Ackerbohne, Puffbohne, Dicke Bohne, Saubohne oder Favabohne

Die Ackerbohne (Vicia faba) ist bereits seit 8000 Jahren als Gemüsepflanze bekannt. Sie hat viele regional unterschiedliche Namen. Diese Hülsenfrucht ist unter anderem als Feldbohne, Dicke Bohne, Große Bohne, Puffbohne, Lederne Jungs, Saubohne, Pferdebohne und Viehbohne bekannt. Abgeleitet vom Artnamen „faba“ sind auch die Bezeichnungen Fababohne, Faberbohne oder Favabohne gebräuchlich.

Die Stammform stammt vermutlich ursprünglich aus dem östliche Mittelmeerraum. Die nahrhaften Samen waren aber ein so wertvolles Nahrungsmittel, dass sich die Ackerbohne schnell verbreitete. Bereits im ersten Jahrhundert nach Christus, wurde diese Hülsenfrucht an der Nordseeküste angebaut. Hier hatte sie eine besonders große Bedeutung, weil die Pflanzen auch auf salzhaltigen Böden gedeihen.

Von der Ackerbohne zur Dicken Bohne

Ursprünglich waren die Samen der Ackerbohnen kleiner als wir es von den heutigen Sorten kennen. Trotzdem brachten die Pflanzen einen sehr guten Ertrag und waren ein wertvoller Eiweißlieferant für Tiere und Menschen. Im Mittelalter traten erste Formen auf, die deutlich größere Samen bildeten.

Es wird zwischen kleinsamigen Ackerbohnen (Vicia faba var. minor) und Dicken Bohnen oder Großen Bohnen (Vicia faba var. major) unterschieden. Manchmal werden mittelgroße Sorten auch als Pferdebohnen (Vicia faba var. equina) bezeichnet. Die kleinsamigen Ackerbohnen dienen bis heute als Gründüngungspflanze und werden als Viehfutter verwendet.

Dicken Bohnen waren als Gemüse bis ins 17. Jahrhundert ein Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung. Der abwertende Spruch: „Das interessiert mich nicht die Bohne“ bezieht sich auf die Ackerbohne und soll bedeuten, dass so eine Kleinigkeit wie eine einzelne, kleine Bohne - vor allem für reiche Bürger und Adel - bedeutungslos ist. Bereits im 13. Jahrhundert verwendeten die Minnesänger Gottfried von Straßburg und Walter von der Vogelweide die Bohne als Sinnbild für eine belanglose Kleinigkeit.

Die Sorten von Dicken Bohnen

Dicke Bohnen sind einjährige krautige Pflanzen, die je nach Sorte zwischen 40 cm und 200 cm hoch werden. Sie gehören zu den Leguminosen und leben in Symbiose mit stickstoffbindenden Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln. Die Blüten der Puffbohnen sind weiß (selten rot) und haben zum Teil schwarze Flecken. Die Hülsen können herunterhängen oder stehen auf ihren Stielen an den Pflanzen nach oben.

In den Hülsen sind jeweils 3 bis 7 große Samen. Die frischen Bohnenkerne können bei der Ernte weiß, grün oder beige sein. Sorten mit reinweißen Blüten bleiben beim Kochen weiß, haben aber nicht den typischen Geschmack von Dicken Bohnen. Die Sorten mit schwarzgefleckten Blüten sind geschmackvoller, werden beim Kochen aber braun.

Alte Sortennamen sind oft Beschreibungen der Pflanzen. Beispielsweise hat „Dreifach Weiße“ reinweiße Blüten und weiße Körner, die auch nach dem Kochen weiß bleiben. „Hangdown grün“ hat hängende Hülsen und eine grünes Korn, während die Samen bei „Hangdown weiß“ weiß sind. Unter den neuen Züchtungen gibt es kleinbleibende Sorten, die sich für den Anbau im Balkonkasten oder Hochbeet eignen. Es gibt jedoch auch Sorten, die bis zu 150 cm hoch werden.

Große Bohnen anbauen

Große Bohnen mögen mittelschwere bis schwere, nährstoffreiche Böden in sonniger Lage. Sie brauchen viel Wasser und wurzeln bis zu einen Meter tief. Als salztolerante Pflanzen eignen sie sich besonders gut für den Anbau in Küstennähe.
Die Pflanzen vertragen Forst bis -7 °C, sind aber während der Blütezeit empfindlich gegen zu hohe Temperaturen. Darum eignen sie sich sehr gut als Vorkultur für einen sehr frühen Anbau. Sobald im Februar der Boden frostfrei ist, können die Puffbohnen ausgesät werden.

