterstützen, sobald es kühler wird. Sie gehört mit Wässern und einem leichten Rückschnitt zusammen. Wie du dabei schneidest, steht im Pflege-Ratgeber zum Steinkraut.

Herbst und Winter: keine Düngung

Steinkraut ist nicht winterhart, deshalb entfällt eine Herbstdüngung. Mineralische Depotdünger und Hornspäne passen ohnehin nicht in den Herbst, weil sie ihre Nährstoffe verzögert freigeben. Für das nächste Jahr ziehst du neue Pflanzen aus Samen. Am geeigneten Standort sät sich Steinkraut auch selbst aus.

Mythos-Check

„Mit etwas Reisig und einer Startdüngung im Frühjahr kommt Steinkraut gut ins zweite Jahr.“ Steinkraut ist nicht winterhart und verliert in mehrjähriger Kultur rasch seinen kompakten Wuchs. Du ziehst es deshalb als Einjährige und beginnst jedes Jahr mit neuen Pflanzen aus Samen.

Womit du Steinkraut düngst

Für Steinkraut reichen zwei Dünger. Im Beet ist es Kompost als Grunddüngung, im Gefäß ein flüssiger Volldünger mit Haupt- und Spurennährstoffen. Kompost kann schwere Böden lockern und in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen verbessern. Damit tut er im Steinkraut-Beet mehr als nur düngen.

Für Gefäße kommen grundsätzlich Langzeitdünger und flüssige Volldünger infrage. Ich nehme für Steinkraut den flüssigen. Depotdünger geben ihre Nährstoffe abhängig von Temperatur und Bodenfeuchte frei, den Zeitpunkt bestimmst du also nicht selbst. Den Flüssigdünger kannst du dagegen gezielt nach der Hitzepause geben, wenn eine leichte Düngung die Erholung unterstützen kann.

Was du weglassen kannst

Ein phosphatbetonter Blütendünger klingt nach mehr Blüten. Als pauschale Strategie zur Blütenförderung ist er fachlich aber nicht sinnvoll. Hornspäne sind ein langsam verfügbarer Stickstoffdünger, der auf Zierbeeten im Frühjahr ausgebracht wird. Beim Steinkraut streue ich sie nicht, weil die Pflanze auf sehr nährstoffreichen Boden mit Laub statt Blüten reagiert.

Brennnesseljauche gilt vielen als natürlicher Dünger. Ihre Nährstoffgehalte schwanken aber mit Pflanzenart, Pflanzenzustand und Erntezeitpunkt, und eine allgemein gültige Menge oder Häufigkeit gibt es nicht. Für eine Pflanze, die nicht stark gedüngt werden soll, lasse ich sie deshalb weg. Holzasche bleibt ebenfalls draußen, auch aus naturbelassenem Holz. Sie gehört weder auf den Kompost noch direkt in den Garten.

Auch Kalk ist kein fester Bestandteil der Steinkraut-Düngung. Gekalkt wird nur, wenn eine Bodenuntersuchung einen für Bodenart und Humusgehalt zu niedrigen pH-Wert zeigt. Liegt der pH-Wert über dem passenden Bereich, kommen weder Kalk noch kalkhaltige Dünger aufs Beet.

Organisch oder mineralisch?

Organische Dünger müssen erst von Bodenlebewesen aufgeschlossen werden und wirken deshalb langsamer als mineralische mit leicht löslichen Nährstoffen. Überdüngen kannst du mit beiden. Die allgemeinen Grundlagen findest du im Überblick, wie du Sommerblumen nach Bedarf gießt und düngst.

Wie viel Dünger Steinkraut verträgt

Statt einer festen Steinkraut-Dosis richtest du die Menge an zwei Dingen aus. Im Beet ist es die Bodenuntersuchung, im Gefäß die Packung des Düngers.

Die Bodenuntersuchung zeigt, ob der Boden unter- oder überversorgt ist, und erlaubt eine passende Düngeempfehlung. Eine Standarduntersuchung erfasst üblicherweise Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf. Ist ein Nährstoff schon sehr hoch versorgt, setzt du die Grunddüngung mit diesem Nährstoff aus.

Zahl im Blick

Als allgemeine Garten-Faustzahl gelten jährlich etwa 3 l Kompost je m². Eine Düngeberechnung speziell fürs Steinkraut ersetzt das nicht. Bei stark überhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten im Boden bringst du weniger Kompost aus.

Im Gefäß hältst du dich an die Dosierungsanweisung des Düngers. Die vorhandene Grunddüngung der Erde rechnest du dabei mit ein. Danach entscheidet der Blick auf die Pflanze. Bleiben die Blätter kräftig grün und wächst sie zügig, ist sie gut versorgt. Treibt sie viel Laub und setzt kaum Blüten an, setzt du mit dem Dünger aus.

