Pflücksalat erfolgreich anbauen - Umfassender Leitfaden

Pflücksalat: Ein vielseitiger Genuss für Ihren Garten

Wenn Sie auf der Suche nach einer einfachen und ertragreichen Salatsorte für Ihren Garten sind, sollten Sie Pflücksalat in Betracht ziehen. Diese praktische Variante eignet sich hervorragend für Hobbygärtner, die frischen Salat direkt aus dem eigenen Beet oder Balkonkasten genießen möchten.

Pflücksalat-Wissen kompakt

  • Vielfältige Sorten für unterschiedliche Geschmacksvorlieben
  • Unkomplizierter Anbau, auch für Gartenneulinge geeignet
  • Möglichkeit zur kontinuierlichen Ernte über einen längeren Zeitraum
  • Perfekt für kleine Gärten und Balkonkulturen

Was versteht man unter Pflücksalat?

Pflücksalat, manchmal auch als Schnittsalat oder Blattsalat bezeichnet, ist eine Salatart, bei der Sie einzelne Blätter ernten können, ohne die gesamte Pflanze zu entfernen. Diese Eigenschaft macht ihn besonders praktisch für den Hausgebrauch und ermöglicht eine flexible Ernte je nach Bedarf.

Vorteile des Pflücksalatanbaus

Der Anbau von Pflücksalat bietet zahlreiche Vorteile, die ihn zu einer attraktiven Option für Hobbygärtner machen:

  • Platzsparend: Ideal für kleine Gärten oder Balkonkästen, wo jeder Quadratmeter zählt
  • Lange Erntezeit: Bei richtiger Pflege können Sie über mehrere Wochen hinweg ernten
  • Garantierte Frische: Sie haben immer frischen Salat zur Hand, ohne auf Supermarktware zurückgreifen zu müssen
  • Vielfalt: Verschiedene Sorten lassen sich problemlos gemischt anbauen, was für abwechslungsreiche Salate sorgt
  • Gesundheitlicher Aspekt: In der Regel nährstoffreicher als länger gelagerter Salat aus dem Supermarkt

Beliebte Pflücksalatsorten

Es gibt eine beeindruckende Vielfalt an Pflücksalatsorten, die sich in Geschmack, Farbe und Textur unterscheiden. Hier einige populäre Varianten:

  • Lollo Rosso: Gekräuselte, rötliche Blätter mit leicht bitterem Geschmack, die jedem Salat eine interessante Note verleihen
  • Eichblattsalat: Zarte, eichenblattförmige Blätter in Grün oder Rot, die sowohl optisch als auch geschmacklich überzeugen
  • Batavia: Knackige Blätter mit einem leicht nussigen Aroma, die für eine angenehme Textur im Salat sorgen
  • Rucola: Würzige, pfeffrige Blätter, die besonders gut zu mediterranen Gerichten passen
  • Asia-Salate: Eine vielfältige Mischung mit exotischen Geschmacksnoten, die Abwechslung in Ihre Salatschüssel bringen
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Standortwahl und Bodenvorbereitung

Optimale Lichtverhältnisse

Pflücksalat gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Ein Platz mit Morgensonne und Nachmittagsschatten ist vorteilhaft, da zu intensive Mittagssonne die zarten Blätter schädigen kann. In meinem Garten habe ich die Erfahrung gemacht, dass Pflücksalat an einer leicht geschützten Stelle besonders gut wächst und weniger zu Welke neigt.

Bodenbeschaffenheit und pH-Wert

Für ein optimales Wachstum sollte der Boden locker, humusreich und gut durchlässig sein. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 ist ideal. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich der Aufwand lohnt, den Boden entsprechend vorzubereiten. Einmal habe ich den Fehler gemacht, Pflücksalat in schweren Lehmboden zu pflanzen - das Ergebnis war enttäuschend. Die Pflanzen entwickelten sich kaum und brachten nur wenig Ertrag.

Vorbereitung des Beetes oder Pflanzgefäßes

Vor der Aussaat oder Pflanzung empfiehlt es sich, den Boden gründlich zu lockern und mit reifem Kompost anzureichern. In Töpfen oder Balkonkästen hat sich eine Mischung aus hochwertiger Pflanzerde und Kompost bewährt. Achten Sie unbedingt auf eine ausreichende Drainage, um Staunässe zu vermeiden, die den Wurzeln schaden könnte.

Aussaat und Keimung

Aussaatzeitpunkte

Eine der Stärken des Pflücksalats ist seine Flexibilität bei den Aussaatzeitpunkten. Sie können ihn von Frühjahr bis Herbst aussäen:

  • Frühjahr: Ab März im Gewächshaus, ab April im Freiland, sobald der Boden sich erwärmt hat
  • Sommer: Fortlaufende Aussaat alle 2-3 Wochen für eine kontinuierliche Ernte
  • Herbst: Bis Anfang September für eine späte Ernte, die Ihnen auch in den kühleren Monaten frischen Salat beschert

Direktsaat vs. Vorkultur

Beide Methoden haben ihre Vorzüge. Die Direktsaat im Freiland ist unkompliziert und zeitsparend. Eine Vorkultur in Töpfen oder Aussaatschalen bietet den Vorteil, dass man die Pflanzen besser vor gefräßigen Schnecken schützen kann. Letzteres hat sich in meinem Garten als besonders effektiv erwiesen, vor allem in regenreichen Jahren.

Aussaattechniken und Saattiefe

Für ein optimales Wachstum empfehle ich, die Samen dünn in Reihen mit einem Abstand von etwa 20-25 cm auszusäen. Die ideale Saattiefe beträgt ungefähr 1 cm. Decken Sie die Samen sanft mit Erde ab und drücken Sie sie vorsichtig an. Achten Sie darauf, den Boden gleichmäßig feucht zu halten, ohne ihn zu überwässern.

Keimungsbedingungen und -dauer

Pflücksalat keimt am besten bei Temperaturen zwischen 10°C und 20°C, wobei die optimale Keimtemperatur bei etwa 15°C liegt. Unter günstigen Bedingungen können Sie mit den ersten Keimlingen nach 7-14 Tagen rechnen. Es ist wichtig zu beachten, dass höhere Temperaturen die Keimung hemmen oder sogar zu einem vorzeitigen Schossen führen können.

