Kräuter als Tee: Anbau und Zubereitung von Kräutertees

Kräutertees: Eine Reise durch Tradition und Geschmack

Kräutertees sind mehr als nur ein Getränk - sie sind eine Verbindung zur Natur und unserer Vergangenheit.

Grüne Blätter, goldene Momente

  • Kräutertees haben eine jahrtausendealte Geschichte
  • Eigener Anbau bietet Kontrolle über Qualität und Frische
  • Vielfalt an Kräutern ermöglicht individuelle Geschmackserlebnisse
  • Gesundheitliche Vorteile durch natürliche Inhaltsstoffe

Die faszinierende Welt der Kräutertees

Kräutertees sind seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil menschlicher Kultur. Schon die alten Ägypter, Griechen und Römer schätzten die wohltuende Wirkung verschiedener Kräuteraufgüsse. Im Mittelalter wurden Kräutertees in Klostergärten kultiviert und als Heilmittel eingesetzt. Heute erfreuen sich diese natürlichen Getränke einer Renaissance, nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern auch aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Warum sich der eigene Anbau lohnt

Der Anbau eigener Teekräuter bietet zahlreiche Vorteile. Zum einen haben Sie die volle Kontrolle über die Qualität Ihrer Kräuter. Sie wissen genau, wie sie angebaut wurden - ohne Pestizide oder künstliche Düngemittel. Zum anderen genießen Sie die Frische der selbst geernteten Kräuter, die oft aromaintensiver sind als gekaufte Produkte. Nicht zu vergessen ist der therapeutische Aspekt der Gartenarbeit selbst, die Stress abbaut und Freude bereitet.

Von Minze bis Thymian: Beliebte Teekräuter im Überblick

Pfefferminze: Der erfrischende Klassiker

Pfefferminze ist wohl eines der bekanntesten Teekräuter. Ihr kühlendes Aroma wirkt belebend und kann bei Verdauungsbeschwerden helfen. Die Pflanze ist robust und wächst schnell, weshalb sie sich ideal für Anfänger eignet. Allerdings sollte man ihr genügend Platz einräumen, da sie sich gerne ausbreitet.

Kamille: Der sanfte Beruhiger

Kamillentee ist bekannt für seine beruhigende Wirkung. Er kann bei Magenbeschwerden und Schlafproblemen helfen. Die Pflanze bevorzugt sonnige Standorte und sandigen Boden. Die Blüten werden geerntet, wenn sie sich voll entfaltet haben.

Zitronenmelisse: Das duftende Multitalent

Zitronenmelisse besticht durch ihren frischen, zitronigen Duft. Der Tee wirkt entspannend und kann bei leichten Schlafstörungen helfen. Die Pflanze gedeiht am besten an einem halbschattigen Standort und benötigt regelmäßige Wassergaben.

Salbei: Der würzige Heiler

Salbeitee wird traditionell bei Halsschmerzen und Erkältungen eingesetzt. Sein würziger Geschmack ist unverwechselbar. Die Pflanze liebt sonnige, trockene Standorte und kommt mit wenig Wasser aus.

Thymian: Das mediterrane Kraftpaket

Thymiantee hat eine antibakterielle Wirkung und kann bei Erkältungen unterstützend wirken. Sein intensives Aroma erinnert an mediterrane Küche. Die Pflanze bevorzugt sonnige, trockene Standorte und eignet sich auch gut für Balkon oder Terrasse.

Weniger bekannte Teekräuter entdecken

Neben den Klassikern gibt es eine Vielzahl weniger bekannter Teekräuter, die es zu entdecken gilt. Dazu gehören beispielsweise Zitronenverbene mit ihrem intensiven Zitrusaroma, Ysop mit seinem leicht bitteren Geschmack oder Gundelrebe, die früher als Heilpflanze hoch geschätzt wurde. Auch Blüten wie Ringelblume oder Malve können interessante Geschmacksnoten in Tees einbringen.

Kreative Kräuterkombinationen für einzigartige Teemischungen

Die Kunst des Teemischens eröffnet unendliche Möglichkeiten. Eine beliebte Kombination ist Pfefferminze mit Zitronenmelisse für einen erfrischenden Sommertee. Oder wie wäre es mit einer Mischung aus Thymian, Salbei und einem Hauch Rosmarin für einen wärmenden Wintertee? Experimentieren Sie mit verschiedenen Kräutern und finden Sie Ihre persönliche Lieblingsmischung.

