Kresse-Keimsprossen optimal ernten und aufbewahren

Kresse-Keimsprossen: Kleine Kraftpakete für die Küche

Kresse-Keimsprossen bereichern mit ihrem würzigen Aroma und wertvollen Nährstoffen unsere Küche. Der Anbau ist einfach und die Ernte schnell - perfekt für alle, die frische Kräuter lieben, aber nicht viel Zeit oder Platz haben.

Kresse-Wissen kompakt

  • Vielseitig einsetzbar in der Küche
  • Reich an Vitaminen und Mineralstoffen
  • Einfacher Anbau zu Hause möglich
  • Ernte bereits nach 7-10 Tagen
  • Verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Eigenschaften

Die Bedeutung von Kresse in der Küche

In den letzten Jahren hat Kresse in der Küche zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die kleinen Keimsprossen sind wahre Alleskönner. Ihr leicht scharfer, nussiger Geschmack verleiht Salaten, Suppen und Sandwiches eine besondere Note. Dabei sind Kresse-Keimsprossen nicht nur geschmacklich eine Bereicherung, sondern auch ein echtes Superfood.

In meinem Garten baue ich verschiedene Kresse-Sorten an und bin immer wieder begeistert von ihrer Vielseitigkeit. Ob als Garnitur, im Smoothie oder als Pesto verarbeitet - Kresse wertet jedes Gericht auf. Und das Beste daran? Man braucht nicht einmal einen Garten, um in den Genuss zu kommen!

Vorteile von selbst angebauter Kresse

Der Anbau von Kresse zu Hause bietet zahlreiche Vorteile. Er ist so einfach, dass selbst absolute Gartenanfänger innerhalb weniger Tage ihre erste Ernte einfahren können. Zudem hat man so immer frische Kresse zur Hand, ohne extra in den Supermarkt gehen zu müssen - ein echter Zeitsparer im hektischen Alltag.

Ein weiterer Pluspunkt: Selbst gezogene Kresse ist in der Regel aromatischer und nährstoffreicher als gekaufte. Die Keimsprossen können direkt vor dem Verzehr geerntet werden und behalten so ihre wertvollen Inhaltsstoffe. Außerdem weiß man genau, wie die Kresse angebaut wurde - ohne Pestizide oder andere unerwünschte Zusätze.

Kresse-Sorten und ihre Eigenschaften

Gartenkresse

Die Gartenkresse (Lepidium sativum) ist wohl die bekannteste und am häufigsten angebaute Kresse-Sorte. Sie hat einen milden, leicht pfeffrigen Geschmack und eignet sich hervorragend für Salate, Kräuterquark oder als Garnitur. Die zarten Blättchen sind reich an Vitamin C, Eisen und Senfölen - eine wahre Nährstoffbombe auf kleinstem Raum.

Brunnenkresse

Brunnenkresse (Nasturtium officinale) hat einen kräftigeren, schärferen Geschmack als ihre Garten-Cousine. Sie wächst natürlicherweise an Bachläufen und ist besonders reich an Vitamin C und Jod. In der Küche passt Brunnenkresse wunderbar zu Fischgerichten oder in grüne Smoothies. Ich verwende sie gerne, um herzhaften Suppen eine frische Note zu verleihen.

Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist ein echter Hingucker mit ihren hübschen, essbaren Blüten. Sowohl Blätter als auch Blüten haben einen würzig-scharfen Geschmack und eignen sich hervorragend als essbare Dekoration. Die Pflanze enthält viel Vitamin C und hat antibakterielle Eigenschaften - ein wahrer Allrounder für Küche und Gesundheit.

Andere Kresse-Varianten

Die Welt der Kresse ist vielfältig und es gibt noch zahlreiche weitere Sorten, die sich für den Anbau eignen. Hier ein paar spannende Varianten:

  • Senfkresse: mit scharfem, senfartigem Aroma - perfekt für Liebhaber kräftiger Geschmäcker
  • Rucola-Kresse: nussig-würzig im Geschmack und eine tolle Alternative zum klassischen Rucola
  • Radieschenkresse: mit leichtem Rettich-Aroma, das wunderbar zu asiatischen Gerichten passt

Jede Sorte hat ihre eigenen geschmacklichen Nuancen und Einsatzmöglichkeiten in der Küche. Es lohnt sich wirklich, verschiedene Varianten auszuprobieren und die eigenen Favoriten zu entdecken!

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Anbau von Kresse-Keimsprossen

Geeignete Substrate

Für den Anbau von Kresse-Keimsprossen eignen sich verschiedene Substrate. Am einfachsten ist sicherlich die Anzucht auf feuchtem Küchenpapier oder Watte. Wer es natürlicher mag, kann auch Erde oder spezielle Keimsprossen-Substrate verwenden. Das Wichtigste ist dabei, dass das Substrat feucht gehalten wird, ohne dass die Samen im Wasser stehen.

Persönlich bevorzuge ich eine Mischung aus Kokoserde und feinem Sand. Diese Kombination hält die Feuchtigkeit gut und bietet den Wurzeln optimalen Halt. Aber keine Sorge - auch auf der Fensterbank in einer flachen Schale mit Küchenpapier funktioniert der Anbau problemlos. Es muss also nicht gleich ein ganzer Garten her!

Aussaat und Keimung

Die Aussaat von Kresse ist wirklich kinderleicht. Die Samen werden einfach gleichmäßig und nicht zu dicht auf dem feuchten Substrat verteilt. Anders als bei vielen anderen Pflanzen müssen Kresse-Samen nicht mit Erde bedeckt werden - sie sind echte Sonnenanbeter und keimen auch im Licht.

Die optimale Keimtemperatur liegt zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Bei diesen Bedingungen zeigen sich bereits nach 2-3 Tagen die ersten Keimlinge - ein faszinierender Prozess, den man täglich beobachten kann. Um die Feuchtigkeit zu halten, kann man die Aussaatschale mit einer durchsichtigen Folie oder einem Glasdeckel abdecken. So entsteht ein kleines Miniatur-Gewächshaus auf der Fensterbank.

