Spargel im Gewächshaus: Ertragreicher Anbau

Spargelanbau im Gewächshaus: Eine vielversprechende Alternative

Der Anbau von Spargel im Gewächshaus eröffnet Gärtnern spannende neue Möglichkeiten. Diese Methode bringt sowohl Vorteile als auch Herausforderungen mit sich, die es zu beachten gilt.

Spargelwissen kompakt

  • Gewächshausanbau ermöglicht frühere und längere Erntezeiten
  • Bessere Kontrolle über Umweltbedingungen kann Erträge steigern
  • Standortwahl und Bodenvorbereitung spielen eine entscheidende Rolle
  • Bestimmte Spargelsorten eignen sich besonders gut für den Gewächshausanbau

Die Bedeutung des Spargelanbaus

Spargel zählt zu den beliebtesten Gemüsesorten in Deutschland, und das aus gutem Grund. Als mehrjährige Staude verlangt er zwar Geduld und Ausdauer, belohnt uns aber mit köstlichen Stangen. In letzter Zeit gewinnt der Anbau im Gewächshaus zunehmend an Bedeutung.

Vorteile des Gewächshausanbaus

Im Gewächshaus lassen sich die Umweltbedingungen deutlich besser steuern. Das ermöglicht nicht nur eine frühere Ernte, sondern verlängert auch die Saison insgesamt. Ein weiterer Pluspunkt: Das Gewächshaus bietet Schutz vor extremen Wetterbedingungen und minimiert den Schädlingsbefall.

Vorbereitung für den Spargelanbau im Gewächshaus

Standortwahl und Bodenbeschaffenheit

Für Spargel im Gewächshaus ist ein sonniger und gut belüfteter Standort ideal. Der Boden sollte tiefgründig, sandig-lehmig und gut drainiert sein. Ein pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 scheint für das Wachstum optimal zu sein.

Bodenaufbereitung und Düngung

Bevor Sie pflanzen, empfiehlt es sich, den Boden gründlich zu lockern und mit organischem Material anzureichern. Eine Grunddüngung mit Kompost oder gut verrottetem Mist verbessert nicht nur die Bodenstruktur, sondern liefert auch wichtige Nährstoffe.

Auswahl geeigneter Spargelsorten für den Gewächshausanbau

Nicht jede Spargelsorte eignet sich gleichermaßen für den Anbau im Gewächshaus. Sorten wie 'Gijnlim' oder 'Backlim' haben sich als besonders vielversprechend erwiesen. Sie zeichnen sich durch frühe Reife und hohe Erträge aus.

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Pflanzung und Grundlagen der Pflege

Optimaler Zeitpunkt für die Pflanzung

Der beste Zeitpunkt zur Pflanzung von Spargel im Gewächshaus ist das Frühjahr, sobald der Boden bearbeitbar ist. So haben die Pflanzen genügend Zeit, sich vor dem Winter zu etablieren.

Pflanztechnik und Abstände

Die Spargelkronen sollten in 20-25 cm tiefe Gräben gepflanzt werden. Zwischen den Reihen empfiehlt sich ein Abstand von etwa 1,5 m, in der Reihe sollten 30-40 cm zwischen den Pflanzen liegen. Bedecken Sie die Wurzeln vorsichtig mit Erde und wässern Sie anschließend gründlich.

Erste Pflegemaßnahmen nach der Pflanzung

Nach der Pflanzung ist regelmäßiges Gießen entscheidend, besonders in den ersten Wochen. Halten Sie das Beet unkrautfrei und mulchen Sie, um die Feuchtigkeit zu bewahren. Im ersten Jahr sollten Sie auf eine Ernte verzichten, um den Pflanzen Zeit zum Anwachsen zu geben.

Ich erinnere mich noch gut an meine erste Spargelpflanzung im Gewächshaus. Anfangs war ich etwas unsicher, ob alles klappen würde. Doch schon im zweiten Jahr konnte ich die ersten zarten Stangen ernten - und das deutlich früher als im Freiland. Seitdem bin ich vom Gewächshausanbau restlos überzeugt.

Die Vorzüge des Spargelanbaus im Gewächshaus

Der Spargelanbau im Gewächshaus eröffnet sowohl Hobbygärtnern als auch professionellen Anbauern eine Fülle von Möglichkeiten. Lassen Sie uns einen genaueren Blick auf die wichtigsten Vorteile werfen:

Erweiterte Anbau- und Ernteperiode

Ein herausragender Vorteil des Gewächshausanbaus ist die Möglichkeit, die Saison zu verlängern. Während die Spargelernte im Freiland traditionell auf wenige Frühlingswochen begrenzt ist, können Sie im Gewächshaus:

  • Den Anbau früher im Jahr starten
  • Die Ernte bis in den späten Herbst ausdehnen
  • In milden Klimazonen sogar ganzjährig produzieren

Diese Flexibilität ermöglicht es, frischen Spargel auch außerhalb der üblichen Saison anzubieten – ein klarer Marktvorteil, der sich auszahlen kann.

Steuerung der Umweltbedingungen

Im Gewächshaus haben Sie die Möglichkeit, optimale Wachstumsbedingungen für Ihren Spargel zu schaffen:

  • Temperaturregulierung: Eine konstante Temperatur fördert das Wachstum.
  • Luftfeuchtigkeit: Eine kontrollierte Feuchtigkeit senkt das Risiko von Pilzerkrankungen.
  • Lichtmanagement: Zusätzliche Beleuchtung kann die Photosynthese unterstützen.
  • CO2-Anreicherung: Eine erhöhte CO2-Konzentration kann zu besserem Pflanzenwachstum führen.

Diese Kontrolle ermöglicht es, die Wachstumsbedingungen präzise auf die Bedürfnisse des Spargels abzustimmen.

