Düngung von Schattenrasen

Schattenrasen richtig düngen: Optimale Pflege für saftiges Grün

Ein gepflegter Rasen im Schatten stellt Gartenbesitzer vor besondere Herausforderungen. Die richtige Düngung spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Schattenrasen benötigt spezielle Pflege und angepasste Nährstoffe
  • Richtige Düngung fördert Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Moos
  • NPK-Verhältnis und Ausbringungszeitpunkte sind entscheidend

Die Bedeutung der richtigen Düngung für Schattenrasen

Schattenrasen hat es nicht leicht. Mit weniger Sonnenlicht muss er auskommen und trotzdem soll er saftig grün und dicht wachsen. Eine angepasste Düngung sorgt dafür, dass der Rasen im Schatten nicht nur überlebt, sondern sich prächtig entwickelt.

Mein erster Versuch, einen Schattenrasen anzulegen, war eine echte Herausforderung. Kümmerliche Halme, mehr braun als grün. Erst als ich verstand, dass Schattenrasen eine besondere Behandlung benötigt, verbesserte sich die Situation.

Herausforderungen bei der Pflege von Schattenrasen

Schattenrasen zu pflegen, erfordert besondere Aufmerksamkeit. Die größten Herausforderungen sind:

  • Weniger Photosynthese durch Lichtmangel
  • Höhere Anfälligkeit für Pilzkrankheiten
  • Konkurrenz durch Moose und Flechten
  • Oft feuchtere Bodenverhältnisse

All das macht die Düngung zu einer komplexen Aufgabe. Zu viel des Guten und der Rasen fault, zu wenig und er kümmert vor sich hin.

Besonderheiten von Schattenrasen

Anpassung an geringe Lichtverhältnisse

Schattenrasen passt sich an die geringen Lichtverhältnisse an, indem er:

  • Größere Blattflächen entwickelt, um mehr Licht einzufangen
  • Langsamer wächst und weniger Energie verbraucht
  • Eine dünnere Cuticula (Wachsschicht) auf den Blättern bildet

Diese Anpassungen machen ihn aber auch empfindlicher. Ein falscher Schnitt oder zu viel Dünger kann schnell zu Problemen führen.

Spezifische Nährstoffbedürfnisse

Schattenrasen hat besondere Ansprüche an seine Ernährung. Er benötigt:

  • Weniger Stickstoff als Rasen in der Sonne
  • Mehr Kalium für eine bessere Stresstoleranz
  • Ausreichend Magnesium für die Chlorophyllbildung

Das richtige Verhältnis zu finden, erfordert Geduld und Beobachtung. Bei richtiger Anwendung wird man mit einem satten Grün belohnt.

Anfälligkeit für Krankheiten und Moosbildung

Schattenrasen ist leider oft anfällig für unerwünschte Begleiter. Pilzkrankheiten gedeihen in der feuchten Umgebung, und Moos breitet sich schnell aus.

Eine ausgewogene Düngung stärkt die Abwehrkräfte des Rasens. Sie macht die Gräser widerstandsfähiger gegen potenzielle Schädlinge.

Grundlagen der Rasendüngung

Hauptnährstoffe: Stickstoff, Phosphor, Kalium

Die wichtigsten Nährstoffe für die Rasendüngung sind:

  • Stickstoff (N): Fördert das Blattwachstum und die satte grüne Farbe
  • Phosphor (P): Unterstützt die Wurzelbildung und Energiespeicherung
  • Kalium (K): Stärkt die Widerstandskraft gegen Stress und Krankheiten

Beim Schattenrasen sollte man besonders vorsichtig mit Stickstoff umgehen. Ein Übermaß kann zu übermäßigem Wachstum führen.

Sekundäre Nährstoffe und Spurenelemente

Neben den Hauptnährstoffen sind auch weitere Elemente wichtig:

  • Magnesium: Wichtig für die Chlorophyllbildung
  • Eisen: Hilft bei der Bildung von Chlorophyll und verhindert Vergilbungen
  • Schwefel: Unterstützt die Eiweißbildung

Diese Nährstoffe sind in kleinen Mengen unerlässlich für das gute Aussehen des Rasens.

NPK-Verhältnis verstehen

Das NPK-Verhältnis auf Düngertüten gibt an, wie viel Prozent Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) enthalten sind.

Für Schattenrasen empfiehlt sich oft ein Verhältnis mit weniger Stickstoff und mehr Kalium, zum Beispiel 5-1-5 oder 6-1-8. Dies fördert die Widerstandsfähigkeit des Rasens.

Die Wahl des richtigen NPK-Verhältnisses ist entscheidend für die optimale Versorgung des Schattenrasens.

Produktbild von GREENFIELD Schattenrasen 1kg Verpackung mit Rasenabbildung und Hinweisen zur Anwendung für schattige Flächen in deutscher Sprache.
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Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Düngung von Schattenrasen?

Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für die Düngung von Schattenrasen lässt sich nicht pauschal beantworten. Es gibt keinen universell perfekten Moment. Stattdessen sollten Sie sich am Jahresverlauf und den Bedürfnissen Ihres Rasens orientieren.

Optimale Zeitpunkte im Jahresverlauf

Üblicherweise empfiehlt sich, Schattenrasen drei- bis viermal im Jahr zu düngen. Der erste wichtige Termin ist das zeitige Frühjahr, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist - meist Ende März bis Anfang April. Zu diesem Zeitpunkt benötigt der Rasen einen Energieschub für einen guten Start in die Wachstumsphase.

Die zweite Düngung erfolgt dann im späten Frühjahr oder Frühsommer, etwa Ende Mai bis Anfang Juni. Diese Gabe unterstützt das Wachstum während der Hauptsaison. Eine dritte Düngung im Hochsommer, etwa Mitte Juli bis Anfang August, hilft dem Rasen, die Belastungen durch Hitze und Trockenheit besser zu bewältigen.