Mit diesen Grundlagen sind Sie gut gerüstet, um Ihren eigenen Pflücksalat anzubauen. Denken Sie daran, regelmäßig zu ernten und zu gießen, um eine lange und ertragreiche Saison zu genießen. In meinem Garten hat sich gezeigt, dass eine konsequente Pflege den Unterschied zwischen einer durchschnittlichen und einer hervorragenden Ernte ausmachen kann. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und vor allem einen guten Appetit!

Pflege während des Wachstums: Der Schlüssel zum Erfolg

Die richtige Pflege ist das A und O für gesunde und ertragreiche Pflücksalate. Lassen Sie mich Ihnen verraten, worauf es wirklich ankommt.

Bewässerung: Das Lebenselixier des Salats

Wasser ist für Pflücksalat unerlässlich, aber die Menge variiert je nach Wachstumsphase:

  • Keimung und Jungpflanzen: Hier ist gleichmäßige Feuchtigkeit das Zauberwort
  • Hauptwachstumsphase: Jetzt wird's durstig!
  • Kurz vor der Ernte: Ein bisschen weniger, damit die Blätter schön knackig werden

Ich gieße am liebsten morgens oder abends - so verdunstet nicht gleich alles wieder. Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Bodenbewässerung hält die Blätter trocken und beugt Pilzbefall vor.

Düngung: Die richtige Balance finden

Pflücksalat ist kein Kostverächter, aber auch kein Vielfraß. Eine ausgewogene Ernährung macht ihn stark und lecker:

  • Stickstoff: Gut für üppige Blätter, aber Vorsicht vor Übereifer!
  • Kalium: Sorgt für Geschmack und Widerstandskraft
  • Phosphor: Unterstützt die Wurzeln bei ihrer Arbeit

Ich schwöre ja auf organische Dünger wie Kompost. Sie versorgen die Pflanzen langsam und stetig - ganz wie in der Natur. Wenn's mal schneller gehen soll, sind mineralische Dünger eine Option, aber da heißt es: Maß halten! Mein bewährter Düngeplan sieht so aus:

  • Vor der Aussaat: Eine ordentliche Portion Kompost unterheben
  • Nach 3-4 Wochen: Die erste kleine Extraportion
  • Alle 2-3 Wochen: Ein leichter Nachschlag

Unkrautbekämpfung: Platz schaffen für den Star

Unkraut ist der ungebetene Gast im Salatbeet. Regelmäßiges, vorsichtiges Jäten ist der beste Weg, es loszuwerden. Dabei sollten Sie behutsam vorgehen, um die empfindlichen Wurzeln des Salats nicht zu stören.

Eine Methode, die ich lieben gelernt habe, ist das Mulchen. Eine dünne Schicht aus Grasschnitt oder Stroh hält nicht nur das Unkraut in Schach, sondern bewahrt auch die kostbare Bodenfeuchtigkeit. Aber Vorsicht: Zu viel des Guten kann Schnecken anlocken - und die sind bekanntlich keine Feinschmecker, wenn es um unseren Salat geht!

Schädlinge und Krankheiten: Die üblichen Verdächtigen

Auch wenn unser Pflücksalat ein zähes Kerlchen ist, gibt es ein paar Herausforderungen:

Die lästigen Mitesser

  • Blattläuse: Diese kleinen Sauger haben es auf die zarten Triebe und Blätter abgesehen
  • Schnecken: Die gefräßigen Zeitgenossen können ein ganzes Beet über Nacht kahl fressen

Ich erinnere mich noch gut an den Morgen, als ich voller Vorfreude zu meinem Salatbeet ging, nur um festzustellen, dass die Schnecken schneller waren. Seitdem bin ich in Sachen Vorbeugung besonders wachsam.

Die heimtückischen Krankheiten

  • Mehltau: Sieht aus, als hätte jemand Puderzucker über die Blätter gestreut
  • Blattfäule: Braune Flecken, die besonders bei feuchtem Wetter auftreten

Vorbeugen ist besser als heilen

Hier ein paar Tricks aus meinem Gärtnerhut:

  • Fruchtwechsel: Gönnen Sie dem Boden mal eine Salatpause
  • Luftige Pflanzabstände: Lassen Sie Ihre Salate atmen
  • Morgendliche Bewässerung: Dann haben die Blätter den ganzen Tag Zeit zum Trocknen
  • Robuste Sorten: Manchmal ist ein bisschen Widerstandskraft Gold wert

Wenn's doch mal kriselt: Bio vs. Chemie

Im Bio-Anbau setze ich auf die Hilfe von Mutter Natur:

  • Marienkäfer als fleißige Blattlausvertilger
  • Kräuterauszüge (mein Favorit: Brennnessel) als natürliches Stärkungsmittel
  • Schneckenkorn auf Eisenphosphat-Basis, wenn's mal arg wird

Chemische Keulen sind für mich die allerletzte Option. Falls es doch mal sein muss, greifen Sie bitte nur zu zugelassenen Mitteln und halten Sie unbedingt die Wartezeiten vor der Ernte ein.

Mit der richtigen Pflege und einem wachsamen Auge steht einer üppigen Pflücksalaternte nichts im Wege. Probieren Sie verschiedene Methoden aus und finden Sie heraus, was in Ihrem grünen Paradies am besten funktioniert. Gärtnern ist schließlich auch immer ein bisschen Experimentieren!

Ernte und Nacherntebehandlung von Pflücksalat

Die Ernte von Pflücksalat ist entscheidend für die Qualität und den Geschmack. Jede Sorte hat ihren eigenen Rhythmus, aber in der Regel sind die Blätter nach 4-6 Wochen erntebereit.

Erntezeitpunkt und -technik

Der ideale Moment für die Ernte ist gekommen, wenn die Blätter eine ansehnliche Größe erreicht haben, aber noch zart und knackig sind. Ein guter Indikator sind die äußeren Blätter, die etwa handtellergroß sein sollten. Meiner Erfahrung nach ist der frühe Morgen die beste Zeit für die Ernte, wenn die Blätter noch voller Lebenskraft stecken.

Bei der Ernte haben Sie zwei Möglichkeiten:

  • Blatternte: Hier pflücken Sie nur die äußeren, reifen Blätter. Das regt die Pflanze an, neue Blätter zu bilden und verlängert die Erntezeit.
  • Ganze Pflanze: Wenn Sie eine größere Menge auf einmal benötigen, schneiden Sie die gesamte Pflanze knapp über dem Boden ab.

