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Steinkraut richtig gießen: nach Phase, Standort und Jahreszeit

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Steinkraut braucht feuchten, aber gut durchlässigen Boden; gegossen wird nach Fingerprobe, nicht nach Kalender.
  • Die flach gesäte Saat darf während und unmittelbar nach der Keimung nicht austrocknen.
  • Braucht das Beet Wasser, gießt du durchdringend in größeren Abständen statt häufig in kleinen Mengen.
  • Morgens direkt auf den Boden gießen, damit das Laub möglichst trocken bleibt.
  • Im Topf tiefer prüfen oder das Gewicht fühlen, Abzugslöcher frei halten und Untersetzer leeren.
  • Schlappe Pflanzen in der Sommerhitze erst prüfen, denn Welke kann auch von Nässe kommen.
Duft-Steinrich mit weißen Blütenpolstern zwischen Mittagsblumen auf einer Steilküste, dahinter Klippen und Meer
Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz · CC BY-SA 4.0 · Ausschnitt · Quelle ↗

Steinkraut wächst in Mauerfugen, an der Beetkante und im Balkonkasten, also oft dort, wo wenig Erde zur Verfügung steht. Gleichzeitig braucht es einen Boden, der Feuchtigkeit hält und überschüssiges Wasser ablaufen lässt. Wer zu wenig gießt, lässt die flache Saat vertrocknen. Wer zu viel gießt, riskiert Staunässe an den Wurzeln. Ich gieße mein Steinkraut deshalb nicht nach Kalender, sondern nach dem, was mein Finger in der Erde findet.

Wie viel Wasser braucht Steinkraut?

Steinkraut, botanisch Lobularia maritima und auch Duft-Steinrich genannt, mag einen feuchten, aber gut durchlässigen Boden. Gemeint ist Erde, die Wasser speichert und den Überschuss trotzdem ablaufen lässt.

Einen festen Gießrhythmus gibt es nicht. Wie oft Wasser nötig ist, hängt von Bodenart, Temperatur und Niederschlägen ab. Braucht das Beet Zusatzwasser, gießt du durchdringend und in größeren Abständen. Das ist besser als häufige kleine Wassergaben.

Die Bodenart verschiebt den Bedarf deutlich. Sandreiche Böden lassen Wasser schnell durch und speichern wenig. Tonreiche Böden lassen es langsamer durch und vernässen leichter. Auf sandigem Boden prüfst du deshalb früher wieder nach, auf schwerem Boden wartest du länger.

Mythos-Check

Steinkraut wächst zwischen Steinen, also braucht es kaum Wasser? Nein. Steinkraut braucht einen feuchten, gut durchlässigen Boden. Wann du gießt, entscheidet die Fingerprobe und nicht der Platz zwischen Steinen.

Was ist Steinkraut?

Steinkraut ist eine duftende Beet- und Balkonpflanze, wird bis 20 cm hoch und meist einjährig gezogen, weil es bei mehrjähriger Kultur rasch seinen kompakten Wuchs verliert. Was Sommerblumen als Gruppe auszeichnet, zeigt das Kurzporträt im Sommerblumen-Überblick.

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Bodenart

Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist leichter, mäßig nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden.

Anbauort

Je nach Sorte ist die Kultur im Hochbeet, im Topf oder im Kübel möglich.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Direkt am endgültigen Standort säen.

Pflege

Pflege

Bei mehrjähriger Kultur verliert die Pflanze rasch ihren kompakten Wuchs und wird deshalb meist einjährig gezogen. Am geeigneten Standort kann sie sich selbst aussäen.

Düngung

Nicht stark düngen: Sehr nährstoffreicher Boden fördert Laub statt Blüten. Nach sommerlicher Hitzepause kann eine leichte Düngung zusammen mit Wässern und leichtem Rückschnitt die Erholung bei kühlerem Wetter unterstützen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist einjährig oder kurzlebig mehrjährig.

Verwendung

Die angebotenen Sorten eignen sich für Beet und Balkon.

Aussaatkalender Duft-Steinrich
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: April, Mai, Juni; Blüte: Juni, Juli, August, September, OktoberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberBlüte: OktoberVorkulturAussaatBlüte

Gießen im Jahreslauf: von der Saat bis zum Saisonende

Steinkraut wird meist einjährig gezogen. Lebensphase und Jahreszeit fallen deshalb fast zusammen, und jede Phase stellt eigene Ansprüche ans Gießen.

