Hörnchenkürbis vermehren: Samenernte und Lagerung

Hörnchenkürbis: Ein exotischer Blickfang im Garten

In den letzten Jahren hat sich der Hörnchenkürbis zu einem echten Trendsetter in deutschen Gärten entwickelt. Seine ungewöhnliche Form und vielseitige Verwendung machen ihn zu einem faszinierenden Anbauobjekt für Hobbygärtner wie uns.

Was Sie über den Hörnchenkürbis wissen sollten

  • Stammt ursprünglich aus Peru
  • Überraschend robust gegenüber kühleren Temperaturen
  • Kann nach den Eisheiligen ausgesät werden
  • Kletterpflanze mit beeindruckendem Ertrag
  • Samenernte erfordert etwas Fingerspitzengefühl

Woher kommt der Hörnchenkürbis und was macht ihn besonders?

Der Hörnchenkürbis, auch als Inkagurke bekannt, hat seine Wurzeln in den peruanischen Anden. Trotz seiner exotischen Herkunft hat er sich als erstaunlich anpassungsfähig an unser Klima erwiesen. Im Gegensatz zu vielen tropischen Pflanzen kommt er mit leichter Kühle recht gut zurecht.

Diese Pflanze ist ein wahrer Kletterkünstler. Mit ihren Ranken erobert sie im Handumdrehen Zäune, Pergolen oder eigens aufgestellte Rankgerüste. Die namensgebenden hornförmigen Früchte entwickeln sich entlang der Ranken und können bei guter Pflege reichlich geerntet werden. In meinem Garten habe ich letztes Jahr über 20 Früchte von einer einzigen Pflanze geerntet!

Warum lohnt sich die Selbstvermehrung des Hörnchenkürbis?

Das Vermehren eigener Hörnchenkürbisse bietet einige interessante Vorteile:

  • Sie sparen Geld im Vergleich zum Kauf von Jungpflanzen oder Saatgut
  • Sie können Pflanzen auswählen, die sich besonders gut an Ihren Garten angepasst haben
  • Sie tragen zum Erhalt seltener oder alter Sorten bei
  • Sie fördern die genetische Vielfalt in Ihrem Garten

Zudem macht es einfach unglaublich viel Spaß, den gesamten Lebenszyklus der Pflanze zu begleiten und zu beobachten. Von der Samenernte bis zur neuen Frucht erleben wir Gärtner alle Entwicklungsstadien mit - ein faszinierender Prozess!

Wie läuft der Vermehrungsprozess ab?

Die Vermehrung von Hörnchenkürbis gliedert sich in mehrere Schritte:

  • Auswahl reifer, gesunder Früchte zur Samenernte
  • Entnahme und Reinigung der Samen
  • Trocknung und sachgerechte Lagerung des Saatguts
  • Aussaat im Frühjahr, nach den Eisheiligen
  • Pflege der Jungpflanzen und Auspflanzung ins Freiland

Jeder dieser Schritte erfordert etwas Sorgfalt und Erfahrung. Mit der Zeit entwickeln Sie jedoch ein gutes Gespür für den richtigen Zeitpunkt und die optimale Vorgehensweise.

Produktbild von Schacht Bio-Tonnen Pulver 750g Streudose mit Angaben zur Verwendung gegen Geruch und Schädlinge in Bio-Tonnen dargestellt durch Abbildungen und Text.
Zum Produkt
Produktbild von Culinaris BIO Cyclanthere Hörnchenkürbis Saatgut Verpackung mit einer Hand die eine grüne Inkagurke hält und zusätzlichen Produktinformationen auf Deutsch.
Zum Produkt
Zum Produkt

Wie bereitet man sich auf die Samenernte vor?

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Ernte?

Der richtige Erntezeitpunkt ist entscheidend für die Qualität der Samen. Hörnchenkürbisse sollten vollreif sein, bevor man sie zur Samengewinnung verwendet. Achten Sie auf folgende Anzeichen:

  • Die Früchte haben ihre sortentypische Färbung erreicht
  • Der Stiel beginnt zu verholzen und wird trocken
  • Die Schale lässt sich nicht mehr mit dem Fingernagel eindrücken

In meinem Garten lasse ich die Hörnchenkürbisse meist bis zum ersten leichten Frost am Stock. Das fördert die Ausreifung der Samen zusätzlich und hat sich bei mir bewährt.

Welche Früchte eignen sich am besten zur Samengewinnung?

Nicht jede Frucht ist gleichermaßen zur Vermehrung geeignet. Achten Sie bei der Auswahl auf folgende Kriterien:

  • Gesunde, makellose Früchte ohne Anzeichen von Fäulnis oder Krankheiten
  • Typische Sortenmerkmale in Form, Größe und Farbe
  • Früchte von besonders ertragreichen oder robusten Pflanzen

Es empfiehlt sich, mehrere Früchte verschiedener Pflanzen auszuwählen, um eine gewisse genetische Vielfalt zu erhalten. So beugen Sie möglichen Inzuchtproblemen vor.

Was braucht man für die Samenernte?

Für die Samenernte benötigen Sie:

  • Ein scharfes Messer zum Öffnen der Früchte
  • Löffel zum Herauskratzen der Samen
  • Sieb zum Waschen der Samen
  • Küchenpapier oder Tücher zum Trocknen
  • Beschriftete Papiertüten oder Gläser zur Aufbewahrung

Alle Werkzeuge sollten sauber sein, um eine Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden. Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Ich desinfiziere mein Messer vor der Samenernte immer kurz mit heißem Wasser. Das mag vielleicht übervorsichtig erscheinen, aber so gehe ich auf Nummer sicher.

Mit der richtigen Vorbereitung und etwas Geduld können Sie bald Ihre eigenen Hörnchenkürbisse vermehren. Es ist ein spannender Prozess, der uns die Natur aus einer ganz neuen Perspektive erleben lässt. Viel Erfolg bei Ihrem Anbau-Abenteuer!

Die Kunst der Samenernte beim Hörnchenkürbis

Das Öffnen der Frucht - mit Fingerspitzengefühl

Beim Aufschneiden des Hörnchenkürbisses ist etwas Geschick gefragt. Nehmen Sie ein scharfes Messer und schneiden Sie vorsichtig der Länge nach entlang der Krümmung. Ich habe gelernt, nicht zu tief zu schneiden, um die wertvollen Samen nicht versehentlich zu verletzen. Die einzigartige Form des Kürbisses macht es zum Glück einfacher, als man denkt!