Kontinuierliche Ernte für Nachwuchs

Eine der faszinierenden Eigenschaften von Pflücksalat ist seine Fähigkeit, nach der Ernte nachzuwachsen. Regelmäßiges Pflücken der äußeren Blätter stimuliert die Pflanze, neue zu bilden. So können Sie über Wochen hinweg ernten - ein echtes Geschenk für Salatliebhaber!

Für einen gesunden Nachwuchs empfehle ich:

  • Nur die äußeren, reifen Blätter zu ernten
  • Etwa 5 cm des Herzstücks stehen zu lassen
  • Nach der Ernte sanft zu wässern und zu düngen
  • Alle 3-4 Tage zu ernten, je nach Wachstum

Lagerung und Haltbarkeit

Frisch geernteter Pflücksalat hält sich im Kühlschrank etwa 3-5 Tage. Um die Frische zu bewahren, habe ich folgende Methode für mich entdeckt:

  • Den Salat nicht waschen, nur vorsichtig von Erde befreien
  • In ein leicht feuchtes Tuch oder Küchenpapier einschlagen
  • In einer Plastiktüte oder einem luftdichten Behälter im Gemüsefach aufbewahren

Sollten Sie mal zu viel geerntet haben, können Sie den Salat auch einfrieren. Waschen und trocknen Sie die Blätter und frieren Sie sie portionsweise ein. Aufgetauter Salat eignet sich prima für Smoothies oder gekochte Gerichte.

Spezielle Anbaumethoden für Pflücksalat

Pflücksalat ist ein wahrer Allrounder, was den Anbau betrifft. Je nach verfügbarem Platz und persönlichen Vorlieben gibt es verschiedene Methoden.

Gewächshauskultur

Der Anbau im Gewächshaus bringt einige Vorteile mit sich:

  • Sie können die Anbausaison verlängern
  • Die Pflanzen sind vor Witterungseinflüssen und Schädlingen geschützt
  • Sie haben mehr Kontrolle über die Wachstumsbedingungen

Ein Tipp aus eigener Erfahrung: Achten Sie im Gewächshaus besonders auf gute Belüftung, um Pilzerkrankungen vorzubeugen. An heißen Tagen hat sich eine Schattierung bewährt, um zu verhindern, dass der Salat in Blüte geht.

Balkon- und Terrassenanbau

Pflücksalat eignet sich hervorragend für den Anbau in Töpfen oder Balkonkästen:

  • Wählen Sie Gefäße mit mindestens 20 cm Tiefe
  • Sorgen Sie für eine gute Drainage
  • Verwenden Sie nährstoffreiche, lockere Erde
  • Gießen Sie regelmäßig, da Topfpflanzen schneller austrocknen

Auf meinem Balkon habe ich gute Erfahrungen mit vertikalen Anbausystemen gemacht - sie sparen Platz und sehen noch dazu dekorativ aus.

Hydroponischer Anbau

Eine moderne und faszinierende Methode ist der hydroponische Anbau, bei dem die Pflanzen in einer Nährlösung statt in Erde wachsen:

  • Die Pflanzen wachsen oft schneller
  • Wasser und Nährstoffe werden effizienter genutzt
  • Es ist sauberer und platzsparender als die Erdkultur

Für Einsteiger gibt es praktische fertige Hydroponiksysteme. Ich selbst habe damit experimentiert und war überrascht, wie einfach es sein kann.

Saisonale Aspekte beim Pflücksalatanbau

Eine der schönen Eigenschaften von Pflücksalat ist, dass man ihn fast das ganze Jahr über anbauen kann. Jede Saison bringt dabei ihre eigenen Herausforderungen und Möglichkeiten mit sich.

Frühjahrsanbau

Sobald der Boden frostfrei ist, kann der Frühjahrsanbau starten:

  • Die Aussaat ist ab März im Freiland möglich, im Gewächshaus sogar früher
  • Wählen Sie kältetolerante Sorten
  • Halten Sie vorsichtshalber Vlies zur Frostabwehr bereit

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Salat im Frühjahr zwar langsamer wächst, dafür aber oft besonders aromatisch schmeckt.

Sommeranbau und Hitzeschutz

Im Sommer besteht die Herausforderung darin, dass der Salat schnell in Blüte gehen kann:

  • Setzen Sie auf hitzeresistente Sorten
  • Sorgen Sie für ausreichend Bewässerung
  • Schaffen Sie Schatten durch Netze oder Nachbarpflanzen
  • Gießen Sie in den kühleren Abendstunden

Ein Trick, der sich bei mir bewährt hat: Mulchen hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und unterdrückt gleichzeitig Unkraut.

Herbstanbau und Frostschutz

Der Herbstanbau kann bis in den späten Oktober hinein erfolgen:

  • Wählen Sie schnellwachsende Sorten
  • Schützen Sie die Pflanzen bei Frostgefahr mit Vlies oder einem Folientunnel
  • Achten Sie auf gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden

Eine interessante Beobachtung: Manche Sorten vertragen sogar leichten Frost und schmecken danach sogar etwas süßer.

Mit der richtigen Planung und Sortenwahl können Sie sich fast das ganze Jahr über an frischem Pflücksalat aus dem eigenen Garten oder vom Balkon erfreuen. Die verschiedenen Anbaumethoden machen es möglich, selbst auf kleinstem Raum Salat zu ziehen. Durch kontinuierliche Ernte und liebevolle Pflege belohnt Sie der Pflücksalat mit einer langen Erntezeit und vielfältigen Möglichkeiten in der Küche. Probieren Sie es aus - Sie werden begeistert sein!

Nachhaltiger Anbau von Pflücksalat

Bei der Kultivierung von Pflücksalat gibt es erstaunlich viele Möglichkeiten, umweltfreundlich zu gärtnern. Mit ein paar cleveren Ansätzen können wir unseren Garten zu einem kleinen Ökosystem machen.

