Koriander trocknen: Aromatische Kräuter konservieren

Koriander trocknen: So bewahren Sie Geschmack und Aroma

Koriander, dieses vielseitige Küchenkraut mit seinem einzigartigen Aroma, lässt sich durch Trocknen lange haltbar machen. Hier erfahren Sie, wie Sie dabei am besten vorgehen.

Das Wichtigste zum Trocknen von Koriander

  • Ernten Sie den Koriander kurz vor der Blüte für bestes Aroma
  • Reinigen und sortieren Sie die Blätter gründlich
  • Lufttrocknung ist schonend, braucht aber Zeit
  • Ofentrocknung geht schneller, kann aber das Aroma beeinträchtigen
  • Lagern Sie getrockneten Koriander luftdicht und dunkel

Koriander in der Küche: Ein Genuss mit Tradition

In vielen Küchen weltweit ist Koriander unverzichtbar. Sein charakteristisches Aroma verleiht Gerichten eine frische, leicht zitronige Note mit einem Hauch von Würze. Besonders in der asiatischen und lateinamerikanischen Küche ist Koriander beliebt, aber auch in der mediterranen Küche findet er zunehmend Verwendung.

Ich erinnere mich noch gut an meine erste Begegnung mit frischem Koriander in einem thailändischen Restaurant. Der intensive Duft und Geschmack haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Seitdem ist Koriander aus meiner Küche nicht mehr wegzudenken.

Vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Koriander

Koriander lässt sich auf viele Arten einsetzen:

  • Als frische Garnitur für Suppen und Salate
  • In Marinaden für Fleisch und Fisch
  • Als Zutat in Chutneys und Salsas
  • Zur Verfeinerung von Currys und Eintöpfen
  • In Smoothies und Cocktails für eine exotische Note

Getrockneter Koriander eignet sich besonders gut für Gewürzmischungen und Rubs. Zwar verliert er etwas von seiner Frische, entwickelt dafür aber ein intensiveres, würzigeres Aroma.

Warum sich das Trocknen von Koriander lohnt

Das Trocknen von Koriander bietet einige Vorteile:

  • Längere Haltbarkeit: Getrockneter Koriander hält mehrere Monate bis zu einem Jahr
  • Platzsparende Aufbewahrung: Getrocknete Blätter brauchen weniger Platz als frische
  • Ganzjährige Verfügbarkeit: Unabhängig von Saison und Erntezeiten
  • Intensiveres Aroma: Durch die Konzentration der ätherischen Öle
  • Vielseitige Verwendung: Einfach zu dosieren und in Gewürzmischungen zu integrieren

Allerdings sollten Sie bedenken, dass getrockneter Koriander nicht in allen Gerichten frischen Koriander ersetzen kann. Für manche Rezepte, wie beispielsweise frische Salsas, ist die frische Variante unerlässlich.

Verschiedene Trocknungsmethoden im Überblick

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Koriander zu trocknen. Jede hat ihre Vor- und Nachteile:

Lufttrocknung

Die traditionelle und schonendste Methode. Korianderblätter werden gebündelt und an einem luftigen, schattigen Ort aufgehängt. Diese Methode dauert am längsten, erhält aber das Aroma am besten.

Ofentrocknung

Schneller als Lufttrocknung, aber mit dem Risiko, dass das Aroma bei zu hoher Temperatur leidet. Ideal für kleinere Mengen und wenn es schnell gehen soll.

Mikrowellentrocknung

Die schnellste Methode, aber auch die riskanteste. Erfordert genaue Zeitplanung und Überwachung, um Verbrennen zu vermeiden.

Trocknen mit einem Dehydrator

Effizient und kontrollierbar, aber es wird ein spezielles Gerät benötigt. Ideal für größere Mengen und regelmäßiges Trocknen.

In meinem Garten baue ich jedes Jahr Koriander an und habe all diese Methoden ausprobiert. Persönlich bevorzuge ich die Lufttrocknung für kleine Mengen und den Dehydrator für größere Erntemengen.

Vorbereitung zum Trocknen

Eine sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend für qualitativ hochwertigen getrockneten Koriander:

Der richtige Erntezeitpunkt

Der beste Zeitpunkt zur Ernte ist kurz vor der Blüte, wenn die Blätter voll entwickelt, aber noch zart sind. Zu diesem Zeitpunkt ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Ernten Sie am besten am frühen Morgen, nachdem der Tau getrocknet ist, aber bevor die Mittagshitze einsetzt.

Reinigung und Sortierung der Korianderblätter

Waschen Sie die Korianderblätter vorsichtig unter kaltem Wasser, um Schmutz und mögliche Insekten zu entfernen. Schütteln Sie überschüssiges Wasser ab oder verwenden Sie eine Salatschleuder. Sortieren Sie die Blätter und entfernen Sie beschädigte oder verfärbte Exemplare.

Entfernen von Stielen und beschädigten Blättern

Entfernen Sie holzige Stiele, da diese schlecht trocknen und das Aroma beeinträchtigen können. Behalten Sie nur die gesunden, unbeschädigten Blätter. Kleinere Stiele können an den Blättern bleiben, da sie ebenfalls aromatisch sind.

Durch sorgfältige Vorbereitung stellen Sie sicher, dass nur hochwertige Blätter getrocknet werden, was zu einem besseren Endprodukt führt.

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Produktbild von SPERLIs Marino Blattkoriander mit grünen Pflanzen und einem Pflanzenschild sowie der Bezeichnung orientalisches intensives Würzkraut und Markenlogo
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Lufttrocknung: Die traditionelle Methode

Eine bewährte Technik des Kräutertrocknens

Die Lufttrocknung ist die älteste und natürlichste Methode, Kräuter zu konservieren. Sie wird seit Jahrhunderten praktiziert und hat den Vorteil, dass sie keine spezielle Ausrüstung erfordert.

