Nährstoffe und Gesundheitsvorteile von Blattkohl

Blattkohl: Nährstoffwunder und Gesundheitsbooster

Blattkohl ist ein vielseitiges Gemüse mit beeindruckenden Nährwerten und gesundheitlichen Vorteilen.

Grünkohl & Co.: Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Verschiedene Sorten wie Grün-, Palm- und Schwarzkohl
  • Reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien
  • Unterstützt Herz-, Knochen- und Augengesundheit
  • Vielseitig in der Küche einsetzbar

Was ist Blattkohl?

Blattkohl gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist eine Varietät des Gemüsekohls (Brassica oleracea). Im Gegensatz zu Kopfkohl bildet er keine festen Köpfe, sondern lockere Blattrosetten. Die Blätter können glatt oder gekraust sein und variieren in der Farbe von hellgrün bis dunkelgrün oder sogar bläulich-violett.

Verschiedene Sorten von Blattkohl

Es gibt mehrere Sorten von Blattkohl, die sich in Aussehen und Geschmack unterscheiden:

  • Grünkohl: Auch als Braunkohl bekannt, hat gekrauste Blätter und einen herzhaften Geschmack.
  • Palmkohl: Auch Dinosaurierkohl genannt, hat längliche, dunkelgrüne Blätter und einen milderen Geschmack.
  • Schwarzkohl: Auch als Cavolo nero oder Lacinato-Kohl bekannt, hat dunkelgrüne, fast schwarze Blätter mit einer rauen Textur.

Historischer und kultureller Hintergrund

Blattkohl wird seit der Antike kultiviert und war besonders in Nordeuropa ein wichtiges Nahrungsmittel. In Deutschland hat vor allem Grünkohl eine lange Tradition und ist in vielen Regionen fester Bestandteil der Winterküche. In den letzten Jahren gewann Blattkohl, insbesondere Grünkohl, an Popularität und fand Einzug in die moderne, gesundheitsbewusste Küche.

Nährstoffprofil von Blattkohl

Blattkohl zeichnet sich durch eine beeindruckende Zusammensetzung an Makro- und Mikronährstoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen aus.

Makronährstoffe

Kohlenhydrate und Ballaststoffe: Blattkohl ist kalorienarm und enthält hauptsächlich komplexe Kohlenhydrate. Er ist reich an Ballaststoffen, die die Verdauung fördern und für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen.

Proteine: Für ein Gemüse hat Blattkohl einen relativ hohen Proteingehalt. Obwohl er kein vollständiges Protein liefert, kann er in Kombination mit anderen pflanzlichen Proteinquellen zur Deckung des Proteinbedarfs beitragen.

Fette: Der Fettgehalt in Blattkohl ist sehr gering. Die vorhandenen Fette sind hauptsächlich ungesättigte Fettsäuren, die als gesundheitsfördernd gelten.

Mikronährstoffe

Vitamine: Blattkohl ist besonders reich an:

  • Vitamin K: Wichtig für die Blutgerinnung und Knochengesundheit
  • Vitamin C: Unterstützt das Immunsystem und wirkt als Antioxidans
  • Vitamin A: Fördert die Sehkraft und Hautgesundheit
  • B-Vitamine: Wichtig für den Energiestoffwechsel

Mineralstoffe: Blattkohl enthält beachtliche Mengen an:

  • Calcium: Essentiell für starke Knochen und Zähne
  • Kalium: Reguliert den Blutdruck und die Herzfunktion
  • Eisen: Wichtig für die Blutbildung
  • Magnesium: Unterstützt die Muskel- und Nervenfunktion

Phytonährstoffe

Antioxidantien: Blattkohl ist reich an verschiedenen Antioxidantien:

  • Flavonoide: Schützen vor oxidativem Stress und Entzündungen
  • Carotinoide: Fördern die Augengesundheit und wirken entzündungshemmend

Glucosinolate: Diese schwefelhaltigen Verbindungen sind charakteristisch für Kreuzblütler und werden mit krebsvorbeugenden Eigenschaften in Verbindung gebracht.

Gesundheitliche Vorteile von Blattkohl

Die einzigartige Nährstoffzusammensetzung von Blattkohl macht ihn zu einem wertvollen Bestandteil einer gesunden Ernährung. Hier einige der wichtigsten Vorteile:

Unterstützung der Herzgesundheit

Cholesterinsenkende Wirkung: Die Ballaststoffe in Blattkohl können dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu senken. Sie binden Gallensäuren im Darm, was den Körper dazu anregt, mehr Cholesterin abzubauen, um neue Gallensäuren zu produzieren.

Blutdruckregulierung: Der hohe Kaliumgehalt in Blattkohl kann helfen, den Blutdruck zu regulieren. Kalium wirkt als Gegenspieler zu Natrium und kann so einen positiven Einfluss auf den Blutdruck haben. Zudem können die Antioxidantien in Blattkohl die Blutgefäße schützen und ihre Funktion verbessern.

Regelmäßiger Verzehr von Blattkohl kann also einen wichtigen Beitrag zur Herzgesundheit leisten und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Krebsvorbeugung durch Blattkohl

Blattkohl hat sich als besonders wirksam in der Krebsprävention erwiesen. Seine antioxidative Wirkung und der hohe Gehalt an Glucosinolaten machen ihn zu einem wertvollen Helfer in der Vorbeugung verschiedener Krebsarten.

Antioxidative Wirkung

Die antioxidativen Eigenschaften des Blattkohls sind bemerkenswert. Er enthält viele Antioxidantien, darunter Flavonoide und Carotinoide, die freie Radikale neutralisieren und oxidativen Stress reduzieren. Diese Wirkung kann dazu beitragen, Zellschäden zu verhindern und das Krebsrisiko zu senken.

Rolle der Glucosinolate

Glucosinolate, die sekundären Pflanzenstoffe im Blattkohl, spielen eine wichtige Rolle bei der Krebsvorbeugung. Bei der Zerkleinerung oder dem Kauen des Blattkohls werden diese Stoffe in bioaktive Verbindungen umgewandelt, die krebshemmende Eigenschaften aufweisen. Sie können die Aktivierung von Karzinogenen hemmen und die Entgiftung fördern.