Die Schatzsuche: Samen entnehmen

Im Inneren erwartet Sie ein Nest aus Samen, eingebettet in faseriges Fruchtfleisch. Löffeln Sie die kleinen Schätze behutsam heraus. Bei wirklich reifen Früchten geht das meist wie von selbst. Falls sich die Samen hartnäckig festhalten, ist es manchmal besser, dem Kürbis noch ein paar Tage Ruhe zu gönnen. Geduld zahlt sich hier aus, glauben Sie mir.

Saubere Sache: Samen reinigen

Jetzt heißt es: Ab unter die Dusche für die Samen! Spülen Sie sie in einem Sieb unter fließendem Wasser und reiben Sie sie sanft zwischen den Fingern. Eine gründliche Reinigung beugt später Schimmel vor. Bei besonders hartnäckigen Fasern hilft ein kurzes Bad im Wasser - das erleichtert die Reinigung ungemein.

Trockenzeit: Der Weg zum lagerfähigen Saatgut

Nach dem Waschen brauchen die Samen eine Auszeit zum Trocknen. Verteilen Sie sie auf einem sauberen Tuch oder Küchenpapier an einem luftigen, warmen Plätzchen. Ich drehe die Samen ab und zu um, damit sie gleichmäßig trocknen können. Es kann einige Tage dauern, bis sie wirklich trocken sind. Ein kleiner Test verrät Ihnen, ob sie bereit sind: Trockene Samen brechen beim Biegen, statt sich zu verbiegen.

Schatzkammer: Die richtige Lagerung der Hörnchenkürbissamen

Das passende Zuhause für Ihre Samen

Für die Aufbewahrung Ihrer getrockneten Schätze eignen sich luftdichte Behälter wunderbar. Auch Papiertüten oder -umschläge sind eine gute Wahl, da sie überschüssige Feuchtigkeit aufsaugen können. Finger weg von Plastiktüten - die können Feuchtigkeit einschließen und Ihre Mühen zunichtemachen. Kleine Schraubgläser sind meine persönlichen Favoriten: Sie schützen die Samen vor Feuchtigkeit und neugierigen Nagern.

Die perfekten Bedingungen für einen langen Winterschlaf

Die richtige Lagerung entscheidet über Wohl und Wehe Ihrer Samen. Suchen Sie ihnen ein kühles, trockenes und dunkles Plätzchen. Ein Kellerraum oder eine ungeheizte Abstellkammer sind ideal. Die Samen fühlen sich bei Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad am wohlsten. Vermeiden Sie Temperaturschwankungen und direkte Sonneneinstrahlung - beides kann die Keimkraft beeinträchtigen.

Ordnung muss sein: Beschriftung und Dokumentation

Eine sorgfältige Beschriftung der Behälter hilft Ihnen, den Überblick zu behalten. Notieren Sie auf einem Etikett den Namen der Sorte, das Erntedatum und vielleicht noch besondere Merkmale der Mutterpflanze. Ich führe zusätzlich ein Gartentagebuch, in dem ich Anbaubedingungen, Erntezeitpunkt und Besonderheiten der Saison festhalte. Diese Informationen sind Gold wert für die nächste Anbausaison und helfen mir, meine Anbaumethoden stetig zu verbessern.

Mit diesen Schritten können Sie die Samen Ihres Hörnchenkürbisses sicher durch den Winter bringen. Die Selbstvermehrung spart nicht nur Geld, sondern eröffnet Ihnen auch die spannende Möglichkeit, Ihre eigenen, perfekt an Ihren Garten angepassten Sorten zu entwickeln. Ein kleiner Tipp zum Schluss: Bei Hybridsorten können die Nachkommen manchmal etwas aus der Art schlagen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, setzen Sie auf samenfeste Sorten. Egal wie Sie sich entscheiden - das Experimentieren mit der Samenzucht ist eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Viel Spaß dabei!

Vorbereitung zur Aussaat von Hörnchenkürbis

Die Aussaat von Hörnchenkürbis erfordert etwas Vorbereitung, damit die Pflanzen optimal gedeihen können. Eine Keimprobe ist dabei der erste wichtige Schritt. Legen Sie einfach ein paar Samen zwischen feuchtes Küchenpapier und bewahren Sie sie an einem warmen Ort auf. Nach ungefähr einer Woche sollten Sie die ersten Keimlinge sehen können. So bekommen Sie einen guten Eindruck von der Qualität Ihres Saatguts.

Keimprobe durchführen

Für einen aussagekräftigen Test nehmen Sie am besten etwa 10 Samen und wickeln sie in ein feuchtes Tuch oder Küchenpapier. Das Ganze kommt dann in eine Plastiktüte und an einen warmen Ort mit etwa 20-25°C. Nach 5-7 Tagen sollten die ersten Keimlinge sichtbar sein. Wenn mehr als 80% der Samen keimen, können Sie von einer guten Qualität ausgehen.

Saatgutbehandlung vor der Aussaat

Um die Keimung zu beschleunigen, können Sie die Samen vor der Aussaat in lauwarmem Wasser einweichen. Lassen Sie sie rund 12-24 Stunden quellen. Das macht die harte Samenschale weicher und fördert eine schnellere Keimung. Seien Sie danach vorsichtig beim Umgang mit den Samen, da sie nun empfindlicher sind.

Zeitpunkt und Methoden der Aussaat

Der ideale Zeitpunkt für die Aussaat von Hörnchenkürbis liegt zwischen Mitte April und Anfang Mai. Sie haben die Wahl zwischen direkter Aussaat ins Freiland oder Vorziehen in Töpfen. Bei der Direktsaat warten Sie am besten, bis keine Frostgefahr mehr besteht und sich der Boden auf mindestens 12°C erwärmt hat. Legen Sie 2-3 Samen pro Pflanzloch etwa 2-3 cm tief in die Erde. Zwischen den Pflanzlöchern sollte ein Abstand von ungefähr 1 Meter sein.

