Glockenblumen aussäen: Tipps für den perfekten Start

Glockenblumen: Vielfältige Schönheiten für Ihren Garten

Glockenblumen verzaubern mit ihrer Anmut und Vielfalt. Von einjährigen Sorten bis zu mehrjährigen Stauden bieten sie für jeden Garten die passende Lösung.

Glockenblumen-Grundlagen auf einen Blick

  • Vielseitige Einsatzmöglichkeiten im Garten
  • Einfache Aussaat und Pflege
  • Blütezeit von Frühjahr bis Herbst möglich
  • Attraktiv für Bienen und andere Insekten

Einführung in die Welt der Glockenblumen

Überblick über Glockenblumen

Glockenblumen (Campanula) gehören zu den beliebtesten Gartenblumen, und das aus gutem Grund. Mit ihren charakteristischen, glockenförmigen Blüten in verschiedenen Blautönen, aber auch in Weiß oder Rosa, sind sie ein echter Blickfang. Die Gattung umfasst etwa 300 Arten, von denen viele für den Garten geeignet sind.

Die Vielfalt der Glockenblumen ist wirklich beeindruckend. Es gibt niedrig wachsende Polsterstauden, die sich hervorragend für Steingärten eignen, mittelhohe Sorten für Beete und Rabatten sowie hochwachsende Arten, die als Hintergrundpflanzen oder in Staudenbeeten Akzente setzen. Diese Vielfalt eröffnet zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten im Garten.

Vorteile des Anbaus von Glockenblumen

Glockenblumen haben viele Vorzüge, die sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Gärtner machen:

  • Lange Blütezeit: Je nach Art und Sorte können Glockenblumen von Frühjahr bis Herbst blühen.
  • Pflegeleicht: Die meisten Arten sind robust und benötigen wenig Pflege.
  • Vielseitig einsetzbar: Ob im Beet, als Bodendecker, in Steingärten oder Töpfen – Glockenblumen passen sich vielen Gartensituationen an.
  • Insektenfreundlich: Die nektarreichen Blüten locken Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an.
  • Schnittblumen: Viele Sorten eignen sich hervorragend als Schnittblumen für Vasen.

In meinem Garten habe ich verschiedene Glockenblumenarten angesiedelt und freue mich jedes Jahr aufs Neue über ihre Blütenpracht. Besonders die Karpaten-Glockenblume hat sich bei mir als treuer Begleiter erwiesen, der Jahr für Jahr zuverlässig blüht und sich sogar selbst aussät.

Arten und Sorten von Glockenblumen

Einjährige Glockenblumen

Einjährige Glockenblumen sind ideal für Gärtner, die schnelle Ergebnisse sehen möchten. Sie werden im Frühjahr ausgesät und blühen noch im selben Jahr.

  • Spiegel-Glockenblume (Campanula medium): Auch bekannt als Marienglockenblume, erreicht sie Höhen von 60-80 cm und blüht in Weiß, Rosa oder Blau.
  • Stern-Glockenblume (Campanula isophylla): Eine beliebte Ampelpflanze mit sternförmigen Blüten, ideal für Balkon und Terrasse.

Zweijährige Glockenblumen

Zweijährige Arten bilden im ersten Jahr Blattrosetten und blühen im zweiten Jahr. Sie säen sich oft selbst aus und etablieren sich so dauerhaft im Garten.

  • Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus): Erreicht Höhen von 30-80 cm und hat essbare Wurzeln und Blätter.
  • Pyramiden-Glockenblume (Campanula pyramidalis): Beeindruckend mit bis zu 2 m hohen Blütenständen, ideal als Hintergrundpflanze.

Mehrjährige Glockenblumen

Mehrjährige oder ausdauernde Glockenblumen sind pflegeleichte Stauden, die Jahr für Jahr wiederkommen und oft lange blühen.

  • Karpaten-Glockenblume (Campanula carpatica): Bildet dichte Polster und ist perfekt für Steingärten oder als Bodendecker.
  • Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia): Elegante, hohe Staude mit großen, glockenförmigen Blüten.
  • Dalmatiner-Glockenblume (Campanula portenschlagiana): Niedrig wachsend und robust, ideal für Mauerfugen und Steingärten.

In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen mit der Karpaten-Glockenblume gemacht. Sie bildet schöne Polster und blüht den ganzen Sommer über. Für höhere Bereiche im Beet setze ich auf die pfirsichblättrige Glockenblume, die mit ihren großen Blüten wirklich Aufsehen erregt.

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Vorbereitung für die Aussaat

Wahl des richtigen Standorts

Der ideale Standort für Glockenblumen hängt von der gewählten Art ab, aber generell gilt:

  • Sonniger bis halbschattiger Standort
  • Geschützt vor starkem Wind
  • Gut drainierter Boden

Die meisten Glockenblumen bevorzugen einen sonnigen Standort, vertragen aber auch Halbschatten. Einige Arten wie die Dalmatiner-Glockenblume kommen sogar mit schattigen Plätzen zurecht.

Bodenvorbereitung

Eine gute Bodenvorbereitung ist entscheidend für die Aussaat von Glockenblumen:

  • Lockern Sie den Boden gründlich auf.
  • Entfernen Sie Unkraut und Steine.
  • Verbessern Sie schwere Böden durch Zugabe von Sand oder Kies für bessere Drainage.
  • Arbeiten Sie bei Bedarf Kompost ein, um die Bodenstruktur zu verbessern.

Glockenblumen bevorzugen einen leicht kalkhaltigen Boden. Ist Ihr Boden zu sauer, können Sie etwas Kalk einarbeiten. Ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 ist ideal für die meisten Arten.

Benötigte Materialien und Werkzeuge

Für die erfolgreiche Aussaat und Pflege von Glockenblumen benötigen Sie:

  • Glockenblumensamen oder Jungpflanzen
  • Gartenschaufel oder Spaten
  • Rechen
  • Gießkanne oder Schlauch
  • Kompost oder gut verrotteter Mist
  • Eventuell Kalk zur Bodenverbesserung
  • Bei Topfkultur: geeignete Pflanzgefäße und Blumenerde

Mit diesen Vorbereitungen schaffen Sie gute Voraussetzungen für gesunde und blühfreudige Glockenblumen in Ihrem Garten. Bedenken Sie, dass jede Glockenblumenart leicht unterschiedliche Ansprüche haben kann. Es lohnt sich, die spezifischen Bedürfnisse der von Ihnen gewählten Sorte zu kennen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Wann sollten Sie Glockenblumen aussäen?

