Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anbau von Blumenkohl

Blumenkohl: Der König des Gemüsegartens

Blumenkohl ist ein vielseitiges Gemüse, das in keinem Garten fehlen sollte. Seine knackigen Röschen sind nicht nur lecker, sondern auch gesund.

Das Wichtigste zum Blumenkohlanbau auf einen Blick

  • Nährstoffreicher, lockerer Boden ist ein Muss
  • Sonniger bis halbschattiger Standort
  • Aussaat von März bis Juni möglich
  • Regelmäßige Bewässerung und Düngung erforderlich
  • Ernte nach etwa 12-14 Wochen

Die Bedeutung von Blumenkohl im Gemüsegarten

Blumenkohl, auch als 'weiße Pracht' bekannt, ist ein echtes Highlight in jedem Gemüsegarten. Als ich vor Jahren meinen ersten Blumenkohl anbaute, war ich überrascht, wie viel Freude mir diese Pflanze bereitete. Nicht nur, dass sie optisch eindrucksvoll ist - die Ernte eines perfekt geformten Blumenkohlkopfes ist einfach unvergleichlich befriedigend.

Aber Blumenkohl ist mehr als nur ein hübscher Anblick. Er ist ein echtes Multitalent im Garten. Als Frühlings-, Sommer- oder Herbstkultur lässt er sich flexibel in den Anbauplan integrieren. Zudem ist er ein hervorragender Lückenfüller zwischen anderen Kulturen und kann so die Flächennutzung im Garten optimieren.

Botanische Einordnung und Eigenschaften

Blumenkohl, wissenschaftlich als Brassica oleracea var. botrytis bekannt, gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Er ist eng verwandt mit Brokkoli, Kohl und Kohlrabi. Was ihn besonders macht, ist sein essbarer Blütenstand, der sich zu einem kompakten, weißen 'Kopf' entwickelt.

Die Pflanze selbst kann beeindruckende Ausmaße annehmen. In meinem Garten erreichen die Blätter oft eine Spannweite von bis zu einem Meter! Diese großen Blätter sind nicht nur dekorativ, sondern erfüllen auch eine wichtige Funktion: Sie schützen den sich entwickelnden Kopf vor direkter Sonneneinstrahlung und sorgen so für die charakteristische weiße Farbe.

Nährwert und gesundheitlicher Nutzen

Blumenkohl ist nicht nur lecker, sondern auch ein echtes Kraftpaket an Nährstoffen. Er ist kalorienarm, aber reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders hervorzuheben sind:

  • Vitamin C: Ein mittelgroßer Kopf deckt bereits den Tagesbedarf
  • Folsäure: Wichtig für Zellteilung und Blutbildung
  • Kalium: Unterstützt Herz- und Muskelfunktion
  • Ballaststoffe: Fördern die Verdauung

Zudem enthält Blumenkohl sekundäre Pflanzenstoffe wie Glucosinolate, denen eine krebshemmende Wirkung zugeschrieben wird. In meiner Familie ist Blumenkohl daher ein fester Bestandteil unseres Speiseplans - nicht nur wegen des Geschmacks, sondern auch wegen seiner gesundheitlichen Vorteile.

Vorbereitung für den Anbau

Standortwahl

Die richtige Standortwahl ist entscheidend für einen erfolgreichen Blumenkohlanbau. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass Blumenkohl zwar anspruchsvoll ist, aber mit der richtigen Pflege gedeiht er prächtig.

Lichtbedarf

Blumenkohl mag es sonnig bis halbschattig. In meinem Garten habe ich die besten Ergebnisse erzielt, wenn die Pflanzen morgens und abends Sonne bekommen, aber in der Mittagshitze etwas Schatten haben. So vermeidet man, dass die Köpfe zu schnell aufblühen oder bitter werden.

Bodenbeschaffenheit

Der Boden sollte tiefgründig, humos und nährstoffreich sein. Blumenkohl ist ein Starkzehrer und benötigt viele Nährstoffe für sein Wachstum. Ein lockerer Boden ermöglicht es den Wurzeln, tief zu wachsen und Nährstoffe aufzunehmen. Ich bereite meine Beete immer im Herbst vor, indem ich gut verrotteten Kompost einarbeite.

pH-Wert des Bodens

Der optimale pH-Wert für Blumenkohl liegt zwischen 6,5 und 7,5. Ein leicht alkalischer Boden verhindert die gefürchtete Kohlhernie, eine Pilzerkrankung, die Blumenkohl befallen kann. Ich überprüfe den pH-Wert regelmäßig mit einem Bodentestkit und passe ihn bei Bedarf an.

Bodenverbesserung

Kompost und organische Dünger

Zur Bodenverbesserung arbeite ich etwa vier Wochen vor der Pflanzung großzügig Kompost in den Boden ein. Pro Quadratmeter verwende ich etwa 3-4 Liter gut verrotteten Kompost. Zusätzlich streue ich organischen Dünger aus, wie z.B. Hornspäne oder Hühnermist. Diese langsam wirkenden Dünger versorgen die Pflanzen über die gesamte Wachstumsperiode mit Nährstoffen.

Kalkung bei Bedarf

Ist der Boden zu sauer, was in vielen Gärten der Fall ist, hilft eine Kalkung. Ich verwende dafür kohlensauren Kalk, den ich im Herbst oder zeitig im Frühjahr ausbringen. Die Menge richtet sich nach dem aktuellen pH-Wert und der Bodenart. Auf schweren Böden braucht man mehr Kalk als auf leichten, sandigen Böden.

Fruchtfolge beachten

Blumenkohl sollte nicht direkt nach anderen Kreuzblütlern angebaut werden. Ich halte eine Anbaupause von mindestens vier Jahren ein, um Krankheiten und Schädlinge zu vermeiden. Gute Vorfrüchte sind Hülsenfrüchte, Kartoffeln oder Tomaten. In meinem Garten folgt Blumenkohl oft auf Erbsen oder Bohnen, die den Boden mit Stickstoff angereichert haben.

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Aussaat und Anzucht

Zeitpunkt der Aussaat

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat hängt von der gewählten Sorte ab. Ich baue in meinem Garten verschiedene Sorten an, um über eine längere Zeit ernten zu können.

Frühjahrssorten

Für eine frühe Ernte säe ich Frühjahrssorten bereits ab Mitte Februar in Anzuchttöpfen aus. Diese stelle ich in mein unbeheiztes Gewächshaus. So kann ich bereits ab Mai die ersten Köpfe ernten.

