Krokusse pflegen: Frühlingsboten am richtigen Standort

Krokusse: Farbenfrohe Frühlingsboten und herbstliche Schönheiten

Krokusse verzaubern Gärten mit ihren leuchtenden Blüten im Frühling und Herbst. Diese vielseitigen Zwiebelblumen sind erfreulicherweise pflegeleicht und winterhart.

Das Wichtigste zu Krokussen auf einen Blick

  • Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien
  • Blühen je nach Art im Frühjahr oder Herbst
  • Gedeihen am besten an sonnigen bis halbschattigen Standorten
  • Pflegeleicht und winterhart
  • Vermehrung durch Tochterzwiebeln oder Aussaat möglich

Einführung zu Krokussen

Ursprung und Verbreitung

Krokusse stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien. Die Gattung Crocus umfasst etwa 90 Arten, von denen einige schon seit Jahrhunderten in unseren Gärten kultiviert werden. Bei einem Besuch in den Niederlanden im Frühjahr konnte ich ganze Felder bewundern, die in den zarten Farben der Krokusse leuchteten - ein wahrhaft beeindruckender Anblick, den ich nicht so schnell vergessen werde.

Botanische Merkmale

Krokusse gehören zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Sie bilden unterirdische Knollen, aus denen im Frühling oder Herbst zunächst grasartige Blätter und dann die charakteristischen becherförmigen Blüten sprießen. Interessanterweise öffnen sich die Blüten bei Sonnenschein und schließen sich bei trübem Wetter - ein faszinierendes Naturschauspiel, das man täglich beobachten kann.

Bedeutung als Frühjahrs- und Herbstblüher

Als eine der ersten Blumen, die sich im Frühling zeigen, sind Krokusse wichtige Nahrungsquellen für Insekten. Sie markieren den willkommenen Beginn der Gartensaison. Herbstblühende Arten verlängern die Blütezeit im Garten bis in den Oktober hinein. In meinem Garten habe ich beide Typen angepflanzt und beobachte zweimal im Jahr mit Freude das bunte Treiben der Bienen und Hummeln an den Krokusblüten.

Arten und Sorten von Krokussen

Frühjahrsblühende Krokusse

Großblumiger Krokus (Crocus vernus): Mit seinen großen Blüten in Weiß, Lila oder gestreift ist er der Klassiker unter den Frühjahrskrokussen. Er verwildert leicht und bildet mit der Zeit ausgedehnte Teppiche, was zu einem atemberaubenden Anblick führen kann.

Gartenkrokus (Crocus chrysanthus): Diese Art zeichnet sich durch ihre beeindruckende Farbvielfalt von Gelb über Orange bis hin zu Blau aus. Die Sorten 'Blue Pearl' mit hellblauen Blüten und 'Cream Beauty' in Cremegelb sind besonders beliebt und eine Zierde für jeden Garten.

Elfenkrokus (Crocus tommasinianus): Er ist bekannt für seine zierlichen, lavendelfarbenen Blüten und seine Fähigkeit, sich schnell auszubreiten. Besonders gut geeignet für naturnahe Gärten, wo er sich prächtig entfalten kann.

Herbstblühende Krokusse

Safran-Krokus (Crocus sativus): Aus seinen Narben wird das kostbare Gewürz Safran gewonnen. Die violetten Blüten erscheinen im Oktober und November und verleihen dem Herbstgarten einen besonderen Reiz.

Pracht-Herbstkrokus (Crocus speciosus): Mit seinen großen, lilablauen Blüten ist er ein echter Blickfang im Herbstgarten. Die Sorte 'Albus' blüht reinweiß und setzt einen wunderbaren Kontrast zu herbstlichen Farben.

Besondere Sorten und ihre Eigenschaften

Es gibt zahlreiche Züchtungen mit besonderen Eigenschaften. Die Sorte 'Pickwick' hat lila-weiß gestreifte Blüten, während 'Jeanne d'Arc' mit reinweißen Blüten überzeugt. Für Naturgartenfreunde eignet sich die Wildart Crocus sieberi hervorragend, die sich gut für die Verwilderung eignet und einen natürlichen Charme versprüht.

Standortansprüche und Bodenvorbereitung

Ideale Lichtverhältnisse

Krokusse bevorzugen sonnige Standorte, gedeihen aber auch im lichten Halbschatten. An sonnigen Plätzen öffnen sich die Blüten weiter und die Farben kommen besser zur Geltung. Im Schatten von Laubbäumen fühlen sie sich ebenfalls wohl, da sie ihre Blüten- und Blattentwicklung abschließen, bevor die Bäume volles Laub tragen. Diese Anpassungsfähigkeit macht sie zu vielseitigen Gartenbewohnern.

Bodenanforderungen

Der ideale Boden für Krokusse ist locker, humos und durchlässig. Schwere, lehmige Böden sollten Sie vor der Pflanzung mit Sand oder feinem Kies verbessern. In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, Kompost und etwas Sand in den Lehmboden einzuarbeiten. Seitdem wachsen meine Krokusse sehr gut und erfreuen mich jedes Jahr aufs Neue mit ihrer Blütenpracht.

Drainage und Feuchtigkeit

Eine gute Drainage ist für Krokusse essenziell, da ihre Knollen in staunassem Boden leicht faulen können. Bei der Pflanzung in Töpfen oder Kästen achten Sie unbedingt auf ausreichende Abzugslöcher. Im Gartenboden können Sie die Drainage verbessern, indem Sie eine Schicht Kies oder grober Sand unter die Pflanzstelle einbringen. Diese einfache Maßnahme kann den Erfolg Ihrer Krokuspflanzung entscheidend beeinflussen.