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat von Glockenblumen kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Je nach Sorte und Ihrem lokalen Klima gibt es zwei Hauptperioden, die sich besonders anbieten.

Frühjahrsaussaat: Ein vielversprechender Start

Für viele Glockenblumenarten ist die Frühjahrsaussaat ideal. Sie erfolgt üblicherweise von März bis Mai, wenn die Gefahr starker Fröste vorüber ist. Sie können die Samen direkt ins Freiland säen oder in Töpfen vorziehen.

Was spricht für die Frühjahrsaussaat?

  • Die Pflanzen haben mehr Zeit zum Wachsen
  • Bei einjährigen Arten können Sie sich möglicherweise schon im ersten Jahr an Blüten erfreuen
  • Junge Pflanzen sind weniger frostgefährdet

Herbstaussaat: Der Natur auf der Spur

Einige Glockenblumenarten gedeihen besser bei einer Herbstaussaat, typischerweise von September bis Oktober. Diese Methode ahmt den natürlichen Zyklus nach und kann bei manchen Sorten zu robusteren Pflanzen führen.

Warum eine Herbstaussaat in Betracht ziehen?

  • Die Samen durchlaufen eine natürliche Kälteperiode über den Winter
  • Früherer Start im Frühling kann zu kräftigeren Pflanzen führen
  • Besonders geeignet für zweijährige Glockenblumenarten

Was beeinflusst den besten Aussaatzeitpunkt?

Bei der Wahl des optimalen Zeitpunkts sollten Sie folgende Aspekte im Auge behalten:

  • Ihre Klimazone: In kälteren Gegenden ist eine Frühjahrsaussaat oft sicherer, während mildere Regionen mehr Spielraum bieten.
  • Die Glockenblumenart: Einjährige Sorten säen Sie meist im Frühjahr, zweijährige oft im Herbst.
  • Bodenbeschaffenheit: Der Boden sollte zum Säen gut bearbeitbar und nicht zu nass sein.
  • Lokales Wetter: Behalten Sie die Wettervorhersage im Blick und vermeiden Sie Aussaaten kurz vor Frost oder Hitzewellen.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur empfehlen, sich an die empfohlenen Aussaatzeiten zu halten. Einmal versuchte ich, meine Glockenblumen mitten im Sommer auszusäen. Das Ergebnis war ernüchternd - die Samen keimten zwar, aber die Pflanzen blieben klein und kümmerlich. Seitdem plane ich meine Aussaat sorgfältig.

Wie Sie Glockenblumen erfolgreich aussäen

Es gibt verschiedene Wege, Glockenblumen auszusäen. Die zwei Hauptmethoden sind die direkte Aussaat im Garten und die Vorkultur in Töpfen oder Aussaatschalen. Jede hat ihre Vor- und Nachteile.

Direkt ins Beet: Einfach, aber riskant

So gehen Sie vor:

  • Lockern Sie das Beet und entfernen Sie Unkraut.
  • Ziehen Sie flache Rillen mit etwa 20-30 cm Abstand.
  • Säen Sie die Samen dünn aus. Bei sehr feinem Saatgut hilft eine Mischung mit Sand für eine gleichmäßigere Verteilung.
  • Bedecken Sie die Samen nur hauchdünn mit Erde. Die meisten Glockenblumensamen sind Lichtkeimer.
  • Wässern Sie vorsichtig mit einer feinen Brause.
  • Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht bis zur Keimung.

Vor- und Nachteile:

Pro:

  • Weniger Arbeit, kein Umtopfen nötig
  • Die Pflanzen müssen sich nicht umgewöhnen
  • Gut für größere Flächen

Contra:

  • Höheres Risiko durch Wetter und Schädlinge
  • Wachstumsbedingungen schwerer zu kontrollieren
  • Manchmal ungleichmäßiges Wachstum

Vorkultur: Mehr Kontrolle, mehr Arbeit

So machen Sie's richtig:

  • Füllen Sie Aussaatschalen oder kleine Töpfe mit lockerer, nährstoffarmer Aussaaterde.
  • Feuchten Sie die Erde leicht an.
  • Streuen Sie die Samen dünn aus und drücken Sie sie sanft an.
  • Bedecken Sie die Samen bei Bedarf hauchdünn mit feinem Sand oder Vermiculit.
  • Platzieren Sie die Gefäße an einem hellen, aber nicht sonnigen Ort bei etwa 18-20°C.
  • Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, z.B. durch eine Abdeckung mit Folie oder Glas.
  • Entfernen Sie die Abdeckung nach der Keimung (meist 2-3 Wochen) und stellen Sie die Sämlinge heller.
  • Wenn die Jungpflanzen groß genug zum Anfassen sind, pikieren Sie sie in einzelne Töpfe.

Vor- und Nachteile:

Pro:

  • Bessere Kontrolle über Wachstumsbedingungen
  • Schutz vor Wetter und Schädlingen am Anfang
  • Möglichkeit, schwache Sämlinge auszusortieren

Contra:

  • Mehr Arbeit durch Pikieren und Auspflanzen
  • Benötigt mehr Platz und Material
  • Pflanzen müssen sich nach dem Auspflanzen erst eingewöhnen

Wie tief und weit auseinander sollten Sie säen?

Die richtige Saattiefe und der optimale Abstand zwischen den Samen sind entscheidend für den Erfolg Ihrer Glockenblumen-Aussaat.

Saattiefe: Die meisten Glockenblumensamen sind Lichtkeimer. Das bedeutet, sie sollten nur hauchdünn mit Erde bedeckt oder sogar oben auf die Erde gestreut werden. Eine Faustregel: Je kleiner das Saatgut, desto flacher die Aussaat. Bei größeren Samen reicht eine Bedeckung von etwa 0,5 cm.