Häufiger Fehler

Auf wenige Blüten mit mehr Dünger reagieren. Beim Steinkraut fördert ein sehr nährstoffreicher Boden Laub statt Blüten, eine Extragabe kann das Ungleichgewicht also verstärken.

Mini-Checkliste

Vor jeder Gabe im Kasten klärst du vier Fragen. Ist die Vordüngung der Erde aufgebraucht? Ist die Erde feucht? Herrscht gerade große Hitze? Treibt die Pflanze viel Laub bei wenig Blüten?

Düngung nach Standort: Beet, Steingarten, Kasten

Wo Steinkraut wächst, bestimmt, was seine Versorgung trägt. Die Unterschiede liegen vor allem darin, wie viel Erde den Wurzeln zur Verfügung steht.

Standort Was die Versorgung trägt Wann du nachdüngst
Gartenbeet Boden mit Humus, Kompost im Spätwinter oder Frühjahr nach Bodenuntersuchung und Blick auf die Pflanze
Steingarten mit Sand, Kies und Splitt abgemagerter Boden nur, wenn die Bodenuntersuchung Bedarf zeigt
Kasten, Topf, Ampel vorgedüngte Blumenerde sobald die Vordüngung aufgebraucht ist, nach Packungsangabe

Im Gartenbeet

Im Beet trägt der Boden die Versorgung. Die Grunddüngung richtest du an den untersuchten Nährstoffvorräten aus, den Humus als Stickstoffquelle rechnest du mit. Feste Dünger bringst du möglichst auf feuchten Boden, damit die Nährstoffe gleich wirken können. Organische Dünger geben ihre Nährstoffe je nach Witterung frei. Bei Frost, Trockenheit und stauender Nässe ist die Freisetzung gering, bei feuchtwarmem Wetter können starke Schübe entstehen. In meinem Beet bekommt das Steinkraut den Kompost aus dem Frühjahr, danach schaue ich auf Blätter und Blütenansatz.

Im Steingarten

Für einen Steingarten wird lehmiger Boden mit Sand, Kies und Splitt abgemagert und wasserdurchlässiger gemacht. Das passt zum Steinkraut, das leichten und gut durchlässigen Boden mag. Ob es dort Dünger braucht, zeigt die Bodenuntersuchung. Kalk streust du auch hier nur, wenn der gemessene pH-Wert für die Bodenart zu niedrig liegt.

Im Balkonkasten, Topf und in der Ampel

In Gefäßen sind Wurzelraum und Erdvorrat begrenzt. Mit dem Wachstum wird die Erde durchwurzelt und ausgelaugt, deshalb düngst du hier nach, sobald die Vordüngung aufgebraucht ist. Die Düngerlösung gibst du nur auf feuchte Erde, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen. Halte die Abzugslöcher offen, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Marias Erfahrung

Vor jeder Flüssiggabe fühle ich mit dem Finger auch unter der Oberfläche, ob die Erde im Kasten feucht ist. Ist sie trocken, gieße ich zuerst mit klarem Wasser und dünge erst danach.

Wie du Steinkraut im Kasten und in der Ampel insgesamt kultivierst, zeigt der Ratgeber, wie Steinkraut in Hanging Baskets und Balkonkästen gelingt.

Was sonst noch zum Düngen gehört

Zu viel oder zu wenig erkennen

Viel Laub bei wenigen Blüten kann auf eine zu reiche Versorgung hindeuten. Braune Blattränder und absterbende Wurzeln können im Gefäß auf Salzschäden durch Überdüngung hinweisen, dann wäschst du die Salze mit langsam fließendem Wasser bei freiem Ablauf aus. Mangelzeichen sind am Aussehen allein kaum eindeutig, mehr dazu findest du im Abschnitt zum Gießen und Düngen des Sommerblumen-Überblicks.

Gießen und Düngen zusammen

Bei trockener Erde gießt du zuerst und düngst danach, denn Düngerlösung gehört nur auf feuchte Erde. Welkt das Steinkraut, prüfst du vor dem nächsten Gießen die Erdfeuchte, weil auch Staunässe und Salzschäden Welke auslösen können. Den Wasserbedarf je nach Phase erklärt der Ratgeber, wie viel und wann Steinkraut Wasser braucht.

Mulch und Bodenpflege

Roher, nicht kompostierter Rindenmulch ist für Beete mit Einjahresblumen ungeeignet. Stickstoffarme Mulchstoffe wie Stroh, Holz und Rinde können beim Zersetzen Stickstoff im Boden binden. Mehr zu Mulch und Bodenpflege steht im Sommerblumen-Überblick.

