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Gartenkresse im Beet: Standort, Pflege, Winterkultur und eigenes Saatgut

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Standort sonnig bis halbschattig, im Hochsommer etwas Schatten, damit die Kresse nicht vorzeitig schosst.
  • Lichtkeimer: nur 0–0,5 cm tief säen, andrücken, nicht mit Erde bedecken.
  • Keimt bei 15–20 °C in drei bis fünf Tagen und ist nach ein bis zwei Wochen erntereif.
  • Reihensaat mit 5 cm Abstand in der Reihe und 20 cm Reihenabstand; im Freiland April bis September, alle drei Wochen nachsäen.
  • Schwachzehrer: bei der kurzen Kultur ist keine zusätzliche Düngung nötig.
  • Gartenkresse ist einjährig und nicht winterhart – im Winter säst du frisch auf der Fensterbank, im Beet übernimmt Winterkresse.
Pflege von Topfpflanzen im Garten mit dem Sprühgerät
Foto: 易 凡 · Pexels License · Quelle ↗

Kresse gilt als Kraut, das immer klappt – und trotzdem stehen bei mir jedes Frühjahr Fragen im Postfach: Die Samen liegen seit einer Woche unverändert da, die Pflänzchen kippen um, oder die Reihe ist schon nach Tagen scharf und holzig. Fast immer steckt derselbe Punkt dahinter: Kresse ist in zwei Wochen fertig, und jeder Fehler bei Licht, Feuchte oder Zeitpunkt wirkt sich in dieser kurzen Zeit sofort aus. Ich säe Gartenkresse deshalb nicht einmal groß, sondern klein und oft, und genau so pflegst du sie über die Saison – bis hin zur Winterkultur und zum eigenen Saatgut.

Welchen Standort braucht Gartenkresse?

Gartenkresse (Lepidium sativum) gedeiht sonnig bis halbschattig. Im Hochsommer bekommt sie bei mir etwas Schatten, weil ein zu heißer Platz das vorzeitige Schossen begünstigen kann – die Pflanze geht dann früh in die Blüte, statt Blatt zu bilden. Ein Beetrand, der nachmittags im Schatten einer höheren Kultur liegt, ist dafür oft der bessere Platz als die freie Beetmitte.

Beim Boden ist Kresse wenig wählerisch. Leicht saure, neutrale bis leicht alkalische Böden sind geeignet, und für die kurze Kultur ausgewachsener Pflanzen passen viele Bodenarten. Entscheidend ist eine gleichmäßige Bodenfeuchte: feucht, locker, aber ohne stehendes Wasser. Wo du Kresse zwischen andere Kräuter setzt, hilft dir der Überblick, wie du einen Kräutergarten von der Planung bis zur Nutzung anlegst.

Im Topf, Balkonkasten oder in der Anzuchtschale gilt dasselbe wie für jedes Kräutergefäß: Es braucht Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser abfließt, und der Topf darf nicht im Wasser stehen, weil das Wurzelfäule begünstigt. Für die Schale nehme ich frische, ausdrücklich als Aussaaterde gekennzeichnete Erde.

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Im Sommer hilft etwas Schatten, vorzeitigem Schossen entgegenzuwirken.

Bodenart

Für die Kultur ausgewachsener Pflanzen sind viele Böden geeignet; gleichmäßige Bodenfeuchte begünstigt das Wachstum.

Bodenreaktion

Leicht saure, neutrale bis leicht alkalische Böden geeignet.

Substrat

Feuchter Boden fördert eine gute Entwicklung.

Pflege

Pflege

Die Pflanze ist pflegeleicht.

Düngung

Bei kurzer Kultur zur Ernte junger Pflanzen benötigt Gartenkresse keine zusätzliche Düngung; das gilt für Beetreihen und Schalen auf der Fensterbank.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist einjährig.

