Bohnenkraut als Begleitpflanze: Wie es Nützlinge fördert und Ihren Garten bereichert

Bohnenkraut: Der kleine Allrounder im Garten

Bohnenkraut ist mehr als nur ein Gewürz für die Küche. Es ist ein wahres Multitalent im Garten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bohnenkraut fördert Nützlinge und verbessert die Biodiversität
  • Es wirkt als natürlicher Schädlingsabwehrstoff
  • Die Pflanze ist pflegeleicht und vielseitig einsetzbar

Was ist Bohnenkraut?

Bohnenkraut, botanisch als Satureja hortensis bekannt, ist ein aromatisches Kraut aus der Familie der Lippenblütler. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, hat es sich in unseren Gärten als beliebte Gewürz- und Heilpflanze etabliert. Mit seinem würzigen, leicht pfeffrigen Aroma ist es nicht nur in der Küche beliebt, sondern spielt auch im Gartenbau eine wichtige Rolle.

Bedeutung als Companion Plant

Als Begleitpflanze ist Bohnenkraut sehr vielseitig. Es beeinflusst das Wachstum und die Gesundheit benachbarter Pflanzen positiv. Besonders gut harmoniert es mit Bohnen - daher auch sein Name. Aber auch andere Gemüsesorten profitieren von seiner Nachbarschaft. Das Bohnenkraut schützt nicht nur vor Schädlingen, sondern lockt auch nützliche Insekten an, die für eine bessere Bestäubung sorgen.

Überblick über die Vorteile im Garten

Die Vorzüge von Bohnenkraut im Garten sind vielfältig. Es fungiert als natürliches Pestizid, indem es Schädlinge wie Blattläuse fernhält. Gleichzeitig zieht es Nützlinge wie Bienen und Schmetterlinge an, was die Biodiversität im Garten fördert. Seine ätherischen Öle wirken antimikrobiell und können Pilzerkrankungen bei Nachbarpflanzen vorbeugen. Nicht zuletzt ist Bohnenkraut auch noch pflegeleicht und passt sich verschiedenen Bodenverhältnissen an.

Botanische Eigenschaften des Bohnenkrauts

Taxonomie und Herkunft

Bohnenkraut gehört zur Gattung Satureja in der Familie der Lamiaceae. Seine Heimat liegt im östlichen Mittelmeerraum, wo es schon seit der Antike als Gewürz- und Heilpflanze geschätzt wird. Von dort aus hat es seinen Weg in die Gärten Mitteleuropas gefunden, wo es heute sowohl wild als auch kultiviert vorkommt.

Wuchsform und Erscheinungsbild

Die einjährige Pflanze erreicht eine Höhe von 20 bis 40 Zentimetern. Sie bildet buschige, stark verzweigte Stängel mit schmalen, dunkelgrünen Blättern. Im Hochsommer erscheinen kleine, weiße oder hellviolette Lippenblüten, die in den Blattachseln sitzen. Der intensive, würzige Duft entströmt beim Zerreiben der Blätter.

Ätherische Öle und ihre Wirkung

Die charakteristische Wirkung des Bohnenkrauts beruht auf seinen ätherischen Ölen. Hauptbestandteile sind Carvacrol und Thymol, die für den würzigen Geschmack und Geruch verantwortlich sind. Diese Substanzen haben antimikrobielle und fungizide Eigenschaften, was erklärt, warum Bohnenkraut so effektiv gegen Schädlinge und Krankheiten wirkt. Zudem regen sie die Verdauung an - ein Grund, warum Bohnenkraut traditionell zu schwer verdaulichen Speisen wie Bohnen gereicht wird.

