Radicchio

Der Radicchio (Cichorium intybus var. foliosum) ist ein italienischer Salat-Typ aus der Verwandtschaft von Endivien und Zichorie. Seine knackigen Blätter sind reich an Bitterstoffen und enthalten den Ballaststoff Inulin. Diese Inhaltstoffe fördern die Verdauung und tragen zur Gesunderhaltung der Darmflora bei.

 

Radicchio – Sortenwahl, Aussaat, Pflanzung und Ernte

Radicchio benötigt viel Wärme und kann darum nur im Sommer angebaut werden.
Die Jungpflanzen haben alle grüne Blätter. Erst im Herbst, wenn die Differenz zwischen Tages- und Nachttemperatur größer wird und die Köpfe sich schließen, werden die inneren Blätter rot und bekommen die sortentypische Färbung.

Radicchio-Sorten

Es werden nach Farbe und Form der Köpfe verschiedene Radicchio-Typen unterschieden, die nach alten Sorten benannt wurden. Als „Rossa die Chioggia“ werden Radicchios bezeichnet, die rundliche, rote Blätter mit weißen Blattrippen haben und feste, runde Köpfe bilden. Sorten mit schmalen Blättern und länglichen Köpfen gehören zu den „Treviso“-Typen. „Orchideensalat“ oder „Variegata del Castelfranco“ sind cremefarbene bis hellgrüne Sorten mit roter Sprenkelung.

Im Gegensatz zu anderen Gemüsearten wird Radicchio noch nicht sehr lange auf einheitliche Sortenmerkmale selektiert. Darum sind Größe und die Färbung der Umblätter und der Köpfe innerhalb der Sorten sehr variabel. Das Kopfgewicht schwankt zwischen 200 und 400 g.

Radicchio aussäen

Radicchio braucht zum Wachsen viel Wärme. Er kann in Mitteleuropa erst ab Mitte Juni im Freien gepflanzt werden. Die beste Aussaatzeit ist zwischen Mitte Mai und Anfang Juli.

Bei der Vorkultur der Jungpflanzen ist die richtige Temperatur besonders wichtig. Optimal ist es, wenn die Keimtemperatur zwischen 16 und 20 °C liegt und nicht schwankt. Dann laufen die Sämlinge innerhalb von 2 Wochen gleichmäßig auf. Ist es wärmer als 20 °C löst das eine Keimhemmung aus, die verhindert das die Saat aufgeht. Je wärmer es ist, desto geringer ist die Keimrate des Radicchios.
Nach der Keimung dürfen die Jungpflanzen keinen Temperaturen unter 16 °C ausgesetzt werden. Denn dann beginnen die Pflanzen später im Beet sofort zu blühen und bilden keine Köpfe. Die Schossanfälligkeit nimmt mit steigender Tageslänge zu. Auch Temperaturschwankungen in der Anzucht können zu vorzeitigem Schossen führen.

Weil der Kulturerfolg stark von der Witterung abhängt, lohnt sich die Aussaat in mehreren Sätzen. Sollte ein Satz vorzeitig in Blüte schießen, kann ein anderer der einige Wochen später ausgesät wurde sich trotzdem hervorragend entwickeln.

Radicchio pflanzen und pflegen

Ins Freiland gepflanzt wird Radicchio ab Mitte Juni. Die Jungpflanzen werden im Abstand von 25 bis 30 cm in der Reihe und mit einem Reihenabstand von 30 cm ausgepflanzt. Wenn Sie in der Anwachsphase so gießen, dass der Boden bis in die Tiefe durchfeuchtet wird, aber zwischen den Wassergaben oberflächlich austrocknet, regt das die Pflanzen an tiefer zu wurzeln. Dadurch kommt es später seltener zur Bildung trockner Blattränder.

Wenn die Köpfe sich zu schließen beginnen, sollten Sie nicht mehr während der warmen Tageszeit von oben wässern. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dadurch die Köpfe stärker zum Platzen neigen und dann auf dem Beet faulen.

Die Jungpflanzen bilden zunächst lockere Rosetten aus weichen, grünen Umblättern. Erst ab September, wenn die Nachttemperaturen kühler werden, färben sich die Köpfe langsam um. Die Erntereife ist erreicht, wenn sich zwischen den grünlichen Umblättern ein festes, gut ausgefärbtes Herz gebildet hat. Von der Pflanzung bis zur Erntereife dauert es etwa 90 bis 120 Tage. Radicchio kann im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu 4 Wochen aufbewahrt werden.

Radicchio lagern und zubereiten

Das Besondere an Radicchio sind die verdauungsanregenden Bitterstoffe. Wenn Ihnen die Blätter zu bitter sind, können Sie einen Teil davon vor dem Verzehr entfernen.

Der bitterste Teil sind die breiten Blattrippen. Je weniger Sie davon verwenden, desto milder wird der Salat. Weil die Bitterstoffe wasserlöslich sind, werden sie ausgeschwemmt, wenn der geschnittene Radicchio eine halbe Stunde im Wasser liegt, bevor er weiterverarbeitet wird. Außerdem mildern eine Kombination mit Milchprodukten wie Joghurt und Sahne oder die Zugabe von Obst den Geschmack.

Wird Radicchio gegart geht ebenfalls ein Teil der Bitterstoffe verloren. Die Blätter werden weich, zart-süßlich und behalten nur eine leichte, erfrischende, bittere Note. Er kann in der Pfanne angebraten werden, schmeckt im Risotto und in mediterranen Gemüse-Aufläufen. Die knackigen Blätter können sogar gegrillt werden.