Phase Zeitraum Worauf du beim Gießen achtest
Aussaat und Keimung Vorkultur März bis Mai, Aussaat April bis Juni Saat liegt flach und darf nicht austrocknen; Keimung nach 7 bis 14 Tagen
Pikieren nach der Keimung Tuffs einsetzen, angießen, hell und kühler weiterziehen
Pflanzung vorgezogene Tuffs nicht vor Mitte Mai (Mischung ‘Aphrodite’) am Ballen angießen und dort die Feuchte prüfen, bis die Pflanzen eingewurzelt sind
Blüte Juni bis Oktober Fingerprobe, dann durchdringend gießen
Sommerhitze während der Hitzepause erst Erdfeuchte prüfen, dann durchdringend in mehreren Gießgängen
Saisonende nach der Blüte nicht winterhart, kein Gießen über Winter im Beet

Frühjahr: Saat und Keimlinge feucht halten

Die Aussaatzeit reicht von April bis Juni, und Steinkraut kann direkt an den späteren Platz gesät werden. Vorziehen kannst du es von März bis Mai. Die Samen kommen nur etwa 0 bis 0,5 cm tief in die Erde, denn Steinkraut ist ein Lichtkeimer. Bis die Keimlinge erscheinen, vergehen 7 bis 14 Tage.

In dieser Zeit und unmittelbar danach darf die Saat nicht austrocknen. In torffreier Erde kann die Oberfläche im Gefäß schneller austrocknen als das Substrat darunter. Weil Steinkrautsamen fast obenauf liegen, sitzen sie genau in der Schicht, die zuerst trocken wird. In der Keimphase ist deshalb ausnahmsweise die Oberfläche dein Maßstab.

Eine Direktsaat im Beet zählt zu den Sommerblumenansaaten. Soll sie früh blühen, wässerst du sie während der Auflaufphase in Trockenzeiten täglich. Ich feuchte flache Saaten mit der Blumenspritze an, damit der Strahl keine Samen fortspült. Beim Vorziehen brauchen die Aussaatgefäße einen Wasserabzug, und eine Folienabdeckung lüftest du bis zur Keimung täglich. Die passenden Termine für alle Sommerblumen stehen im Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken.

Nach der Keimung: Tuffs pikieren und angießen

Bei der Sorte ‘Schneeteppich’ setzt du nach der Keimung jeweils 4 bis 5 Sämlinge zusammen als Tuff in einen Topf. Danach schließt du das Pflanzloch seitlich, gießt an und drückst die Erde leicht an. Sämlinge der Mischung ‘Aphrodite’ ziehst du nach dem Verpflanzen hell und kühler weiter. Kleine Anzuchttöpfe halten wenig Wasser, deshalb prüfst du die Feuchte mit dem Finger, bevor du nachgießt.

Mai: pflanzen und anwachsen lassen

Vorgezogene Tuffs der Mischung ‘Aphrodite’ kommen nicht vor Mitte Mai ins Freiland. Ich gieße frisch gesetzte Tuffs direkt am Ballen an. Bis sie eingewurzelt sind, prüfe ich die Feuchte dort und nicht nur in der Beeterde daneben. Im Balkonkasten mit Wasserspeicher gießt du in dieser Zeit ganz normal von oben.

Sommer: in der Blütezeit nach Fingerprobe gießen

Von Juni bis Oktober blüht Steinkraut, und jetzt gießt du nach Bedarf. Steck den Finger in die Erde: Ist sie unter der Oberfläche trocken, bekommt das Steinkraut Wasser. Dann gießt du durchdringend, damit das Wasser bis zu den Wurzeln kommt.

Gieß morgens und direkt auf den Boden. Bodennahes Gießen bringt das Wasser an die Wurzeln und verringert Verdunstungsverluste. Morgens gegossen, trocknen Pflanze und Boden tagsüber wieder ab. Laub, das schnell abtrocknet, senkt das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten. Bei kompakt wachsendem Steinkraut setze ich die Kanne am Rand an und gieße unter die Triebe statt über die Blüten.

