Schnittsellerie im Jahreslauf: Pflegekalender für optimales Wachstum

Schnittsellerie: Der aromatische Allrounder im Gemüsegarten

Schnittsellerie ist ein vielseitiges Küchenkraut mit intensivem Aroma und zahlreichen Vorteilen für Hobbygärtner.

Knackige Fakten zum Schnittsellerie

  • Zweijährige Pflanze, im ersten Jahr geerntet
  • Aussaat von März bis Juli möglich
  • Bevorzugt nährstoffreichen, feuchten Boden
  • Ernte von Juli bis November
  • Vielseitige Verwendung in der Küche

Was ist Schnittsellerie?

Schnittsellerie, auch als Staudensellerie oder Blattsellerie bekannt, ist eine aromatische Gemüsepflanze aus der Familie der Doldenblütler. Im Gegensatz zum Knollensellerie wird beim Schnittsellerie hauptsächlich das Blattgrün genutzt. Die Pflanze bildet buschige Horste mit fein gefiederten Blättern, die einen intensiven, würzigen Geschmack haben.

Vorteile des Anbaus von Schnittsellerie

Der Anbau von Schnittsellerie im eigenen Garten oder auf dem Balkon bringt etliche Vorteile mit sich:

  • Frische Würze: Jederzeit frisches Grün für die Küche verfügbar
  • Gesundheit: Reich an Vitaminen und Mineralstoffen
  • Pflegeleicht: Relativ anspruchslos im Anbau
  • Platzsparer: Gedeiht auch in Töpfen oder Kübeln
  • Mehrfachernte: Regelmäßiger Schnitt fördert Nachwuchs

Überblick über den Jahreslauf

Der Anbau von Schnittsellerie erstreckt sich über mehrere Monate und folgt einem bestimmten Rhythmus:

  • März-Mai: Aussaat und Vorkultur
  • Juni-Juli: Auspflanzen und intensive Pflege
  • Juli-November: Haupterntezeit
  • Winter: Ruhezeit oder Überwinterung geschützter Pflanzen

Vorbereitung und Planung

Standortwahl

Eine geeignete Standortwahl ist wichtig für den erfolgreichen Anbau von Schnittsellerie.

Lichtbedarf

Schnittsellerie gedeiht am besten an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Ein Platz mit mindestens 6 Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist optimal. In Regionen mit sehr heißen Sommern kann ein leicht schattiger Standort vorteilhaft sein, um die Pflanze vor übermäßigem Stress zu schützen.

Bodenbeschaffenheit

Der Boden sollte humos, nährstoffreich und feucht sein. Schnittsellerie bevorzugt einen lockeren, gut durchlässigen Boden mit hohem Humusanteil. Schwere, lehmige Böden können vor der Bepflanzung mit Sand und Kompost verbessert werden.

Bodenvorbereitung

Nährstoffbedarf

Schnittsellerie benötigt viele Nährstoffe. Vor der Pflanzung sollte der Boden großzügig mit reifem Kompost oder gut verrottetem Mist angereichert werden. Etwa 3-4 Liter Kompost pro Quadratmeter sind empfehlenswert.

pH-Wert

Der optimale pH-Wert für Schnittsellerie liegt zwischen 6,0 und 7,0. Bei zu sauren Böden kann eine Kalkung sinnvoll sein. Ein Bodentest hilft, den pH-Wert genau zu bestimmen.

Werkzeuge und Materialien

Für den Anbau von Schnittsellerie benötigen Sie:

  • Spaten oder Grabegabel zur Bodenlockerung
  • Rechen zum Einebnen
  • Gießkanne oder Bewässerungssystem
  • Kompost oder gut verrotteter Mist
  • Eventuell Kalk zur Bodenverbesserung
  • Mulchmaterial (z.B. Stroh oder Rasenschnitt)
  • Bei Topfkultur: Geeignete Gefäße mit Abzugslöchern

Frühjahr (März-Mai)

Aussaat

Direktsaat im Garten

Ab Mitte Mai, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind, können Sie Schnittsellerie direkt ins Freiland säen. Ziehen Sie flache Rillen im Abstand von etwa 30 cm und säen Sie die feinen Samen dünn aus. Bedecken Sie die Samen nur leicht mit Erde, da Sellerie ein Lichtkeimer ist.

Vorziehen in Töpfen

Für einen früheren Start können Sie Schnittsellerie ab März in Anzuchttöpfen vorziehen. Verwenden Sie nährstoffarme Anzuchterde und halten Sie die Aussaat gleichmäßig feucht. Die optimale Keimtemperatur liegt bei etwa 18-20°C.

Keimung und erste Pflege

Die Keimung dauert je nach Temperatur 2-3 Wochen. In dieser Zeit ist gleichmäßige Feuchtigkeit wichtig. Sobald die Sämlinge etwa 5 cm hoch sind, können Sie sie auf einen Abstand von 20-25 cm vereinzeln.

Auspflanzen der Setzlinge

Vorgezogene Setzlinge können ab Mitte Mai ins Freiland gepflanzt werden. Wählen Sie einen bewölkten Tag oder die Abendstunden zum Pflanzen. Setzen Sie die Jungpflanzen im Abstand von 25-30 cm. Gießen Sie nach dem Pflanzen gründlich ein.

Düngung im Frühjahr

Schnittsellerie profitiert von einer Startdüngung. Geben Sie beim Pflanzen oder etwa zwei Wochen nach der Direktsaat einen stickstoffbetonten organischen Dünger. Alternativ können Sie auch gut verrotteten Kompost in die obere Bodenschicht einarbeiten.

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Frühsommer (Juni-Juli)

Bewässerung

In dieser Wachstumsphase ist regelmäßige Bewässerung wichtig. Schnittsellerie mag es feucht, aber nicht staunass. Gießen Sie bei Trockenheit alle 2-3 Tage gründlich. Mulchen Sie den Boden, um die Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken.