Die letzte Düngung des Jahres, auch als Herbstdüngung bekannt, sollte etwa sechs bis acht Wochen vor dem ersten Frost erfolgen - in den meisten Regionen Deutschlands also im September oder spätestens Anfang Oktober. Diese Düngung kräftigt die Wurzeln und bereitet den Rasen auf den Winter vor.

Frequenz der Düngung

Die Häufigkeit der Düngung Ihres Schattenrasens hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich gilt: Lieber öfter kleine Mengen als selten große Mengen düngen. Ein guter Richtwert sind die bereits erwähnten drei bis vier Düngungen pro Jahr.

Allerdings kann es sinnvoll sein, die Frequenz anzupassen. Bei starker Beanspruchung des Rasens, etwa durch häufige Nutzung oder extreme Wetterbedingungen, könnte eine zusätzliche leichte Düngung im Sommer hilfreich sein. Andererseits genügen bei einem wenig genutzten Rasen in gutem Zustand möglicherweise auch zwei Düngungen im Jahr.

Berücksichtigung von Wetterbedingungen

Das Wetter spielt eine wichtige Rolle bei der Düngung. Vermeiden Sie es, bei starker Hitze oder direkter Sonneneinstrahlung zu düngen, da dies zu Verbrennungen führen kann. Auch bei Frost oder auf gefrorenem Boden sollten Sie nicht düngen.

Am besten düngen Sie an einem bewölkten, aber trockenen Tag. Bei angekündigtem Regen warten Sie lieber ab. Starker Regen könnte den Dünger auswaschen, bevor er vom Rasen aufgenommen werden kann. Ein leichter Nieselregen nach der Düngung ist hingegen günstig, um den Dünger sanft in den Boden einzuarbeiten.

Was ist der beste Dünger für Schattenrasen?

Die Auswahl des passenden Düngers ist wichtig für die Gesundheit und das Erscheinungsbild Ihres Schattenrasens. Es gibt verschiedene Optionen, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben.

Spezielle Dünger für Schattenrasen

Es existieren Dünger, die speziell für Schattenrasen entwickelt wurden. Diese enthalten in der Regel einen höheren Anteil an Stickstoff, da Gräser im Schatten mehr davon benötigen, um ein gesundes Wachstum zu erzielen. Außerdem haben sie oft einen erhöhten Kaliumanteil, der die Widerstandsfähigkeit der Gräser gegen Krankheiten und Stress verbessert.

Ein typischer Schattengras-Dünger könnte ein NPK-Verhältnis von etwa 20-5-8 haben. Das bedeutet, er enthält 20% Stickstoff, 5% Phosphor und 8% Kalium. Einige dieser Spezialdünger enthalten zudem Spurenelemente wie Eisen, die besonders wichtig für die Chlorophyllbildung in schattigen Bereichen sind.

Organische vs. mineralische Dünger

Bei der Wahl zwischen organischen und mineralischen Düngern gibt es einiges zu bedenken. Organische Dünger, wie Kompost oder Hornspäne, wirken langsamer, aber dafür nachhaltiger. Sie verbessern die Bodenstruktur und fördern das Bodenleben. Allerdings ist ihre Nährstoffzusammensetzung oft weniger präzise als bei mineralischen Düngern.

Mineralische Dünger hingegen liefern Nährstoffe schnell und in genau definierten Mengen. Sie sind besonders nützlich, wenn der Rasen schnell einen Nährstoffschub benötigt. Allerdings können sie bei unsachgemäßer Anwendung den Boden und das Grundwasser belasten.

Für Schattenrasen kann eine Kombination aus beiden Düngerarten sinnvoll sein: Ein organischer Grunddünger im Frühjahr für die langfristige Bodenverbesserung, ergänzt durch gezielte Gaben von mineralischem Dünger während der Wachstumsperiode.

Langzeitdünger und ihre Vorteile

Langzeitdünger, auch als Depot- oder Slow-Release-Dünger bekannt, haben einige Vorteile, die sie besonders für Schattenrasen interessant machen. Diese Dünger geben ihre Nährstoffe über einen längeren Zeitraum hinweg ab, oft über mehrere Monate.

Der Hauptvorteil liegt darin, dass sie eine gleichmäßige Nährstoffversorgung gewährleisten, ohne dass der Rasen Wachstumsspitzen und -einbrüche erlebt. Das ist besonders wichtig für Schattenrasen, der ohnehin schon unter suboptimalen Bedingungen wächst. Zudem reduziert sich die Gefahr der Auswaschung von Nährstoffen, was umweltfreundlicher ist und Kosten spart.

Ein weiterer Pluspunkt: Sie müssen seltener düngen, was den Pflegeaufwand reduziert. Allerdings sind Langzeitdünger in der Anschaffung oft teurer als herkömmliche Dünger. Für viele Hobbygärtner überwiegen jedoch die Vorteile.

Die richtige Düngermenge: Weniger ist oft mehr

Bei der Düngung von Schattenrasen gilt oft der Grundsatz: Weniger ist mehr. Überdüngung kann mehr schaden als nutzen. Aber wie findet man die richtige Balance?

Berechnung der richtigen Düngermenge

Die korrekte Düngermenge hängt von mehreren Faktoren ab: der Größe Ihrer Rasenfläche, dem Nährstoffgehalt des Düngers und dem Zustand Ihres Rasens. Als Faustregel gilt: Pro Quadratmeter und Jahr benötigt ein Schattenrasen etwa 60 bis 80 Gramm Stickstoff.

Um die richtige Menge zu berechnen, müssen Sie den Stickstoffgehalt Ihres Düngers kennen. Bei einem Dünger mit 20% Stickstoff würden Sie also 300 bis 400 Gramm pro Quadratmeter und Jahr benötigen. Diese Menge sollten Sie auf mehrere Gaben verteilen.

Viele Düngerhersteller geben auf der Verpackung Empfehlungen zur Dosierung. Diese sollten Sie als Orientierung nutzen, aber nicht blind befolgen. Beobachten Sie Ihren Rasen genau und passen Sie die Menge bei Bedarf an.