Aussaatkalender Kresse
GartenkalenderVorkultur: Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember; Aussaat: April, Mai, Juni, Juli, August, September; Blüte: Juni, Juli; Ernte: Mai, Juni, Juli, August, SeptemberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: JanuarVorkultur: FebruarVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiVorkultur: JuniVorkultur: JuliVorkultur: AugustVorkultur: SeptemberVorkultur: OktoberVorkultur: NovemberVorkultur: DezemberAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliAussaat: AugustAussaat: SeptemberBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliErnteErnte: MaiErnte: JuniErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberVorkulturAussaatBlüteErnte

Wann und wie säst du Kresse aus?

Im Freiland säst du von April bis September. Wer laufend ernten will, sät vom zeitigen Frühjahr bis in den frühen Herbst alle drei Wochen eine neue Reihe direkt ins Beet. Auf der Fensterbank ist die Kultur das ganze Jahr über möglich. Den Überblick über die Monate hast du mit dem Aussaatkalender für Kresse zum Ausdrucken am Küchenschrank.

Kresse ist ein Lichtkeimer: Saattiefe 0–0,5 cm. Das heißt konkret: Samen auf die Oberfläche streuen, mit der Hand oder einem Brettchen andrücken, nicht mit Erde bedecken. Der Boden soll dabei mäßig feucht und locker sein, und beim Angießen darf das Saatgut nicht abgeschwemmt werden – ich gieße deshalb mit feiner Brause oder tauche die Schale von unten an.

Das Abstandssystem für die Reihensaat im Beet: 5 cm Abstand in der Reihe bei 20 cm Reihenabstand, als Direktsaat ohne Verpflanzen. In der Anzuchtschale oder im Balkonkasten für die reine Jungblatternte säe ich breitwürfig dichter, weil die Pflanzen ohnehin nach kurzer Zeit komplett geschnitten werden. Wie sich Kresse als Sprossen und als ausgewachsene Pflanze unterscheidet und was für welches Stadium spricht, liest du bei Kresse als Sprossen oder als ausgewachsene Pflanze.

Zahl im Blick

Kresse keimt bei 15–20 °C innerhalb von drei bis fünf Tagen und ist nach ein bis zwei Wochen erntereif. Bei Zimmerkultur ist sie je nach Quelle bereits nach vier bis acht Tagen schnittreif, die Keimung dauert dort nur zwei bis vier Tage.

Häufiger Fehler

Die Samen werden „zur Sicherheit“ mit Erde abgedeckt oder gemulcht. Dann fehlt ihnen das Licht, und die Reihe kommt lückig oder gar nicht. Wenn du gegen das Abtrocknen etwas tun willst, hilft ein Vlies oder eine Glasscheibe über der Schale, die du täglich lüftest – keine Erdschicht.

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Wie gießt und düngst du Kresse über die Saison?

Bei Kresse ist Gießen die eigentliche Pflege. Saatgut darf während und nach der Keimung nicht austrocknen; danach hältst du den Boden gleichmäßig feucht, ohne dass er nass steht. Ein festes Gießintervall gibt es nicht, weil Bodenart und Witterung den Bedarf bestimmen. Ich prüfe mit dem Finger die Feuchte unterhalb der Oberfläche, bevor ich nachgieße – gerade in torffreier Topferde ist die Oberfläche oft trocken, während es darunter noch nass ist. Gegossen wird auf den Boden, nicht über die Blätter, und am besten morgens.

Schlaffe Blättchen sind für sich allein keine Gießanweisung: Sie können auf Trockenstress hindeuten, aber ebenso auf beginnende Wurzelfäule durch zu viel Wasser. Erst der Blick in die Erde entscheidet.

Gedüngt wird bei Kresse nicht. Sie ist als schwachzehrend eingestuft, und bei der kurzen Kultur zur jungen Ernte braucht sie keine zusätzliche Düngung – das gilt für Beetreihen wie für Schalen auf der Fensterbank. Ein Beet, das im Frühjahr wie für viele genügsame Gartenkräuter einmalig 3 l Kompost je m² bekommen hat, trägt die Kresse ohne weitere Gabe. Zu starke Düngung kann bei Kräutern mastiges Wachstum und schwächeres Aroma verursachen; bei Kresse lohnt sich das Risiko nicht. Was für die Versorgung von Kräutern generell gilt, steht im Hub-Abschnitt zum Gießen, Düngen und Pflegen mit Maß.