Unkrautbekämpfung und Mulchen für gesunden Schnittsellerie

Im Frühsommer ist es wichtig, das Beet frei von Unkraut zu halten. Schnittsellerie hat flache Wurzeln und kann leicht von Unkraut überwuchert werden. Jäten Sie vorsichtig mit der Hand oder einer Hacke, um die empfindlichen Wurzeln nicht zu beschädigen. Jäten nach dem Regen ist einfacher, wenn der Boden weich ist.

Mulchen hilft, Unkraut zu kontrollieren und Feuchtigkeit im Boden zu bewahren. Verwenden Sie eine 5 cm dicke Schicht aus Stroh, Rasenschnitt oder Kompost. Achten Sie darauf, den Mulch nicht direkt an die Stängel zu legen, um Fäulnis zu vermeiden.

Schädlinge und Krankheiten beim Schnittsellerie vorbeugen

Schnittsellerie kann von verschiedenen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Zu den häufigsten Schädlingen gehören:

  • Blattläuse
  • Schnecken
  • Wanzen
  • Selleriefliegen

Für eine biologische Bekämpfung können Sie natürliche Feinde fördern. Marienkäfer und Florfliegen fressen Blattläuse, während Igel und Laufkäfer Schnecken vertilgen. Ein praktischer Tipp: Flache Schalen mit Bier locken Schnecken an und fangen sie.

Krankheiten wie Septoria-Blattflecken oder Selleriemosaikvirus lassen sich am besten durch vorbeugende Maßnahmen verhindern. Wählen Sie einen luftigen Standort und gießen Sie morgens, damit die Blätter über den Tag abtrocknen können. Entfernen Sie bei ersten Anzeichen von Krankheiten befallene Pflanzenteile sofort.

Hochsommer: Intensive Pflege für üppigen Schnittsellerie

Im August erreicht der Schnittsellerie seine Hauptwachstumsphase. Jetzt heißt es: Dranbleiben bei der Pflege!

Regelmäßiges Gießen ist entscheidend

Schnittsellerie hat einen hohen Wasserbedarf. Gießen Sie am besten morgens oder abends, um Verdunstung zu vermeiden. Der Boden sollte stets feucht, aber nicht nass sein. Ein nützlicher Trick: Stecken Sie Ihren Finger in die Erde. Fühlt sie sich in 5 cm Tiefe trocken an, ist es Zeit zum Gießen.

Nährstoffversorgung für kräftiges Wachstum

Schnittsellerie benötigt regelmäßige Düngung. Geben Sie alle zwei Wochen einen stickstoffbetonten organischen Dünger. Alternativ können Sie auch mit verdünnter Brennnesseljauche düngen - ein bewährtes Hausmittel.

Erste Ernte und Nachsaat für kontinuierlichen Ertrag

Ab August können Sie die ersten äußeren Blätter ernten. Schneiden Sie diese etwa 2 cm über dem Boden ab. Lassen Sie immer genug Blätter stehen, damit die Pflanze weiterwachsen kann. Um bis in den Herbst hinein ernten zu können, säen Sie Anfang August nochmal nach. So haben Sie bis zum ersten Frost frischen Schnittsellerie.

Frühherbst: Haupterntezeit und Wintervorbereitung

September und Oktober sind ideal für Schnittsellerie. Jetzt können Sie reichlich ernten.

Erntetechniken für besten Geschmack

Ernten Sie die Blätter von außen nach innen. Verwenden Sie eine scharfe Schere oder ein Messer, um die Stängel sauber abzuschneiden. Ein Küchentipp: Frisch geschnittener Sellerie schmeckt am besten. Ernten Sie daher lieber öfter kleinere Mengen.

Lagerung für längeren Genuss

Schnittsellerie lässt sich gut lagern. Wickeln Sie die Stängel in ein feuchtes Tuch und bewahren Sie sie im Gemüsefach des Kühlschranks auf. So bleiben sie bis zu zwei Wochen frisch. Alternativ können Sie die Blätter auch trocknen oder einfrieren.

Den Garten winterfest machen

Bereiten Sie Ihr Beet auf den Winter vor. Lockern Sie den Boden vorsichtig auf und entfernen Sie Pflanzenreste. Eine Gründüngung mit Phacelia oder Winterroggen kann den Boden über den Winter schützen und verbessern.

Winterschutz für überwinternde Pflanzen

Wenn Sie Ihren Schnittsellerie überwintern möchten, decken Sie ihn mit Reisig oder Vlies ab. In milden Regionen kann er so den Winter überstehen und im Frühjahr neu austreiben. In Süddeutschland funktioniert das meist gut, aber in kälteren Gegenden ist es ratsam, die Pflanzen auszugraben und im Keller zu überwintern.

Mit diesen Pflegetipps werden Sie sicher viel Freude an Ihrem Schnittsellerie haben. Beobachten Sie Ihren Garten und passen Sie die Pflege an die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen an. Viel Spaß beim Gärtnern!

Schnittsellerie im Spätherbst und Winter: Letzte Ernte und Winterschutz

Mit dem Einzug der kälteren Jahreszeit neigt sich die Schnittsellerie-Saison langsam dem Ende zu. Doch bevor der Frost Einzug hält, gibt's noch einiges zu tun!

Die letzte Ernte einbringen

Bis in den November hinein können Sie die letzten Blätter Ihres Schnittselleries ernten. Achten Sie darauf, die äußeren Blätter zuerst zu schneiden und das Herz der Pflanze intakt zu lassen. So können Sie bis zum Frost immer wieder ernten.

Winterschutz für Ihren Schnittsellerie

Obwohl Schnittsellerie eigentlich als einjährige Pflanze kultiviert wird, können Sie mit dem richtigen Winterschutz versuchen, ihn zu überwintern:

Mulchen: Der natürliche Schutzmantel

Eine dicke Mulchschicht aus Laub oder Stroh schützt die Wurzeln vor Frost. Häufen Sie das Material locker um die Pflanzen herum an, aber achten Sie darauf, dass das Herz der Pflanze frei bleibt, um Fäulnis zu vermeiden.