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Entzündungshemmende Eigenschaften

Chronische Entzündungen stehen im Verdacht, verschiedene Krankheiten zu begünstigen. Blattkohl enthält entzündungshemmende Substanzen, die dazu beitragen können, solche Prozesse im Körper zu reduzieren. Regelmäßiger Verzehr kann somit helfen, entzündungsbedingte Beschwerden zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

Unterstützung der Knochengesundheit

Für starke und gesunde Knochen ist Blattkohl sehr wertvoll. Seine Nährstoffzusammensetzung macht ihn zu einem idealen Lebensmittel für die Knochengesundheit.

Calcium und Vitamin K für starke Knochen

Blattkohl ist reich an Calcium und Vitamin K - zwei essenziellen Nährstoffen für die Knochengesundheit. Calcium ist der Hauptbestandteil unserer Knochen, während Vitamin K die Calciumaufnahme und -einlagerung in die Knochen unterstützt. Eine Portion Blattkohl kann einen großen Teil des täglichen Bedarfs an diesen Nährstoffen decken.

Vorbeugung von Osteoporose

Durch seinen hohen Gehalt an knochenfreundlichen Nährstoffen kann Blattkohl zur Vorbeugung von Osteoporose beitragen. Regelmäßiger Verzehr kann helfen, die Knochendichte zu erhalten und das Risiko von altersbedingtem Knochenschwund zu verringern.

Förderung der Verdauung

Blattkohl ist nicht nur nährstoffreich, sondern auch gut für unsere Verdauung. Seine Ballaststoffe und anderen Inhaltsstoffe unterstützen eine gesunde Darmfunktion.

Ballaststoffe und Darmgesundheit

Der hohe Ballaststoffgehalt im Blattkohl fördert eine regelmäßige Verdauung und kann Verstopfungen vorbeugen. Ballaststoffe binden Wasser im Darm, erhöhen das Stuhlvolumen und erleichtern so den Weitertransport. Zudem können sie helfen, den Cholesterinspiegel zu senken.

Unterstützung der Darmflora

Die Ballaststoffe im Blattkohl dienen als Nahrung für unsere Darmbakterien. Eine gesunde und vielfältige Darmflora ist wichtig für unser Immunsystem und kann sogar unsere Stimmung beeinflussen. Regelmäßiger Verzehr von Blattkohl kann somit zu einem ausgeglichenen Darmmilieu beitragen.

Augengesundheit

Blattkohl ist sehr gut für unsere Augen. Er enthält wichtige Nährstoffe, die zur Erhaltung der Sehkraft beitragen und altersbedingte Augenerkrankungen vorbeugen können.

Lutein und Zeaxanthin für die Netzhaut

Blattkohl ist besonders reich an Lutein und Zeaxanthin. Diese Carotinoide lagern sich in der Netzhaut ein und fungieren dort als natürlicher Schutzschild gegen schädliche Lichteinflüsse. Sie filtern blaues Licht und können so die Netzhaut vor oxidativem Stress schützen.

Vorbeugung altersbedingter Makuladegeneration

Die in Blattkohl enthaltenen Antioxidantien, insbesondere Lutein und Zeaxanthin, können das Risiko für die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) senken. AMD ist eine der häufigsten Ursachen für Sehverlust im Alter. Ein regelmäßiger Verzehr von Blattkohl könnte somit dazu beitragen, die Sehkraft bis ins hohe Alter zu erhalten.

Unterstützung des Immunsystems

Blattkohl stärkt unser Immunsystem. Seine Inhaltsstoffe unterstützen unsere körpereigenen Abwehrkräfte auf vielfältige Weise.

Vitamin C und Immunfunktion

Blattkohl ist eine hervorragende Quelle für Vitamin C. Dieses Vitamin spielt eine zentrale Rolle bei der Funktion unseres Immunsystems. Es unterstützt die Produktion und Aktivität von weißen Blutkörperchen, die für die Abwehr von Krankheitserregern verantwortlich sind. Eine ausreichende Vitamin-C-Zufuhr kann dazu beitragen, Erkältungen vorzubeugen oder deren Dauer zu verkürzen.

Antioxidantien und Abwehrkräfte

Die im Blattkohl enthaltenen Antioxidantien wie Flavonoide und Carotinoide unterstützen das Immunsystem zusätzlich. Sie helfen, oxidativen Stress zu reduzieren und schützen so die Zellen vor Schäden. Ein starkes Immunsystem ist besser in der Lage, Infektionen abzuwehren und den Körper gesund zu erhalten.

Blattkohl ist ein vielseitiges Gemüse mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen. Von der Krebsvorbeugung über die Unterstützung der Knochen- und Augengesundheit bis hin zur Stärkung des Immunsystems - dieser grüne Allrounder hat viel zu bieten. Wer Blattkohl regelmäßig in seinen Speiseplan integriert, tut seinem Körper etwas Gutes und investiert in seine langfristige Gesundheit.

Blattkohl in der Ernährung: Ein vielseitiger Nährstofflieferant

Blattkohl hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Gemüse entwickelt – und das aus gutem Grund. Seine hohe Nährstoffdichte macht ihn zu einem wertvollen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Doch wie viel sollten wir davon essen und wie schneidet er im Vergleich zu anderen Gemüsesorten ab?

Empfohlene Verzehrmenge

Ernährungsexperten empfehlen, etwa 2-3 Portionen Blattkohl pro Woche zu verzehren. Eine Portion entspricht dabei ungefähr einer Tasse gekochtem oder zwei Tassen rohem Blattkohl. Diese Menge reicht aus, um von den gesundheitlichen Vorteilen zu profitieren, ohne es zu übertreiben.

Nährwertvergleich mit anderen Gemüsesorten

Im Vergleich zu anderen Gemüsesorten zeichnet sich Blattkohl durch seinen hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen aus. Er enthält mehr Vitamin C als eine Orange und mehr Calcium als ein Glas Milch. Auch bei Vitamin K, Vitamin A und verschiedenen Antioxidantien liegt er vorne. Selbst der beliebte Spinat kann in vielen Bereichen nicht mit Blattkohl mithalten.