Pflege während des Wachstums

Die Pflege von Kresse-Keimsprossen ist erfreulich unkompliziert. Das Wichtigste ist, das Substrat gleichmäßig feucht zu halten. Am besten besprüht man die Keimlinge täglich vorsichtig mit Wasser. Vorsicht ist allerdings geboten: Stehendes Wasser sollte vermieden werden, da sonst Schimmelbildung droht. Ein guter Tipp ist, überschüssiges Wasser einfach abzugießen.

Kresse benötigt für ein gesundes Wachstum ausreichend Licht. Ein heller Standort auf der Fensterbank ist ideal. Direktes Sonnenlicht sollte jedoch vermieden werden, da die zarten Pflänzchen sonst verbrennen könnten. Ein bisschen wie bei uns Menschen - Sonne ja, aber bitte mit Maß!

Eine Düngung ist bei der kurzen Kulturzeit nicht nötig. Die Nährstoffe im Samen reichen für das Wachstum der Keimsprossen völlig aus. Nach etwa einer Woche sind die Kresse-Keimsprossen erntereif und können genossen werden. Frischer geht's nicht!

Der richtige Erntezeitpunkt für Kresse-Keimsprossen

Wenn es um Kresse-Keimsprossen geht, macht der richtige Erntezeitpunkt oft den entscheidenden Unterschied. Diese kleinen grünen Wunder entfalten ihr volles Aroma und ihre Nährstoffpower nämlich erst zum richtigen Zeitpunkt. Aber wie erkennt man diesen?

Optimale Größe der Keimsprossen

In meiner langjährigen Erfahrung hat sich gezeigt, dass Kresse-Keimsprossen zwischen 5 und 8 Zentimetern am besten schmecken. In diesem Stadium sind sie nicht nur geschmacklich auf dem Höhepunkt, sondern auch prall gefüllt mit Nährstoffen. Größere Sprossen neigen leider dazu, etwas holzig und bitter zu werden - nicht gerade das, was wir in unserem Salat haben möchten!

Anzeichen für Erntereife

Neben der Größe gibt es weitere Hinweise, die verraten, wann die Kresse erntereif ist:

  • Die ersten beiden Keimblätter haben sich voll entfaltet
  • Die Sprossen leuchten in einem frischen Grün
  • Der typische, leicht pfeffrige Kresse-Duft liegt in der Luft

Mit der Zeit entwickelt man ein gutes Gespür dafür. Es ist fast wie bei einem guten Wein - man lernt, den perfekten Moment zu erkennen.

Einfluss des Erntezeitpunkts auf Geschmack und Nährwert

Der Erntezeitpunkt beeinflusst maßgeblich, was wir am Ende auf dem Teller haben:

  • Zu früh geerntet: Die Sprossen schmecken noch etwas blass und haben weniger Nährstoffe entwickelt
  • Optimal geerntet: Hier erreichen wir den Jackpot - maximaler Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, gepaart mit einem intensiv würzigen Geschmack
  • Zu spät geerntet: Der Geschmack wird bitter, die Konsistenz holzig und der Nährwert nimmt ab - schade um die Mühe!

Übrigens, für Liebhaber der Schärfe: Je jünger die Sprossen, desto intensiver ist oft die Schärfe. Also ruhig mal experimentieren und den eigenen Geschmack finden!

Erntemethoden für Kresse-Keimsprossen

Die richtige Erntetechnik ist entscheidend, um die zarten Sprossen nicht zu malträtieren und ihre Haltbarkeit zu verlängern. Hier ein paar Tipps aus meiner Praxis:

Werkzeuge und Hilfsmittel

Für die Ernte braucht es nicht viel:

  • Eine saubere, scharfe Schere - am besten eine kleine Küchenschere für präzises Arbeiten
  • Eventuell ein Messer für hartnäckige Stellen
  • Ein sauberes Gefäß zum Auffangen der Sprossen

Schnitttechniken

Es gibt zwei bewährte Methoden, Kresse zu ernten:

  • Die Rasur-Methode: Hierbei schneiden Sie die Sprossen knapp über der Wurzel ab. Ideal, wenn Sie die gesamte Ernte auf einmal verwenden möchten.
  • Die selektive Ernte: Bei dieser Methode pflücken Sie nur die größten Sprossen und lassen die kleineren weiterwachsen. So können Sie über einen längeren Zeitraum ernten - praktisch für den täglichen Bedarf.

Wichtig ist, die Sprossen nicht zu quetschen oder zu zerreißen. Ein sauberer Schnitt sorgt dafür, dass sie länger frisch bleiben.

Hygiene bei der Ernte

Sauberkeit ist bei der Kresse-Ernte das A und O:

  • Waschen Sie Ihre Hände gründlich vor der Ernte
  • Verwenden Sie nur saubere Werkzeuge
  • Vermeiden Sie Kontakt mit Erde oder anderen Verunreinigungen

Kresse ist leider anfällig für Schimmel. Durch hygienisches Arbeiten beugen Sie einer Kontamination vor und verlängern die Haltbarkeit Ihrer Ernte. Es wäre doch schade, wenn die Mühe umsonst wäre!

Nacherntebehandlung von Kresse-Keimsprossen

Nach der Ernte ist vor dem Genuss. Mit der richtigen Nachbehandlung bleiben Ihre Kresse-Sprossen länger frisch und lecker.

Reinigung der geernteten Kresse

Obwohl Kresse in der Regel sehr sauber wächst, schadet eine vorsichtige Reinigung nicht:

  • Entfernen Sie vorsichtig eventuell anhaftende Samenschalen oder welke Blättchen
  • Bei Bedarf können Sie die Sprossen kurz unter kaltem Wasser abspülen
  • Schütteln Sie überschüssiges Wasser vorsichtig ab

Vorsicht: Die Sprossen nicht zu lange im Wasser lassen, das verkürzt ihre Haltbarkeit.

Trocknen der Keimsprossen

Feuchtigkeit ist der größte Feind frisch geernteter Kresse. Daher ist gründliches Trocknen wichtig:

  • Legen Sie die Sprossen auf ein sauberes Küchentuch oder Küchenpapier
  • Tupfen Sie sie vorsichtig trocken
  • Lassen Sie sie an der Luft vollständig trocknen

Ein kleiner Tipp aus meiner Küche: Eine Salat-Schleuder eignet sich hervorragend zum schonenden Trocknen größerer Mengen Kresse.