Abdecken: Extra-Schutz bei strengem Frost

Bei besonders kalten Temperaturen können Sie Ihre Schnittsellerie-Pflanzen zusätzlich mit Vlies oder einer Reisigdecke schützen. Entfernen Sie die Abdeckung an milden Tagen, um Staunässe zu vermeiden.

Planung für's nächste Jahr

Nutzen Sie die ruhige Winterzeit, um die nächste Saison zu planen. Überlegen Sie, welche Sorten Sie anbauen möchten und wo Sie den Schnittsellerie im Garten platzieren. Denken Sie auch über mögliche Mischkulturen nach - Schnittsellerie verträgt sich gut mit Kohl und Tomaten.

Spezielle Anbaumethoden für Schnittsellerie

Neben dem klassischen Anbau im Gartenbeet gibt es noch andere Möglichkeiten, Schnittsellerie zu kultivieren:

Anbau im Kübel oder Hochbeet

Schnittsellerie eignet sich gut für den Anbau in Gefäßen. Wählen Sie einen Topf mit mindestens 20 cm Durchmesser und guter Drainage. Im Hochbeet profitiert der Schnittsellerie von der lockeren Erde und der guten Wärmeentwicklung.

Mischkultur mit Schnittsellerie

Schnittsellerie ist ein guter Mischkulturpartner. Er verträgt sich besonders gut mit:

  • Kohlgewächsen (vertreibt Kohlweißlinge)
  • Tomaten (verbessert deren Geschmack)
  • Porree (gegenseitige Schädlingsabwehr)

Vermeiden Sie die Nachbarschaft zu Kartoffeln und Petersilie, da hier Konkurrenzsituationen entstehen können.

Hydrokultur: Schnittsellerie ohne Erde

Für Experimentierfreudige bietet sich die Hydrokultur an. Hierbei wachsen die Pflanzen in einer Nährlösung statt in Erde. Das ermöglicht eine genaue Kontrolle der Nährstoffzufuhr und kann zu schnellerem Wachstum führen. Allerdings erfordert diese Methode einiges an Erfahrung und technischem Equipment.

Ernte und Verwendung von Schnittsellerie

Der optimale Erntezeitpunkt

Schnittsellerie können Sie ernten, sobald die Blätter etwa 20-25 cm lang sind. Das ist in der Regel 60-90 Tage nach der Aussaat der Fall. Die Blätter sollten saftig grün und knackig sein.

Erntemethoden für frischen Genuss

Schneiden Sie die äußeren Blätter mit einem scharfen Messer ab, etwa 5 cm über dem Boden. Lassen Sie das Herz der Pflanze intakt, so treibt sie immer wieder neu aus. Bei Bedarf können Sie auch die ganze Pflanze ernten, indem Sie sie knapp über dem Boden abschneiden.

Verarbeitung und Konservierung

Frischer Schnittsellerie hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche. Für eine längere Haltbarkeit können Sie ihn:

  • Einfrieren: Waschen, klein schneiden und portionsweise einfrieren
  • Trocknen: In dünne Scheiben schneiden und bei niedriger Temperatur im Ofen oder Dörrgerät trocknen
  • Einlegen: In Öl oder Essig konservieren für aromatische Würzöle oder Pickles

Kulinarische Verwendung

Schnittsellerie ist vielseitig einsetzbar. Sein intensives Aroma passt gut zu:

  • Salaten: Fein geschnitten als würzige Zutat
  • Suppen und Eintöpfen: Gibt eine aromatische Note
  • Smoothies: Für einen grünen Kick
  • Kräuterbutter: Fein gehackt mit Butter vermischt

Tipp: Die Stängel sind intensiver im Geschmack als die Blätter. Verwenden Sie sie sparsam, um Gerichte nicht zu überwürzen.

Häufige Probleme beim Schnittsellerie-Anbau und ihre Lösungen

Gelbe Blätter: Nährstoffmangel oder Überversorgung?

Gelbe Blätter können verschiedene Ursachen haben:

  • Stickstoffmangel: Düngen Sie vorsichtig mit stickstoffhaltigem Dünger
  • Überversorgung: Reduzieren Sie die Düngergaben und wässern Sie gründlich
  • Wassermangel: Gießen Sie regelmäßig, besonders in Trockenperioden

Schossbildung: Wenn der Sellerie in die Höhe schießt

Schießen ist oft stressbedingt und kann durch folgende Faktoren ausgelöst werden:

  • Kälte: Schützen Sie junge Pflanzen vor Frost
  • Hitze: Sorgen Sie für ausreichend Schatten und Feuchtigkeit
  • Alter: Ernten Sie regelmäßig, bevor die Pflanzen zu alt werden

Frostschäden: Wenn der Winter zu früh kommt

Schnittsellerie ist frostempfindlich. Bei drohendem Frost:

  • Decken Sie die Pflanzen mit Vlies oder Reisig ab
  • Ernten Sie lieber früher als zu spät
  • Mulchen Sie den Boden um die Pflanzen, um die Wurzeln zu schützen

Mit diesen Tipps meistern Sie die häufigsten Herausforderungen beim Anbau von Schnittsellerie. Aus Erfahrung lernt man am besten!

Ökologischer Anbau von Schnittsellerie

Der ökologische Anbau von Schnittsellerie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Hier einige Tipps für einen umweltfreundlichen und nachhaltigen Anbau von Schnittsellerie.

Natürliche Düngung

Kompost oder gut verrotteter Mist eignen sich hervorragend zur natürlichen Düngung. Diese organischen Dünger versorgen den Boden mit Nährstoffen und verbessern die Bodenstruktur. Eine Handvoll Kompost pro Pflanze, vorsichtig eingearbeitet, ist meist ausreichend. Alternativ bietet sich Brennnesseljauche an - reich an Stickstoff und anderen wichtigen Nährstoffen.

Biologischer Pflanzenschutz

Beim biologischen Pflanzenschutz setzen wir auf natürliche Methoden. Marienkäfer oder deren Larven helfen gegen Blattläuse. Sie können diese Nützlinge gezielt im Garten ansiedeln. Knoblauch-Jauche wirkt abschreckend auf viele Schädlinge. Bei Pilzbefall hat sich eine Mischung aus Wasser und Backpulver bewährt. Auf die Blätter gesprüht, dient sie als wirksames Fungizid.