Bohnenkraut als Nützlingsmagnet

Bestäubende Insekten

Bienen

Bienen mögen Bohnenkraut sehr. Die kleinen Blüten produzieren reichlich Nektar und locken damit fleißige Honigbienen an. Besonders in Zeiten, wenn andere Pflanzen weniger Nahrung bieten, ist Bohnenkraut eine wichtige Futterquelle. Durch den Besuch der Bienen wird nicht nur das Bohnenkraut selbst bestäubt, sondern auch umliegende Nutzpflanzen profitieren von der erhöhten Bienenaktivität.

Hummeln

Auch Hummeln werden von Bohnenkraut angezogen. Mit ihrem kräftigen Körperbau können sie selbst bei kühlerem Wetter fliegen und bestäuben, wenn andere Insekten noch in ihren Nestern bleiben. Die langen Blütezeiten des Bohnenkrauts kommen den Hummeln dabei sehr entgegen.

Schmetterlinge

Schmetterlinge, die von Blüte zu Blüte flattern, sind ein schöner Anblick. Bohnenkraut zieht mit seinen nektarreichen Blüten verschiedene Schmetterlingsarten an. Neben ihrer Rolle als Bestäuber tragen sie zur ästhetischen Bereicherung des Gartens bei und sind ein Indikator für ein gesundes Ökosystem.

Räuberische Insekten

Schwebfliegen

Schwebfliegen sind nützlich im Garten. Ihre Larven ernähren sich von Blattläusen und anderen Schädlingen, während die erwachsenen Tiere als Bestäuber fungieren. Bohnenkraut bietet ihnen mit seinen offenen Blüten eine ideale Nahrungsquelle und einen Ort zur Eiablage.

Marienkäfer

Diese Käfer sind die natürlichen Feinde von Blattläusen. Bohnenkraut zieht Marienkäfer an, die dann auf Jagd nach Schädlingen gehen. Ein einzelner Marienkäfer kann in seinem Leben bis zu 5000 Blattläuse vertilgen - eine beachtliche Leistung für die biologische Schädlingsbekämpfung!

Schlupfwespen

Schlupfwespen sind winzige, aber effektive Helfer im Garten. Sie legen ihre Eier in die Larven von Schadinsekten, was diese abtötet. Bohnenkraut bietet den erwachsenen Wespen Nektar und lockt gleichzeitig potenzielle Wirtsinsekten an, was die Schlupfwespen zur Eiablage animiert.

Wie Bohnenkraut Nützlinge anzieht

Die Anziehungskraft des Bohnenkrauts auf Nützlinge beruht auf mehreren Faktoren. Zunächst einmal produzieren die Blüten reichlich Nektar und Pollen, was eine hervorragende Nahrungsquelle darstellt. Der intensive Duft der ätherischen Öle wirkt wie ein natürliches Parfüm, das Insekten über weite Strecken wahrnehmen können. Zudem bietet die buschige Wuchsform Schutz und Nistmöglichkeiten für kleinere Insekten. Die lange Blütezeit von Juni bis September macht Bohnenkraut zu einer verlässlichen Futterquelle über den gesamten Sommer hinweg. Durch das Anlocken verschiedener Nützlinge entsteht ein natürliches Gleichgewicht im Garten, das Schädlinge in Schach hält und die Biodiversität fördert.

Natürliche Schädlingsabwehr durch Bohnenkraut

Bohnenkraut ist nicht nur ein schmackhaftes Küchenkraut, sondern auch ein vielseitiges Talent im Garten. Seine natürlichen Abwehrmechanismen machen es zu einem wertvollen Verbündeten gegen lästige Schädlinge.

Abschreckende Wirkung auf Blattläuse

Blattläuse sind eine Herausforderung für viele Hobbygärtner. Doch Bohnenkraut hat eine effektive Lösung: Seine ätherischen Öle wirken wie ein natürliches Insektizid. Der intensive Duft verwirrt die kleinen Plagegeister und hält sie fern. Platzieren Sie einige Bohnenkrautpflanzen zwischen anfällige Gemüsesorten, und Blattläuse werden Ihre Ernte meiden.

