Blumenwiesen in der Landwirtschaft: Ökologische Vorteile und Herausforderungen

Blumenwiesen in der Landwirtschaft: Ein Weg zur ökologischen Vielfalt

Blumenwiesen sind mehr als nur ein schöner Anblick. Sie spielen eine wichtige Rolle in der modernen Landwirtschaft und für die Umwelt.

Das Wichtigste auf einen Blick: Blühendes Leben auf dem Acker

  • Blumenwiesen fördern die Artenvielfalt und Bodengesundheit
  • Sie unterstützen die Bestäubung und natürliche Schädlingsbekämpfung
  • Historisch verdrängt, erleben sie heute eine Wiederbelebung
  • Herausforderungen bei der Integration bestehen, bieten aber langfristige Vorteile

Was sind Blumenwiesen in der Landwirtschaft?

Blumenwiesen in der Landwirtschaft sind gezielt angelegte Flächen mit einer Vielzahl von Blühpflanzen und Gräsern. Sie dienen als ökologische Ausgleichsflächen und erfüllen wichtige Funktionen im Agrarökosystem. Anders als intensiv bewirtschaftete Felder bieten sie Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Von der Tradition zur Intensivierung und zurück

Früher waren blühende Wiesen ein natürlicher Teil der Kulturlandschaft. Mit der Industrialisierung der Landwirtschaft verschwanden sie zunehmend. Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden verdrängten die bunte Vielfalt. Doch in den letzten Jahren hat ein Umdenken eingesetzt.

Die Wiederentdeckung der Blumenwiesen

Gegenwärtig erleben wir eine Rückkehr der Blumenwiesen. Landwirte erkennen zunehmend ihren Wert für eine nachhaltige Landwirtschaft. Förderprogramme und das wachsende Bewusstsein für Biodiversität treiben diese Entwicklung voran. Blühstreifen an Feldrändern und ganze Blumenwiesen finden wieder ihren Platz in der Agrarlandschaft.

Ökologische Vorteile von Blumenwiesen

Ein Refugium für die Artenvielfalt

Blumenwiesen sind Zentren der Biodiversität. Sie beherbergen eine Vielzahl von Pflanzenarten, von Margeriten über Klatschmohn bis hin zu seltenen Orchideen. Diese Vielfalt zieht wiederum zahlreiche Insekten an. Schmetterlinge, Wildbienen und Käfer finden hier Nahrung und Lebensraum.

Aber nicht nur Insekten profitieren. Vögel wie Feldlerchen und Rebhühner finden in Blumenwiesen Schutz und Nahrung. Auch kleine Säugetiere wie Feldhasen und Mäuse nutzen diese Lebensräume. So entsteht ein komplexes Ökosystem, das die Artenvielfalt in der gesamten Agrarlandschaft fördert.

Gesunder Boden, gesunde Ernte

Blumenwiesen tun auch dem Boden gut. Die vielfältigen Wurzelsysteme der verschiedenen Pflanzen lockern den Boden und erhöhen seinen Gehalt an organischer Substanz. Dies fördert das Bodenleben: Regenwürmer, Bakterien und Pilze finden ideale Bedingungen.

Ein gesunder Boden speichert mehr Wasser und Nährstoffe. Er ist weniger anfällig für Erosion und kann Extremwetterereignisse besser abpuffern. Langfristig profitieren davon auch die angrenzenden Ackerflächen. Die verbesserte Bodenstruktur und das aktivere Bodenleben wirken sich positiv auf die Fruchtbarkeit aus.

Summende Helfer für die Bestäubung

Eine der wichtigsten Funktionen von Blumenwiesen ist die Förderung von Bestäubern. Wildbienen, Hummeln und Honigbienen finden hier ein reichhaltiges Nahrungsangebot über einen langen Zeitraum. Dies ist besonders wertvoll in Zeiten, in denen auf den Feldern gerade keine Nutzpflanzen blühen.

Gut genährte und vielfältige Bestäuberpopulationen sorgen für eine bessere Bestäubung von Obstbäumen, Raps und vielen Gemüsesorten. Untersuchungen zeigen, dass Felder in der Nähe von Blühflächen oft höhere Erträge und eine bessere Fruchtqualität aufweisen. Der ökonomische Nutzen dieser natürlichen Bestäubungsleistung ist beträchtlich und wird oft unterschätzt.

Blumenwiesen in der Landwirtschaft sind also weit mehr als nur schön anzusehen. Sie sind ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige und produktive Landwirtschaft. Ihre Wiedereinführung ist ein vielversprechender Ansatz, um ökologische und ökonomische Ziele in Einklang zu bringen.