Vor- und Nachteile der Lufttrocknung

Vorteile:

  • Schonend für die Kräuter, erhält Aroma und Farbe gut
  • Kostengünstig, keine speziellen Geräte nötig
  • Energiesparend
  • Kann größere Mengen auf einmal trocknen

Nachteile:

  • Zeitaufwendig, kann je nach Luftfeuchtigkeit 1-2 Wochen dauern
  • Benötigt einen geeigneten, trockenen und luftigen Ort
  • Risiko von Schimmelbildung bei zu hoher Luftfeuchtigkeit
  • Möglicher Befall durch Insekten

So trocknen Sie Koriander an der Luft

Korianderzweige bündeln

Nehmen Sie 5-10 Stängel und binden Sie sie am unteren Ende mit einem Gummiband oder einer Schnur zusammen. Achten Sie darauf, die Bündel nicht zu dick zu machen, damit Luft zwischen den Blättern zirkulieren kann.

Einen geeigneten Trockenplatz finden

Suchen Sie einen warmen, trockenen und gut belüfteten Ort zum Aufhängen der Bündel. Ideal sind Dachböden, Speicher oder eine geschützte Stelle im Freien. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, da diese die ätherischen Öle zerstören kann. Hängen Sie die Bündel kopfüber auf, zum Beispiel an einer Wäscheleine oder einem Gestell.

Den Trocknungsprozess überwachen

Die Trocknungsdauer variiert je nach Luftfeuchtigkeit und Temperatur, liegt aber meist zwischen 7 und 14 Tagen. Überprüfen Sie regelmäßig den Fortschritt:

  • Die Blätter sollten beim Berühren rascheln und leicht brüchig sein
  • Die Stängel sollten beim Biegen brechen, nicht nur knicken
  • Achten Sie auf Anzeichen von Schimmel oder Verfärbungen

Wenn die Blätter vollständig getrocknet sind, können Sie sie von den Stielen streifen und in luftdichten Behältern aufbewahren.

In meinem Gartenhäuschen habe ich einen speziellen 'Kräuterbalken' eingerichtet, an dem ich verschiedene Kräuter, darunter auch Koriander, zum Trocknen aufhänge. Der Duft, der sich dort entwickelt, ist wunderbar und erinnert mich an die Vielfalt meines Kräutergartens.

Ofentrocknung: Eine praktische Lösung für kleinere Mengen

Wenn es um das Trocknen von Koriander geht, hat sich die Ofenmethode für mich als echter Lebensretter erwiesen. Besonders dann, wenn ich spontan getrocknete Kräuter für ein Rezept benötige. Diese Technik eignet sich hervorragend für kleinere Mengen und ist vergleichsweise schnell.

Was spricht für und gegen die Ofentrocknung?

Wie bei allen Methoden gibt es auch hier Licht und Schatten:

Die Pluspunkte:

  • In wenigen Stunden haben Sie trockene Kräuter
  • Sie behalten dank der Temperaturregelung die Kontrolle
  • Das Wetter spielt keine Rolle
  • Kein zusätzliches Gerät nötig - Ihr Ofen reicht völlig aus

Die Schattenseiten:

  • Der Stromzähler dreht sich schneller
  • Bei zu viel Hitze droht Übertrocknung
  • Das Aroma könnte unter der Wärme leiden
  • Für große Mengen weniger geeignet

So gelingt die Ofentrocknung Schritt für Schritt

Das Backblech vorbereiten

Nehmen Sie ein Backblech und legen Sie es mit Backpapier aus. Verteilen Sie die sauberen, trockenen Korianderblätter locker darauf. Wichtig ist, dass sich die Blätter nicht überlappen - so kann die Luft gut zirkulieren.

Die richtige Temperatur finden

Idealerweise stellen Sie den Ofen auf 35°C bis 40°C ein. Bei höheren Temperaturen besteht die Gefahr, dass die ätherischen Öle verdampfen und das Aroma flöten geht. Sollte Ihr Ofen keine so niedrige Einstellung haben, wählen Sie die geringste Stufe und lassen Sie die Tür einen Spalt offen.

Trocknungszeit und Wenden

Je nach Blattgröße und Feuchtigkeit dauert der Prozess etwa 2-4 Stunden. Nach der Hälfte der Zeit sollten Sie die Blätter vorsichtig wenden. Behalten Sie den Fortschritt im Auge - die Blätter sind fertig, wenn sie sich leicht zerbröseln lassen, aber noch nicht braun sind.

Lassen Sie die getrockneten Blätter im ausgeschalteten Ofen komplett abkühlen, bevor Sie sie verstauen. So vermeiden Sie, dass sich Feuchtigkeit bildet und Schimmel entsteht.

Mikrowellentrocknung: Blitzschnell für die Küche

Wenn's mal richtig eilig ist, kann die Mikrowelle eine Lösung sein. Diese Methode eignet sich besonders gut für kleine Mengen Koriander, die Sie schnell trocknen möchten.

Vor- und Nachteile der Mikrowellentrocknung

Was dafür spricht:

  • In Minuten haben Sie getrocknete Kräuter
  • Perfekt für kleine Portionen
  • Spart Energie bei kleinen Mengen
  • Sie brauchen kein Extragerät

Was dagegen spricht:

  • Die Gefahr der Übertrocknung lauert
  • Das Aroma könnte durch punktuelle Überhitzung leiden
  • Nur für sehr kleine Mengen praktikabel
  • Die Trocknung kann ungleichmäßig ausfallen

So klappt's mit der Mikrowellentrocknung

Korianderblätter vorbereiten

Waschen und trocknen Sie die Blätter gründlich. Legen Sie ein Stück Küchenpapier auf einen mikrowellenfesten Teller und verteilen Sie die Blätter darauf in einer Schicht. Decken Sie sie mit einer weiteren Lage Küchenpapier ab.

Die Mikrowelle richtig einstellen

Wählen Sie die niedrigste Stufe - meist 30% oder 'Auftauen'. Eine zu hohe Leistung kann die Blätter verbrennen und das Aroma zerstören.

In Intervallen trocknen und prüfen

Trocknen Sie die Blätter in 30-Sekunden-Intervallen. Schauen Sie nach jedem Intervall nach und wenden Sie die Blätter vorsichtig. Wiederholen Sie das, bis die Blätter knusprig sind und sich leicht zerbröseln lassen. Meist dauert der ganze Vorgang 2-4 Minuten, je nach Menge und Feuchtigkeit der Blätter.