Hochsommer: die Hitzepause richtig deuten

In der Sommerhitze legt Steinkraut eine Pause ein. Schlappe Triebe sind dann kein sicheres Zeichen für Durst. Welke kann Trockenstress anzeigen, sie kann aber auch eine Folge der Hitze selbst oder durch Dauernässe geschädigter Wurzeln sein. Wer schlappes Steinkraut in der Hitzepause ungeprüft weiter gießt, kann also genau die Nässe erzeugen, die den Wurzeln schadet. Prüf deshalb vor dem Gießen die Erdfeuchte.

Zahl im Blick

Bei Hitze und Trockenheit gießt du ein Gartenbeet durchdringend mit etwa 20 bis 25 l/m². Die Menge verteilst du auf mehrere Gießgänge, damit nichts abgeschwemmt wird. Eine tägliche Pauschalmenge ist das nicht.

Wird es kühler, kann Wässern zusammen mit einem leichten Rückschnitt und einer leichten Düngung die Erholung unterstützen. Wie du den Rückschnitt ansetzt, zeigt der Ratgeber dazu, wie du Steinkraut pflegst und zurückschneidest.

Herbst und Winter: Saisonende ohne Winterplan

Die Blüte reicht bis in den Oktober. Steinkraut ist nicht winterhart, und mit dem Ende der Saison endet auch das Gießen im Beet. Frostschutz oder Gießen an frostfreien Wintertagen musst du für dein Steinkraut nicht einplanen. Am passenden Standort kann es sich selbst aussäen, sodass im nächsten Jahr neue Pflanzen auflaufen können.

Gießen nach Standort: Beet, Mauerfuge, Topf und Kasten

Im Beet

Im Beet gießt du direkt auf die Erde, möglichst früh am Morgen. Größere Mengen verteilst du auf mehrere Gießgänge, damit das Wasser einsickert und nichts abgeschwemmt wird. Als Beeteinfassung lässt sich Steinkraut auch über einen Tropfschlauch versorgen. Ein hoher Tonanteil verringert die Wasserdurchlässigkeit und begünstigt Staunässe, deshalb prüfst du auf schwerem Boden vor dem Gießen besonders genau.

In Mauerfugen und im Steingarten

In einer Trockenmauer sitzt jeder Tuff in einer schmalen Fuge mit wenig Erde. Ich behandle Steinkraut dort wie eine Topfpflanze: Ich prüfe die Feuchte direkt in der Fuge und gieße nur dorthin. Mit einer Kanne mit schmalem Ausguss triffst du die Pflanzstelle, ohne die ganze Mauer zu nässen. Gieß in mehreren Durchgängen, damit das Wasser in die Fuge einsickert, statt an den Steinen abzulaufen.

Im Topf und im Balkonkasten

Wie oft du im Gefäß nachgießt, hängt von Wetter, Topfgröße und Gefäßmaterial ab. Auch Sonne, Regen und Wind am Standort bestimmen den Rhythmus mit. Ein größerer Topf kann mehr Wasser bevorraten als ein kleiner.

Der Topf braucht Abzugslöcher. Beim Gießen durchfeuchtest du das Substrat bis zum Topfboden. Überschüssiges Wasser im Untersetzer schüttest du weg, damit keine Staunässe entsteht.

Bei torffreier Erde kann die Oberfläche trocken aussehen, während es tiefer im Topf noch nass ist. Auch eine dunkle Substratfarbe garantiert keine feuchte Erde. Prüf deshalb mit dem Finger im unteren Bereich oder heb das Gefäß an.

Marias Erfahrung

Ich hebe meine Steinkraut-Töpfe vor dem Gießen kurz an. Ein leichter Topf bekommt Wasser, bei einem schweren warte ich, auch wenn die Oberfläche hell aussieht.

Balkonpflanzen gießt du vorzugsweise morgens direkt im Wurzelbereich, bei Bedarf zusätzlich am Abend. Kästen mit Wasserspeicher unterstützen das Gießen erst bei eingewurzelten Pflanzen, etwa 2 bis 3 Wochen nach der Pflanzung. Hat sich ein ausgetrockneter Ballen vom Topfrand gelöst, tauchst du den Topf ein, bis die Erde wieder benetzt ist. Balkonkästen gießt du in diesem Fall vorsichtig in mehreren Durchgängen. Mehr zur Kultur im Kasten steht im Ratgeber, wie du Steinkraut auf dem Balkon pflegst.

