Aussaat und Pflege des Marienkäfer-Mohns

Der Marienkäfer-Mohn: Ein farbenfroher Blickfang für Ihren Garten

Der Marienkäfer-Mohn verzaubert Gärten mit seinen leuchtend roten Blüten und schwarzen Punkten. Hier erfahren Sie, wie Sie diese bezaubernde Pflanze erfolgreich anbauen und pflegen können.

Das Wichtigste auf einen Blick: Marienkäfer-Mohn im Garten

  • Einjährige Pflanze mit auffälligen rot-schwarzen Blüten
  • Pflegeleicht und ideal für Anfänger
  • Direkte Aussaat im Frühling oder Herbst
  • Bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte
  • Benötigt durchlässigen Boden und wenig Pflege
  • Wertvolle Bienenweide für naturnahe Gärten

Was macht den Marienkäfer-Mohn so besonders?

Der Marienkäfer-Mohn, botanisch als Papaver commutatum bekannt, ist eine echte Augenweide im Garten. Seine leuchtend roten Blütenblätter mit den charakteristischen schwarzen Flecken erinnern tatsächlich an unsere beliebten Glücksbringer, die Marienkäfer. Diese einjährige Pflanze stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und hat sich dank ihrer Schönheit und Pflegeleichtigkeit einen festen Platz in unseren Gärten erobert.

Merkmale und Besonderheiten

Der Marienkäfer-Mohn wird etwa 50 bis 70 Zentimeter hoch und bildet buschige Pflanzen mit filigranem, blaugrünem Laub. Die Blüten erscheinen von Juni bis August und haben einen Durchmesser von 5 bis 8 Zentimetern. Jede Blüte trägt in der Regel vier bis sechs Blütenblätter, die an ihrer Basis die namensgebenden schwarzen Flecken aufweisen. Nach der Blüte entwickeln sich dekorative Samenkapseln, die sich hervorragend für Trockensträuße eignen.

Warum Gärtner den Marienkäfer-Mohn lieben

Es gibt viele Gründe, warum der Marienkäfer-Mohn bei Hobbygärtnern so beliebt ist:

  • Einfache Kultur: Er ist unkompliziert in der Pflege und gedeiht auch bei Anfängern gut.
  • Blickfang: Seine auffälligen Blüten ziehen sofort die Aufmerksamkeit auf sich.
  • Bienenfreundlich: Die Blüten sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten.
  • Vielseitig einsetzbar: Er passt in Bauerngärten, Wildblumenwiesen und sogar in Balkonkästen.
  • Selbstaussaat: Einmal etabliert, sät er sich oft von selbst aus und kommt jedes Jahr wieder.

 

So bereiten Sie die Aussaat vor

Um Ihrem Marienkäfer-Mohn einen optimalen Start zu ermöglichen, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen. Die richtige Standortwahl und Bodenvorbereitung sind wichtig für den Erfolg.

Den perfekten Platz finden

Der Marienkäfer-Mohn liebt es sonnig bis halbschattig. Ein Standort, der mindestens 6 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag erhält, ist ideal. In Regionen mit sehr heißen Sommern kann ein leichter Halbschatten am Nachmittag von Vorteil sein, um die Blüten vor zu starker Hitze zu schützen.

Der richtige Boden für üppiges Wachstum

Marienkäfer-Mohn bevorzugt einen gut durchlässigen, nährstoffreichen Boden. Schwere, lehmige Böden sollten Sie vor der Aussaat mit Sand und Kompost auflockern. Der pH-Wert sollte im neutralen bis leicht alkalischen Bereich liegen. Eine gute Drainage ist wichtig, da die Pflanzen keine Staunässe vertragen.

Bodenvorbereitung leicht gemacht

Lockern Sie den Boden etwa 20-30 cm tief auf und entfernen Sie Steine und Wurzelreste. Arbeiten Sie etwas reifen Kompost ein, um die Bodenstruktur zu verbessern und Nährstoffe bereitzustellen. Harken Sie die Oberfläche fein, um ein optimales Saatbett zu schaffen.

Der beste Zeitpunkt für die Aussaat

Sie haben zwei Möglichkeiten für die Aussaat des Marienkäfer-Mohns:

  • Frühjahrsaussaat: Säen Sie direkt ins Freiland ab Mitte April, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind.
  • Herbstaussaat: Für eine frühere Blüte im nächsten Jahr können Sie im September oder Oktober aussäen.

Die Herbstaussaat hat den Vorteil, dass die Samen eine natürliche Kälteperiode durchlaufen, was die Keimung im Frühjahr fördert.

 

Aussaatmethoden für erfolgreichen Anbau

Nun, da Sie den perfekten Standort vorbereitet haben, geht es an die Aussaat. Der Marienkäfer-Mohn lässt sich sowohl direkt ins Freiland als auch in Töpfen vorziehen. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile.

Direktsaat ins Freiland: Schritt für Schritt

 

  • Ziehen Sie flache Rillen von etwa 0,5 cm Tiefe im Abstand von 30 cm.
  • Mischen Sie die feinen Samen mit etwas Sand, um sie gleichmäßiger verteilen zu können.
  • Säen Sie dünn aus und bedecken Sie die Samen nur hauchzart mit Erde.
  • Drücken Sie die Erde leicht an, um guten Bodenkontakt herzustellen.
  • Wässern Sie vorsichtig mit einer feinen Brause, um die Samen nicht wegzuspülen.

 

Tipps für optimale Keimung

 

  • Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe.
  • Schützen Sie die Aussaat vor Vögeln mit einem Vlies oder Gartengitter.
  • Bei Temperaturen um 15-20°C keimen die Samen in etwa 10-14 Tagen.
  • Sobald die Sämlinge erscheinen, reduzieren Sie das Gießen etwas, um Pilzbefall vorzubeugen.

 

Vorkultur in Töpfen: Eine Alternative

Die Vorkultur in Töpfen kann besonders in Regionen mit kurzer Vegetationsperiode oder bei unsicherem Frühlingswetter sinnvoll sein.

