Die besten Standorte für Bohnenkraut im Garten

Bohnenkraut im Garten: Der aromatische Allrounder

Bohnenkraut ist wirklich ein faszinierendes Kraut, das meiner Meinung nach in keinem Garten fehlen sollte. Es verleiht nicht nur unseren Speisen eine besondere Note, sondern hat auch erstaunliche Effekte auf den Garten selbst.

Bohnenkraut-Basics: Was Sie wissen sollten

  • Zwei Hauptarten: Sommer- und Winter-Bohnenkraut
  • Bevorzugt sonnige, warme Standorte
  • Benötigt durchlässigen Boden
  • Lockt Bienen an und fördert die Verdauung

Bohnenkraut: Ein Kräuterschatz für Ihren Garten

Bohnenkraut bereichert den Garten auf vielfältige Weise. Mit seinem würzigen Aroma verbessert es nicht nur unsere Küche, sondern belebt auch das Beet. In meinem eigenen Garten habe ich beobachtet, dass besonders Bienen von dem kleinen Kraut angezogen werden. Es ist faszinierend zu sehen, wie sie von Blüte zu Blüte fliegen.

Die zwei Gesichter des Bohnenkrauts

Interessanterweise gibt es zwei Arten von Bohnenkraut, die sich in ihrem Wuchs und ihren Ansprüchen unterscheiden:

Einjähriges Sommer-Bohnenkraut

Das Sommer-Bohnenkraut (Satureja hortensis) ist einjährig und muss jährlich neu ausgesät werden. Es wächst buschig und kompakt, erreicht eine Höhe von etwa 30-40 cm und hat feine, hellgrüne Blätter. Seine Blüten sind klein und weiß bis blasslila. Das Aroma ist intensiv und leicht pfeffrig - ein wahrer Genuss für die Sinne.

Mehrjähriges Winter-Bohnenkraut

Das Winter-Bohnenkraut (Satureja montana), auch Berg-Bohnenkraut genannt, ist mehrjährig und verholzt mit der Zeit. Es bildet kleine Sträucher von 20-30 cm Höhe und hat dunkelgrüne, etwas derbere Blätter. Die Blüten sind weiß bis rosa. Sein Geschmack ist milder und harziger als der des Sommer-Bohnenkrauts, was ihm einen ganz eigenen Charakter verleiht.

Unterschiede in Wuchsform und Ansprüchen

Das Sommer-Bohnenkraut bleibt eher weich und krautig, während das Winter-Bohnenkraut an der Basis verholzt. In meiner Erfahrung reagiert das Sommer-Bohnenkraut empfindlicher auf Frost und Nässe, das Winter-Bohnenkraut ist robuster und verträgt auch kältere Temperaturen. In meinem Garten überdauert das Winter-Bohnenkraut problemlos, selbst in strengeren Wintern - eine wahre Freude für jeden Gärtner.

Der passende Standort für üppiges Bohnenkraut

Für einen erfolgreichen Anbau von Bohnenkraut sollten Sie auf die richtigen Standortbedingungen achten. Hier sind die wichtigsten Faktoren, die ich im Laufe der Jahre als entscheidend erkannt habe:

Lichtbedarf: Sonne bevorzugt

Bohnenkraut gedeiht am besten in der Sonne. Ein vollsonniger bis leicht halbschattiger Standort ist optimal. Ich habe beobachtet, dass die Pflanzen an sonnigen Plätzen nicht nur kräftiger wachsen, sondern auch aromatischer sind. An zu schattigen Stellen werden sie schnell spindelig und verlieren an Geschmack - schade um das wunderbare Aroma!

Bodenbeschaffenheit: Leicht, kalkhaltig und durchlässig

Der Boden sollte leicht, kalkhaltig und vor allem gut durchlässig sein. Schwere, lehmige Böden sind ungeeignet, da sie zu Staunässe neigen. In meinem Garten habe ich dem Bohnenkraut ein eigenes Beet mit sandiger, kalkhaltiger Erde angelegt. Bei zu saurem Boden können Sie ihn mit etwas Kalk verbessern - Ihr Bohnenkraut wird es Ihnen danken!

Temperatur: Wärme ist wichtig

Bohnenkraut mag Wärme. Besonders das Sommer-Bohnenkraut ist frostempfindlich und sollte erst nach den Eisheiligen ins Freie gepflanzt werden. Das Winter-Bohnenkraut ist zwar widerstandsfähiger, bevorzugt aber ebenfalls warme Standorte. An geschützten Stellen, wie an einer Südmauer, fühlen sich beide Arten besonders wohl. Es ist erstaunlich, wie gut sie dort gedeihen!

Feuchtigkeit: Eher trocken als zu nass

Bohnenkraut bevorzugt mäßig trockene bis frische Böden. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da die Pflanzen sonst schnell faulen. Ich gieße mein Bohnenkraut nur bei anhaltender Trockenheit. Es ist bemerkenswert, wie gut die Pflanzen auch mit wenig Wasser zurechtkommen. Gerade in Topfkulturen ist es wichtig, auf gute Drainage zu achten - ein Tipp, den ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen kann.

Mit diesen Standortbedingungen schaffen Sie gute Voraussetzungen für gesundes und aromatisches Bohnenkraut in Ihrem Garten. Ob als würzige Zutat in der Küche oder als nützlicher Helfer im Beet – Bohnenkraut ist eine wertvolle Ergänzung für jeden Garten. Probieren Sie es aus, Sie werden begeistert sein!

Die besten Standorte für Bohnenkraut im Garten

Kräuterbeet: Ideale Integration mit anderen mediterranen Kräutern

Ein Kräuterbeet ist geradezu prädestiniert für Bohnenkraut. Es gedeiht hier besonders prächtig in Gesellschaft anderer mediterraner Kräuter wie Thymian, Oregano oder Rosmarin. Diese Kräuter stellen ähnliche Ansprüche an Boden und Sonneneinstrahlung, was die Pflege deutlich vereinfacht. Im Kräuterbeet profitiert das Bohnenkraut vom lockeren, durchlässigen Boden und der guten Drainage. Ein sonniger Standort am Rand des Beetes ist ideal, da Bohnenkraut regelrecht nach Licht lechzt.