Ökosystemdienstleistungen von Blumenwiesen: Ein Segen für die Landwirtschaft

Blumenwiesen sind wahre Multitalente in der Agrarlandschaft. Sie leisten einen beachtlichen Beitrag zur natürlichen Schädlingsbekämpfung, zum Erosionsschutz und sogar zum Klimaschutz. Betrachten wir diese Vorteile genauer.

Natürliche Schädlingsbekämpfung: Nützlinge als kostenlose Helfer

Blumenwiesen bieten ein ideales Zuhause für Nützlinge. Marienkäfer, Schwebfliegen und Schlupfwespen fühlen sich hier wohl. Diese kleinen Helfer fressen Blattläuse und andere Schädlinge. Ein Marienkäfer vertilgt etwa 50 Blattläuse am Tag - ganz ohne Chemie!

Durch die Förderung dieser Nützlinge können Landwirte den Einsatz von Pestiziden reduzieren. Das spart Geld und schont die Umwelt. Ein Bauer aus der Wetterau berichtete, dass er seit der Anlage von Blühstreifen nur noch halb so viel spritzen muss. Seine Erträge blieben dabei stabil.

Erosionsschutz und Wassermanagement: Wenn Blumen den Boden festhalten

Blumenwiesen schützen den Boden effektiv. Ihre Wurzeln bilden ein dichtes Netzwerk, das den Boden festhält. Bei Starkregen wird so verhindert, dass wertvoller Oberboden weggespült wird.

Zudem verbessern Blumenwiesen die Wasserinfiltration. Das Regenwasser versickert besser und wird im Boden gespeichert. In trockenen Sommern kann das sehr wertvoll sein.

Ein weiterer Vorteil: Blumenwiesen reduzieren die Nährstoffauswaschung. Die Pflanzen nehmen überschüssige Nährstoffe auf, die sonst ins Grundwasser gelangen würden. Das schont den Geldbeutel des Landwirts und unsere Gewässer.

Klimaschutz und CO2-Speicherung: Blumenwiesen als grüne Lunge

Blumenwiesen tragen auch zum Klimaschutz bei. Durch ihre vielfältige Vegetation binden sie Kohlenstoff - sowohl in der Biomasse als auch im Boden. Eine Studie zeigt, dass eine Blumenwiese pro Hektar und Jahr bis zu 5 Tonnen CO2 speichern kann. Das entspricht etwa dem Ausstoß eines Mittelklassewagens auf 30.000 Kilometern.

Zudem tragen Blumenwiesen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bei. Durch den verminderten Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden werden weniger klimaschädliche Gase freigesetzt. Ein doppelter Gewinn fürs Klima!

Außerdem machen Blumenwiesen unsere Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen den Klimawandel. Ihre Artenvielfalt sorgt dafür, dass immer etwas wächst - ob es zu trocken, zu nass oder zu warm ist.

Herausforderungen bei der Integration von Blumenwiesen

Die Integration von Blumenwiesen in die Landwirtschaft ist nicht einfach. Es gibt einige Hürden zu überwinden, besonders in finanzieller Hinsicht.

Ökonomische Aspekte: Wenn der Geldbeutel zwickt

Ein Hauptproblem sind potenzielle Ertragseinbußen. Flächen für Blumenwiesen fallen für den Anbau von Feldfrüchten weg. Das kann kostspielig sein, besonders bei hohen Preisen für Getreide und andere Kulturen.

Auch die Kosten für Saatgut und Etablierung sind beträchtlich. Qualitativ hochwertiges Saatgut für Blumenwiesen ist teurer als normales Getreidesaatgut. Hinzu kommen Arbeitszeit und eventuell Maschinenkosten für Aussaat und Pflege.

Langfristig können sich Blumenwiesen jedoch lohnen. Durch Einsparungen bei Dünger und Pflanzenschutzmitteln, verbesserte Bestäubung und gesteigerte Bodenfruchtbarkeit können die anfänglichen Investitionen ausgeglichen werden. Es erfordert Geduld und Zukunftsorientierung.

Ein Landwirt aus dem Schwarzwald meinte dazu: "Blumenwiesen sind wie eine Altersvorsorge für meinen Hof. Anfangs ist es schwierig, aber langfristig macht es mich und meine Felder zukunftsfähig."

Agronomische Herausforderungen bei Blumenwiesen

Die Integration von Blumenwiesen in die Landwirtschaft bringt nicht nur ökologische Vorteile, sondern stellt Landwirte auch vor einige knifflige Aufgaben. Betrachten wir die Hauptprobleme, die es zu bewältigen gilt.