Lassen Sie die getrockneten Blätter vor dem Verpacken vollständig abkühlen. Bedenken Sie, dass die Mikrowellenmethode etwas Fingerspitzengefühl erfordert. Mit ein wenig Übung bekommen Sie aber schnell ein Gefühl dafür und erzielen gute Ergebnisse.

Trocknen mit einem Dehydrator: Eine effiziente Lösung für größere Koriandermengen

Wenn Sie regelmäßig größere Mengen Koriander trocknen möchten, könnte ein Dörrgerät die richtige Wahl sein. Diese Geräte, auch als Dehydratoren bekannt, schaffen eine kontrollierte Umgebung, die Kräuter und andere Lebensmittel schonend trocknet.

Vor- und Nachteile des Dörrgeräts

Ein Dehydrator hat einige überzeugende Vorteile:

  • Gleichmäßige Trocknung dank konstanter Temperatur und Luftzirkulation
  • Schneller als die Lufttrocknung
  • Gute Kontrolle über den Trocknungsvorgang
  • Schutz vor Staub und lästigen Insekten
  • Möglichkeit, größere Mengen auf einmal zu trocknen

Allerdings gibt es auch ein paar Punkte zu bedenken:

  • Die Anschaffungskosten sind nicht zu unterschätzen
  • Der Stromverbrauch schlägt sich auf der Rechnung nieder
  • Das Gerät braucht seinen Platz in der Küche oder im Vorratsraum

So nutzen Sie Ihr Dörrgerät optimal

Die Handhabung eines Dehydrators ist eigentlich recht einfach:

Korianderblätter vorbereiten

Waschen Sie die Korianderblätter gründlich und tupfen Sie sie vorsichtig trocken. Sortieren Sie welke oder verfärbte Blätter aus. Ob Sie die Stiele mittrocknen oder entfernen, ist Geschmackssache.

Temperatur und Zeit einstellen

Stellen Sie die Temperatur des Dörrgeräts auf etwa 35°C ein. Höhere Temperaturen beschleunigen zwar den Prozess, riskieren aber den Verlust wertvoller ätherischer Öle. Je nach Gerät und Menge dauert die Trocknung zwischen 2 und 4 Stunden.

Überprüfen und richtig lagern

Werfen Sie regelmäßig einen Blick auf den Trocknungsfortschritt. Die Blätter sollten knusprig sein und beim Zerbröseln rascheln. Lassen Sie die getrockneten Blätter abkühlen, bevor Sie sie in luftdichte Behälter füllen.

Welche Trocknungsmethode passt zu Ihnen?

Jede Methode zum Trocknen von Koriander hat ihre Stärken und Schwächen:

Zeitaufwand

Die Lufttrocknung braucht am längsten und kann sich über mehrere Tage hinziehen. Ofen und Dörrgerät sind mit wenigen Stunden deutlich schneller. In der Mikrowelle geht's am flottesten - hier reden wir von Minuten.

Energieeffizienz

Die Lufttrocknung ist unschlagbar, was den Energieverbrauch angeht - sie braucht nämlich gar keinen Strom. Dörrgeräte sind relativ sparsam, während Ofen und Mikrowelle ordentlich Energie ziehen.

Aromabehalt

Für den besten Geschmack setzen Sie auf Lufttrocknung oder Dörrgerät. Bei Ofen und Mikrowelle können durch zu hohe Temperaturen leider Aromastoffe flöten gehen.

Mengeneignung

Für kleine Portionen sind alle Methoden geeignet. Wollen Sie größere Mengen trocknen, sind Lufttrocknung und Dörrgerät im Vorteil, wobei das Dörrgerät schneller und kontrollierbarer arbeitet.

So lagern Sie Ihren getrockneten Koriander richtig

Nach dem Trocknen kommt es auf die richtige Lagerung an, damit Ihr Koriander lange frisch und aromatisch bleibt.

Die richtigen Behälter

Greifen Sie am besten zu luftdichten Glas- oder Keramikbehältern. Finger weg von Plastik - es nimmt Aromen auf und gibt sie wieder ab. Dunkle oder undurchsichtige Behälter schützen zusätzlich vor Lichteinfall.

Die idealen Bedingungen

Bewahren Sie den getrockneten Koriander kühl, trocken und dunkel auf. Direkte Sonne und Feuchtigkeit sind tabu. Ein Vorratsschrank oder eine Schublade in der Küche sind perfekte Orte.

Haltbarkeit und Qualitätscheck

Bei richtiger Lagerung hält sich getrockneter Koriander etwa ein Jahr. Checken Sie regelmäßig, ob sich Feuchtigkeit im Behälter gebildet hat oder das Aroma nachlässt. Im Zweifel lieber aussortieren und frisch trocknen.

Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Füllen Sie kleinere Mengen in separate Behälter ab. So setzen Sie nicht die gesamte Menge der Luft aus, wenn Sie etwas entnehmen. Das hält das Aroma länger frisch.

Getrockneter Koriander: Ein Geschmackserlebnis der besonderen Art

Frisch versus getrocknet: Ein Geschmacksvergleich

Wenn Sie frischen Koriander durch getrockneten ersetzen, werden Sie einen deutlichen Unterschied bemerken. Frischer Koriander bringt diese intensive, leicht zitronige Note mit sich, die manche lieben und andere, nun ja, weniger schätzen. Getrockneter Koriander hingegen entwickelt ein wärmeres, fast nussiges Aroma. Viele meiner Gartenfreu nde finden, dass der getrocknete Koriander milder und weniger aufdringlich schmeckt - perfekt für diejenigen, die mit dem frischen Kraut bisher auf Kriegsfuß standen.

Natürlich ändert sich auch die Textur: Statt knackig und saftig wird's knusprig und bröselig. Das beeinflusst natürlich, wie und wo Sie ihn in Ihren Gerichten einsetzen können.