Vorteile der Topfanzucht:

  • Kontrollierte Bedingungen für die Keimung
  • Frühere Blüte möglich
  • Leichteres Auspflanzen an den gewünschten Standort

Nachteile:

  • Höherer Arbeitsaufwand
  • Mögliche Wurzelstörung beim Umpflanzen

So gelingt die Topfaussaat

 

  • Verwenden Sie Anzuchttöpfe oder -schalen mit Drainagelöchern.
  • Füllen Sie sie mit einer lockeren, nährstoffarmen Aussaaterde.
  • Streuen Sie die Samen dünn auf die angefeuchtete Oberfläche.
  • Bedecken Sie sie nur hauchdünn mit Vermiculit oder feinem Sand.
  • Stellen Sie die Töpfe an einen hellen, aber nicht sonnigen Platz bei etwa 18-20°C.
  • Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, z.B. mit einem Minigewächshaus oder einer Plastiktüte.
  • Nach der Keimung entfernen Sie die Abdeckung und stellen die Sämlinge heller.
  • Pikieren Sie die Pflänzchen, wenn sie das erste echte Blattpaar entwickelt haben.
  • Härten Sie die Jungpflanzen ab, bevor Sie sie ins Freiland setzen.

 

Mit diesen Tipps und Methoden sind Sie gut vorbereitet, um Ihren eigenen Marienkäfer-Mohn erfolgreich anzubauen. Ob direkt im Garten oder vorgezogen im Topf – diese bezaubernden Blumen werden Ihren Garten mit Sicherheit in ein farbenfrohes Paradies verwandeln. Viel Freude beim Gärtnern!

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Pflege nach der Keimung: So gedeiht Ihr Marienkäfer-Mohn prächtig

Sobald die zarten Sämlinge des Marienkäfer-Mohns ihre Köpfchen aus der Erde strecken, beginnt die spannende Phase der Pflege. Mit ein paar Handgriffen und der richtigen Aufmerksamkeit entwickeln sich die Pflänzchen zu robusten Schönheiten.

Ausdünnen der Sämlinge: Platz zum Wachsen schaffen

Wenn die Sämlinge etwa 5 cm hoch sind, ist es Zeit fürs Ausdünnen. Entfernen Sie vorsichtig die schwächeren Pflänzchen, sodass die kräftigsten etwa 15-20 cm Abstand zueinander haben. Das mag hart erscheinen, aber es fördert die Entwicklung gesunder, starker Pflanzen.

Bewässerung: Richtig gießen

Marienkäfer-Mohn mag's feucht, aber nicht nass. Gießen Sie regelmäßig, aber lassen Sie den Boden zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen. Ein praktischer Tipp: Stecken Sie den Finger in die Erde. Fühlt sie sich in 2-3 cm Tiefe trocken an, ist es Zeit zum Gießen.

Richtige Gießtechnik

Gießen Sie morgens oder abends direkt an der Basis der Pflanzen. Vermeiden Sie es, die Blätter zu befeuchten, um Pilzerkrankungen vorzubeugen. Ein sanfter Wasserstrahl oder eine Gießkanne mit Brause sind ideal.

Düngung: Weniger ist mehr

Marienkäfer-Mohn ist kein Vielfraß. Ein nährstoffarmer Boden fördert sogar die Blütenbildung. Falls Sie düngen möchten, reicht eine kleine Gabe organischen Düngers im Frühjahr.

Organisch vs. mineralisch

Organische Dünger wie gut verrotteter Kompost oder Hornspäne haben Vorteile. Sie geben Nährstoffe langsam ab und verbessern die Bodenstruktur. Mineralische Dünger wirken zwar schneller, können aber bei Überdosierung die Pflanzen schädigen.

Mulchen: Schutz und Pflege in einem

Eine dünne Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt hält den Boden feucht und unterdrückt Unkraut. Aber Vorsicht: Halten Sie einen Abstand von etwa 5 cm zum Stängel, um Staunässe zu vermeiden.

Von der Knospe zur Blüte: Wachstum und Blütezeit

Das Wachstum des Marienkäfer-Mohns ist eine Freude für jeden Gärtner. In wenigen Wochen entwickeln sich aus unscheinbaren Sämlingen prächtige Blütenpflanzen.

Entwicklungsphasen: Vom Keimling zur Blütenpracht

Nach der Keimung bilden sich zunächst die charakteristischen, fein gefiederten Blätter. Etwa 6-8 Wochen nach der Aussaat beginnt die Knospenbildung. Die Knospen sind anfangs von einer feinen, haarigen Hülle umgeben, die sich kurz vor dem Aufblühen öffnet.

Blütezeit und -dauer: Farbenpracht im Garten

Die Hauptblütezeit des Marienkäfer-Mohns erstreckt sich von Juni bis August. Einzelne Blüten halten sich etwa 3-4 Tage, aber durch die kontinuierliche Nachblüte kann man sich über Wochen an dem Blütenflor erfreuen. Die leuchtend roten Blüten mit den markanten schwarzen Flecken sind ein echter Blickfang im Garten.

Förderung der Blütenbildung: Tipps für üppige Pracht

Um die Blütenbildung anzuregen, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Regelmäßiges Entfernen verblühter Blüten fördert die Nachblüte
  • Vermeiden Sie Stickstoffüberschuss im Boden, der das Blattwachstum auf Kosten der Blüten fördert
  • Sorgen Sie für ausreichend Sonnenlicht - mindestens 6 Stunden täglich
  • Bei Topfkultur: Wählen Sie einen Standort mit leichtem Windzug, das stärkt die Pflanzenstängel

Krankheiten und Schädlinge: Vorbeugen und Behandeln

Obwohl der Marienkäfer-Mohn recht robust ist, kann er von einigen Problemen heimgesucht werden. Hier ein Überblick über mögliche Schwierigkeiten und wie Sie damit umgehen.

Häufige Probleme: Was Ihren Mohn plagen könnte

Pilzkrankheiten: Unerwünschte Gäste

Echter Mehltau und Grauschimmel können besonders in feuchten Sommern auftreten. Achten Sie auf weiße, mehlige Beläge auf den Blättern (Mehltau) oder graue, pelzige Flecken an Stängeln und Blüten (Grauschimmel). Bei ersten Anzeichen entfernen Sie befallene Pflanzenteile großzügig.