Der richtige Standort für Ihre Teekräuter

Licht und Schatten: Was Kräuter mögen

Die meisten Teekräuter bevorzugen sonnige Standorte. Minze und Zitronenmelisse kommen auch mit Halbschatten zurecht. Beobachten Sie Ihre Pflanzen: Wenn die Blätter blass werden oder die Stängel sich stark strecken, brauchen sie wahrscheinlich mehr Licht.

Bodenbeschaffenheit: Das A und O für gesunde Kräuter

Ein lockerer, durchlässiger Boden ist ideal für die meisten Teekräuter. Schwere, lehmige Böden können Sie mit Sand oder Kompost verbessern. Mediterrane Kräuter wie Thymian und Salbei bevorzugen eher magere Böden, während Minze und Melisse nährstoffreichere Erde schätzen.

Feuchtigkeit und Drainage: Die richtige Balance finden

Die meisten Kräuter mögen es eher trocken als zu feucht. Eine gute Drainage ist entscheidend, um Staunässe zu vermeiden. Topfpflanzen sollten immer Löcher im Boden haben. Gießen Sie lieber seltener, dafür aber gründlich, anstatt häufig und oberflächlich.

Anbaumethoden für Teekräuter

Aussaat: Der Start ins Kräuterleben

Viele Teekräuter lassen sich leicht aus Samen ziehen. Säen Sie im Frühjahr in Anzuchtschalen oder direkt ins Beet. Feinsamige Kräuter wie Thymian nur leicht andrücken, nicht mit Erde bedecken. Halten Sie die Aussaat gleichmäßig feucht, bis die Samen gekeimt sind.

Stecklinge und Teilung: Schnelle Vermehrung

Kräuter wie Minze oder Salbei lassen sich einfach über Stecklinge vermehren. Schneiden Sie einen etwa 10 cm langen Trieb ab, entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie ihn in feuchte Erde. Pflanzen mit Wurzelausläufern wie Minze können Sie auch durch Teilung vermehren.

Topfkultur und Gartenbeet: Flexibel gärtnern

Ob Topf oder Beet - beides hat seine Vorteile. Töpfe sind flexibel und ermöglichen auch auf kleinem Raum einen Kräutergarten. Im Beet haben die Pflanzen mehr Platz zum Wurzeln. Achten Sie bei der Topfkultur auf ausreichend große Gefäße und gute Drainage.

Pflege und Düngung: So bleiben Ihre Teekräuter gesund

Organische Düngemethoden für kräftige Pflanzen

Die meisten Teekräuter kommen mit wenig Nährstoffen aus. Zu viel Dünger kann sogar das Aroma beeinträchtigen. Wenn Sie düngen, greifen Sie zu organischen Mitteln wie Kompost oder Brennnesseljauche. Eine dünne Mulchschicht aus Grasschnitt oder Laub versorgt die Pflanzen langsam mit Nährstoffen.

Bewässerung: Die Kunst des richtigen Gießens

Gießen Sie Ihre Kräuter am besten morgens und direkt an der Wurzel. Vermeiden Sie Staunässe, aber lassen Sie den Boden auch nicht völlig austrocknen. Die Fingerprobé hilft: Fühlt sich die Erde in 2-3 cm Tiefe trocken an, ist es Zeit zum Gießen.

Schnitt und Formgebung: Für buschige, ertragreiche Pflanzen

Regelmäßiges Zurückschneiden fördert buschiges Wachstum und verhindert, dass die Pflanzen verholzen. Schneiden Sie dabei nie mehr als ein Drittel der Pflanze ab. Bei vielen Kräutern können Sie den Schnitt gleich für Tee verwenden - frischer geht's nicht!

Mit diesen Grundlagen sind Sie bestens gerüstet, um Ihren eigenen Kräutergarten für Tee anzulegen. Ob auf dem Balkon oder im Garten - die Vielfalt der Teekräuter bietet für jeden Geschmack und jede Gelegenheit das Richtige. Experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten und Mischungen und genießen Sie Ihre selbst gezogenen Kräutertees!

Ernte und Verarbeitung von Teekräutern

Die richtige Ernte und Verarbeitung von Teekräutern ist entscheidend für die Qualität und den Geschmack des späteren Aufgusses. Hier erfahren Sie, worauf es dabei ankommt.

