Ertragssteigernde Techniken für mehligkochende Kartoffeln

Mehligkochende Kartoffeln: Das Geheimnis für himmlische Kartoffelgerichte

Mehligkochende Kartoffeln sind in vielen traditionellen Gerichten einfach unersetzlich. Ihre besonderen Eigenschaften machen sie zu einem wahren Liebling in der Küche.

Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Ernte

  • Kluge Auswahl der Sorte
  • Sorgfältige Bodenvorbereitung
  • Maßgeschneiderte Pflege und Düngung
  • Durchdachter Pflanzenschutz

Warum mehligkochende Kartoffeln so besonders sind

In der deutschen Küche sind mehligkochende Kartoffeln kaum wegzudenken. Ihr hoher Stärkegehalt macht sie zum perfekten Kandidaten für Pürees, Knödel und knusprige Kartoffelpuffer. Beim Kochen zerfallen sie wie von Zauberhand und saugen Flüssigkeiten auf wie ein Schwamm - ideal für samtige Suppen und herzhafte Eintöpfe.

In meinem eigenen Garten habe ich seit Jahren eine besondere Beziehung zur Sorte 'Adretta' aufgebaut. Sie hat sich als verlässliche mehligkochende Sorte bewährt und überrascht mich selbst in trockenen Sommern immer wieder mit erstaunlichen Erträgen.

Die Tücken des Anbaus

Der Anbau mehligkochender Kartoffeln ist kein Spaziergang und stellt uns Gärtner vor einige Herausforderungen. Diese Sorten neigen leider dazu, anfälliger für fiese Krankheiten wie die Kraut- und Knollenfäule zu sein. Zudem sind sie echte Feinschmecker, was ihre Nährstoffversorgung angeht, und brauchen besondere Aufmerksamkeit, um ihr volles Potenzial zu entfalten.

Ein weiteres Problemkind kann die Lagerung sein. Durch ihren hohen Stärkegehalt haben mehligkochende Kartoffeln die Angewohnheit, schneller auszukeimen als ihre festkochenden Verwandten. Eine kühle und dunkle Lagerung ist daher das A und O.

Das Ziel vor Augen: Ertragssteigernde Maßnahmen

Um trotz dieser Hürden eine reiche Ernte einzufahren, sind gezielte Maßnahmen gefragt. Unser oberstes Ziel ist es, kerngesunde und kräftige Pflanzen heranzuziehen, die uns mit einer Fülle stärkereicher Knollen belohnen.

Dabei geht es nicht nur um die schiere Menge, sondern auch um die Qualität der Ernte. Mehligkochende Kartoffeln sollten einen Stärkegehalt von mindestens 15% aufweisen, um ihre charakteristischen Kocheigenschaften voll zu entfalten.

Die Qual der Wahl: Sortenauswahl

Was macht mehligkochende Kartoffelsorten aus?

Mehligkochende Kartoffelsorten zeichnen sich durch einen beachtlichen Stärkegehalt von über 15% aus. Sie präsentieren sich meist mit einer rauen Schale und einem hellen, mehligen Innenleben. Beim Kochen zerfallen sie wie von Geisterhand und eignen sich daher hervorragend für cremige Pürees und sämige Suppen.

Eine faszinierende Eigenschaft, die ich bei meinen Anbauabenteuern beobachtet habe, ist die erstaunliche Fähigkeit dieser Sorten, selbst unter weniger idealen Bedingungen noch respektable Erträge zu liefern. Das macht sie zu einer klugen Wahl für uns Hobbygärtner.

Ertragsstarke Sorten für Ihren Garten

Für den heimischen Garten haben sich einige Sorten als wahre Überflieger erwiesen:

  • 'Adretta': Ein robuster Allrounder mit hohem Ertrag und guter Lagerfähigkeit.
  • 'Agria': Beschenkt uns mit großen Knollen und zeigt sich relativ resistent gegen Krankheiten.
  • 'Afra': Eine frühe Sorte, die mit gutem Geschmack und hohem Stärkegehalt punktet.
  • 'Edzell Blue': Eine charmante alte Sorte mit blauer Schale und weißem Fleisch, die nicht nur den Gaumen, sondern auch das Auge erfreut.

In meinem eigenen grünen Reich habe ich besonders gute Erfahrungen mit 'Adretta' gemacht. Sie erweist sich als zuverlässige Partnerin und verwöhnt uns mit einem himmlischen Geschmack im Kartoffelpüree.

Anpassungsfähigkeit ist Trumpf

Bei der Sortenauswahl sollten wir die örtlichen Gegebenheiten nicht aus den Augen verlieren. In Regionen, wo Krankheiten häufiger auftreten, sind resistente Sorten oft die bessere Wahl. In Gebieten mit kurzer Vegetationsperiode können frühe Sorten die Nase vorn haben.

Es lohnt sich, verschiedene Sorten auszuprobieren und die Perle zu finden, die in Ihrem Garten am besten gedeiht. Ich selbst führe jedes Jahr kleine Experimente mit neuen Sorten durch, um meine Anbaumethoden stetig zu verfeinern.

Der Grundstein: Bodenvorbereitung

Bodenanalyse und pH-Wert-Optimierung

Eine gründliche Bodenvorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg beim Anbau mehligkochender Kartoffeln. Als Erstes empfiehlt sich eine Bodenanalyse, um den pH-Wert und den Nährstoffgehalt zu ermitteln.

Der optimale pH-Wert für Kartoffeln liegt zwischen 5,5 und 6,5. Ist der Boden zu sauer, kann eine Kalkung Wunder wirken. Bei zu alkalischem Boden kann die Zugabe von Schwefel oder organischem Material wie Nadelstreu hilfreich sein.

Tiefenlockerung und Krümelstruktur

Kartoffeln sind wahre Liebhaber eines lockeren, gut durchlüfteten Bodens. Eine Tiefenlockerung bis zu 30 cm Tiefe verbessert die Bodenstruktur und erleichtert den Wurzeln das Wachstum. Dies lässt sich mit einem Spaten oder einer Grabegabel bewerkstelligen.