Abstand: Der ideale Abstand hängt von der Glockenblumenart und ihrer erwarteten Größe ab. Als grobe Richtlinie gilt:

  • Kleinere Arten (z.B. Karpaten-Glockenblume): 10-15 cm Abstand
  • Mittelgroße Arten (z.B. Pfirsichblättrige Glockenblume): 20-30 cm Abstand
  • Große Arten (z.B. Marienglockenblume): 30-40 cm Abstand

Bei der Direktsaat im Garten können Sie die Samen etwas dichter säen und später ausdünnen. Bei der Vorkultur in Töpfen empfiehlt es sich, pro Topf nur wenige Samen zu säen, um ein späteres Vereinzeln zu erleichtern.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Es ist besser, zunächst etwas dichter zu säen und später auszudünnen, als zu große Lücken im Beet zu haben. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gefühl dafür, wie dicht Sie säen müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Experimentieren Sie ruhig ein bisschen - jeder Garten ist anders und manchmal überraschen uns die Pflanzen mit ihrem Wachstum.

Pflege nach der Aussaat: So gedeihen Ihre Glockenblumen prächtig

Nach der Aussaat beginnt die spannende Phase der Pflege. Hier zeige ich Ihnen, worauf es ankommt, damit Ihre Glockenblumen kräftig wachsen und üppig blühen.

Bewässerung: Schlüssel zum gesunden Wachstum

Die richtige Bewässerung ist entscheidend für das Gedeihen Ihrer Glockenblumen. In den ersten Wochen nach der Aussaat sollte die Erde stets leicht feucht sein, Staunässe ist jedoch unbedingt zu vermeiden.

Häufigkeit und Menge

Gießen Sie Ihre Glockenblumen regelmäßig, aber mit Bedacht. In der Regel reicht es, alle zwei bis drei Tage zu wässern, es sei denn, es ist besonders heiß und trocken. Beobachten Sie die Pflanzen und den Boden genau - es ist ratsam, eher etwas weniger, dafür aber öfter zu gießen.

Methoden für optimale Bewässerung

Für Jungpflanzen eignet sich am besten ein feiner Sprühnebel. So werden die zarten Wurzeln geschont und die Erde nicht weggeschwemmt. Ich verwende dafür gerne eine Sprühflasche oder eine Gießkanne mit feinem Brausekopf. Es ist erstaunlich, wie dankbar die kleinen Pflänzchen für diese sanfte Behandlung sind!

Düngung: Nährstoffe für vitale Pflanzen

Glockenblumen sind keine Nährstoff-Schlucker, profitieren aber von einer ausgewogenen Düngung.

Zeitpunkt der ersten Düngung

Mit der Düngung sollten Sie warten, bis die Pflanzen etwa 10 cm hoch sind und die ersten echten Blätter entwickelt haben. Das ist in der Regel etwa 4-6 Wochen nach der Aussaat der Fall. Ich erinnere mich noch gut, wie ich bei meinen ersten Glockenblumen vor Ungeduld fast geplatzt bin - aber Geduld zahlt sich aus!

Geeignete Düngemittel

Am besten verwenden Sie einen organischen Volldünger oder gut verrotteten Kompost. Ich habe hervorragende Erfahrungen mit selbst angesetzter Brennnesseljauche gemacht - sie ist kostenlos und liefert alle wichtigen Nährstoffe. Düngen Sie sparsam, etwa alle 4-6 Wochen während der Hauptwachstumszeit. Weniger ist hier oft mehr!

Vereinzeln und Umpflanzen: Raum zum Entfalten

Damit sich Ihre Glockenblumen optimal entwickeln können, müssen sie rechtzeitig vereinzelt und umgepflanzt werden.

Der richtige Zeitpunkt

Sobald die Sämlinge 2-3 echte Blätter haben, ist es Zeit zum Vereinzeln. Das ist meist 3-4 Wochen nach der Aussaat der Fall. Zum Umpflanzen ins Freiland warten Sie am besten, bis keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind - in der Regel ab Mitte Mai. Aber Vorsicht: Die Natur hält sich nicht immer an den Kalender, also behalten Sie die Wettervorhersage im Auge!

Die richtige Technik

Beim Vereinzeln heben Sie die Pflänzchen vorsichtig mit einem Pikierstab aus der Erde. Fassen Sie sie dabei nur an den Blättern, nicht am empfindlichen Stängel. Setzen Sie sie einzeln in kleine Töpfe oder direkt ins Beet mit einem Abstand von 20-30 cm. Drücken Sie die Erde sanft an und gießen Sie gut ein. Es ist faszinierend zu beobachten, wie schnell sich die Pflänzchen an ihrem neuen Standort einleben!

Häufige Probleme und Lösungen bei Glockenblumen

Auch wenn Glockenblumen recht robust sind, können manchmal Probleme auftreten. Hier sind einige häufige Schwierigkeiten und wie Sie damit umgehen können.

Schädlinge und Krankheiten

Glockenblumen werden glücklicherweise selten von schwerwiegenden Krankheiten oder Schädlingen befallen. Dennoch kann es vorkommen, dass Blattläuse oder Schnecken Ihre Pflanzen heimsuchen.

Bei Blattläusen hilft oft schon ein kräftiger Wasserstrahl, um sie abzuspülen. Alternativ können Sie mit einem Präparat aus Schmierseife oder Brennnesseljauche sprühen. Gegen Schnecken haben sich Schneckenzäune oder das Auslegen von Kaffeesatz bewährt. Ich erinnere mich noch gut an meine anfängliche Skepsis gegenüber Kaffeesatz - aber er funktioniert wirklich!

Sollten Sie Anzeichen von Mehltau bemerken - weiße, mehlige Flecken auf den Blättern - entfernen Sie befallene Pflanzenteile großzügig und sorgen Sie für bessere Luftzirkulation zwischen den Pflanzen. Vorbeugen ist hier definitiv besser als heilen.

Keimprobleme

Manchmal kann es vorkommen, dass die Samen nicht oder nur spärlich keimen. Das kann verschiedene Ursachen haben:

  • Zu alte Samen: Verwenden Sie möglichst frisches Saatgut, da die Keimfähigkeit mit der Zeit nachlässt.
  • Falsche Temperatur: Glockenblumen keimen am besten bei Temperaturen zwischen 15-20°C.
  • Zu nasser oder zu trockener Boden: Die Erde sollte gleichmäßig feucht, aber nicht nass sein.

Wenn Sie diese Punkte beachten und trotzdem Probleme haben, versuchen Sie es mit der Stratifikation: Legen Sie die Samen für einige Wochen in den Kühlschrank, bevor Sie sie aussäen. Das kann die Keimung anregen. Es mag seltsam klingen, aber die Natur hat ihre eigenen Wege!

