Malven als Bienenweide: Wie Sie Ihren Garten insektenfreundlich gestalten

Malven: Bunte Bienenparadiese für Ihren Garten

Malven sind wahre Schmuckstücke im Garten und echte Insektenmagneten. Erfahren Sie, wie diese prächtigen Pflanzen Ihren Garten in ein Paradies für Bienen und Co. verwandeln können.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Malven sind vielseitige Bienenweiden mit langer Blütezeit
  • Verschiedene Arten bieten Nektar und Pollen für diverse Insekten
  • Einfach zu pflegen und in verschiedene Gartenkonzepte integrierbar

Einleitung: Malven als Bienenmagnet

Bedeutung von Malven für Insekten

Malven sind vielseitig einsetzbar im Garten. Mit ihren großen, auffälligen Blüten ziehen sie nicht nur unsere Blicke auf sich, sondern bieten auch ein Festmahl für zahlreiche Insekten. Besonders Bienen, Hummeln und Schmetterlinge werden von diesen Pflanzen angezogen. Der Grund dafür ist einfach: Malven produzieren reichlich Nektar und Pollen, die für viele Insekten lebenswichtig sind.

In einer Zeit, in der Insekten es zunehmend schwerer haben, geeignete Nahrungsquellen zu finden, spielen Malven eine wichtige Rolle. Sie bieten vom Frühsommer bis in den Herbst hinein eine zuverlässige Nahrungsquelle. Das macht sie zu wertvollen Unterstützern für unsere summenden und brummenden Gartenbesucher.

Überblick über die Malvenfamilie

Die Malvenfamilie (Malvaceae) ist eine recht große Pflanzenfamilie mit über 200 Gattungen und rund 2.300 Arten. Zu ihr gehören nicht nur die klassischen Gartenmalven, sondern auch bekannte Pflanzen wie der Hibiskus oder sogar der Kakaobaum. In unseren Gärten finden wir aber hauptsächlich die Gattungen Malva (Malven) und Alcea (Stockrosen).

Was alle Malvengewächse gemeinsam haben, sind ihre charakteristischen Blüten. Sie bestehen meist aus fünf Blütenblättern und zahlreichen Staubblättern, die zu einer Säule verwachsen sind. Diese Blütenform ist nicht nur ansprechend, sondern auch optimal auf die Bestäubung durch Insekten ausgerichtet.

Malvenarten für den insektenfreundlichen Garten

Stockrose (Alcea rosea)

Die Stockrose ist wohl die bekannteste Vertreterin der Malven. Mit ihren imposanten Blütenständen, die bis zu 2 Meter hoch werden können, ist sie ein echter Blickfang im Garten. Die Blüten gibt es in vielen Farben von Weiß über Rosa und Rot bis hin zu fast Schwarz. Für Insekten sind sie eine reiche Nahrungsquelle, denn sie produzieren viel Nektar und Pollen.

Stockrosen sind zweijährig oder kurzlebige Stauden. Im ersten Jahr bilden sie nur eine Blattrosette, im zweiten Jahr dann den prächtigen Blütenstand. Danach sterben sie meist ab, säen sich aber oft selbst aus. So haben Sie Jahr für Jahr neue Pflanzen im Garten.

Wilde Malve (Malva sylvestris)

Die Wilde Malve, auch Rosspappel genannt, ist eine heimische Wildpflanze, die sich hervorragend für naturnahe Gärten eignet. Ihre violetten Blüten mit den charakteristischen dunkleren Streifen sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch bei Insekten sehr beliebt. Besonders Wildbienen und Schwebfliegen werden davon angezogen.

Diese Malvenart ist robust und pflegeleicht. Sie kommt mit fast jedem Boden zurecht und verträgt auch Trockenheit gut. In meinem Garten habe ich beobachtet, dass sie sich gerne selbst aussät und so immer wieder neue Pflanzen hervorbringt. Eine Pflanze, die sich von selbst vermehrt.

Moschus-Malve (Malva moschata)

Die Moschus-Malve ist eine zierliche Schönheit mit zartrosa Blüten. Ihren Namen verdankt sie dem leicht moschusartigen Duft, den ihre Blätter verströmen, wenn man sie zerreibt. Diese Malvenart wird etwa 60-80 cm hoch und blüht von Juni bis September. Sie ist besonders bei Hummeln und Schmetterlingen beliebt.

In meinem Garten habe ich die Moschus-Malve in einer sonnigen Ecke angesiedelt, wo sie sich gut entwickelt hat. Sie ist nicht ganz so dominant wie ihre größeren Verwandten und passt daher gut in kleinere Gärten oder Staudenbeete.

Käsepappel (Malva neglecta)

Die Käsepappel ist vielleicht die unscheinbarste unter den hier vorgestellten Malven, aber keineswegs weniger wertvoll für Insekten. Ihre kleinen, blasslila Blüten sind zwar nicht so auffällig, produzieren aber reichlich Nektar. Der Name Käsepappel kommt übrigens von den scheibenförmigen Früchten, die an kleine Käselaibe erinnern.

Diese Malvenart ist äußerst anspruchslos und wächst oft als Wildkraut in Gärten und an Wegrändern. In einem naturnahen Garten kann man sie gut in wilde Ecken integrieren, wo sie Insekten mit Nahrung versorgt und nebenbei den Boden bedeckt.

Vorteile von Malven als Bienenweide

Lange Blütezeit

Ein großer Vorteil von Malven als Bienenweide ist ihre lange Blütezeit. Je nach Art und Sorte blühen Malven von Juni bis in den Oktober hinein. Das bedeutet, dass sie über Monate hinweg eine zuverlässige Nahrungsquelle für Insekten darstellen. Besonders in der zweiten Sommerhälfte, wenn viele andere Pflanzen schon verblüht sind, stehen Malven noch in voller Blüte.

In meinem Garten habe ich verschiedene Malvenarten so kombiniert, dass von Frühsommer bis Herbst immer etwas blüht. Die Stockrosen machen den Anfang, gefolgt von der Wilden Malve und der Moschus-Malve. Die Käsepappel blüht dann oft noch bis in den Spätherbst hinein.

Reichhaltiges Nektar- und Pollenangebot

Malven sind ergiebige Nektar- und Pollenquellen. Ihre großen, offenen Blüten produzieren reichlich von beidem und machen es Insekten leicht, an die begehrte Nahrung zu kommen. Besonders der Nektar von Malven ist bei Bienen sehr beliebt, da er einen hohen Zuckergehalt hat.