Eine feine Krümelstruktur ist entscheidend für die Entwicklung gleichmäßiger Knollen. Nach dem Lockern sollte der Boden fein geharkt werden. In meinem Garten schwöre ich auf einen Rechen mit breiten Zinken - das hat sich als echter Geheimtipp erwiesen.

Organische Bodenverbesserung

Die Zugabe von organischem Material ist wie eine Wellnesskur für den Boden. Es verbessert die Struktur und erhöht die Wasserspeicherfähigkeit. Gut verrotteter Kompost oder alter Stallmist sind wahre Wundermittel. Am besten bringen Sie diese im Herbst vor der Pflanzung aus und arbeiten sie leicht ein.

Vorsicht ist bei frischem Mist geboten, da er zu Verbrennungen an den Kartoffelpflanzen führen kann. Grünschnitt oder Laub können als natürlicher Mulch zwischen den Reihen ausgebracht werden, um die Bodenfeuchte zu regulieren und unerwünschtes Unkraut in Schach zu halten.

Pflanzung und Pflegetechniken für optimale Kartoffelerträge

Bei der Kultivierung mehligkochender Kartoffeln spielen die richtigen Pflanz- und Pflegetechniken eine entscheidende Rolle für den Ertrag. Lassen Sie mich einige bewährte Methoden aus meinem Garten mit Ihnen teilen:

Optimaler Pflanzabstand und Dammkultur

Für eine gute Knollenentwicklung ist der richtige Abstand von großer Bedeutung. Bei mehligkochenden Sorten hat sich ein Reihenabstand von 70-75 cm und ein Pflanzabstand in der Reihe von 30-35 cm als ideal erwiesen. Die Dammkultur ist dabei ein wahrer Segen: Die Kartoffeln werden in 10-15 cm tiefe Furchen gelegt und anschließend mit lockerer Erde angehäufelt. Dies fördert nicht nur die Knollenbildung, sondern macht die Ernte später zum Kinderspiel.

Vorkeimen der Saatkartoffeln

Eine Technik, die ich besonders schätze, ist das Vorkeimen. Dabei werden die Saatkartoffeln 4-6 Wochen vor dem Pflanzen in flachen Kisten an einem hellen, kühlen Ort (8-12°C) aufgestellt. Das Ergebnis sind kräftige, kurze Keime, die den Pflanzen einen echten Wachstumsvorsprung verschaffen. In meiner Erfahrung können vorgekeimte Kartoffeln bis zu zwei Wochen früher geerntet werden - ein nicht zu unterschätzender Vorteil!

Häufeln und Unkrautbekämpfung

Regelmäßiges Häufeln ist ein Muss für hohe Erträge. Sobald die Triebe 10-15 cm hoch sind, ziehe ich lockere Erde an die Pflanzen. Diesen Vorgang wiederhole ich alle 2-3 Wochen, bis die Dämme etwa 20 cm hoch sind. Das Häufeln fördert nicht nur die Knollenbildung, sondern verhindert auch das Ergrünen der obersten Knollen und hält lästiges Unkraut in Schach.

Nährstoffversorgung für ertragreiche mehligkochende Kartoffeln

Eine ausgewogene Nährstoffversorgung ist der Schlüssel zu hohen Erträgen bei mehligkochenden Kartoffeln. Hier einige Erkenntnisse aus meinen Erfahrungen zur optimalen Düngung:

Grunddüngung vor der Pflanzung

Vor dem Pflanzen empfiehlt sich dringend eine Bodenanalyse. Basierend darauf sollte eine Grunddüngung mit Phosphor und Kalium erfolgen. Organische Dünger wie gut verrotteter Stallmist oder Kompost können im Herbst vor der Pflanzung ausgebracht werden. Sie verbessern nicht nur die Bodenstruktur, sondern liefern auch wichtige Nährstoffe.

Bedarfsgerechte Stickstoffdüngung

Stickstoff ist zwar wichtig für das Blattwachstum, doch Vorsicht: Zu viel davon kann die Knollenbildung beeinträchtigen. In meinem Garten hat sich eine Gabe von 80-120 kg N/ha, aufgeteilt in zwei Portionen, bewährt. Die erste Hälfte gebe ich kurz vor oder beim Pflanzen, die zweite beim Reihenschluss. Bei mehligkochenden Sorten ist besondere Vorsicht geboten, da übermäßiger Stickstoff den Stärkegehalt senken kann.

Bedeutung von Kalium und Magnesium

Kalium spielt eine besonders wichtige Rolle für mehligkochende Kartoffeln. Es erhöht den Stärkegehalt und verbessert die Lagerfähigkeit. Eine Kaliumgabe von 150-200 kg K2O/ha hat sich in meiner Erfahrung als optimal erwiesen. Magnesium wiederum fördert die Photosynthese und damit den Ertrag. Hier empfehle ich eine Gabe von 60-80 kg MgO/ha. Beide Nährstoffe sollten vor der Pflanzung in den Boden eingearbeitet werden.

Blattdüngung zur Ertragsoptimierung

In meinem Garten habe ich überraschend gute Erfahrungen mit einer ergänzenden Blattdüngung gemacht. Besonders in Stresssituationen wie Trockenheit oder nach Hagelschäden kann eine Blattdüngung mit Magnesium und Spurenelementen die Pflanzen stärken und den Ertrag sichern. Mein Tipp: Behandeln Sie die Pflanzen am frühen Morgen oder späten Abend, wenn die Blätter die Nährstoffe am besten aufnehmen können.

Wassermanagement für prächtige Kartoffelerträge

Wenn es um mehligkochende Kartoffeln geht, ist ein durchdachtes Wassermanagement der Schlüssel zum Erfolg. Schließlich hat die Bewässerung einen enormen Einfluss auf die Knollenbildung, die Qualität und nicht zuletzt den Stärkegehalt unserer geliebten Erdäpfel.

Durst nach Wachstum: Der Wasserbedarf im Kartoffeljahr

Interessanterweise verändert sich der Durst unserer Kartoffelpflanzen im Laufe der Saison:

  • In der Anfangsphase, wenn die ersten Blättchen sprießen, sind sie noch recht genügsam.
  • Sobald die Knollen anfangen sich zu bilden, steigt der Wasserhunger merklich an.
  • Der kritische Moment kommt mit der Blüte und der frühen Knollenentwicklung. Hier kann Wassermangel richtig ins Kontor schlagen.
  • Zum Ende hin werden unsere Kartoffeln wieder bescheidener in ihren Ansprüchen.