Kräuterspirale: Obere, trockenere Bereiche nutzen

In einer Kräuterspirale fühlt sich Bohnenkraut in den oberen, trockeneren Bereichen pudelwohl. Hier herrschen geradezu perfekte Bedingungen für das wärmeliebende Kraut. Die Spiralform sorgt für eine exzellente Drainage und entspricht den natürlichen Wachstumsbedingungen des Bohnenkrauts. In meiner eigenen Kräuterspirale habe ich festgestellt, dass das Bohnenkraut hier besonders aromatisch wird und eine wahre Blütenpracht für Bienen und andere Insekten entfaltet.

Steingarten: Geeignet für die genügsame Pflanze

Der Steingarten bietet mit seinem kargen, steinigen Boden geradezu ideale Bedingungen für Bohnenkraut. Hier kann es seine Vorliebe für trockene, sonnige Standorte voll ausleben. Die Steine fungieren als natürliche Wärmespeicher, was dem wärmeliebenden Kraut besonders zugutekommt. Im Steingarten bildet Bohnenkraut oft dichte, aromatische Polster, die nicht nur optisch ein Hingucker sind, sondern auch Insekten magisch anziehen.

Balkon und Terrasse: Anbau in Töpfen und Kübeln

Selbst auf Balkon oder Terrasse fühlt sich Bohnenkraut rundum wohl. In Töpfen oder Kübeln lässt es sich flexibel platzieren, um die optimalen Lichtverhältnisse auszunutzen. Entscheidend ist hier die Wahl des richtigen Substrats: Eine Mischung aus Gartenerde, Sand und etwas Kies sorgt für die nötige Durchlässigkeit. Vergessen Sie nicht, auf ausreichend große Abzugslöcher zu achten, um Staunässe zu vermeiden. In Gefäßen kultiviertes Bohnenkraut benötigt zwar regelmäßige, aber sparsame Bewässerung - weniger ist hier oft mehr.

Freiland: Geeignete Plätze im Gemüse- oder Ziergarten

Im Freiland entfaltet sich Bohnenkraut an sonnigen, geschützten Stellen. Es eignet sich hervorragend als Begleitpflanze im Gemüsegarten, besonders neben Bohnen, denen es seinen Namen verdankt. Im Ziergarten kann Bohnenkraut als duftender Wegbegleiter oder in Staudenrabatten integriert werden. Ein Platz an einer nach Süden ausgerichteten Mauer ist geradezu ideal, da hier die Wärme besonders gut gespeichert wird - ein wahrer Wohlfühlort für das Bohnenkraut.

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Vorbereitung des Standorts für üppiges Bohnenkrautwachstum

Bodenlockerung und -verbesserung

Bevor Sie Bohnenkraut pflanzen, ist eine gründliche Bodenlockerung das A und O. Lockern Sie den Boden etwa 20-30 cm tief auf. Bei schweren, lehmigen Böden empfiehlt es sich, Sand oder feinen Kies unterzumischen, um die Durchlässigkeit zu verbessern. Eine Zugabe von etwa 20-30% Sandanteil hat sich in meinem Garten bewährt. Kompost kann in Maßen eingearbeitet werden, um die Bodenstruktur zu verbessern, allerdings sollten Sie damit nicht zu großzügig sein - Bohnenkraut mag es eher karg als üppig.

Drainage sicherstellen

Eine gute Drainage ist für Bohnenkraut das Um und Auf. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule und anderen Krankheiten - ein Albtraum für jede Pflanze. In Beeten mit schweren Böden oder Senken, wo sich Wasser sammeln könnte, ist es ratsam, eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton einzubringen. Bei der Topfkultur sind Abzugslöcher und eine Drainageschicht am Topfboden unerlässlich. Eine Mischung aus Topferde und etwa einem Drittel Sand oder feinem Kies sorgt für optimale Wachstumsbedingungen - Ihr Bohnenkraut wird es Ihnen danken!

Eventuell Kalkzugabe bei sauren Böden

Bohnenkraut bevorzugt leicht alkalische bis neutrale Böden. Bei einem pH-Wert unter 6,5 ist eine Kalkung des Bodens durchaus sinnvoll. Greifen Sie dafür am besten zu kohlensaurem Kalk oder Algenkalk. Die Menge richtet sich nach dem aktuellen pH-Wert des Bodens und sollte nicht übertrieben werden. Eine leichte Kalkgabe von etwa 50-100 g pro Quadratmeter reicht in den meisten Fällen völlig aus. Führen Sie die Kalkung idealerweise im Herbst oder zeitig im Frühjahr durch, damit der Kalk bis zur Pflanzzeit seine Wirkung entfalten kann.

Aussaat und Pflanzung von Bohnenkraut

Direktsaat im Freiland (ab April)

Die Direktsaat von Bohnenkraut im Freiland ist ab April möglich, sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind und sich der Boden erwärmt hat. Säen Sie die feinen Samen dünn in Reihen mit einem Abstand von etwa 30 cm. Die Samen nur leicht andrücken, nicht mit Erde bedecken - Bohnenkraut ist ein Lichtkeimer und braucht zum Keimen unbedingt Licht. Bei der Direktsaat ist es entscheidend, den Boden in den ersten Wochen gleichmäßig feucht zu halten, bis die Pflanzen gekeimt sind und sich etabliert haben. Ein bisschen Geduld ist hier gefragt, aber es lohnt sich!