Vorbereitung für die Lagerung

Die richtige Vorbereitung ist entscheidend für eine lange Haltbarkeit:

  • Entfernen Sie alle beschädigten oder welken Sprossen
  • Wickeln Sie die Kresse locker in ein leicht feuchtes Küchentuch
  • Legen Sie sie in eine luftdurchlässige Plastiktüte oder einen Frischebeutel

So vorbereitet, halten sich Ihre Kresse-Sprossen im Kühlschrank bis zu einer Woche frisch. Perfekt, um immer frische Kresse für Ihre Gerichte parat zu haben!

Aufbewahrung frisch geernteter Kresse für maximalen Genuss

Die richtige Lagerung von Kresse-Keimsprossen ist entscheidend, um ihren knackigen Geschmack und wertvollen Nährstoffe möglichst lange zu erhalten. Hier ein paar bewährte Methoden aus meiner Erfahrung:

Kurzzeitige Frischhaltung im Kühlschrank

Für den baldigen Verzehr eignet sich die Aufbewahrung im Kühlschrank hervorragend. Wickeln Sie die Kresse locker in ein leicht angefeuchtetes Küchentuch und legen Sie sie in eine Plastiktüte oder einen luftdurchlässigen Behälter. Bei 4-8°C bleiben die Sprossen so etwa 3-5 Tage frisch. Ein wichtiger Hinweis: Achten Sie darauf, dass die Kresse nicht zu feucht wird. Übermäßige Feuchtigkeit kann schnell zu unerwünschter Schimmelbildung führen.

Längerfristige Aufbewahrung für Kresse-Enthusiasten

Möchten Sie Ihre Kresse-Keimsprossen länger frisch halten, probieren Sie doch mal diese Methode: Stellen Sie die Sprossen in ein Glas mit einer kleinen Menge Wasser am Boden. Platzieren Sie das Glas an einem kühlen, hellen Ort, aber vermeiden Sie direktes Sonnenlicht. Denken Sie daran, das Wasser alle 2-3 Tage zu wechseln. So können die Sprossen nicht nur bis zu 2 Wochen frisch bleiben, sondern sogar weiterwachsen - ein faszinierender Prozess zu beobachten!

Einfrieren als Notlösung

In Ausnahmefällen lässt sich Kresse auch einfrieren. Zugegeben, sie verliert dabei etwas an Textur, behält aber erstaunlicherweise ihr charakteristisches Aroma. Waschen und trocknen Sie die Kresse gründlich, bevor Sie sie in einen Gefrierbeutel geben. Drücken Sie vorsichtig die Luft heraus und verschließen Sie den Beutel sorgfältig. Im Gefrierschrank hält sich die Kresse so bis zu einem halben Jahr. Ein Tipp aus meiner Küche: Verwenden Sie die gefrorene Kresse am besten direkt, ohne sie aufzutauen - so bleibt der Geschmack am intensivsten.

Kreative Verwendungsmöglichkeiten für Kresse-Keimsprossen

Kresse ist ein wahres Multitalent in der Küche. Ihr leicht scharfer, pfeffriger Geschmack bereichert zahlreiche Gerichte. Lassen Sie sich von diesen Ideen inspirieren:

Kresse als frischer Kick in Salaten und Sandwiches

Frische Kresse-Keimsprossen sind der perfekte Begleiter für Salate. Sie verleihen ihnen nicht nur eine würzige Note, sondern auch einen Boost an Nährstoffen. Einfach eine Handvoll über den Lieblingssalat streuen oder untermischen - schon hat man ein Geschmackserlebnis der besonderen Art. In Sandwiches oder Wraps sorgt Kresse für einen knackigen Biss und ein erfrischendes Aroma. Mein persönlicher Favorit: ein rustikales Vollkornbrot mit cremigem Frischkäse, knackiger Gurke und einer großzügigen Portion Kresse - der ideale Snack für zwischendurch!

Kresse als dekorative und schmackhafte Garnitur

Als Garnitur macht Kresse auf vielen Gerichten eine ausgezeichnete Figur. Versuchen Sie mal, sie über Suppen, Eiergerichte oder Aufläufe zu streuen - Sie werden überrascht sein, wie viel Frische das in ein Gericht bringt. Besonders lecker finde ich Kresse auf einem herzhaften Kartoffelsalat oder als Topping für eine selbstgemachte Quiche. Auch zu Fischgerichten passt Kresse hervorragend und bringt eine frische Note ein, die das Geschmackserlebnis abrundet.

Kresse in der warmen Küche

Obwohl Kresse meist roh verwendet wird, kann man mit ihr auch in gekochten Speisen experimentieren. Ein kleiner Tipp: Geben Sie die Kresse kurz vor Ende der Garzeit zu Gemüsepfannen, Risotto oder Pasta-Gerichten. So bleibt das Aroma erhalten und die Kresse behält etwas Biss. Ein absoluter Geheimtipp aus meiner Küche: Kresse-Pesto! Einfach Kresse mit gutem Olivenöl, gerösteten Pinienkernen und würzigem Parmesan pürieren - das schmeckt nicht nur fantastisch zu Nudeln, sondern auch als Brotaufstrich.

Vitaminbombe: Kresse in Smoothies und Säften

Für einen extra Vitaminkick eignet sich Kresse auch hervorragend in Smoothies und frisch gepressten Säften. Eine meiner Lieblingskreationen: Kresse mit knackigen Äpfeln, zartem Babyspinat und einem Spritzer Zitrone zu einem grünen Smoothie mixen. Oder wie wäre es mit einer Kombination aus Kresse, süßen Karotten und erfrischender Orange als Saft? Der leicht scharfe Geschmack der Kresse harmoniert überraschend gut mit süßem Obst und verleiht Ihren Drinks eine interessante, leicht pikante Note.

Egal, wie Sie Kresse verwenden - sie bringt immer eine Portion Frische und wertvolle Nährstoffe in Ihre Küche. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und entdecken Sie Ihre ganz persönlichen Lieblingsrezepte mit diesem vielseitigen Küchenkraut!