In meinem Garten habe ich gelernt, dass eine gleichmäßige Bodenfeuchte während der Hauptwachstumsphase Gold wert ist. Starke Schwankungen können zu unschönen Überraschungen wie Wachstumsrissen führen - und wer möchte schon deformierte Knollen ernten?

Clever bewässern: Methoden für jede Gartengröße

Je nach Größe und Beschaffenheit Ihres Kartoffelreichs bieten sich verschiedene Bewässerungsmethoden an:

  • Tropfbewässerung: Ein wahrer Segen für größere Flächen. Das Wasser landet direkt bei den Wurzeln - sehr effizient!
  • Beregnung: Der Klassiker, flexibel einsetzbar. Aber Vorsicht: Zu viel des Guten kann die mühsam aufgehäufelten Dämme regelrecht wegspülen.
  • Furchenbewässerung: In manchen Regionen noch beliebt, aber ehrlich gesagt nicht mehr ganz zeitgemäß in Sachen Effizienz.

Bei der Wahl Ihrer Bewässerungsstrategie sollten Sie die Bodenbeschaffenheit und natürlich die Größe Ihrer Kartoffelplantage im Blick haben.

SOS - Trockenstress vermeiden

Trockenstress kann unseren Erträgen einen ordentlichen Dämpfer verpassen. Um das zu verhindern, hier ein paar Tipps aus meiner Erfahrung:

  • Beobachten Sie Ihre grünen Schützlinge genau. Welke Blätter am Nachmittag sind ein Alarmsignal, das Sie ernst nehmen sollten.
  • Bodenfeuchtesensoren oder die gute alte Fingerprobe helfen, den richtigen Zeitpunkt fürs Gießen zu erwischen.
  • Lieber seltener, dafür aber gründlich wässern. Das ermutigt die Wurzeln, tiefer zu wachsen.
  • Mulchen Sie die Dämme - das hält die kostbare Feuchtigkeit im Boden.

Ein kleiner Trick aus meinem Gärtnerleben: Graben Sie hin und wieder eine kleine Probegrube. Ist der Boden in 20-30 cm Tiefe noch feucht, können Sie sich mit dem Wässern noch etwas Zeit lassen.

Gesunde Kartoffeln: Der Schlüssel zum Erfolg

Ein kluger Pflanzenschutz ist das A und O für eine reiche Ernte mehligkochender Kartoffeln. Dabei geht es nicht nur darum, lästige Schädlinge zu bekämpfen, sondern vor allem darum, unseren Pflanzen von Anfang an die besten Startbedingungen zu geben.

Die Krautfäule - der Albtraum jedes Kartoffelgärtners

Die gefürchtete Krautfäule, verursacht durch den Pilz Phytophthora infestans, kann einem Kartoffelfeld übel mitspielen. Hier ein paar Strategien, wie wir ihr den Wind aus den Segeln nehmen können:

  • Greifen Sie zu resistenten Sorten. Einige moderne Züchtungen zeigen dem Pilz die kalte Schulter.
  • Sorgen Sie für gute Durchlüftung. Dicht gedrängte Pflanzen sind ein Paradies für Pilzsporen.
  • Vermeiden Sie Staunässe und übermäßige Stickstoffdüngung - das macht die Pflanzen nur anfälliger.
  • Seien Sie wachsam: Befallene Pflanzenteile müssen sofort und gründlich entfernt werden.

Bei den ersten Anzeichen der Krautfäule können kupferhaltige Mittel helfen, die Ausbreitung einzudämmen. Im Ökolandbau sind diese in begrenztem Umfang erlaubt - aber seien Sie sparsam damit!

Der Kampf gegen den Kartoffelkäfer

Kartoffelkäfer können ganze Bestände in Windeseile kahl fressen. So behalten Sie die Oberhand:

  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Blattunterseiten nach Eigelegen und Larven.
  • Bei kleineren Flächen: Werden Sie zum Käfersammler! Es kann sogar recht meditativ sein.
  • Setzen Sie auf die Unterstützung von Nützlingen wie Laufkäfern oder Marienkäfern.
  • Für größere Flächen gibt es biologische Pflanzenschutzmittel auf Basis von Bacillus thuringiensis.

Ein kleiner Tipp aus meinem Garten: Pflanzen Sie Tagetes am Rand Ihres Kartoffelfelds. Sie locken die natürlichen Feinde der Kartoffelkäfer geradezu magisch an.

Nematoden - die unsichtbare Gefahr

Nematoden, besonders die Kartoffelzystennematoden, können heimlich still und leise großen Schaden anrichten. Hier gilt: Vorbeugen ist besser als heilen!

  • Eine weite Fruchtfolge ist das A und O. Kartoffeln sollten höchstens alle 4 Jahre auf derselbe Fläche wachsen.
  • Setzen Sie auf resistente Sorten - die lassen die Nematoden buchstäblich alt aussehen.
  • Zwischenfrüchte wie Ölrettich oder Senf können wahre Wunder bewirken und den Nematodenbefall reduzieren.
  • Achten Sie penibel auf sauberes Pflanzgut und Maschinen, um eine Verschleppung zu vermeiden.

In meinem eigenen Garten habe ich erstaunlich gute Erfahrungen mit Tagetes als Vorfrucht gemacht. Sie scheinen die Nematoden regelrecht in die Flucht zu schlagen!

Integrierter Pflanzenschutz - der Königsweg

Der integrierte Pflanzenschutz ist wie ein gut durchdachtes Schachspiel gegen Schädlinge und Krankheiten:

  • Nutzen Sie mechanische Methoden wie Hacken und Mulchen - oft unterschätzt, aber höchst wirksam!
  • Schaffen Sie ein Paradies für Nützlinge mit geeigneten Begleitpflanzen und Strukturen.
  • Greifen Sie zu biologischen Pflanzenschutzmitteln, bevor Sie die chemische Keule auspacken.
  • Beobachten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig - so erkennen Sie Probleme, bevor sie außer Kontrolle geraten.