Vorkultur und Auspflanzung

Eine Vorkultur ab März in Anzuchtschalen oder Töpfen ermöglicht eine frühere Ernte - perfekt für alle ungeduldigen Gärtner unter uns. Säen Sie die Samen in Anzuchterde und halten Sie sie bei Temperaturen um 20°C feucht. Nach etwa 2-3 Wochen zeigen sich die ersten zarten Keimlinge. Die Jungpflanzen können ab Mitte Mai ins Freiland oder in größere Töpfe umgepflanzt werden. Seien Sie dabei besonders vorsichtig und achten Sie darauf, die zarten Wurzeln beim Umpflanzen nicht zu beschädigen - sie sind empfindlicher, als man denkt.

Abstände und Tiefe beim Pflanzen

Beim Auspflanzen von vorgezogenen Setzlingen oder gekauften Jungpflanzen sollten Sie einen Abstand von 25-30 cm zwischen den Pflanzen einhalten. In Reihen gepflanzt, sollte der Abstand zwischen den Reihen etwa 40 cm betragen. Pflanzen Sie Bohnenkraut nicht zu tief - der Wurzelhals sollte sich auf Höhe der Bodenoberfläche befinden. Nach dem Einpflanzen gießen Sie die Setzlinge gut an, um das Anwachsen zu fördern. In den folgenden Wochen ist eine regelmäßige, aber sparsame Bewässerung wichtig, bis die Pflanzen gut eingewurzelt sind. Denken Sie daran: Bohnenkraut mag es eher trocken als zu nass!

Pflege und Ernte von Bohnenkraut: Ein Leitfaden für Hobbygärtner

Bewässerung: Weniger ist mehr

Bohnenkraut mag es eher trocken, aber aufgepasst: Längere Dürreperioden sind trotzdem tabu. Gießen Sie am besten erst, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist. Zu viel Nässe kann leider zu Wurzelfäule führen - das wollen wir natürlich vermeiden. Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Morgens gießen ist ideal, so haben die Blätter den ganzen Tag Zeit zum Abtrocknen.

Düngung: Zurückhaltung ist Trumpf

Unser Bohnenkraut ist wirklich genügsam - ein echter Sympathieträger im Garten! Zu viel Stickstoff kann den Geschmack beeinträchtigen, also lieber sparsam düngen. Eine Handvoll reifer Kompost im Frühjahr reicht meist völlig aus. Bei Topfkultur können Sie alle 4-6 Wochen etwas Kräuterdünger geben, aber übertreiben Sie es nicht.

Rückschnitt: Nur für die Mehrjährigen

Das Winter-Bohnenkraut freut sich im zeitigen Frühjahr über einen Rückschnitt, etwa handbreit über dem Boden. Das fördert buschiges Wachstum und beugt Verholzung vor. Beim Sommer-Bohnenkraut können Sie sich den Rückschnitt sparen - es wächst von selbst kompakt.

Winterschutz: Für die Frostempfindlichen

Winter-Bohnenkraut ist zwar hart im Nehmen, aber etwas Schutz schadet nicht. Eine Schicht Laub oder Reisig über den Wurzeln wirkt Wunder gegen Frost. In rauen Lagen oder bei Topfkultur ist ein frostfreies, helles Winterquartier empfehlenswert.

Ernte und Verwendung: So holen Sie das Beste aus Ihrem Bohnenkraut

Der perfekte Erntezeitpunkt

Kurz vor der Blüte entfaltet Bohnenkraut sein volles Aroma - das ist der ideale Zeitpunkt zum Ernten. Aber keine Sorge, Sie können den ganzen Sommer über ernten. Mein Rat: Pflücken Sie immer nur so viel, wie Sie gerade brauchen. Frisch schmeckt es einfach am besten!

Konservieren für den Winter

Zum Trocknen binde ich kleine Sträußchen und hänge sie kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort auf. Nach etwa zwei Wochen lassen sich die trockenen Blätter leicht abstreifen. Fürs Einfrieren zupfe ich die Blätter ab und friere sie portionsweise in Eiswürfelbehältern mit etwas Wasser ein - praktisch für die Winterküche!

Kulinarische Highlights

Bohnenkraut und Bohnengerichte - ein Klassiker! Aber probieren Sie es auch mal zu anderen Hülsenfrüchten, Kartoffeln oder Tomaten. Mein persönlicher Favorit: Bohnenkraut-Butter zu gegrilltem Fisch - einfach köstlich!

Gesundheitliche Vorteile

Die ätherischen Öle im Bohnenkraut sind wahre Alleskönner: Sie fördern die Verdauung, regen den Appetit an und können sogar Blähungen lindern. Außerdem wirken sie leicht antibakteriell. Vorsicht ist allerdings in der Schwangerschaft geboten - hier sollte man lieber auf Bohnenkraut verzichten.

Bohnenkraut in Gesellschaft: Mischkulturen und Nachbarschaften

Gute Nachbarn im Beet

Bohnenkraut ist ein echter Teamplayer im Garten. Es versteht sich besonders gut mit Bohnen, Erbsen und Kohlrabi. Auch andere Kräuter wie Thymian oder Oregano harmonieren prächtig damit. Ein zusätzlicher Bonus: Die ätherischen Öle des Bohnenkrauts können Schädlinge von den Nachbarpflanzen fernhalten - eine natürliche Schutzbarriere sozusagen.

Weniger geeignete Kombinationen

Nicht jede Nachbarschaft klappt im Garten. Gurken und Fenchel sollten Sie lieber nicht direkt neben Bohnenkraut pflanzen, da sie sich gegenseitig im Wachstum beeinträchtigen können. Auch zu Dill und Kümmel hält unser Bohnenkraut besser etwas Abstand - manchmal braucht eben jeder sein eigenes Plätzchen.

Ein Gewinn für den ganzen Garten

Als Bienenweide ist Bohnenkraut ein echter Schatz im Garten. Die kleinen weißen oder rosa Blüten sind ein Magnet für Bienen und andere nützliche Insekten. Das verbessert die Bestäubung im gesamten Beet - ein Gewinn für alle! Der intensive Duft des Krauts kann zudem manche Schädlinge abwehren, wovon auch die Nachbarpflanzen profitieren. So leistet Bohnenkraut einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht im Garten.