Die Aussaattiefe hängt von den Kulturbedingungen ab. Bei einer flachen Saat in 5 cm Tiefe liegen die Samen in einer Bodenschicht, die sich durch die Sonnenwärme schnell erwärmt. Das fördert die Keimung. Für eine bessere Standfestigkeit müssen die Jungpflanzen dann aber angehäufelt werden. Wenn Sie die Samen tiefer säen, können Sie auf das Anhäufeln verzichten, aber die Keimung dauert möglicherweise länger.

Es ist eine Reihensaat oder eine Horstsaat möglich. In der Reihe brauchen die Pflanzen ca. 15 cm Platz und einen Reihenabstand von 40 bis 45 cm. Bei der Horstsaat werden je 4 bis 5 Bohnen zusammen in einem Pflanzloch ausgesät. Der Abstand zwischen den Horsten beträgt ebenfalls 40 bis 45 cm.

Etwa zwei Monate nach der Aussaat blühen die Pflanzen über einen Zeitraum von etwa 3 Wochen. Dicke Bohnen sind selbstfruchtbar. Bienen und Hummeln sind als Bestäuber für den Fruchtansatz nicht notwendig, erhöhen aber den Ertrag. Nach etwa 100 Tagen Kulturdauer können die milchreifen, weichen Bohnen in zwei oder drei Pflückdurchgängen geerntet werden. Die rauen, zähen Hülsen sind nicht genießbar.

Es werden immer nur die Körner gegessen. Sie werden zum Einkochen, Einfrieren oder den sofortigen Verzehr verwendet. Als Trockenkochbohnen werden Dicke Bohnen erst später geerntet, wenn das Laub und die Hülsen vollständig eingetrocknet sind. Dann müssen die Großen Bohnen vor dem Kochen über Nacht in Wasser quellen, damit sie wieder weich werden.

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Ackerbohne, Puffbohne, Dicke Bohne, Saubohne oder Favabohne

Die Ackerbohne (Vicia faba) ist bereits seit 8000 Jahren als Gemüsepflanze bekannt. Sie hat viele regional unterschiedliche Namen. Diese Hülsenfrucht ist unter anderem als Feldbohne, Dicke Bohne, Große Bohne, Puffbohne, Lederne Jungs, Saubohne, Pferdebohne und Viehbohne bekannt. Abgeleitet vom Artnamen „faba“ sind auch die Bezeichnungen Fababohne, Faberbohne oder Favabohne gebräuchlich.

Die Stammform stammt vermutlich ursprünglich aus dem östliche Mittelmeerraum. Die nahrhaften Samen waren aber ein so wertvolles Nahrungsmittel, dass sich die Ackerbohne schnell verbreitete. Bereits im ersten Jahrhundert nach Christus, wurde diese Hülsenfrucht an der Nordseeküste angebaut. Hier hatte sie eine besonders große Bedeutung, weil die Pflanzen auch auf salzhaltigen Böden gedeihen.

Von der Ackerbohne zur Dicken Bohne

Ursprünglich waren die Samen der Ackerbohnen kleiner als wir es von den heutigen Sorten kennen. Trotzdem brachten die Pflanzen einen sehr guten Ertrag und waren ein wertvoller Eiweißlieferant für Tiere und Menschen. Im Mittelalter traten erste Formen auf, die deutlich größere Samen bildeten.

Es wird zwischen kleinsamigen Ackerbohnen (Vicia faba var. minor) und Dicken Bohnen oder Großen Bohnen (Vicia faba var. major) unterschieden. Manchmal werden mittelgroße Sorten auch als Pferdebohnen (Vicia faba var. equina) bezeichnet. Die kleinsamigen Ackerbohnen dienen bis heute als Gründüngungspflanze und werden als Viehfutter verwendet.