Nachhaltiger Wasserverbrauch

Wasser ist kostbar, daher sollten wir sparsam damit umgehen. Mulchen Sie den Boden um die Pflanzen mit Stroh oder Rasenschnitt. Das hält die Feuchtigkeit im Boden und reduziert die Verdunstung. Gießen Sie vorzugsweise früh morgens oder spät abends, wenn die Sonne weniger intensiv scheint. Ein praktischer Tipp: Sammeln Sie Regenwasser in einer Tonne zum Gießen. Das spart nicht nur Kosten, sondern ist auch besser für die Pflanzen als kalkhaltiges Leitungswasser.

Schnittsellerie für Anfänger

Schnittsellerie anzubauen ist einfacher als gedacht. Mit einigen grundlegenden Tipps gelingt der Anbau auch Neulingen im Gemüsegarten.

Einfache Anbautipps

  • Standort: Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Schnittsellerie bevorzugt gemäßigte Temperaturen.
  • Boden: Lockern Sie den Boden gut und mischen Sie etwas Kompost unter. Sellerie benötigt nährstoffreichen Boden.
  • Aussaat: Säen Sie die Samen ab Mitte März in Anzuchtschalen aus. Die Keimung dauert etwa drei Wochen.
  • Auspflanzen: Setzen Sie die Jungpflanzen ab Mitte Mai ins Freie. Abstand zwischen den Pflanzen: etwa 25 cm.
  • Pflege: Gießen Sie regelmäßig, aber vermeiden Sie Staunässe. Jäten Sie Unkraut vorsichtig, da Sellerie flach wurzelt.
  • Ernte: Schneiden Sie die äußeren Blätter nach Bedarf ab. So wächst die Pflanze immer wieder nach.

Häufige Anfängerfehler und wie man sie vermeidet

Ein häufiger Fehler ist das Überwässern. Sellerie mag es feucht, aber nicht nass. Fühlen Sie mit dem Finger in die Erde - erst wenn sie sich trocken anfühlt, ist es Zeit zum Gießen. Viele Anfänger unterschätzen den Nährstoffbedarf. Regelmäßige Düngung ist wichtig, sonst bleiben die Pflanzen klein und kümmerlich. Aus Erfahrung: Geduld ist gefragt! Sellerie wächst langsam. Zu frühes Ernten führt zu bitter schmeckenden Blättern.

Schnittsellerie: Ein vielseitiges Gemüse

Schnittsellerie ist eine lohnende Ergänzung für Ihren Garten. Die wichtigsten Pflegeschritte umfassen: Einen geeigneten Standort wählen, den Boden gut vorbereiten, zur richtigen Zeit säen oder pflanzen und auf regelmäßige Bewässerung und Düngung achten. Ein gut geplanter Pflegekalender hilft, den Überblick zu behalten und aromatische Blätter von Frühjahr bis Herbst zu ernten.