Wachstumsstörungen

Gelegentlich zeigen Glockenblumen Wachstumsstörungen wie gelbe Blätter oder schwaches Wachstum. Oft liegt das an falscher Pflege oder ungünstigen Standortbedingungen.

Gelbe Blätter können ein Zeichen von Nährstoffmangel oder Staunässe sein. Überprüfen Sie die Drainage und düngen Sie gegebenenfalls vorsichtig nach. Schwaches Wachstum deutet oft auf zu wenig Licht hin. Glockenblumen brauchen einen sonnigen bis halbschattigen Standort, um sich optimal zu entwickeln.

Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau und reagieren Sie frühzeitig auf Veränderungen. Mit der richtigen Pflege und etwas Geduld werden Sie sich bald an schönen Glockenblumen erfreuen können. Und glauben Sie mir, das Warten lohnt sich - wenn die ersten Blüten erscheinen, ist alle Mühe vergessen!

Spezielle Pflegetipps für verschiedene Glockenblumenarten

Jede Glockenblumenart hat ihre eigenen Vorlieben und Bedürfnisse. Nach Jahren des Experimentierens mit verschiedenen Sorten in meinem Garten habe ich einige wertvolle Erkenntnisse gesammelt.

Einjährige Arten

Die Marienglockenblume und ihre Verwandten sind echte Durstkünstler. Sie lieben einen nährstoffreichen Boden und regelmäßige Wassergaben. Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Entfernen Sie konsequent verblühte Blüten. Es mag mühsam erscheinen, aber es lohnt sich - die Blütezeit verlängert sich enorm! Diese Schönheiten machen sich übrigens prächtig in Sommerbeeten oder als Schnittblumen.

Zweijährige Arten

Zweijährige wie die Rapunzel-Glockenblume brauchen etwas Geduld. Im ersten Jahr sehen sie eher unscheinbar aus, aber keine Sorge - im zweiten Jahr entfalten sie ihre volle Pracht. Sie mögen es sonnig bis halbschattig und der Boden sollte gut durchlässig sein. Im Winter gönne ich ihnen eine kuschelige Laubdecke als Schutz - das hat sich bei mir bewährt.

Mehrjährige Arten

Stauden wie die Karpaten-Glockenblume oder die Pfirsichblättrige Glockenblume sind wahre Überlebenskünstler. Sie bevorzugen humosen, nicht zu trockenen Boden. Ein kleiner Trick: Schneiden Sie sie nach der Blüte zurück. Mit etwas Glück belohnen sie Sie mit einer zweiten Blüte im Spätsommer. In meinem Garten sind diese Dauerbrenner echte Hingucker!

Ernte und Verwendung

Schnittblumen

Viele Glockenblumen eignen sich hervorragend als Schnittblumen. Ich ernte sie am liebsten früh morgens oder abends, wenn sie prall gefüllt mit Wasser sind. Sofort kommen sie in lauwarmes Wasser. Für eine längere Haltbarkeit schneide ich die Stielenden schräg an und entferne die unteren Blätter. Es ist erstaunlich, wie lange sie so frisch bleiben!

Trocknen von Glockenblumen

Das Trocknen von Glockenblumen ist eine Kunst für sich. Ich binde kleine Sträuße und hänge sie kopfüber an einem dunklen, trockenen und gut belüfteten Ort auf. Nach etwa zwei Wochen sind sie perfekt getrocknet. In Trockengestecken sehen sie einfach zauberhaft aus und erinnern mich auch im Winter an den Sommer.

Samenernte für die nächste Saison

Für die Samenernte braucht man etwas Geduld. Ich lasse einige Blüten bewusst an der Pflanze verblühen. Wenn die Samenkapseln braun werden und sich öffnen, ist Erntezeit. An einem trockenen Tag sammle ich die Samen und bewahre sie in Papiertüten an einem kühlen, trockenen Ort auf. So habe ich immer Saatgut für die nächste Saison parat.

Glockenblumen: Vielfalt im Garten

Die Aussaat und Pflege von Glockenblumen erfordert zwar etwas Aufmerksamkeit, aber glauben Sie mir, es lohnt sich! Die Vielfalt an Formen und Farben ist einfach beeindruckend. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat - je nach Art im Frühjahr oder Herbst.
  • Bereiten Sie den Boden sorgfältig vor und suchen Sie einen passenden Standort.
  • Versorgen Sie Ihre Glockenblumen regelmäßig mit Wasser und bei Bedarf mit Dünger.
  • Berücksichtigen Sie die unterschiedlichen Bedürfnisse ein-, zwei- und mehrjähriger Arten.
  • Nutzen Sie Glockenblumen vielseitig - als Schnittblumen, getrocknete Deko oder zur Samenernte.