Schädlingsbefall: Kleine Störenfriede

Blattläuse können gelegentlich auftreten, besonders an jungen Trieben. Auch Schnecken haben manchmal ein Auge auf die saftigen Blätter geworfen. Bei Blattläusen hilft oft schon ein starker Wasserstrahl, hartnäckige Fälle lassen sich mit Schmierseifenlösung bekämpfen.

Vorbeugende Maßnahmen: Gesunde Pflanzen von Anfang an

Vorbeugen ist wichtig. Hier einige Tipps aus der Gartenerfahrung:

  • Achten Sie auf gute Durchlüftung, indem Sie die Pflanzen nicht zu eng setzen
  • Gießen Sie morgens, damit die Blätter über den Tag abtrocknen können
  • Halten Sie den Garten frei von Pflanzenresten, in denen sich Krankheitserreger verstecken könnten
  • Wechseln Sie jährlich den Standort, um Bodenmüdigkeit vorzubeugen

Biologische Bekämpfungsmethoden: Sanft, aber effektiv

Bei Problemen setzen viele Gärtner auf biologische Methoden:

  • Gegen Blattläuse: Ansiedeln von Nützlingen wie Marienkäfern oder Florfliegen
  • Bei Pilzbefall: Spritzen mit einer Lösung aus 1 Teil Magermilch und 9 Teilen Wasser kann vorbeugend wirken
  • Schneckenabwehr: Kaffeegrund oder zerkleinerte Eierschalen um die Pflanzen streuen

Mit diesen Tipps und Tricks steht einer prächtigen Blüte Ihres Marienkäfer-Mohns nichts im Wege. Viel Freude mit dem farbenfrohen Spektakel in Ihrem Garten!

Vermehrung und Erhaltung des Marienkäfer-Mohns

Der Marienkäfer-Mohn bereichert jeden Garten. Seine Vermehrung und Erhaltung sind einfach, wenn man einige grundlegende Aspekte beachtet.

Samenernte: Der richtige Zeitpunkt

Die Samenernte beim Marienkäfer-Mohn erfordert Geduld. Warten Sie, bis die Samenkapseln bräunlich werden und sich an der Spitze öffnen, etwa 6-8 Wochen nach der Blüte. Ernten Sie an einem trockenen Tag, um Feuchtigkeit in den Samen zu vermeiden.

Methoden der Samengewinnung

Zwei bewährte Methoden zur Samengewinnung:

  • Direkte Ernte: Schneiden Sie die reifen Samenkapseln ab und schütteln Sie die Samen in einen Behälter.
  • Papierttüten-Methode: Stülpen Sie eine Papiertüte über die reifenden Kapseln und binden Sie sie fest. So fangen Sie die Samen auf, wenn sich die Kapseln öffnen.

Lagerung der Samen

Nach der Ernte müssen die Samen gründlich getrocknet werden. Breiten Sie sie auf Zeitungspapier aus und lassen Sie sie an einem luftigen Ort trocknen. Anschließend können Sie die Samen in Papiertüten oder luftdichten Behältern an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren. Bei richtiger Lagerung bleiben die Samen etwa 2-3 Jahre keimfähig.

Selbstaussaat im Garten

Der Marienkäfer-Mohn sät sich selbst aus. Wenn Sie einige Pflanzen stehen lassen, werden Sie im nächsten Jahr wahrscheinlich viele neue Sämlinge entdecken. Um dies zu kontrollieren, entfernen Sie unerwünschte Sämlinge oder pflanzen Sie sie an andere Stellen um.

Gestaltungsideen mit Marienkäfer-Mohn

Kombinationen mit anderen Pflanzen

Der Marienkäfer-Mohn harmoniert mit vielen anderen Pflanzen. Seine leuchtend roten Blüten mit den charakteristischen schwarzen Flecken wirken besonders schön in Kombination mit:

  • Kornblumen (Centaurea cyanus)
  • Ringelblumen (Calendula officinalis)
  • Zierlauch (Allium)
  • Frauenmantel (Alchemilla mollis)

Einsatz in verschiedenen Gartentypen

Bauerngarten

Im Bauerngarten entfaltet der Marienkäfer-Mohn seine volle Pracht. Kombinieren Sie ihn mit Kapuzinerkresse, Stockrosen und Sonnenblumen für einen farbenfrohen Anblick.

Naturgarten

Im Naturgarten ist der Marienkäfer-Mohn ein Blickfang. Lassen Sie ihn zwischen Wildblumen wie Margeriten, Schafgarbe und Wiesensalbei wachsen. So schaffen Sie ein natürliches Ambiente und ein Paradies für Insekten.

Balkon und Terrasse

Auch auf Balkon oder Terrasse macht der Marienkäfer-Mohn eine gute Figur. Pflanzen Sie ihn in größere Töpfe oder Balkonkästen, am besten zusammen mit niedrig wachsenden Pflanzen wie Lobelien oder Elfenspiegel. Achten Sie auf ausreichende Drainage und regelmäßige Bewässerung.

Schnittblumenverwendung

Der Marienkäfer-Mohn eignet sich als Schnittblume. Die Blüten halten in der Vase etwa 5-7 Tage. Um die Haltbarkeit zu verlängern, schneiden Sie die Stiele schräg an und tauchen Sie sie kurz in heißes Wasser, bevor Sie sie in die Vase stellen. In Kombination mit Gräsern oder Schleierkraut ergeben sich schöne, natürlich wirkende Sträuße.

Ökologische Bedeutung des Marienkäfer-Mohns

Nutzen für Insekten

Der Marienkäfer-Mohn zieht viele Insekten an. Seine offenen Blüten bieten leichten Zugang zu Pollen und Nektar. Besonders Bienen und Hummeln mögen diese Pflanze. Auch Schmetterlinge und verschiedene Käferarten finden hier Nahrung und Unterschlupf.

Förderung der Biodiversität

Durch die Anpflanzung von Marienkäfer-Mohn unterstützen Sie die Biodiversität in Ihrem Garten. Die Pflanze bietet Nahrung für Insekten und Samen für Vögel. Zudem schafft sie Strukturen im Garten, die verschiedenen Kleintieren als Lebensraum dienen können.