Weniger ist mehr: Dosierungstipps

Bei getrocknetem Koriander gilt: Vorsicht ist die Mutter der Gewürzdose! Eine Faustregel, die sich bei mir bewährt hat: Ein Teelöffel getrockneter Koriander ersetzt ungefähr eine Handvoll frischer Blätter. Hier ein paar Anhaltspunkte für verschiedene Gerichte:

  • Für Suppen und Eintöpfe: Probieren Sie's mal mit 1/4 bis 1/2 Teelöffel pro Portion
  • Bei Salaten: Eine Prise reicht oft schon aus
  • Für Fleisch- und Fischgerichte: 1/2 bis 1 Teelöffel auf 500g

Mein Rat: Fangen Sie lieber mit weniger an. Sie können immer noch nachwürzen, aber zu viel ist, nun ja, zu viel.

Kulinarische Abenteuer mit getrocknetem Koriander

Getrockneter Koriander ist ein wahres Multitalent in der Küche. Er passt hervorragend zu:

  • Indischen und asiatischen Gerichten - denken Sie an Curries und Chutneys
  • Mexikanischen Köstlichkeiten wie Guacamole oder Salsa
  • Suppen und Eintöpfen, besonders lecker in Linsengerichten
  • Marinaden für Fleisch und Fisch
  • Gemüsegerichten, vor allem mit Kürbis oder Karotten

Ein kleiner Geheimtipp aus meiner Küche: Probieren Sie mal eine Prise getrockneten Koriander in selbstgemachten Brotaufstrichen oder Dips. Das gibt eine interessante exotische Note, die Ihre Gäste garantiert überraschen wird!

So bewahren Sie das Aroma: Tipps und Tricks

Vom Garten in die Trockenbox: Der richtige Umgang

Um möglichst viel von dem köstlichen Aroma zu behalten, beachte ich beim Trocknen folgende Punkte:

  • Ernte am frühen Morgen, wenn der Tau gerade verdunstet ist
  • Blätter nur waschen, wenn es wirklich nötig ist, und dann vorsichtig trocken tupfen
  • Aussortieren von welken oder verfärbten Blättern - die haben im Trockner nichts zu suchen
  • Zügiges Trocknen, um Aromaverluste zu minimieren

Sonne? Nein, danke!

So verlockend es auch sein mag, Ihre Korianderblätter in der prallen Sonne zu trocknen - tun Sie es nicht! Direktes Sonnenlicht ist der Feind des Aromas. Suchen Sie sich lieber ein schattiges Plätzchen mit guter Belüftung. Auf meinem überdachten Balkon habe ich eine perfekte Ecke dafür gefunden.

Wenn Sie drinnen trocknen, hängen Sie die Blätter nicht ans Fenster. Ein dunkler Dachboden oder eine wenig genutzte Ecke im Haus sind viel besser geeignet.

Luft muss zirkulieren!

Gute Luftzirkulation ist das A und O für erfolgreiches Trocknen und Aromabehalt. Sie verhindert nicht nur Schimmel, sondern sorgt auch für eine gleichmäßige Trocknung. Hier ein paar Tricks, die sich bei mir bewährt haben:

  • Korianderblätter in kleinen, lockeren Bündeln aufhängen
  • Bei der Ofentrocknung unbedingt die Umluftfunktion nutzen
  • Für die Raumtrocknung einen kleinen Ventilator aufstellen - der sorgt für sanfte Luftbewegung

Aus Fehlern lernt man: Typische Stolpersteine

Zu trocken ist auch nicht gut

Übertrocknung ist der Feind des Aromas und macht den Koriander brüchig. Um das zu vermeiden, habe ich mir angewöhnt:

  • Regelmäßig den Trocknungsfortschritt zu prüfen
  • Die Trocknung zu beenden, sobald die Blätter knistrig, aber noch nicht brüchig sind
  • Bei der Ofentrocknung eine niedrige Temperatur zu wählen und häufig zu kontrollieren

Schimmel - der ungebetene Gast

Schimmel kann sich bei zu hoher Luftfeuchtigkeit oder zu langsamer Trocknung bilden. Meine Tipps zur Vorbeugung:

  • Immer für gute Belüftung während des Trocknungsprozesses sorgen
  • An regnerischen oder sehr feuchten Tagen lieber nicht trocknen
  • Beim ersten Anzeichen von Schimmel die betroffenen Blätter sofort entfernen

Richtig lagern will gelernt sein

Selbst perfekt getrockneter Koriander kann bei falscher Lagerung sein Aroma verlieren. Daher beachte ich folgende Punkte:

  • Luftdichte Behälter sind ein Muss
  • Ein kühler, dunkler Ort zur Lagerung ist ideal
  • Feuchtigkeit und starke Temperaturschwankungen sind tabu
  • Ich beschrifte meine Behälter immer mit dem Datum - so behalte ich den Überblick über die Frische

Getrockneter Koriander: Eine Welt voller Möglichkeiten

Das Trocknen von Koriander eröffnet wirklich neue geschmackliche Dimensionen. Mit der richtigen Technik beim Trocknen und Lagern können Sie das Aroma lange erhalten und haben immer eine aromatische Zutat zur Hand. Ob für exotische Gerichte oder als Geheimzutat in heimischen Spezialitäten - getrockneter Koriander bereichert jede Küche.

Ich kann Sie nur ermutigen, mit verschiedenen Trocknungsmethoden zu experimentieren. Finden Sie heraus, was für Sie am besten funktioniert. Mit etwas Übung können Sie bald Ihr eigenes Korianderpulver herstellen - glauben Sie mir, der Unterschied zu gekauftem ist enorm!