Fruchtfolge und Mischkultur - Ein Tanz der Pflanzen

Eine gut durchdachte Fruchtfolge ist der Schlüssel zu gesunden Pflanzen und einem lebendigen Boden. Pflücksalat ist dabei ein wahrer Allrounder - er passt sich hervorragend als Vor- oder Nachkultur für verschiedenste Gemüsearten ein. Stellen Sie sich vor: Nachdem die Frühkartoffeln geerntet sind, haben Sie noch reichlich Zeit, um Pflücksalat auszusäen. Oder Sie beginnen im zeitigen Frühjahr mit Pflücksalat, bevor die wärmeliebenden Kulturen wie Tomaten oder Gurken ihren großen Auftritt haben.

In der Mischkultur zeigt sich Pflücksalat von seiner geselligen Seite. Er harmoniert prächtig mit Radieschen, Möhren oder Kohlrabi. Die unterschiedlichen Wuchsformen und Nährstoffbedürfnisse ergänzen sich wunderbar. Ein zusätzlicher Bonus: Ein buntes Beet lockt nützliche Insekten an - es wird zu einem summenden und brummenden Paradies.

Kompostierung und Bodenpflege - Die Grundlage allen Wachstums

Ein vitaler Boden ist das A und O für kräftige Pflanzen. Regelmäßiges Mulchen mit Grasschnitt oder gehäckseltem Stroh hält nicht nur die Feuchtigkeit im Boden, sondern fördert auch das Bodenleben. Ich persönlich bin ein großer Fan meines eigenen Komposts. Er versorgt die Pflanzen nicht nur mit Nährstoffen, sondern verbessert nachhaltig die Bodenstruktur - ein wahrer Alleskönner!

Nach der Ernte lasse ich die Wurzeln der Salatpflanzen im Boden. Sie verrotten dort und dienen als natürlicher Dünger für die nächste Generation. Gleichzeitig lockern sie den Boden auf - eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Wassersparende Techniken - Jeder Tropfen zählt

Wasser ist ein kostbares Gut, besonders in trockenen Sommern. Mit ein paar cleveren Tricks lässt sich der Wasserverbrauch beim Salatanbau deutlich reduzieren:

  • Gießen Sie am besten morgens oder abends, wenn weniger Wasser verdunstet.
  • Nutzen Sie Regenwasser statt kostbares Trinkwasser - Ihre Pflanzen und Ihr Geldbeutel werden es Ihnen danken.
  • Eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit im Boden - wie eine natürliche Decke für Ihre Pflanzen.
  • Gießen Sie gezielt an den Wurzeln, nicht über das ganze Beet - die Pflanzen nehmen es Ihnen nicht übel, wenn ihre Blätter trocken bleiben.
  • Mit Tröpfchenbewässerung lässt sich Wasser sehr effizient einsetzen - ein echter Gamechanger für wassereffizientes Gärtnern.

Tipps für eine erfolgreiche Ernte - Der Weg zum Salat-Glück

Mit ein paar Kniffen steht einer gelungenen Pflücksalaternte nichts im Wege. Hier meine wichtigsten Empfehlungen aus jahrelanger Erfahrung:

Optimale Wachstumsbedingungen schaffen - Das Wohlfühlprogramm für Ihren Salat

Pflücksalat ist am glücklichsten an einem sonnigen bis halbschattigen Plätzchen. Der Boden sollte locker, humos und nährstoffreich sein - quasi das Luxushotel unter den Standorten. Eine Kompostgabe vor der Aussaat liefert wichtige Nährstoffe. Bei schweren Böden hilft es, etwas Sand einzuarbeiten - denken Sie an einen luftigen Sommerschuh für Ihre Pflanzen.

Die richtige Aussaatdichte ist entscheidend: Zu eng gesäte Pflanzen konkurrieren um Licht und Nährstoffe wie Geschwister um das letzte Stück Kuchen. Etwa 20-25 cm Abstand zwischen den Reihen und 15-20 cm in der Reihe haben sich bewährt - so hat jeder genug Platz zum Wachsen und Gedeihen.

Regelmäßige Pflege und Kontrolle - Ein wachsames Auge

Ein aufmerksamer Blick ist der beste Schutz vor Problemen. Schauen Sie regelmäßig nach Ihren grünen Schützlingen und achten Sie auf erste Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten. Schnecken können besonders in feuchten Jahren zum Problem werden. Hier helfen Schneckenzäune oder abendliches Absammeln - betrachten Sie es als Ihre persönliche Schneckensafari.

Hacken Sie regelmäßig zwischen den Reihen, um Unkraut in Schach zu halten. Das lockert gleichzeitig den Boden und fördert die Durchlüftung - quasi eine Wellness-Behandlung für Ihren Gartenboden. Bei Trockenheit sollten Sie gleichmäßig gießen - Pflücksalat reagiert auf Wassermangel ähnlich empfindlich wie wir Menschen.

Ernteverlängerung durch Nachsaat - Der Trick für endlosen Salat-Genuss

Für eine kontinuierliche Ernte empfiehlt sich eine gestaffelte Aussaat. Säen Sie alle 2-3 Wochen eine kleine Portion aus. So haben Sie über einen langen Zeitraum frischen Salat - ein bisschen wie ein Salatbuffet, das sich selbst auffüllt. Auch das regelmäßige Pflücken der äußeren Blätter regt zu neuem Wachstum an - je mehr Sie ernten, desto mehr wächst nach.

Im Spätsommer können Sie noch einmal für eine Herbsternte aussäen. Wählen Sie dafür winterharte Sorten und schützen Sie die Pflanzen bei Frost mit Vlies - wie eine kuschelige Decke für Ihren Salat.

Pflücksalat - ein Genuss für Gaumen und Garten

Pflücksalat ist nicht nur ein Vergnügen für den Gaumen, sondern auch ein dankbarer Gast in unserem Garten. Mit ein bisschen Pflege und den richtigen Techniken gelingt die Kultur fast wie von Zauberhand. Besonders faszinierend finde ich immer wieder die Vielfalt an Farben und Formen, die Pflücksalat zu bieten hat. Von zartem Hellgrün bis zu kräftigem Rot ist alles dabei - ein wahres Farbenfest für die Augen.