Nachhaltiger Gartenbau mit Marienkäfer-Mohn

Der Marienkäfer-Mohn eignet sich gut für nachhaltigen Gartenbau. Er ist anspruchslos, braucht wenig Wasser und kommt ohne Dünger aus. Durch seine Fähigkeit zur Selbstaussaat müssen Sie ihn nur einmal pflanzen und können sich Jahr für Jahr an seinem Anblick erfreuen. Lassen Sie einige Samenkapseln stehen und die Natur macht den Rest.

Darüber hinaus kann der Marienkäfer-Mohn zur natürlichen Schädlingsbekämpfung beitragen. Seine Blüten locken nützliche Insekten an, die wiederum Schädlinge in Schach halten. So können Sie auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Mit seiner Schönheit und seinem ökologischen Wert bereichert der Marienkäfer-Mohn jeden naturnahen Garten. Er verbindet Ästhetik und Nutzen und ist dabei pflegeleicht.

Häufige Fragen und Problemlösungen beim Marienkäfer-Mohn

Was tun, wenn die Samen nicht keimen?

Manchmal keimen die Samen des Marienkäfer-Mohns nicht wie erwartet. Überprüfen Sie zunächst die Feuchtigkeit des Bodens. Zu trockene oder zu nasse Bedingungen können die Keimung hemmen. Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, aber nicht zu nass. Auch die Temperatur spielt eine Rolle - bei zu kühlen Temperaturen verzögert sich die Keimung. Bei ausbleibender Keimung trotz optimaler Bedingungen könnte die Qualität des Saatguts der Grund sein. Probieren Sie in diesem Fall eine neue Packung Samen aus.

Wie verhindert man das Umfallen der Pflanzen?

Der Marienkäfer-Mohn kann recht hoch wachsen und bei Wind oder Regen umfallen. Um dies zu verhindern, gibt es einige Möglichkeiten:

  • Pflanzen Sie die Mohnblumen in Gruppen, so stützen sie sich gegenseitig.
  • Stecken Sie dünne Bambusstäbe oder Blumenstützen neben die Pflanzen.
  • Binden Sie die Stängel locker an die Stützen, sobald sie etwa 30 cm hoch sind.
  • Vermeiden Sie übermäßiges Düngen, da dies zu schnellem, instabilem Wachstum führen kann.

Kann man Marienkäfer-Mohn in Töpfen kultivieren?

Ja, der Marienkäfer-Mohn lässt sich in Töpfen oder Kübeln anbauen. Wählen Sie Gefäße mit einem Durchmesser von mindestens 30 cm und einer Tiefe von 30-40 cm. Achten Sie auf gute Drainage mit Löchern im Topfboden und einer Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben. Verwenden Sie nährstoffarme, durchlässige Erde und gießen Sie regelmäßig, aber nicht zu viel. Topfkulturen benötigen etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Bewässerung als Freilandpflanzen.

Ist Marienkäfer-Mohn winterhart?

Der Marienkäfer-Mohn (Papaver commutatum) ist eine einjährige Pflanze und nicht winterhart im klassischen Sinne. Er stirbt nach der Blüte und Samenbildung ab. Allerdings kann er sich durch Selbstaussaat im Garten erhalten. Die ausgefallenen Samen überwintern im Boden und keimen im nächsten Frühjahr von selbst. In milden Regionen können sogar im Herbst gekeimte Pflanzen den Winter überstehen und im Frühjahr weiterwachsen.

Jahreszeitliche Pflegetipps für den Marienkäfer-Mohn

Frühjahrspflege

Im Frühjahr beginnt die Hauptsaison für den Marienkäfer-Mohn. Säen Sie die Samen direkt ins Freiland, sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind. Lockern Sie den Boden leicht auf und entfernen Sie Unkraut. Bei im Herbst gesäten und überlebten Jungpflanzen können Sie diese vorsichtig ausdünnen, um ihnen mehr Platz zum Wachsen zu geben.

Sommerpflege

Im Sommer steht der Marienkäfer-Mohn in voller Blüte. Gießen Sie regelmäßig, besonders in Trockenperioden. Entfernen Sie verblühte Blumen, um die Blütezeit zu verlängern. Achten Sie auf Schädlinge wie Blattläuse und bekämpfen Sie diese gegebenenfalls mit sanften Methoden wie Abspritzen mit Wasser oder dem Einsatz von Nützlingen.

Herbstpflege

Im Herbst lassen Sie die letzten Blüten stehen, damit sich Samen bilden können. Diese fallen aus und sorgen für eine natürliche Aussaat im nächsten Jahr. Wenn Sie die Selbstaussaat kontrollieren möchten, können Sie die Samenkapseln vor dem Aufplatzen abschneiden und an einem trockenen Ort nachreifen lassen.

Wintervorbereitung

Da der Marienkäfer-Mohn einjährig ist, gibt es keine spezielle Wintervorbereitung. Lassen Sie einen Teil der abgestorbenen Pflanzen stehen - sie bieten Insekten Unterschlupf und sehen mit Raureif überzogen dekorativ aus. Im späten Winter können Sie dann die Reste entfernen und das Beet für die neue Saison vorbereiten.

Vorteile des Marienkäfer-Mohns im Garten

Der Marienkäfer-Mohn ist ein Hingucker im Garten und eine pflegeleichte Bereicherung für Einsteiger und erfahrene Gärtner. Seine leuchtend roten Blüten mit den charakteristischen schwarzen Flecken ziehen nicht nur Blicke, sondern auch zahlreiche Insekten an. Damit trägt er zur Biodiversität im Garten bei.

Wichtige Punkte für einen erfolgreichen Anbau sind:

  • Sonniger bis halbschattiger Standort
  • Durchlässiger, nicht zu nährstoffreicher Boden
  • Aussaat direkt ins Freiland im Frühjahr oder Herbst
  • Regelmäßige, aber nicht übermäßige Bewässerung
  • Entfernen verblühter Blumen für längere Blütezeit

Für Gartenneulinge bietet der Marienkäfer-Mohn viele Vorteile: Er ist unkompliziert in der Pflege, wächst schnell und belohnt mit einer üppigen Blütenpracht. Zudem lässt er sich vielseitig kombinieren und eignet sich sowohl für Beete als auch für Töpfe auf Balkon oder Terrasse.