Der Anbau von Schnittsellerie bereichert nicht nur Ihren Garten, sondern auch Ihre Küche. Ob als Würze in Suppen und Salaten oder als frischer Snack zwischendurch - Schnittsellerie ist vielseitig einsetzbar und gesund. Probieren Sie es aus! Mit etwas Übung und den Tipps aus diesem Artikel wird Ihr Schnittsellerie gedeihen. Vielleicht entdecken Sie dabei eine neue Vorliebe für dieses oft unterschätzte Gemüse.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Schnittsellerie und wie unterscheidet er sich von anderen Sellerie-Arten?
    Schnittsellerie, auch als Staudensellerie oder Blattsellerie bekannt, ist eine aromatische Gemüsepflanze aus der Familie der Doldenblütler. Im Gegensatz zum Knollensellerie, der eine verdickte Wurzelknolle ausbildet, wird beim Schnittsellerie hauptsächlich das Blattgrün genutzt. Die Pflanze bildet buschige Horste mit fein gefiederten Blättern, die einen intensiven, würzigen Geschmack haben. Während Knollensellerie als Wurzelgemüse kultiviert wird, erntet man bei Schnittsellerie kontinuierlich die Blätter und Stängel. Die Blätter sind zarter und milder als beim Knollensellerie, aber dennoch sehr aromatisch. Schnittsellerie wächst aufrecht und erreicht eine Höhe von 30-60 cm. Er ist als zweijährige Pflanze angelegt, wird aber meist einjährig kultiviert. Die feinen, mehrfach geteilten Blätter unterscheiden ihn optisch deutlich von den gröberen Blättern des Knollenselleries und machen ihn zu einem attraktiven Küchenkraut für den Hausgarten.
  2. Welche Vorteile bietet der Anbau von Schnittsellerie im eigenen Garten?
    Der Anbau von Schnittsellerie im eigenen Garten bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Erstens haben Sie jederzeit frische Würze für die Küche verfügbar - die Blätter können kontinuierlich geerntet werden und treiben immer wieder nach. Zweitens ist Schnittsellerie reich an Vitaminen und Mineralstoffen, besonders Vitamin C, Kalium und ätherischen Ölen. Drittens ist er relativ pflegeleicht und anspruchslos im Anbau, was ihn ideal für Garteneinsteiger macht. Ein weiterer Vorteil ist seine Platzersparnis: Schnittsellerie gedeiht auch in Töpfen, Kübeln oder kleinsten Gartenbereichen. Durch regelmäßigen Schnitt fördern Sie den Nachwuchs und können mehrmals pro Saison ernten. Zusätzlich wirkt Schnittsellerie in der Mischkultur positiv auf Nachbarpflanzen - er vertreibt beispielsweise Kohlweißlinge von Kohlgewächsen und verbessert den Geschmack von Tomaten. Nicht zuletzt sparen Sie Geld und haben die Gewissheit, pestizidfreie, selbst angebaute Kräuter zu verwenden.
  3. Wann ist die optimale Zeit für Aussaat und Ernte von Schnittsellerie?
    Die optimale Aussaatzeit für Schnittsellerie erstreckt sich von März bis Juli, je nach gewünschtem Erntezeitpunkt. Für einen frühen Start können Sie ab März in Anzuchttöpfen vorziehen bei 18-20°C Keimtemperatur. Die Direktsaat im Freiland ist ab Mitte Mai möglich, wenn keine Fröste mehr drohen. Eine gestaffelte Aussaat alle 2-3 Wochen bis Juli sorgt für kontinuierliche Ernte. Die Keimung dauert 2-3 Wochen, danach entwickeln sich die Pflanzen 60-90 Tage bis zur ersten Ernte. Die Haupterntezeit liegt zwischen Juli und November. Sie können die ersten äußeren Blätter ernten, sobald sie etwa 20-25 cm lang und saftig grün sind. Durch regelmäßiges Schneiden der äußeren Blätter etwa 2 cm über dem Boden treiben die Pflanzen kontinuierlich nach. Eine Nachsaat Anfang August ermöglicht frischen Schnittsellerie bis zum ersten Frost. In milden Gegenden ist sogar eine Überwinterung mit entsprechendem Schutz möglich.
  4. Welche besonderen Eigenschaften machen Schnittsellerie zu einem Lichtkeimer?
    Schnittsellerie ist ein typischer Lichtkeimer, was bedeutet, dass die Samen Licht benötigen, um erfolgreich zu keimen. Diese Eigenschaft ist entscheidend für die richtige Aussaattechnik. Die winzig kleinen Samen dürfen nur minimal oder gar nicht mit Erde bedeckt werden - maximal 1-2 mm dünn. Bei zu tiefer Aussaat erhalten die Samen nicht genügend Licht und die Keimung bleibt aus oder ist stark verzögert. Lichtkeimer haben generell sehr kleine Samen mit geringen Nährstoffreserven, daher sind sie auf Photosynthese angewiesen, sobald der Keimprozess beginnt. Bei der Aussaat sollten Sie die Samen nur leicht andrücken und gleichmäßig feucht halten, ohne sie zu verschlammen. Ideal ist eine transparente Abdeckung, die Licht durchlässt, aber die Feuchtigkeit hält. Diese Lichtkeimer-Eigenschaft erklärt auch, warum Schnittsellerie-Samen bei der Selbstaussaat oft an Stellen keimen, wo der Boden nur oberflächlich bedeckt ist. Das Verständnis dieser Eigenschaft ist entscheidend für eine erfolgreiche Anzucht.
  5. Wie funktioniert die Überwinterung von Schnittsellerie mit Winterschutz?
    Die Überwinterung von Schnittsellerie erfordert besonderen Schutz, da die Pflanze nur bedingt winterhart ist. Obwohl Schnittsellerie botanisch eine zweijährige Pflanze ist, übersteht er nur milde Winter ohne Schäden. Ein wirksamer Winterschutz besteht aus mehreren Schichten: Zunächst mulchen Sie die Pflanzen dick mit Laub, Stroh oder Tannenreisig. Wichtig ist, dass das Herz der Pflanze frei bleibt, um Fäulnis zu vermeiden. Bei strengeren Frösten können Sie zusätzlich Gartenvlies oder eine Reisigdecke über die Pflanzen legen. In Kübeln kultivierte Pflanzen sollten an einen frostfreien, aber kühlen Ort wie einen ungeheizten Wintergarten oder Keller umziehen. Entfernen Sie die Abdeckung an milden Tagen, um Staunässe und Schimmelbildung zu vermeiden. In rauen Klimalagen ist es oft sinnvoller, einige Pflanzen auszugraben und in Töpfen frostfrei zu überwintern. Die überwinterten Pflanzen treiben im Frühjahr wieder aus und können früh beerntet werden.
  6. Worin unterscheiden sich Staudensellerie und Blattsellerie vom Knollensellerie?
