Gründüngung: Natürliche Bodenverbesserung im Garten

Gründüngung und Bodenanalyse: Ein Duo für gesunde Böden

Gründüngung und Bodenanalyse sind zwei Schlüsselelemente für eine nachhaltige Bodenverbesserung. In Kombination können sie die Bodengesundheit erheblich steigern und die Erträge im Garten optimieren. Als erfahrene Hobbygärtnerin habe ich die Vorteile dieser Methoden über Jahre hinweg selbst erfahren und möchte mein Wissen mit Ihnen teilen.

Wichtige Erkenntnisse für Hobbygärtner

  • Gründüngung verbessert Bodenstruktur und Nährstoffgehalt
  • Bodenanalysen ermöglichen gezielte Maßnahmen
  • Die Kombination beider Methoden maximiert den Nutzen für den Boden
  • Verschiedene Pflanzen eignen sich für unterschiedliche Zwecke
  • Die richtige Anwendung ist entscheidend für den Erfolg

Was ist Gründüngung und warum ist sie so wichtig?

Gründüngung ist eine bewährte Methode zur natürlichen Bodenverbesserung. Dabei werden spezielle Pflanzen angebaut, die nicht geerntet, sondern in den Boden eingearbeitet werden. Diese Pflanzen lockern den Boden, reichern ihn mit Nährstoffen an und fördern das Bodenleben.

Als ich vor Jahren mit dem Gärtnern anfing, war mein Boden ziemlich ausgelaugt. Durch regelmäßige Gründüngung konnte ich die Qualität deutlich verbessern. Heute ist mein Gemüsegarten ein wahres Paradies für Pflanzen und Bodenlebewesen.

Vorteile der Gründüngung im Überblick

  • Verbesserung der Bodenstruktur
  • Erhöhung des Humusgehalts
  • Anreicherung von Nährstoffen, besonders Stickstoff
  • Förderung des Bodenlebens
  • Schutz vor Erosion und Austrocknung
  • Unterdrückung von Unkraut

Die Rolle der Bodenanalyse für eine erfolgreiche Gründüngung

Eine Bodenanalyse ist essenziell für das Verständnis unseres Bodens. Sie liefert wertvolle Informationen über den pH-Wert, den Nährstoffgehalt und die Bodenstruktur. Mit diesen Daten können wir gezielt die richtigen Gründüngungspflanzen auswählen und eventuelle Mängel ausgleichen.

Wichtige Parameter der Bodenanalyse

  • pH-Wert: Bestimmt die Verfügbarkeit von Nährstoffen
  • Nährstoffgehalt: Zeigt Über- oder Unterversorgung an
  • Bodenstruktur: Gibt Aufschluss über Wasserspeicherfähigkeit und Durchlüftung

Ich erinnere mich noch gut an meine erste Bodenanalyse. Es war überraschend zu sehen, wie sauer mein Boden tatsächlich war. Mit dieser Information konnte ich gezielt Kalk einarbeiten und Gründüngungspflanzen wählen, die mit diesen Bedingungen gut zurechtkommen.

Synergieeffekte: Gründüngung und Bodenanalyse kombiniert

Die Kombination von Gründüngung und Bodenanalyse ist für jeden Garten von Vorteil. Die Analyse zeigt uns, was der Boden benötigt, und die Gründüngung hilft uns, diese Bedürfnisse zu erfüllen. Gemeinsam bilden sie ein wertvolles Werkzeug für eine nachhaltige Bodenverbesserung.

Vorteile der kombinierten Anwendung

  • Gezielte Auswahl der Gründüngungspflanzen
  • Effizientere Nährstoffversorgung
  • Vermeidung von Über- oder Unterdüngung
  • Langfristige Verbesserung der Bodengesundheit
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So führen Sie eine Bodenanalyse durch

Eine Bodenanalyse mag zunächst kompliziert erscheinen, ist aber mit ein paar einfachen Schritten durchführbar. Sie können selbst Proben entnehmen und zur Untersuchung einsenden.

Schritte zur Probenentnahme

  • Wählen Sie mehrere repräsentative Stellen im Garten aus
  • Entfernen Sie die oberste Schicht (ca. 5 cm)
  • Stechen Sie mit einem Spaten etwa 20 cm tief
  • Entnehmen Sie eine dünne Scheibe Erde
  • Mischen Sie die Proben von verschiedenen Stellen
  • Füllen Sie etwa 500 g in einen sauberen Beutel

Die Probe können Sie dann an ein Bodenlabor schicken. Die Ergebnisse werden Ihnen helfen, fundierte Entscheidungen für Ihren Garten zu treffen.

Die richtige Gründüngungspflanze finden

Es gibt eine Vielzahl von Pflanzen, die sich für die Gründüngung eignen. Die Wahl hängt von Ihren spezifischen Zielen, der Jahreszeit und den Ergebnissen Ihrer Bodenanalyse ab.

Beliebte Gründüngungspflanzen und ihre Vorteile

  • Leguminosen (z.B. Lupinen, Klee): Binden Luftstickstoff
  • Kreuzblütler (z.B. Senf, Ölrettich): Lockern den Boden tief
  • Gräser (z.B. Roggen): Bilden viel organische Masse
  • Phacelia: Bienenweide und Bodenverbesserer

In meinem eigenen Garten setze ich gerne auf Mischungen. Im Frühjahr säe ich oft eine Kombination aus Erbsen, Wicken und Hafer. Das bringt Stickstoff in den Boden, lockert ihn auf und unterdrückt Unkraut effektiv.

Mischungen für optimale Wirkung

Mischungen verschiedener Gründüngungspflanzen können die Vorteile der einzelnen Arten geschickt kombinieren. Eine bewährte Mischung für den Herbst besteht aus:

  • 40% Winterroggen
  • 30% Winterwicke
  • 20% Inkarnatklee
  • 10% Ölrettich

Diese Mischung bietet Stickstoffbindung, Bodenlockerung und guten Erosionsschutz über den Winter.