Zugegeben, der integrierte Pflanzenschutz erfordert mehr Aufmerksamkeit und Planung. Aber glauben Sie mir, es lohnt sich! In meinem Garten hat sich dieser Ansatz über die Jahre bewährt und zu stabilen, gesunden Erträgen geführt. Es ist, als würde man mit der Natur arbeiten, statt gegen sie - und das macht nicht nur die Kartoffeln, sondern auch den Gärtner glücklich!

Erntetechnik und Lagerung: Der Schlüssel zur perfekten Kartoffel

Die Ernte und Lagerung sind entscheidende Schritte, um die Qualität mehligkochender Kartoffeln zu bewahren. Lassen Sie mich einige wertvolle Erkenntnisse mit Ihnen teilen:

Den goldenen Moment erwischen

Der ideale Erntezeitpunkt ist gekommen, wenn das Kartoffelkraut abgestorben ist und die Schale der Knollen sich nicht mehr mit dem Daumennagel ablösen lässt. Bei mehligkochenden Sorten tritt dies meist Ende September bis Anfang Oktober ein. Ein kleines Probegraben kann Ihnen Gewissheit über den Reifezustand geben.

Mit Samthandschuhen ernten für Spitzenqualität

Beim Ausgraben der Kartoffeln ist Fingerspitzengefühl gefragt. Beschädigungen an den Knollen sind nicht nur Einfallstore für Fäulnis, sondern verringern auch die Lagerfähigkeit erheblich. Ich schwöre auf eine gute Grabegabel und hebe die Kartoffeln behutsam aus der Erde. Für größere Flächen gibt es natürlich spezielle Erntemaschinen, aber im Hausgarten ist Handarbeit oft die bessere Wahl.

Die kritische Phase nach der Ernte

Nach der Ernte beginnt eine wichtige Zeit für unsere Knollen. Sie sollten zum Abtrocknen und Nachreifen an einem kühlen, dunklen Ort ausgebreitet werden. Diese Wundheilungsphase dauert etwa zwei Wochen und ist Gold wert: Kleine Verletzungen verkorken und die Schale wird fester. Jetzt ist auch der richtige Moment, um beschädigte oder kranke Knollen auszusortieren - glauben Sie mir, das erspart später viel Ärger!

Das perfekte Zuhause für Ihre Kartoffeln

Für eine lange Haltbarkeit brauchen Kartoffeln einen dunklen, kühlen und luftigen Lagerort. Die ideale Temperatur liegt zwischen 4 und 8 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von 85 bis 90 Prozent. Ein traditioneller Erdkeller wäre perfekt, aber keine Sorge, wenn Sie keinen haben. Ein kühler Kellerraum oder sogar eine Garage können gute Alternativen sein. Nur eines ist wirklich wichtig: Die Kartoffeln dürfen auf keinen Fall Frost ausgesetzt werden!

Moderne Anbautechniken: Ein Blick in die Zukunft des Kartoffelanbaus

Der Kartoffelanbau hat in den letzten Jahren eine faszinierende Entwicklung durchgemacht. Neue Technologien helfen uns, die Erträge zu steigern und gleichzeitig sorgsamer mit unseren Ressourcen umzugehen.

Präzisionslandwirtschaft: Wenn Kartoffeln High-Tech werden

GPS-gesteuerte Traktoren und Anbaugeräte ermöglichen eine Genauigkeit, von der frühere Generationen nur träumen konnten. Das spart nicht nur Zeit und Kraftstoff, sondern ermöglicht auch eine optimale Nutzung der Anbaufläche. Zudem können Dünger und Pflanzenschutzmittel viel gezielter eingesetzt werden - ein Segen für Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen.

Sensortechnologie: Die Augen und Ohren des modernen Kartoffelbauern

Stellen Sie sich vor, Ihre Kartoffelpflanzen könnten Ihnen sagen, was sie brauchen! Mit modernen Sensoren sind wir dem gar nicht mehr so fern. Sie überwachen Faktoren wie Bodenfeuchtigkeit, Nährstoffgehalt und sogar Schädlingsbefall. So können Landwirte frühzeitig reagieren und die Pflanzen optimal versorgen. In meinem eigenen Garten experimentiere ich gerade mit einfachen Bodenfeuchtesensoren - und bin erstaunt, wie viel präziser ich dadurch bewässern kann!

Digitale Ertragskartierung: Wenn jede Knolle zählt

Bei der Ernte erfassen Sensoren am Roder die Menge und Qualität der Kartoffeln. Diese Daten werden zu detaillierten Ertragskarten verarbeitet. Anhand dieser Karten können Landwirte ihre Anbaustrategien für das nächste Jahr optimieren. Es ist faszinierend zu sehen, wie selbst kleine Unterschiede im Feld große Auswirkungen auf den Ertrag haben können.

Mehligkochende Kartoffeln: Ein Ausblick in die Zukunft

Die Anbaumethoden für mehligkochende Kartoffeln entwickeln sich ständig weiter. Züchter arbeiten an neuen Sorten mit verbesserter Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge. Gleichzeitig erleben wir eine Renaissance alter, robuster Landsorten. Diese sind oft besser an lokale Bedingungen angepasst und überraschen mit interessanten Geschmacksnuancen.

Ein Trend, den ich besonders begrüße, ist der ressourcenschonende Anbau. Wassersparende Bewässerungssysteme und der verstärkte Einsatz von Nützlingen statt chemischer Pflanzenschutzmittel gewinnen an Bedeutung. Auch der ökologische Kartoffelanbau erlebt einen Aufschwung, was mich persönlich sehr freut.