Herausforderungen und Lösungen beim Anbau von Bohnenkraut

Wenn der Boden zu nass ist

Bohnenkraut mag es eher trocken, aber manchmal haben wir es mit feuchten Böden zu tun. Staunässe kann schnell zu Wurzelfäule führen - ein echtes Problem. Um dem entgegenzuwirken, können Sie den Boden mit Sand oder Kies auflockern. Das verbessert die Drainage enorm. Eine Alternative, die sich bei mir bewährt hat, sind Hochbeete oder Töpfe mit guten Abzugslöchern. So behalten Sie die Kontrolle über die Feuchtigkeit.

Den Winter überstehen

Besonders das mehrjährige Winter-Bohnenkraut braucht in rauen Gegenden etwas Zuwendung im Winter. Im Herbst häufle ich gerne etwas Erde um die Pflanzen und decke sie mit Reisig oder Laub ab. Das schützt die Wurzeln vor Frost. Wenn Sie Bohnenkraut in Töpfen kultivieren, suchen Sie ihm am besten ein geschütztes, frostfreies Plätzchen für den Winter. Ein kühler, heller Raum ist ideal.

Wenn's zu schattig wird

Bohnenkraut liebt die Sonne, das ist klar. An schattigen Stellen wächst es oft spärlich und entwickelt weniger Aroma - schade um den Geschmack! Ist kein sonnigerer Platz verfügbar, können Sie mit ein paar Tricks nachhelfen. Helle Wände oder Steine in der Nähe reflektieren das Licht und verbessern so die Bedingungen. Ein regelmäßiger Rückschnitt fördert zudem einen kompakteren Wuchs. So holen Sie das Beste aus Ihrem Standort heraus.

Bohnenkraut: Ein kleines Kraftpaket für die Gartenökologie

Ein Paradies für Insekten

Bohnenkraut ist weit mehr als nur ein Würzkraut. In meinem Garten hat es sich als wahrer Magnet für allerlei Insekten erwiesen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie Wildbienen, Honigbienen und sogar Schmetterlinge die kleinen Blüten umschwirren. Diese Vielfalt trägt erheblich zur Biodiversität bei - ein Gewinn für den gesamten Garten.

Bestäuber und Nützlinge willkommen

Die nektarreichen Blüten des Bohnenkrauts sind ein Festmahl für Bienen und Hummeln. Auch Schwebfliegen lassen sich gerne nieder. Diese fleißigen Helfer sorgen nicht nur für eine gute Bestäubung des Bohnenkrauts selbst, sondern auch für andere Pflanzen im Garten. Es ist erstaunlich, wie ein kleines Kraut so viel Positives bewirken kann.

Natürlicher Bodyguard für Ihre Pflanzen

Die ätherischen Öle im Bohnenkraut sind nicht nur für uns Menschen interessant - sie halten auch so manchen Schädling fern. Das macht Bohnenkraut zu einem natürlichen Pflanzenschützer für seine Nachbarn. Besonders gut harmoniert es mit Bohnen, denen es die lästige Schwarze Bohnenlaus vom Leib hält. Ein cleverer Trick, den ich gerne in meinem Gemüsegarten anwende.

