Anbau von Schnitt-Knoblauch: Von der Aussaat bis zur Ernte

Schnitt-Knoblauch: Ein aromatisches Multitalent im Garten

Schnitt-Knoblauch, auch als Chinesischer Schnittlauch bekannt, ist wirklich eine faszinierende Pflanze. Mit seinem milden Knoblauchgeschmack hat er sich in meinem Garten als wahres Multitalent erwiesen.

Wichtige Infos zum Schnitt-Knoblauch

  • Botanischer Name: Allium tuberosum
  • Mehrjährige, winterharte Pflanze
  • Einfacher Anbau, ideal für Anfänger
  • Nutzung von Blättern und Knollen
  • Gesundheitsfördernde Eigenschaften

Was ist Schnitt-Knoblauch?

Schnitt-Knoblauch (Allium tuberosum) gehört zur Familie der Lauchgewächse und ist trotz seines Namens keine Knoblauch-Art, sondern eine eigenständige Spezies. Die Pflanze bildet flache, grasartige Blätter und zarte weiße Blüten. Sowohl die Blätter als auch die milden Knollen lassen sich vielseitig in der Küche verwenden.

Botanische Einordnung

Interessanterweise gehört Schnitt-Knoblauch zur Gattung Allium, genau wie Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Ostasien, hat sich aber dank ihrer Anpassungsfähigkeit und des milden Geschmacks weltweit verbreitet. In der Botanik wird sie oft als Bindeglied zwischen Schnittlauch und Knoblauch betrachtet - eine spannende Zwischenstellung, finde ich.

Vorteile des Anbaus

Der Anbau von Schnitt-Knoblauch bietet zahlreiche Vorteile für Hobbygärtner:

  • Pflegeleicht und robust
  • Mehrjährig und winterhart
  • Vielseitige Verwendung in der Küche
  • Attraktive Blüten für Bienen und Schmetterlinge
  • Natürlicher Pflanzenschutz durch ätherische Öle

In meinem Garten hat sich Schnitt-Knoblauch als echte Bereicherung erwiesen. Die Pflanze wächst problemlos und liefert fast das ganze Jahr über frische Blätter für die Küche. Ein wahrer Dauerbrenner!

Standort und Boden

Lichtverhältnisse

Schnitt-Knoblauch gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Ideal sind 6-8 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag. In Regionen mit sehr heißen Sommern kann ein leichter Schatten am Nachmittag von Vorteil sein, um die Blätter vor Verbrennungen zu schützen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Pflanzen in meinem Garten auch mit etwas weniger Sonne gut zurechtkommen - sie sind wirklich nicht allzu wählerisch.

Bodenbeschaffenheit

Für ein optimales Wachstum bevorzugt Schnitt-Knoblauch einen gut durchlässigen, nährstoffreichen Boden. Schwere, lehmige Böden sollten vor der Pflanzung mit Sand und Kompost verbessert werden, um Staunässe zu vermeiden. Ein lockerer, humoser Gartenboden ist ideal. Die Pflanze toleriert auch leicht sandige Böden, solange diese ausreichend mit Nährstoffen versorgt sind. In meinem Garten wächst der Schnitt-Knoblauch sogar in eher mittelmäßigem Boden recht gut - er ist wirklich nicht sehr anspruchsvoll.

pH-Wert und Nährstoffbedarf

Der optimale pH-Wert für Schnitt-Knoblauch liegt zwischen 6,0 und 7,5. Die Pflanze bevorzugt einen leicht sauren bis neutralen Boden. Was den Nährstoffbedarf angeht, ist Schnitt-Knoblauch eher genügsam. Eine jährliche Gabe von Kompost oder gut verrottetem Mist im Frühjahr reicht in der Regel aus. Übermäßige Stickstoffdüngung sollte vermieden werden, da dies zu weichem Wachstum führen kann, was die Pflanzen anfälliger für Krankheiten macht. In meiner Erfahrung ist es besser, es mit der Düngung nicht zu übertreiben - weniger ist oft mehr bei dieser robusten Pflanze.

Aussaat und Pflanzung

Aussaatzeit

Die beste Zeit für die Aussaat von Schnitt-Knoblauch ist das Frühjahr, etwa von März bis Mai. In milden Regionen kann auch eine Herbstaussaat im September erfolgen. Bei der Frühjahrssaat keimen die Samen bei Bodentemperaturen ab 10°C, optimal sind 15-20°C. Ich habe festgestellt, dass eine Aussaat Ende April in meiner Region besonders gut funktioniert - da sind die Temperaturen meist schon angenehm und stabil.

Vorbereitung des Saatbeets

Zur Vorbereitung des Saatbeets sollte der Boden etwa 20-30 cm tief gelockert werden. Entfernen Sie Steine und Wurzelunkräuter. Arbeiten Sie gut verrotteten Kompost oder reifen Stallmist in den Boden ein, um die Bodenstruktur und den Nährstoffgehalt zu verbessern. Eine feine, krümelige Oberfläche erleichtert die Keimung der Samen. Ich persönlich mische gerne etwas Sand unter die obere Bodenschicht - das verbessert die Drainage und die Samen keimen leichter.

Saatgut und Pflanzenabstände

Säen Sie die Samen etwa 1-2 cm tief in Reihen aus. Der Abstand zwischen den Reihen sollte 30-40 cm betragen. In der Reihe können die Samen zunächst dichter gesät und später auf einen Abstand von 15-20 cm vereinzelt werden. Bei der Pflanzung vorgezogener Setzlinge oder der Teilung bestehender Pflanzen sollte ein Abstand von 20-25 cm eingehalten werden. In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, die Pflanzen etwas enger zu setzen - sie bilden dann schöne, dichte Büschel.