Sommersorten

Sommersorten säe ich ab Mitte März bis Anfang Mai direkt ins Freiland. Diese Sorten sind weniger kälteempfindlich und liefern von Juli bis September eine reiche Ernte.

Herbstsorten

Für eine Herbsternte säe ich robuste Sorten von Mai bis Juni aus. Diese Pflanzen sind oft widerstandsfähiger gegen Krankheiten und liefern bis in den November hinein Erträge.

Direktsaat ins Freiland

Vorbereitung des Saatbeets

Vor der Direktsaat lockere ich den Boden gründlich auf und entferne Steine und Unkraut. Dann ziehe ich flache Rillen mit einem Abstand von etwa 60 cm. In diese gebe ich etwas Kompost, um den Sämlingen einen guten Start zu ermöglichen.

Saattiefe und -abstand

Die Samen werden etwa 1-2 cm tief in die Erde gebracht. Ich säe immer etwas dichter und vereinzele später. Der Abstand in der Reihe beträgt zunächst etwa 5 cm. Nach dem Aufgehen werden die Pflänzchen auf einen Abstand von 60-70 cm ausgedünnt.

Vorkultur in Anzuchttöpfen

Aussaat in Anzuchterde

Für die Vorkultur verwende ich spezielle Anzuchterde. Diese ist nährstoffarm und fördert die Wurzelbildung. Ich fülle kleine Töpfe oder Aussaatschalen damit und drücke pro Topf 2-3 Samen etwa 1 cm tief in die Erde. Dann bedecke ich sie leicht mit Erde und gieße vorsichtig an.

Pflege der Jungpflanzen

Die Anzuchttöpfe stelle ich an einen hellen, aber nicht zu sonnigen Platz bei etwa 18-20°C. Ich halte die Erde gleichmäßig feucht, vermeide aber Staunässe. Sobald die ersten echten Blätter erscheinen, pikiere ich die stärksten Sämlinge in größere Töpfe.

Abhärten vor dem Auspflanzen

Etwa zwei Wochen vor dem geplanten Auspflanzen beginne ich mit dem Abhärten. Dazu stelle ich die Jungpflanzen tagsüber für einige Stunden nach draußen, zunächst an einen geschützten Platz. Nach und nach verlängere ich die Zeit im Freien, bis die Pflanzen schließlich Tag und Nacht draußen bleiben können. So gewöhnen sie sich langsam an die Witterungsbedingungen im Freiland und erleiden keinen Schock beim Auspflanzen.

Auspflanzen und Pflege: Der Weg zum perfekten Blumenkohl

Nun geht's ans Eingemachte! Nachdem wir unsere Blumenkohlpflänzchen liebevoll aufgezogen haben, ist es Zeit, sie ins Freiland zu bringen. Aber Obacht! Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend.

Der perfekte Moment fürs Auspflanzen

In der Regel pflanzen wir unseren Blumenkohl ab Mitte Mai aus. Aber wie meine Oma immer sagte: "Traue keinem Kalender, sondern deinen Augen!" Achtet darauf, dass die Jungpflanzen etwa 10-15 cm hoch sind und 4-6 Blätter haben. Und bitte, bitte wartet die Eisheiligen ab - unser Blumenkohl ist zwar hart im Nehmen, aber kein Eskimo!

Pflanzabstand und -tiefe: Gib ihm Raum zum Atmen

Blumenkohl braucht Platz - er ist sozusagen der Ellenbogentyp unter den Gemüsen. Plant die Setzlinge im Abstand von 60-70 cm in der Reihe und 70-80 cm zwischen den Reihen. Pflanzt sie so tief ein, dass der Wurzelballen gerade bedeckt ist. Ein kleiner Tipp aus meinem Garten: Gießt die Pflanzlöcher vorher ordentlich, das erleichtert den Kleinen das Anwachsen.

Gießen: Durst ist schlimmer als Heimweh

Blumenkohl ist ein durstiger Geselle. Er braucht regelmäßig und ausreichend Wasser, besonders während der Kopfbildung. Aber Vorsicht: Staunässe mag er gar nicht - das wäre, als würde man ihm Gummistiefel zwei Nummern zu klein anziehen.

Wasserbedarf: Nicht zu viel, nicht zu wenig

Als Faustregel gilt: Lieber seltener, dafür gründlich gießen. 10-15 Liter pro Quadratmeter und Woche sind ein guter Richtwert. Aber wie immer im Garten: Beobachten ist wichtig. Wenn die Blätter anfangen zu welken, ist höchste Eisenbahn!

Gießtechniken: Von Profis abgeschaut

Am besten gießt ihr morgens oder abends direkt an der Wurzel. Tröpfchenbewässerung ist ideal, aber auch eine Gießkanne tut's. Vermeidet es, die Blätter zu befeuchten - das mögen Pilze nämlich allzu gern.

Düngung: Nahrung für Champions

Blumenkohl ist ein Vielfraß und braucht ordentlich Nährstoffe. Aber übertreibt es nicht - zu viel des Guten und ihr erntet statt prächtiger Röschen nur üppiges Blattwerk.

Grunddüngung: Das Fundament für gesundes Wachstum

Vor dem Pflanzen arbeitet ihr am besten gut verrotteten Kompost oder Hornspäne in den Boden ein. Etwa 3-4 Liter Kompost pro Quadratmeter sind ein guter Start.

Nachdüngung: Der kleine Energieschub zwischendurch

Etwa 4-6 Wochen nach dem Auspflanzen freut sich euer Blumenkohl über eine Extraportion Stickstoff. Ein organischer Flüssigdünger oder gut vergorene Brennnesseljauche tun hier Wunder. Aber Vorsicht: Zwei Wochen vor der Ernte ist Schluss mit lustig - sonst schmeckt der Kohl am Ende bitter.

Mulchen: Die Wunderkur für faule Gärtner

Mulchen ist wie eine Kur im Wellnesshotel für eure Pflanzen. Es hält den Boden feucht, unterdrückt Unkraut und liefert obendrein noch Nährstoffe. Was will man mehr?

Vorteile des Mulchens: Ein Allround-Talent

Mulch schützt vor Austrocknung, hält die Bodentemperatur konstant und fördert das Bodenleben. Außerdem spart ihr euch das lästige Unkrautjäten. Win-win, würde ich sagen!