Unkrautmanagement: Ein Balanceakt

Das Unkrautmanagement stellt eine echte Herausforderung dar. Einerseits möchten wir die Artenvielfalt fördern, andererseits dürfen aggressive Unkräuter nicht überhandnehmen. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt!

Einige Bauern bevorzugen mechanische Methoden wie Hacken oder Mähen. Andere setzen auf durchdachte Aussaattechniken, um den Wildblumen einen Vorsprung zu verschaffen. Jeder Standort erfordert seine eigene Strategie.

Anpassung der Fruchtfolge: Ein neues Puzzle

Die Einbindung von Blumenwiesen in die Fruchtfolge erfordert Umdenken. Plötzlich stellen sich Fragen: Wann säe ich die Blumen? Wie lange lasse ich sie stehen? Und was kommt danach? Das kann die gewohnten Abläufe durcheinanderbringen.

Manche Landwirte nutzen Blumenwiesen als Zwischenfrucht, andere reservieren dauerhaft Flächen dafür. Es braucht oft Experimentierfreude, um das optimale System zu finden.

Technische Tücken bei Aussaat und Pflege

Die Aussaat von Blumenmischungen ist nicht trivial. Die Samen sind oft winzig und haben unterschiedliche Ansprüche. Selbst moderne Säcomputer können hier an ihre Grenzen stoßen.

Bei der Pflege sind spezielle Mähtechniken gefragt, um die Blumenvielfalt zu erhalten. Das bedeutet oft Investitionen in neue Maschinen oder die Anpassung vorhandener Geräte. Verständlich, dass mancher Bauer zunächst zögert.

Wissens- und Bildungslücken schließen

Für den erfolgreichen Einsatz von Blumenwiesen in der Landwirtschaft ist fundiertes Wissen unerlässlich. Hier gibt es noch Nachholbedarf.

Schulungen für Landwirte: Kontinuierliche Weiterbildung

Viele Landwirte sind Experten für traditionelle Kulturen, aber bei Blumenwiesen fehlt oft das Fachwissen. Schulungen und Beratungen sind daher essenziell. Von der Auswahl der richtigen Samenmischung bis zum optimalen Schnittzeitpunkt gibt es viel zu lernen.

Erfreulicherweise wächst das Angebot. Landwirtschaftskammern, Naturschutzverbände und einige Universitäten bieten inzwischen Kurse an. Der Austausch mit erfahrenen Kollegen erweist sich als besonders wertvoll.

Forschungsbedarf: Optimierung der Mischungen

Die Wissenschaft arbeitet kontinuierlich an neuen Erkenntnissen. Welche Blumenmischungen eignen sich für welche Standorte? Wie lassen sich Nützlinge gezielt fördern? Wie wirkt sich der langfristige Nutzen auf den Boden aus?

Viele Fragen sind noch offen. Feldversuche und Langzeitstudien sind notwendig, um fundierte Antworten zu finden. Dies erfordert Zeit und Ressourcen - ist aber unerlässlich für die effektive Integration von Blumenwiesen in die moderne Landwirtschaft.

Verbraucher aufklären: Die Bedeutung bunter Felder

Es besteht noch Aufklärungsbedarf bei den Verbrauchern über den Wert von Blumenwiesen. Nicht jeder versteht sofort den Nutzen eines bunten Feldes am Wegesrand.

Verbraucher müssen die Bedeutung von Blumenwiesen für Bienen, Schmetterlinge und letztlich auch für uns Menschen verstehen. Schulen, Medien und Landwirte können hier viel bewirken. Möglichkeiten reichen von Hoffesten über Infotafeln bis hin zu Blühpaten-Programmen.

Implementierungsstrategien für Blumenwiesen

Wie bringen wir die bunten Wiesen tatsächlich auf die Felder?

Politische Rahmenbedingungen: Finanzielle Anreize

Idealismus allein reicht nicht aus - der Betrieb muss wirtschaftlich bleiben. Daher sind politische Rahmenbedingungen von großer Bedeutung.

Die EU-Agrarpolitik hat in den letzten Jahren einiges bewegt. Förderprogramme für Blühstreifen existieren inzwischen in vielen Bundesländern. Manche Bauern können damit sogar mehr erwirtschaften als mit konventionellem Anbau. Dennoch besteht Verbesserungspotenzial, insbesondere bei langfristigen Förderzusagen und Bürokratieabbau.