Gefahren der Überdüngung

Überdüngung ist ein häufiger Fehler bei der Rasenpflege, besonders bei Schattenrasen. Die Folgen können gravierend sein: Verbrennungen der Grashalme, verstärktes Mooswachstum und eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten sind nur einige der möglichen Konsequenzen.

Zudem kann überschüssiger Dünger ins Grundwasser gelangen und so die Umwelt belasten. Bei Schattenrasen ist die Gefahr der Überdüngung besonders groß, da die Gräser aufgrund des Lichtmangels weniger Nährstoffe aufnehmen und verarbeiten können als Rasen in sonnigen Lagen.

Anpassung der Menge an Bodenbeschaffenheit und Rasenzustand

Die ideale Düngermenge variiert je nach Bodenbeschaffenheit und Zustand Ihres Rasens. Sandige Böden benötigen in der Regel häufigere, aber kleinere Düngergaben, da Nährstoffe hier schneller ausgewaschen werden. Lehmige Böden hingegen können Nährstoffe besser speichern.

Beobachten Sie auch den Zustand Ihres Rasens. Ein kräftiger, gesunder Rasen benötigt weniger Dünger als ein schwacher oder lückiger Rasen. Achten Sie auf Anzeichen von Nährstoffmangel wie Verfärbungen oder verlangsamtes Wachstum und passen Sie die Düngermenge entsprechend an.

Eine Bodenanalyse kann sehr hilfreich sein, um die genauen Bedürfnisse Ihres Rasens zu ermitteln. Sie gibt Aufschluss über den pH-Wert und den Nährstoffgehalt des Bodens und ermöglicht so eine präzise Anpassung der Düngung.

Bedenken Sie: Die Pflege von Schattenrasen erfordert Geduld und Fingerspitzengefühl. Mit der richtigen Düngerstrategie können Sie jedoch auch in schattigen Bereichen einen schönen, gesunden Rasen erzielen.

Durchführung der Düngung: So bringen Sie Ihren Schattenrasen zum Strahlen

Die richtige Düngung ist für einen gesunden Schattenrasen unerlässlich. Doch wie geht man dabei am besten vor? Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Schattenrasen optimal mit Nährstoffen versorgen.

Vorbereitung des Rasens

Bevor Sie mit der Düngung beginnen, sollten Sie den Rasen gründlich vorbereiten. Entfernen Sie Laub, Moos und abgestorbenes Gras mit einem Rechen. Bei starkem Moosbefall empfiehlt sich zudem ein Vertikutieren. So kann der Dünger besser in den Boden eindringen.

Ausbringungsmethoden und -techniken

Für die Ausbringung des Düngers gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Handstreuung: Geeignet für kleine Flächen. Tragen Sie Handschuhe und verteilen Sie den Dünger gleichmäßig.
  • Streuwagen: Ideal für größere Rasenflächen. Achten Sie auf die richtige Einstellung des Geräts.
  • Flüssigdünger: Wird mit einer Gießkanne oder einem Sprühgerät ausgebracht. Besonders effektiv bei Nährstoffmangel.

Wichtig ist, dass Sie den Dünger gleichmäßig verteilen, um 'Verbrennungen' des Rasens zu vermeiden.

Nachbehandlung und Bewässerung

Nach der Düngung sollten Sie den Rasen gründlich wässern. Das hilft, den Dünger in den Boden einzuarbeiten und verhindert Verbrennungen. In den folgenden Tagen achten Sie darauf, dass der Boden nicht austrocknet. Eine regelmäßige, aber nicht übermäßige Bewässerung unterstützt die optimale Nährstoffaufnahme.

Ergänzende Pflegemaßnahmen für einen vitalen Schattenrasen

Richtige Schnitthöhe und -häufigkeit

Schattenrasen sollte etwas höher gehalten werden als Rasen in sonnigen Lagen. Eine Schnitthöhe von etwa 5-6 cm ist ideal. Mähen Sie regelmäßig, aber nicht zu kurz. Das fördert die Dichte des Rasens und hilft, Moos und Unkraut zu unterdrücken.

Vertikutieren und Aerifizieren

Diese Maßnahmen sind besonders wichtig für Schattenrasen, da sie die Bodenbelüftung verbessern und Verfilzungen entgegenwirken. Vertikutieren Sie im Frühjahr, um abgestorbenes Material zu entfernen. Aerifizieren Sie bei verdichtetem Boden, um die Wurzelentwicklung zu fördern.

Bekämpfung von Moos und Unkraut

Schattenrasen neigt besonders zur Moosbildung. Regelmäßiges Vertikutieren und die Anpassung des pH-Werts können helfen. Bei hartnäckigem Unkraut greifen Sie am besten mechanisch ein, indem Sie es von Hand entfernen. Chemische Mittel sollten Sie im Schattenrasen nur sehr vorsichtig und gezielt einsetzen.

Bodenanalyse und pH-Wert: Wichtig für optimales Wachstum

Bedeutung des pH-Werts für die Nährstoffaufnahme

Der pH-Wert des Bodens beeinflusst maßgeblich, wie gut Pflanzen Nährstoffe aufnehmen können. Für Schattenrasen ist ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 optimal. Bei zu niedrigem pH-Wert können Sie Kalk ausbringen, bei zu hohem Werten hilft oft schon regelmäßiges Düngen mit sauer wirkenden Düngern.

Durchführung einer Bodenanalyse

Eine Bodenanalyse gibt Aufschluss über den Nährstoffgehalt und den pH-Wert Ihres Bodens. Sie können Bodenproben selbst entnehmen und an ein Labor schicken oder einen Gartenbauexperten damit beauftragen. Nehmen Sie Proben von verschiedenen Stellen des Rasens und mischen Sie diese.

Interpretation der Ergebnisse und Anpassung der Düngung

Basierend auf den Ergebnissen der Bodenanalyse können Sie Ihre Düngerstrategie anpassen. Achten Sie besonders auf die Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie auf Magnesium und Eisen, die für Schattenrasen wichtig sind. Passen Sie die Düngemenge und -zusammensetzung entsprechend an, um Mangelerscheinungen zu beheben oder Überdüngung zu vermeiden.