Warum also nicht selbst den grünen Daumen erproben? Schon auf kleinstem Raum, sei es im Garten oder auf dem Balkon, lässt sich Pflücksalat anbauen. Die Freude über die erste eigene Ernte ist unbezahlbar - ein Glücksgefühl, das man einfach selbst erlebt haben muss. Und wer einmal den Unterschied zu gekauftem Salat geschmeckt hat, will nie mehr darauf verzichten. Also, worauf warten Sie noch? Ihr Salatparadies wartet schon darauf, entdeckt zu werden!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Pflücksalat und wie unterscheidet er sich von anderen Salatsorten?
    Pflücksalat, auch als Schnittsalat oder Blattsalat bezeichnet, ist eine besondere Salatart, bei der einzelne Blätter geerntet werden können, ohne die gesamte Pflanze zu entfernen. Dies unterscheidet ihn grundlegend von Kopfsalaten wie Eisbergsalat, die als ganze Köpfe geerntet werden. Der Hauptvorteil liegt in der kontinuierlichen Ernte: Die äußeren Blätter werden gepflückt, während das Herzstück weiterwächst und neue Blätter bildet. Dadurch ermöglicht eine einzige Pflanze eine Ernte über mehrere Wochen. Pflücksalat umfasst verschiedene Sorten wie Lollo Rosso, Eichblattsalat, Batavia oder Rucola, die sich in Farbe, Textur und Geschmack unterscheiden. Diese Vielfalt macht ihn besonders interessant für Hobbygärtner, die abwechslungsreiche Salate schätzen. Die flexible Ernte macht Pflücksalat ideal für den Hausgebrauch, da man immer genau die benötigte Menge ernten kann.
  2. Welche Vorteile bietet der Anbau von Pflücksalat im eigenen Garten?
    Der Anbau von Pflücksalat im eigenen Garten bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Erstens ist er extrem platzsparend und eignet sich ideal für kleine Gärten oder sogar Balkonkästen. Die kontinuierliche Erntemöglichkeit über mehrere Wochen bedeutet, dass eine einzelne Aussaat lange Freude bereitet. Frische ist ein weiterer großer Pluspunkt: Selbst geernteter Pflücksalat ist deutlich nährstoffreicher und geschmacksintensiver als länger gelagerter Supermarktsalat. Die Sortenvielfalt ermöglicht es, verschiedene Geschmacksrichtungen und Farben zu kombinieren, was für abwechslungsreiche Salate sorgt. Für Gartenneulinge ist Pflücksalat besonders geeignet, da er unkompliziert im Anbau ist und schnell erste Erfolgserlebnisse liefert. Zusätzlich haben Sie die volle Kontrolle über Anbaumethoden und können auf Pestizide verzichten. Die flexible Ernte nach Bedarf reduziert Lebensmittelverschwendung erheblich.
  3. Welche beliebten Pflücksalatsorten eignen sich für den Hausgebrauch?
    Für den Hausgebrauch eignen sich verschiedene Pflücksalatsorten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Lollo Rosso besticht durch seine gekräuselten, rötlichen Blätter und verleiht jedem Salat mit seinem leicht bitteren Geschmack eine interessante Note. Eichblattsalat bietet zarte, eichenblattförmige Blätter in Grün oder Rot und überzeugt sowohl optisch als auch geschmacklich. Batavia punktet mit knackigen Blättern und einem leicht nussigen Aroma, das für angenehme Textur sorgt. Rucola bringt mit seinen würzig-pfeffrigen Blättern mediterrane Aromen ins Spiel und passt hervorragend zu verschiedensten Gerichten. Asia-Salate bieten eine vielfältige Mischung mit exotischen Geschmacksnoten und sorgen für kulinarische Abwechslung. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten oft spezielle Saatgutmischungen an, die verschiedene Sorten kombinieren und so für farbenfrohe, geschmacklich ausgewogene Salate sorgen. Diese Sortenvielfalt ermöglicht es Hobbygärtnern, ihren persönlichen Geschmack zu treffen.
  4. Wie ermöglicht Pflücksalat eine kontinuierliche Ernte über mehrere Wochen?
    Die kontinuierliche Ernte von Pflücksalat basiert auf seiner besonderen Wuchseigenschaft: Während die äußeren, reifen Blätter geerntet werden, wächst das Herzstück der Pflanze weiter und bildet ständig neue Blätter nach. Dieser Prozess funktioniert am besten, wenn nur die äußeren Blätter gepflückt und etwa 5 cm des Herzstücks stehen gelassen werden. Regelmäßiges Ernten alle 3-4 Tage stimuliert die Pflanze sogar zu verstärktem Wachstum. Nach der Ernte sollte die Pflanze sanft gewässert und leicht gedüngt werden, um die Nachbildung neuer Blätter zu fördern. Bei optimalen Bedingungen - ausreichend Wasser, Nährstoffen und passenden Temperaturen - kann eine einzige Pflücksalatpflanze 6-8 Wochen lang beerntet werden. Zusätzlich verlängert eine gestaffelte Nachsaat alle 2-3 Wochen die Erntezeit erheblich, sodass fast die gesamte Gartensaison über frischer Salat verfügbar ist.
  5. Warum eignet sich Pflücksalat besonders gut für kleine Gärten und Balkonkästen?
    Pflücksalat ist der ideale Kandidat für kleine Räume, da er sehr platzsparend angebaut werden kann. Im Gegensatz zu großen Kopfsalaten benötigt er weniger Platz pro Pflanze und kann sogar in Reihen mit nur 15-20 cm Abstand kultiviert werden. In Balkonkästen mit mindestens 20 cm Tiefe gedeiht er hervorragend und bietet dabei eine lange Erntezeit. Die kontinuierliche Ernte einzelner Blätter bedeutet, dass der begrenzte Platz optimal ausgenutzt wird - eine Pflanze liefert über Wochen hinweg frischen Salat. Vertikale Anbausysteme maximieren den Ertrag auf kleinstem Raum zusätzlich. Der schnelle Wachstumszyklus ermöglicht mehrere Kulturen pro Saison auf derselben Fläche. Besonders praktisch ist auch die Möglichkeit, verschiedene Sorten gemischt anzubauen, was für Abwechslung sorgt ohne zusätzlichen Platzbedarf. Selbst auf einem kleinen Balkon kann so eine Familie kontinuierlich mit frischem, selbst gezogenem Salat versorgt werden.