Für die Vorkultur säen Sie die Samen einzeln in kleine Töpfe mit nährstoffarmer Anzuchterde. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht und stellen Sie die Töpfe an einen hellen, warmen Ort. Nach etwa 2-3 Wochen können Sie die Jungpflanzen ins Freiland umsetzen.

Pflege der Jungpflanzen

Sobald die Hörnchenkürbis-Pflanzen gekeimt sind, brauchen sie besondere Aufmerksamkeit und Pflege, um sich zu kräftigen Pflanzen zu entwickeln.

Standortanforderungen

Hörnchenkürbisse gedeihen am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit nährstoffreichem, humushaltigem Boden. Der Boden sollte locker und gut durchlässig sein. Ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 ist optimal. Bereiten Sie den Boden vor der Pflanzung gründlich vor, indem Sie ihn tief lockern und mit reifem Kompost anreichern.

In meinem Garten habe ich die Erfahrung gemacht, dass Hörnchenkürbisse besonders gut an Stellen wachsen, die vor starkem Wind geschützt sind. Ein Platz an einer sonnigen Hauswand oder neben einem Zaun kann sich als ideal erweisen.

Bewässerung und Düngung

Regelmäßige Bewässerung ist für Hörnchenkürbisse sehr wichtig, besonders während sie wachsen und Früchte bilden. Der Boden sollte stets feucht, aber nicht nass sein. Am besten gießen Sie morgens und vermeiden es, die Blätter zu befeuchten, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.

Was die Düngung angeht, sind Hörnchenkürbisse echte Nährstoff-Liebhaber. Eine Grunddüngung mit gut verrottetem Kompost vor der Pflanzung ist empfehlenswert. Während der Wachstumsphase können Sie alle 2-3 Wochen mit einem organischen Flüssigdünger nachdüngen. Seien Sie vorsichtig mit Stickstoff - zu viel davon kann zu üppigem Blattwachstum führen, was auf Kosten der Fruchtbildung geht.

Rankhilfen und Aufbinden

Obwohl Hörnchenkürbisse zu den Kletterpflanzen gehören, brauchen sie oft etwas Unterstützung. Stabile Rankhilfen wie Zäune, Gitter oder Pergolen sind ideal. Sie können auch ein Tipi aus Bambusstangen bauen, an dem die Pflanzen emporranken können.

Sobald die Ranken etwa 30 cm lang sind, fangen Sie an, sie vorsichtig an die Rankhilfen zu leiten. Verwenden Sie weiche Materialien wie Bast oder spezielle Pflanzbinder, um die Ranken anzubinden, ohne sie zu verletzen. Regelmäßiges Aufbinden alle paar Tage hilft den Pflanzen, sich gut zu entwickeln und verhindert, dass sie sich am Boden ausbreiten, wo sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge wären.

Ein kleiner Tipp aus meinem Garten: Ich habe festgestellt, dass das Aufbinden am frühen Morgen am besten funktioniert. Zu dieser Zeit sind die Pflanzen noch flexibel und lassen sich leichter in die gewünschte Richtung lenken.

Herausforderungen und Lösungen beim Hörnchenkürbisanbau

Wenn Krankheiten und Schädlinge zuschlagen

Der Anbau von Hörnchenkürbis kann uns Gärtner vor einige Herausforderungen stellen. Mehltau und Fusarium-Welke sind zwei Plagegeister, die uns das Leben schwer machen können. Beim Mehltau hilft oft schon eine gute Luftzirkulation und das konsequente Entfernen befallener Blätter. Die Fusarium-Welke ist da schon hartnäckiger - hier bleibt uns leider nichts anderes übrig, als befallene Pflanzen zu entfernen und zu vernichten.

Was die Schädlinge angeht, so hatte ich in meinem Garten schon öfter mit Blattläusen und Spinnmilben zu kämpfen. Bei den Blattläusen greife ich gerne zu einem kräftigen Wasserstrahl oder setze auf die Hilfe von Marienkäfern. Gegen Spinnmilben hat sich regelmäßiges Besprühen der Blattunterseiten als wirksam erwiesen.

Wenn die Bestäubung nicht klappt

Unsere Hörnchenkürbisse sind auf fleißige Insekten angewiesen. Manchmal, besonders in geschlossenen Räumen, kann es da zu Problemen kommen. In solchen Fällen schlüpfe ich selbst in die Rolle der Biene und bestäube die Blüten von Hand. Mit einem feinen Pinsel übertrage ich den Pollen von den männlichen auf die weiblichen Blüten - eine etwas knifflige, aber durchaus befriedigende Aufgabe!

Tücken bei der Samenlagerung

Die Lagerung der wertvollen Samen will gut überlegt sein. Zu viel Feuchtigkeit und die kleinen Schätze können schimmeln, zu warm und sie keimen vorzeitig. Ich bewahre meine Samen in luftdichten Behältern bei etwa 10°C auf. Ein kühles Plätzchen im Keller hat sich bei mir bewährt.

Nachhaltiger Anbau: Mehr als nur Gemüsezucht

Warum sich Selbstvermehrung lohnt

Die Selbstvermehrung von Hörnchenkürbis ist für mich mehr als nur Geldsparerei. Klar, man spart sich das Saatgut, aber es geht um so viel mehr! Wir können gezielt Pflanzen mit den Eigenschaften auswählen, die wir schätzen. Zudem tragen wir aktiv zur Erhaltung alter Sorten bei und fördern die genetische Vielfalt in unserem Garten. Das gibt mir jedes Mal ein gutes Gefühl!

So klappt's mit der Samenernte und -lagerung

Bei der Samenernte greife ich immer zu den reifsten und gesündesten Früchten. Die Samen reinige ich gründlich und lasse sie vollständig trocknen, bevor sie in luftdichte Behälter kommen. Eine genaue Beschriftung mit Sortenname und Erntejahr hat mir schon oft geholfen, den Überblick zu behalten.

Für die Lagerung suche ich mir ein kühles, trockenes Plätzchen. Ein dunkles Regal im Keller tut's auch. Hin und wieder werfe ich einen prüfenden Blick auf meine Samensammlung - sicher ist sicher!