Schutz vor Kohlweißlingen

Kohlweißlinge können Kohlbeete stark schädigen. Auch hier hilft Bohnenkraut. Die Schmetterlinge meiden den Geruch des Krauts und suchen andere Orte für ihre Eiablage. Eine gute Strategie ist es, Bohnenkraut als Schutzwall um Kohlbeete zu pflanzen. So bleiben die Raupen der Kohlweißlinge meist fern.

Reduzierung von Bodenschädlingen

Bohnenkraut wirkt nicht nur oberirdisch. Seine Wurzeln scheiden Stoffe aus, die manche Bodenschädlinge vertreiben. Nematoden zum Beispiel, die winzigen Fadenwürmer, die Wurzeln befallen, haben es schwer, wenn Bohnenkraut in der Nähe wächst. Das macht das Kraut zu einem idealen Begleiter für viele Gemüsesorten.

Bohnenkraut in der Mischkultur

In der Mischkultur ist Bohnenkraut sehr nützlich. Es verträgt sich gut mit vielen Gemüsesorten und fördert deren Wachstum und Gesundheit. Allerdings gibt es auch einige Pflanzen, die besser Abstand halten.

Günstige Pflanzpartner

Bohnen und Erbsen

Wie der Name andeutet, ist Bohnenkraut ein guter Begleiter für Bohnen. Es verbessert nicht nur den Geschmack, sondern hält auch Schädlinge fern. Buschbohnen, Stangenbohnen und sogar Erbsen profitieren von der Nachbarschaft. Ein bewährter Gärtnertipp: Säen Sie Bohnenkraut direkt zwischen die Bohnenreihen.

Kohlgewächse

Kohl und Bohnenkraut ergänzen sich gut. Ob Blumenkohl, Brokkoli oder Grünkohl, alle Kohlarten profitieren vom duftenden Nachbarn. Das Kraut hält nicht nur Kohlweißlinge fern, sondern verbessert auch das Aroma der Kohlköpfe. Eine vorteilhafte Kombination für Ihren Gemüsegarten.

Tomaten und Paprika

Auch Nachtschattengewächse wie Tomaten und Paprika vertragen sich gut mit Bohnenkraut. Es hilft, Blattläuse fernzuhalten und unterstützt das Wachstum. Ein zusätzlicher Vorteil: Getrocknetes Bohnenkraut passt hervorragend zu Tomatensoßen!

Ungünstige Kombinationen

Nicht alle Pflanzen vertragen Bohnenkraut. Gurken beispielsweise reagieren empfindlich auf die ätherischen Öle und können im Wachstum gehemmt werden. Auch Rettich und Radieschen sollten Abstand halten. Bei der Gartenplanung empfiehlt es sich, diese Gemüsesorten in andere Beete zu setzen.

Planung eines Mischkulturbeetes mit Bohnenkraut

Ein durchdachtes Mischkulturbeet mit Bohnenkraut kann sehr effektiv sein. Hier ein Vorschlag für ein harmonisches Beet:

  • In der Mitte: Stangenbohnen an einem Rankgerüst
  • Darum herum: Abwechselnd Bohnenkraut und Buschbohnen
  • Am Rand: Kohlpflanzen, dazwischen vereinzelt Bohnenkraut
  • In den Ecken: Je eine Tomatenpflanze, umgeben von Bohnenkraut

So nutzen Sie den Platz optimal und schaffen ein natürliches Gleichgewicht im Beet.

Antimikrobielle Eigenschaften

Bohnenkraut bietet mehr als nur Schädlingsabwehr. Seine antimikrobiellen Eigenschaften machen es zu einem effektiven Gesundheitsförderer im Garten.