Mit diesen Maßnahmen und einer regelmäßigen Pflege können Sie auch im Schatten einen dichten, grünen Rasen genießen. Beachten Sie, dass Schattenrasen etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt als sein sonnenverwöhnter Kollege, aber mit der richtigen Pflege wird er zu einem ansehnlichen Teil Ihres Gartens.

Problemlösungen für Ihren Schattenrasen

Manchmal läuft's nicht rund mit dem Rasen im Schatten. Für die häufigsten Probleme gibt es Lösungen:

Nährstoffmangel beheben

Bei gelblichem oder dünnem Rasen fehlen wahrscheinlich Nährstoffe. Eine Bodenanalyse gibt Aufschluss. Oft hilft ein spezieller Schattenrasendünger mit erhöhtem Stickstoffanteil. Verteilen Sie ihn gleichmäßig und wässern Sie anschließend gut.

Überdüngungsschäden ausbessern

Zu viel des Guten schadet auch: Braune Flecken können auf Überdüngung hindeuten. Wässern Sie intensiv, um überschüssige Nährstoffe auszuspülen. Vertikutieren Sie vorsichtig und säen Sie kahle Stellen nach. Künftig lieber öfter, dafür weniger düngen.

Anpassung bei extremem Schatten

An sehr dunklen Stellen kapituliert selbst der beste Schattenrasen. Erwägen Sie Alternativen wie Bodendecker oder eine Kiesfläche mit Schattenpflanzen. Oder lichten Sie das Blätterdach etwas aus, um mehr Licht durchzulassen.

Nachhaltigkeit im Schattengarten

Ökologische Düngemethoden

Kompost oder Grasschnitt als Mulch versorgen den Boden schonend mit Nährstoffen. Auch Brennnesseljauche ist ein bewährter Naturdünger. Tipp: Mischen Sie verschiedene organische Dünger für eine ausgewogene Versorgung.

Umweltbelastung reduzieren

Dosieren Sie Dünger sparsam und verwenden Sie Regenwasser zum Gießen. Verzichten Sie auf chemische Unkrautvernichter – zupfen Sie lieber per Hand. Ihr Garten und die Umwelt werden es Ihnen danken.

Bodengesundheit fördern

Ein gesunder Boden ist entscheidend für vitalen Rasen. Lockern Sie verdichtete Stellen regelmäßig auf. Säen Sie zwischendurch Gründünger wie Klee aus – das belebt den Boden und bindet Stickstoff. Auch eine dünne Kompostschicht im Frühjahr wirkt positiv.

Ihr Schattenrasen: Grün und vital durch alle Jahreszeiten

Mit ein bisschen Übung haben Sie den Dreh bald raus. Beachten Sie: Regelmäßige, maßvolle Pflege führt zum Erfolg. Beobachten Sie Ihren Rasen genau und reagieren Sie flexibel auf seine Bedürfnisse.

