Kartoffeln – Sortenauswahl, Pflanzung und Ernte

Die Kartoffel war bereits mehrere Jahrtausende in Südamerika in Kultur, bevor die Spanier sie im 16. Jahrhundert nach Europa brachten. Bereits damals gab es Kartoffeln mit unterschiedlichen Knollenformen und gelbem, rotem oder blau-violettem Fleisch. Heute sind weltweit etwa 5000 Kartoffelsorten im Anbau.

Bei uns werden hauptsächlich Knollen mit hellbrauner Schale und weißem bis gelblichem Fleisch angeboten. Wenn Sie die Vielfalt der Kartoffel auskosten möchten, können Sie aus einem großen, bunten Sortiment an Saatkartoffeln auswählen und diese im eigenen Garten anbauen.

Kartoffeln im Garten anpflanzen

Kartoffeln können in allen gut durchlässigen Böden kultiviert werden. Die Pflanzzeit ist im April und Mai. Setzen Sie das Pflanzgut 10 cm tief mit einem Abstand von 35 cm in der Reihe und einem Reihenabstand von 70 cm.

Nicht vorgekeimte Knollen können Sie ab Ende April pflanzen. Diese brauchen 4 bis 5 Wochen, um zu keimen und schieben ihre Triebe darum erst Ende Mai nach den letzten Frösten aus dem Boden. Damit die Knollen gleichmäßiger austreiben und schneller aus dem Boden kommen, können Sie die Saatkartoffeln vor der Pflanzung vorkeimen lassen. Legen Sie die Kartoffeln dafür ab Mitte April drei bis vier Wochen an einem hellen Ort bei 12 bis 15 °C aus. Es bilden sich an den Augen der Knollen kompakte, dunkelgrüne bis rötliche Triebe. Sobald diese etwa 5 cm lang sind, sollten Sie die Knollen pflanzen. Achten Sie darauf die Keimlinge nicht zu beschädigen.

Um Anbauprobleme durch Kartoffelkrankheiten zu vermeiden, sollten Kartoffeln nur alle 4 Jahre auf das gleiche Beet gepflanzt werden.

Richtig Düngen steigert Geschmack und Lagerfähigkeit

Kartoffeln brauchen viele Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis von Stickstoff zum Magnesium und Kalium. Stickstoff steiget den Ertrag, aber ein Überschuss schadet dem Aroma und der Lagerfähigkeit. Durch die Düngung mit Kalium und Magnesium werden die Kartoffeln weniger mehlig und sind besser im Geschmack.

Sie können das Kartoffelbeet im Herbst mit Mist düngen oder bei der Vorbereitung vor der Pflanzung reifen Kompost oder Hornspäne mit in den Boden einarbeiten. Wenn Sie nur Mineraldünger verwenden, reichen 60 g Blaukorn auf 100 Quadratmeter Kartoffelbeet aus. Arbeiten Sie organische Dünger mit ein, reicht halb so viel Mineraldünger.

Anbausysteme für Kartoffeln

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Kartoffeln anzubauen. Wichtig ist, dass die Kartoffeln so tief gepflanzt werden, dass sie im Frühjahr keinen Frost abbekommen.

Die einfachste Anbaumethode ist, die Knollen in 10 cm tiefe Furchen auszulegen und die ausgetriebenen Pflanzen in mehreren Durchgängen anzuhäufeln. Wenn die Erde um die jungen Pflanzen zu einem 20 cm hohen Damm zusammengeschoben wird, bilden sie an den unterirdischen Teilen der Stängel Wurzeln und zusätzliche Knollen. Dadurch wird der Ertrag besser.

Es ist aber auch möglich, die Dämme vorher anzulegen und die Knollen direkt in die Dämme zu setzen. Das ist dann empfehlenswert, wenn der Boden schwer ist und die Gefahr von Staunässe besteht.
Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von Kartoffelsäcken oder Kartoffeltürmen. In diesen Pflanzgefäßen werden die Knollen auf eine 10 cm dicke Erdschicht ausgelegt und mit 10 cm Erde bedeckt. Wenn die Triebe aus der Erde schauen, wird während des ganzen Sommers immer mehr Substrat aufgefüllt und die Ränder des Sacks oder des Turms immer weiter nach oben gezogen. So bilden sich an derselben Pflanze nach und nach immer neue Etagen weitere Knollen und die Kartoffel bringt auf kleiner Fläche maximalen Ertrag.