Mit dem richtigen Einsatz von Gründüngung und regelmäßigen Bodenanalysen können Sie die Gesundheit Ihres Bodens nachhaltig verbessern. Es braucht zwar etwas Zeit und Geduld, aber die Ergebnisse sind es definitiv wert. Ihr Garten wird es Ihnen mit üppigem Wachstum und reichen Ernten danken.

Der richtige Zeitpunkt und die Technik der Gründüngung

Frühling: Neue Kraft für den Boden

Im Frühling, wenn der Boden nach dem Winter wieder bearbeitbar ist, beginnt die ideale Zeit für die Aussaat von Gründüngungspflanzen. Ab März können Sie schnellwachsende Arten wie Phacelia oder Senf säen. Diese bilden rasch eine dichte Bodendecke und halten unerwünschte Kräuter in Schach. Denken Sie daran, den Pflanzen genügend Zeit zum Wachsen zu geben, bevor Sie Ihre Hauptkultur einbringen.

Herbst: Schutz für die kalte Jahreszeit

Die Herbstaussaat ist ein wahrer Segen für den Boden. Von August bis Oktober können Sie winterharte Arten wie Winterroggen oder Inkarnatklee säen. Diese Pflanzen schützen nicht nur den Boden über den Winter, sondern binden auch wertvolle Nährstoffe. Wenn Sie nicht-winterharte Arten verwenden möchten, säen Sie diese früh genug aus, damit sie sich vor dem ersten Frost gut entwickeln können.

Die Kunst des Einarbeitens

Das Einarbeiten der Gründüngungspflanzen ist ein entscheidender Schritt. Sie haben zwei Möglichkeiten:

  • Oberflächlich einarbeiten: Ideal für schwere Böden. Die Pflanzen werden leicht in die obere Schicht eingearbeitet, was die Humusbildung fördert.
  • Tief einarbeiten: Verbessert die Bodenstruktur in tieferen Schichten.

In meiner Erfahrung ist der beste Zeitpunkt für die Einarbeitung, wenn die Pflanzen in voller Blüte stehen. Zu diesem Zeitpunkt strotzen sie vor Nährstoffen und entfalten ihre beste Wirkung auf den Boden.

Kluge Fruchtfolge beachten

Bei der Wahl der Gründüngungspflanzen sollten Sie die Fruchtfolge im Auge behalten. Vermeiden Sie es, Pflanzen aus der gleichen Familie wie Ihre Hauptkultur zu wählen. Nach Kohlgewächsen sollten Sie beispielsweise keine kreuzblütigen Gründüngungspflanzen wie Senf oder Ölrettich anbauen. So beugen Sie Krankheiten und Schädlingen vor. Eine durchdachte Fruchtfolge mit Gründüngung ist der Schlüssel zu einem gesunden Boden und üppigen Erträgen.

Wie Gründüngung Ihren Boden verwandelt

Ein Bodenstruktur-Booster

Gründüngungspflanzen sind wahre Wunderwirker für die Bodenstruktur. Ihre Wurzeln lockern den Boden auf und schaffen ein feineres Krümelgefüge. Das verbessert nicht nur die Durchlüftung, sondern auch die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu speichern. Tiefwurzler wie Luzerne oder Ölrettich können sogar verdichtete Bodenschichten aufbrechen und die Qualität in der Tiefe verbessern.

Mehr Humus für fruchtbaren Boden

Wenn Sie die Gründüngungspflanzen einarbeiten, bringen Sie wertvolles organisches Material in den Boden. Das fördert die Humusbildung und steigert die Bodenfruchtbarkeit. Ein höherer Humusgehalt bedeutet, dass der Boden mehr Wasser speichern kann und das Bodenleben aktiviert wird.

Leguminosen: Die Stickstoff-Fabriken

Leguminosen wie Klee, Lupinen oder Erbsen sind wahre Stickstoff-Wunder. In Zusammenarbeit mit Knöllchenbakterien binden sie Luftstickstoff. Sobald Sie die Pflanzen einarbeiten, wird dieser Stickstoff für die nachfolgenden Kulturen verfügbar. Je nach Art und Wachstumsdauer können Leguminosen erstaunliche 50 bis 200 kg Stickstoff pro Hektar im Boden anreichern.

Ein Paradies für Bodenlebewesen

Gründüngungspflanzen sind wie ein Festmahl für Bodenorganismen. Regenwürmer, Mikroorganismen und andere kleine Bodenbewohner finden hier Nahrung und ein Zuhause. Diese fleißigen Helfer tragen ihrerseits zur Verbesserung der Bodenstruktur bei und helfen beim Abbau organischer Substanzen. Das Ergebnis? Eine bessere Nährstoffverfügbarkeit für Ihre Pflanzen.

Schutzschild gegen Erosion und Wasserspeicher

Eine dichte Pflanzendecke aus Gründüngung ist wie eine Schutzweste für Ihren Boden. Sie schützt vor Wind- und Wassererosion. Die Wurzeln halten den Boden zusammen, während die oberirdischen Teile die Wucht der Regentropfen abfangen. Zudem verbessern Gründüngungspflanzen die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens. Sie verhindern, dass die Oberfläche verschlämmt, und ihre Wurzelkanäle erhöhen die Infiltrationsrate. In Zeiten zunehmender Wetterextreme mit Starkregen und Trockenperioden ist das Gold wert für Ihren Garten.

Gründüngung: Vielseitige Anwendungen und Herausforderungen

Die Gründüngung ist ein wahres Multitalent in der Gartenarbeit und Landwirtschaft. Ich habe über die Jahre hinweg verschiedene Einsatzmöglichkeiten ausprobiert und möchte meine Erfahrungen mit Ihnen teilen.

Im Gemüsegarten: Nährstoffbooster zwischen den Kulturen

Zwischen zwei Hauptkulturen leistet die Gründüngung im Gemüsegarten wertvolle Dienste. Phacelia oder Buchweizen lockern den Boden auf und bereiten ihn für die nächste Kultur vor. Besonders begeistert bin ich von Leguminosen wie Erbsen oder Bohnen – sie sind wahre Stickstofflieferanten für den Boden.