Vorbeugende Wirkung gegen Pilzerkrankungen

Mehltau, Grauschimmel und ähnliche Pilze haben es schwer, wenn Bohnenkraut in der Nähe wächst. Die ätherischen Öle des Krauts, besonders das Carvacrol, hemmen das Wachstum vieler Pilze. Pflanzen Sie Bohnenkraut zwischen anfällige Sorten wie Zucchini oder Gurken, um Pilzinfektionen vorzubeugen. Es wirkt wie eine natürliche Apotheke für Ihre Pflanzen.

Bodenhygiene durch Wurzelausscheidungen

Bohnenkraut wirkt nicht nur oberirdisch. Seine Wurzeln geben Stoffe ab, die den Boden gesund halten. Diese natürlichen Antibiotika reduzieren schädliche Mikroorganismen im Erdreich. Das kommt allen Pflanzen im Umkreis zugute. Ein weiterer Grund, warum Bohnenkraut in keinem Gemüsegarten fehlen sollte.

Stärkung der Pflanzengesundheit in der Umgebung

Bohnenkraut unterstützt die umliegenden Pflanzen auf vielfältige Weise. Durch seine Wirkungen stärkt es die Gesundheit der benachbarten Pflanzen. Es verbessert die Bodenstruktur, hält Schädlinge fern und fördert nützliche Mikroorganismen. Das Ergebnis: Kräftigere Pflanzen, die Krankheiten besser widerstehen können.

Ein praktischer Tipp: Gießen Sie gelegentlich einen Bohnenkraut-Tee über Ihre Beete. Lassen Sie dafür einige Zweige in heißem Wasser ziehen und abkühlen. Diese natürliche 'Medizin' stärkt die Pflanzen zusätzlich.

Mit diesen Eigenschaften ist Bohnenkraut mehr als nur ein Küchenkraut. Es ist ein wertvoller Helfer für jeden, der auf natürliche Weise einen gesunden und produktiven Garten pflegen möchte. Probieren Sie es aus - Ihre Pflanzen werden davon profitieren!

Anbau und Pflege von Bohnenkraut: Praktische Tipps für Hobbygärtner

Bohnenkraut ist ein schmackhaftes Gewürz und wertvoller Helfer im Garten. Beachten Sie beim Anbau einige grundlegende Aspekte, um von seinen Vorteilen zu profitieren.

Standortansprüche: Sonnig und warm

Bohnenkraut bevorzugt sonnige und warme Plätze. Ein Standort mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist optimal. Der Boden sollte durchlässig und nährstoffreich sein. Staunässe verträgt die Pflanze nicht - vermeiden Sie zu schwere, lehmige Böden.

Aussaat und Vermehrung: Unkompliziert

Säen Sie ab Mitte Mai direkt ins Freiland, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind. Die Samen etwa 1 cm tief einbringen und 20-30 cm Abstand zwischen den Pflanzen einhalten. Alternativ vermehren Sie Bohnenkraut über Stecklinge. Schneiden Sie im Frühjahr oder Sommer 10-15 cm lange Triebe ab und stecken Sie diese in feuchte Erde.

Pflege und Düngung: Genügsam

Bohnenkraut ist pflegeleicht. Gießen Sie nur bei anhaltender Trockenheit und vermeiden Sie Staunässe. Eine Düngung ist meist unnötig, da die Pflanze nährstoffarme Böden bevorzugt. Zu viel Stickstoff kann das Aroma beeinträchtigen. Gelegentlicher Rückschnitt fördert buschigen Wuchs.

Ernte und Trocknung: Aromaschutz

Ernten Sie die Blätter kurz vor der Blüte, wenn das Aroma am intensivsten ist. Schneiden Sie ganze Triebe etwa 5 cm über dem Boden ab. Zum Trocknen kleine Bündel binden und kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort aufhängen. Nach etwa zwei Wochen die getrockneten Blätter abstreifen und in luftdichten Behältern aufbewahren.

Integration in Gartenkonzepte: Vielseitiger Begleiter

Bohnenkraut passt in verschiedene Gartenkonzepte. Seine kompakte Wuchsform und die hübschen weißen oder rosa Blüten machen es zu einem attraktiven und nützlichen Begleiter in diversen Gartensituationen.