Der Garten als Kreislauf

Die Selbstvermehrung von Hörnchenkürbis ist für mich ein Paradebeispiel für Kreislaufwirtschaft im Garten. Neben den Samen nutze ich auch andere Teile der Pflanze. Die Ranken wandern auf den Kompost oder dienen als Mulch. Selbst die Schalen der Früchte finden ihren Weg zurück in den Boden und verbessern so die Qualität für die nächste Generation.

Dieser Kreislauf fasziniert mich immer wieder: Aus selbst gewonnenen Samen wachsen neue Pflanzen, die wiederum Früchte und Biomasse für den Garten liefern. So reduziere ich nicht nur Abfall, sondern verbessere langfristig die Bodenfruchtbarkeit. Ein schöner Gedanke, finde ich!

Hörnchenkürbis: Ein Gemüse mit Zukunft

Für mich ist der Anbau von Hörnchenkürbis mehr als nur Gemüsezucht - er ist mein persönlicher Beitrag zu Nachhaltigkeit und Artenvielfalt. Jeder von uns Gärtnern kann durch Selbstvermehrung und bewussten Umgang mit Ressourcen dazu beitragen, alte Sorten zu erhalten und die genetische Vielfalt zu fördern. Sicher, es gibt Herausforderungen, aber die sind überwindbar. Und die Belohnung in Form von leckeren Früchten und eigenem Saatgut ist es allemal wert. Ich kann nur sagen: Probieren Sie es aus! Ihr Garten und die Umwelt werden es Ihnen danken - und ich wette, Sie werden genauso begeistert sein wie ich!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist ein Hörnchenkürbis und woher stammt er ursprünglich?
    Der Hörnchenkürbis, auch als Inkagurke bekannt, ist eine exotische Kürbissorte mit charakteristischen hornförmigen Früchten. Seine Wurzeln liegen in den peruanischen Anden, wo er ursprünglich beheimatet ist. Trotz seiner tropischen Herkunft hat sich der Hörnchenkürbis als erstaunlich anpassungsfähig an das europäische Klima erwiesen. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre ungewöhnliche Form und vielseitige Verwendungsmöglichkeiten aus. Als Kletterpflanze erobert sie mit ihren Ranken schnell Zäune, Pergolen oder Rankgerüste. Die namensgebenden hornförmigen Früchte entwickeln sich entlang der Ranken und können bei optimaler Pflege reichlich geerntet werden. Eine einzelne Pflanze kann unter guten Bedingungen über 20 Früchte produzieren. Der Hörnchenkürbis hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Trendsetter in deutschen Gärten entwickelt und begeistert Hobbygärtner durch seine außergewöhnliche Optik und seinen interessanten Anbau.
  2. Wie funktioniert die Samenernte bei Hörnchenkürbissen?
    Die Samenernte bei Hörnchenkürbissen erfordert etwas Fingerspitzengefühl und die richtige Technik. Zunächst schneiden Sie die vollreifen Früchte vorsichtig der Länge nach entlang der Krümmung auf, ohne zu tief zu schneiden, um die wertvollen Samen nicht zu verletzen. Im Inneren finden Sie die Samen eingebettet in faseriges Fruchtfleisch. Löffeln Sie die Samen behutsam heraus - bei wirklich reifen Früchten geht das meist problemlos. Anschließend werden die Samen gründlich unter fließendem Wasser in einem Sieb gereinigt, wobei Sie sie sanft zwischen den Fingern reiben. Bei hartnäckigen Fasern hilft ein kurzes Wasserbad. Nach der Reinigung müssen die Samen vollständig trocknen. Verteilen Sie sie auf sauberem Küchenpapier an einem luftigen, warmen Ort und wenden Sie sie regelmäßig. Vollständig getrocknete Samen brechen beim Biegen, statt sich zu verbiegen. Dieser Prozess kann einige Tage dauern, ist aber entscheidend für die spätere Lagerfähigkeit.
  3. Welche Vorteile bietet die Selbstvermehrung von Hörnchenkürbissamen?
    Die Selbstvermehrung von Hörnchenkürbissamen bietet zahlreiche überzeugende Vorteile für jeden Hobbygärtner. Zum einen sparen Sie erheblich Geld im Vergleich zum Kauf von Jungpflanzen oder Saatgut. Darüber hinaus können Sie gezielt Pflanzen auswählen, die sich besonders gut an Ihren Garten und dessen spezifische Bedingungen angepasst haben. Dies führt langfristig zu robusteren und ertragreicheren Pflanzen. Ein wichtiger Aspekt ist der Beitrag zum Erhalt seltener oder alter Sorten sowie zur Förderung der genetischen Vielfalt in Ihrem Garten. Durch die Selbstvermehrung werden Sie Teil eines nachhaltigen Kreislaufs und tragen aktiv zur Sortenerhaltung bei. Zusätzlich macht es großen Spaß, den gesamten Lebenszyklus der Pflanze zu begleiten - vom Samen bis zur neuen Frucht erleben Sie alle faszinierenden Entwicklungsstadien mit. Diese Erfahrung vertieft das Verständnis für natürliche Prozesse und schafft eine besondere Verbindung zu Ihren Gartenpflanzen. Schließlich entwickeln Sie durch die Selbstvermehrung wertvolle gärtnerische Fähigkeiten und Erfahrungen.
  4. Warum sind Hörnchenkürbisse besonders robust gegenüber kühlen Temperaturen?
    Hörnchenkürbisse zeigen eine bemerkenswerte Robustheit gegenüber kühleren Temperaturen, was sie von vielen anderen tropischen Pflanzen unterscheidet. Diese Kältetoleranz ist auf ihre Herkunft aus den peruanischen Anden zurückzuführen, wo sie an wechselnde Temperaturen und kühlere Nächte angepasst sind. Im Gegensatz zu wärmeliebenden Kürbissorten vertragen Hörnchenkürbisse leichte Temperaturschwankungen deutlich besser und können auch bei suboptimalen Bedingungen noch erfolgreich wachsen. Diese Eigenschaft ermöglicht es, sie bereits nach den Eisheiligen auszusäen, wenn andere Kürbissorten noch auf wärmere Temperaturen warten müssen. Die Anpassungsfähigkeit zeigt sich auch darin, dass die Pflanzen bis zum ersten leichten Frost im Garten bleiben können, was die Samenreife zusätzlich fördert. Diese Robustheit macht den Hörnchenkürbis zu einer idealen Wahl für Regionen mit kürzeren Sommern oder unbeständigem Wetter. Hobbygärtner schätzen diese Eigenschaft besonders, da sie flexiblere Anbauzeiten ermöglicht und das Risiko von Ernteausfällen durch Kälteeinbrüche reduziert.