    Staudensellerie und Blattsellerie (beides Synonyme für Schnittsellerie) unterscheiden sich grundlegend vom Knollensellerie in Wuchsform und Verwendung. Während Knollensellerie eine große, fleischige Wurzelknolle ausbildet, die als Wurzelgemüse genutzt wird, konzentrieren sich Stauden- und Blattsellerie auf die oberirdischen Pflanzenteile. Staudensellerie bildet kräftige, fleischige Blattstiele aus, die roh oder gekocht verzehrt werden können. Blattsellerie hingegen wird hauptsächlich wegen seiner aromatischen, fein gefiederten Blätter angebaut, die als Würzkraut dienen. Knollensellerie benötigt eine lange Kulturzeit von etwa 200 Tagen und wird erst im Herbst geerntet, während Schnittsellerie bereits nach 60-90 Tagen kontinuierlich beerntet werden kann. Die Ansprüche an Standort und Pflege sind ähnlich, aber Knollensellerie braucht mehr Platz und eine gleichmäßigere Wasserversorgung für die Knollenentwicklung. Geschmacklich ist Knollensellerie milder und weniger intensiv als die würzigen Blätter von Schnittsellerie.
  7. Welche Mischkultur-Partner eignen sich besonders gut für Schnittsellerie?
    Schnittsellerie ist ein ausgezeichneter Mischkultur-Partner mit verschiedenen positiven Eigenschaften. Besonders bewährt hat sich die Kombination mit Kohlgewächsen wie Weißkohl, Rotkohl oder Brokkoli, da Schnittsellerie durch seinen intensiven Duft Kohlweißlinge und andere Schädlinge fernhält. Auch neben Tomaten entfaltet er seine schützende Wirkung und kann sogar deren Geschmack verbessern. Porree und Schnittsellerie ergänzen sich ideal, da sie sich gegenseitig vor Schädlingen schützen - Porree hält Selleriefliegen ab, während Schnittsellerie Lauchmotte und andere Porree-Schädlinge vertreibt. Weitere gute Partner sind Gurken, Zucchini und verschiedene Salate, die ähnliche Standortansprüche haben. Vermeiden sollten Sie die Nachbarschaft zu Kartoffeln, da beide ähnliche Nährstoffe benötigen und sich gegenseitig Konkurrenz machen. Auch Petersilie ist als Mischkultur-Partner weniger geeignet, da beide zur Familie der Doldenblütler gehören und ähnliche Krankheiten und Schädlinge anziehen können.
  8. Welche Bodenbeschaffenheit und welcher pH-Wert sind optimal für Schnittsellerie?
    Schnittsellerie stellt spezifische Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit für optimales Wachstum. Der ideale Boden ist humusreich, nährstoffreich und gut durchlässig, aber gleichzeitig feuchtigkeitshaltend. Ein lockerer, krümeliger Boden mit hohem Humusanteil ist perfekt - schwere, verdichtete Lehmböden sollten mit Sand und Kompost verbessert werden. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,0, also im schwach sauren bis neutralen Bereich. Bei zu sauren Böden unter pH 6,0 kann eine Kalkung sinnvoll sein, um den Wert anzuheben. Schnittsellerie benötigt viele Nährstoffe, besonders Stickstoff, Kalium und Phosphor. Bereiten Sie den Boden vor der Pflanzung mit etwa 3-4 Litern reifem Kompost oder gut verrottetem Mist pro Quadratmeter vor. Eine Bodenanalyse hilft, den genauen pH-Wert und Nährstoffgehalt zu bestimmen. Wichtig ist auch eine gute Wasserführung - der Boden sollte feucht, aber niemals staunass sein, da dies zu Wurzelfäule führen kann.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertiges Schnittsellerie-Saatgut kaufen?
    Qualitativ hochwertiges Schnittsellerie-Saatgut erhalten Sie bei verschiedenen Anbietern. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine große Auswahl an bewährten Sellerie-Sorten mit hoher Keimfähigkeit und detaillierter Sortenbeschreibung. Achten Sie beim Kauf auf wichtige Qualitätsmerkmale: Das Saatgut sollte eine Keimfähigkeit von mindestens 75% aufweisen und nicht älter als zwei Jahre sein. Seriöse Anbieter geben das Erntejahr und Verfallsdatum an. Bio-Saatgut ist besonders empfehlenswert, da es von unbehandelten, gesunden Mutterpflanzen stammt. Spezialisierte Gartencenter vor Ort bieten oft regionale Sorten, die an das örtliche Klima angepasst sind. Online-Shops haben meist eine größere Sortenauswahl und können auch seltene Varietäten anbieten. Bewährt haben sich Sorten wie 'Gewöhnlicher Schnittsellerie' oder 'Amsterdamer Vollherz'. Kaufen Sie niemals Saatgut von unbekannten Quellen oder extrem günstigen Anbietern, da hier oft die Keimfähigkeit schlecht ist. Eine Investition in hochwertiges Saatgut lohnt sich durch bessere Ernteergebnisse.
  10. Welche Gartenwerkzeuge und Materialien benötigt man für den Schnittsellerie-Anbau?
    Für den erfolgreichen Schnittsellerie-Anbau benötigen Sie einige grundlegende Gartenwerkzeuge und Materialien. Zur Bodenvorbereitung sind ein Spaten oder eine Grabegabel zum Umgraben sowie ein Rechen zum Einebnen unerlässlich. Eine Gießkanne oder ein Bewässerungssystem sorgt für die wichtige gleichmäßige Wasserversorgung. Erfahrene Gartenfachhändler wie die von samen.de wissen, dass eine scharfe Ernteschere oder ein Messer für die regelmäßige Blatternte wichtig ist. Für die Bodenverbesserung benötigen Sie Kompost oder gut verrotteten Mist, eventuell Kalk zur pH-Wert-Korrektur. Mulchmaterial wie Stroh oder Rasenschnitt hilft bei der Unkrautbekämpfung und Feuchtigkeitshaltung. Bei der Voranzucht sind Anzuchttöpfe, Aussaaterde und eventuell ein Mini-Gewächshaus oder Frühbeetkasten nötig. Für die Topfkultur brauchen Sie geeignete Pflanzgefäße mit Abzugslöchern. Ein Bodenthermometer hilft bei der Bestimmung der optimalen Keimtemperatur. Diese Grundausstattung reicht für eine erfolgreiche Schnittsellerie-Kultur vom Samen bis zur Ernte.
  11. Wie beeinflusst die Zugehörigkeit zu den Doldenblütlern die Anbauweise von Schnittsellerie?
