Optimale Düngung für Prachtlein: Zeitpunkt und Methoden für gesunde Pflanzen

Prachtlein: Ein Juwel für Ihren Garten

Der Prachtlein, auch als Roter Lein oder Linum grandiflorum bekannt, ist eine bezaubernde Zierpflanze, die jeden Garten in ein wahres Blütenmeer verwandelt. Mit der richtigen Pflege und Düngung lassen sich üppige Blüten und gesunde Pflanzen erzielen - ein Anblick, der das Herz jedes Gärtners höherschlagen lässt.

Das Wichtigste zur Prachtlein-Pflege auf einen Blick

  • Mittlerer Nährstoffbedarf
  • Vorsicht vor Überdüngung
  • Bodenvorbereitung mit Kompost
  • Flüssigdüngung während der Hauptwachstumszeit
  • Standort und Bodenbeschaffenheit beachten

Einführung in die Welt des Prachtleins

Linum grandiflorum, besser bekannt als Prachtlein oder Roter Lein, ist eine wahre Augenweide im Garten. Diese einjährige Pflanze besticht durch ihre leuchtend roten Blüten und ihr zartes Laub. Ursprünglich aus Nordafrika stammend, hat sich der Prachtlein auch in unseren Breiten als beliebte Zierpflanze etabliert - und das aus gutem Grund!

Der Prachtlein ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch relativ pflegeleicht. Allerdings spielt die richtige Düngung eine entscheidende Rolle für gesunde und blühfreudige Pflanzen. Hier gilt es, die goldene Mitte zu finden, denn zu viel des Guten kann dem Prachtlein ebenso schaden wie zu wenig Nährstoffe. In meinen Jahren als Gärtnerin habe ich gelernt, dass es oft die kleinen Details sind, die den Unterschied machen.

Der Nährstoffbedarf des Prachtleins

Allgemeiner Nährstoffbedarf

Prachtlein hat einen mittleren Nährstoffbedarf. Das bedeutet, er ist weder ein Hungerkünstler noch ein Vielfraß. In meinem Garten habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine ausgewogene, aber nicht übermäßige Düngung die besten Ergebnisse liefert. Zu üppige Nährstoffgaben führen oft zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Blütenbildung - und das wollen wir ja nicht, oder?

Hauptnährstoffe: Stickstoff, Phosphor, Kalium

Wie die meisten Pflanzen benötigt auch der Prachtlein die drei Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Stickstoff fördert das Blattwachstum, Phosphor ist wichtig für die Wurzelbildung und Blütenentwicklung, während Kalium die allgemeine Widerstandsfähigkeit der Pflanze stärkt.

Ein ausgewogenes NPK-Verhältnis von etwa 5-5-5 oder 10-10-10 hat sich bei meinen Prachtlein-Kulturen bewährt. Aber Vorsicht: Zu viel Stickstoff kann zu üppigem Blattwachstum führen, während die Blütenbildung darunter leidet. Wer kennt das nicht - man düngt voller Eifer und hat am Ende mehr Grün als Blüten!

Sekundäre Nährstoffe und Spurenelemente

Neben den Hauptnährstoffen spielen auch sekundäre Nährstoffe wie Magnesium und Kalzium sowie Spurenelemente eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Prachtleins. Diese sind in den meisten guten Gartenerden und Komposten enthalten. Sollten Sie dennoch Mangelerscheinungen bemerken, wie etwa gelbliche Blätter oder kümmerliches Wachstum, kann eine Düngung mit einem ausgewogenen Volldünger Abhilfe schaffen. Es lohnt sich, die Pflanzen regelmäßig zu beobachten - sie zeigen uns oft sehr deutlich, was sie brauchen.

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Bodenvorbereitung und Grunddüngung

Bodenanalyse und pH-Wert

Bevor Sie Ihren Prachtlein pflanzen oder aussäen, lohnt sich ein genauerer Blick auf den Boden. Eine Bodenanalyse kann Aufschluss über den pH-Wert und die vorhandenen Nährstoffe geben. Prachtlein bevorzugt einen leicht sauren bis neutralen Boden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0.

Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Prachtlein-Beet: Der Boden war viel zu sauer und die Pflanzen kümmerten vor sich hin. Eine Handvoll Gartenkalk hat Wunder gewirkt! Seitdem überprüfe ich den pH-Wert regelmäßig - das erspart viel Frust und Arbeit.

Einarbeitung von Kompost oder reifem organischen Dünger

Eine gute Grundlage für prächtigen Prachtlein ist die Einarbeitung von reifem Kompost oder gut verrottetem organischen Dünger in den Boden. Dies verbessert nicht nur die Bodenstruktur, sondern liefert auch wichtige Nährstoffe. Etwa 2-3 Liter Kompost pro Quadratmeter, gut in die obere Bodenschicht eingearbeitet, reichen in der Regel aus.

Mein Geheimtipp: Ich mische gerne etwas Hornspäne unter den Kompost. Die setzen ihre Nährstoffe langsam frei und versorgen die Pflanzen über einen längeren Zeitraum. So haben Ihre Prachtlein-Pflanzen einen guten Start und bleiben lange vital.

Zeitpunkt der Grunddüngung

Die beste Zeit für die Grunddüngung ist etwa zwei Wochen vor der Aussaat oder Pflanzung. So haben die Nährstoffe Zeit, sich im Boden zu verteilen, und die jungen Pflanzen finden von Anfang an optimale Bedingungen vor.

Bei der Herbstaussaat für eine Frühjahrsblüte empfiehlt es sich, die Grunddüngung im zeitigen Frühjahr nachzuholen, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist. So starten Ihre Prachtlein-Pflanzen kraftvoll in die neue Saison.

Mit der richtigen Bodenvorbereitung und Grunddüngung legen Sie den Grundstein für einen prächtigen Prachtlein-Flor, der Ihren Garten in ein Blütenmeer verwandelt. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie aus kleinen Samen solch wunderschöne Pflanzen heranwachsen können.