Lassen Sie sich von den Möglichkeiten inspirieren und bringen Sie mit selbst getrocknetem Koriander neue Würze in Ihre Küche. Es ist erstaunlich, wie viel Freude so ein kleines Kraut bereiten kann!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Methoden gibt es, um Koriander zu trocknen?
    Es gibt vier bewährte Methoden zum Trocknen von Koriander: Die traditionelle Lufttrocknung ist besonders schonend und erhält das Aroma optimal. Dabei werden Korianderblätter in kleine Bündel gebunden und an einem luftigen, schattigen Ort aufgehängt. Die Ofentrocknung funktioniert schneller bei 35-40°C, birgt jedoch das Risiko von Aromaverlust bei zu hohen Temperaturen. Für eilige Fälle eignet sich die Mikrowellentrocknung, die nur wenige Minuten dauert, aber präzise Überwachung erfordert. Die effizienteste Lösung für größere Mengen ist ein Dörrgerät bzw. Dehydrator, das bei konstanter Temperatur und Luftzirkulation arbeitet. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile: Lufttrocknung braucht 7-14 Tage, ist aber energiesparend. Ofentrocknung dauert 2-4 Stunden, verbraucht aber mehr Energie. Mikrowelle ist am schnellsten, aber auch am riskantesten für das Aroma.
  2. Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Koriander-Ernte zum Trocknen?
    Der optimale Erntezeitpunkt für Koriander ist kurz vor der Blüte, wenn die Blätter voll entwickelt aber noch zart sind. Zu diesem Zeitpunkt erreicht der Gehalt an ätherischen Ölen seinen Höhepunkt, was für das beste Aroma sorgt. Ernten Sie am frühen Morgen, nachdem der Tau getrocknet ist, aber bevor die Mittagshitze einsetzt. Die Blätter sollten frisch und grün aussehen, ohne Anzeichen von Welke oder Verfärbungen. Vermeiden Sie die Ernte nach Regenfällen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit, da dies den Trocknungsprozess verlangsamt und Schimmelbildung fördern kann. Wenn der Koriander bereits zu blühen beginnt, werden die Blätter bitter und verlieren an Qualität. Junge, zarte Blätter trocknen gleichmäßiger und behalten mehr von ihrem charakteristischen Geschmack. Eine regelmäßige Ernte alle 2-3 Wochen fördert zudem das Nachwachsen der Pflanze.
  3. Wie lange dauert die Lufttrocknung von Koriander?
    Die Lufttrocknung von Koriander dauert je nach Umgebungsbedingungen zwischen 7 und 14 Tagen. Die genaue Dauer hängt von mehreren Faktoren ab: Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Luftzirkulation und der Dicke der Korianderblätter. Bei idealen Bedingungen - warme, trockene Luft und gute Belüftung - kann die Trocknung bereits nach einer Woche abgeschlossen sein. Bei höherer Luftfeuchtigkeit oder kühleren Temperaturen kann es bis zu zwei Wochen dauern. Sie erkennen den Abschluss der Trocknung daran, dass die Blätter beim Berühren rascheln und leicht brüchig sind, während die Stängel beim Biegen brechen statt nur zu knicken. Überprüfen Sie regelmäßig den Fortschritt und achten Sie auf Anzeichen von Schimmel oder Verfärbungen. Bei ungünstigen Wetterbedingungen kann sich der Prozess verlängern, weshalb andere Methoden wie Ofentrocknung oder Dörrgerät praktische Alternativen darstellen.
  4. Warum sollte Koriander nicht in direktem Sonnenlicht getrocknet werden?
    Direktes Sonnenlicht schadet dem Aroma und der Qualität von getrocknetem Koriander erheblich. Die intensive UV-Strahlung und Hitze zerstören die wertvollen ätherischen Öle, die für den charakteristischen Geschmack und Duft verantwortlich sind. Zudem führt die starke Sonneneinstrahlung zu einer ungleichmäßigen Trocknung - die äußeren Blätter trocknen zu schnell, während das Innere noch feucht bleibt. Dies begünstigt Schimmelbildung und kann zur Entwicklung unerwünschter Aromen führen. Darüber hinaus bleicht das Sonnenlicht die grüne Farbe der Blätter aus, wodurch sie blass und unattraktiv werden. Die hohen Temperaturen in der direkten Sonne können die zarten Blattstrukturen beschädigen und zu Übertrocknung führen. Stattdessen sollten Sie einen schattigen, gut belüfteten Platz wählen - beispielsweise unter einem Dachvorsprung, in einem Gartenhaus oder einem luftigen Innenraum. So bleiben Farbe, Aroma und Nährstoffe optimal erhalten.
  5. Welche Vor- und Nachteile hat die Ofentrocknung bei Koriander?
    Die Ofentrocknung bietet sowohl Vorteile als auch Nachteile für das Trocknen von Koriander. Zu den Vorteilen zählen: schnelle Trocknung in nur 2-4 Stunden, Unabhängigkeit von Wetterbedingungen, präzise Temperaturkontrolle und Schutz vor Insekten und Staub. Sie benötigen kein zusätzliches Gerät und können den Trocknungsprozess genau überwachen. Die Nachteile sind jedoch nicht von der Hand zu weisen: höherer Energieverbrauch im Vergleich zur Lufttrocknung, Risiko der Übertrocknung bei zu hohen Temperaturen und möglicher Aromaverlust durch Hitzeeinwirkung. Die Methode eignet sich nur für kleinere Mengen, da der Ofenraum begrenzt ist. Die ideale Temperatur liegt bei 35-40°C, doch nicht alle Öfen können so niedrig eingestellt werden. Bei höheren Temperaturen verdampfen die ätherischen Öle, die für das charakteristische Koriander-Aroma verantwortlich sind. Trotz dieser Nachteile ist die Ofentrocknung eine praktische Lösung für den Hausgebrauch.
  6. Worin unterscheidet sich getrockneter Koriander von frischem Cilantro?