Der optimale Erntezeitpunkt

Der beste Zeitpunkt zur Ernte von Teekräutern ist morgens nach der Tautrocknung, aber bevor die Sonne zu intensiv wird. Zu diesem Zeitpunkt ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Generell sollten Sie Blätter und Blüten kurz vor oder zu Beginn der Blütezeit ernten. Bei Wurzeln und Rinden ist der Herbst ideal.

Erntemethoden für Teekräuter

Handernte

Die Handernte ist die schonendste Methode. Schneiden Sie die Pflanzenteile mit einer sauberen, scharfen Schere oder einem Messer ab. Bei Blättern und Blüten ernten Sie am besten die oberen 10-15 cm der Pflanze.

Werkzeuge und Hilfsmittel

Neben Schere und Messer können auch Erntekörbe, Handschuhe und bei größeren Mengen spezielle Erntemaschinen zum Einsatz kommen. Achten Sie darauf, dass alle Werkzeuge sauber und rostfrei sind.

Reinigung und Sortierung

Nach der Ernte sollten Sie die Kräuter vorsichtig von Schmutz, Insekten und welken Teilen befreien. Ein sanftes Abschütteln oder kurzes Abspülen mit kaltem Wasser reicht meist aus. Sortieren Sie beschädigte oder verfärbte Pflanzenteile aus.

Trocknungsmethoden für Teekräuter

Lufttrocknung

Die Lufttrocknung ist die natürlichste Methode. Binden Sie kleine Bündel und hängen Sie diese kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort auf. Alternativ können Sie die Kräuter auf Trockensieben oder sauberen Tüchern ausbreiten. Die Trocknung dauert je nach Kraut und Luftfeuchtigkeit 1-2 Wochen.

Ofentrocknung

Für eine schnellere Trocknung eignet sich der Backofen. Verteilen Sie die Kräuter auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech und trocknen Sie sie bei maximal 40°C für 2-4 Stunden. Lassen Sie die Ofentür einen Spalt offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Dehydrator

Ein Dörrgerät bietet eine kontrollierte Umgebung zum Trocknen. Stellen Sie die Temperatur auf 35-40°C ein und trocknen Sie die Kräuter für 1-4 Stunden, je nach Art und Feuchtigkeit.

Lagerung getrockneter Kräuter

Behälter und Umgebungsbedingungen

Bewahren Sie getrocknete Kräuter in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf. Gläser mit Schraubverschluss oder Blechdosen eignen sich gut. Lagern Sie die Behälter an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort.

Haltbarkeit und Qualitätskontrolle

Richtig gelagert halten sich die meisten Kräuter 6-12 Monate. Überprüfen Sie regelmäßig auf Schimmel oder Verfärbungen. Wenn die Kräuter ihren Duft verlieren, sollten Sie sie ersetzen.

Die Kunst der Kräutertee-Zubereitung

Die richtige Zubereitung ist entscheidend für den Geschmack und die Wirkung Ihres Kräutertees. Hier sind die wichtigsten Methoden und Tipps:

Grundlegende Zubereitungsmethoden

Heißer Aufguss

Der heiße Aufguss ist die gängigste Methode. Übergießen Sie die Kräuter mit kochendem Wasser und lassen Sie sie ziehen. Für zarte Blätter und Blüten reichen 80-90°C, robustere Kräuter vertragen 100°C.

Kalter Aufguss

Für einen erfrischenden Tee im Sommer eignet sich der kalte Aufguss. Geben Sie die Kräuter in kaltes Wasser und lassen Sie sie im Kühlschrank für 4-12 Stunden ziehen. Diese Methode ist besonders schonend für empfindliche Inhaltsstoffe.

Dekokt (Abkochung)

Für Wurzeln, Rinden und Samen verwenden Sie die Dekokt-Methode. Kochen Sie die Pflanzenteile für 10-15 Minuten in Wasser und lassen Sie sie anschließend noch 10-15 Minuten ziehen.

Dosierung und Ziehzeiten

Als Faustregel gilt: 1-2 Teelöffel getrocknete Kräuter oder 2-3 Teelöffel frische Kräuter pro Tasse (250 ml). Die Ziehzeit variiert je nach Kraut und gewünschter Intensität:

  • Blätter und Blüten: 5-10 Minuten
  • Samen und Früchte: 10-15 Minuten
  • Wurzeln und Rinden: 15-20 Minuten

Verwendung frischer vs. getrockneter Kräuter

Frische Kräuter haben oft ein intensiveres Aroma, während getrocknete Kräuter konzentrierter sind. Verwenden Sie bei frischen Kräutern die doppelte bis dreifache Menge im Vergleich zu getrockneten. Frische Kräuter eignen sich besonders gut für Kaltaufgüsse.