  6. Worin unterscheidet sich Pflücksalat von Kopfsalat und Eisbergsalat?
    Der Hauptunterschied zwischen Pflücksalat und Kopfsalaten liegt in der Wuchsform und Ernteweise. Während Kopfsalat und Eisbergsalat feste, kompakte Köpfe bilden, die komplett geerntet werden müssen, wächst Pflücksalat in lockeren, offenen Rosetten aus einzelnen Blättern. Bei Kopfsalaten ist nach der Ernte die Pflanze beendet, bei Pflücksalat können kontinuierlich einzelne Blätter geerntet werden, während die Pflanze weiterwächst. Eisbergsalat benötigt deutlich mehr Platz und eine längere Kulturdauer von etwa 10-12 Wochen bis zur Ernte, während Pflücksalat bereits nach 4-6 Wochen erste Blätter liefert. Geschmacklich ist Pflücksalat oft intensiver und vielfältiger, da verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Aromen angebaut werden können. Die Lagerung unterscheidet sich ebenfalls: Kopfsalate halten länger, aber Pflücksalat bietet den Vorteil der bedarfsgerechten, immer frischen Ernte. Zudem ist Pflücksalat pflegeleichter und weniger anfällig für Schädlinge.
  7. Wie verhält sich Pflücksalat im Vergleich zu Feldsalat und Spinat?
    Pflücksalat, Feldsalat und Spinat unterscheiden sich erheblich in ihren Anbauansprüchen und Eigenschaften. Pflücksalat ist die wärmste der drei Kulturen und wird hauptsächlich von Frühjahr bis Herbst angebaut, während Feldsalat eine klassische Winterkultur ist, die Frost verträgt. Spinat nimmt eine Mittelstellung ein und kann sowohl im Frühjahr als auch im Herbst kultiviert werden. In der Ernteweise ähnelt Pflücksalat dem Spinat - beide können blattweise geerntet werden und wachsen nach. Feldsalat wird meist als ganze Rosette geerntet. Geschmacklich ist Pflücksalat milder und vielfältiger, Spinat kräftiger und Feldsalat hat einen charakteristisch nussigen Geschmack. Der Nährstoffgehalt variiert: Spinat ist besonders eisenreich, Feldsalat punktet mit Vitamin C, während Pflücksalat eine gute Quelle für verschiedene Vitamine und Mineralstoffe darstellt. Pflücksalat ist am einfachsten anzubauen und verzeiht kleine Pflegefehler besser als die anderen beiden.
  8. Welche optimalen Bodenbedingungen benötigt Pflücksalat für das Wachstum?
    Für optimales Wachstum benötigt Pflücksalat einen lockeren, humusreichen und gut durchlässigen Boden. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,0, also im leicht sauren bis neutralen Bereich. Schwere Lehmböden sollten mit Sand und Kompost aufgelockert werden, da Staunässe zu Wurzelfäule führen kann. Eine gute Drainage ist daher unerlässlich. Der Boden sollte vor der Aussaat gründlich gelockert und mit reifem Kompost angereichert werden, um die Nährstoffversorgung sicherzustellen. Ein humusreicher Boden speichert Wasser besser und versorgt die Pflanzen gleichmäßig mit Nährstoffen. Wichtig ist auch ein sonniger bis halbschattiger Standort, wobei Morgensonne und Nachmittagsschatten ideal sind. In Töpfen oder Balkonkästen hat sich eine Mischung aus hochwertiger Pflanzerde und Kompost bewährt. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Stroh hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken.
  9. Wo kann man hochwertige Pflücksalat-Samen und Jungpflanzen erwerben?
    Hochwertige Pflücksalat-Samen und Jungpflanzen erhalten Sie in verschiedenen Bezugsquellen mit unterschiedlichen Vorteilen. Etablierte Online-Gartenshops wie samen.de bieten eine besonders große Sortenauswahl und können detaillierte Informationen zu Anbau und Eigenschaften liefern. Diese spezialisierten Anbieter führen oft auch seltene Sorten und Bio-Saatgut. Lokale Gartencenter punkten mit persönlicher Beratung und der Möglichkeit, Jungpflanzen vor dem Kauf zu begutachten. Wochenmärkte bieten häufig regional angepasste Sorten von lokalen Gärtnereien. Baumärkte haben meist eine Grundausstattung, allerdings mit begrenzter Sortenvielfalt. Beim Kauf sollten Sie auf die Keimfähigkeit, das Haltbarkeitsdatum und Bio-Qualität achten. Samen.de gehört zu den Fachgeschäften, die nicht nur Saatgut, sondern auch komplette Anzuchtsets und Zubehör anbieten. Für Anfänger sind oft Saatbänder oder Saatscheiben eine praktische Alternative, da sie das gleichmäßige Aussäen erleichtern.
  10. Welche Ausrüstung und Zubehör benötigt man für den erfolgreichen Pflücksalatanbau?
    Für den erfolgreichen Pflücksalatanbau benötigen Sie eine überschaubare Grundausstattung. Essential sind eine Gartenschaufel oder Spaten zur Bodenvorbereitung, eine Harke zum Einebnen und feines Saatgut-Sieb für die gleichmäßige Aussaat. Eine Gießkanne mit feiner Brause verhindert das Fortschwemmen der Samen. Bei Topfkultur sind ausreichend große Pflanzgefäße (mindestens 20 cm tief) mit Drainagelöchern wichtig. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen auch spezielle Aussaatschalen und Anzuchterde für die Vorkultur. Bei Schneckenproblemen sind Schneckenzäune oder -korn hilfreich. Für größere Flächen erleichtert ein Reihenzieher die gleichmäßige Aussaat. Vlies oder Folientunnel schützen vor Spätfrost und verlängern die Saison. Ein pH-Messgerät hilft bei der Bodenanalyse. Mulchmaterial wie Stroh oder Grasschnitt hält den Boden feucht. Die Gartenexperten von samen.de empfehlen auch kleine Pflanzschilder zur Sortenkennzeichnung und ein Gartentagebuch für die Planung von Nachsaaten.
  11. Welche Rolle spielt die Mischkultur beim Pflücksalatanbau?