Düngung während der Wachstumsperiode

Während der Wachstumsphase ist die richtige Düngung entscheidend für prächtige und gesunde Prachtlein-Pflanzen. Lassen Sie mich Ihnen verraten, was ich über die optimale Versorgung dieser bezaubernden Blumen gelernt habe.

Der richtige Zeitpunkt für die erste Düngung

Prachtlein sind keine Nährstoff-Gourmets, aber sie schätzen eine ausgewogene Ernährung. Etwa vier bis sechs Wochen nach der Aussaat, wenn die ersten echten Blätter erscheinen, ist es Zeit für die erste Düngergabe. Zu diesem Zeitpunkt haben die Jungpflanzen ihre Startreserven aufgebraucht und sehnen sich nach frischer Nahrung.

Wie oft und wie viel düngen?

Nach der Startdüngung empfehle ich, alle drei bis vier Wochen nachzulegen. Weniger ist hier oft mehr - die Hälfte der für Stauden empfohlenen Dosis reicht in der Regel aus. Ich habe schon erlebt, wie übereifrige Düngung zu üppigem Blattwerk führte, während die Blüten auf sich warten ließen. Das wollen wir natürlich vermeiden!

Woran erkenne ich Nährstoffmangel oder Überdüngung?

Unsere Prachtlein-Pflanzen sind wahre Kommunikationskünstler, wenn es um ihre Bedürfnisse geht:

  • Gelbliche Blätter? Könnte ein Hilferuf nach mehr Stickstoff sein.
  • Violette Verfärbungen an den Blatträndern? Vielleicht fehlt es an Phosphor.
  • Braune Blattränder? Ein mögliches Zeichen für Kaliummangel.
  • Üppiges Wachstum, aber kaum Blüten? Da wurde es wohl mit dem Stickstoff etwas zu gut gemeint.

Bei Mangelerscheinungen können Sie gezielt nachdüngen. Falls Sie es übertrieben haben, hilft nur noch verstärktes Wässern, um die überschüssigen Nährstoffe auszuspülen.

Organisch oder mineralisch düngen?

Die Wahl zwischen organischen und mineralischen Düngern ist wie die zwischen Hausmannskost und Fastfood - beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Die Vorzüge organischer Dünger

Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne sind meine persönlichen Favoriten:

  • Sie verbessern langfristig die Bodenstruktur - quasi eine Wellnesskur für Ihren Gartenboden.
  • Das Bodenleben wird angekurbelt - mehr Leben unter der Erde bedeutet gesündere Pflanzen darüber.
  • Die Nährstoffe werden langsam und stetig freigegeben - kein Nährstoff-Feuerwerk, sondern eine konstante Versorgung.
  • Überdüngung? Fast unmöglich!
  • Oft aus nachwachsenden Rohstoffen - gut fürs grüne Gewissen.

In meinem Garten setze ich vorwiegend auf organische Dünger. Sie nähren nicht nur die Pflanzen, sondern verwöhnen auch den Boden nachhaltig.

Wann Mineraldünger Sinn machen

Mineralische Dünger haben ihre Stärken:

  • Schnelle Wirkung - wie ein Energydrink für Ihre Pflanzen.
  • Präzise Dosierung möglich - für Gärtner mit Hang zur Perfektion.
  • Gezielte Behandlung von Nährstoffmängeln - wie eine Vitamintablette für Ihre Prachtlein.
  • Oft günstiger als ihre organischen Pendants.

Bei akuten Mangelerscheinungen können Mineraldünger wahre Wunder bewirken.

Das Beste aus beiden Welten

Warum nicht das Beste aus beiden Welten kombinieren? Ich empfehle oft eine Grunddüngung mit Kompost im Frühjahr, gefolgt von gelegentlichen Gaben eines mineralischen Flüssigdüngers während der Wachstumsphase. So profitieren Sie von den Vorteilen beider Varianten.

Vergessen Sie nicht, den pH-Wert im Auge zu behalten - zwischen 6,5 und 7,5 fühlen sich Prachtlein am wohlsten. Bei zu saurem Boden kann eine Prise Kalk Wunder wirken.

Mit der richtigen Pflege und einem aufmerksamen Auge werden Sie sich bald an einem Meer aus farbenfrohen, gesunden Prachtlein-Blüten erfreuen können. Glauben Sie mir, der Anblick ist jede Mühe wert!

Spezielle Düngungstechniken für Prachtlein

In meinen Jahren der Prachtlein-Pflege habe ich einige besondere Düngungstechniken kennengelernt, die wahre Wunder bewirken können. Lassen Sie uns einen genaueren Blick darauf werfen.

Flüssigdüngung

Flüssigdünger sind sozusagen der Energydrink für unsere Prachtlein. Ein wasserlöslicher Dünger, im Gießwasser aufgelöst, bringt die Nährstoffe direkt zu den Wurzeln. Diese Methode ist besonders praktisch, wenn die Pflanzen in ihrer Hauptwachstumszeit einen Extraschub brauchen.

Ich empfehle einen ausgewogenen Flüssigdünger mit einem NPK-Verhältnis von etwa 5-5-5. Alle zwei Wochen eine kleine Dosis, und Ihre Prachtlein werden es Ihnen danken. Aber Vorsicht: Vermeiden Sie es, die Blätter zu besprühen - sie könnten sonst einen ungewollten Sonnenbrand bekommen!

Blattdüngung

Die Blattdüngung ist wie eine Expresslieferung für Nährstoffe. Sie kann richtig nützlich sein, wenn der Boden staubtrocken ist oder die Wurzeln etwas träge sind. Ich habe damit schon so manches kümmerliche Pflänzchen wieder aufgepäppelt.

Verwenden Sie einen speziellen, fein verteilbaren Dünger und sprühen Sie ihn am besten morgens oder abends auf die Blätter. So haben die Pflanzen Zeit, sich die Leckereien einzuverleiben, bevor die Sonne alles wegbrutzelt.

Langzeitdünger

Langzeitdünger sind wie eine Vorratskammer für Ihre Prachtlein. Sie geben über Monate hinweg Nährstoffe ab. Ich schwöre auf organische Varianten - sie verbessern nicht nur den Boden, sondern fördern auch das Bodenleben. Es ist, als würde man eine ganze Untergrund-Party für seine Pflanzen organisieren!