Passt dazu

Ähnlich maßvoll versorgst du andere Sommerblumen. Schmuckkörbchen brauchen im Beet keine zusätzliche Düngung, im Gefäß kann Bedarf entstehen; lies dazu, wie du Schmuckkörbchen ohne Überschuss an Blattmasse düngst. Einjähriges Schleierkraut bevorzugt lockere, nährstoffarme Erde, und wann und womit du Schleierkraut düngst, erklärt sein eigener Ratgeber.

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Häufige Fragen

Wie oft sollte Steinkraut gedüngt werden?
Einen festen Rhythmus gibt es beim Steinkraut nicht, denn ein sehr nährstoffreicher Boden fördert bei ihm Laub statt Blüten. Im Beet richtet sich die Düngung nach einer Bodenuntersuchung und kann je nach Stickstoffnachlieferung aus dem Humus kleiner ausfallen oder ganz entfallen. Im Balkonkasten beginnst du erst, wenn die Vordüngung der Erde aufgebraucht ist, und dosierst nach Packungsangabe. Nach einer sommerlichen Hitzepause kann eine leichte Düngung zusammen mit Wässern und leichtem Rückschnitt die Erholung bei kühlerem Wetter unterstützen.
Welche Dünger eignen sich für Duftsteinrich?
Im Beet eignet sich Kompost als Grunddüngung, den du im Spätwinter oder Frühjahr ausbringst und dessen Menge du an einer Bodenuntersuchung ausrichtest. Im Kasten und Topf passt ein flüssiger Volldünger mit Haupt- und Spurennährstoffen, dosiert nach Packungsangabe und nur auf feuchte Erde gegeben. Phosphatbetonte Blütendünger sind dagegen keine fachlich sinnvolle pauschale Strategie, um mehr Blüten zu bekommen.
Unterscheidet sich die Düngung von Steinkraut im Steingarten von der in Balkonkästen?
Ja, denn im Gefäß sind Wurzelraum und Erdvorrat begrenzt, sodass die Erde mit dem Wachstum durchwurzelt und ausgelaugt wird. Im Balkonkasten düngst du deshalb nach, sobald die Vordüngung aufgebraucht ist, und hältst dich an die Packungsangabe. Für einen Steingarten wird lehmiger Boden mit Sand, Kies und Splitt abgemagert, und ob Steinkraut dort Dünger braucht, zeigt eine Bodenuntersuchung.
Welche Symptome zeigt Steinkraut bei Nährstoffmangel oder Überdüngung?
Viel Laub bei wenigen Blüten kann auf einen zu nährstoffreichen Boden hindeuten. Braune Blattränder zusammen mit absterbenden Wurzeln können besonders im Gefäß auf Salzschäden durch Überdüngung hinweisen. Helles Laub, gehemmtes Wachstum und zuerst gelbe ältere Blätter können auf allgemeinen Nährstoffmangel oder Stickstoffmangel hindeuten, die sich am Aussehen allein kaum unterscheiden lassen. Welkt die Pflanze, prüfst du zuerst die Erdfeuchte, weil auch Wassermangel und Staunässe dahinterstecken können.
Wie beeinflusst das NPK-Verhältnis die Blütenbildung bei Steinkraut?
Ein Blütendünger mit viel Phosphat ist keine fachlich sinnvolle pauschale Strategie, um die Blüte zu fördern. Beim Steinkraut kommt es vor allem darauf an, nicht stark zu düngen, weil ein sehr nährstoffreicher Boden Laub statt Blüten fördert. Im Gefäß kommt ein Volldünger mit Haupt- und Spurennährstoffen infrage, den du nach Packungsangabe dosierst.
Welchen Einfluss hat die Düngung auf die Winterhärte von Steinkraut?
Steinkraut ist nicht winterhart, deshalb ergibt eine Herbstdüngung zur Vorbereitung auf den Winter keinen Sinn. Es wird meist einjährig gezogen, weil es in mehrjähriger Kultur rasch seinen kompakten Wuchs verliert. Neue Pflanzen ziehst du im Frühjahr aus Samen, und am geeigneten Standort sät sich Steinkraut auch selbst aus.
Stimmt es, dass Steinkraut ohne Düngung besser blüht?
Ein wahrer Kern steckt darin: Ein sehr nährstoffreicher Boden fördert beim Steinkraut Laub statt Blüten, deshalb düngst du es nicht stark. Im Gefäß wird die begrenzte Erde aber mit dem Wachstum ausgelaugt, deshalb düngst du dort nach, sobald die Vordüngung aufgebraucht ist. Im Beet zeigt eine Bodenuntersuchung, ob überhaupt Dünger nötig ist.
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