Schutz vor Wettereinflüssen und Schädlingen

Das Gewächshaus bietet einen natürlichen Schutzschild gegen widrige Umwelteinflüsse:

  • Frost: Kein Erfrieren der Pflanzen im Frühjahr
  • Starkregen: Vermeidung von Staunässe und damit verbundenen Wurzelkrankheiten
  • Wind: Kein Umknicken der Spargelstangen
  • Hagel: Schutz vor Beschädigungen der Pflanzen

Zudem wird der Zugang für Schädlinge wie die Spargelfliege oder den Spargelkäfer deutlich erschwert. Dies reduziert den Bedarf an Pflanzenschutzmitteln erheblich – ein Aspekt, den ich persönlich sehr schätze.

Möglichkeiten zur Ertragsoptimierung

Durch die kontrollierten Bedingungen im Gewächshaus können verschiedene Techniken zur Ertragssteigerung angewendet werden:

  • Optimierte Bewässerung: Tröpfchenbewässerung ermöglicht eine präzise Wasserversorgung.
  • Gezielte Düngung: Nährstoffe können bedarfsgerecht zugeführt werden.
  • Mehrfachnutzung der Fläche: Durch vertikalen Anbau oder Kombination mit anderen Kulturen
  • Sortenwahl: Nutzung von Sorten, die speziell für den Gewächshausanbau gezüchtet wurden

All diese Faktoren können zu deutlich höheren Erträgen pro Quadratmeter führen als im Freilandanbau.

Herausforderungen beim Spargelanbau im Gewächshaus

Trotz der vielen Vorteile bringt der Spargelanbau im Gewächshaus auch einige Herausforderungen mit sich, die es zu beachten gilt:

Höhere Anfangsinvestitionen

Der Aufbau eines Gewächshauses für den Spargelanbau ist mit erheblichen Kosten verbunden:

  • Anschaffung oder Bau des Gewächshauses
  • Installation von Bewässerungs- und Belüftungssystemen
  • Eventuell notwendige Heizungs- und Kühlungstechnik
  • Spezielle Substrate und Anbausysteme

Diese Investitionen können gerade für Kleinanbauer oder Hobbygärtner eine große finanzielle Hürde darstellen. Es ist wichtig, eine genaue Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen, bevor man sich für den Gewächshausanbau entscheidet.

Gesteigerter Pflegeaufwand

Der Anbau im Gewächshaus erfordert eine intensivere Betreuung der Pflanzen:

  • Regelmäßige Kontrolle und Anpassung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bewässerung
  • Häufigeres Düngen aufgrund des schnelleren Wachstums
  • Manuelle Bestäubung kann notwendig sein, wenn natürliche Bestäuber fehlen
  • Regelmäßige Reinigung des Gewächshauses zur Vermeidung von Krankheiten

Dieser erhöhte Zeitaufwand muss bei der Planung berücksichtigt werden. Automatisierungssysteme können helfen, den Arbeitsaufwand zu reduzieren, stellen aber wiederum eine zusätzliche Investition dar.

Potenzielle Probleme mit Krankheiten und Schädlingen

Obwohl das Gewächshaus einen gewissen Schutz bietet, können sich unter den kontrollierten Bedingungen auch spezifische Probleme entwickeln:

  • Erhöhtes Risiko für Pilzerkrankungen durch höhere Luftfeuchtigkeit
  • Schnelle Ausbreitung von Schädlingen, wenn diese einmal eingedrungen sind
  • Mögliche Entwicklung von Resistenzen gegen Pflanzenschutzmittel
  • Bodenmüdigkeit durch intensiven Anbau auf begrenzter Fläche

Um diese Probleme zu minimieren, ist ein durchdachtes Pflanzenschutzkonzept notwendig. Biologische Methoden wie der Einsatz von Nützlingen können hier eine gute Alternative zu chemischen Mitteln sein.

Energiekosten und Umweltaspekte

Der Betrieb eines Gewächshauses, insbesondere wenn es beheizt wird, kann energieintensiv sein:

  • Hohe Heizkosten in den Wintermonaten
  • Stromverbrauch für Beleuchtung und Klimatisierung
  • CO2-Fußabdruck durch erhöhten Energieverbrauch
  • Entsorgung von Kunststoffmaterialien (z.B. Folien)

Diese Aspekte stehen im Widerspruch zu dem wachsenden Wunsch nach nachhaltiger und umweltfreundlicher Lebensmittelproduktion. Moderne Gewächshäuser setzen daher verstärkt auf erneuerbare Energien und Kreislaufsysteme, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren.

Trotz dieser Herausforderungen kann der Spargelanbau im Gewächshaus bei guter Planung und Management sehr erfolgreich sein. Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen und das Anbausystem an die individuellen Gegebenheiten und Ziele anzupassen. In meiner langjährigen Erfahrung hat sich gezeigt, dass mit der richtigen Herangehensweise die Vorteile oft überwiegen.

Spezielle Pflegemaßnahmen im Gewächshaus

Der Spargelanbau im Gewächshaus erfordert besondere Sorgfalt. Basierend auf meinen Erfahrungen möchte ich einige wichtige Aspekte hervorheben:

Bewässerung und Luftfeuchtigkeit

Eine kontrollierte Bewässerung ist im Gewächshaus unerlässlich. Spargel braucht gleichmäßige Feuchtigkeit, ohne Staunässe. Ein Tropfbewässerungssystem hat sich als praktisch erwiesen, da es den Boden gezielt feucht hält, ohne die Pflanzen zu benetzen. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 60% und 70% liegen. Zu trockene Luft kann zu holzigen Spargelstangen führen, während zu hohe Feuchtigkeit Pilzbefall begünstigt.

Temperaturregulierung

Meine Beobachtungen zeigen, dass Spargel am besten bei Temperaturen zwischen 18°C und 25°C gedeiht. Im Gewächshaus lässt sich dies gut steuern. Nachts empfehle ich, die Temperatur auf etwa 15°C abzusenken. Zu hohe Temperaturen führen zu schnellem Wachstum, aber dünnen und faserigen Stangen. Zu niedrige Temperaturen verlangsamen das Wachstum erheblich.