Agrarumweltmaßnahmen: Praktische Umsetzung

Agrarumweltmaßnahmen zielen darauf ab, Landwirte für umweltfreundliches Wirtschaften zu honorieren. Blumenwiesen spielen dabei eine zunehmend wichtige Rolle.

In einigen Regionen gibt es innovative Programme. Landwirte werden zu "Blühmanagern" ausgebildet und können flexibel entscheiden, wo und wie sie Blühflächen anlegen. Diese Ansätze finden Anklang bei Mensch und Tier.

Zertifizierungen und Marktanreize: Neue Vermarktungschancen

Die Vermarktung von Produkten als "bienenfreundlich" oder "blühend lecker" ist keine Utopie mehr. In einigen Branchen existieren solche Zertifizierungen bereits.

Von Honig über Obst bis hin zu Fleisch von Tieren, die auf Blühwiesen geweidet haben - findige Unternehmer entdecken hier neue Nischen. Mit Unterstützung der Verbraucher kann dies der Entwicklung zusätzlichen Schwung verleihen.

Planung und Anlage: Standortwahl und Vorbereitung

Bei der Anlage von Blumenwiesen ist Sorgfalt geboten. Die Standortwahl ist entscheidend: sonnig, aber nicht zu trocken. Der Boden sollte nicht zu nährstoffreich sein, um übermäßiges Graswachstum zu vermeiden.

Die Bodenvorbereitung ist kritisch. Manchmal ist es nötig, den Oberboden abzutragen, um Unkrautsamen zu entfernen. Der Aufwand lohnt sich, wenn man das Ergebnis einer perfekt aufgegangenen Blumenwiese sieht.

Die richtige Mischung macht's

Bei der Auswahl der Saatgutmischung ist fachkundige Beratung wichtig. Regionale, heimische Arten haben Priorität. Nicht jede bunte "Bienenmischung" aus dem Baumarkt eignet sich für die Landwirtschaft.

Experten setzen oft auf Mischungen mit unterschiedlichen Blühzeitpunkten. So bieten sie vom Frühjahr bis in den Herbst Nahrung für Insekten und erfreuen gleichzeitig das Auge.

Aussaat: Zeitpunkt und Technik

Der optimale Aussaatzeitpunkt hängt von verschiedenen Faktoren ab. Frühjahrsaussaaten sind beliebt, aber auch der Spätsommer hat Vorteile. Entscheidend ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit.

Die Aussaattechnik reicht von Handarbeit bis zum Hightech-Sägerät. Wichtig ist, dass die Samen nicht zu tief in den Boden gelangen. Ein leichtes Anwalzen fördert den Bodenschluss. Danach ist Geduld gefragt - bis zur vollen Blütenpracht kann es ein Jahr dauern.

Die Integration von Blumenwiesen in die Landwirtschaft bleibt eine spannende Herausforderung. Es gibt viel zu lernen und zu optimieren. Der Erfolg bringt Vorteile für Landwirte, Insekten und Betrachter gleichermaßen - eine lohnende Perspektive für alle Beteiligten.

Management und Pflege von Blumenwiesen

Mähregime und Zeitpunkte

Bei der Pflege von Blumenwiesen spielt das richtige Mähregime eine zentrale Rolle. Anders als bei herkömmlichen Rasenflächen gilt hier: Weniger ist mehr. Ein- bis zweimaliges Mähen pro Jahr reicht meist aus, um die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern. Der erste Schnitt erfolgt idealerweise Ende Juni oder Anfang Juli, wenn die meisten Blumen verblüht sind. Ein zweiter Schnitt kann im Spätsommer oder Frühherbst durchgeführt werden. Wichtig ist, das Mähgut abzutransportieren, um eine Nährstoffanreicherung zu vermeiden.

Integriertes Unkrautmanagement

Unkräuter können in den ersten Jahren nach der Anlage einer Blumenwiese problematisch sein. Ein integriertes Unkrautmanagement umfasst verschiedene Methoden:

  • Regelmäßiges Jäten von Hand, besonders bei problematischen Arten
  • Selektives Mähen vor der Samenreife unerwünschter Pflanzen
  • Förderung der Konkurrenzfähigkeit erwünschter Arten durch angepasste Pflege

Chemische Unkrautbekämpfung sollte auf Blumenwiesen grundsätzlich vermieden werden, da sie die Artenvielfalt stark beeinträchtigt.

Monitoring und Erfolgskontrolle

Um den Erfolg der Blumenwiese zu beurteilen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen, ist ein regelmäßiges Monitoring wichtig. Dabei werden Aspekte wie Artenvielfalt, Blütenreichtum und Insektenvorkommen erfasst. Eine einfache Methode ist das Fotografieren fester Beobachtungspunkte zu verschiedenen Jahreszeiten. Auch die Zählung blühender Pflanzen auf Probeflächen kann aufschlussreich sein.