Ich kann nur empfehlen, mit verschiedenen Glockenblumenarten und Anbaumethoden zu experimentieren. Jede Art hat ihre Eigenheiten und kann Ihren Garten auf ganz besondere Weise bereichern. Ob als Bodendecker, üppige Staude oder zierliche Ampelpflanze - Glockenblumen haben für jeden Gartenbereich etwas zu bieten. Mit etwas Ausdauer und Neugierde finden Sie bestimmt bald Ihre persönliche Lieblingssorte. Und dann können Sie sich wie ich jeden Tag aufs Neue an der Pracht der glockenförmigen Blüten erfreuen. Es ist wirklich faszinierend, wie vielseitig diese Pflanzen sind!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Glockenblumenarten eignen sich am besten für Gartenanfänger?
    Für Gartenanfänger sind besonders die Karpaten-Glockenblume (Campanula carpatica) und die Dalmatiner-Glockenblume (Campanula portenschlagiana) ideal. Diese mehrjährigen Arten sind extrem robust, pflegeleicht und verzeihen auch kleinere Pflegefehler. Die Karpaten-Glockenblume bildet schöne Polster und blüht den ganzen Sommer über in Blau oder Weiß. Sie eignet sich perfekt für Steingärten oder als Bodendecker. Die Dalmatiner-Glockenblume ist noch anspruchsloser und wächst sogar in Mauerfugen. Beide Arten benötigen nur einen sonnigen bis halbschattigen Standort und gut durchlässigen Boden. Sie sind winterhart, säen sich oft selbst aus und kommen Jahr für Jahr zuverlässig wieder. Regelmäßiges Gießen in Trockenperioden und gelegentliches Entfernen verblühter Blüten reicht völlig aus. Diese Eigenschaften machen sie zu perfekten Einstiegspflanzen für neue Hobbygärtner.
  2. Wie unterscheiden sich einjährige, zweijährige und mehrjährige Campanula-Arten?
    Einjährige Glockenblumen wie die Stern-Glockenblume (Campanula isophylla) werden im Frühjahr ausgesät und blühen noch im selben Jahr, sterben aber nach der ersten Frostnacht ab. Sie eignen sich hervorragend für schnelle Effekte in Balkonkästen oder als Ampelpflanzen. Zweijährige Arten wie die Marienglockenblume (Campanula medium) bilden im ersten Jahr nur Blattrosetten und entwickeln ihre imposanten, bis zu 80 cm hohen Blütenstände erst im zweiten Jahr. Danach stirbt die Pflanze ab, kann sich aber durch Selbstaussaat erhalten. Mehrjährige oder Stauden-Glockenblumen wie die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) sind die langfristige Lösung im Garten. Sie entwickeln sich über mehrere Jahre zu kräftigen Horsten, werden dabei immer blühfreudiger und können jahrzehntelang am selben Standort gedeihen. Sie ziehen im Winter oberirdisch ein und treiben im Frühjahr neu aus.
  3. Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Glockenblumensamen-Aussaat?
    Der optimale Aussaatzeitpunkt hängt von der gewählten Glockenblumenart ab. Für einjährige und mehrjährige Arten ist die Frühjahrsaussaat von März bis Mai ideal, sobald die Gefahr starker Fröste vorüber ist. Diese Periode ermöglicht den Pflanzen eine volle Wachstumssaison und bei einjährigen Sorten bereits Blüten im ersten Jahr. Zweijährige Glockenblumen säen Sie hingegen besser von September bis Oktober aus. Diese Herbstaussaat ahmt den natürlichen Zyklus nach - die Samen durchlaufen die natürliche Kälteperiode über den Winter, was zu robusteren Pflanzen führt. Sie bilden im ersten Jahr Blattrosetten und blühen im darauffolgenden Sommer. Die Bodentemperatur sollte bei der Aussaat zwischen 15-20°C liegen, und der Boden muss gut bearbeitbar und nicht zu nass sein. In milderen Klimazonen haben Sie mehr Spielraum, in kälteren Regionen ist die Frühjahrsaussaat meist sicherer.
  4. Warum gelten die meisten Glockenblumensamen als Lichtkeimer?
    Glockenblumensamen sind überwiegend Lichtkeimer, weil sie in der Natur auf offenen Flächen mit direktem Lichtzugang keimen. Diese Eigenschaft ist evolutionär entstanden, da die meist sehr feinen Samen nicht genügend Reservestoffe haben, um aus größerer Tiefe zu keimen. Lichtkeimer benötigen rotes Licht bestimmter Wellenlängen, um den Keimvorgang auszulösen - ein natürlicher Mechanismus, der verhindert, dass sie in zu tiefen, dunklen Bodenschichten vergeblich versuchen zu keimen. Deshalb sollten Glockenblumensamen nur hauchdünn mit Erde bedeckt oder sogar nur auf die Erdoberfläche gestreut werden. Eine Faustregel besagt: Je kleiner das Saatgut, desto oberflächlicher die Aussaat. Bei größeren Samen reicht eine Bedeckung von maximal 0,5 cm. Diese Lichtkeimer-Eigenschaft erklärt auch, warum eine gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe so wichtig ist - die Samen liegen praktisch an der Oberfläche und sind daher besonders austrocknungsgefährdet.
  5. Welche Rolle spielen Glockenblumen als bienenfreundliche Pflanzen im Garten?
    Glockenblumen sind ausgezeichnete Bienenweiden und spielen eine wichtige Rolle für die Unterstützung von Bestäubern im Garten. Ihre nektarreichen, glockenförmigen Blüten bieten Bienen, Hummeln und anderen Insekten von Frühjahr bis Herbst eine zuverlässige Nahrungsquelle. Besonders Hummeln schätzen die tiefen Blütenkelche, da sie mit ihren langen Rüsseln problemlos an den Nektar gelangen können. Die verschiedenen Blütezeiten der unterschiedlichen Glockenblumenarten sorgen für ein kontinuierliches Nahrungsangebot: Früh blühende Arten wie die Karpaten-Glockenblume beginnen bereits im Mai, während spät blühende Sorten bis in den Oktober hinein Nektar liefern. Die meist ungefüllten Blüten ermöglichen den Insekten einfachen Zugang zu Pollen und Nektar, im Gegensatz zu stark züchterisch veränderten Gartenblumen. Durch die Anpflanzung verschiedener Glockenblumenarten können Gartenbesitzer einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten und gleichzeitig die natürliche Bestäubung in ihrem Garten fördern.
  6. Worin unterscheiden sich Karpaten-Glockenblumen von Pfirsichblättrigen Glockenblumen?