Belüftung und CO2-Management

Eine gute Belüftung ist im Gewächshaus entscheidend. Sie beugt Staunässe und Pilzkrankheiten vor. Regelmäßiges Lüften, vorzugsweise morgens und abends, sorgt für einen notwendigen Luftaustausch. Zusätzlich kann eine CO2-Anreicherung das Wachstum fördern. Spargel scheint positiv auf erhöhte CO2-Werte zu reagieren, wobei Werte um 800-1000 ppm sich als günstig erwiesen haben.

Düngung und Nährstoffversorgung im geschlossenen System

Im Gewächshaus muss die Nährstoffversorgung genau überwacht werden. Ein ausgewogener Dünger mit einem NPK-Verhältnis von etwa 3:1:2 hat sich bewährt. Wichtig sind auch Spurenelemente wie Bor und Zink. Eine regelmäßige Bodenanalyse hilft, die Düngung optimal anzupassen. Organische Dünger wie Kompost können die Bodenstruktur verbessern, sollten aber vorsichtig eingesetzt werden, um Überdüngung zu vermeiden.

Ernte und Nacherntebehandlung

Die Ernte im Gewächshaus unterscheidet sich von der im Freiland und bietet einige interessante Vorteile:

Optimaler Erntezeitpunkt und -technik

Im Gewächshaus lässt sich der Erntezeitpunkt besser steuern. Sobald die Spargelstangen eine Länge von etwa 22-25 cm erreicht haben, können sie geerntet werden. Ich empfehle, früh morgens zu ernten, wenn die Pflanzen noch kühl sind. Beim Stechen ist Vorsicht geboten, um benachbarte Wurzeln nicht zu beschädigen. Ein spezielles Spargelmesser oder -stecher hat sich als hilfreich erwiesen.

Nacherntebehandlung und Lagerung

Nach der Ernte sollte der Spargel schnell auf etwa 2°C heruntergekühlt werden. Dies verhindert Qualitätsverluste und erhält die Frische. Eine Lagerung bei hoher Luftfeuchtigkeit (95-98%) scheint günstig zu sein. Unter optimalen Bedingungen hält sich Spargel bis zu zwei Wochen. Vor dem Verkauf oder Verzehr empfehle ich, die Stangen nochmals frisch anzuschneiden.

Vergleich der Qualität mit Freilandspargel

In meiner Erfahrung hat Gewächshausspargel oft eine zartere Textur und einen milderen Geschmack als Freilandspargel. Die kontrollierte Umgebung ermöglicht eine gleichmäßigere Qualität und weniger Faserbildung. Allerdings kann der Geschmack etwas weniger intensiv sein als bei Freilandspargel, der den natürlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt ist. Der Vorteil liegt in der längeren Verfügbarkeit und der Möglichkeit, auch außerhalb der traditionellen Saison frischen Spargel anzubieten.

Gewächshausspargel ist besonders bei Feinschmeckern beliebt, die Wert auf zarte Konsistenz legen. Für den Anbauer bietet er den Vorteil einer besseren Planbarkeit und höherer Erträge pro Fläche. Allerdings erfordert er auch mehr Aufmerksamkeit und technisches Know-how als der Freilandanbau. In meinen Jahren als Gärtnerin habe ich gelernt, dass beide Anbaumethoden ihre Berechtigung haben und es letztendlich auf die individuellen Ziele und Möglichkeiten ankommt.

Wirtschaftliche Aspekte des Spargelanbaus im Gewächshaus

Kosten-Nutzen-Analyse

Bei der Entscheidung für den Spargelanbau im Gewächshaus ist eine sorgfältige Abwägung von Kosten und Nutzen unerlässlich. Die Anfangsinvestitionen sind beträchtlich: Ein Gewächshaus, Bewässerungssysteme und Klimasteuerung schlagen ordentlich zu Buche. Hinzu kommen laufende Kosten für Energie, Wasser und Arbeitskraft. Allerdings stehen diesen Ausgaben einige verlockende Vorteile gegenüber: Eine verlängerte Anbausaison, höhere Erträge und eine verbesserte Qualität der Stangen. In meiner Erfahrung kann sich die Investition durchaus lohnen - vorausgesetzt, man plant sorgfältig und kalkuliert mit beiden Beinen auf dem Boden.

Vermarktungsmöglichkeiten

Der Spargelanbau im Gewächshaus eröffnet faszinierende Vermarktungschancen. Dank der Kontrolle über die Wachstumsbedingungen lässt sich Spargel oft früher und länger anbieten als Freilandware. Das schafft lukrative Nischen:

  • Direktvermarktung ab Hof zu Premiumpreisen
  • Belieferung der Gastronomie mit begehrtem Frühspargel
  • Verkauf auf Wochenmärkten als regionales Qualitätsprodukt
  • Online-Vertrieb an Feinschmecker

Besonders die Möglichkeit, Spargel außerhalb der Hauptsaison anzubieten, könnte sich als echter Wettbewerbsvorteil erweisen.

 

Langfristige Rentabilität

Die Rentabilität eines Gewächshaus-Spargelanbaus hängt von vielen Faktoren ab. Entscheidend sind effizientes Management, optimierte Prozesse und die richtige Vermarktungsstrategie. Ein gut geführter Betrieb kann nach einigen Jahren durchaus profitabel arbeiten. Allerdings sollte man mit einer Amortisationszeit von 5-7 Jahren rechnen. Wichtig ist auch, den Finger am Puls der Zeit zu haben: Die steigende Nachfrage nach regionalem und nachhaltigem Anbau könnte dem Gewächshausspargel in die Karten spielen.

Zukunftsperspektiven und Innovationen im Spargelanbau

Neue Technologien im Gewächshausanbau

Die Zukunft des Spargelanbaus im Gewächshaus entwickelt sich in einem atemberaubenden Tempo. Neue Technologien eröffnen spannende Möglichkeiten:

  • LED-Beleuchtungssysteme für optimales Pflanzenwachstum
  • Automatisierte Bewässerungs- und Düngesysteme
  • Sensortechnik zur präzisen Überwachung von Bodenfeuchtigkeit und Nährstoffgehalt
  • Klimacomputer für eine exakte Steuerung der Wachstumsbedingungen

Diese Technologien versprechen, die Effizienz zu steigern und gleichzeitig den Ressourcenverbrauch zu senken.