Blattkohl in verschiedenen Ernährungsformen

Die Vielseitigkeit von Blattkohl macht ihn zu einem wertvollen Bestandteil verschiedener Ernährungsformen:

Vegetarische und vegane Ernährung

Für Vegetarier und Veganer ist Blattkohl eine gute Quelle für Eisen, Calcium und Proteine – Nährstoffe, die in pflanzlicher Kost manchmal zu kurz kommen können. Ein Grünkohlsalat oder ein Smoothie mit Palmkohl können hier eine gute Ergänzung sein.

Ketogene Diät

Auch in der ketogenen Ernährung hat Blattkohl seinen Platz. Mit seinem geringen Kohlenhydratgehalt und der hohen Nährstoffdichte passt er gut in den Speiseplan. Gebratener Grünkohl mit Knoblauch und Olivenöl ist ein schmackhaftes und keto-freundliches Gericht.

Paleo-Diät

In der Paleo-Ernährung, die sich an der vermuteten Ernährungsweise unserer Vorfahren orientiert, ist Blattkohl ebenfalls willkommen. Er liefert wichtige Mikronährstoffe und lässt sich vielfältig zubereiten – von Chips aus Schwarzkohl bis hin zu Wraps aus blanchierten Blättern.

Zubereitung und Konservierung: Den Nährstoffgehalt optimal nutzen

Die Art der Zubereitung beeinflusst den Nährstoffgehalt von Blattkohl. Hier ein Überblick über verschiedene Methoden:

Einfluss der Zubereitung auf den Nährstoffgehalt

Rohverzehr

Roher Blattkohl behält die meisten Nährstoffe. Allerdings kann er etwas hart und bitter schmecken. Ein Tipp: Den Kohl vor dem Verzehr leicht massieren, um ihn zarter zu machen. Roher Blattkohl eignet sich gut für Salate oder als Zutat in Smoothies.

Kochen

Beim Kochen gehen zwar einige wasserlösliche Vitamine verloren, dafür werden aber bestimmte Nährstoffe wie Calcium besser verfügbar. Um den Nährstoffverlust zu minimieren, sollte man Blattkohl nur kurz in wenig Wasser garen.

Dämpfen

Dämpfen ist eine schonende Methode, bei der viele Nährstoffe erhalten bleiben. Der Kohl wird zart, ohne zu zerfallen, und behält seine knackige Textur. Gut geeignet für Beilagen oder als Basis für Salate.

Braten

Beim Braten bleiben viele fettlösliche Vitamine erhalten. Allerdings sollte man nicht zu heiß und nicht zu lange braten, um die Bildung schädlicher Stoffe zu vermeiden. Ein kurzes Anbraten in hochwertigem Öl kann den Geschmack verstärken.

Konservierungsmethoden

Einfrieren

Einfrieren ist eine gute Methode, um Blattkohl länger haltbar zu machen. Vor dem Einfrieren sollte man den Kohl kurz blanchieren, um Enzyme zu inaktivieren und die Farbe zu erhalten. So bleibt er bis zu 6 Monate genießbar.

Fermentieren

Fermentierter Blattkohl, ähnlich wie Sauerkraut, ist nicht nur länger haltbar, sondern auch gut für die Darmgesundheit. Durch die Fermentation entstehen probiotische Kulturen, die die Verdauung unterstützen.

Tipps zur Nährstofferhaltung bei der Zubereitung

  • Blattkohl erst kurz vor der Zubereitung waschen und schneiden, um Vitaminverluste zu minimieren.
  • Bei gekochtem Blattkohl das Kochwasser für Suppen oder Saucen verwenden, um die ausgelösten Nährstoffe zu nutzen.
  • Blattkohl mit fetthaltigem Dressing oder Öl kombinieren, um die Aufnahme fettlöslicher Vitamine zu verbessern.
  • Beim Kochen oder Dämpfen nicht zu viel Wasser verwenden und die Garzeit kurz halten.
  • Frisch zubereiteten Blattkohl möglichst schnell verzehren, da der Vitamin-C-Gehalt mit der Zeit abnimmt.

Mit diesen Tipps können Sie das Beste aus Ihrem Blattkohl herausholen und von seiner vollen Nährstoffpower profitieren. Ob roh im Salat, gedämpft als Beilage oder knusprig gebraten – Blattkohl ist vielseitig in der Küche und gut für unsere Gesundheit.

Potenzielle Nachteile und Vorsichtsmaßnahmen beim Verzehr von Blattkohl

Obwohl Blattkohl zweifellos ein Nährstoffwunder ist, gibt es einige Aspekte, die man beim Verzehr beachten sollte. Betrachten wir mögliche Nebenwirkungen und wie man sie vermeiden kann.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Blattkohl kann mit bestimmten Medikamenten interagieren. Besonders bei der Einnahme von Blutgerinnungshemmern ist Vorsicht geboten. Der hohe Vitamin-K-Gehalt im Blattkohl kann die Wirkung dieser Medikamente beeinträchtigen. Wenn Sie solche Medikamente einnehmen, sollten Sie Ihren Blattkohl-Konsum mit Ihrem Arzt besprechen.

Auch bei Schilddrüsenmedikamenten ist Achtsamkeit angesagt. Blattkohl enthält Substanzen, die die Aufnahme von Jod beeinflussen können. Das kann die Wirksamkeit von Schilddrüsenmedikamenten verändern. Ein gleichmäßiger, moderater Verzehr ist hier empfehlenswert.

Oxalsäure und Nierensteine

Blattkohl enthält Oxalsäure, die bei empfindlichen Menschen die Bildung von Nierensteinen begünstigen kann. Wenn Sie dazu neigen, sollten Sie Ihren Blattkohl-Konsum im Auge behalten und vielleicht etwas einschränken. Ein Tipp: Blanchieren Sie den Kohl kurz, das reduziert den Oxalsäuregehalt.

Goitrogene und Schilddrüsenfunktion

Goitrogene sind natürliche Substanzen im Blattkohl, die die Schilddrüsenfunktion beeinflussen können. Bei gesunden Menschen ist das in der Regel kein Problem. Haben Sie jedoch eine Schilddrüsenerkrankung, sollten Sie vorsichtig sein. Kochen oder Dämpfen des Kohls kann den Gehalt an Goitrogenen verringern.