Bemerkenswert ist auch, dass Malven ihren Nektar den ganzen Tag über produzieren. Das bedeutet, dass sowohl Frühaufsteher unter den Insekten als auch Spätzünder hier auf ihre Kosten kommen. Ich habe schon oft beobachtet, wie Hummeln morgens als erste an den Malven sind und abends die letzten Bienen noch Nektar sammeln.

Attraktivität für verschiedene Insektenarten

Malven sind nicht nur bei Honigbienen beliebt. Sie ziehen eine ganze Reihe verschiedener Insektenarten an. Neben Honigbienen tummeln sich hier Hummeln, Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Jede dieser Arten hat ihre eigene Art, die Blüten zu nutzen.

Besonders interessant ist die Spezialisierung mancher Wildbienenarten auf Malven. Die Malven-Sägehornbiene zum Beispiel ist auf Malvenpollen als Nahrung für ihre Larven angewiesen. Ohne Malven hätte diese Art keine Überlebenschance. Das zeigt, wie wichtig es ist, solche Pflanzen in unseren Gärten zu fördern.

Insgesamt sind Malven vielseitige Pflanzen im insektenfreundlichen Garten. Sie bieten nicht nur eine lange und zuverlässige Nahrungsquelle, sondern tragen auch zur Artenvielfalt bei. Wer Malven in seinen Garten pflanzt, tut also nicht nur etwas Gutes für die Optik, sondern auch für die Natur.

Produktbild von Sperli Bechermalve Ruby Regis mit pinken Blüten und Informationen zur reichblühenden Sorte für Beet Kübel und Vase sowie Sperli Markenlogo
Zum Produkt
Zum Produkt
Zum Produkt

Malven im Garten: Vielseitige Gestaltungsideen

Malven sind beeindruckende Pflanzen im Garten und bieten zahlreiche Möglichkeiten zur kreativen Gestaltung. Ihre imposante Erscheinung macht sie zu echten Hinguckern, egal ob als Solitärpflanze oder in Kombination mit anderen Stauden.

Malven als Solitärpflanzen

Als Einzelpflanze setzen Malven, insbesondere die stattliche Stockrose, markante Akzente. Platzieren Sie sie an einer geschützten Stelle im Garten, wo sie ihre volle Pracht entfalten können. Ein sonniger Platz vor einer Hauswand oder Mauer ist ideal, da die hohen Stängel dort Halt finden.

Malven in Staudenbeeten

In Staudenbeeten sorgen Malven für Struktur und Höhe. Kombinieren Sie sie mit niedrigeren Stauden wie Katzenminze, Storchschnabel oder Frauenmantel. Die verschiedenen Wuchshöhen und Blütenformen ergeben ein harmonisches Gesamtbild.

Malven in Wildblumenwiesen

Für einen naturnahen Garten eignen sich Malven gut in Wildblumenwiesen. Besonders die Wilde Malve (Malva sylvestris) und die Moschus-Malve (Malva moschata) passen in dieses Konzept. Sie locken zahlreiche Insekten an und tragen zur Biodiversität bei.

Malven als Hintergrundpflanzen

Hochwachsende Malvensorten wie die Stockrose eignen sich gut als Hintergrundpflanzen. Sie bilden eine attraktive Kulisse für niedrigere Stauden und Sommerblumen. In Bauerngärten sind sie oft entlang von Zäunen oder Mauern zu finden.

Anbau und Pflege von Malven: So gelingt's

Malven sind recht pflegeleichte Pflanzen, dennoch gibt es einige Punkte zu beachten, um gesunde und blühfreudige Exemplare zu erhalten.

Standortansprüche

Malven bevorzugen sonnige und warme Standorte. Ein Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist optimal. Der Boden sollte nährstoffreich, gut durchlässig und leicht alkalisch sein. Staunässe vertragen Malven nicht - da werden sie schnell kränklich.

Aussaat und Vermehrung

Die Aussaat erfolgt am besten direkt ins Freiland von Mai bis Juli. Alternativ können Sie die Samen ab März in Töpfen vorziehen. Drücken Sie die Samen leicht in die Erde und bedecken Sie sie nur dünn. Die Keimung erfolgt bei 18-20°C nach etwa zwei Wochen.

Tipp: Lassen Sie einige Samenstände im Herbst stehen. Malven säen sich oft von selbst aus und überraschen im nächsten Jahr mit neuen Pflanzen.

Pflege und Düngung

Malven benötigen regelmäßige Wassergaben, besonders in Trockenperioden. Vermeiden Sie jedoch Staunässe. Eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.

Im Frühjahr profitieren Malven von einer Gabe Kompost oder organischem Dünger. Während der Blütezeit können Sie alle zwei Wochen mit einem Flüssigdünger nachdüngen, um die Blühfreudigkeit zu unterstützen.

Krankheiten und Schädlinge

Malven können von einigen Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Der Malvenrost ist ein häufiges Problem. Er zeigt sich durch orangefarbene Pusteln auf der Blattunterseite. Befallene Blätter sollten Sie umgehend entfernen und entsorgen - nicht auf den Kompost werfen!

Auch Schnecken können Malven zusetzen, besonders junge Pflanzen. Ein Schneckenzaun oder regelmäßiges Absammeln helfen hier. Bei starkem Befall durch Blattläuse können Sie mit einer Schmierseifenlösung spritzen.

Um Krankheiten vorzubeugen, ist es wichtig, den Pflanzen genügend Abstand zueinander zu geben. So kann die Luft gut zirkulieren und die Blätter trocknen schneller ab. Achten Sie auch darauf, beim Gießen die Blätter nicht zu befeuchten.

Mit der richtigen Pflege und einem geeigneten Standort werden Ihre Malven zu prächtigen Exemplaren heranwachsen und Ihren Garten mit ihrer Blütenfülle bereichern. Gleichzeitig schaffen Sie wertvolle Nahrungsquellen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge - ein Gewinn für alle Beteiligten!

Malven und andere bienenfreundliche Pflanzen: Eine perfekte Symbiose

Malven sind zweifellos herausragende Pflanzen im insektenfreundlichen Garten, aber sie entfalten ihr volles Potenzial erst in Kombination mit anderen Pflanzen. Betrachten wir, wie wir Malven mit anderen Bienenlieblingen kombinieren können, um das ganze Jahr über ein Paradies für Insekten zu schaffen.