Vorbereitung des Pflanzbeetes

Lockern Sie den Boden gründlich und entfernen Sie Unkraut und Steine. Arbeiten Sie etwas reifen Kompost ein, um die Bodenstruktur zu verbessern. Für eine gute Nährstoffversorgung können Sie vor der Pflanzung eine Handvoll Hornspäne pro Quadratmeter einarbeiten. So schaffen Sie optimale Voraussetzungen für gesunde und blühfreudige Krokusse, die Ihren Garten Jahr für Jahr mit ihrer Pracht bereichern werden.

Krokusse richtig pflanzen: Zeitpunkt und Techniken

Wann Sie Ihre Krokusse pflanzen, hängt von der Sorte ab. Frühjahrsblühende Krokusse sollten im Herbst, etwa zwischen September und November, in die Erde. Für Herbstblüher ist der Spätsommer ideal. Es gibt verschiedene Pflanztechniken, je nachdem, welchen Effekt Sie erzielen möchten:

Einzelpflanzung

Hierbei setzen Sie die Krokusse einzeln in den Boden. Das eignet sich besonders gut für kleinere Flächen oder wenn Sie eine bestimmte Anordnung im Sinn haben. In meinem Vorgarten habe ich damit wunderbare Ergebnisse erzielt.

Gruppenpflanzung

Bei dieser Methode pflanzen Sie mehrere Krokusse dicht beieinander. Das ergibt einen prächtigen Blüheffekt und macht sich hervorragend in Beeten oder als Blickfang im Rasen.

Verwilderung

Hierbei verteilen Sie die Zwiebeln locker über eine größere Fläche und pflanzen sie dort, wo sie landen. Diese natürliche Anordnung sieht besonders schön in Wiesen oder unter lichten Bäumen aus.

Pflanztiefe und -abstand

Setzen Sie die Krokusse etwa 5-10 cm tief, mit der Spitze nach oben. Bei Einzelpflanzungen sollte der Abstand zwischen den Zwiebeln ungefähr 5-10 cm betragen. Für Gruppenpflanzungen können Sie sie enger setzen.

Lasagne-Pflanzung mit anderen Frühjahrsblühern

Eine besonders effektvolle Methode ist die sogenannte Lasagne-Pflanzung. Dabei schichten Sie verschiedene Blumenzwiebeln übereinander. Krokusse eignen sich gut für die oberste Schicht, da sie zu den ersten Frühjahrsblühern gehören. Darunter können größere Zwiebeln wie Tulpen oder Narzissen ihren Platz finden. So erhalten Sie eine lang anhaltende Blütenfolge auf kleinem Raum.

Pflege während der Wachstumsphase

Obwohl Krokusse recht pflegeleicht sind, gibt es einige Punkte zu beachten, um optimales Wachstum und reiche Blüte zu fördern:

Bewässerung

In der Regel brauchen Krokusse keine zusätzliche Bewässerung, es sei denn, es herrscht extreme Trockenheit. In diesem Fall gießen Sie mäßig, um Staunässe zu vermeiden. Zu viel Feuchtigkeit kann zu Fäulnis führen.

Düngung

Eine leichte Düngung im Frühjahr kann das Wachstum fördern. Ein phosphorreicher Dünger unterstützt die Blütenbildung. Vorsicht ist jedoch geboten: Übermäßige Düngung kann zu verstärktem Blattwachstum auf Kosten der Blüten führen.

Umgang mit Unkraut

Entfernen Sie regelmäßig Unkraut um die Krokusse herum, um Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser zu vermeiden. Seien Sie dabei vorsichtig, um die empfindlichen Zwiebeln und Wurzeln nicht zu beschädigen.

Schutz vor Schädlingen und Krankheiten

Krokusse sind zwar recht robust, können aber von einigen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Wühlmäuse und Mäuse finden die Zwiebeln oft besonders lecker. Ein Schutz durch feinmaschige Drahtkörbe beim Pflanzen kann helfen. Pilzkrankheiten wie Botrytis können bei zu feuchten Bedingungen auftreten. Gute Drainage und ausreichende Luftzirkulation beugen dem vor.

Pflege nach der Blüte

Die Zeit nach der Blüte ist entscheidend für die Entwicklung der Krokusse im nächsten Jahr:

Bedeutung des Laubes für die Pflanze

Entfernen Sie das Laub der Krokusse nach der Blüte nicht sofort. Es ist wichtig für die Photosynthese und die Speicherung von Nährstoffen in der Zwiebel für die nächste Saison. Lassen Sie es mindestens sechs Wochen nach der Blüte stehen oder bis es von selbst gelb wird und abstirbt.

Richtiger Umgang mit verblühten Pflanzen

Entfernen Sie verblühte Blütenköpfe, um eine Samenbildung zu verhindern. So lenken Sie die Energie der Pflanze in die Zwiebel statt in die Samenproduktion. Das Laub können Sie vorsichtig zusammenbinden, um ein ordentlicheres Aussehen zu erzielen, ohne die Photosynthese zu beeinträchtigen.

Vorbereitung auf die Ruhephase

Sobald das Laub vollständig vergilbt ist, können Sie es entfernen. Reduzieren Sie dann die Bewässerung, um die natürliche Ruhephase der Zwiebeln einzuleiten. In sehr heißen und trockenen Sommern kann eine gelegentliche leichte Bewässerung sinnvoll sein, um ein Austrocknen der Zwiebeln zu verhindern.

Krokusse gut durch die Ruhephase bringen

Nach der Blütezeit ziehen sich Krokusse zurück und sammeln Kraft für die nächste Saison. In dieser wichtigen Ruhephase brauchen sie vor allem eins: Trockenheit. Zu viel Nässe kann die Zwiebeln anfällig für Fäulnis machen, also Vorsicht mit der Gießkanne!

Im Winter sind Krokusse eigentlich hart im Nehmen und brauchen keinen besonderen Schutz. Falls Sie in einer Gegend mit richtig eisigen Wintern wohnen, könnte eine dünne Schicht Laub oder Stroh nicht schaden. Das schützt vor extremen Temperaturschwankungen. Aber Achtung: Der Boden sollte trotzdem nicht zu feucht werden. Eine gute Drainage ist das A und O.