Welche Kartoffelsorte ist die richtige?

Kartoffeln unterscheiden sich in ihrem Geschmack und in ihrer Konsistenz. Abhängig von ihrem Stärkegehalt sind sie mehr oder weniger fest und darum unterschiedlich gut für die verschiedenen Verwendungen geeignet.

Festkochende Kartoffeln

Festkochende Kartoffeln bleiben nach dem Kochen schnittfest. Sie lassen sich gut in Stücke und Scheiben schneiden und ihre Schnittflächen sind glatt und feucht. Festkochende Sorten eignen sich besonders gut für alle Gerichte, in denen bissfeste Kartoffelstücke gewünscht sind. Sie sind ideal für Salate, Salzkartoffeln, Pellkartoffeln und Gratins.

Vorwiegend festkochende Kartoffeln

Vorwiegend festkochende Kartoffelsorten werden als Salzkartoffeln, Pellkartoffeln und Bratkartoffeln, für Eintöpfe, Aufläufe und Röstis verwendet.

Mehligkochende Kartoffeln

Mehligkochende Kartoffelsorten haben einen besonders hohen Stärkegehalt. Ihre Schnittfläche ist nach dem Kochen trocken und körnig. Die mehligen Kartoffelsorten neigen dazu, beim Kochen aufzuplatzen. Darum sind sie nicht gut als Salz- und Pellkartoffel geeignet. Dafür lassen sich aus ihnen Folienkartoffeln machen und sie eignen sich für Pürees, Eintöpfe, Knödel und Röstis.

Wann ist die richtige Zeit für die Kartoffelernte?

Die unterirdischen Sprossknollen der Kartoffeln wachsen bis die Pflanzen verblüht sind und das Laub abstirbt. Wenn das Laub vollständig trocken ist, sind auch die Knollen reif. Sie haben dann ihre volle Größe und eine feste Schale.

Kartoffelsorten werden in verschiedene Reifegruppen eingeteilt. Sehr frühe reifen innerhalb von 90 bis 110 Tagen. Solche Sorten können bereits ab Anfang Juni als Frühkartoffeln geerntet werden, wenn ihr Laub noch grün ist. Diese kleinen Knollen sind dann aber nicht lagerfähig. Darum sollten sie nur so viele Pflanzen roden, wie sie für jeweils eine Mahlzeit benötigen. Wenn das Laub zwei Wochen vor der geplanten Ernte abgeschlagen wird, löst das einen Reifeprozess in den Knollen aus. Sie lösen sich dann besser von den Stolonen und es entstehen keine Verletzungen an der Schale.
Ernten Sie die sehr frühen Kartoffelsorten erst wenn im Juni/Juli das Kraut welkt, sind die Knollen größer, die Schale fester und die Kartoffeln länger haltbar.
Als frühe Kartoffeln gelten Sorten mit einer Kulturzeit von 110 bis 130 Tagen. Sie sind im Juli oder August erntereif. Diese Kartoffeln sind bis zum Herbst lagerfähig. Mittelfrühe Kartoffelsorten brauchen 130 bis 150 Tage von der Pflanzung bis zur Ernte. Sie können über den Winter gelagert werden. Mittelspäte und späte Sorten werden erst nach 150 bis 170 Tagen im September oder Oktober gerodet. Wenn sie voll ausgereift sind, können sie bis zum nächsten Frühsommer gelagert werden.

Ernte und Lagerung von Kartoffeln

Gerodet werden Kartoffeln bei trocknem Wetter mit einer Grabegabel. Lassen Sie die Knollen einige Stunden auf der Erde antrocknen, bevor sie sie einlagern. Zur Lagerung eignen sich am besten luftige Kisten in einem kühlen Keller. Die Knollen sollen möglichst wenig Feuchtigkeit verlieren, nicht keimen und nicht grün werden.

Ideal ist eine Lagerung bei 4 bis 8 °C an einem luftigen, dunklen Ort. Bei niedrigeren Temperaturen wandeln die Knollen Stärke in Zucker um und schmecken dann nicht mehr wie typische Kartoffeln. Bei höheren Temperaturen beginnen sie schnell auszutreiben, werden grün und bilden giftiges Solanin.