  5. Wie viele Früchte kann eine einzelne Hörnchenkürbispflanze produzieren?
    Eine einzelne Hörnchenkürbispflanze kann bei optimalen Bedingungen und guter Pflege beeindruckende Erträge liefern. Erfahrene Gärtner berichten von über 20 Früchten pro Pflanze, was den Hörnchenkürbis zu einer sehr ertragreichen Kürbissorte macht. Diese hohe Produktivität ist auf die Klettereigenschaften der Pflanze zurückzuführen, die es ihr ermöglicht, vertikal zu wachsen und den verfügbaren Raum optimal zu nutzen. Die Früchte entwickeln sich entlang der Ranken, wodurch auch auf begrenztem Raum hohe Erträge möglich sind. Die tatsächliche Anzahl hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Nährstoffversorgung, der Wasserversorgung, dem Standort, der Pflege und den Wetterbedingungen. Regelmäßige Düngung mit organischen Materialien, ausreichende Bewässerung und eine stabile Rankhilfe fördern die Fruchtbildung erheblich. Auch die rechtzeitige Bestäubung der Blüten spielt eine entscheidende Rolle. Bei suboptimalen Bedingungen können immer noch 10-15 Früchte pro Pflanze erreicht werden, was immer noch einen sehr guten Ertrag darstellt.
  6. Worin unterscheidet sich die Inkagurke von anderen Kürbissorten?
    Die Inkagurke, wie der Hörnchenkürbis auch genannt wird, unterscheidet sich in mehreren wichtigen Merkmalen von herkömmlichen Kürbissorten. Der auffälligste Unterschied ist die charakteristische hornförmige, gebogene Gestalt der Früchte, die ihr den Namen verleiht. Während typische Kürbisse meist rund oder oval sind, zeigt die Inkagurke eine unverwechselbare längliche, gekrümmte Form. Ein weiterer bedeutender Unterschied liegt in den Klettereigenschaften: Anders als bodennah wachsende Kürbissorten rankt die Inkagurke mit ihren Ranken aktiv in die Höhe und benötigt entsprechende Rankhilfen. Dies ermöglicht eine platzsparende Kultivierung auch in kleineren Gärten. Bemerkenswert ist auch die bereits erwähnte Kältetoleranz, die sie robuster macht als viele andere Kürbisarten. Die Früchte haben zudem eine andere Textur und einen eigenen Geschmack, der sie für spezielle kulinarische Verwendungen interessant macht. Während andere Kürbisse oft dickschalig sind, besitzt die Inkagurke eine dünnere, zartere Schale. Diese Eigenschaften machen sie zu einer einzigartigen Bereicherung für jeden Gemüsegarten und erklären ihre wachsende Beliebtheit bei experimentierfreudigen Gärtnern.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Kletterpflanzen und Rankpflanzen im Gartenanbau?
    Kletterpflanzen und Rankpflanzen werden oft synonym verwendet, unterscheiden sich aber in ihren Klettertechniken und Anbauanforderungen. Echte Kletterpflanzen nutzen verschiedene Mechanismen: Haftwurzeln, Saugnäpfe oder sich windende Triebe, um sich an Oberflächen festzuhalten. Rankpflanzen hingegen verwenden spezialisierte Ranken - fadenförmige Organe, die sich um Stützen winden. Der Hörnchenkürbis gehört zu den Rankpflanzen, da er mit seinen Ranken nach Halt sucht und sich spiralförmig um geeignete Stützen windet. Diese Unterscheidung ist wichtig für die Auswahl der richtigen Rankhilfen. Rankpflanzen benötigen Strukturen, die ihre Ranken umschlingen können - dünne Stäbe, Drähte oder Netze sind ideal. Kletterpflanzen können sich dagegen an glatten Wänden oder dickeren Stützen festhalten. Im Gartenanbau bedeutet dies, dass für Rankpflanzen wie den Hörnchenkürbis filigranere Rankhilfen erforderlich sind. Erfahrene Gärtner wissen, dass das Verständnis dieser Unterschiede entscheidend für den Erfolg beim vertikalen Gärtnern ist und die richtige Auswahl der Stützkonstruktionen ermöglicht.
  8. Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Aussaat nach den Eisheiligen?
    Der optimale Zeitpunkt für die Aussaat von Hörnchenkürbis liegt zwischen Mitte April und Anfang Mai, wobei die Eisheiligen (11.-15. Mai) eine wichtige Orientierung bieten. Nach den Eisheiligen ist die Gefahr von späten Nachtfrösten weitgehend gebannt, was für wärmeliebende Pflanzen entscheidend ist. Für die Direktsaat ins Freiland sollten Sie warten, bis sich der Boden auf mindestens 12°C erwärmt hat und keine Frostgefahr mehr besteht. Ein bewährter Termin ist die Zeit zwischen dem 15. und 20. Mai. Bei der Vorkultur in Töpfen können Sie bereits Mitte April beginnen und die vorgezogenen Pflanzen dann nach den Eisheiligen ins Freiland setzen. Die Bodentemperatur können Sie mit einem Bodenthermometer messen oder durch die Faustregel prüfen: Wenn Sie barfuß problemlos auf der Erde stehen können, ist sie meist warm genug. Regionale Unterschiede spielen eine Rolle - in milderen Weinbauregionen kann früher ausgesät werden als in höheren oder nördlicheren Lagen. Die Wettervorhersage sollte ebenfalls berücksichtigt werden, um kurzfristige Kälteeinbrüche zu vermeiden.
  9. Wo kann man hochwertiges Hörnchenkürbis Saatgut kaufen?