Lassen Sie die Krokusse während ihrer Auszeit einfach in Ruhe. Kein Graben oder Hacken in der Nähe – die schlafenden Zwiebeln werden es Ihnen danken. Und Dünger? Den brauchen sie jetzt auch nicht. Der könnte sogar mehr schaden als nützen.

So vermehren sich Krokusse: Von Natur aus und mit etwas Nachhilfe

Krokusse sind echte Selbstvermehrer. Sie bilden kleine Tochterzwiebeln neben der Mutterzwiebel. Nach ein paar Jahren können Sie diese vorsichtig abtrennen. Am besten warten Sie damit, bis das Laub im Frühsommer eingezogen ist.

Für die Geduldigen unter uns gibt's noch die Aussaat-Methode. Die Samen kommen im Herbst in Aussaatschalen und überwintern kühl. Im Frühjahr geht's dann los mit dem Keimen. Aber Achtung: Es dauert seine Zeit, bis Sie die ersten Blüten bewundern können.

Wenn Sie es mit einer größeren Gruppe Krokusse zu tun haben, können Sie auch teilen. Graben Sie die Zwiebeln im Spätsommer oder frühen Herbst aus und trennen Sie sie vorsichtig. Jedes Stück sollte mindestens eine Knospe haben. Dann heißt es: sofort wieder einpflanzen!

Krokusse im Garten: Vielseitige Frühlingsboten

Krokusse sind echte Verwandlungskünstler im Garten. Im Rasen zaubern sie einen bunten Blumenteppich. Einfach die Zwiebeln unregelmäßig in den bestehenden Rasen pflanzen. Nur nicht zu früh mähen – warten Sie, bis das Laub der Krokusse eingezogen ist.

In Beeten und Staudenrabatten setzen Krokusse frühe Farbakzente. Sie machen sich prima mit anderen Frühlingsblühern wie Narzissen oder Tulpen. Unter Bäumen und Sträuchern fühlen sich besonders die wilden Arten wie der Elfenkrokus wohl. Mit der Zeit breiten sie sich aus und bilden zauberhafte Teppiche.

Auch in Töpfen und Kübeln machen Krokusse eine gute Figur. Achten Sie auf Gefäße mit guter Drainage und frostfestem Material. In naturnahen Ecken des Gartens können Sie Krokusse verwildern lassen. Robuste Arten wie der Frühlings-Krokus sind dafür ideal. Sie breiten sich über die Jahre aus und verzaubern mit ihren Blütenteppichen.

In meinem Garten habe ich besonders gute Erfahrungen mit Krokussen im Steingarten gemacht. Zwischen Steinen und Felsen kommen die zarten Blüten richtig zur Geltung. Und die trockenen Bedingungen im Sommer? Die mögen sie sowieso.

Farbenfrohe Kombinationen mit anderen Frühjahrsblühern

Krokusse sind wahre Frühaufsteher unter den Frühlingsblumen und lassen sich wunderbar mit anderen Blühpflanzen kombinieren. Für eine harmonische Farbkomposition eignen sich beispielsweise Schneeglöckchen, Winterlinge und Blausternchen. Diese blühen oft zur gleichen Zeit und ergänzen sich farblich hervorragend. Wenn Sie es etwas kontrastreicher mögen, können Sie Krokusse auch mit frühen Narzissen oder Tulpen zusammen pflanzen. In meinem Garten habe ich letztes Jahr eine Kombination aus lilafarbenen Krokussen und gelben Winterlingen ausprobiert – das Ergebnis war einfach bezaubernd!

Blühzeitenplanung für einen langen Frühlingsflor

Um sich möglichst lange an der Blütenpracht erfreuen zu können, ist eine durchdachte Planung der Blühzeiten entscheidend. Beginnen Sie mit Frühstartern wie dem Elfenkrokus, gefolgt von mittelfrühen Sorten wie dem Gartenkrokus. Spätblühende Arten wie der Safran-Krokus runden die Saison ab. Ergänzen Sie diese Abfolge mit anderen Frühjahrsblühern, die zu unterschiedlichen Zeiten ihre Blüten öffnen. So schaffen Sie einen regelrechten Blütenreigen, der sich über Wochen hinzieht.

Geeignete Begleitpflanzen für Krokusse

Neben den klassischen Frühjahrsblühern harmonieren Krokusse auch wunderbar mit bodendeckenden Stauden wie Storchschnabel oder Elfenblume. Diese bieten den zarten Krokusblüten nicht nur Schutz, sondern sorgen auch für ein natürliches, fast verwunschen wirkendes Bild. Auch niedrige Gräser oder Farne können als Begleitpflanzen dienen und einen reizvollen Kontrast zu den Krokusblüten schaffen. In meinem Steingarten habe ich Krokusse zwischen niedrigen Sedumarten gepflanzt – eine Kombination, die sich als besonders pflegeleicht und attraktiv erwiesen hat.

Krokusse als Bienenweide: Nahrung für Insekten

Krokusse sind nicht nur eine Augenweide für uns Menschen, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten. Besonders im frühen Frühjahr, wenn andere Nahrungsquellen noch Mangelware sind, bieten Krokusse Bienen, Hummeln und anderen Bestäubern einen reich gedeckten Tisch.

Bedeutung für Insekten im Frühjahr und Herbst

Die früh blühenden Krokusarten sind oft die ersten Nektarquellen für Wildbienen und Honigbienen nach der langen Winterruhe. Es ist faszinierend zu beobachten, wie die ersten Bienen des Jahres die Krokusblüten regelrecht stürmen. Auch im Herbst, wenn viele andere Blumen bereits verblüht sind, bieten Herbstkrokusse wie der Safran-Krokus noch einmal eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten vor dem Winter. In meinem Garten summt und brummt es um die Krokusse herum, sobald die ersten Blüten sich öffnen – ein sicheres Zeichen, dass der Frühling nicht mehr weit ist!