    Getrockneter Koriander und frisches Cilantro unterscheiden sich erheblich in Geschmack, Aroma und Verwendung. Frischer Cilantro hat eine intensive, leicht zitronige Note mit einem charakteristischen, manchmal als seifig empfundenen Geschmack. Getrockneter Koriander entwickelt hingegen ein wärmeres, nussigeres und milderes Aroma. Während frischer Cilantro knackig und saftig ist, wird getrockneter Koriander knusprig und bröselig. Die Textur beeinflusst stark die Verwendungsmöglichkeiten: Frischen Cilantro nutzt man als Garnitur, in Salaten oder frischen Salsas, während getrockneter Koriander sich besser für Gewürzmischungen, Marinaden und gekochte Gerichte eignet. Auch die Dosierung ändert sich - ein Teelöffel getrockneter Koriander entspricht etwa einer Handvoll frischer Blätter. Der Trocknungsprozess konzentriert die Aromen und macht sie weniger aufdringlich, weshalb manche Menschen getrockneten Koriander besser vertragen als die frische Variante. Beide Formen haben ihre Berechtigung in der Küche.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Gewürzkoriander und chinesischer Petersilie beim Trocknen?
    Gewürzkoriander und chinesische Petersilie sind eigentlich verschiedene Bezeichnungen für dieselbe Pflanze (Coriandrum sativum), jedoch beziehen sie sich auf unterschiedliche Pflanzenteile und Verwendungsformen. Als 'Gewürzkoriander' werden meist die getrockneten Samen der Korianderplanze bezeichnet, die ein anderes Aromaprofil haben als die Blätter. Die Samen sind süßlich-würzig und haben einen warmen, nussigen Geschmack. 'Chinesische Petersilie' hingegen bezieht sich auf die frischen grünen Blätter der gleichen Pflanze. Beim Trocknen unterscheidet sich der Prozess: Koriandersamen werden meist komplett getrocknet und oft geröstet oder gemahlen, während die Blätter (chinesische Petersilie) schonend getrocknet werden müssen, um ihr Aroma zu bewahren. Die Samen halten sich länger und intensivieren ihr Aroma sogar durch Röstung, während getrocknete Blätter milder werden. Beide Teile der Pflanze haben unterschiedliche kulinarische Anwendungen und ergänzen sich wunderbar in der Küche.
  8. Wie lagert man getrockneten Koriander richtig, um das Aroma zu bewahren?
    Die richtige Lagerung ist entscheidend für den langfristigen Aromabehalt von getrocknetem Koriander. Verwenden Sie ausschließlich luftdichte Behälter aus Glas oder Keramik, da Plastik Aromen aufnehmen und wieder abgeben kann. Dunkle oder undurchsichtige Behälter schützen zusätzlich vor schädlichem Lichteinfall. Der Lagerort sollte kühl, trocken und dunkel sein - ein Vorratsschrank oder eine Schublade in der Küche sind ideal. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit und starke Temperaturschwankungen. Bei optimaler Lagerung hält sich getrockneter Koriander etwa ein Jahr. Beschriften Sie die Behälter mit dem Datum, um die Frische im Blick zu behalten. Ein praktischer Tipp: Füllen Sie kleinere Mengen in separate Behälter ab, so setzen Sie nicht die gesamte Menge der Luft aus. Überprüfen Sie regelmäßig, ob sich Feuchtigkeit gebildet hat oder das Aroma nachlässt. Im Zweifel lieber frisch trocknen als minderwertigen Koriander zu verwenden.
  9. Welche Dörrgeräte eignen sich am besten für das Trocknen von Koriander?
    Für das Trocknen von Koriander eignen sich Dörrgeräte mit präziser Temperaturregelung und gleichmäßiger Luftzirkulation am besten. Ideal sind Modelle, die Temperaturen zwischen 30-40°C ermöglichen, da höhere Temperaturen die wertvollen ätherischen Öle zerstören können. Geräte mit mehreren Etagen und abnehmbaren Dörrgittern bieten Flexibilität für verschiedene Kräutermengen. Wichtige Merkmale sind ein Timer für automatische Abschaltung, leise Betriebsgeräusche und einfache Reinigung der Einsätze. Etablierte Gartenfachhändler wie samen.de informieren über die technischen Anforderungen beim Kräutertrocknen und können bei der Auswahl geeigneter Geräte beraten. Edelstahl-Dörrtabletts sind hygienischer und geschmacksneutraler als Kunststoff-Varianten. Die Trocknungsdauer bei Koriander liegt meist zwischen 2-4 Stunden, abhängig von der Blattdicke und Restfeuchtigkeit. Achten Sie auf ausreichende Luftzirkulation zwischen den Ebenen und überladen Sie das Gerät nicht. Qualitätsgeräte bieten gleichmäßige Ergebnisse und schonen die Aromastoffe optimal.
  10. Was sollte man beim Kauf von Koriander-Samen für den Anbau beachten?
    Beim Kauf von Koriander-Samen für den eigenen Anbau sind mehrere Qualitätskriterien entscheidend. Achten Sie auf frische, keimfähige Samen mit hoher Keimrate, idealerweise über 80%. Bio-zertifizierte Samen sind frei von chemischen Behandlungen und fördern nachhaltiges Gärtnern. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten meist verschiedene Koriander-Sorten an, von schnell wachsenden Blattkoriander-Varietäten bis hin zu Sorten, die sowohl für Blätter als auch Samen geeignet sind. Prüfen Sie das Erntejahr - Samen sollten nicht älter als 2-3 Jahre sein. Beachten Sie die Sortenunterschiede: Manche Varietäten neigen schneller zum Schossen, andere sind hitzeresistenter. Die Herkunft und Züchtung beeinflussen Geschmack und Wachstumseigenschaften. Lagern Sie gekaufte Samen kühl und trocken, um die Keimfähigkeit zu erhalten. Informieren Sie sich über die optimalen Aussaatzeiten in Ihrer Region und wählen Sie Sorten, die zu Ihren klimatischen Bedingungen passen. Qualitätssamen sind die Grundlage für aromatische Korianderblätter zum späteren Trocknen.
  11. Welche ätherischen Öle sind für das Aroma von getrocknetem Koriander verantwortlich?