    Hochwertiges Hörnchenkürbis Saatgut erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die sich auf seltene und exotische Sorten konzentrieren. Samen.de gehört zu den etablierten Anbietern, die ein breites Sortiment an Kürbissamen führen und besonderen Wert auf Qualität und Keimfähigkeit legen. Bei der Auswahl sollten Sie auf samenfeste Sorten achten, da diese im Gegensatz zu Hybridsorten keimfähige Nachkommen produzieren. Achten Sie auf Anbieter, die Informationen zur Herkunft, zum Erntejahr und zur Keimrate bereitstellen. Seriöse Händler bieten oft Anzuchtanleitungen und Sortendetails mit. Online-Gartenshops haben den Vorteil eines größeren Sortiments, während lokale Gartencenter persönliche Beratung bieten. Tauschbörsen und Gärtnervereine sind weitere Quellen für seltene Sorten, oft mit wertvollen Erfahrungsberichten anderer Anbauer. Beim Kauf sollten Sie auf luftdichte Verpackung, aktuelles Erntedatum und Angaben zur Lagerung achten. Qualitätssaatgut kostet etwas mehr, zahlt sich aber durch höhere Keimraten und bessere Erträge aus. Bewertungen anderer Kunden können zusätzliche Orientierung geben.
  10. Welche Rankhilfen eignen sich am besten für den Anbau von Kürbissen?
    Für den erfolgreichen Anbau von Hörnchenkürbissen sind stabile und durchdachte Rankhilfen essentiell. Bewährt haben sich robuste Konstruktionen wie Metallgitter, Pergolen oder selbstgebaute Rankgerüste aus Holz. Bambusstangen eignen sich hervorragend als natürliche Alternative und können zu Tipis oder Pyramiden zusammengestellt werden. Wichtig ist, dass die Rankhilfe das Gewicht der ausgewachsenen Pflanze samt Früchten tragen kann - bei ertragreichen Pflanzen mit über 20 Früchten kommen beträchtliche Gewichte zusammen. Die Struktur sollte den Ranken genügend Halt bieten, wobei Durchmesser von 1-3 cm optimal sind. Zu dicke Stützen können die feinen Ranken nicht umfassen. Drahtgeflechte oder Ranknetze funktionieren ebenfalls gut und sind kostengünstig. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten verschiedene Rankgerüste und können bei der Auswahl beraten. Die Rankhilfe sollte mindestens 2 Meter hoch sein, da Hörnchenkürbisse beträchtliche Höhen erreichen können. Eine gute Verankerung im Boden ist wichtig, um auch bei Wind Stabilität zu gewährleisten. Regelmäßiges Aufbinden der Ranken mit weichem Material unterstützt die Pflanze beim Klettern.
  11. Wie beeinflusst der pH-Wert des Bodens das Wachstum von Kürbispflanzen?
    Der pH-Wert des Bodens spielt eine entscheidende Rolle für das optimale Wachstum von Hörnchenkürbissen und beeinflusst maßgeblich die Nährstoffaufnahme der Pflanzen. Der ideale pH-Bereich liegt zwischen 6,0 und 7,5, wobei leicht saure bis neutrale Bedingungen bevorzugt werden. In diesem Bereich können die Pflanzen alle wichtigen Nährstoffe optimal aufnehmen. Bei zu saurem Boden (unter pH 5,5) werden wichtige Nährstoffe wie Kalium, Phosphor und Magnesium schlechter verfügbar, was zu Wachstumsstörungen und Mangelerscheinungen führen kann. Gleichzeitig können Schwermetalle wie Aluminium in toxischen Konzentrationen freigesetzt werden. Bei zu alkalischem Boden (über pH 8,0) werden Spurenelemente wie Eisen, Mangan und Zink schlecht verfügbar, was Chlorosen und schwaches Wachstum zur Folge hat. Den pH-Wert können Sie mit einfachen Teststreifen oder einem digitalen pH-Messgerät bestimmen. Saure Böden lassen sich mit Kalk anheben, alkalische Böden durch Zugabe von Kompost, Torf oder schwefelbasierten Produkten senken. Eine regelmäßige pH-Kontrolle und entsprechende Anpassung sind wichtige Grundlagen für erfolgreichen Kürbisanbau.
  12. Welche Rolle spielt die Bestäubung bei der Fruchtbildung von Hörnchenkürbissen?
    Die Bestäubung ist für die Fruchtbildung von Hörnchenkürbissen von entscheidender Bedeutung, da diese Pflanzen getrenntgeschlechtliche Blüten tragen. Männliche und weibliche Blüten befinden sich auf derselben Pflanze, aber die Pollen müssen von den männlichen zu den weiblichen Blüten übertragen werden, damit sich Früchte entwickeln können. Diese Aufgabe übernehmen normalerweise Bienen, Hummeln und andere Bestäuberinsekten. Die weiblichen Blüten sind an dem kleinen Fruchtknoten am Blütenstiel erkennbar, während männliche Blüten auf dünnen Stielen sitzen. Ohne erfolgreiche Bestäubung entwickeln sich keine Früchte oder diese bleiben klein und fallen ab. In geschlossenen Räumen oder bei geringer Insektenaktivität kann eine Handbestäubung notwendig werden. Dabei übertragen Sie mit einem feinen Pinsel oder Wattestäbchen den Pollen von männlichen auf weibliche Blüten. Am besten erfolgt dies morgens, wenn die Blüten frisch geöffnet sind und der Pollen noch feucht ist. Eine reiche Bestäubung führt zu vollständig entwickelten Früchten mit vielen keimfähigen Samen. Gärtner können die Bestäubung fördern, indem sie insektenfreundliche Pflanzen in der Nähe kultivieren.
  13. Wie wirkt sich die Luftfeuchtigkeit auf die Samenlagerung aus?
    Die Luftfeuchtigkeit hat einen entscheidenden Einfluss auf die erfolgreiche Lagerung von Hörnchenkürbissamen und bestimmt maßgeblich deren Haltbarkeit und Keimfähigkeit. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit (über 70%) besteht die Gefahr von Schimmelbildung, was die Samen unbrauchbar macht und gesundheitsschädliche Toxine produzieren kann. Zu niedrige Luftfeuchtigkeit (unter 30%) kann die Samen austrocknen und ihre Keimkraft reduzieren. Die optimale relative Luftfeuchtigkeit für die Samenlagerung liegt zwischen 40-60%. In diesem Bereich bleiben die Samen stabil und keimfähig. Zur Kontrolle der Feuchtigkeit eignen sich luftdichte Behälter mit Schraubverschluss besonders gut. Silicagel-Päckchen können überschüssige Feuchtigkeit absorbieren, während Reis oder Kieselgel als natürliche Feuchtigkeitsregulatoren dienen. Papiertüten sind für die Langzeitlagerung weniger geeignet, da sie Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnehmen können. Ein kühler, trockener Lagerort wie ein Keller oder ein ungeheizter Dachboden mit stabiler Luftfeuchtigkeit ist ideal. Regelmäßige Kontrollen der gelagerten Samen helfen, Feuchtigkeitsprobleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