Ein Plädoyer für mehr Bohnenkraut im Garten

Für ein üppiges Wachstum braucht Bohnenkraut zwar Sonne und gut durchlässigen Boden, aber mit ein bisschen Kreativität lässt es sich auch an weniger idealen Standorten kultivieren. Seine vielseitigen Talente - sei es als Würzkraut, Bienenweide oder natürliches Pflanzenschutzmittel - machen es zu einem echten Multitalent im Garten. Wer einmal die Vorzüge von frischem Bohnenkraut in der Küche und im Garten erlebt hat, wird es nicht mehr missen wollen. Geben Sie ihm eine Chance in Ihrem Garten - Sie werden überrascht sein, wie viel dieses unscheinbare Kraut zu bieten hat!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist der Unterschied zwischen Sommer-Bohnenkraut und Winter-Bohnenkraut?
    Der Hauptunterschied liegt in der Lebensdauer und den botanischen Eigenschaften. Sommer-Bohnenkraut (Satureja hortensis) ist einjährig und muss jährlich neu ausgesät werden. Es wächst buschig-kompakt, erreicht 30-40 cm Höhe und hat feine, hellgrüne Blätter mit intensiv pfeffrigem Aroma. Winter-Bohnenkraut (Satureja montana), auch Berg-Bohnenkraut genannt, ist mehrjährig und verholzt mit der Zeit. Es bildet kleine Sträucher von 20-30 cm Höhe mit dunkelgrünen, derberen Blättern. Das Aroma ist milder und harziger. Während Sommer-Bohnenkraut frostempfindlich ist und weich-krautig bleibt, ist Winter-Bohnenkraut robuster, verträgt Kälte besser und verholzt an der Basis. Winter-Bohnenkraut überdauert problemlos auch strengere Winter, während Sommer-Bohnenkraut empfindlicher auf Frost und Nässe reagiert.
  2. Welche Standortbedingungen benötigt Bohnenkraut für optimales Wachstum?
    Bohnenkraut gedeiht am besten an vollsonnigen bis leicht halbschattigen Standorten mit warmen Temperaturen. Der Boden sollte leicht, kalkhaltig und vor allem gut durchlässig sein - schwere, lehmige Böden sind ungeeignet, da sie zu Staunässe neigen. Ein pH-Wert zwischen neutral und leicht alkalisch ist ideal. Die Pflanze bevorzugt mäßig trockene bis frische Böden und verträgt Trockenheit besser als zu viel Feuchtigkeit. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule. Geschützte, warme Standorte wie an einer Südmauer sind optimal, da Bohnenkraut Wärme liebt. Besonders das frostempfindliche Sommer-Bohnenkraut sollte erst nach den Eisheiligen ins Freie. Eine gute Drainage ist das A und O - bei schweren Böden kann Sand oder Kies zur Bodenverbesserung beigemischt werden.
  3. Wie kann Bohnenkraut als natürlicher Pflanzenschutz im Garten eingesetzt werden?
    Bohnenkraut wirkt durch seine ätherischen Öle als natürlicher Pflanzenschutz und hält verschiedene Schädlinge fern. Besonders bewährt hat es sich als Begleitpflanze zu Bohnen, denen es die lästige Schwarze Bohnenlaus vom Leib hält. Der intensive Duft des Krauts kann auch andere Schädlinge abwehren und schützt so benachbarte Pflanzen. Als Mischkulturpartner verstärkt Bohnenkraut die natürliche Abwehr des gesamten Beetes. Die Pflanze lockt gleichzeitig nützliche Insekten wie Bienen, Schwebfliegen und andere Bestäuber an, die das ökologische Gleichgewicht fördern. Diese doppelte Wirkung - Schädlingsabwehr und Nützlingsförderung - macht Bohnenkraut zu einem wertvollen Helfer im biologischen Pflanzenschutz. Die präventive Wirkung entsteht bereits durch die Anwesenheit der Pflanze im Beet, ohne dass zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind.
  4. Warum sind die ätherischen Öle des Bohnenkrauts für die Verdauung förderlich?
    Die ätherischen Öle im Bohnenkraut enthalten verdauungsfördernde Wirkstoffe, die mehrfach positiv auf den Magen-Darm-Trakt wirken. Sie regen die Produktion von Verdauungssäften an und fördern so die Aufspaltung der Nahrung. Besonders bei schwer verdaulichen Speisen wie Hülsenfrüchten wirkt Bohnenkraut blähungsmindernd und krampflösend. Die Öle stimulieren die Darmbewegung und können so Verdauungsbeschwerden lindern. Zusätzlich haben sie eine leicht antibakterielle Wirkung, die schädliche Darmbakterien hemmen kann. Der appetitanregende Effekt der ätherischen Öle aktiviert bereits vor dem Essen die Verdauungsorgane. Diese natürlichen Eigenschaften erklären auch die traditionelle Verwendung von Bohnenkraut als Heilkraut bei Magen-Darm-Beschwerden. Die Konzentration der wirksamen Öle ist kurz vor der Blüte am höchsten, weshalb dies der optimale Erntezeitpunkt ist.
  5. Welche Vorsichtsmaßnahmen gelten beim Verzehr von Bohnenkraut in der Schwangerschaft?
    In der Schwangerschaft sollte auf den Verzehr von Bohnenkraut vorsichtshalber verzichtet werden. Die ätherischen Öle der Pflanze können in größeren Mengen wehenfördernd wirken und theoretisch vorzeitige Wehen auslösen. Obwohl die Konzentration in normalen Küchenmengen meist unbedenklich ist, raten Mediziner und Hebammen zur Vorsicht, da die individuelle Empfindlichkeit unterschiedlich sein kann. Besonders konzentrierte Zubereitungen wie Tees oder größere Mengen des Krauts sollten gemieden werden. Diese Vorsichtsmaßnahme gilt auch für die Stillzeit, da die Wirkstoffe in die Muttermilch übergehen können. Schwangere, die unsicher sind, sollten ihre Ärztin oder Hebamme konsultieren. Nach der Geburt und Stillzeit kann Bohnenkraut wieder unbedenklich verwendet werden. Die verdauungsfördernden Eigenschaften machen es dann sogar zu einem hilfreichen Küchenkraut für die Zeit nach der Schwangerschaft.
  6. Wie unterscheidet sich Bohnenkraut von anderen mediterranen Kräutern wie Thymian und Oregano?