Arbeiten Sie den Langzeitdünger vor der Aussaat in den Boden ein. So sind Ihre Prachtlein von Anfang an gut versorgt und können sich voll entfalten.

Düngung in verschiedenen Wachstumsphasen

Prachtlein sind wie Teenager - ihre Bedürfnisse ändern sich ständig. Eine angepasste Düngung in den verschiedenen Phasen sorgt dafür, dass sie zu prächtigen Erwachsenen heranwachsen.

Düngung vor und während der Blütezeit

Kurz vor der Blüte sind Prachtlein regelrechte Nährstoff-Gourmets. Sie lieben besonders Phosphor und Kalium für kräftige Wurzeln und pralle Blütenknospen. Ein Dünger mit einem NPK-Verhältnis von 3-5-7 kommt da gerade recht. Starten Sie etwa zwei Wochen vor der erwarteten Blütezeit und machen Sie während der Blüte weiter.

Ein kleiner Tipp aus meinem Gärtnerschatz: Eine Prise extra Kalium kann die Blühfreudigkeit richtig ankurbeln. Aber Vorsicht, zu viel des Guten kann auch nach hinten losgehen!

Düngung nach der Blüte

Nach der großen Show brauchen unsere Prachtlein eine Verschnaufpause. Reduzieren Sie die Düngergaben auf etwa die Hälfte. Ein ausgewogener Dünger mit einem NPK-Verhältnis von 5-5-5 reicht jetzt völlig aus.

Für Nachzügler, die im Spätsommer nochmal durchstarten wollen, können Sie etwa einen Monat nach der ersten Blüte wieder mit einer phosphor- und kaliumreichen Kost beginnen. Das ist wie ein zweites Frühstück für Ihre Prachtlein!

Anpassung der Düngung an Standort und Witterung

Jeder Garten ist anders, und manchmal muss man etwas improvisieren. An sonnigen Plätzchen sind Prachtlein oft durstige Gesellen und brauchen mehr Wasser und Nährstoffe als ihre Artgenossen im Schatten. Bei Bullenhitze kann eine Extra-Portion Dünger nicht schaden - die Pflanzen müssen schließlich mehr Energie aufwenden, um an Wasser zu kommen.

In Regionen mit sandigen Böden sollten Sie öfter, aber sparsamer düngen. Der Boden ist dort nämlich wie ein Sieb - die Nährstoffe verschwinden schneller, als man gucken kann. Bei schwerem, lehmigem Boden reichen weniger, dafür kräftigere Gaben aus.

Beobachten Sie Ihre grünen Schützlinge genau. Gelbe Blätter? Könnte ein Hilfeschrei nach mehr Stickstoff sein. Dunkle Blattfärbung? Vielleicht fehlt es an Phosphor. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, was Ihre Prachtlein Ihnen sagen wollen.

Mit diesen Tricks und Kniffen können Sie Ihre Prachtlein in jeder Lebensphase optimal verwöhnen. Eine gut durchdachte Düngungsstrategie ist wie ein Drei-Gänge-Menü für Ihre Pflanzen - sie werden es Ihnen mit üppigem Wachstum und einer wahren Blütenpracht danken!

Natürliche Düngungsmethoden für Prachtlein

Prachtlein gedeiht besonders gut mit sanften, natürlichen Düngungsmethoden. Diese fördern nicht nur das Pflanzenwachstum, sondern verbessern auch die Bodenstruktur nachhaltig. In meiner langjährigen Erfahrung habe ich festgestellt, dass diese Methoden oft die besten Ergebnisse liefern.

Mulchen: Nährstoffe und Feuchtigkeit bewahren

Eine meiner Lieblingsmethoden ist das Mulchen. Hierbei wird eine Schicht organischen Materials um die Pflanzen herum ausgebracht. Für Prachtlein eignen sich besonders gut:

Die Mulchschicht schützt den Boden vor Austrocknung, unterdrückt Unkraut und zersetzt sich langsam zu wertvollen Nährstoffen. Ein kleiner Tipp aus meinem Gärtnerschatz: Achten Sie darauf, dass die Schicht nicht zu dick wird, sonst könnte es zu Staunässe kommen.

 

Gründüngung: Bodenleben aktivieren

Gründüngung ist ein wahrer Segen für den Boden. Nach der Ernte säe ich gerne Phacelia, Senf oder Klee aus. Diese Pflanzen sind wie kleine Bodenhelfer - sie lockern die Erde, binden Nährstoffe und fördern das Bodenleben. Vor der nächsten Prachtlein-Aussaat werden sie dann untergegraben oder als Mulch liegen gelassen. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich der Boden dadurch von Jahr zu Jahr verbessert.

Komposttee: Flüssiger Kraftspender

Komposttee ist mein Geheimtipp für eine nährstoffreiche Flüssigdüngung. Die Herstellung ist kinderleicht: Reifer Kompost kommt in einen Stoffbeutel, der dann für einige Tage in Wasser gehängt wird. Die entstandene Brühe wird verdünnt und als Gießwasser verwendet. Meine Prachtlein scheinen diesen natürlichen Energydrink regelrecht zu genießen, besonders während der Hauptwachstumsphase.

Typische Fehler bei der Düngung vermeiden

Bei aller Begeisterung für üppiges Wachstum gibt es einige Fallstricke, die ich in meiner Gärtnerkarriere kennengelernt habe.

Überdüngung und ihre Folgen

Zu viel des Guten schadet auch dem Prachtlein - das habe ich leider schon am eigenen Leib erfahren müssen. Überdüngung kann zu übermäßigem Blattwachstum führen, während die Blütenbildung auf der Strecke bleibt. Auch die Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge steigt. Achten Sie auf diese Warnsignale:

  • Dunkles, fast bläuliches Laub
  • Verbrennungen an Blatträndern
  • Wenige oder keine Blüten

Mein Rat: Halten Sie sich an die empfohlenen Mengen und düngen Sie lieber öfter, dafür aber weniger. Ihre Prachtlein werden es Ihnen danken!