Obstbau: Mehr als nur Bodenschutz

Im Obstbau hat sich die Gründüngung zwischen den Baumreihen bewährt. Sie verhindert nicht nur Erosion, sondern verbessert auch die Bodenstruktur. Kleearten sind hier meine Favoriten, da sie zusätzlich Bienen und andere Bestäuber anlocken – ein doppelter Gewinn für den Garten.

Brachflächen: Leben in den Boden bringen

Auf Brachflächen zeigen schnellwachsende Arten wie Senf oder Ölrettich, was sie können. Sie bedecken den Boden rasch und halten unerwünschte Kräuter in Schach. Gleichzeitig reichern sie den Boden mit organischer Substanz an und halten ihn lebendig.

Ökologische Landwirtschaft: Natürliche Vielfalt fördern

In der ökologischen Landwirtschaft ist Gründüngung unverzichtbar. Sie ersetzt chemische Dünger und fördert die Biodiversität. Besonders effektiv sind Zwischenfruchtmischungen aus verschiedenen Pflanzenarten – ein wahrer Turbo für die Bodengesundheit.

Herausforderungen meistern

Natürlich gibt es bei der Gründüngung auch Herausforderungen. Doch keine Sorge, mit ein paar Tricks lassen sich diese gut bewältigen.

Trockenheit: Die richtige Wahl macht's

Trockenperioden können die Etablierung von Gründüngungspflanzen erschweren. Ich setze in solchen Fällen auf trockenheitstolerante Arten wie Luzerne oder Esparsette. Ein kleiner Tipp: Eine oberflächliche Bodenbearbeitung nach der Aussaat hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.

Vermeidung von Samenunkräutern: Timing ist alles

Manche Gründüngungspflanzen können durch Selbstaussaat zu Unkräutern werden. Um das zu vermeiden, arbeite ich die Pflanzen vor der Samenreife ein oder mulche sie. Bei einjährigen Arten wie Phacelia ist das in der Regel kein Problem – sie verschwinden von selbst.

Verschiedene Bodentypen: Jeder Boden hat seinen Star

Nicht jede Gründüngungspflanze gedeiht auf jedem Boden gleich gut. Auf schweren, tonigen Böden haben sich tiefwurzelnde Arten wie Ölrettich bewährt. Für sandige Böden empfehle ich Lupinen oder Serradella – sie kommen mit kargen Verhältnissen erstaunlich gut zurecht.

Regionale Klimabedingungen: Anpassung ist gefragt

Die Wahl der richtigen Gründüngungspflanzen hängt stark vom regionalen Klima ab. In Gegenden mit kurzer Vegetationsperiode setze ich auf schnellwachsende Arten wie Senf oder Phacelia. In milderen Regionen können auch überwinternde Arten wie Winterwicken zum Einsatz kommen.

Mit etwas Experimentierfreude und den richtigen Strategien lässt sich die Gründüngung in fast jedem gärtnerischen oder landwirtschaftlichen Kontext gewinnbringend einsetzen. Die Herausforderungen, die dabei auftreten können, sind mit ein bisschen Erfahrung und den richtigen Kniffen gut zu meistern. Probieren Sie es aus – Ihr Boden wird es Ihnen danken!

Die praktische Durchführung einer Gründüngung: Von der Vorbereitung bis zur Ernte

Schritt für Schritt zum grünen Erfolg

Eine erfolgreiche Gründüngung ist gar nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Der Schlüssel liegt in der sorgfältigen Vorbereitung. Beginnen Sie damit, den Boden gründlich zu lockern - das schafft ideale Bedingungen für die Saat. Verteilen Sie dann das Saatgut gleichmäßig. Bei feinen Sämereien reichen meist 2-3 Gramm pro Quadratmeter, bei größeren Samen entsprechend mehr. Ein leichtes Einharken und vorsichtiges Andrücken fördern den Bodenkontakt. In trockenen Phasen ist regelmäßiges Wässern wichtig, bis die Pflanzen fest verwurzelt sind.

Das Werkzeug macht den Meister

Für eine gelungene Gründüngung benötigen Sie nicht viel, aber das Richtige:

  • Saatgut Ihrer Wahl (experimentieren Sie ruhig mit verschiedenen Arten)
  • Eine robuste Harke oder einen Rechen
  • Etwas zum Andrücken - eine Saatwalze oder notfalls ein Brett tun's auch
  • Gießkanne oder Bewässerungssystem für trockene Tage
  • Optional: Mulchmäher oder Sense für die spätere Einarbeitung

 

Tipps aus der Praxis

Das Timing ist entscheidend: Im Frühjahr warten Sie am besten die letzten Fröste ab, im Herbst sollten Sie rechtzeitig vor dem ersten Frost säen. Eine Kombination verschiedener Arten kann wahre Wunder bewirken. Beobachten Sie die Entwicklung Ihrer grünen Helfer und mähen Sie sie, bevor sie Samen bilden - es sei denn, Sie möchten eine spontane Wiese anlegen! Arbeiten Sie die Pflanzen ein, solange sie noch saftig grün sind, dann entfalten sie ihre volle Wirkung.

Gründüngung im Zusammenspiel: Wenn sich Methoden ergänzen

Kompost: Der perfekte Partner

Gründüngung und Kompostierung sind wie ein altes Ehepaar - sie ergänzen sich hervorragend. Während die Gründüngung den Boden auflockert und mit Nährstoffen versorgt, bringt der Kompost zusätzliche organische Substanz und fördert das Bodenleben. Ein Tipp aus meinem Garten: Streuen Sie vor der Aussaat eine dünne Schicht reifen Kompost aus oder arbeiten Sie ihn nach dem Umbruch leicht ein. Die Ergebnisse werden Sie begeistern!