Nährwert und gesundheitliche Vorteile von Kresse

Kresse ist nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch ein wahres Kraftpaket für unsere Gesundheit. Die Nährstoffdichte dieser kleinen Pflanze ist wirklich beeindruckend. Lassen Sie uns einen genaueren Blick auf die wichtigsten Inhaltsstoffe werfen:

Vitamine und Mineralstoffe in Kresse

Kresse strotzt förmlich vor Vitaminen, insbesondere Vitamin C, K und verschiedenen B-Vitaminen. Stellen Sie sich vor: Gerade einmal 100 Gramm Kresse liefern etwa 60 mg Vitamin C - das deckt nahezu den Tagesbedarf eines Erwachsenen! Auch bei Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium und Kalium kann sich Kresse sehen lassen. In meinem Garten baue ich verschiedene Kresse-Sorten an, und ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Nährstoffpower in diesen unscheinbaren Pflänzchen steckt.

Antioxidantien und ihre Wirkung

Besonders wertvoll sind die sekundären Pflanzenstoffe in der Kresse. Diese fungieren als Antioxidantien und können freie Radikale in unserem Körper neutralisieren. Das klingt nicht nur gut, sondern ist es auch: Unsere Zellen werden so vor oxidativem Stress geschützt, was verschiedenen Krankheiten vorbeugen kann. Es ist faszinierend, wie die Natur uns hier ein so kleines, aber wirkungsvolles Mittel an die Hand gibt.

Mögliche gesundheitsfördernde Eigenschaften

Der hohe Gehalt an Senfölen in der Kresse könnte antibakteriell und entzündungshemmend wirken. Einige Studien deuten sogar auf eine mögliche cholesterinsenkende Wirkung und Förderung der Verdauung hin. Allerdings ist hier noch weitere Forschung nötig, um diese Effekte vollständig zu verstehen. Es bleibt spannend zu sehen, welche zusätzlichen Vorteile wir in Zukunft noch entdecken werden.

Häufige Probleme beim Kresse-Anbau und ihre Lösungen

Auch wenn Kresse den Ruf hat, recht pflegeleicht zu sein, können beim Anbau durchaus ein paar Herausforderungen auftauchen. Keine Sorge, mit ein paar Tricks meistern Sie diese locker:

Schimmelbildung vermeiden

Schimmel ist oft das Resultat von zu viel Feuchtigkeit. Um dem vorzubeugen, rate ich, die Kresse nicht zu dicht zu säen und für eine gute Belüftung zu sorgen. Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Lieber öfter kleine Mengen gießen als selten viel Wasser geben. So bleibt die Erde feucht, aber nicht nass.

Umgang mit vergilbten oder welken Sprossen

Gelbe oder welke Kresse kann auf Nährstoffmangel oder falsche Lichtverhältnisse hindeuten. Achten Sie auf nährstoffreiche Erde und ausreichend - aber nicht zu viel - Licht. Im Winter habe ich gute Erfahrungen mit einer zusätzlichen Pflanzenlampe gemacht. Es ist fast wie ein kleines Sonnenbad für die Kresse!

Optimierung der Anbaubedingungen für bessere Ernte

Für eine gute Ernte braucht Kresse die richtigen Bedingungen. Die ideale Temperatur liegt zwischen 15 und 20°C. Zu viel Hitze lässt die Kresse schnell in Blüte gehen - was zwar hübsch aussieht, aber nicht unbedingt erwünscht ist, wenn man die Blätter ernten möchte. Mein Rat: Probieren Sie verschiedene Standorte aus, um den optimalen Platz zu finden. Jeder Raum hat seine eigene Mikroklima-Magie!

Kresse - ein kleines Kraftpaket für Ihre Gesundheit

Kresse ist so viel mehr als nur eine hübsche Dekoration auf dem Butterbrot. Mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen und dem unkomplizierten Anbau ist sie ein echtes Gesundheits-Highlight für zu Hause. Ob auf der Fensterbank oder im Garten - ich kann Sie nur ermutigen, es selbst auszuprobieren. Die Freude über die erste selbst gezogene Kresse ist unbeschreiblich, und Ihr Körper wird es Ihnen mit Sicherheit danken. Also, worauf warten Sie noch? Lassen Sie Ihr grünes Abenteuer beginnen!

Tags: Kresse
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Häufige Fragen und Antworten