Direktsaat vs. Vorkultur

Sowohl Direktsaat als auch Vorkultur sind bei Schnitt-Knoblauch möglich. Die Direktsaat im Freiland ist unkompliziert und oft erfolgreich. Eine Vorkultur ab Februar in Töpfen oder Anzuchtschalen kann jedoch zu einem früheren Erntebeginn führen. Die vorgezogenen Pflanzen können nach den Eisheiligen ins Freiland gesetzt werden.

Bei der Vorkultur habe ich beobachtet, dass die Pflanzen robuster sind und schneller wachsen. Allerdings muss man aufpassen, dass die Setzlinge nicht zu groß werden, bevor man sie auspflanzt. Es ist eine Gratwanderung - zu klein und sie haben es schwer sich zu etablieren, zu groß und sie erleiden einen Pflanzschock. Mit etwas Übung findet man aber schnell den richtigen Zeitpunkt.

Mit der richtigen Vorbereitung und Pflege wird Schnitt-Knoblauch zu einem dankbaren und ertragreichen Bewohner des Gartens, der mit seinem milden Aroma die Küche bereichert und gleichzeitig als attraktive Zierpflanze dient. In meinem Garten ist er jedenfalls nicht mehr wegzudenken - ein echtes Multitalent eben!

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Pflege des Schnitt-Knoblauchs: So gedeiht er prächtig

Ein gesunder und ertragreicher Schnitt-Knoblauch braucht die richtige Pflege. Hier sind einige Aspekte, die Sie beachten sollten:

Bewässerung: Der Schlüssel zum Erfolg

Schnitt-Knoblauch mag es gleichmäßig feucht, steht aber nicht gerne mit den Füßen im Wasser. Gießen Sie regelmäßig, besonders wenn es trocken ist. Ein kleiner Tipp aus meinem Garten: Eine Mulchschicht um die Pflanzen hält die Feuchtigkeit im Boden und hält gleichzeitig lästiges Unkraut in Schach.

Düngung: Weniger ist mehr

Überraschenderweise ist Schnitt-Knoblauch recht genügsam. Eine Portion Kompost im Frühjahr reicht meist völlig aus. Bei sandigem Boden können Sie mit etwas Hornspänen nachhelfen. Vorsicht ist jedoch geboten: Zu viel des Guten fördert nur üppiges Blattwerk auf Kosten der Knollen.

Unkrautbekämpfung: Sanft, aber konsequent

Ein unkrautfreies Beet ist wichtig, aber gehen Sie beim Jäten behutsam vor. Die Wurzeln des Schnitt-Knoblauchs sind recht empfindlich. Ich schwöre auf eine kleine Handharke für die schonende Bodenbearbeitung zwischen den Pflanzen.

Mulchen: Ein Alleskönner im Garten

Eine Schicht Mulch aus Stroh oder Rasenschnitt ist ein wahres Wundermittel: Sie hält den Boden feucht, unterdrückt Unkraut und liefert beim Verrotten noch Nährstoffe. Achten Sie nur darauf, etwas Abstand zwischen Mulch und Pflanzenstängeln zu lassen, um Fäulnis zu vermeiden.

Ernte: Die süße Belohnung der Gartenarbeit

Die Ernte ist der Höhepunkt des Gartenjahres. Hier ein paar Tipps für beste Ergebnisse:

Wann die Blätter ernten?

Die gute Nachricht: Sie können die Blätter des Schnitt-Knoblauchs das ganze Jahr über ernten, sobald sie etwa 15 cm lang sind. Schneiden Sie nur die äußeren Blätter ab und lassen Sie genug stehen, damit die Pflanze munter weiterwachsen kann.

Die Knollenernte

Die Knollen sind im späten Sommer oder frühen Herbst reif für die Ernte, wenn sich die Blätter langsam gelb färben. Graben Sie sie vorsichtig aus, um Verletzungen zu vermeiden.

Die richtige Erntetechnik

Eine Grabegabel ist ideal, um die Knollen behutsam auszuheben. Klopfen Sie überschüssige Erde ab, aber waschen Sie die Knollen nicht. Lassen Sie sie an einem luftigen, schattigen Ort trocknen.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Gut getrockneter Schnitt-Knoblauch hält sich erstaunlich lange - mehrere Monate sind kein Problem. Bewahren Sie ihn kühl, trocken und dunkel auf. Ich flechte die Knollen gerne zu dekorativen Zöpfen, aber Netze oder Papiertüten tun's auch.

Vermehrung: Für nie endenden Genuss

Schnitt-Knoblauch lässt sich zum Glück leicht vermehren. Hier zwei bewährte Methoden:

Teilung bestehender Pflanzen

Im Frühjahr oder Herbst können Sie große Pflanzen einfach teilen. Graben Sie sie vorsichtig aus und trennen Sie die einzelnen Zwiebeln. Diese können Sie gleich wieder einpflanzen. So bekommen Sie schnell neue, kräftige Pflanzen.

Aussaat von Samen

Die Aussaat ist zwar seltener, aber durchaus möglich. Säen Sie die Samen im Frühjahr in Reihen. Seien Sie geduldig - die Keimung kann einige Wochen dauern. Der Vorteil: Oft sind die so gezogenen Pflanzen besonders widerstandsfähig.

Krankheiten und Schädlinge beim Schnitt-Knoblauch

Schnitt-Knoblauch ist zwar ziemlich robust, aber leider nicht immun gegen alle Widrigkeiten des Gärtnerlebens. Hier ein Überblick über die üblichen Verdächtigen und wie wir sie in Schach halten können:

Die üblichen Verdächtigen unter den Krankheiten

Folgende Plagegeister machen unserem Schnitt-Knoblauch manchmal das Leben schwer:

  • Rostpilze: Diese Biester hinterlassen orange oder braune Pusteln auf den Blättern. Wenn's schlimm wird, können die Blätter sogar absterben.
  • Grauschimmel: Der lauert besonders bei feuchtem Wetter und sieht aus wie ein grauer Pelz auf Blättern und Stängeln.
  • Wurzelfäule: Verschiedene Pilze können dafür verantwortlich sein. Das Ergebnis: Die Wurzeln geben den Geist auf und die Pflanze welkt dahin.