Förderung der Biodiversität im Garten

Mit Krokussen leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität in Ihrem Garten. Je vielfältiger das Angebot an Blühpflanzen, desto mehr Insektenarten finden Nahrung und Lebensraum. Kombinieren Sie Krokusse mit anderen bienenfreundlichen Pflanzen, um ein ganzjähriges Nahrungsangebot für Insekten zu schaffen. So wird Ihr Garten zu einem kleinen Paradies für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.

Tipps für eine langanhaltende Krokusblüte

Mit einigen cleveren Tricks können Sie die Blütezeit Ihrer Krokusse verlängern und sich noch länger an den farbenfrohen Frühlingsboten erfreuen.

Auswahl verschiedener Arten und Sorten

Setzen Sie auf eine bunte Mischung aus früh-, mittel- und spätblühenden Krokusarten. So erstreckt sich die Blütezeit über einen längeren Zeitraum. Experimentieren Sie ruhig mit verschiedenen Farbvarianten, um Abwechslung in Ihr Frühlingsbeet zu bringen. Ich habe in meinem Garten eine Kombination aus gelben, weißen und lilafarbenen Krokussen gepflanzt – das ergibt ein wunderschönes Farbspiel, das sich über Wochen hinzieht.

Staffelung der Blütezeiten

Nutzen Sie die unterschiedlichen Standorte in Ihrem Garten zu Ihrem Vorteil. Pflanzen Sie Krokusse sowohl an sonnige als auch an schattigere Plätze. Die Krokusse an sonnigen Stellen werden früher erblühen als jene an schattigeren Orten. So können Sie die natürliche Staffelung der Blütezeiten geschickt ausnutzen und sich länger an der Blütenpracht erfreuen.

Nachpflanzung und Ergänzung bestehender Gruppen

Um Ihre Krokusgruppen vital und blühfreudig zu halten, empfiehlt es sich, jährlich neue Zwiebeln nachzupflanzen. Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Pflanzen Sie die Zwiebeln in unterschiedlichen Tiefen. Dies führt zu einer gestaffelten Blüte, da die tiefer gelegenen Zwiebeln etwas später austreiben. So verlängern Sie die Blütezeit auf ganz natürliche Weise.

Jahresübersicht: Krokusse richtig pflegen

Eine gute Pflege ist der Schlüssel zu einer üppigen Krokusblüte. Hier eine Übersicht der wichtigsten Pflegemaßnahmen im Jahresverlauf:

  • Frühling: Jetzt heißt es vor allem: genießen! Entfernen Sie verblühte Blumen, aber lassen Sie unbedingt das Laub stehen.
  • Sommer: Gönnen Sie den Krokussen ihre wohlverdiente Ruhepause. Lassen Sie das Laub in Ruhe einziehen. Erst wenn es vollständig vergilbt ist, können Sie es entfernen.
  • Herbst: Die ideale Zeit zum Pflanzen neuer Zwiebeln. Lockern Sie den Boden auf und düngen Sie leicht. Ihre Krokusse werden es Ihnen im nächsten Frühjahr danken!
  • Winter: Krokusse sind erstaunlich winterhart und benötigen in der Regel keinen besonderen Schutz. Sie können sich entspannt zurücklehnen und auf das nächste Frühjahr freuen.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Bei der Krokuspflege können einige Fehler passieren. Hier die häufigsten und wie Sie sie umgehen können:

  • Zu frühes Entfernen des Laubes: Geduld ist hier gefragt. Warten Sie, bis es vollständig vergilbt ist. Das Laub versorgt die Zwiebel mit wichtigen Nährstoffen für die nächste Saison.
  • Übermäßiges Gießen: Krokusse mögen es eher trocken. Zu viel Nässe kann zu Fäulnis führen. Weniger ist hier oft mehr.
  • Falsche Pflanztiefe: Eine Faustregel ist, die Zwiebeln etwa dreimal so tief zu pflanzen, wie sie hoch sind. So haben sie genug Schutz, ohne zu tief zu liegen.
  • Vernachlässigung nach der Blüte: Auch wenn die Blütenpracht vorbei ist, brauchen Krokusse weiterhin Pflege für eine gute Blüte im nächsten Jahr. Denken Sie daran: Nach der Blüte ist vor der Blüte!