  1. Was sind Kresse-Keimsprossen und warum gelten sie als Superfood?
    Kresse-Keimsprossen sind die jungen, essbaren Triebe der Kressepflanze, die bereits 7-10 Tage nach der Aussaat geerntet werden können. Sie gelten als Superfood aufgrund ihrer außergewöhnlichen Nährstoffdichte und gesundheitsfördernden Eigenschaften. In den kleinen grünen Sprossen stecken große Mengen an Vitamin C - bereits 100 Gramm decken nahezu den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Zusätzlich enthalten sie wertvolle B-Vitamine, Vitamin K sowie wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Kalium. Besonders hervorzuheben sind die sekundären Pflanzenstoffe, darunter Senföle, die antibakteriell und entzündungshemmend wirken können. Diese Antioxidantien schützen unsere Zellen vor oxidativem Stress und können verschiedenen Krankheiten vorbeugen. Der würzig-scharfe, leicht pfeffrige Geschmack macht Kresse-Keimsprossen nicht nur zu einer gesunden, sondern auch zu einer geschmacklich interessanten Bereicherung für Salate, Sandwiches und viele andere Gerichte.
  2. Welche verschiedenen Kresse-Sorten eignen sich für den Anbau zu Hause?
    Für den heimischen Anbau eignen sich verschiedene Kresse-Sorten mit unterschiedlichen Geschmacksprofilen. Die Gartenkresse (Lepidium sativum) ist die bekannteste Sorte mit mildem, leicht pfeffrigem Geschmack - ideal für Einsteiger. Brunnenkresse (Nasturtium officinale) bietet einen kräftigeren, schärferen Geschmack und ist besonders reich an Vitamin C und Jod. Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) punktet mit essbaren, würzig-scharfen Blüten und eignet sich hervorragend als Dekoration. Weitere interessante Varianten sind Senfkresse mit scharfem, senfartigem Aroma, Rucola-Kresse mit nussig-würzigem Geschmack und Radieschenkresse mit leichtem Rettich-Aroma. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten oft Sortenmischungen an, die es ermöglichen, verschiedene Geschmacksrichtungen gleichzeitig zu testen. Jede Sorte hat ihre eigenen geschmacklichen Nuancen und Einsatzmöglichkeiten in der Küche, sodass sich das Experimentieren mit verschiedenen Varianten lohnt, um die persönlichen Favoriten zu entdecken.
  3. Wie lange dauert es, bis Kresse-Keimsprossen erntereif sind?
    Kresse-Keimsprossen gehören zu den schnellst wachsenden Pflanzen und sind bereits nach 7-10 Tagen erntereif. Die Keimung beginnt bereits nach 2-3 Tagen bei optimalen Bedingungen von 15-20°C. Der exakte Erntezeitpunkt hängt von der gewünschten Größe und dem persönlichen Geschmack ab. Optimal sind die Sprossen zwischen 5 und 8 Zentimetern Höhe, wenn sich die ersten beiden Keimblätter voll entfaltet haben und ein frisches Grün zeigen. In diesem Stadium erreichen sie ihr maximales Aroma und den höchsten Nährstoffgehalt. Zu früh geerntete Sprossen schmecken noch etwas blass, während zu spät geerntete bitter werden und eine holzige Konsistenz entwickeln können. Die schnelle Entwicklung macht Kresse ideal für ungeduldige Gärtner und ermöglicht eine kontinuierliche Ernte durch gestaffelte Aussaat im 2-Wochen-Rhythmus. So hat man das ganze Jahr über frische, vitaminreiche Keimsprossen zur Verfügung.
  4. Warum können Kapuzinerkresse-Blüten mitgegessen werden?
    Kapuzinerkresse-Blüten sind vollständig essbar und eine wunderbare Bereicherung für die Küche. Die leuchtend gefärbten Blüten enthalten dieselben wertvollen Inhaltsstoffe wie die Blätter, darunter viel Vitamin C und antibakteriell wirkende Senföle. Ihr würzig-scharfer, leicht pfeffriger Geschmack macht sie zu einer interessanten Geschmackskomponente in Salaten, als Garnitur oder sogar in Smoothies. Die Blüten sind reich an Antioxidantien, die als natürliche Farbstoffe fungieren und gleichzeitig gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen. Sie enthalten keine toxischen Verbindungen und sind daher völlig unbedenklich im Verzehr. Historisch wurden Kapuzinerkresse-Blüten bereits von den Inkas als Nahrungsquelle genutzt. Heute schätzen Köche sie als essbare Dekoration, die nicht nur optisch ansprechend ist, sondern auch geschmacklich überzeugt. Die Blüten können frisch verwendet, in Essig eingelegt oder sogar getrocknet werden. Sie verleihen jedem Gericht eine besondere Note und machen aus einfachen Speisen ein optisches und geschmackliches Highlight.
  5. Welche besonderen Eigenschaften haben die Senföle in der Kresse?
    Senföle verleihen der Kresse nicht nur ihren charakteristischen würzig-scharfen Geschmack, sondern besitzen auch bemerkenswerte gesundheitsfördernde Eigenschaften. Diese sekundären Pflanzenstoffe, auch Glucosinolate genannt, wirken als natürliches Abwehrsystem der Pflanze gegen Schädlinge und Krankheitserreger. Im menschlichen Körper entfalten sie antibakterielle und entzündungshemmende Wirkungen, die das Immunsystem unterstützen können. Studien deuten darauf hin, dass Senföle die Verdauung fördern, den Stoffwechsel anregen und möglicherweise sogar cholesterinsenkende Eigenschaften besitzen. Sie gehören zur Gruppe der Antioxidantien und können freie Radikale neutralisieren, was zum Schutz vor oxidativem Stress beiträgt. Interessant ist, dass der Gehalt an Senfölen während der Keimung besonders hoch ist und mit zunehmendem Alter der Pflanze abnimmt. Deshalb sind junge Kresse-Keimsprossen besonders wertvoll. Die Konzentration der Senföle variiert je nach Kresse-Sorte, wobei Brunnenkresse und Senfkresse besonders reich an diesen wertvollen Verbindungen sind.
  6. Worin unterscheiden sich Gartenkresse und Brunnenkresse geschmacklich?