    Diese beiden beliebten Staudenarten unterscheiden sich erheblich in Wuchs und Verwendung. Die Karpaten-Glockenblume (Campanula carpatica) wächst niedrig und bildet dichte, kissenförmige Polster von nur 15-20 cm Höhe. Ihre Blätter sind herzförmig und gezähnt, die schalenförmigen Blüten stehen einzeln oder zu wenigen zusammen. Sie blüht sehr lange von Juni bis September und eignet sich perfekt für Steingärten, Beetränder oder als Bodendecker. Die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) wird dagegen 60-100 cm hoch und wächst aufrecht in lockeren Horsten. Ihre Blätter sind schmal und lanzettlich, ähnlich Pfirsichblättern, worauf der Name zurückgeht. Die großen, glockenförmigen Blüten sitzen in endständigen Trauben und blühen von Juni bis Juli. Sie eignet sich hervorragend für Staudenbeete, als Hintergrundpflanze oder für Schnittblumengärten. Beide sind winterharte Stauden, haben aber völlig unterschiedliche Gestaltungsfunktionen im Garten und verschiedene Standortansprüche bezüglich Feuchtigkeit und Nährstoffversorgung.
  7. Wie eignen sich Glockenblumen als Bodendecker im Vergleich zu Steingartenpflanzen?
    Glockenblumen zeigen als Bodendecker und Steingartenpflanzen unterschiedliche Stärken. Als Bodendecker eignen sich besonders niedrig wachsende Arten wie die Karpaten-Glockenblume und Dalmatiner-Glockenblume. Diese bilden dichte Teppiche, unterdrücken Unkraut zuverlässig und bieten monatelange Blütenpracht. Im Gegensatz zu klassischen immergrünen Bodendeckern wie Efeu oder Immergrün sind sie allerdings laubabwerfend und ziehen im Winter ein. Als Steingartenpflanzen brillieren Glockenblumen durch ihre Anpassungsfähigkeit an magere, durchlässige Böden und sonnige Standorte. Arten wie die Dalmatiner-Glockenblume wachsen sogar in Mauerfugen und überstehen Trockenperioden problemlos. Ihre Blütenfülle macht sie attraktiver als viele reine Blattschmuckpflanzen im Steingarten. Der Vorteil gegenüber anderen Steingartenpflanzen liegt in der langen Blütezeit und der Fähigkeit zur Selbstaussaat, wodurch sie sich natürlich ausbreiten. Allerdings benötigen sie mehr Feuchtigkeit als typische alpine Pflanzen und sind weniger extrem trockenheitstolerant.
  8. Können Glockenblumen tatsächlich eine Blütezeit von Frühjahr bis Herbst erreichen?
    Ja, durch geschickte Artenwahl und Pflege können Glockenblumen tatsächlich von Frühjahr bis Herbst blühen. Dies gelingt durch verschiedene Strategien: Erstens haben unterschiedliche Glockenblumenarten natürlich verschiedene Blütezeiten. Früh blühende Arten wie einige Karpaten-Glockenblumen beginnen bereits im Mai, während spät blühende Sorten bis Oktober blühen können. Zweitens verlängert regelmäßiges Entfernen verblühter Blüten (Deadheading) die Blühdauer erheblich, da die Pflanze nicht in die Samenbildung geht, sondern weiter neue Blüten produziert. Drittens führt ein Rückschnitt nach der Hauptblüte bei vielen mehrjährigen Arten zu einer zweiten Blüte im Spätsommer. Viertens sorgt eine ausgewogene Düngung und gleichmäßige Wasserversorgung für kontinuierliche Blütenbildung. Einjährige Arten wie die Marienglockenblume können bei früher Aussaat von Juni bis zum Frost durchblühen. Die Kombination verschiedener Arten und Sorten in einem Beet garantiert praktisch eine ununterbrochene Glockenblumen-Blüte über die gesamte Gartensaison.
  9. Wo kann man hochwertiges Campanula-Saatgut online bestellen?
    Hochwertiges Glockenblumensaatgut erhalten Sie bei etablierten Online-Gartenfachhändlern, die sich auf Qualitätssaatgut spezialisiert haben. Samen.de gehört zu den renommierten Anbietern, die eine große Auswahl an Campanula-Arten und -Sorten führen, von klassischen Sorten bis hin zu besonderen Raritäten. Achten Sie beim Online-Kauf auf Anbieter, die detaillierte Informationen zu Keimfähigkeit, Herkunft und Aussaatterminen bereitstellen. Seriöse Händler geben das Erntejahr an und garantieren eine bestimmte Keimrate. Besonders wichtig ist die richtige Lagerung des Saatguts - Qualitätsanbieter lagern ihre Samen kühl und trocken. Spezialisierte Stauden-Gärtnereien bieten oft auch online seltene Glockenblumen-Arten an, die im normalen Handel nicht erhältlich sind. Beim Kauf sollten Sie auf Bio-Qualität achten, wenn möglich samenfeste Sorten wählen und sich über die spezifischen Aussaatbedingungen der jeweiligen Art informieren. Kundenbewertungen und die Erfahrungen anderer Gärtner können zusätzliche Orientierung bei der Anbieterwahl geben.
  10. Welche Qualitätskriterien sind beim Kauf von Glockenblumensamen wichtig?
    Bei der Auswahl von Glockenblumensamen sollten Sie mehrere wichtige Qualitätskriterien beachten. Zunächst ist die Keimfähigkeit entscheidend - seriöse Anbieter wie samen.de geben die garantierte Keimrate und das Erntejahr an. Frisches Saatgut keimt deutlich besser als ältere Samen. Achten Sie auf die botanisch korrekte Bezeichnung der Art und Sorte, um Verwechslungen zu vermeiden. Die Herkunft des Saatguts sollte nachvollziehbar sein, bevorzugt von spezialisierten Züchtern oder Gärtnereien. Samenfeste Sorten sind langfristig vorteilhafter als F1-Hybriden, da Sie aus eigener Ernte wieder aussäen können. Die Verpackung sollte das Mindesthaltbarkeitsdatum, genaue Aussaatanleitungen und spezifische Pflegehinweise enthalten. Bio-Qualität garantiert den Verzicht auf chemische Behandlungen. Professionelle Anbieter lagern ihre Samen bei konstant kühlen Temperaturen und niedriger Luftfeuchtigkeit. Prüfen Sie auch, ob Informationen zu Blütezeit, Wuchshöhe und Standortansprüchen vollständig sind. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei angemessener Samenmenge rundet die Qualitätskriterien ab.
  11. Wie beeinflusst der pH-Wert des Bodens das Wachstum von Campanula?