Frühjahrsblüher als Appetitanreger

Wenn die Malven noch in den Startlöchern stehen, können früh blühende Pflanzen bereits die ersten hungrigen Bienen anlocken. Krokusse, Schneeglöckchen und Winterlinge sind wahre Frühaufsteher und versorgen Insekten schon im zeitigen Frühjahr mit Nektar. Auch Weidenkätzchen und Kornelkirschen sind bei Bienen sehr beliebt. Diese Frühblüher bereiten sozusagen den Tisch für die später erscheinenden Malven.

Sommerliche Begleiter für Malven

Wenn die Malven in voller Blüte stehen, können wir ihnen passende Sommerblumen zur Seite stellen. Lavendel, Sonnenhut und Zinnien harmonieren farblich wunderbar mit Malven und bieten zusätzliche Nahrungsquellen für Bienen und Schmetterlinge. Auch Kugeldisteln und Fenchel sind bei Insekten beliebt und setzen interessante Akzente im Beet.

Herbstliche Nachzügler für Langschläfer-Insekten

Damit auch spät im Jahr noch Leben im Garten herrscht, pflanzen wir am besten einige Herbstblüher. Astern, Fetthenne und Herbstanemonen verlängern die Blühsaison bis in den Oktober hinein. Besonders wertvoll sind auch Efeu und Herbstzeitlose, die bis in den November hinein Nektar spenden.

Malven in verschiedenen Gartenkonzepten: Vielseitige Schönheiten

Malven sind anpassungsfähig und fühlen sich in den unterschiedlichsten Gartentypen wohl. Egal ob klassischer Bauerngarten oder moderner Stadtbalkon – Malven passen sich an und sorgen überall für Farbe und Leben.

Der Bauerngarten: Malven in ihrer Paraderolle

Im traditionellen Bauerngarten sind Malven einfach nicht wegzudenken. Hier dürfen sie in voller Pracht an Hauswänden und Zäunen emporranken. Kombiniert mit Ringelblumen, Kapuzinerkresse und Dahlien entsteht ein buntes Blütenmeer, das Insekten und Menschen gleichermaßen erfreut. Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Lasst ruhig ein paar Malven versamen – oft ergeben sich dadurch die schönsten Farbkombinationen!

Der Naturgarten: Malven als Wildpflanzen-Begleiter

In einem naturnahen Garten fühlen sich Malven sehr wohl. Hier können wir sie mit heimischen Wildpflanzen wie Wegwarte, Färberkamille oder Nachtkerze kombinieren. So entsteht ein Biotop, das nicht nur Bienen, sondern auch Schmetterlinge und Wildbienen anzieht. Mein persönlicher Tipp: Lasst ein paar Brennnesseln stehen – sie sind Futterpflanzen für viele Schmetterlingsraupen und ergänzen die Malven gut.

Der städtische Garten: Malven als vertikale Blickfänge

Auch in kleinen Stadtgärten machen Malven eine gute Figur. Hier können wir sie als Sichtschutz oder Raumteiler einsetzen. An Rankgerüsten gezogen, wachsen sie in die Höhe und schaffen so zusätzliche Grünflächen. Kombiniert mit Kletterrosen oder Clematis entstehen schöne grüne Wände. Ein Vorteil, den ich in meinem eigenen Stadtgarten schätzen gelernt habe: Malven sind genügsam und kommen auch mit weniger optimalen Bodenverhältnissen zurecht.

Balkon und Terrasse: Malven im Miniformat

Selbst auf Balkon oder Terrasse müssen wir nicht auf Malven verzichten. Kleinere Sorten wie die Moschusmalve gedeihen gut in Kübeln oder Balkonkästen. Hier können wir sie mit anderen insektenfreundlichen Balkonpflanzen wie Lavendel, Salbei oder Thymian kombinieren. Ein Tipp aus meiner Balkon-Erfahrung: Achtet auf ausreichend große Gefäße und gute Drainage – Malven mögen es nicht, wenn ihre Füße im Wasser stehen.

Egal in welchem Gartenkonzept – Malven sind echte Teamplayer. Sie fügen sich harmonisch in bestehende Bepflanzungen ein und setzen gleichzeitig eigene Akzente. Mit ihrer Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit sind sie sehr nützlich im insektenfreundlichen Garten. Ob als große Stockrose im Bauerngarten oder als kompakte Zwergmalve auf dem Balkon – diese Pflanzen können jeden Garten in ein summendes Paradies verwandeln.

Ökologischer Mehrwert von Malven

Malven sind beeindruckende Pflanzen für unsere Gärten und die Natur. Sie bieten nicht nur eine prachtvolle Blüte, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität.

Förderung der Biodiversität

Mit ihren üppigen Blüten locken Malven eine Vielzahl von Insekten an. Von Bienen über Hummeln bis hin zu Schmetterlingen - alle finden hier einen reich gedeckten Tisch. Diese Vielfalt an Besuchern trägt dazu bei, dass sich ein ausgewogenes Ökosystem in unserem Garten entwickelt.

Unterstützung bedrohter Insektenarten

Besonders erfreulich ist, dass Malven auch seltenen und gefährdeten Insektenarten einen Lebensraum bieten. Die Malven-Langhornbiene beispielsweise ist auf Malvengewächse spezialisiert und findet hier ihre Nahrungsgrundlage. Auch der Malven-Dickkopffalter profitiert von einem malvenreichen Garten.

Beitrag zum Erhalt von Bestäubern

Malven produzieren reichlich Nektar und Pollen. Damit sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für Bestäuber, insbesondere in Zeiten, in denen andere Blühpflanzen bereits verblüht sind. So tragen sie dazu bei, dass Bienen und Co. auch über einen längeren Zeitraum hinweg gut versorgt sind.

Praktische Tipps für einen malvenreichen, insektenfreundlichen Garten

Um das volle Potenzial der Malven als Bienenweide auszuschöpfen, können Sie einige einfache Maßnahmen ergreifen:

Schaffung von Nistmöglichkeiten

Viele Wildbienen benötigen nicht nur Nahrung, sondern auch geeignete Nistplätze. Stellen Sie in der Nähe Ihrer Malven ein Insektenhotel auf oder lassen Sie Totholz und Steinhaufen liegen. Auch offene Bodenstellen werden von vielen Wildbienenarten zum Nisten genutzt.

Bereitstellung von Wasser

Insekten brauchen nicht nur Nektar, sondern auch Wasser. Eine flache Wasserschale mit Steinen als Landeplätze bietet ihnen eine sichere Tränke. Achten Sie darauf, das Wasser regelmäßig zu erneuern, um Mückenlarven vorzubeugen.