    Gartenkresse und Brunnenkresse unterscheiden sich deutlich in ihrem Geschmacksprofil, obwohl beide zur Familie der Kreuzblütler gehören. Gartenkresse (Lepidium sativum) zeichnet sich durch einen milden, angenehm pfeffrigen Geschmack aus, der nicht zu scharf ist und daher auch für empfindliche Gaumen geeignet ist. Sie hat eine leicht nussige Note und ist besonders bei Kindern beliebt. Brunnenkresse (Nasturtium officinale) hingegen bietet einen deutlich kräftigeren, schärferen und intensiveren Geschmack mit einer leichten Bitterkeit. Ihr Aroma ist komplexer und würziger, was sie zu einer interessanten Zutat für anspruchsvolle Gerichte macht. Die Schärfe der Brunnenkresse erinnert teilweise an Meerrettich oder scharfen Senf. Geschmacklich passt Gartenkresse hervorragend zu Kräuterquark, Salaten und Sandwiches, während Brunnenkresse besonders gut zu Fischgerichten, in grünen Smoothies oder als Basis für würzige Suppen geeignet ist. Beide Sorten ergänzen sich wunderbar und können je nach gewünschter Geschmacksintensität eingesetzt werden.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Microgreens und herkömmlichen Keimsprossen?
    Microgreens und herkömmliche Keimsprossen unterscheiden sich hauptsächlich in ihrem Entwicklungsstadium und der Anbaumethode. Keimsprossen werden sehr jung geerntet, meist 3-5 Tage nach der Keimung, wenn nur die ersten Keimblätter sichtbar sind. Sie werden typischerweise in Dunkelheit oder bei wenig Licht gezogen und bestehen hauptsächlich aus Stängel und Keimblättern. Microgreens hingegen sind die nächste Entwicklungsstufe - sie werden 7-21 Tage nach der Aussaat geerntet, wenn bereits die ersten echten Blätter erschienen sind. Sie benötigen Licht für die Entwicklung und haben dadurch einen höheren Chlorophyllgehalt und oft intensivere Farben. Microgreens wie Kresse entwickeln komplexere Aromen und haben oft eine höhere Nährstoffdichte als reine Keimsprossen. Sie werden meist in Erde oder anderen Substraten angebaut, während Keimsprossen oft nur auf feuchtem Material keimen. Beide haben ihre Berechtigung in der Küche: Keimsprossen sind zarter und milder, Microgreens bieten intensivere Geschmäcker und eine bessere Optik als Garnitur.
  8. Welche Nährstoffe sind in 100 Gramm Kresse enthalten?
    100 Gramm frische Kresse sind eine wahre Nährstoffbombe und übertreffen viele andere Gemüsesorten deutlich. Der Vitamin-C-Gehalt liegt bei beeindruckenden 60 mg, was fast den kompletten Tagesbedarf eines Erwachsenen deckt. Daneben enthält Kresse bedeutende Mengen an Vitamin K (etwa 540 µg), das wichtig für die Blutgerinnung und Knochengesundheit ist. Bei den B-Vitaminen sind besonders Folsäure (80 µg) und Vitamin B6 hervorzuheben. Der Mineralstoffgehalt ist ebenfalls beachtlich: Kalzium (180 mg) für starke Knochen, Eisen (1,3 mg) für die Blutbildung und Kalium (600 mg) für das Herz-Kreislauf-System. Magnesium, Phosphor und Zink runden das Mineralstoffprofil ab. Mit nur 32 Kalorien pro 100 Gramm ist Kresse sehr kalorienarm, enthält aber 2,6 g Protein und wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Senföle und verschiedene Antioxidantien. Der Wassergehalt liegt bei etwa 90%, wodurch Kresse auch zur Flüssigkeitsversorgung beiträgt.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertige Kressesamen für den Anbau kaufen?
    Qualitativ hochwertige Kressesamen erhalten Sie bei verschiedenen Anbietern, wobei spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de besonders empfehlenswert sind. Diese verfügen über fundierte Expertise bei Saatgut und können bezüglich Keimfähigkeit, Sortenreinheit und Bio-Qualität beraten. Achten Sie beim Kauf auf frische Samen mit hoher Keimrate - idealerweise aus der aktuellen Saison. Bio-zertifizierte Samen gewährleisten, dass keine Pestizide oder chemischen Behandlungen verwendet wurden. Etablierte Online-Gartenshops bieten oft Sortenmischungen an, die verschiedene Kresse-Arten kombinieren und so Geschmacksvielfalt ermöglichen. Wichtig ist die Lagerbedingungen: Samen sollten kühl und trocken gelagert worden sein. Prüfen Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum und bevorzugen Sie Anbieter, die detaillierte Anbauanleitungen mitliefern. Lokale Gartencenter haben den Vorteil persönlicher Beratung, während Online-Shops oft eine größere Sortenauswahl und günstigere Preise bieten. Vermeiden Sie Billigangebote unbekannter Herkunft, da hier oft die Keimfähigkeit enttäuschend ist.
  10. Welche Anzuchtsets eignen sich am besten für Kresse-Anfänger?
    Für Kresse-Anfänger empfehlen sich komplette Anzuchtsets, die alle notwendigen Komponenten enthalten und den Einstieg erleichtern. Ideal sind Sets mit flachen Anzuchtschalen, die eine gute Drainage bieten und gleichmäßige Bewässerung ermöglichen. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de stellen oft Starter-Sets zusammen, die neben Schalen auch Anzuchtsubstrat und ausgewählte Samen enthalten. Besonders praktisch sind Sets mit durchsichtigen Deckeln, die ein Miniatur-Gewächshaus-Klima schaffen und die Keimung beschleunigen. Mini-Gewächshäuser mit Lüftungsöffnungen sind optimal, da sie Feuchtigkeit halten, aber Schimmelbildung verhindern. Sprossengläser eignen sich ebenfalls gut, erfordern aber etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Spülung. Für die Fensterbank sind flache, rechteckige Schalen mit Abtropflöchern ideal. Anfänger sollten auf Sets mit detaillierter Anleitung achten, die Tipps zu Bewässerung, Temperatur und Erntezeitpunkt geben. Vermeiden Sie zu kleine Behälter, da diese schnell austrocknen. Ein gutes Einsteigerset kostet etwa 15-30 Euro und ermöglicht mehrere Anzuchten.
  11. Welche biochemischen Prozesse laufen während der Keimung von Kressesamen ab?