Probieren Sie den Marienkäfer-Mohn in dieser Saison aus und erleben Sie seine Schönheit. Mit etwas Pflege und Aufmerksamkeit wird er Ihren Garten in ein farbenfrohes Paradies verwandeln und Ihnen viel Freude bereiten. Gärtnern ist keine Hexerei - manchmal braucht es nur die richtige Pflanze, um den grünen Daumen zu entdecken!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Marienkäfer-Mohn und woher stammt diese Pflanze?
    Marienkäfer-Mohn (Papaver commutatum) ist eine einjährige Zierpflanze, die ursprünglich aus dem Kaukasus stammt. Die Pflanze verdankt ihren Namen den charakteristischen leuchtend roten Blüten mit schwarzen Flecken an der Basis der Blütenblätter, die an die beliebten Glücksbringer erinnern. Der Marienkäfer-Mohn wird 50-70 cm hoch und bildet buschige Pflanzen mit filigranem, blaugrünem Laub. Die Blüten haben einen Durchmesser von 5-8 cm und erscheinen von Juni bis August. Nach der Blüte entwickeln sich dekorative Samenkapseln, die sich hervorragend für Trockensträuße eignen. Diese robuste Pflanze hat sich dank ihrer Schönheit und Pflegeleichtigkeit einen festen Platz in deutschen Gärten erobert und ist sowohl für Anfänger als auch erfahrene Gärtner geeignet.
  2. Wann ist die beste Zeit für die Aussaat von Marienkäfer-Mohn?
    Die optimale Aussaatzeit für Marienkäfer-Mohn bietet zwei Möglichkeiten: Die Frühjahrsaussaat erfolgt direkt ins Freiland ab Mitte April, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind. Alternativ können Sie eine Herbstaussaat im September oder Oktober durchführen. Die Herbstaussaat hat den Vorteil, dass die Samen eine natürliche Kälteperiode durchlaufen, was die Keimung im Frühjahr fördert und zu einer früheren Blüte führt. Bei der Frühjahrsaussaat keimen die Samen bei Temperaturen um 15-20°C in etwa 10-14 Tagen. Wichtig ist, dass der Boden gut vorbereitet und frostfrei ist. Die direkte Aussaat ins Freiland ist der bevorzugte Weg, da Marienkäfer-Mohn eine Pfahlwurzel entwickelt und Umpflanzen oft schlecht verträgt. Beide Aussaatzeiten führen zu erfolgreichen Ergebnissen.
  3. Welche Standortbedingungen bevorzugt Papaver commutatum im Garten?
    Papaver commutatum gedeiht am besten an sonnigen bis halbschattigen Standorten mit mindestens 6 Stunden direktem Sonnenlicht täglich. In Regionen mit sehr heißen Sommern kann ein leichter Halbschatten am Nachmittag vorteilhaft sein, um die Blüten vor übermäßiger Hitze zu schützen. Der Boden sollte gut durchlässig und nährstoffreich sein, wobei schwere, lehmige Böden vor der Aussaat mit Sand und Kompost aufgelockert werden sollten. Der pH-Wert sollte im neutralen bis leicht alkalischen Bereich liegen. Besonders wichtig ist eine gute Drainage, da die Pflanzen keine Staunässe vertragen. Lockern Sie den Boden 20-30 cm tief auf und entfernen Sie Steine sowie Wurzelreste. Eine leichte Kompostgabe verbessert die Bodenstruktur und stellt Nährstoffe bereit, ohne zu überdüngen.
  4. Warum wird diese Mohnart als besonders bienenfreundlich bezeichnet?
    Der Marienkäfer-Mohn gilt als besonders bienenfreundlich, weil seine offenen Blüten leichten Zugang zu Pollen und Nektar bieten. Die schalenförmigen Blüten präsentieren ihre Staubgefäße deutlich sichtbar und ermöglichen Bienen und anderen Bestäubern einen bequemen Landeplatz. Besonders Bienen und Hummeln schätzen diese Pflanze als wertvolle Nahrungsquelle. Die Blütezeit von Juni bis August fällt in eine wichtige Phase für Insekten, in der sie reichlich Nahrung benötigen. Auch Schmetterlinge und verschiedene Käferarten finden hier Nahrung und Unterschlupf. Der kontinuierliche Blütenflor über mehrere Wochen sorgt für ein konstantes Nahrungsangebot. Durch die Anpflanzung von Marienkäfer-Mohn unterstützen Gärtner aktiv die Biodiversität und schaffen wichtige Lebensräume für bestäubende Insekten. Dies macht die Pflanze zu einem wertvollen Baustein für naturnahe und insektenfreundliche Gärten.
  5. Wie kann Marienkäfer-Mohn erfolgreich in Töpfen und Balkonkästen kultiviert werden?
    Marienkäfer-Mohn lässt sich erfolgreich in Töpfen und Balkonkästen kultivieren. Wählen Sie Gefäße mit einem Durchmesser von mindestens 30 cm und einer Tiefe von 30-40 cm, um der Pfahlwurzel genügend Platz zu bieten. Entscheidend ist eine gute Drainage mit Löchern im Topfboden und einer Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben am Boden. Verwenden Sie nährstoffarme, durchlässige Erde, da die Pflanze magere Böden bevorzugt. Gießen Sie regelmäßig, aber vermeiden Sie Staunässe - lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknen. Topfkulturen benötigen mehr Aufmerksamkeit bei der Bewässerung als Freilandpflanzen. Kombinieren Sie den Marienkäfer-Mohn mit niedrig wachsenden Pflanzen wie Lobelien oder Elfenspiegel für attraktive Arrangements. Ein sonniger bis halbschattiger Standort mit leichtem Windzug stärkt die Pflanzenstängel und beugt Pilzkrankheiten vor.
  6. Worin unterscheidet sich Marienkäfer-Mohn von anderen Mohnarten wie Klatschmohn?