Verzicht auf Pestizide

Um Ihren Garten wirklich insektenfreundlich zu gestalten, sollten Sie auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten. Diese können nicht nur die Schädlinge, sondern auch die nützlichen Insekten schädigen. Setzen Sie stattdessen auf natürliche Methoden der Schädlingsbekämpfung, wie beispielsweise Nützlinge oder Pflanzenjauchen.

Malven: Ein Gewinn für Mensch und Natur

Malven sind vielseitige Pflanzen im Garten. Sie begeistern uns mit ihrer Schönheit und Vielfalt, während sie gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität leisten. Von der Stockrose bis zur wilden Malve - jede Art hat ihren ganz eigenen Charme und bietet Insekten wertvolle Nahrung.

Durch die Integration von Malven in unsere Gärten können wir aktiv zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen. Ob als imposante Solitärpflanze, in bunten Staudenbeeten oder als Teil einer Wildblumenwiese - Malven fügen sich harmonisch in verschiedenste Gartenkonzepte ein.

Lassen Sie sich von der Schönheit und dem ökologischen Wert der Malven inspirieren. Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie Ihren Garten in ein lebendiges Insektenparadies verwandeln. Jede einzelne Malvenpflanze zählt und trägt dazu bei, unsere Umwelt ein Stückchen lebenswerter zu machen - für Mensch und Tier.

Ein Garten voller Leben mit Malven

Die Entscheidung, Malven in Ihrem Garten anzupflanzen, ist mehr als nur eine ästhetische Wahl. Sie ist ein aktiver Beitrag zum Naturschutz direkt vor Ihrer Haustür. Jede Blüte, die sich öffnet, jede Biene, die summt, und jeder Schmetterling, der sich niederlässt, erzählt eine Geschichte von Verbundenheit und Harmonie zwischen Mensch und Natur.

Gestalten Sie Gärten, die nicht nur uns erfreuen, sondern auch Lebensräume für eine Vielzahl von Insekten bieten. Mit Malven beginnen wir eine blühende Zukunft. Ihr Garten wird es Ihnen danken - mit einem farbenfrohen Blütenmeer und dem lebendigen Treiben zahlreicher geflügelter Besucher.