    Das charakteristische Aroma von getrocknetem Koriander entsteht durch eine komplexe Mischung ätherischer Öle. Hauptverantwortlich ist Linalool, das bis zu 70% des ätherischen Öls ausmacht und für die frische, leicht zitronige Note sorgt. Geraniol verleiht dem Koriander blumige Nuancen, während α-Pinen und β-Pinen für würzig-harzig Komponenten verantwortlich sind. Decanal und andere Aldehyde tragen zur intensiven Duftnote bei, die manche Menschen als seifig empfinden. Beim Trocknungsprozess verändert sich die Zusammensetzung der ätherischen Öle: Leichtere Verbindungen verdampfen teilweise, wodurch schwerere, nussigere Aromaten stärker hervortreten. Kampfer und andere Terpene verstärken das würzige Profil. Die Konzentration der ätherischen Öle nimmt durch den Wasserentzug zu, weshalb getrockneter Koriander oft intensiver schmeckt als frischer. Die optimale Trocknungstemperatur von 35-40°C bewahrt diese wertvollen Aromaverbindungen und verhindert deren vorzeitige Verdampfung.
  12. Wie verändert sich die chemische Zusammensetzung von Koriander beim Trocknungsvorgang?
    Der Trocknungsprozess führt zu bedeutenden Veränderungen in der chemischen Zusammensetzung von Koriander. Der Wassergehalt reduziert sich von ursprünglich 85-90% auf etwa 8-12%, wodurch alle anderen Inhaltsstoffe konzentriert werden. Die ätherischen Öle erfahren qualitative Veränderungen: Leichtflüchtige Verbindungen wie bestimmte Aldehyde und Ester verdampfen teilweise, während schwerere Moleküle wie Linalool und Geraniol stabiler bleiben. Dies erklärt die Aromaverschiebung von frisch-zitronig zu nussig-würzig. Chlorophyll baut sich ab, was zum Farbwechsel von grün zu bräunlich führt. Enzyme werden durch den Wasserentzug inaktiviert, wodurch weitere biochemische Abbauprozesse gestoppt werden. Vitamine, besonders wasserlösliche wie Vitamin C, gehen teilweise verloren, während fettlösliche Vitamine stabiler bleiben. Mineralstoffe und Spurenelemente bleiben weitgehend erhalten und konzentrieren sich. Proteine und Kohlenhydrate verändern ihre Struktur, was die Textur von knackig zu brüchig wandelt. Diese chemischen Transformationen sind entscheidend für Haltbarkeit und Geschmacksprofil.
  13. Welche traditionellen Trocknungsmethoden wurden historisch für Koriander verwendet?
    Historisch entwickelten verschiedene Kulturen bewährte Methoden zur Koriander-Trocknung. Die älteste Technik ist die Lufttrocknung in schattigen, gut belüfteten Bereichen. Im Mittelmeerraum hängten Bauern Korianderblätter in Bündeln unter Dachvorsprüngen oder in luftigen Speichern auf. In Indien wurden Kräuter traditionell auf erhöhten Bambusgestellen oder Strohmatt en ausgebreitet und regelmäßig gewendet. Ägyptische und persische Kräuterhändler nutzten spezielle Trocknungshäuser mit Lehmwänden, die für konstante Temperaturen und Luftfeuchtigkeit sorgten. In Asien entwickelte sich das Trocknen auf heißen Steinen oder Tonplatten, wobei die Restwärme der Sonne genutzt wurde. Nomadische Völker trockneten Kräuter in Zelten mit guter Luftzirkulation. Auch das Eingraben in trockenem Sand oder Salz war eine bewährte Konservierungsmethode. Diese jahrhundertealten Techniken berücksichtigen bereits alle wichtigen Faktoren: Schatten, Luftbewegung, niedrige Temperaturen und Schutz vor Feuchtigkeit - Prinzipien, die auch heute noch gültig sind.
  14. Warum entwickelt getrockneter Koriander ein nussigeres Aroma als die frische Variante?
    Die Aromaverschiebung von frisch-zitronig zu nussig entsteht durch komplexe biochemische Prozesse während der Trocknung. Beim Wasserentzug konzentrieren sich die ätherischen Öle, wodurch deren relative Anteile zueinander verändert werden. Leichtflüchtige Aldehyde, die für die frische, manchmal als seifig empfundene Note verantwortlich sind, verdampfen teilweise. Gleichzeitig bleiben schwerere Aromaverbindungen wie bestimmte Terpene und Ester erhalten, die nussige, warme Noten besitzen. Der Trocknungsprozess aktiviert auch enzymatische Reaktionen, die neue Aromaverbindungen bilden. Maillard-ähnliche Reaktionen zwischen Aminosäuren und Zuckern können bei kontrollierten Trocknungstemperaturen auftreten und röstähnliche Aromen entwickeln. Die physikalische Zellstruktur verändert sich, wodurch Aromastoffe anders freigesetzt werden als bei frischen Blättern. Diese Konzentration und Umwandlung der Aromakomponenten führt zu dem charakteristischen, milderen und nussigeren Geschmacksprofil, das viele Menschen als angenehmer empfinden als den intensiven Geschmack frischer Korianderblätter.
  15. Wie kann man getrockneten Koriander in der asiatischen Küche verwenden?
    Getrockneter Koriander ist ein vielseitiges Gewürz in der asiatischen Küche und ergänzt zahlreiche traditionelle Gerichte. In indischen Currys verleiht er eine warme, nussige Grundnote und harmoniert perfekt mit Kurkuma, Kreuzkümmel und Garam Masala. Für thailändische und vietnamesische Gerichte eignet er sich als Basis für Curry-Pasten oder als Würzung für Suppen wie Pho. In chinesischen Schmorgerichten und Marinaden für Fleisch und Fisch entwickelt getrockneter Koriander sein volles Aroma. Besonders lecker ist er in selbstgemachten Gewürzmischungen für Wok-Gerichte oder als Bestandteil von Fünf-Gewürze-Pulver. In der koreanischen Küche passt er zu Kimchi-Variationen und Marinaden für gegrilltes Fleisch. Für indonesische Rendang oder malaysische Gerichte ist er unverzichtbar. Die Dosierung liegt meist bei 1/4 bis 1/2 Teelöffel pro Portion. Rösten Sie getrockneten Koriander vor der Verwendung kurz in einer trockenen Pfanne an - das intensiviert das Aroma erheblich und verleiht den Gerichten mehr Tiefe.
  16. Welche Dosierung von getrocknetem Koriander empfiehlt sich für mexikanische Gerichte?