Pestizidbelastung und Bio-Anbau

Konventionell angebauter Blattkohl kann Pestizidrückstände enthalten. Um dies zu vermeiden, greifen Sie am besten zu Bio-Blattkohl. Oder noch besser: Bauen Sie ihn selbst an! Im eigenen Garten wächst er prächtig und Sie wissen genau, was drin ist.

Kreative Verwendungsmöglichkeiten von Blattkohl

Blattkohl muss nicht langweilig sein! Hier sind ein paar Ideen, wie Sie dieses nährstoffreiche Gemüse in Ihren Speiseplan einbauen können.

Blattkohl in Smoothies und Säften

Ein grüner Smoothie mit Blattkohl ist ein nährstoffreiches Frühstück. Mischen Sie ihn mit süßem Obst wie Bananen oder Beeren, um den leicht bitteren Geschmack auszugleichen. Ein Tipp: Ein Schuss Zitronensaft bringt die Nährstoffe noch besser zur Geltung.

Blattkohl-Chips als gesunde Snackalternative

Probieren Sie Blattkohl-Chips als Alternative zu herkömmlichen Snacks. Einfach den Kohl in mundgerechte Stücke reißen, mit etwas Olivenöl und Gewürzen mischen und im Ofen knusprig backen. Ein Genuss, den viele schätzen!

Blattkohl in der modernen Küche

Blattkohl lässt sich vielseitig in der Küche einsetzen. Probieren Sie ihn mal als Basis für ein Pesto oder fein geschnitten in einem Salat. In Aufläufen oder als Füllung für Quiches verleiht er Gerichten eine besondere Note. Ein Vorschlag: Blattkohl-Lasagne - eine abgewandelte Variante des italienischen Klassikers.

Blattkohl: Ein Gemüse mit Potenzial

Blattkohl ist ein nährstoffreiches Gemüse mit vielen gesundheitlichen Vorteilen. Von der Unterstützung der Herzgesundheit bis hin zur Stärkung des Immunsystems - dieses Gemüse hat einiges zu bieten. Dennoch sollten wir die möglichen Nebenwirkungen nicht außer Acht lassen und Blattkohl, wie alles im Leben, in Maßen genießen.

Als Teil einer ausgewogenen Ernährung kann Blattkohl einen wertvollen Beitrag zu unserer Gesundheit leisten. Die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten machen es leicht, ihn regelmäßig in den Speiseplan einzubauen.

Die Forschung zu den gesundheitlichen Vorteilen von Blattkohl ist noch nicht abgeschlossen. Es bleibt abzuwarten, welche Erkenntnisse die Zukunft noch bringen wird. Dieses grüne Gemüse wird uns noch lange beschäftigen - sowohl in der Wissenschaft als auch in unseren Küchen.