Kräuterspiralen und Hochbeete: Platzsparend

In Kräuterspiralen gedeiht Bohnenkraut gut. Platzieren Sie es im mittleren bis oberen Bereich, wo es sonnig und trocken ist. In Hochbeeten eignet es sich als Randbepflanzung und hält gleichzeitig Schädlinge von anderen Kulturen fern.

Bauerngärten und Cottagegärten: Traditionell

In Bauerngärten und Cottagegärten fügt sich Bohnenkraut gut ein. Pflanzen Sie es zwischen Rosen und andere Kräuter wie Thymian oder Salbei. Es ergänzt optisch und unterstützt die Gesundheit der Nachbarpflanzen.

Permakultur und Waldgärten: Natürliche Verbindungen

In Permakultur-Systemen dient Bohnenkraut als Begleitpflanze für Bohnen und andere Gemüsesorten. In Waldgärten eignet es sich als Bodendecker in sonnigen Randbereichen und fördert die Biodiversität.

Balkongärten und urbanes Gärtnern: Kompakt

Auf Balkon oder Terrasse macht Bohnenkraut eine gute Figur. In Töpfen oder Balkonkästen gepflanzt, hält es Insekten fern und liefert frische Kräuter. Es eignet sich für vertikale Gärten oder kleine Kräuterecken in urbanen Räumen.

Synergien mit anderen Kräutern: Gute Nachbarschaft

Bohnenkraut entfaltet sein Potenzial oft in Kombination mit anderen Kräutern. Durch geschickte Partnerschaften können Sie positive Effekte verstärken und Ihren Garten in ein harmonisches Ökosystem verwandeln.

Kombination mit Minze und Melisse: Frisch und würzig

Die Kombination von Bohnenkraut mit Minze und Melisse ist kulinarisch interessant und gärtnerisch sinnvoll. Bohnenkraut wehrt Schädlinge ab, Minze und Melisse locken nützliche Insekten an. Geben Sie der Minze genügend Platz, um übermäßige Ausbreitung zu vermeiden.

Zusammenspiel mit mediterranen Kräutern: Sonnenverwöhnt

Bohnenkraut harmoniert mit mediterranen Kräutern wie Rosmarin, Thymian und Oregano. Sie haben ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich in ihrer insektenabwehrenden Wirkung. Ein mediterranes Kräuterbeet ist praktisch und attraktiv.

Gezielte Anordnung für maximale Wirkung

Durch durchdachte Anordnung maximieren Sie die positiven Effekte des Bohnenkrauts. Pflanzen Sie es am Rand von Gemüsebeeten, um Schädlinge fernzuhalten. In der Nähe von Tomaten hilft es, Blattläuse zu vertreiben. Experimentieren Sie mit verschiedenen Kombinationen und beobachten Sie, wie sich Ihr Garten zu einem ausgewogenen Ökosystem entwickelt.

Mit diesen Tipps wird Bohnenkraut zu einem wertvollen Bestandteil Ihres Gartens. Es ist ein schmackhaftes Küchenkraut und ein vielseitiger Helfer, der Ihren Garten bereichert und schützt. Probieren Sie es aus und entdecken Sie die Vielfalt dieser unscheinbaren, aber wirkungsvollen Pflanze!

Ökologische Bedeutung von Bohnenkraut

Bohnenkraut ist nicht nur ein schmackhaftes Küchenkraut, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in der Ökologie unserer Gärten. Seine Bedeutung geht weit über den kulinarischen Aspekt hinaus.

Förderung der Biodiversität

Bohnenkraut zieht eine Vielzahl von Insekten an. Seine kleinen, aber zahlreichen Blüten locken Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Diese Bestäuber sind nicht nur für Bohnenkraut selbst wichtig, sondern auch für viele andere Pflanzen im Garten. Durch die Anwesenheit von Bohnenkraut erhöht sich die Insektenvielfalt, was wiederum Vögeln und anderen Kleintieren zugute kommt. So entsteht ein komplexes Netzwerk von Beziehungen, das die gesamte Gartenökologie bereichert.