 

Ungleichmäßige Nährstoffversorgung

Eine ausgewogene Ernährung ist für Prachtlein genauso wichtig wie für uns Menschen. Einseitige Düngung, etwa nur mit stickstoffhaltigen Produkten, kann zu Mangelerscheinungen bei anderen Nährstoffen führen. Ich empfehle, auf eine ausgewogene Versorgung zu achten und gelegentlich eine Bodenanalyse durchführen zu lassen. So bekommen Sie ein genaues Bild davon, was Ihr Boden und Ihre Pflanzen wirklich brauchen.

Vernachlässigung des Bodenlebens

Das Bodenleben ist wie ein unsichtbares Ökosystem unter unseren Füßen. Übermäßiger Einsatz von Mineraldüngern kann dieses empfindliche Gleichgewicht stören. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass organische Düngemethoden langfristig zu einer besseren Bodenstruktur und Nährstoffverfügbarkeit beitragen. Es ist, als würde man eine ganze Untergrundstadt für seine Pflanzen erschaffen!

Gesunde Pflanzen durch optimale Nährstoffversorgung

Die richtige Düngung ist der Schlüssel zu gesunden, blühfreudigen Prachtlein-Pflanzen. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte, die ich in meinen Jahren als Gärtnerin gelernt habe:

  • Bodenvorbereitung mit Kompost vor der Aussaat - das ist wie ein gutes Frühstück für Ihre Pflanzen
  • Regelmäßige, aber maßvolle Düngung während der Hauptwachstumszeit - denken Sie an kleine, aber feine Mahlzeiten
  • Bevorzugung natürlicher Düngungsmethoden wie Mulchen und Komposttee - sozusagen Biokost für Ihre Prachtlein
  • Beachtung des pH-Werts und der Bodenstruktur - das ist wie das richtige Raumklima für Ihre Pflanzen
  • Vermeidung von Überdüngung und einseitiger Nährstoffversorgung - auch Pflanzen können Bauchschmerzen bekommen!