Beim nächsten Einkauf können Sie zu einer Portion Blattkohl greifen und selbst entdecken, was dieses vielseitige Gemüse zu bieten hat. Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Blattkohl und welche Sorten gibt es?
    Blattkohl gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist eine Varietät des Gemüsekohls (Brassica oleracea). Im Gegensatz zu Kopfkohl bildet er keine festen Köpfe, sondern lockere Blattrosetten. Die Blätter können glatt oder gekraust sein und variieren in der Farbe von hellgrün bis dunkelgrün oder bläulich-violett. Es gibt mehrere Hauptsorten: Grünkohl (auch Braunkohl genannt) hat gekrauste Blätter und einen herzhaften Geschmack. Palmkohl (Dinosaurierkohl) besitzt längliche, dunkelgrüne Blätter mit milderem Geschmack. Schwarzkohl (Cavolo nero oder Lacinato-Kohl) zeichnet sich durch dunkelgrüne, fast schwarze Blätter mit rauer Textur aus. Blattkohl wird seit der Antike kultiviert und war besonders in Nordeuropa ein wichtiges Nahrungsmittel. In Deutschland hat vor allem Grünkohl eine lange Tradition als fester Bestandteil der Winterküche und erfreut sich heute wachsender Beliebtheit in der gesundheitsbewussten Ernährung.
  2. Welche Nährstoffe und Vitamine enthält Blattkohl?
    Blattkohl zeichnet sich durch eine beeindruckende Nährstoffdichte aus. Er enthält besonders hohe Mengen an Vitamin K (wichtig für Blutgerinnung und Knochengesundheit), Vitamin C (unterstützt Immunsystem und wirkt antioxidativ), Vitamin A (fördert Sehkraft und Hautgesundheit) sowie B-Vitamine für den Energiestoffwechsel. Bei den Mineralstoffen liefert Blattkohl reichlich Calcium für starke Knochen, Kalium zur Blutdruckregulierung, Eisen für die Blutbildung und Magnesium für Muskel- und Nervenfunktion. Als Makronährstoffe bietet er komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe für die Verdauung und für ein Gemüse einen relativ hohen Proteingehalt. Besonders wertvoll sind die Phytonährstoffe: Flavonoide schützen vor oxidativem Stress, Carotinoide wie Lutein und Zeaxanthin fördern die Augengesundheit, und Glucosinolate, charakteristische schwefelhaltige Verbindungen der Kreuzblütler, werden mit krebsvorbeugenden Eigenschaften in Verbindung gebracht.
  3. Wie wirkt sich Blattkohl auf die Herzgesundheit und Knochengesundheit aus?
    Blattkohl unterstützt die Herzgesundheit durch mehrere Mechanismen: Seine Ballaststoffe binden Gallensäuren im Darm, was den Körper zur verstärkten Cholesterinproduktion anregt und somit den Cholesterinspiegel senkt. Der hohe Kaliumgehalt wirkt als Gegenspieler zu Natrium und kann den Blutdruck regulieren. Die enthaltenen Antioxidantien schützen die Blutgefäße und verbessern ihre Funktion, wodurch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt. Für die Knochengesundheit ist Blattkohl besonders wertvoll: Er liefert sowohl Calcium als Hauptbestandteil der Knochen als auch Vitamin K, das die Calciumaufnahme und -einlagerung in die Knochen unterstützt. Eine Portion Blattkohl kann einen großen Teil des täglichen Bedarfs an diesen knochenfreundlichen Nährstoffen decken. Regelmäßiger Verzehr kann zur Vorbeugung von Osteoporose beitragen, indem er die Knochendichte erhält und das Risiko von altersbedingtem Knochenschwund verringert.
  4. Warum enthält Blattkohl mehr Vitamin C als eine Orange?
    Blattkohl gehört zu den Vitamin-C-reichsten Gemüsesorten und übertrifft tatsächlich den Vitamin-C-Gehalt von Orangen deutlich. Während eine mittelgroße Orange etwa 70 mg Vitamin C enthält, liefert eine Tasse roher Blattkohl bis zu 120 mg oder mehr - das entspricht über 100% des täglichen Bedarfs. Dieser außergewöhnlich hohe Vitamin-C-Gehalt resultiert aus der evolutionären Anpassung der Kreuzblütler an kalte Klimazonen. Vitamin C fungiert als natürlicher Frostschutz und Antioxidans, wodurch die Pflanze auch bei niedrigen Temperaturen überleben kann. Besonders bemerkenswert ist, dass der Vitamin-C-Gehalt im Blattkohl nach dem ersten Frost sogar noch zunimmt, da die Pflanze diesen Nährstoff als Kälteschutz konzentriert. Diese hohe Vitamin-C-Konzentration macht Blattkohl zu einer hervorragenden Quelle für die Immunsystemunterstützung, Kollagenbildung und antioxidative Wirkung - und das besonders in der vitamin-C-armen Winterzeit.
  5. Welche Wechselwirkungen können bei der Einnahme von Medikamenten auftreten?
    Bei der Einnahme bestimmter Medikamente sollte der Blattkohl-Verzehr sorgfältig beachtet werden. Besonders kritisch sind Blutgerinnungshemmer wie Warfarin oder Marcumar: Der extrem hohe Vitamin-K-Gehalt im Blattkohl kann deren Wirkung erheblich beeinträchtigen, da Vitamin K die Blutgerinnung fördert und somit als Antagonist zu diesen Medikamenten wirkt. Patienten sollten ihren Blattkohl-Konsum mit dem behandelnden Arzt abstimmen und konstant halten. Auch bei Schilddrüsenmedikamenten ist Vorsicht geboten: Blattkohl enthält Goitrogene, die die Jodaufnahme beeinflussen und somit die Wirksamkeit von Schilddrüsenhormonen verändern können. Ein gleichmäßiger, moderater Verzehr ist hier empfehlenswert. Die im Blattkohl enthaltenen Substanzen können zudem die Verstoffwechselung bestimmter Medikamente in der Leber beeinflussen. Generell gilt: Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollten größere Mengen Blattkohl oder plötzliche Änderungen der Verzehrgewohnheiten vorher ärztlich abgeklärt werden.
  6. Worin unterscheidet sich Grünkohl von Spinat in der Nährstoffzusammensetzung?
    Grünkohl übertrifft Spinat in den meisten Nährstoffkategorien deutlich und gilt als nährstoffdichter. Bei Vitamin C liefert Grünkohl etwa das Dreifache der Menge von Spinat und sogar mehr als Zitrusfrüchte. Der Vitamin-K-Gehalt ist in Grünkohl etwa doppelt so hoch wie in Spinat. Bei Calcium, einem kritischen Nährstoff für Veganer, punktet Grünkohl mit deutlich höheren Werten und besserer Bioverfügbarkeit, da er weniger Oxalsäure enthält, die die Calciumaufnahme hemmt. Auch bei Vitamin A und den Carotinoiden Lutein und Zeaxanthin liegt Grünkohl vorn. Spinat hingegen enthält mehr Folsäure und Eisen, wobei das Eisen aus pflanzlichen Quellen generell schlechter verwertbar ist. Der Proteingehalt ist bei beiden ähnlich, aber Grünkohl bietet ein vollständigeres Aminosäureprofil. Grünkohl ist zudem reich an Glucosinolaten, die in Spinat nicht vorkommen. Diese schwefelhaltigen Verbindungen sind charakteristisch für Kreuzblütler und werden mit krebsvorbeugenden Eigenschaften in Verbindung gebracht.