Mit der richtigen Düngung, angepasster Pflege und etwas Geduld wird Ihr Schattenrasen zur grünen Oase. Bedenken Sie: Auch im Schatten kann es schön sein – vielleicht sogar noch angenehmer als in der prallen Sonne. Also, frisch ans Werk – Ihr Traumrasen wartet schon!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wie unterscheidet sich die Düngung von Schattenrasen von normalem Rasen?
    Die Düngung von Schattenrasen unterscheidet sich grundlegend von normalem Sonnenrasen durch angepasste Nährstoffverhältnisse und reduzierte Mengen. Schattenrasen benötigt weniger Stickstoff, da er aufgrund von Lichtmangel weniger Photosynthese betreibt und langsamer wächst. Gleichzeitig ist mehr Kalium erforderlich, um die Stresstoleranz gegen Pilzkrankheiten und ungünstige Wachstumsbedingungen zu erhöhen. Das optimale NPK-Verhältnis liegt bei 5-1-5 oder 6-1-8, während Sonnenrasen oft 20-5-8 benötigt. Die Düngermenge sollte um etwa 20-30% reduziert werden, da überschüssige Nährstoffe bei verlangsamtem Stoffwechsel zu Überdüngungsschäden führen können. Zusätzlich sind Spurenelemente wie Magnesium und Eisen besonders wichtig für die Chlorophyllbildung unter schwachen Lichtverhältnissen. Die Düngung erfolgt häufiger in kleineren Portionen, um eine gleichmäßige Nährstoffversorgung ohne Belastung zu gewährleisten.
  2. Welches NPK-Verhältnis eignet sich optimal für Schattenrasen?
    Das optimale NPK-Verhältnis für Schattenrasen liegt bei 5-1-5 oder 6-1-8, wobei der reduzierte Stickstoffanteil und erhöhte Kaliumgehalt entscheidend sind. Diese Zusammensetzung trägt den besonderen Bedürfnissen von Gräsern unter Lichtmangel Rechnung. Der niedrigere Stickstoffwert (5-6%) verhindert übermäßiges, schwaches Wachstum, das bei begrenzter Photosyntheseleistung auftreten würde. Phosphor bleibt mit 1% gering, da er hauptsächlich für Wurzelentwicklung und Energiespeicherung benötigt wird. Der erhöhte Kaliumanteil (5-8%) stärkt die Zellwände und verbessert die Widerstandsfähigkeit gegen Pilzkrankheiten, die in feuchteren, schattigen Bereichen häufiger auftreten. Dieses Verhältnis unterstützt die natürlichen Anpassungsmechanismen von Schattenrasen wie verstärkte Chlorophyllproduktion und effizientere Lichtnutzung. Im Vergleich dazu verwendet normaler Sonnenrasen oft 20-5-8, was für schattige Bereiche zu aggressiv wäre und zu Stress führen könnte.
  3. Wann sollte man Schattenrasen im Jahr düngen?
    Schattenrasen sollte drei- bis viermal jährlich gedüngt werden, wobei die Timing-Abstimmung entscheidend ist. Die erste Düngung erfolgt im zeitigen Frühjahr (Ende März bis Anfang April), sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, um den Energieschub für die Wachstumsphase zu liefern. Die zweite Gabe im späten Frühjahr (Ende Mai bis Anfang Juni) unterstützt das Hauptwachstum. Eine dritte Düngung im Hochsommer (Mitte Juli bis Anfang August) hilft gegen Hitze- und Trockenstress. Die wichtige Herbstdüngung sollte 6-8 Wochen vor dem ersten Frost erfolgen, meist im September oder Anfang Oktober, um die Wurzeln zu stärken und die Winterhärte zu verbessern. Regional gibt es in Deutschland Unterschiede: In milderen Regionen wie dem Rheintal kann früher begonnen werden, während in Gebirgslagen oder Ostdeutschland ein späterer Start ratsam ist. Wetterbedingungen sind zu berücksichtigen - niemals bei Frost oder extremer Hitze düngen.
  4. Warum entwickelt Schattenrasen größere Blattflächen als Sonnenrasen?
    Schattenrasen entwickelt größere Blattflächen als Anpassungsstrategie an die reduzierten Lichtverhältnisse, um die verfügbare Lichtenergie maximal auszunutzen. Diese morphologische Anpassung ermöglicht es den Gräsern, mehr Sonnenlicht einzufangen und die Photosyntheserate zu optimieren. Die vergrößerten Blätter bieten eine größere Oberfläche für die Chloroplasten, wodurch auch bei schwachem Licht noch ausreichend Energie für die Grundfunktionen der Pflanze produziert werden kann. Gleichzeitig werden die Blätter dünner und enthalten mehr Chlorophyll pro Flächeneinheit, was die Lichtabsorption weiter verbessert. Diese Anpassung ist jedoch ein zweischneidiges Schwert: Die größeren, dünneren Blätter sind mechanisch schwächer und anfälliger für Krankheiten. Sie benötigen auch eine angepasste Schnitthöhe von 5-6 cm, um die Photosynthesefläche nicht zu stark zu reduzieren. Diese natürliche Anpassung erklärt, warum Schattenrasen eine speziellere Pflege als Sonnenrasen benötigt.
  5. Welche Rolle spielt die dünnere Cuticula bei Schattenrasen?
    Die dünnere Cuticula bei Schattenrasen ist eine wichtige Anpassung an Lichtmangel, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Die Cuticula ist die wachsartige Schutzschicht auf der Blattoberfläche, die normalerweise vor Wasserverlust und Krankheitserregern schützt. Bei Schattenrasen wird sie reduziert, um mehr Licht durchzulassen und die Photosynthese zu optimieren. Diese dünnere Schutzschicht ermöglicht eine bessere Lichtpenetration zu den Chloroplasten, was bei begrenzten Lichtverhältnissen entscheidend ist. Allerdings macht sie die Gräser gleichzeitig anfälliger für Pilzinfektionen, da Krankheitserreger leichter in das Blattgewebe eindringen können. Die erhöhte Permeabilität führt auch zu schnellerem Wasserverlust bei trockenen Bedingungen. Aus diesem Grund ist Schattenrasen empfindlicher gegenüber fungiziden Erkrankungen und benötigt eine ausgewogenere Bewässerung. Die Kaliumversorgung wird dadurch noch wichtiger, da sie die Zellstabilität und Krankheitsresistenz unterstützt und die Nachteile der dünneren Cuticula teilweise kompensiert.
  6. Worin unterscheiden sich organische und mineralische Dünger bei der Schattenrasenpflege?
