Rote Bete – Aussaat, Ernte, Lagerung und Sortenwahl

Rote Bete, die auch als Rote Beete oder Randen bezeichnet werden, sind wie Mangold und die Zuckerrübe eine Kulturform der Gemeinen Rübe (Beta vulgaris). Die Wildform ist eine ein- bis mehrjährige, krautige Pflanze, die nur eine sehr kleine Rübe bildet. Ursprünglich wurden nur ihre glänzenden, gewellten Blätter genutzt. Sie können als gegartes Gemüse oder Rohkostsalat zubereitet werden. Erst im 16. Jahrhundert wurde mit der Zucht von Sorten mit dickeren, fleischigeren Rüben begonnen. Rote und gelbe Rüben, also die typische Rote Bete, gibt es erst seit dem 18. Jahrhundert. Betanin oder Beeterot aus Rote Bete-Saft wird als Farbstoff verwendet und ist unter der Nummer E162 als Zusatzstoff für Lebensmittel zugelassen.

 

Rote Bete aussäen

Rote Bete gedeiht am besten auf tiefgründigen, nährstoffreichen Böden mit einem leicht sauren pH-Wert. Die Pflanzen brauchen eine gleichmäßige Wasserversorgung. Je mehr Sonne Rote Bete tanken kann, desto süßer schmecken am Ende die Rüben.

Säen Sie nicht zu früh im Jahr. Kälte im Jungpflanzenstadium lässt Rote Bete vorzeitig in Blüte schießen und dann bildet sie keine Rüben. Aussaaten vor Anfang Mai sollten Sie darum mit Vliesen und Folien vor zu niedrigen Temperaturen schützen. Schoßfeste Sorten bieten im Frühanbau eine gute Ertragssicherheit.

Die Samen werden 2 bis 3 cm tief direkt ins Beet gesät. Ein Reihenabstand von 25 bis 30 cm ist ausreichend. Der Abstand in der Reihe ist abhängig von der Sorte. Bei kleinen Rüben reichen 5 bis 6 cm aus. Größere Sorten brauchen zum Teil 12 bis 15 cm Abstand. Die Samen von Rote Beete bilden von Natur aus mehrsamige Knäule. Das bedeutet, dass aus jedem Samenkorn mehrere Pflanzen wachsen. Nach dem Auflaufen muss Rote Bete darum vereinzelt werden, damit die Rüben ausreichend Platz haben. Der Fachmann bezeichnet solche Samen als „polygerm“. Manche Sorten sind durch Selektion „genetisch monogerm“. Das bedeutet, dass sie nur einzelne Samen bilden und keine Knäule. Von anderen Sorten wird durch Zerbrechen der Knäule „technisch monogermes“ Saatgut hergestellt. In diesen Fällen wächst aus jedem Korn immer nur eine Pflanze. Wird monogermes Saatgut im richtigen Abstand ausgesät, muss nicht vereinzelt werden.

Um Anbauprobleme zu verhindern, darf Rote Bete nicht wiederholt nach sich selbst, nach Spinat oder Mangold ausgesät werden. Ideal ist eine Anbaupause von 4 Jahren bevor diese oder verwandte Arten wieder auf das gleiche Beet kommen.

Die richtige Sorte wählen

Rote Bete kann kugelförmig, flachrund, zylindrisch, spindelförmig oder kegelförmig sein. Oft sind die Rüben tiefrot durchgefärbt, können aber auch gelb, weiß oder rot-weiß geringelt sein. Auch in der Größe und im Geschmack unterscheiden sich die Sorten. Manche Typen eignen sich für Rohkost, andere müssen gekocht werden, bevor sie süß und aromatisch werden.

Kugelförmige und flachrunde Sorten reifen besonders schnell. Sie bekommen schon früh eine angenehme Süße und einige von ihnen sind für die Verwendung als Baby-Beten zum Einkochen geeignet. Die Sorten vom Typ „Rote Kugel“ sind schoßfest und darum gut für die frühe Ernte im Sommer geeignet. Bei einer späteren Aussaat können sie im Herbst als Wintervorrat in Sand eingeschlagen werden.
Längliche Sorten reichen tiefer in die Erde und bringen darum auf der gleichen Fläche mehr Ertrag. Ihre walzenförmigen oder zylindrischen Rüben lassen sich gut in gleichgroße Scheiben schneiden. Dadurch eignen sie sich zum Beispiel gut zum Braten von Rote Bete-Schnitzel und garen besonders gleichmäßig. Seltener sind Sorten mit kegelförmigen, spitz zulaufenden Rüben. „Crapaudine“ ist eine alte, französische Sorte, die vor allem zur Saftgewinnung genutzt wird. Sie gehört zu den Rote Bete-Sorten, die roh nicht schmecken.

Bei Rüben mit roten und weißen Ringen nehmen die hellen Ringe beim Kochen die Farbe der dunklen Ringe an, so dass die Scheiben einheitlich rosa werden. Darum eignet sich Ringelbete am besten für Rohkost und als Dekoration.