Mulchen: Die schützende Decke

Mulchen ist wie eine Decke für Ihren Boden - es hält die Feuchtigkeit und fördert das Bodenleben. Nach dem Umbruch der Gründüngung können Sie eine Mulchschicht aus Stroh, Grasschnitt oder Laub auftragen. Das schützt nicht nur vor Erosion, sondern hält auch unerwünschte Kräuter in Schach. Ein echter Allrounder im Garten!

Weniger ist mehr: Minimale Bodenbearbeitung

Um die positiven Effekte der Gründüngung zu verstärken, rate ich zu einer schonenden Bodenbearbeitung. Verzichten Sie auf tiefes Umgraben und arbeiten Sie die Gründüngungspflanzen nur oberflächlich ein. Das erhält die Bodenstruktur und schont die fleißigen Helfer im Erdreich. Diese Kombination ist ein wahrer Booster für die langfristige Bodenfruchtbarkeit.

Gründüngung: Ein Schlüssel zur nachhaltigen Bodenverbesserung

Langfristige Vorteile: Eine Investition in die Zukunft

Regelmäßige Gründüngung ist wie ein Sparplan für Ihren Boden. Der Humusgehalt steigt, was wiederum die Wasserspeicherkapazität und Nährstoffverfügbarkeit verbessert. Die Bodenstruktur wird stabiler und widerstandsfähiger gegen Erosion. Zudem wird die biologische Aktivität im Boden angekurbelt - es entsteht ein regelrechter Mikrokosmos unter unseren Füßen!

Ein Meilenstein für nachhaltige Landwirtschaft und Gartenbau

In nachhaltigen Anbausystemen ist Gründüngung nicht wegzudenken. Sie ermöglicht es, den Einsatz chemischer Düngemittel zu reduzieren und trägt zur Kohlenstoffbindung im Boden bei. In der ökologischen Landwirtschaft ist sie ein unverzichtbares Werkzeug zur Erhaltung und Steigerung der Bodenfruchtbarkeit. Auch im Hobbygarten hilft sie, den Boden auf natürliche und umweltfreundliche Weise zu verbessern.