Geeignete Mulchmaterialien: Von der Natur inspiriert

Rasenschnitt, Stroh oder Laub eignen sich hervorragend. Mein persönlicher Favorit ist eine Mischung aus Grasschnitt und zerkleinertem Laub - das riecht nicht nur gut, sondern sieht auch noch schick aus.

Pflanzenschutz: Weil auch Blumenkohl Feinde hat

Leider ist unser geliebter Blumenkohl nicht nur bei uns Menschen beliebt. Diverse Schädlinge und Krankheiten haben es ebenfalls auf ihn abgesehen. Aber keine Panik! Mit ein paar Tricks halten wir die Plagegeister in Schach.

Häufige Schädlinge: Die üblichen Verdächtigen

Kohlweißling: Der gefräßige Schmetterling

Die Raupen des Kohlweißlings können ganze Blätter skelettieren. Mein Tipp: Sucht regelmäßig die Blattunterseiten nach Eigelegen ab und entfernt sie. Oder ihr lockt Meisen in den Garten - die lieben Kohlweißlingraupen zum Frühstück!

Kohlfliege: Der heimtückische Untergrundkämpfer

Die Larven der Kohlfliege fressen an den Wurzeln und können ganze Pflanzen zum Absterben bringen. Kohlkragen aus Pappe oder Vlies um den Stängel können helfen. Auch eine Mischkultur mit stark duftenden Kräutern wie Thymian oder Salbei kann die Fliegen verwirren.

Schnecken: Die schleimige Plage

Schnecken sind wie ungebetene Gäste auf einer Party - sie kommen uneingeladen und fressen alles weg. Schneckenzäune, Bierfallen oder das altbewährte Absammeln am frühen Morgen können hier Abhilfe schaffen.

Krankheiten: Wenn der Kohl kränkelt

Kohlhernie: Der Albtraum jedes Kohlbauern

Diese Pilzerkrankung lässt die Wurzeln anschwellen und die Pflanzen kümmern. Vorbeugung ist hier alles: Achtet auf eine weite Fruchtfolge und einen leicht alkalischen Boden (pH 7-7,5). Im Notfall hilft nur noch, befallene Pflanzen zu entfernen und den Boden zu wechseln.

Alternaria: Die Blattfleckenkrankheit

Braune Flecken mit konzentrischen Ringen auf den Blättern? Das könnte Alternaria sein. Gute Durchlüftung und trockene Blätter sind die beste Vorsorge. Im Öko-Anbau hat sich auch eine Behandlung mit Schachtelhalmbrühe bewährt.

Falscher Mehltau: Der heimliche Killer

Dieser Pilz zeigt sich durch gelbliche Flecken auf der Blattoberseite und einen grauen Flaum auf der Unterseite. Auch hier gilt: Luftige Pflanzabstände und Gießen an der Wurzel beugen vor. In hartnäckigen Fällen können Pflanzenstärkungsmittel auf Basis von Algen helfen.

Vorbeugende Maßnahmen: Besser als jede Medizin

Kulturschutznetze: Die unsichtbare Barriere

Feinmaschige Netze über den Pflanzen halten viele Schädlinge fern. Achtet darauf, dass die Ränder gut abgedichtet sind - Kohlweißlinge und Co. sind wahre Entfesselungskünstler!

Mischkultur und Begleitpflanzen: Gute Nachbarschaft zahlt sich aus

Pflanzt Blumenkohl zusammen mit Tomaten, Sellerie oder Kapuzinerkresse. Die verwirren mit ihren Düften so manchen Schädling. Tagetes zwischen den Reihen können sogar Nematoden im Boden reduzieren.

Biologische Bekämpfungsmethoden: Natur gegen Natur

Im Öko-Garten setzen wir auf die Kraft der Natur. Schlupfwespen gegen Kohlweißlinge, Nematoden gegen Kohlfliegen oder Bacillus thuringiensis gegen diverse Raupen - die Natur hält für jedes Problem eine Lösung bereit. Und das Beste daran? Diese Methoden sind nicht nur effektiv, sondern auch umweltfreundlich.

Mit diesen Tipps und Tricks steht eurem Blumenkohlparadies nichts mehr im Wege. Denkt immer daran: Gärtnern ist wie Kochen - mit ein bisschen Liebe, Geduld und den richtigen Zutaten wird am Ende alles gut. Und jetzt ab in den Garten, euer Blumenkohl wartet schon!

Spezielle Pflegemaßnahmen für Blumenkohl

Beim Anbau von Blumenkohl gibt es einige besondere Pflegemaßnahmen, die für ein optimales Wachstum und eine gute Ernte wichtig sind. Betrachten wir diese Schritte genauer.

Vereinzeln und Anhäufeln

Wenn die Blumenkohlpflanzen etwa 10-15 cm hoch sind, ist es Zeit fürs Vereinzeln. Entferne die schwächeren Pflanzen, sodass die kräftigsten etwa 60 cm Abstand zueinander haben. Danach kommt das Anhäufeln: Ziehe vorsichtig Erde um den Stängel jeder Pflanze. Das fördert die Stabilität und regt die Bildung zusätzlicher Wurzeln an.

Entfernen von Unkraut

Blumenkohl mag es nicht, wenn er Konkurrenz hat. Entferne regelmäßig Unkraut, aber sei vorsichtig dabei. Die Wurzeln des Blumenkohls sind empfindlich und mögen keine Störung. Am besten jätest du von Hand oder nutzt eine Hacke, um oberflächlich zu arbeiten.

Blätter brechen

Eine spezielle Technik beim Blumenkohlanbau ist das Blätterbrechen. Wenn sich die weiße Blume zu bilden beginnt, knicke einige der inneren Blätter über den Kopf. Das schützt ihn vor direkter Sonneneinstrahlung und hält ihn schön weiß. Aber Vorsicht: Brich nicht zu viele Blätter, sonst fehlt der Pflanze Energie zum Wachsen.

Bleichen der Blume

Das Bleichen ist wichtig, um die typische weiße Farbe des Blumenkohls zu erhalten. Es gibt verschiedene Methoden dafür:

Traditionelle Methoden

  • Blätterbinden: Binde die äußeren Blätter locker über dem Kopf zusammen.
  • Abdecken: Lege ein großes Blatt oder ein Stück Zeitungspapier über den Kopf.

Moderne Techniken

  • Selbstdeckende Sorten: Diese Züchtungen bilden von selbst Blätter, die den Kopf schützen.
  • Vliesabdeckung: Ein leichtes Gartenvlies über der Pflanze schützt vor Sonne und Schädlingen.