Tags: Malven
Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Malvenarten eignen sich am besten als Bienenweide im Garten?
    Für den bienenfreundlichen Garten eignen sich besonders vier Malvenarten hervorragend: Die Stockrose (Alcea rosea) ist mit ihren imposanten, bis zu 2 Meter hohen Blütenständen ein echter Blickfang und produziert reichlich Nektar und Pollen. Die Wilde Malve (Malva sylvestris), auch Rosspappel genannt, ist eine robuste heimische Wildpflanze mit violetten, dunkel gestreiften Blüten, die besonders bei Wildbienen und Schwebfliegen beliebt ist. Die zierliche Moschus-Malve (Malva moschata) mit ihren zartrosa Blüten wird etwa 60-80 cm hoch und zieht Hummeln und Schmetterlinge an. Die unscheinbare Käsepappel (Malva neglecta) produziert mit ihren kleinen, blasslila Blüten kontinuierlich Nektar und ist äußerst anspruchslos. Alle diese Arten zeichnen sich durch eine lange Blütezeit von Juni bis Oktober aus und können optimal miteinander kombiniert werden, um durchgehend blühende Bienenweiden zu schaffen.
  2. Wie lange blühen Stockrosen und andere Malven im Jahr?
    Malven zeichnen sich durch ihre beeindruckend lange Blütezeit aus, die von Juni bis in den Oktober hinein reicht. Stockrosen blühen typischerweise von Juli bis September und zeigen im zweiten Jahr nach der Aussaat ihre prächtige Blütenfülle. Die Wilde Malve beginnt bereits im Juni mit der Blüte und setzt diese bis in den Herbst fort. Die Moschus-Malve blüht von Juni bis September, während die Käsepappel oft sogar bis in den November hinein Nektar produziert. Durch geschickte Kombination verschiedener Malvenarten kann eine kontinuierliche Blütezeit über etwa vier bis fünf Monate erreicht werden. Diese lange Blühdauer macht Malven zu besonders wertvollen Bienenweiden, da sie gerade in der zweiten Sommerhälfte und im Herbst eine zuverlässige Nahrungsquelle bieten, wenn viele andere Blühpflanzen bereits verblüht sind. Der Nektar wird dabei den ganzen Tag über produziert, was sowohl früh- als auch spätaktiven Insekten zugutekommt.
  3. Warum sind Malven so wichtig für Bienen und andere Bestäuber?
    Malven sind für Bienen und andere Bestäuber aus mehreren Gründen unverzichtbar: Sie produzieren außergewöhnlich reichlich Nektar mit hohem Zuckergehalt und bieten gleichzeitig große Mengen an Pollen. Ihre großen, offenen Blüten ermöglichen Insekten einen leichten Zugang zu diesen Nahrungsquellen. Besonders wertvoll ist ihre kontinuierliche Nektarproduktion den ganzen Tag über, wodurch sowohl morgendliche als auch abendliche Sammler versorgt werden. Die lange Blütezeit von Juni bis Oktober schließt eine kritische Versorgungslücke, insbesondere in der zweiten Sommerhälfte, wenn viele andere Blühpflanzen bereits verblüht sind. Malven unterstützen nicht nur Honigbienen, sondern auch Hummeln, Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Einige spezialisierte Wildbienenarten wie die Malven-Sägehornbiene sind sogar vollständig auf Malvenpollen als Nahrung für ihre Larven angewiesen. Ohne Malven hätten diese Arten keine Überlebenschance, was die ökologische Bedeutung dieser Pflanzengruppe unterstreicht.
  4. Welche spezialisierten Insektenarten sind auf Malven angewiesen?
    Mehrere hochspezialisierte Insektenarten sind existenziell auf Malven angewiesen: Die Malven-Sägehornbiene (Melitta leporina) ist vollständig auf Malvenpollen als Nahrung für ihre Larven spezialisiert und kann ohne diese Pflanzen nicht überleben. Die Malven-Langhornbiene nutzt ebenfalls ausschließlich Malvengewächse für ihre Fortpflanzung. Der Malven-Dickkopffalter profitiert besonders von malvenreichen Gärten und ist eng mit diesen Pflanzen verbunden. Diese oligolektischen (auf wenige Pflanzenarten spezialisierte) Arten haben sich über Jahrtausende an die spezifischen Eigenschaften von Malvenblüten und -pollen angepasst. Sie sammeln nicht nur Nektar, sondern sind auf die besonderen Nährstoffeigenschaften des Malvenpollens angewiesen. Das zeigt eindrücklich, wie wichtig es ist, Malven in naturnahen Gärten zu fördern. Ohne ausreichende Malvenbestände sind diese spezialisierten Arten vom Aussterben bedroht. Ihr Erhalt trägt wesentlich zur Biodiversität bei und verdeutlicht die ökologische Schlüsselrolle von Malvengewächsen im heimischen Ökosystem.
  5. Wie funktioniert die Selbstaussaat bei Malven im Garten?
    Die Selbstaussaat bei Malven ist ein faszinierender natürlicher Prozess, der für kontinuierliche Pflanzenbestände sorgt. Stockrosen sind zweijährig und sterben nach der Blüte ab, säen sich jedoch zuverlässig selbst aus. Dafür sollten einige Samenstände im Herbst stehen gelassen werden, anstatt sie abzuschneiden. Die reifen Samen fallen im Spätherbst zu Boden und keimen im nächsten Frühjahr. Wilde Malven und andere mehrjährige Arten säen sich besonders erfolgreich aus und bilden oft ganze Kolonien. Die scheibenförmigen Früchte der Käsepappel zerfallen in einzelne Teilfrüchte, die sich leicht verbreiten. Für optimale Selbstaussaat sollte der Boden um die Mutterpflanzen nicht zu stark bearbeitet werden. Oft ergeben sich durch natürliche Selektion die schönsten Farbkombinationen und standortangepasste Pflanzen. Die Selbstaussaat funktioniert am besten an sonnigen, durchlässigen Standorten. So entstehen Jahr für Jahr neue Malvengenerationen, die den Garten dauerhaft in ein Bienenparadies verwandeln.
  6. Worin unterscheiden sich Wilde Malve und Stockrose in der Gartenverwendung?
    Wilde Malve und Stockrose unterscheiden sich erheblich in ihrer Gartenverwendung: Die Stockrose (Alcea rosea) wird bis zu 2 Meter hoch und eignet sich hervorragend als imposante Hintergrundpflanze, Sichtschutz oder markanter Solitär. Sie benötigt geschützte Standorte an Hauswänden oder Mauern, da die hohen Stängel Halt brauchen. Als zweijährige Pflanze blüht sie erst im zweiten Jahr und stirbt danach ab. Die Wilde Malve (Malva sylvestris) hingegen bleibt mit 60-120 cm deutlich niedriger und fügt sich harmonisch in Staudenbeete ein. Sie ist mehrjährig, robuster und anspruchsloser als die Stockrose. Während Stockrosen in formalen Bauerngärten und als Strukturelemente glänzen, eignet sich die Wilde Malve perfekt für naturnahe Gärten und Wildblumenwiesen. Die Stockrose bietet eine prächtigere Blütenfülle in vielen Farben, die Wilde Malve besticht durch ihre charakteristischen violetten Blüten mit dunklen Streifen und ihre Pflegeleichtigkeit. Beide sind wertvolle Bienenweiden mit unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Rosspappel und Moschus-Malve?