Lästige Mitbewohner: Die Schädlinge

Auch ein paar tierische Gäste können unserem Schnitt-Knoblauch zusetzen:

  • Zwiebelfliege: Deren Larven finden die Wurzeln zum Anbeißen und können ganze Pflanzen ins Jenseits befördern.
  • Thripse: Diese winzigen Quälgeister saugen an den Blättern und hinterlassen silbrige Spuren.
  • Schnecken: Die Schleimer haben es besonders auf die Jungpflanzen abgesehen.

Vorbeugen ist besser als heilen

Um Krankheiten und Schädlingen von vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen, sollten wir ein paar Dinge beachten:

  • Ein sonniges Plätzchen mit guter Luftzirkulation ist Gold wert.
  • Der Boden sollte locker und durchlässig sein - kein Matsch-Paradies.
  • Staunässe und übermäßiges Gießen sind tabu.
  • Nach der Ernte mindestens drei Jahre warten, bevor wieder Lauchgewächse an die gleiche Stelle kommen.
  • Kranke Pflanzenteile sofort entfernen und in den Müll damit - nicht auf den Kompost!

Bio-Waffen gegen Plagegeister

Falls es trotz aller Vorsicht mal Ärger gibt, hier ein paar umweltfreundliche Gegenmaßnahmen:

  • Gegen Pilze hat sich eine Dusche mit Schachtelhalmbrühe bewährt.
  • Marienkäfer und Florfliegen sind unsere Verbündeten im Kampf gegen Blattläuse.
  • Kulturschutznetze halten die Zwiebelfliege auf Abstand.
  • Schnecken lassen sich mit Zäunen oder Fallen austricksen.

Das Wichtigste bei all dem: Früh dran sein! Je schneller wir handeln, desto besser stehen die Chancen, unseren Schnitt-Knoblauch zu retten.

Schnitt-Knoblauch in der Küche: Ein Allrounder mit Pfiff

Jetzt wird's lecker! Schnitt-Knoblauch ist ein echtes Multitalent in der Küche. Hier ein paar Ideen, wie Sie dieses aromatische Kraut einsetzen können:

Frische Blätter: Der Frühling auf dem Teller

Die grünen Blätter des Schnitt-Knoblauchs sind ein Traum in Salaten oder als Garnitur. Sie bringen eine milde Knoblauchnote und frische Farbe ins Spiel. Wie wär's damit:

  • Fein geschnitten über einen knackigen Blattsalat streuen
  • Dem Kartoffelsalat einen neuen Kick geben
  • Gehackt über dampfende Suppen oder Eintöpfe streuen
  • Als grünes Tüpfelchen auf Häppchen oder belegten Broten

Heiße Sache: Schnitt-Knoblauch in warmen Gerichten

Auch beim Kochen und Braten macht unser Schnitt-Knoblauch eine gute Figur. Er kann roh oder gegart verwendet werden und verleiht den Gerichten eine feine Note. Ein paar Anregungen:

  • Im Rührei oder Omelett mitbraten für einen Hauch von Raffinesse
  • Kurz vor Schluss in die Gemüsepfanne werfen für extra Aroma
  • Aufläufe oder Gratins damit würzen
  • In Kräuterbutter einarbeiten - ein Traum zu gegrilltem Fleisch oder Fisch

Pesto und Co.: Kreative Zubereitungen

Schnitt-Knoblauch eignet sich prima für Pesto und andere Würzpasten. Hier mein Lieblings-Schnitt-Knoblauch-Pesto:

  • Eine ordentliche Handvoll Schnitt-Knoblauch-Blätter
  • 50 g Pinienkerne oder Walnüsse (je nachdem, was gerade da ist)
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 100 ml gutes Olivenöl
  • Salz und Pfeffer nach Gusto

Alles im Mixer zerkleinern und abschmecken. Dieses Pesto ist der Hammer zu Pasta, als Brotaufstrich oder Dip.

Die Knollen: Nicht zu unterschätzen

Auch die kleinen Knollen des Schnitt-Knoblauchs sind essbar und vielseitig einsetzbar:

  • Fein gehackt als Würze für Saucen oder Dressings
  • Ganz gebraten als Beilage zu Fleisch oder Fisch
  • In Öl eingelegt als Antipasti-Happen
  • Püriert als Basis für eine cremige Suppe

Die Knollen haben mehr Power als die Blätter und können überall dort eingesetzt werden, wo sonst normaler Knoblauch zum Zug kommt.

Ob roh oder gekocht, in Salaten oder warmen Gerichten - Schnitt-Knoblauch bringt eine angenehme, milde Knoblauchnote in die Küche, ohne dabei aufdringlich zu sein. Experimentieren Sie mit diesem vielseitigen Kraut und finden Sie Ihre Lieblingsverwendung!

Gesundheitliche Aspekte von Schnitt-Knoblauch: Mehr als nur Geschmack

Schnitt-Knoblauch ist nicht nur ein leckeres Gewürz, sondern auch ein wahres Nährstoffpaket. Schauen wir uns mal genauer an, was dieses Kraut für unsere Gesundheit tun kann.

Nährwerte und Vitamine: Klein, aber oho!

Wer hätte gedacht, dass so ein unscheinbares Pflänzchen so viel zu bieten hat? Schnitt-Knoblauch ist kalorienarm, aber vollgepackt mit Nährstoffen. Er liefert uns Vitamin C, das unser Immunsystem auf Trab hält, Vitamin K für gesunde Knochen und eine gute Blutgerinnung, und Folsäure - besonders wichtig für werdende Mamas.