Häufiger Fehler

Den Untersetzer mit Wasser füllen, damit sich das Steinkraut von unten bedient. Stehendes Wasser begünstigt Staunässe und Wurzelfäulnis. Gieß lieber von oben, bis das Substrat bis zum Topfboden feucht ist, und kipp den Rest aus dem Untersetzer.

Welche Bewässerungstechnik passt zu Steinkraut?

Für ein paar Töpfe und eine Beetkante genügt die Gießkanne. Mit ihr bringst du das Wasser gezielt an den Boden und prüfst nebenbei mit dem Finger die Feuchte.

Für längere Einfassungen und mehrere Kübel kommt eine Tropfbewässerung infrage. Sie versorgt die Pflanzen gezielt im Wurzelbereich und kann Wasser sparen. Tropfsysteme eignen sich für Beete ebenso wie für Kübel. Achte darauf, dass die Tropfer nicht verstopfen oder verkalken. In herkömmlichen Balkonkästen und Kübeln geben feuchteabhängige Tropfsysteme Wasser nach der Substratfeuchte ab.

Als Gießwasser eignet sich gesammeltes Regenwasser, weil es weich und salzarm ist. Im Topf kann Leitungswasser mit hoher Carbonathärte den pH-Wert des Substrats anheben und dadurch Eisen festlegen.

Feuchte im Boden halten: Mulch, Hacke und Boden

Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung aus dem Boden und dessen Aufheizung. Für Steinkraut im Beet eignet sich eine dünne Auflage aus gesundem, unkrautsamenfreiem Grasschnitt. Den Schnitt lässt du vorher anwelken und bringst ihn in dünnen Schichten aus, damit er nicht verklebt oder schimmelt. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr legst du Mulch nur dünn aus.

Rinde ist dagegen keine gute Wahl. Roher, nicht kompostierter Rindenmulch ist für Beete mit Einjahresblumen ungeeignet, und Steinkraut wird einjährig gezogen. Dazu kommt, dass stickstoffarme Materialien wie Stroh, Holz und Rinde bei ihrer Zersetzung Stickstoff im Boden binden können.

Flaches Hacken unterbricht die Kapillaren im Boden und kann so die Verdunstung vermindern. Ich ziehe die Hacke zwischen den Tuffs nur flach durch.

Was trägt der Standort bei?

Steinkraut steht sonnig bis halbschattig in leichtem, mäßig nährstoffreichem und gut durchlässigem Boden. Welcher Platz genau passt und wie du ihn vorbereitest, steht im Ratgeber, welchen Standort Steinkraut in Licht und Boden braucht. Wie du die Wasserhaltekraft deines Bodens verbesserst, trägt der Abschnitt Standort und Boden im Sommerblumen-Überblick.

Zu nass oder zu trocken? Signale richtig deuten

Ein Symptom ist ein Hinweis, keine Diagnose. Prüf deshalb zuerst die Erde, bevor du gießt oder etwas an der Pflege änderst.

Was du siehst Was dahinterstecken kann Was du tust
Schlappe Triebe, Erde unter der Oberfläche trocken Wassermangel durchdringend gießen; ausgetrockneten Topfballen eintauchen
Schlappe Triebe, Erde nass Staunässe oder beginnende Wurzelfäule nicht nachgießen, Abzugslöcher und Untersetzer prüfen
Schlappe Triebe bei Hitze, Erde feucht Hitze Erdfeuchte im Blick behalten, nicht auf Verdacht gießen
Braune Blattränder im Topf nach dem Düngen Salzschaden nach zu hoher Düngergabe, auch Trockenschaden möglich bei Salzschaden die Erde im Gefäß austauschen
Viel Laub, wenig Blüten sehr nährstoffreicher Boden nicht stark düngen

Im Gefäß begünstigt stehendes Wasser Wurzelfäulnis, deshalb müssen die Abzugslöcher offen bleiben. Hohe Salzbelastung durch Überdüngung kann besonders bei Gefäßpflanzen Wurzeln absterben lassen und braune Blattränder verursachen. Bleibt die Ursache unklar und kümmern die Pflanzen mit Blattflecken, kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose klären.