Die Kartoffel bleibt ein faszinierendes und vielseitiges Gemüse mit vielen Facetten. Ob traditionell oder mit modernster Technik angebaut - mit dem richtigen Wissen und etwas Leidenschaft lassen sich auch in Zukunft köstliche mehligkochende Kartoffeln ernten. Wer weiß, vielleicht entdecken Sie bei Ihrem nächsten Einkauf oder Marktbesuch eine spannende neue Sorte für Ihren Garten? Es lohnt sich, die Augen offen zu halten und Neues auszuprobieren!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was sind mehligkochende Kartoffeln und wodurch zeichnen sie sich aus?
    Mehligkochende Kartoffeln zeichnen sich durch einen hohen Stärkegehalt von über 15% aus und präsentieren sich meist mit einer rauen Schale sowie einem hellen, mehligen Innenleben. Beim Kochen zerfallen sie charakteristischerweise und eignen sich daher hervorragend für cremige Pürees, Knödel, Kartoffelpuffer und sämige Suppen. Ihre besondere Eigenschaft liegt darin, dass sie Flüssigkeiten wie ein Schwamm aufsaugen, was sie ideal für herzhafte Eintöpfe macht. Diese Kartoffeln haben eine faszinierende Fähigkeit, selbst unter weniger idealen Anbaubedingungen noch respektable Erträge zu liefern, was sie zu einer klugen Wahl für Hobbygärtner macht. Ihr mehlig-lockeres Fruchtfleisch entsteht durch die hohe Stärkekonzentration, die beim Kochvorgang aufquillt und die typische Struktur erzeugt.
  2. Welcher Stärkegehalt ist typisch für mehligkochende Kartoffelsorten?
    Mehligkochende Kartoffelsorten weisen typischerweise einen Stärkegehalt von mindestens 15% auf, oft sogar darüber hinaus. Dieser hohe Stärkeanteil ist entscheidend für ihre charakteristischen Kocheigenschaften und unterscheidet sie deutlich von anderen Kochtypen. Um ihre typischen mehligen Eigenschaften voll zu entfalten, sollten qualitativ hochwertige mehligkochende Kartoffeln idealerweise einen Stärkegehalt von 15-22% erreichen. Dieser hohe Stärkeanteil sorgt dafür, dass die Kartoffeln beim Kochen zerfallen und ihre lockere, mehlige Konsistenz entwickeln. Der Stärkegehalt kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, darunter die Sorte, Anbaubedingungen, Düngung und Reifegrad bei der Ernte. Übermäßige Stickstoffdüngung kann beispielsweise den Stärkegehalt senken, weshalb eine ausgewogene Nährstoffversorgung wichtig ist.
  3. Welche Kartoffelsorten eignen sich besonders gut für den Kartoffelanbau im Hausgarten?
    Für den heimischen Garten haben sich mehrere mehligkochende Sorten als besonders ertragreich und robust erwiesen. 'Adretta' gilt als robuster Allrounder mit hohem Ertrag und guter Lagerfähigkeit, während 'Agria' mit großen Knollen punktet und sich relativ resistent gegen Krankheiten zeigt. 'Afra' ist eine frühe Sorte mit gutem Geschmack und hohem Stärkegehalt, ideal für eine zeitige Ernte. Eine besondere Erwähnung verdient 'Edzell Blue', eine charmante alte Sorte mit blauer Schale und weißem Fleisch, die sowohl den Gaumen als auch das Auge erfreut. Diese Sorten haben sich in der Praxis bewährt und bieten eine gute Balance zwischen Ertrag, Geschmack und Anbausicherheit. Bei der Sortenauswahl sollten örtliche Gegebenheiten berücksichtigt werden - in krankheitsanfälligen Regionen sind resistente Sorten, in Gebieten mit kurzer Vegetationsperiode frühe Sorten vorzuziehen.
  4. Warum sind Adretta, Agria und Afra beliebte mehligkochende Sorten?
    Diese drei Sorten haben sich aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften als Favoriten etabliert. 'Adretta' überzeugt als zuverlässiger Allrounder mit konstant hohen Erträgen und ausgezeichneter Lagerfähigkeit. Sie erweist sich als robuste Partnerin, die auch in schwierigen Jahren noch gute Resultate liefert und mit ihrem himmlischen Geschmack im Kartoffelpüree begeistert. 'Agria' besticht durch ihre großen Knollen und ihre relative Resistenz gegen verschiedene Krankheiten, was sie zu einer sicheren Wahl macht. 'Afra' punktet als frühe Sorte, die bereits zeitig in der Saison mit gutem Geschmack und hohem Stärkegehalt überzeugt. Alle drei Sorten vereinen die wichtigsten Eigenschaften, die Gärtner schätzen: Zuverlässigkeit, gute Kocheigenschaften, ansprechende Erträge und eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen typische Kartoffelkrankheiten. Ihre Bewährtheit über Jahre macht sie zu empfehlenswerten Standardsorten für den Hausgarten.
  5. Welche besonderen Herausforderungen bestehen beim Anbau mehligkochender Kartoffeln?
    Der Anbau mehligkochender Kartoffeln bringt spezifische Herausforderungen mit sich. Diese Sorten neigen zu einer höheren Anfälligkeit für Krankheiten wie die gefürchtete Kraut- und Knollenfäule, was eine sorgfältige Überwachung und präventive Maßnahmen erfordert. Sie sind echte Feinschmecker in der Nährstoffversorgung und benötigen eine ausgewogene, aber nicht übermäßige Düngung - zu viel Stickstoff kann den wichtigen Stärkegehalt senken. Die Lagerung stellt eine weitere Hürde dar, da mehligkochende Kartoffeln durch ihren hohen Stärkegehalt schneller auskeimen als festkochende Sorten. Eine kühle und dunkle Lagerung ist daher unverzichtbar. Zusätzlich reagieren sie empfindlicher auf Stressfaktoren wie unregelmäßige Bewässerung, was zu Wachstumsrissen oder Qualitätsminderung führen kann. Trotz dieser Herausforderungen lohnt sich der Anbau, wenn man die besonderen Ansprüche berücksichtigt und entsprechende Vorsorgemaßnahmen trifft.
  6. Worin unterscheiden sich mehligkochende von festkochenden Kartoffeln?