Unkraut ziehe ich zwischen den Reihen von Hand, statt zu hacken – die Kressewurzeln sitzen flach, und die Kultur ist so kurz, dass Unkraut ohnehin kaum zum Zug kommt.

Marias Erfahrung

Ich säe Kresse in einer Ecke des Hochbeets als laufende Kultur: eine Handbreit Reihe, drei Wochen später die nächste daneben, die erste wird abgeräumt, sobald sie geschnitten ist. Beim morgendlichen Gießgang schaue ich, welche Reihe die ersten richtigen Blätter zeigt und welche Fläche frei wird für die Nachsaat.

Wann und wie erntest du?

Erntereif ist Gartenkresse im Beet nach ein bis zwei Wochen. Ich schneide, sobald sich über den Keimblättern die ersten richtigen Blätter zeigen und die Pflänzchen noch zart sind – mit einer sauberen Schere knapp über dem Boden. Verwende die Kresse möglichst sofort; sie ist kein Vorratskraut, und Trocknen oder Einfrieren bringen bei diesem zarten Blatt nichts. Was zum Ernten und Konservieren von Kräutern allgemein gilt, trägt der Hub-Artikel.

Lässt du eine Reihe zu lange stehen, gehen die Pflanzen in die Blüte. Die Blütezeit liegt im Juni bis Juli, je nach Saattermin auch später. Dann werden die Blätter deutlich schärfer und fester – für die Küche ist die Reihe damit durch, für das eigene Saatgut aber genau richtig.

Achtung

In der Anzuchtschale hältst du die Kultur sauber und feucht, aber nicht nass. Zeigt sich Schimmel auf Erde oder an den Stielen, ist die Anzucht nicht mehr nutzbar – nicht durchspülen und retten, sondern entsorgen und mit frischer Aussaaterde neu beginnen.

Was tun bei Schädlingen und Krankheiten?

Bei einer Kultur von zwei Wochen ist die wichtigste Maßnahme die Neuaussaat: Was nicht gesund hochkommt, wird abgeräumt und an anderer Stelle frisch gesät. Kleine Löcher in den Blättern können auf Erdflöhe hindeuten, die an Kreuzblütlern typisch sind; eine gleichmäßig feuchte Kultur kann den Befall bremsen. Blattläuse an den Triebspitzen lassen sich mechanisch abduschen. Schnecken sammle ich morgens ab. Bakterielle oder pilzliche Blattflecken zeigen sich als dunkle oder belegte Stellen – befallene Reihen räumst du weg, gießt auf den Boden statt über das Blatt und sorgst für Luft zwischen den Reihen.

Auf Pflanzenschutzmittel verzichte ich bei Kresse ganz. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zu einer Kultur, die du in zwei Wochen neu hast.

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Welche Nachbarn passen – und welche nicht?

Als Kreuzblütler gehört Kresse nicht neben ihre Verwandten. Als unverträgliche Nachbarn gelten Meerrettich, Winterkresse, Löffelkraut, Rauke, Radieschen, Ölrettich, Rettich und Gelbsenf; auch Asia-Salate führen Kresse als schwierigen Nachbarn. Umgekehrt ist Kresse durch ihre kurze Kulturdauer ein guter Lückenfüller zwischen langsam startenden Kulturen. Mischkultur unterstützt, sie garantiert nichts – die Grundlagen zur Mischkultur und Beetplanung trägt der Hub-Artikel, konkrete Kombinationen prüfst du im Mischkultur-Werkzeug.

Für die Fruchtfolge gilt für Kresse eine Anbaupause von 4 Jahren auf derselben Fläche. Weil so viele Kreuzblütler im Gemüsebeet stehen, plane ich die Kresse-Ecke im Beetplaner mit ein, statt sie jedes Jahr dieselbe Beetkante zu setzen.