Rote Bete ernten

Wenn Sie kleine, frühe Sorten bereits im April aussäen, können Sie ab Ende Juli das erste Mal Rote Bete ernten. Die Rüben sind reif, wenn sie eine angenehme Süße und ein schönes Aroma entwickelt haben. Einige neue Sorten können sie bereits nach 70 bis 90 Tagen als „Babybeets“ oder „Baby-Bete“ ernten, wenn sie einen Durchmesser von etwa 4 cm haben. Die meisten Sorten brauchen aber 120 bis 150 Tage zum Reifen. Sie erreichen in der Zeit einen Durchmesser von 7 bis 12 cm. Traditionelle Rote Bete-Sorten früher zu ernten lohnt sich nicht, weil die Rüben dann sehr herb und erdig schmecken. Sie brauchen viel Sonne um süß zu werden.

Die Lagerung von Roter Bete

Als typisches Wintergemüse kann Rote Bete aus der Herbsternte bis in das Frühjahr gelagert werden. Sie wird im Oktober oder November gerodet, bevor die Pflanzen Temperaturen unter -4 °C ausgesetzt waren. Die beste Haltbarkeit haben die Rüben, wenn sie voll ausreifen können. Das bedeutet, dass sie auf dem Beet bleiben, bis ihr Laub beginnt abzusterben.

Zur Ernte lockern Sie die Rüben mit einer Grabegabel und ziehen Sie sie aus der Erde. Entfernen Sie den groben Schmutz und schneiden Sie das Laub etwa 3 cm oberhalb der Rübe ab. Im Kühlschrank, eingeschlagen in ein feuchtes Tuch bleiben sie für etwa 4 Wochen frisch. Die Ernte kann sofort süßsauer eingekocht oder zu Eintöpfen verarbeitet werden.

Für die Langzeit-Lagerung eignen sich nur unbeschädigte Exemplare. Füllen Sie in einem frostfreien, kühlen Keller oder Schuppen in eine Kiste eine Schicht feuchten Sand und Legen Sie die Rote Bete darin aus, so dass sich die Rüben nicht berühren. Decken Sie dann die Rübenschicht vollständig mit Sand ab. Auf den Sand kommt dann wieder eine Schicht Rote Bete, dann wieder Sand und so weiter, bis die gesamte Ernte im Sand eingeschlagen ist. Auf diese Weise halten sich die Rote Bete monatelang und können nach und nach ausgegraben und verarbeitet werden.

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Rote Bete – Aussaat, Ernte, Lagerung und Sortenwahl

Rote Bete, die auch als Rote Beete oder Randen bezeichnet werden, sind wie Mangold und die Zuckerrübe eine Kulturform der Gemeinen Rübe (Beta vulgaris). Die Wildform ist eine ein- bis mehrjährige, krautige Pflanze, die nur eine sehr kleine Rübe bildet. Ursprünglich wurden nur ihre glänzenden, gewellten Blätter genutzt. Sie können als gegartes Gemüse oder Rohkostsalat zubereitet werden. Erst im 16. Jahrhundert wurde mit der Zucht von Sorten mit dickeren, fleischigeren Rüben begonnen. Rote und gelbe Rüben, also die typische Rote Bete, gibt es erst seit dem 18. Jahrhundert. Betanin oder Beeterot aus Rote Bete-Saft wird als Farbstoff verwendet und ist unter der Nummer E162 als Zusatzstoff für Lebensmittel zugelassen.

 

Rote Bete aussäen

Rote Bete gedeiht am besten auf tiefgründigen, nährstoffreichen Böden mit einem leicht sauren pH-Wert. Die Pflanzen brauchen eine gleichmäßige Wasserversorgung. Je mehr Sonne Rote Bete tanken kann, desto süßer schmecken am Ende die Rüben.

Säen Sie nicht zu früh im Jahr. Kälte im Jungpflanzenstadium lässt Rote Bete vorzeitig in Blüte schießen und dann bildet sie keine Rüben. Aussaaten vor Anfang Mai sollten Sie darum mit Vliesen und Folien vor zu niedrigen Temperaturen schützen. Schoßfeste Sorten bieten im Frühanbau eine gute Ertragssicherheit.

Die Samen werden 2 bis 3 cm tief direkt ins Beet gesät. Ein Reihenabstand von 25 bis 30 cm ist ausreichend. Der Abstand in der Reihe ist abhängig von der Sorte. Bei kleinen Rüben reichen 5 bis 6 cm aus. Größere Sorten brauchen zum Teil 12 bis 15 cm Abstand. Die Samen von Rote Beete bilden von Natur aus mehrsamige Knäule. Das bedeutet, dass aus jedem Samenkorn mehrere Pflanzen wachsen. Nach dem Auflaufen muss Rote Bete darum vereinzelt werden, damit die Rüben ausreichend Platz haben. Der Fachmann bezeichnet solche Samen als „polygerm“. Manche Sorten sind durch Selektion „genetisch monogerm“. Das bedeutet, dass sie nur einzelne Samen bilden und keine Knäule. Von anderen Sorten wird durch Zerbrechen der Knäule „technisch monogermes“ Saatgut hergestellt. In diesen Fällen wächst aus jedem Korn immer nur eine Pflanze. Wird monogermes Saatgut im richtigen Abstand ausgesät, muss nicht vereinzelt werden.