Erfolgsgeschichten und Best Practices

Fallstudien erfolgreicher Integration von Blumenwiesen

Ein positives Beispiel für die erfolgreiche Integration von Blumenwiesen in die Landwirtschaft findet sich im Chiemgau. Dort haben sich mehrere Landwirte zusammengeschlossen, um großflächig Blühstreifen anzulegen. Die Ergebnisse sind ermutigend: Eine deutliche Zunahme von Insekten, insbesondere Wildbienen, konnte beobachtet werden. Auch die Erträge auf den angrenzenden Feldern haben sich durch die verbesserte Bestäubung erhöht.

Erfahrungsberichte von Landwirten

Maria Huber, Landwirtin aus dem Allgäu, berichtet: "Anfangs war ich skeptisch, ob sich der Aufwand lohnt. Aber schon im zweiten Jahr nach der Anlage unserer Blumenwiesen konnten wir eine deutliche Zunahme von Schwebfliegen und anderen Nützlingen beobachten. Das hat uns geholfen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren." Ähnliche Erfahrungen machen immer mehr Landwirte bundesweit.

Wissenschaftliche Erkenntnisse und Langzeitstudien

Langzeitstudien des Julius Kühn-Instituts belegen die positiven Effekte von Blumenwiesen auf die Biodiversität in Agrarlandschaften. Über einen Zeitraum von zehn Jahren konnte eine Zunahme der Artenzahl von Wildpflanzen um durchschnittlich 30% festgestellt werden. Auch die Populationen von Bestäubern und anderen Insekten profitierten nachweislich von den blütenreichen Flächen.

Zukunftsperspektiven

Technologische Innovationen für effizientes Blumenwiesenmanagement

Die Zukunft des Blumenwiesenmanagements liegt in der Digitalisierung. Drohnen mit Multispektralkameras können den Zustand der Wiesen aus der Luft erfassen und so gezielte Pflegemaßnahmen ermöglichen. Auch autonome Mähroboter, speziell für Blumenwiesen entwickelt, könnten bald Realität werden. Sie mähen selektiv und schonen dabei besonders wertvolle Pflanzenarten.

Potenzial für neue Geschäftsmodelle

Blumenwiesen bieten Chancen für innovative Geschäftsideen. Die Produktion von regionalem Wildblumensaatgut gewinnt an Bedeutung. Auch im Bereich Ökotourismus ergeben sich neue Möglichkeiten: Geführte Wanderungen durch blühende Landschaften oder "Blühpaten"-Programme, bei denen Verbraucher Patenschaften für Blühflächen übernehmen, sind vielversprechende Ansätze.

Vision einer blütenreichen, biodiversen Agrarlandschaft

Die Vision für die Zukunft ist eine Agrarlandschaft, in der produktive Anbauflächen und artenreiche Blumenwiesen im Einklang existieren. Durch die Vernetzung von Blühflächen könnten Biotopverbünde entstehen, die den Austausch und die Ausbreitung von Arten fördern. Diese Entwicklung würde nicht nur der Natur zugutekommen, sondern auch das Image der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit positiv beeinflussen.

Blumenwiesen: Ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Landwirtschaft

Die Integration von Blumenwiesen in die landwirtschaftliche Praxis bietet vielfältige ökologische Vorteile, von der Förderung der Biodiversität bis hin zur natürlichen Schädlingsbekämpfung. Gleichzeitig stellen sie Landwirte vor Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf Ertrag und Management. Die Erfolgsgeschichten und wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen jedoch, dass die langfristigen Vorteile die anfänglichen Hürden überwiegen.

Um das volle Potenzial von Blumenwiesen auszuschöpfen, braucht es weiterhin Forschung, innovative Technologien und vor allem den Willen zur Veränderung. Landwirte, Politiker und Verbraucher sind gleichermaßen gefordert, ihren Beitrag zu leisten. Nur gemeinsam können wir eine Landwirtschaft gestalten, die sowohl produktiv als auch im Einklang mit der Natur ist.

Die Zukunft der Landwirtschaft liegt in der Vielfalt - und Blumenwiesen sind ein wichtiger Baustein dieser bunten, nachhaltigen Vision. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, unsere Felder wieder zum Blühen zu bringen - für eine lebenswerte Zukunft und eine Landwirtschaft, die Mensch und Natur gleichermaßen dient.

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