    Organische und mineralische Dünger zeigen bei der Schattenrasenpflege unterschiedliche Wirkungsprofile und Einsatzbereiche. Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne wirken langsamer und nachhaltiger, verbessern die Bodenstruktur und fördern das Bodenleben. Sie sind besonders vorteilhaft für Schattenrasen, da sie die Wasserspeicherfähigkeit erhöhen und die natürliche Pufferkapazität des Bodens stärken. Die langsamere Nährstofffreisetzung reduziert das Risiko von Überdüngungsschäden, die bei langsam wachsendem Schattenrasen schnell auftreten können. Mineralische Dünger dagegen liefern Nährstoffe schnell und in präzisen Mengen, was bei akutem Nährstoffmangel vorteilhaft ist. Sie ermöglichen eine exakte Anpassung des NPK-Verhältnisses für Schattenrasen. Optimal ist oft eine Kombination beider: organische Grunddüngung im Frühjahr für langfristige Bodenverbesserung, ergänzt durch gezielte mineralische Gaben während der Wachstumsperiode. Diese Strategie nutzt die Vorteile beider Düngertypen und minimiert deren jeweilige Nachteile.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Langzeitdünger und herkömmlichen Düngern für Schattenrasen?
    Langzeitdünger unterscheiden sich grundlegend von herkömmlichen Düngern durch ihre kontrollierte Nährstofffreisetzung über mehrere Monate. Für Schattenrasen ist dies besonders vorteilhaft, da der verlangsamte Stoffwechsel bei Lichtmangel eine gleichmäßige, moderate Nährstoffversorgung benötigt. Langzeitdünger, auch Depot- oder Slow-Release-Dünger genannt, geben ihre Nährstoffe temperatur- und feuchtigkeitsgesteuert ab, was Wachstumsspitzen und -einbrüche verhindert. Herkömmliche Dünger hingegen setzen ihre Nährstoffe schnell frei, was bei Schattenrasen zu Überlastung führen kann, da die reduzierten Lichtverhältnisse die Verarbeitungskapazität begrenzen. Langzeitdünger reduzieren auch die Auswaschungsgefahr, was umweltfreundlicher ist und Kosten spart. Der Pflegeaufwand verringert sich erheblich, da nur zwei bis drei Anwendungen pro Jahr nötig sind statt vier bis fünf bei herkömmlichen Düngern. Zwar sind Langzeitdünger teurer in der Anschaffung, aber die Vorteile für empfindlichen Schattenrasen überwiegen meist deutlich.
  8. Welche Schnitthöhe wird für Schattenrasen empfohlen?
    Für Schattenrasen wird eine Schnitthöhe von 5-6 cm empfohlen, was deutlich höher ist als bei Sonnenrasen mit 3-4 cm. Diese erhöhte Schnitthöhe ist essentiell für die Gesundheit und Vitalität des Schattenrasens aus mehreren Gründen. Die größeren Blattflächen, die Schattenrasen als Anpassung entwickelt, benötigen mehr Oberfläche für die Photosynthese, um bei begrenztem Licht ausreichend Energie zu produzieren. Ein zu kurzer Schnitt würde diese wichtige Photosynthesefläche drastisch reduzieren und den Rasen schwächen. Die höhere Schnitthöhe fördert außerdem die Wurzelentwicklung, da mehr Blattmasse mehr Energie für das Wurzelwachstum bereitstellt. Zusätzlich hilft das längere Gras, Moos und Unkraut zu unterdrücken, indem es Licht vom Boden fernhält. Die Regel "nie mehr als ein Drittel der Halmlänge schneiden" sollte strikt befolgt werden, um Stress zu vermeiden. Regelmäßiges Mähen alle 7-10 Tage während der Wachstumsperiode ist optimal, wobei scharfe Mähklingen essentiell sind.
  9. Wo kann man speziellen Schattenrasendünger mit angepasstem NPK-Verhältnis kaufen?
    Speziellen Schattenrasendünger mit angepasstem NPK-Verhältnis erhält man bei verschiedenen Anbietern, wobei spezialisierte Gartenfachhändler die beste Beratung bieten. Samen.de gehört zu den etablierten Online-Gartenshops, die eine breite Auswahl an Spezialdüngern für verschiedene Rasentypen führen und fundierte Beratung zu optimalen NPK-Verhältnissen anbieten. Baumärkte wie Hornbach, Bauhaus oder Obi führen grundsätzlich Rasendünger, haben aber oft nur Standardsortimente. Gartencenter vor Ort bieten meist persönliche Beratung und können spezielle Dünger bestellen. Online-Shops ermöglichen den direkten Vergleich verschiedener NPK-Verhältnisse und Kundenbewertungen. Wichtig ist, auf Produkte zu achten, die explizit für Schattenrasen entwickelt wurden oder NPK-Verhältnisse wie 5-1-5 oder 6-1-8 aufweisen. Auch landwirtschaftliche Genossenschaften (Raiffeisen) führen oft hochwertige Rasendünger. Beim Kauf sollten Sie auf Qualitätssiegel achten und sich über die enthaltenen Spurenelemente wie Magnesium und Eisen informieren.
  10. Welche Vorteile bieten spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bei der Auswahl von Rasendüngern?
    Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten bei der Rasendünger-Auswahl entscheidende Vorteile gegenüber allgemeinen Anbietern. Das Hauptmerkmal ist die fundierte Fachberatung durch geschulte Mitarbeiter, die spezifische Bedürfnisse verschiedener Rasentypen verstehen und passende NPK-Verhältnisse empfehlen können. Sie führen oft ein breiteres Sortiment an Spezialdüngern, die in Baumärkten nicht verfügbar sind, einschließlich organischer Alternativen und Langzeitdünger. Qualitätsorientierte Fachhändler prüfen ihre Lieferanten sorgfältig und bieten oft Dünger mit höheren Wirkstoffkonzentrationen und besserer Zusammensetzung. Zusätzlich erhalten Kunden umfassende Informationen zu Anwendung, Dosierung und optimalen Zeitpunkten. Viele bieten auch Komplementärprodukte wie Bodenanalyse-Sets oder passende Aussaatmischungen für Schattenrasen. Der Service umfasst oft Nachkaufberatung und Problemlösungshilfe bei Düngungsfehlern. Online-Fachhändler wie samen.de kombinieren diese Expertise mit der Bequemlichkeit des Online-Kaufs und detaillierten Produktbeschreibungen für informierte Entscheidungen.
  11. Wie beeinflusst Lichtmangel die Photosynthese von Schattenrasen?