Die Ernte: Der Höhepunkt deiner Blumenkohlzucht

Nach all der Mühe kommt endlich der spannende Moment der Ernte. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt?

Erntezeitpunkt erkennen

Der ideale Erntezeitpunkt ist gekommen, wenn der Kopf etwa 15-20 cm Durchmesser hat und noch fest geschlossen ist. Die Oberfläche sollte glatt und kompakt sein. Warte nicht zu lange - sobald sich die Röschen lockern, verliert der Blumenkohl an Qualität.

Richtige Erntetechnik

Zum Ernten brauchst du ein scharfes Messer. Schneide den Kopf mit etwa 5 cm Strunk ab. Achte darauf, die Pflanze nicht zu beschädigen, falls du mehrmals ernten möchtest. Bei manchen Sorten bilden sich nach der Haupternte noch kleine Seitenköpfe.

Nacherntebehandlung

Nach der Ernte solltest du den Blumenkohl zügig verarbeiten. Falls du ihn nicht sofort verwendest, wickle ihn in ein feuchtes Tuch und lagere ihn im Kühlschrank. So bleibt er etwa eine Woche frisch.

Lagerung und Verarbeitung: So bleibt dein Blumenkohl lange lecker

Kurzzeitige Lagerung im Kühlschrank

Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Blumenkohl etwa 4-7 Tage. Wickle ihn in ein feuchtes Tuch oder Küchenpapier, um ihn vor dem Austrocknen zu schützen. Tipp: Lagere ihn nicht zusammen mit Äpfeln oder Tomaten, die Ethylen abgeben und den Blumenkohl schneller altern lassen.

Einfrieren von Blumenkohl

Zum Einfrieren teilst du den Blumenkohl in Röschen und blanchierst diese kurz in kochendem Wasser. Danach sofort in Eiswasser abschrecken, abtropfen lassen und portionsweise einfrieren. So hält er sich bis zu 8 Monate.

Fermentieren und Einlegen

Eine leckere Alternative zur Konservierung ist das Fermentieren. Dafür schneidest du den Blumenkohl in kleine Röschen, mischst ihn mit Salz und presst ihn in ein Glas. Nach einigen Tagen bei Zimmertemperatur hast du einen knackigen, probiotischen Snack. Oder du legst ihn klassisch in einem Essig-Gewürz-Sud ein - perfekt für den Wintervorrat.

Samengewinnung: Dein eigenes Saatgut für die nächste Saison

Auswahl geeigneter Pflanzen

Für die Samengewinnung wählst du am besten kräftige, gesunde Pflanzen aus, die typisch für die Sorte sind. Lass diese Pflanzen vollständig ausreifen, auch wenn du dadurch auf die Ernte verzichten musst.

Prozess der Samenreife

Nach der Blüte bilden sich lange Schoten, in denen die Samen heranreifen. Dieser Prozess dauert mehrere Wochen. Die Schoten werden dabei braun und trocken. Schütze die Pflanzen in dieser Zeit vor Regen, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Ernte und Aufbereitung der Samen

Ernte die Schoten, wenn sie vollständig braun und trocken sind. Öffne sie vorsichtig und entnimm die Samen. Lass die Samen noch einige Tage nachtrocknen und bewahre sie dann in Papiertüten oder Gläsern an einem kühlen, trockenen Ort auf. Bei richtiger Lagerung bleiben sie etwa 4-5 Jahre keimfähig.

Mit diesen Tipps zur Pflege, Ernte und Verarbeitung wirst du sicher viel Freude an deinem selbst gezogenen Blumenkohl haben. Geduld und Sorgfalt zahlen sich aus - bald kannst du deine eigene Ernte genießen!

Besondere Anbaumethoden für Blumenkohl

Anbau im Gewächshaus

Der Anbau von Blumenkohl im Gewächshaus bietet einige Vorteile. Sie können die Umgebungsbedingungen besser kontrollieren und die Saison verlängern. Achten Sie auf gute Belüftung, um Pilzerkrankungen vorzubeugen. Im Gewächshaus können Sie auch früher aussäen und so schon zeitig im Jahr frischen Blumenkohl ernten.

Containeranbau auf Balkon oder Terrasse

Auch ohne Garten können Sie selbst gezogenen Blumenkohl genießen. In großen Kübeln mit mindestens 40 cm Durchmesser gedeihen kompakte Sorten gut. Wichtig sind hier regelmäßiges Gießen und Düngen, da die Nährstoffe im Topf schneller aufgebraucht sind.

Hydroponischer Anbau

Für Technik-Interessierte ist der hydroponische Anbau eine interessante Alternative. Hierbei wachsen die Pflanzen in einer Nährlösung statt in Erde. Das ermöglicht eine genaue Kontrolle der Nährstoffversorgung, erfordert aber einiges an Wissen und Ausrüstung.

Vielfalt der Blumenkohlsorten

Klassische weiße Sorten

Die meisten kennen Blumenkohl als schneeweiße Kugel. Sorten wie 'Snowball' oder 'Fremont' sind bewährte Klassiker für den Hausgarten. Sie bilden kompakte Köpfe und sind relativ pflegeleicht.

Farbige Varianten

Wer es bunt mag, greift zu farbigen Sorten:

  • Grüner Blumenkohl: Sorten wie 'Vitaverde' haben einen nussigen Geschmack und behalten ihre Farbe beim Kochen.
  • Violetter Blumenkohl: 'Graffiti' oder 'Purple Cape' fallen im Beet sofort ins Auge. Leider verblasst die Farbe beim Kochen.
  • Oranger Blumenkohl: 'Cheddar' enthält besonders viel Beta-Carotin und bringt Farbe auf den Teller.

 

Romanesco - der geometrische Verwandte

Streng genommen ist Romanesco eine eigene Gemüseart, wird aber oft dem Blumenkohl zugeordnet. Seine fraktalen Strukturen machen ihn zu einem besonderen Blickfang. Der Anbau ähnelt dem des Blumenkohls, er braucht aber etwas mehr Zeit zum Reifen.

Tipps für einen erfolgreichen Anbau

Häufige Fehler vermeiden

Viele Hobbygärtner scheitern an diesen Punkten:

  • Zu enger Pflanzabstand: Blumenkohl braucht Platz zum Wachsen.
  • Unregelmäßige Bewässerung: Führt zu Kopfbildungsproblemen.
  • Vernachlässigung der Bodenqualität: Blumenkohl benötigt viele Nährstoffe.