Medizinische Wirkungen: Ein kleines Kraftpaket

Schnitt-Knoblauch kann mehr, als nur Gerichte aufpeppen. Er enthält ähnliche schwefelhaltige Verbindungen wie sein großer Bruder, der Knoblauch - wenn auch in geringeren Mengen. Diese könnten dabei helfen, den Blutdruck zu senken und Entzündungen im Körper einzudämmen. Einige Studien deuten sogar darauf hin, dass regelmäßiger Verzehr das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern könnte. Aber Vorsicht: Wir reden hier von Hinweisen, nicht von Garantien.

Im Vergleich zu anderen Allium-Arten: Der sanfte Riese

Verglichen mit normalem Knoblauch ist Schnitt-Knoblauch der sanftere Typ in der Familie. Er hat einen milderen Geschmack und Geruch, was ihn für viele im Alltag attraktiver macht. Klar, die gesundheitlichen Wirkungen sind nicht ganz so intensiv, aber dafür hat man auch keinen Knoblauch-Atem nach dem Essen. Ein fairer Kompromiss, finde ich.

Schnitt-Knoblauch im Gartenjahr: Ein Kraut für alle Jahreszeiten

Schnitt-Knoblauch ist ein treuer Begleiter durchs ganze Gartenjahr. Hier ein kleiner Überblick, was wann zu tun ist:

Frühjahrsarbeiten: Zeit für einen Neustart

Wenn alles zu neuem Leben erwacht, ist auch für den Schnitt-Knoblauch Showtime. Jetzt können Sie neue Pflanzen setzen oder bestehende Büschel teilen. Räumen Sie altes Laub weg und lockern Sie den Boden vorsichtig auf. Ein bisschen Kompost oder organischer Dünger wirkt Wunder - aber nicht übertreiben, der Kleine ist kein Vielfraß.

Sommerpflege: Durstlöscher und Erntespaß

Im Sommer heißt es: Gießkanne bereithalten! Besonders bei Trockenheit braucht unser grüner Freund regelmäßig Wasser. Der Boden sollte feucht sein, aber keine Pfützen bilden. Jetzt beginnt auch die Haupterntezeit für frische Blätter. Mein Tipp: Ernten Sie am besten morgens, da sind die ätherischen Öle am konzentriertesten.

Herbstvorbereitungen: Ab in den Wintermantel

Wenn die Tage kürzer werden, bereiten wir den Schnitt-Knoblauch auf seinen Winterschlaf vor. Entfernen Sie welke Blätter und fahren Sie mit dem Gießen zurück. Topfpflanzen können an einen geschützten Ort umziehen. Haben Sie Ihre Pflänzchen im Beet, decken Sie sie mit etwas Mulch oder Laub zu - so bleiben sie schön warm.

Überwinterung: Hart im Nehmen

Schnitt-Knoblauch ist erstaunlich winterhart und steckt meist auch heftige Fröste weg. In besonders kalten Gegenden kann ein extra Schutz aus Reisig oder Vlies nicht schaden. Im Winter macht er zwar Pause mit dem Wachsen, aber ein gelegentlicher Schluck Wasser bei frostfreiem Boden tut ihm gut.