    Rosspappel und Moschus-Malve sind zwei verschiedene Malvenarten mit deutlichen Unterschieden: Die Rosspappel (Malva sylvestris) ist identisch mit der Wilden Malve und wird 60-120 cm hoch. Ihre charakteristischen violetten Blüten zeigen dunkle Streifen und sind etwa 2-4 cm groß. Sie ist robust, mehrjährig und sehr anspruchslos. Die Moschus-Malve (Malva moschata) hingegen ist eine zierlichere Art mit 60-80 cm Höhe und zartrosa bis weißen Blüten ohne Streifenmuster. Ihren Namen verdankt sie dem leicht moschusartigen Duft ihrer Blätter beim Zerreiben. Während die Rosspappel eher derbe, rundliche Blätter hat, besitzt die Moschus-Malve fein geschlitzte, fast farnähnliche Blätter. Beide blühen von Juni bis September, aber die Moschus-Malve ist bei Hummeln und Schmetterlingen besonders beliebt. Die Rosspappel eignet sich gut für wilde Gartenecken und Naturgärten, während die Moschus-Malve auch in gepflegteren Staudenbeeten eine gute Figur macht. Beide sind wertvolle heimische Bienenweiden.
  8. Welche Wuchshöhen erreichen verschiedene Malvenarten?
    Die verschiedenen Malvenarten zeigen erhebliche Unterschiede in ihren Wuchshöhen: Die Stockrose (Alcea rosea) ist mit bis zu 2 Metern Höhe die imposanteste Art und kann sogar bis 2,5 Meter erreichen. Dadurch eignet sie sich hervorragend als Hintergrundpflanze oder Sichtschutz. Die Wilde Malve (Malva sylvestris) erreicht moderate 60-120 cm und passt gut in mittlere Beetbereiche. Die zierliche Moschus-Malve (Malva moschata) bleibt mit 60-80 cm kompakter und fügt sich harmonisch in Staudenbeete ein. Die Käsepappel (Malva neglecta) ist mit nur 30-60 cm die niedrigste Art und eignet sich als Bodendecker oder für Beetränder. Diese unterschiedlichen Wuchshöhen ermöglichen eine optimale Gartengestaltung: hohe Stockrosen im Hintergrund, mittlere Wilde Malven als Übergang und niedrige Arten im Vordergrund. In Kombination entstehen so attraktive, gestufte Pflanzungen, die über die gesamte Saison von Juni bis Oktober blühen und Bienen in allen Gartenbereichen Nahrung bieten.
  9. Wo kann man qualitatives Malvensaatgut für den Bienengarten kaufen?
    Qualitatives Malvensaatgut für den bienenfreundlichen garten erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die besonderen Wert auf Saatgutqualität legen. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten ein breites Sortiment verschiedener Malvenarten von Stockrosen über Wilde Malven bis hin zu Moschus-Malven an. Achten Sie beim Kauf auf keimfähiges, frisches Saatgut mit hoher Reinheit und möglichst ohne chemische Beizung. Besonders empfehlenswert sind Bio-Saatgut und Sorten aus regionalem Anbau, da diese bereits an die heimischen Klimabedingungen angepasst sind. Etablierte Online-Gartenshops punkten oft mit detaillierten Sorteninformationen, Aussaattipps und Keimgarantien. Auch lokale Gartencenter und Baumschulen führen häufig Malvensaatgut, wobei die Auswahl meist kleiner ist. Saatguttauschbörsen und Gartenvereine sind weitere Quellen für besondere oder historische Sorten. Wichtig ist, dass das Saatgut richtig gelagert wurde und nicht älter als zwei bis drei Jahre ist, da dann die Keimkraft nachlässt.
  10. Welche Auswahlkriterien gelten beim Kauf von Stockrosen und anderen Malvenpflanzen?
    Beim Kauf von Malvenpflanzen sollten mehrere wichtige Qualitätskriterien beachtet werden: Die Gartenexperten von samen.de raten zu kräftigen, kompakten Pflanzen mit gesunden, grünen Blättern ohne Rostflecken oder andere Krankheitssymptome. Wurzelballen sollten gut durchwurzelt, aber nicht wurzelgeballt sein. Jungpflanzen im 9-cm-Topf sind meist günstiger und wachsen besser an als große Exemplare. Bei Stockrosen ist wichtig zu wissen, ob es sich um einjährige oder zweijährige Sorten handelt, da dies die Blütezeit beeinflusst. Bevorzugen Sie resistente Sorten gegen Malvenrost, eine häufige Pilzkrankheit. Die Sortenauswahl sollte zu Ihrem Gartenkonzept passen: hohe Sorten für Hintergründe, niedrige für Beetränder. Achten Sie auf regionale Anpassung und wählen Sie bei Wilden Malven möglichst heimische Ökotypen. Der Kauf im Frühjahr oder Frühsommer ermöglicht optimale Anwachsbedingungen. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de bieten oft Anzucht- und Pflegetipps mit und garantieren sortentypische Eigenschaften.
  11. Wie beeinflusst die Blütenstruktur der Malvengewächse die Bestäubung?
    Die charakteristische Blütenstruktur der Malvengewächse ist perfekt auf die Bestäubung durch Insekten ausgerichtet: Alle Malven besitzen fünf große, offene Blütenblätter, die eine breite Landeplattform für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge bilden. Im Zentrum der Blüte sind zahlreiche Staubblätter zu einer markanten Säule verwachsen, die von einem griffelartigen Stempel umgeben ist. Diese Konstruktion zwingt Insekten dazu, beim Nektarsammeln die Staubblätter zu berühren und sich mit Pollen zu bedecken. Die große, offene Blütenform ermöglicht auch kleineren Insekten wie Schwebfliegen leichten Zugang. Die meist leuchtenden Blütenfarben von Weiß über Rosa bis Violett wirken als optische Signale für Bestäuber. Zusätzlich produzieren Malvenblüten den ganzen Tag über kontinuierlich Nektar, was eine zuverlässige Nahrungsquelle darstellt. Die Anordnung der Geschlechtsorgane verhindert Selbstbestäubung und fördert den genetischen Austausch zwischen verschiedenen Pflanzen, was die Vitalität der Bestände erhält.
  12. Welche Rolle spielen Malvengewächse im Ökosystem des Gartens?
    Malvengewächse übernehmen vielfältige Schlüsselrollen im Gartenökosystem: Als ergiebige Nektar- und Pollenquellen bilden sie die Nahrungsgrundlage für ein breites Spektrum von Bestäubern von Honigbienen über Wildbienen bis hin zu Schmetterlingen. Ihre lange Blütezeit schließt kritische Versorgungslücken im Spätsommer und Herbst. Spezialisierte Arten wie die Malven-Sägehornbiene sind existenziell auf sie angewiesen, wodurch Malven zur Erhaltung seltener Insektenarten beitragen. Durch ihre Selbstaussaat schaffen sie nachhaltige, sich selbst regenerierende Pflanzenbestände. Die tiefen Pfahlwurzeln der Stockrosen lockern verdichtete Böden und verbessern die Bodenstruktur. Als Struktur gebende Pflanzen bieten hohe Malven Schutz und Nistmöglichkeiten für verschiedene Gartentiere. Ihre Samen dienen Vögeln als Nahrungsquelle. In der Nahrungskette fungieren sie als wichtiges Bindeglied zwischen Pflanzen und Tieren. Malven fördern die Biodiversität, stabilisieren das ökologische Gleichgewicht und verwandeln jeden Garten in einen wertvollen Lebensraum für die heimische Tierwelt.