Lagern Sie die Knollen nicht zusammen mit Äpfeln oder anderem Obst und Gemüse, das das Reifegas Ethylen abgibt. Auch das fördert das Keimen.

Zertifizierte Saatkartoffeln verwenden

Kartoffeln sind in Europa ein wichtiges Hauptnahrungsmittel und schlechte Kartoffelernten haben in der Vergangenheit zu Hungersnöten geführt. Um die Verschleppung von Krankheitserregern und Schädlingen zu verhindern, gibt es sehr strenge Quarantänevorschriften, Gesundheitszeugnisse für das Pflanzgut und Kontrollen vom Anbau bis in den Handel.

Nicht registrierte Sorten und nicht zertifiziertes Pflanzgut dürfen in Deutschland nicht als Pflanzkartoffel gehandelt werden. Es ist aber nicht verboten Speisekartoffeln aus dem Lebensmittelhandel im eigenen Garten zu pflanzen. Weil bei ihnen die Bildung von Keimen aber nicht erwünscht ist, werden diese zum Teil schon während des Anbaus mit Keimhemmern behandelt und treiben darum nur spärlich aus. Außerdem sind bei ihnen die Kontrollen nicht so streng und es ist möglich, dass Sie sich mit den Knollen Krankheitserreger in den Garten einschleppen. Die zertifizierten Pflanzkartoffeln sind garantiert frei von Krankheitserregern und haben eine gute Keimfähigkeit.

Giftiges Solanin in Kartoffeln

Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen und alle ihre Pflanzenteile enthalten das schwach giftiges Solanin. In den Blättern, den Beeren und den Keimen ist die Konzentration besonders hoch. Die Knollen enthalten ebenfalls Solanin, aber nur ein Bruchteil von dem der grünen Pflanzenteile. Schneiden Sie grüne Stellen großzügig aus und essen Sie keine gekeimten Knollen. Die höchste Solanin-Konzentration der Knolle ist in der Schale und im Bereich 1,5 bis 3 mm darunter. Geschälte Kartoffeln enthalten nur halb so viel Solanin wie ungeschälte und können ohne Bedenken verzehrt werden.

Durch Kochen wird Solanin nicht zerstört und es löst sich auch nicht im Kochwasser. Durch die Zubereitung sinkt der Solaningehalt darum nicht.

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Kartoffeln – Sortenauswahl, Pflanzung und Ernte

Die Kartoffel war bereits mehrere Jahrtausende in Südamerika in Kultur, bevor die Spanier sie im 16. Jahrhundert nach Europa brachten. Bereits damals gab es Kartoffeln mit unterschiedlichen Knollenformen und gelbem, rotem oder blau-violettem Fleisch. Heute sind weltweit etwa 5000 Kartoffelsorten im Anbau.

Bei uns werden hauptsächlich Knollen mit hellbrauner Schale und weißem bis gelblichem Fleisch angeboten. Wenn Sie die Vielfalt der Kartoffel auskosten möchten, können Sie aus einem großen, bunten Sortiment an Saatkartoffeln auswählen und diese im eigenen Garten anbauen.

Kartoffeln im Garten anpflanzen

Kartoffeln können in allen gut durchlässigen Böden kultiviert werden. Die Pflanzzeit ist im April und Mai. Setzen Sie das Pflanzgut 10 cm tief mit einem Abstand von 35 cm in der Reihe und einem Reihenabstand von 70 cm.

Nicht vorgekeimte Knollen können Sie ab Ende April pflanzen. Diese brauchen 4 bis 5 Wochen, um zu keimen und schieben ihre Triebe darum erst Ende Mai nach den letzten Frösten aus dem Boden. Damit die Knollen gleichmäßiger austreiben und schneller aus dem Boden kommen, können Sie die Saatkartoffeln vor der Pflanzung vorkeimen lassen. Legen Sie die Kartoffeln dafür ab Mitte April drei bis vier Wochen an einem hellen Ort bei 12 bis 15 °C aus. Es bilden sich an den Augen der Knollen kompakte, dunkelgrüne bis rötliche Triebe. Sobald diese etwa 5 cm lang sind, sollten Sie die Knollen pflanzen. Achten Sie darauf die Keimlinge nicht zu beschädigen.

Um Anbauprobleme durch Kartoffelkrankheiten zu vermeiden, sollten Kartoffeln nur alle 4 Jahre auf das gleiche Beet gepflanzt werden.