 

Nachhaltige Anbaumethoden

Nachhaltigkeit gewinnt auch im Spargelanbau zunehmend an Bedeutung. Vielversprechende Ansätze, die mich persönlich begeistern, sind:

  • Nutzung erneuerbarer Energien zur Beheizung der Gewächshäuser
  • Wassersparende Bewässerungssysteme und Wasserrecycling
  • Biologischer Pflanzenschutz statt chemischer Mittel
  • Einsatz von Kompost und organischen Düngern

Diese Methoden können nicht nur die Umweltbilanz verbessern, sondern auch die Betriebskosten senken. Zudem wächst die Nachfrage nach nachhaltig produziertem Gemüse stetig.

 

Spargel im Gewächshaus: Chance oder Risiko?

Abwägung der Vor- und Nachteile

Der Anbau von Spargel im Gewächshaus bietet sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Zu den Vorteilen zählen die Kontrolle über Wachstumsbedingungen, verlängerte Anbauzeiten und potenziell höhere Erträge. Dem stehen hohe Investitionskosten, ein erhöhter Energiebedarf und möglicherweise komplexere Pflege gegenüber. Der Erfolg hängt von vielen Faktoren ab - von der gewählten Technologie über das Management bis hin zur Vermarktungsstrategie.

Empfehlungen für potenzielle Spargelanbauer

Wer mit dem Gedanken spielt, in den Gewächshausanbau von Spargel einzusteigen, sollte meiner Meinung nach folgende Punkte beherzigen:

  • Gründliche Marktanalyse und realistische Kalkulation durchführen
  • Sich umfassend über aktuelle Technologien und Anbaumethoden informieren
  • Mit erfahrenen Anbauern austauschen und von deren Erfahrungen lernen
  • Schrittweise vorgehen und zunächst mit einer kleineren Fläche starten
  • Nachhaltige Konzepte von Anfang an mitdenken
  • Flexibel bleiben und bereit sein, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen

Mit der richtigen Vorbereitung und einem durchdachten Konzept kann der Spargelanbau im Gewächshaus eine lohnende Investition sein. Wie bei allen landwirtschaftlichen Unternehmungen gilt aber auch hier: Geduld und Ausdauer sind gefragt. Ein erfolgreiches Spargelfeld im Gewächshaus braucht seine Zeit - aber es lohnt sich, dran zu bleiben.

 