Tipps für optimalen Geschmack und Wirkung

  • Verwenden Sie weiches oder gefiltertes Wasser für ein besseres Aroma.
  • Decken Sie den Tee während des Ziehens ab, um flüchtige Öle zu bewahren.
  • Experimentieren Sie mit Kräutermischungen für neue Geschmackserlebnisse.
  • Süßen Sie Ihren Tee bei Bedarf mit Honig oder Stevia statt Zucker.
  • Trinken Sie Kräutertees am besten ohne Milch, um die Wirkung nicht zu beeinträchtigen.

Mit diesen Grundlagen können Sie nun Ihre eigenen Kräutertees zubereiten und genießen. Experimentieren Sie mit verschiedenen Kräutern und Zubereitungsmethoden, um Ihren perfekten Tee zu finden.

Gesundheitliche Aspekte von Kräutertees

Kräutertees sind nicht nur wohlschmeckend, sondern können auch positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Viele Menschen greifen auf diese natürlichen Heilmittel zurück, um ihr Wohlbefinden zu steigern.

Allgemeine Vorteile von Kräutertees

Kräutertees bieten eine Vielzahl von Vorteilen:

  • Reich an Antioxidantien
  • Unterstützung des Immunsystems
  • Förderung der Verdauung
  • Stressabbau und Entspannung
  • Natürliche Entzündungshemmung

Zudem sind sie meist koffeinfrei und können somit auch abends genossen werden, ohne den Schlaf zu beeinträchtigen.

Spezifische Wirkungen verschiedener Kräuter

Jedes Kraut hat seine eigenen besonderen Eigenschaften. Hier ein Blick auf einige beliebte Teekräuter:

Beruhigende Kräuter

Baldrian: Bekannt für seine schlaffördernde Wirkung. Der Wurzeltee wird oft bei Einschlafproblemen und Unruhe verwendet.

Lavendel: Nicht nur ein Duftkraut, sondern auch als Tee wirksam gegen Nervosität und leichte Angstzustände.

Verdauungsfördernde Kräuter

Fenchel: Lindert Blähungen und Krämpfe im Magen-Darm-Bereich. Besonders beliebt bei Säuglingen und Kleinkindern.

Anis: Ähnlich wie Fenchel, hilft bei Verdauungsbeschwerden und kann auch den Appetit anregen.

Immunstärkende Kräuter

Echinacea: Stärkt das Immunsystem und kann die Dauer von Erkältungen verkürzen.

Holunder: Reich an Vitamin C und Antioxidantien, unterstützt die Abwehrkräfte besonders in der kalten Jahreszeit.

Mögliche Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Obwohl Kräutertees im Allgemeinen als sicher gelten, sollten einige Punkte beachtet werden:

  • Allergische Reaktionen können auftreten, besonders bei Personen mit Pollenallergien.
  • Manche Kräuter können in hohen Dosen oder bei längerer Anwendung unerwünschte Wirkungen haben.
  • Schwangere und stillende Frauen sollten vor dem Konsum bestimmter Kräutertees ihren Arzt konsultieren.
  • Bei Vorerkrankungen ist Vorsicht geboten, da einige Kräuter den Blutdruck oder die Blutzuckerwerte beeinflussen können.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Einige Kräutertees können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen:

  • Johanniskraut kann die Wirksamkeit der Anti-Baby-Pille herabsetzen.
  • Ginkgo und Knoblauch können blutverdünnende Medikamente in ihrer Wirkung verstärken.
  • Kamille und Salbei können die Aufnahme von Eisen beeinträchtigen.

Es ist ratsam, bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme mit dem Arzt über den Konsum von Kräutertees zu sprechen.

Kreative Verwendung von Kräutertees

Kräutertees müssen nicht langweilig sein! Es gibt viele Möglichkeiten, sie kreativ einzusetzen und zu genießen.

Kräuterteemischungen kreieren

Grundlagen der Teemischung

Bei der Erstellung eigener Teemischungen sollte man beachten:

  • Harmonie der Geschmäcker: Nicht alle Kräuter passen zusammen.
  • Ausgewogenheit: Eine Basiszutat (50-80%), eine oder zwei Nebenzutaten (20-40%) und eventuell eine Akzentzutat (5-10%).
  • Qualität: Nur hochwertige, frische oder gut getrocknete Kräuter verwenden.