Die Zukunft der Gründüngung: Spannende Entwicklungen

Die Forschung zur Gründüngung bleibt spannend. Aktuell konzentrieren sich Wissenschaftler auf die Optimierung von Artenmischungen für verschiedene Bodenbedingungen und Klimazonen. Neue Ansätze untersuchen, wie Gründüngungspflanzen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge unterdrücken können. Auch die Kombination von Gründüngung mit anderen regenerativen Praktiken wie Agroforstsystemen steht im Fokus. Diese Entwicklungen könnten die Wirksamkeit und Vielseitigkeit der Gründüngung weiter steigern und ihre Bedeutung für eine zukunftsorientierte Landwirtschaft festigen. Es bleibt also spannend im grünen Bereich!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Gründüngung und wie verbessert sie die Bodenstruktur?
    Gründüngung ist eine bewährte Methode zur natürlichen Bodenverbesserung, bei der spezielle Pflanzen angebaut und anschließend in den Boden eingearbeitet werden, anstatt sie zu ernten. Diese Technik verbessert die Bodenstruktur auf mehrfache Weise: Die Wurzeln der Gründüngungspflanzen lockern den Boden mechanisch auf und schaffen ein feineres Krümelgefüge, wodurch die Durchlüftung und Wasserspeicherfähigkeit erheblich steigen. Tiefwurzelnde Arten wie Luzerne oder Ölrettich können sogar verdichtete Bodenschichten aufbrechen und die Qualität in tieferen Schichten verbessern. Beim Einarbeiten der Pflanzen wird wertvolles organisches Material zugeführt, das die Humusbildung fördert und die Bodenfruchtbarkeit langfristig steigert. Ein höherer Humusgehalt bedeutet bessere Wasserspeicherung und aktiveres Bodenleben. Zusätzlich schützt die Pflanzendecke vor Erosion und Verschlämmung.
  2. Welche Rolle spielt die Bodenanalyse bei der Auswahl von Gründüngungspflanzen?
    Die Bodenanalyse ist fundamental für eine erfolgreiche Gründüngung, da sie entscheidende Informationen über pH-Wert, Nährstoffgehalt und Bodenstruktur liefert. Mit diesen Daten können Gärtner gezielt die optimalen Gründüngungspflanzen auswählen und spezifische Bodenmängel ausgleichen. Ein saurer Boden beispielsweise erfordert andere Pflanzenarten als alkalische Verhältnisse. Bei Stickstoffmangel sind Leguminosen wie Klee oder Lupinen ideal, während bei verdichteten Böden tiefwurzelnde Arten wie Ölrettich bevorzugt werden sollten. Die Analyse zeigt auch auf, ob der Boden zu schwer oder zu leicht ist, was die Auswahl zwischen verschiedenen Pflanzentypen beeinflusst. Durch die Kombination von Bodenanalyse und gezielter Pflanzenauswahl lassen sich Synergieeffekte erzielen: Die Analyse zeigt, was der Boden benötigt, und die Gründüngung hilft, diese Bedürfnisse zu erfüllen. So wird eine effizientere Nährstoffversorgung erreicht und Über- oder Unterdüngung vermieden.
  3. Wie wirken sich Leguminosen auf die Stickstoffbindung im Boden aus?
    Leguminosen wie Klee, Lupinen, Erbsen oder Bohnen sind wahre Stickstoff-Wunder in der Gründüngung. Sie gehen eine symbiotische Beziehung mit speziellen Knöllchenbakterien (Rhizobien) ein, die in ihren Wurzelknöllchen leben. Diese Bakterien haben die einzigartige Fähigkeit, Luftstickstoff (N₂) zu fixieren und in pflanzenverfügbare Stickstoffverbindungen umzuwandeln. Sobald die Leguminosen in den Boden eingearbeitet werden, wird dieser gebundene Stickstoff für nachfolgende Kulturen verfügbar. Je nach Art und Wachstumsdauer können Leguminosen beeindruckende 50 bis 200 kg Stickstoff pro Hektar im Boden anreichern. Diese natürliche Stickstoffproduktion reduziert den Bedarf an mineralischen Stickstoffdüngern erheblich. Besonders effektiv ist die Stickstoffbindung bei mehrjährigen Leguminosen wie Luzerne oder bei Mischungen verschiedener Leguminosenarten, die unterschiedliche Wachstumsphasen und Wurzeltiefen aufweisen.
  4. Warum sind Mischungen verschiedener Gründüngungspflanzen besonders effektiv?
    Mischungen verschiedener Gründüngungspflanzen kombinieren geschickt die spezifischen Vorteile einzelner Arten und schaffen synergistische Effekte. Eine bewährte Herbstmischung besteht beispielsweise aus 40% Winterroggen, 30% Winterwicke, 20% Inkarnatklee und 10% Ölrettich. Diese Kombination bietet Stickstoffbindung durch Leguminosen, intensive Bodenlockerung durch tiefwurzelnde Arten und effektiven Erosionsschutz durch dichte Gräser. Verschiedene Wurzeltiefen erschließen unterschiedliche Bodenschichten, während diverse Wachstumszeiten eine optimale Bodenbedeckung über längere Perioden gewährleisten. Mischungen fördern auch die Biodiversität im Boden und unterstützen verschiedene Mikroorganismen. Zudem minimieren sie das Risiko von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen, die bei Monokulturen auftreten können. Die verschiedenen Pflanzenarten ergänzen sich in ihren Nährstoffansprüchen und -abgaben, wodurch ein ausgewogeneres Nährstoffprofil im Boden entsteht. Diese Vielfalt macht Mischungen deutlich robuster gegenüber widrigen Witterungsbedingungen.
  5. Wie unterscheiden sich die saisonalen Empfehlungen für Gründüngung im Frühjahr und Herbst?
    Frühling und Herbst bieten unterschiedliche Möglichkeiten für die Gründüngung mit spezifischen Vor- und Nachteilen. Im Frühling, ab März, eignen sich schnellwachsende Arten wie Phacelia, Senf oder Buchweizen ideal für kurze Zeiträume zwischen Hauptkulturen. Diese bilden rasch eine dichte Bodendecke und unterdrücken Unkraut effektiv. Frühjahrs-Gründüngung muss jedoch rechtzeitig vor der nächsten Hauptkultur eingearbeitet werden. Die Herbstaussaat von August bis Oktober ermöglicht dagegen den Einsatz winterharter Arten wie Winterroggen, Inkarnatklee oder Winterwicke. Diese schützen den Boden über die gesamte kalte Jahreszeit, binden wertvolle Nährstoffe und verhindern deren Auswaschung. Nicht-winterharte Arten wie Senf oder Phacelia können ebenfalls im Herbst gesät werden - sie frieren ab und bilden eine natürliche Mulchschicht. Herbst-Gründüngung hat den Vorteil längerer Wachstumsphasen und bietet besseren Schutz vor Winderosion und Nährstoffverlusten.