    Der pH-Wert des Bodens hat erheblichen Einfluss auf das Wachstum von Glockenblumen, da er die Nährstoffverfügbarkeit und die Bodenbiologie beeinflusst. Die meisten Campanula-Arten bevorzugen einen leicht alkalischen bis neutralen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. In diesem Bereich sind die wichtigsten Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium optimal verfügbar. Bei zu saurem Boden (pH unter 6,0) können Mangelerscheinungen auftreten, besonders bei Kalzium und Magnesium, was zu schwächlichem Wachstum und blassen Blättern führt. Zu alkalische Böden (pH über 8,0) können die Verfügbarkeit von Eisen und anderen Spurenelementen einschränken, was Chlorosen verursacht. Glockenblumen aus Kalkgebieten wie die Karpaten-Glockenblume vertragen höhere pH-Werte besser als Arten aus sauren Standorten. Eine Bodenanalyse gibt Aufschluss über den aktuellen pH-Wert. Saure Böden können mit Kalk verbessert werden, während zu alkalische Böden durch Zugabe von Kompost oder Torf angesäuert werden können. Die meisten Gartenerden liegen bereits im optimalen Bereich für Glockenblumen.
  12. Welche biochemischen Prozesse laufen bei der Keimung von Glockenblumensamen ab?
    Die Keimung von Glockenblumensamen ist ein komplexer biochemischer Vorgang, der mit der Wasseraufnahme (Imbibition) beginnt. Dabei quellen die Samen auf das Zwei- bis Dreifache ihrer ursprünglichen Größe auf und aktivieren ruhende Enzyme. Da die meisten Glockenblumensamen Lichtkeimer sind, löst rotes Licht bestimmter Wellenlängen (660-680 nm) über das Phytochrom-System die eigentliche Keimung aus. Dieses Protein wandelt sich unter Lichteinfluss um und startet eine Signalkaskade. Gleichzeitig werden gespeicherte Reservestoffe wie Stärke, Proteine und Fette durch spezifische Enzyme abgebaut und in transportfähige Formen umgewandelt. Die dabei entstehende Glukose versorgt den Keimling mit Energie für das Wachstum. Gibberelline und andere Pflanzenhormone regulieren das Streckungswachstum der ersten Wurzel (Radicula) und des Sprosses. Die optimale Keimtemperatur von 15-20°C gewährleistet, dass alle enzymatischen Reaktionen effizient ablaufen. Sauerstoff wird für die Zellatmung benötigt, weshalb eine gute Drainage wichtig ist. Der gesamte Prozess dauert bei Glockenblumen meist 2-3 Wochen.
  13. Wie wirkt sich die Stratifikation auf die Keimfähigkeit verschiedener Campanula-Arten aus?
    Die Stratifikation - eine kontrollierte Kältebehandlung der Samen - wirkt sich je nach Glockenblumenart unterschiedlich auf die Keimfähigkeit aus. Viele zweijährige und mehrjährige Campanula-Arten haben eine natürliche Keimruhe entwickelt, die eine Kälteperiode erfordert, um die Keimhemmung zu durchbrechen. Diese Kältestratifikation ahmt den natürlichen Winterzyklus nach und verhindert, dass Samen zu ungünstigen Zeiten keimen. Bei der Kaltkeimung werden die Samen 4-6 Wochen bei 2-4°C im Kühlschrank gelagert, meist in leicht feuchtem Sand oder Vermiculit. Arten wie die Pfirsichblättrige Glockenblume oder Rapunzel-Glockenblume profitieren deutlich von dieser Behandlung und zeigen nach der Stratifikation eine erheblich verbesserte und gleichmäßigere Keimung. Einjährige Arten wie die Stern-Glockenblume benötigen meist keine Stratifikation und können direkt ausgesät werden. Die Kältestratifikation bricht biochemische Keimhemmstoffe ab und aktiviert bestimmte Enzyme. Ohne diese Behandlung keimen viele mehrjährige Arten nur sporadisch oder gar nicht. Die Stratifikation ist besonders bei älterem Saatgut oder schwer keimenden Wildarten empfehlenswert.
  14. Welche Nährstoffzyklen sind für mehrjährige Glockenblumen-Stauden relevant?
    Mehrjährige Glockenblumen durchlaufen jährliche Nährstoffzyklen, die für ihre optimale Entwicklung entscheidend sind. Im Frühjahr, beim Neuaustrieb, haben die Stauden den höchsten Stickstoffbedarf für die Bildung von Blättern und Trieben. Eine erste Düngung im März/April mit einem ausgewogenen NPK-Dünger unterstützt das Wachstum. Während der Blütezeit von Mai bis Juli benötigen sie besonders Phosphor für die Blütenbildung und Kalium für die Stabilität. Eine zweite Düngung vor der Hauptblüte ist daher sinnvoll. Im Spätsommer, nach dem Rückschnitt, können eine phosphor- und kalibetonte Düngung die Bildung neuer Blütenknospen für das folgende Jahr fördern. Ab August sollte keine stickstoffreiche Düngung mehr erfolgen, damit die Pflanzen rechtzeitig ausreifen und winterhart werden. Im Herbst ziehen die Stauden die Nährstoffe aus den oberirdischen Teilen in die Wurzeln und Speicherorgane zurück. Eine Kompostgabe im Herbst versorgt die Pflanzen langfristig und verbessert die Bodenstruktur. Die Mulchschicht aus Laub oder Kompost schützt nicht nur vor Frost, sondern gibt kontinuierlich Nährstoffe frei.
  15. Welche Glockenblumenarten eignen sich für die Kultur in Töpfen und Balkonkästen?
    Mehrere Glockenblumenarten eignen sich hervorragend für die Topfkultur und verwandeln Balkone und Terrassen in blühende Oasen. Die Stern-Glockenblume (Campanula isophylla) ist der Klassiker für Ampeln und Balkonkästen - ihre überhängenden Triebe bilden wahre Blütenwasserfälle in Weiß oder Blau. Sie ist einjährig, blüht von Juni bis zum Frost und bevorzugt halbschattige Standorte. Die kompakte Karpaten-Glockenblume eignet sich perfekt für kleinere Töpfe und Schalen, da sie nur 15-20 cm hoch wird und dichte Polster bildet. Als mehrjährige Art überwintert sie problemlos im Topf. Die Zwerg-Pfirsichblättrige Glockenblume 'Grandiflora' bleibt mit 30-40 cm Höhe kompakt und eignet sich für größere Gefäße. Bei der Topfkultur sind einige Besonderheiten zu beachten: Verwenden Sie hochwertige, strukturstabile Blumenerde und sorgen für gute Drainage durch Abzugslöcher und eine Kiesschicht im Topfboden. Topfpflanzen benötigen regelmäßigere Wassergaben als Freilandpflanzen, da die Erde schneller austrocknet. Eine wöchentliche Düngung mit Flüssigdünger während der Wachstumszeit fördert die Blühfreudigkeit.
  16. Wie lassen sich Glockenblumen erfolgreich durch Teilung vermehren?