    Mischkultur spielt beim Pflücksalatanbau eine wichtige Rolle für gesunde Pflanzen und optimale Raumnutzung. Pflücksalat harmoniert hervorragend mit verschiedenen Gemüsearten und nutzt dabei die unterschiedlichen Wuchsformen und Nährstoffbedürfnisse aus. Ideale Partner sind Radieschen, die schnell wachsen und zwischen den Salatpflanzen Platz finden, sowie Möhren, die tief wurzeln und andere Bodenschichten erschließen. Kohlrabi eignet sich ebenfalls gut, da er ähnliche Standortansprüche hat aber mehr Platz nach oben benötigt. Die Mischkultur bringt mehrere Vorteile: Unterschiedliche Wurzeltiefen verhindern Nährstoffkonkurrenz, verschiedene Pflanzentypen locken unterschiedliche Nützlinge an, und das bunte Beet kann Schädlinge verwirren. Kräuter wie Dill oder Petersilie zwischen dem Salat gepflanzt können sogar Blattläuse abwehren. Ein weiterer Vorteil ist die optimale Flächennutzung - während der Salat in die Breite wächst, nutzen Partnerpflanzen andere Bereiche. Diese Vielfalt macht das Beet zu einem kleinen Ökosystem.
  12. Wie funktioniert die Fruchtfolge bei Pflücksalat im Gemüsegarten?
    Die Fruchtfolge bei Pflücksalat ist unkompliziert, da er als Mittelzehrer relativ anspruchslos ist und sich gut in verschiedene Anbaukonzepte eingliedert. Pflücksalat eignet sich hervorragend als Vor- oder Nachkultur für verschiedene Gemüsearten. Als Vorkultur kann er im zeitigen Frühjahr angebaut werden, bevor wärmeliebende Kulturen wie Tomaten, Gurken oder Paprika gepflanzt werden. Die Ernte erfolgt rechtzeitig, sodass der Platz frei wird. Als Nachkultur nach Frühkartoffeln, Erbsen oder frühem Kohlrabi geerntet bietet er eine sinnvolle Nutzung der freien Beete bis zum Herbst. Wichtig ist, dass Pflücksalat nicht nach anderen Kreuzblütlern wie Radieschen oder Kohl folgt, um Krankheitsübertragung zu vermeiden. Ideale Vorkulturen sind Starkzehrer wie Kohl oder Tomaten, die den Boden gut mit Nährstoffen versorgt hinterlassen. Nach Pflücksalat können sowohl Schwach- als auch Starkzehrer folgen. Ein Anbaupausen von 2-3 Jahren auf derselben Fläche beugt Bodenmüdigkeit vor.
  13. Welche Bedeutung hat die Hydroponik beim modernen Pflücksalatanbau?
    Hydroponik gewinnt beim modernen Pflücksalatanbau zunehmend an Bedeutung, besonders im kommerziellen Bereich und bei technikbegeisterten Hobbygärtnern. Bei dieser Methode wachsen die Pflanzen in einer Nährlösung statt in Erde, wodurch schnelleres Wachstum und höhere Erträge möglich werden. Die Vorteile sind beachtlich: optimale Nährstoffversorgung, efiziente Wassernutzung und saubere, erdfreie Ernte. Besonders in städtischen Bereichen und bei begrenztem Platz bietet Hydroponik interessante Möglichkeiten für den vertikalen Anbau. Die Pflanzen wachsen oft 30-50% schneller als in der Erdkultur und sind weniger anfällig für bodenbürtige Krankheiten. Allerdings erfordert Hydroponik mehr technisches Know-how und höhere Anfangsinvestitionen. Die pH-Wert- und Nährstoffkontrolle muss präziser erfolgen. Für Einsteiger gibt es mittlerweile fertige Hydroponiksysteme, die den Einstieg erleichtern. Im Hobby-bereich bleibt die Erdkultur jedoch meist die praktischere und kostengünstigere Variante für Pflücksalat.
  14. Wie beeinflusst die Keimung die spätere Entwicklung von Pflücksalatpflanzen?
    Die Keimung ist die entscheidende Phase für die spätere Entwicklung von Pflücksalatpflanzen. Optimale Keimbedingungen schaffen die Grundlage für gesunde, ertragreiche Pflanzen. Die ideale Keimtemperatur liegt bei 15°C, wobei Temperaturen zwischen 10-20°C akzeptabel sind. Zu hohe Temperaturen über 25°C hemmen die Keimung oder führen zu schwächlichen Pflanzen, die schneller schossen. Eine gleichmäßige Bodenfeuchte während der 7-14-tägigen Keimphase ist essenziell - weder zu trocken noch zu nass. Samen, die unter Stress keimen, entwickeln oft schwächere Wurzelsysteme und sind anfälliger für Krankheiten. Die richtige Saattiefe von etwa 1 cm sorgt für ausreichend Erdkontakt ohne zu schwere Bedeckung. Lichtkeimer benötigen teilweise Licht für die Keimung. Eine langsame, gleichmäßige Keimung unter optimalen Bedingungen führt zu kräftigeren Pflanzen mit besserer Stressresistenz und höherem Ertrag. Qualitativ hochwertiges Saatgut mit hoher Keimfähigkeit ist dabei die Voraussetzung für den Erfolg.
  15. Welche praktischen Schritte sind bei der Direktsaat von Pflücksalat zu beachten?
    Bei der Direktsaat von Pflücksalat sind mehrere praktische Schritte für den Erfolg entscheidend. Zunächst sollte der Boden gründlich vorbereitet werden: lockern, harken und von Unkraut befreien. Der optimale Zeitpunkt ist ab April, wenn die Bodentemperatur konstant über 10°C liegt. Die Saattiefe beträgt etwa 1 cm, die Reihenabstände 20-25 cm. Säen Sie die Samen dünn aus, um späteres Vereinzeln zu reduzieren. Nach der Aussaat den Boden vorsichtig andrücken und mit einer feinen Brause wässern, ohne die Samen wegzuschwemmen. Gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit während der Keimphase ist essentiell. Bei Trockenheit täglich gießen, aber Staunässe vermeiden. Nach dem Aufgang bei zu dichtem Stand auf 15-20 cm vereinzeln - die gezogenen Pflänzchen können meist umgepflanzt werden. Spezialisierte Gartenshops wie samen.de bieten oft praktische Saatbänder oder Saatscheiben an, die das gleichmäßige Aussäen erleichtern. Schneckenschutz schon vor der Saat installieren, da junge Keimlinge besonders gefährdet sind.
  16. Wie lässt sich die Erntezeit von Pflücksalat durch Nachsaat verlängern?