Tags: Spargel
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Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Vorteile bietet der Spargelanbau im Gewächshaus gegenüber dem Freilandanbau?
    Der Spargelanbau im Gewächshaus bietet zahlreiche Vorteile gegenüber dem traditionellen Freilandanbau. Ein entscheidender Vorteil ist die erweiterte Anbau- und Ernteperiode: Während die Spargelernte im Freiland auf wenige Frühlingswochen begrenzt ist, können Sie im Gewächshaus den Anbau früher starten und die Ernte bis in den späten Herbst ausdehnen. Die kontrollierten Umweltbedingungen ermöglichen eine präzise Steuerung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beleuchtung, was zu optimalen Wachstumsbedingungen führt. Das Gewächshaus bietet außerdem natürlichen Schutz vor extremen Wetterbedingungen wie Frost, Starkregen, Wind und Hagel. Der Schädlingsbefall wird durch die geschlossene Umgebung deutlich reduziert, was den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln minimiert. Zusätzlich ermöglichen die kontrollierten Bedingungen höhere Erträge pro Quadratmeter und eine gleichmäßigere Qualität der Spargelstangen. Diese Faktoren zusammen können trotz höherer Anfangsinvestitionen zu einer verbesserten Rentabilität führen.
  2. Wie funktioniert die Temperaturregulierung beim Spargel im Gewächshaus?
    Die Temperaturregulierung ist entscheidend für den erfolgreichen Spargelanbau im Gewächshaus. Spargel gedeiht optimal bei Tagestemperaturen zwischen 18°C und 25°C, während nachts eine Absenkung auf etwa 15°C empfehlenswert ist. Diese Temperaturführung wird durch verschiedene Systeme erreicht: Belüftungsklappen sorgen für natürliche Kühlung, während Heizungssysteme in kühleren Perioden die nötige Wärme liefern. Moderne Gewächshäuser nutzen Klimacomputer, die automatisch Temperatur, Belüftung und Heizung steuern. Zu hohe Temperaturen führen zu schnellem Wachstum, aber dünnen und faserigen Stangen, während zu niedrige Temperaturen das Wachstum erheblich verlangsamen. Eine präzise Temperaturkontrolle ist daher essentiell: Sie beeinflusst nicht nur die Wachstumsgeschwindigkeit, sondern auch die Qualität der Spargelstangen direkt. Regelmäßige Überwachung und Anpassung der Temperatursollwerte je nach Entwicklungsphase der Pflanzen optimieren sowohl Ertrag als auch Qualität der Ernte.
  3. Welche Bewässerungssysteme eignen sich am besten für Spargel im Gewächshaus?
    Für den Spargelanbau im Gewächshaus hat sich die Tropfbewässerung als optimales System erwiesen. Dieses System ermöglicht eine präzise und gleichmäßige Wasserversorgung direkt an die Wurzelzone, ohne die Pflanzen zu benetzen. Spargel benötigt gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe, was durch die kontrollierte Tropfbewässerung ideal gewährleistet wird. Das System reduziert das Risiko von Pilzkrankheiten, da Blätter und Stangen trocken bleiben. Moderne Tropfbewässerungsanlagen lassen sich mit Zeitschaltuhren und Feuchtigkeitssensoren automatisieren, was den Arbeitsaufwand erheblich reduziert. Ergänzend können Sprühnebelanlagen zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit eingesetzt werden. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten komplette Bewässerungssysteme für Gewächshäuser an, die speziell auf die Bedürfnisse verschiedener Kulturen abgestimmt sind. Die Investition in ein professionelles Bewässerungssystem zahlt sich durch verbesserte Pflanzengesundheit, höhere Erträge und reduzierten Arbeitsaufwand schnell aus.
  4. Welche Spargelsorten sind besonders für den Gewächshausanbau geeignet?
    Für den Gewächshausanbau haben sich bestimmte Spargelsorten als besonders vielversprechend erwiesen. Die Sorten 'Gijnlim' und 'Backlim' zeichnen sich durch frühe Reife und hohe Erträge aus, was sie ideal für den kontrollierten Anbau macht. Diese Sorten sind speziell für ihre Anpassungsfähigkeit an geschützte Anbausysteme bekannt und produzieren gleichmäßige, hochwertige Stangen. Weitere empfehlenswerte Sorten für das Gewächshaus sind 'Cumulus' und 'Millennium', die sich durch robustes Wachstum und gute Qualitätseigenschaften auszeichnen. Bei der Sortenwahl sollten Sie auf Resistenz gegen Pilzkrankheiten, gleichmäßiges Wachstum und die Fähigkeit zur Ertragsbildung unter kontrollierten Bedingungen achten. Moderne Züchtungen sind oft speziell für den Gewächshausanbau optimiert und bieten Vorteile wie kompakteren Wuchs, bessere Standfestigkeit und höhere Toleranz gegenüber schwankenden Lichtverhältnissen. Die richtige Sortenwahl ist entscheidend für den langfristigen Erfolg, da Spargel eine mehrjährige Kultur ist und die Entscheidung mehrere Jahre Auswirkungen hat.
  5. Wie erfolgt die Bodenaufbereitung für Spargel im Gewächshaus?
    Die Bodenaufbereitung für Spargel im Gewächshaus erfordert besondere Sorgfalt, da die Pflanzen mehrere Jahre am gleichen Standort wachsen. Der Boden sollte tiefgründig, sandig-lehmig und gut drainiert sein, mit einem optimalen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Zunächst wird der Boden bis in 40-50 cm Tiefe gelockert, um eine gute Durchwurzelung zu ermöglichen. Anschließend erfolgt die Anreicherung mit organischem Material wie gut verrottetem Kompost oder Mist, was sowohl die Bodenstruktur verbessert als auch wichtige Nährstoffe liefert. Eine Grunddüngung mit Phosphor und Kalium ist essentiell, da diese Nährstoffe für die Wurzelentwicklung und Stangenqualität wichtig sind. Bei schwerem Boden kann die Drainage durch Einarbeitung von Sand oder Kies verbessert werden. Im Gewächshaus ist besonders auf gute Durchlässigkeit zu achten, da überschüssiges Wasser nicht so leicht abfließen kann wie im Freiland. Eine Bodenanalyse vor der Pflanzung hilft dabei, Nährstoffgehalte und pH-Wert exakt zu bestimmen und die Düngung entsprechend anzupassen.
  6. Worin unterscheiden sich Spargelkronen von Spargelstangen beim Anbau?