    Der Hauptunterschied des Marienkäfer-Mohns zu anderen Mohnarten liegt in seiner charakteristischen Blütenfärbung: Die leuchtend roten Blütenblätter tragen an ihrer Basis markante schwarze Flecken, die an Marienkäfer erinnern. Klatschmohn hingegen zeigt meist einheitlich rote Blüten ohne diese Flecken. Botanisch gehört Marienkäfer-Mohn zur Art Papaver commutatum, während Klatschmohn als Papaver rhoeas klassifiziert wird. Marienkäfer-Mohn wird mit 50-70 cm etwas kompakter als manch andere Mohnarten und bildet buschigere Pflanzen. Die Blüten sind mit 5-8 cm Durchmesser mittelgroß und haben meist vier bis sechs Blütenblätter. Die Samenkapseln sind ebenfalls charakteristisch geformt. Während Klatschmohn oft in Wildblumenmischungen zu finden ist, wird Marienkäfer-Mohn gezielt als Zierpflanze kultiviert. Beide Arten sind einjährig und pflegeleicht, unterscheiden sich aber in Wuchsform und Blütenzeichnung deutlich.
  7. Welche anderen Sommerblumen harmonieren gut mit rotem Mohn im Bauerngarten?
    Im Bauerngarten harmoniert Marienkäfer-Mohn hervorragend mit verschiedenen klassischen Sommerblumen. Kornblumen (Centaurea cyanus) in Blau bilden einen wunderschönen Farbkontrast zu den roten Mohnblüten. Ringelblumen (Calendula officinalis) ergänzen das Farbspektrum mit ihren orangenen und gelben Tönen. Zierlauch (Allium) setzt mit seinen kugelförmigen Blütenständen architektonische Akzente, während Frauenmantel (Alchemilla mollis) mit seinem weichen Grün beruhigend wirkt. Weitere harmonische Partner sind Kapuzinerkresse, Stockrosen und Sonnenblumen für einen farbenfrohen Anblick. In Kombination mit Gräsern wie Federgras oder Perlgras entstehen natürlich wirkende Arrangements. Diese Pflanzen haben ähnliche Standortansprüche und Pflegeanforderungen wie der Marienkäfer-Mohn, was die Gartenpflege vereinfacht. Die unterschiedlichen Blütezeiten sorgen für einen lang anhaltenden Blütenflor im Bauerngarten.
  8. Wie lange halten sich die charakteristischen rot-schwarzen Blüten in der Vase?
    Die charakteristischen rot-schwarzen Blüten des Marienkäfer-Mohns halten sich in der Vase etwa 5-7 Tage. Um die Haltbarkeit zu maximieren, gibt es einige bewährte Tricks: Schneiden Sie die Stiele schräg an und tauchen Sie sie kurz in heißes Wasser, bevor Sie sie in die Vase stellen. Dieser Vorgang verschließt die Gefäße und verhindert Luftblasen. Verwenden Sie sauberes, kühles Wasser und wechseln Sie es alle 2-3 Tage. Entfernen Sie alle Blätter, die unter der Wasseroberfläche stehen würden. Schneiden Sie die Stiele alle paar Tage um etwa einen Zentimeter nach, um die Wasseraufnahme zu verbessern. In Kombination mit Gräsern oder Schleierkraut ergeben sich schöne, natürlich wirkende Sträuße. Die einzelnen Blüten sind zwar kurzlebig, aber durch die kontinuierliche Nachblüte am Strauch können Sie regelmäßig frische Schnittblumen ernten. Kühle Standorte verlängern die Haltbarkeit der Blüten zusätzlich.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertige Marienkäfer-Mohn Samen kaufen?
    Qualitativ hochwertige Marienkäfer-Mohn Samen erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern wie samen.de, die sich auf Saatgut und Gartenbedarf spezialisiert haben. Solche etablierten Anbieter führen meist frisches Saatgut mit hoher Keimfähigkeit und können kompetente Beratung zur Aussaat und Pflege bieten. Auch gut sortierte Gartencenter vor Ort haben oft Marienkäfer-Mohn im Sortiment, besonders in der Hauptsaison von Februar bis Mai. Online-Shops bieten den Vorteil einer größeren Auswahl und detaillierter Produktbeschreibungen. Saatguttauschbörsen und Gartenvereine sind weitere Quellen für seltene Sorten. Beim Kauf sollten Sie auf das Haltbarkeitsdatum achten - frisches Saatgut keimt deutlich besser. Seriöse Händler geben Keimraten und Aussaattermine an. Meiden Sie zu günstige No-Name-Produkte, da hier oft die Qualität leidet. Etablierte Saatgut-Firmen mit langjähriger Erfahrung sind meist die beste Wahl für erfolgreiche Ergebnisse.
  10. Welche Qualitätskriterien sollte man beim Kauf von Mohn Samen beachten?
    Beim Kauf von Mohn Samen sollten Sie auf mehrere Qualitätskriterien achten. Das Haltbarkeitsdatum ist entscheidend - frisches Saatgut hat eine deutlich höhere Keimrate als altes. Seriöse Anbieter wie samen.de geben die Keimfähigkeit in Prozent an, die bei gutem Saatgut über 80% liegen sollte. Achten Sie auf die botanische Bezeichnung: Echter Marienkäfer-Mohn wird als Papaver commutatum verkauft. Die Verpackung sollte lichtdicht und luftdicht verschlossen sein, um die Keimfähigkeit zu erhalten. Prüfen Sie, ob Aussaat- und Pflegeanweisungen beigefügt sind. Etablierte Saatgut-Firmen bieten oft Sortenreinheit und gleichmäßige Keimung. Zu günstige Angebote können auf mindere Qualität hindeuten. Lagern Sie gekaufte Samen kühl und trocken. Ein Qualitätsmerkmal ist auch die Herkunft: Saatgut aus kontrolliertem Anbau ist meist zuverlässiger. Lesen Sie Kundenbewertungen bei Online-Käufen. Kompetente Fachberatung ist ein weiteres Zeichen für seriöse Händler.
  11. Welche biochemischen Prozesse laufen während der Keimung von Mohnsamen ab?