  7. Was unterscheidet Kreuzblütler wie Blattkohl von anderen Kohlsorten?
    Kreuzblütler wie Blattkohl gehören zur botanischen Familie der Brassicaceae und zeichnen sich durch charakteristische Merkmale aus, die sie von anderen Kohlsorten unterscheiden. Das auffälligste Merkmal sind die Glucosinolate - schwefelhaltige Verbindungen, die beim Zerkleinern oder Kauen in bioaktive Isothiocyanate umgewandelt werden und den typisch scharfen Geschmack verleihen. Diese Verbindungen sind einzigartig für Kreuzblütler und werden mit starken antioxidativen und krebsvorbeugenden Eigenschaften in Verbindung gebracht. Kreuzblütler haben ihre charakteristische vierblättrige Blüte (daher der Name) und bilden Schoten als Fruchtstände. Im Gegensatz zu anderen Kohlsorten wie Kopfkohl bildet Blattkohl keine geschlossenen Köpfe, sondern lockere Blattrosetten. Die Nährstoffdichte ist bei Kreuzblütlern generell höher, besonders bei Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Während andere Kohlsorten oft milder schmecken, haben Kreuzblütler einen intensiveren, würzigeren Geschmack durch die Glucosinolate. Diese biochemischen Unterschiede machen Blattkohl zu einem ernährungsphysiologisch besonders wertvollen Vertreter der Kohlgemüse.
  8. Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es zur krebsvorbeugenden Wirkung?
    Umfangreiche wissenschaftliche Studien belegen die krebsvorbeugenden Eigenschaften von Blattkohl. Epidemiologische Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit hohem Kreuzblütler-Konsum ein signifikant geringeres Risiko für verschiedene Krebsarten haben, insbesondere für Lungen-, Darm-, Brust- und Prostatakrebs. Die Hauptwirkstoffe sind Glucosinolate, die beim Zerkleinern oder Kauen in Isothiocyanate wie Sulforaphan umgewandelt werden. Diese Verbindungen aktivieren körpereigene Entgiftungsenzyme, hemmen die Bildung krebserregender Substanzen und fördern den programmierten Zelltod (Apoptose) in Tumorzellen. Laborstudien zeigen, dass diese Stoffe die DNA vor Schäden schützen und Entzündungsprozesse reduzieren. Die im Blattkohl enthaltenen Antioxidantien wie Flavonoide und Carotinoide verstärken diese Wirkung durch Neutralisierung freier Radikale. Besonders hervorzuheben ist die Wirkung gegen hormonabhängige Krebsarten: Indol-3-Carbinol, ein Abbauprodukt der Glucosinolate, kann den Östrogenmetabolismus positiv beeinflussen. Die Forschung ist noch nicht abgeschlossen, aber die Evidenz für präventive Effekte ist beeindruckend stark.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertigen Bio-Blattkohl kaufen?
    Qualitativ hochwertigen Bio-Blattkohl finden Sie in verschiedenen Einkaufsstätten. Bio-Supermärkte und Naturkostläden bieten ganzjährig eine gute Auswahl verschiedener Blattkohl-Sorten. Wochenmärkte sind eine hervorragende Quelle für frischen, regionalen Bio-Blattkohl direkt vom Erzeuger - hier können Sie auch Anbaumethoden erfragen. Hofläden und Bio-Betriebe mit Direktvermarktung garantieren oft höchste Frische und Transparenz bei der Produktion. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten nicht nur Bio-Saatgut für den eigenen Anbau, sondern auch Beratung zu Sorten und Anbaumethoden. Der Eigenanbau im Garten oder auf dem Balkon ist ideal - Blattkohl ist winterhart und pflegeleicht. Beim Kauf sollten Sie auf das EU-Bio-Siegel achten, das strenge Kontrollen garantiert. Demeter- oder Bioland-zertifizierte Produkte bieten zusätzliche Qualitätssicherheit. Tiefkühl-Blattkohl aus biologischem Anbau ist eine praktische Alternative, wenn frische Ware nicht verfügbar ist. Regional und saisonal einzukaufen unterstützt zudem nachhaltige Landwirtschaft und reduziert Transportwege.
  10. Welche Qualitätskriterien sollten beim Kauf von frischem Grünkohl beachtet werden?
    Beim Kauf von frischem Grünkohl sollten Sie auf mehrere Qualitätsmerkmale achten. Die Blätter müssen leuchtend grün und fest sein - welke, gelbliche oder bräunliche Stellen deuten auf Alter oder unsachgemäße Lagerung hin. Frischer Grünkohl hat knackige, saftige Blätter ohne Löcher oder Fraßspuren. Die Blattränder sollten nicht braun oder trocken sein. Ein wichtiger Indikator ist der charakteristische, frische Kohlgeruch - muffige oder säuerliche Gerüche sprechen gegen die Qualität. Die Stiele sollten fest und nicht schleimig sein. Bevorzugen Sie kleinere Blätter, da sie zarter und milder im Geschmack sind. Nach dem ersten Frost geernteter Grünkohl ist besonders süß, da die Kälte Stärke in Zucker umwandelt. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de können oft über Herkunft und Erntezeitpunkt informieren. Grünkohl in Bio-Qualität ist frei von Pestizidrückständen und Kunstdünger. Bei der Lagerung sollten Sie ihn im Kühlschrank aufbewahren und binnen weniger Tage verbrauchen, da er schnell an Nährstoffen verliert. Gründliches Waschen vor der Zubereitung entfernt Erd- und Sandreste.
  11. Wie wirken sich Phytonährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe im Blattkohl auf den Körper aus?