 

Optimale Wachstumsbedingungen schaffen

Für gute Blumenkohlköpfe braucht's:

  • Nährstoffreichen, lockeren Boden mit pH-Wert zwischen 6,5 und 7
  • Gleichmäßige Feuchtigkeit
  • Schutz vor praller Mittagssonne
  • Regelmäßige, aber maßvolle Düngung

 

Nachhaltige Anbaumethoden

Setzen Sie auf biologische Vielfalt:

  • Mischkultur mit Salat oder Spinat zur Bodenbedeckung
  • Mulchen mit Grasschnitt oder Stroh zur Feuchtigkeitsregulierung
  • Förderung von Nützlingen durch Blühstreifen

 

Blumenkohl - mehr als nur ein Gemüse

Von der Aussaat bis zur Ernte ist der Anbau von Blumenkohl ein interessanter Prozess. Mit der richtigen Pflege und etwas Geduld werden Sie mit knackig-frischen Köpfen belohnt. Ob klassisch weiß oder in bunten Varianten - Blumenkohl bringt Abwechslung in Beet und Küche. Probieren Sie dieses anspruchsvolle, aber lohnende Gemüse aus. Ihr Garten und Ihr Gaumen werden es zu schätzen wissen!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wie erfolgt die Aussaat von Blumenkohl im eigenen Garten?
    Die Aussaat von Blumenkohl erfolgt je nach Sorte zwischen Februar und Juni. Frühe Sorten werden ab Mitte Februar in Anzuchttöpfen im Gewächshaus vorgezogen, Sommersorten ab März bis Mai direkt ins Freiland gesät und Herbstsorten von Mai bis Juni ausgebracht. Bei der Direktsaat werden die Samen 1-2 cm tief in vorbereitete Rillen gelegt, mit einem Reihenabstand von 60 cm. Für die Vorkultur nutzt man nährstoffarme Anzuchterde und zieht zunächst dichter aus, um später die kräftigsten Pflänzchen zu vereinzeln. Wichtig ist eine gleichmäßige Feuchtigkeit während der Keimung bei Temperaturen um 18-20°C. Nach dem Aufgehen werden die Jungpflanzen auf einen Endabstand von 60-70 cm ausgedünnt und vor dem Auspflanzen etwa zwei Wochen lang abgehärtet.
  2. Welche Bodenbeschaffenheit benötigt Blumenkohl für optimales Wachstum?
    Blumenkohl stellt hohe Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit. Er benötigt einen tiefgründigen, humosen und nährstoffreichen Boden mit lockerer Struktur. Als Starkzehrer braucht er viele Nährstoffe für sein Wachstum. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6,5 und 7,5 - ein leicht alkalischer Boden verhindert die gefürchtete Kohlhernie. Zur Bodenverbesserung sollte etwa vier Wochen vor der Pflanzung großzügig Kompost eingearbeitet werden (3-4 Liter pro Quadratmeter). Zusätzlich helfen organische Dünger wie Hornspäne oder Hühnermist. Bei zu saurem Boden ist eine Kalkung notwendig. Der Boden muss gut wasserdurchlässig sein, da Staunässe nicht vertragen wird. Eine gute Drainage ist daher essentiell für gesundes Wachstum.
  3. Wann ist die beste Zeit für die Blumenkohlpflanzung?
    Die beste Pflanzzeit für Blumenkohl richtet sich nach der gewählten Sorte und den örtlichen Klimabedingungen. Grundsätzlich werden die Jungpflanzen ab Mitte Mai ins Freiland gepflanzt, nachdem die Eisheiligen vorbei sind. Frühe Sorten, die im Gewächshaus vorgezogen wurden, können bereits ab April ausgepflanzt werden, benötigen aber Schutz vor späten Frösten. Sommersorten werden von Mai bis Juni gepflanzt für eine Ernte von Juli bis September. Herbstsorten setzt man bis Ende Juli, um im Herbst bis November ernten zu können. Wichtig ist, dass die Jungpflanzen etwa 10-15 cm hoch sind und 4-6 Blätter haben. Die Bodentemperatur sollte konstant über 10°C liegen. Eine gestaffelte Pflanzung alle zwei Wochen ermöglicht eine kontinuierliche Ernte über einen längeren Zeitraum.
  4. Was ist das Bleichen beim Blumenkohlanbau und warum wird es durchgeführt?
    Das Bleichen ist eine spezielle Pflegemaßnahme, um die charakteristische weiße Farbe des Blumenkohls zu erhalten. Sobald sich der Blütenkopf zu bilden beginnt, werden die äußeren Blätter über dem Kopf zusammengebunden oder abgebrochen, um ihn vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Ohne diese Abschattung würde der Kopf gelb oder violett werden und einen bitteren Geschmack entwickeln. Traditionell bindet man die Blätter locker zusammen oder legt ein großes Blatt über den Kopf. Moderne selbstdeckende Sorten bilden von sich aus schützende Blätter. Alternativ kann man Gartenvlies verwenden. Das Bleichen sollte beginnen, wenn der Kopf etwa 5 cm Durchmesser hat. Wichtig ist, nicht zu viele Blätter zu entfernen, da die Pflanze diese für die Photosynthese und Energiegewinnung benötigt.
  5. Welche besonderen Pflegemaßnahmen benötigt Blumenkohl während des Wachstums?
    Blumenkohl braucht während des Wachstums spezielle Pflege für optimale Ergebnisse. Zunächst erfolgt das Vereinzeln bei 10-15 cm Höhe auf 60 cm Abstand, gefolgt vom Anhäufeln - dabei wird Erde um den Stängel gezogen für mehr Stabilität und zusätzliche Wurzelbildung. Regelmäßige, aber oberflächliche Unkrautentfernung ist wichtig, da die Wurzeln empfindlich sind. Die gleichmäßige Bewässerung ist entscheidend: 10-15 Liter pro Quadratmeter wöchentlich, vorzugsweise morgens oder abends direkt an der Wurzel. Mulchen mit Grasschnitt oder Stroh hält die Feuchtigkeit und unterdrückt Unkraut. Eine Nachdüngung 4-6 Wochen nach dem Pflanzen mit organischem Flüssigdünger oder Brennnesseljauche fördert das Wachstum. Das wichtige Bleichen der Köpfe beginnt bei 5 cm Durchmesser durch Zusammenbinden der Außenblätter.
  6. Worin unterscheiden sich Blumenkohl und Brokkoli beim Anbau?