Krokusse: Kleine Blüten, große Wirkung

Ob als farbenfrohe Frühlingsboten, wichtige Bienenweide oder vielseitige Gartenpflanze – Krokusse bereichern jeden Garten auf ihre ganz eigene Art. Mit der richtigen Pflege und etwas Planung können Sie sich Jahr für Jahr an einer prächtigen Krokusblüte erfreuen. Probieren Sie verschiedene Arten, Farben und Kombinationen aus und lassen Sie sich von der erstaunlichen Vielfalt dieser zauberhaften Frühjahrsblüher inspirieren. Ihr Garten – und die fleißigen Insekten – werden es Ihnen mit Sicherheit danken! Und wer weiß, vielleicht entdecken Sie ja wie ich die Faszination für diese kleinen Frühlingswunder und finden sich bald inmitten eines bunten Krokusmeers wieder.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wie pflegt man Krokusse richtig im Jahresverlauf?
    Die richtige Krokuspflege folgt dem natürlichen Jahresrhythmus: Im Frühling genießen Sie die Blütenpracht und entfernen verblühte Blütenköpfe, lassen aber das Laub unbedingt stehen. Dieses versorgt die Zwiebel durch Photosynthese mit wichtigen Nährstoffen für die nächste Saison. Im Sommer gönnen Sie den Krokussen ihre wohlverdiente Ruhephase - erst wenn das Laub vollständig vergilbt ist, können Sie es entfernen. Reduzieren Sie dann die Bewässerung, da die Zwiebeln Trockenheit bevorzugen. Der Herbst ist die ideale Zeit zum Pflanzen neuer Zwiebeln und für eine leichte Düngung mit phosphorreichem Dünger. Im Winter sind Krokusse winterhart und benötigen keinen besonderen Schutz, außer in sehr rauen Lagen eine dünne Mulchschicht aus Laub oder Stroh.
  2. Welche Krokusarten blühen im Frühjahr und welche im Herbst?
    Zu den frühjahrsblühenden Krokussen gehören der Großblumige Krokus (Crocus vernus) mit seinen klassischen weißen, lila oder gestreiften Blüten, der Gartenkrokus (Crocus chrysanthus) in beeindruckender Farbvielfalt von Gelb bis Blau, und der zierliche Elfenkrokus (Crocus tommasinianus) mit seinen lavendelfarbenen Blüten, der sich schnell ausbreitet. Diese blühen zwischen Februar und April. Herbstblühende Arten sind der berühmte Safran-Krokus (Crocus sativus), dessen violette Blüten im Oktober und November erscheinen und aus dessen Narben das kostbare Gewürz gewonnen wird, sowie der Pracht-Herbstkrokus (Crocus speciosus) mit seinen großen, lilablauen Blüten. Beliebte Sorten sind 'Blue Pearl', 'Cream Beauty' bei den Frühjahrsarten und 'Albus' beim Herbstkrokus mit reinweißen Blüten.
  3. Was sind die idealen Standortansprüche für Zwiebelblumen wie Krokusse?
    Krokusse gedeihen optimal an sonnigen bis halbschattigen Standorten, wobei sonnige Plätze die Blüten weiter öffnen lassen und die Farben intensivieren. Der ideale Boden ist locker, humos und vor allem durchlässig - schwere, lehmige Böden sollten mit Sand oder feinem Kies verbessert werden. Eine gute Drainage ist essentiell, da Krokuszwiebeln in staunassem Boden schnell faulen können. Sie fühlen sich auch im lichten Schatten von Laubbäumen wohl, da sie ihre Entwicklung abschließen, bevor die Bäume volles Laub tragen. Zur Bodenvorbereitung lockern Sie den Boden gründlich, entfernen Unkraut und arbeiten reifen Kompost ein. Für die Nährstoffversorgung können Sie Hornspäne einarbeiten. Bei der Pflanzung in Töpfen oder Kästen achten Sie unbedingt auf ausreichende Abzugslöcher und frostfestes Material.
  4. Wie funktioniert die Lasagne-Pflanzung bei Krokussen?
    Die Lasagne-Pflanzung ist eine clevere Methode, um auf kleinem Raum eine lange Blütenfolge zu erzielen. Dabei schichten Sie verschiedene Blumenzwiebeln in unterschiedlichen Tiefen übereinander, ähnlich wie bei einer Lasagne. Krokusse eignen sich hervorragend für die oberste Schicht, da sie zu den ersten Frühjahrsblühern gehören und nur 5-10 cm tief gepflanzt werden. Darunter platzieren Sie größere Zwiebeln wie Tulpen oder Narzissen in entsprechend tieferen Schichten. Beginnen Sie mit der tiefsten Schicht (etwa 15-20 cm) für Tulpen, darüber folgen Narzissen in mittlerer Tiefe (10-15 cm), und abschließend kommen die Krokusse in die oberste Schicht. So erhalten Sie eine gestaffelte Blüte über mehrere Wochen: Erst erscheinen die Krokusse, gefolgt von den Narzissen und später den Tulpen. Diese Methode maximiert den Ertrag auf begrenztem Raum.
  5. Warum sind Krokusse als Bienenweide besonders wertvoll?
    Krokusse sind als Bienenweide von unschätzbarem Wert, da sie sowohl im frühen Frühjahr als auch im Herbst blühen - Zeiten, in denen andere Nahrungsquellen für Insekten Mangelware sind. Die früh blühenden Krokusarten sind oft die allerersten Nektarquellen für Wildbienen und Honigbienen nach der langen Winterruhe. Ihre Blüten sind reich an Nektar und Pollen und öffnen sich bei Sonnenschein weit, was den Insekten den Zugang erleichtert. Besonders faszinierend ist zu beobachten, wie die ersten Bienen des Jahres die Krokusblüten regelrecht stürmen. Auch Herbstkrokusse wie der Safran-Krokus bieten eine wichtige späte Nahrungsquelle vor dem Winter. Mit Krokussen fördern Sie aktiv die Biodiversität im Garten und unterstützen das Überleben heimischer Bestäuber. Je vielfältiger das Blütenangebot, desto mehr Insektenarten finden Nahrung und Lebensraum in Ihrem Garten.
  6. Wie unterscheiden sich Krokusse von anderen Frühjahrsblühern wie Schneeglöckchen und Winterlingen?