    Die Keimung von Kressesamen ist ein faszinierender biochemischer Prozess, der in mehreren Phasen abläuft. Zunächst beginnt die Quellung: Der Samen nimmt Wasser auf, wodurch die Samenschale aufweicht und die Stoffwechselprozesse aktiviert werden. Enzyme werden freigesetzt, die komplexe Speicherstoffe wie Stärke, Proteine und Fette in einfachere, verwertbare Verbindungen umwandeln. Die gespeicherte Stärke wird zu Zuckern abgebaut, die als Energiequelle für das Wachstum dienen. Proteine werden in Aminosäuren zerlegt, die für den Aufbau neuer Zellstrukturen benötigt werden. Gleichzeitig beginnt die Aktivierung der Atmung - Sauerstoff wird verbraucht und Kohlendioxid freigesetzt. Hormonelle Prozesse steuern die Zellteilung und das Längenwachstum. Besonders interessant ist die Bildung von sekundären Pflanzenstoffen wie Senfölen, die als Abwehrstoffe gegen Pathogene fungieren. Der Chlorophyllaufbau beginnt sobald Licht verfügbar ist, wodurch die Photosynthese einsetzt und die Pflanze allmählich energieautark wird.
  12. Wie verändert sich der Nährstoffgehalt von Kresse während des Wachstumsprozesses?
    Der Nährstoffgehalt von Kresse durchläuft während des Wachstums dynamische Veränderungen, die den optimalen Erntezeitpunkt beeinflussen. In den ersten Tagen nach der Keimung steigt der Gehalt an wasserlöslichen Vitaminen wie Vitamin C und B-Vitaminen deutlich an. Dies liegt an der Aktivierung von Enzymsystemen und Stoffwechselprozessen. Der Proteingehalt erreicht sein Maximum etwa 5-7 Tage nach der Keimung, wenn die Aminosäuresynthese auf Hochtouren läuft. Sekundäre Pflanzenstoffe, insbesondere Senföle und Antioxidantien, zeigen ihre höchste Konzentration in den jungen Keimsprossen und nehmen mit zunehmender Reife ab. Der Mineralstoffgehalt bleibt relativ konstant, aber durch das Wachstum verdünnt er sich bezogen auf das Frischgewicht. Chlorophyll und damit verbundene Antioxidantien entwickeln sich erst bei Lichteinwirkung und erreichen ihren Höhepunkt bei 8-10 Tage alten Sprossen. Nach etwa 14 Tagen beginnen die Nährstoffkonzentrationen zu sinken, da die Pflanze Energie in Strukturaufbau und weniger in Speicherstoffe investiert. Deshalb ist der Zeitraum zwischen 7-10 Tagen optimal für die Ernte.
  13. Welche Rolle spielen Antioxidantien in verschiedenen Kresse-Entwicklungsstadien?
    Antioxidantien spielen in verschiedenen Entwicklungsstadien der Kresse unterschiedliche, aber stets wichtige Rollen. In der frühen Keimphase schützen vorhandene Antioxidantien die empfindlichen Keimzellen vor oxidativen Schäden während der intensiven Stoffwechselaktivität. Senföle, die primären Antioxidantien der Kresse, erreichen ihre höchste Konzentration 3-5 Tage nach der Keimung und dienen als natürlicher Schutz gegen Pilze und Bakterien. Mit beginnender Lichteinwirkung entwickelt die Pflanze zusätzliche Antioxidantien, insbesondere Flavonoide und Carotinoide, die UV-Schutz bieten und die Photosynthese unterstützen. Chlorophyll, das ab Tag 5-7 gebildet wird, wirkt ebenfalls antioxidativ und verleiht den Sprossen ihre grüne Farbe. Vitamin C, ein wichtiges wasserlösliches Antioxidans, steigt bis zum 8.-10. Tag kontinuierlich an. In späteren Entwicklungsstadien ändern sich die Antioxidantien-Profile: während einige abnehmen, entwickeln sich andere, die für die reife Pflanze wichtiger sind. Für den maximalen antioxidativen Nutzen sind 7-10 Tage alte Kresse-Sprossen optimal.
  14. Wie beeinflusst die Lichtqualität das Aroma und die Inhaltsstoffe von Kresse?
    Die Lichtqualität hat einen entscheidenden Einfluss auf Aroma und Inhaltsstoffe von Kresse-Keimsprossen. Unterschiedliche Lichtwellenlängen aktivieren verschiedene Stoffwechselwege und beeinflussen die Bildung geschmacks- und gesundheitsrelevanter Verbindungen. Rotes Licht (660-700 nm) fördert die Bildung von Senfölen, wodurch der charakteristisch würzige Geschmack intensiviert wird. Blaues Licht (400-500 nm) stimuliert die Chlorophyllsynthese und die Bildung von Antioxidantien wie Flavonoiden, was zu einem höheren Nährstoffgehalt führt. Vollspektrum-LED-Licht, wie es moderne Pflanzenlampen bieten, ermöglicht eine optimale Balance aller Inhaltsstoffe. Bei Lichtmangel bleiben die Sprossen blass, entwickeln weniger Aroma und haben einen geringeren Vitamin-C-Gehalt. Zu intensive UV-Strahlung kann jedoch Stress verursachen und die zarten Blätter schädigen. Die optimale Beleuchtungsdauer liegt bei 12-16 Stunden täglich mit einer Intensität von etwa 2000-4000 Lux. Moderne LED-Systeme ermöglichen es, gezielt bestimmte Eigenschaften zu fördern - mehr rotes Licht für intensiveres Aroma oder mehr blaues Licht für höhere Nährstoffdichte.
  15. Wie richtet man eine optimale Anzuchtstation für Kresse auf der Fensterbank ein?
    Eine optimale Kresse-Anzuchtstation auf der Fensterbank erfordert die richtige Kombination aus Standort, Ausrüstung und Pflege. Wählen Sie ein nach Süden oder Westen ausgerichtetes Fenster mit hellem, aber nicht direktem Sonnenlicht. Die ideale Temperatur liegt zwischen 15-20°C - vermeiden Sie Standorte über Heizkörpern oder in Zugluft. Als Grundausstattung benötigen Sie flache Anzuchtschalen mit Drainage-Löchern, wasserdichte Untersetzer und transparente Abdeckungen für die ersten Tage. Etablierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten oft komplette Fensterbank-Sets an, die optimal aufeinander abgestimmt sind. Für gleichmäßige Keimung verwenden Sie Kokoserde oder spezielles Anzuchtsubstrat. Eine kleine Sprühflasche ermöglicht sanfte Bewässerung ohne Samen wegzuspülen. Im Winter kann eine zusätzliche LED-Pflanzenlampe das natürliche Licht ergänzen. Wichtig ist auch eine gute Luftzirkulation - öffnen Sie regelmäßig das Fenster, aber vermeiden Sie kalte Zugluft. Für kontinuierliche Ernte richten Sie mehrere Schalen ein und säen im 14-Tage-Rhythmus neu aus.
  16. Welche Hygienemaßnahmen sind beim Anbau von Keimsprossen wichtig?
