Nährstoffe für Wirsing: mit Kompost, Horn und Jauche in Beet und Kübel
- Wirsing ist Kopfkohl mit hohem Stickstoffbedarf, Kompost allein deckt ihn nicht.
- Vor dem Pflanzen reifen Kompost einarbeiten, als Grundgabe höchstens 3 l je m².
- Hornmehl höchstens 150 g je m², aufgeteilt in zwei Teilgaben.
- Pflanzenjauche in der Regel 1:10 mit Wasser verdünnt an die Wurzeln gießen.
- Im Kübel torffreies Kompostsubstrat nutzen und im Sommer Stickstoff nach Bedarf ergänzen.
- Gelbe Blätter erst auf Wassermangel und Kohlhernie prüfen, dann düngen.

Wirsing steht lange im Beet und baut in dieser Zeit einen festen Kopf aus vielen Blättern auf. Kompost allein deckt seinen Stickstoffbedarf nicht, ein zu nährstoffreicher Boden passt aber auch nicht zu ihm. Ich versorge meinen Wirsing deshalb in Etappen: Kompost vor dem Pflanzen, Stickstoff in Teilgaben und zwischendurch ein prüfender Blick auf die Blätter. Hier findest du diesen Ablauf, dazu natürliche Dünger, die Kultur im Kübel und eine Hilfe, um Mangel und Überdüngung auseinanderzuhalten.
Welche Nährstoffe braucht Wirsing?
Wirsing bildet wie Weiß- und Rotkohl einen geschlossenen Kopf aus Blättern und zählt damit zum Kopfkohl. Kopfkohl gehört zu den Kohlarten mit hohem Stickstoffbedarf. Stickstoff ist deshalb der Nährstoff, den du über die ganze Kultur im Blick behältst. Vor dem Auspflanzen kommt reifer Kompost ins Beet, während der Kultur wird regelmäßig nachgedüngt.
Phosphor, Kalium und Magnesium gibst du nicht nach Gefühl. Eine Standard-Bodenanalyse bestimmt genau diese Werte und dazu den pH. Löslichen Stickstoff und den Humusgehalt beauftragst du gesondert. Mit dem Befund weißt du, ob dein Beet etwas davon braucht oder schon gut versorgt ist.
Wirsing mag einen fruchtbaren, aber nicht zu nährstoffreichen Boden, und Kompost deckt den Stickstoff nicht. Beides zusammen spricht dafür, den Stickstoff in Teilgaben zu geben, statt das Beet einmal kräftig anzureichern.
Wer wissen will, was der geerntete Kopf selbst an Nährstoffen mitbringt, findet die Werte im Kasten. Mehr zur Küche steht im Kohl-Ratgeber unter Küche und Nährwerte.
Roher Wirsing enthält je 100 g essbarem Anteil 25 kcal Energie, 2,5 g Ballaststoffe und 50 mg Vitamin C. Er ist Gemüse für eine abwechslungsreiche Küche und keine Medizin.
Wie ändert sich der Bedarf von der Anzucht bis zur Ernte?
Von der Pflanzung bis zur Reife braucht Wirsing je nach Sorte und Witterung 60 bis 210 Tage, die späte Winterernte eingeschlossen. Über diese lange Zeit bekommt er seine Nährstoffe nicht auf einmal, sondern in mehreren Schritten.