  14. Welche Nährstoffe benötigen Hörnchenkürbisse während der Wachstumsphase?
    Hörnchenkürbisse sind echte Starkzehrer und benötigen während ihrer Wachstumsphase eine ausgewogene und reichliche Nährstoffversorgung. Stickstoff ist besonders wichtig für das Blattwachstum und die Entwicklung der Ranken, sollte aber nicht überdosiert werden, da dies zu Lasten der Fruchtbildung gehen kann. Phosphor fördert die Blüten- und Fruchtentwicklung sowie ein gesundes Wurzelwachstum. Kalium stärkt die allgemeine Widerstandsfähigkeit und verbessert die Qualität der Früchte. Magnesium ist als zentraler Bestandteil des Chlorophylls für die Photosynthese unerlässlich. Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Zink und Bor sind in kleineren Mengen, aber dennoch wichtig für verschiedene Stoffwechselprozesse. Eine Grunddüngung mit gut verrottetem Kompost vor der Pflanzung stellt eine breite Nährstoffbasis bereit. Während der Wachstumsphase empfiehlt sich eine regelmäßige Nachdüngung alle 2-3 Wochen mit organischem Flüssigdünger. Spezialisierte Gartenhändler bieten ausgewogene Gemüsedünger, die alle wichtigen Nährstoffe enthalten. Überdüngung sollte vermieden werden, da sie zu übermäßigem Blattwachstum und erhöhter Krankheitsanfälligkeit führen kann.
  15. Wie führt man eine Keimprobe bei Kürbissamen richtig durch?
    Eine Keimprobe ist ein wichtiger Test, um die Qualität und Keimfähigkeit von Kürbissamen vor der eigentlichen Aussaat zu überprüfen. Nehmen Sie etwa 10 repräsentative Samen aus Ihrem Vorrat - diese Anzahl ermöglicht eine statistisch aussagekräftige Bewertung. Legen Sie die Samen zwischen feuchtes, aber nicht tropfnasses Küchenpapier oder ein sauberes Tuch. Das Material sollte gleichmäßig feucht sein, aber nicht im Wasser schwimmen. Legen Sie die eingewickelten Samen in eine Plastiktüte oder einen verschließbaren Behälter, um ein Austrocknen zu verhindern. Stellen Sie den Behälter an einen warmen Ort mit konstanten 20-25°C - ein Heizungskeller oder die Oberseite des Kühlschranks eignen sich gut. Kontrollieren Sie täglich die Feuchtigkeit und befeuchten Sie das Papier bei Bedarf nach. Nach 5-7 Tagen sollten die ersten Keimlinge sichtbar werden. Zählen Sie nach 10-14 Tagen alle gekeimten Samen. Eine Keimrate von über 80% gilt als sehr gut, 60-80% als befriedigend. Bei niedrigeren Keimraten sollten Sie mehr Samen aussäen oder neues Saatgut besorgen.
  16. Was sind die wichtigsten Schritte bei der Trocknung von Pflanzsamen?
    Die ordnungsgemäße Trocknung ist entscheidend für die Haltbarkeit und Keimfähigkeit von Pflanzsamen. Zunächst müssen die Samen nach der Ernte gründlich gereinigt und von allen Fruchtfleischresten befreit werden, da diese Fäulnisprozesse fördern können. Anschließend werden die Samen dünn auf sauberen, luftdurchlässigen Unterlagen wie Küchenpapier, Sieben oder flachen Schalen verteilt. Wichtig ist, dass sie sich nicht berühren, damit die Luft frei zirkulieren kann. Der Trocknungsplatz sollte warm (18-25°C), luftig und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein. Ein gut belüfteter Dachboden oder ein trockener Raum sind ideal. Die Samen müssen regelmäßig gewendet werden, um eine gleichmäßige Trocknung zu gewährleisten und Schimmelbildung zu verhindern. Je nach Samengröße und -typ dauert die Trocknung 1-3 Wochen. Vollständig getrocknete Samen sollten knacken oder brechen, wenn sie gebogen werden, anstatt sich zu biegen. Die Restfeuchtigkeit sollte unter 10% liegen. Nach der Trocknung können die Samen in luftdichte Behälter umgefüllt und kühl und trocken gelagert werden.
  17. Ist es wahr, dass Hybridsorten keine keimfähigen Samen produzieren?
    Dies ist ein weit verbreiteter Mythos, der präzisiert werden muss. Hybridsorten produzieren durchaus keimfähige Samen, aber die daraus entstehenden Pflanzen entsprechen nicht den Eigenschaften der Elternpflanzen. Hybride entstehen durch gezielte Kreuzung zweier verschiedener Sorten mit gewünschten Eigenschaften. Die erste Generation (F1-Hybride) zeigt meist die besten Eigenschaften beider Eltern. Sät man jedoch Samen dieser F1-Pflanzen aus, spalten sich die Eigenschaften in der nächsten Generation (F2) wieder auf - ein Phänomen, das auf die Mendelschen Vererbungsgesetze zurückgeht. Die Nachkommen können sehr unterschiedlich aussehen und oft schlechtere Eigenschaften zeigen als die Hybridsorte. Manche Früchte können bitter oder ungenießbar sein, andere zeigen unerwünschte Farben oder Formen. Aus diesem Grund ist es nicht empfehlenswert, Samen von Hybridsorten zu verwenden. Für die Selbstvermehrung sollten Sie samenfeste Sorten wählen, die stabile, gleichbleibende Eigenschaften an ihre Nachkommen weitergeben. Erfahrene Gärtner und spezialisierte Händler können bei der Auswahl geeigneter samenfester Sorten beraten und entsprechendes Saatgut anbieten.