    Krokusse unterscheiden sich von anderen Frühjahrsblühern durch mehrere charakteristische Merkmale. Botanisch gehören Krokusse zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) und bilden Knollen, während Schneeglöckchen zur Familie der Amaryllisgewächse gehören und echte Zwiebeln besitzen. Winterlinge gehören zu den Hahnenfußgewächsen und bilden Rhizome. Die Blütenform ist ebenfalls unterschiedlich: Krokusse haben becherförmige Blüten mit sechs Blütenblättern, die sich bei Sonnenschein weit öffnen und bei trübem Wetter schließen. Schneeglöckchen bilden hängende, glockenförmige weiße Blüten, während Winterlinge schalenförmige gelbe Blüten mit einem markanten Blattkranz besitzen. Auch die Blätter unterscheiden sich: Krokusse haben grasartige, schmale Blätter, Schneeglöckchen längliche, und Winterlinge handförmig geteilte Blätter. In der Blütezeit überschneiden sie sich teilweise, ergänzen sich aber perfekt für eine kontinuierliche Frühjahrsblüte.
  7. Welche Kombinationen mit Tulpen und Narzissen eignen sich für Frühlingsbeete?
    Krokusse lassen sich wunderbar mit Tulpen und Narzissen kombinieren, da sie zu unterschiedlichen Zeiten blühen und so eine lang anhaltende Blütenfolge schaffen. Beginnen Sie mit frühen Krokussen, gefolgt von frühen Narzissen und abschließend Tulpen. Farblich harmonieren lila Krokusse hervorragend mit gelben Narzissen wie 'Tête-à-Tête' oder weißen Tulpen. Weiße Krokusse wirken elegant mit pastellfarbenen Tulpen in Rosa oder Gelb. Für kontrastreiche Kombinationen setzen Sie gelbe Krokusse zu violetten Tulpen oder weiße Krokusse zu roten Tulpen. Die Lasagne-Pflanzung eignet sich perfekt für solche Kombinationen: Tulpenzwiebeln in die tiefste Schicht, Narzissen in die mittlere und Krokusse oben. Achten Sie auf unterschiedliche Wuchshöhen für eine harmonische Gesamtwirkung. Ergänzen Sie die Pflanzung mit bodendeckenden Stauden wie Storchschnabel, die nach der Zwiebelblumen-Blüte für Struktur sorgen.
  8. Welche häufigen Fehler sollte man bei der Krokuspflege vermeiden?
    Der häufigste Fehler ist das zu frühe Entfernen des Laubes nach der Blüte. Das grüne Laub betreibt wichtige Photosynthese und versorgt die Zwiebel mit Nährstoffen für die nächste Saison. Warten Sie mindestens sechs Wochen oder bis das Laub vollständig vergilbt ist. Übermäßiges Gießen ist ein weiterer Fehler - Krokusse bevorzugen eher trockene Bedingungen, zu viel Nässe führt zu Zwiebelfäulnis. Eine falsche Pflanztiefe schadet ebenfalls: Die Faustregel besagt, Zwiebeln etwa dreimal so tief zu pflanzen, wie sie hoch sind. Vernachlässigung nach der Blüte ist problematisch - auch verblühte Krokusse brauchen Aufmerksamkeit für eine gute Blüte im Folgejahr. Überdüngung kann zu verstärktem Blattwachstum auf Kosten der Blüten führen. Zu dichtes Pflanzen ohne ausreichende Drainage begünstigt Pilzkrankheiten. Achten Sie auf gute Luftzirkulation und lockeren, durchlässigen Boden für gesunde Krokusbestände.
  9. Wo kann man qualitative Krokuszwiebeln kaufen?
    Qualitative Krokuszwiebeln erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die sich auf Zwiebel- und Knollenpflanzen konzentrieren. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine breite Auswahl hochwertiger Krokussorten und können kompetent über die verschiedenen Arten und deren Ansprüche beraten. Lokale Gartencenter haben oft ein saisonales Sortiment von August bis November. Online-Gartenshops punkten mit einer größeren Sortenvielfalt und detaillierten Pflanzanleitungen. Spezialisierte Zwiebelhändler, die sich ausschließlich auf Blumenzwiebeln fokussieren, bieten oft seltene und besondere Sorten. Achten Sie beim Kauf auf Qualitätszertifikate und Herkunftsangaben. Meiden Sie Zwiebeln aus dem Supermarkt-Regal, da diese oft nicht die beste Qualität bieten. Der ideale Kaufzeitpunkt ist von August bis Oktober für Frühjahrskrokusse und Juli bis August für Herbstarten. Kaufen Sie nur feste, unverletzte Zwiebeln ohne Schimmel oder Faulstellen.
  10. Welche Kriterien sind beim Kauf von Blumenzwiebeln wichtig?
    Beim Kauf von Blumenzwiebeln sind mehrere Qualitätskriterien entscheidend. Die Zwiebeln sollten fest, prall und schwer in der Hand liegen - ein Zeichen für gesunde, nährstoffreiche Zwiebeln. Meiden Sie weiche, schrumpelige oder leichte Zwiebeln, da diese bereits ausgetrocknet sind. Die Oberfläche sollte intakt und frei von Schimmel, Faulstellen oder Verletzungen sein. Etablierte Gartenfachhändler wie samen.de achten auf entsprechende Qualitätsstandards und bieten oft Zusatzinformationen zu Herkunft und Lagerung. Größere Zwiebeln produzieren in der Regel mehr und größere Blüten als kleine Exemplare der gleichen Sorte. Achten Sie auf Sortenechtheit - bei Mischungen sollten die enthaltenen Sorten klar deklariert sein. Der Kaufzeitpunkt ist wichtig: Für Frühjahrskrokusse kaufen Sie von August bis November, für Herbstarten von Juni bis August. Lagern Sie Zwiebeln bis zur Pflanzung kühl, trocken und luftig. Vermeiden Sie Plastikverpackungen, die Schimmelbildung fördern können.
  11. Wie wirkt sich die Photosynthese auf die Nährstoffversorgung der Krokuszwiebeln aus?