| Phase | Was der Wirsing braucht | So gehe ich vor |
|---|---|---|
| Anzucht | nährstoffarme, humose und durchlässige Aussaaterde | Ich säe in reine Aussaaterde und dünge die Sämlinge nicht. |
| Pflanzung | Jungpflanzen mit 3 bis 5 gut ausgebildeten Laubblättern und ein vorbereitetes Beet | Der Kompost ist eingearbeitet, die erste Teilgabe Hornmehl kommt dazu. |
| Blattaufbau | Stickstoff für neue Blätter | Sobald die Pflanze angewachsen ist und neue Blätter schiebt, folgt die zweite Teilgabe. |
| Kopfbildung | gleichmäßig feuchter Boden | Ich prüfe vor allem die Bodenfeuchte und dünge nur noch nach dem BlattbildDas Blattbild ist das sichtbare Erscheinungsbild der Blätter: Farbe, Flecken und das Muster von Verfärbungen. Es hilft dir einzuschätzen, ob einer Pflanze Nährstoffe fehlen oder ob eher eine Krankheit dahintersteckt.. |
| Nach der Ernte | ein bedeckter Boden über den Winter | Ich säe eine Begrünung, die den Boden durchwurzelt und vor AuswaschungAuswaschung ist der Verlust von Nährstoffen, die Niederschlagswasser aus dem Wurzelraum in tiefere Bodenschichten und bis ins Grundwasser spült. Besonders betroffen ist Nitrat, die Form, in der mineralischer Stickstoff im Boden größtenteils vorliegt. schützt. |
Die Herbstsorte Vertus 2 zum Beispiel wird von März bis Mai vorgezogen. Etwa 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat kommt sie ins Beet, und bis dahin ist der Kompost eingearbeitet. Wann bei dir gesät und gepflanzt wird, trägst du am besten in den Aussaatkalender für Kohl ein.
Aussaat, Pflanzung und Ernte im Zusammenhang findest du im Ratgeber darüber, wie du Wirsing aussäst, pflanzt und erntest.
Grunddüngung: Was kommt vor dem Pflanzen ins Beet?
Die Grunddüngung bestimmt, womit dein Wirsing startet. Ich plane sie vom Befund der Bodenprobe aus und nicht aus Gewohnheit.
Erst die Bodenprobe
Ich nehme die Probe zwischen Herbst und Frühjahr oder gleich nach der Ernte, nie unmittelbar nach einer Düngung. Beete mit unterschiedlicher Nutzung beprobe ich getrennt.
- Ich steche 10 bis 15 Teilproben, verteilt über die ganze Fläche.
- Jede Teilprobe stammt aus den oberen 30 cm.
- Die Teilproben mische ich, und etwa 500 g davon gehen ans Bodenlabor.
Für Kohlkulturen im Garten wird ein pH-Wert von 6,5 bis 7 empfohlen, und Wirsing bevorzugt alkalischen Boden. Ob du kalkst, hängt von Bodenart und Bodenuntersuchung ab; liegt der pH über dem passenden Zielbereich, wird nicht gekalkt. Mehr zu pH, Kalk und Staunässe findest du unter Standort und Boden im großen Kohl-Ratgeber.
Kompost und Hornmehl: Welche Mengen passen?
Für Kompost und Horn gibt es mehrere Richtwerte, die für unterschiedliche Fälle gelten:
| Baustein | Menge | Gilt für |
|---|---|---|
| Kompost als Grundgabe | höchstens 3 l je m² | jährliche Grunddüngung im Gemüsegarten im Frühjahr; bei stark erhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten einschränken |
| Kompost für Starkzehrer | etwa 5 l je m² | jährliche Grunddüngung für Starkzehrer wie Kohl |
| Hornmehl | höchstens 150 g je m², aufgeteilt in zwei Teilgaben | Kohlarten mit hohem Stickstoffbedarf, darunter Kopfkohl |
| Organische Kombination | 2,5 kg Kompost und 80 g Hornspäne je m² | starkzehrende Kohlkulturen |
Ich gebe meinem Wirsing höchstens 3 l Kompost je m² als Grundgabe. Den Stickstoff deckt Kompost ohnehin nicht, dafür ist das Hornmehl da. Die 150 g Hornmehl je m² sind für mich eine Obergrenze und kein Zielwert. Was der Boden aus Humus und Ernteresten nachliefert, rechne ich mit ein und kürze die Horngabe entsprechend. Zeigt der Befund stark erhöhte Phosphor- oder Kaliumwerte, schränke ich auch den Kompost ein.
Kopfdüngung: Wie düngst du während der Kultur nach?
Wirsing wird während der Kultur regelmäßig nachgedüngt. Die zweite Teilgabe Hornmehl richte ich nach der Pflanze und nicht nach dem Kalender: Sie kommt, wenn der Wirsing angewachsen ist und sichtbar neue Blätter schiebt. Ich streue das Hornmehl rund um die Pflanze und arbeite es beim flachen Hacken ein. Flaches Hacken hält auf ungemulchten Beeten Beikräuter zurück und vermindert die Verdunstung.