    Die Teilung ist bei mehrjährigen Glockenblumen eine sehr erfolgreiche Vermehrungsmethode, die gleichzeitig der Verjüngung der Stauden dient. Der optimale Zeitpunkt ist das Frühjahr (März/April) oder der frühe Herbst (September), wenn die Pflanzen nicht blühen. Graben Sie die komplette Staude vorsichtig aus und spülen Sie die Wurzeln mit Wasser ab, um die Struktur zu erkennen. Mit einem scharfen, sauberen Messer oder Spaten teilen Sie den Wurzelstock in mehrere Stücke, wobei jeder Teilbereich mindestens 2-3 kräftige Triebe und ausreichend Wurzeln haben sollte. Entfernen Sie dabei alte, verholzte oder beschädigte Wurzelteile. Die Teilstücke können sofort an den neuen Standort gepflanzt werden - dabei sollte die Pflanztiefe der ursprünglichen entsprechen. Wichtig ist eine gründliche Wässerung nach der Pflanzung und regelmäßige Bewässerung in den ersten Wochen, bis die Pflanzen gut angewachsen sind. Diese Methode funktioniert besonders gut bei horstbildenden Arten wie der Pfirsichblättrigen oder Karpaten-Glockenblume. Bereits im folgenden Jahr blühen die geteilten Pflanzen meist wieder normal.
  17. Stimmt es, dass Glockenblumen schwierig zu kultivieren sind?
    Nein, das ist ein weitverbreiteter Irrtum - Glockenblumen gehören tatsächlich zu den pflegeleichtesten Gartenstauden und sind ideal für Anfänger geeignet. Dieser Mythos entsteht möglicherweise durch vereinzelte schwieriger zu kultivierende alpine Arten oder durch falsche Pflegemaßnahmen. Die gängigen Gartenarten wie Karpaten-Glockenblume, Pfirsichblättrige Glockenblume oder Marienglockenblume sind ausgesprochen robust und anspruchslos. Sie benötigen lediglich einen sonnigen bis halbschattigen Standort und durchlässigen Boden. Staunässe vertragen sie nicht, aber normale Gartenerde ist meist völlig ausreichend. Einmal etabliert, kommen sie auch mit Trockenperioden zurecht und benötigen nur bei extremer Dürre zusätzliches Wasser. Die Düngung ist minimal - eine jährliche Kompostgabe reicht völlig aus. Auch Krankheiten und Schädlinge sind selten problematisch. Viele Arten säen sich sogar selbst aus und etablieren sich dauerhaft im Garten. Der einzige 'Pflegeaufwand' besteht im regelmäßigen Entfernen verblühter Blüten, um die Blütezeit zu verlängern. Diese einfache Kultivierbarkeit macht Glockenblumen zu verlässlichen Gartenpflanzen für jeden Hobbygärtner.
  18. Welche Glockenblumenarten sind in Mitteleuropa heimisch?
    In Mitteleuropa sind etwa 15-20 Glockenblumenarten heimisch, die an verschiedene Standorte angepasst sind. Die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) ist eine der häufigsten Arten und wächst auf mageren Wiesen, in Heiden und an Wegrändern. Sie wird 15-40 cm hoch und blüht von Juni bis Oktober in zartem Blau. Die Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus) ist eine zweijährige Art mit essbaren Wurzeln und Blättern, die früher als Gemüse genutzt wurde. Sie bevorzugt nährstoffreiche, feuchte Standorte. Die Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium) wird bis 100 cm hoch und wächst in Laubwäldern und an schattigen Standorten. Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) ist auf extensiven Wiesen zu finden, während die Ährige Glockenblume (Campanula spicata) kalkliebende Hänge besiedelt. Diese heimischen Arten sind perfekt an das lokale Klima angepasst, extrem winterhart und ökologisch wertvoll für einheimische Insekten. Sie eignen sich hervorragend für Naturgärten, Wildstaudenpflanzungen und extensiv gepflegte Bereiche. Viele lassen sich auch im normalen Garten kultivieren und bringen authentische, regionale Flora in den eigenen Garten.
  19. Was unterscheidet Marienglockenblumen von anderen Campanula-Arten?
    Marienglockenblumen (Campanula medium) unterscheiden sich in mehreren markanten Merkmalen von anderen Glockenblumenarten. Als zweijährige Pflanzen bilden sie im ersten Jahr nur grundständige Blattrosetten und entwickeln erst im zweiten Jahr ihre charakteristischen, bis zu 80 cm hohen Blütenstände. Die Blüten sind außergewöhnlich groß - bis zu 5 cm lang - und haben die typische weite Glockenform in Weiß, Rosa oder verschiedenen Blautönen. Besonders auffällig ist oft der doppelte Blütenkelch bei bestimmten Sorten, der der Blüte ein besonders volles Aussehen verleiht. Die Blätter sind eiförmig bis lanzettlich und deutlich größer als bei den meisten anderen Arten. Marienglockenblumen bevorzugen nährstoffreiche, gleichmäßig feuchte Böden und sind weniger trockenheitstolerant als viele mehrjährige Arten. Sie eignen sich hervorragend als imposante Hintergrundpflanzen in Staudenbeeten oder als markante Einzelpflanzen. Ihre Blütezeit ist mit Juni bis August relativ kurz, aber dafür besonders spektakulär. Nach der Blüte sterben die Pflanzen ab, können sich aber durch Selbstaussaat erhalten. Als Schnittblumen sind sie wegen ihrer Größe und Haltbarkeit sehr geschätzt.
  20. Wie grenzen sich Glockenblumen von anderen glockenförmig blühenden Zierpflanzen ab?
    Glockenblumen (Campanula) lassen sich durch mehrere botanische Merkmale eindeutig von anderen glockenförmig blühenden Pflanzen unterscheiden. Charakteristisch ist ihr fünfzähliger Blütenaufbau mit fünf verwachsenen Kronblättern, die die typische Glockenform bilden. Die Staubblätter sind am Grund der Blüte verwachsen und umschließen den Griffel. Die Blätter sind meist ungeteilt und wechselständig angeordnet. Im Gegensatz dazu haben Fingerhut-Arten (Digitalis) röhrenförmige Blüten mit deutlicher Oberlippe und sind zweijährig bis mehrjährig mit charakteristisch gefleckten Blüteninneren. Heuchera-Arten haben viel kleinere, glockenförmige Blüten in dichten Rispen und sind vor allem Blattschmuckstauden. Akelei (Aquilegia) besitzt gesporne Blüten mit fünf Kronblättern. Blütenhartriegel haben zwar glockenförmige Einzelblüten, aber völlig andere Blattformen und Wuchsformen als Gehölze. Tollkirsche und andere Nachtschattengewächse sind oft giftig und haben anders geformte Früchte. Die charakteristische Milch bei Glockenblumen, die austritt wenn man sie bricht, ist ebenfalls ein eindeutiges Erkennungsmerkmal der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae).
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