    Spargelkronen und Spargelstangen sind unterschiedliche Teile der Spargelpflanze, die verschiedene Funktionen im Anbau haben. Spargelkronen sind die Wurzelstöcke der Pflanze, bestehend aus einem verdickten Wurzelstock (Rhizom) mit fleischigen Speicherwurzeln. Diese werden zur Vermehrung und Neupflanzung verwendet. Qualitativ hochwertige Spargelkronen haben kräftige, unverletzliche Wurzeln und mehrere gesunde Knospen. Sie werden in 20-25 cm tiefe Gräben gepflanzt und bilden das Fundament für die mehrjährige Spargelkultur. Spargelstangen hingegen sind die oberirdischen Triebe, die aus den Knospen der Kronen wachsen und als Gemüse geerntet werden. Diese entwickeln sich erst nach der Etablierung der Kronen und können frühestens im zweiten Jahr nach der Pflanzung vorsichtig geerntet werden. Im Gewächshaus ist die Qualität der verwendeten Kronen besonders wichtig, da sie über Jahre hinweg die Grundlage für Ertrag und Qualität der Stangen bilden. Eine fachgerechte Auswahl und Pflanzung der Kronen entscheidet über den langfristigen Erfolg der Spargelkultur.
  7. Wie unterscheidet sich die Qualität von Gewächshausspargel im Vergleich zu Freilandspargel?
    Gewächshausspargel unterscheidet sich in mehreren Qualitätsmerkmalen von Freilandspargel. In der Regel hat Gewächshausspargel eine zartere Textur und einen milderen Geschmack als Freilandspargel. Die kontrollierte Umgebung ermöglicht eine gleichmäßigere Qualität mit weniger Faserbildung und konsistenteren Stangendurchmessern. Die Spargelstangen wachsen unter optimalen Bedingungen gleichmäßiger und sind oft gerader als Freilandspargel. Allerdings kann der Geschmack etwas weniger intensiv sein als bei Freilandspargel, der den natürlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt ist. Die kontrollierten Wachstumsbedingungen führen zu einer zarteren Konsistenz, die besonders bei Feinschmeckern geschätzt wird. Gewächshausspargel punktet zudem mit längerer Verfügbarkeit und der Möglichkeit, auch außerhalb der traditionellen Saison frischen Spargel anzubieten. Die Qualität hängt stark von der fachgerechten Führung der Kultur ab - bei optimaler Bewirtschaftung kann Gewächshausspargel durchaus mit Freilandspargel konkurrieren und bietet den Vorteil einer besseren Planbarkeit und gleichmäßigeren Produktqualität über die gesamte Erntesaison hinweg.
  8. Welche Investitionskosten sind beim Spargelanbau im Gewächshaus zu erwarten?
    Die Investitionskosten für den Spargelanbau im Gewächshaus sind beträchtlich und variieren je nach Größe, Ausstattung und Technologie. Für ein professionelles Gewächshaus müssen Sie mit Kosten zwischen 150-400 Euro pro Quadratmeter rechnen. Ein 1000 m² großes Gewächshaus kostet somit 150.000-400.000 Euro. Hinzu kommen Bewässerungssysteme (5.000-15.000 Euro), Heizungsanlagen (10.000-30.000 Euro), Belüftungstechnik (5.000-20.000 Euro) und Klimasteuerung (5.000-15.000 Euro). Die Spargelkronen kosten etwa 0,50-1,00 Euro pro Stück, bei einer Pflanzung von 2-3 Kronen pro m² entstehen zusätzlich 1.000-3.000 Euro Pflanzkosten pro 1000 m². Bodenaufbereitung, Wege und Nebenkosten können weitere 10.000-20.000 Euro ausmachen. Insgesamt sollten Sie für einen professionellen Einstieg mit 200.000-500.000 Euro Anfangsinvestition rechnen. Laufende Kosten für Energie, Wasser, Dünger und Arbeitskraft kommen zusätzlich dazu. Die Amortisationszeit liegt typischerweise bei 5-7 Jahren, abhängig von Vermarktung und Betriebsführung.
  9. Welche Ausrüstung benötigt man für den professionellen Spargelanbau im Gewächshaus?
    Für den professionellen Spargelanbau im Gewächshaus ist eine umfassende technische Ausstattung erforderlich. Grundlegend benötigen Sie ein stabiles Gewächshaus mit automatischen Belüftungsklappen und eventuell Schattierungssystemen. Ein präzises Tropfbewässerungssystem mit Zeitsteuerung und Feuchtigkeitssensoren gewährleistet die optimale Wasserversorgung. Klimasteuerungsanlagen regulieren Temperatur und Luftfeuchtigkeit automatisch. Heizungssysteme sind für die Temperaturkontrolle in kühleren Perioden unerlässlich. LED-Beleuchtungssysteme können bei unzureichenden Lichtverhältnissen das Pflanzenwachstum fördern. Für die Düngung werden automatisierte Düngerinjektionsanlagen verwendet. CO2-Anreicherungssysteme können das Wachstum zusätzlich optimieren. Zur Ernte benötigen Sie spezielle Spargelmesser oder -stecher. Professionelle Gartenfachhändler wie samen.de bieten komplette Gewächshaus-Ausstattungspakete an, die alle notwendigen Komponenten umfassen. Überwachungssysteme mit Sensoren für Temperatur, Feuchtigkeit und pH-Wert helfen bei der präzisen Steuerung der Wachstumsbedingungen. Mobile Arbeitsgeräte und Transportwagen erleichtern die täglichen Arbeiten im Gewächshaus erheblich.
  10. Wo kann man hochwertiges Zubehör für den Gewächshaus-Spargelanbau erwerben?
    Hochwertiges Zubehör für den Gewächshaus-Spargelanbau erhalten Sie bei verschiedenen spezialisierten Anbietern. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten ein umfassendes Sortiment an professionellem Gewächshaus-Zubehör, von Bewässerungssystemen über Klimatechnik bis hin zu Spezialwerkzeugen für die Spargelernte. Lokale Gartenfachgeschäfte können oft individuelle Beratung und regionale Anpassungen anbieten. Spezialisierte Gewächshaushändler führen komplette Systemlösungen inklusive Installation und Wartung. Online-Marktplätze wie Amazon bieten eine große Auswahl an Einzelkomponenten, allerdings oft ohne fachkundige Beratung. Landwirtschaftliche Genossenschaften und Fachverbände können wertvolle Kontakte zu bewährten Lieferanten vermitteln. Bei der Auswahl sollten Sie auf Qualitätszertifikate, Garantieleistungen und Service achten. Messen und Fachmessen bieten die Möglichkeit, verschiedene Systeme direkt zu vergleichen und Herstellerkontakte zu knüpfen. Erfahrungsaustausch mit anderen Spargelanbauern kann ebenfalls wertvolle Empfehlungen für bewährte Lieferanten liefern. Eine sorgfältige Auswahl der Ausrüstung ist entscheidend für den langfristigen Erfolg.
  11. Wie beeinflusst die CO2-Anreicherung das Wachstum von Spargel im Gewächshaus?