Hornmehl wird schneller umgesetzt als Hornspäne. Für eine späte Nachgabe nehme ich deshalb Mehl statt Späne.
Als flüssige Nachgabe eignet sich Pflanzenjauche. Für starkzehrendes Gemüse wie Kohl wird sie in der Regel im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt. Ich gieße sie an die Wurzeln und nicht über die Blätter.
Grunddüngung heißt alles, was vor dem Pflanzen ins Beet kommt. Kopfdüngung ist jede Nachgabe in den stehenden Bestand; mit dem Wirsingkopf hat der Name nichts zu tun. BlattdüngungBei der Blattdüngung werden Nährstoffe, meist Spurenelemente, direkt auf die Blätter gebracht und über das Blatt aufgenommen. Sie wirkt schnell, hält aber nur begrenzt an und überbrückt vor allem akute Versorgungsengpässe. wird auf die Blätter gesprüht und ergänzt die Versorgung über den Boden nur.
Blattdüngung: Wann ist sie sinnvoll?
Blattdüngung setze ich nur als Notbehelf ein, wenn die Blätter einen Mangel vermuten lassen. Die Versorgung über den Boden ersetzt sie nicht. Gesprüht wird nur bei Wetter, in dem die Blätter danach rasch abtrocknen. Rasches Abtrocknen, gute Lüftung und vermiedene Taubildung beugen bei Kohljungpflanzen dem Falschen Mehltau vor. Die Konzentration übernehme ich von der Packung des Düngers und mische nicht nach Gefühl.
Natürliche Dünger und Präparate: Was taugt für Wirsing?
Wirsing lässt sich rein organisch versorgen. Wichtig ist nur, dass neben dem Kompost ein organischer Stickstoffdünger im Plan steht.
Horn, Kompost und Pflanzenjauche
Hornmehl, Horngrieß und Hornspäne eignen sich als organische Stickstoffdünger im Biogarten. Kompost verbessert bei sandigen Böden das Wasserhaltevermögen und bei schweren Böden die KrümelstrukturKrümelstruktur bedeutet: Die Bodenteilchen halten zu lockeren, mit bloßem Auge sichtbaren Krümeln zusammen, zwischen denen viele Hohlräume bleiben. Der Boden baut sie selbst auf, getragen von aktivem Bodenleben, gutem Humus und ausreichend Ton und Kalk. und die Durchlüftung. Für Pflanzenjauche setze ich Brennnesseln in Wasser an und lasse sie vergären. Erst die fertige Jauche verdünne ich und gieße sie an die Wurzeln. KompostteeKomposttee ist ein flüssiger Auszug aus Kompost: Ein Stoffbeutel mit Kompost hängt 3 bis 24 Stunden im Gießwasser. Der Tee enthält gelöste Nährstoffe und Mikroorganismen und wird zum Düngen und Stärken gegossen oder gesprüht. aus reifem Kompost nutze ich als Ergänzung zur Horngabe, nicht als Ersatz.
Gründüngung und Vorfrucht
Vor Kohl eignen sich Phacelia oder Buchweizen als Gründüngung. Senf, Ölrettich und Raps sind dagegen Kreuzblütler und werden vor Kohl vermieden. Gründüngung kann leichte Böden wasserspeichernder und schwere Böden durchlässiger machen. Im ökologischen Kohlanbau eignen sich außerdem Leguminosengemenge oder Leguminosen-Zwischenfrüchte als Vorfrucht, weil sie Stickstoff für den Kohl liefern.
Effektive Mikroorganismen, Algen und Kräuterbrühen
Effektiven Mikroorganismen wird nachgesagt, dass sie Bodenleben und Nährstoffaufnahme fördern. Algenpräparate gelten als Quelle für SpurenelementeSpurenelemente sind Nährstoffe, die Pflanzen nur in kleinen Mengen brauchen, ohne die sie aber nicht normal wachsen: Eisen, Mangan, Kupfer, Zink, Bor, Molybdän und Chlor. Man nennt sie auch Spurennährstoffe oder Mikronährstoffe.. Brühen aus Schachtelhalm oder Kamille haben ihren Ruf eher bei der Pflanzengesundheit als bei der Düngung. Ich plane die Nährstoffe ohne diese Präparate: Kompost, Horn und bei Bedarf Jauche tragen die Versorgung, alles andere läuft höchstens nebenher.