Mit diesen Tipps können Sie Ihre Prachtlein optimal versorgen. Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau und passen Sie die Düngung bei Bedarf an. So werden Sie sich lange an den farbenfrohen Blüten Ihres Prachtleins erfreuen können. Und glauben Sie mir, der Anblick eines üppig blühenden Prachtlein-Beetes ist jede Mühe wert!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wie düngt man Prachtlein richtig für optimale Blütenbildung?
    Prachtlein benötigt eine ausgewogene, aber zurückhaltende Düngung für optimale Blütenbildung. Beginnen Sie mit einer Grunddüngung durch Einarbeitung von 2-3 Liter reifem Kompost pro Quadratmeter etwa zwei Wochen vor der Aussaat. Während der Wachstumsperiode düngen Sie alle drei bis vier Wochen mit einem ausgewogenen NPK-Verhältnis von 5-5-5. Besonders wichtig ist die Düngung kurz vor der Blütezeit mit einem phosphor- und kaliumreichen Dünger (NPK 3-5-7). Verwenden Sie dabei nur die Hälfte der für Stauden empfohlenen Dosis, da Prachtlein einen mittleren Nährstoffbedarf hat. Flüssigdünger alle zwei Wochen während der Hauptwachstumszeit sind ideal. Vermeiden Sie Überdüngung, besonders mit Stickstoff, da dies zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Blütenbildung führt. Organische Dünger wie Hornspäne oder Komposttee sind besonders empfehlenswert für nachhaltige Ergebnisse.
  2. Welchen Nährstoffbedarf hat Linum grandiflorum während der Wachstumsperiode?
    Linum grandiflorum (Prachtlein) hat einen mittleren Nährstoffbedarf während der Wachstumsperiode. Die Pflanze benötigt eine ausgewogene Versorgung mit den Hauptnährstoffen Stickstoff (N) für das Blattwachstum, Phosphor (P) für Wurzelbildung und Blütenentwicklung sowie Kalium (K) für die allgemeine Widerstandsfähigkeit. Ein NPK-Verhältnis von 5-5-5 oder 10-10-10 hat sich bewährt. Zusätzlich sind sekundäre Nährstoffe wie Magnesium und Kalzium sowie Spurenelemente wichtig, die meist in gutem Kompost enthalten sind. Die erste Düngung erfolgt 4-6 Wochen nach der Aussaat, wenn die ersten echten Blätter erscheinen. Danach wird alle drei bis vier Wochen nachgedüngt. Wichtig ist, dass nur die Hälfte der für Stauden empfohlenen Dosis verwendet wird, da Prachtlein weder ein Hungerkünstler noch ein Vielfraß ist, sondern eine moderate, ausgewogene Ernährung bevorzugt.
  3. Warum ist die Bodenvorbereitung mit Kompost bei Prachtlein so wichtig?
    Die Bodenvorbereitung mit Kompost ist bei Prachtlein aus mehreren Gründen essentiell. Zunächst verbessert reifer Kompost die Bodenstruktur erheblich - er lockert schwere Böden auf und sorgt in sandigen Böden für bessere Wasserspeicherung. Dies ist besonders wichtig, da Prachtlein einen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 bevorzugt und gut durchlässige, aber nährstoffreiche Böden benötigt. Kompost liefert wichtige Nährstoffe langsam und kontinuierlich über die gesamte Wachstumsperiode und aktiviert das Bodenleben durch Mikroorganismen und Regenwürmer. Diese verbessern die Nährstoffverfügbarkeit natürlich. Etwa 2-3 Liter Kompost pro Quadratmeter, zwei Wochen vor der Aussaat eingearbeitet, schaffen optimale Startbedingungen. Zusätzlich wirkt Kompost wie ein Puffer gegen Nährstoffmangel und Überdüngung. Das organische Material zersetzt sich kontinuierlich und versorgt die Prachtlein-Pflanzen über Monate mit allem, was sie für gesundes Wachstum und reiche Blüte benötigen.
  4. Welches NPK-Verhältnis eignet sich am besten für den mittleren Nährstoffbedarf von Rotem Lein?
    Für den mittleren Nährstoffbedarf von Rotem Lein (Prachtlein) eignet sich ein ausgewogenes NPK-Verhältnis von 5-5-5 oder 10-10-10 am besten. Diese Zusammensetzung berücksichtigt, dass die Pflanze weder zu viel noch zu wenig Nährstoffe benötigt. Das ausgewogene Verhältnis verhindert übermäßiges Blattwachstum durch zu viel Stickstoff, was auf Kosten der Blütenbildung gehen würde. In der Vorblütezeit kann ein leicht phosphor- und kaliumbetontes Verhältnis von 3-5-7 die Blütenbildung zusätzlich fördern. Wichtig ist, dass nur die Hälfte der für Stauden empfohlenen Dosierung verwendet wird. Zu stickstoffbetonte Dünger (hoher N-Wert) sollten vermieden werden, da sie zu dunklem, bläulichem Laub und reduzierter Blühfreudigkeit führen können. Die gleichmäßige Verteilung der drei Hauptnährstoffe sorgt für gesunde, widerstandsfähige Pflanzen mit optimaler Blütenbildung. Organische Dünger mit ähnlichen Verhältnissen sind besonders empfehlenswert, da sie die Nährstoffe langsam und stetig freisetzen.
  5. Warum sollte man bei Prachtlein Überdüngung unbedingt vermeiden?
    Überdüngung bei Prachtlein führt zu mehreren problematischen Folgen, die die Pflanzengesundheit und Blütenbildung erheblich beeinträchtigen. Zu viele Nährstoffe, besonders Stickstoff, verursachen übermäßiges Blattwachstum auf Kosten der Blütenbildung - die Pflanzen 'verfetten' regelrecht. Typische Anzeichen sind dunkles, fast bläuliches Laub, Verbrennungen an Blatträndern und deutlich reduzierte oder ganz ausbleibende Blütenbildung. Überdüngte Pflanzen werden außerdem anfälliger für Krankheiten und Schädlingsbefall, da das weiche, schnell gewachsene Gewebe weniger widerstandsfähig ist. Die Wurzeln können durch hohe Salzkonzentrationen im Boden geschädigt werden, was zu Verbrennungserscheinungen führt. Da Prachtlein einen mittleren Nährstoffbedarf hat, reagiert die Pflanze besonders empfindlich auf Nährstoffüberschuss. Zusätzlich kann Überdüngung das empfindliche Bodenleben schädigen und langfristig die Bodenstruktur verschlechtern. Deshalb ist eine zurückhaltende, ausgewogene Düngung mit der halben empfohlenen Dosis für Stauden der Schlüssel zum Erfolg.
  6. Worin unterscheidet sich die organische Düngung von mineralischer Nährstoffversorgung bei Zierpflanzen?