Schnitt-Knoblauch: Ein Genuss, der sich lohnt

Am Ende des Tages ist Schnitt-Knoblauch einfach ein dankbarer Zeitgenosse. Er ist pflegeleicht, gesund und vielseitig einsetzbar - was will man mehr? Ob Sie nun erfahrener Gärtner sind oder gerade erst anfangen: Schnitt-Knoblauch ist eine tolle Wahl. Sein frisches Aroma wird Sie begeistern, und die vielen Möglichkeiten in der Küche erst! Mit ein bisschen Pflege ernten Sie bald buchstäblich die Früchte (oder besser: Blätter) Ihrer Arbeit. Also, worauf warten Sie noch? Schnappen Sie sich ein paar Schnitt-Knoblauch-Pflanzen und starten Sie Ihr eigenes, aromatisches Gartenabenteuer!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Schnitt-Knoblauch und wie unterscheidet er sich von normalem Knoblauch?
    Schnitt-Knoblauch (Allium tuberosum), auch als Chinesischer Schnittlauch bekannt, ist eine eigenständige Pflanzenart aus der Familie der Lauchgewächse. Im Gegensatz zu normalem Knoblauch bildet er keine großen Zwiebeln, sondern kleine Knollen und flache, grasartige Blätter. Der Geschmack ist deutlich milder und weniger intensiv als bei herkömmlichem Knoblauch. Während normaler Knoblauch hauptsächlich wegen seiner Zwiebeln angebaut wird, nutzt man beim Schnitt-Knoblauch sowohl die aromatischen Blätter als auch die kleinen Knollen. Die Pflanze ist mehrjährig und winterhart, wächst büschelförmig und erreicht eine Höhe von 30-50 cm. Ursprünglich aus Ostasien stammend, hat sich Schnitt-Knoblauch dank seiner Anpassungsfähigkeit und des milden Aromas weltweit verbreitet. Ein weiterer Vorteil: Nach dem Verzehr bleibt der typische Knoblauch-Atem aus.
  2. Welche Standortbedingungen bevorzugt Allium tuberosum im Garten?
    Allium tuberosum gedeiht optimal an sonnigen bis halbschattigen Standorten mit 6-8 Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich. In sehr heißen Regionen kann leichter Nachmittagsschatten vor Blattverbrennungen schützen. Der Boden sollte gut durchlässig, nährstoffreich und locker sein. Schwere, lehmige Böden müssen mit Sand und Kompost verbessert werden, um Staunässe zu vermeiden. Ein humoser Gartenboden ist ideal, aber auch leicht sandige Böden werden toleriert, sofern sie ausreichend Nährstoffe enthalten. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,5, also im leicht sauren bis neutralen Bereich. Wichtig ist eine gute Luftzirkulation am Standort, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Die Pflanze ist relativ anspruchslos und kommt auch mit weniger optimalen Bedingungen zurecht. Windgeschützte Lagen werden bevorzugt, extreme Standorte sollten jedoch vermieden werden.
  3. Wie erfolgt die Aussaat und Pflanzung von Chinesischem Schnittlauch im Frühjahr?
    Die Aussaat von Chinesischem Schnittlauch erfolgt optimal von März bis Mai bei Bodentemperaturen ab 10°C. Zunächst wird das Saatbeet 20-30 cm tief gelockert, Steine und Wurzelunkräuter entfernt sowie gut verrotteter Kompost eingearbeitet. Die Samen werden 1-2 cm tief in Reihen mit 30-40 cm Abstand gesät. In der Reihe können die Samen dichter gesät und später auf 15-20 cm vereinzelt werden. Alternativ ist eine Vorkultur ab Februar in Töpfen möglich, wobei die Setzlinge nach den Eisheiligen ins Freiland gepflanzt werden. Bei vorgezogenen Pflanzen oder Teilung bestehender Büschel sollte ein Pflanzabstand von 20-25 cm eingehalten werden. Die Keimung erfolgt bei optimalen Temperaturen von 15-20°C nach etwa 2-3 Wochen. Während der Keimphase ist gleichmäßige Feuchtigkeit wichtig, Staunässe muss jedoch vermieden werden.
  4. Warum sind sowohl Blätter als auch Knollen des Schnitt-Knoblauchs essbar?
    Sowohl Blätter als auch Knollen des Schnitt-Knoblauchs sind essbar, da die gesamte Pflanze wertvolle Inhaltsstoffe und Aromastoffe enthält. Die flachen, grasartigen Blätter bieten einen milden Knoblauchgeschmack und sind reich an Vitamin C, Vitamin K und Folsäure. Sie können roh in Salaten, als Garnitur oder gekocht in warmen Gerichten verwendet werden. Die kleinen Knollen enthalten ähnliche schwefelhaltige Verbindungen wie normaler Knoblauch, jedoch in milderer Konzentration. Sie lassen sich wie kleine Zwiebeln verwenden - gehackt als Würze, ganz gebraten als Beilage oder eingelegt als Antipasti. Diese Doppelnutzung macht Schnitt-Knoblauch besonders wertvoll für die Küche und den Garten. Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen, bei denen nur bestimmte Teile genießbar sind, kann hier die komplette Ernte verwertet werden, was die Pflanze zu einem echten Multitalent macht.
  5. Wie kann eine ganzjährige Ernte von Schnitt-Knoblauch erfolgen?
    Eine ganzjährige Ernte von Schnitt-Knoblauch ist dank seiner mehrjährigen und winterharten Eigenschaften möglich. Die Blätter können bereits ab einer Länge von 15 cm geerntet werden, wobei nur die äußeren Blätter abgeschnitten und genug Blätter für das Weiterwachstum stehen gelassen werden. Im Frühjahr und Sommer ist die Hauptwachstumszeit mit reichlicher Blatternte. Während der warmen Monate wachsen die Blätter schnell nach, sodass alle 2-3 Wochen geerntet werden kann. Im Herbst verlangsamt sich das Wachstum, aber die Ernte bleibt möglich. Selbst im Winter können bei mildem Wetter frische Blätter geerntet werden, da die Pflanze nicht vollständig einzieht. Für kontinuierliche Erträge sollten die Büschel alle 3-4 Jahre geteilt werden. Die Knollenernte erfolgt hauptsächlich im späten Sommer bis frühen Herbst. Durch gestaffelte Pflanzung mehrerer Büschel lässt sich die Erntemenge und -dauer zusätzlich optimieren.
  6. Worin unterscheiden sich Schnittlauch und Schnitt-Knoblauch im Anbau?