Düngen und Nachbarn: was mit dem Gießen zusammenhängt

Wie hängen Düngen und Gießen zusammen?

Steinkraut wird nicht stark gedüngt, denn sehr nährstoffreicher Boden fördert Laub statt Blüten. Flüssigdünger gibst du im Topf nur auf bereits feuchte Erde, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber dazu, wann und womit du Steinkraut düngst.

Welche Nachbarn passen?

Für sonnige Steingärten eignen sich unter anderem Thymian, Lavendel und Heiligenkraut. Wie Steinkraut als Bodendecker mit seinen Nachbarn zusammenspielt, zeigt der Ratgeber, wie du Steinkraut als Bodendecker einsetzt. Für Dächer und Fassaden gibt es einen eigenen Ratgeber, wie du Steinkraut zur Dach- und Fassadenbegrünung nutzt.

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Häufige Fragen

Wie oft und wie viel sollte man Steinkraut gießen?
Einen festen Rhythmus gibt es nicht, denn der Bedarf hängt von Bodenart, Temperatur und Niederschlägen ab. Prüf mit dem Finger, ob die Erde unter der Oberfläche trocken ist, und gieß dann durchdringend statt häufig in kleinen Mengen. Bei Hitze und Trockenheit bekommt ein Gartenbeet etwa 20 bis 25 l/m², verteilt auf mehrere Gießgänge.
Welche Bewässerungstechniken eignen sich für Steinkraut in verschiedenen Anbausituationen?
Im Beet gießt du morgens mit der Kanne direkt auf den Boden, bei längeren Einfassungen kann eine Tropfbewässerung das Wasser gezielt in den Wurzelbereich bringen. In Mauerfugen gießt du punktgenau in die Fuge und prüfst die Feuchte dort wie bei einem Topf. Töpfe und Kästen brauchen freie Abzugslöcher, und Wasser im Untersetzer schüttest du weg. Kästen mit Wasserspeicher unterstützen das Gießen erst, wenn die Pflanzen eingewurzelt sind.
Wie verändert sich das Gießen von Steinkraut im Jahresverlauf?
Im Frühjahr liegt die Saat flach in der Erde und darf während und unmittelbar nach der Keimung nicht austrocknen. Frisch gepflanzte Tuffs gießt du am Ballen an und prüfst dort die Feuchte, bis sie eingewurzelt sind. Im Sommer gießt du nach Fingerprobe durchdringend; in der Hitzepause prüfst du vor dem Gießen die Erde, weil Welke auch von Nässe kommen kann. Steinkraut ist nicht winterhart und wird meist einjährig gezogen, deshalb endet das Gießen im Beet mit der Saison.
Worauf kommt es beim Gießen von Duftsteinrich im Topf an?
Der Topf braucht Abzugslöcher, und beim Gießen durchfeuchtest du das Substrat bis zum Topfboden. Überschüssiges Wasser im Untersetzer schüttest du weg, damit keine Staunässe entsteht. Bei torffreier Erde kann die Oberfläche trocken aussehen, während es tiefer noch nass ist, deshalb prüfst du im unteren Bereich mit dem Finger oder hebst den Topf an.
Stimmt es, dass Steinkraut kaum Wasser braucht?
Nein, Steinkraut braucht einen feuchten, aber gut durchlässigen Boden. Wann du gießt, entscheidet die Fingerprobe: Ist die Erde unter der Oberfläche trocken, gießt du durchdringend. Bei Sommerhitze legt Steinkraut eine Pause ein, und Wässern kann zusammen mit einem leichten Rückschnitt die Erholung unterstützen, sobald es kühler wird.
Was ist Steinkraut und was zeichnet es aus?
Steinkraut, botanisch Lobularia maritima, heißt auch Duft-Steinrich und ist eine duftende Beet- und Balkonpflanze. Es wird bis 20 cm hoch und blüht von Juni bis Oktober. Meist wird es einjährig gezogen, weil es bei mehrjähriger Kultur rasch seinen kompakten Wuchs verliert; am passenden Standort kann es sich selbst aussäen.
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