  13. Wie trägt die Malvenfamilie zur Artenvielfalt im Naturgarten bei?
    Die Malvenfamilie leistet einen außergewöhnlichen Beitrag zur Artenvielfalt im Naturgarten: Durch ihre verschiedenen Wuchsformen von bodennahen Käsepappeln bis zu zwei Meter hohen Stockrosen schaffen sie unterschiedliche ökologische Nischen. Jede Malvenart zieht spezifische Insektengemeinschaften an und erweitert so das Artenspektrum im Garten. Die gestaffelte Blütezeit von Juni bis Oktober gewährleistet kontinuierliche Nahrungsquellen für verschiedene Entwicklungsstadien von Insekten. Oligolektische Wildbienenarten wie die Malven-Langhornbiene finden in malvenreichen Gärten ihre einzige Lebensgrundlage. Die Pflanzen fördern auch indirekt die Vielfalt, indem sie als Nahrungsgrundlage für Bestäuber fungieren, die wiederum andere Pflanzen bestäuben. Ihre Selbstaussaat führt zu genetischer Vielfalt und natürlicher Selektion standortangepasster Formen. Als heimische und eingebürgerte Arten fügen sie sich nahtlos in lokale Ökosysteme ein. In Kombination mit anderen Wildpflanzen entstehen stabile Pflanzengemeinschaften, die als Grundlage für artenreiche Lebensgemeinschaften dienen und zur ökologischen Resilienz des Gartens beitragen.
  14. Warum sind Nektarproduktion und Pollenangebot bei Malven besonders ergiebig?
    Malven zeichnen sich durch eine außergewöhnlich ergiebige Nektar- und Pollenproduktion aus, die auf mehreren botanischen Besonderheiten beruht: Ihre großen, offenen Blüten enthalten zahlreiche Nektardrüsen, die kontinuierlich zuckerreichen Nektar mit hohem Energiegehalt produzieren. Die zu einer Säule verwachsenen Staubblätter tragen besonders große Mengen an proteinreichem Pollen, der für die Larvenentwicklung vieler Insekten essentiell ist. Ein entscheidender Vorteil ist die ganztägige Nektarproduktion - von morgens bis abends finden Insekten hier frische Nahrung. Die lange Blühdauer einzelner Pflanzen von mehreren Wochen multipliziert die Gesamtproduktion erheblich. Durch die gestaffelte Blütezeit verschiedener Arten steht von Juni bis Oktober kontinuierlich frisches Angebot zur Verfügung. Die offene Blütenarchitektur macht Nektar und Pollen für unterschiedlichste Insektengrößen leicht zugänglich. Zusätzlich produzieren Malven auch nach Regenfällen schnell neuen Nektar, was ihre Zuverlässigkeit als Nahrungsquelle erhöht. Diese Eigenschaften machen sie zu unschätzbaren Bienenweiden.
  15. Wie kombiniert man Malven optimal mit anderen insektenfreundlichen Pflanzen?
    Die optimale Kombination von Malven mit anderen insektenfreundlichen Pflanzen schafft ganzjährige Nahrungsquellen: Im Frühjahr ergänzen Krokusse, Schneeglöckchen und Weidenkätzchen die noch ruhenden Malven. Als Sommerbegleiter harmonieren Lavendel, Sonnenhut und Zinnien farblich perfekt und erweitern das Nahrungsspektrum für verschiedene Insektenarten. Kugeldisteln und Fenchel setzen interessante strukturelle Akzente. Für den Herbst sorgen Astern, Fetthennen und Herbstanemonen für Nachschub, wenn die Malvenblüte ausklingt. In der Höhenstaffelung funktionieren Malven hervorragend: hohe Stockrosen im Hintergrund, mittelhohe Wilde Malven als Übergang und niedrige Begleiter wie Katzenminze oder Storchschnabel im Vordergrund. Wichtig ist die Beachtung der Standortansprüche - alle Partner sollten sonnige, durchlässige Böden bevorzugen. Gräser wie Lampenputzergras oder Blutweiderich fügen sich natürlich ein. Diese durchdachten Kombinationen schaffen nicht nur optisch reizvolle Gärten, sondern gewährleisten auch eine kontinuierliche Versorgung der heimischen Insektenwelt über die gesamte Gartensaison.
  16. Welche praktischen Schritte sind für die erfolgreiche Malvenaussaat erforderlich?
    Für erfolgreiche Malvenaussaat sind folgende praktische Schritte entscheidend: Die Direktsaat ins Freiland erfolgt optimal von Mai bis Juli bei Bodentemperaturen um 15-18°C. Wählen Sie einen sonnigen, durchlässigen Standort mit nährstoffreichem, leicht alkalischem Boden. Bereiten Sie das Saatbeet durch lockern und von Unkraut befreien vor. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten hochwertiges Saatgut mit detaillierten Aussaatanleitungen. Säen Sie die Samen 1-2 cm tief mit 30-40 cm Abstand, da Malven Lichtkeimer sind. Bei Vorkultur ab März in Töpfen keimen die Samen bei 18-20°C nach zwei Wochen. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Nach der Keimung nur mäßig gießen und vor Schneckenfraß schützen. Jungpflanzen können ab Mai ins Freiland gepflanzt werden. Stockrosen bilden im ersten Jahr nur eine Blattrosette und blühen erst im zweiten Jahr. Eine Mulchschicht hilft bei der Feuchtigkeitsspeicherung. Mit der richtigen Vorbereitung und Pflege entwickeln sich robuste, blühfreudige Malven.
  17. Stimmt es, dass Malven sehr pflegeintensiv und schwer zu kultivieren sind?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum - Malven gehören tatsächlich zu den pflegeleichtesten Gartenpflanzen! Sie sind ausgesprochen anspruchslos und robust. Wilde Malven kommen sogar als Wildkräuter an Wegrändern zurecht und benötigen praktisch keine Pflege. Stockrosen brauchen lediglich einen sonnigen Standort und durchlässigen Boden. Die wichtigsten Pflegemaßnahmen beschränken sich auf: gelegentliches Gießen in Trockenperioden, eine Kompostgabe im Frühjahr und das Entfernen befallener Blätter bei Malvenrost. Staunässe sollte vermieden werden, aber ansonsten verzeihen Malven viele Pflegefehler. Ihre Selbstaussaat funktioniert so zuverlässig, dass sie sich praktisch von selbst im Garten etablieren. Einmal angesiedelt, vermehren sich Malven oft ohne jegliches Zutun. Sie vertragen sowohl Trockenheit als auch Frost gut und sind winterhart. Diese Robustheit macht sie ideal für Gartenanfänger und alle, die einen pflegeleichten, aber dennoch blütenreichen Garten möchten. Der Mythos der schweren Kultivierung entbehrt jeder Grundlage.
  18. Eignen sich Malven auch für den Anbau in Mitteleuropa und Deutschland?