    Lichtmangel beeinflusst die Photosynthese von Schattenrasen erheblich und zwingt die Pflanzen zu verschiedenen Anpassungsstrategien. Die reduzierte Lichtintensität führt direkt zu einer verminderten Photosyntheserate, da weniger Photonen für die Lichtreaktionen zur Verfügung stehen. Schattenrasen kompensiert dies durch erhöhte Chlorophyllkonzentrationen, insbesondere Chlorophyll b, das blaues und rotes Licht besser absorbiert. Die Pflanzen entwickeln größere und dünnere Blätter, um die verfügbare Lichtenergie optimal zu nutzen. Der Stoffwechsel verlangsamt sich insgesamt, was zu reduziertem Wachstum und geringerem Energieverbrauch führt. Die Effizienz der Lichtnutzung steigt, aber die absolute Energieproduktion bleibt begrenzt. Dies erklärt, warum Schattenrasen weniger Stickstoff benötigt - bei reduzierter Photosynthese kann weniger Energie für Wachstumsprozesse verwendet werden. Die verlangsamte Photosynthese macht die Pflanzen auch anfälliger für zusätzliche Stressfaktoren wie Überdüngung oder mechanische Belastung, da ihre Energiereserven begrenzt sind.
  12. Warum ist Kalium für die Stresstoleranz von Schattenrasen besonders wichtig?
    Kalium ist für die Stresstoleranz von Schattenrasen besonders wichtig, da es multiple Funktionen übernimmt, die unter suboptimalen Wachstumsbedingungen entscheidend werden. Kalium stärkt die Zellwände und verbessert die strukturelle Integrität der Gräser, was bei den dünneren Blättern und schwächeren Cuticula von Schattenrasen essentiell ist. Es reguliert den Wasserhaushalt der Pflanzen durch Kontrolle der Stomata-Öffnungen, was bei der oft höheren Feuchtigkeit in schattigen Bereichen wichtig für die Vermeidung von Pilzinfektionen ist. Kalium aktiviert über 60 Enzyme, die für Stoffwechselprozesse verantwortlich sind, und unterstützt so die ohnehin reduzierten metabolischen Abläufe bei Lichtmangel. Es verbessert die Krankheitsresistenz, indem es die Bildung von Abwehrstoffen fördert und die Zellmembranen stabilisiert. Bei Kälte- oder Hitzestress hilft Kalium bei der Osmoregulation und schützt vor Zellschäden. Da Schattenrasen bereits unter chronischem Lichtstress steht, ist eine ausreichende Kaliumversorgung umso wichtiger, um die Widerstandsfähigkeit gegen weitere Belastungen zu gewährleisten.
  13. Welchen Einfluss hat erhöhte Feuchtigkeit auf Pilzkrankheiten bei Schattenrasen?
    Erhöhte Feuchtigkeit in schattigen Bereichen schafft ideale Bedingungen für Pilzkrankheiten bei Schattenrasen und stellt eine der größten Herausforderungen dar. Die reduzierte Sonneneinstrahlung führt zu langsamerer Verdunstung und längerer Blattbenetzung, was Pilzsporen optimale Keimungsbedingungen bietet. Besonders häufig treten Schneeschimmel (Microdochium nivale), Rotspitzigkeit (Laetisaria fuciformis) und verschiedene Blattfleckenkrankheiten auf. Die dünnere Cuticula von Schattenrasen erleichtert zusätzlich das Eindringen von Krankheitserregern. Stehende Feuchtigkeit zwischen den Grashalmen schafft ein Mikroklima mit hoher Luftfeuchtigkeit, in dem Pilze gedeihen. Die schwächeren Abwehrkräfte des Schattenrasens aufgrund reduzierten Energiestoffwechsels machen ihn anfälliger für Infektionen. Vorbeugung ist daher essentiell: ausreichende Luftzirkulation fördern, Laub regelmäßig entfernen, Überwässerung vermeiden und bei Bedarf fungizide Behandlungen durchführen. Eine ausgewogene Kaliumversorgung stärkt die natürlichen Abwehrkräfte. Vertikutieren verbessert die Belüftung und reduziert Pilzdruck erheblich.
  14. Wie unterstützt organische Düngung die Bodenbiologie bei Schattenrasen?
    Organische Düngung unterstützt die Bodenbiologie bei Schattenrasen durch Förderung eines aktiven Mikroorganismus-Netzwerks, das für gesunden Boden essentiell ist. Kompost, Hornspäne oder andere organische Materialien dienen als Nahrungsquelle für Bodenbakterien, Pilze und andere Mikroorganismen, die eine symbiotische Beziehung mit den Graswurzeln eingehen. Diese Mikroorganismen verbessern die Nährstoffverfügbarkeit durch Mineralisierung organischer Substanzen und können sogar atmosphärischen Stickstoff fixieren. Das entstehende Bodenleben produziert Humussubstanzen, die die Bodenstruktur verbessern und die Wasserspeicherfähigkeit erhöhen - besonders wichtig in oft feuchteren Schattenbereichen. Mykorrhiza-Pilze, die durch organische Düngung gefördert werden, erweitern das Wurzelsystem der Gräser und verbessern die Nährstoff- und Wasseraufnahme. Diese biologische Aktivität schafft ein stabileres Bodenökosystem, das natürliche Krankheitsresistenz fördert und pH-Wert-Schwankungen puffert. Organische Düngung reduziert außerdem die Auswaschung von Nährstoffen und schafft langfristig gesündere Bodenverhältnisse für den anspruchsvollen Schattenrasen.
  15. Wie führt man eine Bodenanalyse für Schattenrasen richtig durch?
    Eine ordnungsgemäße Bodenanalyse für Schattenrasen erfolgt in mehreren systematischen Schritten und liefert wichtige Informationen für die optimale Düngerstrategie. Zunächst sollten Sie Bodenproben von verschiedenen Stellen der Schattenfläche entnehmen, da schattige Bereiche oft ungleichmäßige Bodenverhältnisse aufweisen. Mit einem sauberen Spaten stechen Sie 10-15 cm tiefe Proben aus mindestens 5-8 verschiedenen Punkten und mischen diese in einem sauberen Eimer. Die Probe sollte etwa 500g betragen und luftgetrocknet werden. Professionelle Laboranalysen bieten Gartenbauvereine, landwirtschaftliche Untersuchungsämter oder kommerzielle Labore an. Die Analyse sollte pH-Wert, Hauptnährstoffe (N-P-K), organischen Kohlenstoffgehalt und wichtige Spurenelemente wie Magnesium und Eisen umfassen. Alternativ gibt es Schnelltests für den pH-Wert im Handel. Die Ergebnisse zeigen Ihnen genau, welche Nährstoffe fehlen oder im Übermaß vorhanden sind, sodass Sie die Düngung präzise anpassen können. Eine Wiederholung alle 2-3 Jahre ist empfehlenswert.
  16. Welche Ausbringungsmethoden eignen sich am besten für Schattenrasendünger?