    Die Erntezeit von Pflücksalat lässt sich durch geschickte Nachsaat erheblich verlängern und ermöglicht eine kontinuierliche Versorgung über die gesamte Saison. Der Schlüssel liegt in der gestaffelten Aussaat alle 2-3 Wochen von April bis September. Dadurch stehen immer Pflanzen in verschiedenen Entwicklungsstadien bereit. Beginnen Sie mit der ersten Aussaat im Frühjahr und säen Sie regelmäßig kleine Portionen nach, bevor die vorherige Kultur das Ende erreicht. So entsteht ein fließender Übergang ohne Versorgungslücken. Im Hochsommer sollten Sie auf hitzetolerante Sorten setzen und für Beschattung sorgen. Für die späte Saison eignen sich kälteresistente Sorten, die auch bei niedrigeren Temperaturen noch wachsen. Ein praktisches System ist die Aufteilung des Beetes in mehrere Segmente, die zeitversetzt besät werden. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de empfehlen oft spezielle Sortenmischungen für die verschiedenen Jahreszeiten. Mit Frostschutz durch Vlies oder Folientunnel lässt sich die Erntezeit bis in den Winter verlängern.
  17. Stimmt es, dass Pflücksalat weniger nahrhaft ist als gekaufter Salat?
    Nein, das Gegenteil ist der Fall: Selbst angebauter Pflücksalat ist in der Regel deutlich nährstoffreicher als gekaufter Salat aus dem Supermarkt. Der Grund liegt im Frischefaktor und den kurzen Transportwegen. Vitamine, besonders das empfindliche Vitamin C, bauen sich nach der Ernte schnell ab. Gekaufter Salat hat oft bereits mehrere Tage Transport und Lagerung hinter sich, wodurch wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen. Selbst geernteter Pflücksalat kann hingegen sofort nach der Ernte verarbeitet werden, wenn der Nährstoffgehalt am höchsten ist. Zudem haben Sie die Kontrolle über die Anbaumethoden: keine Pestizide, optimale Düngung und die Wahl nährstoffreicher Sorten. Verschiedene Studien zeigen, dass selbst angebautes Gemüse oft höhere Werte bei Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen aufweist. Besonders der Gehalt an Antioxidantien ist bei frisch geerntetem Salat deutlich höher. Der Geschmack ist ebenfalls intensiver, da die Pflanzen vollreif geerntet werden können, während kommerzielle Salate oft unreif geerntet werden müssen.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es beim Pflücksalatanbau in Deutschland?
    Beim Pflücksalatanbau in Deutschland zeigen sich verschiedene regionale Unterschiede, die hauptsächlich klimatisch bedingt sind. In Norddeutschland mit seinem maritimen Klima können kühlere, langsamer wachsende Sorten länger angebaut werden, während heiße Sommer seltener auftreten. Die Anbauperiode beginnt etwas später, dafür lässt sie sich oft länger in den Herbst ausdehnen. Süddeutschland mit kontinentalerem Klima ermöglicht einen früheren Start im Frühjahr, bringt aber auch heißere Sommer mit sich, die den Anbau erschweren können. Hier sind Schattennetze und hitzetolerante Sorten besonders wichtig. Höhere Lagen wie in Bayern oder Baden-Württemberg bieten ideale Bedingungen für Sommersalat, da die Temperaturen moderater sind. In Weinbauregionen mit milderem Klima ist sogar Winteranbau mit entsprechenden Sorten möglich. Unterschiede zeigen sich auch in der Sortenwahl: Während im Norden eher robuste, kältetolerante Sorten bevorzugt werden, sind im Süden hitzeresistente Varianten gefragt. Die Bodenverhältnisse variieren ebenfalls regional und beeinflussen Drainage und Nährstoffbedarf.
  19. Wie unterscheidet sich Schnittsalat von anderen Blattgemüse-Arten?
    Schnittsalat unterscheidet sich von anderen Blattgemüse-Arten in mehreren wichtigen Punkten. Der Hauptunterschied liegt in der Ernteweise: Während bei Kopfsalaten die gesamte Pflanze geerntet wird, können bei Schnittsalat kontinuierlich einzelne Blätter geschnitten werden. Dies unterscheidet ihn auch von Spinat, der zwar ebenfalls blattweise geerntet werden kann, aber andere Standortansprüche und einen kräftigeren Geschmack hat. Im Vergleich zu Mangold ist Schnittsalat zarter und benötigt weniger Kochzeit - oft wird er roh verzehrt. Anders als Feldsalat, der hauptsächlich im Winter wächst, ist Schnittsalat eine Sommerkultur mit längerer Vegetationsperiode. Die Wuchsform ist offener und lockerer als bei Kopfsalaten, wodurch bessere Belüftung gewährleistet wird. Geschmacklich ist Schnittsalat milder als viele andere Blattgemüse und bietet durch verschiedene Sorten große Vielfalt. Die Kulturdauer ist meist kürzer als bei traditionellem Blattgemüse, dafür aber mit der Möglichkeit mehrfacher Ernte von derselben Pflanze. Diese Eigenschaften machen Schnittsalat zu einer einzigartigen Kategorie im Blattgemüse-Spektrum.
  20. Worin liegt der Unterschied zwischen Blattsalat und anderen Salatpflanzen?
    Blattsalat unterscheidet sich von anderen Salatpflanzen hauptsächlich durch seine lockere, offene Wuchsform im Gegensatz zu den festen Köpfen von Kopf- oder Eisbergsalat. Während Kopfsalate ihre Blätter fest um ein Herz schließen, wachsen Blattsalate in rosettiger Form mit einzelnen, frei stehenden Blättern. Dies ermöglicht die charakteristische Einzelblatt-Ernte, ohne die gesamte Pflanze zu zerstören. Im Vergleich zu Romana-Salat mit seinen aufrechten, länglichen Blättern sind Blattsalate meist rundlicher und vielfältiger in Form und Farbe. Anders als bei Endiviensalaten ist Blattsalat meist milder im Geschmack und weniger bitter. Die Erntezeit ist flexibler - während andere Salate zu einem bestimmten Zeitpunkt geerntet werden müssen, kann Blattsalat über Wochen beerntet werden. Auch die Lagerfähigkeit unterscheidet sich: Kopfsalate halten länger, aber Blattsalat bietet dafür den Vorteil der bedarfsgerechten, immer frischen Ernte. Die Sortenvielfalt bei Blattsalaten ist besonders groß und reicht von zarten grünen bis zu kräftig roten Varianten mit unterschiedlichsten Texturen.
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