    Der Hauptunterschied liegt im Stärkegehalt und den daraus resultierenden Kocheigenschaften. Mehligkochende Kartoffeln weisen einen hohen Stärkegehalt von über 15% auf, während festkochende Sorten deutlich weniger Stärke enthalten. Beim Kochen zerfallen mehligkochende Kartoffeln charakteristischerweise und entwickeln eine lockere, mehlige Struktur, während festkochende ihre Form behalten und bissfest bleiben. Mehligkochende Sorten saugen Flüssigkeiten wie ein Schwamm auf, was sie ideal für Pürees, Knödel und Suppen macht, während festkochende Kartoffeln sich besser für Bratkartoffeln, Salate und Gratins eignen. Auch optisch unterscheiden sie sich: Mehligkochende Kartoffeln haben meist eine rauere Schale und helleres Fruchtfleisch. In der Lagerung sind mehligkochende Sorten anspruchsvoller und keimen schneller aus. Anbautechnisch benötigen sie oft eine ausgewogenere Nährstoffversorgung, da eine Überdüngung mit Stickstoff ihren wertvollen Stärkegehalt reduzieren kann.
  7. Welche Verwendung finden Erdäpfel beim Kochen von Kartoffelpüree und Knödeln?
    Mehligkochende Erdäpfel sind für Kartoffelpüree und Knödel geradezu prädestiniert. Ihr hoher Stärkegehalt sorgt dafür, dass sie beim Kochen zu einer lockeren, mehligen Konsistenz zerfallen, die sich perfekt zu cremigem Püree verarbeiten lässt. Die aufgequollene Stärke bindet Milch und Butter optimal und erzeugt die gewünschte samtige Textur ohne Klumpenbildung. Für Knödel ist ihre Eigenschaft, Flüssigkeiten aufzusaugen, besonders wertvoll - sie nehmen Eier, Milch und andere Zutaten perfekt auf und bilden eine homogene Masse, die sich gut formen lässt. Beim Kochvorgang entwickeln sie die charakteristische lockere Struktur, die Knödel so beliebt macht. Auch für Kartoffelpuffer sind mehligkochende Sorten ideal, da sie beim Reiben mehr Stärke freisetzen, die als natürliches Bindemittel fungiert und für die gewünschte Konsistenz sorgt. Ihre Vielseitigkeit macht sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil der traditionellen Küche.
  8. Wie erfolgt die richtige Kartoffelernte bei stärkerеichen Kartoffeln?
    Die richtige Ernte stärkereicher Kartoffeln erfordert Timing und Fingerspitzengefühl. Der ideale Erntezeitpunkt ist erreicht, wenn das Kartoffelkraut vollständig abgestorben ist und sich die Schale der Knollen nicht mehr mit dem Daumennagel ablösen lässt. Bei mehligkochenden Sorten tritt dies meist Ende September bis Anfang Oktober ein. Ein kleines Probegraben verschafft Gewissheit über den Reifezustand. Beim Ausgraben ist Vorsicht geboten - Beschädigungen sind Einfallstore für Fäulnis und verringern die Lagerfähigkeit erheblich. Eine Grabegabel hat sich bewährt, um die Knollen behutsam aus der Erde zu heben. Nach der Ernte folgt eine kritische Wundheilungsphase von etwa zwei Wochen an einem kühlen, dunklen Ort. Dabei trocknen die Kartoffeln ab, kleine Verletzungen verkorken und die Schale wird fester. Beschädigte oder kranke Knollen müssen sofort aussortiert werden, um die Lagerfähigkeit der gesunden Ernte nicht zu gefährden.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertige Saatkartoffeln für mehligkochende Sorten kaufen?
    Qualitativ hochwertige Saatkartoffeln für mehligkochende Sorten erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die sich auf Saatgut und Pflanzenmaterial spezialisiert haben. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine sorgfältig ausgewählte Auswahl verschiedener mehligkochender Sorten wie Adretta, Agria oder Afra an. Dabei achten sie besonders auf Krankheitsfreiheit, Keimfähigkeit und Sortenechtheit der Saatkartoffeln. Lokale Gartencenter führen oft bewährte Standardsorten, während Online-Fachhändler ein breiteres Sortiment inklusive seltener Sorten anbieten können. Wichtig beim Kauf ist, auf zertifiziertes Pflanzgut zu achten, das frei von Viren und anderen Krankheiten ist. Saatkartoffeln sollten fest, gesund aussehen und bereits leicht vorgekeimt sein. Der Kauf sollte rechtzeitig vor der Pflanzzeit erfolgen, da beliebte Sorten oft schnell vergriffen sind. Etablierte Anbieter gewährleisten meist auch eine fachkundige Beratung zur optimalen Sortenwahl für die jeweiligen Standortbedingungen.
  10. Welches Gartenzubehör benötigt man für den erfolgreichen Kartoffelanbau?
    Für den erfolgreichen Kartoffelanbau ist die richtige Grundausstattung entscheidend. Eine robuste Grabegabel oder Spatengabel ist unverzichtbar für die Bodenlockerung und spätere Ernte, da sie die empfindlichen Knollen schont. Ein breiter Rechen hilft beim Einebnen und Glätten der Anbaufläche nach der Bodenbearbeitung. Für das regelmäßige Häufeln, das für hohe Erträge unerlässlich ist, eignet sich eine Hacke oder ein spezieller Häufelpflug. Samen.de, ein bekannter Spezialist für Gartenbedarf, empfiehlt für größere Flächen auch motorisierte Bodenfräsen zur Vorbereitung. Ein Bewässerungssystem - sei es ein einfacher Gartenschlauch mit Brause oder eine professionelle Tropfbewässerung - sichert die gleichmäßige Wasserversorgung. Zur Schädlingskontrolle sind Pflanzenschutzmittel und gegebenenfalls Schutznetze hilfreich. Ein pH-Messgerät unterstützt die optimale Bodenvorbereitung, während Erntekörbe oder -kisten für die schonende Aufbewahrung der geernteten Kartoffeln sorgen. Die Investition in qualitatives Gartenzubehör zahlt sich durch bessere Erträge und einfachere Arbeit aus.
  11. Wie wirkt sich die Krautfäule auf mehligkochende Kartoffeln aus?