    Organische und mineralische Düngung unterscheiden sich grundlegend in ihrer Wirkungsweise bei Zierpflanzen. Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne wirken langsam und stetig über Monate, da sie erst von Bodenorganismen zersetzt werden müssen. Sie verbessern langfristig die Bodenstruktur, fördern das Bodenleben und machen Überdüngung nahezu unmöglich. Mineralische Dünger hingegen wirken schnell wie ein 'Energydrink' für Pflanzen, da die Nährstoffe sofort verfügbar sind. Sie ermöglichen präzise Dosierung und gezielte Behandlung akuter Mangelerscheinungen. Jedoch bergen sie höhere Risiken für Überdüngung und Wurzelverbrennungen. Organische Dünger nähren nicht nur die Pflanzen, sondern auch das Bodenleben - Regenwürmer, Mikroorganismen und Pilze schaffen ein gesundes Bodenökosystem. Mineralische Dünger können bei übermäßigem Einsatz dieses empfindliche Gleichgewicht stören. Die beste Strategie kombiniert oft beide: organische Grunddüngung für langfristige Bodengesundheit und gelegentliche mineralische Nachdüngung für schnelle Nährstoffversorgung in der Hauptwachstumszeit.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Flüssigdünger und Langzeitdünger für Blütenpflanzen?
    Flüssigdünger und Langzeitdünger unterscheiden sich erheblich in ihrer Anwendung und Wirkung bei Blütenpflanzen. Flüssigdünger, im Gießwasser aufgelöst, bringt Nährstoffe direkt zu den Wurzeln und wirkt wie ein 'Energydrink' - schnell und effektiv. Er eignet sich besonders für die Hauptwachstumszeit und wenn Pflanzen einen schnellen Nährstoffschub benötigen. Die Anwendung erfolgt alle 1-2 Wochen, erfordert aber regelmäßige Aufmerksamkeit. Langzeitdünger hingegen geben ihre Nährstoffe über 3-6 Monate kontinuierlich ab und funktionieren wie eine 'Vorratskammer' für die Pflanzen. Sie werden vor der Aussaat in den Boden eingearbeitet und sorgen für gleichmäßige Nährstoffversorgung ohne häufige Nachdüngung. Organische Langzeitdünger wie Hornspäne verbessern zusätzlich die Bodenstruktur und fördern das Bodenleben. Flüssigdünger eignet sich ideal für Container- und Balkonpflanzen, während Langzeitdünger perfekt für Gartenbeete sind. Viele erfahrene Gärtner kombinieren beide: Langzeitdünger als Grundversorgung plus gelegentliche Flüssigdüngung für Extra-Nährstoffschübe während der Blütezeit.
  8. Welche Mangelerscheinungen zeigen sich bei unzureichender Pflanzennährstoffe-Versorgung?
    Prachtlein und andere Blütenpflanzen zeigen verschiedene charakteristische Symptome bei Nährstoffmangel. Stickstoffmangel äußert sich durch gelbliche Blätter, die meist von unten nach oben vergilben, sowie kümmerliches Wachstum und reduzierte Blütenbildung. Bei Phosphormangel entwickeln sich violette oder rötliche Verfärbungen an Blatträndern und Stielen, die Wurzelbildung ist schwach und die Blüte verzögert sich. Kaliummangel zeigt sich durch braune, vertrocknete Blattränder und erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten und Frost. Eisenmangel verursacht Chlorose - die Blätter werden gelb, während die Blattadern grün bleiben. Magnesiummangel führt zu gelben Flecken zwischen den Blattadern, meist beginnend an älteren Blättern. Allgemeiner Nährstoffmangel äußert sich durch schwaches Wachstum, blasse Blätter, wenige oder kleine Blüten sowie erhöhte Krankheitsanfälligkeit. Wichtig ist die genaue Beobachtung der Symptome, da sie Hinweise auf spezifische Mängel geben. Bei akuten Mangelerscheinungen hilft schnell wirkender Flüssigdünger, während langfristig eine ausgewogene Grunddüngung mit Kompost vorbeugend wirkt.
  9. Wo kann man hochwertigen Blumendünger für einjährige Pflanzen kaufen?
    Hochwertigen Blumendünger für einjährige Pflanzen wie Prachtlein finden Sie in verschiedenen Bezugsquellen. Spezialisierte Online-Gartenshops wie samen.de bieten eine breite Auswahl an qualitativ hochwertigen Düngern für unterschiedliche Pflanzenarten und -bedürfnisse. Dort erhalten Sie sowohl organische als auch mineralische Dünger mit detaillierten Anwendungshinweisen und fachkundiger Beratung. Gartencenter und Baumärkte führen ebenfalls eine große Auswahl an Blumendüngern, bieten jedoch oft weniger spezialisierte Beratung. Beim Kauf sollten Sie auf ausgewogene NPK-Verhältnisse achten - für einjährige Blütenpflanzen eignen sich Dünger mit 5-5-5 oder ähnlichen Zusammensetzungen. Organische Dünger wie Hornspäne oder Kompostdünger sind besonders empfehlenswert, da sie schonend wirken und das Bodenleben fördern. Achten Sie auf Qualitätszertifikate und vermeiden Sie überteuerte 'Wundermittel'. Lokale Kompostwerke bieten oft preiswerten, hochwertigen Kompost als natürlichen Langzeitdünger. Erfahrene Gartenfachhändler können Sie individuell beraten und passende Produkte für Ihre spezifischen Gartenbedingungen empfehlen.
  10. Welche Gartendünger eignen sich am besten für den Blumenanbau im Hausgarten?
    Für den Blumenanbau im Hausgarten eignen sich verschiedene Düngertypen, abhängig von den spezifischen Bedürfnissen Ihrer Pflanzen. Universaldünger mit ausgewogenem NPK-Verhältnis von 10-10-10 oder 5-5-5 sind vielseitig einsetzbar für die meisten Blütenpflanzen. Erfahrene Gartenfachhändler wie die von samen.de empfehlen oft organische Langzeitdünger wie Hornspäne oder Kompostdünger, da diese schonend wirken und gleichzeitig die Bodenstruktur verbessern. Für die Hauptsaison sind wasserlösliche Flüssigdünger ideal - sie können alle 2-3 Wochen mit dem Gießwasser verabreicht werden und zeigen schnelle Wirkung. Spezialdünger für Blütenpflanzen enthalten oft erhöhte Phosphor- und Kalium-Anteile zur Förderung der Blütenbildung. Organische Alternativen wie Komposttee oder Brennnesseljauche sind umweltfreundlich und kostengünstig. Kalkdünger hilft bei sauren Böden, den pH-Wert zu optimieren. Langzeitdünger-Stäbchen eignen sich besonders für Kübelpflanzen. Die Kombination aus organischer Grunddüngung im Frühjahr und regelmäßiger Flüssigdüngung während der Wachstumszeit hat sich als besonders erfolgreich erwiesen.
  11. Wie beeinflusst die Bodenstruktur die Nährstoffaufnahme bei Staudenpflege?