„Ohne Mineraldünger wird Wirsing nichts.“ Das stimmt so nicht. Starkzehrende Kohlkulturen lassen sich rein organisch mit Kompost und Hornspänen versorgen. Mineralische Ergänzungen setzt du gezielt ein, wenn die Bodenprobe einen Mangel zeigt.
Wirsing im Kübel, im Hochbeet und unter Glas
Im Kübel
Wirsing eignet sich auch für die Kultur im Gefäß. Als Erde nehme ich ein faserreiches, möglichst torffreies Kompostsubstrat, das Luft, Wasser und Nährstoffe speichert. Selbst gemischt nimmst du ungefähr gleiche Teile reifen, gesiebten Kompost, Garten- oder Kokosfaser und unkraut- sowie krankheitsfreie Gartenerde.
Torffreie Substrate können trotz VordüngungVordüngung nennt man den Dünger, der fertiger Blumen- und Pflanzerde schon ab Werk beigemischt ist. Er versorgt frisch eingetopfte Pflanzen in den ersten Wochen, danach musst du selbst nachdüngen. zusätzlichen Stickstoff brauchen, deshalb richtest du die Düngung nach dem Substrat. Länger im Gefäß stehende Kohlpflanzen können im Sommer je nach Versorgung eine stickstoffbetonte Nachdüngung benötigen. Kleine Töpfe verlangen häufiger Wasser, im Hochsommer auch mehrmals am Tag, und flache Kästen puffern nur wenig Wasser und Nährstoffe. Im Kübel schaust du deshalb öfter nach Feuchte und Blattfarbe als im Beet. Bei torffreier Erde prüfst du vor dem Gießen auch die Feuchte unter der schnell abtrocknenden Oberfläche.
Erde aus Töpfen mit wurzelkranken Pflanzen, etwa mit KohlhernieKohlhernie ist eine Wurzelkrankheit von Kohl und anderen Kreuzblütlern, verursacht durch den Schleimpilz Plasmodiophora brassicae. Befallene Pflanzen welken und kümmern, an den Wurzeln bilden sich knötchenartige Verdickungen oder fingerförmige Wucherungen., verwendest du nicht wieder. Krankheitsfreie Erde aus dem Vorjahr lässt sich dagegen erneut nutzen.
Bevor der Wirsing in den Kübel zieht:
- Das Gefäß hat freie Ablauflöcher.
- Die Erde ist faserreich, torffrei und krankheitsfrei.
- Du weißt, ob das Substrat vorgedüngt ist.
- Hornmehl oder Jauche für die Nachdüngung im Sommer liegen bereit.
Im Hochbeet
Ein frisch mit Reisig, Kompost und Gärtnererde aufgebautes Hochbeet setzt im ersten Jahr viel organisch gebundenen Stickstoff frei. Dort warte ich mit dem Nachdüngen, bis das Wachstum nachlässt oder die Blätter blasser werden. Ist das Hochbeet mit mineralischer Erde gefüllt, liefert eine jährliche Kompostgabe von 3 l je m² die Grundnährstoffe. Stickstoff ergänzt du dann nach dem Bedarf des Wirsings. Hochbeeterde erwärmt sich schneller und trocknet dadurch schneller aus, eine Mulchdecke mindert den Feuchtigkeitsverlust.
Im Gewächshaus oder Folientunnel
Wirsing gehört bevorzugt ins sonnige Freilandbeet mit gut drainiertem Boden. Steht er doch unter Glas oder Folie, düngst du nach denselben Regeln wie draußen: Bodenprobe, Kompost als Grundlage, Stickstoff in Teilgaben.