  6. Worin unterscheiden sich Phacelia und Senf bei der Bodenverbesserung?
    Phacelia und Senf sind beide beliebte Gründüngungspflanzen, unterscheiden sich jedoch in ihren spezifischen Eigenschaften erheblich. Phacelia (Bienenfreund) gehört zu den Raublattgewächsen und ist botanisch neutral - sie ist mit keinen wichtigen Gemüsekulturen verwandt, wodurch Fruchtfolgeprobleme vermieden werden. Sie wächst sehr schnell, unterdrückt Unkraut effektiv und lockert den Boden durch ihr feines Wurzelwerk auf. Besonders wertvoll ist ihre Funktion als Bienenweide mit ihren attraktiven, lang blühenden Blüten. Senf dagegen gehört zu den Kreuzblütlern und ist daher nicht nach Kohlgewächsen einsetzbar. Er besticht durch sein extrem schnelles Wachstum und seine tiefreichenden Pfahlwurzeln, die selbst verdichtete Böden effektiv aufbrechen können. Senf wirkt biofumigant - seine Wurzelausscheidungen können bodenbürtige Schaderreger reduzieren. Während Phacelia eher oberflächlich lockert und die Biodiversität fördert, ist Senf der Spezialist für Tiefenlockerung und biologischen Pflanzenschutz.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Kompost und Mulchen als Ergänzung zur Gründüngung?
    Kompost und Mulchen ergänzen die Gründüngung auf unterschiedliche Weise und können beide sinnvoll kombiniert werden. Kompost ist bereits fertig zersetzte organische Substanz, die sofort verfügbare Nährstoffe liefert und das Bodenleben mit wertvollen Mikroorganismen anreichert. Er verbessert die Bodenstruktur langfristig und erhöht den Humusgehalt direkt. Eine dünne Kompostschicht vor der Gründüngungsaussaat oder nach der Einarbeitung verstärkt die positiven Effekte erheblich. Mulchen hingegen ist eine Oberflächenbehandlung, die den Boden wie eine schützende Decke bedeckt. Es hält Feuchtigkeit im Boden, unterdrückt Unkraut und zersetzt sich langsam zu wertvollem Humus. Nach dem Umbruch der Gründüngungspflanzen kann eine Mulchschicht aus Stroh, Grasschnitt oder Laub aufgetragen werden. Diese schützt vor Erosion und fördert das Bodenleben kontinuierlich. Während Kompost schnell wirkt und Nährstoffe liefert, ist Mulchen ein Langzeitschutz, der die Vorteile der Gründüngung konserviert und verlängert.
  8. Welche Mengenangaben gelten für die Aussaat verschiedener Gründüngungspflanzen?
    Die Aussaatmengen für Gründüngungspflanzen variieren je nach Art und Saatgutgröße erheblich. Bei feinen Sämereien wie Phacelia reichen meist 2-3 Gramm pro Quadratmeter aus, da die winzigen Samen eine hohe Keimrate haben und sich schnell entwickeln. Senf benötigt etwa 3-4 Gramm pro Quadratmeter aufgrund der etwas größeren Samen. Leguminosen haben unterschiedliche Anforderungen: Klee benötigt nur 1-2 Gramm pro Quadratmeter, während größere Samen wie Lupinen oder Erbsen 8-15 Gramm erfordern. Winterroggen als Gras sollte mit 10-15 Gramm pro Quadratmeter gesät werden. Bei Mischungen reduzieren sich die Einzelmengen entsprechend dem Mischungsverhältnis. Ölrettich als tiefwurzelnde Art benötigt 2-3 Gramm pro Quadratmeter. Wichtig ist eine gleichmäßige Verteilung und ausreichender Bodenkontakt durch leichtes Einharken. Bei trockenen Bedingungen sollten die Mengen leicht erhöht werden, um Ausfälle zu kompensieren. Eine Übersaat ist meist besser als eine zu dünne Aussaat, da dichte Bestände Unkraut effektiver unterdrücken.
  9. Wo kann man hochwertiges Gründüngungssaatgut für den Garten kaufen?
    Hochwertiges Gründüngungssaatgut erhalten Sie in verschiedenen Bezugsquellen mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Spezialisierte Online-Gartenshops wie samen.de bieten eine breite Auswahl an qualitätsgeprüftem Saatgut mit detaillierter Beratung und haben oft das größte Sortiment verschiedener Arten und Mischungen. Gartencenter und Baumärkte führen meist die gängigen Arten wie Phacelia, Senf oder Klee, allerdings mit begrenzterem Sortiment. Landwirtschaftliche Genossenschaften (Raiffeisen) sind besonders für größere Mengen interessant und bieten oft günstige Preise für Standardarten. Bio-Saatguthändler garantieren ökologisch erzeugtes Saatgut ohne chemische Behandlung. Wichtig beim Kauf ist die Kontrolle des Mindesthaltbarkeitsdatums, da alte Samen schlechter keimen. Achten Sie auf Keimfähigkeitsangaben über 80% und bevorzugen Sie regional angepasste Sorten. Samen.de als etablierter Gartenfachhändler punktet besonders durch fundierte Beratung und qualitätsgeprüfte Ware mit detaillierten Anbauanleitungen.
  10. Welche Kriterien sind beim Kauf von Leguminosensaatgut zu beachten?
    Beim Kauf von Leguminosensaatgut sind mehrere Qualitätskriterien entscheidend für den Erfolg der Gründüngung. Die Keimfähigkeit sollte mindestens 80-85% betragen und auf der Verpackung klar ausgewiesen sein. Das Produktionsjahr ist wichtig, da Leguminosensamen ihre Keimfähigkeit mit der Zeit verlieren. Prüfen Sie, ob die Samen mit Rhizobien-Bakterien geimpft sind - diese Impfung ist besonders bei erstmaliger Aussaat auf neuen Standorten wertvoll für optimale Stickstoffbindung. Erfahrene Gartenfachhändler wie samen.de achten auf regionale Anpassung der Sorten und bieten oft spezielle Mischungen für verschiedene Bodenverhältnisse. Die Sortenreinheit sollte gewährleistet sein, um unerwünschte Beimischungen zu vermeiden. Bio-zertifiziertes Saatgut ist frei von chemischen Beizmitteln und entspricht ökologischen Standards. Achten Sie auf Herkunftsangaben und bevorzugen Sie europäisches Saatgut aufgrund ähnlicher Klimabedingungen. Eine fachkundige Beratung zu Aussaatterminen und Standortansprüchen ist besonders wertvoll, da verschiedene Leguminosenarten sehr unterschiedliche Anforderungen haben.
  11. Wie beeinflusst die Wurzeltiefe verschiedener Pflanzen die Bodenlockerung?