    Malven eignen sich hervorragend für den Anbau in Mitteleuropa und Deutschland! Die meisten Arten sind entweder heimisch oder perfekt an unser Klima angepasst. Die Wilde Malve (Malva sylvestris) ist sogar eine einheimische Wildpflanze und gedeiht natürlicherweise in ganz Deutschland. Stockrosen werden seit Jahrhunderten in europäischen Bauerngärten kultiviert und sind vollständig winterhart. Auch die Moschus-Malve stammt aus Europa und kommt mit unserem Klima bestens zurecht. Diese Arten vertragen Temperaturen bis -20°C problemlos und benötigen keinen Winterschutz. Das gemäßigte, regenreiche Klima Mitteleuropas bietet optimale Wachstumsbedingungen. Malven bevorzugen die hier vorherrschenden leicht alkalischen Böden und profitieren von den ausgewogenen Niederschlägen. Selbst in rauen Höhenlagen bis 1000 Meter gedeihen sie noch gut. Die lange Vegetationsperiode von Mai bis Oktober ermöglicht ihre charakteristische ausgedehnte Blütezeit. In Deutschland sind Malven so gut etabliert, dass sie sich vielerorts selbst aussäen und verwildern. Sie gehören zum klassischen Inventar deutscher Gärten und sind ein wichtiger Bestandteil der heimischen Kulturlandschaft.
  19. Was unterscheidet echte Malvengewächse von anderen Bienenmagnet-Pflanzen?
    Echte Malvengewächse (Malvaceae) unterscheiden sich durch mehrere charakteristische Merkmale von anderen bienenfreundlichen Pflanzen: Ihre typische Blütenstruktur mit fünf großen Kronblättern und zu einer Säule verwachsenen Staubblättern ist einzigartig und optimal auf Insektenbestäubung ausgerichtet. Die scheibenförmigen Früchte, die in einzelne Teilfrüchte zerfallen, sind ein weiteres Unterscheidungsmerkmal. Malven produzieren kontinuierlich den ganzen Tag über Nektar, während viele andere Pflanzen nur zu bestimmten Tageszeiten aktiv sind. Ihre außergewöhnlich lange Blütezeit von bis zu fünf Monaten übertrifft die meisten anderen Bienenweiden. Die Kombination aus hoher Nektar- und Pollenproduktion ist bei Malven besonders ausgeprägt. Ein wichtiger Unterschied ist auch ihre Rolle als Spezialpflanzen für oligolektische Wildbienen - während andere Bienenmagnet-Pflanzen viele Arten anlocken, sind manche Bienen ausschließlich auf Malven angewiesen. Zudem zeichnen sie sich durch extreme Anspruchslosigkeit und Selbstaussaat aus, wodurch sie nachhaltige, sich selbst erhaltende Bestände bilden können.
  20. Wie grenzen sich Käsepappel und andere niedrige Malvenarten von Stauden ab?
    Die Abgrenzung zwischen niedrigen Malvenarten und klassischen Stauden ist fließend, da viele Malven botanisch zu den Stauden gehören: Die Käsepappel (Malva neglecta) ist streng genommen eine ein- bis zweijährige Art und damit keine echte Staude, wird aber oft als solche verwendet. Sie bleibt mit 30-60 cm niedrig und breitet sich durch Selbstaussaat aus. Die Wilde Malve hingegen ist eine echte mehrjährige Staude mit 60-120 cm Höhe. Charakteristisch für niedrige Malvenarten ist ihre Tendenz zur Selbstaussaat und zum teilweise kriechenden Wuchs, während typische Staudenbegleitpflanzen meist horstig wachsen. Malven haben zudem die typischen scheibenförmigen Früchte und die charakteristische Blütenstruktur mit verwachsenen Staubblättern. Im Garten verhalten sich niedrige Malven oft wie Wildstauden oder naturalisierte Pflanzen - sie füllen Lücken, säen sich an passenden Stellen aus und passen sich dem Standort an. Diese Eigenschaften unterscheiden sie von konventionellen Züchtungsstauden, die meist gleichmäßiger und kontrollierter wachsen.
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Zur Kategorie Malven
Topseller
Kiepenkerl Duft-Malve Moschus Mischung Kiepenkerl Duft-Malve Moschus Mischung
Inhalt 1 Portion
2,39 € *
Kiepenkerl Malve Zebrina Kiepenkerl Malve Zebrina
Inhalt 1 Portion
2,39 € *
Produktbild von Sperli Malve SPERLIs Stripes mit rosa-weißen Blüten Informationen zu Mehrjährigkeit Wuchshöhe und Hinweis auf Eignung als Schnittblume sowie Sperli Logo und Preisgruppenhinweis. Sperli Malve SPERLI's Stripes
Inhalt 1 Portion
2,49 € *
Produktbild von Sperli Bechermalve Mont Blanc mit weißen Blüten Hinweis auf einjährige Pflanze und Wuchshöhe sowie Markenlogo und Hinweis auf reichblühende Sorte für Beet Kübel und Schnitt Sperli Bechermalve Mont Blanc
Inhalt 1 Portion
2,49 € *
Kiepenkerl Bechermalve Tanagra Kiepenkerl Bechermalve Tanagra
Inhalt 1 Portion
2,89 € *
Produktbild von Sperli Moschusmalve SPERLIs Rosa mit Darstellung der blühenden Pflanzen, Hinweisen als Nützlingsparadies sowie Logo und Produktnamen. Sperli Moschusmalve SPERLI's Rosa
Inhalt 1 Portion
2,49 € *
Produktbild von Kiepenkerl Bechermalve Mont Blanc mit der Darstellung von weißen Blüten und Informationen zu Pflanzenmerkmalen sowie dem Logo von Kiepenkerl im oberen Bereich Kiepenkerl Bechermalve Mont Blanc
Inhalt 1 Portion
2,39 € *
Produktbild von Sperli Bechermalve Ruby Regis mit pinken Blüten und Informationen zur reichblühenden Sorte für Beet Kübel und Vase sowie Sperli Markenlogo Sperli Bechermalve Ruby Regis
Inhalt 1 Portion
2,49 € *
Produktbild von Nelson Garden Prachtmalve mit Abbildungen der rosa und weißen Blüten sowie Anbauinformationen auf Deutsch. Nelson Garden Prachtmalve
Inhalt 1 Portion
1,99 € *
Passende Artikel
Produktbild von Sperli Malve SPERLIs Stripes mit rosa-weißen Blüten Informationen zu Mehrjährigkeit Wuchshöhe und Hinweis auf Eignung als Schnittblume sowie Sperli Logo und Preisgruppenhinweis. Sperli Malve SPERLI's Stripes
Inhalt 1 Portion
2,49 € *
Kiepenkerl Malve Zebrina Kiepenkerl Malve Zebrina
Inhalt 1 Portion
2,39 € *
Kiepenkerl Duft-Malve Moschus Mischung Kiepenkerl Duft-Malve Moschus Mischung
Inhalt 1 Portion
2,39 € *
Produktbild von Kiepenkerl Bechermalve Mont Blanc mit der Darstellung von weißen Blüten und Informationen zu Pflanzenmerkmalen sowie dem Logo von Kiepenkerl im oberen Bereich Kiepenkerl Bechermalve Mont Blanc
Inhalt 1 Portion
2,39 € *
Kiepenkerl Bechermalve Tanagra Kiepenkerl Bechermalve Tanagra
Inhalt 1 Portion
2,89 € *
Produktbild von Sperli Bechermalve Mont Blanc mit weißen Blüten Hinweis auf einjährige Pflanze und Wuchshöhe sowie Markenlogo und Hinweis auf reichblühende Sorte für Beet Kübel und Schnitt Sperli Bechermalve Mont Blanc
Inhalt 1 Portion
2,49 € *
Produktbild von Sperli Bechermalve Ruby Regis mit pinken Blüten und Informationen zur reichblühenden Sorte für Beet Kübel und Vase sowie Sperli Markenlogo Sperli Bechermalve Ruby Regis
Inhalt 1 Portion
2,49 € *
Produktbild von Nelson Garden Prachtmalve mit Abbildungen der rosa und weißen Blüten sowie Anbauinformationen auf Deutsch. Nelson Garden Prachtmalve
Inhalt 1 Portion
1,99 € *