    Die Photosynthese spielt eine entscheidende Rolle für die Nährstoffversorgung der Krokuszwiebeln und deren zukünftige Blühfähigkeit. Nach der Blüte betreiben die grünen Blätter intensive Photosynthese und wandeln Sonnenlicht, Kohlendioxid und Wasser in Glucose um. Diese Glucose wird als Stärke in der Zwiebel eingelagert und dient als Energiereserve für die nächste Vegetationsperiode. Während dieser Phase von etwa sechs Wochen nach der Blüte sammelt die Zwiebel alle wichtigen Nährstoffe, die sie für die Blütenbildung im kommenden Jahr benötigt. Das erklärt, warum das Laub niemals vorzeitig entfernt werden darf - ohne diese Photosynthese-Phase würde die Zwiebel 'verhungern' und im nächsten Jahr nicht oder nur schwach blühen. Parallel zur Photosynthese nehmen die Wurzeln Mineralstoffe aus dem Boden auf, die ebenfalls in der Zwiebel gespeichert werden. Dieser natürliche Kreislauf macht Krokusse zu nachhaltigen Gartenpflanzen, die Jahr für Jahr wiederkehren.
  12. Welche Rolle spielen Geophyten im Gartenökosystem?
    Geophyten wie Krokusse spielen eine fundamentale Rolle im Gartenökosystem und tragen wesentlich zur ökologischen Vielfalt bei. Als Geophyten bezeichnet man Pflanzen mit unterirdischen Überdauerungsorganen wie Zwiebeln, Knollen oder Rhizomen. Sie haben sich perfekt an den Jahresrhythmus angepasst: Sie nutzen die Zeit vor dem Laubaustrieb der Bäume optimal für Wachstum und Blüte, ziehen sich dann in ihre unterirdischen Speicherorgane zurück und überdauern so ungünstige Perioden. Im Frühling sind sie oft die ersten verfügbaren Nahrungsquellen für erwachende Insekten und tragen damit entscheidend zur Bestäuberkette bei. Ihre Fähigkeit zur Verwilderung und natürlichen Ausbreitung macht sie zu wertvollen Bausteinen naturnaher Gärten. Sie lockern schwere Böden durch ihr Wurzelsystem, reichern den Boden mit organischer Substanz an und schaffen Mikrolebensräume für Bodenorganismen. Geophyten fördern die Biodiversität, da sie verschiedenste Insektenarten anlocken und Nahrungsnetze unterstützen.
  13. Wie beeinflusst die Ruhephase das Wachstumsverhalten von Knollenpflanzen?
    Die Ruhephase ist für Knollenpflanzen wie Krokusse von essentieller Bedeutung und beeinflusst maßgeblich ihr Wachstumsverhalten und ihre Blühfähigkeit. Während dieser Phase, die bei Krokussen meist von Juni bis September dauert, sind die oberirdischen Pflanzenteile vollständig eingezogen und alle Lebensfunktionen auf ein Minimum reduziert. In der Knolle laufen jedoch wichtige biochemische Prozesse ab: Die während der aktiven Phase eingelagerten Nährstoffe werden umgewandelt und für die nächste Vegetationsperiode vorbereitet. Gleichzeitig bilden sich in der Knolle die Anlagen für Blätter und Blüten des kommenden Jahres aus. Die Ruhephase dient auch als natürlicher Schutz vor ungünstigen Witterungsbedingungen wie Hitze und Trockenheit. Ohne ausreichende Ruhephase können Knollenpflanzen nicht ordnungsgemäß blühen - daher ist es wichtig, sie während dieser Zeit nicht zu stören oder zu bewässern. Die Dauer und Qualität der Ruhephase bestimmt direkt die Blühkraft der folgenden Saison.
  14. Welche botanischen Merkmale zeichnen die Familie der Schwertliliengewächse aus?
    Die Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae), zu der auch die Krokusse gehören, zeichnet sich durch charakteristische botanische Merkmale aus. Typisch sind die dreizähligen Blüten mit sechs Blütenblättern, die in zwei Kreisen angeordnet sind - drei äußere und drei innere Blütenhüllblätter. Die Blätter sind meist schwertförmig, parallel gerippt und wachsen oft grundständig aus der Zwiebel oder Knolle heraus. Ein besonderes Merkmal ist das Fehlen echter Kelchblätter - stattdessen sind alle Blütenhüllblätter kronartig gefärbt. Die Staubblätter sind dreizählig und der Fruchtknoten ist unterständig, was bedeutet, dass er unterhalb der Blütenhüllblätter liegt. Schwertliliengewächse bilden meist unterirdische Speicherorgane wie Zwiebeln, Knollen oder Rhizome aus. Die Früchte sind dreifächerige Kapseln mit zahlreichen Samen. Zu dieser Familie gehören neben Krokussen auch Iris, Gladiolen und Freesien. Diese Pflanzengruppe hat sich erfolgreich an verschiedenste Klimazonen angepasst.
  15. Wie teilt man Krokuszwiebeln richtig für die Vermehrung?
    Die Teilung von Krokuszwiebeln ist eine bewährte Methode zur Vermehrung und erfolgt am besten im Spätsommer, wenn das Laub vollständig eingezogen ist. Graben Sie die Zwiebeln vorsichtig aus, idealerweise nach drei bis vier Standjahren, wenn sie ausreichend Tochterzwiebeln gebildet haben. Schütteln Sie die Erde ab und lassen Sie die Zwiebeln an einem schattigen, luftigen Ort für einige Tage antrocknen. Trennen Sie dann die Tochterzwiebeln behutsam von der Mutterzwiebel - sie sollten sich leicht lösen lassen, ohne zu zerreißen. Achten Sie darauf, dass jede Teilzwiebel einen eigenen Wurzelansatz besitzt. Kontrollieren Sie alle Zwiebeln auf Schäden oder Fäulnis und sortieren Sie beschädigte Exemplare aus. Die geteilten Zwiebeln sollten sofort wieder eingepflanzt werden, da sie empfindlich auf Austrocknung reagieren. Pflanzen Sie sie in der gewohnten Tiefe und gießen Sie mäßig an. Die meisten Tochterzwiebeln blühen bereits im ersten Jahr nach der Teilung.
  16. Welche praktischen Schritte sind für die Verwilderung von Krokussen nötig?