    Die Krautfäule, verursacht durch den Pilz Phytophthora infestans, ist eine der gefährlichsten Krankheiten für mehligkochende Kartoffeln. Diese Sorten sind besonders anfällig für den Befall, da ihre weichere Gewebestruktur dem Pilz ein leichteres Eindringen ermöglicht. Die Krankheit äußert sich zunächst durch braune Flecken an den Blättern, die sich bei feuchter Witterung rasch ausbreiten. Binnen weniger Tage kann das gesamte Kraut absterben, was zu erheblichen Ertragseinbußen führt. Besonders problematisch ist, dass die Sporen auch die Knollen befallen können, wodurch diese faulen und ungenießbar werden. Bei mehligkochenden Sorten kann ein Befall den wertvollen Stärkegehalt drastisch reduzieren und die Lagerfähigkeit stark beeinträchtigen. Vorbeugende Maßnahmen wie die Wahl resistenter Sorten, ausreichende Pflanzabstände für gute Durchlüftung und die Vermeidung von Staunässe sind daher essentiell. Bei ersten Anzeichen können kupferhaltige Präparate helfen, die weitere Ausbreitung zu stoppen.
  12. Welche Rolle spielt der pH-Wert bei der Bodenvorbereitung für Knollen?
    Der pH-Wert spielt eine zentrale Rolle bei der optimalen Bodenvorbereitung für Kartoffelknollen und beeinflusst maßgeblich deren Entwicklung. Der ideale pH-Bereich für Kartoffeln liegt zwischen 5,5 und 6,5 - ein leicht saurer bis neutraler Boden. In diesem Bereich können die Pflanzen Nährstoffe optimal aufnehmen und verwerten. Bei zu saurem Boden (pH unter 5,5) können wichtige Nährstoffe wie Phosphor und Kalium schlecht verfügbar werden, während gleichzeitig schädliche Elemente wie Aluminium mobil werden. Ein zu alkalischer Boden (pH über 7,0) kann zu Eisenmangel führen und die Aufnahme von Spurenelementen behindern. Besonders problematisch ist, dass ein falscher pH-Wert die Bildung von Schorf an den Knollen begünstigen kann. Zur Korrektur kann bei zu saurem Boden eine Kalkung im Herbst erfolgen, bei zu alkalischem Boden helfen Schwefel oder organisches Material wie Nadelstreu. Eine Bodenanalyse vor der Pflanzung gibt Aufschluss über den aktuellen pH-Wert und notwendige Korrekturen.
  13. Wie funktioniert die Dammkultur beim Anbau von Speisekartoffeln?
    Die Dammkultur ist eine bewährte Anbaumethode für Speisekartoffeln, die optimale Bedingungen für die Knollenentwicklung schafft. Dabei werden die Saatkartoffeln in 10-15 cm tiefe Furchen mit einem Reihenabstand von 70-75 cm und einem Pflanzabstand von 30-35 cm gelegt. Anschließend werden sie mit lockerer Erde angehäufelt, wodurch charakteristische Dämme entstehen. Diese Dammstruktur bietet mehrere Vorteile: Sie verbessert die Drainage und verhindert Staunässe, ermöglicht eine bessere Durchwurzelung und erleichtert später das Häufeln. Während der Vegetationsperiode wird regelmäßig alle 2-3 Wochen weiter angehäufelt, bis die Dämme etwa 20 cm hoch sind. Dies fördert die Knollenbildung, verhindert das Ergrünen der oberen Knollen durch Lichteinfall und unterdrückt Unkraut. Die Dammkultur macht auch die Ernte zum Kinderspiel, da die Kartoffeln einfach aus den lockeren Dämmen herausgenommen werden können, ohne dass große Erdmengen bewegt werden müssen.
  14. Warum ist das Vorkeimen von Saatkartoffeln vorteilhaft?
    Das Vorkeimen von Saatkartoffeln bringt entscheidende Vorteile für den erfolgreichen Anbau. Bei dieser Technik werden die Saatkartoffeln 4-6 Wochen vor dem Pflanzen in flachen Kisten an einem hellen, kühlen Ort bei 8-12°C aufgestellt. Dabei entwickeln sich kräftige, kurze Keime, die den Pflanzen einen echten Wachstumsvorsprung verschaffen. Vorgekeimte Kartoffeln können bis zu zwei Wochen früher geerntet werden, was besonders bei kurzen Vegetationsperioden wertvoll ist. Die Keime sorgen für einen schnelleren und gleichmäßigeren Feldaufgang, wodurch sich ein homogener Bestand entwickelt. Zusätzlich können schwache oder beschädigte Saatkartoffeln bereits beim Vorkeimen erkannt und aussortiert werden, was die Ausfallrate im Feld reduziert. Die vorgekeimten Knollen nutzen die verfügbare Wachstumszeit optimal aus und entwickeln sich kräftiger, was zu höheren Erträgen führt. Ein weiterer Vorteil ist die bessere Konkurrenzfähigkeit gegen Unkraut durch den Wachstumsvorsprung.
  15. Wie wendet man die Tropfbewässerung beim Kartoffelanbau richtig an?
    Die Tropfbewässerung ist ein effizientes System für den Kartoffelanbau, das Wasser direkt an die Wurzelzone der Pflanzen bringt. Die Tropfschläuche werden entlang der Kartoffelreihen verlegt, idealerweise vor oder kurz nach der Pflanzung. Bei der Dammkultur wird der Schlauch seitlich am Damm platziert, um eine optimale Wasserverteilung zu gewährleisten. Die Bewässerung sollte gleichmäßig und langsam erfolgen - etwa 15-25 mm Wasser pro Woche, je nach Witterung und Entwicklungsstadium. Besonders während der Knollenbildung und Blütezeit ist eine konstante Wasserversorgung critical. Der große Vorteil liegt in der präzisen Dosierung: Das Wasser gelangt direkt zu den Wurzeln, Verdunstungsverluste werden minimiert und das Blattwerk bleibt trocken, was Pilzkrankheiten vorbeugt. Ein Timer oder Bewässerungscomputer automatisiert den Prozess und sorgt für optimale Bewässerungszeiten. Die Tropfbewässerung ermöglicht auch eine gezielte Düngung über das Bewässerungssystem (Fertigation), wodurch Nährstoffe effizient zu den Pflanzen gelangen.
  16. Welche praktischen Schritte sind bei der Kartoffellagerung zu beachten?