    Hygienemaßnahmen sind beim Anbau von Keimsprossen essentiell, da die warme, feuchte Umgebung auch das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen begünstigt. Beginnen Sie mit gründlich gewaschenen Händen und sauberen Werkzeugen. Alle Anzuchtgefäße sollten vor jeder Verwendung mit heißem Wasser und etwas Essig oder einem milden Desinfektionsmittel gereinigt werden. Verwenden Sie nur frische, qualitativ hochwertige Samen von vertrauenswürdigen Anbietern. Das Substrat sollte steril oder zumindest sehr sauber sein. Vermeiden Sie stehendes Wasser in den Schalen, da dies Schimmelbildung fördert. Tägliches, sanftes Besprühen ist besser als seltenes, kräftiges Gießen. Achten Sie auf gute Luftzirkulation und entfernen Sie sofort verfaulte oder schimmlige Sprossen. Die Anzuchtbehälter sollten regelmäßig gereinigt und zwischen den Anzuchten komplett getrocknet werden. Lagern Sie Samen kühl und trocken. Bei ersten Anzeichen von Schimmel oder unangenehmem Geruch entsorgen Sie die gesamte Anzucht sicherheitshalber. Ernten Sie mit sauberen Händen und verwenden Sie die Sprossen möglichst frisch.
  17. Stimmt es, dass Kresse-Keimsprossen gefährliche Bakterien enthalten können?
    Kresse-Keimsprossen können theoretisch, wie alle Keimsprossen, gefährliche Bakterien enthalten, das Risiko ist jedoch bei richtiger Handhabung sehr gering. Problematisch sind hauptsächlich pathogene Bakterien wie E. coli oder Salmonellen, die durch kontaminierte Samen oder unhygienische Anbaubedingungen eingeschleppt werden können. Die warmen, feuchten Keimbedingungen bieten leider auch diesen unerwünschten Mikroorganismen gute Wachstumsbedingungen. Das Risiko minimieren Sie durch Kauf qualitativ hochwertiger Samen von seriösen Anbietern, peinliche Sauberhaltung aller Utensilien und optimale Anbaubedingungen ohne Staunässe. Achten Sie auf Warnzeichen wie ungewöhnlichen Geruch, schleimige Konsistenz oder sichtbaren Schimmel. Selbst angebaute Kresse ist generell sicherer als gekaufte Sprossen, da Sie die Bedingungen selbst kontrollieren. Waschen Sie die Sprossen vor dem Verzehr gründlich unter fließendem Wasser. Immungeschwächte Personen, Schwangere und Kleinkinder sollten besonders vorsichtig sein. Bei ordnungsgemäßem Anbau überwiegen die gesundheitlichen Vorteile der nährstoffreichen Kresse-Keimsprossen deutlich die minimalen Risiken.
  18. Kann Kresse das ganze Jahr über angebaut werden?
    Ja, Kresse kann problemlos das ganze Jahr über angebaut werden, da sie als Indoor-Pflanze von äußeren Witterungsbedingungen weitgehend unabhängig ist. Die optimalen Keimtemperaturen von 15-20°C lassen sich in beheizten Räumen ganzjährig aufrechterhalten. Im Frühjahr und Sommer profitiert Kresse von den längeren Tagen und dem intensiveren natürlichen Licht. Während dieser Zeit wächst sie besonders kräftig und entwickelt intensivere Aromen. Im Herbst und Winter kann das reduzierte Tageslicht durch LED-Pflanzenlampen ergänzt werden, wodurch gleichbleibende Ergebnisse erzielt werden. Die Keimung verläuft bei künstlicher Beleuchtung zwar etwas langsamer, die Qualität bleibt jedoch hoch. Ein großer Vorteil des ganzjährigen Anbaus ist die kontinuierliche Versorgung mit frischen, vitaminreichen Sprossen - besonders wertvoll in der kalten Jahreszeit, wenn andere frische Kräuter rar sind. Durch gestaffelte Aussaat alle 1-2 Wochen haben Sie immer erntefrische Kresse verfügbar. Die Raumtemperatur sollte dabei möglichst konstant bleiben und extreme Schwankungen vermieden werden.
  19. Wo liegt der Unterschied zwischen Sprossen, Keimlingen und jungen Trieben?
    Sprossen, Keimlinge und junge Triebe unterscheiden sich in ihrem Entwicklungsstadium und ihren Eigenschaften. Sprossen sind das früheste Stadium - sie entstehen 2-5 Tage nach der Keimung und bestehen hauptsächlich aus dem verlängerten Keimstängel mit den ersten beiden Keimblättern. Sie sind sehr zart, mild im Geschmack und werden oft ohne Erde nur auf feuchtem Substrat gezogen. Keimlinge bezeichnen das nächste Stadium (5-10 Tage), in dem sich die Keimblätter voll entfaltet haben und erste echte Blätter sichtbar werden. Sie haben einen intensiveren Geschmack und höhere Nährstoffkonzentrationen. Junge Triebe sind die älteste Form (10-21 Tage), bei der mehrere echte Blätter entwickelt sind und die Photosynthese voll einsetzt. Sie benötigen Erde oder nährstoffreiches Substrat und haben oft kräftigere Aromen. Bei Kresse werden meist die mittleren Stadien (Keimlinge) bevorzugt, da sie die beste Balance zwischen Zartheit und Geschmacksintensität bieten. Alle drei Formen sind essbar, unterscheiden sich aber in Textur, Geschmack und Nährstoffprofil.
  20. Wie unterscheidet sich Würzkraut von anderen Küchenkräutern?
    Würzkraut, zu dem auch Kresse gehört, unterscheidet sich von anderen Küchenkräutern in mehreren wesentlichen Aspekten. Anders als klassische Kräuter wie Petersilie, Basilikum oder Thymian wird Würzkraut bereits im sehr jungen Stadium als Keimsprossen oder Microgreens geerntet. Diese frühe Ernte ermöglicht eine deutlich höhere Nährstoffdichte pro Gramm im Vergleich zu ausgewachsenen Kräutern. Würzkräuter haben oft intensivere, konzentriertere Aromen aufgrund der hohen Konzentrationen ätherischer Öle und sekundärer Pflanzenstoffe in den jungen Pflanzenteilen. Ein weiterer Unterschied liegt in der Anbaudauer: Während traditionelle Kräuter Wochen oder Monate bis zur ersten Ernte benötigen, sind Würzkräuter schon nach 1-2 Wochen verwendbar. Sie benötigen weniger Platz, können das ganze Jahr über auf der Fensterbank kultiviert werden und sind unabhängig von Jahreszeiten. Geschmacklich bieten sie oft schärfere, pfeffrigere Noten als ihre ausgewachsenen Verwandten. Würzkräuter wie Kresse eignen sich besonders als frische Zugabe zu fertigen Gerichten, während klassische Kräuter oft mitgekocht werden.
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