    CO2-Anreicherung kann das Wachstum von Spargel im Gewächshaus deutlich positiv beeinflussen. Spargel reagiert besonders gut auf erhöhte CO2-Konzentrationen, wobei sich Werte um 800-1000 ppm als optimal erwiesen haben - deutlich höher als die natürliche Atmosphärenkonzentration von etwa 400 ppm. Die erhöhte CO2-Verfügbarkeit steigert die Photosyntheserate der Pflanzen, was zu kräftigerem Wachstum und höheren Erträgen führt. Besonders die Entwicklung der unterirdischen Speicherorgane profitiert von der CO2-Anreicherung, was sich langfristig in besseren Erträgen niederschlägt. Die Spargelstangen entwickeln sich unter CO2-Anreicherung oft dicker und fleischiger. Wichtig ist das richtige Timing: CO2 sollte hauptsächlich während der Lichtperioden zugeführt werden, wenn die Photosynthese aktiv ist. Bei geschlossenen Belüftungsklappen ist die CO2-Anreicherung besonders effektiv. Die Kosten für CO2-Anlagen amortisieren sich oft durch die Ertragssteigerungen von 15-25%. Moderne CO2-Systeme arbeiten vollautomatisch und dosieren bedarfsgerecht, was eine optimale Versorgung ohne Überdosierung gewährleistet.
  12. Welche Rolle spielt die Luftfeuchtigkeit bei der Spargelkultivierung im Gewächshaus?
    Die Luftfeuchtigkeit spielt eine entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Spargelkultivierung im Gewächshaus. Optimal ist eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 60% und 70%. Diese Balance ist kritisch: Zu trockene Luft unter 50% kann zu holzigen, faserigen Spargelstangen führen und das Wachstum verlangsamen. Die Pflanzen leiden unter Trockenstress, und die Qualität der Stangen nimmt deutlich ab. Andererseits begünstigt zu hohe Luftfeuchtigkeit über 80% die Entwicklung von Pilzkrankheiten wie Grauschimmel oder Mehltau, die die gesamte Ernte gefährden können. Die Luftfeuchtigkeit beeinflusst auch die Transpiration der Pflanzen und damit die Nährstoffaufnahme. Bei optimaler Feuchtigkeit entwickeln sich die Spargelstangen zart und saftig mit der gewünschten Konsistenz. Moderne Gewächshäuser nutzen automatische Befeuchtungs- und Entfeuchtungssysteme sowie programmierbare Belüftung, um die Luftfeuchtigkeit präzise zu steuern. Regelmäßige Messungen mit digitalen Hygrometern helfen bei der Überwachung und rechtzeitigen Anpassung der Klimabedingungen für optimales Spargelwachstum.
  13. Wie optimiert man die Nährstoffversorgung bei der geschützten Spargelproduktion?
    Die optimale Nährstoffversorgung bei der geschützten Spargelproduktion erfordert einen systematischen Ansatz. Spargel benötigt einen ausgewogenen Dünger mit einem NPK-Verhältnis von etwa 3:1:2, wobei Stickstoff für das Triebwachstum, Phosphor für die Wurzelentwicklung und Kalium für die Stangenqualität wichtig sind. Spurenelemente wie Bor und Zink sind ebenfalls essentiell und oft limitierend. Im geschlossenen System des Gewächshauses muss die Nährstoffversorgung präziser überwacht werden als im Freiland. Regelmäßige Bodenanalysen alle 6 Monate helfen dabei, Nährstoffgehalte zu kontrollieren und Düngung bedarfsgerecht anzupassen. Organische Dünger wie Kompost verbessern die Bodenstruktur, müssen aber vorsichtig dosiert werden, um Überdüngung zu vermeiden. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten maßgeschneiderte Düngerprogramme für Gewächshauskulturen an. Flüssigdünger über das Bewässerungssystem ermöglichen eine präzise und kontinuierliche Nährstoffversorgung. Blattanalysen ergänzen die Bodenuntersuchung und geben Aufschluss über die tatsächliche Nährstoffaufnahme der Pflanzen. Eine bedarfsgerechte Düngung optimiert nicht nur Ertrag und Qualität, sondern minimiert auch Umweltbelastungen durch Nährstoffauswaschung.
  14. Welche automatisierten Systeme können bei der Spargelzucht im Gewächshaus eingesetzt werden?
    Moderne automatisierte Systeme revolutionieren die Spargelzucht im Gewächshaus und ermöglichen eine präzise, arbeitseffiziente Produktion. Klimacomputer steuern vollautomatisch Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Belüftung und CO2-Zufuhr basierend auf vorprogrammierten Sollwerten und Sensordaten. Automatische Bewässerungssysteme mit Feuchtigkeitssensoren versorgen die Pflanzen bedarfsgerecht mit Wasser und Nährstoffen. Düngerinjektionsanlagen dosieren Flüssigdünger präzise in das Bewässerungswasser ein. LED-Beleuchtungssysteme mit Tageslichtsteuerung optimieren die Lichtverhältnisse automatisch. Wettergesteuerte Schattierungsanlagen schützen vor zu intensiver Sonneneinstrahlung. Alarmsysteme warnen bei kritischen Werten und Störungen. Dokumentationssoftware erfasst automatisch alle Klimadaten und Betriebsparameter für die Rückverfolgbarkeit. In der Gärtner-Community etablierte Shops wie samen.de führen komplette Automatisierungssysteme für verschiedene Gewächshausgrößen. Diese Investitionen in Automatisierung reduzieren nicht nur den Arbeitsaufwand erheblich, sondern verbessern auch die Produktqualität durch präzisere Steuerung der Wachstumsbedingungen und minimieren menschliche Fehler bei der Kulturführung.
  15. Wie erkennt man den optimalen Erntezeitpunkt bei Gewächshausspargel?
    Der optimale Erntezeitpunkt bei Gewächshausspargel lässt sich an mehreren Kriterien erkennen. Die Spargelstangen sollten eine Länge von etwa 22-25 cm erreicht haben und einen Durchmesser von mindestens 12-16 mm aufweisen. Die Köpfe müssen fest geschlossen sein - öffnen sich die Schuppenspitzen, ist der optimale Zeitpunkt bereits überschritten. Die Stangen sollten gerade gewachsen und gleichmäßig gefärbt sein. Bei weißem Spargel ist eine gleichmäßig helle Färbung ohne Verfärbungen oder violette Spitzen wichtig. Ein weiteres Indiz ist die Festigkeit: Reifer Spargel lässt sich beim vorsichtigen Biegen mit einem charakteristischen Knacken brechen. Die beste Erntezeit ist früh am Morgen, wenn die Pflanzen noch kühl und turgeszent sind. Im Gewächshaus können Sie durch die kontrollierten Bedingungen die Entwicklung präzise verfolgen und den optimalen Zeitpunkt genauer treffen als im Freiland. Tägliche Kontrollen sind während der Haupterntezeit notwendig, da Spargel unter optimalen Bedingungen sehr schnell wächst. Nach der Ernte sollten die Stangen sofort gekühlt werden, um die Qualität zu erhalten.
  16. Welche Pflegemaßnahmen sind bei Spargel im Treibhaus besonders wichtig?