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Radicchio

Der Radicchio (Cichorium intybus var. foliosum) ist ein italienischer Salat-Typ aus der Verwandtschaft von Endivien und Zichorie. Seine knackigen Blätter sind reich an Bitterstoffen und enthalten den Ballaststoff Inulin. Diese Inhaltstoffe fördern die Verdauung und tragen zur Gesunderhaltung der Darmflora bei.

 

Radicchio – Sortenwahl, Aussaat, Pflanzung und Ernte

Radicchio benötigt viel Wärme und kann darum nur im Sommer angebaut werden.
Die Jungpflanzen haben alle grüne Blätter. Erst im Herbst, wenn die Differenz zwischen Tages- und Nachttemperatur größer wird und die Köpfe sich schließen, werden die inneren Blätter rot und bekommen die sortentypische Färbung.

Radicchio-Sorten

Es werden nach Farbe und Form der Köpfe verschiedene Radicchio-Typen unterschieden, die nach alten Sorten benannt wurden. Als „Rossa die Chioggia“ werden Radicchios bezeichnet, die rundliche, rote Blätter mit weißen Blattrippen haben und feste, runde Köpfe bilden. Sorten mit schmalen Blättern und länglichen Köpfen gehören zu den „Treviso“-Typen. „Orchideensalat“ oder „Variegata del Castelfranco“ sind cremefarbene bis hellgrüne Sorten mit roter Sprenkelung.

Im Gegensatz zu anderen Gemüsearten wird Radicchio noch nicht sehr lange auf einheitliche Sortenmerkmale selektiert. Darum sind Größe und die Färbung der Umblätter und der Köpfe innerhalb der Sorten sehr variabel. Das Kopfgewicht schwankt zwischen 200 und 400 g.

Radicchio aussäen

Radicchio braucht zum Wachsen viel Wärme. Er kann in Mitteleuropa erst ab Mitte Juni im Freien gepflanzt werden. Die beste Aussaatzeit ist zwischen Mitte Mai und Anfang Juli.

Bei der Vorkultur der Jungpflanzen ist die richtige Temperatur besonders wichtig. Optimal ist es, wenn die Keimtemperatur zwischen 16 und 20 °C liegt und nicht schwankt. Dann laufen die Sämlinge innerhalb von 2 Wochen gleichmäßig auf. Ist es wärmer als 20 °C löst das eine Keimhemmung aus, die verhindert das die Saat aufgeht. Je wärmer es ist, desto geringer ist die Keimrate des Radicchios.
Nach der Keimung dürfen die Jungpflanzen keinen Temperaturen unter 16 °C ausgesetzt werden. Denn dann beginnen die Pflanzen später im Beet sofort zu blühen und bilden keine Köpfe. Die Schossanfälligkeit nimmt mit steigender Tageslänge zu. Auch Temperaturschwankungen in der Anzucht können zu vorzeitigem Schossen führen.

Weil der Kulturerfolg stark von der Witterung abhängt, lohnt sich die Aussaat in mehreren Sätzen. Sollte ein Satz vorzeitig in Blüte schießen, kann ein anderer der einige Wochen später ausgesät wurde sich trotzdem hervorragend entwickeln.

Radicchio pflanzen und pflegen

Ins Freiland gepflanzt wird Radicchio ab Mitte Juni. Die Jungpflanzen werden im Abstand von 25 bis 30 cm in der Reihe und mit einem Reihenabstand von 30 cm ausgepflanzt. Wenn Sie in der Anwachsphase so gießen, dass der Boden bis in die Tiefe durchfeuchtet wird, aber zwischen den Wassergaben oberflächlich austrocknet, regt das die Pflanzen an tiefer zu wurzeln. Dadurch kommt es später seltener zur Bildung trockner Blattränder.

Wenn die Köpfe sich zu schließen beginnen, sollten Sie nicht mehr während der warmen Tageszeit von oben wässern. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dadurch die Köpfe stärker zum Platzen neigen und dann auf dem Beet faulen.

Die Jungpflanzen bilden zunächst lockere Rosetten aus weichen, grünen Umblättern. Erst ab September, wenn die Nachttemperaturen kühler werden, färben sich die Köpfe langsam um. Die Erntereife ist erreicht, wenn sich zwischen den grünlichen Umblättern ein festes, gut ausgefärbtes Herz gebildet hat. Von der Pflanzung bis zur Erntereife dauert es etwa 90 bis 120 Tage. Radicchio kann im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu 4 Wochen aufbewahrt werden.

Radicchio lagern und zubereiten

Das Besondere an Radicchio sind die verdauungsanregenden Bitterstoffe. Wenn Ihnen die Blätter zu bitter sind, können Sie einen Teil davon vor dem Verzehr entfernen.

Der bitterste Teil sind die breiten Blattrippen. Je weniger Sie davon verwenden, desto milder wird der Salat. Weil die Bitterstoffe wasserlöslich sind, werden sie ausgeschwemmt, wenn der geschnittene Radicchio eine halbe Stunde im Wasser liegt, bevor er weiterverarbeitet wird. Außerdem mildern eine Kombination mit Milchprodukten wie Joghurt und Sahne oder die Zugabe von Obst den Geschmack.

Wird Radicchio gegart geht ebenfalls ein Teil der Bitterstoffe verloren. Die Blätter werden weich, zart-süßlich und behalten nur eine leichte, erfrischende, bittere Note. Er kann in der Pfanne angebraten werden, schmeckt im Risotto und in mediterranen Gemüse-Aufläufen. Die knackigen Blätter können sogar gegrillt werden.

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