Dicken Bohnen waren als Gemüse bis ins 17. Jahrhundert ein Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung. Der abwertende Spruch: „Das interessiert mich nicht die Bohne“ bezieht sich auf die Ackerbohne und soll bedeuten, dass so eine Kleinigkeit wie eine einzelne, kleine Bohne - vor allem für reiche Bürger und Adel - bedeutungslos ist. Bereits im 13. Jahrhundert verwendeten die Minnesänger Gottfried von Straßburg und Walter von der Vogelweide die Bohne als Sinnbild für eine belanglose Kleinigkeit.

Die Sorten von Dicken Bohnen

Dicke Bohnen sind einjährige krautige Pflanzen, die je nach Sorte zwischen 40 cm und 200 cm hoch werden. Sie gehören zu den Leguminosen und leben in Symbiose mit stickstoffbindenden Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln. Die Blüten der Puffbohnen sind weiß (selten rot) und haben zum Teil schwarze Flecken. Die Hülsen können herunterhängen oder stehen auf ihren Stielen an den Pflanzen nach oben.

In den Hülsen sind jeweils 3 bis 7 große Samen. Die frischen Bohnenkerne können bei der Ernte weiß, grün oder beige sein. Sorten mit reinweißen Blüten bleiben beim Kochen weiß, haben aber nicht den typischen Geschmack von Dicken Bohnen. Die Sorten mit schwarzgefleckten Blüten sind geschmackvoller, werden beim Kochen aber braun.

Alte Sortennamen sind oft Beschreibungen der Pflanzen. Beispielsweise hat „Dreifach Weiße“ reinweiße Blüten und weiße Körner, die auch nach dem Kochen weiß bleiben. „Hangdown grün“ hat hängende Hülsen und eine grünes Korn, während die Samen bei „Hangdown weiß“ weiß sind. Unter den neuen Züchtungen gibt es kleinbleibende Sorten, die sich für den Anbau im Balkonkasten oder Hochbeet eignen. Es gibt jedoch auch Sorten, die bis zu 150 cm hoch werden.

Große Bohnen anbauen

Große Bohnen mögen mittelschwere bis schwere, nährstoffreiche Böden in sonniger Lage. Sie brauchen viel Wasser und wurzeln bis zu einen Meter tief. Als salztolerante Pflanzen eignen sie sich besonders gut für den Anbau in Küstennähe.
Die Pflanzen vertragen Forst bis -7 °C, sind aber während der Blütezeit empfindlich gegen zu hohe Temperaturen. Darum eignen sie sich sehr gut als Vorkultur für einen sehr frühen Anbau. Sobald im Februar der Boden frostfrei ist, können die Puffbohnen ausgesät werden.

Die Aussaattiefe hängt von den Kulturbedingungen ab. Bei einer flachen Saat in 5 cm Tiefe liegen die Samen in einer Bodenschicht, die sich durch die Sonnenwärme schnell erwärmt. Das fördert die Keimung. Für eine bessere Standfestigkeit müssen die Jungpflanzen dann aber angehäufelt werden. Wenn Sie die Samen tiefer säen, können Sie auf das Anhäufeln verzichten, aber die Keimung dauert möglicherweise länger.

Es ist eine Reihensaat oder eine Horstsaat möglich. In der Reihe brauchen die Pflanzen ca. 15 cm Platz und einen Reihenabstand von 40 bis 45 cm. Bei der Horstsaat werden je 4 bis 5 Bohnen zusammen in einem Pflanzloch ausgesät. Der Abstand zwischen den Horsten beträgt ebenfalls 40 bis 45 cm.

Etwa zwei Monate nach der Aussaat blühen die Pflanzen über einen Zeitraum von etwa 3 Wochen. Dicke Bohnen sind selbstfruchtbar. Bienen und Hummeln sind als Bestäuber für den Fruchtansatz nicht notwendig, erhöhen aber den Ertrag. Nach etwa 100 Tagen Kulturdauer können die milchreifen, weichen Bohnen in zwei oder drei Pflückdurchgängen geerntet werden. Die rauen, zähen Hülsen sind nicht genießbar.

Es werden immer nur die Körner gegessen. Sie werden zum Einkochen, Einfrieren oder den sofortigen Verzehr verwendet. Als Trockenkochbohnen werden Dicke Bohnen erst später geerntet, wenn das Laub und die Hülsen vollständig eingetrocknet sind. Dann müssen die Großen Bohnen vor dem Kochen über Nacht in Wasser quellen, damit sie wieder weich werden.

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