    Die Wurzeltiefe verschiedener Gründüngungspflanzen hat enormen Einfluss auf die Art und Intensität der Bodenlockerung. Tiefwurzelnde Arten wie Luzerne, Ölrettich oder Lupinen können bis zu zwei Meter tief wurzeln und durchbrechen mechanisch verdichtete Bodenschichten, die für oberflächliche Werkzeuge unzugänglich sind. Diese natürlichen "Bodenbohrer" schaffen stabile Kanäle, die auch nach der Verrottung der Wurzeln als Wasserwege und Lufträume erhalten bleiben. Flachwurzelnde Arten wie Phacelia oder Buchweizen lockern dagegen intensiv die oberen 20-30 cm des Bodens und schaffen ein feinkrümeliges Gefüge. Besonders effektiv sind Kombinationen verschiedener Wurzeltypen: Tiefwurzler erschließen untere Bodenschichten und holen Nährstoffe aus der Tiefe nach oben, während Flachwurzler die oberste Schicht intensiv durcharbeiten. Das entstehende Wurzelsystem verschiedener Tiefen schafft ein optimales Porengefüge für Wasserinfiltration und Gasaustausch. Nach der Verrottung hinterlässt jede Wurzel organische Substanz in ihrer jeweiligen Bodenschicht.
  12. Welchen Einfluss haben Mikroorganismen auf den Humusaufbau durch Gründüngung?
    Mikroorganismen sind die unsichtbaren Helden beim Humusaufbau durch Gründüngung und verwandeln organisches Pflanzenmaterial in wertvollen Dauerhumus. Bakterien, Pilze, Actinomyceten und andere Kleinstlebewesen zersetzen die eingearbeiteten Gründüngungspflanzen schrittweise und bauen dabei komplexe Humusverbindungen auf. Dieser biologische Prozess läuft in mehreren Phasen ab: Zunächst werden leicht abbaubare Substanzen wie Zucker und Stärke schnell mineralisiert, während schwerer abbaubare Komponenten wie Lignin und Zellulose langsam in stabile Humusverbindungen umgewandelt werden. Die Aktivität der Mikroorganismen wird durch die Art des Pflanzenmaterials stark beeinflusst - junges, stickstoffreiches Material wird schneller abgebaut als hartes, ligninhaltiges. Regenwürmer und andere Bodenlebewesen unterstützen diesen Prozess, indem sie das Material mechanisch zerkleinern und mit Erde vermischen. Die entstehenden Humusverbindungen bilden stabile Krümel, die die Bodenstruktur dauerhaft verbessern und als Nährstoffspeicher fungieren. Ein aktives Bodenleben ist daher entscheidend für erfolgreiche Gründüngung.
  13. Wie wirkt sich das C/N-Verhältnis auf die Decomposition der Gründüngungspflanzen aus?
    Das C/N-Verhältnis (Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis) ist der entscheidende Faktor für die Geschwindigkeit und Art der Zersetzung von Gründüngungspflanzen. Ein optimales Verhältnis von etwa 25:1 bis 30:1 ermöglicht eine ausgeglichene Decomposition ohne Stickstoffmangel oder -überschuss. Junge, grüne Gründüngungspflanzen haben typischerweise ein enges C/N-Verhältnis von 10:1 bis 20:1 und werden daher sehr schnell von Mikroorganismen abgebaut, setzen Stickstoff frei und können sogar zu Stickstoffüberschuss führen. Ältere, verholzte Pflanzen haben ein weites C/N-Verhältnis von 40:1 bis 100:1, was zu langsamerer Zersetzung und temporärer Stickstoff-Festlegung führt. Mikroorganismen benötigen für ihren Stoffwechsel Stickstoff - bei C/N-Verhältnissen über 30:1 "rauben" sie vorübergehend Stickstoff aus dem Boden. Leguminosen haben durch ihren hohen Stickstoffgehalt meist günstige C/N-Verhältnisse und sind daher ideale Gründüngungspflanzen. Die Kenntnis des C/N-Verhältnisses hilft bei der Planung des optimalen Einarbeitungszeitpunkts für verschiedene Gründüngungsarten.
  14. Welche Bedeutung hat die Kationenaustauschkapazität für die Bodenfruchtbarkeit?
    Die Kationenaustauschkapazität (KAK) ist ein Schlüsselparameter für die Bodenfruchtbarkeit und beschreibt die Fähigkeit des Bodens, positiv geladene Nährstoffionen wie Kalium, Magnesium oder Calcium zu speichern und pflanzenverfügbar zu machen. Gründüngung erhöht die KAK erheblich, da organische Substanz und Humus eine deutlich höhere Austauschkapazität besitzen als reine Mineralböden. Tonminerale und Humuspartikel tragen negative Ladungen, an die sich Nährstoff-Kationen anlagern können. Diese gebundenen Nährstoffe sind vor Auswaschung geschützt, aber trotzdem für Pflanzenwurzeln verfügbar. Ein Boden mit hoher KAK kann mehr Nährstoffe speichern und gleichmäßiger abgeben, was zu stabilerer Pflanzenernährung führt. Durch regelmäßige Gründüngung steigt der Humusgehalt und damit auch die KAK kontinuierlich an. Besonders wertvoll sind hierfür Leguminosen und tief wurzelnde Arten, die organische Substanz in verschiedenen Bodenschichten einbringen. Eine hohe KAK verbessert auch die Pufferwirkung des Bodens gegenüber pH-Schwankungen und macht den Boden insgesamt stabiler und fruchtbarer.
  15. Wie führt man eine Bodenprobe für die Analyse korrekt durch?
    Eine korrekte Bodenprobenentnahme ist fundamental für aussagekräftige Analyseergebnisse und erfolgt in systematischen Schritten. Wählen Sie zunächst mehrere repräsentative Stellen im zu untersuchenden Bereich aus - mindestens 8-10 Einzelproben pro einheitlicher Fläche. Entfernen Sie die oberste Schicht (ca. 5 cm) mit organischen Rückständen, da diese das Ergebnis verfälschen würden. Stechen Sie mit einem sauberen Spaten etwa 20 cm tief und entnehmen eine dünne Scheibe Erde von der Seitenwand des Lochs. Diese Einzelproben werden gründlich gemischt, um eine repräsentative Durchschnittsprobe zu erhalten. Füllen Sie etwa 500 Gramm der gemischten Probe in einen sauberen, beschrifteten Beutel mit Angabe von Datum und Probenahmestelle. Wichtig ist die Vermeidung von Kontamination durch Düngerreste oder Metallwerkzeuge. Die Probe sollte luftgetrocknet und innerhalb weniger Tage an ein zertifiziertes Bodenlabor gesendet werden. Verschiedene Bereiche des Gartens (Gemüsebeet, Rasen, Obstbaumbereich) erfordern separate Proben, da sich die Bodenverhältnisse unterscheiden können.
  16. Welche Werkzeuge benötigt man für die erfolgreiche Einarbeitung von Gründüngung?