    Die Keimung von Mohnsamen beginnt mit der Wasseraufnahme (Imbibition), wodurch die Samenhülle aufweicht und biochemische Prozesse aktiviert werden. Enzyme wie Amylasen werden aktiviert und bauen gespeicherte Stärke in den Keimblättern zu transportierbaren Zuckern ab. Diese dienen als Energiequelle für das wachsende Embryo. Gleichzeitig werden Proteine durch Proteasen in Aminosäuren aufgespalten, die für den Aufbau neuer Zellstrukturen benötigt werden. Die Atmung wird aktiviert, wodurch ATP als Energieträger produziert wird. Gibberelline und andere Phytohormone steuern das Längenwachstum der Wurzel und des Sprosses. Die Zellwände lockern sich durch die Aktivität von Expansinen, was das Zellwachstum ermöglicht. Photosynthese-relevante Enzyme werden synthetisiert, um die Pflanze auf die autotrophe Ernährung nach dem Durchbruch vorzubereiten. Der gesamte Prozess ist temperaturabhängig und läuft bei 15-20°C optimal ab. Nach etwa 10-14 Tagen ist der Keimling etabliert.
  12. Wie beeinflusst die Photoperiode die Blütenentwicklung bei einjährigen Pflanzen?
    Die Photoperiode, also das Verhältnis von Hell- und Dunkelstunden, beeinflusst die Blütenentwicklung einjähriger Pflanzen erheblich. Marienkäfer-Mohn gehört zu den Langtagpflanzen, die bei zunehmender Tageslänge im Frühjahr zur Blütenbildung angeregt werden. Das Protein Phytochrom registriert die Lichtverhältnisse und löst bei entsprechender Tageslänge die Bildung von Blühhormonen wie Florigen aus. Diese wandern zu den Sprossspitzen und initiieren die Umwandlung von Blattanlagen zu Blütenanlagen. Bei einjährigen Pflanzen ist dieser Mechanismus besonders ausgeprägt, da sie ihren gesamten Lebenszyklus in einer Vegetationsperiode durchlaufen müssen. Kurze Tage im Herbst können dagegen die Samenreife fördern. Die Temperatur moduliert diese Prozesse zusätzlich - warme Temperaturen beschleunigen meist die photoperiodischen Reaktionen. Künstliche Beleuchtung kann diese natürlichen Rhythmen beeinflussen, weshalb bei Vorkultur unter Kunstlicht die Tageslänge wichtig ist.
  13. Welche genetischen Faktoren bestimmen die schwarzen Flecken in Mohnblüten?
    Die charakteristischen schwarzen Flecken in Mohnblüten werden durch spezifische Gene kontrolliert, die die Anthocyan-Produktion regulieren. Anthocyane sind wasserlösliche Pigmente, die für rote, violette und blaue Färbungen verantwortlich sind. Die schwarzen Flecken entstehen durch hohe Konzentrationen dunkler Anthocyane in bestimmten Zellschichten der Blütenblätter. Regulatorische Gene wie MYB-Transkriptionsfaktoren steuern die räumliche und zeitliche Expression der Anthocyan-Biosynthese-Gene. Diese Faktoren werden wiederum durch Entwicklungsgene aktiviert, die die Blütenmusterbildung kontrollieren. Umweltfaktoren wie Lichtintensität und Temperatur können die Genexpression beeinflussen und somit die Intensität der Färbung modulieren. Mutationen in diesen Genen können zu Farbvarianten führen. Die Vererbung dieser Merkmale folgt meist mendelschen Regeln, wobei die Fleckenbildung oft dominant über einfarbige Varianten ist. Züchterische Selektion hat zur Fixierung dieser attraktiven Eigenschaft in Kulturformen beigetragen.
  14. Wie wirken sich verschiedene Bodenmikroorganismen auf das Wachstum von Ziermohn aus?
    Bodenmikroorganismen haben vielfältige Auswirkungen auf das Wachstum von Ziermohn. Mykorrhiza-Pilze bilden symbiotische Verbindungen mit den Wurzeln und erweitern das Nährstoffaufnahme-System erheblich. Sie verbessern besonders die Phosphor- und Spurenelementversorgung. Rhizosphäre-Bakterien wie Pseudomonas und Bacillus-Arten produzieren wachstumsfördernde Substanzen und schützen vor pathogenen Pilzen durch Konkurrenz und Antibiotikaproduktion. Stickstofffixierende Bakterien können zwar bei Mohn nicht direkt symbiotisch wirken, verbessern aber die allgemeine Bodenfruchtbarkeit. Saprophytische Mikroorganismen bauen organisches Material ab und setzen Nährstoffe frei. Aktinomyzeten produzieren Antibiotika und verbessern die Bodenstruktur. Eine diverse Mikrobengemeinschaft fördert die Pflanzengesundheit und Stresstoleranz. Überdüngung oder Pestizideinsatz können diese empfindlichen Gleichgewichte stören. Kompostgaben und organische Düngung fördern die Mikrobenaktivität und damit das Pflanzenwachstum. Ein gesunder Boden mit aktiver Mikroflora ist entscheidend für vitale Mohnpflanzen.
  15. Wie erstellt man eine optimale Fruchtfolge mit Mohnblumen im Naturgarten?
    Eine optimale Fruchtfolge mit Mohnblumen im Naturgarten berücksichtigt Nährstoffbedarf, Wurzeltiefe und Krankheitszyklen. Marienkäfer-Mohn als Schwachzehrer eignet sich gut nach starkzehrenden Pflanzen wie Sonnenblumen oder Ringelblumen, die den Boden mit Nährstoffen angereichert haben. Nach dem Mohn können mittelzehrende Pflanzen wie Kornblumen oder Cosmeen folgen. Die Pfahlwurzel des Mohns lockert tiefe Bodenschichten, was nachfolgenden flachwurzelnden Pflanzen zugutekommt. Ein dreijähriger Rhythmus verhindert bodenbürtige Pilzkrankheiten: Jahr 1 Mohn, Jahr 2 Gräser oder Leguminosen, Jahr 3 andere Blühpflanzen. Winterzwischenfrüchte wie Phacelia verbessern die Bodenstruktur und bieten Winterschutz. Die Selbstaussaat des Mohns kann kontrolliert in die Fruchtfolge einbezogen werden. Mischkulturen mit Kümmel oder Kornblumen sind möglich, da sie ähnliche Ansprüche haben. Wichtig ist die Integration stickstoffsammelnder Pflanzen alle 2-3 Jahre zur Bodenverbesserung.
  16. Welche Methoden eignen sich für die Samenernte und -lagerung bei Gartenmohn?