    Bohnenkraut unterscheidet sich von Thymian und Oregano sowohl botanisch als auch geschmacklich deutlich. Während Thymian kleine, rundliche Blätter und einen süßlich-herben Geschmack hat, besitzt Bohnenkraut längliche, schmalere Blätter mit pfeffrig-scharfem Aroma. Oregano hat größere, ovale Blätter und ein würzig-bitteres Aroma mit Zitronen-Note. Im Wuchs bleibt Bohnenkraut kompakter als Oregano, der stärker ausbreitet. Thymian bildet dagegen niedrige, teppichartige Polster. Geschmacklich ist Bohnenkraut intensiver pfeffrig als die anderen beiden, weshalb es sparsamer dosiert werden sollte. Alle drei vertragen ähnliche Standortbedingungen - sonnig und durchlässig - und harmonieren gut in der Mischkultur. Während Thymian und Oregano universeller einsetzbar sind, ist Bohnenkraut spezialisiert auf Hülsenfrüchte und deftige Speisen. In der Pflege sind alle drei genügsam, wobei Bohnenkraut am empfindlichsten gegen Staunässe ist.
  7. Welche Kräuter harmonieren gut mit Bohnenkraut in der Mischkultur?
    Bohnenkraut ist ein ausgezeichneter Mischkulturpartner und harmoniert besonders gut mit anderen mediterranen Kräutern. Thymian und Oregano sind ideale Nachbarn, da sie ähnliche Standortansprüche haben - sonnig, durchlässig und eher trocken. Auch Rosmarin verträgt sich gut, braucht aber mehr Platz. Im Gemüsegarten ist Bohnenkraut der klassische Partner für alle Bohnenarten, Erbsen und Kohlrabi. Diese Kombination ist nicht nur praktisch, sondern auch biologisch sinnvoll, da Bohnenkraut Schädlinge von den Hülsenfrüchten fernhält. Weitere gute Nachbarn sind Zwiebeln, Knoblauch und Lauch, die ebenfalls von den ätherischen Ölen profitieren. Petersilie und Schnittlauch ergänzen das Kräuterbeet harmonisch. Weniger geeignet sind Fenchel, Dill und Kümmel, die sich gegenseitig im Wachstum beeinträchtigen können. Die Mischkultur mit Bohnenkraut fördert die Biodiversität und schafft natürliche Schutzgemeinschaften im Garten.
  8. Warum gilt Bohnenkraut als Lichtkeimer und was bedeutet das für die Aussaat?
    Bohnenkraut ist ein Lichtkeimer, das bedeutet, die Samen benötigen unbedingt Licht zum Keimen und dürfen nicht mit Erde bedeckt werden. Diese physiologische Eigenschaft ist evolutionär bedingt - die feinen Samen haben nicht genug Energie, um durch eine Erdschicht zu dringen. Bei der Aussaat werden die Samen nur dünn und gleichmäßig auf die Erde gestreut und dann vorsichtig angedrückt oder nur hauchdünn mit Sand überstreut. Die Samenoberfläche muss sichtbar bleiben, damit das Licht die Keimung auslösen kann. Wichtig ist, dass das Saatbeet in den ersten Wochen gleichmäßig feucht gehalten wird, ohne dass die Samen weggespült werden - am besten mit einer Sprühflasche befeuchten. Die Keimung erfolgt bei Temperaturen um 20°C nach etwa 10-20 Tagen. Diese Eigenschaft als Lichtkeimer macht Bohnenkraut zwar etwas anspruchsvoller in der Aussaat, erklärt aber auch, warum die Vorkultur in Anzuchtschalen oft erfolgreicher ist als die Direktsaat im Freiland.
  9. Wo kann man hochwertiges Bohnenkraut-Saatgut und Jungpflanzen erwerben?
    Hochwertiges Bohnenkraut-Saatgut und Jungpflanzen erhält man bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die sich auf Kräuter und Saatgut spezialisiert haben. Etablierte Online-Gartenshops wie samen.de bieten oft eine besonders große Auswahl verschiedener Bohnenkraut-Sorten mit detaillierter Beschreibung der Eigenschaften. Achten Sie auf frisches Saatgut mit hoher Keimfähigkeit - seriöse Anbieter geben das Erntejahr und die Keimrate an. Lokale Gartencenter führen meist die gängigen Sorten als Jungpflanzen, während Online-Spezialisten auch seltene Varianten anbieten. Bio-zertifiziertes Saatgut gewährleistet pestizidfreie Aufzucht. Beim Kauf von Jungpflanzen sollten diese kräftig grün und frei von Schädlingen sein. Samen.de und andere Fachgeschäfte bieten oft auch praktische Kräuter-Sets für Einsteiger an. Wichtig ist, dass die Samen kühl und trocken gelagert wurden - hochwertige Anbieter garantieren dies durch entsprechende Verpackung und Lagerung.
  10. Welche Rolle spielt das richtige Anzuchtzubehör beim erfolgreichen Bohnenkraut-Anbau?
    Das richtige Anzuchtzubehör ist entscheidend für den Erfolg beim Bohnenkraut-Anbau, da die feinen Samen als Lichtkeimer besondere Anforderungen stellen. Hochwertige Anzuchtschalen mit guter Drainage sind fundamental - Staunässe führt schnell zum Absterben der Keimlinge. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de führen professionelle Anzuchtsysteme mit optimaler Belüftung. Wichtig sind Schalen mit Wasserablauf und idealerweise einem transparenten Deckel für gleichmäßige Feuchtigkeit. Hochwertige Anzuchterde, die nährstoffarm und fein strukturiert ist, bietet den Keimlingen optimale Startbedingungen. Ein Pikierstab hilft beim vorsichtigen Vereinzeln der zarten Sämlinge. Für die Bewässerung eignet sich eine Sprühflasche besser als das Gießen, um die feinen Samen nicht wegzuspülen. Bei der Vorkultur sind Anzuchtstationen mit Wärmeplatte von Vorteil, da sie konstante 20°C gewährleisten. Das richtige Zubehör minimiert Ausfälle und führt zu kräftigeren Jungpflanzen.
  11. Wie beeinflusst die Bodenchemie das Aroma und Wachstum von Bohnenkraut?