    Obwohl beide zur Familie der Kreuzblütler gehören, gibt es wichtige Anbauunterschiede zwischen Blumenkohl und Brokkoli. Blumenkohl ist deutlich anspruchsvoller und benötigt konstantere Bedingungen. Er reagiert empfindlicher auf Temperaturschwankungen und Stress, während Brokkoli robuster ist. Blumenkohl braucht das spezielle Bleichen für weiße Köpfe, Brokkoli entwickelt natürlich seine grüne Farbe. Die Erntezeit unterscheidet sich: Blumenkohl wird einmalig geerntet, wenn der Kopf fest und geschlossen ist. Brokkoli kann mehrfach beerntet werden - nach dem Hauptkopf bilden sich Seitentriebe. Blumenkohl benötigt einen pH-Wert von 6,5-7,5, Brokkoli toleriert auch leicht saurere Böden (6,0-7,0). Die Kulturdauer ist ähnlich (12-14 Wochen), aber Brokkoli ist weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Beide sind Starkzehrer, aber Blumenkohl hat einen noch höheren Nährstoffbedarf.
  7. Welche Unterschiede gibt es zwischen Romanesco und klassischem Blumenkohl?
    Romanesco ist botanisch eine eigene Varietät, wird aber oft dem Blumenkohl zugeordnet. Der markanteste Unterschied liegt in der spektakulären Spiralstruktur des Romanesco - seine fraktalen, kegelförmigen Türmchen bilden mathematisch perfekte Muster, während klassischer Blumenkohl kompakte, glatte Röschen hat. Farblich ist Romanesco gelblich-grün bis hellgrün, traditioneller Blumenkohl weiß. Geschmacklich ist Romanesco nussiger und milder. Beim Anbau benötigt Romanesco etwa 2-4 Wochen länger bis zur Ernte und ist noch temperatursensitiver - bereits kleine Schwankungen können zu lockeren, unförmigen Köpfen führen. Romanesco ist generell anspruchsvoller in der Kultur und weniger hitzetolerant. Die Ernte erfolgt wie bei Blumenkohl einmalig, aber der Zeitpunkt ist kritischer, da Romanesco schneller aufblüht. Beide benötigen ähnliche Bodenbedingungen und Nährstoffversorgung, aber Romanesco braucht konstantere Wachstumsbedingungen für die charakteristische Spiralbildung.
  8. Wie erkennt man den richtigen Erntezeitpunkt bei Blumenkohl?
    Der optimale Erntezeitpunkt ist entscheidend für Qualität und Geschmack des Blumenkohls. Geerntet wird, wenn der Kopf etwa 15-20 cm Durchmesser erreicht hat und noch fest geschlossen ist. Die Oberfläche sollte glatt und kompakt sein, ohne sichtbare Einzelröschen. Ein wichtiges Zeichen: Die Blume fühlt sich fest an und gibt bei leichtem Druck nicht nach. Die Farbe sollte reinweiß sein (bei weißen Sorten), ohne gelbliche oder bräunliche Verfärbungen. Sobald sich die Röschen lockern oder sich kleine Blütenansätze zeigen, ist der Kopf überreif und verliert an Qualität. Von der Pflanzung bis zur Ernte vergehen etwa 12-14 Wochen, aber der genaue Zeitpunkt variiert je nach Sorte, Witterung und Standort. Morgendliche Ernte ist ideal, da die Köpfe dann knackig und frisch sind. Mit einem scharfen Messer wird etwa 5 cm unterhalb des Kopfes geschnitten.
  9. Wo kann man hochwertiges Blumenkohl-Saatgut für den Garten bestellen?
    Hochwertiges Blumenkohl-Saatgut erhält man bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die Wert auf Qualität und Sortenvielfalt legen. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten ein breites Sortiment bewährter und neuer Blumenkohlsorten für jeden Anbautyp. Beim Kauf sollte man auf Keimfähigkeit, Sortenechtheit und Behandlung achten. Qualitätssaatgut ist oft etwas teurer, aber die Investition lohnt sich durch bessere Keimraten und typische Sorteneigenschaften. Achten Sie auf das Produktionsjahr - frisches Saatgut keimt besser. Viele etablierte Online-Gartenshops führen sowohl traditionelle weiße Sorten wie 'Snowball' als auch moderne Züchtungen und farbige Varianten. Bio-Saatgut ist für den naturnahen Anbau empfehlenswert. Neben Einzelsorten gibt es oft praktische Sortenmischungen für kontinuierliche Ernte. Gute Anbieter informieren detailliert über Aussaatzeiten, Kulturdauer und Pflegeansprüche der verschiedenen Sorten.
  10. Welche Blumenkohl-Sorten eignen sich am besten für Hobbygärtner?
    Für Hobbygärtner eignen sich besonders robuste und pflegeleichte Sorten. 'Snowball' ist ein bewährter Klassiker - weiß, kompakt und relativ unproblematisch im Anbau. 'Fremont' punktet mit guter Hitzetoleranz für den Sommeranbau. Selbstdeckende Sorten wie 'Romanesco' oder 'Graffiti' (violett) sind interessant, da sie weniger Pflegeaufwand beim Bleichen benötigen. Für Anfänger sind Hybridsortenempfehlenswert, da sie einheitlicher wachsen und widerstandsfähiger sind. 'Vitaverde' bringt als grüne Variante Abwechslung und behält beim Kochen seine Farbe. Frühe Sorten ermöglichen mehrere Kulturen pro Jahr, späte Sorten sind oft robuster gegen Witterungseinflüsse. Kompakte Sorten eignen sich auch für kleinere Gärten oder Hochbeete. Bei der Sortenwahl sollte man auf die Kulturdauer achten - 80-100 Tage sind realistisch für die meisten Hobbygärtner. Mischungen verschiedener Reifezeiten ermöglichen eine gestaffelte Ernte über mehrere Wochen.
  11. Welche Rolle spielt die Fruchtfolge beim Blumenkohlanbau?
    Die Fruchtfolge ist beim Blumenkohlanbau von enormer Bedeutung für Bodengesundheit und Ertrag. Als Kreuzblütler sollte Blumenkohl nicht direkt nach anderen Kohlarten wie Brokkoli, Kohl, Rettich oder Radieschen angebaut werden. Eine Anbaupause von mindestens vier Jahren verhindert die Ansammlung spezifischer Krankheitserreger wie Kohlhernie und Schädlinge wie die Kohlfliege. Gute Vorfrüchte sind Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen), die den Boden mit Stickstoff anreichern, oder Kartoffeln und Tomaten als Nachtschattengewächse. Diese Kulturen haben andere Nährstoffansprüche und fördern nicht die gleichen Problemorganismen. Gründüngung zwischen den Hauptkulturen verbessert die Bodenstruktur und bricht Schädlingszyklen. Als Starkzehrer sollte Blumenkohl nach Schwachzehrern folgen, um Nährstoffauswaschung zu vermeiden. Eine durchdachte Fruchtfolge reduziert den Bedarf an Pflanzenschutz und Düngung erheblich und fördert die natürliche Bodenbalance.