    Bei Spargel im Treibhaus sind spezielle Pflegemaßnahmen besonders wichtig. Die kontrollierte Bewässerung steht an oberster Stelle: Spargel benötigt gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe, was durch Tropfbewässerung optimal gewährleistet wird. Die Luftfeuchtigkeit sollte konstant zwischen 60-70% gehalten werden, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen. Regelmäßiges Lüften, vorzugsweise morgens und abends, verhindert Pilzkrankheiten und sorgt für notwendigen Luftaustausch. Die Temperaturkontrolle ist essentiell: Tagestemperaturen von 18-25°C und nächtliche Absenkung auf 15°C fördern gesundes Wachstum. Unkrautbekämpfung ist im geschützten Anbau besonders wichtig, da sich Unkräuter unter den optimalen Bedingungen schnell ausbreiten. Nach der Ernte im Sommer müssen die Sprosse wachsen gelassen werden, damit die Pflanzen Reservestoffe für das nächste Jahr einlagern können. Die Reinigung und Desinfektion des Gewächshauses zwischen den Kulturen verhindert Krankheitsübertragung. Regelmäßige Kontrollen auf Schädlinge und Krankheiten ermöglichen rechtzeitige Gegenmaßnahmen. Eine bedarfsgerechte Düngung unterstützt die Pflanzengesundheit und Ertragsbildung.
  17. Stimmt es, dass Gewächshausspargel weniger Geschmack hat als Freilandspargel?
    Diese Behauptung ist nur teilweise richtig und hängt stark von der Anbauführung ab. Gewächshausspargel kann tatsächlich einen etwas milderen Geschmack haben als Freilandspargel, der den natürlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt ist. Die kontrollierten, optimalen Wachstumsbedingungen im Gewächshaus führen zu schnellerem, gleichmäßigerem Wachstum, was sich auf die Geschmacksintensität auswirken kann. Freilandspargel entwickelt oft durch wechselnde Witterungsbedingungen und langsameres Wachstum intensivere Aromastoffe. Allerdings hat Gewächshausspargel andere Vorteile: Er ist in der Regel zarter, weniger faserig und von gleichmäßigerer Qualität. Bei fachmännischer Kulturführung mit optimaler Nährstoffversorgung und angepasster Klimasteuerung kann auch Gewächshausspargel einen ausgezeichneten Geschmack entwickeln. Die Sortenauswahl spielt ebenfalls eine wichtige Rolle - speziell für den Gewächshausanbau gezüchtete Sorten können durchaus mit Freilandspargel konkurrieren. Letztendlich ist Geschmack subjektiv, und viele Verbraucher schätzen die zarte Konsistenz und längere Verfügbarkeit von Gewächshausspargel. Beide Anbaumethoden haben ihre Berechtigung und bedienen unterschiedliche Marktbedürfnisse.
  18. In welchen Regionen ist der kontrollierte Spargelanbau besonders verbreitet?
    Der kontrollierte Spargelanbau im Gewächshaus ist besonders in Regionen mit intensivem Gartenbau und günstigen wirtschaftlichen Bedingungen verbreitet. In Deutschland konzentriert sich der Gewächshausspargelanbau vor allem in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, wo bereits traditioneller Spargelanbau etabliert ist. Die Niederlande sind Pionier im geschützten Spargelanbau und haben innovative Technologien entwickelt, die weltweit kopiert werden. Belgien, besonders die Region Flandern, ist ebenfalls führend in der Gewächshaustechnologie für Spargel. In Spanien wird in den Regionen um Valencia und Murcia zunehmend auf geschützten Anbau gesetzt, um die Saison zu verlängern. Auch in Italien, Frankreich und anderen mediterranen Ländern gewinnt der kontrollierte Anbau an Bedeutung. International ist der Gewächshausspargelanbau in Japan sehr fortschrittlich, wo Platzmangel zu innovativen vertikalen Anbausystemen geführt hat. In Nordamerika wächst der Sektor in Kalifornien und Kanada. Entscheidende Faktoren für die Verbreitung sind Energiekosten, Marktnähe, technisches Know-how und die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte. Der Trend geht global zu mehr geschütztem Anbau aufgrund klimatischer Herausforderungen.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Glashaus und Gewächshaus beim Spargelanbau?
    Die Begriffe Glashaus und Gewächshaus werden oft synonym verwendet, bezeichnen jedoch technisch unterschiedliche Konstruktionen mit verschiedenen Eigenschaften für den Spargelanbau. Ein Glashaus ist mit Glasscheiben eingedeckt, bietet optimale Lichtdurchlässigkeit und hervorragende Isolationseigenschaften. Glas speichert Wärme effizient und ermöglicht präzise Klimakontrolle, ist jedoch teurer in Anschaffung und Unterhalt. Moderne Gewächshäuser verwenden oft Kunststoffmaterialien wie Polycarbonat-Doppelstegplatten oder spezielle Folien. Diese sind kostengünstiger, leichter und bruchsicherer als Glas, können aber mit der Zeit vergilben und an Lichtdurchlässigkeit verlieren. Für den Spargelanbau bieten beide Varianten Vor- und Nachteile: Glashäuser ermöglichen durch bessere Lichtverteilung oft gleichmäßigeres Wachstum und längere Lebensdauer. Kunststoff-Gewächshäuser sind flexibler in der Installation und günstiger bei den Investitionskosten. Die Wahl hängt von Budget, geplanter Nutzungsdauer und klimatischen Anforderungen ab. Beide Systeme können erfolgreich für Spargelanbau genutzt werden, wobei die Klimasteuerung und Belüftung wichtiger sind als das Eindeckungsmaterial selbst.
  20. Worin unterscheidet sich die Spargelproduktion von der Spargelkultivierung?
    Spargelproduktion und Spargelkultivierung sind verwandte, aber nicht identische Begriffe, die unterschiedliche Aspekte des Spargelanbaus beschreiben. Spargelkultivierung bezeichnet den gesamten Anbau- und Pflegeprozess von der Bodenvorbereitung über die Pflanzung bis hin zur Bestandsführung. Sie umfasst alle gärtnerischen und agronomischen Maßnahmen wie Düngung, Bewässerung, Pflanzenschutz und die mehrjährige Entwicklung der Spargelkulturen. Der Begriff fokussiert auf die biologischen und technischen Aspekte des Anbaus. Spargelproduktion hingegen ist der umfassendere Begriff, der neben der Kultivierung auch die wirtschaftlichen, vermarktungstechnischen und betriebswirtschaftlichen Aspekte einschließt. Sie umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung über Ernte, Aufbereitung, Lagerung bis hin zum Verkauf. Die Produktion beinhaltet auch Aspekte wie Qualitätskontrolle, Verpackung, Logistik und Marktausrichtung. Im Gewächshausbereich verschmelzen beide Begriffe oft, da hier die technische Kultivierung und die kommerzielle Produktion eng verzahnt sind. Während die Kultivierung die 'Wie'-Frage des Anbaus beantwortet, umfasst die Produktion auch die 'Warum'- und 'Wofür'-Dimensionen des gesamten Geschäftsprozesses.
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