Mangel am Blatt: Was die Symptome bedeuten können
Verfärbte Blätter sind Hinweise und keine sichere Diagnose. Ich lese sie immer zusammen mit Bodenfeuchte, Wurzeln und Bodenprobe.
| Was du siehst | Kann hindeuten auf | Was ich zuerst prüfe |
|---|---|---|
| Blätter hellgrün bis gelblich, ältere Blätter zuerst | Stickstoffmangel | Bodenfeuchte und die letzte Horngabe |
| rötliche bis violette Töne an Blattunterseiten und Stielen | Phosphormangel | Phosphorwert der Bodenprobe |
| braune Blattränder, schlaffe Blätter trotz feuchtem Boden | Kaliummangel | Wurzeln und Kaliumwert der Bodenprobe |
| Aufhellungen zwischen den Blattadern, zuerst an älteren Blättern | Magnesiummangel | Magnesiumwert der Bodenprobe |
| verkrüppelte junge Blätter, hohler Strunk | Bormangel | Symptom notieren und mit einer Fachberatung besprechen |
| Welke, dazu Wucherungen an den Wurzeln | Kohlhernie statt Nährstoffmangel | Wurzeln ausgraben und ansehen |
| gelbe Blätter bei trockenem Boden | Wassermangel | Bodenfeuchte in der Wurzelzone |
Bestätigt sich an den Wurzeln der Verdacht auf Kohlhernie, kommt die Pflanze samt Wurzeln in den Restmüll und nicht auf den Kompost.
Bittersalz wird gern als schnelle Magnesiumquelle empfohlen, auch zum Sprühen auf die Blätter. Aufhellungen zwischen den Blattadern sind aber nur ein Hinweis, und die Standard-Bodenanalyse misst Magnesium ohnehin mit. Ich lasse deshalb erst den Wert bestimmen und entscheide mit dem Befund über eine Magnesiumgabe.
Gelbe Blätter sofort mit Dünger beantworten. Beim nahe verwandten Grünkohl kann schon Wassermangel die Blätter vergilben lassen, und Welke mit Wucherungen an den Wurzeln kann auf Kohlhernie hinweisen. Ich prüfe deshalb erst Bodenfeuchte und Wurzeln, bevor ich nachdünge.
Wie du den Boden gleichmäßig feucht hältst, erklärt der Ratgeber dazu, welche Bewässerung zu Wirsing passt.
Überdüngung: Woran erkennst du zu viel?
Für Wirsing passt ein fruchtbarer, aber nicht zu nährstoffreicher Boden. Üppiges, weiches Blattwerk nach reichlichen Stickstoffgaben kann ein Hinweis darauf sein, dass es zu viel war. Auch viel Blatt bei einem Kopf, der sich nur zögerlich schließt, kann in diese Richtung deuten.
Bei Verdacht gehe ich so vor:
- Ich setze weitere Stickstoffgaben aus, auch die Jauche.
- Im Herbst lasse ich eine Bodenprobe machen, mit Abstand zur letzten Düngung.
- Sind Phosphor oder Kalium stark erhöht, bekommt das Beet im nächsten Jahr weniger Kompost.
- Nach der Ernte säe ich eine Begrünung, die den Boden durchwurzelt und vor Auswaschung schützt.
Ich schreibe jede Horngabe mit Datum und Beet in mein Gartenheft. So weiß ich im Herbst, wann die letzte Düngung war, und steche die Bodenprobe nicht direkt danach.
Wirsing und Weißkohl: Was ist bei der Düngung anders?
Weißkohl hat einen hohen Stickstoffbedarf, bei ihm zählen zusätzlich die Schwefelversorgung und ein passender Boden-pH. Für Wirsing heißt die Regel: Kompost vor dem Pflanzen und regelmäßiges Nachdüngen während der Kultur. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber, wie du Weißkohl je nach Reifegruppe düngst, und im Überblick, wie du Kohlgemüse allgemein düngst.
Fruchtfolge und Nachbarn in Kürze
Auf dasselbe Beet kommt Wirsing erst nach 4 Jahren Pause wieder, und Kreuzblütler wie Radieschen, Rettich, Senf und Raps zählen dabei mit. Die Pause planst du im Beetplaner, passende Nachbarn zeigt dir das Werkzeug für Mischkultur. Die Grundlagen stehen im Kohl-Ratgeber unter Fruchtfolge und Mischkultur.