Kann man Gartenkresse überwintern?

Nein – und das ist keine Pflegefrage, sondern Botanik. Gartenkresse ist einjährig und nicht winterhart. Die Pflanze läuft in einer Saison von der Keimung bis zur Samenreife und stirbt dann ab; ein Topf am kühlen Fenster über Monate bringt dir keine Kresse, sondern alte, schossende Pflanzen. Die Kresse-Saison endet im Beet mit dem Frost, sie endet aber nicht in der Küche.

Der Weg durch den Winter ist die Neuaussaat: in Schalen mit Aussaaterde am hellen Fenster oder im Gewächshaus, ganzjährig möglich, nach demselben Prinzip wie im Beet – oberflächlich säen, andrücken, feucht halten, nach wenigen Tagen schneiden. Ich habe im Winter immer zwei Schalen im Wechsel: Eine wird geschnitten, die andere ist gerade gesät.

Wer Kresse-Geschmack aus dem winterlichen Beet will, greift zu anderen Arten. Winterkresse (Barbarakraut) wird von Oktober bis Mai außerhalb der Blütezeit geerntet, dabei schneidest du nur die jungen, aromatischen Triebe; wie sie in der Küche zum Einsatz kommt, steht bei Winterkresse in der Küche verwenden. Löffelkraut ist zweijährig, immergrün und frosthart und liefert ebenfalls im Winter Blätter. Beide sind allerdings selbst Kreuzblütler und stehen für die Gartenkresse auf der Liste der unverträglichen Nachbarn – du pflanzt sie also in eine andere Beetecke. Wie sich Garten-, Brunnen- und Kapuzinerkresse in Botanik, Geschmack und Anbau unterscheiden, trägt der Artikel zur Kresse-Vielfalt im Garten; alle Kresse-Themen bündelt die Kresse-Übersicht.

Tipp

Wenn du im Herbst noch Kressesamen übrig hast, säe sie in Schalen statt ins kalte Beet. Keimtemperatur 15–20 °C erreicht die Fensterbank im November mühelos, das Freilandbeet nicht mehr.

Wie gewinnst du eigenes Kresse-Saatgut?

Kresse gehört zu den einfachsten Arten für eigenes Saatgut, weil sie in einer Saison von der Aussaat bis zur Samenreife durchläuft. So gehe ich vor:

  1. Pflanzen stehen lassen. Von einer Frühjahrsreihe lasse ich am Ende einige Pflanzen ungeschnitten. Sie blühen weiß, im Juni bis Juli, und bilden danach kleine Schoten. Den Standort wähle ich so, dass die Blütenpflanzen nicht die Nachsaaten beschatten.
  2. Reife abwarten. Die Schoten sind erntereif, wenn sie braun und trocken sind und beim Anfassen rascheln. Ich schneide die ganzen Stängel an einem trockenen Tag, bevor die ersten Schoten aufspringen.
  3. Nachtrocknen. Die Stängel kommen kopfüber in eine Papiertüte oder auf ein Tuch an einen luftigen, trockenen Platz. Dort trocknen sie nach, bis sich die Schoten zwischen den Fingern zerreiben lassen.
  4. Ausreiben und sieben. Über einer Schüssel zerreibe ich die Schoten, siebe die Samen von den Spelzen und puste die leichten Reste weg.
  5. Lagern. Saatgut wird kühl und trocken gelagert; Kressesamen vertragen die trockene Lagerung gut. Ich beschrifte das Glas mit Jahr und Herkunft. Wie lange dein eigenes Saatgut keimfähig bleibt, hängt von Trocknung und Lagerung ab – bei älteren Beständen prüfst du die verbleibende Keimfähigkeit mit einer Probeaussaat, bevor du die ganze Reihe darauf setzt.
Mini-Checkliste

Eigenes Kresse-Saatgut

  • Einige Pflanzen der Frühjahrssaat ungeschnitten stehen lassen
  • Schoten braun, trocken und raschelnd – dann bei trockenem Wetter schneiden
  • Kopfüber in Papier nachtrocknen, nie in Plastik
  • Ausreiben, sieben, beschriften
  • Kühl und trocken lagern, ältere Bestände per Probeaussaat testen

Weil Kresse sich beim Stehenlassen auch selbst aussät, räumst du die Samenträger vollständig ab, wenn du keine Kresse im ganzen Beet willst – gerade neben Radieschen oder Rucola ist unkontrollierter Kresse-Nachwuchs wegen der Verwandtschaft nicht willkommen.