    Schnittlauch und Schnitt-Knoblauch unterscheiden sich in mehreren Anbaupunkten erheblich. Schnittlauch bildet röhrenförmige, hohle Blätter und benötigt einen eher feuchteren Standort, während Schnitt-Knoblauch flache Blätter entwickelt und trockenere Verhältnisse besser verträgt. Schnittlauch bevorzugt kühlere Temperaturen und kann im Halbschatten gedeihen, Schnitt-Knoblauch braucht mehr Sonne und Wärme. Bei der Bodenbeschaffenheit ist Schnittlauch weniger wählerisch, Schnitt-Knoblauch verlangt unbedingt gut durchlässigen Boden ohne Staunässe. Schnittlauch ist in Mitteleuropa heimisch und völlig winterhart, Schnitt-Knoblauch stammt aus Asien und benötigt in sehr kalten Regionen Winterschutz. Die Ernte unterscheidet sich ebenfalls: Schnittlauch wird hauptsächlich wegen seiner Blätter angebaut, bei Schnitt-Knoblauch sind sowohl Blätter als auch die kleinen Knollen nutzbar. Zudem bildet Schnitt-Knoblauch dekorative weiße Blütenstände, während Schnittlauch violette Blüten trägt.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Lauchgewächsen wie Zwiebeln und Schnitt-Knoblauch?
    Obwohl alle zur Familie der Lauchgewächse (Amaryllidaceae) gehören, unterscheiden sich Zwiebeln und Schnitt-Knoblauch erheblich in Wachstum und Verwendung. Zwiebeln bilden eine große, fleischige Zwiebel als Hauptspeicherorgan und werden einjährig kultiviert. Schnitt-Knoblauch entwickelt kleine Knollen und ist mehrjährig. Zwiebeln benötigen eine Vegetationsruhe und spezielle Tageslängen für die Zwiebelbildung, Schnitt-Knoblauch wächst kontinuierlich ohne Ruhephasen. Die Blätter unterscheiden sich stark: Zwiebeln haben röhrenförmige, hohle Blätter, Schnitt-Knoblauch flache, grasartige. In der Küche werden Zwiebeln hauptsächlich als Grundzutat verwendet, Schnitt-Knoblauch dient als Gewürzkraut. Auch die Inhaltsstoffe variieren: Zwiebeln enthalten viel Zucker und scharfe Schwefelverbindungen, Schnitt-Knoblauch milde Knoblaucharomen. Zwiebeln werden meist als Startkultur vorgezogen, Schnitt-Knoblauch kann direkt gesät oder durch Teilung vermehrt werden. Beide benötigen gut durchlässige Böden, haben aber unterschiedliche Nährstoffansprüche.
  8. Wie winterhart ist die mehrjährige Pflanze Allium tuberosum wirklich?
    Allium tuberosum ist erstaunlich winterhart und übersteht in den meisten deutschen Klimazonen problemlos auch heftige Fröste bis etwa -20°C. Die Pflanze zieht im Herbst ihre oberirdischen Teile nicht vollständig ein, sondern geht in eine Ruhephase über. In milden Wintern bleiben sogar einige Blätter grün und können geerntet werden. Die Knollen und Wurzeln sind sehr frostbeständig und treiben im Frühjahr zuverlässig wieder aus. In besonders rauen Lagen oder bei extremen Wintern kann ein zusätzlicher Schutz aus Reisig, Vlies oder einer Mulchschicht hilfreich sein. Topfpflanzen sollten an geschützte Standorte umgestellt oder die Gefäße isoliert werden, da Wurzeln in Töpfen frostempfindlicher sind. Die Winterhärte entwickelt sich mit dem Alter der Pflanze - junge Pflanzen können im ersten Winter etwas empfindlicher sein. In Weinbauklimaten und geschützten Lagen überwintert Schnitt-Knoblauch praktisch ohne jeden Schutz und gilt als absolut winterhart.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertiges Schnitt-Knoblauch Saatgut kaufen?
    Qualitativ hochwertiges Schnitt-Knoblauch Saatgut erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die sich auf Kräuter- und Gemüsesamen fokussiert haben. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten oft eine besonders große Auswahl an Allium-Arten und können zur optimalen Sorte beraten. Beim Kauf sollten Sie auf die Keimfähigkeit, das Erntejahr und die Sortenreinheit achten. Seriöse Anbieter geben diese Informationen transparent an. Bio-Saatgut ist oft besonders hochwertig, da es strengeren Qualitätskontrollen unterliegt. Auch lokale Gartencenter und Baumärkte führen häufig Schnitt-Knoblauch-Samen, wobei die Auswahl meist begrenzter ist. Online-Shops haben den Vorteil einer größeren Sortenvielfalt und detaillierter Produktbeschreibungen. Wichtig ist, dass das Saatgut kühl und trocken gelagert wurde. Einige Gärtner tauschen auch untereinander Samen aus, was eine kostengünstige Alternative darstellt. Achten Sie darauf, nur von vertrauenswürdigen Quellen zu kaufen, um Enttäuschungen zu vermeiden.
  10. Welche Kriterien sind beim Kauf von Schnitt-Knoblauch Setzlingen zu beachten?
    Beim Kauf von Schnitt-Knoblauch Setzlingen sollten Sie mehrere wichtige Qualitätskriterien beachten. Etablierte Gartenfachhändler wie samen.de achten auf gesunde, kräftige Pflanzen mit einem gut entwickelten Wurzelsystem. Die Blätter sollten frisch grün sein, ohne Verfärbungen oder Schadstellen. Vermeiden Sie Pflanzen mit gelben oder welken Blättern, da dies auf Stress oder Krankheiten hindeutet. Das Wurzelwerk sollte weiß bis cremefarben und fest sein, nicht matschig oder verfault. Achten Sie auf die Topfgröße - zu kleine Töpfe deuten oft auf unzureichende Anzucht hin. Die Pflanzen sollten kompakt und buschig wachsen, nicht übermäßig in die Höhe geschossen sein. Fragen Sie nach der Sorte und deren Eigenschaften. Kaufen Sie idealerweise kurz vor der geplanten Pflanzung, um Stress für die Pflanzen zu minimieren. Seriöse Verkäufer geben Pflegetipps und können Auskunft über Herkunft und Anzuchtbedingungen geben. Eine Wachstumsgarantie spricht für die Qualität des Anbieters.
  11. Wie beeinflusst der pH-Wert des Bodens das Wachstum von Gartenkräutern wie Schnitt-Knoblauch?