    Die Phytonährstoffe und sekundären Pflanzenstoffe in Blattkohl entfalten vielfältige positive Wirkungen im Körper. Flavonoide wie Quercetin und Kaempferol wirken stark antioxidativ, neutralisieren freie Radikale und reduzieren oxidativen Stress, der Zellalterung und Krankheitsentstehung fördert. Sie stärken außerdem die Blutgefäße und können entzündliche Prozesse hemmen. Carotinoide, insbesondere Lutein und Zeaxanthin, akkumulieren sich in der Netzhaut und schützen die Augen vor schädlichem blauem Licht und altersbedingter Makuladegeneration. Beta-Carotin wird zu Vitamin A umgewandelt und unterstützt Sehkraft, Immunsystem und Zellwachstum. Die für Kreuzblütler charakteristischen Glucosinolate werden beim Kauen zu bioaktiven Isothiocyanaten abgebaut, die krebsvorbeugend wirken, indem sie Entgiftungsenzyme aktivieren und Tumorzellwachstum hemmen. Indole regulieren den Hormonhaushalt und können das Risiko hormonabhängiger Krebsarten senken. Diese sekundären Pflanzenstoffe arbeiten synergistisch zusammen und verstärken sich gegenseitig in ihrer gesundheitsfördernden Wirkung - ein Grund, warum Vollwertkost wirksamer ist als isolierte Nahrungsergänzungsmittel.
  12. Welche Rolle spielen Glucosinolate bei der antioxidativen Wirkung?
    Glucosinolate spielen eine zentrale Rolle bei der antioxidativen Wirkung von Blattkohl. Diese schwefelhaltigen Verbindungen sind charakteristisch für Kreuzblütler und werden beim Zerkleinern, Kauen oder Kochen durch das Enzym Myrosinase in bioaktive Isothiocyanate wie Sulforaphan umgewandelt. Diese Abbauprodukte entfalten ihre antioxidative Wirkung auf mehreren Ebenen: Sie aktivieren körpereigene antioxidative Enzyme wie Glutathion-S-Transferase und Katalase, die freie Radikale neutralisieren. Zusätzlich induzieren sie die Produktion von Phase-II-Entgiftungsenzymen, die krebserregende Substanzen unschädlich machen. Sulforaphan kann die Aktivität des Transkriptionsfaktors Nrf2 steigern, der die Expression antioxidativer Gene reguliert. Diese indirekten antioxidativen Mechanismen sind besonders effektiv, da sie lang anhaltende Schutzwirkungen bieten. Im Gegensatz zu direkten Antioxidantien wie Vitamin C werden Glucosinolat-Abbauprodukte nicht durch ihre Wirkung 'verbraucht', sondern aktivieren körpereigene Schutzsysteme. Diese Dual-Wirkung macht Blattkohl zu einem außergewöhnlich potenten Antioxidans-Lieferanten mit präventivem Potenzial gegen oxidativen Stress und seine Folgeerkrankungen.
  13. Wie beeinflusst die Nährstoffdichte von Blattkohl verschiedene Stoffwechselprozesse?
    Die außergewöhnliche Nährstoffdichte von Blattkohl beeinflusst nahezu alle Stoffwechselprozesse positiv. B-Vitamine fungieren als Coenzyme in der Energiegewinnung aus Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen - ein Mangel führt zu Müdigkeit und verringerter Leistungsfähigkeit. Vitamin K ist essentiell für die Blutgerinnung und den Knochenstoffwechsel, indem es Calcium in die Knochenmatrix einbaut. Magnesium aktiviert über 300 Enzyme und ist für die Muskelkontraktion, Nervenfunktion und Proteinbiosynthese unentbehrlich. Eisen ermöglicht den Sauerstofftransport im Blut und die zelluläre Energieproduktion. Die hohe Folsäure-Konzentration unterstützt die DNA-Synthese und Zellteilung. Antioxidantien wie Vitamin C schützen Enzyme vor oxidativen Schäden und erhalten so deren Aktivität. Ballaststoffe regulieren die Glucose-Absorption und stabilisieren den Blutzuckerspiegel. Kalium ist für die Natrium-Kalium-Pumpe in Zellmembranen essentiell, die den Flüssigkeitshaushalt und die Nervenleitung steuert. Diese synergetische Nährstoffkombination optimiert Stoffwechseleffizienz, Energieproduktion und zelluläre Reparaturmechanismen - ein Grund für Blattkohls Ruf als Superfood.
  14. Welche präventivmedizinischen Aspekte machen Blattkohl zu einem Functional Food?
    Blattkohl erfüllt alle Kriterien eines Functional Foods durch seine wissenschaftlich belegten gesundheitsfördernden Eigenschaften über die reine Nährwertversorgung hinaus. Die Krebsprävention steht dabei im Vordergrund: Epidemiologische Studien zeigen, dass regelmäßiger Kreuzblütler-Konsum das Risiko für Lungen-, Darm-, Brust- und Prostatakrebs um 20-50% senken kann. Die Glucosinolat-Isothiocyanat-Achse aktiviert körpereigene Entgiftungssysteme und hemmt Tumorwachstum. Für die Herz-Kreislauf-Prävention wirken Kalium blutdrucksenkend, Ballaststoffe cholesterinsenkend und Antioxidantien gefäßschützend. Die Osteoporose-Prävention erfolgt durch die einzigartige Kombination aus bioverfügbarem Calcium und Vitamin K. Für die Augengesundheit bieten Lutein und Zeaxanthin Schutz vor Makuladegeneration. Die entzündungshemmenden Eigenschaften können chronische Entzündungsprozesse reduzieren, die als Basis vieler Zivilisationskrankheiten gelten. Zusätzlich unterstützen Präbiotika die Darmgesundheit und stärken das Immunsystem. Diese multifaktoriellen Gesundheitseffekte, belegt durch robuste wissenschaftliche Evidenz, machen Blattkohl zu einem evidenzbasierten Functional Food mit enormem präventivmedizinischem Potenzial.
  15. Wie kann Blattkohl optimal zubereitet werden, um Nährstoffe zu erhalten?
    Die optimale Zubereitung von Blattkohl erfordert ein Gleichgewicht zwischen Nährstofferhalt und Verdaulichkeit. Rohverzehr bewahrt die meisten wasserlöslichen Vitamine, besonders Vitamin C und B-Vitamine. Für rohen Blattkohl sollten Sie die Blätter massieren, um die Zellstruktur aufzubrechen und ihn bekömmlicher zu machen. Kurzes Blanchieren (1-2 Minuten) in wenig Salzwasser reduziert Bitterstoffe und Oxalsäure, während die meisten Nährstoffe erhalten bleiben. Das Blanchierwasser enthält ausgelöste Nährstoffe und kann für Suppen verwendet werden. Dämpfen ist besonders schonend, da der Kohl nicht mit Wasser in Kontakt kommt. Die Garzeit sollte minimal sein - der Kohl sollte noch Biss haben. Sautieren bei mittlerer Hitze in hochwertigem Öl macht fettlösliche Vitamine verfügbarer. Ein Schuss Zitronensaft verbessert die Eisenaufnahme und erhält die grüne Farbe. Vermeiden Sie langes Kochen und hohe Temperaturen, da dies Vitamine zerstört. Das Hinzufügen von Fett (Olivenöl, Nüsse) erhöht die Carotinoid-Absorption. Optimal ist eine Kombination: etwas roh, etwas schonend gegart.
  16. Welche Zubereitungsmethoden wie Blanchieren und Dämpfen sind empfehlenswert?