    Die Bodenstruktur spielt eine entscheidende Rolle für die Nährstoffaufnahme bei Stauden und anderen Gartenpflanzen. Ein gut strukturierter Boden mit stabilen Krümeln, ausreichend Poren und optimaler Durchlässigkeit ermöglicht den Wurzeln, sich frei auszubreiten und Nährstoffe effizient aufzunehmen. In verdichteten Böden können Wurzeln nicht richtig penetrieren, wodurch die Nährstoffaufnahme stark eingeschränkt wird. Schwere, lehmige Böden halten zwar viele Nährstoffe, aber bei Staunässe können Wurzeln faulen und keine Nährstoffe mehr aufnehmen. Sandige Böden hingegen lassen Nährstoffe schnell versickern, bevor die Pflanzen sie nutzen können. Die ideale Bodenstruktur ist krümelig, wasserdurchlässig aber wasserhaltend - dies erreicht man durch regelmäßige Kompostgaben und Vermeidung von Bodenverdichtung. Ein aktives Bodenleben mit Regenwürmern und Mikroorganismen verbessert die Struktur natürlich und macht Nährstoffe pflanzenverfügbar. Mulchen schützt die Bodenstruktur und fördert gleichzeitig das Bodenleben. Die richtige pH-Wert-Einstellung sorgt dafür, dass Nährstoffe nicht blockiert werden und optimal verfügbar bleiben.
  12. Welche Rolle spielt das Bodenleben für eine nachhaltige Pflanzenzucht?
    Das Bodenleben ist das unsichtbare Ökosystem unter unseren Füßen und spielt eine fundamentale Rolle für nachhaltige Pflanzenzucht. Regenwürmer, Springschwänze, Milben und Millionen von Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze bilden ein komplexes Netzwerk, das organisches Material in pflanzenverfügbare Nährstoffe umwandelt. Diese Bodenorganismen lockern die Erde auf, schaffen optimale Bodenstruktur und verbessern die Wasserspeicherung. Mykorrhiza-Pilze gehen Symbiosen mit Pflanzenwurzeln ein und erweitern das Wurzelnetzwerk um das 10-100fache, wodurch die Nährstoff- und Wasseraufnahme drastisch verbessert wird. Ein lebendiger Boden ist wie eine natürliche Apotheke - nützliche Mikroorganismen unterdrücken Krankheitserreger und stärken die Pflanzengesundheit. Regenwürmer produzieren wertvollen Wurmhumus, der die Nährstoffverfügbarkeit optimiert. Abgestorbene Organismen werden kontinuierlich zu Humus umgewandelt, wodurch ein natürlicher Kreislauf entsteht. Chemische Überdüngung kann dieses empfindliche Gleichgewicht zerstören, weshalb organische Düngemethoden wie Kompost und Mulchen das Bodenleben fördern und langfristig gesunde, widerstandsfähige Pflanzen ermöglichen.
  13. Warum ist eine ausgewogene Düngung wichtiger als eine intensive Nährstoffversorgung?
    Eine ausgewogene Düngung ist deutlich wichtiger als intensive Nährstoffversorgung, da Pflanzen ein harmonisches Verhältnis aller Nährstoffe benötigen. Bei intensiver Düngung kann es zu Nährstoff-Ungleichgewichten kommen - zu viel Stickstoff führt beispielsweise zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Blütenbildung. Außerdem können hohe Nährstoffkonzentrationen andere wichtige Nährstoffe blockieren oder verdrängen. Intensive Düngung erhöht das Risiko von Wurzelverbrennungen durch hohe Salzkonzentrationen im Boden. Das empfindliche Bodenleben wird durch Überdüngung gestört, was langfristig die Bodengesundheit schädigt. Prachtlein und ähnliche Pflanzen reagieren besonders empfindlich auf Nährstoffüberschuss - sie 'verfetten' und werden anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Eine ausgewogene Düngung mit moderaten Mengen fördert hingegen gesundes, natürliches Wachstum und optimale Blütenbildung. Sie unterstützt das Bodenleben, verbessert die Bodenstruktur und macht die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Stress. Weniger ist oft mehr - die Natur bevorzugt Ausgewogenheit statt Extreme. Eine bedarfsgerechte, zurückhaltende Düngung führt zu nachhaltig gesunden und blühfreudigen Gärten.
  14. Wie wirken sich Spurenelemente auf die Bodenqualität im Blumengarten aus?
    Spurenelemente haben trotz ihrer geringen benötigten Mengen einen enormen Einfluss auf die Bodenqualität und Pflanzengesundheit im Blumengarten. Eisen ist essentiell für die Chlorophyllbildung - Eisenmangel führt zu gelben Blättern mit grünen Blattadern (Chlorose). Mangan aktiviert viele Enzyme und unterstützt die Photosynthese, während Zink für das Wachstum und die Blütenbildung wichtig ist. Bor fördert die Zellwandbildung und Blütenstabilität, Kupfer stärkt die Widerstandsfähigkeit gegen Pilzkrankheiten. Diese Spurenelemente wirken oft als Katalysatoren für biochemische Prozesse und machen andere Nährstoffe erst verfügbar. Sie fördern das Bodenleben - viele Mikroorganismen benötigen Spurenelemente für ihre Stoffwechselprozesse. Ein Mangel kann zu Mangelkrankheiten, schwachem Wachstum und reduzierter Blühfreudigkeit führen, auch wenn die Hauptnährstoffe ausreichend vorhanden sind. Spurenelemente sind meist in gutem Kompost, organischen Düngern und qualitativ hochwertiger Gartenerde enthalten. Überdosierung ist jedoch schädlich - zu viel Eisen kann andere Nährstoffe blockieren. Eine ausgewogene organische Düngung mit Kompost versorgt die Pflanzen optimal mit allen benötigten Spurenelementen.
  15. Wie bereitet man Komposttee für die Flüssigdüngung richtig zu?
    Komposttee ist ein hervorragender natürlicher Flüssigdünger, der einfach herzustellen ist und sowohl Nährstoffe als auch nützliche Mikroorganismen liefert. Für die Zubereitung nehmen Sie 1-2 Handvoll reifen, hochwertigen Kompost und geben ihn in einen Stoffbeutel oder Jutesack. Dieser wird für 3-7 Tage in einen Eimer mit 10 Litern Regenwasser gehängt - verwenden Sie kein chlorhaltiges Leitungswasser, da es die nützlichen Mikroorganismen abtötet. Täglich sollten Sie den Beutel etwas bewegen und durchkneten, um die Nährstoffe zu lösen. Nach der Ziehzeit entfernen Sie den Beutel - der übrig gebliebene Kompost kann kompostiert oder als Mulch verwendet werden. Die entstandene braune Brühe verdünnen Sie im Verhältnis 1:10 mit Wasser, bevor Sie sie als Gießwasser verwenden. Der Komposttee enthält wasserlösliche Nährstoffe, nützliche Bakterien und Pilze, die das Bodenleben aktivieren und die Pflanzengesundheit fördern. Wenden Sie ihn alle 2-3 Wochen während der Hauptwachstumszeit an. Frisch zubereiteter Tee ist am wirksamsten - lagern Sie ihn nicht länger als eine Woche.
  16. Wann ist der optimale Zeitpunkt für Mulchen in der Gartenpflege?