Beliebte Kombinationen

Einige bewährte Mischungen sind:

  • Pfefferminze, Zitronenmelisse und ein Hauch Lavendel für einen erfrischenden Abendtee
  • Hagebutte, Hibiskus und Apfelstücke für einen fruchtigen Genuss
  • Brennnessel, Löwenzahn und Schafgarbe als entgiftende Mischung

Saisonale Mischungen

Je nach Jahreszeit können unterschiedliche Kräuter im Vordergrund stehen:

  • Frühling: Bärlauch, Gänseblümchen und Birkenblätter für einen Frühjahrsputz von innen
  • Sommer: Eiskalter Pfefferminz-Melissen-Tee mit frischen Erdbeeren
  • Herbst: Thymian, Salbei und Ingwer zur Stärkung der Abwehrkräfte
  • Winter: Zimt, Sternanis und Orangenschalen für wohlige Wärme

Kräutertees in der Küche

Als Zutat in Gerichten

Kräutertees können auch beim Kochen eingesetzt werden:

  • Kamillentee als Basis für eine leichte Sauce zu Fisch
  • Starker Rosmarintee zum Marinieren von Lammfleisch
  • Pfefferminztee in Schokoladendesserts für eine frische Note

In Getränken und Cocktails

Kräutertees eignen sich hervorragend für erfrischende Sommergetränke:

  • Eistee aus Hibiskus und Zitronenmelisse
  • Mojito mit frischer Pfefferminze und Limette
  • Lavendel-Limonade für einen entspannenden Drink

Kosmetische Anwendungen

Viele Kräutertees haben auch in der Naturkosmetik ihren Platz:

  • Kamillenaufguss als beruhigende Gesichtslotion
  • Rosmarintee als Haarspülung für glänzendes Haar
  • Grüner Tee in selbstgemachten Gesichtsmasken gegen Hautalterung

Aromatherapie mit Kräutertees

Die ätherischen Öle in Kräutertees können auch zur Aromatherapie genutzt werden:

  • Lavendeltee vor dem Schlafengehen im Schlafzimmer verdampfen
  • Pfefferminztee bei Kopfschmerzen inhalieren
  • Zitronenmelissentee zur Raumbeduftung für eine entspannte Atmosphäre

Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Kräutertees zeigen, dass sie weit mehr sind als nur ein Getränk. Von der Gesundheitsförderung bis hin zu kreativen Anwendungen in Küche und Kosmetik bieten sie ein breites Spektrum an Möglichkeiten, die es zu entdecken gilt.

Nachhaltigkeit und Umweltaspekte beim Kräuteranbau

Der eigene Kräuteranbau für Tees ist nicht nur eine Freude für Gaumen und Sinne, sondern auch ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Lasst uns mal genauer hinschauen, warum das so ist und wie wir dabei die Umwelt schonen können.

Vorteile des eigenen Anbaus

Wer seine Teekräuter selbst anbaut, hat gleich mehrere Asse im Ärmel. Erstens: Man weiß genau, was drin ist. Keine versteckten Pestizide oder andere unerwünschte Überraschungen. Zweitens: Die Transportwege fallen weg. Kein Kräutertee, der um die halbe Welt gereist ist, bevor er in der Tasse landet. Und drittens: Man hat immer frische Kräuter zur Hand. Klingt doch nach 'ner runden Sache, oder?

Bio-Anbau von Teekräutern

Bio ist nicht nur ein Trend, sondern eine echte Chance für unsere Umwelt. Beim Bio-Anbau von Teekräutern verzichtet man auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger. Stattdessen setzt man auf natürliche Methoden wie Fruchtfolge, Kompost und nützliche Insekten. Das Ergebnis? Gesunde Pflanzen, ein lebendiger Boden und jede Menge Artenvielfalt im Garten. Nebenbei bemerkt: Bio-Kräuter schmecken oft intensiver – ein echtes Geschmackserlebnis in der Teetasse!

Wildsammlung: Möglichkeiten und Grenzen

Die Wildsammlung von Kräutern hat was Romantisches, oder? Man streift durch Wald und Flur und sammelt, was die Natur so hergibt. Aber Vorsicht: Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Erstens muss man die Pflanzen genau kennen – niemand will versehentlich was Giftiges in seinen Tee mischen. Zweitens gilt es, nur dort zu sammeln, wo es erlaubt ist und die Natur nicht geschädigt wird. Und drittens: Immer nur so viel nehmen, dass genug für die Vermehrung der Pflanzen übrig bleibt. Nachhaltigkeit in Reinform, sozusagen.