  12. Wie funktioniert die Mischkultur mit Blumenkohl im Gemüsegarten?
    Mischkultur mit Blumenkohl nutzt positive Pflanzenpartnerschaften für besseres Wachstum und natürlichen Pflanzenschutz. Bewährte Begleitpflanzen sind Tomaten, deren Duft Schädlinge wie den Kohlweißling verwirrt. Sellerie und Lauch fördern durch ihre intensiven Aromen die Abwehr von Erdflöhen und Kohlfliege. Kapuzinerkresse als Unterpflanzung lockt Blattläuse ab und dient als lebende Mulchschicht. Salat oder Spinat zwischen den Blumenkohlreihen nutzen den Platz optimal und beschatten den Boden. Tagetes (Studentenblumen) reduzieren bodenbürtige Schädlinge wie Nematoden. Basilikum und Thymian verstärken durch ihre ätherischen Öle den Schutz vor fliegenden Schädlingen. Ungünstige Nachbarn sind andere Kreuzblütler, Erdbeeren und Zwiebeln. Bei der Planung sollten die unterschiedlichen Wuchsgrößen berücksichtigt werden - niedrige Kulturen als Bodendecker, höhere als Schattenspender. Mischkultur reduziert Schädlingsdruck, verbessert Bodennutzung und kann Erträge steigern.
  13. Was sind die häufigsten Ursachen für das Scheitern beim Blumenkohlanbau?
    Die häufigsten Ursachen für Misserfolge beim Blumenkohlanbau sind vermeidbare Pflegefehler. Ungleichmäßige Wasserversorgung führt zu Wachstumsstörungen, kleinen Köpfen oder vorzeitigem Aufblühen. Zu enger Pflanzabstand verhindert die Entwicklung großer Köpfe durch Konkurrenz. Nährstoffmangel, besonders Stickstoff- oder Bormangel, verursacht hohle Stängel und lockere Köpfe. Falscher pH-Wert des Bodens (unter 6,5) begünstigt Kohlhernie. Temperaturschwankungen oder Hitzeperioden über 25°C führen zu vorzeitiger Blüte ohne Kopfbildung. Vernachlässigung der Fruchtfolge fördert bodenbürtige Krankheiten. Zu späte oder fehlende Schädlingsbekämpfung kann ganze Ernten vernichten. Unzureichende Bodenlockerung behindert das Wurzelwachstum. Fehlendes Bleichen resultiert in gelben oder bitteren Köpfen. Zu frühe oder späte Ernte mindert die Qualität. Stress durch Trockenheit oder Staunässe in kritischen Wachstumsphasen ist besonders schädlich. Mit konsequenter, gleichmäßiger Pflege lassen sich diese Probleme vermeiden.
  14. Welche Nährstoffe benötigt Blumenkohl als Starkzehrer besonders?
    Als ausgesprochener Starkzehrer hat Blumenkohl einen hohen Nährstoffbedarf, besonders an Stickstoff, Kalium und Phosphor. Stickstoff ist essentiell für das Blattwachstum und die Kopfbildung - Mangel führt zu gelben Blättern und kleinen Köpfen. Der Bedarf liegt bei etwa 200-250 kg N/ha für Hobbygärtner entspricht das 20-25 g pro Quadratmeter. Kalium stärkt die Zellwände und Krankheitsresistenz, während Phosphor die Wurzelentwicklung und Energieübertragung fördert. Besonders wichtig ist auch Bor - Mangel verursacht hohle Stängel und braune Flecken in den Köpfen. Calcium stabilisiert die Zellstruktur und beugt physiologischen Störungen vor. Magnesium ist für die Chlorophyllbildung unerlässlich. Eine Grunddüngung mit gut verrottetem Kompost (3-4 l/m²) und Hornspänen deckt den Langzeitbedarf. Zusätzlich ist eine Nachdüngung nach 4-6 Wochen mit organischem Flüssigdünger oder verdünnter Brennnesseljauche empfehlenswert. Erfahrene Gartenfachhändler wie die von samen.de empfehlen spezielle Gemüsedünger mit ausgewogener NPK-Zusammensetzung.
  15. Wie bewässert man Blumenkohl richtig während der Wachstumsphase?
    Die richtige Bewässerung ist entscheidend für erfolgreichen Blumenkohlanbau. Blumenkohl benötigt gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe - etwa 10-15 Liter pro Quadratmeter wöchentlich. Morgens oder abends gießen vermeidet Verdunstungsverluste und Blattverbrennungen. Am besten gießt man direkt an der Wurzel, nicht über die Blätter, da Feuchtigkeit auf den Blättern Pilzkrankheiten fördert. Besonders kritisch ist die Bewässerung während der Kopfbildung - Wasserstress führt zu vorzeitigem Aufblühen oder bitteren Köpfen. Tröpfchenbewässerung ist ideal, da sie konstante Feuchtigkeit ohne Verschlämmung gewährleistet. Mulchen mit Grasschnitt oder Stroh reduziert Verdunstung und hält die Bodenfeuchtigkeit konstant. Der Boden sollte in 10-15 cm Tiefe leicht feucht sein - ein Fingertest gibt Aufschluss. Bei Hitzeperioden täglich kontrollieren und bei Bedarf zusätzlich wässern. Staunässe unbedingt vermeiden - sie führt zu Wurzelfäule und Pilzerkrankungen. Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist wichtiger als große Mengen in Abständen.
  16. Welche praktischen Methoden gibt es zur Schädlingsabwehr bei Blumenkohl?