    Der optimale Zeitpunkt für Mulchen hängt von der Art des Mulchmaterials und den Gartenbedingungen ab. Grundsätzlich wird am besten gemulcht, wenn der Boden bereits erwärmt und gut durchfeuchtet ist. Im Frühjahr sollten Sie warten, bis keine Frostgefahr mehr besteht und sich der Boden erwärmt hat - meist ab Mai. Zu frühes Mulchen kann die Bodenerwärmung verzögern und das Pflanzenwachstum hemmen. Organisches Mulchmaterial wie Rasenschnitt sollte zunächst antrocknen, um Fäulnisbildung zu vermeiden. Rindenmulch oder Holzhäcksel können das ganze Jahr über aufgebracht werden, benötigen aber oft eine Stickstoff-Ausgleichsdüngung. Nach der Aussaat oder Pflanzung warten Sie, bis die Pflanzen gut angewachsen sind, bevor Sie mulchen. Die Mulchschicht sollte 3-5 cm dick sein und einen Abstand von etwa 10 cm zum Pflanzenstamm halten. Herbstmulchen mit Laub schützt vor Frost und verrottet über Winter zu wertvollem Humus. Bei Prachtlein und anderen einjährigen Blumen ist der beste Zeitpunkt etwa 4-6 Wochen nach der Aussaat, wenn die Pflanzen etabliert sind und das Unkraut unterdrückt werden soll.
  17. Stimmt es, dass mehr Dünger automatisch zu einem besseren Blütenflor führt?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum - mehr Dünger führt keineswegs automatisch zu besserem Blütenflor, sondern oft zum Gegenteil. Bei Prachtlein und anderen Blütenpflanzen kann Überdüngung, besonders mit stickstoffreichen Düngern, zu üppigem Blattwachstum auf Kosten der Blütenbildung führen. Die Pflanzen 'verfetten' regelrecht und investieren ihre Energie ins Grünwachstum statt in die Blütenproduktion. Zu viel Dünger kann außerdem Wurzelverbrennungen durch hohe Salzkonzentrationen verursachen und die Pflanzen anfälliger für Krankheiten und Schädlinge machen. Das empfindliche Gleichgewicht der Nährstoffe wird gestört - ein Übermaß an einem Nährstoff kann andere blockieren oder verdrängen. Prachtlein hat einen mittleren Nährstoffbedarf und reagiert besonders empfindlich auf Nährstoffüberschuss. Der Schlüssel liegt in der ausgewogenen, bedarfsgerechten Düngung mit der richtigen NPK-Zusammensetzung. Eine zurückhaltende Düngung mit etwa der Hälfte der für Stauden empfohlenen Dosis, kombiniert mit guter Bodenvorbereitung, führt zu deutlich besseren Blühergebnissen als intensive Düngung.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es bei der Gartenerde-Beschaffenheit in Deutschland?
    Deutschland weist aufgrund seiner geologischen Vielfalt erhebliche regionale Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit auf. Norddeutsche Tiefebenen haben oft sandige, durchlässige Böden mit niedrigem pH-Wert, die Nährstoffe schlecht speichern und häufigere Düngung benötigen. Hier herrschen oft saure Bedingungen vor, die eine Kalkung erfordern. Die Mittelgebirgsregionen wie Harz oder Rhön haben meist lehmige bis tonige Böden mit besserer Nährstoffspeicherung, aber möglicher Staunässe-Problematik. Süddeutschland, besonders Bayern und Baden-Württemberg, bietet oft kalkhaltige, alkalische Böden mit hohem pH-Wert, die manchmal zu Eisenmangel bei Pflanzen führen können. Rheinische Löss-Gebiete haben sehr fruchtbare, nährstoffreiche Böden mit optimaler Struktur. Küstenregionen kämpfen oft mit salzhaltigem Grundwasser und sandigen, nährstoffarmen Böden. Diese regionalen Unterschiede erfordern angepasste Düngungsstrategien - während in sandigen Norddeutschland häufiger, aber sparsamer gedüngt werden sollte, reichen in fruchtbaren Löss-Gebieten seltener, kräftigere Gaben. Eine Bodenanalyse ist daher in jeder Region empfehlenswert, um die spezifischen örtlichen Bedingungen zu ermitteln.
  19. Was unterscheidet Blumendünger von normaler Pflanzenpflege-Nährstoffversorgung?
    Blumendünger unterscheidet sich in mehreren wichtigen Aspekten von normaler Pflanzenpflege-Nährstoffversorgung. Spezialdünger für Blütenpflanzen enthalten meist höhere Phosphor- und Kalium-Anteile, da diese Nährstoffe die Blütenbildung, Wurzelentwicklung und Widerstandsfähigkeit fördern. Während Standard-Pflanzendünger oft stickstoffbetont sind (für Blattwachstum), haben Blumendünger ausgewogenere NPK-Verhältnisse wie 5-10-10 oder enthalten sogar reduzierten Stickstoffanteil. Sie sind speziell auf die Bedürfnisse blühender Pflanzen abgestimmt und fördern Blütenfülle statt übermäßigen Blattwuchs. Blumendünger enthalten oft zusätzliche Spurenelemente wie Eisen, Mangan und Bor, die für Blütenqualität und Farbintensität wichtig sind. Die Dosierung ist meist an den geringeren Nährstoffbedarf von Zierpflanzen angepasst - viele Blumen benötigen weniger intensive Düngung als etwa Gemüsepflanzen. Einige Blumendünger sind als Langzeitformulierungen konzipiert, die über die gesamte Blühsaison wirken. Standard-Pflanzendünger sind hingegen oft universeller ausgelegt und berücksichtigen nicht die spezifischen Anforderungen für optimale Blütenbildung und -qualität.
  20. Wie unterscheidet sich die Nährstoffversorgung bei Saatgut von der Düngung etablierter Pflanzen?
    Die Nährstoffversorgung bei Saatgut und etablierten Pflanzen unterscheidet sich grundlegend in Zeitpunkt, Art und Intensität. Samen haben eigene Nährstoffreserven (Endosperm) für die ersten Wachstumswochen und benötigen zunächst keine zusätzliche Düngung. Zu frühe oder zu intensive Düngung kann die empfindlichen Keimlinge sogar schädigen oder die Keimung hemmen. Beim Saatgut steht die Bodenvorbereitung im Vordergrund - eine moderate Grunddüngung mit reifem Kompost etwa zwei Wochen vor der Aussaat schafft optimale Startbedingungen. Etablierte Pflanzen hingegen haben ihre Startreserven aufgebraucht und benötigen regelmäßige, aktive Nährstoffzufuhr. Bei Prachtlein beginnt die erste Düngung etwa 4-6 Wochen nach der Aussaat, wenn die ersten echten Blätter erscheinen. Fachkundige Saatgut-Spezialisten wie die von samen.de empfehlen für die Aussaat nährstoffarme Anzuchterde, um optimale Keimbedingungen zu gewährleisten. Etablierte Pflanzen vertragen und benötigen höhere Nährstoffkonzentrationen und regelmäßige Düngergaben alle 3-4 Wochen. Die Dosierung steigert sich von null bei der Aussaat bis zur vollen empfohlenen Dosis bei ausgewachsenen Pflanzen.
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