    Die optimale Dosierung von getrocknetem Koriander in mexikanischen Gerichten liegt deutlich niedriger als bei frischem Cilantro. Als Faustregel gilt: 1/4 bis 1/2 Teelöffel getrockneter Koriander ersetzt eine Handvoll frische Blätter. Für klassische Salsas und Guacamole beginnen Sie mit einer Prise und steigern nach Geschmack. Bei Fleischmarinaden für Carne Asada oder Fajitas verwenden Sie etwa 1/2 Teelöffel pro 500g Fleisch. In Bohnengerichten wie Frijoles reicht 1/4 Teelöffel für vier Portionen. Für mexikanische Suppen und Eintöpfe wie Pozole oder Menudo eignen sich 1/2 bis 1 Teelöffel, je nach Intensität des gewünschten Aromas. In Gewürzmischungen für Tacos oder Enchiladas kann getrockneter Koriander bis zu 1 Teelöffel pro Portion Gewürzmischung ausmachen. Wichtig: Geben Sie getrockneten Koriander früh in den Kochprozess, damit er sein Aroma entfalten kann, anders als frischen Cilantro, der meist erst zum Schluss dazugegeben wird. Testen Sie die Intensität schrittweise - nachträglich reduzieren lässt sich die Würzung nicht.
  17. Stimmt es, dass getrockneter Koriander seinen Geschmack komplett verliert?
    Nein, diese Behauptung ist ein weit verbreiteter Irrtum. Getrockneter Koriander verliert zwar seine frische, zitronige Intensität, entwickelt aber ein völlig anderes, durchaus wertvolles Aromaprofil. Während frischer Cilantro lebendig und scharf schmeckt, wird getrockneter Koriander milder, nussiger und wärmer im Geschmack. Diese Transformation ist kein Verlust, sondern eine Veränderung der Aromacharakteristik. Richtig getrockneter und gelagerter Koriander behält seinen Geschmack etwa ein Jahr lang. Der Schlüssel liegt in der schonenden Trocknung bei niedrigen Temperaturen und der korrekten Aufbewahrung in luftdichten, dunklen Behältern. Viele Menschen, die frischen Koriander ablehnen, schätzen die milde Variante des getrockneten Krauts. In der internationalen Küche wird getrockneter Koriander gezielt für seine besonderen Eigenschaften eingesetzt - von indischen Gewürzmischungen bis zu mexikanischen Rubs. Bei minderwertiger Trocknung oder falscher Lagerung kann allerdings tatsächlich ein Aromaverlust auftreten, weshalb die Qualität des Trocknungsprozesses entscheidend ist.
  18. In welchen Regionen wird Wanzendill traditionell getrocknet und gelagert?
    Wanzendill ist eine alternative Bezeichnung für Koriander (Coriandrum sativum) und wird traditionell in verschiedenen Regionen weltweit getrocknet und gelagert. Im Mittelmeerraum, besonders in Griechenland, Spanien und Süditalien, hängen Bauern seit Jahrhunderten Korianderblätter in schattigen Innenhöfen und unter Dachvorsprüngen zum Trocknen auf. In Nordafrika, insbesondere in Marokko und Tunesien, wird der als Wanzendill bezeichnete Koriander in speziellen Trocknungshäusern mit Lehmwänden konserviert. Der Nahe Osten, einschließlich Libanon, Syrien und der Türkei, hat eine lange Tradition der Kräutertrocknung in gut belüfteten Speichern. In Osteuropa, besonders in Polen und Russland, wo der Begriff Wanzendill gebräuchlicher ist, werden die Blätter oft auf Dachböden oder in Gartenhäusern getrocknet. Auch in Teilen Deutschlands und Österreichs ist diese Bezeichnung bekannt. Die klimatischen Bedingungen dieser Regionen - warme, trockene Sommer mit geringer Luftfeuchtigkeit - eignen sich optimal für die traditionelle Lufttrocknung.
  19. Was ist der Unterschied zwischen getrocknetem Coriandrum sativum und arabischer Petersilie?
    Diese Frage basiert auf einem häufigen Verwirrungsfall, da Coriandrum sativum (echter Koriander) und arabische Petersilie oft verwechselt werden. Arabische Petersilie, auch als Glatte Petersilie oder Petroselinum crispum var. neapolitanum bekannt, ist botanisch eine andere Pflanze als Coriandrum sativum. Getrockneter echter Koriander (Coriandrum sativum) entwickelt ein nussiges, warmes Aroma mit leicht süßlichen Noten. Getrocknete arabische Petersilie behält hingegen ihren typischen, frischen Petersilien-Geschmack bei, der kräftig und leicht bitter sein kann. Optisch sind beide getrockneten Kräuter ähnlich, unterscheiden sich aber im Aroma erheblich. Echter Koriander hat beim Trocknen charakteristische ätherische Öle wie Linalool, während arabische Petersilie andere Aromaverbindungen enthält. In der Küche werden sie unterschiedlich eingesetzt: Getrockneter Koriander passt zu asiatischen und lateinamerikanischen Gerichten, während getrocknete arabische Petersilie eher in mediterranen und nahöstlichen Rezepten verwendet wird. Die Verwechslung entsteht oft durch ähnliche Blattformen und gemeinsame Namen in verschiedenen Sprachen.
  20. Wie unterscheidet sich die Haltbarkeit von getrockneten Korianderblättern und Koriandersamen?
    Die Haltbarkeit von getrockneten Korianderblättern und Koriandersamen unterscheidet sich erheblich aufgrund ihrer unterschiedlichen Struktur und Inhaltsstoffe. Getrocknete Korianderblätter halten bei optimaler Lagerung etwa 6-12 Monate, wobei das Aroma nach etwa 6 Monaten merklich nachlässt. Die zarten Blattstrukturen sind anfälliger für Licht, Luft und Feuchtigkeit. Koriandersamen hingegen haben eine deutlich längere Haltbarkeit von 2-4 Jahren, da ihre harte Schale die ätherischen Öle besser schützt. Ganze Samen halten länger als gemahlene, da weniger Angriffsfläche für Oxidation besteht. Die optimale Lagerung erfolgt für beide in luftdichten, dunklen Behältern bei kühlen Temperaturen. Korianderblätter verlieren schneller ihre grüne Farbe und werden bräunlich, während Samen ihre Farbe länger behalten. Beim Aromatest riechen frische getrocknete Blätter noch deutlich nach Koriander, während alte Blätter fast geruchlos werden. Samen können durch leichtes Rösten in einer trockenen Pfanne wieder aktiviert werden, was bei Blättern nicht funktioniert. Für optimale Qualität sollten beide Formen regelmäßig auf Frische überprüft werden.
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