    Für eine erfolgreiche Verwilderung von Krokussen sind mehrere praktische Schritte wichtig. Wählen Sie robuste, verwilderungsfreudige Arten wie den Elfenkrokus (Crocus tommasinianus) oder Crocus chrysanthus, die sich natürlich ausbreiten. Verteilen Sie die Zwiebeln unregelmäßig über die gewünschte Fläche - werfen Sie sie einfach aus der Hand und pflanzen dort, wo sie landen, für ein natürliches Erscheinungsbild. Ideal sind Standorte unter lichten Gehölzen, in Wiesen oder am Gehölzrand, wo sie sich ungestört entwickeln können. Reduzieren Sie die Pflege auf ein Minimum: Kein regelmäßiges Düngen oder Gießen, damit sich nur die stärksten Pflanzen durchsetzen. Lassen Sie das Laub nach der Blüte mindestens sechs Wochen stehen, bevor Sie mähen. Bei Rasenflächen mit Krokussen warten Sie bis Mai mit dem ersten Schnitt. Verzichten Sie auf Herbizide und chemische Dünger im Verwilderungsbereich. Mit Geduld bilden sich so über die Jahre ausgedehnte, naturwirkende Krokusteppiche, die sich selbst erhalten und jährlich vergrößern.
  17. Ist es ein Mythos, dass Krokusse nur im Frühjahr blühen?
    Es ist tatsächlich ein weit verbreiteter Mythos, dass Krokusse ausschließlich im Frühjahr blühen. Die Gattung Crocus umfasst etwa 90 Arten, von denen sich grob in frühjahrs- und herbstblühende Gruppen unterteilen lassen. Die herbstblühenden Krokusse sind oft weniger bekannt, aber ebenso faszinierend. Der berühmteste Herbstblüher ist der Safran-Krokus (Crocus sativus), der im Oktober und November seine violetten Blüten mit den kostbaren Safranfäden zeigt. Weitere Herbstarten sind Crocus speciosus mit seinen großen lilablauen Blüten und Crocus kotschyanus. Diese Arten haben eine andere Vegetationsperiode: Sie treiben im Herbst aus, blühen, bilden dann Laub und ziehen sich im Frühjahr für die Sommerruhe zurück. Herbstkrokusse sind besonders wertvoll für Insekten, da sie späte Nahrungsquellen vor dem Winter bieten. Durch die Kombination beider Gruppen können Sie zweimal jährlich Krokusblüten im Garten genießen und die Blütezeit erheblich verlängern.
  18. In welchen Klimazonen wachsen Krokusse ursprünglich wild?
    Krokusse sind ursprünglich in den gemäßigten Klimazonen des Mittelmeerraums und Vorderasiens beheimatet. Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Südeuropa über die Balkanhalbinsel und Kleinasien bis nach Afghanistan und Pakistan. Besonders artenreich sind die Gebirgsregionen des Mittelmeerraums, die Alpen, der Kaukasus und das Zagros-Gebirge. Wilde Krokusse wachsen typischerweise in Höhenlagen zwischen 500 und 3000 Metern, wo sie an kontinentale Klimabedingungen mit trockenen, heißen Sommern und kalten Wintern angepasst sind. Sie bevorzugen Standorte mit gut durchlässigen Böden an Berghängen, in Steppen und lichten Wäldern. Diese natürlichen Standorte erklären ihre Ansprüche an Drainage und ihre Winterhärte. Einige Arten sind an extreme Bedingungen angepasst - so wachsen manche Krokusse in Gebieten mit Temperaturen bis -30°C. Die große Klimatoleranz macht sie zu idealen Gartenpflanzen in gemäßigten Breiten, wo sie problemlos kultiviert werden können und oft verwildern.
  19. Worin unterscheiden sich Krokusgewächse von anderen Frühblühern?
    Krokusgewächse unterscheiden sich in mehreren wesentlichen Punkten von anderen Frühblühern. Botanisch gehören sie zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) und bilden charakteristische Knollen als Speicherorgan, während viele andere Frühblüher wie Tulpen oder Narzissen echte Zwiebeln besitzen. Ein markantes Merkmal ist ihre Fähigkeit, die Blüten bei Sonnenschein weit zu öffnen und bei trübem Wetter oder Kälte zu schließen - ein Verhalten, das als Heliotropismus bezeichnet wird. Die Blütenform ist typisch becherförmig mit sechs gleichgestaltigen Blütenhüllblättern, während andere Frühblüher unterschiedliche Blütenformen aufweisen. Krokusblätter sind schmal und grasartig mit einer charakteristischen weißen Mittelrippe. Ökologisch sind sie als sehr frühe Nektarspender besonders wertvoll für Insekten. Ihre Winterhärte und Trockenheitsverträglichkeit übertrifft die vieler anderer Frühblüher. Zudem können sie sich durch Tochterzwiebeln sehr effektiv vermehren und etablieren langlebige, sich selbst erhaltende Bestände im Garten.
  20. Was ist der Unterschied zwischen Zwiebelpflanzen und anderen Frühjahrsblumen?
    Zwiebelpflanzen unterscheiden sich grundlegend von anderen Frühjahrsblumen durch ihre speziellen Überdauerungsorgane und Lebenszyklen. Echte Zwiebelpflanzen wie Tulpen, Narzissen oder Allium besitzen unterirdische Zwiebeln - stark verkürzte Sprossachsen mit verdickten, fleischigen Schuppenblättern als Nährstoffspeicher. Diese ermöglichen es ihnen, ungünstige Jahreszeiten zu überdauern und im Frühjahr sehr früh zu erblühen. Andere Frühjahrsblumen wie Primeln, Stiefmütterchen oder Bellis sind meist ausdauernde Stauden oder Einjährige ohne spezialisierte Speicherorgane. Zwiebelpflanzen haben einen charakteristischen Vegetationszyklus: frühe Blüte, Blatt- und Nährstoffbildung, dann vollständiger Rückzug in die unterirdischen Organe. Sie sind meist sehr langlebig und können jahrzehntelang am selben Standort wachsen. Krokusse bilden übrigens keine echten Zwiebeln, sondern Knollen, gehören aber funktionell zur Gruppe der Geophyten. Zwiebelpflanzen sind generell pflegeleichter und benötigen weniger Aufmerksamkeit als andere Frühjahrsblumen, da sie ihre eigenen Nährstoffreserven mitbringen.
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