    Für die optimale Ausbringung von Schattenrasendünger eignen sich verschiedene Methoden, wobei gleichmäßige Verteilung oberstes Ziel ist. Bei kleineren Flächen bis 100m² funktioniert die Handstreuung gut, jedoch sollten Sie Handschuhe tragen und in Kreuzgängen arbeiten - erst längs, dann quer zur Fläche streuen für gleichmäßige Abdeckung. Streuwagen sind ideal für größere Schattenbereiche und gewährleisten präzise Dosierung durch einstellbare Streumengen. Die meisten Düngerhersteller geben Einstellwerte für gängige Streuwagen-Modelle an. Flüssigdünger lassen sich mit Gießkanne oder Rückenspritzgerät ausbringen und wirken schnell, eignen sich besonders bei akutem Nährstoffmangel. Nach der Ausbringung ist gründliches Wässern essentiell, um den Dünger in den Boden einzuarbeiten und Blattverbrennungen zu vermeiden. Die beste Tageszeit ist morgens oder abends bei bedecktem Himmel. Vermeiden Sie windige Tage und direkte Sonneneinstrahlung. Bei granuliertem Dünger sollte der Boden leicht feucht, aber nicht nass sein. Eine ruhige Hand und gleichmäßige Bewegungen sorgen für optimale Ergebnisse.
  17. Stimmt es, dass Schattenrasen grundsätzlich mehr Dünger braucht als Sonnenrasen?
    Nein, das ist ein weitverbreiteter Mythos - Schattenrasen benötigt tatsächlich weniger Dünger als Sonnenrasen, aber in anderer Zusammensetzung. Aufgrund der reduzierten Photosyntheserate bei Lichtmangel wächst Schattenrasen langsamer und hat einen geringeren Energieumsatz, wodurch auch der Nährstoffbedarf sinkt. Pro Quadratmeter benötigt Schattenrasen etwa 60-80g Stickstoff jährlich, während Sonnenrasen 80-120g benötigt. Das entspricht einer Reduktion von etwa 20-30% bei der Gesamtdüngermenge. Entscheidend ist jedoch die Anpassung des NPK-Verhältnisses: Schattenrasen braucht relativ weniger Stickstoff (um Schwächung zu vermeiden) aber mehr Kalium (für Stresstoleranz). Die Kunst liegt in der präzisen Dosierung - zu viel Dünger führt bei Schattenrasen schneller zu Problemen, da die verlangsamten Stoffwechselprozesse überschüssige Nährstoffe nicht verarbeiten können. Dies kann zu Salzschäden, verstärktem Mooswachstum oder erhöhter Krankheitsanfälligkeit führen. "Weniger ist mehr" gilt besonders für Schattenrasen - lieber häufiger kleine Mengen als seltene Großgaben.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es bei der optimalen Düngezeit für Schattenrasen in Deutschland?
    Bei der optimalen Düngezeit für Schattenrasen bestehen in Deutschland deutliche regionale Unterschiede aufgrund unterschiedlicher Klimazonen und Temperaturen. In milden Regionen wie dem Rheingraben, der Oberrheinebene oder den Küstengebieten kann bereits Ende Februar bis Anfang März mit der ersten Düngung begonnen werden, da der Boden früher aufaut und das Wachstum zeitiger einsetzt. Mittelgebirgsregionen wie Harz, Eifel oder Schwarzwald erfordern einen späteren Start, meist erst Mitte bis Ende März. In höheren Lagen und kontinental geprägten Gebieten Ostdeutschlands sollte erst Anfang bis Mitte April gedüngt werden. Die Herbstdüngung variiert entsprechend: Während in milderen Regionen bis Mitte Oktober gedüngt werden kann, sollte in kälteren Gebieten bereits Ende September die letzte Gabe erfolgen. Entscheidend ist weniger der Kalender als vielmehr die Bodentemperatur - sie sollte mindestens 8°C betragen für effektive Nährstoffaufnahme. Regionale Wettervorhersagen und lokale Erfahrungswerte von Gartenbauvernen helfen bei der präzisen Timing-Bestimmung für optimale Düngungsergebnisse.
  19. Wie unterscheidet sich Schattenrasen-Pflege von der allgemeinen Gartenpflege?
    Schattenrasen-Pflege unterscheidet sich grundlegend von der allgemeinen Gartenpflege durch spezialisierte Techniken und angepasste Pflegezyklen. Während normale Gartenpflege oft standardisierte Ansätze verwendet, erfordert Schattenrasen individuell angepasste Maßnahmen. Die Mähfrequenz ist reduziert, aber die Schnitthöhe deutlich höher (5-6 cm statt 3-4 cm). Düngung erfolgt mit speziellen NPK-Verhältnissen und geringeren Mengen. Bewässerung muss vorsichtiger dosiert werden, da schattiger Boden langsamer abtrocknet und Staunässe-Gefahr besteht. Die Krankheitsprävention nimmt größeren Raum ein mit regelmäßigen Fungizid-Behandlungen und verbesserter Belüftung durch Vertikutieren. Bodenbearbeitung ist intensiver nötig, da Verdichtung in schattigen, oft feuchteren Bereichen häufiger auftritt. Unkraut- und Moosbekämpfung erfordert andere Strategien, da chemische Mittel oft weniger wirksam sind. Die zeitlichen Abläufe verschieben sich - Pflegemaßnahmen beginnen später und enden früher als bei Sonnenstandorten. Zusätzlich ist die Beobachtung intensiver, da Probleme bei Schattenrasen schneller kritisch werden und präventive Maßnahmen entscheidender sind als bei robusterem Sonnenrasen.
  20. Was ist der Unterschied zwischen Rasenreparatur und Rasensanierung bei Schattenrasen?
    Rasenreparatur und Rasensanierung bei Schattenrasen unterscheiden sich im Umfang, den Kosten und der Vorgehensweise erheblich. Rasenreparatur umfasst lokale Behandlungen kleinerer Problemstellen wie kahle Flecken, einzelne Moosbereiche oder vereinzelte Krankheitsherde. Hier werden gezielt Saatgut nachgesät, verdichtete Stellen gelockert oder Teilbereiche vertikutiert. Der bestehende Rasen bleibt größtenteils erhalten. Bei Schattenrasen-Reparaturen ist spezielles Schattenrasen-Saatgut und angepasste Startdüngung wichtig. Rasensanierung hingegen bedeutet komplette Erneuerung bei flächendeckenden Schäden über 50% der Fläche. Der alte Rasen wird vollständig entfernt, der Boden neu bearbeitet, eventuell Drainage verlegt und komplett neu eingesät. Bei Schattenrasen-Sanierung müssen oft zusätzlich Lichtverhältnisse verbessert werden durch Gehölzrückschnitt. Reparaturen kosten deutlich weniger und dauern 4-6 Wochen, Sanierungen sind teurer und benötigen eine komplette Wachstumsperiode. Die Entscheidung hängt vom Schadensniveau ab: unter 30% Schäden genügt meist Reparatur, darüber ist Sanierung wirtschaftlicher.
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