    Die Zugehörigkeit zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) beeinflusst den Anbau von Schnittsellerie in mehreren wichtigen Aspekten. Typisch für Doldenblütler sind die feinen, oft lichtkeimenden Samen, was spezielle Aussaattechniken erfordert - die Samen dürfen nur minimal mit Erde bedeckt werden. Doldenblütler haben oft ähnliche Krankheiten und Schädlinge, weshalb sie nicht direkt nacheinander oder nebeneinander angebaut werden sollten. Besonders die Fruchtfolge ist wichtig: Nach Sellerie, Petersilie, Dill oder Koriander sollte mindestens drei Jahre Anbaupause eingehalten werden. Viele Doldenblütler sind zweijährig angelegt und neigen bei Stress zum vorzeitigen Schossen (Blütenbildung), was auch für Schnittsellerie gilt. Positive Eigenschaften dieser Familie sind die meist intensiven ätherischen Öle, die Schädlinge fernhalten können. Doldenblütler bevorzugen oft ähnliche Standortbedingungen: nährstoffreiche, feuchte Böden und gemäßigte Temperaturen. Das Verständnis der Familieneigenschaften hilft bei der Planung von Fruchtfolge, Mischkultur und der Auswahl geeigneter Behandlungsmaßnahmen bei Problemen.
  12. Welche Rolle spielt die Keimtemperatur beim erfolgreichen Anzüchten von Schnittsellerie?
    Die Keimtemperatur spielt eine entscheidende Rolle beim erfolgreichen Anzüchten von Schnittsellerie. Die optimale Keimtemperatur liegt konstant bei 18-20°C. Bei niedrigeren Temperaturen verzögert sich die Keimung erheblich oder bleibt ganz aus - unter 15°C keimt Schnittsellerie praktisch nicht. Temperaturen über 25°C können die Keimfähigkeit beeinträchtigen und zu ungleichmäßiger Keimung führen. Wichtig ist nicht nur die richtige Temperatur, sondern auch ihre Konstanz. Schwankungen zwischen Tag und Nacht sollten maximal 3-4°C betragen. Bei der Voranzucht im Haus können Sie die Temperatur gut kontrollieren - ideal ist ein warmer Platz auf der Fensterbank oder ein beheiztes Gewächshaus. Die Keimtemperatur muss nur während der Keimphase (2-3 Wochen) eingehalten werden. Nach dem Auflaufen der Sämlinge können die Temperaturen auf 12-16°C gesenkt werden, um kräftige, kompakte Jungpflanzen zu erhalten. Bei zu warmer Nachkultur werden die Sämlinge lang und instabil. Ein Bodenthermometer hilft bei der genauen Temperaturkontrolle und erhöht die Erfolgschancen erheblich.
  13. Warum ist Mulchen beim Schnittsellerie-Anbau besonders wichtig?
    Mulchen ist beim Schnittsellerie-Anbau von besonderer Bedeutung aufgrund der spezifischen Eigenschaften dieser Pflanze. Schnittsellerie hat flache, empfindliche Wurzeln, die schnell austrocknen können. Eine 5 cm dicke Mulchschicht aus Stroh, Rasenschnitt oder Kompost hält die Bodenfeuchtigkeit konstant und verhindert das schnelle Verdunsten von Wasser. Dies ist wichtig, da Schnittsellerie einen hohen Wasserbedarf hat, aber keine Staunässe verträgt. Zusätzlich unterdrückt Mulch wirkungsvoll Unkrautwuchs, was entscheidend ist, da die flachen Sellerie-Wurzeln leicht von konkurrierenden Unkräutern überwuchert werden können. Das Jäten zwischen den empfindlichen Pflanzen ist schwierig, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Mulch reguliert außerdem die Bodentemperatur und schützt vor extremen Schwankungen. Beim Verrotten liefert organisches Mulchmaterial zusätzlich Nährstoffe. Wichtig ist, den Mulch nicht direkt an die Stängel zu legen, um Fäulnis und Schneckenbefall zu vermeiden. Ein 2-3 cm breiter Kreis um jede Pflanze sollte frei bleiben.
  14. Wie wirkt sich der zweijährige Lebenszyklus auf die Pflege von Schnittsellerie aus?
    Der zweijährige Lebenszyklus von Schnittsellerie beeinflusst die Pflege erheblich, auch wenn er meist einjährig kultiviert wird. Im ersten Jahr konzentriert sich die Pflanze auf Blattbildung und Wurzelentwicklung - dies ist die optimale Erntezeit mit zarten, aromatischen Blättern. Die Pflege fokussiert sich auf regelmäßige Bewässerung, Düngung und Blatternte. Im zweiten Jahr würde die Pflanze natürlicherweise zur Blüte übergehen und Samen bilden. Dieser Übergang (Vernalisation) wird durch Kältereize ausgelöst. Für die Praxis bedeutet das: Junge Pflanzen, die Kälte ausgesetzt werden, können vorzeitig schossen und bitter werden. Daher sollten Sie Jungpflanzen vor späten Frösten schützen und nicht zu früh ins Freiland setzen. Bei der Überwinterung nutzen Sie bewusst den zweijährigen Zyklus - die Pflanzen treiben im zweiten Frühjahr früh aus und können zeitig beerntet werden, bevor sie in die Blüte gehen. Sobald Blütenstände erscheinen, werden die Blätter bitter und ungenießbar. Dann ist es Zeit für eine neue Aussaat oder den Wechsel zu frischen Jungpflanzen.
  15. Wie erkennt man den optimalen Erntezeitpunkt bei Schnittsellerie?
    Der optimale Erntezeitpunkt bei Schnittsellerie ist entscheidend für Geschmack und Qualität. Ernten Sie die Blätter, sobald sie etwa 20-25 cm lang und saftig grün sind - das ist meist 60-90 Tage nach der Aussaat der Fall. Die Blätter sollten knackig und fest sein, nicht welk oder gelblich. Ein wichtiges Erkennungszeichen ist die intensive grüne Farbe ohne braune oder gelbe Flecken. Die optimale Tageszeit für die Ernte ist der frühe Morgen nach dem Trocknen des Taus, wenn die Blätter prall mit Wasser gefüllt sind. Vermeiden Sie die Ernte bei heißer Mittagssonne, da die Blätter dann schlaff und weniger aromatisch sind. Ernten Sie immer die äußeren Blätter zuerst und lassen das Herz der Pflanze intakt, so kann sie kontinuierlich nachwachsen. Sobald sich Blütenstände bilden, werden die Blätter bitter - dann sollten Sie entweder sofort ernten oder die Blütenstände entfernen, um die Blattproduktion zu verlängern. Bei regelmäßiger Ernte alle 2-3 Wochen erhalten Sie über Monate frische, zarte Blätter.
  16. Welche Methoden gibt es zur Konservierung von frisch geerntetem Schnittsellerie?