    Die Samenernte bei Gartenmohn erfolgt 6-8 Wochen nach der Blüte, wenn die Samenkapseln bräunlich werden und sich an der Spitze öffnen. Ernten Sie an einem trockenen, sonnigen Tag am späten Vormittag. Zwei Methoden haben sich bewährt: Die Direkternte durch Abschneiden der reifen Kapseln und Ausschütteln der Samen, oder die Papiertüten-Methode, bei der Tüten über die reifenden Kapseln gestülpt und festgebunden werden. Nach der Ernte müssen die Samen gründlich getrocknet werden. Breiten Sie sie dünn auf Zeitungspapier aus und lassen Sie sie an einem luftigen, schattigen Ort 1-2 Wochen trocknen. Anschließend in beschriftete Papiertüten oder luftdichte Behälter füllen. Optimale Lagerung: kühl (2-8°C), trocken (unter 10% Luftfeuchtigkeit) und dunkel. Im Kühlschrank oder kühlen Keller bleiben die Samen 2-3 Jahre keimfähig. Kontrollieren Sie jährlich auf Schädlingsbefall oder Schimmel. Silica-Gel-Päckchen können zusätzlich Feuchtigkeit entziehen.
  17. Stimmt es, dass Marienkäfer-Mohn giftig für Haustiere ist?
    Ja, Marienkäfer-Mohn ist tatsächlich giftig für Haustiere. Wie alle Papaver-Arten enthält er Alkaloide, insbesondere in den Samenkapseln und anderen Pflanzenteilen, jedoch in deutlich geringeren Mengen als Schlafmohn. Die Konzentration der giftigen Substanzen ist bei Ziermohn-Arten wie Papaver commutatum relativ niedrig, dennoch können sie bei Verzehr größerer Mengen Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Symptome können Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Lethargie oder Atembeschwerden sein. Besonders gefährdet sind kleine Haustiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster, die weniger Körpergewicht haben. Hunde und Katzen zeigen meist wenig Interesse an der Pflanze, da sie bitter schmeckt. Vorsichtshalber sollten Haustierbesitzer den direkten Zugang zu Mohnpflanzen verhindern oder auf andere ungiftige Blütenpflanzen ausweichen. Bei Verdacht auf Vergiftung sollten Sie umgehend einen Tierarzt kontaktieren. Im Zweifel ist es besser, auf haustierfreundliche Alternativen zu setzen.
  18. In welchen Klimazonen gedeiht Papaver commutatum am besten?
    Papaver commutatum gedeiht am besten in gemäßigten Klimazonen mit kühlen bis milden Temperaturen. Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und ist an kontinentale Bedingungen mit deutlichen Jahreszeiten angepasst. Optimal sind Temperaturen zwischen 15-25°C während der Wachstumsphase. In Deutschland und anderen mitteleuropäischen Ländern fühlt sich die Pflanze besonders wohl. USDA-Härtezonen 3-9 sind geeignet, wobei Zonen 5-7 ideal sind. Die Pflanze benötigt eine Kälteperiode für die Vernalisation, weshalb sie in tropischen Klimazonen nicht gedeiht. Zu heiße Sommer über 30°C können die Blütezeit verkürzen, während milde Winter die Überwinterung ausgefallener Samen fördern. Moderate Niederschläge von 400-800mm jährlich sind optimal. In sehr trockenen Gebieten ist zusätzliche Bewässerung nötig, in sehr feuchten Klimazonen drohen Pilzkrankheiten. Kontinentales Klima mit ausgeprägten Jahreszeiten bietet die besten Bedingungen für kräftiges Wachstum und reiche Blüte.
  19. Was unterscheidet Wildblumen von gezüchteten Gartenblumen in der Pflege?
    Wildblumen und gezüchtete Gartenblumen unterscheiden sich grundlegend in ihren Pflegeansprüchen. Wildblumen wie der ursprüngliche Marienkäfer-Mohn sind an natürliche, oft nährstoffarme Standorte angepasst und benötigen weniger intensive Pflege. Sie sind meist robuster, trockenheitstoleranter und resistenter gegen Krankheiten und Schädlinge. Wildblumen säen sich oft selbst aus und etablieren sich natürlich. Gezüchtete Gartenblumen hingegen wurden auf bestimmte Eigenschaften wie größere Blüten, längere Blütezeit oder spezielle Farben selektiert. Sie benötigen oft mehr Nährstoffe, regelmäßige Bewässerung und Pflege. Wildblumen bevorzugen meist magere Böden und zu viel Dünger kann sogar schädlich sein. Gartenformen brauchen oft Winterschutz oder müssen jährlich neu ausgesät werden. Wildblumen fördern die Biodiversität stärker, da sie natürliche Nahrungsquellen für heimische Insekten darstellen. Die Wahl hängt von den gewünschten Garteneigenschaften und dem verfügbaren Pflegeaufwand ab.
  20. Wie lassen sich Blütenpflanzen von reinen Zierpflanzen abgrenzen?
    Die Abgrenzung zwischen Blütenpflanzen und reinen Zierpflanzen ist nicht immer eindeutig, da sich die Kategorien überschneiden können. Blütenpflanzen werden primär wegen ihrer Blütenpracht kultiviert - wie der Marienkäfer-Mohn mit seinen spektakulären rot-schwarzen Blüten. Der Fokus liegt auf der Blütenfarbe, -form, -größe und -dauer. Reine Zierpflanzen hingegen werden auch wegen anderer ästhetischer Eigenschaften geschätzt: besondere Blattformen, Wuchsformen, Herbstfärbung oder architektonische Struktur. Viele Stauden und Gehölze kombinieren beide Eigenschaften. Farne oder Gräser sind typische reine Zierpflanzen ohne auffällige Blüten. Einjährige Sommerblumen wie Petunien sind klassische Blütenpflanzen. Manche Pflanzen wie Hosta werden sowohl für ihre Blätter als auch Blüten geschätzt. Die Unterscheidung ist oft kontextabhängig: Ein Rhododendron ist während der Blüte eine Blütenpflanze, außerhalb der Blütezeit eine strukturgebende Zierpflanze. Letztendlich dient die Kategorisierung der praktischen Gartenplanung und Verwendung.
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