Richtig Düngen steigert Geschmack und Lagerfähigkeit

Kartoffeln brauchen viele Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis von Stickstoff zum Magnesium und Kalium. Stickstoff steiget den Ertrag, aber ein Überschuss schadet dem Aroma und der Lagerfähigkeit. Durch die Düngung mit Kalium und Magnesium werden die Kartoffeln weniger mehlig und sind besser im Geschmack.

Sie können das Kartoffelbeet im Herbst mit Mist düngen oder bei der Vorbereitung vor der Pflanzung reifen Kompost oder Hornspäne mit in den Boden einarbeiten. Wenn Sie nur Mineraldünger verwenden, reichen 60 g Blaukorn auf 100 Quadratmeter Kartoffelbeet aus. Arbeiten Sie organische Dünger mit ein, reicht halb so viel Mineraldünger.

Anbausysteme für Kartoffeln

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Kartoffeln anzubauen. Wichtig ist, dass die Kartoffeln so tief gepflanzt werden, dass sie im Frühjahr keinen Frost abbekommen.

Die einfachste Anbaumethode ist, die Knollen in 10 cm tiefe Furchen auszulegen und die ausgetriebenen Pflanzen in mehreren Durchgängen anzuhäufeln. Wenn die Erde um die jungen Pflanzen zu einem 20 cm hohen Damm zusammengeschoben wird, bilden sie an den unterirdischen Teilen der Stängel Wurzeln und zusätzliche Knollen. Dadurch wird der Ertrag besser.

Es ist aber auch möglich, die Dämme vorher anzulegen und die Knollen direkt in die Dämme zu setzen. Das ist dann empfehlenswert, wenn der Boden schwer ist und die Gefahr von Staunässe besteht.
Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von Kartoffelsäcken oder Kartoffeltürmen. In diesen Pflanzgefäßen werden die Knollen auf eine 10 cm dicke Erdschicht ausgelegt und mit 10 cm Erde bedeckt. Wenn die Triebe aus der Erde schauen, wird während des ganzen Sommers immer mehr Substrat aufgefüllt und die Ränder des Sacks oder des Turms immer weiter nach oben gezogen. So bilden sich an derselben Pflanze nach und nach immer neue Etagen weitere Knollen und die Kartoffel bringt auf kleiner Fläche maximalen Ertrag.

Welche Kartoffelsorte ist die richtige?

Kartoffeln unterscheiden sich in ihrem Geschmack und in ihrer Konsistenz. Abhängig von ihrem Stärkegehalt sind sie mehr oder weniger fest und darum unterschiedlich gut für die verschiedenen Verwendungen geeignet.

Festkochende Kartoffeln

Festkochende Kartoffeln bleiben nach dem Kochen schnittfest. Sie lassen sich gut in Stücke und Scheiben schneiden und ihre Schnittflächen sind glatt und feucht. Festkochende Sorten eignen sich besonders gut für alle Gerichte, in denen bissfeste Kartoffelstücke gewünscht sind. Sie sind ideal für Salate, Salzkartoffeln, Pellkartoffeln und Gratins.

Vorwiegend festkochende Kartoffeln

Vorwiegend festkochende Kartoffelsorten werden als Salzkartoffeln, Pellkartoffeln und Bratkartoffeln, für Eintöpfe, Aufläufe und Röstis verwendet.

Mehligkochende Kartoffeln

Mehligkochende Kartoffelsorten haben einen besonders hohen Stärkegehalt. Ihre Schnittfläche ist nach dem Kochen trocken und körnig. Die mehligen Kartoffelsorten neigen dazu, beim Kochen aufzuplatzen. Darum sind sie nicht gut als Salz- und Pellkartoffel geeignet. Dafür lassen sich aus ihnen Folienkartoffeln machen und sie eignen sich für Pürees, Eintöpfe, Knödel und Röstis.

Wann ist die richtige Zeit für die Kartoffelernte?

Die unterirdischen Sprossknollen der Kartoffeln wachsen bis die Pflanzen verblüht sind und das Laub abstirbt. Wenn das Laub vollständig trocken ist, sind auch die Knollen reif. Sie haben dann ihre volle Größe und eine feste Schale.