    Blanchieren und Dämpfen gehören zu den nährstoffschonendsten Zubereitungsmethoden für Blattkohl. Beim Blanchieren wird der Kohl 1-2 Minuten in sprudelnd kochendes Salzwasser gegeben und anschließend sofort in Eiswasser abgeschreckt. Diese Methode reduziert Bitterstoffe und Oxalsäure, macht den Kohl verdaulicher und erhält die intensive grüne Farbe durch Enzymstoppung. Verwenden Sie das nährstoffreiche Blanchierwasser für Suppen oder Smoothies. Dämpfen erfolgt über kochendem Wasser in einem Dampfeinsatz bei 5-7 Minuten. Diese Methode ist besonders schonend, da keine Nährstoffe ins Kochwasser übergehen. Der Kohl bleibt knackig und behält seine Textur. Beide Methoden aktivieren die Myrosinase, das Enzym, das Glucosinolate in bioaktive Isothiocyanate umwandelt. Wichtig ist die richtige Temperatur: zu niedrig aktiviert die Enzyme nicht optimal, zu hoch zerstört sie. Nach dem Dämpfen oder Blanchieren können Sie den Kohl mit Olivenöl, Knoblauch oder Nüssen verfeinern. Beide Methoden eignen sich hervorragend als Vorbereitung für Salate, Aufläufe oder als Beilage.
  17. Ist es ein Mythos, dass Blattkohl schwer verdaulich ist?
    Die Annahme, dass Blattkohl schwer verdaulich ist, basiert teilweise auf Mythen, teilweise auf realen, aber überwindbaren Faktoren. Blattkohl enthält komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe, die bei manchen Menschen zu Blähungen führen können - dies ist jedoch ein Zeichen gesunder Darmbakterienbeschäftigung, nicht schlechter Verdaulichkeit. Die rohen, derben Blätter können anfangs schwer verdaulich sein, besonders für empfindliche Mägen. Jedoch lässt sich die Verdaulichkeit durch richtige Zubereitung erheblich verbessern: Massieren roher Blätter bricht Zellwände auf, kurzes Blanchieren macht die Fasern weicher, und langsames Kauen aktiviert die Verdauungsenzyme optimal. Die oft gefürchteten 'Kohlgase' entstehen durch bakterielle Fermentation unverdauter Kohlenhydrate im Dickdarm - dies ist ein normaler, gesunder Prozess. Menschen mit empfindlicher Verdauung sollten langsam mit kleinen Portionen beginnen und den Kohl gut kauen. Gewürze wie Kümmel, Fenchel oder Ingwer können die Verdauung unterstützen. Regelmäßiger Verzehr verbessert die Verträglichkeit, da sich die Darmflora anpasst. Moderne Zubereitungsformen wie Smoothies oder fein gehackter Kohl in Salaten sind meist sehr gut verträglich.
  18. Welche traditionelle Bedeutung hat Grünkohl in der deutschen Winterküche?
    Grünkohl hat eine jahrhundertelange Tradition in der deutschen Winterküche und ist fest in der Kulturgeschichte verwurzelt. Besonders in Norddeutschland, dem Rheinland und Westfalen gilt er als kulinarisches Wintergericht schlechthin. Traditionell wird Grünkohl nach dem ersten Frost geerntet, da die Kälte Stärke in Zucker umwandelt und den Kohl süßer macht. Die klassische Zubereitung erfolgt mit Speck, Würsten und Zwiebeln - eine deftige, wärmende Mahlzeit für die kalte Jahreszeit. Regional gibt es verschiedene Varianten: 'Pinkel' in Bremen und Niedersachsen, 'Himmel un Ääd' im Rheinland oder 'Grünkohl mit Bregenwurst' in Oldenburg. Der gesellschaftliche Aspekt ist bedeutsam: Grünkohl-Essen sind soziale Ereignisse, oft verbunden mit Winterwanderungen und Vereinsausflügen. Die 'Grünkohlkönige' werden traditionell gekürt. Historisch war Grünkohl Arme-Leute-Essen, da er winterhart, lagerfähig und nährstoffreich ist. In den Wintermonaten war er oft das einzige verfügbare frische Gemüse. Diese kulturelle Verankerung macht Grünkohl zu mehr als einem Gemüse - er ist Teil der deutschen Identität und Winterbrauch.
  19. Was unterscheidet Braunkohl von anderen Bezeichnungen für Grünkohl?
    Braunkohl ist lediglich eine regionale Bezeichnung für denselben Grünkohl (Brassica oleracea var. sabellica), nicht etwa eine andere Sorte. Der Name 'Braunkohl' entstand, weil die Blätter nach dem Kochen oder Schmoren eine bräunlich-grüne Farbe annehmen. Diese Farbveränderung erfolgt durch die Umwandlung des grünen Chlorophylls in Pheophytin bei längerer Hitzeeinwirkung. Regional wird Grünkohl unterschiedlich benannt: In Norddeutschland oft 'Braunkohl', in anderen Gebieten 'Krauskohl' wegen der gekrausten Blätter, 'Winterkohl' aufgrund der Winterhärte oder 'Strunkkohl' wegen des festen Strunks. Alle diese Bezeichnungen meinen botanisch dieselbe Pflanze. Der Name 'Grünkohl' ist die heute gebräuchlichste Standardbezeichnung. International heißt er 'Kale' (englisch), 'Chou frisé' (französisch) oder 'Cavolo riccio' (italienisch). Die verschiedenen Namen spiegeln regionale Traditionen und Zubereitungsarten wider, ändern aber nichts an der Pflanzenart. Moderne Züchtungen haben verschiedene Sorten hervorgebracht, die sich in Blattform, -farbe und Geschmack unterscheiden, aber alle zur gleichen botanischen Varietät gehören. Die Namensvielfalt zeigt die kulturelle Bedeutung und weite Verbreitung dieses winterharten Gemüses.
  20. Worin liegt der Unterschied zwischen Cavolo nero und Lacinato-Kohl?
    Cavolo nero und Lacinato-Kohl sind zwei Bezeichnungen für dieselbe Blattkohl-Sorte (Brassica oleracea var. palmifolia). 'Cavolo nero' ist die italienische Bezeichnung und bedeutet wörtlich 'schwarzer Kohl', während 'Lacinato' der präzise Sortenname ist, benannt nach der toskanischen Region, wo dieser Kohl traditionell angebaut wird. Die Blätter sind charakteristisch dunkelgrün bis fast schwarz, länglich-oval und haben eine blasige, genarbte Oberfläche - daher auch die englische Bezeichnung 'Dinosaur Kale'. Im Gegensatz zum gekrausten deutschen Grünkohl sind die Blätter glatt bis leicht gewellt. Der Geschmack ist milder, süßlicher und weniger bitter als bei Grünkohl, mit einer leicht nussigen Note. Cavolo nero ist fester Bestandteil der toskanischen Küche, besonders in der berühmten 'Ribollita'-Suppe. Die Blätter sind zarter und eignen sich auch roh für Salate. Ernährungsphysiologisch entspricht er weitgehend dem Grünkohl, mit ähnlich hohen Nährstoffwerten. In Deutschland wird diese Sorte immer beliebter und ist mittlerweile in gut sortierten Gemüseläden und auf Märkten erhältlich. Die verschiedenen Namen bezeichnen also dieselbe Pflanze, spiegeln aber ihre geografische und kulinarische Herkunft wider.
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