Reduzierung von chemischen Pflanzenschutzmitteln

Die ätherischen Öle des Bohnenkrauts haben eine abschreckende Wirkung auf viele Schädlinge. Blattläuse meiden zum Beispiel oft Pflanzen, die in der Nähe von Bohnenkraut wachsen. Diese natürliche Abwehr kann den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln deutlich reduzieren. Gärtner, die auf Bohnenkraut setzen, können oft ganz auf solche Mittel verzichten und trotzdem gesunde, ertragreiche Pflanzen ziehen.

Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht

Bohnenkraut trägt dazu bei, ein natürliches Gleichgewicht im Garten herzustellen. Es zieht nicht nur Bestäuber an, sondern auch Nützlinge wie Schwebfliegen und Marienkäfer, die sich von Schädlingen ernähren. Diese biologische Schädlingskontrolle hilft, Populationen von potenziell schädlichen Insekten in Schach zu halten, ohne das gesamte Ökosystem zu stören.

Praktische Tipps zur Nutzung von Bohnenkraut als Begleitpflanze

Optimale Platzierung im Garten

Um die Vorteile von Bohnenkraut voll auszuschöpfen, sollte man es strategisch im Garten platzieren. Es eignet sich hervorragend als Randbepflanzung von Gemüsebeeten oder als Zwischenpflanzung zwischen anfälligen Kulturen. Besonders gut harmoniert es mit Bohnen, Kohl und Tomaten. In Kräuterspiralen oder -beeten kann es als natürlicher Schutzschild für empfindlichere Kräuter dienen.

Richtige Mengen und Abstände

Bei der Pflanzung von Bohnenkraut ist weniger oft mehr. Ein bis zwei Pflanzen pro Quadratmeter Gemüsebeet reichen in der Regel aus, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Zu dicht gepflanzt, könnte es anderen Pflanzen Nährstoffe und Licht streitig machen. Ein Abstand von etwa 30 cm zwischen den einzelnen Bohnenkrautpflanzen hat sich bewährt.

Jahreszeitliche Aspekte

Bohnenkraut ist eine einjährige Pflanze, die im Frühjahr ausgesät wird. Es entwickelt sich schnell und erreicht seine volle Wirkung als Begleitpflanze ab Mitte des Sommers. Um einen kontinuierlichen Schutz zu gewährleisten, kann man alle zwei bis drei Wochen nachsäen. So hat man bis in den Herbst hinein blühende Pflanzen, die Nützlinge anlocken und Schädlinge abwehren.

Bohnenkraut: Kleines Kraut mit großer Wirkung

Bohnenkraut ist weit mehr als nur ein Gewürz für Bohnengerichte. Seine ökologische Bedeutung macht es zu einem wichtigen Helfer im naturnahen Garten. Es fördert die Biodiversität, reduziert den Bedarf an chemischen Pflanzenschutzmitteln und trägt zum ökologischen Gleichgewicht bei. Durch die richtige Platzierung und Pflege kann jeder Hobbygärtner von den Vorteilen dieser vielseitigen Pflanze profitieren.

Die Forschung zu Begleitpflanzen und ihren Wechselwirkungen im Garten ist noch nicht abgeschlossen. Möglicherweise erfahren wir in Zukunft noch mehr über die positiven Eigenschaften von Bohnenkraut und ähnlichen Kräutern. Bis dahin können wir dieses kleine, aber wirksame Kraut nutzen, um unsere Gärten natürlicher und widerstandsfähiger zu gestalten. Wer Bohnenkraut in seinen Garten integriert, tut nicht nur sich selbst, sondern auch der Umwelt etwas Gutes.

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