  18. Welche regionalen Besonderheiten gibt es beim Anbau von Kürbisgewächsen in Deutschland?
    Der Anbau von Kürbisgewächsen in Deutschland unterliegt verschiedenen regionalen Besonderheiten, die hauptsächlich durch Klima und Bodenverhältnisse bestimmt werden. In südlichen Weinbauregionen wie Baden-Württemberg oder der Pfalz herrschen mildere Temperaturen, die eine frühere Aussaat und längere Vegetationsperioden ermöglichen. Hier können auch wärmebedürftigere Sorten erfolgreich angebaut werden. In nördlichen Regionen und höheren Lagen ist die Anbausaison kürzer, weshalb robuste Sorten wie der Hörnchenkürbis besonders geschätzt werden. Küstenregionen profitieren von ausgeglichenen Temperaturen, müssen aber mit höherer Luftfeuchtigkeit und Windexpositionen umgehen. In kontinental geprägten Gebieten Ostdeutschlands können späte Fröste im Frühjahr und frühe im Herbst die Anbauzeit begrenzen. Bodenverhältnisse variieren ebenfalls regional: Während sandige Böden in Brandenburg eine gute Drainage bieten, können schwere Lehmböden in anderen Regionen Staunässe verursachen. Viele Gärtner haben sich an diese lokalen Bedingungen angepasst und bevorzugen Sorten, die in ihrer Region traditionell gut gedeihen. Lokale Gartenbauvereine und regionale Saatgutzüchter bieten oft wertvolle Erfahrungen und angepasste Sorten.
  19. Wie unterscheiden sich samenfeste Sorten von handelsüblichen Gartensamen?
    Samenfeste Sorten und handelsübliche Gartensamen unterscheiden sich grundlegend in ihren Eigenschaften und ihrer Vermehrbarkeit. Samenfeste Sorten, auch als "open pollinated" bezeichnet, geben ihre Eigenschaften stabil an die nächste Generation weiter. Aus ihren Samen entstehen Pflanzen mit praktisch identischen Merkmalen wie Größe, Form, Farbe und Geschmack. Diese Sorten können über Generationen hinweg selbst vermehrt werden, ohne dass sich die Eigenschaften verschlechtern. Handelsübliche Gartensamen sind häufig F1-Hybride, die durch gezielte Kreuzung verschiedener Linien entstehen. Diese zeigen oft verbesserte Eigenschaften wie höhere Erträge, Krankheitsresistenz oder Einheitlichkeit, können aber nicht sortenecht vermehrt werden. Ihre Nachkommen spalten in der nächsten Generation auf und zeigen unvorhersagbare Eigenschaften. Samenfeste Sorten sind besonders wertvoll für Selbstversorger und Hobbygärtner, die eigenes Saatgut gewinnen möchten. Sie tragen zur Erhaltung der genetischen Vielfalt bei und ermöglichen es Gärtnern, ihre Sorten über Jahre hinweg an die lokalen Bedingungen anzupassen. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen beide Kategorien und kennzeichnen sie entsprechend, um Gärtnern die bewusste Auswahl zu ermöglichen.
  20. Welche Vorteile bietet biologischer Anbau gegenüber konventionellem Gemüseanbau?
    Biologischer Anbau bietet zahlreiche Vorteile gegenüber konventionellen Methoden, sowohl für die Umwelt als auch für die Gesundheit und die Bodenqualität. Im biologischen Anbau werden keine synthetischen Pestizide, Herbizide oder Fungizide eingesetzt, was die Belastung von Boden, Wasser und Luft reduziert. Stattdessen kommen natürliche Schädlingsbekämpfungsmethoden wie Nützlinge, Fruchtfolgen und resistente Sorten zum Einsatz. Die Düngung erfolgt ausschließlich mit organischen Materialien wie Kompost, Mist oder organischen Handelsdüngern, die den Boden langfristig verbessern und das Bodenleben fördern. Dies führt zu einer besseren Bodenstruktur, höherem Humusgehalt und verbesserter Wasserspeicherkapacität. Biologisch angebautes Gemüse weist oft höhere Gehalte an sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien auf. Der Verzicht auf chemische Spritzmittel schützt Bestäuber und andere nützliche Insekten. Langfristig wird die Biodiversität im Garten gefördert, da sich ein stabiles ökologisches Gleichgewicht entwickelt. Für den Hobbygärtner bedeutet biologischer Anbau auch geringere Kosten, da auf teure Chemikalien verzichtet wird und der Kreislaufgedanke durch Kompostierung und Gründüngung gefördert wird.
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
Produktbild von Kiepenkerl Winterling mit Nahaufnahme der gelben Blüten und Verpackungsinformationen inklusive Pflanzhinweisen. Kiepenkerl Winterling
Inhalt 15 Stück (0,26 € * / 1 Stück)
3,89 € *
Produktbild von Kiepenkerl Hymenocallis festalis Blumenzwiebeln in Verpackung mit Bildern der weißen Blüten und Pflegehinweisen. Kiepenkerl Schönhäutchen Ismene
Inhalt 2 Stück (1,25 € * / 1 Stück)
2,49 € *
Produktbild von Schacht Bio-Tonnen Pulver 750g Streudose mit Angaben zur Verwendung gegen Geruch und Schädlinge in Bio-Tonnen dargestellt durch Abbildungen und Text. Schacht Bio-Tonnen Pulver 750g Streudose
Inhalt 0.75 Kilogramm (15,59 € * / 1 Kilogramm)
11,69 € *
Produktbild von Schacht Bio-Tonnen Pulver 2, 5, kg in einem weißen Eimer mit grünen Label, Abbildung eines grünen Schweins, Produktinformationen und Anwendungshinweise in deutscher Sprache. Schacht Bio-Tonnen Pulver 2,5kg
Inhalt 2.5 Kilogramm (9,20 € * / 1 Kilogramm)
22,99 € *
Kiepenkerl Buschbohne Dior Kiepenkerl Buschbohne Dior
Inhalt 1 Portion
2,89 € *
Kiepenkerl Buschbohne Sonesta Kiepenkerl Buschbohne Sonesta
Inhalt 1 Portion
3,89 € *
Produktbild der Sperli Buschbohne Dorado mit gelben Bohnen und Verpackungsinformationen wie Naturprodukt und Topfeignung. Sperli Buschbohne Dorado
Inhalt 1 Portion
3,39 € *