Jetzt dran

Zieh heute eine Reihe: 20 cm neben der letzten, Samen aufstreuen, andrücken, mit feiner Brause angießen. In drei Wochen die nächste – und aus der ersten Frühjahrsreihe lässt du am Ende fünf Pflanzen für dein Saatgut stehen.

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Häufige Fragen

Wie pflegt man Gartenkresse richtig nach der Aussaat?
Halte die Erde vom ersten Tag an gleichmäßig feucht, aber nicht nass, denn das Saatgut darf während und nach der Keimung nicht austrocknen. Gieße auf den Boden statt über die Blättchen und prüfe die Feuchte unter der Oberfläche, bevor du nachgießt. Gedüngt wird bei der kurzen Kultur nicht, Kresse ist schwachzehrend. Zwischen den Reihen ziehst du Unkraut von Hand, statt zu hacken, weil die Wurzeln flach sitzen.
Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Kresse-Ernte?
Im Beet ist Gartenkresse nach ein bis zwei Wochen erntereif, auf der Fensterbank ist sie je nach Quelle schon nach vier bis acht Tagen schnittreif. Ich ernte, sobald sich über den Keimblättern die ersten richtigen Blättchen zeigen und die Pflanzen noch zart sind. Geschnitten wird mit einer sauberen Schere knapp über dem Boden, und die Kresse kommt möglichst sofort auf den Teller.
Warum gilt Kresse als Lichtkeimer und was bedeutet das für die Aussaat?
Kressesamen brauchen Licht zum Keimen, deshalb werden sie nur 0–0,5 cm tief gesät, also auf die Oberfläche gestreut und angedrückt. Eine Erdschicht darüber stört die Keimung. Wichtig bleibt trotzdem die Feuchte: Die offen liegenden Samen trocknen schneller ab als bedeckte, also gießt du mit feiner Brause und schaust täglich nach.
Stimmt es, dass Kresse unbedingt täglich geerntet werden muss?
Nein. Kresse muss nicht am Stichtag geschnitten werden, sie bleibt im jungen Stadium ein paar Tage brauchbar. Erst wenn die Pflanzen in die Blüte gehen, werden die Blätter schärfer und zäher. Wer alle drei Wochen nachsät, hat immer eine Reihe im passenden Alter und muss nicht auf den Tag genau ernten.
Welche Methoden gibt es für den ganzjährigen Kresse-Anbau?
Im Freiland säst du von April bis September gestaffelt. Danach wechselst du in Schalen mit Aussaaterde ans helle Fenster oder ins Gewächshaus, denn Gartenkresse ist nicht winterhart und wird als Einjährige nicht überwintert, sondern frisch gesät. Für den winterlichen Beetgarten sind Winterkresse, die von Oktober bis Mai geerntet wird, und das frostharte Löffelkraut die Ergänzung.
Warum eignet sich Kresse als Begleitpflanze in der Mischkultur?
Kresse ist nach ein bis zwei Wochen wieder weg und belegt deshalb Lücken zwischen langsam wachsenden Kulturen, ohne sie zu bedrängen. Als Kreuzblütler passt sie aber nicht neben ihre Verwandten: Radieschen, Rettich, Ölrettich, Rauke, Meerrettich, Löffelkraut, Winterkresse und Gelbsenf gelten als unverträgliche Nachbarn. Mischkultur unterstützt dich bei der Planung, garantiert aber nichts.
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