    Die Bodenchemie hat erheblichen Einfluss auf Aroma und Wachstum von Bohnenkraut. Ein leicht alkalischer bis neutraler pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 ist optimal - bei zu saurem Boden kann eine Kalkung das Wachstum deutlich verbessern. Kalkreiche Böden fördern die Bildung ätherischer Öle, wodurch das Aroma intensiver wird. Ein zu hoher Stickstoffgehalt führt zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Aromastoffe - die Pflanzen werden zwar groß, aber geschmacklich fade. Magere, kalkhaltige Böden produzieren kompaktere Pflanzen mit konzentrierteren ätherischen Ölen. Phosphor und Kalium fördern die Blütenbildung und Aromaentwicklung. Eine gute Drainage ist entscheidend, da Staunässe zu Wurzelfäule führt und die Nährstoffaufnahme hemmt. Spurenelemente wie Magnesium unterstützen die Chlorophyllbildung. Die optimale Bodenchemie schafft also nicht nur gesunde Pflanzen, sondern maximiert auch die wertvollen Inhaltsstoffe, die Bohnenkraut zu einem begehrten Würzkraut machen.
  12. Welche biochemischen Prozesse machen Bohnenkraut zu einem effektiven Begleitpflanze?
    Die Wirksamkeit von Bohnenkraut als Begleitpflanze beruht auf komplexen biochemischen Prozessen. Die Wurzeln sondern allelopathische Substanzen ab - chemische Verbindungen, die das Wachstum bestimmter Unkräuter hemmen und gleichzeitig nützliche Bodenmikroorganismen fördern. Die ätherischen Öle in Blättern und Blüten enthalten Monoterpene wie Carvacrol und Thymol, die als natürliche Insektizide und Fungizide wirken. Diese Substanzen verdunsten kontinuierlich und bilden eine schützende Duftbarriere um benachbarte Pflanzen. Durch die Anziehung von Bestäubern und Nützlingen wie Schwebfliegen entstehen räuberische Nahrungsketten, die Schädlinge natürlich regulieren. Die Wurzelausscheidungen können auch die Stickstoffverfügbarkeit für Nachbarpflanzen verbessern. Besonders bei Leguminosen wie Bohnen verstärkt Bohnenkraut die Knöllchenbildung und damit die Stickstofffixierung. Diese vielschichtigen biochemischen Interaktionen schaffen ein stabiles Mikroökosystem, das die gesamte Pflanzengemeinschaft stärkt und widerstandsfähiger gegen Stress macht.
  13. Wie entwickelt sich das Aromaprofil von Bohnenkraut während verschiedener Wachstumsphasen?
    Das Aromaprofil von Bohnenkraut durchläuft während der Wachstumsphasen charakteristische Veränderungen. In der Jugendphase sind die Blätter noch zart und das Aroma mild-pfeffrig mit frischen, grünen Noten. Mit zunehmender Reife intensiviert sich der Geschmack, entwickelt schärfere, würzigere Komponenten. Kurz vor der Blüte erreicht die Konzentration ätherischer Öle ihren Höhepunkt - dies ist der optimale Erntezeitpunkt für maximales Aroma. Die Hauptkomponenten Carvacrol und Thymol sind dann am stärksten ausgeprägt. Während der Blütezeit verschiebt sich das Profil: Das pfeffrige Element bleibt, aber süßliche, honigartige Nuancen kommen hinzu. Nach der Blüte nimmt die Intensität wieder ab, das Aroma wird milder und entwickelt harzige Untertöne. Bei mehrjährigem Winter-Bohnenkraut intensiviert sich das Aroma mit dem Alter der Pflanze. Tageszeit beeinflusst ebenfalls das Profil - morgens nach dem Tau sind die Öle am konzentriertesten. Diese natürlichen Zyklen ermöglichen es, durch gezielten Erntezeitpunkt das gewünschte Aromaprofil zu erzielen.
  14. Welche mikrobiologischen Faktoren beeinflussen die Wurzelentwicklung von Bohnenkraut?
    Die Wurzelentwicklung von Bohnenkraut wird maßgeblich von der mikrobiologischen Aktivität im Boden beeinflusst. Mykorrhiza-Pilze bilden symbiotische Verbindungen mit den Wurzeln und erweitern das Nährstoffaufnahmevermögen erheblich - besonders bei der Phosphoraufnahme. Diese Pilzpartner sind in kalkreichen, gut durchlässigen Böden besonders aktiv, was die Standortpräferenz von Bohnenkraut erklärt. Rhizosphäre-Bakterien wie Pseudomonaden und Bacillus-Arten fördern das Wurzelwachstum durch Produktion pflanzlicher Wachstumshormone und schützen vor pathogenen Pilzen. Die Bodentemperatur beeinflusst die mikrobielle Aktivität stark - bei 15-20°C entwickelt sich die vorteilhafte Mikroflora optimal. Staunässe führt zu anaeroben Bedingungen, wodurch schädliche Fäulnisbakterien überhandnehmen und die Wurzeln schädigen. Ein pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 fördert die Aktivität nützlicher Mikroorganismen. Organische Substanz in Form von Kompost nährt diese Bodenlebewesen. Die komplexen mikrobiellen Wechselwirkungen erklären, warum Bohnenkraut in naturnahen, lebendigen Böden deutlich besser gedeiht als in sterilen Substraten.
  15. Wie kann Bohnenkraut in verschiedenen Gartenbereichen praktisch integriert werden?
    Bohnenkraut lässt sich vielseitig in verschiedene Gartenbereiche integrieren und bringt dabei sowohl praktischen als auch ästhetischen Nutzen. Im Kräuterbeet harmoniert es perfekt mit anderen mediterranen Kräutern wie Thymian und Oregano - gemeinsam bilden sie pflegeleichte Aromainseln. In der Kräuterspirale erobert Bohnenkraut die oberen, trockeneren Zonen und nutzt die optimale Drainage. Als Beeteinfassung bildet es kompakte, duftende Ränder, die gleichzeitig Schädlinge fernhalten. Im Gemüsegarten fungiert es als natürlicher Bodyguard für Bohnen und andere Hülsenfrüchte. Zwischen Tomatenpflanzen gepflanzt, kann es deren Aromaentwicklung fördern. In Steingärten füllt es Lücken zwischen größeren Stauden und bringt Farbe durch seine zarten Blüten. Auf Balkon und Terrasse gedeiht es in Töpfen und Kübeln ausgezeichnet. Als Wegbegleiter entlang von Gartenpfaden setzt es duftende Akzente. Selbst in Blumenbeeten kann es als strukturgebendes Element zwischen bunten Sommerblumen wirken und lockt dabei Bienen an.
  16. Welche Erntetechniken maximieren den Ertrag und die Qualität von Bohnenkraut?