    Für die erfolgreiche Einarbeitung von Gründüngung benötigen Sie grundlegende, aber wirksame Werkzeuge, die den Arbeitsaufwand minimieren und optimale Ergebnisse erzielen. Ein robuster Spaten oder eine Grabegabel sind unverzichtbar für die mechanische Einarbeitung, wobei die Grabegabel besonders schonend für die Bodenstruktur ist. Eine hochwertige Harke oder ein Rechen ermöglicht das gleichmäßige Verteilen und oberflächliche Einarbeiten der Pflanzenmasse. Für größere Flächen ist ein Mulchmäher oder eine Sense hilfreich, um die Gründüngungspflanzen vor der Einarbeitung zu zerkleinern - kleinere Pflanzenteile verrotten schneller und gleichmäßiger. Eine Saatwalze oder alternativ ein Brett zum Andrücken verbessert den Bodenkontakt bei Nachsaaten. Gartenfachhändler wie samen.de bieten oft komplette Werkzeug-Sets für die Gründüngung an, die optimal aufeinander abgestimmt sind. Optional kann eine Motorhacke bei schweren Böden und größeren Flächen die Arbeit erheblich erleichtern. Eine Gießkanne oder ein Bewässerungssystem ist besonders in trockenen Phasen wichtig für die erfolgreiche Etablierung neuer Bestände.
  17. Stimmt es, dass Gründüngung allein ausreicht und keine zusätzliche Düngung nötig ist?
    Diese Aussage ist nur teilweise richtig und hängt stark von den spezifischen Umständen ab. Gründüngung ist ein sehr wertvolles Werkzeug für die Bodenverbesserung, kann aber nicht immer alle Nährstoffbedürfnisse decken. Leguminosen-reiche Gründüngung kann den Stickstoffbedarf vieler Kulturen tatsächlich weitgehend decken und bis zu 200 kg Stickstoff pro Hektar im Boden anreichern. Für Phosphor, Kalium und Spurenelemente ist Gründüngung jedoch meist nicht ausreichend, besonders bei intensivem Gemüseanbau oder auf nährstoffarmen Böden. Die Effektivität hängt auch von der Gründüngungsart ab - während Leguminosen Stickstoff liefern, entziehen andere Arten sogar temporär Stickstoff während der Verrottung. Eine Bodenanalyse zeigt, ob zusätzliche Düngung nötig ist. In etablierten Gärten mit regelmäßiger Kompostgabe kann Gründüngung oft ausreichen, bei Neubepflanzung oder Starkzehrern sind meist Ergänzungen sinnvoll. Die Kombination aus Gründüngung, Kompost und gezielter Mineraldüngung nach Bodenanalyse ist meist der beste Weg zu dauerhaft fruchtbaren Böden.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es bei der Auswahl von Gründüngungspflanzen in Deutschland?
    Deutschland zeigt deutliche regionale Unterschiede bei der optimalen Gründüngungsauswahl aufgrund verschiedener Klimazonen und Bodenverhältnisse. In Norddeutschland mit milderem Meeresklima können auch weniger frosttolerante Arten wie Ölrettich oft überwintern, während in Bayern oder Baden-Württemberg mit kontinentalerem Klima robustere Winterarten wie Winterroggen bevorzugt werden. Die kurze Vegetationsperiode in höheren Lagen erfordert schnellwachsende Arten wie Phacelia oder Senf, die auch bei begrenzter Wachstumszeit noch positive Effekte erzielen. Sandige Böden in Brandenburg oder Niedersachsen profitieren besonders von tiefwurzelnden Leguminosen wie Lupinen, die Stickstoff binden und den Boden stabilisieren. Schwere Lehmböden in Süddeutschland benötigen intensive Bodenlockerung durch Arten wie Ölrettich oder Luzerne. Feuchte Regionen im Westen eignen sich für Arten, die gut mit Nässe umgehen, während trockenere Gebiete in Ostdeutschland trockenheitstolerante Mischungen erfordern. Lokale Landwirtschaftskammern und regionale Gartenfachgeschäfte bieten meist standortangepasste Empfehlungen und Saatgutmischungen für die jeweiligen Bedingungen.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Zwischenfrucht und Zwischenbegrünung?
    Zwischenfrucht und Zwischenbegrünung sind verwandte Begriffe mit feinen, aber wichtigen Unterschieden in Definition und Zielsetzung. Zwischenfrucht ist der traditionelle landwirtschaftliche Begriff für Pflanzen, die zwischen zwei Hauptkulturen angebaut werden - primär zur Bodenverbesserung, aber teilweise auch mit Nutzungsabsicht (z.B. Futterzwischenfrucht). Der Fokus liegt auf produktiven Aspekten und Fruchtfolgeoptimierung. Zwischenbegrünung hingegen bezeichnet allgemein jede Begrünung von Flächen zwischen Nutzungsperioden, unabhängig von einem späteren Nutzen der Pflanzen selbst. Hier steht der reine Bodenschutz im Vordergrund - Erosionsschutz, Nährstoffkonservierung und Bodenbedeckung. In der Praxis überschneiden sich beide Begriffe stark, da moderne Gründüngung meist beide Ziele verfolgt. Zwischenfrucht wird häufiger in der professionellen Landwirtschaft verwendet, Zwischenbegrünung eher im Gartenbau und Landschaftsmanagement. Beide Methoden nutzen oft identische Pflanzenarten, unterscheiden sich aber in der Bewertung der Erfolgs - Zwischenfrucht nach Bodenverbesserung und Ertragseffekten, Zwischenbegrünung nach Bedeckungsgrad und Schutzwirkung.
  20. Wie unterscheiden sich natürliche Düngung und organische Bodenverbesserung in der Anwendung?
    Natürliche Düngung und organische Bodenverbesserung verfolgen ähnliche Ziele, unterscheiden sich jedoch erheblich in Ansatz und Anwendung. Natürliche Düngung konzentriert sich primär auf die direkte Nährstoffversorgung der Pflanzen durch organische Materialien wie Kompost, Mist oder Hornspäne. Der Fokus liegt auf der schnellen Bereitstellung pflanzenverfügbarer Nährstoffe, wobei die Bodenverbesserung ein willkommener Nebeneffekt ist. Die Anwendung erfolgt meist dosiert und zeitlich abgestimmt auf den Nährstoffbedarf der Kulturen. Organische Bodenverbesserung hingegen zielt ganzheitlich auf die langfristige Förderung der Bodengesundheit ab. Gründüngung, Mulchen und systematischer Humusaufbau stehen im Mittelpunkt, wobei die Nährstoffversorgung eher langfristig und indirekt erfolgt. Diese Methode betrachtet den Boden als lebendiges System und fördert biologische Aktivität, Bodenstruktur und natürliche Nährstoffkreisläufe. In der Praxis ergänzen sich beide Ansätze optimal: Organische Bodenverbesserung schafft die Grundlage für gesunden Boden, während gezielte natürliche Düngung kurzfristige Nährstoffbedürfnisse deckt.
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