    Der pH-Wert hat entscheidenden Einfluss auf das Wachstum von Schnitt-Knoblauch und anderen Gartenkräutern. Im optimalen Bereich von 6,0-7,5 können die Pflanzen Nährstoffe am besten aufnehmen. Bei zu saurem Boden (unter pH 6) werden wichtige Makronährstoffe wie Phosphor und Kalium schlechter verfügbar, während Aluminium und Mangan in toxischen Mengen gelöst werden. Dies führt zu Wachstumshemmungen und Blattvergilbungen. Bei zu alkalischem Boden (über pH 7,5) werden Mikronährstoffe wie Eisen, Mangan und Zink schwer löslich, was Mangelerscheinungen wie Chlorose verursacht. Schnitt-Knoblauch zeigt bei ungünstigem pH-Wert oft schwächeres Wachstum, blassere Blätter und geringere Aromabildung. Ein Boden-pH-Test ist daher vor der Pflanzung empfehlenswert. Saure Böden können mit Kalk angehoben, alkalische mit Kompost oder Torf gesenkt werden. Die meisten Kräuter bevorzugen ähnliche pH-Bereiche, sodass eine einmalige Bodenverbesserung mehreren Pflanzen zugutekommt.
  12. Welche Rolle spielen ätherische Öle beim natürlichen Pflanzenschutz durch Schnitt-Knoblauch?
    Ätherische Öle in Schnitt-Knoblauch spielen eine wichtige Rolle beim natürlichen Pflanzenschutz, sowohl für die Pflanze selbst als auch für benachbarte Gewächse. Die schwefelhaltigen Verbindungen, die den charakteristischen Geruch erzeugen, wirken abschreckend auf viele Schädlinge wie Blattläuse, Thripse und andere Insekten. Diese Stoffe werden über die Blätter ausgedünstet und schaffen eine natürliche Schutzbarriere. Zusätzlich haben die ätherischen Öle antimikrobielle Eigenschaften und können das Wachstum von Pilzkrankheiten hemmen. In Mischkultur gepflanzt, kann Schnitt-Knoblauch daher benachbarte Pflanzen vor Schädlingen schützen. Die Konzentration der ätherischen Öle ist bei stressfreien, gesunden Pflanzen am höchsten. Sonnige Standorte fördern die Bildung dieser Schutzsubstanzen. Interessant ist auch, dass die Öle im Boden eine gewisse Zeit wirksam bleiben und so nachhaltigen Schutz bieten. Diese natürliche Abwehrfunktion macht Schnitt-Knoblauch zu einem wertvollen Partner in biologisch orientierten Gärten.
  13. Wie unterscheidet sich die Nährstoffaufnahme bei Direktsaat versus Vorkultur?
    Die Nährstoffaufnahme bei Direktsaat und Vorkultur von Schnitt-Knoblauch zeigt deutliche Unterschiede im Timing und der Effizienz. Bei der Direktsaat entwickeln die Pflanzen ihr Wurzelsystem direkt im endgültigen Standort und können sich optimal an die dortigen Bodenverhältnisse anpassen. Sie bilden meist tiefere Wurzeln und können Nährstoffe aus größeren Bodentiefen erschließen. Allerdings ist die anfängliche Nährstoffaufnahme langsamer, da die Keimlinge zunächst ihre Energie in die Wurzelbildung investieren müssen. Bei der Vorkultur haben die Pflanzen bereits ein entwickeltes Wurzelsystem und können nach dem Auspflanzen sofort mit der intensiven Nährstoffaufnahme beginnen. Dies führt zu schnellerem Wachstum und früherer Ernte. Jedoch kann beim Umpflanzen ein Wurzelschock auftreten, der die Nährstoffaufnahme vorübergehend beeinträchtigt. Vorkultivierte Pflanzen sind oft an nährstoffreiche Anzuchterde gewöhnt und müssen sich an den Gartenboden anpassen. Langfristig gleichen sich die Unterschiede aus, da beide Methoden zu gesunden, produktiven Pflanzen führen.
  14. Warum ist Bodenverbesserung mit Kompost bei Kräutern so wichtig?
    Bodenverbesserung mit Kompost ist bei Kräutern wie Schnitt-Knoblauch von entscheidender Bedeutung für optimales Wachstum und Aromaentwicklung. Kompost verbessert die Bodenstruktur, indem er schwere Böden auflockert und sandigen Böden mehr Wasserspeicherkapazität verleiht. Dies schafft die idealen physikalischen Bedingungen für das empfindliche Wurzelsystem der Kräuter. Die langsame Nährstofffreisetzung aus Kompost entspricht dem natürlichen Bedarf der Pflanzen und vermeidet Überdüngung, die zu weichem Wachstum und reduzierter Aromabildung führen kann. Kompost fördert das Bodenleben und die Mykorrhiza-Bildung, was die Nährstoffaufnahme der Kräuter verbessert. Zusätzlich stabilisiert er den pH-Wert im optimalen Bereich und erhöht die Pufferkapazität des Bodens. Die organische Substanz speichert Feuchtigkeit und reduziert Temperaturschwankungen, was besonders empfindliche Kräuterwurzeln schützt. Kompost unterdrückt auch bodenbürtige Krankheitserreger durch die Förderung nützlicher Mikroorganismen. Diese ganzheitliche Bodenverbesserung ist der Schlüssel für gesunde, aromatische Kräuter.
  15. Wie kann Staunässe beim Anbau von pflegeleichten Kräutern vermieden werden?
    Staunässe ist einer der häufigsten Fehler beim Anbau pflegeleichter Kräuter wie Schnitt-Knoblauch und kann schnell zu Wurzelfäule führen. Zur Vermeidung ist zunächst die Standortwahl entscheidend - meiden Sie natürliche Senken und Bereiche, wo Wasser steht. Eine gründliche Bodenverbesserung mit grobem Sand, Kies oder Perlite verbessert die Drainage schwerer Lehmböden erheblich. Bei problematischen Standorten können Hochbeete oder Hügelpflanzungen angelegt werden, die überschüssiges Wasser natürlich ableiten. Drainageschichten aus grobem Material am Beetgrund helfen zusätzlich. Die richtige Gießtechnik ist ebenfalls wichtig: Lieber seltener, dafür durchdringend gießen und die oberste Bodenschicht zwischen den Wassergaben antrocknen lassen. Eine Mulchschicht reguliert die Feuchtigkeit und verhindert zu schnelles Austrocknen oder Verschlämmung. In Töpfen sind Abzugslöcher und eine Drainageschicht unerlässlich. Bei anhaltend regnerischem Wetter können temporäre Abdeckungen oder das Lockern der Bodenoberfläche helfen, überschüssige Feuchtigkeit zu reduzieren.
  16. Welche praktischen Mulchtechniken eignen sich für robuste Gewürze im Garten?