    Die richtige Erntetechnik ist entscheidend für maximalen Ertrag und beste Qualität bei Bohnenkraut. Der optimale Erntezeitpunkt liegt kurz vor der Blüte, wenn die ätherischen Öle ihre höchste Konzentration erreichen. Ernten Sie am besten am Morgen nach dem Abtrocknen des Taues - dann sind die Aromastoffe am konzentriertesten. Schneiden Sie mit einer scharfen Schere oder einem Messer etwa ein Drittel der Triebe ab, nie mehr als die Hälfte der Pflanze. Dies regt neues Wachstum an und ermöglicht mehrere Ernten pro Saison. Bei der Ernte sollten Sie die oberen, jüngeren Triebspitzen bevorzugen, da diese das intensivste Aroma haben. Vermeiden Sie die Ernte bei Regen oder wenn die Pflanzen noch feucht sind - das kann zu Schimmelbildung beim Trocknen führen. Für die Konservierung bündeln Sie die Zweige locker und hängen sie kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort auf. Eine kontinuierliche Ernte während der gesamten Vegetationsperiode hält die Pflanzen vital und produktiv.
  17. Ist es ein Mythos, dass Bohnenkraut nur schwer zu kultivieren ist?
    Ja, es ist definitiv ein Mythos, dass Bohnenkraut schwer zu kultivieren ist - im Gegenteil, es gehört zu den pflegeleichtesten Kräutern im Garten. Dieser Irrglaube entsteht oft durch falsche Standortwahl oder übertriebene Pflege. Bohnenkraut ist ausgesprochen genügsam und gedeiht auch bei Vernachlässigung. Die Hauptfehler liegen meist in zu viel Gießen und zu nährstoffreichen Böden. Einmal etabliert, kommt Bohnenkraut monatelang ohne zusätzliche Bewässerung aus. Es benötigt keine regelmäßige Düngung und ist weitgehend schädlingsfrei. Selbst Anfänger können mit Bohnenkraut erfolgreich sein, wenn sie die Grundregeln beachten: sonniger Standort, durchlässiger Boden und sparsames Gießen. Die größte Herausforderung ist lediglich die Aussaat als Lichtkeimer, aber auch das meistern Gartenneulinge schnell. Viele erfahrene Gärtner schätzen Bohnenkraut gerade wegen seiner Robustheit und Pflegeleichtigkeit. Der Mythos hält sich hartnäckig, weil viele Menschen mediterrane Kräuter generell für anspruchsvoll halten - dabei sind sie meist genügsamer als heimische Pflanzen.
  18. Gibt es regionale Unterschiede beim Anbau von Bohnenkraut in verschiedenen Klimazonen?
    Ja, regionale Klimaunterschiede beeinflussen den Bohnenkraut-Anbau erheblich und erfordern angepasste Strategien. In milden Weinbauregionen und mediterranen Klimazonen gedeiht Bohnenkraut besonders üppig und kann nahezu ganzjährig geerntet werden. Winter-Bohnenkraut überwintert hier problemlos im Freien. In kontinentalen Klimazonen mit strengeren Wintern benötigt Winter-Bohnenkraut Winterschutz durch Mulch oder Vlies. Sommer-Bohnenkraut muss hier später ausgesät werden - erst nach den Eisheiligen. In rauen Höhenlagen und nordischen Regionen ist Topfkultur mit Überwinterung im Haus oft erfolgreicher. Küstenregionen profitieren vom milden Meeresklima, müssen aber auf windgeschützte Standorte achten. In sehr trockenen Gebieten ist gelegentliches Gießen notwendig, während in niederschlagsreichen Regionen eine perfekte Drainage noch wichtiger wird. Alpine Regionen können Berg-Bohnenkraut in steinigen Gärten erfolgreich kultivieren. Die Aussaattermine variieren je nach Region um 4-6 Wochen. Regionale Gartenerfahrung und klimaangepasste Sortenwahl sind für optimalen Erfolg entscheidend.
  19. Worin unterscheidet sich Bohnenkraut von ähnlichen Gewürzkräutern wie Majoran?
    Bohnenkraut und Majoran unterscheiden sich deutlich in Botanik, Geschmack und Verwendung, obwohl beide zu den Lippenblütlern gehören. Majoran (Origanum majorana) hat rundliche, samtige Blätter und einen süßlich-würzigen Geschmack mit zitronigen Noten. Bohnenkraut besitzt schmale, längliche Blätter und ein scharf-pfeffriges, intensiveres Aroma. Im Wuchs ist Majoran weicher und verzweigter, während Bohnenkraut kompakter und aufrechter wächst. Geschmacklich ist Majoran milder und universeller einsetzbar - er passt zu Fleisch, Suppen und Soßen. Bohnenkraut ist spezialisierter und traditionell für Hülsenfrüchte und deftige Speisen verwendet. Majoran verträgt mehr Feuchtigkeit, Bohnenkraut bevorzugt trockenere Standorte. In der Pflege ist Majoran etwas anspruchsvoller und frostempfindlicher. Beide ergänzen sich gut im Kräutergarten und können zusammen angebaut werden. Während Majoran oft als 'Wurstkraut' bezeichnet wird, ist Bohnenkraut das klassische 'Bohnenkraut'. Die ätherischen Öle unterscheiden sich chemisch, wodurch auch die medizinischen Wirkungen variieren.
  20. Was unterscheidet Berg-Bohnenkraut von anderen Pfefferkraut-Varianten?
    Berg-Bohnenkraut (Satureja montana) ist die mehrjährige, winterharte Variante des Bohnenkrauts und unterscheidet sich deutlich von anderen Pfefferkraut-Arten. Es bildet kleine, verholzende Sträucher mit dunkelgrünen, derben Blättern und hat ein milderes, harzigeres Aroma als das einjährige Sommer-Bohnenkraut. Die Blüten sind weiß bis rosa und erscheinen später im Jahr. Berg-Bohnenkraut ist extrem frosthart und übersteht auch strenge Winter problemlos, während andere Pfefferkraut-Varianten oft nur einjährig oder bedingt winterhart sind. Es wächst langsamer, aber ausdauernder und kann jahrzehntelang am gleichen Standort bleiben. Die Pflanze bevorzugt noch kargere, steinigere Böden als andere Varianten und kommt mit extremer Trockenheit zurecht. In der Küche ist Berg-Bohnenkraut vielseitiger einsetzbar, da sein milderes Aroma auch zu zarteren Speisen passt. Es entwickelt mit zunehmendem Alter intensivere Aromen. Andere Pfefferkraut-Arten wie das Zitronenbohnenkraut haben spezielle Geschmacksnuancen, sind aber meist weniger robust und winterhart als das bewährte Berg-Bohnenkraut.
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