Um Anbauprobleme zu verhindern, darf Rote Bete nicht wiederholt nach sich selbst, nach Spinat oder Mangold ausgesät werden. Ideal ist eine Anbaupause von 4 Jahren bevor diese oder verwandte Arten wieder auf das gleiche Beet kommen.

Die richtige Sorte wählen

Rote Bete kann kugelförmig, flachrund, zylindrisch, spindelförmig oder kegelförmig sein. Oft sind die Rüben tiefrot durchgefärbt, können aber auch gelb, weiß oder rot-weiß geringelt sein. Auch in der Größe und im Geschmack unterscheiden sich die Sorten. Manche Typen eignen sich für Rohkost, andere müssen gekocht werden, bevor sie süß und aromatisch werden.

Kugelförmige und flachrunde Sorten reifen besonders schnell. Sie bekommen schon früh eine angenehme Süße und einige von ihnen sind für die Verwendung als Baby-Beten zum Einkochen geeignet. Die Sorten vom Typ „Rote Kugel“ sind schoßfest und darum gut für die frühe Ernte im Sommer geeignet. Bei einer späteren Aussaat können sie im Herbst als Wintervorrat in Sand eingeschlagen werden.
Längliche Sorten reichen tiefer in die Erde und bringen darum auf der gleichen Fläche mehr Ertrag. Ihre walzenförmigen oder zylindrischen Rüben lassen sich gut in gleichgroße Scheiben schneiden. Dadurch eignen sie sich zum Beispiel gut zum Braten von Rote Bete-Schnitzel und garen besonders gleichmäßig. Seltener sind Sorten mit kegelförmigen, spitz zulaufenden Rüben. „Crapaudine“ ist eine alte, französische Sorte, die vor allem zur Saftgewinnung genutzt wird. Sie gehört zu den Rote Bete-Sorten, die roh nicht schmecken.

Bei Rüben mit roten und weißen Ringen nehmen die hellen Ringe beim Kochen die Farbe der dunklen Ringe an, so dass die Scheiben einheitlich rosa werden. Darum eignet sich Ringelbete am besten für Rohkost und als Dekoration.

Rote Bete ernten

Wenn Sie kleine, frühe Sorten bereits im April aussäen, können Sie ab Ende Juli das erste Mal Rote Bete ernten. Die Rüben sind reif, wenn sie eine angenehme Süße und ein schönes Aroma entwickelt haben. Einige neue Sorten können sie bereits nach 70 bis 90 Tagen als „Babybeets“ oder „Baby-Bete“ ernten, wenn sie einen Durchmesser von etwa 4 cm haben. Die meisten Sorten brauchen aber 120 bis 150 Tage zum Reifen. Sie erreichen in der Zeit einen Durchmesser von 7 bis 12 cm. Traditionelle Rote Bete-Sorten früher zu ernten lohnt sich nicht, weil die Rüben dann sehr herb und erdig schmecken. Sie brauchen viel Sonne um süß zu werden.

Die Lagerung von Roter Bete

Als typisches Wintergemüse kann Rote Bete aus der Herbsternte bis in das Frühjahr gelagert werden. Sie wird im Oktober oder November gerodet, bevor die Pflanzen Temperaturen unter -4 °C ausgesetzt waren. Die beste Haltbarkeit haben die Rüben, wenn sie voll ausreifen können. Das bedeutet, dass sie auf dem Beet bleiben, bis ihr Laub beginnt abzusterben.

Zur Ernte lockern Sie die Rüben mit einer Grabegabel und ziehen Sie sie aus der Erde. Entfernen Sie den groben Schmutz und schneiden Sie das Laub etwa 3 cm oberhalb der Rübe ab. Im Kühlschrank, eingeschlagen in ein feuchtes Tuch bleiben sie für etwa 4 Wochen frisch. Die Ernte kann sofort süßsauer eingekocht oder zu Eintöpfen verarbeitet werden.

Für die Langzeit-Lagerung eignen sich nur unbeschädigte Exemplare. Füllen Sie in einem frostfreien, kühlen Keller oder Schuppen in eine Kiste eine Schicht feuchten Sand und Legen Sie die Rote Bete darin aus, so dass sich die Rüben nicht berühren. Decken Sie dann die Rübenschicht vollständig mit Sand ab. Auf den Sand kommt dann wieder eine Schicht Rote Bete, dann wieder Sand und so weiter, bis die gesamte Ernte im Sand eingeschlagen ist. Auf diese Weise halten sich die Rote Bete monatelang und können nach und nach ausgegraben und verarbeitet werden.

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