    Für robuste Gewürze wie Schnitt-Knoblauch eignen sich verschiedene Mulchtechniken, die Feuchtigkeit regulieren und Unkraut unterdrücken. Organische Mulchmaterialien wie Stroh, getrockneter Rasenschnitt oder gehäckselte Gartenabfälle sind ideal, da sie langsam verrotten und Nährstoffe liefern. Eine 5-7 cm dicke Schicht reicht aus, wobei um die Pflanzenstängel etwa 10 cm Abstand gelassen werden sollte, um Fäulnis zu vermeiden. Holzhäcksel eignen sich besonders für mehrjährige Kräuter, da sie langsamer verrotten. Kompost als Mulch kombiniert Bodenverbesserung mit Feuchtigkeitsregulierung. Bei mediterranen Kräutern kann auch mineralischer Mulch aus Kies oder Split verwendet werden, der überschüssige Feuchtigkeit schnell ableitet. Wichtig ist das richtige Timing: Mulchen Sie erst, wenn der Boden erwärmt ist und die Pflanzen etabliert sind. Im Herbst kann eine dickere Mulchschicht als Winterschutz dienen. Erneuern Sie organischen Mulch regelmäßig, da er sich zersetzt. Diese Technik reduziert den Pflegeaufwand erheblich und schafft optimale Wachstumsbedingungen.
  17. Stimmt es, dass alle Allium-Arten die gleichen Pflegeanforderungen haben?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum - Allium-Arten haben durchaus unterschiedliche Pflegeanforderungen, obwohl sie zur gleichen Gattung gehören. Schnitt-Knoblauch (Allium tuberosum) bevorzugt sonnige, warme Standorte und gut durchlässige Böden, während Bärlauch (Allium ursinum) schattige, feuchte Plätze unter Gehölzen bevorzugt. Schnittlauch (Allium schoenoprasum) kommt mit mehr Feuchtigkeit zurecht als Schnitt-Knoblauch, während Zierlauch-Arten wie Allium giganteum nach der Blüte eine Trockenruhe benötigen. Auch die Winterhärte variiert erheblich: Während Schnittlauch extrem frosthart ist, braucht Knoblauch in kalten Regionen Schutz. Die Nährstoffansprüche unterscheiden sich ebenfalls - Speisezwiebeln benötigen mehr Stickstoff als die meisten Wildformen. Auch Vermehrung und Pflanzabstände variieren je nach Art. Gemeinsamkeiten bestehen in der Abneigung gegen Staunässe und dem Bedarf an gut durchlässigen Böden. Erfolgreiche Kultivierung erfordert daher artspezifische Kenntnisse der jeweiligen Bedürfnisse.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es beim Anbau von Schnitt-Knoblauch in Deutschland?
    Der Anbau von Schnitt-Knoblauch zeigt in Deutschland deutliche regionale Unterschiede aufgrund der variierenden Klimabedingungen. In südlichen Regionen wie Baden-Württemberg und Bayern profitiert die Pflanze von längeren Vegetationsperioden und höheren Temperaturen, was zu üppigem Wachstum und intensiverer Aromabildung führt. Hier ist oft eine ganzjährige Ernte möglich. In nördlichen Bundesländern wie Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern wächst Schnitt-Knoblauch langsamer und benötigt möglicherweise Winterschutz in besonders kalten Jahren. Die kühleren Temperaturen können aber auch zu festeren Blättern mit länger anhaltender Frische führen. In Gebirgsregionen der Alpen oder des Harzes sollte auf geschützte Standorte geachtet werden, während in Küstenregionen die hohe Luftfeuchtigkeit Pilzkrankheiten fördern kann. Weinbauklimata bieten optimale Bedingungen mit warmen Sommern und milden Wintern. Die Bodenbeschaffenheit variiert regional stark - sandige norddeutsche Böden erfordern mehr Humusaufbau, während schwere süddeutsche Lehmböden bessere Drainage benötigen.
  19. Wie lässt sich Knoblauch-Schnittlauch von anderen Allium-Arten unterscheiden?
    Knoblauch-Schnittlauch (Allium tuberosum) lässt sich durch mehrere charakteristische Merkmale von anderen Allium-Arten unterscheiden. Die Blätter sind flach und grasartig, etwa 3-6 mm breit, im Gegensatz zu den röhrenförmigen, hohlen Blättern des gewöhnlichen Schnittlauchs oder den dicken, fleischigen Blättern des Knoblauchs. Die weißen, sternförmigen Blüten stehen in flachen Dolden und duften süßlich, während Schnittlauch violette Kugelblüten und Knoblauch weiße bis rosa Blüten in kugeligen Köpfchen trägt. Der Geruch ist charakteristisch mild knoblauchartig, nicht scharf wie bei echtem Knoblauch oder zwiebelartig wie bei Schnittlauch. Die Pflanze bildet kleine, längliche Knollen statt großer Zwiebeln oder dünner Rhizome. Das Wachstum ist buschig und horstig, erreicht 30-50 cm Höhe. Die Samen sind schwarz und dreikantig. Schnitt-Knoblauch blüht später im Jahr (Juli-September) als die meisten anderen Allium-Arten. Diese Kombination aus flachen Blättern, weißen Blüten und mildem Knoblauchduft macht ihn unverwechselbar.
  20. Was unterscheidet Schnittknoblauch von herkömmlichen Gartenkräutern in der Vermehrung?
    Schnittknoblauch unterscheidet sich in mehreren Aspekten von herkömmlichen Gartenkräutern bei der Vermehrung. Anders als einjährige Kräuter wie Basilikum oder Petersilie ist er mehrjährig und lässt sich sehr effizient durch Teilung vermehren. Etablierte Büschel können alle 3-4 Jahre geteilt werden, wobei jede Teilung sofort blühfähige Pflanzen ergibt. Diese Methode ist schneller und zuverlässiger als die Aussaat und erhält die Sortenreinheit. Die Samenvermehrung ist zwar möglich, aber die Keimung kann ungleichmäßig und langwierig sein - ein Unterschied zu schnell keimenden Kräutern wie Kresse oder Dill. Schnittknoblauch kann sich auch durch Selbstaussaat verbreiten, was bei vielen Küchenkräutern nicht vorkommt. Die kleinen Brutzwiebeln, die sich um die Hauptpflanze bilden, ermöglichen eine kontinuierliche natürliche Vermehrung. Im Gegensatz zu Kräutern wie Rosmarin oder Thymian, die über Stecklinge vermehrt werden, ist diese Methode bei Schnittknoblauch nicht üblich. Die hohe Teilungsfähigkeit macht ihn zu einem der vermehrungsfreudigsten Gartenkräuter überhaupt.
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