Ressourcenschonung durch Kräuteranbau

Wer Kräuter anbaut, tut was Gutes für die Umwelt. Klingt komisch, ist aber so. Kräuter brauchen in der Regel weniger Wasser als viele andere Nutzpflanzen. Manche sind richtige Überlebenskünstler und kommen mit kargen Böden zurecht. Und das Beste: Viele Kräuter sind mehrjährig. Das heißt, man muss nicht jedes Jahr neu säen und den Boden bearbeiten. Weniger Arbeit für uns, weniger Stress für die Natur. Win-win, würde ich sagen!

Wenn's mal nicht so läuft: Troubleshooting beim Kräuteranbau

Auch beim Kräuteranbau läuft nicht immer alles glatt. Aber keine Sorge, für die meisten Probleme gibt's 'ne Lösung. Hier ein paar Tipps für häufige Stolpersteine:

Häufige Probleme und Lösungen

Schädlinge und Krankheiten

Blattläuse, Mehltau & Co. können einem schon mal den Spaß verderben. Aber bevor man gleich zur chemischen Keule greift, gibt's ein paar sanftere Methoden:

  • Blattläuse: Ein starker Wasserstrahl oder eine Seifenlauge können Wunder wirken.
  • Mehltau: Befallene Blätter entfernen und für mehr Luftzirkulation sorgen.
  • Schnecken: Kaffeesatz oder Eiersch alen als Barriere um die Pflanzen streuen.

Wachstumsprobleme

Manchmal wollen die Kräuter einfach nicht so, wie wir uns das vorstellen. Oft liegt's am Standort oder der Pflege:

  • Gelbe Blätter? Könnte Nährstoffmangel sein. Ein bisschen Kompost hilft oft schon.
  • Kümmerliches Wachstum? Vielleicht zu wenig Licht oder zu viel Konkurrenz durch Unkraut.
  • Welke Pflanzen? Gießen nicht vergessen, aber Staunässe vermeiden!

Überwinterung von Kräutern

Der Winter kann für manche Kräuter eine echte Herausforderung sein. Aber mit ein paar Tricks kommen sie gut durch die kalte Jahreszeit:

  • Frostempfindliche Kräuter wie Basilikum oder Zitronenverbene in Töpfen ins Haus holen.
  • Robustere Sorten wie Thymian oder Salbei mit Reisig oder Laub abdecken.
  • Mediterrane Kräuter wie Rosmarin an eine geschützte Stelle stellen und bei Frost einpacken.

Vermeidung von Über- oder Unterernte

Beim Ernten gilt: Maß halten! Zu viel ist genauso schlecht wie zu wenig. Ein paar Fausregeln:

  • Nie mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal ernten.
  • Junge Blätter und Triebspitzen ernten, das regt das Wachstum an.
  • Bei mehrjährigen Kräutern im Herbst nicht mehr schneiden, damit sie gut überwintern können.

Ein Hoch auf die Kräuter!

So, jetzt haben wir uns durch die Welt der Teekräuter geschnippelt, gepflanzt und geerntet. Was bleibt zu sagen? Kräuteranbau ist nicht nur was für Profis. Jeder kann's lernen, und es macht einfach Spaß. Ob auf dem Balkon, im Garten oder sogar auf der Fensterbank – überall ist Platz für ein paar duftende Kräuter.

Denkt dran: Es muss nicht gleich der perfekte Kräutergarten sein. Fangt klein an, probiert aus und lernt dazu. Die Natur ist geduldig und vergibt auch mal den einen oder anderen Fehler. Und das Beste: Am Ende wartet eine Tasse selbstgemachter Kräutertee auf euch. Was gibt's Schöneres?

In Zukunft werden wir vielleicht noch mehr alte, fast vergessene Kräutersorten wiederentdecken. Oder neue Mischungen kreieren, die nicht nur gut schmecken, sondern auch was für unsere Gesundheit tun. Wer weiß, vielleicht züchtet ihr ja die nächste Tee-Sensation in eurem Garten?

Also, Ärmel hochkrempeln und los geht's! Euer Kräutergarten wartet schon. Und wer weiß – vielleicht entdeckt ihr dabei nicht nur neue Lieblingstees, sondern auch eine ganz neue Leidenschaft. In diesem Sinne: Auf gutes Gelingen und genussvolle Tee-Momente!

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