    Erfolgreicher Schädlingsschutz bei Blumenkohl kombiniert vorbeugende und aktive Maßnahmen. Kulturschutznetze mit feiner Maschenweite bieten den besten Schutz vor Kohlweißlingen und Kohlfliegen - sie müssen rundum geschlossen und gut befestigt sein. Gegen Kohlweißlingsraupen hilft regelmäßiges Absammeln der Eigelege von Blattunterseiten oder Einsatz von Bacillus thuringiensis, einem biologischen Insektizid. Kohlkragen aus Pappe um jede Pflanze verhindern, dass Kohlfliegen ihre Eier am Stängel ablegen. Mischkultur mit stark duftenden Pflanzen wie Thymian, Basilikum oder Kapuzinerkresse verwirrt Schädlinge. Schneckenschutz durch Bierfallen, Schneckenzäune oder morgendliches Absammeln ist besonders bei Jungpflanzen wichtig. Nützlingsförderung durch Blühstreifen lockt natürliche Feinde wie Schlupfwespen an. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen auch biologische Pflanzenschutzmittel und Nützlingshotels. Gelbtafeln fangen fliegende Schädlinge ab. Bei starkem Befall können Brennnesselbrühe oder Schmierseifenlösung als umweltschonende Spritzmittel helfen.
  17. Stimmt es, dass Blumenkohl nur in kühlen Klimazonen wächst?
    Das ist nur teilweise richtig - Blumenkohl bevorzugt zwar gemäßigte Temperaturen, kann aber durchaus auch in wärmeren Gebieten angebaut werden. Optimal sind Temperaturen zwischen 15-18°C während der Wachstumsphase. Bei Temperaturen über 25°C neigt Blumenkohl zu vorzeitigem Aufblühen ohne richtige Kopfbildung, weshalb er in heißen Klimazonen schwieriger ist. Jedoch gibt es mittlerweile hitzetolerante Sorten, die auch höhere Temperaturen vertragen. In wärmeren Regionen wird Blumenkohl bevorzugt als Herbst- und Winterkultur angebaut, wenn die Temperaturen milder sind. Auch in Deutschland kann man durch geschickte Sortenauswahl und Anbauzeiten ganzjährig Blumenkohl ernten - Frühjahrs- und Herbstsorten nutzen die kühleren Perioden. Schutzmaßnahmen wie Schattiernetze können in heißen Sommern helfen. In mediterranen Klimazonen wird Blumenkohl traditionell als Wintergemüse kultiviert. Mit der richtigen Sortenwahl und angepassten Anbaumethoden ist Blumenkohlanbau auch außerhalb klassischer Kohlanbaugebiete möglich, erfordert aber mehr Aufmerksamkeit bei der Kulturführung.
  18. Welche regionalen Besonderheiten gibt es beim Blumenkohlanbau in Deutschland?
    In Deutschland gibt es deutliche regionale Unterschiede beim Blumenkohlanbau aufgrund von Klima und Böden. Norddeutschland mit seinem maritimen Klima und den fruchtbaren Marschböden ist besonders günstig - hier wird professionell Blumenkohl für den Markt angebaut, vor allem in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die gemäßigten Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit schaffen ideale Bedingungen. In Süddeutschland müssen Hobbygärtner mehr auf Sortenauswahl und Anbauzeiten achten, da die Sommer oft zu heiß werden. Hier eignet sich der Frühjahrs- und Herbstanbau besser. Die Mittelgebirgslagen bieten durch ihre Höhenlage kühlere Temperaturen, die dem Blumenkohl entgegenkommen. Ostdeutschland mit kontinentalerem Klima erfordert oft zusätzliche Bewässerung und Schutz vor Spätfrösten. Bodenmäßig sind die lehmigen, nährstoffreichen Böden der Bördegebiete ideal. In Gebieten mit sandigen Böden muss stärker gedüngt und bewässert werden. Traditionelle Anbaugebiete haben oft lokale Sorten entwickelt, die an die regionalen Bedingungen angepasst sind.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Karfiol und Blumenkohl?
    Karfiol und Blumenkohl bezeichnen dasselbe Gemüse - es handelt sich lediglich um regionale Sprachunterschiede. 'Karfiol' ist die österreichische und teilweise süddeutsche Bezeichnung für das, was im restlichen Deutschland 'Blumenkohl' genannt wird. Beide Begriffe beschreiben die gleiche Pflanzenart Brassica oleracea var. botrytis. Die unterschiedlichen Namen haben historische Wurzeln: 'Karfiol' stammt vom italienischen 'cavolfiore' ab, was wörtlich 'Kohlblume' bedeutet. 'Blumenkohl' ist die deutsche Übersetzung dieser Bedeutung. Regional gibt es auch andere Bezeichnungen wie 'Käsekohl', 'Blütenkohl' oder 'Italienischer Kohl'. In der Schweiz wird teilweise 'Choufleur' verwendet. Anbau, Pflege und Verwendung sind völlig identisch, unabhängig von der regionalen Bezeichnung. Interessant ist, dass manche Samenhändler beide Begriffe verwenden, um Kunden aus verschiedenen Regionen anzusprechen. Die biologischen Eigenschaften, Nährstoffansprüche und Kultivierungsmethoden bleiben selbstverständlich gleich - nur der Name unterscheidet sich je nach geografischer Herkunft des Gärtners.
  20. Wie unterscheidet sich der Anbau von weißem und farbigem Blumenkohl?
    Der Anbau von farbigem Blumenkohl unterscheidet sich nur in wenigen Punkten vom klassischen weißen. Grundsätzlich haben alle Varianten die gleichen Ansprüche an Boden, Düngung und Wasserversorgung. Der Hauptunterschied liegt beim Bleichen: Weiße Sorten müssen abgedeckt werden, um ihre charakteristische Farbe zu behalten, während farbige Varianten ihre natürliche Pigmentierung durch Lichteinwirkung entwickeln. Violette Sorten wie 'Graffiti' erhalten ihre intensive Farbe sogar durch Sonneneinstrahlung - sie werden daher nicht abgedeckt. Grüne Sorten wie 'Vitaverde' behalten ihre Farbe beim Kochen besser als violette. Orange Blumenkohl ('Cheddar') ist besonders reich an Beta-Carotin und benötigt ebenfalls keine Abdeckung. Farbige Sorten sind oft etwas robuster gegenüber Temperaturschwankungen, können aber längere Kulturdauern haben. Die Samenverfügbarkeit ist bei Spezialsorten manchmal eingeschränkter - spezialisierte Gartenshops, darunter samen.de, führen jedoch ein breites Sortiment verschiedener Farbvarianten. Geschmacklich sind farbige Sorten oft milder oder nussiger als weiße Standardsorten.
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