    Frisch geernteter Schnittsellerie lässt sich auf verschiedene Weise konservieren, um das intensive Aroma zu bewahren. Die einfachste Methode ist die Lagerung im Kühlschrank: Wickeln Sie die Stängel in ein feuchtes Tuch und bewahren Sie sie im Gemüsefach auf - so bleiben sie bis zu zwei Wochen frisch. Zum Einfrieren waschen und schneiden Sie die Blätter klein, dann portionsweise in Gefrierbeutel füllen. Gefrorener Schnittsellerie eignet sich gut für Suppen und Eintöpfe. Das Trocknen ist eine traditionelle Methode: Schneiden Sie die Blätter in dünne Scheiben und trocknen Sie sie bei niedriger Temperatur im Ofen oder Dörrgerät. Getrockneter Sellerie hält sich in luftdichten Gläsern mehrere Monate. Eine weitere Möglichkeit ist das Einlegen in Öl oder Essig für aromatische Würzöle oder Pickles. Für Kräuterbutter oder Kräutersalz können Sie frischen Sellerie fein hacken und mit Butter oder Salz vermischen. Alle Methoden bewahren unterschiedliche Aspekte des Geschmacks - experimentieren Sie, um Ihre Lieblingsmethode zu finden.
  17. Stimmt es, dass Schnittsellerie nur in großen Gärten angebaut werden kann?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum! Schnittsellerie kann auch in kleinsten Räumen erfolgreich angebaut werden. Eine der großen Vorteile von Schnittsellerie ist seine Eignung für die Kultur in Töpfen, Kübeln oder Balkonkästen. Ein Topf mit mindestens 20 cm Durchmesser reicht bereits für 2-3 Pflanzen aus. Auf dem Balkon oder der Terrasse gedeiht Schnittsellerie in größeren Pflanzgefäßen hervorragend. Auch in Hochbeeten nutzt er den Platz optimal aus - der Platzbedarf pro Pflanze beträgt nur etwa 25x25 cm. In kleinen Stadtgärten oder sogar auf der Fensterbank ist der Anbau möglich. Schnittsellerie wächst mehr in die Höhe als in die Breite und benötigt keine großen Bodenflächen wie beispielsweise Kürbisse oder Kartoffeln. Durch die Möglichkeit der kontinuierlichen Ernte ist auch der Ertrag pro Quadratmeter sehr hoch. Selbst in einem 1x1 Meter großen Gartenbeet können Sie genügend Schnittsellerie für eine Familie anbauen. Die Topfkultur bietet zusätzlich den Vorteil, dass Sie die Pflanzen bei schlechtem Wetter oder im Winter geschützt aufstellen können.
  18. In welchen Klimazonen gedeiht Schnittsellerie am besten?
    Schnittsellerie gedeiht am besten in gemäßigten Klimazonen mit milden Temperaturen und ausreichend Feuchtigkeit. Optimal sind Regionen mit Durchschnittstemperaturen zwischen 15-22°C während der Wachstumsperiode. In Deutschland sind alle Klimazonen grundsätzlich geeignet, wobei maritime Gebiete mit ausgeglichenen Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit ideale Bedingungen bieten. Schnittsellerie bevorzugt kühle, feuchte Sommer und verträgt leichte Fröste bis etwa -2°C. In sehr heißen, trockenen Klimazonen wird der Anbau schwieriger, da die Pflanzen schnell schossen und bitter werden. Kontinentale Klimazonen mit großen Temperaturschwankungen erfordern mehr Aufmerksamkeit bei Bewässerung und Standortwahl. In Süddeutschland sollten Sie einen halbschattigen Platz wählen, um die Pflanzen vor intensiver Mittagssonne zu schützen. In kälteren Regionen Norddeutschlands ist ein geschützter, sonniger Standort vorteilhaft. Höhenlagen über 800m sind weniger geeignet, da dort die Vegetationsperiode zu kurz ist. Die Anpassungsfähigkeit von Schnittsellerie ist jedoch beachtlich - mit der richtigen Pflege gelingt der Anbau in fast allen deutschen Klimazonen.
  19. Was unterscheidet Sellerie als Küchenkraut von anderen Würzkräutern?
    Sellerie als Küchenkraut unterscheidet sich in mehreren wichtigen Punkten von anderen Würzkräutern. Sein intensives, würzig-herbes Aroma ist sehr charakteristisch und unverwechselbar - deutlich kräftiger als bei Petersilie oder Schnittlauch. Die ätherischen Öle verleihen Sellerie eine besondere Tiefe und Komplexität im Geschmack, die sowohl frisch als auch getrocknet erhalten bleibt. Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern werden beim Schnittsellerie sowohl Blätter als auch Stängel verwendet, was ihn vielseitiger macht. Seine Textur ist fleischiger und saftiger als bei den meisten Blattkräutern. Sellerie behält auch beim Kochen sein Aroma und wird nicht bitter, während viele andere Kräuter beim Erhitzen an Geschmack verlieren. Ein weiterer Unterschied ist seine Wirkung als Geschmacksverstärker - Sellerie hebt andere Aromen hervor, anstatt sie zu überdecken. Seine Inhaltsstoffe, besonders das ätherische Öl Apiol, sind einzigartig unter den Küchenkräutern. Auch die Verwendung unterscheidet sich: Sellerie wird oft als Basis für Brühen und Fonds verwendet, was bei anderen Kräutern unüblich ist.
  20. Wie grenzt sich Schnittgrün von anderen Blattkräutern im Garten ab?
    Schnittgrün grenzt sich durch spezielle Eigenschaften von anderen Blattkräutern ab. Der Begriff umfasst alle Kräuter und Pflanzen, die regelmäßig geschnitten und kontinuierlich beerntet werden können, wobei Schnittsellerie ein typischer Vertreter ist. Im Gegensatz zu einmalig zu erntenden Kräutern wie Basilikum oder Oregano, die nach der Blüte meist beendet sind, treibt Schnittgrün nach jedem Schnitt wieder aus. Die Wachstumsweise unterscheidet sich: Schnittgrün bildet meist grundständige Blattrosetten oder buschige Horste, während andere Kräuter oft strauchartig oder kriechend wachsen. Die Erntetechnik ist spezifisch - beim Schnittgrün schneidet man die äußeren Blätter, lässt aber das Herz intakt. Geschmacklich ist Schnittgrün oft intensiver und würziger als klassische mediterrane Kräuter. Die Kulturansprüche unterscheiden sich ebenfalls: Schnittgrün bevorzugt meist feuchte, nährstoffreiche Böden, während viele andere Kräuter trockene, magere Standorte lieben. Auch die Verwendung ist anders - Schnittgrün wird häufig roh verwendet oder erst kurz vor dem Servieren zugegeben, um das frische Aroma zu bewahren.
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