Kartoffelsorten werden in verschiedene Reifegruppen eingeteilt. Sehr frühe reifen innerhalb von 90 bis 110 Tagen. Solche Sorten können bereits ab Anfang Juni als Frühkartoffeln geerntet werden, wenn ihr Laub noch grün ist. Diese kleinen Knollen sind dann aber nicht lagerfähig. Darum sollten sie nur so viele Pflanzen roden, wie sie für jeweils eine Mahlzeit benötigen. Wenn das Laub zwei Wochen vor der geplanten Ernte abgeschlagen wird, löst das einen Reifeprozess in den Knollen aus. Sie lösen sich dann besser von den Stolonen und es entstehen keine Verletzungen an der Schale.
Ernten Sie die sehr frühen Kartoffelsorten erst wenn im Juni/Juli das Kraut welkt, sind die Knollen größer, die Schale fester und die Kartoffeln länger haltbar.
Als frühe Kartoffeln gelten Sorten mit einer Kulturzeit von 110 bis 130 Tagen. Sie sind im Juli oder August erntereif. Diese Kartoffeln sind bis zum Herbst lagerfähig. Mittelfrühe Kartoffelsorten brauchen 130 bis 150 Tage von der Pflanzung bis zur Ernte. Sie können über den Winter gelagert werden. Mittelspäte und späte Sorten werden erst nach 150 bis 170 Tagen im September oder Oktober gerodet. Wenn sie voll ausgereift sind, können sie bis zum nächsten Frühsommer gelagert werden.

Ernte und Lagerung von Kartoffeln

Gerodet werden Kartoffeln bei trocknem Wetter mit einer Grabegabel. Lassen Sie die Knollen einige Stunden auf der Erde antrocknen, bevor sie sie einlagern. Zur Lagerung eignen sich am besten luftige Kisten in einem kühlen Keller. Die Knollen sollen möglichst wenig Feuchtigkeit verlieren, nicht keimen und nicht grün werden.

Ideal ist eine Lagerung bei 4 bis 8 °C an einem luftigen, dunklen Ort. Bei niedrigeren Temperaturen wandeln die Knollen Stärke in Zucker um und schmecken dann nicht mehr wie typische Kartoffeln. Bei höheren Temperaturen beginnen sie schnell auszutreiben, werden grün und bilden giftiges Solanin.

Lagern Sie die Knollen nicht zusammen mit Äpfeln oder anderem Obst und Gemüse, das das Reifegas Ethylen abgibt. Auch das fördert das Keimen.

Zertifizierte Saatkartoffeln verwenden

Kartoffeln sind in Europa ein wichtiges Hauptnahrungsmittel und schlechte Kartoffelernten haben in der Vergangenheit zu Hungersnöten geführt. Um die Verschleppung von Krankheitserregern und Schädlingen zu verhindern, gibt es sehr strenge Quarantänevorschriften, Gesundheitszeugnisse für das Pflanzgut und Kontrollen vom Anbau bis in den Handel.

Nicht registrierte Sorten und nicht zertifiziertes Pflanzgut dürfen in Deutschland nicht als Pflanzkartoffel gehandelt werden. Es ist aber nicht verboten Speisekartoffeln aus dem Lebensmittelhandel im eigenen Garten zu pflanzen. Weil bei ihnen die Bildung von Keimen aber nicht erwünscht ist, werden diese zum Teil schon während des Anbaus mit Keimhemmern behandelt und treiben darum nur spärlich aus. Außerdem sind bei ihnen die Kontrollen nicht so streng und es ist möglich, dass Sie sich mit den Knollen Krankheitserreger in den Garten einschleppen. Die zertifizierten Pflanzkartoffeln sind garantiert frei von Krankheitserregern und haben eine gute Keimfähigkeit.

Giftiges Solanin in Kartoffeln

Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen und alle ihre Pflanzenteile enthalten das schwach giftiges Solanin. In den Blättern, den Beeren und den Keimen ist die Konzentration besonders hoch. Die Knollen enthalten ebenfalls Solanin, aber nur ein Bruchteil von dem der grünen Pflanzenteile. Schneiden Sie grüne Stellen großzügig aus und essen Sie keine gekeimten Knollen. Die höchste Solanin-Konzentration der Knolle ist in der Schale und im Bereich 1,5 bis 3 mm darunter. Geschälte Kartoffeln enthalten nur halb so viel Solanin wie ungeschälte und können ohne Bedenken verzehrt werden.

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