    Die richtige Kartoffellagerung beginnt bereits mit der schonenden Ernte und einer sorgfältigen Wundheilungsphase von etwa zwei Wochen. Dabei werden die Kartoffeln an einem kühlen, dunklen Ort ausgebreitet, damit kleine Verletzungen verkorken und die Schale fester wird. Beschädigte oder kranke Knollen müssen konsequent aussortiert werden. Das ideale Lager ist dunkel, kühl (4-8°C) und gut belüftet bei einer Luftfeuchtigkeit von 85-90%. Ein traditioneller Erdkeller wäre perfekt, aber auch ein kühler Kellerraum oder eine frostfreie Garage eignen sich. Kartoffeln dürfen niemals Frost ausgesetzt werden und sollten nicht zusammen mit Äpfeln gelagert werden, da deren Ethylen-Ausdünstungen das Keimen fördert. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig - faulende Kartoffeln müssen sofort entfernt werden. Mehligkochende Sorten neigen aufgrund ihres hohen Stärkegehalts zum schnelleren Auskeimen, weshalb sie häufiger kontrolliert werden sollten. Bei Licht werden Kartoffeln grün und bilden giftiges Solanin, daher ist Dunkelheit essentiell.
  17. Stimmt es, dass mehlige Kartoffeln immer schneller verderben als andere Sorten?
    Ja, mehligkochende Kartoffeln haben tatsächlich eine Tendenz, schneller zu verderben als festkochende Sorten, aber dies ist nicht immer der Fall und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ihr hoher Stärkegehalt macht sie anfälliger für Fäulnisprozesse und sie neigen dazu, schneller auszukeimen als ihre festkochenden Verwandten. Die weichere Gewebestruktur bietet Krankheitserregern leichteren Zugang, weshalb bereits kleine Verletzungen bei der Ernte problematischer werden können. Jedoch spielen die Lagerbedingungen eine entscheidende Rolle: Bei optimalen Bedingungen (4-8°C, 85-90% Luftfeuchtigkeit, Dunkelheit) können mehligkochende Kartoffeln durchaus mehrere Monate haltbar sein. Sorten wie 'Adretta' sind sogar für ihre relativ gute Lagerfähigkeit bekannt. Entscheidend sind eine schonende Ernte, sorgfältige Wundheilung und das konsequente Aussortieren beschädigter Knollen. Mit der richtigen Lagerung und regelmäßigen Kontrollen lässt sich die Haltbarkeit mehligkochender Kartoffeln erheblich verbessern, auch wenn sie grundsätzlich etwas anspruchsvoller in der Lagerung sind.
  18. Wann ist die beste Pflanzzeit für mehligkochende Kartoffeln in Deutschland?
    Die optimale Pflanzzeit für mehligkochende Kartoffeln in Deutschland liegt typischerweise zwischen Mitte April und Mitte Mai, abhängig von der jeweiligen Region und den Witterungsbedingungen. Entscheidend ist, dass keine Spätfröste mehr zu erwarten sind und die Bodentemperatur konstant über 8°C liegt. In milderen Regionen wie dem Rheintal kann bereits ab Mitte April gepflanzt werden, während in höheren Lagen oder Nord- und Ostdeutschland oft erst Anfang Mai der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Ein bewährter Richtwert ist die Apfelblüte - sie signalisiert meist, dass die Gefahr von Nachtfrösten vorüber ist. Vorgekeimte Saatkartoffeln können tendenziell etwas früher in die Erde, da sie widerstandsfähiger sind. Bei zu früher Pflanzung riskiert man Frostschäden, bei zu später Pflanzung wird die Vegetationszeit verkürzt, was besonders bei mehligkochenden Sorten zu Ertragseinbußen führen kann. Die Bodenbearbeitung sollte bereits im Herbst erfolgt sein, damit im Frühjahr nur noch die Feinvorbereitung nötig ist.
  19. Was unterscheidet Lagerkartoffeln von Frühkartoffeln beim Anbau?
    Lagerkartoffeln und Frühkartoffeln unterscheiden sich fundamental in ihrem Anbauverhalten und ihrer Verwendung. Frühkartoffeln werden bereits ab Februar/März gepflanzt, oft unter Vlies oder Folie, und können schon ab Juni geerntet werden, bevor sie vollständig ausgereift sind. Ihre dünne Schale lässt sich leicht abreiben, sie sind sehr zart und müssen schnell verbraucht werden. Lagerkartoffeln hingegen werden später gepflanzt (April/Mai) und bleiben bis zur vollständigen Abreife im Boden - meist bis September/Oktober. Dabei entwickeln sie eine feste, dicke Schale, die optimalen Schutz für die monatelange Lagerung bietet. Während Frühkartoffeln meist festkochend sind und sich für Salate eignen, finden sich unter den Lagerkartoffeln viele mehligkochende Sorten wie Adretta oder Agria. Der Anbau von Lagerkartoffeln erfordert eine sorgfältigere Bodenvorbereitung und Nährstoffversorgung, da sie eine längere Vegetationszeit durchlaufen. Auch die Ernte unterscheidet sich: Lagerkartoffeln müssen bei vollständig abgestorbenem Kraut geerntet und anschließend einer Wundheilungsphase unterzogen werden.
  20. Wie grenzen sich mehligkochende Sorten von anderen Kochtypen ab?
    Mehligkochende Kartoffelsorten lassen sich anhand mehrerer charakteristischer Merkmale klar von anderen Kochtypen abgrenzen. Der wichtigste Unterschied liegt im Stärkegehalt: Während mehligkochende Sorten über 15% Stärke aufweisen, haben vorwiegend festkochende Sorten 11-14% und festkochende Sorten unter 11%. Optisch zeigen mehligkochende Kartoffeln meist eine rauhere Schale und ein helleres, mehligeres Fruchtfleisch. Beim Kochen zerfallen sie charakteristisch und entwickeln eine lockere, mehlige Struktur, während festkochende ihre Form behalten und vorwiegend festkochende einen Mittelweg darstellen. Die Verwendungsmöglichkeiten grenzen sich ebenfalls ab: Mehligkochende eignen sich ideal für Pürees, Knödel und Suppen, festkochende für Salate und Bratkartoffeln, vorwiegend festkochende als Universaltalent für verschiedene Zubereitungsarten. Auch in der Lagerung unterscheiden sie sich - mehligkochende Sorten sind anspruchsvoller und keimen schneller aus. Diese klaren Abgrenzungen helfen bei der gezielten Sortenwahl je nach geplantem Verwendungszweck und Anbauzielen.
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